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Kategorien-Archiv: Theater

Kunst ohne Worte in allen Spielarten lockt wieder beim 39. Internationalen Pantomime Festival Dresden

03 Sonntag Nov 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Clownerie mit dem Bewohner einer Kuckucksuhr und ihrem Besitzer.
Kuku, 9.11., 18 Uhr, Familienvorstellung mit Anatoli Akerman & Christoph Schiele. Foto N. Milatovic


„flying kuku“, 9.11., 18 Uhr. Foto: D. Shakin


„Mime on the Moon“, 8.11., 19 Uhr mit Radim Vizváry aus Tschechien.

Slapstick, Clownerie und Tragikomik entführen in die faszinierende Welt der Pantomime

Vom 6. bis 10.November 24 findet das 39. Internationale Pantomime Theater Festival Dresden im Theaterhaus Rudi, Fechnerstraße 2a statt. Der Mitbegründer des Festivals und  „Vater der Pantomime“ in Dresden, Ralf Herzog wird für seine Verdienste geehrt bei der Eröffnungsgala am kommenden Mittwoch.

Eine wunderbare Dresdner Tradition nimmt Anlauf auf den 40. Geburtstag im nächsten Jahr: Das Internationale PantomimeTheaterFestival Dresden findet vom 6. bis zum 10. November 2024 bereits zum 39. Mal statt. Künstler und Ensembles aus Deutschland, Tschechien, Frankreich, Österreich und der Ukraine laden zu sechs Vorstellungen in das Theaterhaus Rudi ein. So vielfältig, wie die Spielarten des Bewegungstheaters sind, so breit gefächert ist das Programm. Ein schräges Nummernprogramm mit Slapstick und Comedy ist ebenso dabei wie komisch-tragische Clownerie, klassische und zeitgenössische Spielarten der Pantomime und Performances in Verbindung mit ausdrucksstarken Tanzelementen.

„Pantomime ist die Basis für viele künstlerischen Ausdrucksformen und erzählt mit Mimik und Körpersprache wunderbare emotionale Geschichten“, so Michael Meinel, Vorsitzender des Vereins Mimenstudio Dresden, welcher das Festival mit viel Herzblut im Ehrenamt auf die Beine stellt. „Ob zum Lachen, zum Nachdenken oder als inspirierende Reise in die Phantasie – das Festival hat viele Facetten und das auf sehr hohem künstlerischem Niveau.“

Die Eröffnungsgala am Mittwoch zeigt Ausschnitte aus den Shows des Festivals

Den Auftakt des Festivals bildet traditionell die Eröffnungsgala am 6. November. Hier zeigen die bereits angereisten Künstler Auszüge aus ihren Shows. Das Galaprogramm gestalten das Duo Diagonal aus Deutschland, die 044 Mime Company und Anetta Anisimova aus der Ukraine, die Franzosen Mangano & Massip und ihre Werkstatt-Teilnehmer und das Derevo Creative Lab aus Deutschland. Außerdem zeigen die gastgebenden Akteure des Mimenstudio Dresden e.V. eine Etüde zu „Kafka – der Prozess“, die sie im offenen Pantomimekurs unter Regie von Ralf Herzog derzeit erarbeiten.

Die einzelnen Vorstellungen bedienen ein breites künstlerisches Spektrum

Am Donnerstag kann man über das Jubiläumsprogramm des Duo Diagonal herzlich lachen. Seit 25 Jahren verbinden Deana und Holger Ehrich Comedy, Mime, Tanz und Slapstick und lassen hintergründigen Witz auf gekonnten Unfug treffen. Am Freitag ist Radim Vizvary aus Tschechien zu Gast, einer der angesehensten Vertreter der zeitgenössischen Pantomime in Europa. In „Mime on the Moon“ erzählt er von einer Flucht aus einer Welt, die von Perfektion besessen ist. Das Publikum erwartet ein poetisches Spiel auf einem hohen mimisch-künstlerischen Niveau.

Clownerie der alten Schule wird in der Vorstellung „kuku“ am Samstag gezeigt. Sie beginnt bereits 18 Uhr und richtet sich an Familien mit Kindern ab sechs Jahren. Hier geht es um den Bewohner einer Kuckucksuhr und den Besitzer jener Uhr, die zusammen wunderbare tragisch-komische Momente erleben, aber auch Absurdes und hinreißend Fröhliches. Am Sonntagvormittag zeigen Künstler aus der Ukraine eine Doppelvorstellung und laden im Anschluss zu Kaffee und Kuchen und Gesprächen ein. Die 044 Company beschäftigt sich in ihrem Stück „News“ mit der Nachrichtenflut und ihrem Einfluss – Was ist wahr und was ist falsch? Die Künstler pflegen die Kunst der klassischen Pantomime und spiegeln die verschiedenen Charaktere in ihrem Stück sowohl auf groteske als auch komödiantische Weise.

„Peace inside us“ titelt im Anschluss die Solo-Performance mit Anetta Aleksandra
Animisova. Die Künstlerin hat sie während des Krieges nach ihrer eigenen Geschichte entwickelt und kommt zum Credo: “Wenn jeder im Inneren Frieden schafft, wird es auf der ganzen Welt Frieden geben“. Am Sonntagabend kann man eine Premiere mit Anton Adasinskij und Derevo erleben. Die deutsch-russische Company veranstaltet parallel zum Festival einen fünftägigen „DerevoArtHouse Pantomime Creative Lab“ und präsentiert mit den internationalen Teilnehmern das Ergebnis – eine Performance mit dem Titel „Durch den Spiegel“.

Workshops sind ein wichtiger Teil des Festivals – noch gibt es freie Plätze

Am Wochenende vor dem Festival (am 2./3.11.) konnte man im Projekttheater einen 10-stündigen Workshop mit Mangano-Massip aus Frankreich besuchen, Schüler des berühmten Pantomimen Marcel Marceau. Sara Mangano und Pierre-Yves Massip waren 2022 mit zwei eigenen Stücken Gäste des Festivals. In diesem Jahr sind sie als Dozenten für die offene Werkstatt dabei, die Neugierige, Amateure und professionelle Künstler einlädt, das Medium Pantomime kennenzulernen oder ihre Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern.

Ein weiterer Workshop findet während des Festivals statt. Am Samstag von 10 bis 12 Uhr führt Anetta Aleksandra Animisova im Projekttheater Amateure und Profis in die Grundlagen mimischer Körpertechniken und des Improvisierens ein. Die Teilnahme kostet 10 Euro. „Die Workshops und der fachliche Austausch unter den internationalen Künstlern sind von jeher ein ganz wesentlicher Teil und eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Festivals“, betont Michael Meinel. „Dieser Austausch ist neben der familiären Atmosphäre beim Festival einer der wichtigsten Gründe, dass sich Künstler aus aller Welt für die Teilnahme bewerben. Auch wir als Gastgeber nehmen jedes Jahr neue Impulse für das vielfältige Genre der „Kunst ohne Worte“ mit.“

Die Ausstellung über die „Geschichte der Pantomime in Europa“ wurde erweitert
Im vergangenen Jahr wurde das Festival durch eine Ausstellung mit dem Titel „Geschichte der Pantomime in Europa“ begleitet. Sie wurde vom Mimenstudio Dresden e.V. organisiert in Zusammenarbeit mit Nils-Zdenek Kühn, Vorsitzender der FEM – Federation of European Mime und über 37 Jahre Leiter der ETAGE Schule für Darstellende Künste Fine Arts e.V. Nils-Zdenek Kühn ist in diesem Jahr leider verstorben. Ihm zu Ehren widmet sich ein neuer Teil der Ausstellung seinem Schaffen.

Eine weitere Tafel erzählt die Geschichte eines Pantomimen, dessen Werdegang mit der Tradition des Pantomimefestivals in Dresden untrennbar verbunden ist. Die Rede ist von Ralf Herzog, „Vater der Pantomime“ in Dresden, Mitbegründer des Festivals und langjähriger Intendant der Mimenbühne. Nach wie vor leitet er im Mimenstudio einen Pantomimekurs und hat im Laufe der Jahrzehnte ungezählte Schüler geprägt und inspiriert. Für seine herausragenden Verdienste in der Kunst der Pantomime wird er im Rahmen der Eröffnungsgala mit dem Special Award „Golden Hands“ der World Mime Organisation ausgezeichnet.

Karten für die Shows gibt es bei SAX-Ticket (saxticket.de), Reservix und an allen Vorverkaufskassen, die mit Reservix zusammenarbeiten. Reservierungen sind auch unter Telefon +49 1515 5619899 möglich. Wer sich für einen Workshop interessiert, meldet sich bitte per E-Mail: info@mimedresden.de

Das 39. Internationale PantomimeTheaterFestival wird durch die Kulturstiftung des  Freistaats Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden, die Ostsächsische Sparkasse, das Stadtbezirksamt Dresden Pieschen, den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und den Bund Deutscher Amateurtheater gefördert.

Text: Sabine Mutschke i.A. des Mimenstudio Dresden e.V.

http://www.mimedresden.de
Mimenstudio Dresden e.V.
Vereinsvorsitzender und Künstlerischer Leiter
Michael Meinel
http://www.mimedresden.de /
info@mimedresden.de /
Telefon 0151/ 55619899


25 Jahre Romantik & Slapstick – das Jubiläumsprogramm mit dem Duo Diagonal aus Deutschland, am 7.11., 19 Uhr. Foto O.Haas.

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Premiere „Der Raub der Sabinerinnen“ in der Comödie Dresden

08 Dienstag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar


Die Freuden und Leiden des Theaterlebens: Komik und Dramatik, Leben und Bühne mischen sich köstlich mit viel Humor und Selbstironie in der Inszenierung „Der Raub der Sabinerinnen“ mit Tom Pauls in der Rolle des umtriebigen Theaterdirektors Emanuel Striese in der Comödie Dresden. Foto: Robert Jentzsch

Ein hochkomisch dramatisches Sittendrama im Erfolgstaumel

Der Komödienklassiker „Der Raub der Sabinerinnen“ hatte in einer Neubearbeitung von Peter Kube mit vielen aktuellen Bezügen rund um Theater und wirkliches Leben Premiere in der Comödie Dresden. Dort gab es auch ein Comeback für das Zwinger-Trio Dresden.

Ganz wie im echten Leben: Theater voller Liebe, Schmerz, Verderben und Sterben, zum Lachen und Heulen schön. So feierte der Komödienklassiker „Der Raub der Sabinerinnen“ frei nach Franz und Paul von Schönthan und dem Film von Kurt Hoffmann in einer Neubearbeitung von Peter Kube, der auch Regie führt und mitspielt, Premiere im September in der Comödie Dresden.

Mit viel Humor, Herzblut, Theaterzauber und Kampfgetöse kam die Inszenierung auf die Bühne. Komödie und Tragödie liegen nah beieinander mit vielen aktuellen Bezügen. In Trauerspielen zeige sich gerade sehr das wirkliche Leben. Sein oder Nichtsein, deklamiert Tom Pauls gleich zu Beginn heroisch als Hamlet im barocken Kostüm. Darum geht es buchstäblich auch mit seinem schwächelnden Wandertheater, das im in einem Dorfgasthof gerade für ein neues Stück probt. Pauls spielt den Theaterdirektor Emmanuel Striese mit mal zartbesaitetem Gemüt als Künstler und verteidigt scharf sein Theater, für das er alles tut. Eine Paraderolle für den Erzkomödianten Tom Pauls, der selbst ein Theater in Pirna führt. Urkomisch in breitem Sächsisch hält er die hehre Klassik hoch, die Kassengift heutzutage ist. Er zieht alle Register und ist erst zufrieden, wenn die Träne quillt beim Zuschauer. Ereifert sich über moderne Stücke, die keiner mehr versteht, penible, lebende Autoren, die einem erst den Mund wässrig reden mit neuen Stücken und dann ängstlich einen Rückzieher machen.

Das Publikum erlebt hautnah die Freuden und Leiden des Schauspielerlebens, wie aus dem hanebüchenen, trockenen Historienstück des Gymnasialprofessors Gollwitz ein hochkomisches, dramatisches Sittendrama aus dem alten Rom und Stück zur Gegenwart wird. Und außerdem wird weidlich die Liebe zum Theater, seine Magie und Kraft beschworen und gefeiert. Der „Raub der Sabinerinnen“ wurde letztmals 1999 in der Comödie Dresden gespielt mit Hans Teuscher, Alfred Müller und Günther Schubert. Dort gab es nun nach 25 Jahren ein großartiges Comeback mit dem Zwingertrio Dresden, bei dem Jürgen Haase als Kneiper und Römer, Peter Kube als biederer und um seinen Ruf besorgter Professor Gollwitz und Tom Pauls als leidenschaftlich gewiefter Theaterdirektor Striese gemeinsam auf der Bühne standen. In einer Szene singen sie zusammen adrett in Jacketts und mit Sonnenbrillen mit witzig hehrer Hingabe ein romantisches Lied „Ein Stern fällt vom Himmel…“.  Cornelia Kaupert spielt Luise, die Frau des Theaterdirektors ganz nach dem Motto: „Ich bin so jung wie ich mich schminke!“ Als taffe, erfolgshungrige Professorengattin überrascht Tine Josch, die von den Landesbühnen Sachsen „ausgeborgt“ ist.

Das Hausmädchen Rosa (Dorothea Kriegl) liest heimlich das Stück vom Raub der Sabinerinnen, weint vor Rührung, schwärmt davon dem Theaterdirektor vor und will am liebsten mitspielen. Der wittert gleich seine Chance und bringt das Stück über alle Hindernisse hinweg groß heraus, einfallsreich mit wenig Geld und Personal. In Bedrängnis fragt Striese: „Wollen wir die Römerschlacht weglassen, nur noch Blümchenkaffee und Eierschecke bringen?!“ Und bekommt Szenenapplaus. Herrlich komisch, wie die paar Darsteller als Römerheer mit weißen Umhängen, Pappschwertern und Rollatoren mit Pferdeköpfen aufmarschieren, im Kreis rings um die Bühne rein und raus gehen und wegrennen. Und schön wortwitzig wie sich das Hausmädchen Rosa und der Schauspieler Emil Sterneck (Erik Brünner) in einer Schlüsselszene näher kommen, Wie das Stück, das vermeintlich ein Reinfall ist, ein grandioser Erfolg wird, da Komik und Dramatik, Leben und Bühne sich mischen samt Einrichtungsgegenständen aus der Wohnung von Gollwitz. Kurioser Höhepunkt dabei ist der sprechende Papagei als römischer Kriegsadler auf goldbemaltem Schrubber. Reichlich Beifall vom Publikum gab es für einen hinreißenden, lebensprallen Theaterabend.

Text (lv)

http://www.comoedie-dresden.de

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Von Egon Olsen bis Baba Jaga feierten alle mit bei der Jubiläums-Gala 10 Jahre Boulevardtheater Dresden

08 Dienstag Okt 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Theater, Zwischenmenschliches

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Eine märchenhaft und fröhlich bunte, originelle, witzige und verwegene Figurenschar gratulierte dem Boulevardtheater Dresden zum 10. Geburtstag. Foto: Robert Jentzsch

Ein wahrgewordener Traum mit viel Humor, Herzblut und Fantasie

Bezaubernd, lustig, herzerfrischend und mitreißend mit den schönsten Stückszenen und viel Musik kam die Jubiläums-Gala 10 Jahre Boulevardtheater Dresden mit über 3ß Künstlerinnen und Künstlern auf die Bühne.

Manchmal werden Märchen wahr wie der Traum vom eigenen Theater. Eine genauso märchenhaft bunte, originelle und verwegene Figurenschar – von Egon Olsen, Schneewittchen und die Zwerge, Charleys Tante, Baba Jaga bis zur Weihnachtsgans Auguste – gratulierten bei der Jubiläums-Gala 10 Jahre Boulevardtheater Dresden am vergangenen Sonnabend im ausverkauften Haus auf der Maternistraße. Über 30 Künstlerinnen und Künstler zeigten in der Rückschau mit viel Witz, Herzblut und Power Stückszenen mit viel Musik, wie die so verrückte wie großartige Idee der beiden Theatergründer Marten Ernst und Olaf Becker und Nachfolger der Spielstätte „Wechselbad der Gefühle“ Gestalt annahm bis zum heutigen erfolgreichen Privattheater mit bisher 4 193 Vorstellungen, 272 Rollen und bereits 1,5 Millionen Besuchern.

All dies wäre nicht möglich ohne ihre fünf ständigen Begleiter, die sich gegenseitig anregen, stärken und durch das Best-of-Programm führten: die Idee, ein an Pippi Langstrumpf erinnerndes, aufgewecktes Mädchen in Ringelstrümpfen und gelbem Kleid, gespielt von Hella Ernst. Ihr zur Seite stehen der sie anstachelnde Mut (Eiko Keller), die freundlich abwägende Erfahrung (Jürgen Mai), die Vorsicht (Hannah Wendel) und der kichernde Schalk (Valerij Radmacher). Sie sitzen zusammen an der Bühnen-Bar, erzählen von den Anfängen, den Träumen und Ängsten und betrachten staunend und vergnügt das Erreichte.

Bekannt ist das Boulevardtheater vor allem für seine Märcheninszenierungen, die bezaubernd, lustig, herzerfrischend und fantasievoll in neuem, zeitgemäßen Gewand erzählt und gespielt, kleine und große Zuschauer begeistern, von „Spuk unterm Riesenrad“, „Gebrüder Grimm – am Anfang aller Märchen“ bis zur Hexe Baba Jaga. Eben der typische Boulevardtheaterhumor, der fröhlich, feurig und mitreißend, märchenhaft und real zugleich und sehr musikalisch in aller Bandbreite am Jubiläumsabend zu erleben war. Da singt, tanzt und kocht die garstige alte Hexe Baba Jaga (Rainer König) eine Giftsuppe aus Fliegenpilz und regt sich mit reichlich Gruselkomik auf: „Diese Menschheit wird immer dümmer und dreister. Sie wollen den Wald vor meiner Hütte abholzen, eine Eisenbahn bauen und mich zur Touristenattraktion machen!“ Nicht einmal zaubern darf sie mehr, empört sich Baba Jaga. Als böse Königin aus dem Stück „Schneewittchen“ tanzt Katharina Eirich leidenschaftlich mit dem König, lässt sich danach in ihrem schwarzen Kleid auf einen Hocker fallen und stöhnt lustvoll, mit der Ketchup-Flasche den Takt schlagend in der berühmten Orgasmus-Szene aus „Harry und Sally“. Baba Jaga sieht es, verlangt genau dasselbe und geht beschwingt mit Sally hinaus.

Mit deftigen Gags und Sprüchen aus den frivolen Stücken im Boulevardtheater erheiterte die alte, immer noch liebeslustige Frau Leutheuser-Schnarrenthal (Ulrike Mai). Als humorvoll sächselnder, offenherziger Familienvater Bernd Seifert, der unversehens mit Bier überredet auf der Bühne landet, trat Thomas Haufmann auf, der außerdem erfolgreich mit einem Soloprogramm als
Hommage für Olaf Böhme als „Betrunkener Sachse“ zu erleben ist. Es gab romantische Songs aus dem Kultfilm und –stück „La Boume – Die Fete endet nie“, Gräfin Cosel verführte galant ihren August auf der Bühne und sang Ausschnitte aus dem Musical „Barock me Cosel“ und mit Hingabe vom Publikum mitgesungene Ohrwürmer aus dem Stück „Die Legende vom heißen Sommer“ mit den größten Amiga-Hits aus Ostdeutschland. Darunter auch der Song „Asyl im Paradies“ von Tamara Danz, im Original und von Julia Henke in bunter Kittelschürze mit warmer tiefer Stimme gesungen. Als Überraschungsgast kam Frank Schöbel auf die Bühne und sang locker und mit immer noch viel Energie einige Hits aus dem Stück über sein Leben.
Mit viel Charme und Schmelz bezauberten mit ihren Lovesongs die Darsteller aus „Azurro – wie zähme ich einen Italiener“, dem erfolgreichsten Stück im Boulevardtheater. Krönender Abschluss der Jubiläumsgala waren die mit viel Lust und Liebe agierenden Damen und Herren aus dem Mädels- und Männerabend, die auf dem Bartresen sangen und tanzten und fast keinen Zuschauer hielt es mehr es auf den Sitzen und gemeinsam vergnügt stießen Darsteller, Theaterleiter und Publikum mit Sekt auf das nächste Jahrzehnt im Boulevardtheater an.

Text  (lv)

http://www.boulevardtheater.de

 

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Tom-Pauls-Theater Pirna: Das „Sächsische Wort des Jahres“ wird wieder gekürt & Viel Komödiantisches im Zeichen der Romantik

29 Sonntag Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Mit viel sächsischem Wortwitz unterwegs, mal als alte, fidele Dame Ilse Bähnert, mal einen „Raub der Sabinerinnen“ mit aller dramatisch-komischen Raffinesse auf die Bühne der Comödie Dresden bringend und mal im romantischen Märchen-Grusel-Abend: Der Schauspieler und Theaterchef Tom Pauls hat wenig Zeit zum gemütlichen Kaffeeplausch in „Ilses Kaffeestube“ im Erdgeschoss seines Theaters in Pirna. Abends ist der Saal voll und die Vorstellungen mit ihm schon bis Jahresende ausverkauft.

“Ich bin glücklich, dass es immer voll ist!“

Alle Vorstellungen mit Tom Pauls in seinem Theater in Pirna sind bis Jahresende schon ausverkauft. Der Kartenvorverkauf für 2025 startet am 9. November. Das Sächsische Wort des Jahres wird in einer Gala bei ihm am 2.10., 19.30 Uhr (schon ausverkauft!) und am 3. Oktober, 11 und 14 Uhr im Boulevardtheater Dresden gekürt.

Ein strahlender Spätsommertag. Tom Pauls sitzt in T-Shirt und Jeans auf dem roten Samtsofa mit weißer Spitzendecke am Fenster von „Ilses Kaffeestube“, im Erdgeschoss seines Theaters auf dem Markt von Pirna gemütlich bei ä Dässl Heeßen. Über ihm an der Wand hängt ein Gemälde mit seiner Kultfigur Ilse Bähnert, adrett mit Hut über den grauen Locken und seiden schillernder Jacke, mit Stift in der Hand und ein Rotweinglas haltend. Pauls bespricht gerade mit dem Mitinitiator Peter Ufer den Ablauf zum „Sächsischen Wort des Jahres 2024“, das am 2. Oktober im Boulevardtheater Dresden und am 3. Oktober, 19.30 Uhr von einer Jury wieder feierlich gekürt wird. Natürlich im Beisein von Ilse Bähnert und mit Musik und sächsischem Wortwitz garniert.

Einen Moment später springt der Schauspieler und Theaterchef auf vom Sofa, oben im Saal zieht er den roten Bühnenvorhang zur Seite und nimmt im noch leeren Zuschauerraum Platz für den SZ-Fotografen. Setzt sich auf einen der gediegenen Holzstühle und reckt einen Arm kraftvoll und schelmisch lächelnd in Richtung Bühne. Und schon wirkt Pauls ganz wie der umtriebige Theaterdirektor Emanuel Striese, seine neueste und eine Paraderolle für ihn in dem Komödienklassiker „Der Raub der Sabinerinnen“. Die Inszenierung unter Regie von Peter Kube hatte gerade erfolgreich Premiere in der Comödie Dresden. Im Januar ist das Stück dort wieder zu sehen. Es war auch ein Comeback für das Zwinger-Trio der Herren Pauls, Kube und Haase, das dort nach 25 Jahren erstmals gemeinsam wieder auf der Bühne stand.

Im Tom-Pauls-Theater in Pirna spielen Peter Kube und Jürgen Haase vom „Zwinger-Trio“ zusammen „Zwei Genies am Rande des Wahnsinns“ in einer Komödie der Woesner Brothers das nächste Mal am 5. Oktober, 19.30 Uhr. Vor wenigen Tagen sahen Pauls und sein Theaterteam noch mit Bangen das Hochwasser, das von der Elbe über die Ufer schwappte, wenige Meter vom Markt entfernt. Pauls zeigt im Keller des Theaters einen Sandsteinbrunnen aus dem 13. Jahrhundert, der ehemals im Freien stand, später überbaut wurde und in dem sich nun Wasser sammelt. Grundwasser nach oben drückt. Nebenan im Raum läuft eine Tauchpumpe, die das Wasser auffängt. Die Elektromotoren für die Toiletten sind inzwischen wieder eingebaut. 2002 und 2013 war das Tom-Pauls-Theater schon vom Hochwasser betroffen und die alten Holzdielen in „Ilses Kaffeestube“ mussten danach entfernt werden und wurden durch terracottafarbene Bodenfliesen ersetzt.

Die neue Spielzeit hat hier Ende August begonnen und alle Vorstellungen mit Tom Pauls bis 31. Dezember sind schon wieder ausverkauft im Theatersaal mit 180 Plätzen. Für Gastspiele anderer Künstler gibt es noch Tickets. Es sei schwer Karten zu bekommen oder nur mit Beziehungen, hört man dazu munkeln. „Pirnaer kommen weniger, sie wollen sich nicht anstellen nach Karten in der eigenen Stadt am Theater“, sagt Tom Pauls etwas spöttisch. Natürlich sind auch etliche Pirnaer unter den Stammgästen, die schon alles gesehen haben und daher seltener kommen. Viele der Theaterbesucher kommen aus Mitteldeutschland, aus Berlin und von der See, so Pauls. Auch in die USA und nach Australien ließen sich Fans von ihm, vielleicht dorthin ausgewanderte Sachsen, schon Theaterkarten schicken. Spezielle Sprachkenntnisse braucht es keine, „Man versteht jedes Wort.Wir reden von der sächsischen Mundartdichterin Lene Voigt. Alles andere ist verlottertes Deutsch“, so Pauls. Weitere Neuproduktionen in seinem Theater mit ihm gibt es in dieser Saison keine. Tom Pauls ist vielbeschäftigt. Er spielt derzeit in 25 Programmen in Mitteldeutschland. Mehr schafft er nicht und ist überdies 65, merkt Pauls an. 80 Prozent der Stücke mit ihm finden im eigenen Haus statt und 20 Prozent außerhalb.

Sein neues Programm „Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen“ nach den Gebrüdern Grimm spielt Tom Pauls zusammen mit seinen beiden Söhnen, die ihn musikalisch begleiten, wieder am 13., 14. und 15. November, 19.30 Uhr in seinem Theater. Mit etwas Glück gibt es noch Restkarten. Außerdem ist die Ausstellung „Wandergefährten“ – mit Tom Pauls in der Sächsischen Schweiz auf den Spuren der Romantiker – zum 250. Geburtstag des großen Romantikmalers Caspar David Friedrich in der ersten Etage des Theaters noch die ganze Spielzeit zu sehen. Gezeigt werden rund 60 Kunstwerke aus der Sammlung von Tom Pauls und seine eigenen Wandergeschichten. Ende Oktober steht der Spielplan für den Zeitraum Januar bis Juli 2025 auf der Webseite des Tom-Pauls-Theaters. Der Vorverkauf beginnt am 9. November. „Es gibt viele Möglichkeiten, Karten zu erwerben. Auf unserer online-Plattform mit Versand, telefonisch oder im Theaterlädchen am Markt“, sagt Kerstin Kochan, die Geschäftsführerin und gute Seele im Tom-Pauls-Theater. „Mach dein Hobby zum Beruf und du musst nie mehr arbeiten!“, sagt Pauls und eilt davon zum nächsten Termin. „Ich bin ja auch glücklich, dass es bei uns immer voll ist“, sagt er noch. Das ist auch nicht selbstverständlich in diesen schwierigen Zeiten.

Text + Fotos (lv)


Auf den Spuren der Romantiker – in Bildern und Wandergeschichten – können die Besucher zum 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich in einer Ausstellung im Tom-Pauls-Theater wandeln.

Kontakt: www.tom-pauls-theater.de

Kartentelefon Tom Pauls Theater:03501 – 7793 122Weitere Vorverkaufskassen: DDV-Lokale (Pirna, Freital, Dippoldiswalde)

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Premiere „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing im Schauspielhaus Dresden

28 Samstag Sept 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater, Zwischenmenschliches

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Was ist der Glaube an das Gute, Wahre, Schöne, Großherzige noch wert in einer Welt voller Konflikte, Wahnsinn und Uneinsichtigkeit? Fragt die Inszenierung von Lessings dramatischem Gedicht „Nathan der Weise“ (in der Titelrolle Ahmad Mesgarha) in einer drastisch-grotesken Inszenierung im Schauspielhaus Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

Nathan der Weise in Schutzweste

In grellrosa Kulisse, martialisch, märchenhaft, surreal, ernst und bitterkomisch mit deutlichen Bezügen zur Gegenwart hinterfragt die Inszenierung des Stück-Klassiker von Lessings menschliche Grundwerte in der heutigen Welt.

Die Bühnenwand ist dunkel. Gestalten mit Hasenohren und großen Köpfen in  grellrosa Kostüme gehüllt, fahren auf ebenfalls rosa Räderkarren samt Mobiliar, die an Panzer erinnern, auf der Bühne umher. Rosarot steht für Verliebtheit, Naivität und Illusion. Es kann aber auch getrocknetes Blut sein, An einem, kahlen Baum im Hintergrund hängt eine leblose Gestalt. Das Grauen lauert überall. Nathan der Weise ist ein Menschenfreund, für den alle Menschen und Religionen gleich viel wert sind wie es in der Ringparabel heißt, der Kernaussage des Stücks. Doch er kommt kaum zum Zuge und seine Mission findet kaum noch Gehör in der Welt von heute, ebenso drastisch geht es zu in der Inszenierung „Nathan der Weise“ nach Gotthold Ephraim Lessings dramatischem Gedicht von 1779, die unter Regie von Hermann Schmidt-Rahmer die neue Spielzeit 2024/25 des Staatsschauspiels Dresden im Großen Haus eröffnete.

Die Aufführung wirkt wie eine Reflexion, Befragung, eine groteske Persiflage auf Lessings Originaltext. Die Szenen wechseln zwischen grell, martialisch, märchenhaft, surreal, ernst, brutal und bitter komisch. Von Lessings Versen bleibt wenig übrig, die Dialoge werden in Alltagssprache gehalten. Nathan der Weise, hin und her gerissen zwischen Ideal und Wirklichkeit, Glauben, Zweifel, Vernunft, Güte und Großherzigkeit, anrührend gespielt von Ahmad Mesgarha, trägt eine  kugelsichere rosa Schutzweste, weißes TShirt und klobige Stiefel. Er sagt kaum etwas, sitzt verschüchtert und vorgebeugt auf einem Stuhl mit fassungslosem Blick auf die Gegenwart. Auf die vielen Konflikte, Krieg, Blutvergießen ohne Einlenken. Bei denen kaum einer mehr weiß, wer Freund und Feind ist, die Grenzen immer mehr verwischen und die Fronten der politischen Lager immer mehr verhärten, kaum einer das Gespräch sucht, immer neue Mauern errichtet werden.

Nathans Schwester  Daja (Gina Calinoiu) glaubt hartnäckig, argwöhnisch, ermahnt und ermutigt ihn aber auch immer wieder: „Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen.“ „…doch selten etwas Besseres“, ergänzt der Tempelherr, der kämpferisch mit Helm auftritt und seine christlichen Werte verteidigt (Paul Kutzner). Nathans Ziehtochter Recha (zwiespältig, entwurzelt: Nihan Kirmanoglu), zunächst scheu und ergeben, glaubt an ein Wunder, ein Engel habe sie aus dem Feuer gerettet. Nathan nimmt sie an Kindes statt auf und entsagt dem Hass, vertraut Vernunft und Erkenntnis. Er selbst hat seine sieben Söhne und seine Frau bei einem Pogrom durch Christen verloren. Doch als Recha erfährt, Nathan ist nicht ihr wahrer Vater und sie keine Jüdin, sondern Christin, rebelliert sie gegen ihn, hält einen wütenden Monolog über hehre Ideale und Realität, auch über das Recht von Juden, sich zu verteidigen auch mit Gewalt und nicht in der Opferrolle zu verharren und reißt Nathan zu Boden und fällt verzweifelt mit ihm. Die Rollen vom Opfer zum Täter sind fließend. Der Bezug unverkennbar zu den Anschlägen von Terroristen der Hamas auf Israel und die blutigen Gegenschläge seitdem auf den Gazastreifen, die Bombardierung von Krankenhäusern, Wohnvierteln und Notquartieren, durch die Tausende hilfloser Menschen, Zivilisten bereits starben. Und die Gewalt auf beiden Seiten eskaliert immer weiter.

Der Muslim, Sultan Saladin (spöttisch-abgeklärt: Philipp Grimm) agiert extravagant gekleidet in lila Reifrock, nacktem Oberkörper und Pferdeschwanz, weltmännisch als Lebemann und Genießer, schwingt kluge Reden, lacht schallend und philosophiert mehr zum Zeitvertreib. In abfälligem Ton und provozierend fragt er Nathan, ob er besser sei als andere Menschen und worin sein Glaube als Jude bestehe?!  Seine Schwester Sittah (Fanny Staffa) trägt ein großes lila Kopftuch, orangene Hosen und Sonnenbrille, wirkt cool, sanft und selbstbewusst und versucht zu vermitteln.

Als gewitzter Derwisch und gestrenger Patriarch ist Holger Hübner zu erleben. Den golden schillernden, selbstherrlichen, kalten Götzen, der auf einem Podest getragen wird und über die Menschen urteilt, spielen abwechselnd außerdem Fanny Staffa und Sven Hönig. Er spielt außerdem einen Klosterbruder so absurd we ergeben, mit lila Holzklötzen an den Armen geht er starr, die Hände gebunden wie eine Marionette umher.

Der zweite Teil der Aufführung ist noch spannender, in dem der Streit zwischen den Religionen sich zuspitzt, welche die bessere sei. Die Darsteller agieren mit Perücken und barocken Kostümen in einem golden gerahmten Büchersalon aus dem 18. Jahrhundert wie zu Lebzeiten Lessings. Es werden Geheimnisse enthüllt, wessen Tochter Recha wirklich ist und welcher Herkunft der Tempelherr tatsächlich ist und die Szene löst sich in Wohlgefallen auf. Alle umarmen sich, halten Small Talk geflissentlich und gehen hinaus zu halb klassischen und orientalischen Klängen. Nathan der Weise bleibt allein zurück und erzählt die Ringparabel zu Ende, vom Vater, der für seine drei Söhne drei gleiche Ringe anfertigen ließ, die nicht vom Original zu unterscheiden sind. Keine Religion ist besser als die andere. „Es eifre jeder seiner freien, von Vorurteilen unbestochenen Liebe nach…“, zitiert Mesgarha als Nathan die Worte, die im halbdunklen Raum nachklingen.

Eine gewagte, streitbare Inszenierung über Macht und Ohnmacht im menschlichen Umgang, über Offenheit, Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen Ansichten, Werten und Kulturen. Der grelle Farbton tut den Augen weh und das ist wohl auch so gewollt, doch auch einseitig. Das vordergründig Groteske schockiert, entsetzt und schreckt ab, etwas unaufgeregter und weniger dick aufgetragen, wäre noch stärker in der Aussage gewesen. Die Gegenwart ist schon laut und grell genug. Das Theater muss nicht noch auf einen draufsetzen, nicht nur Zustände beschreiben und karikieren, sondern zumindest Gegenentwürfe, Ideenansätze wie es anders gehen könnte auf die Bühne bringen. So bleibt man als Zuschauer einfach nur fassungslos, traurig und ernüchtert zurück bei so viel Hoffnungs- und Aussichtslosigkeit, wie die Welt menschlicher, liebevoller werden kann.
Dennoch gab es bei aller Düsternis der Aufführung viel Beifall vom Premierenpublikum. Vielleicht rüttelt diese Nathan-Inszenierung manche doch noch wach mit ihrer Schärfe.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Nächste Aufführung: 15.10., 19.30 Uhr, Schauspielhaus Dresden

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Von „Nathan der Weise“ bis „Droge Faust“: Spannende Saisonvorschau zur neuen Spielzeit im Staatsschauspiel Dresden

30 Freitag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Sommerfeeliing in Liegestühlen & Vorfreude auf die neue Spielzeit beim Eröffnungsfest vor dem Schauspielhaus Dresden am 24. August 2024.

Mit Gefühl & Power mit bekannten Songs von Rio Reiser u.a. sorgten Schauspieler und Sänger Jannik Hinsch und seine Band für Schwung auf der Bühne vor dem Schauspielhaus.

Tanzen unter buntem Bühnenhimmel nach der Saisonvorschau.

Lustvolles bis wild entschlossenes Spiel mit Gegensätzen

Amüsant, nachdenklich, mit gespielter und echter Aufregung ging es um eigene Ansprüche, sich zeigen, Wahrhaftigsein in einer Welt voller Widersprüche in der Saisonvorschau zur neuen Spielzeit 2024/25 im Staatsschauspiel Dresden.

Gar zu verlockend ist die bunte, unbeschwerte Strandszene zu Beginn. Mit Gummibällen, Schwimmringen, Flamingos und Schwänen als Begleiter, Meerrauschen und Möwenkreischen. Fast ein wenig erschrocken und verlegen stehen de Schauspielerinnen und Schauspieler auf, nehmen ihre Strandlaken und gehen. Die Theaterferien sind schon wieder vorbei. Dabei ist doch noch August und schönstes Sommerwetter. Nun rufen wieder Lust und Last, Freude, Sorgen und Vergnügen des Bühnenlebens. Es steht viel auf dem Programm und auf dem Spiel. Daran ließen die Mitwirkenden dieser Saisonvorschau für die neue Spielzeit 2024/25 im Staatsschauspiel Dresden keine Zweifel. Einen Vorgeschmack bot die ebenso witzig wie spannungs- und temporeiche Eröffnungsshow unter Regie von Hausregisseurin Daniela Löffner am vergangenen Sonnabend im gutbesuchten Schauspielhaus Dresden.

Der lange Sommer ohne Theater hat ein Ende, begrüßte Intendant Joachim Klement das Publikum unter Applaus. Über 190 000 Zuschauer besuchten in der vergangenen Spielzeit die Vorstellungen und Gastspiele im Staatsschauspiel Dresden. In der neuen Spielzeit sind 23 Premieren, davon sechs Uraufführungen geplant. Klement beschwor die „Kraft des Theaters, die lebendigste aller Künste. Bestehend aus Dialog und Gegenrede. Es hält neue Perspektiven bereit, die spielerisch erfahrbar werden, um Ressentiments und Ängsten etwas entgegenzusetzen und für eine offene, vielfältige Gesellschaft zu werben.“

Die neue Spielzeit eröffne nicht zufällig mit Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ (am 7.9., Schauspielhaus), einem Lehrstück der aufklärerischen Toleranz und Utopie, das zeige, dass auch vermeintlich unüberbrückbare Gegensätze überwunden werden können. In der Saisonvorschau waren zumeist kurze Szenen im Schnelldurchlauf zu sehen, noch sehr vage vieles, angedeutet oder rätselhaft, manchmal nur Stücktitel, Regie und Premiere- oder Uraufführungstermin eingeblendet. Mit teils abrupten und fließenden Übergängen war es auch ein Spiel mit Gegensätzen vor mal leerer Bühne, mal goldenem Glitzervorhang. Drei Schauspieler führten durch die Eröffnungsshow und dachten laut, amüsant und nachdenklich, mit gespielter oder/und echter Aufregung über die Licht- und Schattenseiten ihres Berufes nach. Anna-Katharina Muck im Strandkleid, selbstbewusst, ruhig, gelassen, lebens- und bühnenerfahren. Henriette Hölzel im Glitzerkleid ehrgeizig und wild entschlossen, immer in Bestform sein, alles aus sich herausholen und gewillt, sich zu zeigen wie man ist. „Doch das will auch ausgehalten sein!“ Philipp Lux im Shirt und Blumenkette nimmt es mit Humor, gut gelaunt, dann immer abgeklärter.  Eine Show für sich, wie die drei sich gegenseitig antrieben, stritten und diskutierten mit viel Spielfreude, Ironie und teils verwirrender dramatischer Komik als wisse man selbst nicht mehr weiter. Ein reizvoller, ehrlicher Blick hinter die Fassade, über das Ringen um eigene Ansprüche, Achtung, Liebe, Verständnis und Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber, Arbeit als Vergnügen und Herausforderung, Immer wieder das Publikum für sich gewinnen und sich selbst treu bleiben. Und nicht aufhören, Fragen zu stellen, miteinander im Gespräch bleiben.

Innenschau war diesmal angesagt. Selbstbefragung der Darsteller und was Theater bewirken kann noch in der heutigen multimedialen Zeit voller anderer, virtueller Anreize und Angebote. Immer schneller und gehetzter bewegen sich auch die Schauspieler, laufen im Kreis…  Ein Angebot jagt das nächste… immer in der Hoffnung auf viel Zuspruch und Erfolg beim Publikum. Spielen und verkaufen. „Ich würde mal wieder Urlaub machen… innerlich“, sagt Anna-Katharina Muck. „Urlaub in mir“, findet auch Lux toll. Es geht um das Schöne und Schwierige des Moments zwischen On-Off. „Der Moment, bevor man auf die Bühne geht. Der schmale Raum, wo man schon fast die Figur und nicht mehr privat ist“, so Muck  Das sei wie wenn man um jemand trauert, sagte ihr einmal eine Kollegin.  Ein Satz, der aufhorchen ließ, erstaunte und berührte. Gibt man nicht in allem, was man tut, ein Stück von sich her, ohne zu wissen ob und wie es zurückkommt? Schauspieler spüren das noch mehr und intensiver, wenn sie mit ihrem Körper und Stimme auf der Bühne stehen, in der Rolle aufgehen. immer wieder spielen, sich selbst loslassen und wieder finden, neu erfinden, ohne sich zu verlieren…

Um den Sinn, Selbst- oder Verachtung in der Arbeit, bei dem was man tut und bereit ist alles zu tun für den Aufstieg, selbst in so genannten „Bullshit Jobs“ mit hin und her geschobenen Aktenstapeln ähnlich wie in Kafkas „Das Schloss“ und dann plötzlich nicht mehr mitspielt, darum geht es in der absurd-komischen Komödie „Bandscheibenvorfall“ – ein Abend für Leute mit Haltungsschäden von Ingrid Lausund unter Regie von Philipp Lux (Premiere: 22.2.2025, Schauspielhaus). Zwischen Größenwahn, Wahnwitz und Absturz angesiedelt ist auch das Stück  „Bauern, Bonzen und Bomben“ nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada, der verkörpert von Holger Böhme in schwarzem Anzug, Krawatte und runder Brille sehr komödiantisch und großspurig auf dem Podest eines Baukrans auf der Bühne steht, erzählt und lamentiert und dabei immer weiter herunter fährt. Die Premiere ist am 22.3.2025 unter Regie von Tom Kühnel.

Mit viel Situationskomik und singend zur Gitarre abwechselnd sanft und wild rebellisch machte Thomas Eisen neugierig auf die Inszenierung „Cyrano de Bergerac“ über den hitzigen Soldaten und heimlich verliebten, glühenden Briefschreiber und Poeten mit der riesigen Nase von Martin Crimp frei nach Edmond Rostand unter Regie von Nicolai Sykosch (Premiere am 30.11., Kleines Haus). In einer Szene aus „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare läuft oder irrt vor dem goldenen Vorhang eine Frau im roten Kleid umher zum Titelsong aus „Solo Sunny“, dem legendären Defa-Spielfilm. Plötzlich taucht ein älteres Paar, Mann und Frau mit Rollator auf und unterhält sich. Der Mann ist schwerhörig. Die Frau ist besorgt über „die ganzen Nazis überall!“ Bei einer Demo in Bautzen hätten sie eine Regenbogenfahre angezündet. Da müsse man doch etwas machen, sagt die Frau und lud den Mann zu einem Inforeffen der Bürgerbühne im Kleinen Haus ein. Dieses findet am 4. März 2025 dort statt. Gesucht werden rüstige SeniorInnen, die sich lustvoll und furchtlos mit der eigenen Angst und der von anderen auseinandersetzen wollen, um den Zombies das Fürchten zu lehren und die Welt vor dem Untergang zu retten. Die Uraufführung von „Apocalypse 2033“ – eine prophetische Horrorsatire mit SeniorInnen von und in Regie von Paul Spittler ist am 16.5.2025 im Kleinen Haus.

Für ein weiteres Stück, „Klassenbeste“ – ein Rechercheprojekt mit Töchtern und deren Müttern, inszeniert von der neuen Bürgerbühnenleiterin Christiane Lehmann, werden außerdem Interessierte gesucht. Mütter und Töchter tauschen sich über ihre Hoffnungen, Enttäuschungen und Visionen aus. Ein Infotreffen dazu findet am 18.9. im Kleinen Haus statt.  Die Uraufführung ist am 18.1.2025.

Die Aufführung „Nullerjahre“ nach dem Roman von Hendrik Bolz erzählt unter Regie von Kajetan Skurski von Jugendlichen der Nachwende-Generation zwischen der verschwundenen DDR-Zeit, ihren Aus- und Nachwirkungen und dem neuen System in einer Zeit voller Umbrüche. Premiere ist am 8.9. beginnend auf der Hauptstraße 28 und im Kleinen Haus. Im Kontrast dazu kommt „Droge Faust“ – ein Jugendprojekt zu Sucht und Rausch nach Goethes Faust von Janette Mickan am  6.9.  als Uraufführung unter Regie von Hanna Müller auf die Bühne im Kleinen Haus. Die Schauspielstudenten vom Jungen Studio interpretierten einen Song, „Perfect Day“ von Lou Reed überraschend in immer neuer Betonung. Mit wundervollem Akkordeonspiel voll Leidenschaft und Hingabe begeisterte Elena Kratschewski.

Naheging außerdem ein Ausschnitt aus „Der Komet“ nach dem Buch von Büchner-Preisträger Durs Grünbein, bei dem ein Mann in Ritterrüstung neben einer jungen Frau im Kleid steht und ein Kosmonaut vom Bühnenhimmel herabschwebt. Der Ritter liest der Zuhörerrunde aus einem Buch über Dresden vor, die Bombardierung, Schrecken und Folgen. Es geht um die Wunden der Zerstörung in der Stadt und ihren Bewohnern und den Umgang mit Geschichte in der Gegenwart. Die Uraufführung ist am 24.1.2025 unter Regie von Tilmann Köhler.

Text + Fotos (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Die Felsenbühne in Rathen als Sprungbrett für junge Schauspieler

19 Montag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Natur, Projekte, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Volle Power, Spaß und Spiellust: Die jungen Schauspieler und Schauspielerinnen von der Theaterakademie Sachsen erobern derzeit die Felsenbühne Rathen, auch auf regennasser Bühne (im Foto einige von ihnen von li. nach re.): Adam Wahlgren, Sean Kühnl, Emily Siegert, Tom Warschewski, Danny Mlaouhia und Vera Antonenko.


Mit Spaß am Spiel, Power und Leidenschaft das Publikum erobern

Insgesamt neun Studierende der Theaterakademie Sachsen in Delitzsch spielen in fünf Stücken mit und sammeln erste praktische Erfahrungen im Theateralltag. Noch bis Ende August dauert ihr Praktikums in Kooperation mit den Landesbühnen Sachsen auf der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz.

Strahlend blauer Himmel, weiße Federwolken ziehen vorüber auf dem Bühnenbild. Davor steht ein kleines Haus mit Sonnenblumen vor dem Fenster. Die jungen Darsteller sitzen schon in der Maske und beim Soundcheck. Da kommt die Durchsage auf der regennassen Bühne: „Die Vorstellung ist für heute abgesagt!“ Am Eingang stehen schon einige Erwachsene und Kinder mit Regenschirmen und schauen traurig auf das Plakat mit dem fröhlichen, getigerten Kater Findus, der eine riesige Brille trägt und hinter dem bärtigen Herrn Petterson in gestreiftem Hemd, schwarzer Weste und Zylinder auf dem Fahrrad neugierig in die Welt schaut.

Eigentlich stand das Familienstück „Feiern mit Pettersson und Findus“ nach den beliebten Büchern von Sven Norqvist im Spielplan auf der Felsenbühne Rathen an jenem Freitagnachmittag. Doch gegen den starken Regen hatten sie keine Chance. Die Geschichten um den alten, schrulligen Mann und seinen frechen, abenteuerlustigen Kater Findus werden mit viel Humor, Spielfreude und Fantasie lebendig in dieser Aufführung, in der hauptsächlich Studierende der Theaterakademie Sachsen in Delitzsch unter Regie von Steffen Pietsch mitwirken, der abwechselnd mit Jürgen Haase den Pettersson spielt. Für uns gaben die Theaterneulinge eine kleine Extravorstellung und Kostproben ihres Könnens. Spaß am Spiel, Power und Leidenschaft erwachen, sobald die insgesamt neun jungen Schauspielerinnen und Schauspieler und Musicaldarsteller die Bühne betreten.

Diese können sie in ganz verschiedenen Rollen in fünf Stücken vor reizvoller Naturkulisse ausleben und dabei erste Erfahrungen im Theateralltag sammeln bei ihrem Praktikum in Kooperation mit den Landesbühnen Sachsen noch bis Ende August. Die Bandbreite reicht vom Abenteuerstück „Shatterhand“, „Pettersson und Findus“, „Peter Pan“, „Kaltes Herz“ bis zur Oper „Fliegender Holländer“. Sie spielen Comanchen, Can-Can-Tänzerinnen, Dorfbewohner, flotte Hühner und den Schatten von Peter Pan. „Es ist eine sehr schöne Zeit, ein cooler Ort und das Ensemble hat uns mega herzlich aufgenommen“, sagt Sean Kühnl (24). Tom Warschewski (23) mag das  Draußenspielen auf mehreren Bühnenebenen. „Das härtet auch ab.“ Man tausche sich auch privat aus mit den Kollegen nach der Vorstellung, sitzt zusammen in der Kantine, trifft sich zu Kochabenden oder spielt zusammen „Laser Tech“.

Adam Wahlgren (21) ist mit den Büchern von „Pettersson und Findus“ aufgewachsen. „Nun sich selbst in der Geschichte zu finden, die man als Kind gern gehört hat, ist schon großartig. Auch wenn ich eine gegensätzliche Rolle zu Findus spiele im Stück, Gustavsson, den grimmigen Nachbarn.“ Adams Vater ist Schwede. Er spielt und singt außerdem einen norwegischen Seemann im „Fliegenden Holländer“.Vorher hat Adam neun Jahre im klassischen Chor gesungen. „Rathen ist ein guter Platz, um sich auszuprobieren auf der Bühne, aber auch vor der Kamera oder Mikro kann ich mir vorstellen“, sagt er.

Das erste Mal auf der großen Bühne zu stehen sei schon besonders gewesen, sagt Vera Antonenko (22). „Wir werden geschminkt, haben aber auch kurze Umziehzeiten und müssen ganz schön rennen.“ Sarah Frese (23), die als gewitzter Kater Findus abwechselnd mit Linda Neuschulz (20) spielt und singt, mag vor allem: „Wenn die Kinder mitgehen und reagieren, wie in der Szene als die Hühner sich weigern Eier zu legen für die Geburtstagstorte. Ein Kind rief hinein: `Ihr werdet  geschlachtet!`“ Das sei lustig und traurig zugleich gewesen. Danny Mlaouhia (22) der als Petterssons Nachbbarin Frau Lindgren und „Henne Henni“ auf der Bühne steht, genießt diese Rolle, in der auch „viel Probenarbeit steckt“: „Es ging nicht darum, Menschen in Hühnerkostümen zu spielen. Wir haben mit dem Tanztrainer geübt, wie eine Henne sich bewegt. Die Hühner sind wie gescheiterte Ballerinas, erklärte er uns.“ Bei der Umsetzung der Rollen seien auch die Ideen der Studierenden gefragt. Eine Traumrolle hat Danny nicht: „Ich möchte so viele Charaktere abdecken wie möglich und flexibel sein.“ Er hat sich beim Theater in Essen auf eine Anzeige für Berufseinsteiger beworben und würde auch erst mal eine Weile in der freien Theaterszene tätig sein.

Tom will ab Oktober ein halbes Jahr auf einem Bauernhof arbeiten und einen Fantasy-Roman schreiben, ein Sience Fiction-Buch von ihm ist schon draußen. Linda und Vera wollen in Richtung Musical gehen. Sean will sich neben der Bühne gern auch in der Filmbranche ausprobieren, z.B. Drehbücher schreiben: „Die eigene Kreativität ausleben. Die Arbeit soll auch Spaß machen und nicht nur zum Geldverdienen sein.“

Größere Pannen gab es bisher keine auf der Bühne. „Bei Texthängern helfen wir uns gegenseitig und improvisieren“, so Adam. „Wichtig ist der Sinn, nicht Wort für Wort.“ Neue, spontane Spieleinfälle sorgen für zusätzliche Lacher im Publikum und erhalten das Theaterspiel frisch und lebendig. „In der Premiere wird man beschenkt und zur Derniere, der letzten Vorstellung, überraschen sich die Schauspielkollegen gern selber, indem sie Sachen anders machen als vorgegeben und den Spielspaß untereinander voll ausleben“, darauf freut sich Adam jetzt schon.

Text + Fotos (lv)

Die nächsten Vorstellungen von „Feiern mit Pettersson und Findus“ sind am 21., 22. und 31.8., 15 Uhr und die letzte Aufführung am 1.9., 15 Uhr.
„Ihr seid toll. Ich nehm Euch alle!“ Das wünscht man den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern, dass den Satz ein Regisseur oder Theaterleiter zu ihnen sagt und sie engagiert. Es macht Spaß ihnen zuzuschauen, so frisch, unverbraucht, voller Ideen und Spiellaune. Weiter so!

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Sommertheater Dresden: „Marie Antoinette – Revolutionen sind nicht nett“ im Bärenzwinger

15 Donnerstag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Theater, Zwischenmenschliches

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Zwischen Genuss und Verdruss, Glanz und Arroganz, Macht und Ohnmacht… Ob König oder Revoluzzer, arm oder reich… unterm Fallbeil sind sie alle gleich. Der Henker mit blutiger Schürze bekommt reichlich zu tun in der diesjährigen Sommertheater-Inszenierung „Marie Antoinette – Revolutionen sind nicht nett“ im Innenhof des Bärenzwinger Dresden. Foto: Tobias Kade

Bitterkomisches Sommertheater über Duckmäuser und Scharfmacher

Ludwig XVI., König von Frankreich, hat sein Volk satt, das ihn plagt und nicht genug Steuern zahlt. Die Staatskasse ist fast leer und er weiß nicht mehr, woran er glauben soll (bitterkomisch: Simon Altmann). Seine Frau Marie Antoinette (launisch: Marléne Jeffré) ist die Menüs mit Froschschenkeln leid und versteht den Aufruhr im Volk nicht. Deftig schwarzhumorig und haarscharf aktuell auf den Punkt gebracht, kam die neue Sommertheater-Inszenierung „Marie Antoinette – Revolutionen sind nicht nett“ im Innenhof des Bärzenzwinger Dresden auf die Bühne (Buch und Regie: Peter Förster).

In dem Stück über Macht, Ohnmacht, Duckmäuser, Scharfmacher, radikale Umstürze, den Preis der Freiheit und die fast vergessene Losung: „Arbeite, plane mit, regiere mit!“ (mit Applaus bedacht) spielen vier Schauspielerinnen neben dem König bravourös in 18 Rollen u.a. als Kardinal, Henker, Danton und Robespierre. Reichlich Befall. Zu sehen bis 15.8. und vom 20.8. bis 8.9., 20 Uhr täglich außer montags.

Text (lv)
Mehr Text zur Aufführung folgt demnächst.

http://www.Sommertheater-Dresden.de

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Premiere von Monthy Python`s „Nicht der Messias“ in der St. Pauli Ruine in Dresden

15 Donnerstag Aug 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Musik, Theater, Zwischenmenschliches

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Gefeiert als neuer Retter und Erlöser vom unzufriedenen Volk. Egal was er sagt, sie glauben ihm alles. Voller Jux und komischer Verzweiflung spielt den Messias wider Willen Thomas Mende in der Inszenierung „Nicht der Messias“ in der St. Pauli Ruine am Königsbrücker Platz in Dresden. Foto: Veranstalter

“Preist die Sandale!“

Mit viel absurdem Witz und aktuellen Bezügen,
Spielleidenschaft und mitreißemdem Gesang begeistert die neue Monthy Python-Aufführung aus dem Leben des Brian „Nicht der Messias“ derzeit in der St. Pauli Ruine im Dresdner Hechtviertel.

Gefeiert als neuer Retter und Erlöser vom unzufriedenen Volk, macht sich der unauffällige, schüchterne und pummelige junge Mann Brian anfangs einen Jux daraus. Doch bald gerät der Spaß aus dem Ruder, wird er verehrt, verfolgt und gejagt von seinen ihn anhimmelnden Jüngern ebenso wie den arglistigen Wachen der Römer. Das führt zu allerlei Missverständnissen und Turbulenzen in „Nicht der Messias“. Das komische Oratorium nach dem Kultfilm „Das Leben des Brian“ von Eric Idle Und John du Prez feierte Premiere am vergangenen Freitagabend in der St. Pauli Ruine am Königsbrücker Platz im Dresdner Hechtviertel.

Nach dem großen Erfolg des Ritter der Kokosnuss-Musicals „Spamalot“ letztes Jahr kam nun die zweite Monty Python-Inszenierung zum Leben des Brian in der ausverkauften Theater-Ruine auf die Bühne. In der Geschichte um den Messias wider Willen erzählen, singen und spielen mit viel absurdem Witz, Leidenschaft und Bravour durchweg Laiendarsteller verschiedene Rollen, begleitet von mitreißendem Gesang des Brian-Chors unter Regie von Jörg Berger. Ausgehend von der biblischen Weihnachtsgeschichte mit der Geburt des Christkindes nehmen die Szenen und Lieder mit vielen aktuellen Bezügen humorvoll Scheinheiligkeit, blinde Ergebenheit, Stumpfsinn, Ignoranz und Hass gegen andere Kulturen und Denkweisen auf die Schippe. Als Kulisse dienen bunte Vorhänge, die auf- und zugezogen werden. Vor und hinter denen es hoch her geht, mal eine lustig blökende Schafherde und Hirten sich an der scheinbaren Idylle erfreuen und mal die Aufständischen der „Volksfront von Judäa“ in schwarzen Gewändern und gelben Stirnbändern sich verstecken und den Aufstand gegen die römischen Besatzer proben.

Drei Könige aus dem Osten, dem Nahen Osten erscheinen, um dem Messias zu huldigen und agieren als Erzähler. Ein Stern habe sie hergeführt, der eingangs als regenbogenbunte Sternschnuppe am Bühnenhimmel aufgeht. Es herrscht Aufruhr im Volk und ein Erlöser aus der Misere ist heißbegehrt. Welch Zufall! Eine Frau, Mandy (trocken humorvoll: Manu Heymann) in der Schafsgasse bekommt gerade ein Kind, das ihr der Heilige Geist beschert hat. Begeistert ist sie nicht gerade, doch die Geschenke der Könige, Gold und ein Schaf-Stofftier für den Kleinen nimmt sie gern. Ihr Mann (amüsant auch als umtriebig feilschender Bart-Händler und pöbelnder Nachbar: Jens Döring) ist sauer, dass ein anderer seine Frau ins Bett lockte mit grandiosen Versprechen. Brian ist kräftig gebaut, aber kein Kraftprotz und beileibe kein Superheld. Thomas Mende ist noch neu im Ensemble der TheaterRuine und spielt die Hauptfigur mit großartiger Mimik und Gestik. Wie er in weißem Gewand und Kappe mit umgehängtem falschen Bart erst sagt, was die anderen hören wollen und sich dann verzweifelt komisch wehrt gegen seine Rolle als Messias, der Anführer der trägen Masse, von der Bühne abhaut und mit leidender Miene mitten im Publikum steht, ist einfach herrlich. Vergebens beschwört Brian seine Anhänger, als Individuen selbstständig zu denken.

Der absurde Gipfel ist erreicht, als sie seine auf der Flucht verlorene Sandale wie etwas Heiliges anpreisen. Mit Songs wie „Schaf, Schaf, Schaf“, „Ich will die Welt verändern“, „Was ham die Römer…?“ und „Halleluja, wir sind frei“ und Zitaten wie „Jeder nur ein Kreuz“ begeistern die Akteure herzerfrischend und vielsagend das Publikum. Als willkürlicher Herrscher Pilatus mit Sprachfehler erheitert auf der Empore die ebenfalls noch neue Darstellerin Karoline Teichmann. Brians Geliebte Judith (Lydia Nordengrün) zieht alle, auch die groben Wachen, als temperamentvolle Bauchtänzerin zu betörenden Klängen in den Bann. Mit dem Kreuz auf den Schultern singen und pfeifen Brian und seine Mitstreiter zum Schluss den Ohrwurm: „Allways Look on the Bright Side of Life“ und die Zuschauer stimmen fröhlich ein unter dem Motto: Nie den Mut, Zuversicht und Lebensfreude verlieren, egal was passiert. Reichlich Beifall gab es vom Publikum dafür.

Text (lv)

http://www.pauliruine.de

Nächste Vorstellungen: 15. und 16. August, 19.30 Uhr,

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Unterwegs mit Pferdewagen wie zu Shakespeares Zeiten: Die Theatergruppe Spielbrett tourt derzeit mit „Shakespeares Sturm. Ein Labyrinth“ durch die Sächsische Schweiz

26 Freitag Jul 2024

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Urwüchsig-romantische Kulisse in Königstein, Malerwinkel: Dort zeigte die Theatergruppe „Spielbrett“ ihr neues Stück „Shakespeares Sturm“ am Mittwochabend vor vollen Rängen. Zeitweise regnete es stark, so dass die Vorstellung unterbrochen und dann weitergespielt wurde.

Theater voller Spielleidenschaft trotz Wetterkapriolen

Auf ihrer Planwagentour durch die Sächsische Schweiz erlebt die Theatergruppe Spielbrett mit ihrem neuen Stück „Shakespeares Sturm“ viel Besucherzuspruch.

Ein kleines Segelschiff fährt hoch über dem dunklen Bühnenvorhang und geht unter. Die Schiffbrüchigen landen auf einer einsamen Insel. Ein Sturm, eine gestrandete Regierung und ein gestürzter Herrscher über das Eiland, das sind die spannenden Zutaten für die Inszenierung „Shakespeares Sturm“. Mit dem Stück tourt die Theatergruppe Spielbrett derzeit auf ihrer traditionellen, einwöchigen Planwagentour mit Pferdewagen und Fahrrädern durch die Sächsische Schweiz.

Sechs Vorstellungen spielten sie schon bei ihrem diesjährigen Sommertheater. Der Tourauftakt war am vergangenen Sonnabend im Schlosspark Graupa. Weiter ging es über Schloss Weesenstein, Struppen am Schloss, Gohrisch am Dorfteich, Königstein am Malerwinkel nach Bad Schandau zur Bühne im Kurpark. „Die Vorstellungen sind gut besucht. Es kommen immer zwischen 150 und 200 Zuschauer und wenige sind vorzeitig rausgegangen, die vielleicht mehr Comedy sehen wollten. Wir haben einen anderen Humor“, sagt Ulrich Schwarz, Schauspieler, Regisseur und künstlerischer Leiter von Spielbrett seit der Gründung 1985. Dem man seine 77 Jahre nicht ansieht und der noch längst nicht ans Aufhören denkt. Dazu mache es ihm zu viel Spaß.

Zu erleben ist urwüchsiges, sinnliches, deftig komödiantisches, intelligentes Volkstheater mit großer Leidenschaft, Spielfreude, voll Leichtigkeit und Tiefsinn und vielen aktuellen Bezügen. „Eine fahrende Schauspielertruppe, die durch die Lande zieht wie zu Shakespeares Zeiten und das schon seit vielen Jahren, das ist deutschland- und europaweit einzigartig“, so Ulrich Schwarz. Elf Spieler in Doppelbesetzung sind derzeit dabei im Alter von 20 Jahren bis Anfang 70. Sie arbeiten als Lehrer, Ärztin oder in der IT-Branche. Ein Koch fährt auch mit, der für Speis und Trank sorgt und abends nach den Vorstellungen sitzen und feiern die Akteure gemeinsam. Die Planwagentour wird privat finanziert. Übernachtet wird unterwegs in Turnhallen und Schulräumen in Schlafsäcken. „Es waren auch viele da, die uns schon kannten und nach der Vorstellung sagten, dass es ihnen gefallen hat“, so Regisseur Schwarz. Das war in Königstein im Malerwinkel nicht anders, wo die Gruppe Spielbrett schon das vierte Mal gastierte am Mittwochabend.

Der Planwagen vom Pferdehof Schmidt aus Loschwitz stand noch in Gohrisch, in Königstein der Barkas mit der Technik. Vor romantischer Kulisse im Innenhof der urigen, sandsteinernen alten Mühlengebäude, mit Meisterhaus und Vogtei, hohem Schornstein und imposantem Torbogen, zeigten sie vor vollen Rängen und Publikum von jung bis alt ihr neues Stück. Dort finden sich Gestrandete und Inselherscher in einem Labyrinth aus Magie, Gewalt, Intrigen, aber auch Liebe wieder. Prospero, der gestürzte Herzog und Herr der Bücher, unternimmt mit seinen quirligen Luftgeistern alles, um seine Widersacher, die ihn und seine Tochter Miranda auf dem Meer aussetzten, zum Nachdenken zu bringen und den wild-ungehorsamen Inselbewohner Caliban zu bändigen. Der plant einen Umsturz gegen Prospero und heuert dafür die zwei Scherz- und Trunkenbolde Stephano und Trinculo an, verspricht ihnen ein Königreich und die Tochter dazu. Beschwipst lassen sie tief blicken über Fremde, quälen und benutzen das „Monster“ Caliban, träumen von der Macht und probieren von der bunt schillernden Kleiderstange des Königs neue Kleider. Die beiden Luftgeister singen und kommentieren von der Empore der ehemaligen Vogtei aus zu Harfe und Akkordeon witzig-ironisch das turbulente Geschehen.

Davor steht ein Gerüst mit Bühnenbild und Vorhang. Das Wetter spielt meist ganz gut mit. „Außer bei der ersten Vorstellung im Schlosspark Graupa, da kippte durch Windstöße das Bühnengerüst um. Das war ein Schreck, es wurde wieder aufgerichtet. Zum Glück keiner verletzt“, so Ulrich Schwarz. Im Malerwinkel in Königstein tröpfelte es zuerst und regnete dann stärker, so dass die Aufführung für zehn Minuten unterbrochen wurde. Die Zuschauer stellten sich mit Posterstühlen im alten Gemäuer unter. Dann wurde weiter gespielt. Das Areal der Bienermühle wird neu belebt kulturell vom 2017 gegründeten Verein Malerwinkel e.V. Monatlich findet eine Veranstaltung statt. „Hier soll eine Multifunktionshalle mit kultureller Nutzung und Gastronomie entstehen und die alten Mühlengebäude erhalten werden“, sagt  Matthias Hinz, der stellvertretende Vereinsvorsitzend bei einer kleinen Führung durchs Gelände. Große Maler wie Caspar David Friedrich kamen hier vorbei und hielten die imposante Felslandschaft in ihren Gemälden fest. Beim Frühschoppen im Malerwinkel wird die feierliche Fördermittelübergabe und Baugenehmigung zur Sanierung der Bienermühle mit Ministerpräsident Michael Kretschmer am 10. August, 10 bis 14 Uhr in der Mühlgasse 4 und 6 stattfinden.

Die Planwagentour von Spielbrett dauert noch bis 27. Juli. Die letzten beiden Vorstellungen sind am 26.7., 19 Uhr in der Puppenbühne Hohnstein und am 27.7., 20 Uhr in Dürröhrsdorf-Dittersbach, Börnfried e.V., An der Mühle 35 zu erleben. Ab August stehen die Akteure von Spielbrett wieder in ihrem Stammhaus im Theaterhaus Rudi in Dresden auf der Bühne.

Text + Fotos (lv)

http://www.spielbrett.info

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Viele Facetten & Blicke von Frauen auf die Welt: Im Literaturkreis der Stadtbibliothek Radebeul-Ost im Kulturbahnhof bieten sie reichlich Gesprächsstoff
  • Kurzgeschichte: Die Frau an der Haltestelle
  • Schönes bleibt: Gedichte zur Erinnerung
  • Schönes bleibt: Kleine Komödien
  • Ausstellung "Landschaften, Frauen, Tod und TV" von Hans Scheib im Einnehmerhaus Freital
  • Premiere "Die Weihnachtsgans Auguste" im Boulevardtheater Dresden
  • Premiere "Fidelio" an den Landesbühnen Sachsen
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Ausstellung "Klang in Bronze gegossen zum 150. Geburtstag des Künstlers Richard Guhr in den Richard-Wagner-Stätten Graupa
  • Selbsterfahrung: Clown sein

Aktuelle Beiträge

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  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
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  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung

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