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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Blaue Fabrik belebt den Alten Leipziger Bahnhof neu: Eröffnungsfest mit Kunst und Jazz

31 Mittwoch Aug 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Kultur, Musik, Tanz

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Umzug des Kulturvereins als Initialzündung für eine kleinteilige Nutzung in dem lange brach liegenden Gelände an der Eisenbahnstraße.

An  diesem Wochenende kommt Kultur an  die  Eisenbahnstraße  in  der Leipziger Vorstadt: Der Kulturverein  Blaue  Fabrik  e.V.  feiert  am  2.  und  3. September  mit einem  umfangreichen  Festprogramm  aus  Kunst, Jazzmusik und Tanz seinen Umzug in die sogenannte „Grüne  Villa“ direkt neben dem Eingangsgebäude des Alten Leipziger Bahnhofs.

Die  Allianz  für  Dresden, ein engagiertes  und  breites  Bündnis  für  eine  sinnvolle und  kleinteilige  Entwicklung  der  Leipziger  Vorstadt,  begrüßt  den  Umzug  des Kulturvereins  ausdrücklich  und  lobt  den  Mut  der  Vereinsverantwortlichen,  in die  bisher  in  den  Abendstunden  eher  stille  östliche   Leipziger  Vorstadt  zu ziehen. Mehr  noch:  In  den  Augen  der  Initiative  ist  der  Schritt  der Kulturaktiven  rund  um  Geschäftsführer  Holger  Knaak  ein  erster  Schritt  für eine  gemischte  Nutzung  des  Alten  Leipziger   Bahnhofes.  Ein  Schritt  ganz  im Sinne  einer  vernünftigen  Entwicklung  der  Leipziger  Vorstadt  als  neues   Stadtquartier,  wie  es  das  Rathaus  schon lange  plant.  Bereits  seit  Anfang  Juni werkelt die  Blaue  Fabrik  an ihrer  neuen  Heimat, der „Grünen  Villa“ auf  der   Eisenbahnstraße  1.  Einige  Freiluftkonzerte  fanden  im  Gartenbereich  des Gebäudes  bereits  statt.  Nach  dem  sehr  versteckten  und  auch  engen Übergangsdomizil  in  einem  Gebäude  hinter  der  Post  an  der  Königsbrücker   Straße  kann  der  Kulturverein  nun  satte  800  m2  Fläche  für  sein Kulturengagement  nutzen.

„Mit  der Blauen  Fabrik erfährt der Alte Leipziger Bahnhof endlich die kleinteilige Nutzung,  die wir immer gefordert  haben“,  freut sich  Uwe Sochor vom Unternehmerverein Pieschen und der Allianz für Dresden.
„Wenn das eigentliche  Bahnhofsgebäude nebenan mit  Hilfe  von Denkmalschutzfördermitteln etwa in ein Kulturcafé  verwandelt und  auch  alle weiteren historischen Gebäude saniert und genutzt werden, dann  kann  ein   Stadtteilzentrum aus  Kleingewerbe, Büros und Wohnungen entstehen. Wenn also die Nutzung dem Gebäudebestand angepasst wird und eben nicht ein riesenhaftes Einkaufsland für  Autofahrer alles platt  macht, dann  sind  wir  auf dem  richtigen Weg.  Die Blaue Fabrik ist hier Pionier!“

Dreizehn  Ateliers  und  Probenräume hat die Blaue  Fabrik  künftig  in  der Grünen Villa  im  Angebot,  die Vereinsmitglieder nutzen und die  unter anderem an Jazzbands  vermietet  werden. Ein“Projektraum“ für  Kurse, Workshops und Nutzungen  aller  Art sowie ein heller „Lichthof“ mit 15  Meter Deckenhöhe und 80 m2 Nutzfläche  stehen ebenfalls  zur Verfügung.  Hier werden Konzerte stattfinden. Außerdem bietet die Blaue Fabrik in Kürze ein Atelier inklusive kleiner angeschlossener Wohnung für  externe Künstler als „Art in Residence-­‐Ateliers“  an.

Am 2. und  3. September feiert die Künstlervereinigung offiziell ihren Umzug zum Alten Leipziger Bahnhof mit einem vielfältigen Kulturprogramm. Den Auftakt macht am Freitag die Vernissage der  Ausstellung  „to   pick“  ab 19.00 Uhr. Hier zeigen elf  Künstler im Rahmen der  Ausstellungsreihe „parablau“ ihre  Werke.  Am Abend folgen dann zwei Konzerte. Zunächst spielt das „New Town  Swing Orchestra“ ab 20.30 Uhr und im  Anschluss „The  Souldiers“. Am Samstag gibt  es ab 19.00 Uhr  Free-­‐Jazz mit Schlagzeug und Saxophon und ab  21.00 Uhr dann Klezmer, Chanson und  Folk mit „BaranButz“. „Die  Jazzkonzerte  und Kunstausstellungen in der  Grünen Villa werden dem Areal  Leben einhauchen“, so Sochor. „Kombiniert mit den Kulturhotspots an der Gothaer Straße wie dem Puschkin-­‐Club, dem Alten  Schlachthof, dem Club My  House und dem Club Neu könnte die Blaue Fabrik einen perfekten Rahmen bilden für einen neuen  Stadtteil aus Wohnen, Arbeiten und Kultur entlang der Leipziger  Straße.
Welche andere  Kulturstadt hat noch solch ein großes und geschichtsträchtiges Areal mit so viel  Potential?  Nur eins fehlt dafür noch:  Der Stadtrat muss  den städtebaulich  irrsinnigen  Globus-­‐Plänen endlich per  Aufhebungsbeschluss  ein Ende  setzen!“

Text +  Kontakt: allianz-­fuer-­dresden.de
Blog: allianzfuerdresden.wordpress.com

Foto:  Blaue Fabrik e.V.

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Musikalische Lesung: HerbstNachtTraum mit Olaf Stoy im Stuhlbaumuseum Rabenau

09 Dienstag Aug 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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„Nichts ist wie es scheint“ –
Ausstellung mit Porzellan, Grafik und Geschichten von Olaf Stoy –
Noch bis
 28. August 2016 im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau (Lindenstr. 2, 01734 Rabenau)
Öffnungszeiten: Dienstag – Donnerstag 10 – 16 Uhr, Freitag 10 – 14 Uhr, Sonn- und Feiertags 13 – 17 Uhr

Der seit 1997 in Rabenau lebende Künstler Olaf Stoy präsentiert sich zum ersten Mal in Form einer Personalausstellung im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau. So wird er z.B. sein Buchprojekt „HerbstNachtTraum“ vorstellen. Inspiriert von Shakespeare, Andersen und Dvorák schrieb er 2015 ein Märchen für Erwachsene, welches er nachfolgend illustrierte und in Buchform brachte. In der Ausstellung zeigt Olaf Stoy die Originalillustrationen zum Buch, sowie Porzellanfiguren, die mit dem Thema korrespondieren.

Den zweiten Schwerpunkt der Ausstellung wird eine Auswahl an Reliefs, Figuren, Büsten und Schachspielen aus Porzellan bilden, welche einen Überblick seines künstlerischen Schaffens der letzten zwanzig Jahre bieten wird.

Am Sonntag den 14. August 2016, um 15 Uhr wird zu einer musikalischen Lesung im Stuhlbaumuseum Rabenau eingeladen. Dann wird Olaf Stoy sein Märchen »Herbst Nacht Traum« lesen. Begleitet wird er dabei von der Flötistin Grit Leiteritz.

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Statement des Künstlers zum Ausstellungstitel:

„Tagtäglich müssen wir unsere Umwelt entschlüsseln und interpretieren. Diese Interpretationen sind rein subjektiv und haben mitunter mit den objektiven Tatsachen wenig zu tun. Die Erde wurde so lange Zeit als Scheibe wahrgenommen, bis sich der menschliche Kenntnisstand erweiterte und die Kugelform nicht mehr abzustreiten war. Auch kennen wir alle das Gleichnis vom halbvollem bzw. dem halbleeren Wasserglas. Besonders in der Kunstbetrachtung, gehört die Interpretation zur Rezeption.

Braucht man dafür eine besondere Ausbildung? Es kursieren hunderte Sprüche um zu definieren was Kunst ist und was nicht. Alle sind im gleichen Maße zutreffend, wie unzutreffend! Denn „die“ Kunst gibt es nicht. Kunstbetrachtung wird immer subjektiv sein. Deshalb sollte man sich selbst vertrauen und in sich hineinhören. Denn während der Verstand noch zu argumentieren versucht, weiß es die Seele längst. Die Kunst entsteht im Kopf des Betrachters. Der Künstler liefert dafür nur die Voraussetzung.“

Text & Gedicht: Olaf Stoy
Nichts ist wie es scheint

Nichts ist wie es scheint
Denn ich sehe was du nicht siehst
Und du siehst was ich nicht sehe
scheinbar

nichts scheint wie es ist
denn du siehst was du sehen willst
und ich sehe was ich sehen will
aber der Schein trügt

immer ist es anders als man denkt
mal scheint es dies zu sein
und mal scheint es Jenes zu sein
anscheinend

es ist wie es ist
aber du kannst es nicht sehen
und ich kann es nicht sehen
aber fühlen vielleicht

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Farben aus dem Feuer: Emaille-Bilder von Günter Gläser in der Stadtbibliothek Radebeul-Ost

07 Sonntag Aug 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Kaum einer beherrscht heute noch die Kunst der Emailletechnik.
Der Radebeuler Günter Gläser (81) zeigt seine leuchtend farbenfrohe
Malerei auf Kupfer derzeit unter dem Motto „Farben aus dem Feuer“ in einer Ausstellung des Kulturvereins der Stadtbibliothek Radebeul e.V. im Kulturbahnhof auf der Sidonienstraße 1c.

Ein Fest für die Sinne erlebten die Besucher dort zur Eröffnung am vergangenen Sonnabend. Vor den Bildern mit südlichen Landschaften, Lavendelfeldern, blühenden Mandelbäumen, Mohnblüten und Sonnenblumen, Wollgras-Fantasie, Möwen-Flug und Visionen am Berg flossen alle Klangfarben des Lebens zusammen im mitreißenden Spiel der Konzertakkordeonisten Elena und Ruslan Kratschkowski.

„So etwas hatten wie hier noch nicht“, sagte Martina Kunath, stellvertretende Bibliotheksleiterin beeindruckt von den Bildern und Klängen. Der plastisch-vielschichtige Farbauftrag der Emaillebilder ähnelt Spachtelölbildern und die weich fließenden Übergänge erinnern an Aquarelle. Dazu halten sie über ein Menschenleben hinaus und sind wetterfest auch im Freien. Fasziniert vom Eindruck des Augenblicks und seinem Lebensmotto „Carpe diem“ entsprechend, verbindet Günter Gläser in seinen Werken künstlerische Ausdrucksfreude und handwerkliches Können, in denen er Erlebtes in der Natur und auf Reisen im Mittelmeerraum festhält.

Er betrachtet mal heiter beschwingt, besinnlich, nachdenklich bis ironisch auch das Leben, die Zeit und die Menschen im Wechsel der Jahreszeiten – mit aller Schönheit, Weite und Enge, Licht- und Schattenseiten. Da sieht man Tanzende und Musikanten in farbenfrohen Trachten, ein Paar Hand in Hand in „Spätem Glück“ und ein anderes in der „Midlifecrisis“, die Hände in den Hosentaschen vergraben. Urwüchsige Kraft und Ehrfurcht vor der Natur und zugleich die Sehnsucht nach Balance spiegeln die Bilder „Vulkanausbruch“, „Monsterwelle“, „In der Wüste“ und „Alpine Visionen“. Über eine formreich bewegte Landschaft zieht „Das fliegende Jahr“.

Zu sehen ist in einer Bilderserie in der Ausstellung auch die Entstehung eines Steg-Emaillebildes auf Kupfer. Ein zunächst kahler Baumzweig rankt und blüht in immer feiner abgestimmten Farbnuancen auf vier Platten nach dem dritten, fünften, siebten und neunten Brand im Brennofen. Bis zu zehn Brände braucht es bis zum fertigen Bild. Mit bis zu 200 Farbtönen, jeder davon hat seine eigene Schmelztemperatur, arbeitet Gläser. Daher muss er sein Bild schon vorher genau kennen und den Werdegang akribisch planen. „Das Besondere dabei ist, dass die Bildgestaltung mittels der plastischen Steg-Emailletechnik brillante Lichteffekte hervorzaubert und langlebig ist im Gegensatz zu vielen anderen Maltechniken“, sagt Günter Gläser. Er wurde 1935 in Dresden geboren und stammt aus einer Handwerkerfamilie in dritter Generation. Er war bereits mit 20 Jahren Ingenieur für Wärme- und Gesundheitstechnik und erprobte schon in jungen Jahren in seiner Freizeit kunsthandwerkliche Arbeiten in Kupfer und Stahl am und im Bau in der väterlichen Werkstatt.

Seine erste Berührung mit Emaillebildgestaltung hatte Gläser 1973 im Atelier des Kunstprofessors Rudolf Sitte in Dresden. Dabei kommt ihm auch die Nähe zum Metallberuf entgegen. Seit seiner Pensionierung widmet sich Günter Gläser seit nunmehr über 15 Jahren ganz der so seltenen wie aufwendigen Emaillekunst mit viel Hingabe, Ausdauer, angeeignetem Wissen und Experimentierfreude. Anregen lässt er sich vom großen spanischen „Maler des Lichts“ des 19. Jahrhunderts Joaquín Soralla und seiner heutigen Schüler ebenso wie von den Impressionisten Robert Sterl und Werner Haselhuhn. Günter Gläser gibt seine Erfahrungen mit der Emaillekunst auch an Interessierte weiter. „Er hat mit die Emaillemalerei in seinem Atelier gezeigt, die viel Geduld und Erfahrung verlangt und ich konnte dort eigene Arbeiten probieren“, sagt Heinz Lindner, Keramikkünstler aus Gosterwitz bei Riesa. Für seine plastischen Materialcollagen aus Keramik und Eisen will er Emaille als farblich verbindendes Element einsetzen.

Die Ausstellung von Günter Gläser versammelt Emaillebilder aus den Jahren 2008 bis `016. Einige hat er schon an Sammler verkauft. Der Preis richtet sich nach der Bildgröße. Ein kleines Landschaftsbild ( 12 x 11 Zentimeter) kostet 250 Euro und bis zu 10 000 Euro ein großformatiges, mehrteiliges Bild von 1,20 x 1,60 Meter Größe inkl. Rahmen. Günter Gläser hat auch ein Buch über sein Leben und Werk geschrieben mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Es erschien unter dem Titel „Erlebtes zwischen Schraubstock, Lehrbuch, Unternehmen und Emaille“ 2015 im Notschriftenverlag Radebeul und ist in Radebeuler Buchhandlungen u.a. erhältlich. Die Ausstellung in der Stadtbibliothek Radebeul ist noch bis 28. Oktober zu sehen.

Geöffnet: Mo, Di, Mi, Fr von 9 bis 19 Uhr

Text  + Fotos (lv)

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Ostrale-Rundgang: „Error: X“ Suchspiel mit Kunst – Finde den Fehler im System

01 Montag Aug 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Vielfarbige Blicke auf die Welt und ihre Widersprüche

Unter dem Motto „Error: X“ zeigen derzeit rund 200 Künstler aus 42 Ländern über eintausend Werke auf der 10. Internationalen Ausstellung zeitgenössischer Künste Ostrale. Zugleich ist es ein Alarmsignal für die ungewisse Zukunft der Kunstschau in den denkmalgeschützten, maroden Futterställen im ehemaligen Erlwein-Schlachthofgelände im Ostragehege.

Die Vielfalt der Themen und Ausdrucksmittel von Malerei, Grafik über Installationen bis zu Medienkunst ist teils verblüffend einfach, spannend, an- und aufregend im Aufeinanderprall der unterschiedlichen Kulturen und Sichtweisen auf die vielen Konfliktherde in der Welt. Dabei lenkt die Schau den Blick auch auf zeitgenössische Kunst aus nichtwestlichen Ländern und Afrika. Außerdem sind viele Künstler aus Osteuropa auf der Ostrale vertreten. Die Ausstellung wirkt wie ein großes Suchspiel mit Kunst: Finde den Fehler im System.

„Der Titel ,Error X` und die Werke lassen sich vielseitig interpretieren. Liegt der Fehler im digitalen Bereich, in der Wirtschaft, Politik oder im Kunstbetrieb selber?“, sagt Franziska Wolf zu Beginn der einstündigen Führung. Sie hat Kulturwissenschaften in Amsterdam studiert, eine Weile in Frankreich und Spanien gelebt. Auf der Ostrale begleitet sie mit anderen Kunststudierenden seit Juli jeweils am Wochenende Interessierte und bringt ihnen ausgewählte Kunstwerke näher. Schön sei, wenn die Besucher sich darauf einlassen und über das Gesehene diskutieren. „Das ist auch die Kraft der zeitgenössischen Kunst, dass sie die Widersprüche der Gegenwart zeigt und auffordert hinzuschauen“, sagt Franziska Wolf. Diesmal sind es zehn Teilnehmer. Sie stehen vor einem traditionellen Stick-Bild mit der Aufschrift „Less is enough“ (Man braucht weniger als man denkt) der polnischen Künstlerin Monika Drozynska, das vorher in einer U-Bahnstation hing. Weiter geht es zu einer abstrakten Malerei. „Es kann ein schmelzender Eisberg sein oder auch Erinnerungen, die verblassen“, meint Franziska Wolf zum Bild „Melt“ von Christian Manss.

Auf einer Fläche stehen labyrinthartig angeordnete Radios, wo man hin und her läuft im ständigen Stimmengewirr und täglichen Informations-Dschungel der Medien, unter „Soundduschen“ aus Glasschirmen kurz anhält, da einem dort plötzlich persönliche Erlebnisberichte aus Krisengebieten näher rücken.

Zu sehen ist außerdem ein farbenfroher Perserteppich aus Papierschnipseln, den Ramona Seyfarth auslegte, den man betreten und verändern kann. Eine Installation mit grellgrüner, aufgeblasener Plastlandschaft mit Kaktus, goldenen Blüten und Kissen zieht den Blick auf sich. “Blühende Landschaften“ nennt der deutsch-türkische Künstler Yediler seine Installation. Auf flimmernden Bildschirmen ertönt eine „Symphonie für Computer“ mit Geräuschen zwischen Start und Absturz und wiederholter Fehlermeldung, installiert hat sie der polnische Künstler Kasper Lecnim. „Die Vielfalt der künstlerischen Techniken und Blicke auf die Welt ist atemberaubend und beeindruckend. Es wäre daher traurig, wenn es die Ostrale nicht mehr gibt“, sagt Birgit Wagner aus Dresden, die seit drei Jahren hierher kommt.

„Dresden braucht einen solchen unkonventionellen Ort für moderne Kunst, auch um sich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen“, meint Babette Weinrich. „Dinge und Ausstellung sollten aber nicht an einen Raum gebunden sein, vielleicht findet sich eine neue Location dafür.“ „Man betritt hier unerschlossenes Gebiet. Klar, zeitgenössische Kunst ist auch anstrengend, denn man sieht und erlebt sie nicht passiv, sondern aktiv“, sagt Mandy Unger. Sie ist Performerin, studiert Tanz und Theaterwissenschaften in Bern und kam spontan mit einem Bekannten zur Ostrale. Vielleicht könne ein Kulturticket an bestimmten Tagen für verschiedene Zielgruppen helfen, ein breites und bunt gemischtes Publikum in allen Generationen zu erreichen. „Kunstobjekte kann man nicht so schnell konsumieren wie einen Kaffee bei Starbucks. Die Rahmenbedingungen und das Verständnis für zeitgenössische Kunst muss die Stadt schaffen, um die Ostrale noch attraktiver zu machen“, findet David Lau, Schauspielstudent in Hannover.

„Die Ostrale ist erst dann gerettet, wenn die Sanierung der Futterställe beginnt“, sagt Andrea Hilger, die künstlerische Direktorin der Kunstausstellung. OB Dirk Hilbert habe bei seinem Besuch nur mündlich Zugeständnisse gemacht, dass die Stadt eine Lösung für die Ostrale finden will. „Wie der Kompromiss aussieht, damit sie 2017 überhaupt noch stattfinden kann wegen mangelnder Bausicherheit, ist derzeit völlig offen“, so Hilger. „Wir brauchen einen festen, gesicherten Ort für die Ostrale, da wir mit  Kooperationspartnern unsere internationalen Kunstprojekte einschließlich aufwendiger Transporte langfristig vorbereiten und finanzieren müssen. Es investiert auch niemand in die verfallenen Gebäude, wenn deren Zukunft ungewiss ist.“ Überdies würde ein Abriss der Futterställe genauso viel kosten wie eine Sanierung  –  rund vier Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Im September soll der Stadtrat nun über den künftigen Standort der Ostrale und mögliche Finanzierungsmodelle wie eine Stiftung entscheiden, in deren Besitz die bislang städtischen Futterställe dann übergehen könnten.

Die diesjährige Ausstellung sahen bisher rund 5 000 Besucher. Nach der Ferienzeit rechnet Andrea Hilger wieder mit mehr Zulauf von Dresdnern wie Touristen: „Wir haben schon Anmeldungen von Schulen. In nächster Zeit werden sich 4 000 Schüler bei uns Kunst aus aller Welt anschauen.“ Die Ostrale ist noch bis 25. September zu sehen. Die Kunst-Führungen finden Sa und So um 14 und 17 Uhr statt.

Weitere Programminfos unter http://www.ostrale.de

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Ostrale: Kunst aus Wroclaw jetzt in Dresden zu sehen

01 Montag Aug 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Die 10. OSTRALE zeigt zeitgenössische Kunst aus der europäischen Kulturhauptstadt Wrocław in Dresden // Über 15.000 Gäste besuchten Ausstellung zeitgenössischer Dresdner Kunst in Wrocław // OSTRALE-Programmhighlights im August

Seit Mitte Mai hat sich die zeitgenössische Kunstszene des Kulturhauptstadt-Bewerbers Dresden in der derzeitigen europäischen Kulturhauptstadt Wrocław präsentiert. Beeindruckende 64 Künstler und Künstlergruppen konnten Dresden dabei vertreten. Die Positionen waren von den Kuratoren Sybille Nütt, Detlef Schweiger, Andrea Hilger, Antka Hofmann gemeinsam mit der polnischen Kulturmanagerin Anna Kudarewska (Wrocław) und Thomas Dumke unter dem Thema „Identität vor dem Hintergrund von Migration“ ausgewählt worden. Die Ausstellung in Wrocław endete am Sonntag abend. Die Ostrale geht noch bis 25. September. Bis dahin werden in Dresden unter anderem auch Werke aus Wrocław gezeigt.

 Zahlreiche andere europäische Städte hatten vergeblich versucht, ihr zeitgenössisch-kulturelles Image in diesem Jahr mit einer Präsenz in Wrocław zu schärfen. Seit dem Beginn haben nach Angaben der Veranstalter mehr als 15.000 Gäste die Dresdner Präsentation besucht, darunter auch der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit dem Marschall von Niederschlesien, Cezary Przybylski und Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. Die Ausstellung “OSTRALE weht ODER” in den Räumen der Kulturbrauerei war als Austauschprojekt angelegt, so dass seit bis Ende September künstlerische Positionen aus Wrocław auch im Rahmen der Dresdner Ostrale zu sehen sind.

Kunstszene Wrocławs in Dresden zu sehen

So präsentiert die diesjährige 10. internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst Ostrale unter anderem Arbeiten aus der Kunst- und Designhochschule Wroclaws. Zu sehen sind beispielsweise die großformatigen Kohlezeichnungen von Sebastian Łubiński, der in Dresden im Kontext der israelischen Präsentation Natur und Zustandsveränderung von Materie, das Vordringen ins Unbekannte und die Koexistenz des Physischen und des Spirituellen hinterfragt und Betrachtungen visueller, philosophischer und physischer Aspekte kraftvoll auf Papier setzt.

Identität von Menschen und Räumen

Auch die Ostrale selbst, immerhin die drittgrößte jährliche und temporäre Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Deutschland, greift eines der zentralen Themen der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 auf: die Frage nach der Identität von Menschen und neuen Räumen, die Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Vergangenheit und Gegenwart in der Region Niederschlesien als auch Sachsen, insbesondere Wroclaw und Dresden.

 OSTRALE: international vernetzt

Der interkulturelle Austausch gehört traditionell zu den wichtigsten Aspekten der Ostrale, sei es durch das Projekt „Out of OSTRALE“, die open Hub Kooperationen oder durch das Artist-in-Residence-Programm, das Künstlern der Ostrale die Möglichkeit gibt, direkt vor Ort künstlerisch zu arbeiten und auf internationalem Boden miteinander zu kooperieren.

Anfang Juli startete auch das neue Ostrale Projekt CIVIC MEDIA LAB in Dnepropetrowsk (Ukraine). Damit engagiert sich die Ostrale zusammen mit ihrem ukrainischen Partner Kultura Medialna unter der Förderung durch das Auswärtige Amt am internationalen Dialog. Für Multiplikatoren der Zivilgesellschaft aus Ländern der östlichen Partnerschaft bietet sich damit eine innovative gemeinschaftliche Plattform. Diese soll mittels künstlerisch-medialer Formate und unkonventioneller Methoden den internationalen Dialog und die Verständigung fördern und findet ihre Fortführung im August 2016 in Dresden auf der Ostrale. http://www.civicmedialab.eu

 Die Ostrale zeigt noch bis 25. September Werke von Künstlern aus 42 Nationen in Dresden. www.ostrale.de 

Text: Pressestelle Ostrale

AUS DEM OSTRALE-PROGRAMM DER NÄCHSTEN WOCHEN:

 13.08.:

Einstürzende Neubauten-Drummer N.U. Unruh lädt zum Mittrommeln ein 

Am Abend des 13. August findet im Rahmen des Sparkassen-Familienwochenendes ein besonderes, in diesem Fall musikalisches Highlight statt: N.U. Unruh, Gründer und Schlagzeuger der Band Einstürzende Neubauten, lädt zum Mitmachen in einer Trommelinstallation. Die konzertante Aktion findet statt am Samstag, 13. August ab 20.00 Uhr bis ca. 23.00 Uhr.

Kartenvorverkauf, Anmeldung und Reservierung:

http://beating_the_drum.eventbrite.de

Preise:

Trommelplätze: limitiert auf 100 Karten: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro (gültig ab 20 Uhr, berechtigt nicht zum Besuch der OSTRALE-Ausstellung)

OSTRALE-Ausstellung (Futterställe) und Besuch Konzert Beating the Drum: 21 Euro, ermäßigt 14 Euro
mit Vorlage einer SparkassenCard 16, ermäßigt 12 Euro (gültig ab 11 Uhr, inklusive Besuch der OSTRALE-Ausstellung)

Besuch Beating the Drum: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro (ab 20 Uhr, ohne Ausstellung)„Beating the Drum“ wird gesponsert von Vier Vogel Pils.

14.08.: „Massa Mobil – Wandel!“ – eine performative Einladung zu einem partizipativen Wandelgang auf dem Gelände und in den Räumen der OSTRALE ́O16.

Die OSTRALE bietet im Rahmen des Sparkassen-Familienwochenendes auch am Sonntag, 14. August Spannendes: “Wo finde ich meinen Platz? Und darüber hinaus: Wie komme ich dorthin? „MASSA MOBIL – Wandel!“ spannt anhand von kleinen poetischen Interventionen ein für jedermann zugängliches, subtiles Netz in den öffentlichen Raum und verbindet Kunstschaffende und Publikum auf einfühlsame Weise, lässt Spielraum für Assoziationen, Interpretationen und vor allem Begegnungen entstehen Per „trial and error“, mit Lust am Scheitern und unverzagt manövriert es sich über das Ausstellungsgelände und macht Mut, stets einen Schritt weiter nach vorne zu denken.
Konzept & Choreographie: Wagner Moreira | Konzept & Dramaturgie: Thomas Schütt | Produktionsleitung: Helena M. Fernandino | Performance: Fernando Balsera, Elena Cencetti, Anne Dietrich, Helena Fernandino, Franziska Kusebauch, Lutz Langhammer, Wagner Moreira, Pelle Tillo, Thomas Schütt, u.a.

20.-28.08.: COSMOTIC Laborphase der Initiative neue raeume;

Die Initiative „neue raeume;“ entwickelt ein digitales Spiel, welches nicht primär der Unterhaltung dient, sondern therapeutisch und gesundheitsfördernd bei seinen Spielern wirken wird. COSMOTIC erlaubt seinen Besuchern der OSTRALE eine ästhetische Erfahrung seiner Selbst und Anderer. Als künstlerisch gestalteter Kommunikationsraum ermöglicht COSMOTIC eine Veränderung des Körperbewusstseins in einer virtuellen Umgebung. Die Spieler werden mit Vitalwertdaten-Sensoren ausgestattet. Die interpretierten Vitalwerte werden zurück in das System gespeist und der Spieler mit diesen in Form von Bild, Grafik und Sound konfrontiert. Durch die Stimmen und Vitalwerte der Spieler wird die erzählerische Welt entstehen. Der Spieler erschafft also mit seinen ihm rückgekoppelten Vitalwerten seine audiovisuelle Umgebung und kann das Spiel durch seinen Puls und Atmung steuern. COSMOTIC hat zum Ziel, dass seine Besucher gelassener und achtsamer mit sich und seiner wirklichen Umgebung werden.
Workshop zum Thema Stereoskopie und Virtual Reality von Paul Schluttig im Rahmen der COSMOTIC Laborphase. http://neueraeume.xyz

WEITERE INFORMATIONEN / KONTAKT:

 OSTRALE‘016

OSTRALE / Büro, Messering 20, Frigolanda Kühlhaus, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de

www.ostrale.de, OSTRALE: / Postanschrift: Messering 8, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

blaurock markenkommunikation

Tobias Blaurock, Plattleite 68, 01324 Dresden, Tel. +49 351 210 98 71, Fax +49 351 2078 15 33, blaurock@team-blaurock.de, www.blaurock-markenkommunikation.de

 

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Menschen lieben Kunst – eine Foto-Ausstellung von Stefan Gärtner

27 Mittwoch Jul 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Menschen lieben Kunst. Ein Plädoyer für Mitmenschen, die gerne Kunst anschauen.

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum so unendlich viele Menschen in Museen und Galerien pilgern? Mehr als 50 Millionen Besucher pilgern pro Jahr allein zu den zwanzig beliebtesten Kunstmuseen auf dieser Welt. Da zählen die Museen hier in Dresden noch gar nicht mit!

Also warum reisen wir für Kunst um die halbe Welt? Warum fotografieren wir Fotografiertes, filmen Performtes, posten Erlebtes? Vielleicht suchen wir Bilder, die uns berühren? Oder Farben und Lichter, die uns einfach motivieren? Geschichten, die uns verführen? Oder Menschen, die uns faszinieren?

Kunst, sagte einmal Goethe, ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen. Auch eine gute Photographie zeigt uns mehr, als unsere Augen sehen: sie lässt uns erkennen. Mit seinem Ausstellungsprojekt forscht Stefan Gärtner nach den Beweggründen, mit denen wir Kunst „konsumieren“. Seine Photographien bieten uns nicht nur etwas fürs Auge. Mit stillem Vergnügen – und auch mit Hintersinn – beobachtet er Artfremde und Artfreunde: von Dresden bis Venedig, Peking bis Petersburg, Leipzig bis London.

Auf dem Weg zur Moderne: Die Eremitage übertrifft sich selbst

Venus (Medici Venus by Hans-Peter Feldmann, Manifesta 10, St. Petersburg, 2014) #5288-1  Venus (Medici Venus by Hans-Peter Feldmann, Manifesta 10, St. Petersburg, 2014) #5288

Von Prunk-Museen mag man halten, was man will. Doch wie sich die Eremitage zu ihrem 250. Geburtstag präsentiert hat, war ebenso kühn wie respektvoll. Mit der 2014 in St. Petersburg gastierenden Manifesta 10 wagte es der russische Kunsttempel erstmals, sein klassikverwöhntes Publikum mit zeitgenössischen Werken zu konfrontieren.

Den strahlend hellen, frisch eröffneten Flügel der Eremitage erreicht man vom Foyer aus über eine grandiose Freitreppe. Vier ebenso strahlend frische Grazien sah ich die Treppe „empor schweben“ wie auf einem Laufsteg.

Auf dem Olymp angekommen, wurden sie von einer irritierend modernen Venus-Skulptur aus Plastik überrascht. Was dachten die Damen wohl in diesem Moment über die westliche Moderne?

Um die Sammlung in St. Petersburg zu begründen, erwarb Katharina die Große 1764 erst 225 Gemälde von einem Berliner Kunsthändler und dann weitere fast 1.000 Bilder des Grafen Brühl. So wollte die Kaiserin nicht zuletzt die kulturelle Aufgeklärtheit Russlands gegenüber dem westlichen Europa demonstrieren.

Der Name „Hermitage“ bedeutet übrigens im Altfranzösischen „Einsiedelei“. Die Zaren zogen sich hier vom politischen Alltag zurück, um sich nur mit Kunst und Muse zu umgeben. Zumindest früher mal. Heute werden die rund 350 Säle der Eremitage jährlich von etwa vier Millionen Menschen besucht. Weitere rund 50 Millionen Besucher pilgerten im letzten Jahr allein zu den zwanzig beliebtesten Kunstmuseen auf dieser Welt.

Der 1941 geborene Hans-Peter Feldmann beschäftigt sich seit den 1970er Jahren mit der Wirkung von Bildern und Gegenständen, der Verschiebung von Bedeutungen und der Überwindung von tradierten Kunstgrenzen. In schrill-bunten Farben persifliert Feldmann in seiner „Antikenserie“ eine Bandbreite an Themen: vermeintlich blind gegenüber der Anmut und feinen Ausgestaltung des antiken Originals wirbelt er ästhetische Kunstbegriffe durcheinander. Neben der in St. Petersburg gezeigten Venus gehören zur Antikenserie auch Michelangelos David oder die Venus von Milo. In der Neuen Nationalgalerie in Berlin stellte Feldmann 2012 „Die Büste der Nofretete“ aus. Im Gegensatz zum Original blickt uns die „modernisierte“ Büste mit zwei Augen an und verweist – dank künstlichem Schönheitsfleck und grellem Make-up – auf unseren heutigen Zeitgeist.

Von Konfuzius zu Ai Weiwei: Kunst als Identitätssuche

  Nudes in Beijing (National Art Museum of China, 2004-12) #0662 Nudes in Beijing (National Art Museum of China, 2004-12) #0662

In China hat es lange gedauert, bis die Hüllen fallen. Die von Konfuzius bis Mao – Jahrhundert um Jahrhundert – uniformierte Kultur zeigt den Menschenfast fast nur als Gewandfigur.

Doch als ich mich 2004 in Peking aufhielt, gab es einiges Aufsehen: eine Ausstellung zeitgenössischer Malerei präsentierte im traditionsreichen Staatlichen Kunstmuseum wohl zum ersten Mal eine Reihe moderner Aktbilder – viel diskutiert, viel besucht und viel bewacht. Aber immerhin ganze 10 Jahre, bevor die Eremitage diesen Traditionsbruch wagte!

Auch wenn die Gegenwartskünstler in der Chinesischen Volksrepublik wahrscheinlich noch lange um die künstlerische Freiheit ringen müssen, die uns hier im Westen selbstverständlich erscheint, erhält das Land auf internationalen Kunstevents und Biennalen immer mehr Anerkennung. Vielleicht bietet die politische Öffnung der künstlerischen Avantgarde zunehmende Chancen – und umgekehrt hilft die neue Kunst den Chinesen bei ihrer Identitätssuche in der Moderne…

Text + Fotos: Stefan Gärtner

Zum Autor:

Schon kurz nach seiner Geburt (1965 in der Heimatstadt der Penti) begann Stefan Gärtner eine weithin unerkannte Laufbahn als freier Photograph. (Nebenbei befasst er sich mit der Planung von Fabriken und anderen logistischen Wunderwerken.)

Viele seiner künstlerischen Arbeiten sind bis heute in führenden Sammlungen (c/o, Tate, Guggenheim) zwar noch nicht entdeckt worden, aber bis dahin schonmal in seiner Onlinegalerie unter wwww.StefanGaertner.de zugänglich.

Zur Ausstellung:

Menschen lieben Kunst. Ein Ausstellungsprojekt mit Photographien von Stefan Gärtner. Für Mitmenschen, die gerne Kunst anschauen.

Vernissage: am 29. Juli, um 18 Uhr im Foyer des Sächsischen Kommunalen Studieninstituts Dresden

Foyerausstellung in der Galerie SKSD
vom 30. Juli bis 24. Dezember 2016
Mo. – Fr. 09 bis 17 Uhr, Sa. bis 13 Uhr

Sächsisches Kommunales Studieninstitut
An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
Foyer 5. & 6. Etage, Eingang Schulgasse 2,
gleich neben Rathaus und Kreuzkirche
Tel. 0351 43835-16, http://www.sksd-dd.de/galerie.html

Mehr Prints aus der Reihe Art Space:
→ www.stefangaertner.de

Coloured Wall Blue Girl (St. Petersburg, Manifesta 2014 07) #5319

 Colored Wall Blue Girl (St. Petersburg, Manifesta 2014) #5319

Foto ganz oben: Girls shooting (Coloured Wall) (Venezia, Biennale 2011-07) #4813

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Ostrale: Zum 10jährigen Jubiläum droht der Internationalen Kunstausstellung das Aus

24 Sonntag Jul 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Unter dem Titel „Error: X“ zeigen rund 200 Künstler aus 40 Ländern über eintausend Werke in den denkmalgeschützten, seit Jahren verfallenden Futterställen in städtischem Eigentum im alten Schlachthof-Gelände im Ostra-Gehege. Den Ostrale-Machern fehlen die Mittel für die Sanierung.

Hier eine kleine Auswahl der gezeigten Arbeiten:

016Thorbjoern Rahnfeld, Serienteil                                                                                              „Erinnerung“

unspecifiedThomas Brenner, „Krieg + Frieden“

IvanIvana De Vivanco, „Die Marionette“

unspecifiedStephanie Abben, „Haijans End“

Kunst schlägt Alarm: Unter dem Titel „Error: X“ eröffnete zum 10. Mal die Ostrale, die internationale zeitgenössische Kunst im Dresdner Ostragehege zeigt.
Seit Anfang Juli stellen dort rund 200 Künstler aus 40 Ländern über 1 000 kuratierte Werke von Malerei bis Objektkunst auf über 20 000 Quadratmetern in den denkmalgeschützten Futter- und Kleinviehställen des ehemaligen Erlwein-Schlachthofensembles und der Messehalle 4 aus.

Zu sehen ist junge, noch nicht etablierte Kunst ebenso wie bereits international anerkannte und künstlerische Arbeiten von Flüchtlingen. Ein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen sowie „die Rekonstruktion der Erinnerung, die untersucht inwiefern unsere Wahrnehmung die Gegenwart und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie Zuwanderung und Flüchtlingsproblematik bestimmt“, heißt es im Ostrale-Programm. Außerdem ist die Ostrale noch bis 31. Juli mit 64 Dresdner Künstlern und Künstlergruppen zu Gast in der europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw in der „Browar Mieszczanski Wroclaw“ (Kulturbrauerei).

Doch ausgerechnet im Jubiläumsjahr droht der Ostrale, welche das verfallene Areal neu belebt und als weltoffener Kunstort weiterentwickelt werden soll,  das Aus. Der Grund: Die Futterställe mit ihrem besonderen Flair sind seit Jahren akut dem Verfall preisgegeben. Ihr maroder baulicher Zustand lässt eine Öffnung für das Publikum nächstes Jahr nicht mehr zu trotz jahrelanger Bemühungen des Fördervereins der Ostrale-Freunde. Die Futterställe befinden sich bislang im Eigentum der Stadt Dresden und eine Sanierung ist nicht in Sicht.

„Die Ostrale soll aktuell ein Finanzierungskonzept für Kauf und Sanierung der Futterställe vorlegen. Benötigt werden nach unseren Vorgesprächen mit der Stadt dafür ca. 4,5 bis 5 Millionen Euro. Diese können wir gar nicht aufbringen, was der Stadt bekannt ist“, sagt Ostrale-Direktorin Andrea Hilger. Es soll dem Vernehmen nach im Hintergrund bereits Gespräche über einen Verkauf an Dritte geben, worüber die Ostrale-Veranstalter trotz wiederholter Nachfragen gar nicht informiert wurden. Dass die Ostrale dann eine marktübliche Miete aufbringen könnte an einen neuen Eigentümer, der mit einer Sanierung der Ställe auch kommerzielle Interessen verfolgen würde, sei nicht realistisch. Damit bleibt eigentlich nur, einen neuen Standort zu suchen, so Hilger. Dazu Kai Schulz, Pressesprecher der Stadt Dresden: „In der Ostrale wird nach wie vor ein hohes Entwicklungspotenzial gesehen. Wenn das Konzept vorliegt, kann über weitere mögliche Schritte gesprochen werden.“ Die Ostrale-Freunde haben bereits einen von vielen Kulturschaffenden und Unternehmen unterzeichneten Hilferuf zur Rettung der international ausstrahlenden Kunstausstellung im Ostragehege gestartet. Die Ostrale mit Begleitprogramm ist noch bis 25. September zu sehen.

Der Verein der Ostrale.freunde und Team setzt sich für den Erhalt der Kunstmesse am jetzigen Ort ein, versandte dazu auch einen öffentlichen Unterstützerbrief.
„Gerade in ,besorgten` Zeiten wie diesen halten wir es für absolut notwendig, auch weiterhin internationale und kulturvolle Signale von Dresden aus zu senden“, heißt es in dem Schreiben. Der Verein bittet Besucher und weitere Interessierte um unterstützende Worte und auch finanzielle Hilfe, um das bürgerschaftliche Engagement für den Erhalt dieses einzigartigen Ortes gegenüber der Stadt reichhaltig zu zeigen.

Zuschriften an: rettung@ostrale.de

Das Titelfoto ganz oben zeigt ein Werk von Burchard Vossmann.

Weitere Infos und das ausführliche Programm der Ostrale-Messe und Aktivitäten des Fördervereins unter:
http://www.ostrale.de
http://www.ostrale-freunde.de

Zahlen/Fakten 2016:

20 000 m2 Ausstellungsfläche
1 000 Werkpräsentationen
200 Künstler
die Ostrale beschäftigt laut Veranstalter alljährlich rund 99 Arbeitskräfte, die sich um Technik, Kasse, Auf- und Abbau, Organisation und Catering auf der Kunstmesse kümmern.

Öffnungszeiten: außer montags Dienstag bis Donnerstag von 10 – 20 Uhr,
Freitag bis Sonntag  von 11 – 20 Uhr
Offene Führungen: Sonnabend und Sonntag 14 und 17 Uhr

Fotos: PR/Ostrale

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Galerie mit Weitblick Radebeul: Im Farbenmeer von Maria Mednikova

19 Dienstag Jul 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Sommerlich beschwingte Malerei von Maria Mednikova zeigt derzeit eine Ausstellung in der Galerie mit Weitblick in Radebeul.

In farbenreiche Landschaften und an Sehnsuchtsorte entführt die Künstlerin Maria Mednikova derzeit die Besucher in der Ausstellung „Die Ewigkeit im Herz“ in der Galerie mit Weitblick auf der Oberen Bergstraße 13 in Radebeul.

Mit ihren Bildern taucht man in ein Farbenmeer aus leuchtend expressiven und zart pastellfarbenen, lebhaft wogenden Formen. Im Wechsel des Lichts und der Jahreszeiten sind Naturstimmungen und die Orte ihrer Reisen oft nur von knappen Linien umrissen in den luftig-leicht beschwingten Aquarellen und Tuschezeichnungen eingefangen. Die Mittagssonne in Montenegro strahlt über dem belebten Strand und einer kleiner Kirche. Ein rotes Boot ruht auf dem Wasser. Da schlängelt ein blauviolettes Band inmitten sandiger Landschaft „Auf der Dolmar“, verschwimmen Meer und Horizont in der „Boddenlandschaft auf Hiddensee“, spiegeln sich in den Ölbildern Himmel und Bäume im Wasser farbenfroh in einer Teichlandschaft oder strahlen warm im Abendlicht und wärmt die Wintersonne kahle Baumstämme.

Sommerbunte Gartenblumen und Stillleben mit Primeln, Tulpen und Äpfeln sind bezaubernd festgehalten. „Einzig auf die Farbe kommt es an“, sagt Maria Mednikova über ihre Arbeiten. Manchmal könne sie gar nicht so schnell malen wie sie sieht, da sich das Licht auch ständig ändert. Ihr Farbauftrag mit Spachtel ist ungeachtet dessen voller Schwung und Leichtigkeit. „Farben sind lebendig wie die Ewigkeit im Herzen, in ihnen sind alle Hoffnung, Liebe und Erinnerungen verankert“, sagt die Künstlerin.

Ihren ersten Malunterricht in Aquarellmalerei und Zeichnung erhielt Maria Mednikova mit zehn Jahren bei der Malerin Tamara Kawolina an der Akademie der Künste in St. Petersburg. Hier wurde sie 1977 geboren. Inzwischen ist sie in Dresden zuhause. Sie studierte Malerei und Grafik an der Dresdner Kunsthochschule von 1997 bis 2004. Ihre Lehrer waren Siegfried Klotz, Elke Hopfe, Max Uhlig und Ralf Kerbach, bei dem sie nach ihrem Diplom außerdem drei Jahre Meisterschülerin bis 2007 war. Seitdem lebt und arbeitet Maria Mednikova mit ihrer Familie, ihr Mann Olaf Amberg ist ebenfalls Maler, als freischaffende Künstlerin in Dresden. Die Ausstellung ist noch bis 2. Oktober in der Galerie mit Weitblick in Radebeul zu sehen.

Geöffnet: Sa und So von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung

www.doro-malerei.de Tel.: 0174 – 147 12 70

Text + Fotos (lv)

 

 

 

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Sommerausstellung in der Galerie Mitte: Es blüht die Fantasie…

19 Dienstag Jul 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Eine Augenweide für die Sinne

Es blühen der Schalk, die Lebensfreude und die Sinneslust in farbenfroher Vielfalt der künstlerischen Handschriften. Leicht und beschwingt,witzig-hintergründig und zuweilen nachdenklich geht es zu in den rund 140 Arbeiten von 48 Künstlern aus Dresden, Leipzig, Augustusburg bis Gütersloh.
Zu sehen sind diese zurzeit in der Sommerausstellung „Es blüht…“ in der Galerie Mitte am Fetscherplatz/Striesener Str. 49, 2. Etage (noch bis 13. August).
Da sprießen Sommergewächse aller Art auf Leinwänden, Aquarellen, Druckgrafiken, Papierschnitten und Filzobjekten. Da prangen Blüten keck im Haar von Frauen oder umspielen nackte Körper und fliegt ein sonnengelbes Lachen aus einem Mund. Dem „Rosenkrieger“ mit Blütenkopf wachsen Dornen aus den Händen in einer Zeichnung von Katharina Probst. Neben ihm zieht in einem weiteren Blatt von ihr die „Schöne Gärtnerin“ alle Blicke und Insekten an.

Die Fantasie blüht in aller Fülle in einem Objektbild von Christoph Winkler, auf dem das Meer wogt mit seinen vielen Gesichtern und wundersamen Fundstücken. Einen alten schelmischen Satyr, halb Mann, halb Stier aus dionysischen Gefilden zeigt als graue Keramikplastik und mit strahlend blauem, efeuumkränzten Haupt der Künstler Rolf Büttner. Mit lustvollem Augenzwinkern hat Tanja Rein „Zwei Tittenfische“ im Meer in ihrer Aquarellzeichnung eingefangen. Ein Paar schwebt mit den Blütenkelchen und eine meerblaue Frau betrachtet ihr Spiegelbild in zwei Grafiken von Gudrun Trendafilov.

Traumhaft farbige Unterwasserlandschaften zeigt die russische Kunstfotografin Oxana Jad. Weit gereist sind offensichtlich die zwei ornament- und farbenreich bemalten Fußsohlen von Viola Schöpe. Inmitten einer Früchteschale mit Blüten liegt ein Fisch. „Der letzte Stör“ heißt die Installation von Susan Donath, die an den fragilen Zustand nicht nur der Natur erinnert.

Erstmals dabei mit ihren Werken in der Galerie Mitte sind der kolumbianische Maler und Grafiker Juan Miguel Restrepo mit seinen Bildern über Leben und Vergängnis sowie die beiden Dresdner Künstlerinnen Mirjam Moritz mit ihren heiter-erfrischenden Blumenstilleben und Kerstin Böttger mit filigranem Papierschmuck, Ketten- und Ohranhängern und poesiereichen Zeichnungen.

„Die Ausstellung will in dieser nicht gerade lebens- und kunstfreundlichen Zeit etwas Blühendes entgegensetzen und die Sinne anregen. Es geht um Mythen, Zuwendung, Träume und Illusionen und auch Visionen“, sagt Karin Weber, Kunstwissenschaftlerin und seit über 30 Jahren Galeristin. Sie kümmert sich außerdem als Geschäftsstellenleiterin beim Neuen Sächsischen Kunstverein um Ausstellungen, Führungen und Atelierbesuche bei Künstlern innerhalb der „Schule des Sehens“.
Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di bis Fr von 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr  sowie nach Vereinbarung
Fon/Fax: 0351 – 459 00 52, Mobile: 0179 – 297 95 52

http://www.galerie-mitte.de

DSCF6382 Filzblumen von Claudia Müller,
Engel von Elena Pagel

DSCF6384Memento mori von Juan Miguel Restrepo, Der letzte Stör von Susan Donath

DSCF6389 Satyr von Rolf Büttner, Blumenstilleben
von Mirjam Moritz

DSCF6391Paar von Gudrun Trendafilov, Es blüht der Schalk…
von Heike Brettschneider

DSCF6396

„Tittenfische“ von Tanja Rein

DSCF6399„Rosenkrieger“ von Katharina Probst

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Papierschmuck von Kerstin Böttger

DSCF6395

Objektbild von Christoph Winkler

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Manuela Neumann

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Manuela Neumann

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Angela Hampel

DSCF6434Viola Schöpe

 

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„Blickwechsel“ zwischen Farbe und Raum zeigen Petra Graupner und Jörg Mai in der Stadtgalerie Radebeul

14 Donnerstag Jul 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Die Künstlerin Petra Graupner vor ihrer Plastik „leicht“ und einer Waldlandschaft von Jörg Mai. Fotos: Lilli Vostry

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Blickwechsel zwischen Farbe und Raum

Das Schöne und Zerbrechliche des Moments zeigen Petra Graupner und Jörg Mai zurzeit in der Sommerausstellung des Radebeuler Kunstvereins in der Stadtgalerie in Altkötzschenbroda.

Filigran, bewegt, farbreich und vieldeutig halten Malerei, Grafik und Plastik von Petra Graupner und Jörg Mai lebhafte Zwiesprache in der diesjährigen Sommerausstellung des Radebeuler Kunstvereins. Ihre „Blickwechsel“ zwischen Farbe und Raum zeigen sie in der gleichnamigen Schau, die am heutigen Freitag abend, um 19.30 Uhr in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21 eröffnet.

Es ist bereits die 19. Sommerausstellung im 20. Jahr des Bestehens des Radebeuler Kunstvereins. Rund 180 Atelierbesuche fanden schon statt. „Wir laden immer Künstler von auswärts ein, sich mit ihren Werken in unserer jährlichen Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul vorzustellen“, sagt die Vereinsvorsitzende Inge Bielmeier. Letztes Jahr war der Kunstverein bei den in Dresden lebenden Künstlern Petra Graupner und Jörg Mai zu Besuch. Gemeinsam ist ihren Arbeiten das vieldeutig festgehaltene Schwebende, Anmutige, Schöne und Zerbrechliche eines Augenblicks.

„Der Titel ,Blickwechsel` passt für die Plastiken und Bilder, da sie offen gehalten sind, Freiräume lassen und wir betrachten etwas aus verschiedenen Perspektiven“, sagt Petra Graupner. Ihre zart und zeichenreich einander umfließenden Figuren aus weißem Gips und Papier, mit schwarzer Tusche bemalt und die farbigen Zeichnungen auf luftig-weißem Seidenpapier zeigen spontane Momentaufnahmen verschiedener Landschaftsstimmungen, Porträts ihr vertrauter Menschen und tragen oft den Bildtitel  „unterwegs“. Ihr Unterwegssein in der Welt ebenso wie die tägliche Lebensreise spiegelnd. Grafik und Plastik sind ineinander verwoben, aufgebrochen und wirken wie Zeichnungen im Raum und auch in den Zeichnungen gibt es viele Zwischenräume zu entdecken.

In zarten Linienschwüngen und Farbspritzern, die Gesichter und Körperformen oft nur angedeutet, begegnen einem hellbraune „Geschwister“, dunkelhäutige Gestalten und ein Kopf mit Sonnenbrille und roter Nase überlagert von warm leuchtenden Erdfarben. Die Bilder entstanden nach einer Reise der Künstlerin nach Guinea-Bissao im Jahr 1990, wo ihre Tante mit ihrer Familie eine Zeitlang lebte. Ursprünglich wollte Petra Graupner, 1962 im Ostseebad Kühlungsborn geboren, Biologin werden, studierte aber dann doch Kunst zunächst im Abendstudium Malerei und Grafik an der Dresdner Kunsthochschule und danach von 1982 bis `87 an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee, wo sie ein Diplom als Bildhauerin erwarb. Ihre Verbundenheit zu Natur und Tieren spiegeln all ihre Arbeiten. Eine „tanzende Hyäne“ kreist über roten und schwarzen Farbflächen. Ein „Dromedar“ wogt mit langem Hals in sehr aufgelöster Form vorbei und ein „Wüstenschiff“ mit Reiter.

Manchen Figuren wachsen Flügel aus dem Körper, schwerelos und Halt gebend, aber nicht fest stehend auf den Sockeln, sondern im Bewegungsfluss. Geformtes und Zufälliges fließen zusammen. Ein Mädchen aus der Figurenserie „…am fluss“ hält einen Schutzschild oder Fundstück mit Pflanzenabdruck in den Händen. Demgegenüber hängen die Ölbilder mit Eitempera von Jörg Mai in starken Farbkontrasten. Zartgrün getupfte, morgenklare, dunstige und dunkelgrüne Landschaften am Waldsaum mit Wolkenballung und glühend rotem Abendhimmel über blauen Kornfeldern im Erzgebirge und vis a vis dazu eine Ansicht einer riesigen Flammenwolke hinter Bäumen. Hinter dem Bildtitel  „Sonnenuntergang in Altkötzschenbroda“ versteckt sich eine trügerische Idylle eines Mannes inmitten einer wie umgepflügten Flusslandschaft in grellorangenen und braunen Farbtönen.

„Die Landschaft ist für mich faszinierendes Ereignis, Fluchtpunkt, schillernder Sehnsuchtsort und in ihrer Prachtentfaltung, Gnadenlosigkeit und Dramatik ein großes Bühnenstück“, sagt Jörg Mai über seine Malerei. Ihn interessiert dabei die Veränderung des Raumes, die Plastizität durch das Spiel von Licht und Schatten und er setzt sich ebenso mit Umweltthemen wie ihrer Überformung durch uferlose Lebensgier und permanente Kultivierung auseinander in seinen Bildern. Jörg Mai wurde 1966 in Dippoldiswalde geboren und wandte sich nach einer Ausbildung zum Glasbläser intensiv der Kunst zu. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und ist seit 2001 freischaffend in Dresden tätig. Einen Galerierundgang mit den Künstlern gibt es am 31. Juli um 16 Uhr. Die Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul ist noch bis 21. August zu sehen.

Geöffnet: Di., Mi., Do. und So. von 14 – 18 Uhr

Kontakt: Radebeuler Kunstverein e.V., Tel.: (0351) 830 3900

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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