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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

Stadtschreiber Peter Wawerzinek stellte sein Manuskript „Dresden“ vor

14 Freitag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Fotos (lv): Der Schriftsteller und derzeitige Stadtschreiber in Dresden Peter Wawerzinek bei seiner Lesung in der Produzentengalerie. Die Künstlerin Antje Guske hatte ihn dorthin am Donnerstag abend in ihre Ausstellung „Das letzte Lied“ zur Begegnung mit Literatur und Kunst eingeladen.

Es ist an der Zeit zu „entpegidisieren“

Eine Stadt wie ein Magnet, ihr Name weltweit in aller Munde. Die Dresdner könnten eigentlich glücklich sein. Fiele nicht schlagartig in letzter Zeit immer wieder ein  Reizwort zusammen mit ihrer Stadt: „Pegida liegt weit vorn vor den Stollen, wenn heute von Dresden die Rede ist“, beobachtet Peter Wawerzinek, seit Juni Stadtschreiber für ein halbes Jahr in Dresden.

Ihn schreckt so leicht nichts. Der Schriftsteller ist bekannt für seinen lebensprallen, poetisch skurrilen wie rabenschwarzen Humor aus autobiographischen Romanen wie „Rabenliebe“, für den er 2010 den renommierten Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis erhielt und der letztes Jahr seine Uraufführung im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden erlebte, sowie seinen zuletzt veröffentlichten “Schluckspecht“. Ausgerechnet er, das „enfant terrible“ der deutschen Literaturszene der 90er Jahre, ein vagabundierendes und zechendes Unikum, so der Galiani Verlag Berlin über seinen Autor, bricht nun eine Lanze für Dresden.

„Ich schreibe die Dinge auf, wie sie mir unterkommen, auch die hässlichen. Doch ich will in dem Text über Dresden auch entpegidisieren und finde die Stadt unter dem wechselnden und weiten Himmelszelt toll“, sagte Wawerzinek. Er stellte sein Manuskript mit dem Arbeitstitel „Dresden“ am Donnerstag abend in der Produzentengalerie im Wallgässchen 1 im Dresdner Barockviertel vor. Die Künstlerin Antje Guske hatte ihn dorthin in ihre Ausstellung „Das letzte Lied“ (noch bis 15. Oktober zu sehen) zu der Lesung mit Gespräch eingeladen. Ihre Bildobjekte imitieren Wandvorhänge, die zwischen märchenhaft-idyllischer bis martialischer Symbolik mit Illusion und Wirklichkeit spielen und gut passten als Kulisse für den fabulierfreudigen Geschichtenerzähler Wawerzinek (62).

In seiner lebhaft anekdotenreichen Schilderung verschmolzen Kindheitserinnerungen an seinen ersten Aufenthalt vor fast 50 Jahren und Eindrücke von der Stadt und den Menschen heute. Wie er über die barocke Pracht und vielen Backstuben staunte, über die Gläserne Frau und aus dem Zugfenster heraus die Elblandschaft samt frei umher laufender Tiere betrachtete und sich als Kind fragte, ob sie wohl deutsch oder tschechisch seien. Und er findet eine schöne Metapher:  „Die Tiere sind staatenlos, an kein Land gebunden. Sie reisen ein- und aus wie es ihnen gefällt und ihr Biorythmus ihnen vorschreibt.“ Wawerzinek über Pegida: „Es ist wie mit einem italienischen Schinken mit blauem Stempel unten. Den man entweder wegschneidet oder mitisst“, sieht er die ausländerfeindliche Bewegung gelassen-entspannt. Er setzt auf die Vernunft der Masse.

Mehr beschäftigt ihn, dass sich zuletzt nur noch 30 Autoren für die Stelle des Stadtschreibers in Dresden bewarben, während es vorher über hundert waren. “Ich hoffe, dass diese Stadt auch hier wieder anzieht“, so Wawerzinek, der bereits als Stadtschreiber in Klagenfurt, Venedig und Magdeburg war in zumeist „dunklen Dachwohnungen“, so dass er die meiste Zeit an frischer Luft verbrachte. Er fühlt sich wohl in Dresden, fährt gern Rad entlang der Elbwiesen, fotografiert und zeichnet neben seinen Notizen und ist viel draußen auf Entdeckungstour.

Im Galiani oder im Verbrecher Verlag soll 2017 sein Buch „Dresden“ erscheinen. Welche Farbe das Buchcover haben wird, ist noch nicht entschieden. Wawerzinek möchte es gern „aquariumbunt“ haben. Noch bis Ende November ist er als Stadtschreiber in Dresden.

Öffnungszeiten der Produzenten Galerie, Wallgässchen 1: Mi  – Fr von 14 – 19 Uhr, Sa von 11 – 16 Uhr

Tel.: 0176 – 577 167 05

http://www.produzenten.net

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In der Wunderkammer: Ausstellung anlässlich 100 Jahre DaDa im Lügenmuseum Radebeul

08 Samstag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Wunderkammer zum Staunen und Schmunzeln

Die Ausstellung „100 Jahre DaDa“ im Lügenmuseum versammelt schön absurde Dinge von über 20 Künstlern aus acht Ländern.

Donnergrollen zieht geräuschvoll am Kunsthimmel herauf. Ein Papierflugzeug fliegt zwischen weiß aufleuchtenden Wattewolken hindurch. Gleich neben dem „Gewitter aus Rio“, das den Künstler Justus Ehras offenbar sehr beeindruckt und zu seiner Installation angeregt hat, steht der urige Holzstand des brasilianischen Künstlers Getulio Damado. Mit Strohdach, Glocke zum Läuten und einer Fülle lustiger Figuren, die er aus Abfalldingen wie Flaschendeckeln neu zusammensetzt. Er hat sein Atelier in Santa Teresa in einer Straßenbahn. Seine urbane Kunst zeigte Damado bereits im Labyrinth-Gelände beim diesjährigen Herbst- und Weinfest in Radebeul.

Nun stehen seine originellen Abfallmännchen neben anderen eigenwilligen Kunstwerken von mehr als 20 Künstlern aus Chile, Deutschland, Japan, Niederlande, Philippinen, Spanien und Slowakei. Einige luden im Sommer innerhalb des mehrteiligen Kunstprojekts „WuKaMenta“ auf dem Dresdner Neumarkt vis a vis zur Frauenkirche bereits zum Staunen und Schmunzeln ein und sind nun in der Ausstellung „100 Jahre DaDa“ im Lügenmuseum Radebeul zu sehen. Eröffnet wurde die von der Stadt Radebeul und dem Verein „Kunst der Lüge“ e.V. geförderte Schau über die Wunderkammern zeitgenössischer Kunst am Freitag abend im alten Gasthof Serkowitz auf der Kötzschenbrodaer Straße 39. Dazu gab es Klänge von Jan Heinke und Robert Hennig, zu denen der Radebeuler Künstler Klaus Liebscher live malte wie schon beim Aktions­-Painting auf dem Neumarkt, wo er grauen Teppichbelag aus der Bewegung heraus mit spontanen Farbdosenschwüngen in ein farbenfrohes „Bodengemälde“ verwandelte, über dem nun luftig-leichte Stoffketten wie Segel schweben in der Installation
“Normal mit Flügeln“ von Dorothee Kletzsch.

Der Berliner Künstler Ulli Sachse las aus dem ersten „Dadaistischen Manifest“ aus deutschen Landen von 1916. Einhundert Jahre nach der Eröffnung des Cabaret Voltaire in Zürich der ersten Dadaisten erinnert die „DaDa“-Ausstellung im Lügenmuseum an den „Urknall des künstlerischen Zweifelns“, so Inhaber und Ausstellungsinitiator Reinhard Zabka. Der „letzte Dadaist aus dem Wilden Osten“, wie ihn die Wochenzeitung ZEIT einmal nannte. Er selbst verbindet mit dieser Kunstrichtung „unkonventionelle Ideen, die Demontage von Sinn und eine Geisteshaltung mit Biss.“ Dazu gehören auch seine kuriosen „Maschinen zur Belustigung“, ein aufklappbarer Schrank mit Dingen und Stimmen aus der DDR-Zeit oder das „Reisehuhn Emma“, bestehend aus einem Schaukelpferd auf Rädern mit offenem Wohnkarren.

Die „Dada“-Ausstellung versammelt Bilder, kinetische Objekte und Installationen von skurril, poetisch, verrückt-komisch bis schwarzhumorig aus Geschichte und Gegenwart. Darunter witzige „Orakel“-Karten der Künstlerin Annamateur, die Persiflage „Pegida-Milch“ mit schwarz-rot-goldenen Kühen von Lutz Fleischer, eine Reibeisen-Kette von Anette Blunk und eine „Wehrpasseinwurfbox“ von Olaf Spillner. Ein altes, schnarrendes Telefon mit rotem Leuchtsignal, Wanzenschatten und der Aufschrift: „Sichere Verbindung“ stellt Justus Ehras Gesichtern von Wissenschaftlern mit Leuchtbrillen, voller elektronischer Chiffren gegenüber. Weiter vorn thront ein Storchennest auf einem rot-weißen Verkehrskegel von Komatsu Tsunetaka. Die Ausstellung „100 Jahre DaDa“ ist noch bis 31. Dezember im Lügenmuseum Radebeul zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa und So, Ferien und Feiertage von 13 bis 18 Uhr.

http://www.luegenmuseum.de

Wo die Lüge zur Kunst wird…

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http://www.luegenmuseum.de

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Ostrale: Wie geht es weiter auf der Kunst-Baustelle?

06 Donnerstag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Reformprozess und Fragezeichen:

OSTRALE künftig als Biennale

Besucherrekord/ Zukunft mangels Fördermittel weiterhin ungewiss / bis auf weiteres nochmals Planung mit baufälligem Domizil Futterställe für 2017 / Hoffnung auf schnelle Sanierung danach / OSTRALE in Dresden ab sofort als Biennale / auch künftig Präsentation zeitgenössischer sächsischer Kunst im Ausland/nächste internationale Kunstausstellung soll vom 28. Juli bis 1. Oktober 2017 letztmals in den Futterställen stattfinden.

Die 10. OSTRALE ist am 25. September mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen. Zu den erstmals ca. 25.000 Besuchern der Schau in Dresden (Vorjahr: gut 20.000) kamen noch ca. 17.000 Besucher der Ausstellung Dresdner Künstler in Breslau hinzu, die ebenfalls vom OSTRALE e.V. organisiert worden war. Die OSTRALE ist die immerhin drittgrößte jährliche temporäre Kunstausstellung in Deutschland. Längst wird sie überregional als die OST-deutsche Kunstausstellung identifiziert und überregional gar nicht mit dem Dresdner OSTragehege identifiziert. Nach zehn Jahren erfolgreich in die Köpfe von Künstlern und Besuchern aus der ganzen Welt gelangt, kämpft die OSTRALE jedoch derzeit um das nackte Überleben. Dabei steht die internationale Kunstausstellung der in die negativen Schlagzeilen geratenen Kulturstadt Dresden – auch im Zuge der vorgesehenen Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025 – durchaus gut zu Gesicht.

Besondere Eigenschaften und Stärken der OSTRALE liegen in ihrer Lage und Größe, in der beeindruckenden Internationalität der Ausstellung (so waren in diesem Jahr Positionen von Künstlern aus 42 Nationen in Dresden zu sehen) und in ihrer starken internationalen, vor allem europäischen Vernetzung, die in diesem Jahr unter anderem in ca. 20 Veranstaltungen und 10 Workshops Ausdruck fand.

FINANZIELLE SITUATION: NOCH IMMER KEINE TRAGFÄHIGE FÖRDERUNG

„Dennoch sind wir angesichts der äußerst knappen finanziellen Unterstützung leider seit Jahren permanent gezwungen, unsere Kreativität ständig für die Lösung existenzieller Probleme zu instrumentalisieren. Gern würden wir uns künftig wieder positiv und mit den nötigen Freiheiten dafür einsetzen können, in Dresden auch weiterhin eine weltweit geachtete Ausstellung zeitgenössischer Kunst in der Kulturstadt Dresden zu gestalten.“, so OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

Die finanzielle Situation der OSTRALE entspricht leider nicht dem inzwischen erarbeiteten guten Ruf, den die Ausstellung in Kunstkreisen genießt. Der Finanzierungsbedarf von aktuell ca. 225.000 Euro wird nur zu ca. einem Viertel von der Stadt Dresden durch einen zum großen Teil zweckgebundenen Zuschuss getragen. Trotz des maßgeblichen Engagements der privaten Wirtschaft, zu nennen sind zuvorderst die Hauptsponsoren Schneider + Partner Wirtschaftsprüfung Steuerberatung GmbH, die Ostsächsische Sparkasse Dresden, Heinrichsthaler Königliche Käsespezialitäten und die SAXOPRINT GmbH, reicht das bei weitem nicht aus. Die Existenz der OSTRALE ist daher bisher auch und vor allem dem zu großen Teilen ehrenamtlichen Einsatz ihrer Organisatoren zu verdanken. Nur so konnte sie sich in ihren ersten zehn Jahren trotz permanenter Unterdeckung kontinuierlich entwickeln. Doch auch die gerade zu Ende gegangene OSTRALE’O16 ist trotz größter Sparsamkeit und großen ehrenamtlichen Engagements finanziell noch nicht gedeckt.

„Wir wollen die OSTRALE auch künftig weiterentwickeln. Angesichts der ständigen Unterdeckung ist jedoch aus heutiger Sicht keine Fortführung, geschweige denn weitere Professionalisierung möglich. Wir können bis heute leider keine Ausstellungsvergütung an unsere Künstler zahlen, zumal wir auch selbst seit Jahren größtenteils unbezahlt an der OSTRALE als Aushängeschild der Landeshauptstadt Dresden arbeiten. Wir wissen – leider wie immer – heute nicht, ob die nächste OSTRALE überhaupt stattfinden kann.“, so der Vereinsvorstand um die Künstlerische Leiterin und OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

Zumeist private Unterstützer der Ostrale

Auf die prekäre finanzielle Situation haben jetzt nochmals die OSTRALE.freunde, zumeist private Unterstützer der Ausstellung, in einem Schreiben die politischen Entscheider Dresdens in der Hoffnung auf eine Erhöhung der institutionellen Förderung hingewiesen. Danach sind mit der derzeitigen institutionellen Förderung in Höhe von 59.000 Euro die laufenden Kosten der OSTRALE keineswegs abgedeckt, die sich auf derzeit ca. 225.000 Euro belaufen – und in denen die Projektkosten noch gar nicht enthalten sind (Projektkosten zusätzlich 2016: 275.000 Euro, 2015: 325.000 Euro). Zu den Projektkosten gehören unter anderem auch die Material- und Technikkosten, Reisekosten der Künstler, Druck- und Werbekosten, Versicherungen, Honorarkosten für Aufbau, Transportkosten etc. pp.

„Wir bitten darum, zur Rettung und Weiterentwicklung der OSTRALE schon im Doppelhaushalt 2017/2018 eine deutlich höhere institutionelle Förderung zu beschließen, als bisher. Für eine finanzielle Deckung und Sicherung der OSTRALE als Grundlage einer weiteren Professionalisierung benötigen wir anstelle der 59.000 Euro eine deutlich höhere Summe zur Absicherung des personellen und betriebsbedingten Grundbedarfes.“, so Dr. Bernd Kugelberg, Schatzmeister der OSTRALE.freunde.

Setzt man die derzeitigen 59.000 Euro brutto (49.569 Euro netto) an städtischem Fördergeld für die OSTRALE in Relation zu ihrem 25.000 Besuchern, wird die OSTRALE trotz ihrer überregionalen Bedeutung nur mit dem vergleichsweise geringen Beitrag von 2,36 Euro brutto (1,98 Euro netto) pro Besucher bezuschusst.

BAULICHE SITUATION

Mit einem Hilferuf hatte die OSTRALE auf die völlig unsichere räumliche Situation hingewiesen. In den letzten Jahren waren rings um die Futterställe einige Gebäude entweder an Dritte verkauft worden oder soweit verfallen, dass sie nicht mehr nutzbar sind. Auch dem denkmalgeschützten, unsanierten, aber bewährten Domizil der Kunstausstellung droht ein solches Schicksal. Mehr als 1.000 Zuschriften von Kunstfreunden haben die OSTRALE inzwischen erreicht, in denen auf die Bedeutung dieses speziellen Ortes für die Ausstellung und die Bedeutung der OSTRALE für Dresden hingewiesen wird.

„Es regnet in die Futterställe hinein, seit Jahren schon positionieren wir Kunstwerke um die Regenpfützen herum. Die vorliegende Baugenehmigung für die Ausstellung in den Futterställen endet am 31.12.2017 und ist eine Nutzungsgenehmigung unter Auflagenvorbehalt. Damit ist denkbar, dass die OSTRALE – unter Vorbehalten von Hochwasser und anderen Wettereinflüssen sowie der Anbringung von Fluchttreppen, der Durchführung weiterer gebäudeerhaltender Maßnahmen und eines erneuten statischen Gutachtens auf eigene Kosten noch einmal in den Futterställen stattfinden könnte. Wie wir das finanzieren sollen, wissen wir derzeit nicht.“, so Detlef Schweiger, 2. Vorsitzender des OSTRALE e.V.

Im Ergebnis der Bemühungen um eine langfristige Sicherung des Domizils für die Ausstellung darf gehofft werden, dass die Futterställe von Seiten der Stadt anschließend renoviert werden, in diesem Fall werden sie jedoch nach heutigem Stand erst 2019 oder 2020 wieder bespielbar sein.

OSTRALE’O17 GEPLANT: 28. JULI – 1. OKTOBER 2017

Noch ist nichts unterschrieben, nach heutigem Stand planen die Organisatoren die OSTRALE’O17 für den Zeitraum 28. Juli – 1. Oktober 2017 letztmalig in den dann noch immer unsanierten denkmalgeschützten Futterställen im Dresdner Ostragehege. „Damit gehen wir wie jedes Jahr unter völlig ungesicherten Verhältnissen gezwungen optimistisch in Vorleistung – keine gute Grundlage für eine weitere Professionalisierung.“, so Detlef Schweiger, 2. Vorsitzender des OSTRALE e.V.

REFORMPROZESS OSTRALE: BIENNALE

Für die Ausstellung 2017 werden derzeit neue Kuratoren zusammengestellt, mit denen sich die OSTRALE noch weiter vernetzen will. So stehen der Künstler; Verleger und Ausstellungsorganisator Holger Wendland und sein ukrainischer Partner, der Künstler, Netzwerker und Ausstellungsorganisator Mykola Dzhychka, sowie der Selliner Galerist Knut Hartwig als erste neue Kuratoren bereits fest.

Der OSTRALE-Vorstand hat darüber hinaus die konzeptionelle Entscheidung getroffen, die OSTRALE schon ab 2017 in Dresden als Biennale stattfinden zu lassen. Ab 2018 soll die OSTRALE dann unter Nutzung ihrer internationalen Kontakte und ihres internationalen Renommees alle zwei Jahre zeitgenössische Sächsische Kunst im Ausland präsentieren.

„Haben wir bisher schon, meist parallel zur Dresdner Schau, zeitgenössische sächsische Kunst im Ausland präsentiert – seit 2010 in immerhin 12 europäischen Städten –, so wollen wir das auch weiterhin tun. Die Qualität der OSTRALE wie auch der Ausstellungen im Ausland wollen wir dabei aber weiterentwickeln, in dem wir unsere Kräfte künftig jährlich auf eines von Beidem fokussieren.“, so Andrea Hilger.

In 2018 wird die OSTRALE voraussichtlich in der Europäischen Kulturhauptstadt La Valetta, Malta gastieren, wo sie als Partner mit sächsischen und israelischen Künstlern angefragt wurde, ebenso gibt es werden derzeit Kooperationen mit Partnern an den Standorten Manchester, Budapest, Tel Aviv und Prag besprochen.

„Für die Rettung der OSTRALE sind also seitens der Veranstalter die ersten Weichen gestellt. Bleibt zu hoffen, dass der Wert der Kunstausstellung für Dresden jetzt auch politisch neu eingeschätzt wird – und dass sich das in Form einer den Fortbestand und die Weiterentwicklung der OSTRALE sichernden Förderung schon im nächsten Jahr bemerkbar macht.“, so Detlef Schweiger.

Text: F.d.R.d.A. Tobias Blaurock

Fotos (lv)

Der OSTRALE-Hirsch als bedrohte Art.

www.ostrale.de

WEITERE INFORMATIONEN / KONTAKT:
OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst
OSTRALE / Büro, Messering 20, Frigolanda Kühlhaus,  Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de
www.ostrale.de, OSTRALE: / Postanschrift: Messering 8, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de
blaurock markenkommunikation
Tobias Blaurock, Plattleite 68, 01324 Dresden, Tel. +49 351 210 98 71, Fax +49 351 2078 15 33, blaurock@team-blaurock.de, www.blaurock-markenkommunikation.de

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WuKaMenta: 100 Jahre DaDa im Lügenmuseum

06 Donnerstag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Über 20 Künstler zeigen ihre Arbeiten im Zeichen des Absurden und provozieren zum Nachdenken.

Die Ausstellung „WuKaMenta – 100 Jahre DaDa“ eröffnet am 7. Oktober, um 19 Uhr im Lügenmuseum Radebeul im alten Gasthof Serkowitz.  WuKaMenta ist ein dreiteiliges Kunstprojekt. Der erste Teil fand im Juni zwei Wochen mit über dreißig Künstlern als Kunst im öffentlichen Raum auf dem Neumarkt Dresden statt. Der zweite Teil ist eine Präsentation der WuKamenta als Baustein der Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit vor dem Rathaus Dresden. Der dritte Teil ist die Ausstellung WuKaMenta im Gasthof Serkowitz und bezieht sich auf 100 Jahre DaDa. Über 20 Künstler sind eingeladen zeitgenössische Positionen zu DaDa auszustellen.

Die Eröffnung des Cabaret Voltaire 1916 war der Urknall des künstlerischen Zweifelns. Eine Handvoll Kreativer lehnte alles Konventionelle ab und schuf stattdessen Anti-Kunst. So hat DaDa die Kunst für immer verändert und prägt sie bis heute: sinnfreie Gedichte wie die von Ernst Jandl, Punk-Gebete von Pussy Riot, Maschinen zur Belustigung im Lügenmuseum, Noise-Musik, Performance oder flüchtige Aktionskunst. Die Studentenbewegung von 1968 hat sich ebenso an DaDa orientiert, wie die ästhetischen Ausdrucksformen und bilderstürmerischen Installationen subkultureller Künstler in Ostdeutschland. Sie rebellierten gegen den Systemdruck, DaDa als totale Ablehnung gab die degenerierten Machtstrukturen der Lächerlichkeit preis.
Die Ausstellung ist bis 31.12. im Lügenmuseum zu sehen.

Beteiligte Künstler: 

Perry Argel, Popke Bakker, Jola Brejdack, David Campesino, Silvio Colditz, Getulio Damado, Justus Ehras, Robert Frenzel, Richard von Gigantikow, Michael von Hintzenstern, Jan Heinke, Frank Hermann, Dorothee Kletzsch, Otis Laubert, Klaus Liebscher, Anna Mateur, Annette Muck, Sebastian Qiroz, Madlyn Sauer, Reinhard Sandner, Rose Schulze, Olaf Spillner, Erwin Stache, Hilla Steinert, Andre Wirsig.

Text: Lügenmuseum
Richard v. Gigantikow, Tel:  0176 – 99 02 56 52
Lügenmuseum, Kötzschenbrodaer Straße 39, 10445 Radebeul

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, Ferien und Feiertage 13 – 18 Uhr

www.luegenmuseum.de info@luegenmuseum.de

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„Bimini“: Malerei von Martin Müller im Stadtarchiv Dresden

05 Mittwoch Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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 ©  Martin Müller „Confieso que he vivido“,
Fine Art Print, Acryl/Lwd., 140 x 200 cm, 2016

„Bimini“- Malerei von Martin Müller
Am 17. Oktober 2016, 19 Uhr wird die Kunstausstellung „Bimini. Malerei“ von Martin Müller im Stadtarchiv Dresden auf der Elisabeth-Boer-Str. 1 eröffnet.  

In seiner Arbeit als Maler, Gestalter und Ausstellungsmacher bewegt sich Martin Müller in einer fließenden Grenzgängerschaft zwischen den Disziplinen. Die Übergänge sind pulsierend durchlässig, dennoch hat jedes Medium seine eigene Sprache und künstlerische Ausformung, um wiederum zu einer konzeptuellen Einheit im Werk zu verschmelzen. Durchdrungen von geistigen Bezügen, unerwarteten Überlagerungen und transformierendem Humor werden komplexe Spannungsräume zwischen gestischer Berührung und poetischer Entladung geschaffen. Nicht selten basieren seine Bilder auf Found Footage-Fotografien, die entweder als Bild im Bild monochrom gemalt in unzählige Tonstufen zerlegt werden oder als Fine Art-Prints auf Leinwand gedruckt sind, die durch „realistisch“ gemalte Zitate überlagert werden. Letztere Methode lässt Foto-Grafisches als „Realität“ auf der „Realität“ des reproduzierten Fotos gleichberechtigt neben Expressiv-Gestischem und sprachlichen Notationen stehen, ohne dass diese „aufeinander zu gemalt“ sind. Sie bilden eigenständige, verschachtelte Ebenen und bleiben disparat, eindeutig, vieldeutig und offen. Oszillierend im Zueinander. Die so entstandenen visuellen und gedanklichen Räume kann nur der Betrachter füllen. Jedes Mal aufs Neue.

Martin Müller wurde 1961 in Emmerich am Rhein geboren und war von 1993 bis 2007 Gründungsdirektor des PAN kunstforum in Emmerich, von 2009 bis 2012, gemeinsam mit Andrea Hilger, künstlerischer Leiter der OSTRALE in Dresden, des drittgrößten Festivals für zeitgenössische Kunst in Deutschland und ist Gründer des internationalen Kunsthochschulprojektes „IAM – international art moves“. Müller lebt und arbeitet in Dresden und Berlin und ist seit Jahren als Gastprofessor und Dozent an Universitäten in England, Spanien, Hongkong, Brunei, Kroatien, Polen, im Libanon, der Türkei und Zypern tätig.

Text + Foto: Stadtarchiv Dresden
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo/Mi: 9-16 Uhr, Die/Do: 9-18 Uhr, Freitag: 9-12 Uhr.

Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden

www.dresden.de/stadtarchiv

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10. Ostrale: rund 25 000 Besucher kamen, doch noch ist die internationale Kunstausstellung nicht gerettet

25 Sonntag Sept 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Nadine Baldow: „forever“                   Lilith Love: „Threesome“

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Rolf Bier: „Magritte. Versionen“             Syowia Kuyambi

Titelfoto: Christiane Oppermann: „Flugschule“

10. OSTRALE schließt mit rund 25.000 Besuchern.
Wo die internationale Kunstausstellung nächstes Jahr stattfindet, ist noch offen.

Weitere 17.000 sahen zeitgenössische Dresdner Kunst bei „OSTRALE weht ODER“ in Breslau – OSTRALE‘O17 vom 28.07. bis 01.10.2017.

Die 10. internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE in Dresden geht am heutigen Sonntagabend (25. September, 20.00 Uhr) nach fast drei Monaten zu Ende. Die OSTRALE’O16 hat seit Anfang Juli etwa 25.000 Besucher angezogen und ihrem internationalen Publikum ca. 1.000 Werkpräsentationen von ca. 200 Künstlern aus 42 Nationen gezeigt. Sie ist (nach der NordArt und der abc Berlin) die drittgrößte jährlich stattfindende temporäre Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Deutschland. Unter dem Thema „error: X“ hatte die OSTRALE‘O16 auf 20.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erneut künstlerische Positionen vereint, die in individuellen subtilen bis offensiv-entlarvenden Ausdrucksweisen historische und aktuelle Verwerfungen des Weltgeschehens reflektieren.

Eine große Rolle spielte auch die Frage nach der Identität von Menschen und neuen Räumen im Zusammenhang mit den Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Vergangenheit und Gegenwart. Die 11. OSTRALE soll vom 28.07.2017 bis zum 01.10.2017 stattfinden – wo, ist jedoch noch unklar. Denn der weitere Fortbestand der OSTRALE ist mit einigen Fragezeichen verbunden. Angesichts der Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt hoffen die Organisatoren, dass sie mit ihrem Bemühen für den Erhalt des Veranstaltungsortes und der OSTRALE selbst Erfolg haben werden. Über den aktuellen Stand der Dinge und über die Zukunft der OSTRALE wollen die Veranstalter in Kürze im Rahmen einer Pressekonferenz Auskunft geben.

OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger: „Die diesjährige Jubiläums-OSTRALE war nicht nur künstlerisch und von den Besucherzahlen in Dresden und der Partnerstadt Wroclaw her ein Erfolg. Die OSTRALE verleiht zudem der Wahrnehmung Dresdens eine gerade in diesen Jahren wichtige, weil weltoffenere und modernere Facette. Wir haben viele begeisterte und ermutigende Signale von Künstlern und Kunstinteressierten erhalten und hoffen, unsere erfolgreiche internationale Kunstschau im nächsten Jahr an gleicher Stelle fortführen zu können.“

Die OSTRALE’O16 war begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm aus 20 Veranstaltungen und 10 Workshops. Besonders zu nennen ist beispielsweise die von 17.000 Gästen besuchte Ausstellung zeitgenössischer Arbeiten von 64 Künstlern und Künstlergruppen aus Dresden in Breslau. Der interkulturelle Austausch, seit jeher wichtiges Merkmal der OSTRALE, wurde darüber hinaus mit zahlreichen Projekten wie „Out of OSTRALE“, den „open Hub“ Kooperationen oder dem Artist-in-Residence-Programm realisiert. Auch das neue, zusammen mit dem ukrainischen Partner Kultura Medialna unter Förderung durch das Auswärtige Amt geschaffene OSTRALE-Projekt „CIVIC MEDIA LAB“ in Dnepropetrowsk (Ukraine) dient dem internationalen Dialog.
Die OSTRALE-Macher wollen sich schon bei der Vorbereitung der nächsten Ausstellung noch stärker mit kulturellen Institutionen in Dresden vernetzen, um gemeinsame Potentiale besser ausspielen zu können. Dafür sollen aktuelle Kooperationen, wie die mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden, in Anzahl und Tiefe ausgebaut werden.

Die OSTRALE konnte den Ausstellungsorganisator, Verleger und Künstler Holger Wendland dafür gewinnen, die kommende Ausstellung 2017 (28.07.-01.10.2017) mit zu kuratieren. Er sprach nach einem Besuch der diesjährigen Ausstellung von der 10. OSTRALE als einer der besten und lobte vor allem die übersichtliche Struktur und den professionellen Ausstellungsbau, der gerade vor der Mittelknappheit der OSTRALE erstaunlicherweise an internationales Niveau in dieser Dimension heranreiche.

Die OSTRALE’O16 hatte Besucher aus ganz Deutschland und aus weiteren 25 Nationen, so unter anderem aus Belgien, China, Finnland, Frankreich, Indonesien, Italien, Kuba, Marokko, Niederlande, Österreich, Russland, Schweiz, Südafrika, der Ukraine und den USA. „Mit den Ausgaben der Besucher in der Region entsteht durch die OSTRALE auch ein positiver wirtschaftlicher Effekt, die den vergleichsweise geringen Betrag städtischer Förderung mehr als rechtfertigen dürfte.“, so Andrea Hilger.

Etwa 220 Schulklassen mit ca. 5.500 Schülern haben ebenfalls die diesjährige OSTRALE besucht, die in vielen sächsischen Schulen inzwischen Eingang in den jährlichen Lehr- und Prüfungsplan gefunden hat.

Kuratoren der OSTRALE’O16 waren

Tomasz Wendland / Polen, Direktor der 5. Mediationsbiennale „Fundamental“ Poznan, Kurator der Kooperation zwischen Dresden, Hannover, Poznan

Harro Schmidt / Deutschland, künstlerischer Leiter der Kunsthalle Faust Hannover, Kurator der Kooperation zwischen Dresden, Hannover, Poznan

Syowia Kyambi / Kenia, Kuratorin der Kooperation Nairobi, Dresden, Poznan

Risa Takita / Japan, Kuratorin der Kooperation Dresden, Poznan

Drorit Gur Arie / Israel, Kuratorin der Kooperation Dresden, Poznan und Direktor des Petach Tikva Museum Israel

Andrea Hilger / Deutschland, künstlerische Leiterin OSTRALE Dresden, Kuratorin der Kooperation zwischen Dresden, Hannover, Poznan, Nairobi

Text + Fotos: Ostrale/Pressestelle

KONTAKT:
OSTRALE‘016

OSTRALE / Büro, Messering 20, Frigolanda Kühlhaus, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de

http://www.ostrale.de, OSTRALE: / Postanschrift: Messering 8, D-01067 Dresden, Förderverein: http://www.ostrale-freunde.de

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Tobias Blaurock, Plattleite 68, 01324 Dresden, Tel. +49 351 210 98 71, Fax +49 351 2078 15 33, blaurock@team-blaurock.de, http://www.blaurock-markenkommunikation.de

 

 

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Es grünt so blau – Neues Zuhause der Blauen Fabrik in der „Grünen Villa“ mit Malerei und Musik unter einem Dach

22 Donnerstag Sept 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Musik

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Fotos: Holger Knaak/Blaue Fabrik

Blick in die neuen Räume der Künstlervereinigung Blaue Fabrik e.V. in der „Grünen Villa“ im Areal des Alten Leipziger Bahnhofs an der Eisenbahnstraße 1 (hinter dem  Brückenbogen zwischen Hansastraße und Leipziger Straße). In der Eröffnungsausstellung „parablau – to pick“ sind derzeit Arbeiten von zwölf Künstlern des Vereins zu sehen. Als nächstes zeigen unter dem Motto „Berührungen“ zwei renommierte tschechische Fotografen zweier Generationen, Prof. Jindrich Streit und Svatopluk Klesnil, ihre Bilder (Vernissage: 7.10., 19 Uhr)

Innerhalb des Neustadt Art Festivals spielt das „Lutopia Orchestra“ schwungvoll-feurige Rhythm`n` Blues Folk-Polka am 24.9., ab 20 Uhr im Gelände der Blauen Fabrik. Eintritt frei.

Aufeinandertreffen von Farben und Klängen aller Art

Es grünt so blau –  Im neuen Zuhause der „Blauen Fabrik“ in der „Günen Villa“ mit Malerei und Musik unter einem Dach. Farben und Klänge aller Art treffen aufeinander in den Räumen der Künstlervereinigung „Blaue Fabrik“ e.V. Seit Herbst haben im Areal des Alten Leipziger Bahnhofs an der Eisenbahnstraße 1 zwölf Künstler des Vereins ihre Ateliers. Ein Raum steht für Gastkünstler offen. Außerdem nutzen fast 50 Musiker im Haus Probenräume, die inzwischen knapp und teuer sind in Dresden. Sie unterrichten und laden ein zu Sessions.

Gerade sind im Hintergrund dezent Klaviermusik und danach Klarinettentöne zu hören von Tatjana Davis, einer jungen Musikerin. „Meist klingt es schön und manchmal auch schräg, wenn mehrere proben und Jazz-Saxofon und Flamenco-Klänge aus dem Tanzstudio sich mischen“, erzählt Holger Knaak schmunzelnd. Der Historiker und Musikwissenschaftler ist seit 2008 in der „Blauen Fabrik“ dabei und kümmert sich seit 2011 als Geschäftsführer um das Programm und die Finanzen für die Kunstprojekte. Vieles wurde ehrenamtlich hergerichtet in diesem ersten neuen, ganzjährig betriebenen Kulturraum seit längerem. „Wir hoffen, dass die Projektförderung seitens der Stadt für den Verein der Blauen Fabrik auch nächstes Jahr ohne Kürzungen weitergeht“, so Knaak.
Der lichtdurchflutete Kunstraum mit Deckenfenster, erhaltenem Mosaikboden und gläsernem Empfangsschalter mit Garderobe ist auch immer in Bewegung wie früher die Reisenden in dem einstigen Bahnhofsgebäude. Mit jeder Ausstellung verändere sich der Raum und entstehe zwischen den Bildenden Künsten und der Musik ein spannender Dialog, so Knaak. Auf zwei Etagen hängen an den rohputzbelassenen Wänden die Bilder, im Foyer steht ein Klavier.

„Der Anfang war sehr erfreulich. Die erste Ausstellung mit Künstlern der Blauen Fabrik und die Konzerte im Garten sind gut besucht und ermutigen“, so Knaak. Jeden zweiten Donnerstag finden ab 21 Uhr Jazz-Sessions eintrittfrei und andere Musikveranstaltungen statt. Für nächstes Jahr ist zudem eine Kammermusik-Reihe mit Klassik-Raritäten geplant. Der Lichthof eignet sich neben Kunstprojekten auch für Tanzkurse und Workshops.

Hier gibt es auch eine öffentliche Podiumsdiskussion „Zur Zukunft des Alten Leipziger Bahnhofs-Geländes“ am 24. Oktober ab 19 Uhr (auf Ende November verschoben).

Ab 7. Oktober zeigen unter dem Titel „Berührungen“ zwei renommierte tschechische Fotokünstler ihre Arbeiten. Im November stellen Künstler aus St. Petersburg aus und im Dezember eine polnische Künstlerin. Statt der wilden Graffitis in den Sanitärräumen bietet Knaak Sprühkünstlern ganz legal eine Ausstellung an: „Das wäre mal ein cooles Projekt, wo sie einen ganzen Raum gestalten könnten.“ Der Eintritt in den Kunstraum ist frei und zugänglich zu den Veranstaltungen sowie per Klingelknopf des Vereinsbüros der Blauen Fabrik. Es befindet sich im Erdgeschoss des Hauses.

http://www.blauefabrik.de
http://www.parablau.com

Kontakt: info@blauefabrik.de

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Fantastische Bildwelten im Skulpturenlabyrinth Labymania beim Herbst & Weinfest Radebeul

20 Dienstag Sept 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Kultur

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Getulio Damado, der berühmte Vetreter der Urban Art aus Rio de Janeiro, ist mit seinen fantasievollen Bildwelten in einer eigenen Galerie im Skulpturenlabyrinth LABYmania auf den Elbwiesen zu erleben.

LABYmania zum Weinfest und Wandertheaterfestival 2016 Radebeul 23. – 25. September 2016 auf den Elbwiesen, 25. September, 21 Uhr Feuriges Finale

Zum Weinfest in Radebeul entsteht seit 17 Jahren ein Skulpturengarten und Labyrinth. Spezialgast ist Getulio Damado einer der berühmtesten urbanen ‚artistas naiv‘ aus Rio de Janeiro. Seit 30 Jahren baut er seine Figuren ‚bonecos‘ und funktionalen Objekte im Künstlerort Santa Teresa, wo die gelbe Straßenbahn ‚bonzolandia‘ als Wahrzeichen von Rio fungiert. Diese Straßenbahn war ein Geschenk Portugals (Lissabon).
Getulio Damado ist inzwischen in internationalen Museen, Paris, New York (Sammlung Guggenheim), Basel und Japan vertreten und
durch Filmberichte international bekannt geworden. Er trug als einziger offizieller Vertreter der Künstler aus Rio die Fackel einige hundert Meter zur Olympiade 2016 ins Marcana-Stadion.

Im Labyrinth aus Paletten und Abfallholz mit seiner temporären Ausstellungsarchitektur wurde für Getulio Damado eine eigene Galerien errichtet. Die Besucher des Labyrinths können ihn bei der Arbeit zusehen. In dem Museum ohne Dach gleich am Hundetanzplatz hinterm Deich wird Gegenwartskunst im öffentlichen Raum präsentiert. Wo, wenn nicht hier. Immer wieder: Jetzt oder nie.

Das feurige Finale am 25.9 um 19 Uhr löst alle Mühen auf – ach der Künstler stirbt nicht dafür, ein Stück Kunst zu behalten, sondern dafür, sich das Recht zu bewahren, es verlassen zu können.

Text + Foto: Richard von Gigantikow alias Reinhard Zabka

www.weinfest-radebeul.de

 Reinhard Zabka
Lügenmuseum Radebeul
Kötzschenbrodaer Str. 39
01445 Radebeul / Dresden
+49 176 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de

 

—

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Im goldenen Käfig: Neue Ausstellung „Radebeul Besitzen“ in der Stadtgalerie Radebeul

12 Montag Sept 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Blühende Gärten und die Goldzwerge           Radebeuls

In einem multimedialen Kunstprojekt zeigt die Ausstellung „Radebeul Besitzen“ zurzeit Arbeiten von 55 Künstlern in der Stadtgalerie.

Bunt bemalte Stühle mit der Stadtkulisse stehen neben Sitzflächen mit beliebig verrückbaren Spielfiguren. Goldbemalte Steine treffen auf Ansichten mit blühenden Gärten, Villen und Weinhängen. Zu sehen sind sie in der Ausstellung „Radebeul Besitzen“ in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.

Das jährliche multimediale Kunstprojekt wurde mit einem rege besuchten Künstlerfest, begleitet von beschwingter Musik vom Trio „freylax“, einer lustigen Clownsperformance um den alleinigen, besten Sitzplatz und natürlich mit Kunstgenuss und Wein, seltsamerweise nicht von Radebeuler Winzern, am vergangenen Sonnabend (am 10.9.) eröffnet.

Um Sitzen, Besitzen und Besitz ergreifen, schmunzelndes Nachdenken über Werte geht es in vielfältiger Weise gestalterisch und inhaltlich in den Arbeiten von 55 Radebeuler Künstlern. Gezeigt werden Bilder, Grafiken, Objekte, Fotografien, Texte, Ton- und Filmsequenzen. Bei einer Auktion konnten die Besucher zudem Aktien für jeweils 20 Cent erwerben und von der Ruine bis zur Luxusimmobilie Radebeul ersteigern und symbolisch darüber entscheiden. „Wer flüssig ist, kann wie er will und sich von der Pflicht freikaufen“, sagte der Radebeuler Autor Thomas Gerlach bei der Ausstellungseröffnung in seinem humorvollen Reimgedicht frei nach Schiller „Der Ring des Bürokrates“.

„Wie wollen wir leben?“ fragt in einer Collage über Haben und Sein die Künstlerin Anne-Katrin Pinkert. Und gibt mit ihrer leuchtendfarbigen und vielgestaltigen Grafik „Vielsam“ eine Anwort. André Uhlig erinnert sich in einer urwüchsig-erdfarbenen Zeichnung an den „Hinterhof meiner Kindheit“. In zwei schwarz-weißen Fotografien zeigt Burkhard Schade unter dem bezeichnenden Titel „FriedensBesitz“ eine Ansicht der Friedensburg und als „FriedensbeSitz“ einen Klappstuhl oben auf der Anhöhe für alle zugänglich mit weitem Blick auf die Stadt und Elbblandschaft.

Ein goldenes Clobecken mit der Friedensburg am Sockel en miniature und der Aufschrift „Besetzt vom Sonnenkönig“ zeigt zusammen mit einer Dokumentation über den Streit um die Immobilie die Künstlerin Renate Winkler. Außerdem porträtierte sie in einem berührenden Ölbild die „Baumhüterin der Friedlandstraße“, eine alte Frau mit Kopftuch auf einem Stuhl vor den stattlichen Baumriesen vor ihrem Haus. „Goldzwerge Radebeul“ hocken auf einer blauen Kugel im gleichnamigen Objekt von Gabriele Reinemer.

„Casa Domina“ nennt Gabriele Schindler ihre witzig-poetische Installation aus Papier, Draht und Holz, in der eine weiße Puppe mit Peitsche eine Weinbergschnecke mit goldenem Gehäuse dirigiert. Zwei Bilder von Peter Graf zeigen ironisch „Herr Bleifuß in seinem goldenen Käfig“ und unter dem Titel „Besitz (Jeder in seinem Käfig)“ einen Mann hinter seinem vergittertem Palazzo gefangen wie sein Papagei. Von Reinhard Zabka stammt ein „Serkowitzer Schätzchen“ mit wunderlich-skurrilen Fundstücken. Auf einer Tafel sind “35 spekulationsfreie Radebeuler Bodenproben“ zu sehen, genommen von Petra Schade zwischen dem 6.6.

und 21.8.2016 an verschiedenen Stellen von der Friedenskirche über die Villa Sorgenfrei, das DDR-Museum und einen Blitzer an der Waldstraße bis zum Baum an der Stadtgalerie Radebeul. Dort steht außerdem ein „Paradiesäpfelbaum“, behängt mit Fayence-Keramik im Lithodruck mit knuffigen Engeln, reizvollen Evas, steigenden und fallenden Figuren und den Initialen Radebeul, gestaltet von Gerold Schwenke und Matthias Katschmer. Eine dreidimensionsale Collage von Gabriele Kreibisch verkündet: „Stadträte besitzen Radebeul – ein Dampfer fährt vorbei“. Zu sehen ist eine Ansammlung von Stühlen aus Zeitungspapier mit der Stadtkulisse im Rücken und Blick auf den träge dahin ziehenden Fluss.

In der Installation „Die Kugel rollt nicht“ von Anita Rempe dreht sich auf einer schwarzen Schüssel ein kleiner Puppenkönig auf seinem Thron, vor ihm ein Häuflein Cents und auf dem Tisch ein Bild mit grünen Weinhängen.

Die Ausstellung „Besitzen“ ist noch bis 23. Oktober zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di, Mi, Do und So von 14 bis 18 Uhr und während des Radebeuler Herbst- und Weinfestes vom 25. bis 27. September gibt es längere Sonderöffnungszeiten.

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7. Cocktail Night im Neustädter Barockviertel: Über 50 Geschäfte, Cocktails und Erlebnisse

07 Mittwoch Sept 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Fotografie, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik

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Die Galeristen, Designer, Ladenbetreiber und Gastronomen des Neustädter Barockviertels unweit vom Goldenen Reiter in Dresden laden am 8. September  von 18 – 22 Uhr zum Schauen und Genießen ein. Neben einer Vielzahl leckerer Kreationen servieren sie ihren Gästen zur 7. Cocktail Night viele frisch recherchierte alte und neue Geschichten aus den verwinkelten Gassen und der Königstraße. Das verspricht einen rundum inspirierenden Abend in Dresdens ältestem, schmucken Viertel.

Kunsthandwerkerpassage:

  • Kunst & Eros und Goldschmiedewerkstatt Barbara Oehlke:
    Konzert mit Rainer Herzog (Gitarre und Gesang), dazu wird die legendäre Gurkenlegierung kredenzt.

Obergraben

  • Galerie Sybille Nütt:
    Preview der Ausstellung TUSCULANEUM mit gleichnamigem Cocktail
  • Lille Danmark: Latenight Shopping mit einem Dansk Drøm

Königstraße

  •  Leliveld Schuhe:
    Woo Woo Cocktail
  • Prüssing&Köll: Cocktail: der „Rough Rum Rumbler“. Geschüttelt, nicht gerührt vom Barneby aus der Dresdner Neustadt mit karibischer Musik.
  •  Ellen Türke Fotografie und Ramona Krueger Atelier, Galerie und                  Zeichenschule:
    „Die Ausstellung zeigt die Begegnung der Fotografin Ellen Türke und der Künstlerin Ramona Krueger in Form von Bildern in einer ,BRAVO LOVE STORY`. Die Geschichte ihrer Räume: EIN WANDEL. Dabei stehen die Begriffe GEMEINSCHAFT und BEGEGNUNG im Fokus – Ganz nach dem Motto: „Lasst uns etwas Schönes gemeinsam schaffen!“ Doch was ist die Essenz des GEMEINSCHAFTlichen?

Kommt herein auf einen KUNSTCOCKTAIL, erlebt unsere Gemeinschaft und lasst uns gemeinsam begegnen. Wir laden euch ein die Kunst mit einem kühlen Getränk zu genießen. Lasst uns austauschen und einen geselligen Abend schaffen! Der Cocktail wird euch vielleicht fragen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“.

Und wenn ihr tatsächlich glaubt, es kann weg… dann dürft ihr Euch gern aus dem KUNSTCOCKTAIL euer Lieblingswerk mitnehmen. Tragt es in die WELT hinaus! Vielleicht beschwingt in leichtem Schritt oder tanzend zur musikalischen …

Wir werden musikalisch unterstützt und präsentieren Euch mit Wohlwollen „MANINA DUO“. Ihr könnt Mana und Thomas Hübel an der Gitarre den ganzen Abend bei uns ERLEBEN.

Abschließend gibt es ein Come Together
um 22 Uhr im Hotel Bülow Palais

Text + Organisation: Contacteur
Rico Krampf, Rähnitzgasse 12, 01097 Dresden, Telefon: +49 173 6993801, contact@contacteur.de, www.contacteur.de

blaurock markenkommunikation . Inh.: Tobias Blaurock, Plattleite 68 . 01324 Dresden . Telefon +49 351 2109871 . Telefax +49 351 20781533
blaurock@team-blaurock.de . www.team-blaurock.de . www.facebook.com/blaurockmarkenkommunikation

Fotonachweis: istockphoto.com/igorr1

 

 

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Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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