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Kategorien-Archiv: Unterwegs

Buch-Premiere der „Poesie-Tankstelle“ mit Uta Hauthal im Literaturhaus Villa Augustin

25 Sonntag Nov 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Unterwegs

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Unterwegs mit Gedichten im Gepäck: Uta Hauthal mit ihrer Poesie-Tankstelle.
Foto: privat

Poesie – Tankstelle Mit Gedichten in Deutschland und der Schweiz unterwegs (Notschriften-Verlag 2018)

2016 erfand die Dresdner Schriftstellerin und Chanteuse Uta Hauthal die Poesie-Tankstelle, das bedeutet, sie zieht mit ihrem Fahrrad und einem handgeschriebenen Schild über Land, stellt sich an Straßen, Boulevards, auf Marktplätze … und bietet den Vorübergehenden die Rezitation eines Gedichts an. Wenn sich jemand darauf einlässt, entsteht ein offener Moment der Begegnung durch das Medium der Poesie. In dem am 29. November 2018 erscheinenden Essayband verknüpft die Autorin Erlebnisse und Begegnungen dieser Reisen mit Reflexionen zu ihr wichtigen Themen der Gegenwart sowie mit Gedanken/ Erfahrungen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden der bereisten Länder und ihrer Menschen. In der Poesie-Tankstelle befinden sich Gedichte von ihr selbst sowie von Erich Kästner, Leta Semadeni, Roža Domascyna, Silvia Andrea (Johanna Garbald), Uwe Kolbe, Tanja Dückers, Uwe Claus u.a.

Zur Buch-Premiere mit Leseproben, Gesang und Gespräch mit Uta Hauthal, begleitet von Derek Henderson am Klavier am 29. November, 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Augustin sind alle Interessierte herzlich eingeladen. Zu hören sind auch Auszüge aus dem Kästnerschen Zyklus der „13 Monate“, denn seine Gedichte hat Uta Hauthal am häufigsten auf all ihren bisherigen Poesie-Reisen rezitiert.

Kartenreservierung für den Abend, da der Platz begrenzt ist, unter info@literaturhaus-dresden.de

http://www.utahauthal.de

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Unterwegs: Im AbenteuerReich Belantis bei Leipzig

26 Freitag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Unterwegs

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Wo Kinderträume wahr werden
und Erwachsene staunen

Märchenhaft und erlebnisreich geht es zu in dem Freizeitpark, in dem kleine und große Besucher Spaß, Action und Erholung finden. Mit dem Halloween-Fest mit vielen herbstlich, lustig-verrückten Überraschungen und Gruselzauber klingt die Saison in Belantis aus.

Viel sehen und erleben können kleine und große Entdecker auf einer Reise ins Abenteuerland Belantis bei Leipzig. Durch ein hellblaues Schloss betreten ich und Sinah, ein zehnjähriges Mädchen, mit ihr verbringe ich oft die Freizeit, eine  märchenhafte Welt. Wo Kinderträume wahr werden und auch
Erwachsene sich gern verzaubern lassen von all den Attraktionen. Mit einer Karte mit Lageplan für die rund ein Dutzend Erlebnisorte ausgerüstet, geht es los. An einem Ferientag mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Wir spazieren vorbei an einem großen Plüschbären, Buddel, der die Besucher von Belantis freundlich empfängt.

Neugier, Staunen und Spaß am Entdecken bringen wir und die vielen anderen Besucher mit, die in dem großzügig und fantasievoll gestalteten Freizeitpark rund um einen See umher wandeln. Auf dem man im Boot paddeln oder in Gondeln mit Schwung umher fahren kann. Abenteuer, Action und Wissen über andere Kulturen  werden lustig, spielerisch und unterhaltsam mit Geschichten und Liedern an den einzelnen ErlebnisInseln vermittelt. Die Kinder können bei Indianer- und Piratenprüfungen kleine Mutproben bestehen und erfahren nebenbei viel über das Leben in und mit der Natur, lernen Fährten von Tieren kennen, über das Jagen und übers Meer fahren mit Segelsetzen, Seemannsknoten knüpfen u.v.m. Im Indianerdorf bemalen wir ein Stirnband mit blauen Wellenlinien, geschmückt mit einer Feder als Andenken und fahren eine Runde im Kanu über den sonnenglitzernden See mit einer Indianerfrau. In diese und viele andere Rollen schlüpft Annette Richter, Schauspielerin, die wir bei unserem Ausflug besuchen. Im Team mit anderen Künstlerinnen und Künstlern begleitet Annette die kleinen und großen Zuschauer mit viel Humor und Spielfreude, erzählend, singend und tanzend in mehreren Shows täglich.

Unterwegs begegnen uns wundersame Figuren wie ein Wesen, halb Pferd, halb Mensch oder eine Krake mit Fernglas und Kompass in den Fangarmen. Musik stimmt am Wegesrand dezent auf die verschiedenen Erlebnisbereiche, von mittelalterlich, meditativ, orientalisch bis südländisch temperamentvoll ein. Gruselig und geheimnisvoll geht es zu in einer alten Ritterburg, wo wir durch ein Labor und vorbei an einem Verlies mit  schaurigen Gestalten und Stimmen Gefangener gehen und auf der Spur eines wertvollen Kristalls, bewacht von einem Drachen, wandeln. In einem halbdunklem Raum funkelt der Stein in der Mitte. Wir nehmen Platz auf einer  Holzbank, die sich wie eine Schaukel bewegt und mit ihr die Wände nach oben und unten. Ein einmaliges Erlebnis!

Die Achterbahn sahen wir lieber von weitem. Wir fuhren Luftschaukel zusammen. Ließen uns davon tragen vom auf und abwogenden Luftschiff, das ein kribbeliges Gefühl im Bauch macht. Anfangs zaghaft, kletterte Sinah danach erneut fröhlich übermütig  in die Luftschaukel. Mein Lieblingsfahrzeug in Belantis ist ein Karussel, das wie eine große Blüte aussieht. Nostalgisch charmant, beschwingt und gemütlich schwebt man darin und der Blick schweift über den See und das Abenteuerreich.
Die Pyramide mit Wasserfall, durch die wir im Boot hinuntersausten ist die Krönung  zum Schluss. Eine Weile beobachteten wir die rasanten Fahrten. Davor eine lange Schlange. Dann wagten wir uns, gingen durch die dunkle Pyramide des Pharao mit farbreichen Wandmalereien. Bestiegen das Fahrzeug, das Wasser spritzte auf und wir brausten durch ein Labyrinth mit Strudel. Hatten etwas Herzklopfen und viel Spaß dabei und im Nu war die turbulente Wildwasserfahrt schon wieder vorbei. Voller Eindrücke, geschafft, aber auch beflügelt vom Erlebten fuhren wir vergnügt nach Hause zurück. Fazit: wer einmal da war, kommt schwer wieder los von all den witzig-verrückten Fahrzeugen und zauberhaften Erlebniswelten und kommt bestimmt gern wieder.

Nächster Höhepunkt ist das Haloween-Fest, das vom 27. bis 31. Oktober in Belantis gefeiert wird. Dann locken über 60 Attraktionen mit Gruselspaß  mit Hexen und Vampiren und Herbstabenteuer und abschließendem Höhenfeuerwerk.
Danach ist die Saison im Freizeitpark zu Ende. Im kommenden Frühjahr öffnen sich dann wieder die Tore zum AbenteuerReich Belantis.

Mehr Infos unter http://www.belantis.de

Text + Fotos (lv)

 

 

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Ausstellungseröffnung „Klimagerechtigkeit“ mit Fairem Klimafrühstück im Ladencafé „aha“

12 Mittwoch Sept 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Projekte, Unterwegs

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Klimaschutz fängt auf dem eigenen Teller an

Die Gruppe Dresden fair.wandeln lädt am 17.09.2018 um 9 Uhr zur Ausstellungseröffnung „Klimagrechtigkeit“ ins Ladencafé aha ein. Zur Eröffnung wird ein Faires Klimafrühstück angeboten, das außerdem über den zugehörigen CO2-Fußabdruck informiert. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen begrüßt die Gäste.

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (16. – 22.9.2018) und der Internationalen Fairen Woche (14. – 28.9.2018) lädt die Gruppe Dresden fair.wandeln zu einem Fairen Klimafrühstück ins Ladencafé aha ein. Konkreter Anlass ist die Eröffnung der Ausstellung „Klimagerechtigkeit“. Neben Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen wird Prof. Dr. Günther von UNO Flores eine kurze Rede halten, welchen Beitrag die Kommune bzw. der Einzelne zum Klimaschutz leisten kann. Schüler_innen der Christlichen Schule Dresden führen einen Poetry Slam zum Thema auf.

Die Verkehrswende und Veränderungen in der Ernährung sind die Voraussetzungen dafür, dass die BRD ihre Klimaziele erfüllen kann: „Die Art und Weise wie wir mobil sind, trägt erheblich zu den Klimaveränderungen bei. Der Verkehrsclub Deutschland schreibt: ‚Ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 geht auf das Konto des Verkehrs und stammt v.a. aus den Auspuffen von Autos, Lastwagen und Motorrädern.‘ Jede*r Deutsche verbraucht im Schnitt zehn Tonnen CO2. Klimaverträglich und gerecht wären aber unter zwei Tonnen. Mit dem Fahrrad statt SUV durch die Stadt zu fahren, trägt also erheblich zur Klimagerechtigkeit bei“, sagt Antonia Mertsching, Mitglied der Gruppe Dresden fair.wandeln.

Silke Pohl, Ökumenisches Informationszentrum, sagt: „Zwei Tonnen CO2 kann weltweit jeder Mensch jährlich ausstoßen, ohne dass es dem Klima schadet. In Deutschland sind es aber 10 Tonnen pro Kopf und davon 1,75 Tonnen für Ernährung. Weltweiter Klimaschutz fängt auf dem eigenen Teller an, z. B. mit weniger Fleisch und mehr regionalem und saisonalem Obst und Gemüse. Beim Fairen Frühstück zeigen wir, dass es geht.“

Hintergrund zur Ausstellung

Die beeindruckenden Bilder der Fotoausstellung „Klimagerechtigkeit“ lassen keinen Zweifel – die globale Erwärmung bringt die ökologische Balance des gesamten Planeten aus dem Gleichgewicht. Die Auswirkungen sind vielfältig und insbesondere in den ärmeren Ländern kaum zu bewältigen.

https://www.klimabuendnis.at/fotoausstellung-klimagerechtigkeit

Hintergrund zur Gruppe Dresden fair.wandeln

Die Gruppe Dresden fair.wandeln ist eine Initiative vom Handelsverband Sachsen, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen, dem Dresdner Stadtverband von Bündnis90/Die Grünen, der Lokalen Agenda 21 für Dresden, der Micha-Initiative Dresden, dem Ökumenischen Informationszentrum Dresden und dem Ladencafé aha. Der Gruppe wohnt ein Vertreter der Stadt Dresden bei. Ziel der Initiative ist, die Idee des Fairen Handels in der Stadt zu fördern.

http://www.dresden-fairwandeln.de

Text: Antonia Mertsching/Koordinatorin

Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V. (ENS)
Kreuzstraße 7
01067 Dresden

0351 492 33 61 (Telefon), 0351 492 33 60 (Fax)
antonia.mertsching@einewelt-sachsen.de

http://www.einewelt-sachsen.de

Für Spenden:

Konto: ENS
IBAN: DE03850205000003589400
BIC: BFSWDE33DRE
Bank für Sozialwirtschaft

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BilderAlbum: Beim Königswalder Forst- und Weinfest & Wanderung durch die Heide

05 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Unterwegs

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Erlebnis Wald

Wald und Natur bewusst erleben. Unter diesem Motto stand das traditionelle Königswalder Forst- und Weinfest am Sonnabend in Klotzsche. Der Staatsbetrieb Sachsenforst und der Klotzscher Verein e.V. gestalten gemeinsam das Fest in diesem grünen Dresdner Stadtteil. Es ist etwas Besonderes, denn es wird nah am Wald gefeiert, mit allem was er zu bieten hat. Nicht nur die volksfestüblichen Stände, sondern neben einer Bühne für Musik und Tanz gegenüber vom Forsthaus lockten außerdem ein Erlebnispfad durch den historischen Waldpark anhand von Schautafeln.
Jagdpächter berichteten über die Hege und Pflege von Wald und Wild, Falkner stellten ihre Vögel vor. Pilzberater, Imker, eine Kräuterecke, ein Stand mit selbst hergestellter Marmelade und anderen Leckereien aus Früchten des Waldes und eine zweistündige Wanderung durch die Dresdner Heide mit Oberforstrat Heiko Müller brachten kleinen und großen Besuchern die Schönheit und Schätze der Natur ebenso wie ihre Gefährdungen durch Klimaeinflüsse und unachtsame Eingriffe des Menschen nahe. Für jeden ist der Wald etwas anderes und das war auch bei diesem zahlreich besuchten Fest zu erleben mit aller Vielfalt der Eindrücke und Kontraste.

Mehr dazu und zur Waldwanderung demnächst.

Text + Fotos (lv)

Petra Schöne vom Atelier für Textilrecycling „petruschka“ bastelte mit Kindern kunterbunte Herbstblätter aus Stoffresten und kleine fliegende Engel.

Die kreative Bastel- und Spielinsel neben dem Forsthaus war rege besucht…

selbst hergestellte Marmeladen und andere Leckereien aus der kleinen Dresdner Genussfabrik

 

Pilzberatung mit reichlich Fundstücken

Erlegtes Wild aus der Dresdner Heide

Oberförster Heiko Müller vom Sachsenforst Betrieb freute sich über das große Interesse an der Wanderung durch die Dresdner Heide.

Pilzfunde beim Wandern: eine Braunkappe und ein Kornblumenröhrling

Schönheit und Gefährdung an den Waldhängen: ein beliebter Freizeitsport mit extra Kick sind waghalsige Fahrten mit Mountnbikes die steilen Hänge hinunter, die den Boden und die Bäume schädigen, gefährlich und illegal sind. Jeder Weg recht bis hin zu Kletterpartien in fragiles Gehölz scheint auch manchen Geocaching-Wanderern bei ihren Versteck- und Suchspielen im Wald zu sein, die selbst Zäune umreißen und schon auch mal nachts vor einem Jagdstand auftauchen, was die Jäger auch nicht lustig finden. Die Schäden durch solche rücksichtslosen Waldspiele geht in die Tausende Euro, sagte Oberförster Heiko Müller auf der Wanderung.

Familie Conrad mit Sohn Lorenz, sieben Jahre und der jüngste Teilnehmer der zweistündigen Heidewanderung. Zur Erinnerung schenkte ihm Oberförster Müller zum Schluss ein Stück Geweih von einem Rehbock. Kommentar des Vaters: „Durchhalten lohnt sich…“

der Klotzscher Verein e.V. stellte sein Angebot beim Waldfest vor: die Klotzscher Kulturtage 2017 locken von September bis November. Mit Konzerten, einem Theaterfestival (14.10., 12 Uhr, Bürgerhaus Langebrück) mit Aufführungen von Kindern aus dem Theaterworkshop (9. – 13.10., 9 bis 15 Uhr im Kinder- und Jugendhaus „Parkhaus Klotzsche“). Einer Lesung „Himmel ist ein Fluss“ der Buchautorin Anna Kaleri am 25.10., 19 Uhr in der Stadtteilbibliothek Klotzsche,
Boltenhagener Str. 66-68 und Klotzscher Geschichten in Wort und Bild von und mit Franz-Josef Fischer gibt es am 4.11., 16 Uhr im Festsaal des St. Marien-Krankenhauses, Selliner Str. 29 Weitere Infos unter http://www.klotzscherverein.de

 

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BilderAlbum: Ein Garten der Künste – die Elbschlösser

16 Sonntag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Lebensart, Unterwegs

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Die Natur wurde zur eindrucksreichen Bühne während der 9. Dresdner Schlössernacht am Sonnabend. Zu entdecken gab es viel beim Wandeln durch die Parks zu den drei Elbschlössern – Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss und Schloss Eckberg.

Eine Bildergalerie im Grünen lud zum Verweilen ein, gestaltet von Kursteilnehmern der Jugend-Kunstschule Dresden im Areal von Schloss Albrechtsberg. Einhorn und Elster im Abendkleid begleiteten das Fest und machten neugierig auf das neue Kursjahr, das am 14. August beginnt. Dort können sich kleine und große Besucher wieder beim Tag der offenen Tür, diesmal unter dem Motto „Blumenkraft & Schwermetall“ am 27. August, von 14 – 18 Uhr umschauen in den vielen Werkstätten der Jugend-Kunstschule (Eintritt frei). Da lockt Gespieltes, Rätselhaftes, Blumiges, Drahtiges, Mosaikbilder, Spritziges, Metallisches, Geschmiedetes, Getöpfertes, Gedrucktes, Gebundenes, Geschminktes… Und natürlich Kuchen, Kaffee und andere Leckereien.

Alles Kurse, Workshops und offene Werkstätten unter http://www.jks-dresden.de

Ein besonderes Kleinod ist das denkmalsgerecht sanierte Lingnerschloss mit Aussichtsturm, von dem man eine fantastische Aussicht auf die Stadt und Elblandschaft hat. Der rührige Förderverein Lingnerschloss e.V. engagiert sich seit Jahren für die Sanierung und kulturelle Wiederbelebung dieses schönen Ortes. Weitere Unterstützer sind immer willkommen. Hier gibt es auch regelmäßig Veranstaltungen – von Lesungen, Vorträgen, Filmen, Konzerten, Ausstellungen (zurzeit Malerei und Zeichnungen von Gudrun Trendafilov in der Reihe „Kunst im Schloss“ im Foyer OG, noch bis 8. Oktober 2017, Geöfnet: Mo – Fr  von 13 – 18 Uhr, Sa, Sonn- und Feiertage von 11 – 18 Uhr) bis zum Trödelmarkt  am Schloss. Der nächste findet am 5. August von 11 – 17 Uhr statt. Angeboten werden ältere Hausratgegenstände, Boden- und Kellerfunde, gespendet von Freunden des Lingnerschlosses. Der Erlös dient der Schlosssanierung.

Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September von 10 – 18 Uhr wird zu Führungen im Lingnerschloss eingeladen, ist die Ausstellung „K.A. Lingner“ im Lingner-Salon im EG, die Kunst-Ausstellung und die Bilder-Schau „30 Jahre Weinberg“ im MG  zu sehen.
Außerdem laufen Kurzfilme, gibt es Musik von der Kinoorgel und kann man den alten Kinosaal und Vorträge zum Brunnen im Westpavillon (11 Uhr) und zum Weinberg am Lingnerschloss hören (13 Uhr, Treffpunkt im Lingner-Salon).

http://www.lingnerschloss.de

Gastronomie: das Restaurant „Lingnerterrassen“ ist täglich von April bis Dezember von 11 – 23 Uhr und von Januar bis März von 11 – 18 Uhr, die Küche 12 – 22 Uhr bzw. 12 – 17 Uhr geöffnet. Um Reservierung wird gebeten.
Der Außenbereich ist April – Oktober Mo – Fr ab 11 und Sa, So ab 10 Uhr geöffnet.

Reservierungen und Informationen unter:
http://www.lingnerterrassen.de bzw. Tel.: 0351 – 45 68 510

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Besuch aus dem Garten Eden

26 Montag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Genießen, Lebensart, Poesie, Unterwegs

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Garten Eden

Als ich zurückkam
aus dem Garten Eden
mit den vielen Wildblumen
die an verwunschenen Orten
von Menschen verlassen
blühen
sogar am Asphalt
sich entgegen recken
den grellen Autolichtern

am Himmel die Farben
explodierten
angefüllt mit der Pflanzenfülle
ließ ich das tote Grün
gemähter Großstadtwiesen
hinter mir
da fielst du aus den wilden Blüten
heraus
auf den Küchentisch

ein helles Muschelgehäuse
aus dem sich Fühler reckten
ein agiles Wesen
aus dem Garten Eden
saß auf meinem Finger
und einen Augenblick
träumte ich
ich wäre dort

Text + Fotos (lv)

 

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BilderAlbum: Die Natur führt sich auf

26 Montag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Genießen, Lebensart, Unterwegs

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Eine Entdeckungsreise im Wald

Eigentlich wollte ich zum Elbhangfest. Ich habe bestimmt einiges verpasst dort. La Dolce vita mit Genüssen aller Art lockte zwischen Loschwitz und Pillnitz. Doch ich blieb auf dem Weg dorthin am Sonnabend nachmittag im Wald im Prießnitzgrund. Vier Stunden lang. Bis die Sonne hinter den Bäumen verschwand. Sie warf ihre gleißenden Scheinwerfer an und ich konnte diesem besonderen Schauspiel nicht widerstehen: Die Natur führt sich auf! Ich dachte an Luthers Ausspruch, die Welt ist voller Wunder. Ich war lange nicht mehr im Wald. Mir gingen fast die Augen über. Was ich alles verpasst hatte.

Berauschend und berührend was einem da alles begegnet. Allein die vielen Baumgestalten, vieläugig, knorrig, wirbelig oder grazil mit ihrer lebhaften Mimik im wechselnden Licht- und Schattenspiel auf den Stämmen, dem Raunen und Rascheln der Blätter. Der würzige Duft nach Walderde und leicht zitronige der Wildpflanzen, innig versonnene Gräserpaare, Vogelstimmen und die murmelnde Wasserquelle…

Von einem grünen Thron aus, einem bemoosten Baumstumpf, lausche und überlasse ich mich ihnen. Manchmal knackt es im Unterholz. Etwas Geheimnis und Spannung gehört zu jedem guten Schauspiel. Nein, da lauern keine wilden Tiere oder finsteren Gesellen. Ein Jogger mit verschwitztem Gesicht steht auf einmal mit erhobenen Armen vor mir. Weiter hinten halb im Gebüsch entdecke ich einen urigen Waldgeist aus Holz mit grünem Kautabak im Mund. Ab und an sausen Radler recht schnell den steinigen Abhang am Ausgang des Waldes hinunter, platzen in die Stille. Ich bin gespannt wo ich herauskomme. Ein Pfeil auf einer Lichtung zeigt 4 km bis zur Elbe an, ein anderer 0,8 km bis zur Königsbrücker Straße. Den wähle ich, stehe nach einem schlängelnden, steilen und holprigen Weg auf einem freien Platz, wo zwei Welten aufeinander treffen. Eine geräuschvolle Motorenhalle auf der einen Seite, eine üppige Wildblumenwiese im Glanz der Abendsonne und Vogelgezwitscher auf der anderen Seite. Ich radele am Technopark Nord entlang mit einem großen Strauß Wildblumen. Die Welt ist eben voller Wunder. Bin gespannt aufs nächste Waldschauspiel.

Text + Fotos (lv)

Herzlichen Dank an Petra Schöne vom Atelier Petruschka – Textiles Recycling im Alten Bahnhof Klotzsche, die mir den Weg durch den Prießnitzgrund empfahl und so landete ich unversehens mitten im Wald.

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Offene Gartenpforte Dresden: „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage“

17 Samstag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Genießen, Lebensart, Unterwegs, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar

Im Gartenreich: Adelheid Neupert, Ehemann Frieder und Freund Dieter (vorn im Bild)

Lustvolle Pflanzenformen: Von ihnen lässt sich Adelheid Neupert gern zu ihren sinnlichen Gartengedichten anregen und fotografiert die reizvollen Gewächse auch.

„Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage“

Von der Lust im Grünen zu leben und der Sexualität der Pflanzen erzählt Adelheid Neupert Besuchern in ihrem Bühlauer Garten am bundesweiten „Tag der offenen Gartenpforte“ am 18. Juni. Dann laden von 10 bis 18 Uhr private Gartenbesitzer in Dresden und Umgebung in ihre blühenden Oasen ein. Auch dieses Jahr öffnen viele Garten-Reiche in Dresden und Umland wieder für Besucher – diesmal am morgigen 3. Juni, von 10 – 18 Uhr zum Schauen und Verweilen. In Adelheid Neuperts „Garten der (Ge)lüste“, Reitzendorfer Str. 57 in Bühlau sind erotische Steinskulpturen von Gerhard Männel, eine Foto-Galerie mit Glücks-Bildern des Gartenjahres und eine Ausstellung alter Gießkannen von Matthias Wagner zu sehen. Eine Lesung mit erotischen Gedichten der Gastgeberin gibt es um 15 Uhr.

Hinter der Fensterscheibe kleben Gedichte von Adelheid Neupert aus dem „Garten der Lüste“. „Ich will Grashüpfer im Bauch. Feuer im Wacholderstrauch und Dich will ich (meistens) auch“, steht dort. Ihr Erleben in der Natur hält sie gern in lustvoll augenzwinkernden Versen fest. In ihrem Gartenreich auf der Reitzendorfer Straße 57 in Dresden-Bühlau grünt und blüht es aber nicht nur.

Für sie ist es vor allem ein offener Erlebnisraum im Grünen, in dem Geselligkeit gelebt und mit Musik, Bildern und Poesie verbunden wird. „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage. Er erfordert alles, was selten und kostbar geworden ist: Nämlich Raum, Zeit und Zuwendung“, sagt Adelheid Neupert. „Haus und Garten werten sich gegenseitig auf und sind uns gleichermaßen Kultur- und Lebensraum.“

Ein Wohnraum in der Natur

Schon seit kleinauf wohnt sie hier im Haus ihrer Großeltern, erbaut in den 1930er Jahren innerhalb einer Siedlergemeinschaft mit Garten zur Selbstversorgung, und seit nunmehr 50 Jahren lebt sie hier mit ihrem Mann Frieder. Von Beruf Bauingenieur, konnte sie vieles am Haus selbst erledigen. Ihr Mann hat Elektrotechnik studiert. Nun sind beide im aktiven Ruhestand. „Andere gehen in den Garten, doch wir sind mitten im Garten. Wir brauchen einfach das Draussensein können, und so haben wir auch den Garten werden lassen“, erzählt sie. Den sieht sie als Wohnraum in der Natur. Die Küche öffnet sich an der Südwestecke nahtlos zum Garten.

Das aktivste Prachtbeet, das Gemüsebeet, kann sie ohne Schuhwechsel erreichen. Natürlich gibt es heute keine materielle Notwendigkeit zur Selbstversorgung mehr. „Aber es sind einfach Gipfelgefühle, größer als ein teurer Rosenstrauß, wenn man mir ein frisch geerntetes, tropfnasses Bündel Radieschen, Möhren oder Porree in die Küche reicht“, sagt Adelheid Neupert schmunzelnd. Die Pflanzen werden nicht hinter gerade gezogenen Kanten zurückgehalten. Sie können sich in den Rasen ausbreiten. Fingerhut, Spornblume und Malven können sich selber ihren Platz suchen. „Gepflanztes und Verwildertes mischen sich. Blumen werden fast nie geschnitten und Zimmerpflanzen gibt es kaum“, so Adelheid Neupert. Auf den ersten Blick wirkt der Kulturgarten, der an einem leichten Nordhang liegt, mit seiner weiträumigen Rasenfläche recht leer. Rundherum stehen Büsche und Bäume und ranken leuchtend farbige Blüten. „Ich mag den Rasen auch als optische Ruhefläche, die ich nicht missen möchte wie Pausen in der Musik und wenn die Bäume geheimnisvoll ihre Schatten darauf legen“, so Adelheid Neupert.

Es gibt mehrere Sitzplätze verteilt im Garten, wo man je nach Tageszeit und Licht die Pflanzenpracht genießen kann. Hier fühle sich das Leben ein Stück freier an. Kann sie bestimmen, wer sich hier bewegt. Frühmorgens barfuß den taufrischen Rasen spüren, abends lange draußen sitzen und bei Mondschein noch mal rausgehen.

Ihr Garten entstand aus der Lust, sich in der freien Natur, an der Grenze zur Kultur zu bewegen. Eine Lebensart, die ihre Ursprünge in der Lebensreformbewegung anfangs des 20. Jahrhunderts hat. Mit der Adelheid Neupert sich sehr verbunden fühlt. Neben den Gartengedichten sieht man im Fensterrahmen eine historische Fotografie. Sie zeigt einen bärtigen Mann mit längerem Haar und Stirnband im Adamskostüm beim Ackerbau auf dem „Berg der Wahrheit“ (Monte Verita), aufgenommen 1907 bei Ascona in der Schweiz. Dort siedelte sich unter dem Motto „Zurück zur Natur“ einst mit den Lebensreformern eine Künstlerkolonie an, in der auch Literaten wie Hermann Hesse zeitweise wohnten. Heute ist dort ein Museum. Ein zweites Foto zeigt einen Mann mit Bart in ähnlicher Pose mit Spaten im Bühlauer Garten im Jahr 2017. Adelheids Freund Dieter ist dort regelmäßig zu Besuch seit elf Jahren. Die Aufgaben in ihrem grünen Reich sind klar verteilt. Ihr Mann Frieder gräbt um und pflegt den „Lustacker mit Gemüse“. Während Dieter einen kleinen Steingarten angelegt hat und besondere Gewächse wie selbstgezogene, seltene Kakteen mitbringt und Adelheid hält die Fäden im Gartenreich zusammen. Dort wo etwas Neues blüht und treibt im Steingarten, liegt ein kleines Herz für den Besucher und wandert weiter zur nächsten Pflanze.

Sie schauen sich auch gern gemeinsam schöne Gärten an, vom Botanischen Garten der TU Dresden bis nach Zürich und Ascona. Pfingstrosen und Malven, auch Stockrosen genannt und Allium, langstielige Kugelblumen, sind die Lieblingspflanzen von Adelheid Neupert. Malven sehen nicht nur wunderschön aus an ihren langen Stängeln, sie säen sich auch selber aus. Ihre Blütezeit ist im August. Dichterfürst Goethe liebte Malven besonders, weiß sie. Eine prächtige Allee umwogte sein Gartenhaus in Weimar. Und jedes Jahr am 9. August gab er eine „Große Teegesellschaft“ für Freunde und Bekannte.

Geheimnisvolle Sexualität der Pflanzen

Auf dem Gartentisch bei Neuperts liegt ein prachtvoller Bildband
mit dem Titel „Die geheimnisvolle Sexualität der Pflanzen – Von Blüten und Pollen“ von Rob Kessler und Madeline Harley. Er versammelt  Makrofotografien der Natur aus ungewöhnlichem Blickwinkel. Auf dem Titelbild reckt eine rosa Blüte keck ihre Spitzen in die Höhe. Nein, sie geizen nicht mit ihren Reizen. Ob grazil, glockig, zackig oder üppig rund, die Blumenschönheiten zeigen was sie haben, damit Bienen und Schmetterlinge schnurstracks auf sie fliegen. Um sie mit ihrem betörenden Farbenspiel und wohlduftenden Nektar anzulocken, zu verführen im Blütenrausch und sich von ihnen bestäubt zu vermehren. „Wenn man mit ihnen umgeht, dann möchte man auch mal etwas tiefer eintauchen in die Welt der Pflanzen und wissen, was da vor sich geht. Wie sich weibliche und männliche Teile in der Blüte finden. Die machen es ohne unser Zutun“, sagt Adelheid Neupert. Da gebe es viel Faszinierendes zu entdecken. „Aber etwas Romantisierendes oder ein Liebesleben der Pflanzen gibt es in der Natur nicht. Da geht es nur um die Befruchtung“, ergänzt ihr Freund Dieter.

Dafür blühen und sprießen eine Fülle von Gewächsen in unübersehbar sinnlicher Gestalt, die an weibliche oder männliche Körperformen erinnern, auch in ihrem Garten. Da ist die Kanadische Blutwurz, deren länglich phallusartige Blüte sich aus dem Blatt wickelt oder die Arisaema, deren Blütenkelch weibliche und männliche Formen vereint. Diese und viele weitere Bilder mit Pflanzenporträts, die von der Bestäubung, Befruchtung und Sexualität der Pflanzen erzählen, zeigt Adelheid Neupert in einer Fotogalerie, neben erotischen Skulpturen von Bildhauer Bernhard Männel und der Kakteensammlung von Dieter in ihrem Bühlauer Garten am „Tag der offenen Gartenpforte“ am 18. Juni (10 – 18 Uhr), an dem bundesweit private Gartenbesitzer ihre blühenden Oasen und Gartenhäuser für Besucher öffnen. Diese sind eingeladen zu Rundgängen, Vorträgen, anregenden Gesprächen, Ausstellungen im Freien und Hausmusik mit Kaffee und Kuchen.

Natürlich liest Adelheid Neupert auch ihre sinnlichen Gartengedichte. „Niemals bin ich Massliebchen. Das ist mir zu schwach in den Triebchen. Was sollen Blumen im Korn? Ich mag eher die mit `nem Sporn. Auch finde ich besser die Wicken. Nicht nur, weil sie beim Pflücken nicht knicken“, lässt sie ihrer Garten- und Lebenslust freien Lauf.

Von der Schönheit der Malven war schon Dichterfürst Goethe entzückt, die an seinem Gartenhaus in Weimar prachtvoll Spalier standen. Zur Blütezeit lud er jedes Jahr am 9. August zu einer „Großen Teegesellschaft“ Freunde und Bekannte ein. Im Foto Autorin Lilli Vostry von meinwortgarten.com

Text + Fotos (lv)

www.offene –gartenpforte-dresden.de

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Buchpremiere: „Was willst Du denn auf Island“ mit Ahmad Mesgarha im Kleinen Haus

24 Montag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Musik, Unterwegs

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„Die Naturgewalt ist unsere Apotheke“

Wie schön und einfach das Leben sein kann, wenn man es im Gleichklang der Schritte mit offenem Herzen immer wieder neu erkundet, darüber las und erzählte der Schauspieler, Langstreckenläufer und jetzt auch Buchautor Ahmad Mesgarha am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Kann es ein schöneres Land für einen Schauspieler geben? Die Landschaft ist karg, aber voller Naturwunder und ändert malerisch ihre Farben im Sekundentakt im hell gleißenden Sonnenlicht. Moosbewachsene Felsen, die teils wie Figuren und Gesichter in die Höhe ragen, Wasserfälle, Steppe, Schlammlöcher und die schwarze Lava erinnert an eine Mondwüste. Ahmad Mesgarha war im Land der Elfen und Trolle in Island und hat sich einen Traum erfüllt: „Laufen in unberührter Natur zwischen Gletscher und Steppe. Sieben Tage lang nur Tag in einem Land aus Feuer und Eis!“ Denn neben der Bühne ist der Langstreckenlauf seine Leidenschaft.

Das Laufabenteuer liegt schon eine Weile zurück. Im Juli 2013 flog Mesgarha nach Island. Mit ihm trat noch ein laufverrückter deutscher Tourist, Volkmar, Triathlet und Chef einer Firma in Leipzig an sowie zwei Reiseführer aus Island und Deutschland (von der Agentur „LaufKultTour“ in Ausgburg). Über seine Laufreise – 187 Kilometer durch das Land der Gnome und Geysire hat Ahmad Mesgarha ein Buch geschrieben, erfrischend locker, ehrlich, offenherzig, mit lakonischem Humor, episodenreich, bildhaft anschaulich und mit vielen beeindruckenden Fotografien der geheimnisvoll-schönen Landschaft.

Bei der Buchpremiere „Was willst Du denn auf Island“ (soeben erschienen im Zwiebook Verlag in Dresden – ein Imprint von salomo publishing, 50 S., 12,90 Euro) am Sonntag abend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden steht eine lange Besucherschlange am Eingang. Vorbestellen ging nicht, die Lesung war gratis. Alle sind auf gut Glück gekommen. Und nicht alle finden Platz im Theaterraum.

Mesgarha verspricht die Lesung zu wiederholen. Während er lebhaft, immer noch berührt von dem gewaltigen Erlebnis der Natur und seinen Erfahrungen, liest und erzählt, durchlebt er alles noch einmal und lässt seine Zuhörer ergreifend daran teilhaben. Auf einer Leinwand erscheinen die Bilder aus dem Buch von seiner Reise, die der Musiker Philipp Makolies an der Gitarre mit versonnen-versunkenen, dem beglückenden Gleichklang des Körpers beim Laufen nachempfundenen Tönen begleitet.

Abschließend singen sie gemeinsam den Song „Immer weiter“ zum Buch von Philipp Makolies feat. Ahmad Mesgarha (als kostenloser Download unter http://www.philippmakolies.bandcamp.com)

http://www.salomo-publishing.de

Mehr Text zum Buch folgt

Text + Fotos (lv)

 

 

 

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BilderAlbum: Auf dem Lande

19 Mittwoch Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Über Ostern war ich endlich mal wieder weg. Raus aus dem Großstadttrubel aufs Land. Ich wollte endlich einmal die Osterreiter sehen und sah dabei auch die Landschaft meiner Kindheit in der Oberlausitz wieder. Es lebt keiner mehr dort aus unserer engeren Familie. Mit dem Zug reiste ich zurück in eine andere Zeit, mit jeder Bahnstation rückte sie näher, tauchten Bilder und Erinnerungen auf, pochte das Herz schneller.

Was ich unterwegs erlebte während dieser kleinen Auszeit, was mir am Landleben gefällt, warum es allein auch nicht das Gelbe vom Ei ist und was ich von hier für meinen Alltag in der Großstadt mitnahm, lest Ihr hier.

Die Namen der Orte sind unverändert, die Bahnstrecke ist ausgebaut, es sieht aus wie überall. Ich vermisse die alten Backsteinbahnhöfe, die Kioske mit Zeitungen und Krimskrams und Gaststätten, wo sich Reisende und Einheimische trafen, es immer nach Zigarettenrauch, Essen und Bier roch. Wo wir als Kinder scheu vorbeiliefen, aber doch auch neugierig hinein lugten.

Der Zug nach Kamenz hält nicht mehr in Arnsdorf zum Umsteigen, wir machten gern Witze, wer gleich dort bleiben könnte. Auf dem Bahnsteig standen manchmal ein paar Verrückte aus der nahegelegenen Anstalt, die Ausgang hatten, vor sich hin erzählten, umher liefen und den Zügen nachwinkten. Sie wirkten immer irgendwie traurig und verloren. Ob dort heute noch welche stehen weiß ich nicht. Das Leben ist inzwischen so bunt und verrückt, dass kaum mehr auffällt, wer es tatsächlich ist. Der Zug ist fast leer an diesem Ostersonntag gegen Mittag. Ein kleiner Junge macht als er mich sieht Faxen, versteckt und zeigt sich auf seiner Sitzbank und ich denke an die Zeit als es noch keine Computerspiele, kein Internet und nicht mal Telefon zu Hause gab. Als man sich spontan verabredete auf der Straße, von der Telefonzelle aus zuhause oder Freunde anrief, dass man vorbei kommt oder Zettelchen an der Wohnungstür hinterließ. Das Haus meiner Kindheit, wo meine Oma wohnte mit dem großen Hof mit vielen Winkeln zum Spielen und Verstecken, gibt es nicht mehr. Die ganze Häuserzeile wurde abgerissen, dort ist jetzt ein Parkplatz. Leer und öde wirkt die Fläche.

Ich fühle mich fremd in meiner Heimatstadt. Vertraut sind mir nur die Landschaft und die noch erhaltenen Gebäude von einst rund um den Marktplatz. Meine Jugendfreundin Kathrin holt mich ab vom Bahnhof, wir fahren mit dem Auto über die Dörfer und sehen die Osterreiter in Crostwitz, die gerade eintreffen. Sie reiten um den Friedhof und die Kirche und dann die Dorfstraße hinunter in den Ort, wo die Bewohner, Freunde und Familienangehörige sie schon erwarten, einige grüßen die Osterreiter auf sorbisch. Die Reiterprozession ist feierlich, altehrwürdig, ihr dunkler Aufzug wird aufgelockert durch die farbenfroh mit Blüten und Bändern, schönen Halftern und Schleifen geschmückten Pferde. Zwischendurch halten sie inne und singen hingebungsvoll alte Kirchenlieder. Dann ziehen sie weiter. Und hinterlassen Freude und lächelnde Gesichter.

Wir fahren weiter, begleitet von Sonne und Regen im Wechsel, zu Kathrins Eltern, die auf dem Lande leben. Es werden Ostereier versteckt auf dem Hof für jeden. Ich schaue vom Küchenfenster aus Hühnern und einem Hahn in der Abendsonne in Nachbars Garten zu, die zwischen den blühenden Obstbäumen spazieren und schon bald in ihrem Holzhäuschen mit dem langen Gang verschwunden sind. Die anderen spielen Rommée in der Stube. Während sie das Abendbrot vorbereitet, erzählt Kathrins Mutter, dass es im Ort keine Kirche gibt, auch keine Geschäfte oder Gaststätte. Zum Einkaufen und anderen Anlässen muss man mit Auto oder Bus ein ganzes Stück fahren in den nächst größeren Ort. Einfach mal schnell an der Ecke in den Laden oder zurück laufen, wenn noch etwas fehlt, geht hier nicht.

Der Vater füttert einstweilen die Kaninchen in den selbst gezimmerten Stallgehegen, füllt Gras, Heu und Wasser auf. Früher hatten sie auch ein Schwein und noch mehr Hühner, erzählt er. Die Kaninchen haben keine Namen, sie werden als Nutztiere gehalten und je nach Bedarf auch verzehrt. Bei unserer Oma gab es sonntags manchmal auch Kaninchen. Doch die sahen wir nicht lebend. Wenn ich diesen hier in die Augen schaue, könnte ich sie nicht mehr essen. Vielleicht wenn ich keine andere Wahl hätte.

Als ich die Kaninchen anfassen und streicheln will, ziehen sie sich scheu in eine Ecke zurück. Sie mümmeln friedlich vor sich hin und wissen nicht was auf sie zukommt. Wir Menschen ja auch nicht. Im Unterschied zu den Tieren machen wir uns aber immerzu Gedanken darum, was ist und sein könnte, was fehlt und was wir uns wünschen. Betrachte ich sie aber nur in diesem Moment, sehen sie einfach nur zufrieden und glücklich aus.

Auf dem Land vergeht die Zeit anders, sie dehnt sich mit der Weite der Felder und des Himmels. Plötzlich hab ich alle Zeit der Welt, während ein Tag in der Stadt oft schnell um ist, angefüllt mit Erledigungen und dem Gefühl, nie alles zu schaffen.

Letzten Sonntag vor Ostern erst sind Kathrin und ich uns in Dresden zufällig über den Weg gelaufen. Wir stammen nicht nur aus der gleichen Gegend und kennen uns schon lange, sondern sind beide seit vielen Jahren auch Journalistinnen mit Leib und Seele. Sie als Redakteurin bei der SZ in Großenhain, ich freiberuflich für verschiedene Redaktionen. Sie hatte sich die Ausstellung „Macht und Mode“ im Residenzschloss angesehen und wollte gerade zum Bahnhof, ich schnell in den Supermarkt und dann zu einer Theaterpremiere. Es blieb nur Zeit für ein kurzes Hallo. Weg waren wir.

In der Stadt ist viel Abwechslung und Ablenkung, auf dem Land, in der Natur finde ich die ersehnte Ruhe und Klarheit, wird der Blick fürs Wesentliche wieder gestärkt. Nur noch das zu tun, was einem gut tut und wirklich Freude bereitet. Das ist bei mir nun mal hauptsächlich das Schreiben. Wird aber immer schwieriger davon zu leben angesichts der derzeitigen Umbrüche und Einsparungen in der Medienlandschaft. Daher hab ich seit über einem Jahr meinen wortgarten-Blog eingerichtet, um etwas Eigenes aufzubauen. Mit erfreulich wachsender Leserschar und fast 17 000 Aufrufen jetzt schon. Aber leider noch keinen Einnahmen. Ich hab mal überlegt,  wenn jeder Leser für seinen Lieblingstext im wortgarten nur einen symbolischen Euro (darf gern auch mehr sein) überweist auf das Blog-Spendenkonto, das am Seitenrand steht neben den täglich neuen Beiträgen, wäre mir schon sehr geholfen. Da geht doch was oder?

Ich werde auch weiter fleißig wortgärtnern mit immer neuen besonderen Kulturgewächsen.

Ich übe mich ebenso darin, mich an einfachen Dingen zu erfreuen, räume gerade innen und außen gründlich auf, will mir Wohlfühlinseln im Alltag einrichten. Die in Kathrins Garten überall zu finden sind. Wie das kleine Tonkamel mit Laterne vor der urigen Laube, filigrane Vogelwesen im Gras, knorrige Baumfiguren und der kleine Teich mit den sich aalenden Zipfelmützen. Wir haben außerdem Rehe im Stadtpark in Großenhain gesehen und ein Storch flog vor unseren Augen vorbei. Hier auf dem Land gibt es noch viele freie Gärten, sagt Kathrin, während sie in der Stadt rar sind. Doch die Jobs und das Kulturangebot sind eben dort und am liebsten würde man alles nebeneinander haben. Doch alles ist nie beisammen. Leider.

Dafür kann man kann sich hin und wieder Auszeiten gönnen und auch in der Stadt nach Orten Ausschau halten, wo man beides verbinden kann. Grüne Oasen mit Möglichkeiten zum Kreativsein, Selber gestalten und Genießen wie urbane Gartenprojekte oder den internationalen Golgi Park hinter dem Festspielhaus Hellerau. Dort war ich noch nie.

Diesen Donnerstag abend (20.4., 20 Uhr, Frauenkirche, Eintritt frei) wollen ich und Kathrin zusammen zur Lesung mit Hans-Joachim Maaz aus seinem neuen Buch „Das falsche Leben: Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“. Es geht darum, was uns daran hindert das Leben zu führen, das wir wollen und uns erfüllt.

Text + Fotos (lv)

Herzlichen Dank an Kathrin Krüger-Mlaouhia und ihre Familie für die schöne Zeit.

Im Garten von Kathrin

Im Stadtpark Großenhain

Balkon als Bühne: Kathrins Sohn Danny (14) zaubert (auch auf Youtube unter dem Namen Creepy hd) und spielt gern Theater. Er spielt den Bösewicht Balor im Märchenstück „Arkadien“ der Spielbühne Großenhain im Alberttreff und in der Inszenierung „In Gottes eigenem Land“ an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul an der Seite von Gojko Mitic einen Häuptling der Sasqueaner und einen Bewohner eines Indianerdorfes. Die Premiere ist dort am 29.4. und die Matinee zur Aufführung am 23.4. um 15 Uhr.

Zeit zum Genießen bei Kathrin auf dem Land: Lilli Vostry von meinwortgarten.com

Wieder zu Hause

 

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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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