„Nichts ist wie es scheint“ –
Ausstellung mit Porzellan, Grafik und Geschichten von Olaf Stoy –
Noch bis
 28. August 2016 im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau (Lindenstr. 2, 01734 Rabenau)
Öffnungszeiten: Dienstag – Donnerstag 10 – 16 Uhr, Freitag 10 – 14 Uhr, Sonn- und Feiertags 13 – 17 Uhr

Der seit 1997 in Rabenau lebende Künstler Olaf Stoy präsentiert sich zum ersten Mal in Form einer Personalausstellung im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau. So wird er z.B. sein Buchprojekt „HerbstNachtTraum“ vorstellen. Inspiriert von Shakespeare, Andersen und Dvorák schrieb er 2015 ein Märchen für Erwachsene, welches er nachfolgend illustrierte und in Buchform brachte. In der Ausstellung zeigt Olaf Stoy die Originalillustrationen zum Buch, sowie Porzellanfiguren, die mit dem Thema korrespondieren.

Den zweiten Schwerpunkt der Ausstellung wird eine Auswahl an Reliefs, Figuren, Büsten und Schachspielen aus Porzellan bilden, welche einen Überblick seines künstlerischen Schaffens der letzten zwanzig Jahre bieten wird.

Am Sonntag den 14. August 2016, um 15 Uhr wird zu einer musikalischen Lesung im Stuhlbaumuseum Rabenau eingeladen. Dann wird Olaf Stoy sein Märchen »HerbstNachtTraum« lesen. Begleitet wird er dabei von der Flötistin Grit Leiteritz.

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Statement des Künstlers zum Ausstellungstitel:

Tagtäglich müssen wir unsere Umwelt entschlüsseln und interpretieren. Diese Interpretationen sind rein subjektiv und haben mitunter mit den objektiven Tatsachen wenig zu tun. Die Erde wurde so lange Zeit als Scheibe wahrgenommen, bis sich der menschliche Kenntnisstand erweiterte und die Kugelform nicht mehr abzustreiten war. Auch kennen wir alle das Gleichnis vom halbvollem bzw. dem halbleeren Wasserglas. Besonders in der Kunstbetrachtung, gehört die Interpretation zur Rezeption.

Braucht man dafür eine besondere Ausbildung? Es kursieren hunderte Sprüche um zu definieren was Kunst ist und was nicht. Alle sind im gleichen Maße zutreffend, wie unzutreffend! Denn „die“ Kunst gibt es nicht. Kunstbetrachtung wird immer subjektiv sein. Deshalb sollte man sich selbst vertrauen und in sich hineinhören. Denn während der Verstand noch zu argumentieren versucht, weiß es die Seele längst. Die Kunst entsteht im Kopf des Betrachters. Der Künstler liefert dafür nur die Voraussetzung.“

Text & Gedicht: Olaf Stoy
Nichts ist wie es scheint

Nichts ist wie es scheint
Denn ich sehe was du nicht siehst
Und du siehst was ich nicht sehe
scheinbar

nichts scheint wie es ist
denn du siehst was du sehen willst
und ich sehe was ich sehen will
aber der Schein trügt

immer ist es anders als man denkt
mal scheint es dies zu sein
und mal scheint es Jenes zu sein
anscheinend

es ist wie es ist
aber du kannst es nicht sehen
und ich kann es nicht sehen
aber fühlen vielleicht

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