• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Literatur

Lesung mit Musik: Erinnerung an den geheimnisvollen russischen Poeten Pratajev

03 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Musik

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Eine kleine, aber feine Lesung mit Musik gibt es am 15.März, um 20:30 Uhr  in der wohl beliebtesten Dresdner Buchhandlung Büchers Best: In ihrem Programm fragen Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz, begleitet von Rainer Herbert Herzog an der Gitarre:
„Kennen Sie Pratajev?“
Mit S.W. Pratajew (1902 – 1961) bekommt einer der großen apokryphen russischen Dichter damit das Podium, das ihm gebührt.

Trotz einer geradezu kulthaften Verehrung Pratajews durch die einfache Bevölkerung, in deren Herzen und Hirne er sich, mit freundlicher Einwilligung des Dorfsowjets, so eindringlich einschreiben konnte, drohte ihm, nach seinem mysteriösen Tod während einer Gruftbesichtigung das Vergessen.

Dagegen erfolgreich angekämpft zu haben, ist das Verdienst der Pratajevgesellschaft.e.V., aus deren Reihen herausragende Mitglieder an diesem informativen und poetisch hochwertigen Abend Auszüge aus Pratajevs Werken lesen, den aktuellen Stand der Pratajev-Forschung rekapitulieren und insbesondere auf sein außerliterarisches Wirken als Mineralquellenbesitzer, Hilfszahnarzt und Karussellführer eingehen.

Unter Beteiligung eines Erlenholzgitarristen und Sängers werden die literarischen Schönmalereien hingebungsvoll in russischer Manier begleitet. Achtung: kann Spuren von Knoblauch enthalten.

Na storovje!

Text: Solvig Frey

http://www.buechersbest.de/Veranstaltungen/955108180/SW-Pratajew–Papier-und-Papirossa
http://www.solvig-frey.de
http://www.pratajev-gesellschaft.de
 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Eine Lebens-Reise: „Garbald in Dresden“ – Romanpremiere von Uta Hauthal im Literaturhaus Villa Augustin

03 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

fullsizerender

Titelbild: Buchcover/Ausschnitt

Der Roman „Garbald in Dresden“ von Uta Hauthal, Schriftstellerin und Sängerin, wird gar bald erscheinen im NotSchriften-Verlag Radebeul. Die Premiere findet am 16. März, um 19:30 Uhr, im Literaturhaus Villa Augustin in Dresden statt. Die Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers übernimmt die Moderation und eine musikalische Überraschung gibt es auch. (Reservierung erforderlich)

„Hanna Gefrees, eine Frau im Dresden von Heute, setzt sich mit ihrer Lebensschuld auseinander und findet auf diese Weise ganz zu sich selbst; ein Lehrer, Friedrich Lorenz, im Dresden der Weimarer Republik, der Nazi-Zeit, der DDR, zerbricht letztlich an seinen eigenen Wertevorstellungen; die Schriftstellerin Johanna Garbald im schweizerischen Bergell des 19./ Anfang 20. Jahrhunderts folgt ihrem Traum, Poetessa zu werden, ist aber auch Ehefrau und Mutter – in Zeit und Raum liegen die Erzählungen weit voneinander entfernt, doch dann kommt es zu Berührungen, zu Verknüpfungen, die aus den unterschiedlichen Geschichten eine werden lassen …“

Weitere Lesungen im März:

17.3.17, 19 Uhr, Crostigall 14, Wurzen
25.3.17, 18 Uhr, Hofkultur Lohmen, Basteistr. 80
27.3.17, 18:30 Uhr, Bibliothek Dresden-Strehlen

 Soeben erschienen:

Essay „An der Elbe“ in: schreibkraft – das Feuilletonmagazin (Graz)

http://www.utahauthal.de

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Vernetzt & unterstützt – das Autorenprogramm der Leipziger Buchmesse

27 Montag Feb 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Die Leipziger Buchmesse hat auch vom 23. bis 26. März 2017 wieder ein vielfältiges Fachprogramm für Autoren und alle, die es werden wollen, parat. Von der Ideenfindung über die Umsetzung bis hin zur Vermarktung gibt es unzählige Veranstaltungen direkt für Literaturschaffende. Die 5. Leipziger Autorenrunde, Messerundgänge und das Pilotprojekt zu einer Autorencommunity laden zum gemeinsamen Vernetzen ein.

Die Leipziger Buchmesse fördert nicht nur das Lesevergnügen, sondern auch den Schreibprozess von Autoren. Im umfangreichen Fachprogramm für Autoren auf der Leipziger Buchmesse autoren@leipzig finden sie Anregungen, Tipps und Hilfestellungen für alle Belange. Egal, ob Ideenfindung, Lektorat, Veröffentlichung oder Lesung – Verlage und Verbände bieten einen Reigen von Veranstaltungen für alle Interessierten an.

Austausch für Autoren

Autorenschaft muss keine einsame Beschäftigung sein! Deswegen findet am 25. März bereits zum 5. Mal die Leipziger Autorenrunde unter Kuration von Leander Wattig statt. Die Konferenz, die durch den Goldmann Verlag, den Heyne Verlag, BoD – Books on Demand, Fairer Buchmarkt, buchreport, Federwelt und der selfpublisher unterstützt wird, richtet sich an Autoren jeder Couleur. Nach der Keynote von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek haben alle Teilnehmer in 54 offenen Tischgesprächsrunden Gelegenheit, Erfahrungen und Ideen mit renommierten Referenten wie Nora-Eugenie Gomringer und Carline Mohr sowie mit Vertretern zahlreicher Verlage auszutauschen. Es werden alle für Autoren wichtigen Themen diskutiert – vom Schreib-Handwerk über die erfolgreiche Vermarktung bis hin zu gestalterischen und rechtlichen Fragen. „Die Leipziger Autorenrunde ist die Veranstaltung auf Augenhöhe, bei der Autoren so nah wie selten an jene herankommen, die über ihren Erfolg entscheiden oder ihnen auf den Weg helfen können“, erklärt Leander Wattig.

Online-Netzwerke werden durch die zunehmende Digitalisierung immer wichtiger. Aus diesem Grund startet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr einen ersten Pilot zum Aufbau einer Autoren-Community mit der Social Media Kampagne Autoren-Shelfie mit deinem Buch. Bis zum 2. April können Autoren, Blogger oder Zeichner ihr Foto vor einer Bücherwand hochladen und Votes sammeln. Den Gewinnern winken Gutscheine für die Messeteilnahme als Aussteller der Leipziger Buchmesse 2018, Wildcards für die 6. Leipziger Autorenrunde 2018 oder eine Dauerkarte für die Leipziger Buchmesse 2018 und Sachpreise wie Notebooks, Smartphones oder Tabletts.

Direkte Rückmeldung zum eigenen Text

Dem Publikum können sich Autoren bei der Leipziger Wortmeisterschaft am Messe-Freitag stellen, denn dort entscheiden die Zuhörer, ob sie nach den ersten Sätzen weiterhören wollen. Direktes Feedback von zukünftigen Lesern gibt es auch auf der 4. Leipziger Offenen Bühne 2017. Ohne Anmeldung und völlig spontan kann am Messe-Freitag jeder bei Horns Erben seinen Text vortragen und sich erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Zum 3. Meet & Greet zwischen Autor und Verlag laden außerdem der Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. (BVjA) und die Leipziger Buchmesse ein. Am Sonntag, 26. März von 11:00 bis 13:00 Uhr haben Autoren, Verlage und Literaturagenturen die Gelegenheit, sich in Speedmeetings gegenseitig kennenzulernen und neue Projekte anzubahnen. Allein im letzten Jahr entstanden zehn Verlagsverträge aus den Treffen.

Unterstützung auf dem Weg zum Buch

Workshops und Veranstaltungen führen von Konzeption, Schreibprozess und Lektorat bis hin zur Entscheidung für einen Verlag oder für Self-Publishing. „Kreativ schreiben, Impulse sammeln“ oder das Gespräch „Hilfe! Ein Verlag will was von mir! – Verträge und Kleingedrucktes“ mit  dem Schriftsteller Tilman Winterling und Wolfgang Tischer vom  literaturcafé richten sich direkt an den Hobbyautor, der den Schritt zum eigenen Buch wagen möchte. Wie der Selbstvertrieb mit Marketing und Buchpräsentationen aussehen kann, zeigen zahlreiche Veranstaltungen an allen Messetagen.

Eine besondere Leistung des Verbands der Freien Lektorinnen und Lektoren ist die offene Lektoratssprechstunde, bei der erfahrene Lektoren Rückmeldung zum eigenen Manuskript geben. Was Verlage bei der Auswahl von Büchern für ihr Programm beachten, stellt „Das Exposé: Worauf Verlage achten“ am 25. März vor. Ähnliches und mehr gibt Birgit Loistl bei „Verlagsautor werden – so geht es“ am Messe-Sonntag weiter.

Schreiben für die Kleinsten

Bücher für die Kleinsten zu schreiben, ist eine ganz besondere Herausforderung. Das Gespräch „Wie werde ich Kinderbuchautorin/Kinderbuchautor?“ gibt am Messe-Eröffnungstag Hilfestellungen. Vielfalt kann dabei ein wichtiges Thema sein: „Vater, Mutter, Kind: Brauchen wir mehr Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern?“ und „Korrekte Kinderbücher?“ gehen den Fragen von sich verändernden Familienbildern und sprachlichen Modernisierungen im Kinderbuch nach.

Kreative Arbeit in Wort und Bild für Kinder stellt Susanne Göhlich vor: „Mit Bildern Geschichten erzählen – Die Arbeit einer Kinderbuchillustratorin“ zeigt das Zustandekommen eines illustrierten Kinderbuchs und veranschaulicht das Prozedere für zukünftige Illustratoren.

Neue Welten und große Gefühle

Der preisgekrönte Autor Markus Heitz erzählt am Messe-Freitag im Gespräch von seiner persönlichen Arbeitsweise beim Schreiben und gibt Tipps für künftige Fantasy-Autoren. Auch das Fantasy-Lektorat von neobooks hat verschiedenste Ratschläge aus dem Berufsalltag parat. Phantastische Gespräche können in der Phantastik-Lounge in Halle 2 Stand J310 geführt werden. Gemeinsam mit dem Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) e.V. lässt die Leipziger Buchmesse hier eine Komfortzone für fantastische Autoren entstehen.

Neobooks und die Leipziger Buchmesse vergeben den Indie Autor Preis in diesem Jahr im Genre Romance- und Unterhaltungsliteratur. Neben einem Preisgeld winken die Veröffentlichung im Programm „feelings *emotional ebooks“ und eine Lesung zur Langen Leipziger Lesenacht. Die Preisverleihung findet am 25. März um 13:00 Uhr auf dem Forum autoren@leipzig statt. Am selben Tag wird auch der Bloggeraward „Aphrodite 2017 – Der Romance-Blog des Jahres“ von feelings *emotional eBooks und neobooks um 12:30 Uhr vergeben.

Das Indie-Genre wird aber nicht nur beim Indie Autor Preis vertreten. Andere Veranstaltungen greifen das Thema ebenfalls auf: Bei „Tipps und Tricks zum Ebook-Erfolg“ etwa sprechen Indies für Indies von ihren persönlichen Marketingstrategien für die digitale Veröffentlichung.

Eine Netzwerkfläche für Autoren aller Genres bietet die Leipziger Buchmesse unter dem Titel   „Read & Meet“ in Halle 5. Hier können sich Autoren, Leser und Blogger treffen und austauschen.

Literatur in neuem Gewand

Nicht alle Literatur spielt sich zwischen Buchdeckeln ab, auch andere Formen haben ihren festen Platz im Leserkreis gefunden. Das greift das Fachprogramm ebenfalls auf mit Veranstaltungen wie „Geschichtenspiele – Wie mache ich einen Comic“ am Messe-Sonntag zur Gestaltung von Bildgeschichten. Wie man das Publikum über die Ohren für sich gewinnt, erklärt Julia Powalla bei „Wie schreibt man ein tolles Hörspiel-Skript?“ am Donnerstag. Und die Konferenz buchmesse:blogger sessions 17 verbindet Literatur mit Blogs, Vlogs und Instagram.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Julia Wick, Pressereferentin Leipziger Buchmesse
Telefon: +49 341 678-6552
Fax: +49 341 678-166552
E-Mail: j.wick@leipziger-messe.de

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Messe im Internet:
http://www.leipziger-messe.de
Die Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
https://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Neue Literatur aus Litauen auf der Leipziger Buchmesse

21 Dienstag Feb 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse präsentiert sein Programm: Rund 100 Autoren und Künstler treten in über 60 Veranstaltungen auf im März.

Auf der heutigen Pressekonferenz „Leipzig liest“ der Leipziger Buchmesse hat das Lithuanian Culture Institute unter der Leitung von Direktorin Aušrinė Žilinskienė das Programm des Schwerpunktlandes Litauen präsentiert sowie die litauischen Autorinnen und Autoren vorgestellt, die im März nach Leipzig kommen, darunter der Lyriker und Essayist Eugenijus Ališanka.

„Was verbindet so unterschiedliche Städte wie Leipzig und Troja?“, fragte Ališanka. „Erstens kann die Literatur Verbindungen auch dort schaffen, wo es gar keine gibt. Zweitens bereitet Litauen der Stadt Leipzig ein Geschenk – das Trojanische Pferd –, mit dem sich eine Truppe bewaffneter Autoren nach Leipzig drängt: bewaffnet aber nicht mit Schwertern und Speeren, sondern mit Büchern. Ich bin froh, einer dieses litauischen Trupps zu sein, und wünsche mir zugleich, dass die Stimme jedes einzelnen Schriftstellers gehört werde. Wenn überhaupt irgendwo, dann ist dies bestimmt in Leipzig möglich, denn Leipzig ist die Literatur-Stadt!“

„Die Literaturen kleinerer Sprachräume wie des Litauischen haben es schwerer, sich international durchzusetzen. Die Buchmesseschwerpunkte helfen, das Interesse der Verleger für die litauischen Titel zu gewinnen. Der deutsche Markt ist besonders wichtig für die Autorinnen und Autoren, weil er als Sprungbrett in die internationale Verbreitung gilt. Wir freuen uns, dass die litauische Literatur in diesem Jahr über den Länderauftritt Litauens in Leipzig deutlich präsent und unübersehbar ist“, so Aušrinė Žilinskienė, Direktorin des Lithuanian Culture Institute.

Rund 100 litauische Autoren und Künstler treten in über 60 Veranstaltungen auf. Zentrale Themen sind der litauischen Kultur, Geschichte und Politik gewidmet: der polyglotten Tradition der Stadt Vilnius und den Beziehungen Litauens zu seinen deutschen, polnischen und russischen Nachbarn. Darüber hinaus geht es um das Thema Ostpreußen, das zwischen der litauischen und deutschen Literatur eine wichtige Brücke bildete, über die Autoren wie Thomas Mann und Johannes Bobrowski wirkten. Zudem machen Grafiker, Komponisten, Buchgestalter, Musiker und Textildesigner neugierig auf die litauische Künstlerszene.

„Mit unserem Schwerpunktlandkonzept rücken wir bewusst kleinere literarische Landschaften ins Scheinwerferlicht“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Damit wollen wir die Aufmerksamkeit von Büchermachern und Lesern auf die vielfältigen europäischen Wirklichkeiten und Perspektiven erhöhen.“

Auf dem Messegelände werden litauische Bücher in Halle 4 D 300 präsentiert, ein weiterer Stand in Halle 3 G 400 widmet sich der jungen litauischen Grafikkunst. Studenten der Vilnius Art Academy laden hier in Workshops zum kreativen Gedankenaustausch. Das Autorenprogramm des Schwerpunktlandes findet auf der Messe, 23. bis 26. März, im Forum OstSüdOst, Halle 4 E 505, statt sowie an verschiedenen Orten der Innenstadt. Das kulturelle Rahmenprogramm, das litauische Künstlerinnen und Künstler gestalten, beginnt bereits vier Wochen vor Messestart:

Kulturelles Rahmenprogramm

Vom 23. Februar bis zum 6. April präsentiert das Lithuanian Culture Institute gemeinsam mit seinen Partnern ein Rahmenprogramm, das das Kulturland Litauen in seiner großen Vielfalt zeigt.

Experimentelle Klangkunst

Am 23. Februar wird junge experimentelle Klangkunst in der Schaubühne Lindenfels zu Gehör gebracht: die Orgelsafari-Chroniken von Arturas Bumšteinas. Der litauische Komponist reiste entlang der deutsch-tschechischen Grenze durch Sachsen, besuchte Kirchen und nahm deren Orgelmusik auf. Von dieser Reise mit all ihren überraschenden Begegnungen und Klängen erzählen die Orgelsafari-Chroniken. Die Installation kombiniert Videoprojektionen und Sprachperformances mit Original-Tönen und Improvisationen an selbstgebauten Instrumenten.

Nach Messeende, am 29. und 30. März, gibt es einen Nachklang des Buchmesseprogramms im Lofft: mit der Monoper im Dunkeln „Confessions“, präsentiert von der Spatial Opera Company. Das siebenteilige Libretto der Monoper umkreist die Todsünden Habgier, Hochmut, Völlerei, Neid, Zorn, Wollust, Trägheit. Alle Zuschauer tragen während des gesamten Stücks eine Augenbinde. Auf diese Weise werden ihre Klangerlebnisse verstärkt und intensive emotionale Bilder erzeugt.

Ausstellungen

In der Leipziger Baumwollspinnerei wird am 25. Februar die Kunst-Ausstellung „Oxymora“ gezeigt, die gleich drei Ausdrucksformen verbindet: Malerei, Text und Textildesign. Die Ausstellung, die bis zum 25. März zu sehen sein wird, zeigt eine Kollektion aus Grafiken, Malerei und Texten der Berliner Malerpoeten, einer 1972 von der in Litauen geborenen Künstlerin Aldona Gustas gegründeten Autoren- und Künstlergruppe. Ergänzend dazu werden Werke litauischer Gegenwartskünstlerinnen vorgeführt, die verschiedene Kulturtechniken eindrucksvoll verbinden: Tapisserie oder Stickerei mit Digitaldruck oder Videoanimation.

Vom 17. bis 30. März wird in der Galerie Hier + Jetzt eine Fotoausstellung anlässlich des 100. Geburtstages von Johannes Bobrowski gezeigt: „Johannes Bobrowskis Litauen: Beiderseits der Memel, zwischen Osten und Westen“ von Arturas Valiauga. Keiner repräsentiert die kulturelle Verbindung zwischen Deutschland und Osteuropa besser als Johannes Bobrowski, geboren im ostpreußischen Tilsit, verbrachte er die Sommer in Dörfern entlang der Memel. Der litauische Fotograf Arturas Valiauga besuchte Orte, in denen Bobrowski lebte und über die er schrieb.

Konzerte

Am 21. März tritt der akademische Mädchenchor „Liepaitės“ in der Leipziger Nicolaikirche auf und zeigt höchste Gesangskunst aus Vilnius. Die ‚Besten der Besten‘ zwischen 14 bis 17 Jahren geben unter der Leitung von Jolita Vaitkevičienė Konzerte in aller Welt. In der Nicolaikirche präsentieren die Sängerinnen litauische Volkslieder, Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Holst und anderen litauischen und internationalen Komponisten.

In der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ ist am 24. März ein Gesprächskonzert zu erleben: Vytautas Landsbergis spricht über den litauischen Künstler M. K. Čiurlionis und spielt dessen Werke am Klavier. Vytautas Landsbergis wurde an der Litauischen Musikakademie zum Pianisten ausgebildet. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit wurde Landsbergis zu Litauens erstem Staatsoberhaupt gewählt. Von 2004 bis 2014 Mitglied des EU-Parlaments, war er insgesamt 25 Jahre in Parlamenten tätig.

Filmkunst

Den Abschluss des litauischen Rahmenprogramms bilden vier Filmpräsentationen, 3. bis 6. April, in der Schaubühne Lindenfels: ein Oskar prämierter Stummfilm, eine Familiengeschichte, ein Episodenfilm und eine Romanverfilmung als Rockoper. „Sonnenaufgang“ zählen viele Filmhistoriker zu einem der zehn schönsten Filme aller Zeiten. „Für immer zusammen“ führt disparate Lebensentwürfe vor. „Wenn wir vom KGB reden“ handelt von sowjetischen Verbrechen und wiedererrungener Freiheit, und „Teufels Braut“, einer der populärsten Filme Litauens, basiert auf einer nationalen literarischen Legende.

 Autorenprogramm

Die Buchpräsentationen und Diskussionen des Autorenprogramms gestalten u.a.: der Lyriker und Essayist Eugenijus Ališanka, der Kulturgeograf Laimonas Briedis, der Lyriker Antanas A. Jonynas, der Essayist Laurynas Katkus, der Kulturhistoriker Rimvydas Laužikas, der Autor Kęstutis Navakas, der Lyriker Sigitas Parulskis, die Autorinnen Undinė Radzevičiūtė, Giedra Radvilavičiūtė und Renata Šerelytė, der Erzähler Alvydas Šlepikas, der Lyriker Rimvydas Stankevičius, der Lyriker und Menschenrechtler Tomas Venclova sowie der Grafiker, Illustrator und Essayist Mikalojus Vilutis, zudem deutsche Übersetzerinnen und Übersetzer wie Saskia Drude, Cornelius Hell, Markus Roduner und Claudia Sinnig.

Auch Themen des Kinderbuchmarkts sind vertreten, u.a. mit dem Kinderbuchautor und Illustrator Kęstutis Kasparavičius. Außerdem werden neu übersetzte litauische Klassiker präsentiert, darunter Grigori Kanowitsch, Jurgis Kunčinas, Romualdas Granauskas und Antanas Škėma.

Neue Literatur aus Litauen

Eine „Nacht der litauischen Literatur“ wird am 23. März im Schauspiel Leipzig/ Baustelle gefeiert: mit Autoren, Verlegern, Übersetzern und Musikern. Dabei sind moderne Romane und Erzählungen von Renata Šerelytė, Jurgis Kunčinas, Kęstutis Navakas, Grigori Kanowitsch u. a., präsentiert von ihren Autoren, Übersetzern oder Verlegern in Kurzlesungen und Gesprächen.

In Horns Erben heißt es am 25. März: „Wir sind die Neuen. Eine junge Autorengeneration stellt sich vor“. Auch, wenn jeder der 14 Autoren die Welt aus ganz eigener Perspektive betrachtet, haben sie etwas gemeinsam: Sie stammen aus einer Epoche, die man als das „sowjetische Litauen“ bezeichnet. Wie sich die Zeiten des Umbruchs in Literatur verwandeln lassen, zeigen sie in Prosa, Lyrik und Poetry-Slams.

Große Lyriker Litauens werden am 25. März in der „Nacht der litauischen Poesie“ vorgestellt. Im Schauspiel Leipzig/ Baustelle treten zehn Dichterinnen und Dichter auf: Rimvydas Stankevičius, Kęstutis Navakas, Gytis Norvilas, Antanas A. Jonynas, Giedrė Kazlauskaitė, Agnė Žagrakalytė, Aivaras Veiknys, Sigitas Parulskis, Laurynas Katkus, Eugenijus Ališanka. Sie lesen ihre aktuelle Lyrik, umrahmt von litauischen Klängen.

Vilnius: Herzstadt Litauens

„Vilnius, Wilno, Wilna, eine multikulturelle Stadt“ heißt die Diskussion am 24. März mit Tomas Venclova, Laimonas Briedis, Eugenijus Ališanka und Felix Ackermann. Jerusalem des Nordens, Zentrum polnischer Kultur, litauische Hauptstadt, belarussischer Sehnsuchtsort, Heimat russischsprachiger Einwohner: Vilnius ist ein Fixpunkt für viele Suchbewegungen, die in der Historie der Stadt ein Bergwerk für Rohstoffe sehen, aus denen heutige Erzählungen gemacht sind.

„Vilnius als Spiegelkabinett“ erklärt der Kulturgeograf Laimonas Briedis am 25. März. Selbst in Vilnius geboren und aufgewachsen ging er zum Studium nach Vancouver, wo er seit über 25 Jahren lebt. Der Blick von außen bestimmt auch „Vilnius. Reisen in die ferne Nähe“, mit dem Briedis internationales Aufsehen erregte. Virtuos verknüpft er Briefe, Tagebücher, Äußerungen von Napoleon, Dostojewski, Stendal, Döblin und anderen zu einer ganz persönlichen (Stadt-)Geschichte.

Litauen im Spannungsfeld der Politik

Gleich zu Beginn des Litauischen Messeprogramms, am 23. März, steht die Diskussion „Quo vadis, Europa? Außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen aus der baltischen Perspektive“, u.a. mit Linas Linkevičius, Außenminister der Republik Litauen. Das hochkarätige Podium diskutiert, welche außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen sich den Ländern Litauen und Deutschland stellen.

In der Bibliotheca Albertina geht es am 23. März um „Chiffren, Mythen und Schweigen in sowjetlitauischer und DDR-Literatur“, u.a. mit Tomas Venclova und Ines Geipel. Ob in annektierten Sowjetrepubliken wie Litauen oder in Satellitenstaaten wie der DDR: Als Dogma und Kanon war hier wie dort einzig der sogenannte sozialistische Realismus zulässig. Wie wirkte und wirkt sich das bis heute auf die Literatur beider Länder aus?

Über die Beziehungen zwischen Litauen, Polen und Russland diskutieren am 24. März im Forum OstSüdOst Tomas Venclova, Adam Michnik und Lilija Schewzowa. In der heutigen Kontroverse zwischen dem Westen und Russland heben sich die Stimmen Litauens und Polens aus dem Chor der europäischen Staaten heraus. Beide Länder dienten dem nach Demokratie strebenden Teil der russischen Gesellschaft als Orientierung.

Litauisch-deutsche Beziehungen 

Wie kaum ein anderer hat Thomas Mann die Verbindung zwischen Litauen und Deutschland befördert. Drei Sommer verbrachte er auf der Kurischen Nehrung. Heute beherbergt sein ehemaliges Domizil das Thomas-Mann-Museum und -Kulturzentrum. Am 23. März resümieren dessen Kurator Antanas Gailius und der Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft Hans Wißkirchen den literarischen Ertrag der Niddener Sommer 1930 bis 1932 und sprechen mit Ruth Leiserowitz über die Perspektiven des Hauses.

Eine Diskussion über die „Wolfskinder: das geweckte Schicksal Ostpreußens“ steht am 25. März auf dem Programm – mit Alvydas Šlepikas und Ula Lachauer. Das Schicksal der sogenannten Wolfskinder war in Litauen und Deutschland weitgehend bekannt. Nun findet das tragische Kapitel der Nachkriegsgeschichte auch Einzug in die Literatur: „Mein Name ist Marytė“ von Alvydas Šlepikas oder „Salz für die See“ von Ruta Sepetys geben der Erinnerung an den Untergang Ostpreußens einen eigenen Raum.

Aus Anlass der Leipziger Buchmesse haben Rimvydas Laužikas und Antanas Astrauskas das Buch „Wie der gepökelte Stier nach Konstanz fuhr“ geschrieben: die erste Studie über die Wechselbeziehungen der litauischen und der deutschen Küche und ihrer kulinarischen Traditionen. Am 24. März lädt das Lithuanian Culture Institute zur Buchpremiere – „Meschkines, Schuppnis und Spirgel: das deutsch-litauische Verhältnis als Leib- und Magengeschichte“.

Alle Veranstaltungen und Informationen zu Autoren und Programm unter: http://www.litaueninleipzig.lt

Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017 wird veranstaltet vom Lithuanian Culture Institute und der Leipziger Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium der Republik Litauen, dem Kulturrat Litauen, der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland, dem Litauischen Verlegerverband, dem Staatlichen Tourismusamt Litauen sowie dem Goethe-Institut Litauen.

Text: Pressestelle Leipziger Buchmesse

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Bücherfrühling: Die Finalisten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest

17 Freitag Feb 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Die Jury hat entschieden: Die 15 Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 stehen fest. Am 23. März, 16.00 Uhr, werden die drei Preisträger 2017 in der Glashalle ausgezeichnet.

Die Spannung steigt: Aus 365 eingereichten Werken hat die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse 2017 unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke 15 preisverdächtige Bücher in den Kategorien Belletristik, Übersetzung und Sachbuch/Essayistik ausgewählt. Jeweils fünf Nominierte gehen pro Kategorie ins Rennen um eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird am 23. März zum 13. Mal vergeben.

Nominierte in der Kategorie Belletristik

  • Lukas Bärfuss: „Hagard“ (Wallstein Verlag)
  • Brigitte Kronauer: „Der Scheik von Aachen“ (Klett-Cotta)
  • Steffen Popp: „118“ (Kookbooks)
  • Anne Weber: „Kirio“ (S. Fischer)
  • Natascha Wodin: „Sie kam aus Mariupol“ (Rowohlt)

Nominierte in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

  • Leonhard Horowski: „Das Europa der Könige“ (Rowohlt)
  • Klaus Reichert: „Wolkendienst“ (S. Fischer)
  • Jörg Später: „Siegfried Kracauer“ (Suhrkamp)
  • Barbara Stollberg-Rilinger: „Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit” (C.H.Beck)
  • Volker Weiß: „Die autoritäre Revolte“ (Klett-Cotta)

Nominierte in der Kategorie Übersetzung

  • Holger Fock, Sabine Müller: übersetzten aus dem Französischen „Kompass“ von Mathias Énard (Hanser Berlin)
  • Gregor Hens: übersetzte aus dem Englischen „Shark“ von Will Self (Hoffmann und Campe)
  • Gabriele Leupold: übersetzte aus dem Russischen „Die Baugrube“ von Andrej Platonow (Suhrkamp)
  • Eva Lüdi Kong: übersetzte aus dem Chinesischen „Die Reise in den Westen“ (Reclam)
  • Petra Strien: übersetzte aus dem Spanischen „Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda“ von Miguel de Cervantes (Die Andere Bibliothek)

Hier finden Interessierte die Jurybegründungen zu den Nominierungen.

Onlineangebote zum Preis der Leipziger Buchmesse

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird am 23. März 2017 um 16 Uhr in der Glashalle vergeben. Die Preisverleihung kann im Livestream unter www.facebook.com/leipzigerbuchmesse verfolgt werden.

Medienvertreter haben zudem die Möglichkeit, einen Beitrag zum Preis der Leipziger Buchmesse 2017 für ihre Berichterstattung zu verwenden. Unter http://www.media-porta-mediathek.de in der Rubrik Beiträge können sich Pressevertreter anmelden und den kostenfreien Video-Inhalt downloaden.

Die Nominierten vorab erleben

Literaturfans können die Nominierten schon im Vorfeld deutschlandweit erleben. Die Autoren der Kategorie Belletristik sind schließlich am 2. März im Literaturhaus Hamburg zu erleben. Die Veranstaltungen werden vom NDR beziehungsweise SWR übertragen. Am 8. März sind die Nominierten in der Kategorie Übersetzung im Literarischen Colloquium Berlin zu sehen. Die Nominierten in der Kategorie Sachbuch/Essayistik werden am 12. März in der Volksbühne Berlin vorgestellt.

Wer diese Termine nicht wahrnehmen kann, hat am ersten Messetag die Gelegenheit, den Autoren und Übersetzern zu lauschen. Von 11 bis 12 Uhr präsentieren sich die Belletristik-Nominierten im Forum Literatur (Halle 4, F100). Direkt im Anschluss stellen sich dort die Autoren der Kategorie Sachbuch/Essayistik vor. Ab 13 Uhr sind die Übersetzer-Nominierten im Forum International im Übersetzerzentrum (Halle 4, Stand C500) zu hören. Präsentiert werden die Autoren von jeweils zwei Juroren.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse
Der mit 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr zum 13. Mal vergeben und ehrt herausragende Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Die Preisverleihung findet am ersten Messetag, 23. März, in der Glashalle der Leipziger Messe statt. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB) – Medienpartner das Magazin buchjournal, Cicero und Deutschlandradio Kultur.

Text: Leipziger Buchmesse/Julia Wick
Pressereferentin
Telefon: +49 341 678-6552
Fax: +49 341 678-166552

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Messe im Internet:
http://www.leipziger-messe.de
Die Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
https://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Dresdner Reden 2017: Lukas Bärfuss – Am Ende der Sprache

11 Samstag Feb 2017

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Literatur, Theater

≈ Hinterlasse einen Kommentar

dscf9856Lukas Bärfuss

Es ist jedes Jahr spannend, wer bei den „Dresdner Reden“ ans Pult tritt. Seit ihrem Start im Jahr 1992 bis heute ist die Anziehungskraft beim Publikum ungebrochen, das Schauspielhaus an den vier Sonntagen Ende Januar und Februar meist ausverkauft. Dazu lädt das Staatsschauspiel Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Zeitung jedes Jahr Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft ein, um mit den Zuschauern über welthaltige Themen nachzudenken.

Ein Blick auf die beeindruckend reichhaltige Rednerliste zeigt aber auch, dass in den Anfangsjahren deutlich mehr und charismatische Politiker bei den „Dresdner Reden“ sprachen wie Egon Bahr (gleich zweimal 1992 und 2002), Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher, Heiner Geißler, Wolfgang Thierse, Joschka Fischer bis Kurt Biedenkopf und viele andere. In den letzten Jahren und auch diesmal überwiegen die Schriftsteller, Publizisten und Soziologen. Zufall oder Ausdruck der politischen Sprachstörungen derzeit hierzulande? Ohnehin sind in letzter Zeit Orte des offen-unaufgeregten Mitdenkens und Zuhörens rar geworden.

In diesem Jahr traten bereits der Schriftsteller Ilija Trojanow und Lukas Bärfuss (Schweizer Essayist und Dramatiker) ans Pult. Nun folgt die israelische, in Marokko geborene Autorin und Soziologin Eva Illouz – zuletzt sorgte ihr Buch „Warum Liebe wehtut“, 2011 bei Suhrkamp erschienen, für Aufsehen – mit ihrer Rede: zu „Sexual Freedom and Social Uncertainty – sexuelle Freiheit und soziale Verunsicherung“ am 12. Februar im Schauspielhaus. Nach ihr spricht dort als letzter Redner der Politiker Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums und  früherer Ministerpräsident Brandenburgs, zum Thema: „Brauchen Europa und Russland einander wirklich?“ (19. Februar, 11 Uhr).

Den Anfang bei den „Dresdner Reden“ 2017 machte der in Sofia geborene deutsche Schriftsteller Ilija Trojanow (sein Stück „Der Weltensammler“ wurde 2016 am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt) mit seiner Rede „Nach der Flucht – Gedanken über das restliche Leben“ (29.1.). Er sprach darüber, wie die Flucht aus der Heimat das Leben für immer verändert. Sie wirkt fort, unabhängig von individuellen Prägungen und davon, ob man sich integriert, , assimiliert oder außen vor bleibt, so Trojanow.

Lukas Bärfuss (seine Stücke „Der Bus – Das Zeug einer Heiligen“ und „20 000 Seiten“ über Vergessen und Erinnern waren auch im Dresdner Schauspielhaus und im Kleinen Haus zu sehen) setzte sich am vergangenen Sonntag in seiner anekdotenreichen, mit viel Ironie gewürzten und mit reichlich Beifall bedachten Rede „Am Ende der Sprache“ mit derzeitigen Kommunikationsverunsicherungen, die auch sprachliche Unklarheit hervorbringen, auseinander. Er fragte sich, was derzeit geschieht in Dresden und Sachsen, dass ihn Freunde warnten vor seiner Reise nach Dresden, da es dort „gefährlich“ sei, Fremde angegriffen und angepöbelt würden. Tatsächlich fühle er sich auch als ein Mensch aus Sachsen und besorgter Bürger, so Bärfuss, auch wenn er in den Schweizer Bergen aufwuchs und Schweizer Dialekt spreche. Er sei eingebürgert durch seine weitläufigen Streifzüge und Wanderungen u.a. durch die Oberlausitz und Heimat der Sorben, seit seinem zwölften Lebensjahr war er hier unterwegs und der literarische Held seiner Jugendjahre hieß „Krabat“ aus dem Roman von Otfried Preuß. Einer, der überall zuhause ist und ein Herumtreiber wie Bärfuss. Aus Büchern wie diesem lernte er Zaubern, List und Umgang mit den Armen dieser Welt. Kurz nach dem Mauerfall reiste er mit drei Freunden im Auto mit Schweizer Kennzeichen durch den Osten Deutschlands, misstrauisch beäugt von den Leuten von Zwickau bis Hoyerswerda, Dresden  und Prag. Er wurde 26 Jahre nach Kriegsende geboren und sah in Dresden noch den Trümmerhaufen der Frauenkirche. In seiner Rede dachte Bärfuss nach über Sinn und Wirksamkeit von Sprache, ihren Ge- und Missbrauch in Politik und Gellschaft, über ad absurdum geführte Befehle durch den „Braven Soldat Schwejk“ von Hasek, der alles versteht, aber nie so wie es gemeint ist. Es gibt magische Worte, die „fürchterlich mächtig“ wirken können bis zum Stumm und Gelähmt sein am Ende der Sprache, wenn die Gewalt, Hass und Kälte beginnen. „Zurzeit gibt es wieder viele Zauberkünstler, die nicht wollen, dass wir denken und sprechen, alles nur Worte, Worte, Worte…“, sagte Bärfuss.

„Zauberworte treffen immer eine Gemütslage, Ressentiments. Das Gefühl des Zukurzkommens, Beleidigt seins, das jemand sein Wort nicht gehalten hat…“ Der Zustand einer Gesellschaft lässt sich auch am Reichtum, der Vielfalt oder dem Verfall und der Verarmung der Sprache ablesen. Zuerst gibt es eine Verödung, Verwirrung und Vereinfachung der Sprache, zitierte Bärfuss Victor Klemperer. Dresden sei ein Ort auch des Schmerzes und der Reduktion, an dem das Gewesene und Verschwundene bis heute nachwirke. Mit den Demos und dem gewaltbereiten Polizeiaufgebot 1989 schien wieder das Ende der Sprache erreicht. „Doch hier entschied man sich gegen die Parolen, die Schlagstöcke verstummten und die Sprache begann. Und die andere Möglichkeit für die Sprache, die freie Rede“, so Bärfuss. Diese brauche Räume, Menschen die sie ermöglichen und Mut. Sowohl in Dresden als auch der Schweiz und anderen Ländern Europa seien aber auch Engstirnigkeit, Geschichtsvergessenheit und Rechtspopulisten wieder verbreitet. „Im Unterschied zu hier ziehen sie nicht krakeelend durch die Straßen. Das ist auch nicht nötig. Bei uns sitzen sie in der Regierung!“, so Bärfuss.

Als Dichter sucht er nicht nach Kompromiss und Konsens, sondern nach der Wahrheit: „Ich weiß, es gibt sie. Ohne Wahrheit gibt es keine Menschlichkeit. Zaubersprüche enthalten keine Wahrheit. Sie sind das Ende der Sprache.“ Lukas Bärfuss träumt von einem Zustand, bei dem „keine Lücke bleibt, Gesagtes und Gemeintes, Worte und Sache zusammenfallen, auch eine Erlösung und ein Ende der Doppeldeutigkeiten und Angst im Herzen des anderen stattfinden. Dort wo ein Kuss beginnt am anderen Ende der Sprache.“ Und die Sprache der Zärtlichkeit die Menschen verbindet.

 

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Im Rampenlicht der Leipziger Buchmesse: E-U-R-O-P-A – Wir müssen reden!

24 Dienstag Jan 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Europa21: Prominente Gäste aus Kultur und Wissenschaft halten unserem Kontinent den Spiegel vor – im Café Europa mit sechs Salongesprächen an vier Messetagen (vom 23. bis 26. März 2017).

„WIR in Europa – Wofür wollen wir einstehen?“ heißt der Programmschwerpunkt Europa21 der Robert Bosch Stiftung und der Leipziger Buchmesse. Inne halten, kritisch reflektieren und Banden bilden ist das Motto, das die Kuratorin Esra Küçük der zweiten Auflage des „Denkraumes für die Gesellschaft von morgen“ gegeben hat. Der diesjährige Denkraum vereint Salongespräche, eine Autor*innen-Werkstatt und einen interaktiven Theaterabend.

Im Kontext der aktuellen Herausforderungen lädt Esra Küçük Kulturschaffende, Wissenschaftler*innen und Akteure der Zivilgesellschaft ein, gemeinsam mit den Gästen der Leipziger Buchmesse über das Auseinanderdriften von Europa ins Gespräch zu kommen. „Bei der Suche nach dem Verbindenden soll ein reflektierender Blick in den Spiegel gewagt werden, ein Blick, der auf uns in Europa gerichtet ist und unsere Reaktionen auf aktuelle Herausforderungen befragt“, so die Kuratorin. Vom 23. bis 26. März sind unter anderem Idil Baydar, Roger De Weck, Heinz Bude, Mely Kiyak, Katja Riemann, Naika Foroutan, Martin Roth, Thomas Meinecke und Fatih Çevikkollu im Salon E-U-R-O-P-A zu Gast.

„Besonders froh bin ich darüber, dass es uns gelungen ist, auch kritische europäische Denkerinnen dabei zu haben wie Katarzyna Wielga-Skolimowska, Nicoleta Esinencu und Banu Güven, deren Arbeit im Zuge von steigendem Rechtspopulismus und Nationalismus stärker bedroht wird“, erklärt Esra Küçük. … Ein Interview mit Kuratorin Esra Kücük über Debattenkultur und gute Geschichten in postfaktischen Zeiten steht auf dem Blog bücherleben der Leipziger Buchmesse.

Eröffnet wird Europa21 mit der Performance „E-U-R-O-P-A, wir müssen reden!“ von Idil Nuna Baydar aka Jilet Ayse am 23. März um 11:30 Uhr im Café Europa.

Salon E-U-R-O-P-A

Das Herzstück von Europa21 bildet der Salon E-U-R-O-P-A mit sechs Salongesprächen an vier Messetagen im Café Europa (Halle 4, E401). Traditionell kamen im Salon Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen, verschiedener Stände sowie Dichter, Naturforscher, Politiker, Gesellschaftsgrößen und Aristokraten auf einer Ebene zusammen. Angelehnt an diese ursprüngliche Tradition des Salons, soll hier in anregender Atmosphäre ein freier Ideenaustausch stattfinden.

Wie reden wir miteinander? Unsere Debattenkultur auf dem Prüfstand: Salon 1 geht zum Auftakt des Salon E-U-R-O-P-A am 23. März um 12:00 Uhr der Kernfrage aller Gespräche nach: Wie kann es gelingen, einen echten Dialog und Austausch von Argumenten zu fördern?

Von 13:00 bis 14:00 Uhr diskutieren die Gäste im Salon 2 Wer ist „das Volk“? Demokratie und Rechtsruck vor unserer Haustür. Erleben wir einen nationalkonservativen „Backlash“, der demokratische Werte und Errungenschaften vor neue Herausforderungen stellt? Wiederholt sich tatsächlich die Geschichte?

Wer sind „Wir“ und wer gehört dazu? Strategien im Ringen um den gesellschaftlichen Wandel Europas: Die Gäste des Salon 3 werfen am 24. März ab 12:00 Uhr einen Blick auf die zunehmende Vielfalt europäischer Gesellschaften. Bedroht oder bereichert Vielfalt Europa?

Lange Zeit wurde über den demographischen Wandel nur im Zusammenhang mit der Rentenversicherung berichtet. Was aber bedeutet der demographische Trend für die demokratische Zukunft Europas? Wie kommt es, dass wir es teilweise mit einer niedrigen Wahlbeteiligung junger Menschen zu tun haben? Die Gäste des Salons 4 am 25. März um 12:00 Uhr zeichnen zukünftigen Strategien im Umgang mit Jung gegen Alt? – Generationskonflikt: Demokratie in alternden europäischen Gesellschaften auf.

Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert? Antworten auf diese Frage geben die Teilnehmer des Salons 5 Die Abstiegsgesellschaft – Was macht unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert aus? am 25. März ab 13:00 Uhr.

Werkstatt „Schreiben im Fall“ – Lesungen und Autor*innengespräche

In der Autor*innenwerkstatt am 26. März 2017, 12:00 Uhr, bringen die Schriftsteller Sasha Marianna Salzmann und Deniz Utlu das Publikum in einen persönlichen Austausch mit jungen Autor*innen: Sivan Ben Yishai, Necati Öziri, Nicoleta Esinencu und Yavuz Ekinci suchen im Kontext ihrer Zeit und ihrer Aufenthaltsorte nach Worten, die in einer auseinanderreißenden und gleichzeitig immer enger verknüpften Welt das Dasein beschreibbar machen. Im Salon 6 geht es um Europa und die Frage: Was hat das mit uns zu tun?

Zusätzlich stellen sich Autor*innen einzeln in Lesungen und Autor*innengesprächen dem Publikum vor. Sivan Ben Yishai und Necati Öziri sind jeweils am 24. März um 11:00 und 15:00 Uhr sowie am 25. März um 14:00 Uhr und Nicoleta Esinencu und Yavuz Ekinci am 24. März um 14:00 Uhr und am 25. März jeweils um 11:00 und 15:00 Uhr zu Gast in der Café Europa Lounge. Die Lesungen und Autor*innengespräche werden ebenfalls von Sasha Marianna Salzmann, Mitbegründerin des Neuen Instituts für dramatisches Schreiben (NIDS), und Deniz Utlu moderiert.

Interaktiver Theaterabend: FUCK YOU, Eu.ro.Pa! / Fuck you Moldova!

Mit dem Zusammenhalt Europas beschäftigt sich das Europa21-Programm, scheinbar widersprüchlich klingt daher der Titel des Gastspiels FUCK YOU, Eu.ro.Pa! Fuck you Moldova! des Maxim Gorki Theaters am Samstag, 25. März 2017, 19:30 Uhr, in der Schaubühne Lindenfels, Leipzig.

Nicoleta Esinencu verfasste den wütenden, assoziativen Monolog FUCK YOU, Eu.ro.Pa.! Fuck you Moldova!. Sie spricht im Stück mit ihrem verstorbenen Vater, erinnert sich an die Kindheit in Moldau, an ihr Studium, an ihre Zeit in Europa, an die Perestroika-Zeit. Und vor allem daran, wie Geld und Sinnlosigkeit sich in ihr sehr junges Leben eingeschlichen haben. Ähnliche Erfahrungen hat die zu Sowjetzeiten in Moldau geborene Schauspielerin Marina Frenk gemacht. Sie hat russisch-jüdische Wurzeln und lebt seit ihrer Kindheit in Europa. Keine Moldauerin zu sein, nicht wirklich Deutsche, Russin oder Jüdin, bedeutet für sie auch, ein Mensch ohne Nationalität zu sein. Was also, wenn man quasi schon als Ausländer*in auf die Welt gekommen ist? Marina Frenk performt Nicoleta Esinencus Text und gibt anschließend ihre persönliche Antwort auf den Monolog. Musikalisch umrahmt wird das Programm von der etwas anderen Band The Real Baba Dunyah.

Über Debattenkultur und gute Geschichten in postfaktischen Zeiten sprach Esra Küçük im Interview mit der Redaktion des bücherleben der Leipziger Buchmesse.

Über die Kuratorin Esra Küçük

Die gebürtige Hamburgerin Esra Küçük ist Mitglied im Direktorium des Maxim Gorki Theaters in Berlin. Sie leitet dort das „Gorki Forum“, einen neuen Ort für Diskurs und Vermittlung am vielfach ausgezeichneten Maxim Gorki Theater. Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin leitete zuvor das von ihr gegründete deutschlandweite Bildungsprogramm Junge Islam Konferenz. Letzteres entwickelte sie, um jungen Menschen ein Forum für den Austausch und eine institutionalisierte Stimme in der politischen Debatte rund um die Themen Rassismus, Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland zu bieten.

Zu den weiteren Stationen ihres beruflichen Lebens gehörte die Stiftung Mercator, der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration sowie die Humboldt-Universität zu Berlin. Esra Kücük ist unter anderem Beiratsvorsitzende von Kiron Open Higher Education, der ersten digitalen Hochschulplattform für Geflüchtete.

Europa21 – 2016

Der Programmschwerpunkt „Europa21 – Denkraum für die Gesellschaft von morgen“ der Robert Bosch Stiftung und der Leipziger Buchmesse ist auf drei Jahre angelegt. Bei der ersten Auflage im Jahr 2016 diskutierten Schriftsteller, Wissenschaftler, Journalisten und Vertreter der Zivilgesellschaft aus verschiedenen Ländern die Hintergründe der Fluchtbewegungen und die damit zusammenhängenden Herausforderungen. Die Literaturkritikerin Insa Wilke kuratierte die Premiere.

Über die Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Über die Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen frühzeitig auf und erarbeitet exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene Projekte und führt sie durch. Außerdem fördert sie Initiativen Dritter, die zu ihren Zielen passen. Sie  ist auf den Gebieten Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und Völkerverständigung tätig. In den kommenden Jahren wird sie darüber hinaus ihre Aktivitäten verstärkt auf drei Schwerpunkte ausrichten:

  • Migration, Integration und Teilhabe

  • Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland und Europa

  • Zukunftsfähige Lebensräume

Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung mehr als 1,4 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben. 

Text: Leipziger Buchmesse/Julia Wick
Pressereferentin

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse im Social Web:

http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse

http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

Robert Bosch Stiftung im Internet
http://www.bosch-stiftung.de

http://www.bosch-stiftung.de/europa21

Robert Bosch Stiftung im Social Web:

www.facebook.com/RobertBoschStiftung

www.twitter.com/BoschStiftung

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lieder der Sehnsucht – Länderabend Portugal in der Theaterkneipe der Landesbühnen in Radebeul

16 Montag Jan 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Literatur, Musik, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

dscf8520dscf8528

Warm, erdig, sehnsuchtsvoll: Fado-Lieder aus seiner Heimat Portugal stellte Carlos Matos, Tänzer, Sänger und Chefchoreograf der Landesbühnen Sachsen Radebeul vor, einfühlsam begleitet von Musiker Eckart Poser an der Gitarre. Abwechselnd las der Schauspieler Olaf Hörbe (im Foto re.) Geschichten von Matos` Lieblingsautor Fernando Pessoa aus „Das Buch der Unruhe“, das grandios und berührend über die kleinen, besonderen Dinge des Lebens erzählt und über die Frage nach der Bestimmung des Menschen nachdenkt. Hinterher wurde portugiesischer Wein probiert und konnte man mit den Künstlern ins Gespräch kommen zu Musik, landestypischer Küche, Geschichte und Literatur, moderiert von der Chefdramaturgin der Landesbühnen, Gisela Kahl. Text + Fotos (lv)

dscf8535

Wencke Kriemer de Matos, Tänzerin und Choreografin und Töchterchen Emma,  zweieinhalb schauten zu, wie der Papa auf der Bühne mit Hingabe sang.

Trauriges und Schönes, Weinen und Lachen mischen sich im Fado und in den Geschichten Pessoas

Curazon, das Herz ist neben Fado und Liebe das häufigste Wort in diesen Liedern. Carlos Matos singt den Fado ohne Noten. Mit Wärme, Leichtigkeit und Tiefe. Er lässt seine Stimme und Hände sprechen. Als Portugiese sei er mit dieser Musik aufgewachsen und habe sie sozusagen in den Genen, sagt er schmunzelnd. Seit einem Jahr singt Carlos Matos Fado auf der Bühne. Mit seinen Lieblingsliedern entführte der Tänzer, Sänger und Chefchoreograf der Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen in Radebeul das Publikum am Sonntagabend im gut besuchten Theaterrestaurant „Goldene Weintraube“ in seine Heimat Portugal.

Mehr Text folgt.

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Leipziger Buchmesse: Startup-Village zeigt Neuheiten für die Buch- und Medienbranche

10 Dienstag Jan 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Projekte

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Neuland 2.0 begrüßt 15 neue Bewohner zur Leipziger Buchmesse
vom 23. bis 26. März 2017.

Immer mehr Verlage setzen bei der Vermittlung ihrer Inhalte auf technologiegetriebene Ideen und Geschäftsmodelle. Am 24. und 25. März finden Aussteller und Besucher 15 zukunftsweisende Innovationen für den Buch- und Medienmarkt im Neuland 2.0, dem Startup-Village der Leipziger Buchmesse. „Ob Open-Source-Software für den gesamten Prozess der Buchherstellung, kuratierte Talentplattform zur Vernetzung von Autoren und Verlagen oder mit Klang und Licht erweiterte Leseerlebnisse – die Bewohner des Startup-Villages der Leipziger Buchmesse 2017 setzen nachhaltig Impulse für die Buchwelt“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

 Die 15 Neudenker des Neuland 2.0 wurden von der Fachjury, bestehend aus Martin Kurzhals (StoryDOCKS GmbH, established by oetinger), André Nikolski (MADSACK Mediengruppe) und Eric Weber (SpinLab – The HHL Accelerator), ausgewählt.

„Neuland 2.0 ist zum wiederholten Male der beste Beweis für die aktive und facettenreiche Startup-Szene in der Buch- und Medienbranche“, erläutert Martin Kurzhals im Namen der dreiköpfigen Jury. „Mit unserer Expertise und als Teil von Neuland 2.0  kreative Ideen und deren Verwirklichung unterstützen zu können, freut auch uns von StoryDOCKS sehr. Die diesjährigen Kandidaten haben durch fortschrittliche und inspirierte Beiträge überzeugt und wir sind gespannt, wie die Ideen beim Publikum ankommen.“

Das Publikum kann bereits im Vorfeld der Leipziger Buchmesse die Innovationen online bewerten. Zusätzlich stehen die Produkte dem Publikum und den Fachbesuchern vor Ort am 24. und 25. März zum Ausprobieren zur Verfügung. Auf die spannendsten Neuentwicklungen warten der Publikums- oder der Businesspreis, die beide direkt auf der Leipziger Buchmesse vergeben werden. Dem Gewinner des Businesspreises winkt ein Preisgeld von 3.000 Euro, der Publikumsliebling erhält einen Sachpreis. Damit alle interessierten Firmen zur Messe die Gelegenheit erhalten können, sich mit den Startups zu vernetzen, bietet die Leipziger Buchmesse erstmals ein Match-Making für Neuland 2.0 an. Aussteller der Leipziger Buchmesse können im Vorfeld der Veranstaltung über ein Tool einen 15-minütigen Zeitslot am Messefreitag mit den Startups ihrer Wahl buchen.

Diese Innovationen für die Buch- und Medienbranche erwarten die Besucher des Startup-Villages zur Leipziger Buchmesse 2017 in Halle 5:

Wort und Klang im Einklang: das aBook

aBook heißt das neue Lesemedium des baden-württembergischen Startups isle audio. Die Idee: Dank modernem Eyetracking verklanglicht das aBook Literatur synchron zur Blickposition des Lesers. Autoren verschafft das Lesemedium neue Perspektiven und Ausdrucksmöglichkeiten beim Gestalten von Texten. Leser erwartet ein neues Lektüreerlebnis. Dem Buchmarkt wird ein weiterer Weg in das digitale Zeitalter aufgezeigt. www.isle-audio.com

 E-Reader nachhaltig nutzen: binee

Wohin mit E-Readern, wenn man sich ein neues Modell gegönnt hat? Diesem Thema widmet sich das Dresdner Unternehmen binee. Im gleichnamigen binee – das Tönnchen sammelt die Firma E-Reader und andere Elektrokleingeräte, die später wieder verwendet oder fachgerecht recycelt werden. Nutzer des Tönnchen werden mit einem Gutschein für den stationären oder den online Handel belohnt. http://www.binee.com

Buchherstellung leicht gemacht: Booktype

Die Open Source Software Booktype für Verlage, Self-Publisher und den Corporate Publishing Markt bildet den gesamten redaktionellen Prozess eines Redaktionsteams bei der Buchherstellung ab. Mithilfe der Software Booktype der gleichnamigen Berliner Firma kann das Redaktionsteam Bücher im Browser erstellen. Die Werke werden automatisch layoutet und für verschiedene Medien als gedrucktes Buch, E-Book oder für die Online-Veröffentlichung ausgegeben. http://www.booktype.pro

Unterschrift, analoger Papierdruck und digitaler Text: DIPAT

Eine dauerhaft wirksame Online-Patientenverfügung stellt das Berliner Unternehmen DIPAT in Leipzig vor. DIPAT verbindet Handschrift, analogen Papierdruck und digitalen Text. Patienten erhalten nach dem Abschluss eines Online-Interviews eine passgenaue Patientenverfügung, die nach dem Hochladen des unterschriebenen Dokuments dauerhaft wirksam ist. Der persönliche DIPAT-Abrufcode wird auf die Versicherungskarte geklebt und ist so für Ärzte jederzeit abrufbar. http://www.dipat.de

 Entspanntes und effektives Sprachenlernen: Jicki Sprachduschen

Die Freiburger Firma Jickilearning präsentiert in Leipzig Jicki, eine Online-Lernplattform zum Spracherwerb mit Audio-Sprachkursen. Mit der jickilearning Methode können Fremdsprachen und Lerninhalte nachhaltig und effektiv erworben und Fremdsprachen deutlich schneller verstanden und gesprochen werden, als mit klassischen Methoden. Jicki lässt sich durch passives und entspanntes Lernen in den Alltag einbinden. Zudem können sich die Lernenden auf der Plattform vernetzen. www.jicki.de

Social-Network-Service-App für literarische Inhalte: skimit

Die Applikation skimit des Freiburger Kladdebuchverlages ist ein Social-Network-Service für literarische Inhalte. Primäres Ziel der App ist es, Texte in Form von Whatsapp-Chats lesbar zu machen und ihnen so einen digitalen Raum zu verschaffen. Die Texte werden teilweise speziell für das Format geschrieben, teils aus vorhandenem Material adaptiert. Zusätzlich produziert, teilt und kommentiert die aktive Community der App weitere Inhalte. http://www.kladdebuchverlag.de

Digitales Lernen und Lesen: L-Pub

L-Pub steht für Learning Publications. Hauptprodukt der Offenbacher Firma ist das L-Book, welches bestehende Texte mit kurierten Zusatzinformationen erweitert und digital zur Verfügung stellt. Beim Fremdsprachenerwerb beispielsweise kann das L-Book jedes Wort im Text übersetzen und Zusatzinformationen, wie Grammatikregeln, anzeigen lassen. Mit einem Klick speichert der Leser Worte, die er lernen will – inklusive dem Satz, in dem sie gelesen wurden – in einer  persönlichen Vokabelliste und erhält darauf basierend verschiedene Übungen. http://www.storyplanet.de

 Kuratierte Talentplattform: MyPoolitzer

MyPoolitzer der gleichnamigen Berliner Firma ist eine webbasierte Plattform, auf der sich Romanautoren und Verlage begegnen und Buchverträge anbahnen können. Autoren laden Synopse und Leseprobe ihres unveröffentlichten Manuskriptes auf der Plattform hoch. Innerhalb von vier Arbeitstagen erhalten sie eine qualifizierte Bewertung durch einen Kritiker. Wurden die Unterlagen mit mindestens drei von maximal fünf Punkten bewertet, werden sie für die Verlage zur Ansicht freigeschaltet. Verlagslektoren können passende Werke identifizieren und den Autor direkt kontaktieren. http://www.mypoolitzer.com

 Inklusion fördern: XL Book

Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit sollen mit XL Book auf Papier den Zugang zu vielen tausend Titeln der Front- oder Backlist von Verlagen erhalten, die im epub-Format vorliegen. XL Book will den Originaltext in eine ca. 16-Punkt große, gut lesbare Schrift konvertieren und „on demand“ Bücher drucken, die über die üblichen Handelswege vertrieben werden. Für die Proof-of-Concept-Phase sucht das Projekt des Münchner Verlagsberaters Markus Hartmann in Leipzig Partnerverlage, die die Inklusion fördern wollen.

Responsives Lesen: readio

Unter dem Überbegriff „responsives Lesen“ hat die readio GmbH eine zum Patent angemeldete Technologie entwickelt, mit der Lesen für alle Altersklassen auf Smartphones einfacher und angenehmer wird. Dabei wird der Bildschirm eines Smartphones so genutzt, dass der Inhalt passgenau mit weiteren Medien – wie Bildern, Geräuschen und Videos usw. – angereichert wird. Die readio Technologie kann von allen Verlagen und Contentanbiertern eingesetzt werden, um bekannte Formate digital zu recyceln, und neue Formate zu kreieren. http://www.readio-gmbh.de

 Wissenschaftliche Texte online schreiben und veröffentlichen: SciFlow

SciFlow heißt die Software der Magdeburger Firma SciFlow, die den Prozess vom Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit bis hin zur Veröffentlichung vereint. Die Zielgruppe von SciFlow sind Forschende, Studierende und deren Einrichtungen, die die Sichtbarkeit und Verbreitung ihrer wissenschaftlichen Publikationen erhöhen wollen. Die webbasierte Software beinhaltet eine Vielzahl von innovativen Funktionen, wie das Finden von potenziellen Journalen und Konferenzen zur zeitnahen Veröffentlichung, die automatische Anpassung des in SciFlow geschriebenen Textes an vorgegebene Formatvorlagen und die Möglichkeit über die Software Feedback von Kollegen zu bekommen. www.sciflow.net

 Digitaler Lesezirkel: sharemagazines

Sharemagazines bietet über die gleichnamige App für iOS- und Android- Geräte einen digitalen Lesezirkel mit über 180 Tageszeitungen und Magazinen an. Mehr als 150 Locations wie Gastronomiebetriebe, Arztpraxen und Kliniken stellen die digitale Bibliothek für ihre Kunden oder Patienten kostenfrei zur Verfügung. Mit dem „Locationfinder“ kann der Anwender sehen, ob der Service in seiner Reichweite verfügbar ist oder nicht. Vorteil für die beteiligten Locations: Das Lesematerial ist nie vergriffen und eigene Inhalte wie Speisepläne, Gästemappen oder Patienteninfos können in die App hochgeladen werden. Verlage erweitern mithilfe der App ihre Leserschaft. http://www.sharemagazines.de

 Erweitertes Leseerlebnis: WaveFont

Silicon Surfer ist ein Startup aus Karlsruhe. Mit dem neuen Verfahren WaveFont lassen sich Eigenschaften der Stimme wie Betonung und Geschwindigkeit sowie Emotionen auf Schrift automatisch abbilden. Spracheigenschaften erhalten ein visuelles Pendant, das den Informationsgehalt und den Unterhaltungswert beim Lesen intensiviert und so einen Mehrwert für E-Books, Bücher oder Prospekte generiert. Da anhand des Schriftbildes die Aussprache rekonstruiert werden kann, bieten sich auch beim Spracherwerb, Lesenlernen und Vorlesen Vorteile. http://www.silicon-surfer.com

 Schreib-App für Vielschreiber: Ulysses

Ulysses ist eine Schreib-Software für Mac, iPad und iPhone, deren Fokus auf dem Schreibprozess selber liegt. Ziel ist es, eine möglichst angenehme und ablenkungsarme Arbeitsumgebung zu bieten, sodass sich Buchautoren, Journalisten, Studenten und Blogger auf das Schreiben selbst konzentrieren und produktiv arbeiten können. Die schnelle Synchronisierung zwischen allen verbundenen Geräten ermöglicht es, jederzeit auf alle Texte zuzugreifen und an ihnen weiterzuarbeiten. Nachdem der Schreibprozess abgeschlossen ist, können fertige Texte mit wenigen Klicks in viele verschiedene Formate exportiert oder als Artikel auf einem Blog veröffentlicht werden. http://www.ulyssesapp.com

 Digitale Inhalte im Kontext: Polynaut

Polynaut ist eine innovative Möglichkeit digitalen Content aufzubereiten. Informationen werden gruppiert und in einer zoombaren Mindmap im Kontext angezeigt. Sie ermöglicht die Erkundung der Daten vom Allgemeinen bis ins Detail und das schnelle Verstehen ihrer Zusammenhänge. Dank der Interaktion des Nutzers und eingebauten Algorithmen werden bereits bestehende Metadaten weiter ausgebaut. Mit Polynaut können Unternehmen der Buch- und Medienbranche ihre Kunden langfristig an ihren Online-Store und andere Plattformen binden. www.polynaut.net

 Hintergrund der Bewerbung

Für das Neuland 2.0 konnten sich bis zum 25. November 2016 Unternehmen bewerben, die nicht länger als fünf Jahre am Markt agieren und auf Wachstum ausgerichtet sind. Das vorgestellte Produkt sollte innovativ und technologiegetrieben sein, jetzt oder in der Zukunft eine Relevanz für die Buch- und Medienbranche haben und auf der Leipziger Buchmesse mindestens als Prototyp verfügbar sein.

Alle Infos zum Projekt, den Teilnahmebedingungen sowie der Bewerbung finden Interessierte unter http://www.leipziger-buchmesse.de/neulandzweipunktnull/.

Über die Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Leipziger Buchmesse/Julia Wick, Pressereferentin

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse im Social Web:

http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse

http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Porträt Michael Pohlmann: Die Schönheit des Unvollkommenen

06 Dienstag Dez 2016

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Poesie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

 

dscf3364

Der Dresdner Schriftsteller Michael Pohlmann findet Geschichten da, wo andere wegsehen.

„Mein linkes Bein ist wie ein alter Strumpf/ gefüllt mit Sand/die schneller, schneller Tablette/haucht ihm Leben ein“, schreibt Michael Pohlmann in einem seiner Gedichte. „Die Erfahrung, dass die Kraft wie trockener Sand aus den Händen rinnt, die Erfahrung mit Schwäche und Bitten“ sind noch immer ungewohnt für ihn.

Dornröschenstarr. Er sah mit knapp 40 Jahren Mitpatienten in der Klinik, die wie im Märchen von Dornröschen erstarrten. Zwei Jahre lang vermied Michael Pohlmann es, das Wort Parkinson auszusprechen, wollte die schleichende Erkrankung bei sich nicht wahrhaben. Aus seiner Zeit als Krankenpfleger wusste er, was für eine tückische Krankheit das ist, die das zentrale Nervensystem angreift und es dadurch fast unmöglich macht, Bewegungen zu koordinieren. Dennoch versucht er, so gut es geht, mit der Krankheit zu leben, „mit dem Zittern, dem Lahmen des Körpers, mit der Schönheit des Unvollkommenen.“
Dem Sozialarbeiter beim Diakonischen Werk in Dresden war es schwergefallen, seine Arbeit aufzugeben. Bis 1997 hatte er dort die Beratungsstelle der Wohnungslosenhilfe geleitet. Anfangs nur für sich, als Krankheitsbewältigung gedacht, bekam das Schreiben bald eine eigene Dynamik. Als die Schublade voll war, ging Pohlmann mit Gedichten und Prosa zum Verleger Christoph Hille, den er kannte, um dessen Meinung zu hören. Und der druckte den ersten Lyrikband
“Schneetaubenschlag“ im Jahr 2000, auch die drei folgenden mit Gedichten und Erzählungen. Der vierte Band mit dem Titel “Stachelhaut“ ist im Dezember 2005 erschienen.

Randständig. Seine Behinderung mache es ihm oft schwer, nicht in der Schublade der Betroffenheitslyrik zu landen, sagt Michael Pohlmann. Er will unvoreingenommen betrachtet und erst mal gelesen werden. Beispielsweise die Geschichten über Menschen, die weniger Glück haben und am Rande der Gesellschaft leben. Er sei selbst so ein „Randständiger“. In einer Zeit des Jugendlichkeits- und Gesundheitswahns, der immer stärkeren Orientierung auf materielle Werte, empfinde er das noch krasser. „Glücksanspruch wird so hoch gehängt. Man braucht immer Neues, so dass die leisen Töne verloren gehen.“

Würdevoll. Seine Geschichten findet er, der schon als Grabmacher, Fensterputzer, Rangierer, Kirchensteuer-Einnehmer und Bibliothekshelfer in der Deutschen Bücherei in Leipzig gearbeitet hat, da, wo andere wegsehen. Bei seiner Arbeit in einem Leipziger Pflegeheim lernte er Menschen kennen, die „eigentlich ihr ganzes Leben lang gestorben sind, immer in irgendwelchen Einrichtungen am Rand isoliert lebten.“
So wie „Richard, der stumme Diener“, ein kleiner verwachsener Mann, den niemand besuchte und der viele Jahre die Gänge im Heim bohnerte für ein paar Zigaretten. Oder Freiherr von Hoffmann, der äußerlich verschmitzte, feinsinnige alte Sonderling. Ihnen setzt Pohlmann ein Denkmal in seinem Band „Erzählungen über Hoffmann“, er schenkt ihnen Aufmerksamkeit, fragt sich, warum sie so sind und erzählt aus ihrer Lebenswelt mit leisem Humor, manchmal melancholisch und immer würdevoll. Dazu entstand auch ein literarisch-musikalisches Programm von Pohlmanns Texten zusammen mit dem Musiker Martin Lembcke und ein Hörbuch mit dem Schauspieler Albrecht Goette.

Preußisch. Aus dem Erlebten heraus gründete Pohlmann mit Freunden auf einem Bauernhof in Hartroda in Thüringen die erste Wohngemeinschaft von körperbehinderten und nichtbehinderten Menschen in der DDR, wo er drei Jahre lebte und arbeitete. Jetzt lebt er im Augenblick, sagt Michael Pohlmann. Er geht preußisch mit Zeit um, da er krankheitsbedingt ein Drittel des Tages nur liegend verbringen kann. „Die Krankheit lässt mich vieles schärfer sehen und empfinden.“ Auch ohne die Schneller-schneller-Tablette.

Text + Foto (lv)

Visite

Die kleinen Götter vom
anderen Ufer
Kommen zu elft
Sie sprechen Deutsch
Das gestärkte Weiß wirft
meinen Blick zurück
Hänsel zeig Deine Zunge
Mißverstandene Einladung
zum Reden
Einmal ausgefahren formt
sie Worte
Die restlichen Zehn scharren
mit den Füßen
Uhrenvergleich
„Gute Besserung“
Bei „Besserung“ sehe ich
nur noch den Arsch
Des Wünschers
Man entspricht meiner Bitte
nach Erhöhung der
Medikamentendosis
Mein Nachbar sagt dass ich
oft im Schlaf rede

Aus dem Gedichtband
„Schneetaubenschlag“

 

 

 

 

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • Oktober 2026
  • September 2026
  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von paulfehm
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von veline2
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Oana.Ududec
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Martha
  • Avatar von sant marc air
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Schnippelboy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Zbyszek
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Yves Drube
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 210.381 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Premiere "Die Troerinnen" im projekttheater
  • Heusers Büchertheke - Lesung aus Juli Zehs Roman "Unterleuten"
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul
  • Ausstellung "Mit allen Sinnen" von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros
  • Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen
  • Musiksommer Bärenstein: Drei Ausstellungseröffnungen an einem Tag
  • Wunderkammer-Festival WuKaMenta auf der Prager Straße
  • Premiere "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch im Kleinen Haus

Aktuelle Beiträge

  • Neue Katzen-Lyrik: Im Lichtzimmer
  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    meinwortgarten.com
    Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

    Hast du ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.

  • meinwortgarten.com
    Website im Reader anzeigen
    Abonnements verwaltenRegistrierenAnmelden
    Melde diesen Inhalt
    Diese Leiste einklappen
Kommentare werden geladen …