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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Ostrale Biennale 2021 bringt zeitgenössische Kunst in Robotron-Kantine & Außenfassade verwandelt sich ab Dezember

27 Freitag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Projekte

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Ein grau verfallenes Gebäude der Ostmoderne wird zum Kunstort: Andrea Hilger, Direktorin des Ostrale Zentrum für zeitgenössische Kunst und Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin des Kunsthauses Dresden auf dem Balkon der Robotron-Kantine. Foto: PR

Robotron-Kantine: Raum für Kunsthaus Dresden und OSTRALE Biennale

Gebäude soll temporär für zeitgenössische Kunst genutzt werden  /  OSTRALE Biennale 2021 erstmals im Stadtzentrum  /  Kunsthaus Dresden bespielt Außenfassade und später auch Innenflächen

Die „Robotron-Kantine“, eine markante Pavillonarchitektur der Ostmoderne, wird in Kürze temporär für zwei Projekte der zeitgenössischen Kunst zur Verfügung stehen. Namentlich werden das Kunsthaus Dresden sowie das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst die Gelegenheit zur zeitweisen Nutzung des Objektes erhalten. Entsprechende Verträge für die Zwischennutzung sind in Vorbereitung, wie beide Häuser heute mitteilten. Damit kann die internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste OSTRALE Biennale erstmals im Dresdner Stadtzentrum stattfinden. Das Objekt befindet sich im Besitz der GERCHGROUP AG, Düsseldorf.

Andrea Hilger ist optimistisch, die Voraussetzungen dafür schaffen zu können, dass die Durchführung der internationalen Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE Biennale (1.7. bis 3.10.2021) in dem Objekt baupolizeilich genehmigungsfähig ist. Sie hat bereits ein Architekturbüro mit den Planungen beauftragt. Die Direktorin des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst: „Wir sind der GERCHGROUP außerordentlich dankbar für das große Entgegenkommen. Sie macht es möglich, dass sich der Hauptort der OSTRALE Biennale O21 nicht nur mitten im Dresdner Stadtzentrum befinden könnte – sondern dass wir dafür auch ein spannendes architektonisches Zeichen der Ostmoderne nutzen können“, freut sie sich.

Noch im Dezember wird die Robotron-Kantine zum lokalen Auftaktort des internationalen Kunstprojektes Nord Ost Süd West, welches das Kunsthaus Dresden mit zahlreichen weiteren Partnerinnen und Partnern plant. Vier Dresdner Künstlerinnen und Künstler bespielen die Außenfassade temporär und setzen damit dem fortschreitenden Vandalismus an dem Gebäude der Ostmoderne buchstäblich Kunst entgegen. Die künstlerische Leiterin des Kunsthauses Dresden Christiane Mennicke-Schwarz erklärt: „Kunst ist Teil der Gesellschaft, auch in Zeiten der Pandemie. Gerade jetzt, vor dem Hintergrund der aktuellen Probleme, ist es wichtig, auch ermutigende Zeichen zu setzen, und dafür, dass wir weiterhin Beziehungen und Austausch mit anderen Menschen in der Welt benötigen.“ Geplant sind Beiträge des Projektes Nord Ost Süd West im Sommer im Rahmen der OSTRALE Biennale O21 wie auch im darauffolgenden Jahr in und an der Kantine.

Text: Tobias Blaurock/blaurock markenkommunikation

OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Andrea Hilger, 1. Vorsitzende, Rethelstraße 45, 01139 Dresden, Tel. +49 351 653 37 63, post@ostrale.de, www.ostrale.de

Museen der Stadt Dresden, Richard Stratenschulte, Tel. 49 (0)351 488-7360, richard.stratenschulte@museen-dresden.de www.museen-dresden.de

Kunsthaus Dresden Karin Ziegler, Tel. +49 (0)162 2056849, karin.ziegler@museen-dresden.de,  www.kunsthausdresden.de

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Galerie Kunst & Eros lockt im Lockdown mit lebensfroher Kunst

22 Sonntag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

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Schönheit, Leidenschaft, Lebensfreude: Galeristin Janett Noack zeigt das Bild „Flamenca“ von Steffen Fischer. Es ist in der Weihnachtsausstellung in der Galerie Kunst & Eros in Dresden ab 4. Dezember zu sehen.


„Dreh mich!“-Kunstobjekt von Frank Voigt in der aktuellen Ausstellung.

Ausstellung ohne Publikum in der Galerie Kunst und Eros
“Das ist der nackte Wahnsinn!“

Die Ausstellung „Eins – Zwei – Dreier“ mit lustvoll-originellen Collagen, Zeichnungen und Objekten von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit ist noch bis 28. November in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden zu sehen.

Liebesszenen aus dem indischen Kamasutra leuchten farbenfroh auf vergilbten Zahlungsbelegen. Venus bezirzt in verschiedenen Rollen und Zeitmoden. Die drehbaren, originellen und sinnenfrohen „Dreh mich !“-Kunstobjekte laden zum Schauen und Bespielen ohne Stillstand ein. Damit lockt im Lockdown zurzeit die
Ausstellung „Eins – Zwei – Dreier…“ mit Collagen, Zeichnungen und Objekten von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 (verlängert bis 28. November).

Bei ihrer reizvollen Gemeinschaftsarbeit dreht sich in den Bildcollagen buchstäblich alles rund um Lust und Liebe, mal wild, romantisch, nostalgisch, sehnsuchtsvoll und melancholisch. Neben ihrer Sammellust von allerlei Bedrucktem teilen sie die Leidenschaft des Briefe-Malens, diese Kunst der Mailart verbindet die drei Künstler seit den 1980-er Jahren mit gegenseitiger Post aus aller Welt. Jeder von ihnen hat bei den Dreh-Objekten eine Seite auf seine Art bemalt und beklebt. Da treffen Blumenmädchen und träumende Damen aus Stammbuchalben auf Frauenakte und witzig neu zusammengesetzte Körperbilder. Doch zurzeit kommen kaum Besucher in die Galerie.

“Durch den Lockdown sind weniger Leute unterwegs als sonst. Sie sind verängstigt durch die steigenden Corona-Zahlen, ziehen sich wieder zurück und vergessen, dass das Leben weitergehen muss“, sagt die Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack (39). Die Straßen sind ruhig. Es schauen kaum Leute auch in die umliegenden Geschäfte auf der Hauptstraße herein. „Die Maskenpflicht schränkt das Bummeln und Kaufverhalten ein. Es wird nur das Nötigste gekauft.“ Ihre Galerie habe bereits Einnahmeverluste. „Wir leben auch vom Laufpublikum und momentan fehlen die Touristen, die auch kaufen“, merkt sie deutlich. Die Galerie sei zwar geöffnet und sie kann arbeiten, aber sie darf keine Veranstaltungen machen, die aber wichtig sind, damit die Kunst noch mehr gesehen wird.

„Eine Galerie ohne Publikum. Das ist der nackte Wahnsinn“, sagt Janett Noack zur derzeitigen Situation. „Einerseits müssen wir den Virus eindämmen. Doch das Schlimmste ist, wenn alles stillsteht in der Kultur.“ Ihr ist daher wichtig, nicht aufzugeben, produktiv zu bleiben. Es sei allerdings ein Spagat zwischen den immer neuen Corona-Verordnungen, so dass sie kaum planen könne, sondern spontan, flexibel und geduldig bei den Ausstellungsterminen fürs nächste Jahr sein muss. „Wenn man sich zu verrückt machen würde, was alles verloren gehen kann und auf der Strecke bleibt, könnte man nicht mehr schlafen und es drückt auf die Psyche.“ Sie versucht daher, locker und entspannt zu bleiben. „Irgendwann ist es auch wieder vorbei.“ Dabei helfe ihr die künstlerische Arbeit schon sehr. Janett Noack  widmet sich jetzt wieder mehr der Porzellanmalerei, erfreut sich an neuen Formen und Dekoren und erledigt Auftragsarbeiten.

„Es gab auch vor dem Lockdown schon Kunden und Förderer, die mich unterstützt haben, indem sie Kunst gekauft haben und mir zeigten, es geht weiter.“ Gerade bemalt sie in ihrem Atelier in der Galerie eine weiße Bodenvase mit schwarzem antiken Blumenmuster, dazu gesellt sich ein Kolibri. Ein Sammler, ein Biologe aus Wien regte sie zu Bildmotiven mit Insekten und Schnecken an, die seither paarweise filigran auf Schmuckdosen, Schalen und Kettenanhängern umher schwirren. „Man kann Kultur auch anders, zuhause genießen, malen, Musik hören, lesen…“, zählt Janett Noack auf. Da die Musikschule derzeit geschlossen hat, findet bei ihnen Hausmusik statt: Sie singt, ihre Tochter Klara (6) spielt Geige und Sohn Arthur (10) bläst ins Horn.

Die alljährliche Gruppenausstellung mit verführerischer Kunst zu Weihnachten, dem Fest der Liebe soll am 4. Dezember eröffnen (von 17 – 21 Uhr) mit fließendem Kommen und Gehen der Besucher. Die Weihnachtsausstellung „Erotischer Advent“ ist bis 30. Januar 2021 zu sehen. „Es wird eine feine, stille Ausstellung mit Kunst gestandener und junger Künstler.“ Neben Urgesteinen der Galerie wie Gudrun Trendafilov, Steffen Fischer und Wieland Richter werden erstmals Grafiken von Tina Wohlfarth sowie Zeichnungen von Oskar Staudinger und Malerei von Viktoria Graf zu sehen sein.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa 11 – 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

Kunst in Bewegung. Die drehbaren Objekte in der Ausstellung laden ein zum Bespielen und auch Posieren, um dem nackten Wahnsinn in diesen ver-rückten Zeiten Ausdruck zu verleihen. Da hilft nur Humor, Zuversicht und locker bleiben. Wie hier zu sehen: Galeristin Janett Noack und Lilli Vostry, freie Journalistin und meinwortgarten.com-Inhaberin.

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Ausstellung „Bilder ohne Rahmen“ von Ausdrucksmalern in der Städtischen Galerie Dresden

01 Sonntag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

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„Wenn du eine innere Stimme hörst, die sagt: Du kannst nicht malen, dann male auf jeden Fall, damit diese Stimme zum Schweigen gebracht wird.“ Vincent van Gogh

„Manche Maler machen aus der Sonne einen Punkt. Andere machen aus einem gelben Punkt eine Sonne.“ Pablo Picasso

Eine Augenweide der Fantasie

Eine Gruppe von Ausdrucksmalenden  zeigt zurzeit in einer Ausstellung mit dem Titel „Bilder ohne Rahmen“ ihre ausdruckreichen Arbeiten in der Städtischen Galerie im Landhaus/Stadtmuseum Dresden, EingANG lANDHAUSSTRASSE. Die Finissage mit Ausstellungsrundgang für die Besucher und anschließendem gemeinsamen Essen, Trinken und Erzählen im Museumscafé findet heute, am 1. November, von 16 bis 19 Uhr statt.

„Zum Ausdrucksmalen komme ich mit einem Rucksack, den ich sukzessive auf das Blatt entleere“, steht auf einer der farbenfrohen Postkarten zu dieser besonderen Ausstellung. „Im Malraum bin ich geschützt und kann sein, wie ich bin“, schreibt ein anderer Teilnehmer dieses Projekts. Auf rund 300 Quadratmeter sind 48 farben- und formenreiche Bilder von malfreudigen Menschen zu sehen, die dabei ganz auf ihre eigene Wahrnehmung, Sehen, Empfinden und Intuition vertrauen. Die Freude am Malen und mehr über sich zu erfahren und sichtbar werden zu lassen für andere, stehen dabei im Vordergrund. Leider habe ich erst vor kurzem rein zufällig bei einer Lesung im Landhaus von dieser ungewöhnlichen, sehr sehenswerten Ausstellung und Begleitprogramm erfahren, die bereits seit September laufen.

Dieses Angebot des Ausdruckmalens startete zunächst als ein Projekt für minderjährige, unbegleitete Geflüchtete, die ihre Erlebnisse und Gefühle in den Bildern frei herauslassen und verarbeiten konnten. Inzwischen sind dazu interessierte Dresdnerinnen und Dresdner aller Altersgruppen und Herkunft jeden zweiten Mittwoch von 16 bis 18 Uhr im Malraum der Städtischen Galerie Dresden eingeladen, sich von Farben und Formen inspirieren zu lassen und ihren eigenen kreativen Ausdruck zu finden. Das Projekt Ausdrucksmalen wird geleitet von Irene Bader und Franziska Schmidt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.hier-ist-malraum.de

Anmeldung erforderlich unter: franziska.schmidt@museen-dresden.de

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Kunst aus Tschechien in der Galerie Rainar Götz

17 Samstag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Anästhesist, Kunst- und Weinliebhaber und Galerist Rainar Götz weiß ästhetische Genüsse zu schätzen. Zurzeit stellt er Arbeiten von Markéta Safáriková, darunter auch unikate Kleider mit bedruckten Motiven von ihr in den Räumen auf der Westendstraße 16 in Dresden-Plauen aus. Fotos: Susanna Lotte Henken

Faszinierende Fotomalerei voller Verwandlung

Bilder zwischen Traum und Realität zeigt die Künstlerin Markéta Safáriková zurzeit im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage in der Galerie Rainar Götz in Dresden-Plauen. Die Ausstellung ist noch bis 12. November zu sehen.

Bunte Herbstblätter wirbeln auf grauer, fast menschenleerer Leinwand. Ein intensivrotes Stillleben mit Äpfeln. Drei schwarze, knorrige Bäume stehen geheimnisvoll beisammen wie „Schicksalsgöttinnen“. Faszinierend verwandelt,
in starken Farbkontrasten zwischen Traum und Realität schwebend,Grenzen auslotend, geht es auf die Suche nach dem “Gleichgewichtszustand“. So heißt die Ausstellung mit Malerei auf Fotografie von Markéta Safáriková, zu sehen im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage in der Galerie Rainar Götz auf der Westendstraße 16 in Dresden-Plauen.

Zwei Wochen lang locken außerdem Konzerte und Lesungen an vielen Orten in der Stadt noch bis 18. Oktober. Gerade stand der selbstständige Narkosearzt noch im OP-Saal einer Klinik, drei Stunden später eröffnete der Anästhesist und Galerist Rainar Götz (62) die Ausstellung der aus Prag stammenden Künstlerin. Mit ihren Arbeiten öffnete zugleich die erste und älteste Galerie in der Südvorstadt wieder ihre Türen als
Kunst- und Begegnungsort. Im Mai 2006 begann Götz neben seiner Anästhesiepraxis mit seiner Galerie im Souterrain des von ihm sanierten Hauses. Er zeigt zeitgenössische Werke internationaler Künstler unter dem Motto: „Ausland in Dresden“.

Seit 2009 stellten bereits Künstler aus Argentinien, Chile, Russland, England, Iran und Italien in der Galerie Rainar Götz aus. Einerseits, weil er selbst weiß, was es heißt angenommen und willkommen zu sein in der Fremde. Er hat eine Zeitlang in Italien und der Schweiz gelebt. “Die Ausstellungen sind ein Angebot, Kultur aus anderen Ländern als Bereicherung zu sehen, nicht nur den Elbe-Barock, schließlich erweitert dies den Blick des Verständnisses für die Welt“, sagt Rainar Götz. In diese Galerietradition passt nahtlos die Ausstellung mit Kunst aus Tschechien. „Ein Land, das aktuell aufhorchen lässt in der Corona-Krise und auch mit den sensiblen Arbeiten und der beeindruckenden Technik der Fotomalerei“, so Götz.

Markéta Safáriková lernte er durch seine jetzige Galeriemitarbeiterin Susanna Lotte Henken kennen, ebenfalls Tschechin, bei einer Lesung mit der bekannten Schriftstellerin Radka Denemarková im letzten Jahr in Dresden. Die Ausstellung mit rund 120 Bildern erstreckt sich über zwei Etagen. Sie hängen im hinzugekommenen medizinischen Schönheitsatelier „Curabella“ und in der neuen Weingalerie mit edlen Tropfen aus Portugal, Spanien und Österreich und demnächst auch Elsässer und Schweizer Käse.

„Vom Galerismus satt werden kann ich nicht, aber ohne ihn würde ich verhungern“, sagt Rainar Götz über seine Kunstleidenschaft. Im Titelbild der Ausstellung sind helle und dunkle Farbflächen wie Traumgespinste verwoben. Die Farbe überdeckt oft Teile der Landschaft und Gesichter, mal wie ein Hauch, mal gitterartig und wie mit einer Schutzhülle versehen. Markéta Safáriková malt gegen das Dunkle an. Das Pierrot-Motiv des traurigen Clowns ist auch auf Kleidung gedruckt.

Insekten schwirren in zart farbigen Aquarellen im Weinregal und wundersame, skurrile Wesen wie Scherenkäfer und „Keimlinge“ blinzeln aus vielfarbigen kleinen Zeichnungen den Betrachter an. Außerdem gibt es ein Galeriedinner für Kunstliebhaber am 28.10., um 18 Uhr (Voranmeldung erforderlich. Mehr dazu unter www.galerierainargoetz.de ) Dann kocht Rainar Götz ein Vier-Gänge-Menü für maximal 16 Personen. Die Finissage (mit Kunstauktion) der Ausstellung von Markéta Safáriková findet am 12. November ab 18 Uhr statt.

Text (lv)

http://www.galerierainargoetz.de


Galeriedinner & edle Tropfen. Dabei kocht Rainar Götz ein Vier-Gänge-Menü für Besucher in seiner Kunst- und Weingalerie. Das nächste findet am 28.10., um 18 Uhr statt. Voranmeldung erforderlich über die Galerie Götz.

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Ausstellung „Die oberflächliche Sicht der Dinge“ von André Ismer im „Kastenmeiers“

25 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart

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„Dieser Augenblick“


Stadtsilhouette von Dresden

Farbreiche Blicke hinter die Fassade

Der Dresdner Künstler André Ismer stellt vom 27. September bis 27. November im „Kastenmeiers“ im Taschenbergpalais. Taschenberg 3 in Dresden aus. Die Vernissage ist am Sonntag von 13 bis 15 Uhr.

Ob ein Akt oder ein Porträt, ob Ansichten von Dresdens Stadtsilhouette oder ein Statement zum Zeitgeschehen mit Wladimir Putin oder Barack Obama – die vertikalen Strukturen seiner Bilder sind ein Markenzeichen des Dresdner Künstlers André Ismer. Mit einer ausgeklügelten Technik gliedert er seine Motive in vertikale Streifen, verschiebt und versetzt scheinbar Vertrautes bis zur Verfremdung. Glatte Flächen werden aufgebrochen und überlassen es dem Auge, die Strukturen zu ordnen und neue Ansichten und Einsichten zu gewinnen.

Gesehenes wird aufgelöst und neu formatiert. Zur Vernissage am 27. September von 13 bis 15 Uhr im Beisein des Künstlers sind Kunstfreunde herzlich eingeladen. Sie wird musikalisch umrahmt durch die Musikerin und Sängerin Tini Bot. Dies ist nicht nur die neunte Ausstellung im Restaurant am neuen Standort, sondern gleichzeitig Nummer 72 seit Beginn dieser Tradition im Herbst 2010 im Kurländer Palais.

Die Ausstellung ist vom 25. September bis 27. November zu sehen. Eine Besichtigung unabhängig von einem Restaurantbesuch ist täglich zwischen 15 Uhr und 17 Uhr möglich. Die Hygieneregeln sollten dabei eingehalten werden. Das Restaurant hat von 17 Uhr bis 23 Uhr geöffnet.

Über André Ismer

André Ismer, 1976 in Dresden geboren, malt und zeichnet bereits seit frühester Kindheit. Nach einigen Mal-und Zeichenkursen nahm er schließlich am Abendstudium der Hochschule für Bildende Künste teil. Über die Jahre entwickelte er seinen eigenen Malstil, die Vertikalstrukturen. Seit 2007 ist André Ismer als freiberuflicher Künstler tätig und hatte seitdem bereits viele Ausstellungen in Dresden und Umgebung. André Ismer ist ein Heutiger. Das Konkrete wird abstrahiert, bleibt sich aber treu. Dabei werden Streifen auf der Leinwand abgeklebt mit Acrylfarbe übermalt und später wieder gelöst, in verschiedenen Schichten, bis sich Alles zu einem Ganzen zusammenfügt. Durch diese Technik wird das Gesehene aufgelöst und neu formatiert. Die Vertikale wählte sich der Künstler als Grundstruktur. Die Oberfläche wird aufgeteilt in schmale Teilbereiche, aufgebrochen, wie ein Film, der wechselnde Lichtverhältnisse vorführt. Derselbe Gegenstand in unterschiedlichen Zuständen. Die hellen Elemente treten in den Vordergrund, das Dunkle wird finster. Wer mag, kann darin eine Philosophie entdecken.

Text + Fotos: Sabine Mutschke

Weitere Infos zum Künstler:
www.andre-ismer.jimdofree.com

http://www.kastenmeiers.de

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Ausstellung zur umherziehenden „Pfütze“ von Sabine Eichler im Atelier Kati Bischoffberger

21 Montag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Kinder planschen gern durch Pfützen und entdecken darin die Welt wundersam verwandelt. Diesen Effekt nutzt die Künstlerin Sabine Eichler in ihrem Kunstprojekt mit ihrem Objekt „Pfütze“, auf einem Handwagen an der Leine ist sie damit unterwegs und hält dabei entstehende Begegnungen, Spiegeleien und neue Selbsterkenntnisse mit anderen Menschen in Fotografien und Videofilmen fest. Zurzeit ist sie zu Gast im Atelier von Kati Bischoffberger. Beide Künstlerinnen hatten viel Spaß wie man sieht – die „Pfütze“ steht für Offenheit, Fantasie, ist ein Mittel zur Kommunikation und bringt Menschen zusammen. Text + Fotos (lv)

*

Zieh’ mir den Himmel über Land

Sabine Eichler bespielte mit Installationen, Fotografien und Videos die Galerie Drei auf der Prießnitzstraße. Zurzeit ist die Künstlerin mit ihrer „Pfütze“-Installation im Atelier von Kati Bischoffberger auf der Oschatzer Strasse 5 zu Gast.

„Je langsamer, desto mehr Blume“, sagt die Künstlerin Sabine Eichler. Was zunächst als ebenso absurde wie poetische Aussage überrascht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als passender Sinnspruch für die vielgestaltige Kunst Eichlers, die nach einer Buchbinderlehre im Abendstudium an der HfBK sowie an der Burg Giebichenstein in Halle studiert hat. Unlängst waren ihre Arbeiten in der Ausstellung „Ich zieh den Himmel über Land“ in der galerie drei zu sehen.

Vor einigen Jahren stieß Eichler im Roman „Stechapfel“ der Finnin Leena Krohn auf jene symbolhafte Szene eines kleinen Jungen, der voller Verzückung eine Pfütze als Mittel der Spiegelung von Welt und damit als Bild für einen neuen Blick auf das Leben entdeckt. Derart angestachelt, baute Eichler 2017 aus Presspappe, Bauschaum und schwarzer Folie eine erste eigene „Pfütze“, die sie fortan auf einer Art Handwagen montiert an der Leine auf Ausflüge, Reisen und Besuche bei Freunden mitnahm.

Für die Künstlerin ist die der Literatur entlehnte, abstrahierte „Pfütze“ Spiegel und Lupe, Kunstobjekt und Objektkunst, Wegbegleiter und Wegweiser in einem. Sie ist ein Vehikel für Perspektivwechsel, eine ständige Objekt – ja beinahe Subjekt – gewordene Erinnerung daran, dass nichts als gegeben oder neutral missverstanden werden sollte – das Meiste, das uns umgibt, ist gemacht und veränderbar – wie seine Deutung.

Die Künstlerin hat das Objekt „Pfütze“ während der Fertigung im Atelier fotografiert sowie in der Folge in Kombination mit den unterschiedlichsten Gegenständen und Menschen: Während der Zeit der bislang größten Corona-Beschränkungen hierzulande liefen Leute mit jener „Pfütze“ im Schlepptau durch die Dresdner Innenstadt und den Großen Garten. Man kann sich vorstellen, dass das Ziehen eines ein Meter langen, flachen und mit Wasser gefüllten Objekts an einer Hundeleine die eigene Bewegung verändert, verlangsamt und folglich auch unseren Blick auf die Welt – den der anderen sowieso. In dieser beinahe meditativen Reflexionsübung mit angeleinter „Pfütze“ liegt viel Komik und ein großes, geradezu befreiendes Potenzial.

Als Ausstellung funktioniert das Ganze mal mehr, mal weniger. Da die Künstlerin im Normalfall nicht anwesend ist, um das eigene Werk zu erklären und zu kontextualisieren, müssen Anliegen, Idee und Umsetzung aus den Arbeiten heraus funktionieren und sich allein durch sie vermitteln. In den Räumen der Galerie wird die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmittel und Medien, derer sich Sabine Eichler für ihr Projekt bedient hat, deutlich, ebenso wie ihre Fantasie und das Radar für menschliche Begegnungen, die sich während des Projekts ergaben, es befeuerten und ihm ihre Prägung gaben.

Die großen Fotodrucke im Untergeschoss geben einen Eindruck von den Frauen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds, die Eichler in den letzten Monaten getroffen hat und die mit der „Pfütze“ jeweils andere Erfahrungen machten – weil sie ihre je spezifische Lebenssituation an das Objekt heran- und ins Projekt hineintrugen. Diese Aufnahmen haben, ebenso wie der Film mit einer der Protagonistinnen, vor allem dokumentarische, weniger künstlerische Qualität. Andere Fotografien überzeugen als Bilder an sich, wie die absurden Kombinationen von „Pfütze“ und Plastiktiger an ihrem Ufer, weil hier leichtfüßig alle Größenverhältnisse und Realitätsebenen ausgehebelt werden, sodass klar wird: Alle Sinnzuweisung ist eine Abstraktion und funktioniert stets im Verhältnis zu anderen derartigen Interpretationsleistungen. Ebenso poetisch wie sinnfällig ist die beinahe monochrome, ins Riesenhafte gesteigerte Nahaufnahme der „Pfütze“ und ihrer Spiegelungen. Als programmatisch offenes Bild erlauben sie mannigfaltige Deutungen, weil wir hier nicht sicher sein können, was wir eigentlich sehen – die Welt, ihr Spiegelbild, beider Umkehrung oder nur das, was wir sehen können und zu sehen glauben.

Von Teresa Ende
Kunsthistorikerin
(Dieser Beitrag erschien am 16.9.2020 in der DNN und wurde von Sabine Eichler freundlicherweise zur Verfügung gestellt für meinwortgarten.com )

Die Ausstellung von Sabine Eichler war bis 19. September in der galerie drei, Prießnitzstraße 43 zu sehen. 

http://www.sezession89.com


„Die Pfütze“ als Spiegel, Kunstobjekt und Ort der Begegnung: Kati Bischoffberger vor ihrem Atelier, wo das Kunstprojekt von Sabine Eichler zurzeit vorgestellt wird.

Atelier

Kati Bischoffberger

Oschatzer Straße 5
01127 Dresden
0351-5004020

Sabine Eichler
http://co.sabine-eichler.de/?page_id=869
http://sabine-eichler.de
https://www.instagram.com/sabine_eichler/
Kati Bischoffberger
https://www.instagram.com/kati_bischoffberger/
http://kati-bischoffberger.com

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Ausstellung „Spielereien & Spiegeleien in der rollenden Pfütze“ von Sabine Eichler im Atelier Kati Bischoffberger

20 Sonntag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Collage-Spielerei von Kati Bischoffberger

Die Pfütze als Spiegel

„Spiegeleien in der rollenden Pfütze“ heißt ein fotokünstlerisches Projekt von Sabine Eichler, mit diesem ist sie zu Gast im Atelier von Kati Bischoffberger. Sie hat die Ruhe und den Rückzug während der Corona-Ausgehbeschränkungen genossen, erzählt sie. „Aber jetzt reicht`s und ich habe Sehnsucht nach Leben in meinem Atelier.“

Ihre Collage-Spielerei will in Resonanz und direkten Kontakt mit den Besuchern gehen.

Zur Ausstellungseröffnung mit ihren neuesten Arbeiten laden die beiden Künstlerinnen am 20. September (16 – 18 Uhr) neugierige Kunstfreunde herzlich ein ins Atelier von Kati Bischoffberger auf der Oschatzer Straße 5 in Dresden.

Weitere Infos zu den Künstlerinnen:

Sabine Eichler
http://sabine-eichler.de
https://www.instagram.com/sabine_eichler/
 
Kati Bischoffberger
https://www.instagram.com/kati_bischoffberger/
http://kati-bischoffberger.com

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Ausstellung „Eins Zwei Dreier“ in der Galerie Kunst & Eros

18 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Zwischenmenschliches

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»EINS – ZWEI – DREIer«

Petra Lorenz, Volker Lenkeit & Frank Voigt

Zeichnung · Collage · Objekt

18. September bis 14. November 2020

Vernissage am Freitag, 18. September 2020 · Beginn 19.00 Uhr

Begrüßung: Janett Noack
Einführung: Solvig Frey
Musik: Mario Faust – Trompete/ Surbahar (Sitar) & Christian Retzke – Electronics

Zur Vernissage der Ausstellung »EINS – ZWEI – DREIer« am 18. September 2020 um 19 Uhr lädt die Galeristin Janett Noack alle Interessierte herzlich ein.

Die Künstlergruppe ist anwesend.

Petra Lorenz, Volker Lenkeit & Frank Voigt nehmen erstmalig in einer gemeinsamen Ausstellung die Spur des Eros auf. Die Ausstellung zeigt eine Vielfalt an erotischen Zeichnungen von Volker Lenkeit, welche durch ihre Transparenz und Überlagerungen verschiedener Materialien eine geheimnisvolle Tiefe erzielen. Petra Lorenz & Frank Voigt bringen einfachste Techniken wie Collage und Schnitte, Kopierverfahren und Montagen zum Einsatz, alle verfügbaren Materialien und vorhandene Bildwerke wie Zeitungsausschnitte, Stempel oder Postkarten werden kombiniert.

Künstler und Galeristin freuen sich auf dieses Wiedersehen, auf die Neugier der Besucher und auf die anschließende Geselligkeit in der Galerie.

Text + Foto:  Janett Noack & Team

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden – Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr, Tel.: 0351 – 802 47 85 

kunstunderos.de, info@kunstunderos.de  

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Ausstellung „Geträumt in Farbe & Gelebt in Farbe“ von Kerstin Dähne und Edgar Kupfer in der Galerie mit Weitblick Radebeul

18 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik, Poesie

≈ Ein Kommentar


In ihren Bildern nehmen lichtvolle und dunkle Träume Gestalt an: Kerstin Dähne und Edgar Kupfer, hier vor seinen geschichtenreichen Ölbildern in der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Die Leuchtkraft der Farben

In Bildern festgehaltene Träume zeigen Kerstin Dähne und Edgar Kupfer in der nunmehr 20. Ausstellung der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Sonnenlicht und Nachtschatten begleiten den Wanderer auf seinen Wegen, mal endlos schlängelndem Asphalt oder einem majestätischen Berggipfel. Dunkle Baumumrisse und ein heller Schimmer aus einem Fenster zeichnen sich ab vor einem glühenden Morgenhimmel. “Geträumt in Farbe – Gelebt in Farbe“ heißt die derzeitige Ausstellung mit Malerei und Grafik von Edgar Kupfer und Kerstin Dähne in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13 in Radebeul.

Zur Eröffnung am vergangenen Sonntag nachmittag spielte der Musiker Heinz Lindner im begrünten Brunnen vor der Galerie, wo die Besucher gut verteilt standen, auf Flöten aus aller Welt. Dabei ertönten viele Klangfarben, ein Didgeridoo und Obertongesang von sanft, erdig, rau bis traumversunken in andere Welten entführend. Passend zu den vielfarbigen, gestaltreichen und geheimnisvollen Bildern von Edgar Kupfer und Kerstin Dähne.

Es ist bereits die 20. Ausstellung der Galerie mit Weitblick und eine der schönsten und umfangreichsten bisher. Zu sehen sind vielfältige konkrete und abstrakte Landschaften, reale und erträumte Orte und Räume. Zwei Wände voller kleinformatiger Ölbilder auf Pappe, ohne Bildtitel, die Figürliches, oft Gegensätzliches zeigen. Angeregt sind sie von Filmen, Reisen, Computerspielen und Stimmungen, die aus dem Traumhaft Ungewissen aufsteigen, so Kupfer. Da wandert der Blick von Strohballen auf dem Feld, dem türkisblau schlängelnden Fluss in Serkowitz, Booten im Hafen, einer bezaubernden Baumallee hin zu alten südländischen Gemäuern mit Torbögen und verwinkelten Gassen und entdeckt dahinter Radebeuler Fassaden.

Da begegnen einem Clownsgesicht und Skelett. Ein Magier mit tanzenden Geistern. Gestalten mit fliegenden Herzen, Fackel und Lautsprecher, einem heran nahenden Segelschiff auf dem Meer und schwarzer Festung, die zum “Sturm auf die Bastille“ blasen. Eine Ratte sucht das Weite. Eine Frau mit Zeichenblock auf der Wiese und vor uralten Gebäuden. Ein sonnengelber Frauenakt auf rotem Tuch. Einsam umherirrende, nachtschwarze Gestalten mit Regenschirmen. „Der Morgenspaziergang der Robinsons“, heißt dieses augenzwinkernde Bild. Edgar Kupfer wurde 1967 in Dresden geboren. Er ist künstlerischer Autodidakt, orientierte sich als Jugendlicher an Comic- und Buchillustrationen und gestaltete später mehrere Bücher. Seit 1991 beschäftigt er sich neben dem Zeichnen und Grafik mit Ölmalerei. Eine Ausstellung seiner Grafiken war unter dem Titel  „Der schwarze Strich“ 2016 bereits in der Galerie mit Weitblick zu sehen.

Nun zeigt er neue Arbeiten zusammen mit Kerstin Dähne. Mit ihr bietet er im Notart-Kreativraum in Radebeul künstlerische Kurse für Kinder und Jugendliche an. Ihre leuchtend farbigen, oft surreal märchenhaften bis düsteren Ölbilder tragen Titel wie “Anker“, „Anlegestelle“ und „Der Morgen danach“. Ein Bild zeigt einen Muskelmann und seine zwei Seiten, verletzlich und gepanzert. Farben und Körper umarmen sich in einem Paar-Bild am Meer, erst auf den zweiten Blick erkennbar. Auf einem Graffiti-Bild in Form eines Labyrinths stehen rot die Worte „Lebenslang“ und „Veränderung“. „Das Labyrinth hat einen Anfang und ein Ende, die Wege führen mal nach innen und außen, näher zu sich selbst“, so Kerstin Dähne. Ein paar Schritte weiter ein Bildnis einer weiß blühenden und einer welken Tulpe.

Zwei farbige Radierungen mit Aquatinta zeigen einen Stein im Wanken und „Amor… im Strom der Zeit“, den sie in einem Skulpturenwald im Seifersdorfer Tal entdeckte. Kerstin Dähne wurde 1978 in Riesa geboren. Die gelernte Krankenschwester fand in einer dunklen Lebensphase Halt in der Kunst, der Leuchtkraft der Farben. Bei Edgar Kupfer erlernte sie verschiedene Tiefdrucktechniken. Inzwischen ist sie die Chefin im Noteingang-Verein. Zur Ausstellung, die noch bis 10. Januar 2021 zu sehen ist, erschien ein traumwandelnder Katalog mit Bildern und Gedichten, die Edgar Kupfer erstmals veröffentlicht hat, im NOTschriften Verlag Radebeul. Zudem gibt es zwei große Grafikmappen von ihm in der Galerie.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa & So 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

http://www.doro-malerei.de


Neuer Spielort: Der Brunnen vor der Galerie mit Weitblick, wo der Laudator und Autor Thomas Gerlach die 20. Ausstellung eröffnete und der Musiker Heinz Lindner aus Gostewitz mit besonderen Flöten, Didgeridoo und Obertongesang die Besucher verzauberte und sein Hund „Strolch“ freute sich ebenso über den schönen Platz im Freien.


Leuchtend farbige Bilderlandschaften zeigt Kerstin Dähne in der Ausstellung.

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Kunst-Aktion „Heimatschutz – Mein Land muss gerecht werden“ mit Dada Vadim im Dresdner Zwinger

11 Freitag Sept 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Herbstputz im Dresdner Zwinger. Erneuerung & Spuren im Sand wird der Aktionskünstler Dada Vadim von Sonnenauf- bis Untergang am Sonnabend hinterlassen. Foto: Dada Vadim

Fegen, Fegen, Fegen für ein schönes Aussehen

Performance: „Dada Vadim – Heimatschutz – Mein Land muß gerecht werden“ am 12. September ganztags im Dresdner Zwinger.

Der Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) erhielt über die jährlichen Förderankäufe der Kulturstiftung dieses Jahr die Performance „Heimatschutz – Mein Land muß gerecht werden“ des Dresdner Künstlers David Adam alias DADA VADIM. Am Samstag, dem 12. September 2020, wird er seine ganztägige Aktion im Innenhof des Zwingers durchführen, zu der der Kunstfonds zusammen mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen herzlich einladen.

Während seiner Performance wird DADA VADIM die Sandfläche des Zwingerinnenhofes mit einem Laubbesen rechen, um dem Bereich ein gepflegtes und geordnetes Erscheinungsbild zu geben. Er beginnt bei Sonnenaufgang und beendet die Aktion nach Untergang der Sonne. In dieser Zeit bearbeitet und ordnet der Künstler die Fläche, während die Besucher*innen ihre Spuren im Sand hinterlassen; so wird DADA VADIM immer wieder von Neuem beginnen müssen, den Zwingerhof in ein einheitliches Bild zu bringen und das Land mit einer gerechten Oberfläche erscheinen zu lassen.

Die Aktion wird mit freundlicher Unterstützung der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH realisiert.

Weitere Informationen auf der Website des Künstlers www.davidadam.de.

 

Text: Staatliche Kunstsammlungen Dresden ◦ Abteilung Medien und Kommunikation
Residenzschloss ◦ Taschenberg 2 ◦ 01067 Dresden
T +49 (0)351 4914 2643 ◦ presse@skd.museum ◦ http://www.skd.museum

 

»HistoPad Albrechtsburg Meissen«
Augmented Reality und 3-D-Inszenierungen.

Eine Neuheit in Deutschland: Mit dem „HistoPad Albrechtsburg Meissen“ auf Entdeckertour.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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