Kraftvolle Klangfarben – Klavierkonzert mit Peter Rösel im Kulturpalast

  

Ausbruch aus dem funkelklaren Wohlklang

Lange Warteschlange und verspäteter Konzertbeginn waren weniger schön. Dafür begeisterte der bekannte Dresdner Pianist virtuos, vital und spielfreudig am Dienstagabend im neu gestalteten Konzertsaal im Kulturpalast.

Es war ein wunderbarer Klavierabend mit Peter Rösel am Dienstag abend im Kulturpalast. Etwas irritierend jedoch der Beginn. Der Run und das Gedränge vor der einzig geöffneten Abendkasse an diesem an sich schon sehr bewegenden Reformationstags-Jubiläum. Das Konzert begann mit 15 Minuten Verspätung. Die Veranstalter zeigten sich „überrascht vom Ansturm auf das Konzert“ und verwiesen, wenig charmant, darauf, die Zuschauer sollten sich doch eher im Vorverkauf die Karten besorgen. Das an dem Abend zu wenig Personal auch an der Garderobe stand, war allerdings nicht zu übersehen.

Um so mehr zog dann der bekannte und international gefragte Dresdner Pianist sein Publikum mit seinem dynamischen, energiegeladenen und fein nuancierten Spiel in Bann. Er spielte weniger bekannte, gefühl- und wandlungsreiche Sonaten von Beethoven und Schubert in diesem von Vienna Classic präsentierten Konzert. Galant, souverän und ohne Umschweife setzte Rösel sich nach kurzer Verbeugung unter herzlichem Beifall ans Klavier und legte los. Offensichtlich sehr angetan von dem neuen, hellen Konzertsaal mit seiner hervorragenden Raumakustik und Klangerlebnis auf allen Plätzen, zeigte der inzwischen 72-jährige Musiker sich bei seinem ersten Auftritt seit längerem an diesem Ort ebenso virtuos, vital wie spielfreudig. Rösel beeindruckte mit seinem verinnerlichtem Spiel ohne Noten im steten Wechsel von zarten und kraftvollen, warmen, tiefen, hellen und dunklen Tönen.

Mal sprang eine Hand übermütig über die andere, wie im Dialog zur anderen, als höre Rösel sich selber zu, mal schwebte sie leicht über den Tasten. Mal wirbelten beide Hände temporeich, vorwärts treibend. Zwischen den Stücken hielt er kurz inne und seine Hände fest als könnten sie nicht stillstehen.

Es war aber keinesfalls nur Musik zum Zurücklehnen oder Entspannen, vielmehr der wache, mitgehende, sich einlassende, nicht nur unterhalten lassende Zuhörer gefragt, was den Genuss nicht schmälert. Auffällig viele Klangfarben und Kontraste bestimmten dieses Programm. Von der schwungvollen Beethoven-Sonate Nr. 7 D-Dur op. 10/3 bis zu seiner immer wieder aus dem sanft fließenden, harmonischen Klangfluss ausbrechenden, expressiven Sonate Nr. 31 As-Dur op. 110. Mit einer Wucht wie Donnerschlägen als rufe einer immer wieder um Gehör. Vergeblich.

Nach der Pause gab es dann eine noch gesteigert gefühlsintensive, längere Sonate von Franz Schubert in A-Dur D 959. Auch hier wurde der Zuhörer schon nach kurzem wieder aus dem funkelklaren Wohlklang gerissen durch unruhig  pulsierende Passagen und kurz und heftig angeschlagene Klänge wie ein ergreifend schmerzliches Aufbegehren, Hin und Her Geworfensein in der Welt und mit sich selbst. Dazwischen zaghaftes Tasten und Suchen, kurz abbrechende Töne, Leere und Weiterspiel als Selbstvergewisserung, um dem Ringen nach Schönheit und Wahrhaftigkeit Ausdruck zu geben. Nicht alle hielten bis zum Schluss bei diesem anspruchsvollen, wenig romantischen Klavierabend aus. Dennoch gab es reichlich Beifall und auch Bravos nach anderthalb Stunden Konzert für Peter Rösel, ließ ihn das Publikum erst nach drei Zugaben von der Bühne.

Lilli Vostry von meinwortgarten.com

Text + Fotos (lv)

Ausstellung „Tierisch beste Freunde – Über Haustiere und ihre Menschen“ im Hygiene-Museum Dresden

Sie bellen, schnurren, murren, knurren, halten uns auf Trab und beflügeln uns… Es gibt viele Gründe mit Tieren zu leben. Warum sie den Menschen brauchen und umgekehrt, davon erzählt eindrucksvoll diese Ausstellung.

Tier-Memory: Wer passt zu wem?

Museumsdirektor Klaus Vogel in der Ausstellung

Vogelkäfigaquarium

Warum hält der Mensch Tiere und wie halten sie uns aus? Davon erzählt aufschlussreich, kritisch und humorvoll die neue Ausstellung „Tierisch beste Freunde – Über Haustiere und ihre Menschen“ im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (noch bis 1. Juli 2018 zu sehen).

Sie regt die Besucher – ob sie nun selbst mit Tieren zusammenleben oder nicht – mit einer Fülle von Exponaten aus Geschichte und Gegenwart zum Nachdenken und auch Schmunzeln über diese besondere Beziehung mit allen Kontrasten, Für und Wider, an. Immerhin leben in einem Drittel der deutschen Haushalte derzeit rund 30 Millionen Hunde, Katzen, Hamster oder andere Tierarten. Für die ihre Besitzer vier Milliarden jährlich allein für Futter ausgeben. Das schafft Zuneigung und Bindung auf beiden Seiten, sagt aber noch wenig über das Verhältnis, wie es den Tieren und ihren Menschen und umgekehrt wirklich geht.

Ich sehe seit dem Ausstellungsbesuch meine Katze „Lola“ mit anderen Augen an. Wer bestimmt hier wen? Und wie weit lasse ich sie – ihrem natürlichen Instinkt folgend – gewähren und was ist sie mir eigentlich alles?? Und um es gleich zu sagen, ich sehe mich nicht als ihr „Personal“ oder nur „Dosenöffner“…

Mehr Text zur Ausstellung folgt.

Zur Ausstellung erschienen zwei wissensreiche und schön gestaltete Bücher: „Tierisch beste Freunde“ (in der Reihe: Fröhliche Wissenschaft, Matthes & Seitz, Berlin, 160 S., 10 Euro) und „Haustiere – Unsere nahen und doch so fremden Begleiter“ von Josef H. Reichhholf (Matthes & Seitz, Berlin, 200 S., 28 Euro)

Außerdem gibt es ein Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Diskussionen und Lesungen unter dem Motto: „Ein Leben ohne Mops? Warum wir mit Tieren leben“.
Zum Auftakt dieser Veranstaltungsreihe findet am 14.11., 19 Uhr eine Lesung mit Gespräch unter dem Titel: „Tiere denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ mit Prof. Richard David Precht, Buchautor und Philosoph im Hygienemuseum am Lingnerplatz statt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di – So und Feiertage von 10 – 18 Uhr, am 24. und 25.12. und 1.1. geschlossen

http://www.DHMD.de

Wahrnehmen aus der Vogel-Perspektive

Premiere Dinner for one in der Comödie Dresden

Fotos: Robert Jentzsch

Reichlich komisches Verführungsspiel

Das Geheimnis des berühmten „Dinner for one“ mit Miss Sophie, Butler James und ihren abwesenden, gleichwohl für sie gedeckten Gästen ergründet frei nach dem Kult-Fernsehsketch eine Inszenierung in der Comödie Dresden.

Sie sind ein rätselhaft-komisches Paar: Der Butler James, der am festlichen gedeckten Tisch nach immer gleicher Prozedur die Dame des Hauses Miss Sophie bedient, mit ihr auf die vier abwesenden Gäste anstößt und dabei immer wieder über das Tigerkopffell stolpert. Doch warum kommen sie nicht mehr und wieso besteht Miss Sophie dennoch auf dieses seltsame Ritual? Steckt ein Kriminalfall mit Eifersuchtsdrama dahinter? Das Geheimnis von „Dinner for one“ versucht die Komödie von Autor und Regisseur René Heinersdorff nach dem berühmten, alljährlich ausgestrahlten Silvester-Fernsehsketch von Freddie Frinton zu ergründen.

Die Premiere war am Freitagabend in der Comödie Dresden. Der Reporter Björn und die Fotografin Leni gelangen auf der Suche nach einer heißen Story ins altehrwürdige Haus der legendären Miss Sophie, um herauszufinden, was Millionen von Fans bisher nur erahnen konnten. Sie fragen sich, was sich hinter den bekannten zehn Fernsehminuten abgespielt haben könnte. Leni findet stolpernd unter der Treppe alte Briefe und eine ominöse Geburtsurkunde. Das lässt reichlich Raum für Wahrheitsfindung ebenso wie für wilde Spekulationen und pikante Überraschungen, wie es gewesen sein könnte.

Witzig-wandlungsreich, voller Situationskomik, frivoler Dialoge und schwarzem Humor kam die Inszenierung „Dinner for one“ auf die Bühne. Dorothea Kriegl als elegant-raffinierte Miss Sophie und Leni und Christian Kühn in der Rolle als Butler James und weiterer männlicher Verehrer steigern sich von Szene zu Szene und parodieren als Höhepunkt des Abends die Dinner-Zeremonie mit ihrer starren Etikette köstlich absurd und galant-süffisant, ohne den Zauber zu zerstören.

Miss Sophie versteht es den Männern den Kopf zu verdrehen und den schönen Schein zu wahren. Christian Kühn erfüllt als Butler und alter, immer noch verliebter Narr, standhaft das Tigerfell bezwingend, all ihre Wünsche und spielt obendrein seine vier Nebenbuhler  – den zackigen Admiral von Schneider, den kauzigen Exgatten und Erfinder Sir Toby, den zwielichtigen Makler Mr. Winterbottom und den Dandy Pommerey – mit umwerfend komischem Stimm- und Körpereinsatz in flottem Kostüm- und Perückenwechsel, schnellen Auf- und Abgängen, über und unter dem Tisch spielend. Reichlich Applaus für einen vergnüglich sinnenfroh, beschwipsten Abend.

Nächste Vorstellungen: 29.12. bis 14.1.2018

http://www.comoedie-dresden.de

 

Company – Das Großstadt-Musical aus New York feiert Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Der Traum von Liebe und Freiheit in der modernen Welt

Das Musical Company von Stephen Sondheim, uraufgeführt am Broadway, feiert in der deutschen Fassung von Michael Kunze heute abend, den 27. Oktober, um 19.30 Uhr Premiere in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Die Großstadtkomödie des genialen Musicalkomponisten Stephen Sondheim ermöglicht  einen satirischen Blick hinter die Fassaden von New York. Konfrontiert mit all den Beziehungsgeschichten seiner Freunde stellt sich für den Junggesellen Robert die Frage: Trotz Bindungsangst eine Ehe wagen oder doch lieber frei bleiben?

Das preisgekrönte Musical ≪Company≫ von 1970, ein frühes Werk des überaus erfolgreichen Komponisten Stephen Sondheim, das mit seinen scharfzüngigen Dialogen an die Filme von Woody Allen erinnert, ist eine amerikanische Grosstadtkomödie. Die humorvolle Show mit den bekannten Songs ≪Another Hundred People≫, ≪The Ladies Who Lunch≫ oder der Hymne ≪Being Alive≫ stellt im Zuge der Flower-Power-Bewegung das klassische Ehemodell zur Diskussion und philosophiert augenzwinkernd über die Vor- und Nachteile der freien Liebe:

In Manhatten lebt Robert allein, da er wechselnde Freundinnen einer festen Bindung vorzieht. Zu seinem 35. Geburtstag wird er jedoch von seinen Freunden mit einer Party überrascht, bei der man ihm endlich ≪die Richtige≫ wünscht.

Diese Party bildet den Rahmen des Musicals, das Robert mit den verschiedenen Beziehungsgeschichten seiner Freunde konfrontiert, die bereits verheiratet sind –wenn sie nicht schon wieder in Scheidung leben. Und je nachdem, in welcher Lebenslage sich die Freunde samt Frauen gerade befinden oder mit welcher Lebenslüge sie kämpfen, fallen die Ratschläge für Robert natürlich widersprüchlich aus: Soll er lieber frei bleiben mit viel Zeit für seine Freunde oder trotz Bindungsangst eine Ehe wagen?

EHRLICH GESAGT, WOLLTE ICH ERSTMAL EIN WENIG SPASS HABEN, BEVOR ICH VERPFLICHTUNGEN EINGEHE. (ROBERT)

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen unter der Leitung von Hans-Peter Preu. Die Inszenierung und Ausstattung übernahm Sebastian Ritschel und die Choreografie Till Nau. Konzeptionelle Mitarbeit: Ronny Scholz und Dramaturgie: Gisela Zürner.

Text + Foto: LB

 Weitere Termine:

So., 29.10., 19.00 Uhr; Di., 31.10. , 19.00 Uhr; Sb., 4.1.;19.30 Uhr; Do., 9.11., 19.30 Uhr;
Fr., 8.12.,19.30 Uhr; Fr., 15.12.; 20.00 Uhr; Di., 26.12.,19.00 Uhr in den Landesbühnen Sachsen

 

Bühne frei für „Fast Forward. Europäisches Festival für junge Regie“ am Staatsschauspiel Dresden

Foto: „Die große Krise“ von helium; Szenografie: Lukas Sander/ Co-production with the: Kaserne Basel

Foto: IT DOES HAPPEN SOMETIMES.
THE CASE OF „THE BALD SOPRANO,
BY EUGÈNE IONESCO“ von  Marilena Katranidou

Foto: Horses von Tom Müller (inspiriert von Patti Smith); Production: Thomas Bernhard Institut für Schauspiel und Regie, Universität Mozarteum Salzburg

Junge Theatermacher aus ganz Europa in Dresden

In acht Aufführungen kommen neue, frische Handschriften und vielfältige Blicke auf die Welt von heute auf die Bühne. Eine internationale Jury zeichnet die beste Inszenierung aus mit Einladung für eine neue Produktion.

Die erste Dresdner Ausgabe von „Fast Forward. Europäisches Festival für junge Regie“ ist vom 2. bis 5. November zu erleben. Mit acht Gastspielen aus Belgien, der Schweiz, Griechenland, der Tschechischen Republik, Bulgarien, Polen und Österreich holt das Staatsschauspiel Dresden erstmals den europäischen Regienachwuchs nach Dresden.

Initiiert vom neuen Intendanten des Staatsschauspiels Dresden Joachim Klement und kuratiert von Barbara Engelhardt, findet diese einmalige Plattform für Nachwuchsförderung im europäischen Theater ab jetzt jährlich am Staatsschauspiel statt.

Fast Forward ist jedes Jahr voller Überraschungen, weil es uns die kulturelle Vielfalt und Unterschiedlichkeit Europas in den künstlerischen Ansätzen und Themen junger Theaterschaffender aus den jeweiligen Ländern zeigt,  das ist eine große Freude“, so Joachim Klement.

Mit dem Fast-Forward-Preis trägt eine internationale Festival-Jury dafür Sorge,  dass eine*r der Regisseur*innen in der folgenden Spielzeit für eine neue Inszenierung an das Staatsschauspiel Dresden zurückkehrt.

Ein Grundgedanke von Fast Forward war von Anfang an der Blick über den Tellerrand und die Nachhaltigkeit. Das Festival schafft neue europäische Arbeitsbeziehungen und die Möglichkeit, dass Publikum wie Ensemble des Staatsschauspiels eine*r/m der eingeladenen Regisseur*innen im Rahmen einer neuen Inszenierung in Dresden noch einmal begegnen.“, so Barbara Engelhardt.
Im Rahmenprogramm, das u. a. Studierende verschiedener europäischer Theaterhochschulen nach Dresden einlädt, kooperiert Fast Forward mit dem Studiengang Bühnen- und Kostümbild der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 

 Zwei der acht Festival-Gastspiele werden im Labortheater der HfBK in der Günzstraße gezeigt. Weitere Spielstätten sind neben dem Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden, das zugleich Festivalzentrum ist, Semper Zwei und das Studentenwohnheim in der Borsbergstraße. Gemeinsam mit den Partnern Studentenwerk Dresden, Semper Zwei und HfBK entsteht so ein kompakter innerstädtischer Festival-Parcours.

Die Dresdner Erstausgabe von Fast Forward findet mit maßgeblicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden statt. „Im November, wenn sich junge Theatermacher aus ganz Europa treffen, wird Dresden zu einer großen Bühne für Dialog und Disput, für Ästhetik und Reflexion“ so Andreas Rieger, Unternehmenssprecher der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. „Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostsächsischen Sparkasse Dresden ermöglichen gemeinsam, dass dieses wichtige Festival in Dresden Fuß fasst und sich als neues Format des kulturellen Austauschs in unserer Stadt etabliert. Dafür wünschen wir den Machern des Festivals allen erdenklichen Erfolg!“

Text+ Fotos: Staatsschauspiel Dresden

Infos zum Programm unter  www.staatsschauspiel-dresden.de

Hello Rudi! – Ausstellung von Peter Herrmann in der Galerie Ines Schulz

Foto: der in Berlin lebende Künstler Peter Herrmann zur Ausstellungseröffnung mit dem Titel „Hello Rudi!“ in der Galerie Ines Schulz in Dresden.

Malerei von Peter Herrmann zeigt derzeit die Galerie Ines Schulz am Obergraben 21 in Dresden.

Peter Herrmann ist in diesem Jahr 80 geworden.  Man glaubt es kaum. Der einstige Strawalde-Schüler arbeitet noch immer in expressivem Duktus und klarer Formsprache. Seine Lust an Farben ist bis heute ungebrochen. Peter Herrmann bringt das Wesentliche auf den Punkt, ohne akribisch zu sein. Er malt, was er zeigen will – ohne malerische Schlenker, ohne thematische Umwege und dabei stets mit einem Augenzwinkern.

Die Ausstellung, zu der auch ein Katalog erschien, ist noch bis 18. November zu sehen.

Text + Foto: Galerie Ines Schulz

Geöffnet: Mo – Fr 11 – 19 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr sowie nach Vereinbarung

Rumänien als Literaturland auf der Leipziger Buchmesse

Romania. Zoom in

Rumänien ist das Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2018. Ein Programm-Ausblick.

Die Veranstalter von Rumänien – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2018 haben kürzlich auf der Frankfurter Buchmesse einen ersten Programmausblick gegeben. Rumänien, mit 20 Mio. Einwohnern das zweitgrößte Land im Osten der EU, möchte sich in Leipzig als Literaturland zeigen, das tief in der europäischen Kultur-Tradition verwurzelt ist und eine große Vielfalt zeitgenössischer wie klassischer literarischer Werke vorzustellen hat: Rund 30 Neuübersetzungen werden zur Leipziger Buchmesse erscheinen, viele von international bekannten Autorinnen und Autoren, sowie vier Anthologien mit Texten junger Schriftsteller, die erstmals ins Deutsche übersetzt werden. Über 30 rumänische Autorinnen und Autoren kommen zum Gastland-Auftritt nach Leipzig, der vor dem Hintergrund eines Jubiläums stattfinden wird: 2018 feiert Rumänien die 100. Wiederkehr der Gründung des modernen rumänischen Staates.

Lucian Romaşcanu, Kulturstaatsminister von Rumänien, hob hervor: „Wer zur Leipziger Buchmesse 2018 kommt, wird Zeuge eines wahren Booms rumänischer Literatur auf dem deutschen Buchmarkt: repräsentative Autoren, hochwertige Übersetzungen, bestangesehene deutsche Verlage! Und das ist erst der Anfang einer schönen Freundschaft zwischen unseren Buchmärkten. Ein Anfang, der in ein für unser Land symbolträchtiges Jahr fällt, da wir 100 Jahre seit der Entstehung des vereinigten Rumänien feiern.“

„Zur Leipziger Buchmesse 2018 werden wir einmal mehr ein Land lesen lernen. Ich freue mich schon jetzt sehr auf den Auftritt Rumäniens“, so Buchmessedirektor Oliver Zille. „Ich wünsche mir, dass die großartige Literatur beim Fachpublikum neues Interesse weckt und spannende Verbindungen entstehen lässt – und, dass unsere Besucher ein neues Land entdecken und lieben lernen. Die Länderauftritte der letzten Jahre haben gezeigt: Wenn Literatur sich stellvertretend für eine ganze Kultur auf der Leipziger Buchmesse präsentiert, begeistert das nicht nur unsere Messebesucher, sondern die ganze Stadt.“

Die Verbindung zwischen Rumänien und Deutschland ist historisch tief verwurzelt – Klausenburg, Hermannstadt in Siebenbürgen sind Städte, die von Deutschen vor über 850 Jahren aufgebaut und geprägt worden sind. Auch in Bukarest gibt es Spuren, die von der traditionellen Beziehung beider Länder zeugen: Im alten Handelsviertel, dem heutigen Szeneviertel der Stadt, befindet sich die Lipscani Straße, die Leipziger Straße.

S.E. Emil Hurezeanu, Botschafter von Rumänien in Deutschland führte aus: „Zwischen Bukarest und Leipzig gibt es lange Kultur- und Handelsbeziehungen. Kaufleute aus Deutschland stiegen schon im Mittelalter unterwegs zwischen Leipzig und dem Orient in Bukarest ab. Die Lipscani-Straße zeugt noch heute davon und ist ein Synonym für Handel und Wandel im Viertel des alten Hofes der Walachei-Prinzen. – Heute bauen wir gemeinsam am ‚Haus Europa‘. Das bedeutet vor allem Meinungsfreiheit in einem Rechtsstaat: eine Arena, die auch für Kulturschaffende angemessen ist! Zahlreiche rumänische Schriftsteller der jüngeren Generation begreifen sich mittlerweile als europäische, ja eigentlich globale Autoren, die auf Rumänisch schreiben.“

Mirel Talos, Vizepräsident des Rumänischen Kulturinstituts, erklärte: „Das Rumänische Kulturinstitut trägt durch vielfältige Projekte dazu bei, den deutsch-rumänischen Kulturaustausch zu fördern. Ein Zeichen dafür sind die zahlreichen deutschen Übersetzungen rumänischer Autorinnen und Autoren, die vom Nationalen Buchzentrum (als Teil des Rumänischen Kulturinstituts) finanziell gefördert worden sind. 2018 wird Rumänien als Ehrengast der Leipziger Buchmesse dem deutschen Publikum die rumänische zeitgenössische Literatur und einige seiner prominentesten Literaten näherbringen. Wir hoffen sehr, dass die beiden Länder ihre kulturellen Beziehungen in den kommenden Jahren noch vertiefen und die rumänische Präsenz im deutschsprachigen Raum weiter an Sichtbarkeit gewinnt.“

In Frankfurt wurden erste Autorinnen und Autoren genannt, die mit Neuerscheinungen zur Leipziger Buchmesse 2018 kommen: Dazu gehören die mehrfach preisgekrönte Schriftstellerin und Journalistin Gabriela Adameșteanu und der in Rumänien gefeierte, erstmals mit einem Roman ins Deutsche übersetzte Ștefan Agopian. Filip Florian ist dabei mit seinem neuen Roman „Die Tage des Königs“ (Matthes & Seitz), ebenso kommen der Schriftsteller und Drehbuchautor Florin Lăzărescu sowie der rumänisch-französische Autor und Journalist Matei Vișniec mit seiner Neuerscheinung „Theater“ (PalmArtPress). Varujan Vosganian, Politiker, Romanautor und Lyriker armenischer Abstammung, dessen Bestseller „Buch des Flüsterns“ (2013) international große Beachtung fand, wird in Leipzig den neuen Erzählungsband „Als die Welt ganz war“ (Zsolnay Verlag) vorstellen.

Außerdem kommen Schriftstellerinnen und Schriftsteller der jüngeren Generation nach Leipzig, deren Bücher, Gedichte oder Erzählungen aus Anlass des Leipziger Gastland-Auftritts das erste Mal ins Deutsche übersetzt werden: Lavinia Braniște, Lyrikerin und Prosaistin ist darunter, oder Catalin Mihuleac mit seinem Roman „Oxenberg und Bernstein“ (Zsolnay Verlag), der von der Ermordung tausender Juden durch rumänische Regierungstrupps mit deutscher Mithilfe in Iasi 1941 handelt.

Auch rumänische Klassiker werden in Leipzig mit Neuübersetzungen vertreten sein: Ion Luca Caragiale (1852-1912), der als bedeutendster Dramatiker Rumäniens gilt und als Begründer des komischen Theaters, zudem der Schriftsteller, Dramatiker und Direktor des Nationaltheaters Bukarest Liviu Rebreanu (1885-1944) sowie Lucian Blaga (1895-1961), vielfach preisgekrönter rumänischer Philosoph, Dichter, Wissenschaftler und Diplomat.

Mit Blick auf die Präsentation des Literaturlands Rumänien in Leipzig resümiert Schriftsteller und Drehbuchautor Florin Lazarescu: „Es vermittelt ein Gefühl der Sicherheit, wenn man als Gastland in Leipzig auftreten darf. Lesen Sie, welchen Autor Sie wollen, aber machen Sie sich klar: Erhielten Vertreter einer außerirdischen Zivilisation durch Zufall Zugang zu 20 bis 30 in den letzten zwanzig Jahren geschriebenen rumänischen Titeln, könnten sie daraus alles über Beziehungen, Emotionen und Auseinandersetzungen auf unserem Planeten erfahren – nur säßen sie möglicherweise einem Irrtum auf und würden meinen, die Rumänen seien der Nabel der Welt.“

Neben den Novitäten-Präsentationen sind zur Leipziger Buchmesse und zum Festival Leipzig liest Begegnungen mit weiteren renommierten Schriftstellern, mit Historikern, Soziologen und Illustratoren geplant sowie Debatten zu Zeitgeschichte und Literatur. Es soll eine Nacht der rumänischen Poesie geben sowie eine Fotografie-Ausstellung: Der Berliner Fotograf Marc Schröder zeigt Bilder Überlebender der deportieren deutschen Minderheit Rumäniens. Im Lichtspieltheater UT Connewitz ist bereits im Vorfeld der Messetage eine ganze Woche dem neuen rumänischen Film gewidmet.

Text: Julia Lücke/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Nähere Informationen zu den neuen deutschen Übersetzungen rumänischer Literatur gibt es unter http://www.cultura.ro

Rumänien – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2018 wird veranstaltet vom Rumänischen Ministerium für Kultur und dem Rumänischen Kulturinstitut sowie der Leipziger Buchmesse in Zusammenarbeit mit TRADUKI, mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland und das Goethe-Institut Bukarest.

 

Erster Solo-Klavierabend mit Peter Rösel im neuen Kulturpalast

Foto: Koichi Miura

Der Dresdner Pianist Peter Rösel gestaltet den ersten Solo-Klavierabend im neuen Konzertsaal im Kulturpalast Dresden. Er spielt Sonaten von Beethoven und Schubert am 31. Oktober, um 19.30 Uhr.

Den ersten Solo-Klavierabend im kürzlich nach umfangreicher Sanierung wiedereröffneten Kulturpalast Dresden wird der Dresdner Pianist Peter Rösel gestalten – präsentiert von Vienna Classic. Am 31. Oktober 2017 erklingen im neuen Konzertsaal der Dresdner Philharmonie drei Klavier-Sonaten von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Rösel betritt damit akustisches Neuland, kehrt aber zugleich an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Bereits zur Eröffnung des Kulturpalastes am 7. Oktober 1969 saß Peter Rösel am Konzertflügel. Die erste Musik, die damals hier erklang, war das von ihm gespielte Klaviersolo der Chorfantasie von Ludwig van Beethoven. Bis zur sanierungsbedingten Schließung absolvierte Rösel rund 70 Auftritte im „Kulti“. An einige Konzerte erinnert sich der heute 72-Jährige besonders gern. Da wäre zum einen das letzte Konzert in Dresden von Rudolf Kempe 1976 mit der Sächsischen Staatskapelle und Werken von Richard Strauss und Joseph Haydn. Unvergessen ist auch die Aufführung von Bela Bartoks Konzert für zwei Klaviere und Orchester mit dem amerikanischen Pianisten Malcolm Frager, der Sächsischen Staatskapelle und ihrem damaligen Dirigenten Hiroshi Wakasugi. Oder die Aufführung von Sergei Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 3 mit Günther Herbig und der Dresdner Philharmonie sowie das Schumann-Konzert unter Dmitri Kitajenko ebenfalls mit den Dresdner Philharmonikern.

Für den ersten Solo-Klavierabend im neuen Konzertsaal des Dresdner Kulturpalastes hat Peter Rösel „drei Spitzenwerke der Wiener Klassik“ ausgewählt. Eingang ins Programm gefunden hat unter anderem Ludwig van Beethovens vorletzte Sonate op. 110, die – zutiefst philosophisch angelegt – einen deutlichen Kontrast zum spielfreudigen Jugendwerk Sonate Nr. 7 D-Dur op. 10 Nr. 3 bildet. Mit diesem – aus seiner Sicht zu Unrecht eher selten aufgeführten – Werk eröffnet Rösel das Konzert am kommenden Dienstagabend.

Nach Beethovens Sonate Nr. 31 As-Dur folgt zum Abschluss Franz Schuberts ebenfalls vorletzte und sehr umfangreiche Sonate A-Dur D 959 – in Rösels Augen ein „Ausnahmewerk, dessen langsamer Satz ein Psychodrama mit Gefühlsausbrüchen beschreibt, wie sie wohl erst Gustav Mahler wieder gedacht hat. Mir liegt gerade dieses Stück außerordentlich am Herzen und ich hoffe, damit Interesse beim Zuhörer zu wecken“, sagt der Pianist.

Text: Uta Schirmer

Programm

Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 7 D-Dur op. 10 / 3

Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Franz Schubert
Sonate A-Dur D 959

Tickets gibt es im Vorverkauf
beim Ticketservice im Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 1,
unter Telefon 0351/4866866 oder
per E-Mail an ticket@dresdnerphilharmonie.de
sowie an der Abendkasse im Kulturpalast Dresden (eine Stunde vor Konzertbeginn).

 

 

Ausstellung „Poetische Orte“ im Lügenmuseum Radebeul

Eine Reise zu fantastischen Orten

Besondere Kunst- und Experimentierräume stellt die neue Ausstellung “Poetische Orte – Künstler, ihre Museen und Institutionen“ im Lügenmuseum vor.

Auf einer Staffelei steht eine Serie mit Porträts der berühmten „Mona Lisa“. Auf  jedem Bild schaut und lächelt sie anders. Mit wenigen Pinsel- und Farbstrichen schaffen dies die Malschüler der „Kunstschule Panketal“ von Rose Schulze, einer Berliner Malerin, die sich seit längerem außerdem mit multimedialer Bildsprache beschäftigt. Originelle Gemälde und Postkarten, die von eigenartigen Kreationen und Erfindungen aus Altmetall erzählen, zeigt das Musée de la Curiosité  et de  L`Insolite in Frankreich. Wie aus Alltagsdingen im Nu Kunst wird, führt schmunzelnd auch das D.I.V.O Institute aus Kolin bei Prag mit seinem „Saugfähigen Objekt“ aus bunten Haushaltsschwämmen vor. Sein Betreiber Mark Divo, ein aus Luxemburg stammender Konzeptkünstler und Kurator der Dada-Tradition, entwickelt dort ein lebendiges Museum für internationale Begegnung und Kulturaustausch.

Reich an Kunst und Kuriositäten ist die derzeitige Ausstellung “Poetische Orte –  Künstler, ihre Museen und Institutionen“ im Lügenmuseum im ehemaligen Gasthof Serkowitz. Im historischen Tanzsaal im Obergeschoss wandelt der Besucher von einem fantastischen Ort zum nächsten, jeder eine Welt für sich. Neben den künstlerischen Arbeiten, Objekten, Licht- und Klanginstallationen,  werden die Museen, Künstlerhäuser, Tempel und Kunstprojekte auf Text- und Bildtafeln näher vorgestellt. Die Bandbreite reicht von der Angkrit Gallery, einem thailändischen Restaurant und Kunstort, dem Heilbad a.D. im kargen Paradiso Hohenbüssow über Schloss Batzdorf, Künstlergut Prösitz – Wohn- und Arbeitsort für Künstlerinnen mit Kindern, Kulturinsel Einsiedel, das Sehnsuchtsmuseum einer Leipziger Künstlerin bis zum Untergrundmuseum U144 und einem Museum der unerhörten Dinge in Berlin. Zum Schauen, Wundern und Träumen lädt auch eine Guckkasten-Installation des „Cabinet Fatalia“ der Radebeuler Künstler Stefan und Bärbel Voigt ein.

Insgesamt 22 poetische Orte versammelt die Ausstellung im Lügenmuseum, die ganz im Zeichen der „zeitgenössischen Wunderkammern“ steht. So einzigartig sie sind, gemeinsam ist den Machern ihre Sammellust an entdeckten oder wieder gefundenen Dingen ebenso wie brachliegende, verlassene Räume in lebendige Kunst- und Experimentierorte zu verwandeln.

“Wenn man einen dieser besonderen Orte kennt und lieben gelernt hat, mag man auch die anderen, die auch von besonderen Leuten leben“, sagt Reinhard Zabka, Künstler und Inhaber des Lügenmuseums. Der brasilianische Urbanartist Getúlio Danando mit seinen witzig-skurrilen Skulpturen aus Abfällen war bereits zu Gast beim Radebeuler Herbst- und Weinfest. Einige der Künstler kennt Zabka aus der Landesarbeitsgemeinschaft der Künstlerhäuser, die jedoch letztes Jahr aufgelöst wurde. „Diese Dichte an Künstlerhäusern ist einzigartig in Deutschland, wird aber nicht genug gewürdigt vom Land Sachsen“, so Zabka. Als reisende Ausstellung konzipiert, könne sie auch an verschiedenen Orten gezeigt werden. Gefördert wurde sie von der Stadt Radebeul und der Sparkassenstiftung.

Der Maschinenkünstler Jim Whiting, bekannt durch seinen Erlebnispark Bimbotown in Leipzig, den es leider nicht mehr gibt, will auch noch Objekte für die Ausstellung im Lügenmuseum liefern. Hinzukommen sollen außerdem noch kinetische Objekte, deren Motor kurz vor der Eröffnung ausfiel und die der Künstler Frank Herrmann derzeit repariert.

Die Ausstellung „Poetische Orte“ ist noch bis 1. April 2018 im Lügenmuseum zu sehen. Dazu gibt es auch eine Präsentation der einzelnen Kunstorte auf der Webseite des Fördervereins Kunst der Lüge e.V.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa, So, Ferien und Feiertage von 13 – 18 Uhr

Weitere Infos unter http://www.kunst-der-luege.de

„Der Weg ist das Ziel“ – Fotoausstellung im Familienzentrum Radebeul

              

Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ stellt eine Gruppe von Fotofreunden aus Radebeul (Christina Weser, Gertraud Weiß, Eckhard Kreibich – dieses Jahr verstorben -, Friedhelm Kratz und Inge Bielmeier) bereits zum zweiten Mal im Familienzentrum Radebeul ausgewählte Fotografien aus. Zu sehen sind diese im Seminarraum der Familieninitiative in Altkötzschenbroda 20. Die Ausstellung ist noch bis 19. Oktober 2017 zu den Öffnungszeiten des Familienzentrums zu sehen.

Die Fotofreunde treffen sich aller zwei bis drei Monate reihum. Es begann mit Treffs in der Volkshochschule auf der Bernhard-Voß-Straße, wo sie auch mehrmals ausstellten. Die erste größere, gemeinsame Ausstellung fand 2005 im Rathausneubau in Radebeul statt. „Gründungsvater“ Eckhard Kreibich, der das Ganze bisher zusammenhielt, ist in diesem Jahr verstorben.

Im Hinblick auf diese Ausstellung hat er noch Bilder ausgewählt. Eines davon hängt nun unten im Café. Die Fotofreunde danken seiner Witwe, die den „Vogelzug“ für die Ausstellung zur Verfügung stellte.

„Wir gehen nicht gemeinsam auf Fotopirsch, verständigen uns aber in Hinblick auf mögliche weitere Ausstellungen zu einem bestimmten Thema, das dann jeder für sich selbst definiert“, sagt Ingeborg Bielmeier vom Fotoclub Radebeul.

So sind bei Christina Weser diesmal besonders Treppen in der Landschaft im Focus. Friedhelm Kratz zeigt u. a. einen stimmungsvollen Blick auf den frühen Morgen auf dem Weg zur Arbeit.

Gertraud Weiß widmete sich besonderen Blickwinkeln in Frankreich und Italien, aber auch Baustellen üben auf sie einen Reiz aus.

Ingeborg Bielmeier legte ihr Augenmerk vorwiegend auf Räume im Museum in Metz, auf Pflastersteine in Antibes oder auch auf das Meer während einer Fahrt zum Nordkap oder eine Baumallee in Pulsnitz im Winter.

„Eines eint alle Ausdrucksformen: Geben wir acht auf die Schönheit, die uns umgibt, auch am Wegesrand!“, gibt sie den Besuchern der Ausstellung mit.

Öffnungszeiten des Familienzentrums Radebeul:

Mo – Do 9 – 17 Uhr, Freitag 9 – 14 Uhr