• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Eröffnung der Ausstellung „Interieur Underground“ im Lügenmuseum Radebeul

06 Mittwoch Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Beim Bau des Sound-Koffers für die Ausstellung: Helfer Justus Erhard
Lebendig Zeitgeschichte vermitteln will Reinhard Zabka, der künstlerische Leiter von
„Interieur Underground“

Sensationeller Fund 

Ein neuer Ausstellungsraum in der Dauerausstellung im Lügenmuseum Radebeul entführt in die konspirative Künstlerszene der DDR. Die Eröffnung wird am 9. Dezember, ab 18 Uhr gefeiert. 

Im April 1992 ahnte niemand, dass der Anruf des Künstlers Albrecht Hillemann aus Erfurt einen sensationellen Fund zu Tage bringen würde. In der Taubengasse in Erfurt wurde ein verfallenes barockes Haus saniert. Welch eine Überraschung, die Sanierung legte im Dachquartier eine übertapezierte Tür frei. Dahinter lag ein geheimer Raum, verstaubte Möbel und nicht genau zu bestimmende Kunstwerke. Alles musste geräumt werden. Das Erfurter Stadtmuseum lehnte ab. Das Lügenmuseum war interessiert, weil in den 1970er Jahren Albrecht Hillemann und Reinhard Zabka in der Backstube des besetzten Hauses ein Atelier bezogen hatten.

Drei Stockwerke auf steilen Holzstiegen empor, ganz oben dann Ausblicke auf das Augustinerkloster und die Mühle an der Gera. In dem Raum hatte zuletzt ein Künstler gewirkt, das war auf den ersten Blick klar. Die Wände voller Kunst, die Bücher in graues Packpapier eingebunden. Die Kunstgegenstände stellten wir an die Wand, um sie zu begutachten. Alles wirkte wie eine Zeitreportage in Form von Skizzen, Objekten und Experimenten. Spiegelbild einer schwierigen Zeit, eine Episode aus Erfurts Kultur im Verborgenen der 1970er Jahre.

Die Ansammlung wurde ins Lügenmuseum transportiert, entstaubt und eingelagert. Die Namen der Künstler waren unbekannt, nichts war signiert. Es gab Umzüge, zuletzt 2012 in den Gasthof Serkowitz. Doch die Erfurter Sammlung blieb in groben Zügen erhalten. 25 Jahre nach dem Fund erhielt das Lügenmuseum eine Förderung der Bundesstiftung Aufarbeitung. Dies gab uns die Mittel, diese Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sie neu zu entdeckten. Was da unter dem sozialistischen Schubladenbegriff „Volkskünstlerisches Schaffen“  firmieren musste, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als ernstzunehmender Aufbruch, der keinerlei Vergleiche scheuen brauchte. Was da fast vergessen in einer Dachkammer ruhte, steht heute stellvertretend für die schöpferische, vielseitige, eher im Stillen gewachsene und sich um keine Modeströmung scherende künstlerische Vitalität von Künstlern im Untergrund der DDR.

Die Geschichte dieser konspirativen Kunstsammlung wird nun als Interieur Underground im Lügenmuseum präsentiert. Der Zugang erfolgt im siebenten Ausstellungsraum durch eine schmale Pforte hinter einem Bücherregal in das nachgebaute, konspirative Hinterzimmer. Zum Ausstellungsraum gibt es einen Katalog mit ’89 Geschichten: Künstler dieser Zeit erzählen an Hand von Alltagsdingen über Ausgrenzung und Verfolgung. 10 aktuelle Künstlerplakate können als Wanderausstellung ausgeliehen werden. Gefördert durch die Bundesstiftung Aufarbeitung und den Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen, Träger ist der Kunst der Lüge e. V.

Text: Reinhard Zabka

Fotos (lv)

http://kunst-der-luege.de/


Miezi hält die Stellung

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Kunstausstellung Interieur Underground im Lügenmuseum Radebeul

29 Mittwoch Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Plakat zur Ausstellung von Uta Hünniger


Plakat zur Ausstellung von Ellen Steger

Von Biermanns Tagebüchern in einem Suppenkübel der NVA
bis zu „Mehl-Art“

Die neue Rauminszenierung „Interieur Underground“ im Lügenmuseum Radebeul zeigt die Poesie des Untergrundes. Die unkonventionellen Ideen der Demokratiebewegung, der Boheme und Subkultur in Ostdeutschland spiegeln eindrucksvoll die Macht der Fantasie im Angesicht der Zensur. Die Eröffnung ist am 9. Dezember, um 18 Uhr im Lügenmuseum Radebeul.

Ausgegrenzte Künstler, die Avantgarde der friedlichen Revolution
im Herbst 1989, sind in den bundesdeutschen Museen bislang unzureichend abgebildet. Ihr Schaffen steht im Mittelpunkt von „Interieur Underground“, einer neuen Rauminszenierung im Lügenmuseum Radebeul. Eröffnet wird die Ausstellung am 9. Dezember, um 18 Uhr im gleichfalls morbiden, unsanierten Gebäude des alten Dorfgasthofs Serkowitz auf der Kötzschenbrodaer Straße 39 im Beisein vieler mit ihren Werken vertretener Künstler, dazu spielt der Jazzmusiker Hartmut Dorschner Saxofon.

In den Ausstellungsraum gelangt man durch eine schmale Pforte hinter einem Bücherregal in ein konspiratives Hinterzimmer. „Die Besucher können die Um- und Aufbrüche ausgegrenzter Künstler in autobiografischen Objekten, Episoden voller Energie und Verzweiflung erleben und wie es ihnen gelang zwischen Wut, Spaß und Träumen nicht gebrochen zu werden. Wie sie mit Herausforderungen umgingen und ihren Weg bis heute fanden“, sagt Reinhard Zabka, Konzeptkünstler und Betreiber des Lügenmuseums. Es zeigt auf ebenso skurrile wie fantastische Weise die „Kunst der Lüge“ – so heißt auch der Trägerverein – im Dienste der Wahrheit. Nun wächst die private Sammlung von ehemals zensierter Objektkunst und Installationen von Zabka und weiteren widerständigen Künstlern um neue Kunstwerke der Subkultur in der DDR an.

Zur Ausstellung gibt es zehn Künstlerplakate mit Originaldokumenten von damals und dem Blick von heute. Außerdem erscheint ein Katalog mit 89 Geschichten der friedlichen Revolution, in denen Künstlerinnen und Künstler der DDR in persönlichen Anekdoten anhand von Alltagsdingen über Ausgrenzung und Verfolgung erzählen (dieser ist erhältlich gegen Schutzgebühr im Lügenmuseum). Wie einfallsreich, oft naiv und tollkühn sie Ausstellungs- , Auftritts- und Veröffentlichungsverbote seitens der SED-Zensur und Stasi-Überwachungsbehörde umgingen, um dennoch zu sagen, was sie dachten und fühlten. Diese Geschichten sind spannend, aufschlussreich und schmunzelnd zu lesen für all diejenigen, die in der DDR aufwuchsen und bestimmt manches bis dato Verborgene erfahren. Unglaublich und entdeckungsreich wird der Besuch im Lügenmuseum sicher auch für junge Leute, die nach dem Mauerfall geboren sind und hier locker und unkonventionell lebendigen Geschichtsunterricht erfahren. Insofern ist auch der Katalog zur Ausstellung „Interieur Underground“ sehr zu empfehlen für Schulen und andere Bildungseinrichtungen.

In einer der 89 Geschichten des Ausstellungskatalogs erzählt der einst in den Westen ausgebürgerte Liedermacher Wolf Biermann ironisch über „Tatwerkzeuge“. Zu sehen ist ein alter Stahlbehälter, in dem sein Freund Reimar Gilsenbach, ein Ostberliner Schriftsteller und eifriger Ökoschrat, Biermanns Tagebücher 13 Jahre lang versteckte in dem wunderbar zweckentfremdeten Suppenkübel der Nationalen Volksarmee. Später war ihm der so gerettete „Dokumentschatz“ eine wertvolle Gedankenstütze für seine Autobiografie.

Ekkehard Maaß erinnert sich in seinem Beitrag „Das zerrissene Foto von A.R. Penck“ an eine Performance 1980 im Theater BAT in Berlin Prenzlauer Berg, wo der Maler am Schlagzeug saß und Fotos mit abgebildeten Wehrmachtsoldaten zerriss, die Schnipsel in die Luft warf, von Trillerpfeifenklängen anderer Künstler begleitet. Der Theaterdirektor rief vergebens Schluss! und wurde niedergepfiffen in einem Aufstand der Kunst gegen die Administration. Der Fotograf Günter Starke hielt 1984 eine Kunstaktion in der verfallen-berüchtigten Gastsstätte „Mokka-Perle“ in der Dresdner Neustadt fest, wo sich eine Handvoll Künstler um Initiator Jörg Sonntag der Hausruine bemächtigten, kunstvoll die Räume verbarrikadierten und die wilden Klänge der „Rennbahnband“ waren ein letztes Aufbäumen vor dem Abriss. Heute ist dort ein Parkplatz. Birger Jesch berichtet augenzwinkernd über „Mehl für die Welt & Gummischnitte“. „Mehl-Art“ verstehe der Sachse erst mal, obwohl Mail Art nicht Eat Art ist, wenn von der Aktions- und Netzkunst der 1980er Jahre die Rede ist.

Text + Fotos (lv)

Ausstellungsvorbereitung

http://www.kunst-der-luege.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung „Schwarz sehen“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte & „Im Paradies“ im Ladencafé aha

20 Montag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff
und der Sensenmann grinst schalkhaft

Die symbolreich figürlichen Bilder von Angela Hampel in ihrer neuen Ausstellung in der Galerie Mitte in Dresden spiegeln unheilvolle Zustände in der Welt, verlieren trotz aller Schwärze aber nicht den Sinn für Schönes. Die Finissage der Ausstellung im Beisein der Künstlerin ist am 20. Januar, um 19 Uhr.

Schwarz sehen – eine dunkle Vorahnung haben, Unheilvolles befürchten für eine Entwicklung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Wut und Schmerz, Liebe und Tod, Düsternis, Verletzlichkeit, aber auch viel Schönheit, Sinnlichkeit, Kraft und Mut weiterzugehen in diesen rauen, konfliktreichen Zeiten, wo selbst der Kasper flieht mit schreckweiten Augen, die Ratten in edlem Zwirn das sinkende Narrenschiff verlassen, zeigt die Malerin Angela Hampel in ihrer derzeitigen Ausstellung „Schwarz sehen“ in der Galerie Mitte auf der Striesener Straße 49/1. Etage, in Dresden.

ZU sehen sind Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik vorwiegend aus den letzten zwei Jahren. „Keiner will mehr Verantwortung übernehmen“, sagt Angela Hampel zum Symbol mit dm sinkenden Schiff, das folgt man der Bildperspektive Kurs auf uns selbst nimmt. Da kommt der Sensenmann als „fröhlicher Landmann“ (mit Feuer im Bauch) vor gelb leuchtendem Rapsfeld schalkhaft grinsend daher, trägt eine rote Frauengestalt im Bild „Traurige Ernte“ ein Tablett mit Totenköpfen statt saftiger Äpfel. Zeigt die Malerin sich selbst mit Bezug auf ihren Namen als „Gerupften Engel“ mit versengten Flügeln und in einer Selbstporträt-Serie „Selbst mit Masken der Selkman“, wie sie einst die Feuerlandindianer bei ihren Initionsriten trugen, bevor sie von europäischen Missionaren ausgerottet wurden.

Mal fühlt sie sich wie „In der Schlangengrube“ umgeben von Schrecknissen, Leid und Bedrängnis. Gewaltvolle Szenen in expressiven schwarz-roten Farbtönen wie der Brudermord von Kain und Abel, dargestellt auch in einem frühen Blatt von 1984, tieftraurige Clowns und die drei Heiligen Könige mit Gewehrgurten, ein schwarz eingefärbtes Lamm Gottes und ein Triptychon „Memento mori“, das eng verschlungene, tote Mensch- und Tierüberreste zeigt, wechseln sich ab mit innigen, zarten und kraftvollen Frau-Tier-Bildern. Die Frauen werden begleitet von Gepard, Rabe, Falke, Fisch, Fasanen (asiatisches Liebes- und Glückssymbol), Wolf und Schwan und beschützen sich gegenseitig. Ihre nächste Ausstellung würde sie „Rot sehen“ nennen, sagt Angela Hampel. Hoffentlich ist bis dahin nicht alles zu spät!

Ihre Bildwelt beunruhigt und berührt, fordert heraus, unbequeme Fragen stellend, Halt suchend und wärmend. Einfach wunderbar, unverzagt und ausdrucksreich trotz aller Schwärze sind diese neuen Arbeiten von Angela Hampel.  „Sie weiß, dass ihre Lebenszeit begrenzt ist. Ihre energiegeladenen Bilder sind ein inneres Aufbegehren gegen äußere Zwänge“, sagt die Galeristin Karin Weber über die Arbeiten. Die Dämonie des Menschlichen, einerseits die Sehnsucht nach einem harmonisch  ausbalancierten Weltgetriebe und die grassierende Unvernunft andererseits, die in der Zerstörung ureigenster Lebensgrundlagen gipfelt, seziere die Malerin mit Besessenheit in einem Kaleidoskop von „Sinn-Zeichen“ .

„Sie bekennt Farbe als Künstlerin und sieht und zeichnet und öffnet uns die Augen für Zwischentöne, rückt uns wieder zusammen und bricht das Schweigen, da sie nicht wegsehen kann und das macht Mut“, erklärt Karin Weber.

Innerhalb der Ausstellung gibt es auch eine Lesung mit Texten zur Zeit mit der Schauspielerin Hannelore Koch am 16.12., 19 Uhr in der Galerie Mitte auf der Striesener Straße 49.

Die Ausstellung ist noch bis 20. Januar 2018 zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di – Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr sowie nach Vereinbarung

Die nächste Ausstellung mit Arbeiten von Angela Hampel  eröffnet unter dem Titel „36,6 Grad Celsius“ feierlich am 10. Dezember in der Galerie Mitte, Striesener Str. 49./1. Etage am Fetscherplatz. Dazu sind zwischen 17 und 21 Uhr Besucher herzlich eingeladen. Am 7. Januar 2021 findet um 19.30 Uhr ein Künstlergespräch statt.

Die Ausstellung ist bis 23.1.2021 zu sehen.

http://www.galerie-mitte.de

Hier frühere Arbeiten von Angela Hampel:


„Traurige Ernte“, 2016

 

 

der Sensenmann als „fröhlicher Landmann“, davor Malerin Angela Hampel
„Gerupfter Engel“

“
„Kain und Abel“


„Der Kasper flieht“

Edition „Mein kleiner Kater“, Lithografie, Auflage 20 Exemplare
„Quartett im Mondschein“


Galeriemitarbeiter Thomas Bawolski mit Tochter Britta und Enkel Philian
„Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“

„Im Paradies“ – in selbiges möchte Angela Hampel einladen zur Finissage ihrer Ausstellung am 25.1., um 20 Uhr in Ladencafé aha auf der Kreuzstraße 7 in Dresden.
Steffen Gaitzsch von der Dresdner Philharmonie wird musizieren.

In ein „Paradies“, in dem Licht und Schatten, Lust, Verführung und Schrecken nah beeinander liegen, entführt Angela Hampel mit ihrer vorwiegend in intensivem Schwarz und Rot gehaltenen Malerei und Arbeiten auf Papier. Da begegnen einem starke, stolze und kalte Mensch-Tier-Wesen und Paare, Frauen mit Tieren wie Schlange, Fisch, Lamm oder Rabe und eine hingebungsvoll mit Auberginen beschäftigte Frau.

Text + Fotos (lv)


Halb verborgen, im hinteren Teil des Ladencafés aha bekommt man noch einen Platz „Im Paradies“ – hier hängt das Titelbild der Ausstellung mit Bildern von Angela  Hampel.

  

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Die Zunft der Künste im Ostragehege

14 Dienstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Erneut Leben im Ostrale-Gelände

In die Futterställe zieht nochmals zeitgenössische Kunst im November und Dezember. Die Hochschule für Bildende Künste Dresden ist auch mit einem kreativem Projekt vor Ort.

Die OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst – unterstützt diverse Institutionen, gemeinsam werden sehenswerte Veranstaltungen und Ausstellungen ausgerichtet. In den nächsten Wochen gibt es insgesamt drei Möglichkeiten zum Kunsterlebnis, darunter zwei auf dem ehemaligen Veranstaltungsgelände der internationalen Ausstellung zeitgenössischer Künste. Ebenso sind derzeit ausgewählte Werke der OSTRALE – Biennale im Dresdner Universitätsklinikum zu sehen.

Out of OSTRALE – Edition „re-zept“ (09.10.2017-26.01.2018)

Im Rahmen der langjährigen Kooperation der OSTRALE mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus findet an der Fetscherstraße derzeit noch bis 26.01.2018 die Ausstellung re_zept statt. Gemeinsam mit dem Vorstand des Uniklinikums wurden zwölf Werke der diesjährigen OSTRALE Biennale O’17 „re_form“ ausgewählt. „re_zept“ bindet die OSTRALE-Kunstwerke in einen anderen Kontext ein und bietet den Betrachtern somit veränderte Perspektiven und die Möglichkeit neuer Rezeption. Ebenso öffnet sich die OSTRALE damit erneut einem erweiterten Publikum.
Am 12.12.2017, um 17:00 wird es einen feierlichen Empfang mit Begrüßung des medizinischen Vorstands Prof. Dr. med D. Michael Albrecht geben. Eine Einführung in die Ausstellung gibt einer der Kuratoren der OSTRALE 2017, Oliver Kratz.

Geöffnet: Mo.-Fr. 07:00 – 18:00 Uhr, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Fetscherstr. 74, Verwaltungsgebäude/Haus 1, 1. OG

“Unknown Pleasure Under Pressure II” (10.11.–19.11.2017), Eröffnung Freitagabend

Die OSTRALE begrüßt die Studierenden der Bildhauerklassen Prof. Susanne Windelen (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) und Prof. Monika Brandmeier (Hochschule für Bildende Künste Dresden). „Unknown Pleasure Under Pressure II“ ist eine Ausstellung von Werken, die derzeit während einer gemeinsamen Arbeitswoche von Studierenden beider Bildhauerklassen für den Ausstellungsort der Ostrale entwickelt und realisiert werden. In kleinen Arbeitsgruppen begegnen sich die studierenden Künstler beider Klassen, tauschen sich aus, suchen nach einem gemeinsamen Ausgangspunkt und entwerfen zusammen ein neues Projekt.

„Unknown Pleasure Under Pressure II“ ist der zweite Teil eines Projekts, das in seiner ersten Arbeitsphase im Januar 2017 in Stuttgart stattfand, dessen Arbeitsergebnisse bereits im Kulturzentrum Karlskaserne in Ludwigsburg gezeigt wurden. In den Futterställen des OSTRALE Geländes findet das Projekt nun eine neue kreative Plattform.

Geöffnet: 11.11.–19.11.2017, Mo–So 11–17 Uhr

Öffentliche Verkehrsmittel: Linie 10 bis „Messe Dresden“,
Auto: Dresden, Zur Messe 9, Parkplatz P2 (Messering 8)

„Zunft der Künste“ – Der Eisengraf lädt ein! (18.+19.11.2017)

Das Atelier Eisengraf schließlich hat seine Heimat schon lange auf dem OSTRALE Gelände. Zum dritten Mal präsentiert hier die „Zunft der Künste“ – am 18. und 19. November von 11 – 19 Uhr – nun Skulpturen, Schmuck, Malerei, Grafik, Holz- und Keramikarbeiten verschiedener Künstler zum Ansehen und zum Kauf im außergewöhnlichen Ambiente der alten Schlachthofhallen. Die Veranstalter versprechen „den ersten Glühwein der Saison, ein kostenfreies Kuchenbuffet und nachmittags handgemachte Musik“.

Nachdem die Biennale dieses Jahr mit mehr als 30.000 äußerst erfolgreich vorerst letztmalig im Ostragehege stattgefunden hatte (ein neuer Ort steht noch nicht fest), bereitet das Team derzeit bereits die OSTRALE 2019 vor. Ebenso wird aktuell an der Präsentation der zeitgenössischen Künste im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt Valletta auf Malta 2018 gearbeitet, wo die OSTRALE unter anderem zahlreiche Werke sächsischer Künstler präsentieren wird.

WEITERE INFORMATIONEN / KONTAKT:

OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Künste
OSTRALE / Büro, Messering 20, 01067 Dresden, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de, www.ostrale.de, OSTRALE: / Ausstellung: Zur Messe 9, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

Text: Tobias Blaurock für die Ostrale

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BilderAlbum: Wohlfühlort – SingTrommeln im Atelier von Antje Seewald in der Kümmelschänke Omsewitz

14 Dienstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Im Atelier bei..., Lebensart, Musik, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Musik und Kunst bringen ein Lächeln in den Alltag

Im Atelier von Antje Seewald kann man zusammen mit Freunden, Kollegen oder Familie in individueller Atmosphäre feiern und schöne Dinge gestalten.

Vor den farbenfrohen Bilderwänden und meditativen Objekten im Kerzenschein macht das gemeinsame Musizieren gleich noch mehr Freude: Rund ein Dutzend Menschen saßen zusammen in der SingTrommelrunde mit Corynna Kilian, die sich diesmal am Sonntag abend im Atelier von Antje Seewald in der Kümmelschänke Omsewitz am westlichen Stadtrand von Dresden traf. An der großen Tischtrommel erklangen schöne alte, kraftvolle Natur- und Erdlieder, Lieder der Hoffnung und eines für den Tanz von Shiva und Skakti, das Männliche und Weibliche in aller Vielfalt.

Im Atelier von Antje Seewald ist Malerei und Papierkunst zum Träumen und Innehalten zu sehen. Es ist ihr ein Bedürfnis, die Welt mit ihren Werken ein wenig freundlicher und lichtvoller werden zu lassen. „Kunst bringt ein Lächeln in den Alltag“, so lautet ihr Motto. Jeder Mensch trage eine schöpferische Kraft in sich, die ihn zu mehr Freude uns Ausgeglichenheit führen kann.

In ihren Kursen begleitet sie Kinder und Erwachsene dabei, dieses Potenzial ans Licht zu bringen. Dazu stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, um in anregender Atmosphäre zu malen und schöne Dinge zu gestalten oder sich einem bestimmten Thema auf künstlerische Art zu nähern. Wer mag, kann hier einen Malkurs mit Freunden, Kollegen oder Familie vereinbaren oder eine Geburtstagsfeier mit Kindern kreativ gestalten.

Interessierte können die Künstlerin Antje Seewald nach Absprache im Atelier besuchen, um ihre Arbeiten anzuschauen und sie kennenzulernen (www.antje-seewald.de).

Sie ist auch dabei bei der Adventskümmelei, ein Markt mit vielen regionalen Künstlern und Kunsthandwerkern, Weihnachtsmusik und gemeinsamem Singen mit der Gruppe Zugabe am Lagerfeuer, märchenhaften Lesungen und Klanggeschichten im Gewölbekeller und natürlich lukullischen Genüssen aus der Kümmelschänke. Zu erleben am 10. Dezember, von 11 bis 19 Uhr in der urgemütlichen Kneipe auf dem Kümmelschänkenweg 2.

Text + Fotos (lv)

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Hinter dem Weg – Malerei und Grafik von Rita Geißler und Plastik von Petra Graupner in der Galerie drei

13 Montag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Petra Graupner, am Fluss (Detail), 2015

Petra Graupner, o.t., (Detailaufnahme der Kleinplastik), 2017

Landschaft von Rita Geißler

Vielschichtig wispernde Farblust

Gemeinsame Ausstellung von Rita Geißler und Petra Graupner in der Galerie drei noch bis 18. November mit Künstlerinnengespräch zur Finissage.

Auf den ersten Blick scheinen ihre Arbeiten wenig gemeinsam zu haben. Doch ihre unbändige, teils figürliche und abstrakte Farben- und Formlust verbindet die Malerei und Grafik von Rita Geißler und die Plastiken aus Gips, Draht, Aluminium und Holz, bemalt mit Acrylfarben, Pigmenten, farbiger Tusche und weißem Farbsand behandelt von Petra Graupner. Die Zartheit und Kraft der Pinselstriche, Kargheit und Klarheit im Linienfluss, aber ebenso vieldeutig Aufschimmerndes, Ahnungs- und Verheißungsvolles begegnen sich, in vielen Farbtönen wispernd, raunend, eigensinnig, sinnierend, kontrastierend und ergänzend, in den Werken der beiden Künstlerinnen. Es sind Blicke auf Mensch und Natur, oft Landschaften am Fluss als Spiegelbilder des Seins, Sichtbares und Unsichtbares, Sicheres und Unwägbarkeiten.

Zu sehen sind sie in der Ausstellung „… hinter dem Weg“ noch bis 18. November 2017 in der Galerie drei auf der Prießnitzstraße 43 in Dresden.

Zur Finissage am 18. November 2017, um 11.00 Uhr gibt es ein  Künstlerinnengespräch. Rita Geißler ist bis 14 Uhr in der Galerie anwesend.

Text (lv)

Fotos: Rita Geißler, Petra Graupner

Dresdner Sezession 89 e.V. | galerie drei Prießnitzstraße 43 | 01099 Dresden |
Telefon 0351. 80 26 710 sezession89@googlemail.com | http://www.sezession89.com

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 15 – 18 Uhr + Samstag 12 – 14 Uhr

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Wildwechsel – Jahresendausstellung beim Kunstverein Meißen

13 Montag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Zu sehen sind rund 200 Arbeiten von 76 Künstlern aus der Region in dieser letzten Ausstellung des Kunstvereins Meißen im Bennohaus am Markt.

Die weihnachtliche Jahresendausstellung gehört zu den schönen Traditionen im Meißner Kulturleben am Jahresende. Der Kunstverein lädt dazu jedes Jahr jene Künstlerinnen und Künstler ein, die in Meißen leben und arbeiten und all jene, die in den vergangenen Jahren im Kunstverein Meißen ausgestellt haben. Die zirka 200 Arbeiten füllen dabei alle Wände der beiden Ausstellungsräume im Bennohaus am Marktplatz. In diesem Jahr werden 76 Künstler an der großen Ausstellung teilnehmen.

Wildwechsel nennt man die ausgetretenen Pfade im Wald, die von Wildtieren regelmäßig benutzt werden. So wechselt Wild etwa vom Tageseinstand, meist einem vor allem ruhigen und oft sonnigen Bereich mit guter Deckung, auf eine Äsungsfläche, wo es Nahrung findet. Aber nicht nur Tiere haben ihre oft benutzten Wege, die sie selten verlassen. Auch der Mensch folgt gern ausgetretenen Pfaden aus reiner Gewohnheit. Diese Ausstellung ist nun die Gelegenheit, die Pfade einmal zu verlassen und neue Perspektiven zu gewinnen. „Wildwechsel“ kann eben auch bedeuten, sein gewohntes Territorium zu wechseln und andere Wege zu gehen.

So wird auch der Kunstverein Meißen im kommenden Jahr neue Wege gehen, da diese Ausstellung die letzte im Bennohaus am Marktplatz sein wird. Die Bedingungen vor Ort für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst haben sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert und sind nun nicht mehr für den Kunstverein geeignet. Im kommenden Jahr werden daher neue Räume in Meißen gesucht. Elf Jahre war das Bennohaus Unterkunft für fast 100 Ausstellungen.

Text + Foto: Daniel Bahrmann

25 Jahre Kunstverein Meißen e.V. 1992 – 2017 Kunstverein Meißen e.V.
Markt 9 || 01662 Meißen || Tel./Fax: 03521 476650 || www.kunstverein-meissen.de
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 11 – 18 Uhr und samstags 10 – 15 Uhr;
sonntags, montags und zwischen den Ausstellungen geschlossen. Eintritt frei.

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung „Tierisch beste Freunde – Über Haustiere und ihre Menschen“ im Hygiene-Museum Dresden

30 Montag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Sie bellen, schnurren, murren, knurren, halten uns auf Trab und beflügeln uns… Es gibt viele Gründe mit Tieren zu leben. Warum sie den Menschen brauchen und umgekehrt, davon erzählt eindrucksvoll diese Ausstellung.

Tier-Memory: Wer passt zu wem?

Museumsdirektor Klaus Vogel in der Ausstellung

Vogelkäfigaquarium

Warum hält der Mensch Tiere und wie halten sie uns aus? Davon erzählt aufschlussreich, kritisch und humorvoll die neue Ausstellung „Tierisch beste Freunde – Über Haustiere und ihre Menschen“ im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (noch bis 1. Juli 2018 zu sehen).

Sie regt die Besucher – ob sie nun selbst mit Tieren zusammenleben oder nicht – mit einer Fülle von Exponaten aus Geschichte und Gegenwart zum Nachdenken und auch Schmunzeln über diese besondere Beziehung mit allen Kontrasten, Für und Wider, an. Immerhin leben in einem Drittel der deutschen Haushalte derzeit rund 30 Millionen Hunde, Katzen, Hamster oder andere Tierarten. Für die ihre Besitzer vier Milliarden jährlich allein für Futter ausgeben. Das schafft Zuneigung und Bindung auf beiden Seiten, sagt aber noch wenig über das Verhältnis, wie es den Tieren und ihren Menschen und umgekehrt wirklich geht.

Ich sehe seit dem Ausstellungsbesuch meine Katze „Lola“ mit anderen Augen an. Wer bestimmt hier wen? Und wie weit lasse ich sie – ihrem natürlichen Instinkt folgend – gewähren und was ist sie mir eigentlich alles?? Und um es gleich zu sagen, ich sehe mich nicht als ihr „Personal“ oder nur „Dosenöffner“…

Mehr Text zur Ausstellung folgt.

Zur Ausstellung erschienen zwei wissensreiche und schön gestaltete Bücher: „Tierisch beste Freunde“ (in der Reihe: Fröhliche Wissenschaft, Matthes & Seitz, Berlin, 160 S., 10 Euro) und „Haustiere – Unsere nahen und doch so fremden Begleiter“ von Josef H. Reichhholf (Matthes & Seitz, Berlin, 200 S., 28 Euro)

Außerdem gibt es ein Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Diskussionen und Lesungen unter dem Motto: „Ein Leben ohne Mops? Warum wir mit Tieren leben“.
Zum Auftakt dieser Veranstaltungsreihe findet am 14.11., 19 Uhr eine Lesung mit Gespräch unter dem Titel: „Tiere denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ mit Prof. Richard David Precht, Buchautor und Philosoph im Hygienemuseum am Lingnerplatz statt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di – So und Feiertage von 10 – 18 Uhr, am 24. und 25.12. und 1.1. geschlossen

http://www.DHMD.de

Wahrnehmen aus der Vogel-Perspektive

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Hello Rudi! – Ausstellung von Peter Herrmann in der Galerie Ines Schulz

25 Mittwoch Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Foto: der in Berlin lebende Künstler Peter Herrmann zur Ausstellungseröffnung mit dem Titel „Hello Rudi!“ in der Galerie Ines Schulz in Dresden.

Malerei von Peter Herrmann zeigt derzeit die Galerie Ines Schulz am Obergraben 21 in Dresden.

Peter Herrmann ist in diesem Jahr 80 geworden.  Man glaubt es kaum. Der einstige Strawalde-Schüler arbeitet noch immer in expressivem Duktus und klarer Formsprache. Seine Lust an Farben ist bis heute ungebrochen. Peter Herrmann bringt das Wesentliche auf den Punkt, ohne akribisch zu sein. Er malt, was er zeigen will – ohne malerische Schlenker, ohne thematische Umwege und dabei stets mit einem Augenzwinkern.

Die Ausstellung, zu der auch ein Katalog erschien, ist noch bis 18. November zu sehen.

Text + Foto: Galerie Ines Schulz

Geöffnet: Mo – Fr 11 – 19 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr sowie nach Vereinbarung

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellung „Poetische Orte“ im Lügenmuseum Radebeul

18 Mittwoch Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Eine Reise zu fantastischen Orten

Besondere Kunst- und Experimentierräume stellt die neue Ausstellung “Poetische Orte – Künstler, ihre Museen und Institutionen“ im Lügenmuseum vor.

Auf einer Staffelei steht eine Serie mit Porträts der berühmten „Mona Lisa“. Auf  jedem Bild schaut und lächelt sie anders. Mit wenigen Pinsel- und Farbstrichen schaffen dies die Malschüler der „Kunstschule Panketal“ von Rose Schulze, einer Berliner Malerin, die sich seit längerem außerdem mit multimedialer Bildsprache beschäftigt. Originelle Gemälde und Postkarten, die von eigenartigen Kreationen und Erfindungen aus Altmetall erzählen, zeigt das Musée de la Curiosité  et de  L`Insolite in Frankreich. Wie aus Alltagsdingen im Nu Kunst wird, führt schmunzelnd auch das D.I.V.O Institute aus Kolin bei Prag mit seinem „Saugfähigen Objekt“ aus bunten Haushaltsschwämmen vor. Sein Betreiber Mark Divo, ein aus Luxemburg stammender Konzeptkünstler und Kurator der Dada-Tradition, entwickelt dort ein lebendiges Museum für internationale Begegnung und Kulturaustausch.

Reich an Kunst und Kuriositäten ist die derzeitige Ausstellung “Poetische Orte –  Künstler, ihre Museen und Institutionen“ im Lügenmuseum im ehemaligen Gasthof Serkowitz. Im historischen Tanzsaal im Obergeschoss wandelt der Besucher von einem fantastischen Ort zum nächsten, jeder eine Welt für sich. Neben den künstlerischen Arbeiten, Objekten, Licht- und Klanginstallationen,  werden die Museen, Künstlerhäuser, Tempel und Kunstprojekte auf Text- und Bildtafeln näher vorgestellt. Die Bandbreite reicht von der Angkrit Gallery, einem thailändischen Restaurant und Kunstort, dem Heilbad a.D. im kargen Paradiso Hohenbüssow über Schloss Batzdorf, Künstlergut Prösitz – Wohn- und Arbeitsort für Künstlerinnen mit Kindern, Kulturinsel Einsiedel, das Sehnsuchtsmuseum einer Leipziger Künstlerin bis zum Untergrundmuseum U144 und einem Museum der unerhörten Dinge in Berlin. Zum Schauen, Wundern und Träumen lädt auch eine Guckkasten-Installation des „Cabinet Fatalia“ der Radebeuler Künstler Stefan und Bärbel Voigt ein.

Insgesamt 22 poetische Orte versammelt die Ausstellung im Lügenmuseum, die ganz im Zeichen der „zeitgenössischen Wunderkammern“ steht. So einzigartig sie sind, gemeinsam ist den Machern ihre Sammellust an entdeckten oder wieder gefundenen Dingen ebenso wie brachliegende, verlassene Räume in lebendige Kunst- und Experimentierorte zu verwandeln.

“Wenn man einen dieser besonderen Orte kennt und lieben gelernt hat, mag man auch die anderen, die auch von besonderen Leuten leben“, sagt Reinhard Zabka, Künstler und Inhaber des Lügenmuseums. Der brasilianische Urbanartist Getúlio Danando mit seinen witzig-skurrilen Skulpturen aus Abfällen war bereits zu Gast beim Radebeuler Herbst- und Weinfest. Einige der Künstler kennt Zabka aus der Landesarbeitsgemeinschaft der Künstlerhäuser, die jedoch letztes Jahr aufgelöst wurde. „Diese Dichte an Künstlerhäusern ist einzigartig in Deutschland, wird aber nicht genug gewürdigt vom Land Sachsen“, so Zabka. Als reisende Ausstellung konzipiert, könne sie auch an verschiedenen Orten gezeigt werden. Gefördert wurde sie von der Stadt Radebeul und der Sparkassenstiftung.

Der Maschinenkünstler Jim Whiting, bekannt durch seinen Erlebnispark Bimbotown in Leipzig, den es leider nicht mehr gibt, will auch noch Objekte für die Ausstellung im Lügenmuseum liefern. Hinzukommen sollen außerdem noch kinetische Objekte, deren Motor kurz vor der Eröffnung ausfiel und die der Künstler Frank Herrmann derzeit repariert.

Die Ausstellung „Poetische Orte“ ist noch bis 1. April 2018 im Lügenmuseum zu sehen. Dazu gibt es auch eine Präsentation der einzelnen Kunstorte auf der Webseite des Fördervereins Kunst der Lüge e.V.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa, So, Ferien und Feiertage von 13 – 18 Uhr

Weitere Infos unter http://www.kunst-der-luege.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • September 2026
  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 134 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von paulfehm
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von piartista
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Oana.Ududec
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Yves Drube
  • Avatar von Angela
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von jeanp
  • Avatar von Xeniana
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Manuela Mordhorst
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Closed Account
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Schnippelboy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Martha

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 208.336 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare im Innenhof des Japanischen Palais in Dresden
  • Das Spiel mit dem Unsichtbaren - 36. Internationale PantomimeTheaterFestival im Theaterhaus Rudi
  • Von Monet, van Gogh zu Klimt: Kunst in Bewegung in multimedialer Ausstellung
  • Ausstellung "Zauberhaft" von Rita Goldschmidt in der Galerie mit Weitblick in Radebeul
  • Wo der Humor wilde Blüten treibt - Das Kleine Welttheater in Radebeul
  • Premiere "Achtsam morden" - Krimikomödie in der Comödie Dresden
  • BilderAlbum: Ausstellung "Filigranes" von Steffen Petrenz & Bilder zu den Dämonen des Krieges in den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk
  • Herbst & Weinfest Radebeul: Feuriges Finale in Labystan & Verleihung des Wandertheaterfestival-Publikumspreises
  • Premiere "Mein Kampf" von George Tabori im Kleinen Haus
  • Bücher-Schatzkiste: "Der Federndieb" von Kirk Wallace Johnson

Aktuelle Beiträge

  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung
  • Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig
  • BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer
  • Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden
  • Neue Lyrik: Gedichte von Zoe Nora Goerges

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    • meinwortgarten.com
    • Schließe dich 134 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • meinwortgarten.com
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen
Kommentare werden geladen …