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Kategorien-Archiv: Literatur

Heusers Büchertheke – Lesung aus Juli Zehs Roman „Unterleuten“

08 Montag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

≈ 2 Kommentare


Schauspieler Michael Heuser lädt zur Büchertheke an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul ein

Heusers Büchertheke: Starke Geschichten – Starke Autorinnen Europas

Aus Juli Zehs Roman „Unterleuten“ liest Schauspieler Michael Heuser zusammen mit Luca Lehnert, am Klavier begleitet von Uwe Zimmermann, am 12.1., um 19.30 Uhr in der Theaterkneipe Golde Weintraube der Landesbühnen in Radebeul.

Michael Heuser präsentiert sein persönliches Best Of der Gegenwartsliteratur und lädt jedes Mal besondere Gäste – Kollegen, Musiker oder Schriftstellerinnen – ein.

Gemeinsam mit der jungen Schauspielerin Luca Lehnert stellt er zu Beginn der Reihe Juli Zehs hochspannenden und die wichtigen Fragen unserer Zeit aufgreifenden Gesellschaftsroman „Unterleuten“ vor,  gefolgt im März 2018 von „Sandberg“ von Joana Bator. Die polnische Autorin erzählt höchst vergnüglich von Rebellion, Freiheitssehnsucht und Glücksanspruch der Kinder einer vom 2. Weltkrieg und Flucht geprägten Generation. Im Mai verleiht Michael Heuser Stimmen aus dem dokumentarischen Roman der russischen Nobelpreisträgerin für Literatur Swetlana Alexijewitsch „Secondhand- Zeit“ Gehör.

Juli Zeh, Unter Leuten:

Gemeinsam mit der jungen Schauspielerin Luca Lehnert stellt er zu Beginn der Reihe Juli Zehs hochspannenden und die wichtigen Fragen unserer Zeit aufgreifenden Gesellschaftsroman „Unterleuten“ vor: Ein idyllischer Ort in Brandenburg gerät aus den Fugen, als eine Investmentfirma in unmittelbarer Nähe des Dorfes einen Windpark errichten will. Die neu zugezogenen Berliner Aussteiger verstehen die Gesetze der ostdeutschen Provinz ebenso wenig wie die junge ehrgeizige Pferdefanatikerin aus den alten Bundesländern. Und auch der latent schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Verlierern unter den Alteingesessenen lodert mit ungeahnter Kraft wieder auf. In Unterleuten ist schon bald die Hölle los ist …

Nächste Termine:

22.03.2018, 19.30 Uhr, Goldne Weintraube: Joana Bator „Sandberg“
25.05.2018, 19.30 Uhr, Goldne Weintraube: Swetlana Alexijewitsch „Second-Zeit“

Text + Foto: Petra Grubitzsch/LB

Auskünfte und Kartenverkauf:  Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de

 

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Interieur Underground: Lebendige Zeitreise in die Subkultur der DDR

10 Sonntag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Film, Fotografie, Lebensart, Literatur, Musik, Poesie

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aktuelle Künstlerplakate zur Ausstellung „Interieur Underground“
Soundkünstler Uli Sachse und Reinhard Zabka, künstlerischer Leiter im Lügenmuseum
Kraftvoller Klangrausch aus der Kellertiefe: Jazzmusiker Hartmut Dorschner am Saxofon 

Schaufenster in die Geschichte mit Originalsound

Die Ausstellung „Interieur Underground“ versammelt spannend und aufschlussreich Bilder, Erinnerungsstücke und Lebensgeschichten subkultureller Künstler der DDR im Lügenmuseum Radebeul.

Bilder mit dunklen Häuserklötzen, Filmguckkästen aus der Schlüssellochperspektive und die Welt im Karton eingefangen. Ausstellungsplakate und Fotografien von Wohnungslesungen, Straßenaktionen und einem Kunstfest mit Anwohnern, Künstlern und der Szene vom Prenzlauer Berg und den ersten Punks füllen die Wände. Darunter eine frühe Arbeit von Cornelia Schleime, die von Dresden nach Ostberlin flüchtete. Den Siebdruck lernte sie bei Reinhard Zabka. Zu sehen ist auch eine Grafik, „Die oppositionelle Sonne“ von Bärbel Bohley zu einem Gedicht von Rüdiger Rosenthal. An einer Soundorgel kann jeder sich seinen eigenen DDR-Sound mixen und anhören. Wie ein Schaufenster in die Geschichte wirkt die neue Kunst- und Rauminszenierung „Interieur Underground“, die am Sonnabend im Lügenmuseum Radebeul eröffnete im Rahmen der Dauerausstellung im alten Gasthof in Serkowitz.

Sie entführt authentisch, kenntnisreich und mit viel Ironie zurück in die Zeit der konspirativen Künstlerszene und Subkultur in der DDR. Durch eine schmale Pforte hinter einem Bücherregal gelangen die Besucher in das nachgebaute, versteckte Hinterzimmer. Es ist einem ärmlichen Hinterhofatelier im Prenzlauer Berg oder in Dresden-Neustadt nachempfunden. Die Ausstellung versammelt Bilder, Objekte, Erinnerungsstücke und Lebensgeschichten von Künstlern, die unangepasst zum politischen System, oft mit Ausstellungs- und Auftrittsverbot belegt, im Untergrund eine äußerst schöpferische Gegenkultur und grenzüberschreitende Gestaltungsmittel entwickelten. Davon erzählt eine Bilderwand voller Mail Art-Kunst, Zeichnungen und Collagen voll witzig-hintergründiger Aussagen wie: „Ich übersende Ihnen eine Linie. Führen Sie diese weiter…“

Das Motto der Untergrundkünstler von einst gilt unverändert: „Kunst ist der Spiegel deiner Gesellschaft“. Zu sehen sind Kunstwerke aus den Sammlungen von Peter Graf, Klaus Liebscher, Pit Müller sowie Wilfriede und Ekkhard Maaß. Zur Ausstellungseröffnung im Beisein vieler Künstler und dem Radebeuler Bürgermeister Bert Wendsche spielte der Jazzmusiker Hartmut Dorschner wilde, raue und kraftvoll wirbelnde Klänge auf dem Saxofon mit fulminantem Finale ganz unten im Kellergewölbe.

„Interieur Underground ist eine Sammlung von Tropfen, die ein undichtes Fass zum Überlaufen brachten. Jeder einzelne Tropfen hat die Kraft uns mitzuziehen wie ein Strudel“, sagte der Radebeuler Autor Thomas Gerlach zur Eröffnung des neuen Ausstellungsraums. „Die Ausstellung sagt nicht: So war es, sondern so ist es auch gewesen“, sagte Teresa Ende in ihrer Rede über „Interieur Underground“. Diese lebendigen Erinnerungen bilden das Fundament für das Heute. „Es braucht Beides. Das Zeigen der Werke und ihre Erzählung, das Gespräch und die Vielfalt der Perspektiven.“

Zur Ausstellungsraum erschien außerdem einen Katalog mit `89 Geschichten der Friedlichen Revolution, in dem Künstler dieser Zeit anhand von Alltagsdingen über Ausgrenzung und Verfolgung erzählen. Zehn aktuelle Künstlerplakate mit Erinnerungsstücken von damals und dem Blick von heute können zudem als
Wanderausstellung ausgeliehen werden. Gefördert wurde das Kunstprojekt „Interieur Underground“, getragen vom Verein “Kunst der Lüge“ e.V., durch die Bundesstiftung Aufarbeitung und vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen.

Text + Fotos (lv)
Magische Wunderwelt mit Underground-Buffet

Spiel mit Wahrheit und Illusion: Verführerische Kunsttorte und Kräutertee
Da sind sie aber immer noch: Künstlerrunde rege im Gespräch nach der Ausstellungseröffnung „Interieur Underground“

http://www.luegenmuseum.de

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Weihnachtsmarkt bei den Winzern in Meißen

30 Donnerstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Literatur

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Genussvoller erster Advent in der WeinErlebnisWelt

Winzergenossenschaft feiert mit Weihnachtsmarkt und Konzert der Elbland Philharmonie.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt: Unter dem Motto „Advent in der WeinErlebnisWelt“ veranstaltet die Sächsische Winzergenossenschaft Meissen eG am Sonntag, dem 3. Dezember ab 11 Uhr bei freiem Eintritt einen Weihnachtsmarkt der besonderen Art. Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich der WeinErlebnisWelt Meißen werden zahlreiche Stände für eine wunderbare Weihnachtsstimmung sorgen.

Der Weihnachtsmann und ein Zauberer versprechen magische Momente. Zudem veranstaltet die Winzergenossenschaft parallel zum Weihnachtsmarkt ab 15.30 Uhr ein Streichkonzert der Elbland Philharmonie Sachsen. Für die Veranstaltung gibt es noch Restkarten.

Ab 11 Uhr erwartet nicht nur der Weihnachtsmann die großen und kleinen Gäste, sondern auch ein Zauberer. An den Weihnachtsmarktständen wird es nicht nur Leckereien wie hausgemachten roten und weißen Glühwein aus sächsischen Weinen, Kaffee und Kuchen, Lebkuchen, Kulinarisches vom Grill, Wildspezialitäten und viele weitere Köstlichkeiten geben, sondern auch Handwerkskunst zahlreicher regionaler Aussteller. So zeigen beispielsweise ein Böttcher, ein Korbflechter, ein Schmied und ein Porzellanrestaurator ihr Können. An Ständen mit Glaskunst, erzgebirgischer Holzkunst, Patchwork, Schmuck und vielem mehr findet sich vielleicht auch noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk. „Musikalisch macht DJ Bongo seine weihnachtliche Aufwartung und stimmt alle auf das Fest mit Melodien aus der ganzen Welt ein“, verrät Manja Licht, Marketingleiterin der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen eG.

***************

http://www.dj-bongo.de/start/Termine.html

 

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Lesung mit Uwe Kolbe bei Büchers Best

26 Sonntag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Musik

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Das Jahr, es neigt sich. Wer jetzt kein Haus hat… Willkommen und Abschied. Der Mensch, ein Wanderer zwischen Zeit und Ewigkeit – das sind die üblichen Gedanken, die jetzt das wermutfarben eingestimmte Hirn durchziehen (und die der dunkle Spiegel großer Kunst umschließen kann).
So in etwa geht es wohl auch dem Stadtschreiber von Dresden, und also derzeit Uwe Kolbe. Sein Hiersein ist, die Regel wills, von kurzer Dauer. Schnell eingeflogen im April, verläßt er uns schon jetzt im kalten Herbst. Mit einem fulminanten Schlußakkord und einem Griff ins Transzendente. Bei uns. Alle sind hierzu herzlichst eingeladen.Büchers Best
Freitag 1.12. 2017 – 20.30 UhrUwe Kolbe – Psalmen
Jan Heinke – Bukkehorn

Autorenlesung, Buchvorstellung, Klang
Team Büchers Best
Jörg Stübing – Inhaber
Susanne Roth – Buchhändlerin

Christian Haase – Auszubildender, 3. Lehrjahr
Eva Marie Hempfling – Praktikantin 4/6 Monat

+
 HRH Musashi, Burmakater und heimlicher Herrscher des Ladens.Buchhandlung „Büchers Best“/ 01099 Dresden / Louisenstr. 37 / 0351/8015087 / Mo 12-20, Di-Fr 11-20, Sa 10-16 Uhr / www.buechersbest.dewww.facebook.com/events/187591765149752

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Leipziger Buchmesse – Literatur aus Rumänien: Auf der Suche nach einer Identität im Grenzraum zwischen West- und Osteuropa

24 Freitag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Film, Fotografie, Literatur, Musik

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Romania. Zoom in
Rumänien – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2018

Rund 40 Neuübersetzungen, Romane, Erzählungs- und Gedichtbände, Sachbücher, Klassiker der rumänischen Literatur und Anthologien mit Texten junger Schriftsteller laden neugierige Leser zu einer spannenden literarischen Reise durch Geschichte und Gegenwart ein. Ein Höhepunkt ist eine literarisch-musikalische Begegnung zwischen Schriftstellerin Herta Müller und der Musikerin Ada Milea. Außerdem werden im Vorfeld der Buchmesse neue rumänische Filme und eine Foto-Ausstellung über ehemalige rumäniendeutsche Zwangsarbeiter gezeigt.

In der rumänischen Botschaft in Berlin haben gestern die Veranstalter und Partner des Schwerpunktlands Rumänien der Leipziger Buchmesse 2018 ihr Kulturprogramm und die zur Messe erwarteten Neuerscheinungen vorgestellt. Der Gastlandauftritt in Leipzig möchte ein lebendiges Bild der zeitgenössischen Kulturszene Rumäniens vermitteln und Türen öffnen zur rumänischen Literatur unterschiedlicher Genres: Prosa und Poesie, Sachbücher und Essays, Kinderbücher und wissenschaftliche Studien – insgesamt werden rund 40 vom Rumänischen Kulturinstitut geförderte Neuübersetzungen auf der Leipziger Buchmesse präsentiert, darunter vier Anthologien mit Texten junger Schriftsteller, die erstmals ins Deutsche übersetzt werden.

Auch die Nachbarkünste der Literatur – Film, Musik und Fotografie – werden vom Gastland Rumänien in Leipzig gezeigt: Bereits vier Wochen vor Beginn der Messe, am 12. Februar 2018, startet das kulturelle Rahmenprogramm, u.a. mit Kinowochen im UT Connewitz, die dem Neuen Rumänischen Film gewidmet sind.

Der Leipziger Gastlandauftritt wird von zahlreichen international bekannten Autorinnen und Autoren begleitet: Der vielfach preisgekrönte Schriftsteller und Leipziger Buchpreisträger Mircea Cǎrtǎrescu wird ebenso wie Nobelpreisträgerin Herta Müller zu erleben sein, zudem der in den Vereinigten Staaten lebende rumänische Schriftsteller Norman Manea und Andrei Pleşu, ehemaliger Außenminister Rumäniens sowie renommierter Schriftsteller und Philosoph.

Der Buchmesseauftritt Rumäniens 2018 fällt in ein für die Republik Rumänien symbolträchtiges Jahr: 2018 feiert das Land 100 Jahre vereinigtes Rumänien. Außerdem fand vor genau 20 Jahren der erste Buchmesse-Auftritt Rumäniens in Leipzig statt. In den 1970er und 80er Jahren war die Leipziger Buchmesse für die rumänischen Autoren und Illustratoren eine der wenigen Gelegenheiten, aus dem Alltag ihrer Heimat auszubrechen. Nach 1989 dann konnten sich die deutsch-rumänischen literarischen Freundschaften vertiefen. Heute sind diese vielfach gefestigt und die Verlage im deutschsprachigen Sprachraum zeigen ein wachsendes Interesse an der rumänischen Literatur.

Ioana Gruenwald, Projektleiterin des Leipziger Schwerpunktlandes 2018, freut sich daher über die seit dem ersten Buchmesse-Auftritt Rumäniens stattlich gewachsene Zahl an deutschen Neuübersetzungen: „Durch die gemeinsame Initiative der Leipziger Buchmesse und des Rumänischen Kulturinstituts ist es 2018 möglich, dem Publikum rund 40 neue Titel in deutscher Übersetzung zu präsentieren. Zu diesem beachtlichen Portfolio haben auch unsere Partner wie TRADUKI in großzügiger Weise beigetragen. Neben den zahlreichen Begegnungen auf der Buchmesse gibt es an der Schaubühne Lindenfels, in der KUB Gallery, im Schauspielhaus und im UT Connewitz Gelegenheit, unter dem Motto Special Taste of Live. Music and Literature in den Genuss rumänischer Musik-, Film- und Literatur-Spezialitäten zu kommen.“

Parcours durch die rumänischen Neuerscheinungen

Der Schriftsteller Ernest Wichner, exzellenter Kenner der rumänischen Literatur, Herausgeber und renommierter Übersetzer aus dem Rumänischen, gab in Berlin einen Überblick über die Vielfalt der deutschsprachigen Neuerscheinungen, die zur Leipziger Buchmesse 2018 publiziert werden. Zu Beginn erinnerte er an den preisgekrönten Schriftsteller Gellu Naum, einen der bedeutendsten rumänischen Schriftsteller und Surrealisten: „Gellu Naum, der große rumänische Dichter, den ich zu Beginn der neunziger Jahre persönlich kennengelernt habe, hat mich mit seinem sicheren Gespür für Qualität, mit seiner moralischen Unbestechlichkeit und seiner Freundschaft zurückgeholt in die rumänische Kultur und Literatur; ihm verdanke ich mein Leben in und mit zwei Kulturen. Wie Oskar Pastior war er mir Freund, Vater und Bruder zugleich“, betonte Wichner.

Zu den neu übersetzten rumänischen Büchern gehören rund zehn Romane, darunter „Das Treffen“ der preisgekrönten Schriftstellerin und Journalistin Gabriela Adameșteanu (Wieser Verlag), die eine Persiflage auf die repressive und abstumpfende Realität des totalitären kommunistischen Regimes und seiner Securitate-Agenten entwirft. Einen bildmächtigen Roman über eine wundersame, imaginierte Welt zu Beginn des 19. Jahrhunderts, legt der in Rumänien gefeierte, zur Leipziger Messe erstmals ins Deutsche übersetze Ștefan Agopian vor. In seinem „Handbuch der Ereignisse“ (AT, Verbrecher Verlag) überführt er die Seltsamkeiten einer Diktatur in eine phantastische Vergangenheit. Lavinia Braniște, Lyrikerin und Prosaistin, kommt mit ihrem Band „Null Komma Irgendwas“ (Mikrotext) nach Leipzig. Sie beschreibt seelische Irrungen und Wirrungen von Menschen im rumänischen Alltag und ihrer Suche nach dem Glück. 

Rodica Drăghincescu, die Texte auf rumänisch, französisch und deutsch veröffentlicht hat, ist eine Kulturvermittlerin zwischen den Ländern. In ihrem neuen Roman „Die Fee der Teufel. Das Tagebuch, das seine Leser tötet” (Klak Verlag) imaginiert sie einen Dialog mit Friedrich Schiller im Stuttgarter Schloss Solitude und belebt dessen Welt in einem gegenwärtigen Kontext neu. Der Schriftsteller und renommierte Drehbuchautor Florin Lăzărescu präsentiert seinen Roman „Seelenstarre“ (Wieser Verlag), in dem er die Lebenskrise eines jungen Intellektuellen unter die Lupe nimmt. Der Roman „Oxenberg & Bernstein“ von Catalin Mihuleac (Zsolnay Verlag) ist dessen erster Roman auf Deutsch und handelt von der Ermordung tausender Juden durch rumänische Regierungstruppen in Iași 1941. Ioana Nicolaie, eine der angesehensten jungen rumänischen Schriftstellerinnen, schrieb mit „Der Himmel im Bauch” (Pop Verlag) einen Roman, der anhand einer Schwangerschaft einen Exorzismus negativer Gefühle beschreibt. Zudem kommt Eginald Schlattner mit „Bruchstriche” (Pop Verlag). Der deutsch-rumänische Pfarrer und Schriftsteller machte mit seinen Romanen über das Leben der Rumäniendeutschen, besonders der Siebenbürger Sachsen im 20. Jahrhundert Furore.

Zusätzlich wird es zwei Erzählungsbände geben: von Cosmin Manolache, Sorin Stoica, Călin Torsan, Ciprian Voicila, „Kleinere und mittlere Geschichten” (AT, Klak Verlag) über die glanzlosen, grotesken, doch letztlich sympathischen Welten junger Menschen auf der Suche nach einer Identität im Grenzraum zwischen West- und Osteuropa, von Außenseitern, Ganoven und schillernden Yogis an der Peripherie der rumänischen Industriestädte.

Zudem kommt Varujan Vosganian, Politiker, Romanautor und Lyriker armenischer Abstammung, dessen Bestseller „Buch des Flüsterns“ (2013) international große Beachtung fand. Nach Leipzig bringt er den neuen Erzählungsband „Als die Welt ganz war“ (Zsolnay Verlag) mit: Geschichten über Randfiguren der rumänischen Gesellschaft, über nicht aufhebbare, dauerhafte Beschädigungen, die die Menschen durch die Diktatur Ceausescus erlitten haben.

Rund zwölf neu übersetzte Gedichtbände werden 2018 erscheinen: Im Pop Verlag sind dies u.a. Gedichte des Lyrikers Daniel Banulescu, dem der Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie verliehen worden ist. Denisa Comănescu, Verlegerin des rumänischen Humanitas Verlags, ist mit dem Band „Rückkehr aus dem Exil” dabei. Von Emil Hurezeanu, dem angesehenen Lyriker und rumänischen Botschafter in Deutschland wird „Anatomielektion“ übersetzt und von Robert Serban, „Feintod” sowie „Unter der Linie”. Im Verlag Brueterich Press erscheinen von Iulian Tǎnase die Prosa-Gedichte „Abgrunde”.

Von dem rumänisch-französischen Theater- und Romanautor Matei Vișniec wird das Theaterstück „Migraaaaanten! oder Wir sind zu viele in diesem Boot” (PalmArtPress) übersetzt, das vom Umgang mit Flüchtlingen in Europa handelt.

Auch rumänische Klassiker werden in Leipzig mit Neuübersetzungen vertreten sein, darunter Ion Luca Caragiale (1852-1912) mit „Humbug und Variationen“ (Guggolz Verlag). Caragiale gilt als der bedeutendste Dramatiker Rumäniens und als Begründer des komischen Theaters. Sein Buch ist eine Sammlung kurzer Texte, sarkastisch und voller Sprachkomik.

Zudem erscheinen sieben Sachbücher, alle im Verlag new academic press wie etwa von Lucian Blaga (1895-1961), prämierter rumänischer Philosoph, Dichter, Wissenschaftler und Diplomat, „Das Experiment und der mathematische Geist” sowie „Wissenschaft und kreatives Denken” oder von Melinda und Sorin Mitu „Die Rumänen aus ungarischer Perspektive“.

Vier Anthologien versammeln Autorinnen und Autoren vornehmlich der jüngeren Generation, deren Texte aus Anlass der Leipziger Buchmesse das erste Mal ins Deutsche übersetzt werden. Zwei Gedichtanthologien sind darunter: „111 Dichter aus Rumänien”, (Pop Verlag) und „Schwerpunktheft zur zeitgenössischen rumänischen Lyrik”(Sprache im Technischen Zeitalter, LCB). Außerdem zwei Prosaanthologien: „Das Leben wie ein Tortenboden. Neue rumänische Prosa” (Transit Buchverlag) und „Die Entführung aus dem Serail. Rumänische Erzählungen aus dem letzten Jahrzehnt” (die horen 269, Wallstein Verlag).

Das kulturelle Rahmenprogramm

Neben den Novitäten-Präsentationen, den Lesungen und Gesprächen auf der Leipziger Buchmesse sind vielfältige rumänische Veranstaltungen in der Stadt geplant: Es soll eine Nacht der rumänischen Poesie in der Gallery KUB und eine Nacht der rumänischen Literatur in der Schaubühne Lindenfels geben. Ein weiterer Höhepunkt ist die literarisch-musikalische Begegnung zwischen Schriftstellerin Herta Müller und der Musikerin Ada Milea am 15. März 2018 in der Schaubühne Lindenfels. Ada Milea ist eine einzigartige Erscheinung in der rumänischen Musik- und Theaterszene. Landesweite Berühmtheit erlangte sie u.a. durch ihre Vertonung der Kinderbücher von Gellu Naum. Herta Müller und Ada Milea verbindet eine alte Freundschaft, Müller setzte sich u.a. für die Bekanntmachung ihrer ersten CD „Absurdistan“ über die Schrecken von Diktaturen ein.

Bereits vier Wochen vor Beginn der Buchmesse, vom 12. Februar bis zum 12. März 2018, laden das Rumänische Kulturministerium und das Rumänische Kulturinstitut in Kooperation mit dem Netzwerk TRADUKI zu rumänischen Kinowochen ins UT-Connewitz ein, die dem Neuen Rumänischen Film gewidmet sind. Die gemeinsam mit dem Filmkritiker Mihai Fulger und dem UT-Connewitz entwickelten sechs Filmabende zeigen unter dem Motto Leaving (to) Romania die neuesten Produktionen (Spielfilme, Kurzfilme, Dokus) einiger der bekanntesten rumänischen Regisseure. Die Entstehung des neuen rumänischen Kinos ist mehreren herausragenden Filmemachern zu verdanken: beginnend mit Cristi Puiu, Cristian Mungiu und Corneliu Porumboiu über Cătălin Mitulescu, Radu Muntean, Călin Peter Netzer, Răzvan Rădulescu, Igor Cobileanski, Marian Crişan, Radu Jude, Adrian Sitaru und Florin Şerban bis zu den jüngeren Gabriel Achim, Ana Lungu, Bogdan Mirică und Paul Negoescu. Weltweit wurde das rumänische Kino in den letzten zehn Jahren als die interessanteste Neuerung in der europäischen Filmkunst wahrgenommen.

Aber nicht nur Filmpräsentationen, auch eine wichtige Foto-Ausstellung steht auf dem Programm: „Immer war diese Hoffnung – ehemalige Russland-Deportierte erinnern sich“. Die Ausstellung von Marc Schröder beschäftigt sich mit der Deportation der Rumäniendeutschen in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit. Gezeigt werden überwiegend Portraits von Überlebenden die zur Zeit der Aufnahme wieder in Rumänien leben. Als Begleitmaterial zu den ungefähr 20 Portraits werden auch umfangreiche Zeitzeugenaussagen und einige historische Dokumente präsentiert. Marc Schroeder suchte über 40 ehemalige Russlanddeportierte in verschiedenen Gebieten Rumäniens auf (Siebenbürgen, Banat, Banater Bergland, Sathmarer Schwabenland, Bukowina und vereinzelten Städten wie Craiova, Ploiesti und Bukarest). Er fotografierte die Betroffenen in ihrem Alltag, ihrem Zuhause, und hörte ihren teils traumatischen Geschichten über die Deportation zu. Sein Ziel war, eine umfangreiche und ausdrucksvolle Portraitserie von den letzten Überlebenden zusammenzustellen, ein kollektives Bild der Erinnerung.

Rumänien – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2018 wird veranstaltet vom Rumänischen Ministerium für Kultur und dem Rumänischen Kulturinstitut sowie der Leipziger Buchmesse in Zusammenarbeit mit TRADUKI, mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland und das Goethe-Institut Bukarest.

Text: Susanne Meierhenrich, Rumänien – Schwerpunkland der Leipziger Buchmesse 2018

www.cultura.ro

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Leipziger Buchmesse: Lesefest und Democracy Slam

23 Donnerstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

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Schwerpunktland 2018 ist Rumänien – Neues Format zu Politik- und Medienbildung

Es ist der Auftakt für das Bücherjahr 2018. Vom 15. bis 18. März öffnet die Leipziger Buchmesse und vereint die Neuheiten der Bücherwelt, das Fachpublikum der Branche und spannende Diskussionen zu gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Den passenden Rahmen dafür bietet Leipzig liest. Das Lesefest auf dem Messegelände und in der Stadt verspricht wieder faszinierende Entdeckungen bekannter Literaten und junger Nachwuchsautoren. „Wir freuen uns auf spannende Buchmessetage“, erklärt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

„In bewegten Zeiten wird selbstverständlich zu vielen Themen diskutiert. Wir freuen uns darauf, Bühne für diese Diskussionen zu sein – mal laut, mal nachdenklich, mal launisch, aber immer würdevoll konstruktiv.“ Erstmals in diesem Jahr öffnet in Halle 2 das Forum zu Politik und Medienbildung mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche für Politik zu begeistern. Interessante Einblicke verspricht auch das diesjährige Schwerpunktland: Rumänien bringt bekannte Autoren, aber auch junge Stars mit und lädt dazu ein, das Land zu erlesen. Zur Leipziger Buchmesse werden rund 2.500 Aussteller und mehr als 3.400 Veranstaltungen bei Leipzig liest erwartet.

Mit 20 Millionen Einwohnern ist Rumänien das zweitgrößte Land im Osten der EU. Die Literaten und spannenden Publikationen des Landes sind jedoch nur wenig bekannt. Zur kommenden Buchmesse soll sich das ändern. Die literarische Reise führt die Besucher nicht nur zu zeitgenössischen und klassischen literarischen Werken Rumäniens, sondern verspricht zahlreiche Premieren: Rund 40 vom Rumänischen Kulturinstitut geförderte Neuübersetzungen erscheinen zur Leipziger Buchmesse.

Mohamed Amjahid wird neuer Kurator von „Europa21“

Zum dritten und letzten Mal lädt der Programmschwerpunkt Europa 21 zur Diskussion über Grenzen hinweg – ein. Der Journalist und Autor Mohamed Amjahid kuratiert das Veranstaltungsreihe der Robert Bosch Stiftung und der Leipziger Buchmesse. „Auf der Leipziger Buchmesse 2018 möchte ich mit Europa21 eine Auseinandersetzung ermöglichen, die frei ist von politischen Zwängen, von nationalen Egoismen und europäischer Überheblichkeit“, erklärt Mohamed Amjahid. „Denn es ist nicht möglich, über eine solidarische und inklusive Zukunft Europas zu sprechen, ohne heikle Themen zu reflektieren und sich der Kritik ‚der Anderen‘ zu stellen.“ Zweisprachig aufgewachsen machte der 1988 in Frankfurt am Main geborene Mohamed Amjahid bisher unter anderem Station bei taz, Der Tagesspiegel, ARD, Al Jazeera und bei der Deutschen Welle. Derzeit ist er Reporter und Redakteur beim ZEITmagazin in Berlin. Im Januar wechselt Mohamed Amjahid in das Ressort Politik der ZEIT. Bereits im Februar 2017 erschien sein erstes Buch „Unter Weißen. Was es heißt, privilegiert zu sein“.

Neues Forum zu Politik und Medienbildung

Für viele Kinder und Jugendliche ist Politik einfach öde. Das liegt jedoch häufig nicht an den Themen, sondern an der Art, wie darüber gesprochen wird. Die Leipziger Buchmesse und ihre Partner, die Bundeszentrale für politische Bildung und TINCON wollen das ändern. Gemeinsam geben sie im neuen Forum Politik und Medienbildung in Halle 2 mit jugendgemäßen Formaten Einblick in Themen wie Zivilcourage, demokratische Bildung oder Digitalisierung. Dabei gibt es neben spannenden Podiumsdiskussionen und Lesungen auch neue Veranstaltungsformate: So wird es seitens des Vereins ‚Gesicht zeigen‘ ein Spiel zu Zivilcourage geben. Erstmals findet am Messesonntag ein Democracy Slam – ein Slam zu den politischen Themen der Gesellschaft – statt.

Außerdem spricht June Tomiak, die jüngste Parlamentarierin Deutschlands. Sie erklärt, warum Politik für sie unendlich spannend ist. „Kinder und Jugendliche für Politik zu sensibilisieren und in Demokratie zu bilden, ist ein wichtiger Grundstein unserer Gesellschaft. Nur so kann eine selbstbestimmte Gesellschaft wachsen“, erklärt Buchmessedirektor Oliver Zille. „Als Leipziger Buchmesse ist es uns enorm wichtig, junge Menschen an eine offene Diskussionskultur heranzuführen. Ich freue mich sehr auf das neue Format und die Gespräche.“

Leipzig liest als Literaturverführung

Literatur erlebt man auf der Leipziger Buchmesse nicht nur zwischen zwei Buchdeckeln. Literatur kann man in Leipzig hören, sehen und diskutieren. Im Rahmen des Lesefests Leipzig liest werden auch im kommenden Jahr tausende Autoren ihre aktuellen Werke vorstellen. Neben bekannten Namen bietet das Programm wieder zahlreiche Entdeckungen junger Debütanten. Das gesamte Programm wird ab 15. Februar online veröffentlicht, das gedruckte Programm gibt es ab dem 28. Februar.

Leseverführung für die jüngsten Besucher bietet das Kinder- und Jugendprogramm. Mit über 700 Veranstaltungen, die speziell auf die verschiedenen Altersgruppen zugeschnitten sind, können Kinder und Jugendliche in ihre eigene Welt aus Literatur und Fantasie eintauchen. Ein Highlight ist dabei der Leipziger Lesekompass. Die Stiftung Lesen und Leipziger Buchmesse ehren nunmehr zum siebten Mal herausragende Kinder- und Jugendliteratur in drei Alterskategorien und geben damit Orientierung im Literaturdschungel. Den Messesonntag sollten sich Familien zudem rot im Kalender anstreichen. Dann erhalten Kinder bis 12 Jahre, die bis zehn Uhr mit ihrem Lieblingsbuch zur Messe kommen, kostenlosen Eintritt. Für musikalische Sonntagsstimmung sorgt die beliebte Band 3 Berlin mit lustigen Kindersongs.

Treffpunkt der Buchbranche – neues Ideenforum Zukunft.Verlage

Autoren, Lektoren, Übersetzer, Buchhändler, Verlagsmenschen – sie alle sind im März in Leipzig. Einmal mehr bietet ihnen die Leipziger Buchmesse ein umfassendes Fachprogramm für Fortbildung und Austausch. Die Veränderungen im Vertrieb und Marketing durch die Digitalisierung gehören dabei zu den aktuell drängendsten Fragen der Branche. Aus diesem Anlass bietet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr zu diesem Thema erstmals das Ideenforum Zukunft.Verlage an. In neun Fachveranstaltungen werden die aktuellen Veränderungen durch die Digitalisierung diskutiert und beispielshafte Lösungsansätze für ein modernes, digitales Marketing entwickelt.

Manga-Comic-Con erlebt 5. Auflage

Gerade aus der Taufe gehoben, feiert die Manga-Comic-Con schon ihr erstes Jubiläum. Zum fünften Mal öffnet die bunte Literaturveranstaltung ihre Türen und präsentiert alles rund um Comic, Manga, Cosplay, Anime, Japan und Games. Den Rahmen für das kleine Jubiläum bietet ein Walk of Fame. Hier werden die Ehrengäste der letzten fünf Jahre und ihr Auftritt auf der Leipziger Buchmesse noch einmal vorgestellt. Absolutes Highlight der Veranstaltung sind aber einmal mehr die Cosplayer. Mit ihrer Heldeninterpretation drücken sie eine einzigartige Liebe für ihre Werke aus und stehen so für Literaturbegeisterung pur.

Öffnungszeiten und Preise

Die Leipziger Buchmesse im Verbund mit der Manga-Comic-Con und der Leipziger Antiquariatsmesse öffnet vom 15. bis 18. März, täglich von 10 bis 18 Uhr. Tickets gibt es ab 5. Dezember im Online-Ticketshop. Früh sein lohnt sich, denn das spart gegenüber den Tageskarten nicht nur bares Geld, sondern auch Wartezeit in langen Schlangen.

Über die Leipziger Messe

Die Leipziger Messe gehört zu den zehn führenden deutschen Messegesellschaften und den Top 50 weltweit. Sie führt Veranstaltungen in Leipzig und an verschiedenen Standorten im In- und Ausland durch. Mit den fünf Tochtergesellschaften und dem Congress Center Leipzig (CCL) bietet die Leipziger Messe Unternehmensgruppe eine integrierte Veranstaltungskompetenz, die beispielhaft für die Organisation moderner Messen, Kongresse und Events ist. Dank dieses Angebots kürten Kunden und Besucher die Leipziger Messe 2016 zum dritten Mal in Folge zum Service-Champion der Messebranche in Deutschlands größtem Service-Ranking. Der Messeplatz Leipzig umfasst eine Ausstellungsfläche von 111.900 m² und ein Freigelände von 70.000 m². Jährlich finden etwa 40 Messen, rund 140 Kongresse, zahlreiche Corporate Business Veranstaltungen und Events mit rund 11.500 Ausstellern und 1,1 Millionen Besuchern aus aller Welt statt. Als erste deutsche Messegesellschaft wurde Leipzig nach Green Globe Standards zertifiziert. Ein Leitmotiv des unternehmerischen Handelns der Leipziger Messe ist die Nachhaltigkeit. 2015 beging sie das Jubiläum „850 Jahre Leipziger Messen“ und ist damit einer der ältesten Messeplätze weltweit.

Text: Julia Lücke, Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

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Leipziger Buchmesse: 403 Buchtitel wetteifern um den Preis der Leipziger Buchmesse

21 Dienstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

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Lesemarathon für siebenköpfige Jury

403 Bewerbungen aus 132 Verlagen sind zu sichten für die begehrte literarische Auszeichnung und Preisgeld von 60 000 Euro für die besten Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Man darf gespannt sein, wer in die engere Auswahl kommt. Feststeht: Die Leipziger Buchmesse öffnet wieder mit umfangreichem Begleitprogramm vom 15. bis 18. März 2018.

Der Preis der Leipziger Buchmesse startet in eine neue Runde. Insgesamt 403 Einreichungen gehen in diesem Jahr ins Rennen um die begehrte literarische Auszeichnung. Auf die siebenköpfige Jury unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke wartet ein wahrer Lesemarathon. Die diesjährigen Einreichungen spiegeln in hohem Maße wider, was unsere Gesellschaft bewegt. „Neben der Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Strömungen gibt es zahlreiche Bücher zu historischen Themen, die jedoch die Brücke ins Heute schlagen. Ebenfalls bemerkenswert: In der Kategorie Übersetzung haben wir wieder mehrere Werke aus dem Chinesischen, diesmal vor allem Lyrik“, erklärt Maidt-Zinke. „Wir sind gespannt, welche literarischen Schätze sich hinter den Einreichungen verbergen.“

Bis Mitte Februar sichten Maike Albath, Alexander Cammann, Gregor Dotzauer, Burkhard Müller, Jutta Person und Neu-Mitglied Wiebke Porombka nun gemeinsam mit ihrer Vorsitzenden Kristina Maidt-Zinke alle 403 eingereichten und für den Wettbewerb zugelassenen Werke aus den insgesamt 132 Verlagen. Erneut werden die literarischen Anwärter nach den drei Preis-Kategorien prämiert: Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.

Die je fünf Nominierten der einzelnen Kategorien des Jahres 2018 werden am 8. Februar bekannt gegeben. Für die Autoren und Verlage der 15 nominierten Titel bleibt es anschließend bis zum 15. März spannend: Am Nachmittag des ersten Messetages der Leipziger Buchmesse 2018 erhalten die drei Preisträger schließlich ihre Auszeichnungen.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse

Der mit 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin.

Text: Julia Lücke, Pressebüro Leipziger Buchmesse

www.leipziger-buchmesse.de
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3. Talk im Kunstkeller zur Kunst des Liebens: „Liebe ist die größte Kraftquelle“

18 Samstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Literatur, Zwischenmenschliches

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Moderatorin Kirsten Balbig im Gespräch mit einem Besucher. Im Hintergrund
Galerist und Fotokünstler Volkmar Fritzsche.

„Liebe ist die größte Kraftquelle“

Männer und Frauen wollen nur das Eine. Geliebt werden und lieben. Warum fällt es ihnen dann heutzutage so schwer, zusammen zu finden? Was braucht es für erfüllenden Sex und beglückende Partnerschaften? Darum ging es beim 3. Talk im Kunstkeller Dresden unter dem Titel „Die Kunst des Liebens oder Sex als Gebet“ am Sonnabend.

Die Liebe kommt, die Liebe geht… Mal überfällt sie einen blitzartig, mal kommt sie leise, unauffällig, fast unbemerkt. Mal lodert sie heftig, mal flimmert sie unruhig und unbeständig. Ihre Sprache ist so vielfältig wie es Menschen gibt auf der Welt.

Kann man dann überhaupt über Liebe reden? Man kann. Das zeigte dieser Abend im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15, bei dem es anfangs scheu, später offener, lockerer, zuhörend und Fragen stellend, eigene Erfahrungen schildernd, einfühlsam und mitfühlend zuging. Erstaunlicherweise waren mehr ältere Zuhörer als jüngere erschienen. Erfreulich jedenfalls, dass die Liebe kein Lebensalter kennt.

„Lieben ist ein krankhafter Zustand…“, schreibt der Schriftsteller Bodo Kirchhoff in seinem Buch „Die Liebe in groben Zügen“. Darauf verweist eine Zuhörerin in der Runde und fragt: Warum kommen wir überhaupt weg davon, von der anderen, tiefen, echten Liebe?

Sie kann einen verrückt machen, verletzlich, nackt, schutzlos, aber auch mutig, stark und wahrhaftig schön.

„Liebe und Sex ist die größte und schönste Sache der Welt und kann eine Kraftquelle für die Menschen sein“, sagt Kirsten Balbig, die Moderatorin der Gesprächsrunde. Sie hat viele ihrer Leidenschaften zum Beruf gemacht wie Erzählkunst, Gesang, Musik, Tanz. Außerdem hat sie eine Ausbildung als ganzheitliche Lebens- und Paarberaterin absolviert. Sie erzählte unbefangen und freimütig von ihren eigenen Beziehungserfahrungen und ihrem schon immer vorhandenen Forscherdrang rund um Lust und Liebe. Sie kennt tiefe Nähe ebenso wie pures Begehren.

„Wenn man sich wirklich öffnet und einem Mann beim Sex in die Augen schaut, dann sieht man sein Leben, seine Seele“, sagt sie. In diesen Momenten könne sie ganz klar sehen. Freilich habe sie manches auch nicht gesehen aus Unwissenheit.

Doch erst im Zusammensein mit einem anderen Menschen lernt man seine Bedürfnisse kennen und Grenzen setzen. „Wirklich bewusster, liebevoller, in die Tiefe gehender Sex nutzt sich nicht ab“, glaubt Kirsten Balbig. Je länger man zusammen sei, um so schöner und intensiver könne er werden. Nach einem Jahr werde es erst richtig spannend.

Doch was tun, wenn in einer längeren Beziehung die Lust aufeinander nachlässt?

Da könnte man sich einiges bei „Don Giovanni“ abschauen, ihrer Lieblingsoper, sagt Kirsten Balbig. Dem legendären Verführer, der alle Frauen herumkriegt. Dabei sei er nicht mal besonders schön, klein und untersetzt gewesen. „Was denken Sie, ist das Geheimnis von Don Giovanni?“, fragt sie in die Runde.

„Er macht Frauen den Hof“, sagt ein älterer Zuhörer. Die Damen nicken anerkennend. „Er kann die Sehnsüchte der Frauen erraten. Die tiefste davon, sie möchte gesehen werden“, sagt eine Zuhörerin. Oh ja.

Keine Frau möchte wohl mit Don Giovanni verheiratet sein, glaubt Kirsten Balbig, aber jede will ein bisschen Don Giovanni in ihrem Partner.

Grenzenlose Neugier auf den Partner sei ebenso wichtig wie Selbstliebe als Voraussetzung, andere zu lieben. Das meint, gut für sich selbst zu sorgen, die  innersten Wünsche, was man wirklich will, zu kennen und die des Partners. Anziehend werden wir erst für andere, wenn wir viel geben und teilen können. „Wenn wir selbst mit uns ganz im reinen sind und nicht bedürftig. Das ist eine Falle, in die wir oft tappen“, weiß die Paarberaterin. Dazu gehöre auch, in der Vergangenheit erlebte Verletzungen, Enttäuschungen, Zurückweisungen zu verarbeiten und Möglichkeiten zu finden, den Schmerz auszudrücken und aufzulösen. Sich immer wieder an seine Träume als Kind zu erinnern und zu sich zu stehen. Auch mit entsprechendem Körperbewusstsein.

Er habe sich oft gewundert, erzählt ein Mann, dass seine Partnerinnen anfangs ihren Körper nicht schön fanden. „Doch es kommt doch mehr darauf an, wie sie sich bewegen, schauen, fallen lassen können. Und ihren eigenen Körper erotisch zu finden und zu mögen.“ Dies habe er ihnen auch gesagt und sie darin bestärkt.

Manchmal kommen Paare auch ins Fotostudio im Kunstkeller, um innige Momente vor der Kamera festzuhalten, für sich oder auch für Ausstellungen. Galerist und Fotokünstler Volkmar Fritzsche zeigte einige Aufnahmen, die in großer Bandbreite zärtlich miteinander verbundene Frauen und Männer zeigen.

„Auch bei Langzeitpaaren, die einmal leidenschaftlich verliebt waren, können diese Gefühle wieder geweckt werden“, glaubt Kirsten Balbig. Doch man sollte auch den Mut haben, ohne Leidenschaft sich zu lieben. Und sich eine feste Zeit für Liebe und Zweisamkeit reservieren, wenigstens einmal pro Woche. „Sharing“ heißt das auf neudeutsch. Sie erzählt von einem Paar, beide Workaholics, die sich einen Abend pro Woche ganz für sich freihalten und dann das tun, worauf sie gerade Lust haben. Ihre kleinen Kinder geben sie in der Zeit in andere, liebevolle Hände. Ganz nach dem Motto: „Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern“. Dieses immer wieder bewusste Aufeinander einlassen hält die Beziehung lebendig. Seit sieben Jahren sind die beiden zusammen.
Dazu empfiehlt sie das Buch von Diana Richardson, „Slow Sex“ – Langsamer Sex mit viel Zeit und Hingabe.

Ob eine Frau sofort in ihren innersten Tiefen oder erst anders berührt werden möchte, liegt bei jedem selbst und kann auch variieren.

„Nichts gegen einen Quikki zwischen Tür und Angel und übereinander herfallen, Fleischeslust. Aber einmal in der Woche will ich ein Sieben-Gänge-Menü…“, bekennt Kirsten Balbig. Den Quikki bevorzuge sie allerdings in einer festen Partnerschaft, wo  sie Vertrauen hat und sich geliebt fühlt.

Der tantrische Teil der Sexualität gehe davon aus, dass diese das Göttliche in uns weckt und mit einer höheren Macht außerhalb von uns verbindet. Dann entsteht dieser Moment, wo zwei Menschen sich in der Tiefe berühren, ihre Herzen und Körper eins werden und überströmen vor Wärme und neuer Energie, die sie mit sich in die Welt tragen.

„Schlechter Sex kann süchtig machen. Bewusster, liebevoller Sex kann von Süchten befreien“, sagt Kirsten Balbig. Und liest noch zwei wunderbare Texte über die Kraft der Liebe: „Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe eine Frau/Mann…“ von Lisa Citore.

Vielleicht besteht die Kunst des Liebens auch darin, einfach den Moment zu erkennen und zu genießen.

Ein spannendes und unerschöpfliches Thema, für das weitere Fortsetzung und noch mehr Zulauf bei den nächsten Talks im Kunstkeller wünschenswert wäre.

Text + Fotos (lv)

Fundstücke: Unzählige kleine Herzen lagen verstreut auf dem Nachhauseweg vom Talk im Kunstkeller.

Die Kunst des Liebens: Weiterführende Literatur – Empfehlungen von
Kirsten Balbig

Eva-Maria Zurhorst:
„Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“;
„Liebe dich selbst und freu dich auf die nächste Krise“

Barry Long:
„Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“

André Hermann Höfer:
„Himmel und Erde – 1 – Jetzt (ein kleines 3 mal 3 mal 3 zur
Wiedervereinigung von Mann und Frau)

Ilka Plassmeier:
„Ein Date mit der Seele“, „Ein Kompass durch den
Beziehungsdschungel“

Christian Thiel:
„Suche einen für immer und ewig“

Diana Richardson:
„Slow Sex“ (auch als DVD erhältlich)

Susanne Hühn:
„Schatz, ich muss dir was sagen: Wenn die Liebe ein Wunder
braucht“

Karin Langholf:
„Von der Schönheit, Frau zu sein: Heilung und Entfaltung der
Weiblichkeit“

David Deida:
„Der Weg des wahren Mannes“

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe eine Frau

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau – liebe sie wahrhaftig! Finde die Eine, welche deine Seele berührt, die welche keinen Sinn macht. Wirf deine Checkliste weg, lege dein Ohr auf ihr Herz und lausche.

Höre die Namen, die Gebete, die Lieder eines jeden Lebewesens – jedes geflügelten, jedes pelzigen, jedes schuppigen, jedes unter der Erde und jedes unter Wasser, jedes grüne und blühende, jedes noch nicht geborene und jedes sterbende…

Höre ihre melancholischen Lobgesänge, bis zurück zu der Einen welche ihnen Leben gab. Wenn du deinen eigenen Namen noch nicht gehört hast, hast du nicht lange genug gelauscht.

Wenn deine Augen nicht mit Tränen gefüllt sind, wenn du dich ihr nicht zu Füssen wirfst, dann hast Du nie darum getrauert, sie fast verloren zu haben.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau, eine einzige Frau
jenseits deiner selbst, jenseits von Begehren und Vernunft,
jenseits deiner männlichen Vorlieben für Jugend, Schönheit und Abwechslung
und all deiner oberflächlichen Konzepte von Freiheit.

Wir haben uns selbst so viele Wahlmöglichkeiten gegeben
wir haben vergessen, dass wahrhaftige Befreiung
daher kommt, mitten im Seelenfeuer zu stehen
und unsere Widerstände gegen die Liebe durchzubrennen.

Es gibt nur eine Göttin.
Schaue in Ihre Augen und siehe – sieh wirklich ob sie diejenige ist,
welche die Axt an Deinen Hals führt.

Wenn nicht, geh weg. Genau jetzt.
Verschwende keine Zeit mit „Probieren“.

Wisse, dass deine Entscheidung nichts mit ihr zu tun hat
Weil es nicht darum geht, mit wem
sondern wann du wählst, dich hinzugeben.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau.
Liebe sie für das Leben – jenseits deiner Angst vor dem Tod
jenseits deiner Angst, manipuliert zu werden
von der Mutter in deinem Kopf.

Sag ihr nicht, du wärest bereit, für sie zu sterben.
Sag ihr, du bist bereit, mit ihr zu LEBEN,
Bäume mit ihr zu pflanzen und diese wachsen zu sehen.

Sei ihr Held, indem du ihr sagst, wie wunderschön sie ist in ihrer verletzlichen Erhabenheit, indem du ihr jeden Tag hilfst, sich daran zu erinnern, dass SIE eine Göttin IST durch deine Bewunderung und Hingabe.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau
mit all ihren Gesichtern, durch all ihre Jahreszeiten
und sie wird Dich heilen von deiner Schizophrenie

deinem gespaltenen Geist und deiner Halbherzigkeit
welche deine Seele und deinen Körper voneinander trennen –
welche Dich in der Einsamkeit halten und in der ständigen Suche ausserhalb deines Selbst
nach etwas, das Dein Leben lebenswert macht.

Es wird immer eine andere Frau geben.
Bald wird die neue Strahlende die alte Langweilige werden
und du wirst wieder rastlos werden, mit Frauen handeln wie mit Autos,die Göttin eintauschen gegen das neuste Objekt deiner Begierde.

Der Mann braucht nicht noch mehr Wahlmöglichkeiten.
Was der Mann braucht ist die Frau, ist der Weg des Weiblichen, der Geduld und des Mitgefühls, nicht-suchend, nicht-tuend,

des Atmens an dem einen Ort,
des tiefen Versenkens von sich ineinander verschlingenden Wurzeln
stark genug, die Erde zusammenzuhalten
während sie den Zement und den Stahl von der Haut abschüttelt.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau, nur eine einzige Frau.
Liebe und beschütze sie, als wäre sie das letzte heilige Gefäss.
Liebe sie durch ihre Angst vor dem Verlassenwerdenwelche sie für die gesamte Menschheit in sich getragen hat.

Nein, es ist nicht nur ihre Wunde, die geheilt werden will.
Nein, sie ist nicht schwach in ihrer Co-Abhängigkeit.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau
den ganzen Weg hindurch
bis sie dir glaubt,
bis ihre Instinkte, ihre Visionen, ihre Stimme, ihre Kunst, ihre Leidenschaft, ihre Wildheit zu ihr zurückgekehrt sind –

bis sie eine Kraft der Liebe ist, machtvoller
als all die politischen Medien-Dämonen, die danach trachten, sie zu entwerten und zu zerstören.

Wenn du die Welt verändern willst,
lege deine Streitigkeiten, deine Gewehre und Protestzeichen nieder.
Lege deinen inneren Krieg nieder, deinen berechtigten Ärger
und liebe eine Frau…

jenseits all deines Strebens nach Grösse,
jenseits deiner hartnäckigen Suche nach Erleuchtung.

Der Heilige Gral steht vor dir
wenn du sie nur in deine Arme nehmen
und die Suche loslassen würdest nach etwas jenseits dieser Intimität.

Was wäre, wenn Frieden ein Traum ist, der nur erinnert werden kann
durch das Herz einer Frau?

Was wäre, wenn die Liebe eines Mannes für eine Frau, der Weg des Weiblichen,
der Schlüssel ist um IHR Herz zu öffnen?

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau
bis in die Tiefen deines Schattens,
bis zu den höchsten Weiten deines Seins,
zurück zu dem Garten, wo du sie das erste Mal getroffen hast,

zu dem Tor des Regenbogenreiches
durch das ihr zusammen hindurch geht als Licht, als Einheit,
zu dem Punkt an dem es keine Umkehr gibt,
zum Ende und dem Beginn einer neuen Erde.

Lisa Citore (2008)

http://lisacitore.com/poetry/if-you-want-to-change-the-world-love-a-woman-2008/
aus dem Englischen übersetzt von: Patricia Hilali (2014)

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn aufrichtig. Wähle den einen, dessen Seele klar die deine ruft, der dich sieht und mutig genug ist, ängstlich zu sein.

Empfange seine Hand und führe ihn sanft zu deines Herzens Blut, dass er deine Wärme auf sich spüren kann und Ruhe findet, dass seine schwere Last verbrennen kann in deinem Feuer.

Schau in seine Augen, schau tief in sein Inneres und sieh, was dort schlummert oder wach ist, schüchtern oder voll Erwartung.

Schau in seine Augen und sieh dort seine Väter und Großväter, all die Kriege und den Wahnsinn, den ihre Geister kämpften, in einem fernen Land, zu anderer Zeit.

Schau auf ihre Schmerzen und Kämpfe und Qualen und Schuld; ohne Urteil. Und dann, lass es alles gehen.

Fühl hinein, in die Bürde seiner Ahnen, und wisse, was er sucht, ist sichere Zuflucht in dir.

Lass ihn in deinem festen Blick schmelzen. Und wisse, dass du seine Wut nicht zu spiegeln brauchst, denn in deinem Schoß, deiner Gebärmutter, liegt ein süßes, tiefes Tor, die alten Wunden zu heilen.

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn wirklich. Sitze vor ihm, in der vollen Würde deiner Weiblichkeit, im Atem deiner Verletzlichkeit, in der Verspieltheit deiner kindlichen Unschuld, in der Tiefe deines Todes.

Eine blühende Einladung, in sanfter Hingabe, die sich öffnet für seine männliche Kraft.

Dass er zu dir kommt und ihr schwimmt im Schoß der Erde. In stillem Wissen, gemeinsam.

Und wenn er sich zurückzieht, und das wird er, flüchtend aus Angst, in seine Höhle, dann sammle du deine Großmütter um dich, umschlungen von ihrer Weisheit.

Höre ihr besänftigendes Flüstern, beruhige das Herz des verängstigten Mädchens in dir. Sei still und warte geduldig auf seine Rückkehr.

Sitze und singe an seiner Tür, ein Lied der Erinnerung, dass er Ruhe und Trost findet, ein weiteres Mal.

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn ganz.

Entlocke ihm nicht seinen kleinen Jungen, mit Tücke und List, Verführung und Betrug, nur um ihn in ein Netz der Zerstörung zu locken – zu einem Ort aus Chaos und Hass, schrecklicher als jeder Krieg, den seine Brüder je kämpften.

Es ist nichts Weibliches daran, es ist Rache. Es ist das Gift unserer gestörten Geschichte, von Zeitaltern des Missbrauchs, der Vergewaltigung unserer Welt. Es gibt der Frau keine Kraft, es verstümmelt sie, während sie ihm seine Eier abschneidet. Und es tötet uns alle.

Und ob seine Mutter ihn halten konnte oder es nicht vermochte: Zeige du ihm die wahre Mutter, jetzt.

Halte ihn und führe ihn in deine Gnade und Tiefe, glimmend im Kern dieser Erde.

Bestrafe ihn nicht für seine Wunden, die nicht deinen Anforderungen entsprechen. Weine für ihn süße Flüsse. Blute es alles nach Haus.

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn schutzlos.

Liebe ihn genug, um nackt und frei zu sein. Liebe ihn genug, um deinen Körper und deine Seele zu öffnen, für den Kreislauf von Geburt und Tod.

Und danke ihm für die Gelegenheit, während ihr gemeinsam tanzt, durch tobende Winde und stille Wälder.

Sei mutig genug, zerbrechlich zu sein, lass ihn die weichen, berauschenden Blüten deines Seins trinken. Lass du ihn wissen, dass er dich halten darf, aufstehen und dich schützen. Fall in seine Arme und vertraue ihm, dass er dich auffängt.

Auch wenn du schon tausende Male fallen gelassen wurdest. Lehre ihn Hingabe, indem du dich selbst hingibst. Und schmelze in das süße Nichts, das Herz dieser Welt.

Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe einen Mann. Liebe ihn.

Ermutige ihn, nähre ihn, erlaube ihm, höre ihn, halte ihn, heile ihn. Und du wirst genährt und unterstützt und geschützt sein, durch starke Arme und klare Gedanken und gezielte Pfeile. Denn er kann, wenn du ihn lässt, alles sein, was du dir erträumst.

Wenn du einen Mann lieben willst, liebe dich selbst.

Liebe deinen Vater, liebe deinen Bruder, deinen Sohn, deinen Ex-Partner, vom ersten Jungen, den du je geküsst, bis zum Letzten über den du weintest.

Danke ihnen für die Gaben; für die Heilung – hin zu dem Treffen desjenigen, der nun vor dir steht.

Und finde in ihm den Samen für alles, was neu ist und voller Licht, ein Samenkorn, dass du nähren kannst um eine neue Welt wachsen zu lassen – gemeinsam.

Lisa Citore

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Doppel-Buchpremiere: „Krähenbeißer“ und „Bescherung“ im Literaturhaus Villa Augustin in Dresden

13 Montag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

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Zur Buchvorstellung mit zwei Neuerscheinungen der Dresdner Autoren Wiete Lenk und Ulf Großmann lädt der Dresdner Buchverlag am 18. November, um 19 Uhr ins Literaturhaus Villa Augustin, Lesecafé 1. Etage, am Albertplatz ein.

Wiete Lenk „Krähenbeißer“:
Einundzwanzig Geschichten von Menschen, die sich ihrer ganz persönlichen Gegenwart stellen müssen, deren Werdegang überrascht und berührt.
Eine Melange aus sprachlicher Ökonomie und beredsamer Dichte, die sich mit leisem Augenzwinkern verbindet und ohne Umschweife mitten in schicksalhafte Geschehnisse führt.

Die in Dresden geborene Autorin Wiete Lenk war nach dem Abitur zunächst als Stewardess tätig, studierte später Betriebswirtschaft und arbeitete an­schließend im kaufmännischen Bereich unter anderem als Bilanzbuchhalterin. Außerdem erwarb sie an der Berliner Alice-Salomon-Hochschule ihren Master of Arts im Biografischen und Kreativen Schreiben. Heute ist sie Autorin, freie Dozentin und Lehrbeauftragte.
Seit Jahren werden ihre Texte (vorwiegend Kurzprosa) in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Im Frühjahr 2013 erschien ein erster Erzählband „Drei Wochen drüber“ beim Kölner Schroer-Verlag.
Wiete Lenk ist Preisträgerin mehrerer Literatur-Ausschreibungen, unter anderem Gesswein, Zürcher FRAZ, Würth-Anthologie, Nordhessischer AutorInnenpreis, Münchner Kurzgeschichten, Klartextverlag, Dresdner Miniaturen und erhielt 2016 den Kammweg­preis. 2011 weilte sie als Stipendiatin der Kulturstif­tung Sachsen in Höfgen (studios international, Denkmalschmiede) und 2016 zwei Monate in der At Home Gallery bei Bratislava/Slowakei.

Ulf Großmann „Bescherung“:
In der Familie, der Liebe, in Albträumen und in der Kultur passiert so einiges. Es geschehen familiäre, erotische, märchenhafte und obskure Dinge.
Ernesto fühlt sich zum Stellvertreter Gottes berufen und trifft bis zu seinem tragischen Ende nur auf Unverständnis. Ein anderer Mann verliert seine Frau an die Volksmusik und ist selbst schuld.
Ulf Großmanns satirische Erzählungen zeigen, dass das Leben komisch, tragikomisch und immer wieder eine Bescherung in allen Bereichen ist.

Ulf Großmann, geboren 31.12.1968 in Freiberg (Sachsen). Zahlreiche Veröffentlichungen von Lyrik, Belletristik und Rezensionen in Zeitschriften und Anthologien. Mehrere literarische Preise. Mitherausgeber (mit Axel Helbig) von „Skeptische Zärtlichkeit“ (zur jungen deutschsprachigen Lyrik) im Leipziger Literaturverlag. Lebt als Autor und Herausgeber in Dresden.

Musikalisch wird der Abend umrahmt von Thomas Lautenknecht („Oh alter Knaben Herrlichkeit“).

Die Buchvorstellung moderiert Willi Hetze.

Der Eintritt ist frei.

Text + Fotos: Katharina Salomo/Dresdner Buchverlag

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Buchvorstellung: Ein Nervenarzt als Buchautor

13 Montag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Zwischenmenschliches

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Dr. Bernd Sachs ist in Rente und blickt auf seine berufliche Laufbahn zurück. Dabei spielt auch der gesellschaftliche Umbruch eine große Rolle.
Einer der schonungslosen Abschnitte kommt fast am Ende des Buches. Da schreibt Bernd Sachs: „Trotz aller Widrigkeiten und Hemmnisse … bekam ich das Gefühl, etwas bewegen zu können, wie ich es in den folgenden Jahren auch nach der politischen Wende nie wieder hatte. Heute denke ich manchmal, dass wir trotz der Bedingungen im System DDR auf unserem Fach- und Arbeitsgebiet auch gegen Widerstände gefahrlos mehr hätten tun können, dass wir unsere Möglichkeiten, die sicher begrenzt waren, trotzdem nicht ausgeschöpft haben und uns unnötigerweise zu sehr angepasst und untergeordnet haben.“

Dass der 76-jährige Großenhainer zu solchen Einsichten kommt, macht sein jetzt erschienenes Buch „Mensch, Arzt und Psychiater“ interessant. Es trägt stark autobiografische Züge, ist also vor allem für Leser geeignet, die mehr über den bekannten Großenhainer Bernd Sachs wissen wollen und die sich für Psychologie und Psychiatrie interessieren. Oder eben für die Erlebnisse eines aktiven Menschen, der ärztlicher Direktor des psychiatrischen Großkrankenhauses Arnsdorf war. Von 1967 bis 1991 hat Dr. Sachs dort gewirkt, bis 2010 arbeitete er als niedergelassener Facharzt in Großenhain, danach bis voriges Jahr als Angestellter im MVZ der Elblandkliniken.

Einblick in sein Leben

Als Rentner hat der Großenhainer nun Zeit zur Reflexion. Ein Jahr lang arbeitete er an seinem Lebensrückblick. Das machen viele Pensionäre. Bernd Sachs gehört zu denen, die der Öffentlichkeit auch etwas zu sagen haben. Ein selbstverliebter Schwätzer ist er nicht. Allerdings mutig genug, die Öffentlichkeit in sein Leben blicken zu lassen: in seine Hobbys Astronomie, Anthropologie, Geschichte, Philosophie und klassische Musik. Auch seine Familie lernen wir näher kennen: seine Frau Elfi und drei Kinder.

Die Frage eines neuen Buches ist aber immer: Braucht das die Welt? Hat es nicht schon ein anderer geschrieben? Die Biografie von Bernd Sachs ist sicher nicht einzigartig in Deutschland. Auch schreibt der Großenhainer nicht literarisch, sondern meist sachlich nüchtern. Dennoch wirft er selbstbewusst und eben auch manchmal selbstkritisch viele Schlaglichter auf die Nachkriegszeit, die politisch geprägte Sozialisierung in der DDR und die Geschehnisse nach der Wiedervereinigung. Wenngleich er schon im Vorwort verkündet: „Also erwarten Sie keinen quotenträchtigen Abenteuerroman oder einen Politthriller eines alternden, ehemaligen Dissidenten der DDR, der nach Jahrzehnten immer noch nicht die Kränkungen und seinen Frust darüber abgearbeitet hat. Zu beidem fühle ich mich weder befähigt, berufen noch gehörte ich dazu.“

Bernd Sachs tritt vor den Leser als „real denkender Mensch“. Seine Autobiografie notierte er ausschließlich aus der Erinnerung – was schon mal beachtlich ist. Ein Tagebuch als Quelle hatte er nicht verfasst. Sein intellektuelles Niveau begeistert, seine Erfahrungen sind spannend und sehr detailreich. Kurzweilig liest sich, wie Familie Sachs 1991 nach Großenhain übersiedelte und eine eigene Praxis einrichtete. Da kommen viele Wendeerinnerungen hoch. Manch anderer hat sie vielleicht schon längst wieder vergessen.

Bernd Sachs beschreibt die Behandlung von Depression und Demenz, von Angststörungen und weiteren psychischen Leiden. Und er stellt fest: „dass die Menschen immer weniger in der Lage sind, Konflikte mal selbst und ohne externe Hilfe zu lösen.“ Aufschlussreich, dass der Großenhainer das Phänomen als „Massentrauer“ bezeichnet. Gesellschaftlich brisant und bedeutsam ist seine Feststellung: „Diese Massenphänomene könnten für Soziologen und Psychologen ein interessantes Forschungsthema dafür sein, wie es eigentlich mit der emotionalen Grundbefindlichkeit im Volke aussieht, von der die Regierenden meiner Meinung nach keine Ahnung haben.“ Damit finden sich Sachs` Lebenserinnerungen mitten in der aktuell-politischen Diskussion wieder. Nicht von ungefähr setzt sich der Nervenarzt nach 50 Berufsjahren auch mit der menschlichen Dummheit auseinander: „Sie ist eine allgemeine gesellschaftliche Erscheinung, die in allen Schichten jederzeit und nicht unbedingt an den Bildungsgrad gebunden zu finden ist“, schreibt er und zitiert Sokrates: „Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser!“ Es bedarf wohl nicht weiterer Beispiele, um zu belegen, dass die Lektüre von „Mensch, Arzt und Psychiater“ gewinnbringend sein kann.

Erschienen im Novum Verlag, 19,50 Euro

Text: Kathrin Krüger-Mlaouhia, Redakteurin bei der Sächsischen Zeitung in Großenhain

Vielen Dank für die Bereitstellung des Beitrages für meinwortgarten.com

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Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
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  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Premiere "Die Troerinnen" im projekttheater
  • Heusers Büchertheke - Lesung aus Juli Zehs Roman "Unterleuten"
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul
  • Ausstellung "Mit allen Sinnen" von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros
  • Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen
  • Musiksommer Bärenstein: Drei Ausstellungseröffnungen an einem Tag
  • Wunderkammer-Festival WuKaMenta auf der Prager Straße
  • Premiere "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch im Kleinen Haus

Aktuelle Beiträge

  • Neue Katzen-Lyrik: Im Lichtzimmer
  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung

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