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meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Die Werkstattgalerie „Atelier Oberlicht“ in Radebeul feierte ihren 20. Geburtstag – Ein Atelierbesuch

17 Montag Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Atelier & Galerie in einem: Der Maler und Grafiker Markus Retzlaff ist von Anfang an dabei im „Atelier Oberlicht“ in Radebeul-Altkötzschenbroda 23.

Im Bilderreich: Markus Retzlaff und Simone Ghin. Sie hat hier ihr Atelier für Malerei und Glaskunst.

Kunst hautnah erleben

Die Werkstattgalerie „Atelier Oberlicht“ in Altkötzschenbroda feierte ihr 20jähriges Bestehen. Markus Retzlaff ist von Anfang an dabei. Simone Ghin seit 2015. Zur Kultur- und Kneipennacht am 4. April öffnen sie die Ateliertüren wieder für Besucher.

Mit seinem Glasdach erinnert der Atelierraum an ein Gewächshaus. Hier ist reichlich Kunst gewachsen in 20 Jahren. Überall hängen, liegen, lehnen Bilder
an den Wänden, in und auf den Grafikschränken und Tischen und über der gemütlichen Sofaecke mit Bücherregal. Vorwiegend Grafik, Zeichnungen und Malerei sind zu sehen.

„Die Idee war, eine Künstlergemeinschaft zu gründen, wo jeder sich entfalten und etwas aufbauen kann, Zugang zur Öffentlichkeit hat und die Möglichkeit, die Arbeiten frei zu verkaufen“, sagt Markus Retzlaff. Er ist Diplommaler und Grafiker und Mitgründer der Werkstattgalerie „Atelier Oberlicht“ in Radebeul-Altkötzschenbroda 23.
Im November letztes Jahr wurde das Jubiläum gefeiert im Gebäude, errichtet auf den Grundmauern einer alten Scheune. Da viel Licht von oben hereinfällt, bekam der Kunstraum den Namen „Oberlicht“ von Ingo Kuczera, einem der Künstler aus der Anfangszeit, der 2004 starb. Sechs Künstler eröffneten hier im Juli 1999 ein insgesamt 166 Quadratmeter großes Gemeinschaftsatelier mit Produzentengalerie.

Dazu gehörten Frank Hruschka, Markus Retzlaff, Nikolaj Bachmann, Julius Hempel, Ingo Kuczera und der deutsch-afghanische Künstler Homayon Aatifi. Jeder hatte eine Ecke für sich und der Hauptplatz für die Bilderpräsentation im Atelier war immer sehr begehrt, erinnert sich Retzlaff. Es entstanden gemeinsame Grafikeditionen. Elf weitere Künstlerinnen und Künstler waren zeitweise dabei im „Atelier Oberlicht“. Zusammen mit Frank Hruschka lud Markus Retzlaff oft zum Schaudrucken beim Herbst- und Weinfest auf dem Dorfanger ein.

„Früher gab es dafür noch mehr Interesse und die Grafiken wurden uns gleich aus den Händen gerissen von den Leuten“, so Retzlaff. Es fand auch ein „Farbenforum“ mit einer Tagung und Ausstellung im Jahr 2001 im „Atelier Oberlicht“ statt. Dafür bekamen die Künstler von der Farbenfirma aus Nerschau Hochdruck- und Ölfarben. Außerdem hatten die „Oberlichter“ zwei Ausstellungen im Kunstfachmarkt Gerstaecker in Dresden.

„Uns ging es auch darum, eine Verbindung zwischen Kunst und Wirtschaft herzustellen“, sagt Markus Retzlaff. “Es gibt ja sehr viele freie Räume in öffentlichen Gebäuden, wo Künstler ausstellen könnten. Das wird leider zu wenig genutzt oder es gibt keine finanziellen Mittel dafür.“ Das vom Künstlerbund geforderte Ausstellungs- bzw. Leihhonorar für die gezeigten Werke der Künstler werde noch nicht überall gezahlt von den Unternehmen und auch Bilderankäufe sind nicht selbstverständlich.

Letztes Jahr hatte Markus Retzlaff zusammen mit dem Radebeuler Künstler Claus Weidensdorfer eine große Ausstellung im Stadtmuseum Döbeln und verkaufte auch einige Bilder. Gleich hinter der Ateliertür steht die Tiefdruckpresse. Sie ist fast immer in Betrieb. Markus Retzlaff zeigt eine Grafik mit einem knorrigen Zwillingsbaum, gewachsen aus einem Stamm mit zwei Kronen, den er auf Usedom entdeckte. Eine Ansicht von einem märchenhaft wirkenden, uralten Fachwerkhaus in erdigen Farben, winterlich verschneit. Eine Bilderwand füllen Landschaften, Architektur und Porträts, Reiseeindrücke aus Indien und Italien.

Daneben hängen leuchtend farbige mediterrane Farblandschaften von Simone Ghin. Das „Atelier Oberlicht“ hat jetzt in der Mitte eine Schiebewand. Seit 2015 hat Simone Ghin im Nebenraum ihr Atelier für Malerei und Glaskunst. Farbenfrohe Leinwände mit Mohnfeldern und den Radebeuler Weinbergen und schimmernden Glassteinen auf Bildern, filigrane Schmuckanhänger und Objekte locken in ihrem Atelier zum Umschauen und Erwerben.

Zur Kultur- und  Kneipennacht in Altkötzschenbroda am 4. April öffnet das „Atelier Oberlicht“ ab Mittag für Besucher mit Druckvorführungen und Glasmalerei. Außerdem trifft sich hier eine kleine grafische Arbeitsgemeinschaft donnerstags ab 18 Uhr, die weiteren Künstlern offensteht. Markus Retzlaff ist der einzige Künstler, der von Anfang an dabei ist. Drei der Gründungsmitglieder (Julius Hempel und Ingo Kuzcera) sind inzwischen verstorben, andere weggezogen. Im November 2019 starb Frank Hruschka. „Ich bin ihm dankbar für die Gründung des Ateliers Oberlicht und die vielen künstlerischen Projekte hier“, sagt Markus Retzlaff über den langjährigen künstlerischen Weggefährten.

Der Freundesförderkreis des „Atelier Oberlicht“ mit derzeit 94 Mitgliedern feierte 2019 zehnten Geburtstag mit einem Galeriekonzert. Für den Jahresbeitrag von 35 oder 75 Euro erhalten sie eine Jahresgabe in Form einer Farbradierung von Markus Retzlaff, es findet eine gemeinsame Veranstaltung statt und gleichzeitig unterstützen Kunstinteressierte damit das „Atelier Oberlicht“.

Text + Fotos (lv)

Kontakt: www.markus-retzlaff.de
www.ghinmalerei.de

Der Pennyzähler
(zu einem Bild von Markus Retzlaff)

Das Blau des Himmels liegt
zu deinen Füßen
hüllt dich ein
doch du senkst den Blick
es macht dich nicht satt
nicht weniger als die Pennys
in deiner Hand
auf die du starrst
als läge darin ein Schatz
als fielen ein paar Sterne zu dir
dich zu führen in einen warmen
fernen Morgen

Lilli Vostry
15.02.2020


Markus Retzlaff am Eingang zur Werkstattgalerie „Atelier Oberlicht“ mit Mischlingshündin „Lene“.

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Leipziger Buchmesse: Der Weg zum Buch und zum Leser – Programm für Fachbesucher

14 Freitag Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

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Leser locken: Inspirationen für Buch-Profis

Fachprogramm für Buchhändler, Verleger, Autoren, Übersetzer und Blogger

Neue Bücher öffnen neue Welten – doch um Gehör zu finden, braucht Literatur feinfühlige „Geburtshelfer“ und professionelle Vermittler. Mit einem vielfältigen Fachprogramm ebnet die Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März den Weg zum Buch und zum Leser. Von Preisverleihungen für die spannendsten Neuerscheinungen und Übersetzungen über Expertenpodien bis zu Tipps für das Buchmarketing: Buchhändler und Blogger erfahren, welche Lektüre sie ihrem Publikum ans Herz legen können. Autoren, Verleger und Übersetzer erleben Inspirationen und intensiven Austausch. Zudem bieten rund 2.500 Aussteller auf rund 100.000 Quadratmetern jede Menge Stoff für Buch-Profis.

Fachprogramm für den Buchhandel

Die Leipziger Buchmesse lädt Fachhändler auf Entdeckungsreise: Zahlreiche Preisverleihungen rücken die spannendsten Titel aus dem reichhaltigen Verlagsprogramm ins Rampenlicht. Buchhändler finden mannigfache Möglichkeiten zur Weiterbildung und zum Austausch mit Kollegen, Autoren, Bloggern, Verlegern und Lesern.

  • Preis der Leipziger Buchmesse 2020: Herzklopfen bis zum Anschlag! Wer erhält in diesem Jahr die renommierte Auszeichnung in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung? Die begehrten Preise werden am Messedonnerstag verliehen. (12. März, 16:00 Uhr, Glashalle)
  • Lesekünstler des Jahres: Erst beim Vorlesen entfalten Kinderbücher ihren wahren Zauber. Die besten Lesekünstler ehrt der gleichnamige Preis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. (13. März, 14:00 Uhr, Halle 4, F100 (Forum Literatur))
  • Forum DIE UNABHÄNGIGEN: 45 unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, 49 Veranstaltungen sowie mehr als 100 Autoren, Herausgeber, Übersetzer und Verleger aus ganz Europa warten zur Leipziger Buchmesse mit ihren neuesten Publikationen von Lyrik bis Gesellschaftspolitik auf Literatur-Entdecker. Organisiert wird das Forum von der Leipziger Buchmesse und der Kurt Wolff Stiftung. Ab 10:30 Uhr finden halbstündige Lesungen statt, ebenso Preisverleihungen sowie Branchenveranstaltungen. So lädt der traditionelle Buchhändlerempfang am Messefreitag zum Austausch mit den Kollegen. (12. bis 15. März, 10:00 – 18:00 Uhr, Halle 5, H309 (Forum DIE UNABHÄNGIGEN); 13. März, 17:00 Uhr, Buchhändlerempfang, Halle 5, H309)
  • Kurt Wolff Preis: Deutschlands Literaturwelt ist vielseitig, auch dank der zahlreichen unabhängigen Verlage. Herausragende Programme werden jedes Jahr mit dem Kurt Wolff Preis geehrt. Die diesjährigen Preisträger sind der Arco Verlag (Hauptpreis) und Hentrich & Hentrich (Förderpreis). Die Preisverleihung findet am Messefreitag statt. (13. März, 13:00 Uhr, Halle 5, H309 (Forum DIE UNABHÄNGIGEN))
  • Karrieretag: Wer die faszinierende Welt des Lesens auch im Beruf nicht missen möchte, sollte den Karrieretag der Leipziger Buchmesse besuchen. Hier gibt es umfassende Informationen über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in der Buch- und Medienbranche. (13. März, 10:00 – 18:00 Uhr, Halle 5, E600/F600 (Fachforen 1 + 2))

Fachprogramm für Verlage

Digital, vernetzt, kommunikativ: Wie finden Verlage und Autoren neue Wege zur Leserschaft? Welche Vertriebskonzepte, Finanzierungsmodelle, Vermarktungs- und Logistikstrategien funktionieren (noch)? Im Fachprogramm der Leipziger Buchmesse finden Verleger die Antworten – und werden fit für die Märkte von morgen.

  • Zukunft. Verlage – Vertrieb, Marketing, Digitales: Von den zehn größten Herausforderungen des Digital Publishings über den Umgang mit veränderten Vertriebswegen bis zum Einstieg ins Audio Publishing – hochkarätige Experten aus Verlagen, Hochschulen und Dienstleistungsunternehmen diskutieren die Trends und technischen Entwicklungen, die den Verlagsalltag der Zukunft prägen. Heinold Spiller + Partner sowie ehlingmedia organisieren diese Veranstaltung, die von Vedat Demirdöven und Holger Ehling moderiert wird. (12. März, 11:00 – 17:00 Uhr, Halle 5, E600 (Fachforum 1))
  • bücher.macher #2020: „Markt und Macht – Über die Zukunft der Buchlogistik für den stationären Handel“ – Experten der Branche stellen die kritischen Fragen: Zählen nur noch Wachstum und steigender Umsatz? Wie bleiben kleinere Verlage sichtbar? (12. März, 14:00 Uhr, CCL, Mehrzweckfläche 4)
  • Sales-Award: Ein gutes Buch allein genügt nicht immer, es braucht auch gute Verkäufer, die die Branche begeistern und die Leser überzeugen. Die Besten des Jahres kürt der 17. Sales-Award in vier Kategorien. (12. März, 12:00 Uhr, Halle 5, F600 (Fachforum 2))
  • Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik: Seit 1996 ehrt dieser Preis des Börsenvereins herausragende Literaturkritiker. Die Besonderheit: Er wird nicht für eine Einzelkritik vergeben, maßgeblich ist vielmehr die Kontinuität des literaturkritischen Schaffens. Am Messedonnerstag wird die Auszeichnung an den Preisträger 2020 überreicht. (12. März, 14:00 Uhr, Halle 5, H309 (Forum DIE UNABHÄNGIGEN))

Fachprogramm für Autoren

Tolle Story, super Erzählstil – aber noch keine Idee, das eigene Werk am Markt zu platzieren? Das Autorenprogramm autoren@leipzig hilft dabei, Kreativität zu professionalisieren und unterstützt beim Weg vom Manuskript in die Öffentlichkeit. Dabei zeigt es auch Möglichkeiten abseits etablierter Verlagswege auf.

  • Autorenrunde: 22 Tische und je 45 Minuten Zeit. Autoren tauschen sich bei diesem spannenden Format mit Kollegen und Experten über die vielfältigen Herausforderungen der Autorenwelt aus. Als Kooperationspartner wirken Publisher und Community-Konzepter Leander Wattig und der VS-Verband Deutscher Schriftsteller mit. (14. März, 10:00 Uhr, CCL, Saal 1)
  • Prosa Prognosen: Zehn vielversprechende Autoren der 2019er Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) präsentieren am Freitag ihre bisher unveröffentlichten Texte. (13. März, 15:00 – 17:00 Uhr, Halle 5, Konferenzraum)
  • Meet & Greet: Die Uhr tickt! Autoren haben in kurzen Slots die Möglichkeit, ihre Exposés drei Verlagen zu präsentieren. Dieses Speeddating wird vom Bundesverband junger Autoren und der Leipziger Buchmesse präsentiert. (15. März, 10:15 – 13:00 Uhr, CCL, Mehrzweckfläche 3, Fachforum 3)

Fachprogramm für Übersetzer

Brücken bauen in bislang fremde Regionen: Sensible Übersetzungen bringen Literaturen und Kulturen einander näher. Das Fachprogramm für Übersetzer bietet viel Gelegenheit zum fachlichen Austausch – und damit den Wortgewaltigen eine Bühne, die sonst eher im Hintergrund des Verlagsbetriebs wirken.

  • Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung: Die komplexe Arbeit der Übersetzer rückt selten ins Rampenlicht. Nicht so beim Preis der Leipziger Buchmesse. Hier haben Übersetzer eine eigene Kategorie. Noch vor der Preisverleihung präsentieren sich alle Nominierten dem Publikum. (12. März, 13:00 Uhr, Nominiertenlesung, Halle 4, C505 (Forum International); 12. März, 16:00 Uhr, Preisverleihung, Glashalle)
  • Fabjan Hafner Preis: Mit dem slowenisch-deutschen Übersetzerpreis ehrt das Goethe-Institut Ljubljana in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB) und dem Musil-Institut in diesem Jahr die beste Übersetzung aus dem Slowenischen ins Deutsche. Der Preis ist nach dem für Slowenien besonders wichtigen Übersetzer, Dichter und Literaturwissenschaftler Fabjan Hafner (1966-2016) benannt. Schirmherren sind der Präsident der Republik Slowenien, Borut Pahor, und der Präsident des Goethe-Instituts e.V., Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann. Die Preisverleihung findet am Messefreitag statt. (13. März, 15:00 Uhr, Halle 4, C505 (Forum International))
  • Übersetzerzentrum & Übersetzerempfang: Hier treffen sich Übersetzer-Kollegen und tauschen sich über ihre Arbeit aus. (12. März, 12:45 – 13:00 Uhr, Eröffnung Forum International / Übersetzerzentrum Halle 4, C505; 13. März, 20:00 Uhr, Übersetzerempfang, Moritzbastei (Anmeldung erforderlich))

Fachprogramm für Blogger

Zur Leipziger Buchmesse steht der vielfältigen Szene der Literatur- und Buchblogger mit der Bloggerlounge eine Networking-Area zur Verfügung. Zahlreiche Aussteller haben zudem spannende Workshops im Programm, unter anderem zu Instagram, Podcasts oder Blogger Relations.

  • Bloggerlounge: Neue Kontakte & Networking für Blogger! (12. bis 15. März, 10:00 – 18:00 Uhr, Halle 5, F400)
  • „Erfolgreich(e) Podcasts produzieren für AutorInnen und Verlage“: Der Workshop mit Wolfgang Tischer vermittelt alles, was ein Podcaster wissen sollte. Veranstalter sind das literaturcafe.de und die Leipziger Buchmesse. (13. März, 15:00 – 18:00 Uhr, CCL, Vortragsraum 11)
  • „Instagram Crashkurs“: Der Workshop mit Clare Devlin und Christina Calaminus (@folge) führt in die professionelle Nutzung von Instagram ein. Veranstalter sind European Learning Industry Group (ELIG), Westermann Gruppe, Leipziger Buchmesse, Sächsisches Staatsministerium für Kultus, AOK Plus und Lemonaid. (14. März und 15. März, 10:00 – 11:00 Uhr, 12:00 – 13:00 Uhr, 14:00 – 15:00 Uhr, Halle 2, A501 (Werkstatt+))
  • Meet & Dance beim Börsenverein: Blogger stellen ihre aktuellen Buch-Highlights vor und schwingen das Tanzbein. (14. März, 11:00 – 13:00 Uhr, 15:00 – 17:00 Uhr; 15. März,11:00 – 13:00 Uhr, Halle 5, F500)
  • „Blogger Relations und Community Building im Self-Publishing“: Anne Hein v. Fuchsias, Jasmin Zipperling und Thorsten Simon geben Tipps für die Zusammenarbeit von Autoren und Bloggern sowie den Aufbau einer Fancommunity. Veranstalter der Gesprächsrunde ist Books on Demand. (14. März, 16:00 Uhr, Halle 5, D600 (Forum autoren@leipzig))

Öffnungszeiten und Preise

Die Leipziger Buchmesse in Verbund mit der Manga-Comic-Con öffnet vom 12. bis 15. März täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr. Tickets gibt es im Online-Shop. Früh sein, lohnt sich, denn das spart gegenüber den Tageskarten nicht nur bares Geld, sondern auch Wartezeit beim Eintritt ins Messegelände.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 26. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Julia Wick/Pressebüro der Leipziger Buchmesse

www.leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

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Ausstellung „Franzosen in Dresden – Malerei des Impressionismus und Fauvismus“

14 Freitag Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Galerist José Manuel Ladrón de Guevara und Kunsthistorikerin Regina Gerisch in der Ausstellung vor dem Bild „Die Kirche von Piana auf Korsika“ von Charles Camoin.

Zehn neue Bilder zur Midissage

Die Galerieausstellung „Franzosen in Dresden – Malerei des Impressionismus und Fauvismus 1894 – 1925“ wird ergänzt und bis zum 30. April 2020 verlängert.

 Aufgrund ihres großen Erfolges wird die laufende Galerieausstellung „Franzosen in Dresden – Malerei des Impressionismus und Fauvismus 1894 – 1925“ bis zum 30. April verlängert. Seit 6. Februar werden zudem auch zehn neue Bilder präsentiert. In seiner diesjährigen, eintrittsfreien Winterausstellung zeigt José Manuel Ladrón de Guevara in der gleichnamigen Galerie am Obergraben aktuell Werke des französischen Impressionismus und Fauvismus.

Die Auswahl von ca. dreißig Gemälden spiegelt die spannende Koexistenz beider Stile wider und bietet einen faszinierenden Einblick in diese aufregende und innovative Phase der Kunstgeschichte. Mit Guillaumin, Luce, Camoin, Le Beau und Valtat sind dabei einige Künstler vertreten, die zuletzt in den Jahren 1906 und 1908 in Dresden zu sehen waren – in Ausstellungen, die schon damals Furore machten und wiederum die jungen Künstler der „Brücke“ in Dresden nachhaltig beeinflusst haben. Die zehn neuen Bilder umfassen in Dresden bisher nicht gezeigte Werke unter anderem von Boch, Picard, Schuffenecker, Le Beau, Rousseau-Decelle und De Belay. 

Im Jahr 1906 zeigte die Dresdner Galerie Arnold fünfzig Werke des französischen Impressionismus und Postimpressionismus, unter anderem von Seurat, Gauguin und van Gogh. 1908 legte der Kunstsalon Richter mit einer van Gogh Retrospektive nach, während die Galerie Arnold wiederum sechzig Werke der französischen Fauvisten, unter ihnen bekannte Größen wie van Dongen, Marquet, Vlaminck und Friesz, präsentierte.

An diese Ausstellungen schließt nun die aktuelle Schau bei Ladrón de Guevara an. In ihrem Zentrum stehen nicht die ganz großen Namen wie Monet oder Matisse, deren Werke nur noch für ganz wenige Spitzensammler erschwinglich sind. Präsentiert werden hier die anderen, nicht minder großartigen, aber nicht ganz so bekannten Künstler, die Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich die Stile des Impressionismus und des Fauvismus mit entwickelten. Unter ihnen lassen sich aufregende und auch noch bezahlbare Entdeckungen machen. Die gezeigten Werke sind in der Galerie zu Preisen ab 8 000 Euro zu erwerben – aber auch Kunstinteressierte, die nur schauen wollen, sind zum kostenlosen Besuch eingeladen.

Mit dem Impressionismus erreichte der Naturalismus seinen Höhe- und Endpunkt. Der Pointillismus führte nicht weiter, sondern nur zum Erstarren im Formalen. In dieser Situation traten Ausnahmekünstler wie van Gogh und Gauguin auf den Plan, die einen neuen, „wilden“ Stil jenseits des Impressionismus erprobten. Die Fauvisten („Fauves“, franz. für „Wilde“ oder „wilde Tiere“) lösten die Malerei aus der Erstarrung, indem sie auf Naturnähe verzichteten, die Formen vereinfachten, mit kräftigen Primärfarben aufluden und die Farbe vom Gegenstand und aus ihrer dienenden Funktion lösten. Eine wichtige Rolle spielte dabei der in der Ausstellung vertretene Guillaumin, der, von Gauguin, van Gogh und Cézanne bewundert, mit seinen farbstarken Werken zum Vorreiter des Fauvismus wurde. Ladrón de Guevara zeigt unter anderem eine der Provence-Landschaften Guillaumins von 1894. Von den „Fauvisten“ Camoin, Dufy, Le Beau und Valtat sind teils sogar mehrere Werke zu sehen.

Trotz gegensätzlicher Ansätze sind die Übereinstimmungen bei Impressionisten und Fauvisten groß: Zusammengekommen in Paris, freundeten sie sich an, prägten sich gegenseitig, konkurrierten miteinander, rangen angesichts gemeinsamer Vorbilder um ihren persönlichen Stil und arbeiteten so maßgeblich an der Entstehung der Moderne mit. Beide hielten nichts von akademischer Bevormundung, verzichteten auf die Darstellung großer Zeitereignisse, Historien oder Allegorien und konzentrierten sich stattdessen auf ihr konkretes Umfeld: die moderne Großstadt, die Badeorte an der Küste und sinnlich schöne Gegenstände. Beide liebten Freilichtmalerei und setzen unmittelbare Licht-, Farb- und Gefühlserlebnisse in Malerei um. Für Vertreter beider Stile sind Subjektivität und die Individualität der Pinselschrift ganz entscheidend. „Der Übergang vieler Künstler von impressionistischen zu fauvistischen Gestaltungsweisen und umgekehrt beweist die strukturelle Verwandtschaft beider Stile und ist zugleich der rote Faden der Ausstellung.“, so Ladrón de Guevara.

Text + Foto: Regina Gerisch, Tobias Blaurock

Öffnungszeiten:

Geöffnet bis 30. April 2020, Di bis Fr 12 bis 18 Uhr und Sa 11 bis 16 Uhr. Termine außerhalb der Öffnungszeiten nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 0172 790 59 46). Kunsthandel und Galerie Ladrón de Guevara, Obergraben 10, 01097 Dresden

Kunsthandel und Galerie Ladrón de Guevara, José Manuel Ladrón de Guevara, Obergraben 10, 01097 Dresden,
Tel. +49 351 200 00 10, Funk +49 172 790 59 46, jm@ladron-de-guevara.de, www.ladron-de-guevara.de

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Preisverdächtig: 15 nominierte Werke für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 stehen fest

12 Mittwoch Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Jury gibt 15 Nominierte für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 bekannt

Die nominierten Autoren kann man vorab auf Veranstaltungen erleben, bevor die Leipziger Buchmesse wieder ihre Türen öffnet in diesem Jahr vom 12. bis 15. März. 

Die Jury hat entschieden: Aus 402 eingereichten Titeln stehen die 15 für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 nominierten Bücher und ihre Autoren in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung fest. Viele Werke in den Kategorien Belletristik und Sachbuch beschäftigen sich in dieser Preissaison mit dem Jahr 1990, wie Jury-Mitglied Dr. Katrin Schumacher betont. „Dabei sind autobiografische und biografische Werke ebenso wie Texte, die ganz nah am Menschen sind.“ Jury-Vorsitzender Jens Bisky lobt die großartigen Neu- und Wiederentdeckungen in der Kategorie Übersetzung: „Es ist gelungen, auch sprachlich sehr schwierige Werke in ein ungeheuer angenehmes Deutsch zu übertragen voller Witz und Intelligenz.“ Am 12. März erhalten drei der Nominierten zur Leipziger Buchmesse den begehrten Preis.

Das sind die Nominierten 2020:  

Kategorie Belletristik:

  • Verena Güntner: Power (DuMont Buchverlag, 10. März 2020)
  • Maren Kames: Luna Luna (Secession Verlag,12. August 2019)
  • Leif Randt: Allegro Pastell (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 5. März 2020)
  • Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder (S. Fischer Verlag, 4. März 2020)
  • Lutz Seiler: Stern 111 (Suhrkamp Verlag, 2. März 2020)

Kategorie Sachbuch und Essayistik:

  • Bettina Hitzer: Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts (Klett-Cotta Verlag, 25. Januar 2020)
  • Michael Martens: Im Brand der Welten: Ivo Andrić. Ein europäisches Leben (Paul Zsolnay Verlag, 19. August 2019)
  • Armin Nassehi: Muster: Theorie der digitalen Gesellschaft (Verklag C. H. Beck, 28. August 2019)
  • Julia Voss: Hilma af Klint – „Die Menschheit in Erstaunen versetzen“. Biografie (S. Fischer Verlag, 26. Februar 2020)
  • Jan Wenzel (Hg.) zusammen mit Anne König, Andreas Rost u.a.: Das Jahr 1990 freilegen (Spector Books, 1. November 2019)

Kategorie Übersetzung:

  • Fran Ross: Oreo (dtv Verlag, 20. September 2019), aus dem amerikanischen Englisch von Pieke Biermann
  • Clarice Lispector: Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau. Sämtliche Erzählungen I (Penguin Verlag, 21. Oktober 2019), aus dem brasilianischen Portugiesisch von Luis Ruby
  • Angel Igov: Die Sanftmütigen (eta Verlag, 15. Oktober 2019), aus dem Bulgarischen von Andreas Tretner
  • George Eliot: Middlemarch. Eine Studie über das Leben in der Provinz (Rowohlt Verlag,19. November 2019), aus dem Englischen von Melanie Walz
  • Charles Baudelaire: Der Spleen von Paris (Rowohlt Verlag, 18. Juni 2019), aus dem Französischen von Simon Werle

Onlineangebote zum Preis der Leipziger Buchmesse

Statements der Jury zu ausgewählten Themen rund um den Preis der Leipziger Buchmesse finden Sie unter www.preis-der-leipziger-buchmesse.de. Die Preisverleihung am 12. März, 16 Uhr, erleben Sie nicht nur live vor Ort, sondern auch im Livestream unter http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse.

Nominierte vorab erleben

Wer auf eine Begegnung mit den Nominierten nicht auf die Leipziger Buchmesse warten möchte, kann in Berlin, Halle, Hamburg, Leipzig oder München einige Kandidaten vorab treffen. Am 3. März sind die Nominierten in der Kategorie Übersetzung und am 6. März die Nominierten in der Kategorie Sachbuch zu Gast im Literarischen Colloquium Berlin. Die Nominierten in der Kategorie Belletristik stellen sich am 22. Februar im Schauspiel Leipzig, am 23. Februar im Literaturhaus Halle, am 3. März im Literaturhaus München und abschließend am 4. März im Literaturhaus Hamburg dem Publikum.

Jury des Preises der Leipziger Buchmesse

Unter der Leitung von Jens Bisky gehören der siebenköpfigen Jury Katharina Herrmann, Tobias Lehmkuhl, Wiebke Porombka, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch an.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse
Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin.

Text + Foto: Julia Wick/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

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BilderAlbum: Zeitreise in die Goldenen Zwanziger beim BühnenBall der Landesbühnen

10 Montag Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Tanz

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Im Rausch der 20er Jahre

Musik, Kunst, Mode und Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger lebten mit viel Witz, Charme und Genuss für einen Abend auf beim 6. Bühnenball der Landesbühnen Sachsen am Sonnabend in Radebeul. Rund 450 Gäste feierten und zelebrierten, stilecht kostümiert, im Rausch der 20er Jahre bis weit nach Mitternacht.

Mit dem Blauen Pferd im Foyer auf und davon fliegen, Swing & Charleston mit Charlie Chaplin (Norbert Kegel) und seinen Revuegirls tanzen, das hinreißende Komikerpaar Carl Valentin & Liesl Karstadt erleben (gespielt von Michael Berndt-Cananá und Julia Vincze), im Kabarett Größenwahn frech-charmante Lieder und Theater zur Zeit sehen und einmal mit Millionen um sich werfen und genießen bis die Lichter ausgehen. Berauschend schön war diese Zeitreise in die Goldenen Zwanziger mit dem Publikum als Hauptakteure.

Dabei verwandelte sich der Theater- zum Ballsaal mit farbenreich funkelndem Glitzervorhang und Kronleuchtern. Zunächst stimmte eine knapp einstündige Gala auf den Abend ein (künstlerische Leitung: Jane Taubert). Mit amüsant-beschwingten Liedern u.a. von den Comedian Harmonists („Ich hab für Dich `nen Blumentopp bestellt“), Otto Stransky über ein anrüchiges Abenteuer, gesungen von Peter Kube („Ich fahr`mit meiner Klara in die Sahara“) über Charlie Chaplins „Without You“, Schostakowitschs Walzer Nr. 2 aus seiner wunderbaren Jazz Suite Nr. 2 bis zur getanzten Liaison zu dritt, bei der die zwei Tänzerinnen Camilla Bizzi und Ema Jankovic ihren Geliebten Gianmarco Martini Zani umgarnten.

Witzig und offenherzig sang und spielte die Schauspielerin Julia Rani im Programm „Piratencabaret“ Lieder und Tanzszenen nach C. Isherwoods „Goodbye, Berlin“. Die Theatergaststätte Goldene Weintraube verwandelte sich ins verruchte Nachtlokal Kabarett Größenwahn. Zeitungsjungen verteilten im Foyer ein Extrablatt zum Bühnenball. Es gab auch eine Polizeirazzia auf der Suche nach dem berüchtigten Alkoholschmuggler und Gangsterboss Al Capone.

Im Stummfilmkino lief der Film „Metropolis“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1927, der großartig visionär Licht, Schatten und Gigantomanie des modernen Industriezeitalters zeigt mit zeitlos ergreifenden Szenen wie tausenden hilflos ausgestreckten Händen, die wie Ertrinkende Zuflucht suchen vor der außer Kontrolle geratenen Maschinerie. Elegante Damen in Glitterkleidern mit Federboas, Satinhandschuhen, Stirnbändern und langen Zigarettenspitzen und Herren in Frack, Zylinder oder Schirmmützen und aufgeklebten Zwirbelbärten wandelten unweit der Leinwand umher. Galant und flott wirbelten die Tanzpaare, begleitet vom Ballorchester Serenata Saxonia und dem eitel-galanten Conferencier Holger-Uwe Thews, zu mal langsamen und schwungvollen Walzern übers Parkett, tanzten vergnügt Charleston, Cha-Cha-Cha, einige auch Tango und Foxtrott. Natürlich wurden auch das schönste und originellste Ballkostüm und die beiden besten Tanzpaare gekürt und erhielten als Preis Theaterfreikarten für die Meißner Burgfestspiele.

Ein witzig-ironisches Intermezzo gab es um Mitternacht auf dem Bühnenball mit Stargast Ahmad Mesgarha, der Ausschnitte aus seinem Otto-Reuther-Programm „Der Überzieher“ aus der Welt des schönen Scheins sang und spielte zusammen mit der Pianistin Olga Nowikowa. Sie bekamen reichlich Beifall vom Bühnenballpublikum.

Text + Fotos (lv)

http://www.landesbuehnen-sachsen.de


In der Blue Galerie stand ein Blaues Pferd, einst Symbol der Künstlergruppe Blauer Reiter. Es beflügelte die Fantasie und man konnte träumen, zuhören und tanzen zu Klängen von Bolero, Bossa, Swing, Musette und Tango mit dem Trio „Filou“ um Jürgen Karthe am Bandoneon. Und plötzlich war man reich: Für einen Euro gab es gleich eine ganze Million… Von den Geldscheinen grinste verschmitzt und täuschend echt Charlie Chaplin.


Stummfilmkino mit dem großartig visionären Film „Metropolis“ von Fritz Lang, Deutsche Erstaufführung 1927, über Licht und Schatten und Gigantomanie des modernen Industriezeitalters.

Glamour & Ganoven. Während des Balls gab es auch eine Gangsterjagd quer durchs Café Kinopolis von Polizisten auf der Suche nach dem berüchtigten Alkoholschmuggler und Mafiaboss Al Capone.


Im Kabarett Café Größenwahn begeisterte Julia Rani als frech-charmante Nachtclubsängerin Sally Bowles aus dem Stück „Goodbye, Berlin“ zusammen mit Johannes Krobbach und Tobias Herzz Hallbauer a.k.a. Sonderling. 
Preisverleihung an die besten Tanzpaare und die schönsten und originellsten Kostüme.


Witzig-ironisches Intermezzo um Mitternacht mit Stargast Ahmad Mesgrha und Pianistin Olga Nowikowa.

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Neues indisches Restaurant & Bar „masala“ in der Neustadt eröffnet

08 Samstag Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart

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Im Rausch der Farben und Gewürze

Im opulent farbenfroh gestalteten, neuen Restaurant & Bar „Masala“ kann man authentische und moderne indische Küche in aller Vielfalt genießen. Letzten Sonnabend war die Eröffnung.

Ein Fest aus Farben, Düften und raffiniert gewürzten Speisen in reichhaltiger Auswahl erfreut Augen und Gaumen im neuen indischen Restaurant & Bar „masala“ (übers.: Gewürze) auf der Louisenstraße 56 in der Dresdner Neustadt. Das Lokal und die Speisekarte sind betörend farbenfroh gestaltet wie das Holi-Festival, das indische Frühlingsfest. Die Wände zieren Gemälde mit Tänzerinnen in sonnenfarbenen Gewändern. Kleine Buddhafiguren und Teelichter mit Elefantenfiguren, die Kraft, Glück und ein langes Leben verheißen, stehen auf Regalen und Tischen. Die Aromen tanzen auf der Zunge in verschiedenen Schärfegraden. Die Lieblingsgerichte der Gäste sind mit Herzen in der Speisekarte versehen. Einige davon stammen noch aus dem „RajMahal“, das bald zu klein wurde. Daher eröffnete es wenige Häuser weiter Anfang Februar neu unter dem Namen „masala“ mit nun über 50 Plätzen.

„Das RajMahal ist bekannt für authentische Küche im Stil des modernen Indiens – und so soll es auch im „masala“ bleiben“, sagt Rajiv Sharma, er betrieb die RajMahal-Restaurants. Das neue Restaurant leitet sein Freund Kirpal Singh, während Sharma die Zügel aus der Ferne hält, um sich mehr seiner jungen Familie widmen zu können. Die Preise liegen zwischen 10 bis 14 Euro für ein Hauptgericht. Neben einer Vielfalt an vegetarischen und veganen Leckereien gibt es verschiedene Hähnchengerichte, Lamm, Lachs, Garnelen und Ente. Außerdem Grill-Spezialitäten aus dem original indischen Tandoor-Ofen. Wohltuend würzig ist der ayurvedische Yogitee mit etwas Honig. Sehr zu empfehlen eine bunte Mischung diverser Dips von Mango-Chutney, Minz-Joghurt bis Tamarinde, dazu wird Papadam, Knusperbrot aus Linsenmehl gegessen. Dazu ein Glas Mangolassi mit Ingwer. Köstlich! Doch nicht nur kulinarische Genüsse, sondern auch die Kunst zu genießen und sich Zeit dafür zu nehmen, wird im „masala“ großgeschrieben. Oder um es mit dem vielarmigen, elefantenköpfigen indischen Gott Ganesha zu sagen: Lebe deine Fülle!

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: täglich ab 11 Uhr

www.masala-dresden.com

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BühnenBall: Eine Zeitreise in die Goldenen Zwanziger

07 Freitag Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Musik, Theater

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Wiedersehen mit Charlie Chaplin, Claire Waldoff und den Comedian Harmonists

Glamour, Lebenslust, Avantgarde und Exotik kennzeichnen das Nachtleben der Goldenen Zwanziger. In diesem Sinne und unter diesem Motto laden die Landesbühnen Sachsen am 8. Februar 2020 zum 6. Bühnenball ein.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein glanzvolles Programm mit Mitgliedern des Tanz-, Schauspiel- und Musiktheaterensembles der Landesbühnen Sachsen und mit der Elbland Philharmonie Sachsen.

Danach  können sie das Theater mit all seinen Winkeln und Geheimnissen erkunden. In der Blue Galerie (Glashaus) werden die Gäste empfangen von Amadeus Boyde am Flügel  und vom Trio Filou. Das Duo Vibrationzz begleitet hier später die Tanzenden in die Nacht. Unterhaltung versprechen Claire Waldoff  (Sylke Guhr begleitet von Uwe Zimmermann) und die Comedian  Harmonists (gesungen von Michael König, Kay Frenzel, Benedikt Eder, Andreas Petzoldt, Edward Lee, Thomas Tuchscheerer-am Piano) im Berliner „Kabarett Größenwahn“ (Goldne Weintraube). Hier sind auch Sandra Maria Huimann, Tammy Girke  mit Thomas Gläser am Klavier  sowie Julia Rani und Johannes Krobbach mit Tobias Herzz-Hallbauer im Piratencabaret zu erleben. Und natürlich gibt es eine kleine spezielle Runde Theatersport mit Johannes Krobbach, Tine Josch, Tammy girke, Felix Lydike, Alexander Wulke, Michael Berndt-Canana und Moritz Gabriel.

Im Speakeasy „Blind Pig“ (Studiobühne),  erwartet die Besucher Jazzmusik der Prohibitionszeit, gespielt und gesungen  u.a. von Amadeus Boyde, Franziska Abram, Paul Pernewitz, Karl Bernewitz mit Damen und Herren des Chores, Franziska Kleeberg, Carlos Matos.

Eintauchen  kann man in  Klassiker des Stummfilms im „Café Kinopolis“. Im Hauptsaal spielt das Ballorchester SERENATA SAXONIA für  die Tanzbegeisterten Charleston, Foxtrott und Walzer.

Den Ball moderieren Holger Uwe Tews, Mu-Yi Chen und Norbert Kegel.

Wer dafür noch einmal seine Tanzkenntnisse auffrischen möchte, ist herzlich zu Tanz-Crash-Kursen im Ballettsaal mit Tanzstudio Linhart eingeladen.

Der Höhepunkt des Abends ist die Prämierung des besten Tanzpaares, der besten 20er Jahre Kostüme sowie ein Überraschungsgast um Mitternacht. Zur Vervollständigung des Ballkostüms bieten wir im Foyer diverse Accessoires zum Erwerb an.

Stargast Ahmad Mesgarha mit Pianistin Olga Nowikowa 0.00 Uhr

Auf einer Sekt- und Häppchenmeile finden die Ballgäste vielerlei „handliche“ Genüsse von Wein&Fein, La Terra Mia, Schloss Wackerbarth, Schwarzer Seele,  der Kaffeerösterei Müller, der Fleischerei Täubrich, die sie mit der „Ballwährung“ einlösen können.

Die Theaterleute der Landesbühnen erwarten gespannt ihre Gäste und freuen sich auf eine glamouröse Tanznacht.

Künstlerische Gesamtleitung: Jane Taubert, Ausstattung: Stefan Wiel

Beginn der Gala: 19 Uhr

Zutritt schon ab 18.00 Uhr, Beginn Gala 19 Uhr
Inkl. Begrüßungshäppchen und ein Glas Sekt

Ball-Ticket:

60,00 Euro –  inkl. Ballwährung im Wert von 20,00 Euro für Kulinarik
Zutritt ab 20:30 Uhr, Inkl. ein Glas Sekt

Flanier-Ticket:

30,00 Euro ohne Essen
Zutritt ab 22.00 Uhr,  Inkl. ein Glas Sekt

Karten jetzt im VVK unter www.landesbuehnen-sachsen.de
Tel. 0351/8954203 oder 0160/8820685, presse@landesbuehnen-sachsen.de Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; www.landesbuehnen-sachsen.de Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152,  01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0 

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Kochsternstunden 2020: Besondere Genuss-Erlebnisse

06 Donnerstag Feb 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Projekte

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Preisgekröntes Menü: der Vorjahressieger der Kochsternstunden, Marcel Kube vom Restaurant „Atelier Sanssouci“ in Radebeul setzt auf Kreativität ebenso wie feine Zubereitung. Neben ihm der Erfinder der Kochsternstunden, Clemens Lutz.

Vom Dinner mit Poetry-Slam bis zur Küchenparty

Beim 12. Menüwettbewerb „Kochsternstunden“ stellen sich 49 Restaurants in ganz Sachsen, darunter 35 in Dresden und Umgebung dem Urteil der Gäste vom 7. Februar bis 15. März.

Genuss mit allen Sinnen in aller Vielfalt lockt wieder bei den bereits zwölften Kochsternstunden in diesem Jahr. Ihre Kochkünste zeigen bei diesem Menüwettbewerb Spitzenköche in 35 Restaurants in Dresden und Umgebung, darunter neun neue unter der Schirmherrschaft von Georg Prinz zur Lippe. Die Eröffnungsveranstaltung mit
verschiedensten Menü-Kostproben und edlen Tropfen findet heute abend, am 6. Februar auf dem Weingut Schloss Proschwitz statt.

Ob Sterneküche, Landgasthof oder Szenelokal. Gemeinsam stellen sie sich noch bis zum 17. März dem Urteil der „Testesser“ um die köstlichsten Menüs, erlesene Tropfen von Winzern aus der Region und den besten Service. Erstmals werden alle 49 teilnehmenden Restaurants aus ganz Sachsen in einem Programmheft vorgestellt, womit dem Wunsch zahlreicher Gäste entsprochen wird. „Das macht es leichter, auch außerhalb der eigenen Essgewohnheiten neue Genussorte kennenzulernen“, schreiben die Initiatoren des Menüwettbewerbs Marlen Buder und Clemens Lutz im Vorwort des über 100seitigen Kochsternstunden-Menüheftes. Es bietet nicht nur eine Übersicht der teilnehmenden Restaurants, sondern ist auch ein Wegweiser zu hervorragenden Lokalen in der Region über das ganze Jahr. Das Titelblatt ziert ein Auszug aus dem Menü des Vorjahressiegers der Kochsternstunden, Marcel Kube vom Restaurant Atelier Sanssouci mit feiner französischer Küche in Radebeul.

„Über diese Auszeichnung habe ich mich mehr gefreut als über den Michelin-Stern, da sie von den Gästen kommt und sie überwiegend zufrieden sind“, sagte Kube, der seine Kreation präsentierte beim Pressefrühstück im Küchenzentrum Dresden. „Jeder Gast ist Restauranttester und wird auch dementsprechend behandelt. Im Anschluss an die Kochsternstunden gewinnen aber nicht nur die Restaurants mit den besten Bewertungen einen Platz auf dem Siegertreppchen, sondern auch auf die Menütester selbst warten tolle Gewinne“, sagt Clemens Lutz. Er selbst wird im Gräfes Wein & Fein in Radebeul sächsische Tapas und passende Weine u.a. von Andreas Kretschko vorstellen (15.2., 19 – 23 Uhr).

“Dinner meets Poetry Slam“ heißt es im Pop Up-Restaurant „Flavour Bast“ von
Verena Leister, die ein 6-Gänge-Menü im Club Kobalt Royal im ehemaligen Basteischlösschen am Theaterplatz 3 kreiert. Den Menüabend begleitet am 3. März, ab 18.30 Uhr die bekannte Dresdner Slammerin und Autorin Kaddi Cutz mit drei weiteren nationalen Künstlern und ihren besonderen Slamgeschichten. Die 3. Küchenparty mit „besten Speisen, spannenden Weinen und schlechtem Kaffee“ steigt bei den Alten Meistern in Dresden (13.3., 19.30 Uhr)  Jeder Restauranttester hat die Chance, einen der 205 Preise zu gewinnen. Als Hauptpreis winkt eine Reise für 8 Tage mit Diamir nach Kapstadt. Die öffentliche Auslosung findet am 20. März, um 11 Uhr im Kobalt Club Royal statt.

Text + Fotos (lv)

http://www.kochsternstunden.de

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Ausstellung „Paragone“ von Sylvia Hagen & Johannes Heisig in der Galerie Himmel

29 Mittwoch Jan 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Johannes Heisig, „Waterloo Sunset“


Sylvia Hagen, „Apokalyptischer Reiter“

Kraftvolle Zeit-Bilder über Störung und Zerstörung

Plastik und Malerei von Sylvia Hagen und Johannes Heisig zeigt die Ausstellung „Paragone“. Die Vernissage ist am 31. Januar, 19 Uhr in der Galerie Himmel in Dresden

Die GALERIE HIMMEL präsentiert mit der kommenden Ausstellung Bronze- und Terrakotta-Plastiken von Sylvia Hagen sowie Gemälde von Johannes Heisig. Die Ausstellung will keinen „Wettstreit der Künste“ ausfechten, wie es der Ausstellungstitel „Paragone“ versprechen mag, sondern widmet sich vielmehr den Handschriften zweier herausragender ostdeutscher Künstler, deren Hauptthemen Figur und Mensch sind.

Sylvia Hagen (*1947 Treuenbrietzen)
Charakteristisch für die faszinierenden Bronze- und Terrakotta-Plastiken der Bildhauerin Sylvia Hagen sind die rauen, spröden und schrundigen Oberflächen mit ihren Durchbrechungen, den unzähligen kleinen Höhlungen und Buckeln, die ein reiches Licht-und-Schatten-Spiel ermöglichen. Diese pulsierende „Haut“ lässt die fragmentierten und wahrhaftigen Figuren zum Leben erwachen. Ihr Volumen scheint allein dem Zweck zu dienen, um ausgehöhlt, durchbrochen und zerklüftet zu werden und seine Oberfläche als Grenze zu verlieren. So wird das Innen nach Außen und das Außen nach Innen gekehrt, Oberfläche und Kern der Skulptur verwachsen wesenhaft miteinander.

Das Werk von Sylvia Hagen steht für die Auflösung kernhaften Volumens und für das Vergängliche, das Verletzliche. Der tektonische Aufbau einiger Figuren zeigt eine klare Strenge, fragil anmutende Werke eine besondere Empfindsamkeit. In der Technik des schichtweisen Aufbaus aus Tonplatten baut die Bildhauerin statische Konstruktionen wie ein Architekt. Dieses Verfahren ermöglicht das scheinbare Auflösen des Körperhaften. Exemplarisch steht dafür die amorphe Figur des gesockelten „Apokalyptischen Reiters“, ein Symbol der Angst für Krieg und Zerstörung. Sylvia Hagen sucht kein naturalistisches Abbild von etwas Gesehenem, sie geht weit darüber hinaus. Ihre Figuren sind nicht erzählerisch, vielmehr metaphorisch. Sie verkörpern auf tief beeindruckende Weise die gesamte Ausdruckskraft existenzieller Seinszustände.

Johannes Heisig (*1953 Leipzig)
In der ostdeutschen Kunstszene der 1980er Jahre mit Hubertus Giebe und Walter Libuda als „Junger Wilder“ apostrophiert, wurde Johannes Heisig 1978 Meisterschüler von Gerhard Kettner an der Dresdner Kunsthochschule. Hier fand er Anschluss an spezifische Traditionslinien der Dresdner Malerei, wie sie unter anderem durch Oskar Kokoschka und Otto Dix vertreten waren. Auch Wegbereiter der Moderne wie Van Gogh oder Cézanne waren richtungsweisend für Heisigs ausdrucksstarke, unorthodoxe und scheinbar unbefangene Malerei. Mit wuchtigem Gestus gestaltet Johannes Heisig seine Themen in Alltag und Geschichte, in Literatur und Musik, in Kunst und Religion. Über fünf Jahrzehnte hinweg hat der Maler eine glanzvolle Handschrift entwickelt, welche durch die selbstkritische Praxis des Verwerfens und Suchens der Form erst zur Vollendung gelangt.
Johannes Heisigs kraftvolle Bilder entfalten einen mitunter betörenden Kolorismus, in dem sensibel orchestrierte Klangfarben aus dem Tonbett eines lichthaltigen Grau heraus leuchten.

In der Porträtmalerei ist das zentrale psychologische Moment der Malerei Johannes Heisigs mit Händen zu greifen. Selten gleitet der Pinsel an der bloßen Oberfläche des Sichtbaren ab. Die Erscheinung des Gegenübers wird als bisweilen schöne, immer jedoch empfindlich dünnhäutige und – ähnlich wie die Landschaften und Stillleben – vergängliche Existenz beschrieben, anfällig für die stets zu gewärtigenden Zufügungen des Lebens. Andere Bilder, in denen sich die Wahrnehmung in phantastische Farbräume hinein weitet, erzählen von inneren Zuständen, von Störung und Zerstörung, von Selbstzweifel, von Hoffnung. Aus dunstig-nebulösen, teils chaotisch strukturierten Farbfeldern lösen sich Figuren, Dinge und Architekturen auf der Suche nach ihrer Rolle im Bild, ihrem Ort in der Welt. Diesen Bildfindungen eignet etwas Dramatisches, ja Bühnenartiges. Doch statt hermetischem Welttheater haben hier bizarre Tagträume ihren Auftritt.

Im Kabinett präsentiert die Galerie Himmel zeitgleich Radierungen von Konrad Henker (*1979 Weimar). Konrad Henker, der sich ausschließlich der Radierung widmet, verbringt mehrere Wochen jährlich in der Gletscherlandschaft des alpinen Hochgebirges, um vor Ort zu arbeiten. In der Einsamkeit und Stille über 3000 m Höhe sind es die elementaren und unmittelbaren Eindrücke, die der Künstler auf schweren Zinkplatten zu fassen sucht. Im Atelier werden die Radierungen mit Aquatinta und Strichätzung aufwendig überarbeitet und weiterentwickelt. Zeichnerische Leichtigkeit, lebendige Dynamik und technische Bravour geben den „Seelenlandschaften“ eine faszinierende Tiefe.

Die Ausstellungen „Sylvia Hagen | Johannes Heisig – Paragone “ und „Konrad Henker – Hintereis. Alpine Radierungen“ werden am Freitag, dem 31. Januar 2020, um 19 Uhr, mit einer Vernissage eröffnet. Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Bernd Küster, Direktor a.D. der Museumslandschaft Hessen Kassel, spricht einführende Worte. Die Künstler werden anwesend sein.

Die Ausstellungen sind vom 1. Februar bis 28. März 2020 zu sehen.

Text:
Anja Himmel & Michael Böhlitz
GALERIE HIMMEL
Obergraben 8
01097 Dresden

Tel. 0351-4843578

email@galerie-himmel.de
www.galerie-himmel.de

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Premiere „Blauer als sonst“ an den Landesbühnen Sachsen

28 Dienstag Jan 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Ein Stück zum Verlieben

Vom ersten Kribbeln im Bauch bis zum Zusammensein erzählt witzig-berührend das Stück „Blauer als sonst“ für Zuschauer ab zwölf Jahren auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Eine abenteuerliche Kistenlandschaft erstreckt sich auf der Bühne. Sie bietet Platz zum Verstecken, Herumlümmeln, Bekritzeln und Festhalten. Anfangs sind rhythmische Schläge wie lautes Herzklopfen aus dem Kisteninneren zu hören. Von dort kommen nacheinander vier Menschen zum Vorschein, ein Junge mit Kopfhörern, ein Mädchen, eine Frau und ein Mann. Sie alle kennen dieses Gefühl, wenn es im Bauch kribbelt, man wie berauscht ist und der Himmel BLAUER ALS SONST. So heißt auch das Stück von Eva Rottmann für Zuschauer ab 12 Jahren, das vom schwebenden Gefühl des Verliebtseins, von erster Liebe mit allen Verrücktheiten, Unsicherheiten, Höhen und Tiefen erzählt (Regie: Esther Undisz, Ausstattung: Irina Steiner).

Mit aller Spannung, Aufregung, Geheimnissen und Überraschungen, wie sie Verliebte egal welchen Alters erleben, erzählt die Aufführung von gerade entflammten, aber auch von vergessenen und verlorenen Gefühlen, die wieder aufsteigen. Die Premiere von „Blauer als sonst“ war unlängst auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Da lernen sich der schüchterne Finn (Felix Lydike) und Jule, die hübsch und irgendwie anders als die anderen ist (eigensinnig: Theresa Winkler) näher kennen. Er ist gerade mit seinem Vater (lässig mit weichem Kern: Alexander Wulke) in eine andere Stadt gezogen und alles ist neu für ihn. Nach einem Vokabeltest treffen sich Finn und Jule im Stadtpark, essen Eis und… küssen sich, erst zaghaft, dann intensiv und er hebt übermütig die Arme. Ein Gefühl wie Fliegen. Der Vater reagiert nervös und fragt vorsichtig, ob sie schon… Und ist erleichtert, als der Sohn ihm antwortet, dass sie das alles in der Schule haben. Bei diesen wenigen, andeutungsreichen Worten in puncto sexuelle Aufklärung ist Schmunzeln im Zuschauerraum hörbar. Einige Mädchen lachen laut, als Finn gleich am Anfang cool und ungeniert direkt einen Rap von Bushido singt. Während sein Vater mit gefühlvoll-wehmütigen Songs von den Beatles u.a. auf der Ukulele das kribbelig herzergreifende Geschehen begleitet.

Schön die Szene, in der Finn und Jule sich in einem mit Kreide gezeichneten Kreis auf dem Boden gegenübersitzen und befragen, was ihnen am anderen gefällt. Und wie Jule überlegt, wann und wo das erste Mal passieren könnte. Witzig, wie Finns Vater für ihn Kondome kaufen will und verlegen herumdruckst und Frau Seidel, die Besitzerin des Stadtparkkiosks ihn herrlich cool-abgeklärt abblitzen lässt (Julia Vincze). Sie erzählt von ihrem ersten Schwarm, wie sie sich in Frank verliebte, der nichts von ihr wissen wollte. Wie sie abnahm, nicht mehr übersehen werden wollte und Frank sie eines Tages endlich nach einem Treffen fragte.

Da weiß Finn bald nicht mehr, ob Jule ihn wirklich will, weil sie seinen „kleinen Freund“ noch nicht mal sehen und anfassen will, als er hinter einer Kiste die Hosen runterlässt. Sein Mitschüler Adrian nervt ihn ständig, wann es denn soweit wäre und er solle sich nicht abwimmeln lassen. Und prahlt, was er mit einem Mädchen schon alles angeblich anstellte. Die Umzugskisten wirbeln auf der Bühne durcheinander wie die Gefühle der jugendlichen Darsteller. Bei der Kioskbesitzerin, wo er eine Flasche Alkohol gegen seinen Liebeskummer klauen wollte, schüttet Finn sein Herz aus und sie erzählt ihm von Frank, der sie damals nachts allein im Schwimmbad sitzen ließ. Belustigt hört sie, als Finn wild entschlossen mit ihr am liebsten nach Russland abhauen und einen Kiosk oder Restaurant aufmachen will. Sein Vater scheint wie verwandelt, macht plötzlich Liegestütze, bestellt gut gelaunt Pizza für beide und springt unter die Dusche als habe er gleich ein Rendez-vous. Manchmal ist der Himmel eben blauer als sonst. Ein witziges, ehrliches und wahrhaftiges Stück zum Verlieben. Viel Beifall vom Premierenpublikum.

Text (lv)

Nächste Aufführungen:

28.1., 10.3., 6.4. auf der Studiobühne der Landesbühnen und am 7.4., 10 Uhr in Hoyerswerda/Kulturfabrik.

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Ausstellung "Aschermittwoch" zum 80. Jahrestag der Zerstörung Dresdens mit Malerei, Grafik und Skulptur von Siegfried Klotz, Franziska und Niklas Klotz und Michael Wutz in der Galerie Holger John in Dresden
  • Ausstellung Christian URI Weber zum 80. in der Galerie mit Weitblick Radebeul
  • Atelierbesuch bei der Malerin Angela Hampel in Dresden
  • Aufführung "Die Geschöpfe des Prometheus" im Schlossgarten Lauenstein & im Kunstgewerbemuseum von Schloss Pillnitz
  • Beflügelnder Ort: Das Melli Beese-Haus in Laubegast strahlt in frischem Glanz mitten in einem wundervollen, urwüchsigen Garten
  • Zwischen Wunderland und Alltag: Wencke Kriemer de Matos und Carlos Matos von den Landesbühnen Sachsen in Radebeul
  • Unterwegs: Ausstellung "Ein-Sichten" von Peter Götz & Christoph Hampel im Schloss Struppen
  • Ausstellung "Seelenlandschaft" von Simone Ghin im Autohaus Gommlich Radebeul
  • Premiere "Bandscheibenvorfall" von Ingrid Lausund im Schauspielhaus Dresden
  • Andrea Wechsler liebt Marathonläufe und Balkan-Geschnetzeltes

Aktuelle Beiträge

  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung
  • Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig
  • BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer
  • Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden

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