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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Herbst & Weinfest Radebeul: Feuriges Finale in Labystan & Verleihung des Wandertheaterfestival-Publikumspreises

01 Sonntag Okt 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Theater

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Ein bewegender Moment: die Künstler um Richard von Gigantikow übergaben am Sonntag abend ihr selbsterschaffenes Fantasieland Labystan den Flammen, in dem sie drei Tage lang mit den Besuchern feierten, musizierten, tanzten und Ideen sammelten für eine schönere Zukunft für alle. Doch die Ideen leben, einmal entzündet, weiter.

  

Beim feurigen Finale noch einmal versammelt: die Akteure des Internationalen Wandertheaterfestivals. Der begehrte Publikumspreis ging in diesem Jahr vom Vorjahressieger PuntMoc (Spanien) an Circo Ripopolo (Belgien), womit auch ein Wiedersehen beim Wandertheaterfestival 2018 in Radebeul verbunden ist.

Sächsischer Wein und europäische Vielfalt

Zehntausende feierten in Radebeul das Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival.

Etwa 50.000 Besucher aus Nah und Fern kamen am Wochenende zum 27. Herbst- und Weinfest mit XXII. Internationalem Wandertheaterfestival nach Radebeul. Unter dem Motto „Europa, Du Schöne!“ zeigten 14 Theatergruppen aus Europa und Südamerika beeindruckende und humorvolle Inszenierungen. Die Aufführungen waren ausnahmslos sehr gut besucht. Schon lange vor Beginn der Vorstellungen bildeten sich lange Schlangen vor den Bühnen. Auch das regnerische Wetter am Sonntag trübte die Stimmung der Besucher nicht.

Gewinner des diesjährigen Publikumspreises ist die Gruppe Circo Ripopolo aus Belgien. In ihrer Inszenierung „A Rovescio“ ließen sie das Publikum hinter die Kulissen des Zirkus blicken. Gemeinsam mit den Zuschauern entdeckten sie unerwartete Aspekte des Zirkuslebens und kamen sich dabei ungewöhnlich nahe. Auch vor poetischen Abschweifungen wurde nicht zurückgeschreckt.

Besonders begehrt waren die Plätze im Hoftheater. Dort zeigte die Gruppe PuntMoc, Gewinner des Publikumspreises 2016, ihre Siegesinszenierung GAGSonTRIX. Auf dem Dorfanger sorgte das Theater Irrwisch für jede Menge Chaos. Als britische „Bobbies“ und „Grannies“ tauschten und stibitzten sie aus den Reihen des Publikums allerhand Leckereien und Kleidungsstücke und sorgten damit für jede Menge Lacher unter den Zuschauern. Ein Höhepunkt des Wandertheaterfestivals war die Inszenierung „Es war einmal… ein Schwanensee“ des italienischen Oplas Teatros. Auf der Elbwiese verliehen sie am Samstagabend dem Ballettklassiker Schwanensee mit Stelzentanz, eindrucksvollen Kostümen und faszinierenden Wasser- und Feuereffekten ein neues Federkleid.

Die OOZ-Band sorgte am Kuffenhaus innerhalb weniger Takte für ausgelassen tanzende Besuchermassen. Voller Energie und mit unnachahmlicher Spielfreude sorgte die ausgeflippte Brassband auch auf dem Dorfanger für Stimmung.

Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein waren die Fahrten mit dem Theaterkarussell von Georg Traber. Zur Musik der clownesken Band „The Bombastics“ drehte sich das muskelkraftbetriebene Fahrgeschäft und ließ den Festtrubel rundherum zu einem bunten Schleier verschwimmen.

Auf der Elbwiese erschufen Richard von Gigantikow und sein internationales Künstlerteam in diesem Jahr mit LABYSTAN einen eigenen Fantasiestaat inmitten des Weinfestes. In dem labyrinthischen Pop-up-Land konnten sich die Besucher innerhalb weniger Minuten einbürgern lassen und jedes Wunschamt vom Präsidenten bis zum Chefkritiker bekleiden.

Beim Finale Grande am Sonntagabend wird traditionell der Publikumspreis für die beliebteste Theaterinszenierung verliehen. Bei diesem feurigen Festhöhepunkt geht das hölzerne Labyrinth spektakulär in Flammen auf. Künstler und Besucher feiern vor der flammenden Kulisse gemeinsam den Ausklang des Festwochenendes.

Das Herbst- und Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival findet jährlich Ende September im historischen Stadtteil Radebeul Altkötzschenbroda statt. Die Komposition aus Weinfest und internationalem Wandertheater ist weltweit einzigartig und lockt jedes Jahr etwa 50.000 Besucher nach Altkötzschenbroda. Das Fest wird von der Stadt Radebeul organisiert.

Text &  Kontakt:
Ina Dorn, Amt für Kultur und Tourismus, Altkötzschenbroda 21, 01445 Radebeul
Telefon: 0351 / 83 11 624
http://www.weinfest-radebeul.de

Fotos (lv)

 

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Endspurt bei der Ostrale: Internationale Kunstausstellung endet am Sonntag

30 Samstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Kontinuierlich steigende Besucherzahlen

Ostrale – Biennale 2017 schließt mit knapp 30 000 Besuchern.

Dresden. Obwohl ganze 21 Tage kürzer als im Vorjahr, ging die OSTRALE Biennale heute mit knapp 30.000 Besuchern (2015: ca. 20.000, 2016: ca. 25.000) zu Ende. Die Veranstalter hoffen, die nächste OSTRALE Biennale im Jahr 2019 wieder in Dresden durchführen zu können und bereiten das bereits vor. Zusätzlich organisieren sie im Auftrag der Stadt Valletta/Malta die dortigen Präsentationen zeitgenössischer Kunst im Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2018.

Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste Dresden –
Fazit und Ausblick

Die OSTRALE Biennale 2017 endet am Sonntag (1. Oktober) mit weiterem Besucherzuwachs.

Dresden. Kunstinteressierte müssen sich sputen: Die diesjährige Großausstellung OSTRALE Biennale in Dresden geht am kommenden Sonntag, 1. Oktober, zu Ende. Bis dahin noch präsentieren sich zeitgenössische Newcomer im Dialog mit bereits etablierten Vertretern aller künstlerischen Genres. Zu sehen sind, diesmal unter dem Motto re_form, dabei 1.118 künstlerische Positionen aus 25 Nationen.

Obwohl ganze 21 Tage kürzer als im Vorjahr, wird die OSTRALE Biennale ihre Besucherzahl mit voraussichtlich etwa 29.000 Besuchern (Vorjahr ca. 25.000) erneut deutlich steigern können, wie die Veranstalter mitteilen. Auch nutzten wieder zahlreiche Schulen die OSTRALE Biennale, um ihren Schülerinnen und Schülern zeitgenössische Kunst nahezubringen. Mit dem Ende der diesjährigen Ausstellung am kommenden Sonntagabend verbinden sich dennoch einige dringender werdende existenzielle Fragen, die auch das Aus der OSTRALE Biennale bedeuten könnten, während die Landeshauptstadt Dresden die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 vorbereitet. So ist vor allem die Finanzierung der Großausstellung bei weitem nicht gesichert. Die Veranstalter hoffen, die nächste OSTRALE Biennale im Jahr 2019 wieder in Dresden durchführen zu können und bereiten das bereits vor. Zusätzlich organisieren sie im Auftrag der Stadt Valletta/Malta die dortigen Präsentationen zeitgenössischer Kunst im Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2018.

Besucherzuspruch weiter steigend

Mit dem diesjährigen Thema „re_form“ griff die OSTRALE die Frage der Identität von Menschen und neuen Räumen angesichts der Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf, wollte mit den kuratierten künstlerischen Positionen „auch und gerade in Dresden Mediator zwischen Identitäten sein, die sich überschneiden, aber nicht immer verschmelzen.“, so die Direktorin Andrea Hilger. „Das diesjährige Konzept der OSTRALE Biennale ist bei unseren Besuchern sehr gut angekommen. Wir werden trotz deutlich kürzerer Dauer der OSTRALE gegenüber dem Vorjahr bis Sonntag erneut eine Steigerung der Besucherzahlen erreichen, und zwar auf etwa 29.000. Dafür danke ich meinem 10-köpfigen Team und den mehr als 30 saisonalen Mitarbeitern.“, so Andrea Hilger.

Insgesamt besuchten in diesem Jahr 440 Klassen aus Sachsen und den angrenzenden Bundesländern die diesjährige Schau, das entspricht etwa 8.700 Schülerinnen und Schülern. Längst hat sich die OSTRALE damit auch als nennenswerter Baustein der pädagogischen Kunstvermittlung in Sachsen etabliert.

Der Sammler und Künstler Olaf E. Schirm (Sammlung Schirm, Berlin), nahm zum ersten Mal an der OSTRALE teil und ist begeistert: „Als Kunstsammlung sind wir sehr darauf bedacht, unsere Werke an herausragenden Orten und in professioneller Umgebung auszustellen.

Umso mehr hat es uns gefreut, mit dem eingespielten Team der Ostrale zusammenzuarbeiten und zum gemeinsamen Erfolg beitragen zu können. Die vielseitige Ausstellungsfläche bot die Möglichkeit, auch technisch anspruchsvolle Installationen zu zeigen. Wir danken der gesamten Ostrale-Mannschaft und wünschen weiterhin viel Erfolg!“

„Verglichen mit anderen Gruppenausstellungen, in denen mich oft nur wenige Exponate wirklich begeistern konnten, ist die Quote an qualitativ hochwertigen Werken bei der Ostrale erstaunlich hoch. Eine derartig große Zahl stimmiger Arbeiten, in denen sich Idee, Form und Kontextualisierung zur geballten Aussage verdichten, ist beeindruckend, ganz ungeachtet persönlicher Vorlieben. Es ist das eminente Verdienst des Ostrale-Teams, eine solche Menge niveauvoller Arbeiten kuratiert und mit feiner Hand zu einer machtvollen Kunstshow vereint zu haben – eine Leistung, die ihresgleichen sucht.“ so Alexander Nym, Geschäftsführer und Projektleiter des KULTUR AKTIV e.V.

Die OSTRALE Biennale hat neben Werken sächsischer Künstler auch künstlerische Positionen aus dem Ausland ausgestellt. So waren Künstler aus Aserbaidschan, Belgien, China, Deutschland, Finnland, Frankreich, Georgien, Iran, Island, Israel, Italien, Japan, Mexiko, den Niederlanden, dem „NSK Staat“, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Slowenien, Spanien, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA und Weißrussland vertreten.

Internationale Vernetzung:
Kulturhauptstadt Europas Valletta 2018 nutzt Expertise der OSTRALE

„Bei der Zusammenstellung der Exponate kam uns erneut sehr zugute, dass wir nach all den Jahren im internationalen Diskurs zur zeitgenössischen Kunst sehr gut vernetzt sind. Denn neben der OSTRALE haben wir seit Jahren insgesamt vierzehn Auslandsprojekte in neun Ländern durchgeführt, so unter anderem in den Kulturhauptstädten Europas Pécs (Ungarn, 2010) und Breslau (Polen, 2016), aktuell auch in der Kulturhauptstadt 2018 Valletta auf Malta.“ , so Direktorin Andrea Hilger. In Valletta verantwortet das Team im kommenden Kulturhauptstadtjahr fast die gesamte Präsentation zeitgenössischer Künste. „Währenddessen bereiten wir uns auf Möglichkeiten vor, die OSTRALE Biennale 2019 durchführen zu können.“

Landeshauptstadt Dresden kümmert sich um Sanierung der Futterställe ab 2020 und Interimsräumlichkeiten für 2019

Die Baugenehmigung der denkmalgeschützten, aber baufälligen Gebäude als Veranstaltungsort endet am 31.12.2017. Die Dresdner Stadtverwaltung arbeitet derzeit an der Umsetzung des Stadtratsbeschlusses vom 3. November 2016, nach dem eine Übergangslösung gefunden und die historischen Futterställe im Dresdner Ostragehege saniert werden sollen, damit die OSTRALE Biennale eines Tages wieder dort stattfinden kann.

Dresdens Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch: „Die OSTRALE ist für die Vermittlung zeitgenössischer Bildender Kunst zu einer festen Größe im Kulturkalender der Stadt Dresden geworden. Umso wichtiger ist es nun, die Zukunft und Qualität der OSTRALE in Dresden zu sichern, indem die Futterställe saniert und eine Interimslösung für die Biennale ab 2019 gefunden werden. Ich danke allen Unterstützern und Partnern der OSTRALE für ihr Engagement.“ Aufgrund der anstehenden baupolizeilichen Schließung und nötigen Sanierung der derzeit genutzten Gebäude muss die OSTRALE Biennale eigener Einschätzung nach mit erheblichem finanziellen Mehraufwand in unbekannter Höhe rechnen, da neue Räume ab 2018 aktiviert und für 2019 interimsmäßig erschlossen werden müssen.

Wirtschaftliche Nöte machen Fortführung fraglich

Die OSTRALE wird trotz eines vergleichbar geringen Budgets seit ihrer Gründung von einer kleinen, nicht institutionellen Schar von Künstlern und Idealisten kontinuierlich weiterentwickelt. Ihre Größe, internationale Ausstrahlung und Bedeutung sind dabei inzwischen weit über das zur Verfügung stehende Budget hinausgewachsen. Die OSTRALE Biennale musste daher in diesem Jahr erneut mit erheblichen Kürzungen auskommen, nachdem Förderungen wiederholt niedriger als beantragt ausgefallen waren bzw. gar nicht erteilt worden waren. Die Finanzierung der kommenden OSTRALE ist bei weitem nicht gesichert, ihre Durchführung 2019 daher noch unsicher.

Dr. Bernd Kugelberg, Schatzmeister der OSTRALE.freunde und engagierter Vertreter des Sponsors Schneider + Partner, zur wirtschaftlichen Situation: „Die größte Ausstellung zeitgenössischer bildender Kunst im Freistaat Sachsen und immerhin drittgrößte Deutschlands musste in den elf Jahren ihres Bestehens fast immer ohne Fördermittel des Landes und des Bundes auskommen.

Die institutionelle Förderung seitens der Landeshauptstadt Dresden, obwohl dankenswerterweise in diesem Jahr um einen niedrigen fünfstelligen Betrag erhöht, ist verglichen mit den Subventionen für andere Institutionen in der Kulturstadt relativ gering. Sie macht nur einen Bruchteil des für eine Kunstausstellung in der Größenordnung der OSTRALE Biennale nötigen Budgets aus. Die privaten Sponsoren können die fehlenden Mittel der öffentlichen Hand auf Dauer nicht kompensieren, teilweise wollen sie es künftig auch nicht mehr. Wir gehen davon aus, dass für eine solide Finanzierung der kommenden OSTRALE Biennale mit Planungssicherheit verglichen mit dem diesjährigen Budget etwa 180.000 Euro fehlen.“

Bis Sonntagabend (1. Oktober) noch lädt die OSTRALE Biennale 2017 die Öffentlichkeit zum Erlebnis zeitgenössischer Kunst ein.

Fotos (lv)

www.OSTRALE.de

Öffnungszeiten

Freitag bis Sonntag

11 Uhr – 20 Uhr

1 Stunde vor Schließung ist Kassenschluss

Eintrittspreise

€ 15 Normalpreis / € 10 ermäßigt
€ 30 Familien Ticket / € 25 Familien Ticket, ermäßigt € 10
Gruppe, 10+ Personen, Normalpreis € 5 Führung pro Person

Bei Bezahlung mit der SparkassenCard ein Euro Rabatt.

Führungen

Samstag und Sonntag, 15 Uhr

Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Linie 10 bis „Messe Dresden“

Auto: Dresden, Zur Messe 9, Parkplatz P2 (Messering 8)

WEITERE INFORMATIONEN / KONTAKT:

OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Künste

OSTRALE / Büro, Messering 20, 01067 Dresden, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de,

www.ostrale.de, OSTRALE: / Ausstellung: Zur Messe 9, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

Text: blaurock markenkommunikation

 

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In fernem Land – Ausstellung von Oskar Staudinger bei Breschke & Schuch

28 Donnerstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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 Bilder aus der Tiefe der Träume

In reizvoll-rätselhafte Welten zwischen Traum und Wirklichkeit entführt die  Ausstellung von Oskar J. Staudinger unter dem Titel „In fernem Land“ im    Kabarett Breschke & Schuch, die am 30. September um 16 Uhr eröffnet.

Von den Präraffaeliten und der japanischen Holzschnittkunst beeinflusst, sind die Bilder des jungen Künstlers Tore zu einer fernen, unerreichbaren Welt. Im Land der ewigen Jugend erhebt sich der Tod mit seiner Strahlenkrone. Mitten im Schneesturm begegnen einander Figuren, von denen man nicht weiß, welche die meiste Wirklichkeit besitzt; Träumen entnommene Bilder, die wiederum Träume bebildern…

http://oskarstaudinger.com/

Die Ausstellung ist bis Anfang Januar 2018 in Saal und Foyer des Dresdner Kabaretts Breschke & Schuch zu sehen.

Text: Dresdner Kabarett Breschke & Schuch, Cornelia Resik

Dresdner Kabarett Breschke & Schuch gGmbH
Wettiner Platz 10 (Eingang Jahnstraße)
01067 Dresden

Telefon: (0351) 490 4009
Telefax: (0351) 490 4008

www.kabarett-breschke-schuch.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Staudinger_Foto.jpg

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BilderAlbum: Ostrale – Blicke auf die Welt zum Schmunzeln und Nachdenken

27 Mittwoch Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Die Internationale Kunstausstellung Ostrale – Biennale für zeitgenössische Kunst lockt unter dem Motto „re_form“ noch bis 1. Oktober mit spannenden, ungewöhnlichen Seh-Erlebnissen im Dresdner Ostragehege.

Auch vor den Ausstellungshallen gibt es viele kleine, originelle Kunst-Oasen zum Verweilen, Genießen und für eigene kreative Gedankenflüge…

Ein Einkaufswagen irrt laut rasselnd umher und stößt immer wieder an leere Warenregale. Ein menschliches Kunstwesen mit Greifarm steht frei herum und ein kleiner Roboter, der sich mit dem Betrachter bewegt, ist eingesperrt in einem Käfig und schaut sehnsuchtsvoll Richtung Tür im Objekt „Fear Bot“. Wovon er wohl träumt? Wie lebendig begraben in den eigenen vier Wänden liegen eine Frau und ein Mann in der Bildserie „The Visitors II und III“.

Reichlich Kunst zum Staunen, Schmunzeln, Nachdenken und Auseinandersetzen versammelt unter dem Titel „re-form“ die 11. Ostrale und erste Biennale zeitgenössische Künste Dresden im Ostragehege
(noch bis 1. Oktober). Zu sehen sind in den historischen Erlwein-Futterställen über 1000 Werke – Malerei, Bildhauerei, Fotografie bis zu Sound-, Licht- und Videoinstallationen und Performance – von 164 Künstlern und Künstlergruppen aus nah und fern, die ihre Blicke auf die Welt, Lebensentwürfe in aller Vielfalt und Visionen für die Zukunft Europas zeigen.
Jeden Freitag um 18 Uhr gibt es außerdem ein Tanzstück mit der Gruppe Derevo, besonders für Taubstumme geeignet, die „Sprache des Körpers – Sehen im Dunkeln“.

Text + Fotos (lv)

http://www.ostrale.de

Geöffnet: täglich außer Montag von 11 bis 19 Uhr

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Jubiläumsausstellung 25 Jahre Städtische Kunstsammlung Radebeul

26 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Werner Wittig, „Stilleben mit Weinberg“; Ingo Kuczera, o.t. (Selbstbildnis mit schwebenden Gestalten)

Paul Wilhelm, „Landschaft im leuchtenden Herbst“

Heinz Drache, „Meine Umgebung“

Karl Kröner, „Mein Garten“

Karl Kröner, „Halbakt mit Pelzumhang“; Erhard Hippold, „Stilleben mit Ananas“ und o.t.

Ute Wittig, „Harlekin“

Sophie Cau, „Berg-Vigne“

Gestreifte Weinberge in „Rade-Nizza“

Vertraute und ungewöhnliche Blicke auf die Stadt und Lößnitzlandschaft versammelt die Jubiläumsausstellung 25 Jahre Kunstsammlung Radebeul in der Stadtgalerie.

Eine Schnecke klettert eine Weinflasche empor, die nächste wartet schon unten. In dem kleinen, heiteren pastellfarbenen Ölbild „Stilleben mit Weinberg“ von Werner Wittig ist alles zusammengefasst, was den besonderen Reiz der Lößnitzlandschaft ausmacht. Sie hat schon immer viele Künstler angezogen und so kann die Ausstellung „Sammlung statt Sammelsurium“ – 25 Jahre Städtische Kunstsammlung Radebeul inzwischen aus einem reichen Fundus schöpfen.

Vielfältige Blicke auf die Stadt, auf Bekanntes, Vertrautes, Beschauliches und Besinnliches, aber auch weniger Auffälliges, vor sich hin Schlummerndes und Wunderliches vereint die derzeitige Schau mit Kunst aus drei Jahrhunderten in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21. Versammelt sind zunächst 140 Arbeiten von 80 Künstlerinnen und Künstlern. Das entspricht lediglich fünf Prozent der Werke aus der Sammlung laut Stadtgaleristin Karin Baum. Das meiste lagert bisher im Depot der Stadt. Zu sehen sind vor allem die Radebeuler Weinhänge zu allen Jahreszeiten, viele Stilleben mit Blumen und Früchten, Porträts und figürliche Szenen, festgehalten in Gemälden, Grafiken, Zeichnungen, Aquarellen, Scherenschnitte und Collagen. Dabei begegnen dem Besucher überwiegend konkrete, einige surreale und abstrakte Werke, die mal romantisch, sachlich-nüchtern bis augenzwinkernd ironisch Natur und Zeitkolorit widerspiegeln vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Da trifft eine „Landschaft im leuchtenden Herbst“ von Paul Wilhelm, einem Altradebeuler Künstler auf eine Ansicht mit alten Industriebauten, Fabrikschornsteinen und detailreich bröckligen Häuserfassaden aus den 1960er Jahren von Heinz Drache. Zeigt sich der Künstler Ingo Kuczera in einem leuchtendfarbigen „Selbstbildnis mit schwebenden Gestalten“, federleicht fliegenden Körpern und einer tiefblauen Gestalt, die Wasser- oder Seifenblasen mit der Hand auffängt. Das Bild ist eine Schenkung der Erbengemeinschaft Kuczera des durch Suizid aus dem Leben geschiedenen Künstlers.

Neben der ungetrübt farbenfrohen Gartenidylle vor dem Haus, gemalt von Karl Kröner 1933 und einem „Halbakt mit Pelzumhang“ von ihm von 1947 sieht man einen „Harlekin“ ganz mit der Landschaft verwoben in einem Ölbild von Ute Wittig von 2009. In ihrer Aquatintaradierung „Montagsfrüh“ von 1984 hingegen sitzt ein Rabe auf einer Mauer, dahinter ein Frauengesicht mit Kind im Rücken und mit der Fabrikkulisse fast verschmolzen. Einen luftig-leichten, südländisch anmutenden Blick auf „Rade-Nizza“ wirft Christian URI Weber in einer Kaltnadelradierung, ein altes schönes Villengebäude in einem Park an der Meißner Landstraße im „Dornröschenschlaf“ zeigt André Uhlig in kräftigen Erdtönen und einem gestreiften Badehandtuch ähneln die Weinberge im Acrylbild „Berg-Vigne“ von Sophie Cau. Um Muße und Konsumfreude der Deutschen kreisen augenzwinkernd die Bilder Horst Hilles.

Es gibt eine Wand voller Selbstbildnisse von Radebeuler Künstlern. Darunter ein Aquarell des wenig bekannten Malers Georg Richter-Lößnitz als junger Mann mit forsch-verwegenem Blick, Schirmmütze und wehendem Mantel. Neugierig auf mehr macht auch ein wunderbar farbharmonisches Stilleben mit Christrose, Gummibaum und Katze von Käthe Trehde. Dieses Bild erwarben und schenkten die Stadtgaleristin und ihr Mann der Städtischen Kunstsammlung Radebeul. Es sollen bald noch weitere Arbeiten, Plastiken und Kleingrafik sowie ergänzende Angaben zu den Künstlern in die Jubiläumsausstellung kommen, so Karin Baum.

Die Ausstellung ist noch bis 29. Oktober zu sehen, während des Herbst- und Weinfestes in Radebeul steht sie länger offen. Nach einer Pause ist sie dann wieder vom 19. November bis 17. Dezember geöffnet.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di, Mi, Do, So von 14 bis 18 Uhr; zum Herbst- und Weinfest
Fr 19 – 22 Uhr, Sa von 14 – 22 Uhr und So von 14 – 20 Uhr.

obere Reihe: Christian URI Weber, „Rade-Nizza“; Ute Wittig, Montagsfrüh“; Andrea Türke „Große Lößnitztreppe“

Johannes Thaut, o.t. (Maschinenarbeiter); „Gabriele im Schnee“

Künstler-Porträts                       Georg Richter-Lößnitz, „Selbstporträt“

Käthe Trehde, „Christrose und Gummibaum“

 

Mandy Herrmann, „Nicht Hören, nicht Sehen“; „Umzug“

Horst Hille, „Harakiriadler“, „Anbetung der Könige“, „Wochenendgebetsmühle“

Künstlerbücher und Objekte

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Ostrale für Farbkleckse und Altmeister – Familienwochenende

20 Mittwoch Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Familienwochenende auf der OSTRALE Biennale am 23. und 24. September mit Führungen und künstlerischen Mitmachaktionen.

Die OSTRALE Biennale 2O17 ist nur noch bis zum ersten Oktober geöffnet. Am 23. und 24. September findet ein Familienwochenende statt. Bei speziell für Kinder und Jugendliche gestalteten Führungen werden die Kunstwerke nicht nur durch Erklärungen näher gebracht. Die jungen Besucher sind auch eingeladen, die Werke in eigenen Zeichnungen zu interpretieren. Ein Rahmenprogramm in der Publikumswerkstatt gibt ihnen außerdem die Möglichkeit, neue Materialien auszuprobieren und eigene kreative Ideen zu verwirklichen.

Neben dem Familienprogramm werden mit Unterstützung durch die Aktion Mensch gemeinsame Führungen für Sehende und Blinde angeboten, bei denen die Besucher unter anderem mit der AllSense App durch die Ausstellung gehen und eine neue Art, Kunst zu erfahren, vermittelt bekommen.
Die „Taschenlampenführung“ mit Dolmetschern für Gehörlose und Hörende ermöglicht es Besuchern ebenfalls, die Ausstellung aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Zahlreiche weitere Veranstaltungen, wie Derevo-Tanzperformances (jeden Freitag um 18.00 Uhr), die Führungen der „Kunstvermittler“ (jeden Samstag und Sonntag, 15.00 Uhr), eine spezielle Führung für Blinde und Sehbehinderte (21.09.2017, 16:00 Uhr) und die Kuratorenführung mit Künstlergespräch (Sonntag, 17.09.2017, 11:00 – 12:30 Uhr), bieten besondere Anlässe zum Besuch der OSTRALE Biennale.

„OSTRALE für Farbkleckse und Altmeister“- Familienwochenende

Familien Ticket: 30 € / ermäßigt 25 €

Erwachsene 15 € / ermäßigt 10 €

Bei Bezahlung mit der SparkassenCard ein Euro Rabatt.
Sonderpreis für Friedrichstädter und Sozialbenachteiligte 5 €

Weitere Veranstaltungen

Täglich:

Die OSTRALE vermittelt Kunst auf spielerische Weise, lässt sich auch als „Kunst-Parcours der besonderen ART“ bezeichnen. Sie wird im Rahmen des Kunstunterrichtes auch in diesem Jahr wieder von mehreren Hundert Schulklassen besucht (Vorjahr: 465). Auch für die Kinder, die die OSTRALE mit ihren Eltern besuchen, gibt es täglich ein eigenes Angebot im „Kreativraum – Atelier der Dinge / Publikumswerkstatt“. Hier können die Kinder ihrer Fantasie selbst freien Lauf lassen und eigene Kunstwerke schaffen.

Jeden Freitag um 18:00 Uhr:

Derevo Tanzperformance „Try walking in my shoes“  – Sprache des Körpers

Besonders für Taubstumme geeignet!

DEREVO präsentieren ihr Tanzstück „Try walking in my shoes“ am Tor 7 auf der OSTRALE Biennale. Durch die Sprache des Körpers werden die Sinne geschärft. Die Tänzerin Alena (DEREVO) erkundet außerdem mit täglichen Improvisationen das Gelände der Biennale.

Mehr zu Inhalt, Programm und Kooperationspartnern der OSTRALE unter www.OSTRALE.de.

Jeden Samstag und Sonntag, 15.00 Uhr

Führungen durch die Ausstellung (5 Euro p.P.)

In der letzten OSTRALE Woche 25.09. – 01.10. finden nochmals Führungen auf Französisch, Russisch und Englisch statt.

Die Gruppen sind auf max. 20 Personen begrenzt.

Anmeldung unter post@ostrale.de zum Sonderpreis von 15 Euro, 10 Euro ermäßigt

Donnerstag, 21.09.2017, 16:00 Uhr:

Für alle Sinne – Sehen im Dunkeln

Kunstvermittlung für Sehende und Sehbeeinträchtigte, Austausch und Horizonterweiterung durch gemeinsame Führungen für Sehbeeinträchtigte und Sehende.

Die 11. „OSTRALE internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste“ bietet dieses Jahr allen Besuchern zum ersten Mal die Möglichkeit, die Biennale mit dem Audio Guide „AllSense“, einer App für iOS- und Androidgeräte, zu erkunden. Die App wurde mit Unterstützung der Aktion Mensch entwickelt.

Der im App Store und bei Google Play erhältliche digitale Rundgang macht 25 Kunstwerke erlebbar und ermöglicht es Blinden, Sehenden und allen, die über das Visuelle hinaus ihre Wahrnehmung schärfen wollen, Kunst mit ihrem eigenen Smartphone zu ergründen. An der Kasse sind ebenfalls kostenlos mobile Geräte erhältlich. Weitere Informationen zu AllSense finden Sie auf http://www.ostrale.de/ sowie in Play Store und App Store.

Öffnungszeiten

Montag geschlossen, Dienstag bis Donnerstag 10 Uhr – 19 Uhr,
Freitag bis Sonntag 11 Uhr – 20 Uhr

1 Stunde vor Schließung ist Kassenschluss

Eintrittspreise

€ 15 Normalpreis / € 10 ermäßigt

€ 30 Familien Ticket / € 25 Familien Ticket, ermäßigt

€ 10 Gruppe, 10+ Personen, Normalpreis

€ 5 Führung pro Person

Bei Bezahlung mit der SparkassenCard ein Euro Rabatt.

Führungen

Samstag und Sonntag, 15 Uhr

Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Linie 10 bis „Messe Dresden“

Auto: Dresden, Zur Messe 9, Parkplatz P2 (Messering 8)

OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Künste

OSTRALE / Büro, Messering 20, 01067 Dresden, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de,

www.ostrale.de, OSTRALE: / Ausstellung: Zur Messe 9, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

Text: blaurock markenkommunikation

Fotos (lv)

 

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„Unverschämt“ – Steffen Fischer stellt in der Galerie Kunst & Eros aus

17 Sonntag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Unverschämte Blicke auf Rollenspiele zwischen Männern und Frauen

Pralle, sinnenfrohe Weiblichkeit lockt in kräftig lodernden Farben. Paare verführen sich himmlisch und animalisch im fesselnden Spiel von Lust, Macht und Gegensätzen der Geschlechter. Kein Tabu kennt dabei die Ausstellung „Unverschämt“ mit Malerei und Zeichnungen von Steffen Fischer, die am Freitag abend in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden eröffnete (noch bis 18. November zu sehen).

Das Lustprinzip der freien Bewegung und der freie Ausdruck von Körperlichkeit und Nacktheit interessieren den für seine expressive Bildsprache bekannten Künstler vor allem. Die Ausstellung versammelt neuere Arbeiten von 2009 bis `017. Im wild ekstasischen Tanz der Linien und Farben, witzig bis sarkastisch und lustvoll-provokant betrachtet Fischer tradierte Rollenbilder zwischen Männern und Frauen und hebt diese samt ihren Grenzen auf. Er zeigt in seinen oft mythologisch-vieldeutigen Bildern den soldatischen Mann, der an der langen Leine der Götter marschiert und nimmt das Patriarchat, das „Paradies der Väter“ ironisch auf die Schippe und stellt dem die weibliche Schöpferkraft entgegen. Berge sind für ihn wie Brüste, sagt Steffen Fischer.

So hockt der Künstler im Titelbild zur Ausstellung – in einem Selbstbildnis als Junge –  mit schelmischem Erkunderblick oberhalb eines riesigen Frauenkörpers, eine Art Urmutter zwischen ihren Brusthügeln. Sie schwingt ein Seil, das halb Perlenkette und halb Stacheldraht zugleich auf das zweischneidige Mann-Frau-Verhältnis anspielt. Bei ihm wechseln beide als Eroberer, Verführte und Liebende. Da fliegen mal die Federn bei Leda im Liebesrausch und kapituliert Zeus als verzauberter Schwan, da sie eine Waffe zückt. Da sieht man burlesque sich entblätternde Damen, eine entlaufene Nonne und eine Frau beim leidenschaftlichen Tanz mit einem Stiermann.

Und ein „himmlischen Duett“, bei dem sie ihren feurigen Schoß öffnet und sein Phallus in den Himmel wächst. „Unverschämt ist jemand, wenn er unbotmäßig, ungehorsam vom normativen der Gesellschaft abweicht“, sagt Steffen Fischer über den Ausstellungstitel. Die Herrschaftsfrage, wer macht die Gesetze und spricht die Verbote aus, beschäftigt ihn ebenso wie die Selbstauseinandersetzung in der Kunst. Der 1954 in Dohna geborene Künstler lernte Offsetdrucker vor seinem Studium an der Dresdner Kunsthochschule. Seit 1983 arbeitet er als freischaffender Künstler. Bekannt wurde Steffen Fischer als „Künstler-Paar“ mit Angela Hampel in den späten 1980er Jahren in der DDR mit ihren Installationen u.a. von in Netzen gefangener Körperabformungen, die die politische Situation ebenso wie das Mann- und Frausein betrachteten.

Obszön sind nicht die geöffneten Schenkel einer Frau, sondern die mit Orden behangene Brust eines Generals, zitiert Fischer den Künstler und geistigen Wahlverwandten Alfred Hrdlicka. Heute ist die Erotik in der Kunst konfrontiert mit einer Übersättigung an nackten Tatsachen und totalen Vermarktung von Lust und Liebe. „Andererseits nehmen falsche Prüderie und Körperfeindlichkeit zu und echte Empfindungen  ab“, beobachtet der Künstler. Da kommen seine unverschämt sinnesreizenden Bilder gerade recht.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mo bis Sa von 11 bis 15 Uhr

Tel.: (0351) 802 47 85
http://www.kunstunderos.de

Galeristin Janett Noack von Kunst & Eros

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Neustadt Art Festival: Bühne für Kunst von unten

13 Mittwoch Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Literatur, Musik

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Grafiken: Thomas Schreiter

Bild: Anne Kirlum

Bunte Oase der Kunst

Das bereits sechste Neustadt Art Festival lockt an bisher 19 Orte mit über 100 Veranstaltungen mit reichlich Kunst, Musik, Lesungen und vieles mehr.

Das Neustadt Art Festival zählt eine Woche vor Beginn (vom 22. bis 24. September)
19 Orte, an denen über 30 Künstlerinnen und Künstler über 100 Veranstaltungen in der Äußeren Neustadt ausrichten. Da die Anmeldung bis zum Festival möglich ist, kommen weitere Orte hinzu.

„Es sind alte Hasen wie die Blaue Fabrik, das Stadtteilhaus, die Alte Fabrik und die Waldbühne dabei“, schwärmt Jan Kossick, Mitinitiator des Festivals, „aber auch neue Orte wie der Geldschneider, der Wagenplatz, die Weiße Birke und das ‚Da Unten‘. Besonders freue ich mich, dass der Dachboden ‚Kunst unterm Dach‘ mit vielen Künstlerinnen und Künstlern, viel Musik und Lesungen wieder mit dabei ist.“ Das weiterhin aktualisierte Programm, eine Liste der Orte und eine Auswahl der Kunstschaffenden ist unter naf.li zu finden. Das Neustadt Art Festival finanziert sich hauptsächlich über Crowfunding von Unterstützung dieses Mitmach-Kunstfestes.

Weitere Informationen:
naf.li neustadt-art-festival.de

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Ausstellung „Deep Delicious“ von Viktoria Graf im Kastenmeiers

12 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Augenschmaus mit Witz und Biss

Zum Reinbeißen schön, voller Farb- und Sinneslust rund um Genuss und Überfluss lassen die nur scheinbar märchenhaft-verspielt-skurrilen Bilder der Künstlerin Viktoria Graf tief blicken zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Ausstellung ist noch bis 31. Oktober zu sehen im Restaurant Kastenmeiers im Kurländer Palais auf dem Neumarkt in Dresden.

Mehr Text zur Ausstellung folgt

Text + Fotos (lv)

Restaurant Kastenmeiers
Tschirnerplatz 3 – 5, 01067 Dresden

Geöffnet: Mo – So von 16 – 23 Uhr

„Bilderwächter“ am Eingang: Hund Gino von Kastenmeiers

Annika Vollmer, sie betreut u.a. die Ausstellungen im Kastenmeiers und Künstlerin Viktoria Graf zur Ausstellungseröffnung

„Der süße Brei“                                „Jungbrunnen“

„Overhover“                                   „Farbwüste“

„Käppchen“                                     „Nachtigall“

„Nymphrenen“                                   „Take the Dream“

„Sinneslüste, Beere“                         „Sinneslüste, Orange“

„Sinneslüste, Zitrone“

Kunst- und kulinarischer Genuss: Lilli Vostry, Autorin  von meinwortgarten.com

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Vermag Kunst Sucht vorzubeugen? – Ein deutschlandweit einmaliges Programm zur Prävention

12 Dienstag Sept 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Projekte, Tanz, Theater

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Das „Kulturjahr Sucht“ präsentiert über 15 Projekte zum Thema Sucht und Suchtprävention von September bis November in Dresden.

Darf man Kunst als Methode der Suchtprävention nutzen? Und kann das funktionieren?
Diesen Fragen geht die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der Projektschmiede gemeinnützige GmbH seit Anfang des Jahres unter dem Titel „Kulturjahr Sucht“ nach. Seit Anfang September, können Dresdnerinnen und Dresdner die ersten Ergebnisse der unterschiedlichen künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Thema erleben.

Den Anfang bildet die Wiederaufnahme des Theaterstücks „Welche Droge passt zu mir?“ von Kai Hensel am projekttheater Dresden. Vom 4. bis 9. September inszenierte das Ensemble La Vie unter Regie von René Rothe das provokante, zum Denken anregende Stück. Begleitet von Ärzten und Psychologen der Sächsischen Landes
ärztekammer konnte das Publikum sowohl vor als auch nach der Aufführung Fragen stellen und sich zum Thema Suchtprävention informieren.

Die künstlerische Auseinandersetzung endet aber nicht bei der Darstellenden Kunst. Geplant sind insgesamt 15 Produktionen, darunter eine Ausstellung junger Dresdner Künstler um den „uncanny valley“ Mitbegründer Albrecht Wassersleben. Hinzu kommen eine Tanzperformance der JuWie Dance company zum diesjährigen
DAVE Festival und weitere Tanzperformances von Isaac Spencer und Magdalena Weniger als sogenannte „Interventionen im Öffentlichen Raum“.

Um auf die große Vielfalt der Produktionen rund um das Kulturjahr Sucht aufmerksam zu machen, gibt das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Dresden eine Programmbroschüre heraus. Sie ist ab Mittwoch, 20. September, in den Auslagestellen der Rathäuser und bei allen Veranstaltungen des Kulturjahres Sucht kostenlos erhältlich.

Das Kulturjahr Sucht im Überblick

Die Stadt Dresden geht im Jahr 2017 bei der Suchtprävention neue Wege: Deutschlandweit wird erstmalig mit dem „Kulturjahr Sucht“ die Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Suchtprävention erschlossen. Das Kulturjahr Sucht bildet den Rahmen für künstlerisch-kulturelle Arbeiten, die sich mit den Risiken des Drogenkonsums auseinandersetzen. Künstler und Kulturschaffende waren dazu eingeladen, Konzepte im Rahmen der Suchtprävention zu entwickeln. Dafür konnten zum 1. März und 1. Juni Projektmittel beantragt werden. Das Gesamtbudget für das Kulturjahr beträgt 200 000 Euro. Die Mittel stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Bei der Umsetzung ihrer Ideen werden Künstler und Kulturschaffende von der Projektschmiede gemeinnützige GmbH im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden unterstützt.

Weiterführende Informationen unter http://www.dresden.de/kulturjahr-sucht

Text +Kontakt Kulturjahr Sucht:
Josefa Hose, Projektschmiede gGmbH
E-Mail kulturjahr-sucht@projektschmiede.net
Telefon 0351-32015613

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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