• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Literatur

Europas größter Lesesaal: Leipziger Buchmesse nimmt die Zukunft ins Visier

05 Montag Dez 2016

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Bühne frei für neue Bücher, Begegnung und Austausch zwischen Autoren, Lesern und Verlegern. Beim Lesefest „Leipzig liest“ locken Veranstaltungen an mehr als 400 Leseorten in der Stadt und die 2. Bloggerkonferenz lädt zu Sessions ein und unterstützt den Austausch zwischen Buch- und Blogmachern.

Vom 23. bis 26. März ist es wieder so weit: Mit der Leipziger Buchmesse und dem Lesefest Leipzig liest öffnet Europas größter Lesesaal seine Pforten. „Menschen für Bücher zu begeistern, Literatur zu vermitteln und das Lesen in der Schule, zu Hause oder mobil zu fördern – das bleibt unser wichtigstes Ziel“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

Zur kommenden Leipziger Buchmesse präsentieren rund 2.100 Verlage in etwa 3.200 Veranstaltungen ihre Frühjahrsprogramme vor rund 260.000 Besuchern. Literaturfans erleben beim Lesefest Leipzig liest mehr als 3.000 Mitwirkende hautnah. Diese Begegnungen mit dem Publikum inspirieren Autoren, Übersetzer und Verleger für ihre Buchprojekte von morgen. „Leipzig ist das Branchenbarometer des Jahres und wird gleichzeitig immer stärker zu einer Innovationsschau“, sagt Oliver Zille. „Der Medienwandel beschäftigt die Branche, verändert die Lese-, Kauf-  und Lerngewohnheiten sowie das Marketing und den Vertrieb der Verlage. Hierfür sind neue Lösungen gefragt.“ Das spiegelt sich auch im Programm der kommenden Leipziger Buchmesse wider.

Wie können sich Verlage auf diesen Wandel einstellen? Welche neuen Möglichkeiten stehen ihnen für die Vermittlung ihrer Inhalte an das Publikum zur Verfügung? Was für neue, digitale Materialien und Ausstattungen gibt es für Schulen und Kitas? Wie kann das Urheberrecht in Zukunft gestaltet werden, um Verlage und Autoren gleichermaßen abzusichern?

Antworten auf diese Fragen finden Verleger, Verlagsmitarbeiter, Autoren, Lehrer und Erzieher bei den Ausstellern und im flankierenden Fachprogramm der Leipziger Buchmesse.

Innovationen für die Buch- und Medienbranche

Immer mehr Verlage setzen auf technologiegetriebene Ideen und Geschäftsmodelle, um ihre Inhalte dem Publikum vermitteln zu können. Zur Leipziger Buchmesse werden im Startup-Village Neuland 2.0 in der Messehalle 5 digitale zukunftsweisende Ideen und Produkte für den Buch- und Medienmarkt vorgestellt. Damit alle interessierten Firmen zur Messe die Gelegenheit erhalten können, sich mit den Startups zu vernetzen, bietet die Leipziger Buchmesse erstmals im Vorfeld der Veranstaltung ein Match-Making für Neuland 2.0 an. Auf die spannendsten Neuentwicklungen warten der Publikums- und der Businesspreis, die beide auf der Messe vergeben werden.

Fachprogramm: Autoren, Blogger, Buchhändler und Verleger im Gespräch

In einer globalisierten Welt, in der kulturelle Vielfalt und Freiheit des Wortes keine Selbstverständlichkeit sind, setzen Independent-Verlage zunehmend auf internationale Vernetzung. Unter dem Titel „How Indie Are You? Die Zukunft der unabhängigen Verlage“ diskutieren auf dem bücher.macher-Podium zum Messeauftakt namhafte Köpfe der Szene darüber, wie sich jenseits der bestsellergetriebenen Produktion großer Konzerne gemeinsam neue verlegerische Konzepte durchsetzen lassen.

Verlage und Buchhändler reagieren auf das veränderte Lese- und Kaufverhalten. Sie suchen verstärkt nach Konzepten, ihre Vertriebswege auszubauen. Neue Impulse für den erfolgreichen Vertrieb setzt die Leipziger Buchmesse mit zwei Veranstaltungen im Fachprogramm. Erstmals diskutiert die Buchmesse in einer eigenständigen Veranstaltung Best Practice-Beispiele für lokale Allianzen aus Wirtschaft und Politik zur nachhaltigen Stärkung des stationären Buchhandels. Zusätzlich unterstützt sie als neuer Partner den Sales Award für herausragende Vertriebskonzepte und -leistungen, der am 23. März zum 14. Mal vom BuchMarktFORUM verliehen wird.

Vertrieb ist auch ein wichtiges Stichwort für Autoren, insbesondere für Selfpublisher. Das Fachprogramm autoren@leipzig der Leipziger Buchmesse greift Themen wie Marketing, Finanzierung und Vertrieb speziell für Selfpublisher auf. Autoren, die mit einer eigenen Präsentation in den Buchmarkt einsteigen wollen, können sich auf dem Autoren-Gemeinschaftstand präsentieren.

Zusätzlich bietet die Leipziger Buchmesse verschiedene Formate für Autoren an, Verlagsvertreter und Lektoren zu treffen: Beim internationalen Book Pitch können sich in kurzen fünfminütigen Slots Autoren aus Mittel-, Ost- und Nordeuropa dem Fachpublikum vorstellen. Seit knapp 20 Jahren ein bewährtes Format: Prosa Prognosen. Zehn Autoren der jährlichen Autorenwerkstatt des Literarischen Colloqiums Berlin (LCB) stellen sich mit ihren bisher unveröffentlichten Texten zur Messe vor. Verleger und nationale Autoren können sich zudem beim Meet & Greet zwischen Autor und Verlag am Sonntag im Congress Center Leipzig kennenlernen.

Literaturblogger sind längst fester Bestandteil der Buchbranche. Auch hier ist der Kontakt zwischen Verlagen, Autoren und Bloggern von großer Bedeutung. Die Bloggerkonferenz der Leipziger Buchmesse „buchmesse:blogger sessions“ und die Bloggerlounge in Halle 5 unterstützen den Austausch zwischen Buch- und Blogmachern.

Fokus Bildung: Deutschlands größtes Klassenzimmer

Vom 23. bis 26. März öffnet mit der Leipziger Buchmesse auch Deutschlands größtes Klassenzimmer seine Tore. Rund 32.000 Lehrer und Erzieher treffen in Leipzig zum Fokus Bildung unter dem Motto „Man lernt ein Lesen lang“ auf 29.000 Schüler im Klassenverbund. Die größte Veranstaltung zu Leseförderung und Medienbildung im deutschsprachigen Raum vereint ein vielfältiges Programm, das unter anderem die Digitalisierung der Klassenzimmer und die damit verbundenen didaktischen Herausforderungen aufgreift.

Für Lehrer und Erzieher stehen Fortbildungsveranstaltungen wie der Deutsche Lehrertag, das Symposium zur frühkindlichen Bildung, das Symposium des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V. und der zweite Musiklehrertag auf dem Programm. Neben 200 Veranstaltungen für Pädagogen richten sich etwa 300 Lesungen von Kinder- und Jugendliteratur auch an Schüler und Eltern. Die Preisverleihungen „Leipziger Lesekompass“ und „Schulbuch des Jahres“ bieten Pädagogen und Publikum eine Orientierungshilfe zur Kinder- und Jugendliteratur. Zudem präsentieren auf dem Messegelände rund 400 Aussteller Bildungsmedien, Schul- und Kita-Angebote sowie Kinder- und Jugendliteratur.

Politik und Schule sind untrennbar miteinander verbunden: Doch wie wird Politik im Unterrichtsalltag vermittelt? Wie können Pädagogen mit geschlossenen Weltbildern und extremen Meinungen im Klassenverband umgehen? Welchen Beitrag leisten Kinderliteratur oder Schulmaterialien zum erfolgreichen interkulturellen Lernen? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der neuen Themenreihe „Politik und Schule“ zu Bildungspolitik, Praxisfragen und politischer Bildung.

Europa in der Diskussion – Leipzig liest und debattiert

Wenn Europas größtes Lesefest Leipzig liest, an mehr als 400 Leseorten die Bühnen für tausende Autoren und Mitwirkende bereitet, entsteht ein Raum für den kulturellen Austausch und politische Debatten innerhalb Europas.

Litauen in Leipzig

Die europäische Geschichte, Kultur und Politik der letzten 100 Jahre spielt in der Länderpräsentation „Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017“ eine wichtige Rolle. Kein Wunder: Der 1989 errechnete geographische Mittelpunkt Europas liegt in einem Dorf etwas nördlich von Vilnius. Die Länderpräsentation gewährt in rund 50 Veranstaltungen spannende Einblicke in Literatur, Kultur und Gesellschaft des modernen europäischen Staates. Im Spiegel der Literatur beleuchtet das Programm die Identität des baltischen Staates in Europa, zeigt die Sicht der Menschen insbesondere auf Deutschland, Polen und Russland.

Zur Leipziger Buchmesse präsentiert das Lithuanian Culture Institute unter der Leitung von Direktorin Ausrine Zilinskiene 26 Neuerscheinungen – Lyrikbände, Romane, Essaysammlungen und Sach- und Kinderbücher – sowie ein Kulturprogramm. Bereits im März 1997 gab Litauen zur Leipziger Buchmesse mit fünf Neuerscheinungen einen kleinen Einblick in das literarische Schaffen des baltischen Staates. Im Oktober 2002 stellte es in Frankfurt zehn neue Bücher vor. „Die große Anzahl der in Leipzig präsentierten Neuerscheinungen zeigt, dass die literarische Szene Litauens bereits im internationalen Markt angekommen ist“, sagt Ausrine Zilinskiene. „Mit unserem Auftritt in Leipzig wollen wir diese Vernetzung nachhaltig ausbauen.“

Die Länderpräsentation wird vom Lithuanian Culture Institute und der Leipziger Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium der Republik Litauen, der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland, dem Litauischen Verlegerverband, dem Staatlichen Tourismusamt Litauen sowie dem Goethe-Institut Litauen veranstaltet.

WIR in Europa – Wofür wollen wir einstehen

Zum zweiten Mal lädt der Programmschwerpunkt „Europa21“ der Robert Bosch Stiftung und der Leipziger Buchmesse ein, seinen „Denkraum für die Gesellschaft von morgen“ zu betreten. Die zweite Ausgabe des Programmschwerpunkts wird kuratiert von Esra Küçük, Mitglied des Direktoriums des Berliner Maxim Gorki Theaters und Gründerin der Jungen Islam Konferenz. Unter der Überschrift „WIR in Europa – Wofür wollen wir einstehen?“ blickt Europa21 auf die Ereignisse des vergangenen Jahres, die die Grundfesten der europäischen Idee ins Wanken gebracht haben, und fragt nachdrücklich, ob und wie der Zusammenhalt in Europa künftig besser gestaltet werden kann. Die Programmreihe umfasst im kommenden Jahr fünf Salongespräche, dramatische Lesungen und Autorengespräche sowie eine interaktive Abendveranstaltung.

Spannende Begegnungen mit Autoren und Vertretern der Zivilgesellschaft verspricht auch die Themenreihe Traduki. Das europäische Netzwerk für Literatur und Bücher stellt in Leipzig eine Reihe aktueller Übersetzungen literarischer Werke aus Südosteuropa vor.

Der Online-Ticket-Shop für die Besucher der kommenden Leipziger Buchmesse und der Manga-Con startet am 6. Dezember 2016.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Über die Leipziger Messe
Die Leipziger Messe gehört zu den zehn führenden deutschen Messegesellschaften und den Top 50 weltweit. Sie führt Veranstaltungen in Leipzig und an verschiedenen Standorten im In- und Ausland durch. Mit den fünf Tochtergesellschaften und dem Congress Center Leipzig (CCL) bietet die Leipziger Messe Unternehmensgruppe eine integrierte Veranstaltungskompetenz, die beispielhaft für die Organisation moderner Messen, Kongresse und Events ist. Dank dieses Angebots kürten Kunden und Besucher die Leipziger Messe 2016 zum dritten Mal in Folge zum Service-Champion der Messebranche in Deutschlands größtem Service-Ranking. Der Messeplatz Leipzig umfasst eine Ausstellungsfläche von 111.900 m² und ein Freigelände von 70.000 m². Jährlich finden etwa 40 Messen, rund 140 Kongresse, zahlreiche Corporate Business Veranstaltungen und Events mit rund 11.500 Ausstellern und 1,1 Millionen Besuchern aus aller Welt statt. Als erste deutsche Messegesellschaft wurde Leipzig nach Green Globe Standards zertifiziert. Ein Leitmotiv des unternehmerischen Handelns der Leipziger Messe ist die Nachhaltigkeit. 2015 beging sie das Jubiläum „850 Jahre Leipziger Messen“ und ist damit einer der ältesten Messeplätze weltweit.

Ansprechpartner für die Presse:
Ruth Justen
Pressesprecherin
Tel.: +49 (0) 341 / 6 78 6555
E-Mail: r.justen@leipziger-messe.de

Julia Wick
Pressereferentin
Telefon: +49 341 678-6552
Fax: +49 341 678-166552
E-Mail: j.wick@leipziger-messe.de

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Messe im Internet:
http://www.leipziger-messe.de
Die Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
https://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

Preis der Leipziger Buchmesse 2017: 365 Titel gehen ins Rennen um die renommierte Auszeichnung

Der Wettbewerb ist eröffnet: Auf die Mitglieder der siebenköpfigen Jury des Preises der Leipziger Buchmesse 2017 unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke wartet ein wahrer Lesemarathon.

Bis Anfang Februar sichten Maike Albath, Alexander Cammann, Gregor Dotzauer, Meike Feßmann, Kristina Maidt-Zinke, Burkhard Müller und Jutta Person 365 eingereichte und für den Wettbewerb zugelassene Werke aus 106 Verlagen. „Wir alle freuen uns sehr auf die Lektüre des vielversprechenden und vielfältigen Jahrgangs“, erklärt die Juryvorsitzende Kristina Maidt-Zinke.

Ob klassische Romane, Erzählungen, Lyriksammlungen oder literarische Essays – die Bandbreite der eingereichten Werke in der Kategorie Belletristik ist groß. Die Sachbuchautoren setzen vor allem auf aktuelle, gesellschaftspolitisch relevante Themen wie Heimat, nationale Identität, Rechtspopulismus, Europa, Freitod oder künstliche Intelligenz. Zu den Konkurrenten um den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 zählen bekannte Autoren ebenso wie Debütanten. In der Kategorie Übersetzung treten viele namhafte Bewerber an.

Am 16. Februar gibt die Jury die je fünf Nominierten in den Kategorien Belletristik, Übersetzung und Sachbuch/Essayistik des Jahres 2017 bekannt. Bis zum 23. März bleibt es spannend für Autoren und Verlage der 15 nominierten Titel: Am Nachmittag des ersten Messetages erhalten die drei Preisträger 2017 ihre Auszeichnungen.

www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Die Jury
Preisträger
Veranstalter & Partner
Impressum|Datenschutz und Haftung|Leipziger Messe GmbH, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Alte und neue SprachKlänge: Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017

24 Donnerstag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Leichtfüßige, witzige und tiefsinnige Streifzüge
durch die baltische Kultur

Das Lithuanian Culture Institute hat heute in der Botschaft der Republik Litauen in Berlin Höhepunkte des Programms „Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017“ (vom 23. bis 26. März 2017)  vorgestellt. Zu entdecken sind 26 deutschsprachige Neuerscheinungen: Lyrikbände, Romane, Essaysammlungen, Sach- und Kinderbücher.

Im Mittelpunkt steht die Vielfalt der klassischen und zeitgenössischen litauischen Literatur. Darüber hinaus ist ein breites kulturelles Rahmenprogramm geplant, wobei ein spezieller Akzent auf der polyglotten Tradition der Stadt Vilnius sowie den Beziehungen Litauens zu seinen polnischen, russischen und deutschen Nachbarn liegt. Zudem stehen die litauisch-deutschen Gemeinsamkeiten im Blick: Thomas Mann, Johannes Bobrowski und das kulturhistorische Erbe Ostpreußens. Überdies zeigen junge litauische Kreative (Buchkünstler, Musiker, Fotografen, bildende Künstler) ihre neuen Arbeiten.

Deividas Matulionis, Botschafter der Republik Litauen eröffnete die Programmvorstellung mit den Worten: „Litauen und Deutschland sind heutzutage politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich miteinander so eng wie nie zuvor verbunden. Die bevorstehende Teilnahme als Partnerland an der Leipziger Buchmesse gibt uns die einmalige Chance, Litauen in vielen Facetten und Farben vorzustellen. Ein Hauch von Litauen in Leipzig – das ist unsere Ambition.“

Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, hob hervor: „Litauen präsentiert sich in Leipzig mit einem vielfältigen literarischen, musikalischen und künstlerischen Programm, dass das baltische Land in all seinen kulturellen Facetten erlebbar macht. Litauen setzt damit die Tradition der Schwerpunktländer in Leipzig fort, die den Dialog innerhalb Europas stärken und das Verständnis füreinander fördern.“

Litauen, ein Land mit knapp 3 Mio. Einwohnern, ist einer der politisch dynamischsten Staaten Europas, durch eine wechselvolle, spannungsreiche Geschichte geprägt. Eine der Großmächte Europas im Mittelalter und seit 1795 unter russischer Oberhoheit, erlangte Litauen 1918 wieder seine Unabhängigkeit. 1940 wurde Litauen von der Sowjetunion besetzt. 1941 drangen die Deutschen ein, und 1944 wurde das Land durch die Rote Armee zurückerobert. Es folgten ein über 10-jähriger Partisanenkampf gegen die sowjetische Annexion sowie massive Deportationen nach Sibirien – Themen, die von litauischen Literaten eindrücklich verarbeitet worden sind. 1990 erlangten die Litauer im Zuge der „Singenden Revolution“ erneut ihre Unabhängigkeit, seit 2004 ist Litauen Mitglied der EU und der NATO.

Mit der Unabhängigkeit entwickelten die Literaten und Intellektuellen des Landes wieder neue, eigene Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei gilt das Litauische, eine der wenigen überlebenden indogermanischen Altsprachen, seit je als eine Sprache mit besonderer poetischer Kraft. Die Übersetzerin und Lituanistin Claudia Sinnig unterstrich: „Das Litauische ist von einem sanften, unglaublich nuancierten Klang und einer archaischen Formenvielfalt wie sie nur in den Altsprachen anzutreffen ist. Ihr reiches Arsenal erfordert Bedacht und Sensibilität. Subtil, melodiös und konkret ist Litauisch eine Lyriksprache par excellence.“

Zur Leipziger Buchmesse (23.-26. März 2017) präsentiert das Lithuanian Culture Institute unter der Leitung von Direktorin Ausrine Zilinskiene 26 deutschsprachigen Neuerscheinungen – Lyrikbände, Romane, Essaysammlungen, Sach- und Kinderbücher – sowie ein breit gefächertes Kulturprogramm:

26 deutschsprachige Neuerscheinungen
Zu den in Leipzig präsentierten Lyrikern gehören Antanas A. Jonynas, ein bekannter Altmeister der litauischen Lyrik, sowie der Exzentriker Sigitas Parulskis. Aber auch Agne Zagrakalyte mit ihren sinnlich-besinnlichen Versen sowie Giedre Kazlauskaite mit ihren stillen und doch aufbegehrenden Meditationen. Zu entdecken sind außerdem die Gedichte des archaisch und futuristisch zugleich wirkenden „Anti-Romantikers“ Gytis Norvylas und die erstaunlichen, raschen, präzisen Bild-, Denk- und Klangfiguren von Aivaras Veiknys oder die jung und zugleich klassizistisch wirkenden Formen des Rimvydas Stankevicius.
Außerdem erwartet das Publikum zur Buchmesse eine kleine Sensation: die Neuübersetzung des barocken Versepos „Die Jahreszeiten“ von Kristijonas Donelaitis aus dem 18. Jahrhundert, mit dem die litauische Literatur begann.

Zu den in Leipzig präsentierten Romanen gehören Antanas Škemas‘ klassisch modernistischer Exilroman über litauische Tristesse und Wahnsinn im New York der 1950er Jahre, Jurgis Kuncinas Meisterwerk über den spätsowjetischen Vilniuser Underground, der aktuelle NY-Times-Bestseller von Ruta Sepetys, ein Roman des in Israel lebenden litauisch-jüdischen Romanciers Grigori Kanowitsch, das exzentrische Chinoise von Undine Radzeviciute und eine Vatersuche von Renata Šerelyte.

Kurzprosa gibt es u.a. vom Klassiker Romualdas Granauskas, von dem subtilen Erzähler Alvydas Šlepikas und von dem Künstler Mikalojus Vilutis.
Außerdem werden diverse Essaybände vorgestellt: Eugenijus Ališanka gibt leichtfüßige, witzige und zugleich tiefsinnige Streifzüge. Giedra Radvilaviciute sinniert über das Leben einer Frau im Litauen der Gegenwart und Laurynas Katkus schreibt ein Traktat über die Russen.

Sachbücher erscheinen von Inge Luksaite über die Reformation, Laimonas Briedis über das multikulturelle Vilnius sowie von Felix Ackermann. In einem Gesprächsband erzählt Tomas Venclova, der Großmeister der litauischen Verskunst, seine u.a. von Pasternak in Moskau bis hin zu Achmatova und Brodsky in Leningrad reichen Lebenserinnerungen.

Kinderbücher werden u.a. von Kestutis Kasparavicius präsentiert.

Vorstellungen dieser Bücher in Leipzig sind u.a. in einer „Nacht der litauischen Lyrik“, einer „Nacht der litauischen Prosa“ und in einem Speed-Dating geplant.

Zusätzlich zu den Buchpräsentationen organisiert das Lithuanian Culture Institute ein breit gefächertes Kulturprogramm, darunter:

100 Jahre Johannes Bobrowski
Zur Leipziger Buchmesse ist eine Ausstellung zu Ehren von Johannes Bobrowski geplant – am 9. April 1917 wird sein 100-jähriges Geburtsjubiläum gefeiert. Die osteuropäische Landschaft, die Sprachen und Mythen der baltischen Kulturen, insbesondere Litauens, waren zentrale Themen des deutschen Lyrikers und Erzählers. Eine Ausstellung von Arturas Valiauga zeigt Fotografien aus Litauen, von beiden Seiten der Memel, in deren Kontext die Biografie und der literarische Nachlass Bobrowskis gestellt werden. Das baltische Weltbild zeigte er geprägt durch einschneidende Kriegserfahrungen, Verbannungen in die sowjetischen Lager in Sibirien und den Holocaust – Themen, die eng auch mit seiner eigenen Biografie verbunden sind.

Deutsch-litauische Kulturgeschichte der Gastronomie
Deutschland und Litauen verbinden traditionsreiche gastronomische Beziehungen. Zwei litauische Wissenschaftler, Rimvydas Laužikas und Antanas Astrauskas, haben Kochbücher des 17. bis 20. Jahrhundert nach Rezepten durchkämmt, die zwischen Deutschland und Litauen ausgetauscht wurden. Deutsche brachten nicht nur zahlreiche Kartoffelgerichte nach Litauen, sondern auch Thüringer Klöße, Tiroler Strudel, Nürnberger Wecken und Lübecker Konfekt. In der deutschen und österreichischen Küche wiederum tauchten gleich mehrere Gerichte aus der Hofküche der Radziwills auf (z.B. Zander à la Radziwill, Radziwill-Sauce), und den deutschen (ostpreußischen) Küchenwortschatz bereicherten Gerichte mit litauischen Namen wie Meschkines, Schuppnis und Spirgel. Der zur Leipziger Buchmesse erscheinende Band enthält zudem 31 Rezepte, die in verschiedenen Jahrhunderten über die Grenzen der beiden Länder gewandert sind.

Orgel-Safari
Im Herbst 2016 reiste der Komponist Arturas Bumšteinas mit seinem Team durch 10 sächsische Städte, entlang der deutsch-tschechischen Grenze. In jeder Stadt nahm er die dortige Orgelmusik in den Kirchen auf: in Pillnitz, Sebnitz, Sohland an der Spree, Waltersdorf, Grosschonau, Zittau, Oybin, Hornitz, Weesenstein und Klingenthal. Die daraus entstandenen „Orgelsafarichroniken“ zeigen die Orgelmusik der einzelnen Städte, verbunden mit besonderen Reise-Erlebnissen des Komponisten. Aufgeführt wird die „Orgel-Safari“ zur Buchmesse in der Leipziger Schaubühne.

„Oxymora“: Interdisziplinäre Kunst-Ausstellung
Gemeinsam mit dem Goethe-Institut Vilnius plant das Lithuanian Culture Institute eine Ausstellung, die bereits am 26. Februar in der Leipziger Baumwollspinnerei eröffnet wird. Unter dem Titel „Oxymora“ (Wortwuchs) konstruieren die Kuratoren John Colton (Berlin) und Virginija Vitkien? (Kaunas) Verbindungen, die paradoxe Bedeutungen betonen: die Synthese von Material und Form oder die Spannung von scheinbar widersprüchlichen Linien. So zeigt die Ausstellung Kunstwerke der deutschen Dichter- und Malergruppe „Berliner Malerpoeten“. Ihre Gründung hat die aus Litauen stammende deutsche Dichterin und Malerin Aldona Gustas 1972 initiiert. Präsentiert werden Künstler mit Doppeltalenten wie Günter Grass, Christoph Meckel, Karl Oppermann, Oskar Pastior oder Wolfdietrich Schnurre. Damit kombiniert Virginija Vitkiene moderne litauische Kunst: textile Werke, Tapisserien, Stickereien, die mit Digitaldruck, Jacquardweberei, Videoanimationen verbunden werden: Kunstwerke, die als Textilien und Texte zugleich wahrnehmbar sind.

Junge litauische Grafikkunst
Studenten der Vilnius Art Academy bringen eine besondere Idee nach Leipzig mit: Sie stellen einen einzigartigen, nur in der litauischen Sprache vorkommenden Buchstaben ins Rampenlicht: den Buchstaben „e“ als Ausdruck litauischer Identität und Einzigartigkeit sowie als litauisches Symbol. Dieser Buchstabe hat im Litauischen mehrere Funktionen: am Ende eines Wortes bildet er die Vergangenheitsform des Verbs (kure – schuf, spaude – drückte, zaide – spielte). Außerdem verweist dieser Buchstabe auf das weibliche Geschlecht (saule – die Sonne, daile – die Kunst, dirbtuve – die Werkstatt, spaustuve – die Druckerei). „e“ steht oft am Ende der litauischen Familiennamen der Frauen, oft ist „e“ auch Endung der weiblichen Vornamen (Ausrine). Außerdem ist „e“ Ausdruck einer Empfindung, Interjektion, durch die Emotionen unterschiedlichen Grades ausgedrückt werden.

„Confessions“ – Oper im Dunkeln
Unter dem Titel „Confessions“ zeigt im Leipziger Theater Lofft die Spatial Opera Company eine Mono-Oper im Dunkeln. Im Mittelpunkt dieses experimentellen Werkes stehen akustische Wahrnehmungen und deren Wirkung auf die Einbildungskraft. Die Idee der sieben Todsünden wurde dabei zum Ausgangspunkt des Librettos: In den sieben Teilen der ,,Confessions‘‘ werden sieben Todsünden behandelt – Habgier, Hochmut, Völlerei, Neid, Zorn, Wollust, Trägheit. Die Vorstellung dieser ‚Sünden‘ wird durch Töne stimuliert, die intensive Bilder von Emotionen, Empfindungen oder Objekten wecken.

Nähere Informationen zu Programm und Autoren unter: www.litaueninleipzig.lt

Litauen
Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017 wird veranstaltet vom Lithuanian Culture Institute und der Leipziger Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium der Republik Litauen, der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland, dem Litauischen Verlegerverband, dem Staatlichen Tourismusamt Litauen sowie dem Goethe-Institut Litauen.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Pressestelle Leipziger Buchmesse
Susanne Meierhenrich
Pressesprecherin Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017
Telefon +49(0)171 / 742 1717
+49(0)8121 / 224 09 25
smeierhenrich@t-online.de
www.lithuanianculture.lt

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Messe im Internet:
http://www.leipziger-messe.de
Die Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
https://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Der Menschenfischer – keltische Märchen mit Frank-Ole Haake in der Galerie mit Weitblick Radebeul

20 Sonntag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Literatur, Poesie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

dscf1600dscf1622

Märchenerzähler Frank-Ole Haake, neben ihm Galeristin Dorothee Kuhbandner und Zuhörer.

Bilderreiche Geschichten

Der Märchenerzähler und Maler Frank-Ole Haake begeisterte am Sonnabend kleine und große Zuhörer in der „Galerie mit Weitblick“ in Radebeul.

Er hat kein Märchenbuch dabei. Die Geschichten aus alter Zeit kommen zu ihm geflogen. Mit Tönen auf der Rohrflöte und schwirrenden Klängen aus einer Holzspieldose angelockt, beginnt der Märchenzauber. Unter dem Titel „Der Menschenfischer und andere keltische Märchen“ für jung und alt erzählte Frank-Ole Haake am Sonnabend in der „Galerie mit Weitblick“ in Radebeul.

Die Galeristin Dorothee Kuhbandner musste noch zusätzliche Stühle vom Dachboden holen. Bei grau trübem Novemberwetter lauschten drinnen vor den Bilderwänden kleine und große Zuhörer gemütlich bei Tee, Punsch und Gebäck  dem Märchenerzähler. Er trug ein Gewand mit Glöckchen und ein buntes Käppi und erzählte frei aus dem Bauch, lebhaft, heiter-verschmitzt, berührend und leise nachdenklich und ließ wunderreiche Welten und Bilder in den Köpfen der Zuhörenden entstehen. Da mischten sich Zauberhaftes und Reales, Freud und Leid in den Geschichten über Glück, Liebe, Abschiede, Heimat und den richtigen Zeitpunkt zum Loslassen oder Festhalten im Leben. Ein im Wald gefundenes Findelkind erwärmt die Herzen dreier Hirten und erfährt Mitgefühl und Zuwendung in der Fremde.
Ein Mann schwebt mit einer Kuh, die nachts in seinem paradiesischen Garten weidet, vom Duft und den Farben betört zum Mond in einem indischen Märchen. Von Leben und Tod erzählt poetisch „Der Menschenfischer“. „Die Natur und die Tiere spüren es. Doch wie soll die Seele des Menschen wissen, wann es Zeit ist nach Hause zu gehen?“, fragt der Erzähler. In den Märchen stecken nicht nur die Weisheit und Erfahrungen unserer Vorfahren, so Haake, sondern sie halten diese auch lebendig. Sie verzaubern, trösten und laden ein, innezuhalten und das Wundern nicht zu verlernen.

„Das Erzählen lässt die inneren Bilder erwachen“, sagt Frank-Ole Haake. 1995 begann er als Sozialpädagoge in Projekten für Jungs und Männer, organisierte Freizeiten und arbeitete als Antigewalt-Trainer. „Doch Jungen aus dem Brunnen zu ziehen, ist schwierig, so entschloss ich mich präventiv zu arbeiten und erzähle dazu auch Märchen“, so Haake. Seit 2011 ist er freiberuflich als Geschichtenerzähler und malender Bilderzauberer unterwegs mit seinen Märchen der Welt und erzählt seine wundersamen Geschichten in Kindergärten, Schulen ebenso wie in Seniorenheimen und anderen Spielstätten, auch auf Adventmärkten und in seinem Atelier in der Schokofabrik in der Hopfgartenstraße 1a in Dresden.

Mit viel Humor und Herz erzählt Frank-Ole Haake seine Geschichten. Weil es so schön war, ist er am 17. Dezember, um 16 Uhr wieder zu Gast in der Galerie mit Weitblick in Radebeul. Diesmal mit „Märchen vom Glück“.

Erneut zu erleben mit seinen frei aus dem Bauch erzählten Geschichten ist
Frank-Ole Haake passend zum neuen Jahr mit „Märchen vom Anfang“, am 22. Januar, um 17 Uhr in der Galerie mit Weitblick in Radebeul. Scheint seine Lieblingsbühne zu werden vor ebenso fantasiereicher Bilderkulisse.

Märchen und Geschichten zum „Frühlingserwachen“ erzählt Frank-Ole Haake am 9. April um 17 Uhr in der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos und Veranstaltungs-Termine unter http://www.ole-bildermensch.de

dscf1630

Kontakt: Frank-Ole Haake,
Atelier in der Schokofabrik, Hopfgartenstraße 1a, 01307 Dresden
Tel.: (0351) 4061 455

http://www.ole-bildermensch.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Eine LiebesReise – schön und schamlos: „als hätten Seidenraupen Goldfäden gekackt“

20 Dienstag Sept 2016

Posted by Lilli Vostry in Film, Kultur, Literatur, Musik

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Foto: Lilli Vostry

Live-Lese-Session „als hätten Seidenraupen Goldfäden    gekackt“ mit Solvig Frey und Rüdiger Schlögel (Sprecher) und  DJ Veyx mit Musik und Videosequenzen  am 30.9.16, 20:30  Uhr  in der Galerie Kunstkeller auf der Radeberger Str. 15 in Dresden.

Chimo ist 19, Lila 16, als sie sich begegnen. Ihre Sprache ist die der Straße, ihre Annäherung zart und ihre Liebe zerbrechlich.Sie haben kein Heim für das, was sie leben.

Aber Chimo schafft den Worten ein Zuhause. Er lässt sie abends aufs Papier gleiten. Leiht dem Stift die Stimme Lilas. Geht auf die Reise mit ihr in seiner Phantasie. Die ist niemals so hart wie die Wirklichkeit, auf die sie trifft.

Der französische Roman erschien 1996 und ein Jahr später in deutscher Sprache unter dem Titel Chimo „sagt Lila“.  Noch heute rätselt man um die Autorenschaft. Das macht die Geschichte um ein Geheimnis reicher. Und wir haben uns ihrer bedient, um sie nach 20 Jahren auferstehen zu lassen, denn Chimo und Lila könnten wir auch hier und heute noch begegnen. Ein Stück streitbarer Jugendkultur. 

Text: Solvig Frey

Die nächste Vorstellung ist am 30. März, um 20.30 Uhr, im Kunstkeller Dresden, Radeberger Str. 15.

Nächste Vorstellung: 28. April, um 20 Uhr im Theaterhaus Rudi, Fechnerstr. 2a.

Siehe auch die Rezension zur Premiere des Programms im projekttheater, die auf meinwortgarten.com erschien (am 10.März 2016/Literatur)

http://www.solvig-frey.de
http://www.kunstkeller-dresden.de (für Kartenbestellungen)

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Bitterschöne Sommerliebe: der neue Roman „Geteiltes Vergnügen“ von Johanna Adorján

27 Mittwoch Jul 2016

Posted by Lilli Vostry in Literatur

≈ Ein Kommentar

DSCF6839Die Buchautorin Johanna Adorján.
Foto: Verlag/Joachim Gern

Ein vielsagender Buchtitel. Wenn zwei Menschen sich ineinander verlieben, teilen sie ihr Vergnügen. Doch hier schwingt noch etwas anderes mit. Es ist nur ein halbes Vergnügen, etwas fehlt.

Ist es Liebe, wenn man mit jemand alles oder fast nichts teilt? Oder dem anderen zuliebe alles von sich hergibt und es bald keinen Unterschied mehr macht, mit wie vielen anderen man sein Vergnügen inbegriffen intime Momente teilt?

Von nahen und unnahbaren Gefühlen erzählt voller Leichtigkeit und Tiefgang, leisem Humor, spannend, sachlich nüchtern, tabulos offen und nahegehend der neue Roman „Geteiltes Vergnügen“ von Johanna Adorján (erschienen im Verlag Hanser Berlin, 208 Seiten, 19,90 Euro).

Eine ausführliche Rezension folgt.

Text + Buch-Foto (lv)

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Der neue Roman von Jens-Uwe Sommerschuh: „Mimi“ spielt mit dem Feuer und reißt alle mit

09 Donnerstag Jun 2016

Posted by Lilli Vostry in Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

IMG_20160208_232246Der Buchautor Jens-Uwe Sommerschuh am Schlusspunkt von Mimis Reise in der Nähe der Brücke, dem Ponte Sisto, der in Rom den Tiber überspannt. Foto: privat

Buchrezension zum neuen Roman „Mimi“ von Jens-Uwe Sommerschuh

Wer einmal in die Fänge von „Mimi“ gerät, kommt nicht so schnell wieder von ihr los. Sie gibt ihrem Begleiter Donny, dem Ich-Erzähler und dem Leser auf ihrer Reise im Auftrag einer ominösen geheimen Organisation immer neue Rätsel auf. Sie verwirrt, verführt und überrascht im ständigen Wechsel von Leidenschaft und Verzweiflung, Lachen und Gänsehaut, Leben und Tod und kribbelnder Sinnlichkeit.

Heftig zur Sache geht es im neuen Roman „Mimi“ von Jens-Uwe Sommerschuh (gerade erschienen bei Editia – ein  Imprint des Dresdner Buchverlages, 432 S., 14,90 Euro). Eine abgründige, umwerfend komische, locker und leicht erzählte Geschichte um Schuld, Rache, Liebe und Hass. Und ein spannendes Spiel mit Identität. Was einer alles anstellen kann unerkannt und wem es nützt, von harmlosen kleinen Betrügereien bis zu Millionengeschäften und Geldwäsche aus internationalen Waffenlieferungen in Kriegsgebiete wie den Irak, die Türkei und Syrien, wird ausgiebig ergründet.

Wer die ominösen Auftraggeber in diesem Roman sind, ist bald Nebensache. Die seltsamen, absurden Situationen, in die Donny mit Mimi gerät, sind überaus amüsant und lustvoll voll trocken lakonischem Humor beschrieben und halten die abenteuerliche Geschichte am Kochen. Das Buch ist in Kapitel mit Überschriften gegliedert, die Neugier wecken („Wie die Engel den Sex kennenlernten“ ), aufhorchen lassen („Es lebe die Überwachung“) und augenzwinkernd einstimmen auf die Stationen der Reise und besondere Zwischenfälle.

Gleich am Anfang geschieht ein tödlicher Unfall. Eine Frau wirbelt in einem Londoner Viertel, hinter Camden, oben am Primrose Hill in hohem Bogen durch die Luft und schlägt auf dem Straßenpflaster auf. Das Auto, ein schwarzer Van fährt mit quietschenden Reifen davon. Donny verrichtete gerade sein Geschäft im Gebüsch als es geschah. Schockiert rennt er weg und wird dieses Bild nicht mehr los. Sie hieß Su Parker und erledigte Botendienste wie er für eine obskure Londoner Inkassofirma. Als sie nicht mehr mitmachen wollte, passierte der Unfall.

Er flüchtet nach Toulouse, wo das sicherlich niemanden interessiert, mutmaßt er. Dafür stolpert der Ich-Erzähler von einer brenzligen Sache in die nächste. Ein Spielertyp, hoch verschuldet, innerlich ausgebrannt und zu allem bereit. Er lässt sich mit der geheimen Firma ein, um seine Schulden zu tilgen. Mal wirkt er total naiv und trottelig, dann wieder lässig und abgeklärt Sprüche klopfend als mache er sich über dieses ganze dubiose Gangster- und Geheimdienstmillieu lustig, vielleicht um seine Ängste zu bekämpfen. Er wechselt von Ort zu Ort seine Namen wie andere ihre Unterwäsche, schläft in Hotels und billigen Absteigen, bekommt und übergibt Briefchen, ist Teil eines großen, undurchsichtigen Puzzle-Spiels  und lernt immer neue Leute kennen.

Der Roman von Jens-Uwe Sommerschuh strotzt und spielt deftig-lebensprall mit Sex- and Crimes-Klischees und auch der Geschlechterkampf kommt humorvoll nicht zu kurz. Geheimnisvoll und gefährlich ist es, seit Donny mit Mimi unterwegs ist. Sie ist von unwiderstehlicher Anziehungskraft für ihn. Sie trägt eine feuerrote Perücke unter ihrem kurzen blondstrubbeligen  Haar und lässig eine Pistole in ihrer Umhängetasche, geht durch Wände und erbeutet einen Totenschädel, in dem Diamanten versteckt sind. Nach einem Auftrag fliegt eine Schönheitsklinik in die Luft, in der ein Unterweltboss ein neues Gesicht erhalten sollte.

Mimi ist nach dem alten französischen Revolutionskalender am „Tag der Pflaume“ geboren und hält sich für eine Nachfahrin von Vincent van Gogh. „Mimis und Philippes Großmutter Elsje war die Enkelin eines Mannes, der Vincent van Goghs Onkel war?“, staunt der Ich-Erzähler. Nebenher wird erwähnt, dass Herkunft kein Verdienst sei. Und viele der einstigen Einwanderer mit Wurzeln in Algerien, Tunesien oder Schwarzafrika längst Franzosen sind, manche schon in zweiter oder dritter Generation. Nebenher erfährt man ausführlich  – da kommt der Journalist durch! – Interessantes über Land und Leute, Geschichte, Kultur und Glauben wie dem der Katharer, während eines Ausflugs ins historische Carcassonne. Und der Leser wird ausführlich eingeweiht in die Geheimnisse der französischen Küche und alter provenzalischer Gerichte, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft.

Mimi nimmt sich was ihr gefällt. Im Zug nach Carcassonne setzt sie sich auf den Fensterplatz, obwohl der reserviert war, undzwar für Donny. Eigentlich. Doch der lässt sich nichts anmerken, gibt gar den Verteidiger ihres Platzes und empfiehlt sich ihr vieldeutig: „Ich bin im Nahkampf recht gut!“ Auf rätselhaft-verschlungenen Wegen begegnen und verlieren sich Mimi und Donny immer wieder. Mal erscheint sie ganz sanft und unterhält sich mit einer Straßenkatze. Sie verbringen eine romantische Nacht am Strand. Dann wieder glitzern ihre Augen mörderisch, verfolgt sie kaltblütig Typen und rächt sich grausam an ihrem Ex-Freund und Vater ihrer Tochter. Da er sie viele Jahre erpresste und benutzte für seine mafiösen Geschäfte.

Sachlich und absurd zugespitzt beschreibt der Ich-Erzähler die Aufträge und Morde, den Geruch des Todes und die Angst, wenn man hilflos Gewalt ausgeliefert ist und er einen angrinst. Manche dieser Passagen sind recht drastisch, detailliert geschildert. Der Schrecken käme auch weniger direkt benannt herüber. Sehr ausführlich werden auch Mimis Reize beschrieben, wortreich, fantasievoll und sprachspielerisch von zart, verrucht bis ekstatisch.

Besonders gern knabbert Donny an Mimis Ohrläppchen, wenn er nicht gerade züngelnd den Honig verteilt über ganz Mimi-Land. Nachts widersteht er standhaft, um ihren Schlummer nicht zu stören, wenn sie sich im Schlaf mit einer Hand an seinem besten Stück wie einem Griff festhält. Später geht es heißer her, dass man fürchtet, das Bett steht jeden Moment in Flammen.

Man spürt die lebensbrodelnde Atmosphäre des Südens mit allen krassen Gegensätzen, Wärme, Temperament, Schönheit und Lebensfreude, aber auch große soziale Unterschiede und entfesselte Wut, die vor nichts haltmacht. Der Roman „Mimi“ entstand auf  Reisen von Jens-Uwe Sommerschuh durch Südfrankreich, England und Italien.

Es ist nach „Carcassonne“ und „Coyote“ sein dritter Roman. In Nordhausen im Harz geboren, lebt und schreibt er heute abwechselnd in Dresden und auf der Mittelmeerinsel  Alicudi. „Mimi“ ist geheimnisvoll, spannend und unterhaltsam, aufregend und mitreißend bis zum Schluss. Ein Buch für Kopf und Bauch, in dem es keinen Stillstand und keine Sicherheiten gibt. Kaum denkt man, jetzt haben die beiden sich endlich gefunden und können ihr Leben genießen, geht es wieder los, rast ein schwarzer Van auf sie zu. „Wir rannten um unser Leben“, lautet der letzte Satz im Buch. Und das intensive Kopfkino, wie Mimi und ihr Begleiter da wieder rauskommen, geht weiter.

Buchpremiere am 9. Juni um 20 Uhr: Lesung mit dem Autor Jens-Uwe Sommerschuh, mit Musik von Gabriel Jagieniak und dem Film „Betty Blue“ nach dem Roman von Philippe Dijan im Kino Schauburg in Dresden.

 
Der neue Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh, der im Frühjahr 2019 bei Salomo erschien, wird demnächst auch auf meinwortgarten.com vorgestellt.So viel sei schon verraten: Es bleibt spannend, und „Tarantella“ ist noch einen Tick mysteriöser, Geist und Sinne kitzelnd. Intensives Kopfkino eben. (lv)

 

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Neuer Besucherrekord bei der Leipziger Buchmesse

20 Sonntag Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Lesen, Zuhören, Miteinander sprechen: 260 000 Besucher folgten dem Ruf der Leipziger Buchmesse

Vom 17. bis 20. März feierten 260.000 Besucher (2015: 251.000) in Leipzig, davon 195.000 (2015: 186.000) auf dem Leipziger Messegelände, das Wort in all seinen Facetten. Insgesamt 2.250 Aussteller aus 42 Ländern (2015: 2.263 aus 42 Ländern) präsentierten zur Leipziger Buchmesse, der Manga-Comic-Con und dem Lesefest Leipzig liest ein Meer aus Worten, Bildern und Klängen auf dem Leipziger Messegelände. In 3.200 Veranstaltungen an 410 Orten auf dem Messegelände und in der Leipziger Innenstadt luden Literaten, Zeichner und Musiker zur Begegnung sowie zum Austausch ein. Mit einem starken Fachprogramm präsentierte sich die Leipziger Buchmesse als wichtigster Branchentreffpunkt des Frühjahrs.

„Das Buch und seine Macher waren als Leitmedien mehr denn je gefragt. Leser und Zuhörer suchten und fanden Fakten, Analysen, Erfahrungen und Meinungen auch zu den aktuellen gesellschaftlichen Debatten insbesondere zu  Zuwanderung und Integration“, sagt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. Buchmessedirektor Oliver Zille ergänzt: „Die freie Rede ist nicht selbstverständlich, der eigene Geburtsort ein Zufall und die viel beschworenen europäischen Werte werden stetig hinterfragt: Die Leipziger Buchmesse erwies sich erneut als Ort des Diskurses und Hort der Meinungsfreiheit.“

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, erklärt: „Auf der Leipziger Buchmesse hat die Buchbranche ein starkes und politisches Zeichen in die Welt gesendet: Die Meinungs- und Publikationsfreiheit ist die notwendige Bedingung für eine freie und pluralistische Gesellschaft. Das wurde auch in den Gesprächen an den Ständen auf der Messe selbst deutlich. Neben der Präsentation des vielfältigen Frühjahrsprogramms standen im Zentrum der Diskussionen die Meinungsfreiheit als Menschenrecht, der Umgang mit Zuwanderung und die Aufgabe der Buchbranche als Plattform der Diskussion.“

Bereits zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse standen mit der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung 2016 Europa und seine Werte im Fokus. Der Historiker Heinrich August Winkler wurde für sein epochales Werk „Die Geschichte des Westens“ ausgezeichnet. Anlässlich der Eröffnung sprachen Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, und Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. Beide drückten ihre Sorge über eine zunehmende Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft in der deutschen Gesellschaft aus und forderten einen friedlichen Diskurs. Jeder trage Verantwortung, so der Ministerpräsident, es sei an der Zeit, Haltung zu zeigen, gegen jene, die die europäischen Werte mit Füßen treten. Haltung zeigen für die Meinungsfreiheit, dazu riefen auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Leipziger Buchmesse die geladenen Gäste der Eröffnungsfeier mit ihrer gemeinsamen Aktion „Für das Wort und die Freiheit“ auf.

25 Jahre Leipzig liest:
„Es gibt keine andere Stadt in Deutschland, wo man sowas machen kann“

Vor 25 Jahren ging das Lesefest Leipzig liest an den Start. Es begann mit 80 Mitwirkenden und 160 Veranstaltungen als Initiative des Club Bertelsmann. Im Jubiläumsjahr präsentiert sich Leipzig liest mit 3.000 Mitwirkenden in 3.200 Veranstaltungen an 410 Orten als Europas größtes und vielfältigstes Lesefest. Anlässlich des Jubiläums lud die Leipziger Buchmesse zu einem Festabend in die frisch sanierte KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig ein. Über tausend Menschen lauschten dem frisch gekürten Preisträger der Leipziger Buchmesse, Guntram Vesper sowie Clemens Meyer und Christoph Hein. Der Schriftsteller Christoph Hein begleitet bereits seit Beginn das Lesefest. Sein Fazit: „Es ist eine große Veranstaltung für die Leser und die Autoren. Ich bin immer völlig fassungslos, jeden Abend 100, 150 Veranstaltungen – und alle knallvoll. Es gibt keine andere Stadt in Deutschland, wo man so was machen kann.“

Europa21: bewegende Geschichten und Debatten in bewegten Zeiten

„Haben Sie Ihren Geburtsort ausgesucht?“, fragte der Journalist Karim El-Gawhary das Publikum der Auftaktveranstaltung des Programmschwerpunktes „,Europa21. Denk-Raum für die Gesellschaft von morgen‘ zu Zuwanderung und Integration der Leipziger Buchmesse und der Robert Bosch Stiftung. „Sich immer wieder den Zufall des Geburtsortes bewusst zu machen, ist das beste Mittel gegen Indifferenz und Überheblichkeit gegenüber den Flüchtlingen“, erklärte er. In sechs internationalen Diskussionsrunden tauschten Künstler, Intellektuelle, Journalisten und zivilgesellschaftliche Akteure Fakten, Analysen, Erfahrungen und Zukunftsszenarien im Café Europa auf dem Leipziger Messegelände aus. Zudem diskutierten im Neuen Rathaus Experten unter der Überschrift „Wie wir zusammen lebten, leben und leben wollen!“ über ein Miteinander in Leipzig. Aufmerksam lauschten Messegäste an den Hörstationen in der Glashalle/Magnolienallee den Geschichten von sechs Asylsuchenden, die im Rahmen von Europa21 während der gesamten Buchmesse zu hören waren. Die Kurzporträts sind in Zusammenarbeit mit dem Kulturradio MDR FIGARO entstanden.

„Ich freue mich, dass so viele Menschen unseren Denk-Raum betreten haben und es unseren Gästen gelungen ist, ihn in den europäischen Raum zu öffnen“, sagte Kuratorin Insa Wilke. „Das große Interesse des Publikums und das hohe Niveau der Gespräche zeigen, dass ein so offenes Denken und Sprechen im Moment möglich und nötig ist. Das ist ermutigend!“

Die Robert Bosch Stiftung unterstützt bereits seit einigen Jahren modellhafte Praxisprojekte  zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie zur Integration und Teilhabe von Flüchtlingen. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Förderung des ehrenamtlichen Engagements in diesen Bereichen.

Der Blick in die Zukunft: Experten diskutieren Themen der Branche

Mit einem umfangreichen Fachprogramm präsentierte sich die Leipziger Buchmesse einmal mehr als Branchentreffpunkt für Verleger, Autoren und Dienstleister. Beim ersten internationalen Book Pitch überzeugten Autoren aus Georgien, Slowenien, Rumänien, Tschechien aber auch Ungarn – in fünfminütigen Slots – Lektoren. Einen Blick in die Zukunft der Medienbranche warf Neuland 2.0. Im Startup-Village zeigten 14 junge Unternehmen innovative Ideen für die Buch- und Medienbranche. Neu waren auch die ersten buchmesse:blogger sessions 16. Am Messesonntag tauschten sich Blogger im Rahmen der ersten Konferenz für literarische Blogger mit Verlagsvertretern zu aktuellen Kommunikationswegen aus.

Praxisnahe Themen für Bildung und Leseförderung diskutierten Lehrer und Erzieher im Messeschwerpunkt Fokus Bildung. Beim ersten Musiklehrertag, dem deutschen Lehrertag, dem Kita-Symposium oder einem der zahlreiche Workshops wurden praktische Bildungsansätze vorgestellt.

Preis der Leipziger Buchmesse für Guntram Vesper, Jürgen Goldstein und Brigitte Döbert

Mit einem schlichten „Vielen Dank“ nahm der sichtbar überraschte Guntram Vesper den Preis der Leipziger Buchmesse entgegen. Für sein Werk „Frohburg“ (Schöffling & Co.) erhielt der Autor den begehrten Literaturpreis. In der Kategorie Sachbuch/Essayistik wurde Jürgen Goldstein für „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ (Matthes & Seitz) ausgezeichnet, in der Kategorie Übersetzung Brigitte Döbert für das Werk „Die Tutoren von Bora ?osi?“ (Schöffling & Co.) geehrt. Insgesamt fanden mehr als 30 Preisverleihungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt, darunter der Leipziger Lesekompass oder der Kurt Wolff Preis. Sie gelten als wichtiger Wegweiser für Lesefans und das Fachpublikum.

Die Kraft der Bilder: 96.000 Besucher auf der Manga-Comic-Con

Es war ein kreatives Fest. Zur dritten Manga-Comic-Con entdeckten 96.000 Besucher (2015: 93.000) die Welt der gezeichneten Geschichten. Im Fokus stand diesmal die deutsche Szene der Nachwuchszeichner. Junge Talente präsentierten eine wachsende sich zunehmend professionalisierende Szene. Darüber hinaus konnten die Besucher wieder zahlreiche Stars aus aller Welt in Leipzig entdecken: Zu Gast waren unter anderem die japanischen Manga-Stars Moe Yukimaru und Ken Akamatsu, die Ninjagruppe Hattori Hanzo and the Ninjas, die Simpsons-Zeichnerin Stephanie Gladden (USA) oder die Angry Birds-Zeichnerin Audrey Bussi (Frankreich).

Gastländer: 2017 Litauen, 2018 Rumänien

Mit großer Vorfreude auf das kommende Jahr präsentierte sich Litauen in Halle 4. Das baltische Land wird 2017 Gastland der Leipziger Buchmesse. Zum Auftakt stellten sich erste Autoren in Leipzig vor. Internationaler Besuch war auch am Messefreitag anzutreffen: Der rumänische Kulturminister Vlad Alexandrescu unterzeichnete am Messefreitag mit den Geschäftsführern der Leipziger Messe Martin Buhl-Wagner und Markus Geisenberger den Vertrag für den Gastlandauftritt 2018.

Die Leipziger Buchmesse 2017 findet vom 23. bis 26. März statt.

Text: Pressestelle der Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Messe im Internet:
http://www.leipziger-messe.de
Die Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
https://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Erste Blogger-Konferenz auf der Leipziger Buchmesse

13 Sonntag Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Blogger sind eine noch junge Zielgruppe der Verlagsbranche. Aus großer Leidenschaft für Literatur entstehen in Deutschland immer mehr hochwertige Blogs rund um Belletristik, Sachbuch, Comic und Fantasy und begeistern damit Hundertausende Fans. Für Verlage und Autoren sind die meinungsbildenden Medienmacher damit längst ein spannender Partner und Multiplikator geworden. Doch wie gelingt ein erfolgreicher Blog? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit von Verlagen und Bloggern? Und vor welchen Herausforderungen stehen Blogbetreiber? Diese Fragen beantwortet die erste Bloggerkonferenz „buchmesse:blogger sessions 16“ der Leipziger Buchmesse am Sonntag, den 20. März. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Premiere: Leipziger Buchmesse lädt zu Bloggersessions

Fachprogramm richtet sich an Blogger und Neueinsteiger sowie Verlage und Autoren

„Im letzten Jahr haben wir mit unserer Bloggerlounge einen erfolgreichen Grundstein gelegt. Hunderte Blogger nutzten unser Angebot des direkten Austausches mit Verlagen und Autoren“, so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Mit unseren Bloggersessions möchten wir in diesem Jahr das Angebot ausbauen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Verlagen und Bloggern auf professionelle Füße zu stellen.“ Eröffnet wird die Konferenz mit einer Keynote der erfahrenen Bloggerin und Verlagsleiterin von Edel ebooks Karla Paul. Sie zeigt von 11.15 Uhr bis 12.00 Uhr, wie es gelingt den Blog in der Verlagsbranche zu etablieren und Finanzierungsmöglichkeiten zu sichern.

Vier Sessions zu Rahmenbedingungen und praktischen Angeboten

Im Anschluss an den Eröffnungsvortrag starten vier Sessions, von denen jeweils zwei parallel laufen. Die Rechtsanwälte Rainer Dresen, Justiziar Random House, und Stefan Haupt, Haupt Rechtsanwälte, klären von 12.00 bis 13.00 Uhr über rechtliche Rahmenbedingungen auf. So legt Rainer Dresen dar, was beim Zitieren und der Verwendung von Bildern zu beachten ist. Stefan Haupt berichtet zum aktuellen Stand des Urheberrechts und deren Auswirkungen. Zur gleichen Zeit stellen im parallelen Panel verschiedene Blogger diverse Blogkonzepte vor.

Nach der Mittagspause (13.30 Uhr bis 14.30 Uhr) geht es in großer Diskussionsrunde um die Blogger Relations: Judith Tings (Kirchner Kommunikation), Karina Elm (NetGalley Deutschland), Annette Geduldig (Online PR-Referentin Bastei Lübbe), Tanja Rörsch (mainwunder Buchmarketingagentur) und Anke Henkel (Online Redaktion Carlsen Verlag) zeigen das Wechselspiel von Bloggern und Verlegern auf. Wer noch den Einstieg ins Bloggen sucht, ist im parallel stattfindenen Workshop von Lovelybooks richtig. Experten erklären, warum ein Redaktionsplan notwendig ist und wie Zeitmanagement und Organisation ideal funktionieren. Den Abschluss des Tages bildet eine spannende Podiumsdiskussion: Das Eröffnungsstatement wird nach den Eindrücken des Tages noch einmal erörtert. Es diskutieren Karla Paul, Ute Nöth, Senior Manager Social Influencer Relations im Carlsen Verlag und Leander Wattig, Gründer von Orbanism.

Moderiert werden die Bloggersessions durch Felix Wegener. Der Münchener arbeitet seit 15 Jahre in der Buchbranche, unter anderem in den Bereichen Vertrieb, Presse, Digitales Marketing und Kommunikation. Seit 2014 ist er Geschäftsführer der Agentur Direttissima.

Die „buchmesse:blogger sessions 16“ werden von Lovelybooks, NetGalley & MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH unterstützt.

Raum zum Netzwerken und Fotoaktion

Ab 15.30 Uhr lädt die Bloggerkonferenz zur Happy Hour ein. Bei Snacks und Getränken können sich die Teilnehmer mit Referenten austauschen und Erfahrungen weitergeben. Darüber hinaus findet eine besondere Aktion statt. Fotografin Katrin Duval erstellt kostenfrei Portraits der Blogger, die für die eigenen Blogs verwendet werden dürfen.

Anmeldung für Bloggersessions ab sofort möglich

„buchmesse:blogger sessions 16“ richtet sich an Blogger und jene, die es noch werden wollen sowie Autoren und Verlage. Die Anmeldung ist ab sofort online möglich. Die Konferenz findet am Sonntag, 20. März, 11.00 bis 16.30 Uhr im CCL statt. Die Teilnahme kostet 35 Euro, eine Eintrittskarte für die Leipziger Buchmesse muss zusätzlich erworben werden. Alle Infos sowie Details zum Programm unter www.leipziger-buchmesse.de/bloggersessions.

Netzwerken auf der Leipziger Buchmesse: Bloggerlounge & Bloggerguide

Neben dem Fachprogramm lädt die Leipziger Buchmesse zum täglichen Austausch ein. In der Bloggerlounge in Halle 5 können sich die Meinungsmacher mit Verlagen und Autoren treffen oder miteinander austauschen. Darüber hinaus finden verschiedene Bloggertreffen im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Diese und viele weitere praktische Tipps gibt es ab Ende Februar im Bloggerguide unter http://www.leipziger-buchmesse.de/Themen/Neu_Denker/#buchmesseblogger.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Die Leipziger Buchmesse 2015 findet vom 12. bis 15. März auf dem Leipziger Messegelände sowie im gesamten Stadtgebiet statt. Es werden rund 2.000 Aussteller, über 235.000 Besucher und mehr als 2.500 Journalisten erwartet. Parallel zur Leipziger Buchmesse findet die 21. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Messe im Internet:
http://www.leipziger-messe.de
Die Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
https://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

Text: Pressestelle der Leipziger Buchmesse

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

als hätten Seidenraupen Goldfäden gekackt

10 Donnerstag Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

WinterBlumen 112 (2)

Eine schamlos schöne Reise ins Land der Liebe

Eine Live-Lese-DJ-Session mit Solvig Frey, Rüdiger Schlögel und DJ Veyx

Seit Chimo das Mädchen Lila getroffen hat, ist nichts mehr wie vorher. Er ist 19, sie 16. Sie lockt ihn halb im Scherz und Ernst, direkt und unbefangen in ihren Worten und Wünschen, in das ihnen bislang unbekannte Land der Liebe.
Sie fragt ihn quer bei ihm auf der Fahrradstange sitzend, ob er unter ihr Kleid sehen will. Er stellt sich vor, wenn er ein Insekt zwischen ihren beiden Dingern wäre. Und fasst mit der Hand ins goldgelbe Gras ihrer Scham. Ihr Haar ist weizenblond.

„als hätten Seidenraupen Goldfäden gekackt“, so heißt die Live-Lese-DJ-Session nach dem Roman „Chimo sagt Lila“. Der französische Autor veröffentlichte das Buch unter demPseudonym Chimo in den 1990er Jahren in Paris.  Auf die Bühne kam das intime Tagebuch, das ebenso provoziert wie fasziniert mit seinen offenen, sowohl derb-erotischen als auch poetischen Gefühlsbekundungen in der Sprache der Straße und Jugendlicher, nun in einer Lesung mit Solvig Frey und Rüdiger Schlögel, begleitet von klangreich pulsierenden Sounds von Mario Auerbach aka DJ Veyx im Hintergrund. Die Premiere war im Februar im Projekttheater Dresden. Am Sonnabend war die musikalische Lesung im Club Puschkin zu erleben anlässlich des 20jährigen Bühnenjubiläums von Mario Auerbach alias DJ Veyx mit anschließender Party bis in die Morgenstunden.

Es ist das erste gemeinsame Projekt von Solvig Frey und Rüdiger Schlögel (ehemals Musicaltheater „aquarius“). An zwei Lesepulten stehen eine Frau und ein Mann nebeneinander und geben nur mit ihren Stimmen Lila und Chimo gefühlreich Präsenz, allein und mit dem anderen im Dialog erzählend. Sie fordert ihn spielerisch-lustvoll heraus, bald teilen sie einander immer ungehemmter ihre innersten Wünsche und Fantasien mit, verwischen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität, Spiel und Ernst immer mehr. Zuerst sehen sie sich und ihrer Lust im Spiegel zu, dann soll er sie als zusehender Dritter mit der Videokamera filmen, als würde sich dadurch ihr Verlangen endlos wiederholen. Doch ihre Träume überleben nicht die raue Wirklichkeit.

Die zwei Erzähler bewegen sich nicht von der Stelle, was zunächst recht statisch wirkt und ungewohnt. Doch die Geschichte ist sehr lebendig-bilderreich geschildert und schafft damit spannend und reizvoll eigene Bilder- und Gedankenräume für das zuhörende Publikum. Bei der sprachlichen Gestaltung beriet die beiden Darsteller der bühnenerfahrene Autor Philipp Schaller, der selbst Theaterstücke und Satiren schreibt.

Solvig Frey und Rüdiger Schlögel gelingt es eindrucksvoll, die Figuren und ihre Welt plastisch und nacherlebbar werden zu lassen. Chimo sieht sich als „Aufnahmegerät für das was Lila sagt.“ Das Leben verwandelt sich in ihrem Mund und auf so was hat er Hunger wie ein Floh auf einer Glatze, sagt Chimo. Sie heizt seine Fantasie an. „Lila explodiert in meinem Kopf.“ Die direkt-ungenierte Sprache verlangt ein Einlassen auf beiden Seiten. Jenseits oberflächlicher Klischees und allgegenwärtiger nackter Tatsachen in TV und Werbung vertraut diese Lesung allein auf die Wortkraft, Fantasie und eigene Erfahrungen der Zuhörenden. Eine Aufführung, die unter die Haut geht und sich mit dem eigenen Denken und Fühlen reibt und einen so schnell nicht loslässt. Ein Programm, dem man noch mehr dafür offene Spielstätten und neugierige Zuhörer wünscht.

Nächste Vorstellungen:

16. September, 20 Uhr im Theaterhaus Rudi.
20. Oktober, 20.30 Uhr auf der Mini-Bühne im Kunstkeller Dresden, Radeberger Str. 15

Text + Foto (lv)

Kontakt: http://www.solvig-frey.de

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Im Reich der Bücher

10 Donnerstag Mär 2016

Posted by Lilli Vostry in Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Die Leipziger Buchmesse 2016 mit dem Lesefest Leipzig liest findet vom 17. bis 20. März auf dem Leipziger Messegelände sowie im gesamten Stadtgebiet statt. Es werden rund 2.000 Aussteller, über 250.000 Besucher und mehr als 2.500 Journalisten erwartet. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 22. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

 

Spiel mit den Codes: Comic Romane als literarische Erzählform

Interview mit Professor Dr. Bernd Dolle-Weinkauff, Institut für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Comics waren im Land der Dichter und Denker lange verpönt oder wurden zumindest belächelt. Mittlerweile gibt es kaum eine Buchhandlung in Deutschland ohne Comics, Manga oder Graphic Novels im Sortiment. Wie erwachsen sind gezeichnete Geschichten heute? Welches erzählerische Potenzial bieten Comic-Romane? Wo steht die deutsche Comic-Szene heute? Diese und weitere Fragen stellten wir Professor Dr. Bernd Dolle-Weinkauff vom Institut für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Frage: Sind Comics und Graphic Novels erwachsen geworden oder hat sich nur die mediale Wahrnehmung verändert?

Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Tatsächlich erschienen die ersten Comics Ende des 19. Jahrhunderts in verschiedenen nordamerikanischen Tageszeitungen. Sie richteten sich an Erwachsene und einige der ersten, wie Winsor McCays „Little Nemo in Slumberland“ (1905), waren ausgesprochen kunstvoll gestaltet. Bereits aus der Sicht der Zeitgenossen bahnte sich hier etwas Neues und Großes an, das mit der bis dahin erschienenen konventionellen Literatur mindestens mithalten konnte. Erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts folgten dann die Comic-Hefte, in den USA comic books genannt, die auf das junge Publikum zielten und Seriengeschichten präsentierten. Angeführt wurden sie von den Superhelden-Comics, die den Ruf des Comics als Kinder- und Jugendbuch begründeten. Ende der 60er Jahre kamen die ersten französischen und italienischen Comics für Erwachsene in deutscher Übersetzung bei uns auf den Markt. Es sind diese romanhaften Erzählungen in Schrift und Bild, die in der Gegenwart das Bild des ambitionierten Comic für alle Generationen prägen. Spezielle Comic-Hefte für Kinder- und Jugendliche sind dagegen in der Bedeutung in den Hintergrund getreten.

Frage: Wie definieren Sie Graphic Novels im Unterschied zum Comic?

Der Begriff Graphic Novel taucht nicht erstmals bei Will Eisner auf, aber er hat ihn popularisiert. Der berühmte amerikanische Zeichner veröffentlichte 1978 ein Buch mit vier Kurzgeschichten über das Leben der Menschen in der Bronx als ein abgeschlossenes Werk unter dem Titel „A Contract with God. A Graphic Novel“. Die Bezeichnung war eher eine Verlegenheitslösung, es ging gar nicht um eine präzise Beschreibung der Gattung, sondern um das Neue: das abgeschlossene, stilistisch und erzählerisch originelle Werk in Buchform. Comic Book wäre also für Will Eisners Buch passender gewesen, aber so hießen ja schon die Comic-Hefte. Heute benutzen Kritiker, Verleger und Autoren den Begriff Graphic Novel, um einen Comic als ein ambitioniertes Werk kenntlich zu machen und diesem ein Qualitätssiegel zu verleihen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich dann erst, ob es sich um einen Comic-Roman oder eine andere Form von graphischer Literatur handelt.

Frage: Wie unterscheidet sich die literarische Erzählform gezeichneter Geschichten wiederum von einem traditionellen Roman oder von Novellen?

Das Zusammenwirken von Bild und Schrift schafft natürlich Besonderheiten. Die Geschichten operieren simultan mit verbalen und piktoralen Codes, mit Wörtern und mit Bildern. Dies bietet Raum für das Spielen mit den Codes: Mal treibt eher das Bild die Geschichte voran, mal die Schrift. Dabei müssen Schrift und Bild nicht zwangsläufig die gleiche Geschichte erzählen: Interessant wird es ja gerade dann, wenn absichtsvoll Brechungen entstehen, wenn Raum bleibt für unterschiedliche Deutungen, Rätsel, Ironie und dergleichen. In ihrer engen Verzahnung sind jedoch beide Komponenten unverzichtbar für das Verständnis der Erzählung. Über die Visualisierung wird eine Anschaulichkeit und Suggestionskraft erreicht, die in der auf rein sprachliche Mittel beschränkten Literatur nicht möglich ist.

Frage: Was ist das Besondere an der deutschen Comic-Szene?

Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Comic-Import-Land. Die meisten hierzulande veröffentlichten Comics liegen als Übersetzung vor. Das hat den Vorteil, dass Leser Anregungen aus aller Welt bekommen und aus einer reichen Auswahl schöpfen können. Insbesondere die Bedeutung der Manga ist seit 20 Jahren gewaltig. Die internationalen Zeichner haben einen dementsprechend großen Einfluss auf deutsche Künstler. Diese müssen sich wiederum dem internationalen Wettbewerb mit seinem hohen Niveau stellen, um mitzuhalten. Das hat zum heute exzellenten Niveau deutscher Zeichner und Autoren beigetragen. Seit 10 bis 15 Jahren erfahren immer mehr Künstler wie etwa Ralf König, Reinhard Kleist, Felix Görmann (Flix), Isabel Kreitz unter anderem auch internationale Anerkennung. Wobei sich für meine Begriffe die jungen Künstler in Deutschland, insbesondere die Mangaka, manchmal zu sehr an internationalen Vorbildern orientieren. Ich würde mir noch mehr Eigenständigkeit von ihren Werken wünschen, das ist oft aber bloß eine Frage der Entwicklung.

Autobiografisches Erzählen liegt weltweit im Trend, es ist geradezu eine typische Begleiterscheinung des Phänomens Graphic Novel. Diesen Trend greifen in Deutschland besonders viele – vor allem junge – Künstler auf. Mit Mitte zwanzig einen Blick zurück auf das Leben zu werfen, ist auf den ersten Blick verwunderlich. Andererseits haben diese Künstler gerade erst die sehr schwierige Übergangszeit der Pubertät und Adoleszenz gemeistert. Sie reflektieren daher diese Phase ihres Lebens und stellen sie in den Mittelpunkt ihres Erzählens.

Frage: Wagen Sie eine Prognose zur Entwicklung der Comic-Szene in Deutschland?

Wir haben in den letzten Jahrzehnten die ersten Grundlagen für eine lebendige deutschsprachige Comic-Szene gelegt, um in Zukunft international eine immer größere Rolle spielen zu können. Es haben sich sowohl Verlage als auch Künstler herauskristallisiert, die zunehmend Beachtung in der Comic-Welt finden. Hinzu kommt die Nachwuchsförderung, wobei es sehr wichtig geworden ist, dass arrivierte Künstlerinnen und Künstler wie Anke Feuchtenberger, ATAK, alias Georg Barber, Hendrik Dorgathen, Ute Helmbold oder Henning Wagenbreth unter anderem an Hochschulen unterrichten, um ihr Wissen und Können weiter zu geben.

Frage: Nicht nur die Comic-Szene fragt sich, wohin die Reise geht. Der gesamte Buchmarkt wünscht sich neue Leser. Gibt es Erkenntnisse, ob jugendliche Fans von Manga, Comics und Graphic Novels über die gezeichneten Geschichten an traditionelle Literatur herangeführt werden?

Das ist schwierig zu beantworten – jedenfalls sind wir in der Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft ganz überwiegend der Meinung, dass Literaturangebote aufgrund ihrer ihnen jeweils inne wohnenden Qualität beurteilt werden sollten und nicht danach, ob sie zu anderen Texten, die von anderen vielleicht mehr geschätzt werden, ‚hinführen’. Die noch in der Literaturpädagogik der 50er/60er Jahre sehr verbreitete Vorstellung vom „Hinauflesen“ zur „eigentlichen“ Literatur haben wir weitgehend ad acta gelegt. Ich vermute aber sehr stark, dass die beträchtliche Horizonterweiterung durch die neuen Strömungen des Comic nicht ohne Folgen für die Ausdifferenzierung der Leseinteressen des Publikums bleibt: wer einmal, sei es durch Manga oder Comics, sei es durch Bilderbücher, Filme oder andere Medien, durch die Vielfalt des Angebots ‚infiziert’ wurde, den wird es so schnell nicht wieder los lassen …

Frage: Warum ist Ihre Stelle am Institut für Jugendbuchforschung angesiedelt?

Das hat einen einfachen historischen Hintergrund. Anfang der 60er Jahre richteten sich Comics noch überwiegend an Kinder- und Jugendliche. In dieser Zeit fing das Institut für Jugendbuchforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität an, ein Comic-Archiv aufzubauen. Das Comic-Archiv beherbergt mittlerweile circa 60.000 überwiegend deutschsprachige Comics, Manga und Graphic Novels aus den Jahren 1945 bis heute. Auch als der Trend zum Erwachsenencomic aufkam, haben wir hier keine künstliche Grenze gesetzt, gesammelt wurden und werden Comics für alle Generationen. Die Sammlung ist mit Abstand die umfangreichste wissenschaftliche Sammlung dieser Art im deutschsprachigen Raum. Als Kurator dieser Sammlung setze ich mich seit Jahrzehnten mit deren Inhalt wissenschaftlich auseinander. Zu den Sammlungen des Instituts gehört zudem die Bibliothek für Jugendbuchforschung mit rund 200.000 Kinder- und Jugendbüchern vom 16. Jahrhundert bis heute, in deren Bestand sich zahlreiche Bilderbücher und Bildgeschichten, der Vorläufer der Comics also, aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert finden.

Herr Prof. Dolle-Weinkauff, vielen Dank für das Interview.

ComicSalonDW-Copyright Bernd Glasstetter.jpg

Über die Manga-Comic-Con (MCC)
Die zweite Auflage der Manga-Comic-Convention 2015 verzeichnete mehr als 93.000 Besucher. Die MCC findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt und ist von Donnerstag bis Sonntag zwischen 10.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Halle 1 ist Manga, Comics, Games und Cosplay gewidmet, in Halle 2 lädt die Fantasy Leseinsel ein. Buchkunst und Grafik sind in Halle 3 zu finden, die Bereiche Graphic Novel sowie die Independent Verlage in Halle 5.

Text und Fotos: Pressestelle Leipziger Buchmesse

 

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • Oktober 2026
  • September 2026
  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Xeniana
  • Avatar von Change Therapy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Zbyszek
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Sehnsuchtsbummler
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Martha
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Oana.Ududec
  • Avatar von sant marc air
  • Avatar von Wolfregen & Constanze
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Manuela Mordhorst
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Closed Account
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 210.381 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen
  • Ausstellung "Mit allen Sinnen" von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros
  • Premiere "Die Troerinnen" im projekttheater
  • Heusers Büchertheke - Lesung aus Juli Zehs Roman "Unterleuten"
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul
  • Musiksommer Bärenstein: Drei Ausstellungseröffnungen an einem Tag
  • Wunderkammer-Festival WuKaMenta auf der Prager Straße
  • Premiere "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch im Kleinen Haus

Aktuelle Beiträge

  • Neue Katzen-Lyrik: Im Lichtzimmer
  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    meinwortgarten.com
    Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

    Hast du ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.

  • meinwortgarten.com
    Website im Reader anzeigen
    Abonnements verwaltenRegistrierenAnmelden
    Melde diesen Inhalt
    Diese Leiste einklappen
Kommentare werden geladen …