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Kategorien-Archiv: Zwischenmenschliches

Die Ausstellung „Erotischer Advent“ in der Galerie Kunst & Eros wird verlängert

05 Dienstag Jan 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Schwebend leichte Grafiken und eine kecke Bronzefigur von Catrin Große
und Insekten-Paarungen auf edlem Porzellan von Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack sind in der Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ zu sehen.

Reizvoll frohlockendes Kopfkino

Schon wenige Tage nach der Eröffnung musste wegen des erneuten Lockdowns die traditionelle Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 wieder schließen. Nun wurde sie bis Februar verlängert.

Sie reizen, umgarnen und schweben auf Leinwänden, Papierschnitten, Porzellanschmuck, bemalten Kerzenleuchtern und Obstschalen. Anmutige und verführerische Frauenfiguren und Paare tummeln sich mal still, zart und mal opulent farbreich und goldglänzend zwischen Himmel und Hades in der Weihnachtsausstellung der Galerie Kunst & Eros in der Hauptstraße 15 in Dresden.

Zu sehen sind Malerei, Zeichnungen, Grafik‚ Plastik und bemalte Keramik mit  zeitgenössischer erotischer Kunst. Darunter bekannte Künstlerinnen und Künstler wie Gudrun Trendafilov, Steffen Fischer, Wieland Richter und Michael Hofmann. Die Bandbreite reicht vom klassischen Akt über verschiedene Frauenbilder aus der griechischen Mythologie bis zur Gegenwart. In feinen Tuschezeichnungen mit einem Hauch schwarzem Humor von Oskar Staudinger begegnen einem Frauengestalten wie Andromeda, als Opfer männlicher Macht an einen Fels geschmiedet, neben Persephone, Gespielin des Herrschers der Unterwelt und ihre Mutter Demeter, die aus Rache alles Leben in kaltem Weiß erstarren lässt.

Gleich drei neue Künstlerinnen sind mit ihren Arbeiten in der Weihnachtsausstellung dabei: Catrin Große aus Dresden mit ihren schwebend leichten, farbigen Linoldrucken und einer keck kraftvollen Bronzefrau, “Erotic Woman“. Manya Henkel aus Görlitz zeigt grazile Tuschefiguren mit Blattgold veredelt zu Poesie von Eva Strittmatter. Ein Fest für`s Auge sind die fantasiereich filigranen Grafiken von Tina Wohlfarth, die verbunden mit Papierschnitt und Collage besonders plastisch wirken: Blicke in Gesichter und ein Bild aus der Serie „Ophelia“, der Femme Fatale im weißen Papierkleid.

Das Bild „Kopfkino“ von Tina Wohlfarth wurde gleich am ersten Ausstellungsabend verkauft. Es sei das erste Bild überhaupt, das sie kaufte, sagte die stolze Besitzerin, weil die detailverliebte Form sie anspreche. Begehrt waren auch eine liebevoll bemalte Porzellanvase und Weihnachtsanhänger mit sinnenfrohen Szenen aus dem edlen Material. “Die Besucher ahnten schon, dass die Gelegenheit bald vorbei ist“, sagt Galeristin Janett Noack. Gerade eine Woche konnte die Weihnachtsausstellung mit Verlockendem zum Fest der Liebe öffnen. Nun bleibt sie wie alle Geschäfte und Galerien durch den verschärften Lockdown wegen steigender Corona-Infektionen geschlossen bis zum 10. Januar.

„Das ist bedrückend, dass wir so kurz nach der Eröffnung und vor Weihnachten schon wieder schließen mussten“, so Janett Noack. Doch sie hat Glück. Da ihre Werkstatt für Porzellanmalerei sich in der Galerie befindet, kann sie weiter arbeiten. Doch für sie sei es ein Spagat mit zwei Kindern zuhause ohne Betreuungsmöglichkeit, so dass sie nur eingeschränkt in der Galerie sein kann. Janett Noack nimmt weiter Bestellungen von Kunden entgegen, versendet ihre Porzellansachen oder bringt sie vor die Galerietür.

Außerdem können nach Absprache individuell Ausstellungsbesuche in der Weihnachtsausstellung der Galerie Kunst & Eros vereinbart werden, die verlängert wird bis in den Februar. So dass Interessierte nicht ganz auf sinnenfrohe Kunst verzichten müssen.

Text + Fotos (lv)

Kunst & Eros, Hauptstr. 15, 01097 Dresden
Tel.: 0351 – 802 4785

Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

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Spendengala via Livestream aus dem Montagscafé im Kleinen Haus

14 Montag Dez 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Ein Ort des Ankommens und der internationalen Verständigung

Spendenaktion für den Erhalt des Montagscafés im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

Am 14. Dezember, von 20.00 bis 21.00 Uhr, veranstaltet das MONTAGSCAFÉ des Staatsschauspiels Dresden seine jährliche Spendengala als Livestream aus dem Kleinen Haus. Zu sehen ist die MONTAGSGALA DIGITAL auf der Facebook-Seite des MONTAGSCAFÉS unter www.facebook.com/montagscafedresden sowie www.staatsschauspiel-dresden.de.

Moderieren wird die Gala Ensemblemitglied Philipp Lux gemeinsam mit der Leiterin des MONTAGSCAFÉS Wanja Saatkamp. Ein buntes Programm aus aller Welt wird den Zuschauer*innen geboten: das Frauen-Trio „Kriwi“ aus Minsk stellt seine Musik vor, berichtet aber auch live von der Situation in Belarus und von der Rolle, die insbesondere Künstler*innen spielen. Liedermacherin Dota und Musikerin Bernadette La Hengst, beide seit Jahren Unterstützer*innen des MONTAGSCAFÉS, sorgen für musikalische Beiträge.

Gemeinsam mit dem Vorstand des Fördervereins Staatsschauspiel Dresden e. V. wird im Rahmen der MONTAGSGALA DIGITAL eine Spendenaktion gestartet. Auf der Website www.betterplace.org kann mit einer Spende das MONTAGSCAFÉ unterstützt und damit ein wertvoller Beitrag zur interkulturellen Verständigung und kulturellen Teilhabe in Dresden geleistet werden. Konkret werden diese Spenden dafür verwendet, die ersten Monate des nächsten Jahres zu überbrücken, da beantragte Fördergelder pandemiebedingt nicht rechtzeitig ausgezahlt werden können und das MONTAGSCAFÉ als Ort des Ankommens und zivilgesellschaftlichen Dialoges gerade in der heutigen Zeit dringend gebraucht wird.

Wir freuen uns sehr auf Besuch – bei der MONTAGSGALA DIGTIAL am 14. Dezember 2020 von 20.00 bis 21.00 Uhr live auf Facebook unter www.facebook.com/montagscafedresden/live_videos/ oder natürlich auf der gemeinnützigen Spendenplattform unter: www.betterplace.org und zum Nachschauen unter www.youtube.com/staatsschauspieldd/.

Text:  Gertrud Aringer,

Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Telefon +49 351 4913 755
Fax          +49 351 4913 760

www.staatsschauspiel-dresden.de

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Corona macht einsam – Wo Menschen Hilfe finden

25 Mittwoch Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Leerer als sonst, aber mehr denn je eine Anlaufstelle für Begegnung, Austausch und gemeinsam etwas tun gegen trübe Gedanken. Der Gemeinschaftsraum der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle auf der Naumannstraße 3a in Dresden-Blasewitz. Im Bild v. li.: Christine Weimann, die Leiterin des Treffs und Besucherin Christine.

„Ohne reden zerreißt es mich“

Die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle auf der Naumannstraße in Dresden-Blasewitz bietet für psychisch erkrankte Menschen, die besonders unter der Corona-Situation leiden, viele Angebote gegen ihre Ängste und Einsamkeit.

Im Februar noch hatten sie noch eine wunderschöne Faschingsfeier
im Treff. Auf dem Gruppenbild lächelt ihr ein Clown entgegen, es ist Christine.
Das Gesicht hat sich die 56-Jährige selbst geschminkt. Als sie das Foto
wenig später in der Hand hielt, liefen ihr die Tränen, erzählt Christine.

Ihren vollständigen Namen möchte sie nicht in der Zeitung lesen.
Noch vor kurzem wäre dieses Gespräch für sie unvorstellbar gewesen.
Nun erzählt Christine offen von ihren Ängsten und ihrer psychischen Erkrankung. Wie von einem Moment zum anderen vieles wegbrach, da sie nicht mehr wie gewohnt in den Tagestreff des Psychosozialen Trägerverein Sachsen e.V. konnte. Dorthin und zu Arztterminen brachte sie regelmäßig ein Begleitdienst der DVB, da ihr das Laufen inzwischen schwer fällt. Die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle befindet sich in einem hellen Flachbau mit roten Fensterrahmen in der Naumannstraße 3a links neben dem Ärztehaus Blasewitz. Ein gemütlicher Raum mit Cafétaria, einem langen Tisch in der Mitte, Sofaecke, Bildern an den Wänden und einem Klavier. Es ist für rund 30 Besucher ein Ort der Begegnung, Kommunikation und Hilfe.

Seit zehn Jahren ist Christine dort Stammbesucherin. Damals begann ihre Depression mit Angststörung. Eine Ärztin in der Uniklinik Dresden gab ihr einen Flyer mit den Angeboten des Psychosozialen Trägervereins Sachsen. „Mit ihrer Hilfe und meinem Tun bin ich zu dem Menschen geworden, der ich heute bin“, sagt Christine stolz. Sie stellte sich einen Wochenplan zusammen: Gedächtnistraining, Kunsttherapie-Malgruppe, Tanzkreis mit Reigen- und Paartänzen und Übungen zur  progressiven Muskelentspannung mit Musik. Das ging alles nicht mehr nach dem Lockdown und den drastischen sozialen Kontakteinschränkungen infolge der Corona-Krise im März.

Mit diesem“Mistvirus“ komme sie gar nicht klar, so Christine. Die Nachrichten mit den Zahlen Corona-Infizierter, die steigen und steigen, könne sie kaum noch hören. „Doch nie hört man etwas, wie es psychisch kranken Menschen damit geht.“ Anfangs habe sie abends nur noch geheult, war aggressiv, ihr kräftiger Körper verkrampfte und sie ließ alles heraus, bis sie sich halbwegs beruhigt auf die Couch legte und einschlief. Diese Zeit der sozialen Isolation war schwer auszuhalten für Christine.

Sie erhält eine Erwerbsunfähigkeitsrente und lebt allein in ihrer Wohnung in Johannstadt. Sie ist kinderlos, ihr Vater starb als sie acht war, ihre Mutter vor einigen Jahren. Dann musste sie nach 30-jähriger Beziehung den plötzlichen Tod ihres Lebensgefährten verkraften. Nachdem sie von einer Urlaubsreise auf der Insel Sylt gemeinsam mit einer Gruppe und zwei Mitarbeiterinnen des psychosozialen Treffs im Sommer 2017 zurückkehrte, erfuhr sie, dass ihr Partner nicht mehr lebt. Eine Therapie schloss sich an, in der sie lernte, die Situation anzunehmen.

Christine hat zuhause einen kleinen Altar aufgestellt mit Andenken von ihrem Freund und ihrer Mutter. Dort setzt sie sich manchmal hin, redet mit ihnen und lässt heraus, was sie bedrückt. „Sonst zerreißt es mich.“ Im Sommer trafen sich die unterschiedlichen Gesprächsgruppen für psychisch erkrankte Menschen im Freien. “Außerdem haben sie Bänke und Stühle gestrichen, die Terrasse begrünt und wir sind viel gewandert“, erzählt Christine Weimann, Diplomsozialpädagogin und Leiterin der Kontakt- und Beratungsstelle. Die telefonische Beratung wurde auch viel genutzt.

„Die Zahl der psychisch belasteten Menschen hat zugenommen in letzter Zeit“, sagt Christine Weimann. Betroffen seien vor allem Menschen, die sonst sehr aktiv sind und zuerst wie in Schockstarre waren durch die Corona-Maßnahmen, da Jobs verloren gingen, Reisen, Kultur- und Freizeitaktivitäten plötzlich wegfielen und man Familienangehörige nicht mehr besuchen konnte. „Jetzt kommt zur Angst vor der dunklen Jahreszeit die Sorge, dass es wieder losgeht im Winter mit diesen Einschränkungen“, so Christine Weimann. Für diese Menschen sei es wichtig, eine Anlaufstelle zu haben. Zumeist sind sie zwischen 40 und 70 Jahre alt.

Zurzeit gibt es Gesprächsgruppen für Menschen mit Depressionen mit jeweils maximal fünf Teilnehmern neben vielen anderen Angeboten. Zwei bis drei neue Teilnehmer kommen wöchentlich in die Gesprächsgruppe, um sich mit anderen auszutauschen über ihre Sorgen. Das erleichtert, man vernetzt und unterstützt sich gegenseitig. Diejenigen, die neben ihrer Erkrankung auch unter den Corona-Regeln leiden, erfahren, dass ein Teil dieser Menschen ständig so eingeschränkt lebt, dass sie noch nie verreist sind oder auf Partys gefeiert haben, kein familiäres Umfeld haben oder die Kinder weit weg wohnen. Es sei weniger übersteigerte Angst vor dem Virus bei den Besuchern des psychosozialen Treffs, unter ihnen viele Alleinlebende. Sondern sie vermissten vor allem den sozialen Kontakt zu Menschen in ähnlicher Situation.

“Wir versuchen so viele Begegnungsmöglichkeiten wie möglich aufrecht zu erhalten unter Berücksichtigung der Hygieneregeln, z.B. in kleinen Gruppen etwas zusammen machen und viel rausgehen an die frische Luft und in die Natur“, sagt Christine Weimann. Sie weiß wie schwer das Alleinsein besonders für ältere Menschen ist. Sie betreut und begleitet ihre 87-jährige Mutter als Risikopatientin zuhause durch die Corona-Zeit. „Es ist wichtig, trotzdem Nähe zu haben.“

Besucher des Psychosozialen Treffs müssen vorher anrufen und sich anmelden für das Gruppenangebot aufgrund der Hygienevorschriften und Platzbegrenzung.
“Wir werden auch aufgrund der neuen Bestimmungen des Lockdown weiterhin zuverlässig für unsere Klienten erreichbar sein.“ Seit Oktober trifft sich hier wieder wöchentlich eine Gruppe für Kinder, deren Eltern psychische Erkrankungen haben, zu Entlastung, Spaß und Spiel und sie können ohne Scheu alles fragen und Kummer loswerden.

Außerdem lädt ein Erzählcafé für psychisch kranke Menschen ab 65 Jahre 14-tägig ein und es wird Beratung für Demenzkranke und ihre Angehörige angeboten. Zu den ersten Besuchern nach der langen Pause im Treff gehörte Christine. Hier hat sie inzwischen eine beste Freundin gefunden, mit der sie auch mal etwas unternimmt. Sie kommt wieder dienstags zur Kunsttherapie-Gruppe und mittwochs zum Terrassentreff mit Kaffeetrinken und Quatschen. Ihr helfe auch der Spruch: „Wenn man hinfällt, wieder aufstehen, Krone richten, weitergehen.“ Zusammen mit den Besuchern werden an diesem Nachmittag Ideen gesammelt zur Gestaltung der Advents- und Weihnachtszeit. „Es wird sicher anders als sonst, aber wir machen das Beste daraus“, sagt Frau Weimann und auch Christine schmunzelt in Vorfreude.

Text + Fotos (lv)

Aktuelle Informationen zu den Angeboten stehen auf der Homepage http://www.ptv-sachsen.de

Adresse:
Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle,
Psychosozialer Trägerverein Sachsen e.V.,
Naumannstr. 3a, 01309 Dresden
Tel.: 0351 – 65 69 00 86


Die Tür steht offen für Besucher auch während des Lockdowns. Mittwochnachmittag ist Terrassen-Treff im Grünen mit Kaffee und Reden.

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Jede Rolle ein Abenteuer voller Ernst & Komik. Abschied von Schauspieler Matthias Henkel

17 Dienstag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Theater, Zwischenmenschliches

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Schauspieler Matthias Henkel verstarb am 15. November 2020 in Dresden – Die Landesbühnen Sachsen trauern um einen großartigen Schauspieler und Menschen

William Shakespeares  Hamlet, Marat in «Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats» von Peter Weiss, Tschechows Platonow, Lessings Nathan, Shakespeares Mercutio in „Romeo und Julia“,  Karl Mohr in Schillers  „Räuber“,  Biff in „Tod eines Handlungsreisenden“,  Salieri in «Amadeus»,   Prof. Higgins in  „My Fair Lady“ ,  Einstein in „Die Höflichkeit des Genies“ von Peter Hacks und noch vielen anderen großen und kleinen Männern der Weltliteratur verhalf er zu großartigen Auftritten in seinen vielen Jahren im Ensemble der Landesbühnen Sachsen.  Alle seinen Rollen aufzuzählen würde ganze Seiten füllen.

Sein Publikum liebte ihn und blieb ihm stets treu.

Die ersten Reihen waren voll besetzt, wenn er z.B. seit 1997 seinen berühmten Monolog  „Sein oder Nichtsein“ als Hamlet sprach. Nie kamen die Fans ihrem Lieblingsschauspieler näher als in dieser Inszenierung, wenn er auf der Bühnenkante sitzend diese Worte sprach.

Auf der Felsenbühne Rathen überzeugte er als Zettel im „Sommernachtstraum“ in der Inszenierung von Carsten Ramm und als Hagen in Andreas Knaups „Nibelungen“.

In den Karl-May -Stücken wechselte er vom Indianer Apanatschka und den Häuptlingen Tangua und Vupa umugi zum überzeugenden Fiesling Santer in „Winnetou I“  in den letzten Jahren.

Auch auf der Studiobühne war er stets präsent ob im Theatersport in den neunziger Jahren oder in ganderen Rollen wie in Schmitts  „Enigma“ gemeinsam mit Olaf Hörbe.

Und immer begeisterte er das Publikum.  Egal ob große Tragödie oder Komödie. Sein komödiantisches Talent zeigte er zuletzt 2018/19 als Sam in „We are Family oder Warum Nicht …“, einer Komödie von Murray Schisgal.

Am Sonntag ist Matthias Henkel nach tapferem Kampf gegen die Krankheit verstorben.

1962 in Weimar geboren und in Leipzig  aufgewachsen erlernte er den Beruf des Buchhändlers, um danach von 1985-1989 an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig Schauspiel zu studieren. Seine praktischen Erfahrungen sammelte er im Schauspielstudio am Staatsschauspiel Dresden. Seit 1989 gehört er zum Ensemble der Landesbühnen Sachsen.

Hier spielte er alle großen klassischen Rollen und glänzte ebenso in Komödien.

Außerdem war er mehrfach in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in der SOKO Leipzig bzw. Wismar, Schloß Einstein, Klinik Nord, Staufer-Geschichte Mitteldeutschlands, Stubbe – Von Fall zu Fall und im Tatort. Er ist Vater eines Sohnes.

Das gesamte Team der Landesbühnen Sachsen verabschiedet sich von einem Schauspieler, der dieses Theater als Künstler und Mensch drei Jahrzehnte prägte, mit Dank und einer Verbeugung.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Text: Petra Grubitzsch/LB


Szenenfoto: Nathan der Weise LBS Premiere: 29.4.2011 Lutherkirche, Radebeul, Regie: Arne Retzlaff. v.l.: Nathan – Matthias Henkel, Tempelherr – Marc Schützenhofer
Foto: Martin Krok


Szenenfoto: Die Räuber, 2002 LBS mit Matthias Henkel als Karl Mohr hier mit Schauspielerin Julia Vincze. Foto: Hagen König

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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„Kunst und Kultur sind Lebensmittel.“ – Offener Brief sächsischer Theaterleiter und Künstler an Ministerpräsident Michael Kretschmer gegen die Zwangsschließung

16 Montag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kabarett, Kultur, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

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„Ohne Live-Kultur wird es nicht nur still, sondern kalt!“

Die Unterzeichner des Offenen Briefes wollen mit der Landesregierung ins Gespräch kommen, wie eine Öffnung der Kultureinrichtungen in Pandemiezeiten und somit auch eine bessere und sinnvollere Planung umsetzbar wäre.

Ministerpräsident Michael Kretschmer
Sächsische Staatskanzlei
Archivstraße 1
01097 Dresden
Dresden, 16. November 2020
offener Brief
per Mail: direkt@michaelkretschmer.de
buergerbuero@sk.sachsen.de

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmer,

seit dem 02. November unterliegen nun unsere Theater zum zweiten Mal der Zwangsschließung. Während unsere Schauspielerinnen und Schauspieler, Musikerinnen und Musiker, Technikerinnen und Techniker auf unseren Bühnen mit bewundernswertem Optimismus ins Ungewisse proben, verwaisen unsere – in den letzten Monaten (auch mit staatl. Förderung) für die Virenminimierung hochgerüsteten – Zuschauersäle und Foyers.

Wir, die unterzeichnenden sächsischen Theaterleiterinnen und -leiter, nehmen, so wie auch unsere Ensembles, die Covid-19-Pandemie sehr ernst und leisten selbstverständlich einen Beitrag zur Eindämmung des Virus, auch wenn dafür unsere Theater zeitweise geschlossen werden müssen. Auch die versprochenen Staatshilfen zum Ausgleich der durch die Zwangsschließung verursachten Einnahmeneinbrüche stimmen uns zuversichtlich, dass wir unsere Häuser finanziell über Wasser halten können.

Seit spätestens Mitte März bestimmt die Pandemie das Leben in unserem Land. Am Anfang fehlten wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus, entsprechend grob und undifferenziert fielen die Schließungsmaßnahmen zur Bekämpfung aus. Dafür hatten wir Verständnis. Aber heute fragen wir uns, warum es die politisch Verantwortlichen in den letzten acht Monaten versäumt haben, feinere Instrumente zur Pandemiebekämpfung gemeinsam mit uns zu entwickeln und notwendige Schließungen auf wissenschaftliche Grundlagen und Nachvollziehbarkeit zu gründen. Bis heute konnte deutschlandweit keine einzige Ansteckung in einen Theatersaal zurückverfolgt werden. Die Theater haben kluge und kostenintensive und von den Gesundheitsämtern überprüfte Hygienekonzepte entwickelt, die Zuschauer sitzen vernünftig auf Abstand und tragen Maske, Frischluftsysteme wurden aufwändig eingebaut oder aufgerüstet, manche Theater haben sogar hochmoderne Ionisierungsanlagen installieren lassen … kurz: Die Theater haben alles getan, um den Besuch der Veranstaltungen für ihre Zuschauer sicher zu machen.

Für uns als Kreative ist es irritierend, ernüchternd und nicht zuletzt auch demotivierend, wenn von Politikern Kultur als reines Freizeitvergnügen eingeordnet und mal eben einfach von einem Tag auf de auf den anderen ersatzlos abgeschaltet werden kann. Kultur ist für Menschen relevant. Lebenswichtig.

Oder wie es unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier formulierte: „Kunst und Kultur sind, in einem sehr buchstäblichen Sinn, Lebensmittel.“ Wir möchten ergänzen: Lebensmittel für Menschen, die in Kulturveranstaltungen Trost, Erbauung, Hoffnung, Meinungsaustausch, Widerspruch und Gehör suchen.

Live-Kultur ist wichtig für die seelische Gesundheit, weil sie Hirn, Herz und Bauch gleichermaßen zu berühren vermag – eine Fähigkeit, die kein digitales Ersatzangebot leisten kann. Ohne Live-Kultur wird es nicht nur still, sondern auch kalt, weil Populisten ohne lauten Widerspruch die Gesellschaft weiter spalten können, weil die Angst, Ratlosigkeit und die Wut vieler Menschen keine anderen Räume mehr finden, um durch Gegenvorschläge, Lachen oder Schönheit aus der Dumpfheit geholt zu werden.

Live-Kultur mangels fehlender Weitsicht zur Tragweite solcher Entscheidungen, klügere Konzepte zu entwickeln, abzuschalten, sie gar als verzichtbares Unterhaltungsvergnügen zu behandeln, ist gefährlich für die Demokratie und den Frieden zwischen Menschen mit unterschiedlichen Haltungen.

Wir bitten Sie, sowie jeden politischen Entscheider, jeden, der zur Meinungsbildung in Pandemie-Gremien und Sondersitzungen beiträgt, zu helfen, in Zukunft differenzierte Lösungen zu finden, die eine Öffnung der Kultureinrichtungen einschließt. Geben Sie uns, den Kulturschaffenden dadurch bitte die Möglichkeit, unseren gesellschaftlichen Beitrag in dieser Zeit zu leisten.

Abschließend möchten wir Sie bitten, uns die Möglichkeit eines persönlichen Gespräches einzuräumen, um mit Ihnen in den Dialog zu kommen. Auch wir möchten unseren Beitrag leisten, haben uns Gedanken gemacht und möchten Ihnen aus unserer Sicht ein paar Vorschläge vorstellen, wie eine Öffnung der Kultureinrichtungen in Pandemiezeiten und somit auch eine bessere und sinnvollere Planung umsetzbar wäre, ohne von Langzeitkollateralschäden der gesamten Kreativwirtschaft zu sprechen und dauerhaft deren Arbeitsplätze zu erhalten.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und freuen uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.

Unterzeichnende

Comödie Dresden, Olaf Maatz, Direktor
Dresdner Comedy & Theaterclub, Agentur Kulturperlen Dresden, Heike Jack
Herkuleskeule Dresden, Philipp Schaller, Künstlerischer Leiter
Kammerspiele Dresden, Peter Förster, Theaterleiter
1001 Märchen GmbH, Reiner Petrovsky, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter
Central Kabarett Leipzig, Henrik Dantz, Geschäftsführer
Blauer Salon, Karla Wachsmuth, Betriebsleiterin
Komödie Leipzig, Irene Holzfurtner und Mathias Engel, Schauspieler und Geschäftsführung
August Theater Dresden, Grigorij Kästner-Kubsch, Theaterleiter
Close Up Night Dresden, Torsten Pahl, Matthieu Anatrelle, Andre Kursch, Zauberkünstler und Theaterleiter
Kabarett Leipziger Pffermühle gGmbH, Dieter Richter, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter
Kabarett Academixer Leipzig, Dörte Waurick, Geschäftsführerin
Weil die Schließung der Theater auch viele freiberufliche Künstlerinnen und Künstler betrifft, schließen sich
diesem Brief an:
Matthias Machwerk, Kabarettist und Autor, Dresden
Ellen Schaller, Schauspielerin und Kabarettistin, Dresden
Kathleen Echterhoff-Miersch, Sängerin, Klipphausen/Dresden
Dr. Stephan Reher, Unterhaltungskünstler und Regisseur, Dresden
Jörg Lehmann, Pianist und Kabarettist, Dresden
Dimitrij Sacharow, Regisseur und Produzent Sandtheater Leipzig und Dresden
Annemarie Schmidt, Kabarettistin, Leipzig
Roman Raschke, Kabarettist, Leipzig
Jürgen Fliegel, Kabarettist, Leipzig
Simone Danaylow, Musikerin und Theaterregisseurin, Leipzig
Katrin Tröndle, Kabarettistin, Leipzig
Martin Joost, Musiker, Leipzig
Helga Werner, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Sabine Alex, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Michaela Tschubenko, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Evelyn Kitzing, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Babette Kuschel, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Kirsten Balbig, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Kerstin Doelle, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Daniel Minetti, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden und Krefeld
Stephan Reher, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Wolf Dieter Gööck, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Radebeul
Ulrich Thiem, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Peter Röttig SKABA, Entertainer, Dresden
Frank Weiland, Schauspieler, Kabarettist Dresden
Anke Geißler, Kabarettistin, Leipzig
Wolfgang Schaller, Autor, Dresden
Hannes Sell, Schauspieler, Dresden
Michael Specht, Schauspieler, Bannewitz
Andreas Leuschner, Musiker, Dresden
Meigl Hoffmann, Kabarettist & Autor, Leipzig
Heike Ronniger, Schauspielerin & Kabarettistin, Leipzig
Carolin Fischer, Kabarettistin, Leipzig
Olaf Hais, Schauspieler & Regisseur, Dresden
Michael Rümmler, Kabarettist, Dresden
Alexander Fabisch, Schauspieler & Musiker, Leipzig
Felix Constantin Voigt, Schauspieler, Dresden
Tom Quaas, Schauspieler, Dresden
Mario Grünewald, Schauspieler & Regisseur, Dresden
Anne Konstanze Lahr, Designerin & Bühnenbildnerin, Dresden
Cornelia Fritzsche, Puppenspielerin, Dresden
Dieter Richter, Geschäftsführer, Künstlerischer Leiter und Kabarettist
Ute Loeck, Kabarettistin, Leipzig
Elisabeth Sonntag, Kabarettistin, Leipzig
Rainer Koschorz, Kabarettist, Leipzig
Burkhard Damrau, Kabarettist, Leipzig
Bernard Paschke, Kabarettist, Leipzig
Hans-Jürgen Silbermann, Kabarettist, Leipzig
Rebekka Köbernick, Kabarettistin, Leipzig
Sascha Kiesewetter, Kabarettist, Leipzig
Heinz Klever, Gastkabarettist, Leipzig
Hartmut Schwarze, Pianist, Leipzig
Steffen Reichelt, Schlagzeuger, Leipzig
Ingo Volkmer, Ton- und Beleuchtungstechniker, Leipzig
Florian Zwiener, Ton- und Beleuchtungstechniker, Leipzig
Ines Richter, Stellvertretung der Geschäftsführung Pfeffermühle, Leipzig
Stephan Richter, Fotograf und Kassierer, Leipzig
Dimitrij Sacharow, Regisseur und Produzent Sandtheater, Leipzig und Dresden
Roman Raschke, Kabarettist, Leipzig
Jürgen Fliegel, Kabarettist, Leipzig
Simone Danaylow, Musikerin & Theaterregisseurin, Leipzig
Katrin Tröndle, Kabarettistin, Leipzig
Martin Joost, Musiker, Leipzig
Erik Lehmann, Kabarettist, Arnsdorf
Michael Feindler, Kabarettist, Leipzig
Maxim-Alexander Hofmann, Kabarettist, Leipzig
Benjamin Gerlach, Cellist, Radebeul
Andrea Müller, Comedian, Weinböhla
Tino Liebe, Comedian, Dresden

*
Information über den Offenen Brief:

Comödie Dresden/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

http://www.meinwortgarten.com – Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz – Inhaberin und freie Journalistin Lilli Vostry schließt sich diesem Offenen Brief und Appell der Kulturschaffenden an.

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Neue Comedy-Pop-Show „KannMannSutra“ mit den NotenDealern im Dresdner Comedy & Theater Club

29 Donnerstag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Zwischenmenschliches

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Zum Anbeißen komisch: die NotenDealer geben kurz vor Inkrafttreten der neuen Corona-Maßnahmen mit Veranstaltungsverboten an diesem Wochenende noch zwei Vorstellungen im Dresdner Comedy & Theater Club. Foto: PR

Der Humor blüht weiter

Mir / uns fehlen eigentlich die Worte, ich bin geschockt … Dem sowieso schon grauen November werden nun noch die letzten Farben genommen. Unser vorsichtiger Optimismus, alle Mühen, Hygienekonzepte etc. – irgendwie nutzlos, mit Füßen getreten. Unsere Künstler*Innen sind sehr traurig, daß sie nun wieder einige Wochen nicht auf der Bühne stehen dürfen. Alle Vorstellungen ab 2. November 2020 müssen abgesagt werden L

Doch es muss weitergehen … Klopapier wächst ja nicht aus der Wand 😉 Also schauen wir mal, was wir retten können.
Und so haben sich die wunderbaren NotenDealer spontan bereit erklärt, noch an diesem Wochenende Doppelvorstellungen ihrer großartigen neuen ComedyPopShow „KannMannSutra?“ zu spielen.

Es stehen zwei neue Termine an, für die noch Karten zu haben sind:

Samstag, 31.10. 2020 um 16 Uhr
Sonntag, 01.11. 2020 um 20 Uhr

Ticketreservierungen unter: Telefon 0351-46 44 877

Lassen Sie uns gemeinsam Spaß haben, so lange es noch geht. Wir freuen uns auf unser Publikum!

Aktuell spielt der DRESDNER COMEDY & THEATER CLUB selbstverständlich für Wohlbefinden und Sicherheit noch mit reduzierter Platzanzahl und angemessenem Hygienekonzept am angestammten Spielort.
Es sollten aber Gäste mit Symptomen unsere Vorstellungen bitte nicht besuchen, im Theaterkeller einen Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstände eingehalten und die Hände desinfiziert werden.

Text: Heike Jack

DRESDNER COMEDY & THEATER CLUB
Gewölbekeller im Kügelgenhaus
Hauptstraße 13
01097 Dresden
Telefon 0351-46 44 877

www.comedytheaterclub-dresden.de 

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Die Freiheit des Jazz & die Freiheit anderer Meinungen: Vortrag und Diskussion mit Daniele Ganser bei den Jazztagen Dresden im Ostra-Dome fanden viel Resonanz

28 Mittwoch Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Dr. Daniele Ganser bei seinem Vortrag am Sonntagnachmittag bei den Jazztagen Dresden.

Nach dem Vortrag gab es eine Gesprächsrunde mit Daniele Ganser. Mit lebhafter Diskussion über Verschwörungstheorien, Aufrufe zum Boykott der Jazztage Dresden, etablierte und alternative Medien und Umgang mit unliebsamen Themen.


Historiker Daniele Ganser und Sängerin Julia Neigel bei der Podiumsdiskussion.

Keine Scheu vor Querköpfen und Widerworten

Zwei vielbeachtete Vorträge mit Blicken hinter die Kulissen der Macht mit dem Schweizer Zeithistoriker Daniele Ganser waren bei den 20. Jazztagen Dresden am Sonntagabend im Ostra-Dome zu hören. Hinterher gab es eine lebhafte, dreistündige Diskussion mit dem Publikum über Verschwörungstheorien, die Rolle der Medien und den Umgang mit schwierigen Themen, zu der Jazztage-Intendant Kilian Forster auch die Kritiker von Gansers Vortrag eingeladen hatte. Doch die kamen nicht.

Die Wellen schlugen hoch schon im Vorfeld des Vortrages „Geostrategie. Der Blick hinter die Kulissen der Macht“ von Daniele Ganser bei den diesjährigen Jazztagen Dresden (noch bis 23. November). „Der Medienrummel trug dazu bei, dass der zweite Vortrag noch besser besucht war als der erste, was sicher nicht die Absicht der Kritiker war“, sagte Kilian Forster, Musiker und Intendant der Jazztage erfreut zu Beginn. 600 und 700 Besucher seien zu den beiden Vorträgen in der Veranstaltungsstätte am Sonntag im Ostra-Dome gewesen.

In den letzten Wochen hatten Forster diesbezüglich sowohl „viel Kritik als auch viel Zuspruch erreicht.“ Daher schloss sich an die Veranstaltung eine Diskussion mit Zuschauern und Gesprächsrunde auf der Bühne in den Ostra-Studios an, um dem Phänomen von Verschwörungstheorien und deren mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft gemeinsam auf den Grund zu gehen. Unter dem Motto: „Wir reden miteinander, nicht übereinander.“

„Ganser sagt selber, prüft das selbst nach, seid kritisch und das passt wunderbar zur Freiheit des Jazz“, so Forster. „Wir brauchen die Dissonanz, ein bisschen Spannung, um wieder zur Harmonie zu finden.“ Das 20-jährige Jubiläums-Jazzfestival stellte Forster mit kleinem Team vor zwei Monaten auf die Beine dank der Corona-Hilfe von Stadt und Land. Ursprünglich war neben den Konzerten eine Vortrags- und Gesprächsreihe mit „Querköpfen“ und ihren Gedanken zum Zeitgeschehen geplant. Darunter der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser, der schon letztes Jahr da war und gut ankam. Der Vortrag Gansers unterstütze auch finanziell die Jazztage. „Wenn man für eine sechsstellige Summe Technik reinstellt in die leeren Räume, muss sich das ja auch rentieren. Indem man sich die Kosten teilt durch viele Veranstaltungen“, so Forster. „Die Musik steht aber weiterhin im Vordergrund der Jazztage.“

Daniele Ganser wurde vom Vortragspublikum, junge und ältere Zuhörer bunt gemischt im vollbesetzten Saal, mit langem Beifall begrüßt. Er zeigte sich „überrascht von dem Tumult im Vorfeld.“  Er ist 48 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in der Schweiz. Ganser ist Historiker für Zeitgeschichte, mit dem Spezialgebiet verdeckte Kriegsführung. Das ist ebenso spannend wie heikel, weiß er. Wenn er zur  Mittelaltergeschichte wechselte, würde er ruhiger leben. Doch er habe sich der Aufklärung kriegerischer Konflikte und der Friedensforschung verschrieben. Er veröffentlichte bereits vier Bücher und 50 Vorträge von ihm sind auf Youtube zu hören.

Diesmal sprach Daniele Ganser über sein neues Buch mit dem Titel „Imperium USA – die skrupellose Weltmacht“. Darin geht er bis heute ungelösten Fragen zum Kennedy-Mord vor nunmehr 60 Jahren nach. „Manches sieht man heute klarer.“ Er stellt zwölf Thesen zu den Auftraggebern und Hintergründen des Mordes am amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy 1963 in Dallas auf, gestützt auf Aussagen einstiger Zeitzeugen, Berichte aus Untersuchungsausschüssen und anderer Buchautoren wie Mark Lane, Rechtsanwalt und Bürgerrechtsaktivist mit seinem 1966 erschienenen Bestseller „Rush To Judgement“ über den Kennedy-Mord. Eine langwierige Wahrheitssuche. Ganser rekonstruierte das Verbrechen in seinem Vortrag anhand von historischen Fotos, die den Präsidenten und seine Frau in offener Limousine zeigen, denen die Leute zujubeln. Wenig später fielen auf der seltsamerweise kurz vorher noch geänderten Fahrtroute die tödlichen Schüsse, von vorn und hinten im Kreuzfeuer, wie in der einzigen kurzen Liveaufnahme vom Tatort ersichtlich.

Doch noch immer sei umstritten unter Historikern, ob es die Tat eines Einzeltäters war oder mehrere schossen, dann war es eine Verschwörung, so Ganser. Alles deute auf letzteres hin, doch 100 %ig beweisen könne er es nicht. Ganser erklärte und rekonstruierte die damaligen Ereignisse anschaulich, locker und teils bissig ironisch, was ihm auffiel an Ungereimtheiten und Vertuschungsversuchen seitens des Geheimdienstes CIA, der eine eigene Abteilung für Mordanschläge auch auf ausländische Staatschefs hatte. Den damaligen CIA-Chef Allen Dulles sieht Ganser als Auftraggeber des Mordes an Kennedy, der ihn vorher entlassen hatte. Der Demokrat Kennedy lehnte die versuchte Militärinvasion in Kuba ab, er wollte die US-Berater aus Vietnam abziehen und die Lage entspannen und er war entsetzt über den Mord am ersten frei gewählten Präsidenten im Kongo, Patrice Lumumba. „Daher musste Kennedy weg, da er nicht mitmachen wollte, mit der Militärmacht USA Kriege führen“, so Ganser. Er weiß, dass er mit seinen Theorien und Nachforschungen, ob zu NATO-Geheimarmeen oder dem Einsturz des World Trade Centers am 11. September 2001 in New York bei manchen aneckt.

„Ich bringe schwierige Themen in den öffentlichen Raum und dann bekomme ich den ganzen Wind ab“, so Ganser. „Ich hab die Türme nicht gesprengt. Das muss man auseinander halten.“ Nur weil er eine Verschwörung des Geheimdienstes mit dem Kennedy-Mord aufdeckte, sei er kein Verschwörungstheoretiker.

Der Trick mit der Wiederholung zur Gewöhnung

In seinem Vortrag zog Ganser auch Parallelen zu heute, wie aktuelle Ereignisse in der Öffentlichkeit reflektiert werden, wie das allgegenwärtige Thema Corona und der Umgang mit Kritik. „Alles in der Kommunikation funktioniert bekanntlich über Repetitio. Und jetzt haben wir Corona-Repetitio“, so Ganser. Politik und Medien nutzen die Wiederholung und könnten damit gezielt die Gedanken im Gehirn steuern und lenken. Schon in der Schule lernt man durch ständiges Wiederholen. Schmunzeln im Publikum, als er hin und wieder fragte und erinnerte: „Habe ich schon erwähnt, dass ich ein Buch herausgebracht habe…“ und Einzelheiten zum Kennedy-Mord wiederholte.

Doch es birgt die Gefahr, wenn man immer das Gleiche hört, dass es sich erschöpft, abnutzt und man nicht mehr hinhört. Den „Trick mit den Nervenzellen“ erklärte er so: „Das was Sie lesen und hören, formt Ihre Nervenzellen im Gehirn. Also überlegen Sie sich, was Sie lesen.“ Er übt sich auch schon länger in der Technik der Achtsamkeit. „Glauben Sie nicht alles, was Sie denken! In dem Moment stehen Sie hinter dem Wasserfall, wie sich die unentwegt auf einen einhämmernden Gedanken anfühlen.“

„Bleiben Sie achtsam. Bleiben Sie friedlich !“, sagte Ganser abschließend in seinem mit viel Beifall bedachten Vortrag. Nach einer Verschnaufpause fand unter dem Titel „Concertare!“ eine Diskussion & Session von Jazzmusikern mit Daniele Ganser und interessierten Vortragsbesuchern in den etwas kleineren Ostra-Studios statt. Vollbesetzt die Sitzreihen auch hier. „Wir nehmen Kritik ernst und wollen über die Vorwürfe reden“, so Kilian Forster. Er hatte Kritiker des Ganser-Vortrages zu der Gesprächsrunde eingeladen, die jedoch nicht kamen. Darunter eine junge Musikerin, Laura Totenhagen aus Köln, die Forster die Absage der Veranstaltung nahelegte und mit anderen Musikern auf Facebook zum Boykott der Jazztage aufrief, obwohl Forster gerade jungen Musikern auch ein Podium geben will. Durch dem Aufruf zum Boykott seien Sponsoren abgesprungen und zwei Künstler sagten Auftritte ab bei den Jazztagen Dresden. Das habe sich derart hochgeschaukelt, so Forster, dass sogar der neugegründete Jazzverband Sachsen e.V. , eine Stellungnahme von ihm verlangte (nachzulesen auf meinwortgarten.com in der Ankündigung zum Ganser-Vortrag.)

Haltung zeigen und verschiedene Meinungen aushalten

In der Diskussionsrunde saßen neben Ganser eine Moderatorin, Julia Sszarvasy, die in alternativen Medien unterwegs ist. Außerdem Sängerin Julia Neigel und Werner Patzelt, emeritierter Professor für Politikwissenschaften, der bis 2019 an der TU Dresden lehrte und dort als AfD- und Pegida-Experte wegen angeblich „zu großer Nähe“ zu seinem „Untersuchungsgegenstand“ umstritten war. Zu Verschwörungstheoretikern nannte er seinen „Freund Machiavelli“, ein italienischer Philosoph, Politiker, Chronist, Schriftsteller und Dichter, der vor 500 Jahren lebte und Ideal und Wirklichkeit von Macht und Moral in der Politik seiner Zeit untersuchte und entlarvte. „Warum soll es keine Theorien über Verschwörungen geben, wenn es Verschwörungen gibt?“, fragt Patzelt. Ein junger Zuhörer fragte, ob es eine „neue Welle der Aufklärung jetzt gibt? Und wie man von präsentativer Demokratie zu echter, bürgerlicher Mitbeteiligung komme?“ Patzelt meinte dazu, eine neue Welle von Aufklärung sei zu hoch gegriffen.

„Es braucht eher eine neue Welle schon mit der Fähigkeit, kritisch mit Informationen umzugehen und wieder die Bereitschaft, sich des eigenen Verstandes zu bedienen.“ Wenn man woanders als in den etablierten Medien Informationen höre, werde es schnell als „Verschwörungstheorien“ abgetan. „So tragen die Medien, die eigentlich aufklären sollten, bei zu Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft“, sagte Patzelt unter Beifall der Diskussionsteilnehmer. Er beobachtet ein „Kampf- und Abwehrverhalten und Glaubwürdigkeitsprobleme der etablierten Medien gegenüber Kritik.“

Das Wort Verschwörungstheoretiker sei inzwischen zum „Schimpfwort, Kampfbegriff und Erkennungszeichen für Corona-Leugner ebenso wie Kritiker der derzeitigen Politik geworden“, sagte ein älterer Zuhörer und erinnerte an das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern.

„Es ist grundsätzlich richtig, Haltung zu zeigen gegen Gewalt“, sagte die Sängerin Julia Neigel. „Doch wenn man eine Haltung haben will, muss man erst mal wissen, um was es geht, fundiert und sachlich.“ Die Aufforderung auf FB an die Jazztage Dresden, den Vortrag mit Ganser abzusagen, sei aber keine Haltung. „Das ist öffentliche Erpressung!“ Ähnlich problematisch sieht sie das sogenannte „Framing“, dh. das Umdrehen von Begriffen und fälschlich jemand bezichtigen. „Das benutzen immer diejenigen, die keine Widerworte wollen“, so Julia Neigel. „Wir sollten dabei bleiben, offen unsere Meinung zu vertreten, sonst kommen wir in die Situation wie vor vielen Jahren in Deutschland.“ Zur Rolle der Medien sagt sie: „Der investigative Journalismus mit seinem Qualitätsanspruch wird auf ein Minimum heruntergefahren und gespart. Wenn die Medien nicht mehr finanziell und wirtschaftlich unabhängig arbeiten können, gibt es keinen Korrektiv mehr in der Gesellschaft.“

Daniele Ganser sieht sich verunglimpft als angeblicher „Verschwörungstheoretiker“ und „Neurechter“. Keiner habe vor seinem Vortrag mit ihm gesprochen, weder Journalisten noch Buchautoren. Er müsse als Historiker auch mit Rechtsextremen reden z.B. für sein Buch „Geheime Armeen in Deutschland“. Ein entsprechendes Gespräch wurde von Compact aufgezeichnet. Danach wurde Ganser mit dem Vorwurf der „Kontaktschuld“ konfrontiert. Michael Butter, ein Professor für amerikanische Literatur in Tübingen, der Ganser noch nie sah, bezeichnete den Historiker in Artikeln und einem Buch mehrmals als „Verschwörungstheoretiker“. „Die haben keine Dossier-Kenntnis und Tiefe über die Hintergründe“, sagt Ganser über seine Kritiker.

Auf die Frage Forsters, warum er sich nicht von rechten und rassistischen Kommentaren auf seiner FB-Seite distanziere oder solche Leute rausschmeiße aus seinen Vorträgen, sagte Ganser, seine Vorträge und Aussagen seien dokumentiert und für jeden auf Youtube einsehbar. Er wolle niemanden rausschmeißen, das sei unhöflich und die Leute haben sich ein Ticket gekauft. „Alle die in der Massenkommunikation tätig sind, haben dieses Phänomen. Ich finde diese Durchmischung verschiedener Meinungen gut und cool“, so Ganser.

Miteinander reden statt übereinander

„Es wird Ganser vorgeworfen, er spalte die Gesellschaft, dabei tut er genau das Gegenteil mit seinen Vorträgen“, so Jazztage-Intendant Kilian Forster. Im Januar diesen Jahres, noch vor Corona und dem Lockdown, hielt Daniele Ganser einen Vortrag vor rund 500 Zuhörern im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen. Ein Fernsehteam von Ostsachsen TV zeichnete nun die Veranstaltung und Diskussion mit Ganser bei den Jazztagen Dresden auf.

Es gelang leider nicht, Kritiker seines Vortrages auf die Bühne zu bringen und es gab auch keine Sessionband mit Gegenstimmen an diesem Abend, bedauert Forster. „Wir hätten uns auch gern zusammen gestritten.“ Während es doch unterschiedliche Meinungen zur Corona-Thematik gebe in Bands, wodurch Proben mitunter schwierig seien, ebenso in der Öffentlichkeit bis in die Familien, dass sie sich nicht mehr verstehen und miteinander reden. Manche junge Musiker trauten sich auch nicht, öffentlich in der Corona-Debatte konträre Ansichten zu äußern, da sie Nachteile befürchten. Daher sollten wir alle überlegen, wie wir diese neue Spaltung überwinden, uns wieder verbinden, so Forster.

Drei Stunden dauerte die streitbare, sehr sachliche und nachdenkliche Gesprächsrunde. Zum Schluss gab es noch eine spontane Session der Forster-Brüder an Piano und Kontrabass, nebst einem Schlagzeuger und dem demnächst bei den Jazztagen auftretenden Saxofonisten Volker Schlott aus Berlin gemeinsam mit Julia Neigel. Sie sang mit warmer tiefer Stimme den Ohrwurm „What a wonderful World“ von Louis Armstrong. Ein schönes Zeichen das regenbogenfarbene Banner mit der Aufschrift Peace, das die Teilnehmer der Gesprächsrunde zusammen mit Daniele Ganser hielten.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos und Programm unter http://www.jazztage-dresden.de


Session & Gesprächsrunde mit Daniele Ganser bei den Jazztagen Dresden. Motto: „Miteinander, nicht übereinander reden.“

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Kunst aus Tschechien in der Galerie Rainar Götz

17 Samstag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar


Anästhesist, Kunst- und Weinliebhaber und Galerist Rainar Götz weiß ästhetische Genüsse zu schätzen. Zurzeit stellt er Arbeiten von Markéta Safáriková, darunter auch unikate Kleider mit bedruckten Motiven von ihr in den Räumen auf der Westendstraße 16 in Dresden-Plauen aus. Fotos: Susanna Lotte Henken

Faszinierende Fotomalerei voller Verwandlung

Bilder zwischen Traum und Realität zeigt die Künstlerin Markéta Safáriková zurzeit im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage in der Galerie Rainar Götz in Dresden-Plauen. Die Ausstellung ist noch bis 12. November zu sehen.

Bunte Herbstblätter wirbeln auf grauer, fast menschenleerer Leinwand. Ein intensivrotes Stillleben mit Äpfeln. Drei schwarze, knorrige Bäume stehen geheimnisvoll beisammen wie „Schicksalsgöttinnen“. Faszinierend verwandelt,
in starken Farbkontrasten zwischen Traum und Realität schwebend,Grenzen auslotend, geht es auf die Suche nach dem “Gleichgewichtszustand“. So heißt die Ausstellung mit Malerei auf Fotografie von Markéta Safáriková, zu sehen im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage in der Galerie Rainar Götz auf der Westendstraße 16 in Dresden-Plauen.

Zwei Wochen lang locken außerdem Konzerte und Lesungen an vielen Orten in der Stadt noch bis 18. Oktober. Gerade stand der selbstständige Narkosearzt noch im OP-Saal einer Klinik, drei Stunden später eröffnete der Anästhesist und Galerist Rainar Götz (62) die Ausstellung der aus Prag stammenden Künstlerin. Mit ihren Arbeiten öffnete zugleich die erste und älteste Galerie in der Südvorstadt wieder ihre Türen als
Kunst- und Begegnungsort. Im Mai 2006 begann Götz neben seiner Anästhesiepraxis mit seiner Galerie im Souterrain des von ihm sanierten Hauses. Er zeigt zeitgenössische Werke internationaler Künstler unter dem Motto: „Ausland in Dresden“.

Seit 2009 stellten bereits Künstler aus Argentinien, Chile, Russland, England, Iran und Italien in der Galerie Rainar Götz aus. Einerseits, weil er selbst weiß, was es heißt angenommen und willkommen zu sein in der Fremde. Er hat eine Zeitlang in Italien und der Schweiz gelebt. “Die Ausstellungen sind ein Angebot, Kultur aus anderen Ländern als Bereicherung zu sehen, nicht nur den Elbe-Barock, schließlich erweitert dies den Blick des Verständnisses für die Welt“, sagt Rainar Götz. In diese Galerietradition passt nahtlos die Ausstellung mit Kunst aus Tschechien. „Ein Land, das aktuell aufhorchen lässt in der Corona-Krise und auch mit den sensiblen Arbeiten und der beeindruckenden Technik der Fotomalerei“, so Götz.

Markéta Safáriková lernte er durch seine jetzige Galeriemitarbeiterin Susanna Lotte Henken kennen, ebenfalls Tschechin, bei einer Lesung mit der bekannten Schriftstellerin Radka Denemarková im letzten Jahr in Dresden. Die Ausstellung mit rund 120 Bildern erstreckt sich über zwei Etagen. Sie hängen im hinzugekommenen medizinischen Schönheitsatelier „Curabella“ und in der neuen Weingalerie mit edlen Tropfen aus Portugal, Spanien und Österreich und demnächst auch Elsässer und Schweizer Käse.

„Vom Galerismus satt werden kann ich nicht, aber ohne ihn würde ich verhungern“, sagt Rainar Götz über seine Kunstleidenschaft. Im Titelbild der Ausstellung sind helle und dunkle Farbflächen wie Traumgespinste verwoben. Die Farbe überdeckt oft Teile der Landschaft und Gesichter, mal wie ein Hauch, mal gitterartig und wie mit einer Schutzhülle versehen. Markéta Safáriková malt gegen das Dunkle an. Das Pierrot-Motiv des traurigen Clowns ist auch auf Kleidung gedruckt.

Insekten schwirren in zart farbigen Aquarellen im Weinregal und wundersame, skurrile Wesen wie Scherenkäfer und „Keimlinge“ blinzeln aus vielfarbigen kleinen Zeichnungen den Betrachter an. Außerdem gibt es ein Galeriedinner für Kunstliebhaber am 28.10., um 18 Uhr (Voranmeldung erforderlich. Mehr dazu unter www.galerierainargoetz.de ) Dann kocht Rainar Götz ein Vier-Gänge-Menü für maximal 16 Personen. Die Finissage (mit Kunstauktion) der Ausstellung von Markéta Safáriková findet am 12. November ab 18 Uhr statt.

Text (lv)

http://www.galerierainargoetz.de


Galeriedinner & edle Tropfen. Dabei kocht Rainar Götz ein Vier-Gänge-Menü für Besucher in seiner Kunst- und Weingalerie. Das nächste findet am 28.10., um 18 Uhr statt. Voranmeldung erforderlich über die Galerie Götz.

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Streit um Vortrag von Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser im Ostra-Dome Dresden

14 Mittwoch Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar


Daniele Ganser  Foto: Jazztage Dresden
*
Geostrategie: Der Blick hinter die Kulissen der Macht

„Brücken schlagen, statt Gräben ziehen über die Musik hinaus“, lautet das Motto der 20. Jazztage Dresden vom 21. Oktober bis 23. November. Aufgrund des hohen Interesses hält der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser am 25. Oktober, um 11 und 15 Uhr einen Vortrag über Geostrategie im Ostra-Dome in Dresden.

Dr. phil. Daniele Ganser ist Schweizer Historiker und Friedensforscher, spezialisiert auf internationale Zeitgeschichte seit 1945. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, US-Imperialismus, Ressourcenkämpfe, Energiesysteme und Wirtschaftspolitik. Dr. Ganser ist Gründer und Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) in Basel. Das SIPER untersucht, ob es möglich wäre, die Energieversorgung zu 100% auf erneuerbare Energien umzustellen und Konflikte ohne Gewalt zu lösen (www.siper.ch). In seinen Vorträgen geht es Dr. Ganser hauptsächlich um den Weltfrieden, denn der Frieden ist die Basis einer gesunden Entwicklung in jedem Land, in jeder Gemeinschaft und eben auch in der Familie.

Veranstalter: SIPER AG
Kooperationspartner: Jazztage Dresden

Stellungnahme der Jazztage Dresden (vom 13. Oktober 2020)

Im Anschluss an den Vortrag soll um 18 Uhr unter dem Motto „Concertare“ eine offene Diskussion mit Gesprächspartnern und allen Interessierten stattfinden.

Seit Ende letzter Woche verbreitet sich ein Aufruf, ausgehend von einem Facebook-Post, mit dem Ziel, bei den Jazztagen Dresden die Absage des Vortrages von Dr. Daniele Ganser zu erreichen. Seitdem gehen Mails von unterschiedlichen Seiten bei den Jazztagen ein. Einerseits mit der Bitte bzw. der expliziten Forderung, den Vortrag abzusagen – und andererseits mit der konträren Bitte, den Vortrag nicht abzusagen. Auch Partner und Sponsoren werden mit entsprechenden Mails bedacht. Wir freuen uns immer über Feedback und konstruktive Kritik. Auch die Zuschriften, die uns nun erreichen, haben im überwiegenden Teil einen positiven Grund-Tenor den Jazztagen gegenüber.

Aus der von uns tiefempfundenen Verantwortung und Verpflichtung sowohl unseren Künstlern als auch dem Publikum und unseren vielen, zum großen Teil langjährigen Partnern und Unterstützern und unserem Team gegenüber, möchten wir zu diesem Thema wie folgt Stellung nehmen.

Gerne stellen wir ein Zitat aus der Präambel des Jazzverbandes Sachsen e.V. an den Anfang: „Der Jazzverband Sachsen e.V. versteht sich als weltoffen und sagt deshalb entschieden Nein(!) zu jeglicher Form von Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Homophobie.“ Dieser Aussage schließen wir uns von Seiten der Jazztage Dresden zu 100 Prozent an. Die Jazztage Dresden stehen in diesem für viele so schwierigen Jahr aktuell kurz vor ihrem 20. Festivaljahrgang. In den vergangenen 19 Jahren hat sich das Festival vom Dresdner Stadtrand mit zu Beginn 400 Gästen hin zu einem Festival von internationaler Reputation mit renommierten Künstlern aus aller Welt entwickelt. In den letzten Jahren besuchten jährlich circa 40.000 Gäste die jeweils rund 80 Festivalkonzerte.

Neben dem grundlegenden Bestreben, hervorragende und außergewöhnliche Musiker nach Dresden zu holen – seien es internationale Stars oder junge und/oder aufstrebende Musiker – liegt von Beginn an ein besonderer Schwerpunkt der Festivalprogrammatik im Ausloten von Grenzräumen zwischen unterschiedlichen Genres und Stilen – und dem Schaffen eines Raumes für Projekte, Ensembles und Experimente, die sich in einem derartigen Spannungsfeld bewegen. Das auf den ersten Blick mitunter scheinbar Unvereinbare kann miteinander in Kontakt treten und ermöglicht dabei das Entstehen von Neuem.

Diese Motivation, Brücken zu schlagen anstatt Gräben zu ziehen, tragen die Jazztage auch über die Musik selbst hinaus mit – und weiter. So gibt es im Festivalprogramm immer mal wieder Künstler, die auch politisch aktiv sind und Entsprechendes in ihrem Programm auf der Bühne kommunizieren. Dies ist im Rahmen der Kunstfreiheit in Ordnung und wichtig, solange die Grenze zur Diskriminierung (egal welcher Art und gegen wen) und zum Extremismus nicht überschritten wird.

Auch auf dem Gebiet der gesellschaftlichen, auch der politischen Themen halten wir eine offene Diskussion auch sehr unterschiedlicher Ansichten und Perspektiven für gut und richtig – und ziehen dies einer Abgrenzung und Abschottung vor. Immer mit Blick auf die oben schon genannte rote Linie, deren Überschreitung von uns nicht toleriert wird.

Vor diesem Hintergrund haben wir Dr. Ganser zur Durchführung seines Vortrages auch in diesem Jahr zugestimmt. Der Vortrag ist, als „Vortrag“ gekennzeichnet, bereits seit Anfang des Jahres 2020 (Januar/Februar) veröffentlicht und im Verkauf. Auch im Vorjahr hatte bereits ein Vortrag von Dr. Ganser stattgefunden. Die Veranstaltung wird durchgeführt von der SIPER AG, die Jazztage stellen die Infrastruktur zur Verfügung und erhalten eine Miete. Das Entstehen von Kosten für die Jazztage aus diesem Vortrag ist (und war) ausgeschlossen.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind die folgenden Punkte:

1. Dr. Ganser hat sich unseres Wissens nach nie rassistisch, diskriminierend oder homophob geäußert. Dies bestätigt unter anderem auch Prof. Butter, der im ursprünglichen Facebook-Post (siehe oben!) zitiert wird.
2. Wir sind der festen Überzeugung, dass sowohl das Sprechen miteinander als auch das Hören und Erfahren von anderen Sichtweisen oder Perspektiven dem Menschen nicht schadet, sondern vielmehr das eigene Reflektieren und das eigene kritische Denken anregt.
3. Weiterhin sind wir der Überzeugung, dass wir Menschen durchaus dazu in der Lage sind, Gehörtes und Erlebtes selbst und eigenständig zu beurteilen (im Idealfall aus erster Hand und nicht über Dritte) und daraus – jeder für sich – seine Schlüsse zu ziehen oder das Gehörte in der einen oder anderen Form für sich weiter zu verarbeiten.

Wir sehen eine größere Gefahr darin, Gesprächspartner oder Andersdenkende auszuschließen, als miteinander zu sprechen (oder auch kontrovers zu diskutieren) und unterschiedliche Perspektiven zuzulassen. Immer natürlich mit Blick auf die bereits genannte rote Linie.

Das Zitat von Evelyn Beatrice Hall „Ich missbillige, was du sagst, aber würde bis auf den Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen.“ (Voltaire zugeschrieben) leitet uns an dieser Stelle.

Ansonsten stehen wir und die Jazztage – und wohl zumindest die meisten, die die Jazztage und uns selbst kennen, wissen das – für Freiheit und Weltoffenheit und gegen jegliche Form von Diskriminierung, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie und Extremismus. Das ist eine Selbstverständlichkeit, die eigentlich keiner Erwähnung bedarf.

Da wir miteinander und nicht übereinander (oder gar nicht) sprechen wollen, möchten wir eine Diskussion an den Vortrag von Herrn Ganser (der aufgrund der Corona-Auflagen und entsprechend geringerer Platzkapazität in zwei Vorträge gesplittet wurde) anschließen unter dem Motto „Concertare“. Um 18 Uhr wollen wir Gesprächspartner zur offenen Diskussion einladen. Wir bitten die Initiatoren des Facebook-Posts um Vorschläge zu möglichen Gesprächspartnern/Diskutanten.

Wir freuen uns auf ein Festival mit großartiger Musik – und mit guten Gesprächen und Diskursen. Offen, freiheitlich, mit Respekt und Toleranz jedem und jeder gegenüber.

Text: Kilian Forster & Tanja Grandmontagne, Jazztage Dresden

Weitere Infos: www.jazztage-dresden.de

P.S.: Ein ausführlicher Beitrag zum Vortrag und der anschließenden Diskussion mit Daniele Ganser erscheint morgen, 27.10, auf meinwortgarten.com

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Premiere „Blut am Hals der Katze“ von Rainer Werner Fassbinder im Societaetstheater

12 Montag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar


Menschen wie Schaufensterpuppen, doch allen fehlt etwas. Mittendrin Phoebe Zeitgeist, die von einem fremden Stern auf die Erde kommt, um die Sprache der Menschen verstehen zu lernen. Ein grotesk-komischer Figurenreigen von Fassbinder auf der Bühne im Societaetstheater Dresden.

Ein Gruselkabinett verlorener Träume

Sie alle sind auf der Suche nach Liebe, Erfolg und Glück, doch mehr im Unglück verbunden. Der einsame Geschäftsmann, die lebensfrohe Sekretärin, die traurige alte Frau, der ruppige Motorradfahrer, die vom Aussteigen träumende Prostituierte, der coole Frauenheld und die farbige Powerfrau in der Inszenierung „Blut am Hals der Katze“ zu Fassbinder-Texten im Societaetstheater Dresden.

Phoebe Zeitgeist kommt von einem fremden Stern auf die Erde, um eine Reportage über die Demokratie der Menschen zu schreiben. Doch sie versteht deren Sprache nicht, obwohl sie die Worte gelernt hat. Das führt zu skurril-komischen bis dramatischen Situationen, mit denen die Außerirdische konfrontiert wird bei ihren Begegnungen. Die Inszenierung „Blut am Hals der Katze“ zu Texten von Rainer Werner Fassbinder, der dieses Jahr seinen 75. Geburtstag hätte, der Compagnie Freaks und Fremde hatte am Freitagabend im Societaetstheater Dresden Premiere.

Die erste Aufführung von Heiki Ikkola als Intendant des Hauses kam zusammen mit Sabine Köhler als Spiel mit lebensgroßen Puppen in der Ko-Regie von Jörg Lehmann auf die Bühne. Die lebensprallen sozialen Milieu-Geschichten von Fassbinder, einem Seismograph deutscher Befindlichkeiten, lassen tief blicken hinter die  Wohlstandsfassade der alten Bundesrepublik in den 1970er Jahren und viele der gestellten Fragen sind immer noch gültig und ungelöst wie große soziale Unterschiede, Ablehnung und Gewalt gegen Fremde. Sternenhimmel und bunte Lichter und Großstadtgeräusche bilden die Kulisse.

Phoebe trägt ein Kleid und Kosmonautenkappe und steht auf einem Drahtgestell als stille Beobachterin. Ihr Körper leuchtet auf, wenn sie Menschen trifft und sie wiederholt die Worte mit kühler Stimme, ohne Mitgefühl und Seele, konzentriert zusammengefasst, so dass sie eine noch intensivere, nachdrückliche Wirkung entfalten. Aus dem Halbdunkel heben die Spieler die Figuren auf ein schwarzes Podest, dazu klettert Heiki Ikkola auf eine Leiter oder sie treten wie zufällig zu ihnen auf der Bühne. Ein Motorradfahrer mit Helm mustert Phoebe, macht ihr Komplimente und pöbelt sie an, als sie schweigt und fühlt sich provoziert, wenn jemand komisch schaut oder eine Frau lacht, ihn angeblich auslacht.

Eine Frau in rosa Korsage und blondem Bubikopf räkelt sich wie eine Schaufensterpuppe selbstverliebt auf dem Ladentisch. Im roten Schaufenster empfängt sie ihre Kunden. Darunter ein älterer Mann in weißem Hemd und Krawatte, der wie ein Hund kläfft und kriecht und sich auspeitschen lässt von ihr. Seine eigene Frau schlägt er, wenn sie nicht gehorcht und bringt sie im Streit um. Sie kippt samt Stuhl hintenüber, ist buchstäblich kopflos und er entsetzt, das wollte er nicht und setzt ihren Kopf wieder auf den Hals, und sie lächelt ihn an: „Ach, mein Dickerchen…“

Alle Figuren haben irgendwie miteinander zu tun, mit ihnen betritt man ein Gruselkabinett aus verlorenen Träumen und sie versetzen die Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle. Von Neugier, direkt, offenherzig berlinernd, laut, schroff, grell, düster bis tragikomisch und tieftraurig sind die Begegnungen Phoebes mit den Menschen, die ihnen zusieht, zuhört und speichert ihre Sorgen, Ängste und Wünsche. „Wenn eins unglücklich ist, dann muss es halt reden. Sonst bleibt nichts“, sagt Fassbinder. Das tun die Figuren in diesem Stück schonungslos zwischen Sehnsucht, Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Verzicht, Älterwerden und Tod. Viel Beifall und viel Stoff zum Nachdenken.

Text + Foto (lv)

http://www.societaetstheater.de

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Kleines Welttheater in Radebeul spielt wieder
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  • Lesung mit Sasa Stanisic aus seinem neuen Buch "Herkunft" im Hygiene-Museum Dresden
  • Der 3. Musiksommer Bärenstein 2025 startet mit einem Konzert mit Hartmut Dorschner & Matthias Macht im neuen Veranstaltungsraum
  • Klassentreffen in München: Wiedersehen nach 25 Jahren von Absolventen der Deutschen Journalistenschule

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  • Jubiläumsausstellung „handsam“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte in Dresden
  • Neue Lyrik: Frühlingsanfang & Blütensterne & Frühlingsbeginn (Ohne P.)
  • Leipziger Buchmesse beendet mit neuem Besucherrekord
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