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Kategorien-Archiv: Lebensart

Treffen der „Heimchen“ in Dresden

04 Donnerstag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart

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Austausch über Frauenalltag einst und heute

Vom 4. bis  8. Mai 2017 treffen sich 36 ehemalige Schülerinnen der Zimmerschen Mädchenpensionate  in Dresden.

Sie nennen sich Heimchen nach dem „Heimchen am Herde“ und bilden seit ca 100 Jahren ein Netzwerk, das sich über ganz Deutschland hinwegzieht. Neue „Ehemalige“ werden gesucht und sind herzlich willkommen im NH-Hotel, Hansastr. 43 in Dresden Neustadt, wo das diesjährige Treffen stattfindet.

„Heimchen“ sind auch die ehemaligen Schülerinnen der Haushaltsschulen der Mathilde-Zimmer-Stiftung, Berlin. Bürgerliche Familien schickten ihre Töchter gerne zwischen Schulabschluß und Beruf/ Studium/ Ehe  in ein Mädchenpensionat. Und so gründete 1898 Professor Zimmer in Berlin sein erstes Pensionat. Es folgten bis 1945 siebzehn weitere Schulen in ganz Deutschland, eine davon war auch in Dresden, nämlich das Rietschel-Schilling-Haus in Hellerau. 1945 wurden die ostdeutschen Pensionate geschlossen und 1987 auch das letzte westdeutsche in Kassel. Im Laufe von fast 100 Jahren durchliefen fast 20 00 Mädchen die Schulen für 1-2 Jahre und wurden „Heimchen“.

Die ehemaligen Schülerinnen der Haushaltsschulen gründeten 1929 einen Verein, den Altheimchenbund, und treffen sich jahrgangsübergreifend jedes Jahr in einer anderen Stadt in Deutschland. Und in diesem Jahr ist das Treffen, zu dem sich ca 40 Teilnehmerinnen angemeldet haben, in Dresden.

Ehemalige „Heimchen“ aus Dresden gesucht

Neue „Ehemalige“ werden gesucht und sind herzlich willkommen im NH-Hotel in Dresden Neustadt, wo das diesjährige Treffen vom 4. – 8. Mai stattfindet.

Wer mit dem Zug oder dem Fernbus kommt,  sollte am Bahnhof Dresden-Neustadt aussteigen. Dort fährt vom Bahnhofsvorplatz die Straßenbahn Nr. 3 in Richtung „Wilder Mann“ ab. Bis zum  NH Hotel, Hansastr. 43 –  sind es 3 Stationen bis zum Listplatz. Von der Haltestelle links an der Kirche vorbei und in 3 Minuten sieht man schon den gläsernen Hotelbau. ( Fahrkarte am Bahnhofskiosk 2.30 €). Die Linie fährt alle 10 Minuten.  Ein Taxi zum Hotel kostete ca.  10.- €

Am Freitag gibt es eine gemeinsame Stadtrundfahrt per Bus und ein gemeinsames Mittagessen in der Altstadt.  Am Nachmittag wird ein geführter Museumsbesuch angeboten, Anmeldungen sind dafür nötig. Die Führung wird ca 90 Minuten dauern, anschließend  kann man natürlich noch im Museum bleiben. Ihr könnt auch  allein eines der Museen besuchen.  Ein Stadtbummel, eine Verabredung mit Dresdener Freunden oder auch eine Ruhestunde im Hotel ist möglich.

Die Andacht um 18.00 in der Frauenkirche dauert inkl. einer kurzen Kirchenbeschreibung  1 Stunde.

Am Sonntag nach der Führung „ Auf Kästners Spuren“  kann man in der Neustadt in einem Lokal oder auch im Hotel Mittag essen, für die Museumsbesucher
„Grünes Gewölbe“  ist Treffpunkt um 14.00 Uhr am Schloss  ( Kassenbereich)in der Altstadt. Für diejenigen, die nicht ins Museum  gehen, werden wir am Samstag Vorschläge für eine wetterabhängige Unternehmung machen.

Texr: Margarete und Christa Emde

Kontakt:
Mathilde-Zimmer-Stiftung e.V.
Christa Emde, Tel. 030/8892 6611
email: emde.ahb@mzst.de

Altheimchenbund e.V.,
Johannisbergerstraße 34,
14197 Berlin
Tel.: 030 – 889 266 22
Fax: 030 – 889 266 26

www.mzst.de

 

 

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Ein Hut genügt… Ausstellung mit Aktfotografie im Kunstkeller Dresden

29 Samstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Lebensart

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Eine sommerlich-heitere Aktbilderschau rund um Kopfbedeckungen und auch nicht immer nur auf Köpfen von Galerist und Fotokünstler Volkmar Fritzsche.

Am Dienstag, dem 9. Mai, 20 Uhr, findet die Vernissage zur Ausstellung: „Ein Hut genügt…“ im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 statt. 

„Manchmal reicht schon eine Kopfbedeckung aus. Das zeigte sich in meiner oft experimentellen fotografischen Zusammenarbeit mit zahlreichen Modellen jeden Alters“, sagt Volkmar Fritzsche über die Bilder. So entwickelte sich die Idee für ein Ausstellungsprojekt, in dem mal ganz gezielt mit Hüten, aber auch allen möglichen anderen Kopfbedeckungen auf vorrangig originell-witzige Weise experimentiert werden sollte. Das Ergebnis dessen zeigt nun diese Ausstellung.

Die fotografischen Arbeiten versuchen – in Natürlichkeit und auf ästhetische Weise – den oft weitgehend nackten Körper mit viel pointierter Heiterkeit zu fusionieren, getreu dem Credo: schon Hüte machen Leute. Die Exposition mit etwa 80 Bildern beinhaltet vorwiegend Originalfotografien in s/w oder Farbe, sowie Fotocollagen und experimentelle Verfremdungen.

Neu in dieser Ausstellung: Wir suchen Ihren Favoriten! Jeder Besucher kann, wenn er mag, ein Bild favorisieren (lt. Bildnummer). Auf diese Weise wird zum Ausstellungsende ein Gesamt-Favorit ermittelt. Sie erhalten am Eingang ein Kärtchen, auf dem Sie Ihre gewählte Bildnummer, Rufnummer oder Mailadresse hinterlassen, sodass wir Sie kontaktieren können, falls Sie richtig getippt hatten. Beim Verlassen der Galerie stecken Sie Ihr Favoritenkärtchen in ein bereitgestelltes Kästchen.

Diese „Sieger-Fotografie“ erhalten alle Besucher – auf Fotopapier ca. A4 oder digital – die den Gesamt-Favoriten richtig getippt hatten.

Text + Fotografik: Volkmar Fritzsche/Kunstkeller

http://www.kunstkeller-dresden.de

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Dieter Beckert eröffnet seine „Brachialromantische Probebühne“ im Zentralwerk

28 Freitag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Musik, Projekte

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Mit dabei im neuen Kunst- und Kulturquartier in Dresden: Der Sänger, Musiker, Autor und Entertainer Dieter Beckert eröffnet am 5. Mai eine kleine Spielstätte mit erlesenem Programm im Zentralwerk auf der Riesaer Str. 32. Um 11 Uhr ist die offizielle Zeremonie mit Führung durchs Gelände. Am 6. Mai ab 11 Uhr bis abends öffnen die Künstler und andere Kreative ihre Ateliers, Büros und Projekträume und außerdem der alte Baalsaal im Areal. Es lockt ein überaus reichhaltiges Programm mit Bildender Kunst, Theater, Performance, Tanz, Fotografie, Musik, Literatur und vielem mehr. Neu belebt werden die alten Fabrikgebäude, deren erhaltene Hochbunker noch an das einstige Dasein als Rüstungsbetrieb mit Zwangsarbeitern erinnern (von 1939 bis 1945) und später zog der VEB Grafische Großbetrieb Völkerfreundschaft mit Druckerei ein, von der Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft Dresden.

Beim 4. Dresdner Thanks Jimi Festival am 1. Mai, dem Internationalen Tag der Arbeit spielten unter dem Motto: „Gitarristen aller Länder kommt heraus“ über 40 Musiker aus Polen, Belgien und Deutschland vor dem Kulturzentrum Scheune in Dresden den Hit „Hey Joe“ von Jimi Hendrix und begeisterten mit unbändig energiegeladenem Rock vom Feinsten. Zeitgleich fand in Dresdens Partnerstadt Wroclaw  bereits zum 15. Mal ein Konzert zu Ehren des großen Musikers mit über 6 000 Beteiligten auf dem Marktplatz statt, dessen Lieder rund um den Erdball bis heute gehört werden. Via Internet konnte die Aktion auf einer Videowand miterlebt werden. Fotos vom Konzert stehen unter diesem Text.

Musiker und Moderator Dieter Beckert sagt gewohnt humorvoll zu diesem Festival: „Jimi Hendrix war Linkshänder. Gitarrespielen ist etwas Kreatives und Manuelles heutzutage, wo die Arbeit immer vergegenständlichter wird, zunehmend durch Roboter und Mechanisierung der Arbeitswelt.“ In Zeiten verschwindender bzw. knapper Arbeitsplätze werden Ideen für eine andere, sinnvolle Beschäftigung, die außerdem Spaß macht und die Existenz sichert daher umso wichtiger. Dieter Beckert plädiert deshalb für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle hierzulande.

Mehr Text zur neuen Spielstätte folgt.

Weitere Infos zum Zentralwerk und Eröffnungs-Programm am 5. und 6. Mai unter http://www.zentralwerk.de

Text + Fotos (lv)

Volle musikalische Power mit über 40 Musikern gab es am 1. Mai beim 4. Dresdner Thanks Jimi Festival vor der Scheune vor zahlreichen, gut gelaunten Zuhörern. Hier einige Eindrücke davon.

Zündender kraftvoller Rock mit der Band „Wedge“ zum Abschluss des Festivals.

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„Das falsche Leben“: Hans-Joachim Maaz sprach über sein neues Buch in der Frauenkirche Dresden

21 Freitag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Literatur

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„Leben wir alle falsch, Herr Maaz?“, fragte Frank Richter, Moderator der Veranstaltung von der Stiftung Frauenkirche zu Beginn der Buchvorstellung am Donnerstag abend. Stoff zum Aufhorchen, Nachdenken und Diskutieren bietet das neueste Buch: „Das falsche Leben – Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“ (Verlag C.H. Beck, 256 S., 16,95 Euro) des bekannten Hallenser Psychoanalytikers Hans-Joachim Maaz jedenfalls reichlich. Mit Büchern wie „Der Gefühlsstau“ und „Die Liebesfalle“ stellte er bereits Spielregeln für eine neue Beziehungskultur durch Ehrlichkeit und Offenheit auf. Das Interesse war so groß, dass die Veranstaltung von der Unterkirche in den Hauptkirchenraum verlegt wurde.

In seinem Buch hinterfragt Maaz die Gründe von Angepasstheit und Selbstentfremdung, Ängsten und Feindbildern, die immer mehr um sich greifen in der bundesdeutschen Gegenwart.

Mehr Text folgt

Text + Fotos (lv)

Vor vollen Rängen sprach Hans-Joachim Maaz über unbequeme Wahrheiten in unserer Gesellschaft. Rechts im Bild: Frank Richter, Moderator des Abends von der Stiftung Frauenkirche und Kathrin Krüger-Mlaouhia, Journalistin. Zeitweise konnte man eine Stecknadel fallen hören, so gebannt lauschten die Zuhörenden.

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BilderAlbum: Auf dem Lande

19 Mittwoch Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Über Ostern war ich endlich mal wieder weg. Raus aus dem Großstadttrubel aufs Land. Ich wollte endlich einmal die Osterreiter sehen und sah dabei auch die Landschaft meiner Kindheit in der Oberlausitz wieder. Es lebt keiner mehr dort aus unserer engeren Familie. Mit dem Zug reiste ich zurück in eine andere Zeit, mit jeder Bahnstation rückte sie näher, tauchten Bilder und Erinnerungen auf, pochte das Herz schneller.

Was ich unterwegs erlebte während dieser kleinen Auszeit, was mir am Landleben gefällt, warum es allein auch nicht das Gelbe vom Ei ist und was ich von hier für meinen Alltag in der Großstadt mitnahm, lest Ihr hier.

Die Namen der Orte sind unverändert, die Bahnstrecke ist ausgebaut, es sieht aus wie überall. Ich vermisse die alten Backsteinbahnhöfe, die Kioske mit Zeitungen und Krimskrams und Gaststätten, wo sich Reisende und Einheimische trafen, es immer nach Zigarettenrauch, Essen und Bier roch. Wo wir als Kinder scheu vorbeiliefen, aber doch auch neugierig hinein lugten.

Der Zug nach Kamenz hält nicht mehr in Arnsdorf zum Umsteigen, wir machten gern Witze, wer gleich dort bleiben könnte. Auf dem Bahnsteig standen manchmal ein paar Verrückte aus der nahegelegenen Anstalt, die Ausgang hatten, vor sich hin erzählten, umher liefen und den Zügen nachwinkten. Sie wirkten immer irgendwie traurig und verloren. Ob dort heute noch welche stehen weiß ich nicht. Das Leben ist inzwischen so bunt und verrückt, dass kaum mehr auffällt, wer es tatsächlich ist. Der Zug ist fast leer an diesem Ostersonntag gegen Mittag. Ein kleiner Junge macht als er mich sieht Faxen, versteckt und zeigt sich auf seiner Sitzbank und ich denke an die Zeit als es noch keine Computerspiele, kein Internet und nicht mal Telefon zu Hause gab. Als man sich spontan verabredete auf der Straße, von der Telefonzelle aus zuhause oder Freunde anrief, dass man vorbei kommt oder Zettelchen an der Wohnungstür hinterließ. Das Haus meiner Kindheit, wo meine Oma wohnte mit dem großen Hof mit vielen Winkeln zum Spielen und Verstecken, gibt es nicht mehr. Die ganze Häuserzeile wurde abgerissen, dort ist jetzt ein Parkplatz. Leer und öde wirkt die Fläche.

Ich fühle mich fremd in meiner Heimatstadt. Vertraut sind mir nur die Landschaft und die noch erhaltenen Gebäude von einst rund um den Marktplatz. Meine Jugendfreundin Kathrin holt mich ab vom Bahnhof, wir fahren mit dem Auto über die Dörfer und sehen die Osterreiter in Crostwitz, die gerade eintreffen. Sie reiten um den Friedhof und die Kirche und dann die Dorfstraße hinunter in den Ort, wo die Bewohner, Freunde und Familienangehörige sie schon erwarten, einige grüßen die Osterreiter auf sorbisch. Die Reiterprozession ist feierlich, altehrwürdig, ihr dunkler Aufzug wird aufgelockert durch die farbenfroh mit Blüten und Bändern, schönen Halftern und Schleifen geschmückten Pferde. Zwischendurch halten sie inne und singen hingebungsvoll alte Kirchenlieder. Dann ziehen sie weiter. Und hinterlassen Freude und lächelnde Gesichter.

Wir fahren weiter, begleitet von Sonne und Regen im Wechsel, zu Kathrins Eltern, die auf dem Lande leben. Es werden Ostereier versteckt auf dem Hof für jeden. Ich schaue vom Küchenfenster aus Hühnern und einem Hahn in der Abendsonne in Nachbars Garten zu, die zwischen den blühenden Obstbäumen spazieren und schon bald in ihrem Holzhäuschen mit dem langen Gang verschwunden sind. Die anderen spielen Rommée in der Stube. Während sie das Abendbrot vorbereitet, erzählt Kathrins Mutter, dass es im Ort keine Kirche gibt, auch keine Geschäfte oder Gaststätte. Zum Einkaufen und anderen Anlässen muss man mit Auto oder Bus ein ganzes Stück fahren in den nächst größeren Ort. Einfach mal schnell an der Ecke in den Laden oder zurück laufen, wenn noch etwas fehlt, geht hier nicht.

Der Vater füttert einstweilen die Kaninchen in den selbst gezimmerten Stallgehegen, füllt Gras, Heu und Wasser auf. Früher hatten sie auch ein Schwein und noch mehr Hühner, erzählt er. Die Kaninchen haben keine Namen, sie werden als Nutztiere gehalten und je nach Bedarf auch verzehrt. Bei unserer Oma gab es sonntags manchmal auch Kaninchen. Doch die sahen wir nicht lebend. Wenn ich diesen hier in die Augen schaue, könnte ich sie nicht mehr essen. Vielleicht wenn ich keine andere Wahl hätte.

Als ich die Kaninchen anfassen und streicheln will, ziehen sie sich scheu in eine Ecke zurück. Sie mümmeln friedlich vor sich hin und wissen nicht was auf sie zukommt. Wir Menschen ja auch nicht. Im Unterschied zu den Tieren machen wir uns aber immerzu Gedanken darum, was ist und sein könnte, was fehlt und was wir uns wünschen. Betrachte ich sie aber nur in diesem Moment, sehen sie einfach nur zufrieden und glücklich aus.

Auf dem Land vergeht die Zeit anders, sie dehnt sich mit der Weite der Felder und des Himmels. Plötzlich hab ich alle Zeit der Welt, während ein Tag in der Stadt oft schnell um ist, angefüllt mit Erledigungen und dem Gefühl, nie alles zu schaffen.

Letzten Sonntag vor Ostern erst sind Kathrin und ich uns in Dresden zufällig über den Weg gelaufen. Wir stammen nicht nur aus der gleichen Gegend und kennen uns schon lange, sondern sind beide seit vielen Jahren auch Journalistinnen mit Leib und Seele. Sie als Redakteurin bei der SZ in Großenhain, ich freiberuflich für verschiedene Redaktionen. Sie hatte sich die Ausstellung „Macht und Mode“ im Residenzschloss angesehen und wollte gerade zum Bahnhof, ich schnell in den Supermarkt und dann zu einer Theaterpremiere. Es blieb nur Zeit für ein kurzes Hallo. Weg waren wir.

In der Stadt ist viel Abwechslung und Ablenkung, auf dem Land, in der Natur finde ich die ersehnte Ruhe und Klarheit, wird der Blick fürs Wesentliche wieder gestärkt. Nur noch das zu tun, was einem gut tut und wirklich Freude bereitet. Das ist bei mir nun mal hauptsächlich das Schreiben. Wird aber immer schwieriger davon zu leben angesichts der derzeitigen Umbrüche und Einsparungen in der Medienlandschaft. Daher hab ich seit über einem Jahr meinen wortgarten-Blog eingerichtet, um etwas Eigenes aufzubauen. Mit erfreulich wachsender Leserschar und fast 17 000 Aufrufen jetzt schon. Aber leider noch keinen Einnahmen. Ich hab mal überlegt,  wenn jeder Leser für seinen Lieblingstext im wortgarten nur einen symbolischen Euro (darf gern auch mehr sein) überweist auf das Blog-Spendenkonto, das am Seitenrand steht neben den täglich neuen Beiträgen, wäre mir schon sehr geholfen. Da geht doch was oder?

Ich werde auch weiter fleißig wortgärtnern mit immer neuen besonderen Kulturgewächsen.

Ich übe mich ebenso darin, mich an einfachen Dingen zu erfreuen, räume gerade innen und außen gründlich auf, will mir Wohlfühlinseln im Alltag einrichten. Die in Kathrins Garten überall zu finden sind. Wie das kleine Tonkamel mit Laterne vor der urigen Laube, filigrane Vogelwesen im Gras, knorrige Baumfiguren und der kleine Teich mit den sich aalenden Zipfelmützen. Wir haben außerdem Rehe im Stadtpark in Großenhain gesehen und ein Storch flog vor unseren Augen vorbei. Hier auf dem Land gibt es noch viele freie Gärten, sagt Kathrin, während sie in der Stadt rar sind. Doch die Jobs und das Kulturangebot sind eben dort und am liebsten würde man alles nebeneinander haben. Doch alles ist nie beisammen. Leider.

Dafür kann man kann sich hin und wieder Auszeiten gönnen und auch in der Stadt nach Orten Ausschau halten, wo man beides verbinden kann. Grüne Oasen mit Möglichkeiten zum Kreativsein, Selber gestalten und Genießen wie urbane Gartenprojekte oder den internationalen Golgi Park hinter dem Festspielhaus Hellerau. Dort war ich noch nie.

Diesen Donnerstag abend (20.4., 20 Uhr, Frauenkirche, Eintritt frei) wollen ich und Kathrin zusammen zur Lesung mit Hans-Joachim Maaz aus seinem neuen Buch „Das falsche Leben: Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“. Es geht darum, was uns daran hindert das Leben zu führen, das wir wollen und uns erfüllt.

Text + Fotos (lv)

Herzlichen Dank an Kathrin Krüger-Mlaouhia und ihre Familie für die schöne Zeit.

Im Garten von Kathrin

Im Stadtpark Großenhain

Balkon als Bühne: Kathrins Sohn Danny (14) zaubert (auch auf Youtube unter dem Namen Creepy hd) und spielt gern Theater. Er spielt den Bösewicht Balor im Märchenstück „Arkadien“ der Spielbühne Großenhain im Alberttreff und in der Inszenierung „In Gottes eigenem Land“ an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul an der Seite von Gojko Mitic einen Häuptling der Sasqueaner und einen Bewohner eines Indianerdorfes. Die Premiere ist dort am 29.4. und die Matinee zur Aufführung am 23.4. um 15 Uhr.

Zeit zum Genießen bei Kathrin auf dem Land: Lilli Vostry von meinwortgarten.com

Wieder zu Hause

 

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BilderAlbum: Osterreiter in Crostwitz

19 Mittwoch Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Zeit für Besinnung und Muße: Festlich herausgeputzt, fast ein wenig märchenhaft, ritten die Osterreiter mit ihren blütengeschmückten Pferden, in einer Hand ein kleines Gesangsbuch, mancher hielt auch ein Handy, nach altem sorbischen Brauch von Ort zu Ort. Hier einige Impressionen von der feierlichen Prozession zur Feier der Schöpfung, der Erneuerung des Lebens und des Wiedererwachens in der Natur am Ostersonntag, nachmittags in Crostwitz.

Text + Fotos (lv)

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Ostereier verzieren: Sorbische Volkskunst für die Nachwelt bewahren

16 Sonntag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Die Bautzenerin Helena Pallmann färbt und verziert Ostereier mit allen vier traditionellen Techniken – von der Wachsbatik-, über Bossier- bis zur Kratztechnik.

Weltoffen und traditionell geht es am Karfreitag zu. „Wir sitzen dann bis zu zwölft am langen Wohnzimmertisch und verzieren mit der Wachsbatik- und Bossiertechnik Ostereier“, schildert Helena Pallmann (62) in Bautzen. Ihre Söhne Milan (36) aus Stuttgart, Marko (34) aus Zittau und Mato (31) aus Dresden bringen Familie und Freunde mit. Einmal verzierte sogar eine Japanerin mit. „Und das mit erstaunlicher Akribie.“

Helena Pallmann pflegt ihren ureigenen Stil. Sorbische Muster wie Sonne, Dreiecke, Wolfszähne und Bienenwaben tupft sie mit Federkiel und Stecknadel in der Wachsbatiktechnik aufs weiße Hühner-Ei. Beim Bossieren nutzt sie vor allem braune und grüne Eier. Sie verwendet gern grünes, weißes und schwarzes Wachs. „Das sind die Farben der sorbischen Hochzeit. Sie kommen in nahezu jeder Trachtenregion vor“, erzählt die gebürtige Bautzenerin. Von ihrer Mutter Johanna Nagel und Großmutter Martha Nagel aus Litschen, die es wiederum vom „alten Kowalik“ aus Schleife erwarb, lernte sie als Fünfjährige das Verzieren der Ostereier in der Wachsbatiktechnik, ebenso ihre Geschwister Lubina, Jan und Maja.

Frühzeitig interessierte sie sich für Sprache, Kultur und Geschichte der Sorben. Zu Hause war in den ersten Jahren Sorbisch Umgangssprache. Ihre Kindheit bis zur zweiten Klasse lebte Helena Pallmann in Litschen bei Hoyerswerda, dem Geburtsort ihres Vaters. Als sie die 2. Klasse besuchte, zog die Familie nach Berlin. „Wir hatten dort eine offene Geographie-Lehrerin“, erzählt Helena Pallmann. „In einer Unterrichtsstunde ging es auch um den Spreewald und um die Sorben. Sie schilderte uns sehr lebendig deren Trachten und Bräuche. Ich durfte sogar die Schleifer Kindertracht und sorbische Ostereier von zu Hause mitbringen und zeigen.“ Zu Hause verzierte die Familie auch fern der Lausitz Jahr für Jahr am Karfreitag Ostereier. Helena Pallmann lernte in der 9. und 10. KIasse an der Sorbischen Erweiterten Oberschule in Cottbus. Gerd Nagora, Lehrer für Kunsterziehung, verzierte mit den Schülern Ostereier. „Das gehörte sogar mit zum Lehrplan.“

Später studierte Helena Pallmann am Sorbischen Institut für Lehrerbildung in Bautzen. Das Staatsexamen erhielt sie als Unterstufenlehrerin für Mathematik, Deutsch und Niedersorbisch. In dieser Zeit verzierte sie oft mit Kindern Ostereier, unter anderem im Bautzener Beratungszentrum des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD). Damals lernte sie Benno Scholze, Leiter des Hauses für sorbische Volkskunst, kennen. „Wenn er zu Vorträgen nach Polen und in die Tschechoslowakei ins Dreiländereck fuhr, reiste ich mit. Ich zeigte dann das Verzieren der Ostereier“, erzählt sie. 1975 saß Helena Pallmann zum ersten Mal in der Jury des Wettbewerbs um das schönste sorbische Osterei. 1979 durfte sie nach Rom reisen. Im „Palazzo delle Exposizioni“ wurde eine Ausstellung zum Thema „30 Jahre DDR“ gezeigt. Dreieinhalb Wochen zeigte Helena Pallmann dort im Auftrag des Hauses für sorbische Volkskultur das Verzieren der Ostereier. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst zwei Jahre an der Polytechnischen Oberschule Lakoma-Willmersdorf bei Cottbus. Dort unterrichtete sie Musik, Mathematik, Deutsch und Niedersorbisch. „Danach studierte ich erneut. Diesmal an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam Diplom-Musiklehrerin“, sagt Helena Pallmann. Acht Jahre war sie daraufhin Musiklehrerin am Sorbischen Institut für Lehrerbildung in Bautzen. Sie unterrichtete angehende Sorbisch-Lehrer und Kindergärtnerinnen in den Fächern Gitarre, Musik-Theorie und sorbische Musikgeschichte.

Im September 1980 reiste Helena Pallmann nach Wien zum Pressefest der Kommunistischen Partei Österreichs im Volkspark Prater. Auch hier verzierte sie wie in Rom Ostereier und warb für Sprache, Kultur und Traditionen der Sorben. Viel Staunen rief sie hervor. „Ich bin ein Mensch, der viel Neues probiert und verschiedene Varianten des Verzierens verwendet“, unterstreicht die heutige Bautzenerin. Nach der Wachsbatiktechnik – auch Wachsreservetechnik genannt – lernte Helena Pallmann Mitte der 1980er Jahre auch die Wachsbossiertechnik. Das Wissen zu den verschiedenen Techniken las sie sich vor allem aus Fachbüchern an, oder sie sah den Eier-Verzierern genau auf die Hände und kam mit ihnen ins Gespräch. Ende der 1980er Jahr lernte sie zudem die Kratztechnik. „Schwierig war hier, das richtige Werkzeug zu finden“, erzählt sie. „Erst allmählich gelang mir das.  Wichtig ist bei der Kratztechnik, das Ei für die vorgesehenen Muster genau einzuteilen. Meist zeichne ich mit Bleistift die Grundlinien vor.“ Später lernte Helena Pallmann ebenso die Ätztechnik. Hier kommt es auf eine solide Färbung der Eier an. Erst dann kann sie mit Salzsäure und Schreibfeder darauf verzieren.

„Heute werden in unserer Familie jedes Jahr zu Ostern Eier gekocht, mit Wachs verziert, gefärbt, im Garten für die Kinder und für die Erwachsenen versteckt, gesucht und später gegessen. Den Brauch der Eier-Suche am Ostersonntag pflegen wir bis heute“, sagt die Bautzenerin. Ostern verbringt die Familie gern in der Natur. Für Helena Pallmann heißt Ostern vor allem Erwachen des Lebens, Erwachen des Frühlings, Wandern im Freien. In jedem Jahr bleiben ein, zwei Eier ungefunden. „Wir überlassen sie der Natur“, sagt die Bautzenerin. „Wir überlassen sie den Tieren als Geschenk. Damit sind auch die Kinder glücklich.“

Am Nachmittag des Ostersonntages sieht sich die Familie gern Osterprozessionen an. Den kraftvollen Gesang der Osterreiter – verkündend die frohe Botschaft der Auferstehung – will Helena Pallmann nicht missen. „Jedes Jahr genießen wir auch das Osterfrühstück. Ich schmücke dann den Tisch österlich. Jeder bekommt ein gekochtes gefärbtes Ei. Passend zum Fest gibt es einen großen gebackenen Oster-Teig-Zopf mit Mohn“, erzählt die Bautzenerin.

Schon Wochen vor dem Fest nimmt sie regelmäßig am Sorbischen Ostereiermarkt in Bautzen und in Schleife teil. Dort trägt sie stolz die sorbische evangelische Lohsaer Werktagstracht. Damit bekennt sie sich zu ihrer Kindheit in Litschen und zu ihrer Herkunft als Sorbin. „Das Schöne ist: jedes Jahr bei den Ostereiermärkten sitzen andere Verzierer neben mir. So lerne ich neue Menschen kennen, tausche mich aus, lerne hinzu“, schildert Helena Pallmann.

Nach Geburt ihres dritten Kindes war sie Mitarbeiterin im Haus für sorbische Volkskultur in Bautzen. Im Bereich Musik gab sie Liederbücher und Notenhefte heraus. Sie organisierte Veranstaltungen und Werkstätten, unter anderem das Fest des sorbischen Liedes und der sorbischen Musik. Später war sie Mitgründerin des Förderkreises für sorbische Volkskultur. Seit 1997 arbeitet Helena Pallmann als Archivarin im Bereich Neue Medien und Musik am Sorbischen Institut in Bautzen. Die Tradition des Ostereier-Verzierens bewahrt sie sich tief im Herzen. Sie gibt sie gern in der Familie und an Außenstehende weiter. Dabei legt sie vor allem auf die ursorbischen Muster wie Sonnenräder, Bienenwaben und Wolfszähne Wert. Stolz erzählt sie von Sohn Milan und seiner Frau Isabel. Beide arbeiten als Präparatoren im Naturkunde-Museum Stuttgart. Zum Tag der offenen Tür stellten sie den sorbischen Brauch des Verzierens vor.

„Jedes Ei ist einzigartig und schön. Jedes Ei ist ein Zeichen des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Schöpfung“, unterstreicht Helena Pallmann. „Das Wunderbare am Verzieren ist: So ein Ei wächst durch Phantasie und Mühe zu einem wahrhaftigen kleinen Kunstwerk.“

Text: Andreas Kirschke
Foto: privat

 

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Osterreiter in der Lausitz: Frohe Botschaft vom Sieg des Lebens

16 Sonntag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Unterwegs

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Wolfgang Graf und Joachim Bresan reiten seit 1960 gemeinsam in der Wittichenauer Osterprozession mit.

„Nun ist erfüllet, nun ist vollbracht“, singen Ostersonntag fünf Uhr am Morgen über 400 Reiter in der katholischen Pfarrkirche Wittichenau im Bistum Görlitz. Kraftvoll erklingt Lied für Lied in der Messe. Im Gebet vereint halten die Männer immer wieder tief inne. „Mit der Ostermesse beginnt unsere Prozession. Dieser Gesang ist einfach bewegend und überwältigend“, meint Wolfgang Graf (73) in Wittichenau. Zum 60. Mal reitet er dieses Jahr in der Prozession mit. Joachim Bresan (81) aus Sollschwitz gehört zum 66. Mal dazu. Beide zusammen reiten seit 1960 Jahr für Jahr gemeinsam. Sie tragen die frohe Botschaft der Auferstehung Jesu Christi in die benachbarte Pfarrgemeinde Ralbitz.

„Eine gewisse Anspannung gehört immer dazu“, sagt Wolfgang Graf. Das beginnt mit dem Ansingen. Als 14-jähriger ritt er erstmals in der Prozession mit. Sein Vater Jakob begleitete ihn. „Reite du an meiner Stelle“, meinte er nach zwei Jahren. Wolfgang Graf suchte einen neuen Reit-Partner. Mit Joachim Bresan aus Sollschwitz fand er ihn. Der ritt zuvor mit Vater Michael, später mit Großcousin Johann Brösan. „Mit Wolfgang Graf traf ich zusammen, weil wir beide keinen Partner hatten“, schildert der Sollschwitzer. „Zum Ende unser ersten gemeinsamen Prozession hieß es ´Klětu zas´ (Nächstes Jahr wieder).“

Damals in den 1960er Jahren war Ausrüstung nur schwierig zu besorgen. Oft liehen sich die Osterreiter Gehröcke und Stiefel aus. Oft waren Ostergeschirr, Sattel und Steigbügel durch die Bürden des Krieges verschwunden. Russische und polnische Soldaten hatten sie schlichtweg beschlagnahmt. „Viele Familien kamen zu Sattlermeister Heinrich Kobalz in Wittichenau. Der fertigte neues Ostergeschirr für sie an“, erzählt Joachim Bresan. Nahezu jede Witterung erlebte er mit Wolfgang Graf Ostern in der Prozession mit. Einmal – es war Mitte der 1960er Jahre –goss es zur gesamten Prozession wie aus Kannen. Die Osterreiter mussten ihre Stiefel ausschütten… Nur zur Mittagszeit ließ der Regen nach. Auf dem Heimritt von Ralbitz nach Wittichenau regnete es erneut unaufhörlich. „Da hieß es schlichtweg durchhalten“, erinnert sich Wolfgang Graf. 1977 kam Schneetreiben zur Prozession auf. Eisiger, scharfer Wind wehte den Osterreitern in die Gesichter. „Wir versteckten uns hinter den Pferden“, erzählt Joachim Bresan. In einem anderen Jahr war es ungewöhnlich warm. Zwischen Cunnewitz und Kotten zog in der Hitze eine riesige Staubwolke wie eine Käseglocke herauf. Die Osterreiter mussten lange ausharren und warten. „Unterwegs gab es nichts zu trinken…“, schildert Wolfgang Graf.

Zwölf Jahre war er Kantor der Sollschwitzer Osterreiter. Mit Joachim Bresan fand er einen zuverlässigen Partner. Beide stimmten sich für die Gebete und Lieder sorgfältig ab. „Wir waren ein eingespieltes Team“, sagt Wolfgang Graf. 20 Jahre leitete er später den sorbischen Teil der Wittichenauer Gesamt-Prozession bis 2007. Immensen Aufwand nahm er Jahr für Jahr auf sich. Das reichte von organisatorischen Fragen bis hin zur Absprache für die Osterfahnen und zur Absprache mit den Geistlichen in der Nachbar-Pfarrgemeinde Ralbitz. In der Osternacht trug Wolfgang Graf in der Auferstehungsprozession durch die Stadt Wittichenau das Kreuz. Gläubige aus der gesamten Pfarrgemeinde kamen zusammen. Früh fünf Uhr morgens folgte stets die Messe für die Osterreiter. „Noch in den 1960er Jahren waren es 150 bis 160 Teilnehmer in unserer Wittichenauer Prozession“, entsinnt er sich. „Heute sind wir insgesamt bis zu 450 Reiter.“

Wie Joachim Bresan lebt er den Glauben in der Fastenzeit tiefer als sonst. Innerlich bereiten sich beide auf Ostern vor. Sie verzichten auf große Feiern und jeden Freitag auf Fleisch. Sie besuchen zur Fastenzeit die Heilige Beichte. In der Pfarrkirche Wittichenau beten sie mit anderen Gläubigen den Leidensweg Jesu Christi im Kreuzweg. Intensiv erleben sie Woche für Woche die Fastenpredigten mit. Deren zentrales Motto heißt in diesem Jahr „Gott wirkt ins Leben hinein“. (Bóh skutkuje do ži-wjenja). Pfarrer Šćěpan Delan predigt zum Thema „Namóc njepřewinješ z namocu“ (Gewalt überwindest du nicht mit Gewalt). Pfarrer Gerat Wornar widmet sich der Botschaft „Swjećimy a swědčimy“ (Wir feiern und bezeugen).

Pfarrer Michał Anders spricht über „Wěra dźensa“ (Glauben heute). Pfarrer Měrćin Deleńk geht es um „Wěrju z ćěłom a dušu“ (Ich glaube mit Leib und Seele). Pfarrer Daniel Dzikiewicz erläutert das Thema „Bóh skutkuje přez mać Božu“ (Gott wirkt durch die Mutter-gottes). Pfarrer Tomaš Dawidowski sendet die Botschaft aus „Moja bjezhrěšna wutroba na kóncu zawyska. Poselstwo nakazanja a poku-ćenja z Fatimy“ (Mein sündenloses Herz jubelt am Ende. Botschaft der Bekehrung und Buße aus Fatima). Pfarrer Beno Jakubaš predigt zum Thema „Wěrju do zrowastanjenja mjasa – Wěra wuznaće žiwjenja“ (Ich glaube an die Auferstehung – Glaube ist Bekenntnis des Lebens). Diakon Florian Mróz geht es um „Wobstajna modlitwa“ (Beständiges Gebet). „Gerade die Fastenpredigten geben mir viel. Ich lerne immer wieder hinzu“, unterstreicht Wolfgang Graf.

Auch für Joachim Bresan sind die Fastenpredigten innere Vorbereitung auf Ostern. Mit ihnen und mit dem Kreuzweg verinnerlicht er das Leiden und Sterben Jesu. „Wann, wenn nicht zu Ostern in der Reiterprozession, habe ich die Möglichkeit, einen ganzen Tag zu beten, Gott zu danken und Gott zu preisen?“, fragt er nachdenklich. „Unsere Prozession ist ein klares Bekenntnis zum christlichen Glauben. Das ist der ganze Kern. Das ist das ganze Fundament.“ Das Leben siegt über den Tod. Die Freude über die Auferstehung strahlt auf andere Menschen aus.

Auf dem Hinweg nach Ralbitz am Ostersonntag-Morgen singen die Reiter in der Stadt und in den Orten Verkündigungs- und Osterlieder. Unterwegs, zwischen den Orten, beten sie den freudenreichen, den schmerzhaften, den glorreichen und den österlichen Rosenkranz sowie die Lauretanische Litanei. Auf dem Rückweg am Nachmittag erklingen vor allem Marienlieder und Kreuzverehrungslieder. Einzigartig nur in der Wittichenauer Prozession ist auf dem Rückweg die Kreuzverehrung zwischen Schönau und Sollschwitz sowie zwischen Saalau und Wittichenau. Ein Begleiter des Kreuzträgers reicht jedem Reiter einzeln das Kreuz. Die Reiter verehren nacheinander das Kreuz mit Kuss oder mit einem anderen Ehrengruß.

Einzigartig in der Wittichenauer Prozession ist zudem die Zweisprachigkeit. Der deutschsprachige Teil – die Reiter aus der Stadt – bilden den ersten Teil der Prozession. In der Mitte wird das Osterkreuz getragen. Hinter ihm reiten die sorbischen Teilnehmer aus den einzelnen Pfarrorten. Die Reihenfolge dieser Orte wechselt immer wieder. Dieses Jahr reiten die sorbischen Teilnehmer mit dem Dorf Saalau an der Spitze.

Beispielhaft für die Wittichenauer Prozession ist auch das Abschlusslied zur Dank-Andacht in der Ralbitzer Kirche. Es heißt „Raduj so njebjes kralowna“ (Freu dich, du Himmelskönigin). Die Teilnehmer singen dann Strophe für Strophe abwechselnd in Deutsch und in Sorbisch. Hier spüren sie starke Einigkeit und Zusammengehörigkeit. „Das Osterreiten ist eine Laienprozession. Die Initiative kommt nicht vom Pfarrer, sondern von den Gläubigen selbst in der Pfarrgemeinde. Das dürfen wir nicht vergessen“, meint Wolfgang Graf und fügt hinzu: „Ein Osterreiter nimmt ein großes Opfer auf sich. Es ist nicht nur finanzieller Art. Es ist vor allem ein körperliches Opfer.“

Einmal musste er unverhofft aussetzen. Sein Osterpferd wurde unruhig und zerriss kurzerhand das Geschirr. Wolfgang Graf nahm den Umstand gelassen. „Ich sagte mir: das musst du jetzt akzeptieren. Der Herrgott hat es so entschieden“, erinnert er sich. Auch Joachim Bresan musste ein Jahr auf die Prozession verzichten. Er hatte sich ein Bein gebrochen. „Mit Gips musste ich zusehen. Das fiel mir unglaublich schwer. Und mir kamen die Tränen“, erzählt er.  „Doch am Ende sagte ich mir ´Klětu zas´ – nächstes Jahr wirst du wieder mitreiten.“

 Text: Andreas Kirschke
Foto: privat

 

Die Wittichenauer Osterprozession ist die teilnehmerstärkste und älteste der neun Osterprozessionen im Kreis Bautzen. Seit 1541 führt sie ununterbrochen nach Ralbitz. Zuvor führte sie nach Hoyerswerda. Seit 1960 reiten Wolfgang Graf (73) aus Wittichenau und Joachim Bresan (81) aus Sollschwitz in der Wittichenauer Prozession zusammen. Beide verbindet seitdem eine lange Osterreiter-Freundschaft.

Osterreiter-Prozessionen

In der katholischen sorbischen Oberlausitz gibt es neun Osterreiterprozessionen, in denen überwiegend Sorben mitreiten. Lediglich in der Wittichenauer Prozession gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts auch einen deutschsprachigen Teil. Die Reiter singen Osterlieder und beten unter anderem den Rosenkranz. In ihrer Prozession führen sie das Kreuz, Kirchenfahnen und eine Statue des Auferstandenen mit. Gesungen wird in den Orten, gebetet wird unterwegs in den Fluren.

Die Prozessionen umreiten nicht nur die Kirche, sondern auch den Friedhof, um den Verstorbenen die Auferstehung zu verkünden und für sie zu beten. Wer zum ersten Mal am Osterreiten teilnimmt, trägt ein Myrtenkränzchen. Zum jeweiligen Jubiläum darf sich der Reiter mit einer silbernen „25“ oder goldenen „50“ schmücken. Insgesamt beteiligen sich jedes Jahr etwa 1.500 Osterreiter an den Prozessionen.

Alle Zuschauer sollten beim Osterreiten daran denken, Abstand zu den Tieren zu halten, um Unfälle zu vermeiden. Eine zweite Bitte haben die Reiter an die Gäste: Stille und Zurückhaltung zu üben, während die Osterreiter beten und singen. Denn die Osterreiter sehen in der Prozession eine Andacht, die nicht gestört werden soll.

Zeitübersicht der Oberlausitzer Osterreiterprozessionen:

(Die angegebenen Zeiten können sich um bis zu einer halben Stunde verschieben)

Bautzen (ab 10.30 Uhr) -> Radibor (an 12.15 Uhr) und zurück (ab 15 Uhr)

Ralbitz (ab 9.15 Uhr) -> Wittichenau (an 12.30 Uhr) und zurück (ab 15.15 Uhr)

Wittichenau (ab 9.20 Uhr) -> Ralbitz (an 12 Uhr) und zurück (ab 15 Uhr)

Panschwitz-Kuckau (ab 12.45 Uhr) -> Crostwitz (an 14.15 Uhr) zurück (ab 15 Uhr)

Crostwitz (ab 12.15 Uhr) -> Panschwitz-Kuckau (an 15 Uhr) zurück (ab 15.30 Uhr)

Radibor (ab 11.45 Uhr) -> Storcha (an 13.45 Uhr) und zurück (ab 15.30 Uhr)

Storcha (ab 12 Uhr) -> Radibor (an 13.45 Uhr) und zurück (ab 15.30 Uhr)

Nebelschütz (ab 12 Uhr) -> Ostro (an 14 Uhr) und zurück (ab 15.30 Uhr)

Ostro (ab 12 Uhr) -> Nebelschütz (an 14 Uhr) und zurück (ab 15.30 Uhr)

Quelle: Bistum Dresden-Meißen

 

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Dresdner Kochsternstunden: Topf Secret – Im Auftrag des Guten Geschmacks

08 Samstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Genießen, Lebensart

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Zurzeit wird beim Genuss-Wettbewerb „Dresdner Kochsternstunden“ wieder in 35 ausgewählten Restaurants in Dresden und Umgebung um die Wette geschlemmt (noch bis 9. April). Bis Montagmittag können die Restauranttester ihre Bewertung noch online abgeben (über die mobile Webseite http://www.kss-mobile.de), danach folgt die Auswertung durch eine Fachjury. Am 11. April werden die drei besten Restaurants sowie die beste Servicekraft Sachsens ausgezeichnet.

Mit einem exklusiven Menü unter dem Motto „Frühjahrsvorfreude“ ist auch das kleine, feine Restaurant „Topf Secret“ – Im Auftrag des Guten Geschmacks dabei.
Noch bis Sonntagmittag  kann man das leicht-herzhafte und frühlingsbunt angerichtete 3- oder 4-Gänge-Menü  (ab 40 Euro) testen innerhalb der Kochsternstunden. Das kleine Lokal mit maximal 14 Sitzplätzen (daher wird Tischreservierung empfohlen) in der Grüne Straße 19, in der Nähe des Kulturkraftwerks Mitte, in einer kleinen ruhigen Seitenstraße gelegen, ist ein echter Geheimtipp für Genießer und alle, die sich gerne mal eine kulinarische Auszeit vom Alltag gönnen.

Das besondere Geschmackserlebnis steht im Vordergrund, Augen und Gaumen werden gleichermaßen erfreut und verwöhnt von der exquisiten Zubereitung und originellem Anrichten der Gerichte auf dem Teller. Während die Ausstattung eher einfach, in schlichter Eleganz gehalten ist, mit rustikalem Holzmobiliar und Weinregalen, dezenter Beleuchtung und leiser Hintergrundmusik. Statt in der Speisekarte liest man das aktuelle Angebot mit weißer Kreide auf Schiefertafeln geschrieben, schnell und immer wieder zu erneuern und ergänzen. Es gibt täglich je drei Vor-, Haupt- und Nachspeisen aus frischen saisonalen Produkten.

Entspanntes Genießen von immer neuen, ungewöhnlichen Kochkreationen in locker, unkonventioneller Atmosphäre, so lautet das Rezept von Gregor Merker für seine Gäste. Er wurde 1984 in Dresden geboren, lernte Koch (seinen Abschluss erwarb er in der Villa Marie am Schillerplatz) und ist seit Mitte 2014 Inhaber des Restaurants „Topf Secret“ mit Lieferservice und Catering. Mit ihm sorgen vier Köche fürs Gästewohl.

Gregor Merker lässt sich gern von mediterraner Küche inspirieren, crossover gemischt, da diese am ausgefeiltesten und filigran hinsichtlich Gewürzen, Kräutern und Soßen sei. Die Gerichte sind fein abgestimmt mit passenden Weinen aus der Dresdner Region bis Spanien.

Das exklusive Menü wird eingeleitet von einem „Gruß aus der Küche“ – einem Canapee mit Bulgursalat,  Granatapfel- und Ananasfüllung auf einem Silberlöffel gereicht.

VorZIEGLich, nicht nur als Wortspiel, ist auch die Vorspeise – Ziegenkäsetürmchen mit Kräuterhonig, Frisee und Erdbeerpaprikaeis, letzteres gewöhnungsbedürftig, aber auch so gewollt der Kontrast von warm und kalt, etwas bitter und süß. Dazu gibt es knuspriges Weißbrot mit Karotten- und Walnussstücken und einen Rosé Cuvee.

Die VorSKREIung entpuppt sich als im Pergament gebackener, zarter Winterkabeljau (Skrei heißt auf norwegisch: Wanderer) an fruchtigem Physalis-Chutney und würzigem Humus, begleitet geschmacksintensivierend von einem gehaltvollen Glas Weißwein.

Im Hauptgang kommt die VorHIRSCHhaft – Hirschrücken an Quittenjus mit fraichem Spinat und Duett von Kartoffeln und Roter Beete. Nicht nur optisch ein Genuss, wenn auch die Fleischscheibe mir etwas zu kräftig war. Auch hier vom Koch gewollt der Kontrast von weich und fest auf dem Teller. Dazu ein süffiges Glas spanischer Rotwein.

Als Dessert wird VorLAMMiniert – Parfait an Osterlamm an Topf Secret schokoladiges Überraschungsei und Holunderblütenschaum aufgetischt. Außerdem ein kleiner Kaffeelikör mit Kräuternote und abschließend purzeln aus dem Secret-Topf noch zwei Schokokugeln mit Konfitüre.

Die Zeit verging wie im Fluge. Das Frühlings-Menü fühlt sich leicht und beschwingt im Bauch an und weckt Neugier und Lust auf weitere kulinarische Sinnesfreuden.

Weitere Infos und Rezepte zum Downloaden gibt es auf der Webseite http://www.topf-secret.de

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mi – So von 17 – 23 Uhr

Kontakt & Reservierung

Topf Secret
Grüne Straße 19, 01067 Dresden
Tel.: (0351) 65 35 1292

Ein echter Geheimtipp für Genießer: Im Mini-Restaurant „Topf Secret“ servieren Mitarbeiterin Franka und manchmal auch Inhaber Gregor Merker freundlich und fachkundig genussreiche Gaumenfreuden.

Besonderes Geschmackserlebnis für Genießer: Stefan Ritter und Lilli Vostry von meinwortgarten.com

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Tango in Dresden: „Die Szene ist sehr bunt und offen.“

31 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Musik, Tanz

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Tangolehrer Jens Klant und seine Tanz- und Lebenspartnerin Claudia Wendler geben im Studio 24 – Tango Argentino Kurse.

Im Studio 24: Tango ist Fühlen mit dem Körper. Tanzlehrer Jens Klant und seine Partnerin Claudia zeigen den tanzbegeisterten Damen und Herren verschiedene Schrittfolgen und Figuren.

Ein neues Tanz-Café für Familien und Paare lädt seit kurzem im Zentralwerk (HH) auf der Riesaer Str. 32 in Dresden-Pieschen ein.

Ein Tanz mit Hingabe

Immer mehr junge Leute und Familien entdecken den Tango für sich als schön entspannten Ausgleich zum Alltag. Ein neues Tango-Café auch für Eltern lockt im Zentralwerk in Dresden-Pieschen.

„Tango ist ein Wesen mit vier Beinen“, sagte mir mal ein Tangotänzer. Es ist ein Aufeinander zugehen und Einlassen beim Tanzen. Sehnsucht, Verführung und Hingabe. Ein Spiel zu zweit mit Nähe und Distanz. „Männer zum Spiegel gucken, Frauen zum Klavier. Rück – seit – vor und raus tanzen“, sagt Tanzlehrer Jens Klant, „dabei immer die Frauen mitnehmen.“ Er geht um eine Säule im Tanzstudio und zeigt die Moulinette-Schritte. Dann legt er Musik auf. Er spielt klassische und moderne, romantische und beschwingte Tangomelodien zum Entspannen und Dahinschmelzen nach einem stressigen Arbeitstag.

Der Kopf hat Pause, der Körper bestimmt, wo es langgeht. Bis zu jenem wunderbaren Moment, wo sich alles federleicht anfühlt und wie von selbst fließt, man sich ganz auf den Partner einschwingt. Ein  halbes Dutzend Tanzpaare jungen und mittleren Alters steht mit ihm auf der Tanzfläche im Dresdner Studio 24, das seit nunmehr 15 Jahren besteht. Seine Tanzschule für argentinischen Tango hat Jens Klant in einem ehemaligen Fabrikraum im Hinterhof der Großenhainer Straße 29 eingerichtet. Ein heller gemütlicher Raum mit Säulen, Kugellampen und großem Wandspiegel. Am Rand der Tanzfläche stehen schwarze Tische und Stühle mit Kerzen und Weingläsern, Sofas und ein Tresen. Nach den Tanzkursen an mehreren Abenden in der Woche für Anfänger und Fortgeschrittene finden Freitag abends, ab 21.30 Uhr Milongas, offene Tanzabende statt. Dann ist der Raum in warmes rotes Licht getaucht.

Drei Tangostudios gibt es zurzeit in Dresden. Das La Academia in Leubnitz, das Studio 24 und das Tres Tangos auf der Dornblüthstraße. Und außerdem zehn feste Tanzorte für Liebhaber dieses Tanzes. Das sorgt auch für Abwechslung in der Dresdner Tangoszene mit inzwischen rund zweitausend regelmäßig Tanzenden. Nach Berlin ist Dresden die zweitgrößte Tango-Stadt in Ost-Deutschland, so Jens Klant. Seit Sommer 2016 unterrichtet er gemeinsam mit seiner Tanz- und Lebenspartnerin Claudia Wendler im Studio 24. Ihr gemeinsames Kind kommt Ende Juni auf die Welt. Solange hält sie sich weiterhin mit Tango in Schwung. Anfang April eröffnet sie ein eigenes Tangostudio auf der Liststraße 8, das sie auch für weitere Tanzangebote vermieten will. Dort soll es bald auch Tango-Nachmittage für Familien geben.

„Die Szene ist sehr bunt und offen, vom typischen Neustädter Studenten im legeren Outfit bis zu Tanzpaaren, die viel Wert auf gepflegte Tangokleidung legen“, erzählt Jens Klant. Er ist 45 Jahre alt und Berufschullehrer. Das Studio 24 ist seine Passion. Das Schöne am Tango sei nicht nur die Vielfalt der Bewegungen. „Es ist auch ein sehr sozialer und geselliger Tanz, bei dem viel gewechselt wird, man schnell Leute kennen lernt und in die Tanzszene hineinkommt“, so Klant.

Außerdem kennt Tango keine Altersgrenzen. Die ältesten Tanzschüler von Jens Klant sind 75 Jahre alt. “Mir gefällt am Tango, dass dabei das Körpergefühl auch trainiert wird, das in sich Hineinhorchen und aufeinander hören. Es ist ein schönes Event in der Woche, wo man innig zusammen ist, viel geübt, aber auch gelacht wird“, sagt Sarah Graefe, Musikstudentin für Violine an der Dresdner Musikhochschule. „Etwas zusammen tun, das sich gut anfühlt, ohne Perfektionsanspruch“, das mag auch ihr Freund Jeanluca Caliva neben seinem Gitarrenstudium am Tangokurs. Sie tanzen seit anderthalb Jahren gemeinsam.

Sigrid und Thomas Mickan, beide 60, tanzen seit fast zehn Jahren Tango, den sie das erste Mal auf einer Urlaubsreise in Finnland erlebten. Wieder zuhause entdeckten sie dann das Studio 24. „Wir haben uns zu Workshops angemeldet und sind dabeigeblieben. Ich liebe diesen Tanz und es soll auch schön aussehen, dann blende ich den Alltag komplett aus“, erzählt sie. Die Kunst beim Tango ist das Führen, das der Mann übernimmt. “Man muss schon eine Weile üben, um locker und leicht zu führen“, weiß Thomas Mickan.

Der erste Tango-Nachmittag „Mit Kind und Kegel“ für Tango tanzende Eltern und Paare startete vor einem Jahr in einem Raum im Kino in der Fabrik (KIF) auf der Tharandter Straße. „Dieses Angebot fand mehrere Male sonntags statt, mit einigem Aufwand für die Kinderbetreuung, Spiel- und Bastelecke und Wickeltisch. Der Raum war voll. Doch die Veranstaltung rentierte sich nicht, daher überlegen wir ein neues Konzept, da wir dieses Angebot gern weiterführen wollen und auch Bedarf vorhanden ist“, sagt eine der Initiatorinnen, Mona. Sie hat selbst zwei kleine Kinder und legt monatlich beim „Tango in der Fabrik“ im Schwarzen Salon“ im KIF Musik auf. Das nächste, zugleich letzte Mal vor der Sommerpause am 8. April, ab 21 Uhr. Um 20 Uhr gibt es eine kostenlose Einführung in den Tanz mit dem Studio 24.

Neuer Treffpunkt: Café „Tango und Cake“ im Zentralwerk

Ein neues Tanz-Café für Familien und Paare: „Tango und Cake“ lädt seit Februar monatlich sonntags von 16 bis 19 Uhr im Zentralwerk im Hof der Riesaer Str. 32 ein. Ein gemütlicher Raum im Souterrain. Die Tanzfläche ist voll. Paare und Eltern mit Kleinkindern stehen, tanzen oder sitzen auf Sofas. Hinten im Raum ist ein Platz für die Kleinen und ihre Eltern eingerichtet mit Matten zum Lümmeln, Spielzeug, Malsachen und Büchern. Zwischendurch tanzt auch mal ein Kind vergnügt hinter den Erwachsenen her. Der Veranstalter Tom Schröder und seine Lebensgefährtin Kati sind selbst tangobegeisterte Eltern eines zweijährigen Sohnes. Es gibt Kaffee, Saft und selbstgebackenen Kuchen. Tom legt die Musik auf, von klassischem bis Elektro-Tango.

Über das große Interesse am neuen Tango-Café auch für Familien freuen sich beide sehr. Außerdem können sich Tangobegeisterte jeden 2., 3. und 4. Mittwoch im Monat, ab 21.15 Uhr im Zentralwerk zur Milonga (mit Einführung) treffen und es sind auch Tanzkurse geplant, so Tom, der als EDV-Kaufmann und Tangolehrer tätig ist. Bettina und Norbert tanzen mit Töchterchen Paulina im Arm und später zu zweit. „Es findet sich immer jemand, der bei ihr auf der Spieldecke bleibt“, sagt sie. Sie waren auch schon bei einem Tango-Camp im Sommer bei Halle, wo viele Eltern mit Kindern dabei waren, die im Freien herumtollen konnten, und mit Babyphon im Zelt. Katja hat ihre beiden Söhne Ole (7) und Leo (9) ins Tango-Café für Familien Zentralwerk mitgebracht. Der Kleine führt sie auch schon umsichtig auf der Tanzfläche. Er hat sich bereits viel von den Großen abgeschaut. „Ich finde diese Möglichkeit gut“, sagt Katja. „Außerdem ist es mir wichtig, dass die Kinder mich auch außerhalb von Haushalt und Kochen erleben und wissen, dass ihre Mutter auch ein eigenes Leben und Spaß hat.“

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter www.24tangos.de

Veranstaltungstipps
  • Vom 28.3. bis 2.4. findet das TangoFest Dresden statt mit vielen Workshops mit internationalen Tanzlehrern, Milongas, Tanz-Cafés und Tangoball am Sonnabend im Parkhotel auf dem Weißen Hirsch.
    Das vollständige Programm steht unter  www.TangoFest-Dresden.de
  • Weiter geht`s mit dem KraftwerksTango am 7.4. in der Kunsthalle des         Kraftwerks Mitte. Einlass: 19 Uhr. Mit Konzert mit dem Duo „Amoratado“ & Clementina Culzoni (voc) um 20 Uhr und Milonga mit DJane Mara ab 22 Uhr.
    Infos unter: 0174 – 66 44 262
    Kartenvorverkauf: T1 – Bistro und Café in der Pförtnerloge,
    Wettiner Platz 7
  • Europas größtes Akkordeonorchester, das Gran Orcquesta De
    Carambolage spielt am 29.4., ab 20 Uhr Tangomusik zum Zuhören und Tanzen in der Johannstadthalle, Holbeinstr. 68 in Dresden-Johannstadt
    http://www.fermate.cc/juergen-karthe/pages/granorquestacarambolage

 

 

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Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

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  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

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  • Eine Legende kehrt zurück: Rund 100 Raritäten auf Rädern sind zu bestaunen beim 11. Struppener Oldtimertreffen in der Sächsischen Schweiz
  • Kabarett-Premiere "Nur die Harten komm` in Garten" der Herkuleskeule im Gewächshaus
  • Selbsterfahrung: Clown sein
  • Ausstellung "Die andere Seite" in den Landesbühnen Sachsen Radebeul
  • Premiere "Achtsam morden" - Krimikomödie in der Comödie Dresden
  • 10. Ostrale: rund 25 000 Besucher kamen, doch noch ist die internationale Kunstausstellung nicht gerettet
  • Ausstellung mit Malerei & Grafik von Bärbel Kuntsche im Weinbaumuseum Hoflößnitz in Radebeul
  • Premiere "ZickenZirkus" in der Comödie Dresden

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  • Leipziger Buchmesse beendet mit neuem Besucherrekord
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