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Kategorien-Archiv: Literatur

„Ahoj Leipzig!“ – Gastland Tschechien eröffnet Leipziger Buchmesse-Programm

20 Mittwoch Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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Ein Schiff im Büchermeer und Ausstellung über Milan Kundera

Bekannte und neue Literatur aus Tschechien, Lesungen, Musik, Film und Fotografie stehen drei Tage lang – vom 21. bis 24. März – im Blickpunkt der Leipziger Buchmesse und in der Innenstadt bei vielen Veranstaltungen.

Mit dem ersten Buchmessetag am Donnerstag startet auch das tschechische Gastland-Programm, das mit 55 Autorinnen und Autoren und insgesamt rund 130 Veranstaltungen Interessierte und Freunde der tschechischen Literatur in Atem halten wird. Zentrum des Messe-Auftritts ist der Tschechische Nationalstand, Halle 4 D401, entworfen von dem Architekten und Designer Martin Hrdina. Inspiriert durch das Motto des Gastlandauftritts „Ahoj Leipzig“ hat Hrdina die visuelle Grundidee eines Schiffes umgesetzt, mit Segeln und Kapitänsbrücke, das ein Bücher-Meer durchstreift.

Die Farbgebung des Standes knüpft eine Verbindung zwischen Tschechien, Deutschland und der Leipziger Buchmesse und ist durch vier Hauptfarben geprägt: schwarz wie die Textfarbe in einem Buch, rot, blau und gelb wie die Farben der Tschechischen Republik und darin auch der Bundesrepublik Deutschland. Einen weiteren tschechischen Stand gibt es für Kinder-, Jugend- und Comic-Literatur, Halle 2 H 301.

Feierlich eröffnet wird der Tschechische Nationalstand am Messe-Donnerstag um 12 Uhr unter Anwesenheit des Kulturministers der Tschechischen Republik Antonín Staněk, des Direktors der Leipziger Buchmesse Oliver Zille, des Leiters des tschechischen Gastlandauftritts Tomáš Kubíček sowie von Vertretern der Stadt Brünn und tschechischen Autorinnen und Autoren.

Hommage an Milan Kundera

Blickfang des tschechischen Standes ist eine von Tomáš Kubíček konzipierte Ausstellung über Milan Kundera. Der große tschechische Romancier wurde 1968 zu einer Galionsfigur des politischen Widerstands. 1975 ging er ins Exil nach Frankreich, wo er seither lebt und publiziert. Am 1. April 2019 wird Milan Kundera 90 Jahre alt. Die Ausstellung ist konzipiert als Bild- und Textcollage: mit Titelillustrationen seiner weltweit übersetzten Bücher, mit Autorenportraits verschiedener Epochen, eigenen Zeichnungen und Zitaten sowie redigierten und handschriftlich verfassten Manuskriptseiten, die seinen Schaffensprozess dokumentieren.

Tagesaktuelle tschechische Messezeitung

Besucher des Tschechischen Nationalstandes erwartet neben der Kundera-Ausstellung und einer Arena mit zahlreichen Buchvorstellungen und Gesprächen der Lesegenuss einer täglichen tschechischen Messezeitung: An jedem Buchmessetag erscheint eine neue Ausgabe, die das aktuelle Messe-Programm vorstellt, begleitet von Artikeln über tschechische Autorinnen und Autoren und ihre Neuerscheinungen sowie kulturpolitische Essays namhafter Publizisten und Intellektueller.

Leitmotiv 1989

Der Fall der Mauer bedeutete eine radikale Wende für die tschechische Literaturszene, insofern nun der intellektuelle Austausch über die Grenzen hinweg möglich war, der Zugang zu Büchern unbegrenzt und für alle offen. In Leipzig, 30 Jahre später, erinnert daran die Skulptur „Quo Vadis“ von David Černý. Gleich am Eingang der Messe – kurz vor der Begegnung mit der großen Bücherwelt – steht der Trabi auf vier Beinen, dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig entliehen. Die Skulptur ist ein Symbol für die Verbindung der Städte Leipzig und Prag, indem sie die Ausreise der damaligen Botschaftsflüchtlinge visualisiert und die Ereignisse in Mittel- und Osteuropa nach 89 zitiert – ein Thema, das im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen des tschechischen Gastland-Auftritts steht.

Tschechische Literatur, Musik, Film und Fotografie in Leipzigs Innenstadt

Auch in Leipzigs Innenstadt wird Interessierten aller Genres – Poesie, Roman, Sachbuch, Comic, Graphic Novel, Kinder- und Jugendliteratur, Film, Theater, Musik und Fotografie – ein reiches Programm geboten. Bereits Mittwochabend tritt Jaroslav Rudiš mit der Kafka-Band in der Schaubühne Lindenfels auf. Zudem läuft dort während der Messetage die Filmreihe „Tschechische Meister“, am Donnerstag, 21.15 Uhr, mit der Literaturverfilmung „Krakatit“ nach Karel Čapek und am Sonntag, 19 Uhr, mit „Der brave Soldat Schwejk“ nach Jaroslav Hašek.

Einen herausragenden Eindruck tschechischer Fotografie gibt die Leipziger Stadtbibliothek mit der Foto-Ausstellung „Gesichter der tschechischen Literatur“ von Karel Cudlín. Der mehrfach preisgekrönte ehemalige Fotograf Václav Havels hat beeindruckende Bilder zeitgenössischer tschechischer Literaten eingefangen, Gesichter von melancholischer Schönheit, vorgestellt im Wechsel mit Fotos von Menschen in Grenzsituationen – Roma, Flüchtlinge und Soldaten. „ZIRKUS in der Druckerei – Tschechische Avantgardebuchkunst“ heißt die Ausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum, durch die Kuratorin Anne Hultsch am 22. März um 10 Uhr und am 23. März um 16 Uhr führt.

Zentren der literarischen Veranstaltungen mit tschechischen Autorinnen und Autoren und ihren Übersetzern sowie deutschen Kollegen sind das Café Telegraph, die Diskothek der Schaubühne Lindenfels, die Galerie KUB, die Leipziger Stadtbibliothek und das UT Connewitz. Ein Highlight wird zudem in der Kunsthalle der Sparkasse zu erleben sein: Hier tritt am 23. März, 19 Uhr Tomáš Sedláček, Chefökonom der größten tschechischen Bank und Mitglied des Nationalen Wirtschaftsrats in Prag, zum Thema „Die Dämonen des Kapitals“ auf. In seinem gleichnamigen Buch zeigt er klug und mit Esprit, dass unser Wirtschaftssystem zutiefst gestört ist. Denn die Wirtschaft funktioniert nicht nach den Gesetzen der Logik, sondern spiegelt vielmehr die persönliche Verfassung ihrer Akteure.

Weiterführende Informationen

„Ahoj Leipzig!“ – das komplette Buchmesse-Programm

Liste der tschechischen Neuerscheinungen

Text: Susanne Meierhenrich/Pressebüro Leipziger Buchmesse

http://www.ahojleipzig2019.de

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Ausstellungseröffnung Pavel Kohout – „Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel“ im Haus des Buches Leipzig

18 Montag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

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Aus dem Leben eines Europäers

Die Ausstellung mit Lesung des Autors und Gespräch mit Tereza Boučková ist am 19. März, um 19.30 Uhr im Literaturcafé im Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 28 zu erleben.

Pavel Kohout, einer der international bekanntesten Schriftsteller, Dramatiker und Bürgerrechtler, kommt anlässlich des tschechischen Gastlandauftritts nach Leipzig und eröffnet die Ausstellung im Haus des Buches, die anhand von Zeitzeugnissen wie Briefen, Fotografien, Zeitungen dokumentiert, wie die Politik das persönliche Schicksal Kohouts bestimmte: seine Wandlung vom überzeugten Kommunisten zum freiheitsliebenden Demokraten.

Als einer der Hauptunterzeichner der Charta 77 wurde der Prager Frühling für Kohout zum Wendepunkt: Der meistgespielte Stückeschreiber der ČSSR und treues KP-Mitglied wurde zum Dissidenten, der Partei und des Landes verwiesen, seine Stücke verboten. Erst während der Samtenen Revolution 1989 kehrte er nach Prag zurück. – Kohouts Leben, eine Entscheidung gegen die Ideologie und für die Freiheit, ist aktuell nachzulesen in seinem jüngst erschienen Werk „Aus den Tagebüchern eines Europäers“ (Osburg Verlag).

Tereza Boučková, 1957 in Prag als Tochter von Pavel Kohout und seiner zweiten Frau Anna Kohoutová geboren, ist Roman- und Drehbuchautorin, Dramatikerin und Kolumnistin. Ihr bekanntester Roman „Rok kohouta“ („Das Jahr des Hahns“, Karl Rauch Verlag) wurde in Tschechien zum Bestseller und löste leidenschaftliche Diskussionen aus.

Gastland Tschechien und Junges Literaturhaus Leipzig e.V. laden herzlich ein zur

Ausstellungseröffnung sowie Lesung und Gespräch mit Pavel Kohout und Tereza Boučková am Dienstag. 19. März, 19.30 Uhr, im Literaturcafé, Haus des Buches/ Literaturhaus Leipzig, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

Tomáš Kubíček, Projektleiter des Tschechischen Gastlandauftritts auf der Leipziger Buchmesse 2019 und Direktor der Mährischen Landesbibliothek, hält eine Laudatio, das Gespräch moderiert Marko Martin.

Die Ausstellung ist vom 20.3. bis 24.4.19 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

„Pavel Kohout – Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel“ wird veranstaltet vom Jungen Literaturhaus Leipzig e.V., der Mährischen Landesbibliothek und dem Mährischen Landesmuseum im Rahmen des Tschechischen Gastlandauftritts auf der Leipziger Buchmesse.

Text: Susanne Meierhenrich/Pressebüro Leipziger Buchmesse

www.ahojleipzig2019.de

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Erlesene Kostbarkeiten: 25. Leipziger Antiquariatsmesse auf der Leipziger Buchmesse

13 Mittwoch Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

≈ 2 Kommentare

Schätze aus sieben Jahrhunderte Buchgeschichte

In Zeiten der Digitalisierung und „Fake News“ und der daraus erwachsenen Unsicherheit ist es besonders wichtig, sich mit bleibenden Werten und real existierenden Objekten der Kultur zu beschäftigen. In Halle 3 der Leipziger Buchmesse (vom 21. bis 24. März)  findet bereits zum 25. Mal die größte und zugleich einzige Antiquaratsmesse in den neuen Bundesländern statt. Zum silbernen Jubiläum präsentieren 53 Aussteller ihre Kostbarkeiten aus sieben Jahrhunderten Buchgeschichte. 

Diese Schätze sind authentisch, wirklich und unverfälscht vorhanden und dürfen auch gleich gekauft und mitgenommen werden. Unter den Ausstellern sind Antiquare aus den Niederlanden, Österreich, Italien, Slowenien und dem Gastland Tschechien. – So zeigt der Antiquar Tomas Lazar eine schöne Sammlung tschechoslowakischer Avantgarde.
Erstmals sind zwei Galerien dabei: Die Galerie Erik Bausmann aus Halle zeigt hochwertige zeitgenössische Kunst und der Leipziger Kollege Martin Koenitz ist neben seinem Graphikantiquariat mit seiner Galerie für Werke der klassischen Moderne vertreten.
Im Außenbereich der Antiquariatsmesse befindet sich für den Leser mit kleinem Geldbeutel die beliebte
Literaturmeile mit über 15.000 Titeln. Dort wird solide Literatur zu kleinem Preis angeboten. In ihrem durch Taschenkontrolle am Ein- und Ausgang gesicherten Innenbereich bieten die 53 Aussteller zahlreiche Schätze für bibliophile Sammler zum Kauf an.

Schwerpunkte der diesjährigen Leipziger Antiquariatsmesse sind zum Beispiel eine umfassende Upton Sinclair-Sammlung beim Antiquariat Lenzen, rare Exilliteratur ab 1933 bei Walter Markov. Hans Lindner präsentiert Struwwelpetriaden und das Antiquariat KaraJahn bietet eine nahezu vollständige Sammlung aller je erschienenen Lederbände der Inselbücherei an.

Alle Aussteller bringen wertvolle alte Bücher zu vielen Sachgebieten, aber auch seltene Erstausgaben, Autographen, Bücher mit Signatur oder Widmung des Autors nach Leipzig. Angeboten werden sammelwürdige Dokumente und Fotos, Luxusausgaben, Handeinbände aus Leder und Pergament, Pressendrucke, illustrierte Bücher, Kinderbücher, Musikalien, Landkarten, Globen, dekorative Graphik und Kunst.

Der reich illustrierte Gemeinschaftskatalog enthält einen Teil der wertvollsten Objekte. Alle diese Titel sind bis zum Messebeginn reserviert. Der Katalog wurde weltweit verschickt und er findet immer großen Anklang. Bei mehr als einem Interessenten für einen Titel entscheidet das Los. Dies ist für viele Anbieter, Sammler und Zuschauer ein dramatischer und emotionaler Einstieg bei der Eröffnung.

Text: Julia Lücke/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Katalog & Informationen zu den Ausstellern

http://www.abooks.de

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Erich Kästner Museumsfestival, Zweites Kapitel: Lesung mit Durs Grünbein – „Aus der Traum (Kartei)“

13 Mittwoch Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

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Von Vielfalt und Neuer Sachlichkeit

Das Festival zum 120. Geburtstag Erich Kästners und dem 20. Geburtstag des Micromuseums im Literaturhaus Dresden am Albertplatz geht weiter. Das zweite Kapitel steht unter dem Motto: „Der synthetische Mensch“* (Aus Erich Kästner, „Gesang zwischen den Stühlen“, 1932). Hier die Veranstaltungen vom 14. bis 20.3.

Humanismus? Weltbürgertum? Liberale Demokratie? Bauhaus? Neuer Populismus? Neue Heimat? Neuer Mensch?

Erich Kästner, Jahrgang 1899, wurde Zeuge und Handelnder in einem Jahrhundert voller Kontinuitätsbrüche und Gewalt, Neuanfänge und technischer Fortschritte. Wo stehen wir, die Erben von 1919, 1949 und 1989 heute? Welche Wirklichkeiten bestimmen unsere Haltung?

Do., 14.3. Die Kraft der Imagination
19 h
Durs Grünbein, „Aus der Traum (Kartei)“ / Lesung und Gespräch /
Moderation Uwe Hübner 

Provokativer könnte ein poetischer Buchtitel nicht sein, und doch lässt der Dichter an einem nicht zweifeln: »Ganz insgesamt wird das, was man die Realität nennt, überschätzt.« Und so steuert er im ersten Teil seines Buches mit aller Kraft der Imagination konsequent hinein in die Sturmzone jener Realität, die den meisten als das Maß aller Dinge erscheint.

Durs Grünbeins neues Buch ist eine über Leitmotive miteinander verbundene Sammlung von Schriften verschiedener Genres: aus Aufsätzen, Reflexionen, Reden, Traumnotizen, Vorträgen, Sprechertexten und Gedichten. Ihr Ursprung verdankt sich der speziellen Arbeitsweise des Dichters. Aus der sammelnden und ordnenden Kartei seiner Stichworte ist ein Fundbuch hervorgegangen, das sich auf jeder Seite gewinnbringend aufschlagen lässt.

Fr., 15.3. Homunkulus
10 h
Décalcomanie-Workshop unter der Leitung von Marleen Andreev. Schüler*innen erarbeiten in der Kreativen Werkstatt Dresden Farbabzüge zu Kästners Text „Der synthetische Mensch“ 

Unter Décalcomanie versteht man die künstlerische Technik des Farbabzuges oder des Farbabklatsches. In Anlehnung an Kästners Gedicht beschäftigt uns die Frage, welchen radikalen Umbau des Menschen technologische Entwicklungen und Künstliche Intelligenz zur Folge haben können.

Mi, 20.3. Die Kunst und das unvollständige Leben
19 h
Jewgeni Wodolaskin, „Luftgänger“ / Lesung und Gespräch / Moderation Hartmut Mangold / Lesung der Texte in deutscher Sprache: Dirk Strobel 

Ein Mann erwacht in einem Krankenzimmer und kann sich an nichts erinnern. Sein Arzt verrät ihm nur seinen Namen: Innokenti Platonow. Als die Erinnerung langsam zurückkommt, formt sich das Bild eines bewegten Lebens: Eine behütete Kindheit im Russland der Zarenzeit, der Sturm der Revolution, roter Terror und der Verlust einer ersten großen Liebe. Bald treibt ihn vor allem eine Frage um: Wie kann er sich an den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts erinnern, wenn die Tabletten auf seinem Nachttisch aus dem Jahr 1999 stammen?
In der Tradition großer russischer Autoren wie Michail Bulgakow und Fjodor Dostojewski entfaltet Jewgeni Wodolaskin am Schicksal eines Einzelnen ein faszinierendes Panorama Russlands.

Jewgeni Wodolaskin, geboren 1964 in Kiew, arbeitet nach einem Philologie-studium und der Promotion seit 1990 in der Abteilung für Altrussische Literatur im Puschkinhaus (Institut für russische Literatur) in St. Petersburg. Sein Roman „Laurus“, ein internationaler Bestseller, wurde in 20 Sprachen übersetzt. „Luftgänger“ wurde bisher in 14 Sprachen übersetzt und stand auf der Shortlist für den russischen Booker Prize. Jewgeni Wodolaskin lebt mit seiner Familie in St. Petersburg.

Das Festivalkapitel findet in Kooperation mit Kreative Werkstatt Dresden e.V. und Aufbau Verlag GmbH & Co. KG statt, gefördert von der Landeshauptstadt Dresden.

Festivalfortsetzung von 3.-7. April

Drittes Kapitel: Lassen Sie sich nichts weismachen!*
Themenfeld Bildung

*Aus: Erich Kästner, „Weisheit der Bücher“, erschienen am 17.12.1926 in der Neuen  Leipziger Zeitung (Nr. 348)

Weitere Infos unter http://www.literaturhaus-dresden.de

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Echo Leipzig 2019 – Tschechische Kultur in München

12 Dienstag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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Eröffnung mit „Winterbergs letzte Reise“ von Jaroslav Rudis, nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse & seiner Kafka-Band

Kurz vor der Leipziger Buchmesse kommt das diesjährige Gast-Land mit tschechischer Kultur vom 15. März bis 22. Mai nach München: Literatur. Film. Musik. Geschichte.

Kurz vor dem Start der Leipziger Buchmesse (21.-24.3.2019), bei der Tschechien in diesem Jahr mit 55 Autorinnen und Autoren, 70 Neuerscheinungen und 130 Veranstaltungen zu Gast ist, stellt sich das Leipziger Schwerpunktland in München vor: „Echo Leipzig 2019“ heißt die Reihe, die aktuelle Themen der tschechischen Literatur, Geschichte, Musik und des Films vom 15. März bis 22. Mai nach München bringt und in fünf Kulturinstitutionen präsentiert: im Tschechischen Zentrum, im Literaturhaus München, in der Münchner Volkshochschule im Gasteig sowie Einstein 28, im Arena Filmtheater und im Muffatcafé.

Die Reihe startet mit einem Vortrag der Bohemistin Zuzana Jürgens über die tschechische Gegenwartsliteratur am 15. März um 10.30 Uhr im Gasteig: Welche Themen stehen im Vordergrund der neuen tschechischen Bücher? Wie sieht die tschechische Gesellschaft aus, die darin abgebildet wird? Wie wurden diese Texte in Tschechien aufgenommen? An insgesamt sechs Abenden treten darauf herausragende tschechische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in München auf: Jaroslav Rudiš, Radka Denemarková, Petr Borkovec, Jáchym Topol, Kateřina Tučková, Tereza Semotamová sowie die Kinderbuch-Autoren Tomáš Končinský und Barbora Klárová. Sie lesen aus ihren aktuellen Werken und sprechen über Tschechien und deutsch-tschechische Beziehungen.

Gleich zur Eröffnung der Reihe wird am 27. März ein literarisch-musikalischer Hochgenuss im Literaturhaus München zu erleben sein: Jaroslav Rudiš, mit seinem neuen Buch für den Leipziger Buchpreis nominiert, tritt dort mit der Kafka Band auf und spielt Songs des neuen Albums „Amerika“ (2019), das vom gleichnamigen Roman Franz Kafkas inspiriert ist.

Am 1. April feiert das Literaturhaus München den 90. Geburtstag des großen tschechischen Romanciers Milan Kundera und zeigt die legendäre Romanverfilmung „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“. Eine andere besondere Literaturverfilmung stellt das Arena Filmtheater am 3. April vor: „Diebe der grünen Pferde“ von Jiří Hájíček, einem der bekanntesten und vielfach preisgekrönten tschechischen Gegenwartsschriftsteller. Am Abschluss der Reihe „Echo Leipzig 2019“ steht die Podiumsdiskussion „1989: Ende und Anfang. Das Umbruchjahr und seine Folgen in der DDR und der Tschechoslowakei“ am 20. Mai im Gasteig. Die Diskussion beschäftigt sich mit dem dreißigjährigen Jubiläum seit dem Mauer-Fall und fragt: Welche politischen und gesellschaftlichen Ereignisse waren für die Wende entscheidend, und wie haben sich Deutschland und Tschechien im Hinblick auf das bürgerschaftliche Engagement sowie den Umgang mit der eigenen Geschichte nach 89 weiterentwickelt?

Echo Leipzig 2019 ist ein Projekt des Vereins Mittel Punkt Europa e. V. und des Tschechischen Literaturzentrums in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München. Weitere Kooperationspartner sind: Adalbert Stifter Verein, Collegium Carolinum, Filmtheater Arena, Institut für slavische Philologie an der LMU München, Literaturhaus München, Muffatwerk, Münchner Stadtbibliothek, Münchner Volkshochschule und Tschechische Schule ohne Grenzen. Mit freundlicher Unterstützung des Generalkonsulats der Tschechischen Republik in München und der Mährischen Landesbibliothek.

Informationen zum Programm und Ticketverkauf

Echo Leipzig. Tschechische Kultur in München

Text: Susanne Meierhenrich/Pressebüro Leipziger Buchmesse

www.ahojleipzig2019.de

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Leipziger Buchmesse: Fachprogramm für Autoren & Wege zum Bucherfolg

07 Donnerstag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Projekte

≈ Ein Kommentar

Schreiben, Gestalten, Vermarkten: Von Erfahrungen profitieren

autoren@leipzig – Fachprogramm für und von Autoren

Die Geschichte ist blendend. Der Erzählstil hinreißend. Doch leider reicht dies oft nicht allein, um sich am Markt durchzusetzen. Erfolgsautoren, Buchmarktexperten oder Marketinggurus informieren im Fachprogramm der Leipziger Buchmesse für Autoren – autoren@leipzig – über die Wege zum Bucherfolg.

Im Fachprogramm von und für Autoren der Leipziger Buchmesse autoren@leipzig finden angehende und erfahrene Wortkünstler während der gesamten Messelaufzeit Wissenswertes über das Schreiben und Publizieren. Das Themenspektrum der vielfältigen Veranstaltungen reicht vom Schreibkurs über das Training des Selbstbewusstseins oder der Social Media Kompetenzen bis zur Wahl des jeweils passenden Publikationsweges. Branchenexperten erläutern die Vor- und Nachteile von Self-Publishing und Verlagsverträgen. Marketingexperten zeigen Vermarktungsmöglichkeiten für Einzelkämpfer auf oder informieren über die Zusammenarbeit mit den Marketing- und Presseabteilungen der Verlage. Coaches geben Tipps zu überzeugenden Klappentexten oder erfolgreichen Online-Kampagnen.

Was können Autoren in Verhandlungen mit Verlagen fordern und was ist bei der Zusammenarbeit mit Lektoren zu beachten? Wann ist es sinnvoll, Bücher um eine Virtual und Augmented Reality zu erweitern? Ist Science Publishing eine Veröffentlichungsalternative im Hochschulsektor? Dies sind nur einige der Fragen, auf die Autoren in Leipzig Antworten finden. Neben Experten beteiligen sich Autoren, die bereits Bücher veröffentlicht haben und andere von ihren Erfahrungen profitieren lassen wollen, am Programm. Zudem stellen Autoren sich und ihre Werke auf der Leseinsel Autorengemeinschaftspräsentation in Halle 5 vor.

Leipziger Autorenrunde mit Bestseller-Autor Markus Heitz

Zum siebten Mal in Folge richtet Leander Wattig gemeinsam mit der Leipziger Buchmesse die Leipziger Autorenrunde aus.
Am 23. März können sich Autoren klassischer und neuer Verlage, etablierte und Jungautoren, Self-Publisher, Blogger, Texter und Publizisten von 10:00 bis 17:00 Uhr mit Autoren und Branchenexperten in 54 hochkarätig besetzten Tischgesprächsrunden austauschen. In diesem Jahr hält Fantasy-Bestseller-Autor Markus Heitz (Droemer Knaur) die Keynote. Er berichtet von seinem Weg auf die Bestsellerlisten. Erfolgreiches Publizieren steht auch auf der Agenda der weiteren Referentinnen und Referenten der Leipziger Autorenrunde. Hierzu gehören Experten wie Friederike Diaz, Head of Amazon Publishing DE, Diana Hillebrand, Schriftstellerin und Schreib-Dozentin, Hauke Hückstädt, Leiter Literaturhaus Frankfurt, und Kristine Listau, Verlegerin Verbrecher Verlag, oder Monika Pfundmeier, Autorin und Gewinnerin des Deutschen Selfpublishing Preises 2018. Die Tischrundengespräche drehen sich beispielsweise um Leserbindung dank guter Lesungen, spannendes Schreiben, das „perfekte“ Cover oder die erfolgreiche Suche nach dem „richtigen“ Lektor oder Verlag.

Details zum Programm der Leipziger Autorenrunde erfahren Interessierte hier.

Meet & Greet: Der schnellste Weg zum Buchprojekt

In zehn Minuten zum Buchprojekt? Zum Meet & Greet Speeddating haben Autorinnen und Autoren, Verlage und Literaturagenturen wieder die Gelegenheit, im Rahmen eines Speedmeetings gemeinsam neue Buchprojekte zu planen. Am Sonntag, den 24. März (10.15 Uhr bis 13 Uhr) geht das Meet & Greet Speeddating des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen (BVjA) und der Leipziger Buchmesse in seine fünfte Runde. Autoren konnten sich im Vorfeld der Messe für maximal drei Treffen mit Verlagsvertretern bewerben.

Das vollständige Fachprogramm autoren@leipzig finden Interessierte hier.

Öffnungszeiten und Preise

Die Leipziger Buchmesse in Verbund mit der Manga-Comic-Con öffnet vom 21. bis 24. März täglich von 10 bis 18 Uhr. Tickets gibt es seit dem 5. Dezember im Online-Shop. Früh sein, lohnt sich, denn das spart gegenüber den Tageskarten nicht nur bares Geld, sondern auch Wartezeit in langen Schlangen.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 25. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Julia Lücke/Pressebüro Leipziger Buchmesse

http://www.leipziger-buchmesse.de

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Bücher-Frühling: Neue Bücher

26 Dienstag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

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13 Buchempfehlungen von mir. Einige der Bücher begleiten mich schon eine Weile, andere sind druckfrisch. Es sind faszinierende, ungewöhnliche, wundersame, witzig-verrückte, aufregende, abenteuerliche, berührende Geschichten.

Sie entführen in flirrend-einprägsamen Bildern ins Mailand der 1930er Jahre, mit feinfühlig geschilderten Erinnerungen an erste Liebeserfahrungen in der Erzählung „Sommer am See“ von Alberto Vigevani, Buchhändler und Verleger.

Weitergeht`s in Londons einzigartigen Spielzeugladen, Schauplatz des zauberhaften Liebes- und Familienromans „Die kleinen Wunder von Mayfair“ anfangs des 20. Jahrhunderts. Eindrucksvoll erzählt außerdem Edward Debicki vom Schicksal seiner Familie, wie er Polska Roma, während des Zweiten Weltkrieges in seinem erstmals auf Deutsch erschienenen Buch „Totenvogel“.

Über Menschen mit großen und kleinen Seltsamkeiten, die Kraft des Lachens, wann und warum es not tut, erzählt hinterrücks humorvoll und witzig-ernsthaft zugleich der – hierzulande noch kaum bekannte! – Argentinier César Aira, von dem gleich zwei neue Bücher gerade erschienen sind: „Was habe ich gelacht“ und „Das Testament des Zauberers Tenor“.

„Das zweite Buch Vivaldi“, das dritte ist auch schon draußen, von Jens-Uwe
Sommerschuh versammelt verkaterte Kolumnen aus dem Elbtal, und dem größten Museumsraub der Naturgeschichte kommt ein passionierter Fliegenfischer auf die Spur im Roman „Der Federndieb“.

In die Gedankenwelt und den Kosmos des großen, mystischen Philosophen Jacob Böhme kann man in den beiden Bänden „Alles in Allem“ und
“Grund und Ungrund“ eintauchen.

Wie sie ihr Lebensglück gefunden haben, erzählen Menschen freimütig und mutmachend in 44 Geschichten im Buch „Wozu ich geboren wurde“. Über die Gegenwart in unserem Land reflektieren namhafte Autoren wie Ingo Schulze, Marcel Beyer u.a. im Band „Gespaltenes Land“ mit Beiträgen eines Symposiums der Sächsischen Akademie der Künste im Mai 2018.

Weitere und ausführliche Buch-Rezensionen folgen demnächst.

Lasst Euch überraschen!

Text und Fotos (lv)

Alberto Vigevani
„Sommer am See“
Friedenauer Presse, 2018
18 Euro

Josefine Klougart
„Einer von uns schläft“
Matthes & Seitz Berlin, 2019

Robert Dinsdale
„Die kleinen Wunder von Mayfair“
Knaur, 2018
16,50 Euro

Kirk Wallace Johnson
„Der Federndieb“
Droemer, 2018

Edward Debicki
„Totenvogel“
Friedenauer Presse, 2018
22 Euro

César Aira
„Was habe ich gelacht“
Matthes & Seitz Berlin, 2019
16 Euro

César Aira
„Das Testament des Zauberers Tenor“
Matthes & Seitz Berlin, 2019
18 Euro

Wiete Lenk
„Krähenbeißer“
Zwiebook
12,90 Euro

Michael Braun Alexander
„Madame Jakublonskis Monstrositäten-Cabinet“
Salomo
15 Euro

Jens-Uwe Sommerschuh
„Das zweite Buch Vivaldi“
Zwiebook
12 Euro

Jacob Böhme
„Alles in allem – Die Gedankenwelt des mystischen Philosophen“ und „Grund und Ungrund“
Sandstein Verlag
35 Euro

„Gespaltenes Land – Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?“
Mit Beiträgen von Ingo Schulze, Marcel Beyer u.a.
Sächsische Akademie der Künste, Sandstein Verlag

„Wozu ich geboren wurde. Menschen. Ihre Lebenswege. Ihre Mission“
Druckerei Schiemenz GmbH

Scott Galloway
„the four – Die geheime DNA von Amazon, Apple, Facebook und Google“
Plassen Verlag
24,99 Euro

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Literatur-Café Ahoj im Tschechischen Zentrum in Berlin eröffnet

25 Montag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Literatur, Musik, Poesie

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Prager Kaffeehauskultur an der Spree

Im Vorfeld der Leipziger Buchmesse mit Tschechien als Gastland eröffnet das Literatur-Café Ahoj im Tschechischen Zentrum in Berlin.

Aus Anlass des tschechischen Gastlandauftritts bei der Leipziger Buchmesse 2019 eröffnet das Tschechische Zentrum Berlin das Literatur-Café Ahoj: Vom 28.2. bis 3.4. wird dort Prager Kaffeehauskultur zu erleben sein, die von je her den leidenschaftlichen Austausch über Literatur, Kunst und Musik beflügelt hat.

In der Galerie des Tschechischen Zentrums bietet das Literatur-Café Ahoj böhmisches Backwerk und mährischen Wein. Ein Pop up Buchladen stellt die neu erschienenen tschechischen Werke aus, die Wände werden tschechische und slowakische Illustrationskunstwerke zieren. Abends, ab 19 Uhr, treten Autorinnen und Autoren zu Lesungen und Gesprächen auf, finden Konzerte oder Filmvorführungen statt. Der Eintritt ist frei.

Zur Eröffnung des Literatur-Cafés Ahoj am 28. Februar, um 19 Uhr in der Galerie des Tschechischen Zentrums Berlin, Wilhelmstraße 44/Eingang Mohrenstraße  treten die Graphic-Novel-Autoren Jan Novák und Jaromír 99 auf und stellen ihr soeben erschienenes Werk „Tschechenkrieg“ vor. Im Anschluss folgt ein Konzert von J99&DnR, dem neuen Projekt der Musiker Jaromír 99 (Gesang, Vocoder), Dušan Neuwerth (Gitarre, Gesang) und Zdeněk Jurčík (Percussion, Keyboard, Vocoder).

Bis zum 3. April finden folgende weitere Veranstaltungen im Literatur-Café Ahoj! statt:

Mo., 4.3.2019, 19 Uhr

DokuMontag mit dem Debütfilm Švéd v žigulíku / The Russian Job

CZ 2017, 63 Min, OmeU, Regie: Petr Horký
Ein schwedischer Manager wird angeheuert, um einen ehemaligen Vorzeigebetrieb der Sowjetunion zu retten. Der Debütfilm von Petr Horký erhielt den Pavel Koutecký Preis 2018.

Di., 5.3.2019, 19 Uhr

Deutsch-tschechische Poetry Slam Show mit Jaromir Konecny und Freunden
Jaromir Konecny (D, CZ), Kirsten Fuchs (D) und Anatol Svahilec (CZ) führen deutschen und tschechischen Wortwitz vor.

Do., 7.3.2019, 19 Uhr

Poesie und Musik: Zuzana Lazarová, Ondřej Cikán und Polanský wtf Langmann

Deutsch-tschechische Lesung von Gedichten, begleitet von einer progressiven musikalischen Performance.

Mi., 13.3.2019, 19 Uhr

Tschechien erlesen: Kateřina Tučková – Gerta. Das deutsche Mädchen

Die bewegende Geschichte einer deutschen Familie aus Brünn. Lesung und Gespräch mit der Romanautorin (tsch. und dt.) in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

Mo., 18.3.2019, 19 Uhr

DokuMontag mit dem Film Der Prinz und der Dybbuk

PL/D 2017, 82 Min., OmU, Regie: Elwira Niewiera & Piotr Rosołowski
Der Pole Michał Waszyński, der nach 1945 in Italien lebte und sich „Prinz” bzw. Michael Waszyński nannte, produzierte einige der größten Hollywood-Filme. Aber wer war er wirklich? Im Anschluss Gespräch mit der Regisseurin. In Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin.

Di., 19.3.2019, 19 Uhr

Buchpremiere Prag – eine literarische Einladung
Die Stadt Prag wird durch die Augen ihrer Autorinnen und Autoren vorgestellt. Es spricht Herausgeberin Petra Knápková, es liest der Schauspieler Denis Abrahams. In Kooperation mit dem Wagenbach Verlag Berlin.

Mo., 25.3.2019, 19 Uhr

Tschechien erlesen: Jiří Hájíček – Dann blühen die Gräser

Lesung und Gespräch (tsch. und dt.) mit dem Romanautor, der sich auch bestens auf das kleine Format der Erzählung versteht. In Kooperation mit dem Verlag Větrné mlýny.

Mi., 27.3.2019, 19 Uhr

Vom Verse schmuggeln. Ein Übersetzergespräch
Kathrin Janka (Parsteinsee), Mirko Kraetsch (Berlin), Martina Lisa (Leipzig) und Pavel Novotný (Liberec) sprechen über die kreative Arbeit beim Projekt VERSschmuggel und die besonderen Herausforderungen beim Übersetzen von Poesie. In Kooperation mit dem Haus für Poesie Berlin.

Fr., 29.3.2019, 20 Uhr

WWW – wilhelmstr./ electronic

Konzert mit grüblerischen, unglücklichen, aber poetischen Liedtexten voller Wortspiele und einem ganz speziellen Sound zwischen Hip Hop und Electro.

Mo., 1.4.2019, 19 Uhr
Tschechien erlesen: Jaroslav Rudiš & Martin Becker
Jaroslav Rudiš moderiert Martin Becker. Martin Becker moderiert Jaroslav Rudiš. Und beide lesen aus ihren Büchern „Winterbergs letzte Reise“ und „Warten auf Kafka“.

Mi., 3.4.2019, 19 Uhr

Finissage mit Jaromír Typlt und Ivan Palacký – Šlahouny ve větve/ Ranken in Zweige

Performance des Dichters und Kunsttheoretikers Jaromír Typlt und des Musikers und Architekten Ivan Palacký mit Poesie und Klangkunst.

Geöffnet hat das Literatur-Café Ahoj vom 1.3. bis 3.4. Montag bis Samstag, 12-18 Uhr, bei Abendveranstaltungen ab 12 Uhr durchgehend.

Das Literatur-Café Ahoj wird aus Anlass des Gastlandauftritts Tschechiens bei der Leipziger Buchmesse 2019 vom Tschechischen Zentrum Berlin veranstaltet. Mit freundlicher Unterstützung vom Kaffeehaus manacoffee, Festival LUSTR, dem Weinhandel HRDINA&dcera, der Buchhandlung Bücher am Nonnendamm sowie dem Grafik Designer Martin Hrdina.

Text: Susanne Meierhenrich/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Weitere Informationen

http://berlin.czechcentres.cz/programm/event-details/cafe-ahoj/

www.ahojleipzig2019.de

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Leipziger Buchmesse: „Zwischenstopp Dresden. Generation 89 – Literatur in Ausnahmezuständen“

22 Freitag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Musik, Projekte

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Literatur unterwegs

Auf ihrem Weg von Prag nach Leipzig legen zehn Autorinnen und Autoren einen Zwischenstopp ein. Das deutsch-tschechische Literatur-Treffen findet am 19. März, ab 18 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof statt, wo einst die Züge der Ausreisewilligen aus der DDR nach Prag hielten.

3.600 inspirierende Begegnungen mit Autoren und ihren Werken – Leipzig liest lädt ein zu literarischen Entdeckungsreisen, scharfsinnigen Analysen und spannender Unterhaltung im Rahmen der Buchmesse (vom 21. bis 24. März).

Schriftsteller? Den Beruf gibt es nicht. Das behauptet zumindest der Sachbearbeiter des Arbeitsamts gegenüber dem hilfesuchenden Schriftsteller im neuen Roman „Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück“ von Tomer Gardi. Dass es diesen Beruf gibt und wie fantastisch sowie inspirierend er ist, beweist nicht nur der Protagonist des Romans. Das zeigen vom 21. bis 24. März auch eindrücklich die 3.400 Mitwirkenden von Europas größtem Lesefest Leipzig liest in 3.600 Veranstaltungen an 500 Orten auf dem Leipziger Messegelände sowie in der Stadt Leipzig. Vier Tage lang stehen sie stellvertretend für die lebendige internationale Literaturszene auf den Leipziger Bühnen und bieten literarische Entdeckungen, spannende Debatten zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und gute Unterhaltung.

„Ahoj Leipzig! Gastland Tschechien stellt Programm zur Leipziger Buchmesse vor

Auf der gestrigen Pressekonferenz zur Leipziger Buchmesse hat Martin Krafl, Koordinator des tschechischen Gastlandauftritts, das Buchmesseprogramm vorgestellt. Die tschechische Republik ist in Leipzig mit 70 Neuerscheinungen und 55 Autorinnen und Autoren vertreten, die dafür vom Dramaturgischen Rat ausgewählt worden sind:

Michal Alvaz, Džian Baban, Bianca Bellová, Petr Borkovec, Eugen Brikcius, David Böhm, Tereza Boučková, Dora Čechova, Radka Denemarková, Milan Děžinský, David Drábek, Sylva Fischerová, Radek Fridrich, Renáta Fučíková,Zuzana Fuksová, Thomás Glanc, Arnošt Goldflam, Jiří Grus, Jiří Hájíček, Viktorie Hanišová, Petr  Hruška, Jaromír 99,Dora Kaprálová, Pavel Kohout, Stanislav Komárek, Jiří H. Krchovský, Lucie Lomová, Radek Malý, Vratislav Maňák,Vojtěch Mašek, Galina Miklínová, Marka Míková, Jan Němec, Jan Novák, Iva Pekárková, Markéta Pilátová,   Jiří Přibáň, Iva Procházková, Martin Reiner, Sylvie Richterová, Jaroslav Rudiš, Tomáš Sedláček, Tereza Semotamová,Marek Šindelka, Petr Sís, Matěj Spurný, Petr Stančík, Marek Toman, Jáchym Topol, Kateřina Tučková, Jaromír Typlt, Petr Váša, Martin Vopěnka, Davis Zábransky, Petr Zelenka.

Auf mehr als 130 Veranstaltungen, im Messegelände und in der Leipziger Innenstadt, wird tschechische Literatur zu erleben sein: auf dem Messegelände insbesondere am tschechischen Nationalstand in Halle 4, D 401, der mit einem Veranstaltungsforum versehen ist. Comics, Kinder- und Jugendliteratur werden in Halle 2, H 301 vorgestellt. Darüber hinaus finden tschechische Veranstaltungen im Café Europa, im Forum OstSüdOst und im Forum International statt sowie auf mehreren namhaften Medienpodien, darunter das Blaue Sofa, die LVZ-Autoren-Arena und der ARTE-Stand. An den Messeabenden treten tschechische Literaten an über zehn verschiedenen Orten in der Leipziger Innenstadt auf wie dem Café und Club Telegraph, der Diskothek des Schauspiels Leipzig, der Schaubühne Lindenfels, dem UT Connewitz, der Stadtbibliothek und der Galerie KUB.

Im Mittelpunkt der Lesungen und Diskussionen stehen Themen wie die deutsch-tschechischen Beziehungen, tschechische Literatur im deutschsprachigen Raum, Brexit und die Krise Europas, die Perspektiven der jüngeren Autorengeneration oder die literarische Verarbeitung der Entwicklung nach 1989. Gleich beim Eintritt in die Messe-Glashalle wird die Revolution von 89 als zentraler Bezugspunkt des tschechischen Auftritts unübersehbar sein, indem die Besucher dort auf die Skulptur „Quo Vadis“ des Künstlers David Černý treffen: einen Trabi auf vier Beinen. Die Skulptur, die auch im Garten der Deutschen Botschaft in Prag sowie im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig steht, erinnert an die Grenzöffnung und Ausreise der Botschaftsflüchtlinge aus Prag.

Buchmessedirektor Oliver Zille stellt heraus: „Das Programm unseres diesjährigen Gastlandes ist einzigartig. Die Eingliederung des Gastlandauftrittes in das gesamte Tschechische Kulturjahr, 70 neue Übersetzungen für den deutschen Markt und mehr als 130 Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse sorgen schon jetzt für Aufmerksamkeit in der Buchbranche. Ich bin mir sicher, dass unsere Leser großartige Entdeckungen machen und unseren Nachbarn in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken werden. Für dieses Engagement möchte ich den Organisatoren des Gastlandes danken.“

Projektkoordinator Martin Krafl unterstrich: „Ich würde mich freuen, wenn der tschechische Gastlandauftritt in Leipzig und unser Kulturjahr die tschechische Literatur und Kultur im deutschsprachigen Raum dauerhaft präsent halten würden und die SchriftstellerInnen und KünsterInnen unserer beiden Länder im Dialog blieben. Dies ist wichtig für unsere Nachbarschaft, welche auf Nähe und dem gegenseitigen Kennenlernen beruht.“

Literarischer Auftakt in Dresden und Leipzig

Bereits am 19. März findet der tschechische Auftakt in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden statt, wo zehn Autorinnen und Autoren auf ihrem Weg von Prag zur Leipziger Buchmesse einen Zwischenstopp einlegen: „Zwischenstopp Dresden. Generation 89 – Literatur in Ausnahmezuständen“, heißt das deutsch-tschechische Autorentreffen ab 18 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof, veranstaltet gemeinsam u.a. mit Euroregion Elbe/Labe, der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek, dem Festival „Literatur Jetzt!“ und dem Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025. Erwartet werden Martin Becker, Radka Denemarková, Julia Schoch und Jáchym Topol sowie Jaroslav Rudiš mit der Kafka Band. Außerdem wird dort um 15.30 Uhr die Ausstellung „Die Botschaftsflüchtlinge auf ihrer Fahrt von Prag nach Hof“ eröffnet. Mit dem Hauptbahnhof als Austragungsort für dieses Autorentreffen soll an den dortigen Ausnahmezustand rund um den 3. und 4. Oktober 1989 erinnert werden. Die Autorinnen und Autoren diskutieren darüber, was diese Ereignisse von vor 30 Jahren für sie heute aus tschechischer und deutscher Perspektive bedeuten.

Auch in Leipzig wird es bereits am Vorabend der Buchmesse-Eröffnung einen tschechischen Auftakt geben: Im Haus des Buches eröffnet die Ausstellung „Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel“ mit Pavel Kohout und seiner Tochter Tereza Boučková. Zeitzeugnisse wie Briefe, Fotografien, Zeitungen und Bücher erzählen davon, wie die Politik das persönliche Schicksal des tschechisch-österreichischen Schriftstellers Pavel Kohout bestimmte und sein Leben als Entscheidung gegen die Ideologie und für die Freiheit prägte.

Eröffnung mit Filmpremiere „Orangentage“ und Kafka-Band

Zur Eröffnung des tschechischen Buchmesse-Programms am 20. März feiert der Kinder- und Jugendfilm „Orangentage“, eine tschechisch-deutsch-slowakische Koproduktion (Regie: Ivan Pokorný), im Regina-Palast in Leipzig Premiere: eine Teenagergeschichte über die erste Liebe und das Erwachsenwerden nach dem gleichnamigen preisgekrönten Roman von Iva Procházková. Die Autorin wird ihr Buch auf der Leipziger Buchmesse u.a. in Halle 2, am tschechischen Kinderforum vorstellen. Am 30. Mai wird barnsteiner-film „Orangentage“ in die deutschen Kinos bringen.

Am Abend des 20. März, ab 21 Uhr, beginnt der musikalische Auftakt: Jaroslav Rudiš und die Kultgruppe Kafka Bandtreten in der Schaubühne Lindenfels auf. Neben Jaroslav Rudiš gehört der Zeichner und Musiker Jaromír 99 zur Band, beide wurden in Deutschland durch ihre Graphic Novel „Alois Nebel“ und deren Verfilmung bekannt. Die Kafka Band schöpft ihre Inspiration aus der Literatur Franz Kafkas und verwandelt sie in Klang und Rhythmus. Nach ihrem Album „Das Schloss“ hat die Band jüngst Kafkas Roman „Amerika“ in zwölf Songs musikalisch umgesetzt.

Tschechische Thementage auf dem Messegelände

An den Buchmessetagen, 21. bis 24. März, wird der Gastland-Auftritt auf dem Messegelände am tschechischen Nationalstand jeden Tag unter ein bestimmtes Thema gestellt, das ein prominenter Pate vertritt. Die Paten und ihre Werke werden täglich um 10 Uhr vorgestellt. Darauf gibt es wechselnde Lesungen aus den tschechischen Neuerscheinungen, und um 14 Uhr findet eine Debatte zum Tagesthema statt. Gegen 17 Uhr endet der Messetag mit einer Performance von Zuzana Fuksová, die Rückblicke auf die Highlights des Tages gibt.

Die tschechischen Tagesthemen:

Messedonnerstag: „Literatur im Ausnahmezustand“ mit Patin Radka Denemarková, die vielfach preisgekrönte und europaweit bekannte Autorin, deren neues Buch „Ein Beitrag zur Geschichte der Freude“ kürzlich erschienen ist.

Messefreitag: „In der neuen Welt – Generation 89“ mit Pate Jaroslav Rudiš, international bekannter Autor, dessen jüngstes Buch „Winterbergs letzte Reise“ auf der Shortlist in der Kategorie Belletristik des Leipziger Buchpreises steht

Messesamstag: „Krisenzeiten? – Europa heute“ mit Pate Jiří Přibáň, der in England lehrende, international renommierte Jurist und Soziologe

Messesonntag: „Literatur der Beunruhigung“ mit Pate Tomáš Glanc, namhafter Osteuropaexperte, Kulturwissenschaftler und Slawist.

Auch das tschechische Kinderforum in Halle II wird von Paten betreut: der Autorin Iva Procházková, die mit ihrem Buch „Orangentage“ über die Grenzen hinweg bekannt ist, und Petr Sís, der weltweit anerkannte tschechische Buchautor, Maler und Regisseur.

Höhepunkte des tschechischen Messeprogramms:

21.3.: Nationalstand, 10 Uhr, Radká Denemarkova über ihr neues Buch „Ein Beitrag zur Geschichte der Freude“; 12 Uhr, feierliche Eröffnung des tschechischen Nationalstandes unter Anwesenheit des Kulturministers der Tschechischen Republik; 14 Uhr: Jáchym Topol und Radka Denemarková über ihr Leben als Schriftsteller; Kinderforum, 16 Uhr: Gespräch über den tschechischen Comic heute; 17 Uhr Tages-Rückblick

22.3.: Nationalstand, 10 Uhr Jaroslav Rudiš über sein neues Buch „Winterbergs letzte Reise“; Kinderforum: „Kafkas Prag“ mit Renáta Fučíková und Radek Malý; Café Europa, 13 Uhr: „Am Ende – Europa! Die Bedeutung Europas für Polen, Ungarn und Tschechien; Kinderforum, 13 Uhr: Petr Sís, „Zurück in die Kindheit“; Forum OstSüdOst,14 Uhr: „Das Scheitern des Staatssozialismus“, Gründe und Folgen; Forum International, 17 Uhr: Iva Pekárková und Jan Novak über tschechisch-amerikanische Erfahrungen; Nationalstand, 17 Uhr, Tages-Rückblick

23.3.: Nationalstand, 10 Uhr: Jiří Přibáň, Krisenzeiten? – Europa heute. Welche Möglichkeiten hat Europa, aus der Krise gestärkt herauszukommen?; Nationalstand, 14 Uhr: Iva Pekárková und Jiří Přibáň: „Brexit. Zwei tschechische Schicksale im Vereinigten Königreich“; Café Europa, 14 Uhr: „Die Sezession: Tschechien und Slowakei“ mit Radka Denemarková, Tomáš Kafka, Irena Brežná; Leseinsel Junge Verlage, 15:30 Uhr: Jaromír Typlt stellt Lyrik aus Tschechien vor; Kinderforum, 16 Uhr: Lucie Lomová, tschechische Comic-Künstlerin, gibt einen Workshop über „Goldene tschechische Märchen“; Nationalstand 17:30 Uhr, Tages-Rückblick

24.3., Nationalstand, 10 Uhr: Tomáš Glanc über „Literatur der Beunruhigung“; Kinderforum, 11 Uhr: Iva Procházková präsentiert ihr Buch „Orangentage“; Nationalstand, 14 Uhr: „Wie politisch kann und soll die Kunst sein?“ mit dem Slawisten Tomáš Glanc, dem Ökonomen Tomáš Sedláček und dem Historiker Matěj Spurný; Nationalstand, 15:30 Uhr: Get together, Zusammentreffen der AutorInnen und LeserInnen.

Tschechische Autorinnen und Autoren werden darüber hinaus auf den großen Veranstaltungsforen und in den Medien zu erleben sein, darunter:

Blaues Sofa: Pavel Kohout gemeinsam mit Jaroslav Rudiš (21.3.), Jáchym Topol (22.3.) und Radka Denemarková (24.3.), jeweils 11 Uhr

Arte-Stand: Tereza Semotamová (21.3.), Radka Denemarková (22.3.) und Kateřina Tučková (23.3.), jeweils 14 Uhr

LVZ-Autoren-Arena: Pavel Kohout (21.3., 13 Uhr), Radka Denemarková (23.3., 13 Uhr) und Jaroslav Rudiš (24.3., 11 Uhr)

3sat Kulturzeit-Forum: Jiří Hájícek (22.3., 15 Uhr).

Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen, Filme und Musik in der Leipziger Innenstadt

An den Messeabenden in der Leipziger Innenstadt wird tschechische Literatur und Kultur an mehr als zehn verschiedenen Orten vorgestellt, flankiert durch Ausstellungen, filmische und musikalische Darbietungen.

Tschechische Programmhöhepunkte in Leipzigs Innenstadt:

21.3.: Stadtbibliothek, 17 Uhr, Jáchym Topol: „Literatur in der Ausnahmesituation“; Galerie KUB, 18.30 Uhr, Jaromír 99 und Jan Novák: „Tschechenkrieg“. Die neueste Graphic Novel des Autorenduos mit Lesung und Musik; Schaubühne Lindenfels, 19 Uhr: Reihe Drama Panorama mit neuen politischen Stücken aus Tschechien

22.3.: Neues Rathaus, Ratsplenarsaal, 15 Uhr: Präsentation der Gesamtausgabe des Werks von Jiří Gruša; Galerie KUB, 18.30 Uhr, Petr Stančík und Petr Janeček: „Der Sprungfedermann“, ein Mann mit Stahlfedern an den Schuhen wird Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg; 19:45 Uhr, Petr Borkovec und Kateřina Tučková: Generation 89, ein Gespräch über die Entwicklung der tschechischen Gesellschaft und Kultur seit 1989; Schaubühne Lindenfels, 20 Uhr, Bohemska. Lange Nacht der tschechischen Literatur mit Lesungen, Film und Musik; Café Telegraph, 21 Uhr, „Tabus der tschechischen Gesellschaft“ und Erfahrungen zweier totalitärer Regime; Galerie KUB, 21:30 Uhr: Lucie Lomová und Jiří Grus, Tschechischer Comic heute; UT Connewitz, 21:30 Uhr, Dora Kaprálová und David Zábranský zum Thema „Tschechen in Deutschland“. Was bedeutet Deutschland für sie?

23.3.: Telegraph-Club, 18:30 Uhr: Tschechische Literatur im deutschsprachigen Raum mit den Übersetzerinnen und Übersetzern Mirko Kraetsch, Eva Profousová, Katrin Janka, Bernhard Borovansky; Café Telegraph, 18:30 Uhr, Marek Šindelka und Jan Němec: Ein Gespräch über die zeitgenössische tschechische literarische Szene und ihre Themen; Baumwollspinnerei 19 Uhr, Halle 10 G: VERSschmuggel, Kunst aus Leipzig begegnet frischen Gedichten aus Tschechien und Deutschland. Für die Lesung in Leipzig haben fünf Künstler Gedichte multimedial übersetzt; Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, 19 Uhr: „Die Dämonen des Kapitals“, Tomáš Sedláček. Vortrag des Bestsellerautors und Chefökonomen der größten tschechischen Bank

Die Ausstellungen zum Gastland-Auftritt:

Stadtbibliothek Leipzig zeigt „12 WORLDS – 12 zeitgenössische Kinderbuch-IllustratorInnen“ (19.1.-13.4.) sowie die Fotoausstellung von Karel Cudlín, „Gesichter der tschechischen Literatur“ mit Porträts tschechischer zeitgenössischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller (18.3.-22.6.)

Deutsches Buch- und Schriftmuseum lenkt den Blick auf tschechische Avantgardekunst „ZIRKUS in der Druckerei“ – Tschechische Avantgardebuchkunst (6.2.-11.8.)

Haus des Buches: Foto-Ausstellung „Pavel Kohout – Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel“ (20.3.- 24.4.)

Rathaus Leipzig: „Jiří Gruša – Schriftsteller und Diplomat – Ein Leben in der Freiheit des Wortes“ (22.3.) und VHS Leipzig (25.3.-31.5.)

Galerie KUB: „Währenddessen an einem anderen Ort. Ein Jahrhundert des tschechischen Comics“(15.3.-13.4.).

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 wird veranstaltet vom Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Mährischen Landesbibliothek sowie der Leipziger Buchmesse, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, der Partnerstädte Leipzig und Brünn, der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Goethe Instituts Prag sowie weiterer Partnerinstitutionen

Weiterführende Informationen

Das vollständige Programm sowie Informationen zu Autorinnen und Autoren: www.ahojleipzig2019.de

Das Partner-Programm des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds zur Buchmesse: http://fondbudoucnosti.cz/de/leipzig/

Text: Susanne Meierhenrich/Pressebüro Leipziger Buchmesse

http://www.leipziger-buchmesse.de

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Erich Kästner Museumsfestival: Elektropolis – Die Arbeitswelt von morgen & Die Konferenz der Tiere als Mitmach-Musical

21 Donnerstag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Projekte

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Motto des Festivals: „Von Vielfalt und Neuer Sachlichkeit“

In diesem Jahr feiern wir den 120. Geburtstag des weltbekannten Dresdner Schriftstellers Erich Kästner und den 20. Geburtstag unseres mobilen interaktiven micromuseum®. Der Förderverein für das ERICH KÄSTNER MUSEUM/Dresdner Literaturbüro e.V. laden zum Ersten Kapitel „Telegramm an alle Welt“* (Aus: Die Konferenz der Tiere, 1949) des Erich Kästner Museumsfestivals 2019 vom 21. bis 24. Februar ein.

Zur Eröffnung las die Autorin Freya Klier am Donnerstagabend aus ihrem Buch „Dresden 1919. Die Geburt einer neuen Epoche“ am 19. Februar im Literaturhaus Villa Augustin, in dem sich auch das Kästner-Museum am Albertplatz befindet. „Die Vergangenheit ragt ins Heute hinein. Auch jene, die hundert Jahre zurückliegt.“ (Feya Klier)

Freya Klier, geb. 1950 in Dresden, arbeitete als Schauspielerin und Theater-regisseurin, 1980 war sie Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung. 1988 wurde sie zusammen mit anderen Bürgerrechtlern verhaftet und unfreiwillig ausgebürgert; seitdem arbeitet sie als Dokumentarfilmerin und Autorin. Freya Klier hat viele Preise und Ehrungen erhalten, u.a. das Bundesverdienstkreuz (2012). 2016 wurde ihr der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis in der Frankfurter Paulskirche überreicht.

 „Humanismus? Weltbürgertum? Liberale Demokratie? Bauhaus? Neuer Populismus? Neue Heimat? Neuer Mensch? Diese Fragen bewegten Erich Kästner, Jahrgang 1899. Er wurde Zeuge und Handelnder in einem Jahrhundert voller Kontinuitätsbrüche und Gewalt, Neuanfänge und technischer Fortschritte. Wo stehen wir, die Erben von 1919, 1949 und 1989 heute? Welche Wirklichkeiten bestimmen unsere Haltung?

Weitere Veranstaltungen

Freitag, 22.2., 19 Uhr
„Elektropolis Die Arbeitswelt von morgen“

Offene Podiumsdiskussion zum Thema Arbeit und Digitalisierung mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Kunst

Sonnabend, 23.2., 15 Uhr
„Die Konferenz der Tiere/Doubutsu-kaigi“ – Mitmach-Musical von Moco Matsumoto (Tokio): Familienprogramm mit Performance, Gesangsworkshop und Maskenbau
(die Teilnahme ist kostenfrei, Voranmeldung erforderlich)

Sonntag, 24.2., 11 Uhr
„Die Konferenz der Tiere“
Videokonferenz und gemeinsames Singen mit Liveschaltung nach Tokio
(Voranmeldung erforderlich)

Sonntag, 25.2., 15 Uhr
„Emil und die Detektive“

Familien-Parcours im Erich Kästner Viertel mit Emil Tischbein und Fräulein Blümchen

Das Festival wird vom 14.-20. März mit dem Zweiten Kapitel „Der synthetische Mensch“ fortgesetzt, vom 4.-7. April folgt mit „Lassen Sie sich nichts weismachen!“ das Dritte Kapitel.

Text: Andrea 0`Brien/Literaturhaus Dresden

http://www.erich-kaestner-mueum.de
http://www.literaturhaus-dresden.de

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Heusers Büchertheke - Lesung aus Juli Zehs Roman "Unterleuten"
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul
  • Ausstellung "Mit allen Sinnen" von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros
  • Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen
  • Premiere "Die Troerinnen" im projekttheater
  • Wunderkammer-Festival WuKaMenta auf der Prager Straße
  • Premiere "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch im Kleinen Haus
  • Premiere "Das Ding - die Friedrichstadt-Revue" im Dresdner Friedrichstatt Palast

Aktuelle Beiträge

  • Neue Katzen-Lyrik: Im Lichtzimmer
  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung

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