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Kategorien-Archiv: Literatur

Die Preisträger der Leipziger Buchmesse 2017

24 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur

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Der Preis der Leipziger Buchmesse 2017 geht an: Natascha Wodin, Barbara Stollenberg-Rilinger und Eva Lüdi Kong erhielten am gestrigen Donnerstag zur Eröffnung die begehrte Auszeichnung in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke hatte insgesamt 365 Werke von 106 Verlagen zur Auswahl.
Das „Fest der Bücher“ dauert noch bis 26. März, 18 Uhr.

Natascha Wodin | Sie kam aus Mariupol | Rowohlt

Zur Begründung
In „Sie kam aus Mariupol“ forscht Natascha Wodin nach den Lebensspuren ihrer ukrainischen Mutter Jewgenia – und stößt auf das Schicksal ihrer Tante Lidia. Während die Mutter 1943 mit ihrem russischen Mann als Zwangsarbeiterin in ein Leipziger Montagewerk für Kriegsflugzeuge verschleppt wurde, kam die Tante zehn Jahre zuvor in ein sowjetisches Straflager. Das ist die ungeheuerliche Parallelität, die die Familiengeschichte zerteilt. „Sie kam aus Mariupol“ ist nicht aus einem Guss, weil es angesichts der Brüche des 20. Jahrhunderts gar nicht aus einem Guss sein kann. In vier hart gefügten Teilen treibt es aus unterschiedlichen Richtungen seine Stollen durch ein Massiv kollektiver und individueller Gewalt.
Dieses Buch trägt auch ausdrücklich nicht die Bezeichnung Roman. Doch an der Grenze von Fiktion und Nichtfiktion, wo es angesiedelt ist, betreibt es autobiografisches Schreiben mit einem hohen Maß an Selbstreflexion und romanhaftes Schreiben auf der Grundlage von Lidias Tagebüchern. In diesem genreüberschreitenden Sinn ist es unerhört zeitgenössisch. Erinnerungsarbeit als Widerstand gegen das eigene Zerbrechen: Die Rettung, die sich Natascha Wodin davon erhofft, bleibt aus. Aber die Tapferkeit, mit der sie den Dämonen ins Gesicht sieht, die sie bannen muss, hat auch etwas ungemein Ermutigendes. Davon kann sich jeder Leser von „Sie kam aus Mariupol“ überzeugen.

Die Autorin
Natascha Wodin, 1945 in Fürth geboren, ist seit 1981 freie Schriftstellerin und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt für das Manuskript von „Sie kam aus Mariupol“ mit dem Alfred-Döblin-Preis 2015. In ihren Werken setzt sich Natascha Wodin vor allem mit dem Thema der Entwurzelung, Fremdheit und Ortlosigkeit auseinander. Zuletzt erschienen sind „Nachtgeschwister“ (Kunstmann, 2009) und „Alter, fremdes Land“ (Jung und Jung, 2014).

Kategorie Sachbuch/Essayistik

Barbara Stollberg-Rilinger | Maria Theresia | C.H. Beck

Zur Begründung
Barbara Stollberg-Rilingers große Biographie über die Habsburgerin ist tatsächlich bahnbrechend: Zum einen rückt sie eine der bedeutenden Gestalten in der europäischen Geschichte endlich in das ihr gebührende Licht. Und dieses Licht ist postmodern, so wie sie es selber formuliert. Sie sucht nicht die geheime Wurzel, den Generalschlüssel zur Person, so wie es viele Autoren oft genug versuchen und sich dabei selber täuschen. Sie beschreibt stattdessen dieses Leben als Inszenierung eines Spiels in vielen verschiedenen, aber gleichzeitigen Rollen. Natürlich kommt auch die Liebende vor, die Frau, die Mutter von 16 Kindern, Wut, Enttäuschung, Tränen. Aber Barbara Stollberg-Rilinger stützt sich nie auf die morsche Krücke der Psychologisierung. Es gelingt der Autorin, eine ganze Epoche durch diese Gestalt zu erschließen. Unzählige Quellen werden bezwingend von ihr arrangiert und gedeutet, Barbara Stollberg-Rilingers Stil ist glänzend, von dezenter Eleganz. Maria Theresia ist keine Angela Merkel des 18. Jahrhunderts. Aber diese Biographie schärft dennoch unseren Blick auf Rituale und Zeremonien heute und deren Logiken. Die symbolische Ordnung und die Welt der Zeichen in unserer Gegenwart des 21. Jahrhunderts: Sie sieht man nach der Lektüre präziser, unbestechlicher gleichsam in einem anderen Licht. Mit dem Begriff „Meisterwerk“ sollte man ja lieber sorgsam haushalten. Aber manchmal wäre es ein sachlicher Irrtum, das M-Wort nicht auszusprechen. Also: Diese Biographie ist ein Meisterinnenwerk.

Die Autorin
Barbara Stollberg-Rilinger, 1955 geboren, lehrt als Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Münster. Sie wurde für ihre Forschung mehrmals ausgezeichnet, u. a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis. Sie veröffentlichte Monographien und Studienbücher, zuletzt „Rituale“ (Campus Verlag, 2013) und „Des Kaisers alte Kleider: Verfassungsgeschichte und Symbolsprache des Alten Reiches“ (C.H.Beck, 2013).

Kategorie Übersetzung

Eva Lüdi Kong | Die Reise in den Westen | Reclam

Zur Begründung
„Die Reise in den Westen“ ist das wohl bedeutendste, in jedem Fall das populärste Buch der chinesischen Literatur. Bis heute lebt es fort in Mangas, Filmen, Computerspielen. Wann das Buch entstand, wer sein Autor ist, das weiß man nicht; in seiner heutigen Fassung ist es rund 400 Jahre alt. Dieses Buch hat es bislang auf Deutsch nicht gegeben, höchstens in kleineren Auszügen. Dass es nun in seiner ganzen Fülle und Vielfalt vorliegt, ist das Verdienst von Eva Lüdi Kong. Es war ein Werk der Liebe, das viele Jahre in Anspruch nahm. Sie hat es in ein modernes, lebendiges Deutsch gebracht; aber sie hat noch mehr getan als das. Die vielen uns Europäern unverständlichen Aspekte hat sie durch einen umfangreichen Apparat erschlossen und den Kosmos der chinesischen Kultur zugänglich gemacht, mit all seinen konfuzianischen, buddhistischen, daoistischen, alchemistischen Traditionen. Frau Lüdi Kong hat 25 Jahre in China gelebt, und ohne ihre profunden Kenntnisse, Geduld und Begeisterung hätte dieses außerordentliche Projekt nicht gelingen können. Nicht nur von einer Sprache in die andere hat sie übersetzt, sondern einen Abgrund der Zeiten und Denkungsarten überbrückt, treu dem wahren Begriff der Weltliteratur als einer Literatur aus der ganzen Welt für die ganze Welt.

Die Autorin
Eva Lüdi Kong wurde 1968 in Biel/Bienne in der Schweiz geboren. Bereits während ihres Studiums der Sinologie in Zürich sowie der Chinesischen Kalligrafie, der Kunst und der Klassischen Chinesischen Literatur in Hangzhou war sie als Sprachlehrerin, Dolmetscherin und Übersetzerin tätig. Sie lebte 25 Jahre in China, arbeitete in Lehre und Forschung und widmet sich bis heute vorrangig der Übersetzung und Kulturvermittlung.

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 waren:

in der Kategorie Belletristik

  • Lukas Bärfuss: „Hagard“ (Wallstein Verlag)
  • Brigitte Kronauer: „Der Scheik von Aachen“ (Klett-Cotta)
  • Steffen Popp: „118“ (Kookbooks)
  • Anne Weber: „Kirio“ (S. Fischer)
  • Natascha Wodin: „Sie kam aus Mariupol“ (Rowohlt)

in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

  • Leonhard Horowski: „Das Europa der Könige“ (Rowohlt)
  • Klaus Reichert: „Wolkendienst“ (S. Fischer)
  • Jörg Später: „Siegfried Kracauer“ (Suhrkamp)
  • Barbara Stollberg-Rilinger: „Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit” (C.H.Beck)
  • Volker Weiß: „Die autoritäre Revolte“ (Klett-Cotta)

in der Kategorie Übersetzung

  • Holger Fock, Sabine Müller: übersetzten aus dem Französischen „Kompass“ von Mathias Énard (Hanser Berlin)
  • Gregor Hens: übersetzte aus dem Englischen „Shark“ von Will Self (Hoffmann und Campe)
  • Gabriele Leupold: übersetzte aus dem Russischen „Die Baugrube“ von Andrej Platonow (Suhrkamp)
  • Eva Lüdi Kong: übersetzte aus dem Chinesischen „Die Reise in den Westen“ (Reclam)
  • Petra Strien: übersetzte aus dem Spanischen „Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda“ von Miguel de Cervantes (Die Andere Bibliothek)

Über den Preis der Leipziger Buchmesse
Der mit 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr zum 13. Mal vergeben und ehrt herausragende Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Die Preisverleihung fand am ersten Messetag, dem 23. März, in der Glashalle der Leipziger Messe statt. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB). Medienpartner sind das Magazin buchjournal, Cicero und Deutschlandradio Kultur.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Pressestelle Leipziger Buchmesse

Foto (lv)

http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

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Das erste Buch Vivaldi: Weitgereiste Streuner-Geschichten von Jens-Uwe Sommerschuh

22 Mittwoch Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Literatur

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Vorsicht, Schmusetiger, dem keiner was vormacht! Kater Vivaldi und Autor und Kolumnist Jens-Uwe Sommerschuh. Er schreibt über Tiere und Menschen, über Kunst und Musik, über Sinn und Unsinn des Lebens.  In Nordhausen am Harz geboren, lebt er heute abwechselnd in Dresden und auf der Mittelmeerinsel Alicudi. Fotos: Autor

Wer könnte diesem entzückenden Katertier auf dem Buchtitel widerstehen?
Diesem tiefen, versonnenen und leicht vernebelten Blick, der das Leben kennt von allen Seiten, mit seinen hellen und dunklen Straßenecken und Plätzen von Dresden bis Neapel. Der seine Augen und Lauscher überall aufsperrt, wo er hinkommt und das, was er sieht und hört kundtut. Der Kater Vivaldi beobachtet die Menschen. „Da Katzen sich als hochentwickelte Wesen sehen, denen im Universum keiner was vormacht, sind sie nicht scharf darauf, sich mehr als nötig mit Geschöpfen abzugeben, die sich erst am Anfang ihrer Entwicklung befinden, beziehungsweise schon wieder fast am Ende. Flache Evolutionskurve nennt man das in gelehrten Katzenkreisen“, verriet das Katertier Jens-Uwe Sommerschuh. Ebenso wie den großen Unterschied zu ihnen: „Katzen existieren. Menschen haben zu tun. Menschen sind beschäftigt. Sie betätigen Stopp- und Stechuhren, Gangschaltungen und Telefontastaturen, Manschettenknöpfe und Sprengköpfe. Sie schieben Zettel durch Schlitze und nennen es Demokratie.“

Was Sommerschuh und der gewitzt-gelassene, mal genüsslich schnurrende und mal die Krallen ausfahrende Kater Vivaldi und der weise Rabe Amasis auf ihren Alltags-Streifzügen so alles erleben, schreibt der Dresdner Autor und Kolumnist seit 1992 auf. Fast 700 Kolumnen hat er bislang in der Sächsischen Zeitung veröffentlicht. Das „Erste Buch Vivaldi – Verkaterte Geschichten aus dem Elbtal bei Dresden“ (erschienen bei Zwiebook – ein Imprint des Dresdner Buchverlages, 2016) versammelt 44 der schönsten, erheiterndsten, erstaunlichsten und eindrücklichsten, weitgereisten Streuner-Geschichten von Jens-Uwe Sommerschuh aus den Jahren 2002 bis 2008. Da geht es um Nixen, Obdachlose und eine Hebamme im Ruhestand. Die Mafia, das Theater, der Fußball und die Politik spielen eine Rolle. Saddam, Bush und Berlusconi. Schröder, Tillich, Merkel und die Jagd nach dem kleineren Übel als Würfelspiel der Demokratie, steht auf der Buch-Rückseite. Nichts und niemand bleibt verschont von der spitzen Feder des Kolumnisten. Ein abwechslungsreiches, Herz und Geist erfrischendes Büchlein für zwischendurch, um vom Alltagslärm zu entspannen. Mal schmunzelt man, mal muss man laut lachen und manchmal vergeht es einem und kann man den Kater Vivaldi und sein Naserümpfen über diese seltsamen, unbegreiflichen Menschen gut verstehen!

Bisherige Veröffentlichungen u.a.:

„Mimi“ (2016)
„Vom Schönsten das Beste“ (2010)
„Coyote“ (2002)
„Carcassonne“ (2001)

Weitere Infos unter: http://www.zwiebook.de

 

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Vom Wein-Wanderführer bis zum Politthriller – der NOTschriften-Verlag Radebeul auf der Leipziger Buchmesse

21 Dienstag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Fotografie, Literatur

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Mit originellen und spannenden Neuerscheinungen fährt Verleger Jens Kuhbandner vom NOTSchriften-Verlag Radebeul zur Leipziger Buchmesse.

Es ist wieder soweit. Mit fünf Neuerscheinungen ist Verleger Jens Kuhbandner vom NOTSchriften-Verlag Radebeul, der letztes Jahr sein 20jähriges Jubiläum feierte, in diesem Jahr bei der Leipziger Buchmesse dabei. Bereits zum vierzehnten Mal baut er seinen Stand – in Halle 3, E208 – auf neben den großen Verlagen bei diesem internationalen „Fest der Bücher“ vom 23. bis 26. März.

„Die kleinen Verlage sind das Salz in der Suppe“, weiß Jens Kuhbandner. Die Bandbreite reicht daher von sächsischer Heimatliteratur, Romanen, Erzähl- und Bildbänden, kleinen, feinen Kunstbüchern bis zu Lyrik und Kurzprosa von Autorinnen und Autoren aus der Region. Darunter „Mein Radebeuler Skizzenbuch“ und „Dresdner Skizzen“ mit Zeichnungen von Thilo Hänsel.

Außerdem ein neuer Bildband von Werner Böhme, „Die Sächsische Weinstraße – Ein Pilgerpfad für Bacchusjünger“ mit zahlreichen farbigen Fotografien zum 25jährigen Jubiläum der Weinstraße. Der versierte Weinkenner erkundete in seinem vorherigen Buch „Auf den Straßen des Weins“ Rebsorten und Weingeschichte von Mitteleuropa bis in den Kaukasus und wanderte „Entlang der Via Vino“ in seinem 2014 erschienenen Italien-Buch.

Von dem aus Radebeul stammenden Autor, gelernten Koch und Schauspieler Veit Stiller, Jahrgang 1952  stammt der Erzählband „Begegnungen“. In den zwölf Geschichten schildert er Menschen, die ihn prägten oder beeindruckten wie der Sänger, den die Stasi in der DDR wegen seiner Homosexualität erpresste, die deutsche Bäuerin in den Masuren, ein Winzer, der in der Nachwende-Zeit ein barockes Weingut wieder belebte oder der junge Maler, der seine Umwelt als skurriles Panoptikum wahrnimmt. Eine Lesung mit Veit Stiller aus seinem Buch gibt es am 14. Mai, um 17 Uhr im Atelier “Oberlicht“ in Radebeul-Altkötzschenbroda.

Vom Lebensalltag auf einem Bauernhof im Erzgebirge und seinem unaufhaltsamen Niedergang in der heutigen Zeit erzählt bewegend Siegfried Schlegel in seiner biografischen Erzählung „Der Dehmel-Bauer“. Er teilt das Schicksal von vielen anderen Bauern im Mittelgebirgsraum im 20. Jahrhundert. Der Autor Siegfried Schlegel, Jahrgang 1928, verbrachte seine Kindheit im Oberen Westerzgebirge und lebt heute in der Oberlausitz.

Mit „Die 24 Stunden von Berlin“ legt der Drehbuchautor und Kurzfilmregisseur Rafael Kühn, 1978 in Dresden geboren, seinen ersten Thriller in Buchform im NOTSchriften-Verlag vor. Er erzählt hochaktuell von einem scheinbar islamistischen Bombenanschlag, der Berlin erschüttert. Während die Verantwortlichen in Polizei und Politik harte Entscheidungen treffen müssen, kommt der ermittelnde Kommissar Mertens dem wahren Plan der Attentäter auf die Spur. Ihm bleiben nur wenige Stunden, um eine noch viel größere Katastrophe zu verhindern. Auch für den Verleger steigt die Spannung. „Ich freue mich auf das interessierte, aufgeschlossene Publikum zur Leipziger Buchmesse, auf anregende Gespräche und auf das lebhafte Flair während der vier Tage“, sagt Jens Kuhbandner.

Weitere Infos unter http://www.notschriften.com

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Leipziger Buchmesse: „Paper Dreams“ und Phantastik-Lounge

20 Montag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Literatur

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Neben vielen neuen Büchern locken eine Ausstellung mit Fotografie-Kunst zum Träumen,  eine Phantastik-Buchhandlung und weitere Neuheiten im Programm für ein vielfältiges Publikum bei der Leipziger Buchmesse vom 23. bis 26. März.

Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017

Wie in jedem Jahr hat die Leipziger Buchmesse es sich zur Aufgabe gemacht, Literatur und Gesellschaft der Mittel- und Osteuropäischen Länder den Messebesuchern näher zu bringen. Im Messejahr 2017 führt diese literarische Reise in die Mitte Europas – nach Litauen. Mit etwa 100 Mitwirkenden und in rund 60 Veranstaltungen präsentiert Litauen –Schwerpunktland 2017 – nicht nur seine einheimische Literatur, sondern auch Kultur und Gesellschaft. Zahlreiche Autorinnen und Autoren machen sich von Litauen auf den Weg nach Leipzig, um ihre 26 Neuerscheinungen dem literaturbegeisterten Publikum zu präsentieren. Für das Programm der litauischen Literaten und Poeten ist Ausrine Zilinskiene, Direktorin des Lithuanian Culture Institute, verantwortlich.

Neue Kuratorin für Europa21

Ein neues Gesicht beim Programmschwerpunkt Europa21 – Denkraum für die Gesellschaft von morgen: Die inhaltliche Gestaltung und Konzeption der Veranstaltungen übernimmt 2017 die neue Kuratorin Esra Küçük, Leiterin des Gorki Forums am Berliner Maxim Gorki Theater für kritisch-konstruktive Diskurse. Zur zweiten Auflage des Programmschwerpunkts der Robert Bosch Stiftung und der Leipziger Buchmesse dreht sich alles um das „WIR in Europa“. In sechs Salongesprächen, einer Autor*innenwerkstatt und beim interaktiven Theaterabend sind Besucher der Messe daher herzlich eingeladen, sich an den Debatten zu beteiligen und über das moderne Europa zu reflektieren. Zu Gast sind unter anderem der ehemalige Museumsdirektor Martin Roth aus London, die Schauspielerin Katja Riemann und die türkische Journalistin Banu Güven.

Reformation

2017 jährt sich der Thesenanschlag Luthers zum 500. Mal. Auch die Leipziger Buchmesse reflektiert dieses Jubiläum und macht sich anlässlich des Lutherjahres Gedanken über die Folgen der Reformation für die heutige Gesellschaft. Die Themenreihe Reformation bildet unter anderem den Auftakt für die bundesweite Poetry-Slam-Reihe „machtWORTE!“. Feridun Zaimoglu wird zu Gast sein, um seinen neuen Roman vorzustellen.

Manga-Comic-Con 2017

Auch in diesem Jahr wird Leipzig wieder zur Anlaufstelle für alle Manga-, Comic- und Animefans. Zur vierten Auflage der Manga-Comic-Con sind zahlreiche internationale Ehrengäste geladen, darunter Yusei Matsui, Kyoko Kumagai, Mike Deodato, Michael Witwer und Scott Koblish. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Anime- und Pop-Sängerin Desi. Sie wird jeweils am Messe-Samstag und -Sonntag auf der Großen Bühne in Halle 1 zu sehen sein. Beim Leipziger Cosplay Wettbewerb treten am 25. März die Teilnehmer um den Platz des schönsten Kostüms an. Zu gewinnen gibt es dieses Jahr unter anderem. eine Reise nach Paris zur Japan Expo, zur Connichi oder die neue Nintendo Switch.

FACHPROGRAMM

Die ersten future!publish-Nachwuchstage feiern ihre Premiere auf der Leipziger Buchmesse. Teilnehmer*innen des zweitägigen Programms am 22. und 23. März dürfen sich auf ein vielseitiges Programm mit zahlreichen interessanten Themen rund um die Zukunft des Publizierens unter den Bedingungen der Digitalisierung freuen.

Die zunehmende Digitalisierung und Innenstadtpolitik haben auch Folgen für den stationären Buchhandel. Mit dieser Thematik beschäftigt sich die neue Themenreihe für den Buchhandel zu lokalen Allianzen „Wohin? Läuft? Der? Kunde?“, die am 24. und 25. März jeweils von 15 bis 16 Uhr im Fachforum 2 (Halle 5, Stand E600) stattfindet. Das Programm beschäftigt sich dabei unter anderem mit der Frage, was in deutschen Innenstädten passieren muss, um deren Attraktivität als Einkaufsort zu steigern und inwiefern der Buchhandel dazu beitragen kann.

Neues gibt es auch im Fokus Bildung. Die Themenreihe „Politik und Schule“ zu Bildungspolitik und politischer Bildung nimmt 2017 vorwiegend die politische Bildung im Unterrichtsalltag unter die Lupe. Dabei stehen vor allem die Herausforderungen im Politikunterricht, wie der Umgang mit extremen Meinungen, im Mittelpunkt der Diskussion. Unter anderem wird sich auch Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth zu dieser Thematik äußern.

MESSE

Fotografie-Kunst zum Träumen

Große Kunst-Premiere auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse: Bevor sie unter anderem nach Berlin, Warschau, Paris, Mailand, Singapur, Tokio, New York und Doha geht, ist die Wanderausstellung „Paper Dreams” erstmalig vom 23. bis 26. März in Leipzig zu sehen. Kurator, Ausstellungsdesigner und Verleger Gerhard Steidl verwandelt Teile der Messehalle 3 (Stand B 502) in eine Galerie für zahlreiche Sofortbilder aus dem Archiv des polnischen Fotografen Tomasz Gudzowaty, dessen Arbeiten bereits in Magazinen wie The Guardian, National Geographic, L’Equipe und Vogue Italia veröffentlicht wurden.

Am 23. März um 13 Uhr wird die Ausstellung mit feierlicher Vernissage und einer Ausstellungsführung eröffnet. Anwesend sein werden neben Kurator Gerhard Steidl auch Fotograf Tomasz Gudzowaty und Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

Neue Phantastik-Buchhandlung und Phantastik-Lounge

Die Leipziger Buchmesse wartet 2017 mit einer neuen Phantastik-Buchhandlung auf. Gemeinsam mit den Organisatoren der Messebuchhandlung gestaltet die Leipziger Buchmesse 2017 die Premiere der neuen Phantastik-Buchhandlung in Halle 2 (Stand G400). In den Regalen der Buchhandlung werden sich nicht nur die auf der Buchmesse präsentierten phantastischen Bücher wiederfinden. Experten der Berliner Science-Fiction- und Fantasy-Buchhandlung „Otherland“ gestalten die Buchhandlung im Vorfeld der Messe inhaltlich mit und beraten anschließend die Besucher vor Ort beim Kauf.

Autoren phantastischer Literatur sollten auch an Stand J310 in Halle 2 vorbeischauen. Gemeinsam mit dem Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) e.V. entsteht 2017 hier die Phantastik-Lounge, die neue Komfortzone für Autoren der Phantastik.

DIGITALE ANGEBOTE

Neuland 2.0: Die Veranstaltung der zukunftsweisenden Ideen für die Buch- und Medienbranche geht zur Leipziger Buchmesse 2017 in die zweite Runde. 15 ausgewählte Startups präsentieren ihre innovativen Konzepte, darunter eine Open-Source-Software für den gesamten Prozess der Buchherstellung, eine kuratierte Talentplattform zur Vernetzung von Autoren und Verlagen oder ein durch Klang und Licht verbessertes Leseerlebnis. Neben dem Jurypreis für die erfolgversprechendste Idee wird auch der Publikumsliebling mit einem Preis geehrt. Im Alten Landratsamt berichten Unternehmen am 24. März vom Scheitern und geben ihre wertvolle Erfahrung weiter. Im Anschluss feiern die Bewohner des Neulandes ihre erste Startup-Party.

Literaturvermittlung im virtuellen Raum stärken: Erstmals bietet die Leipziger Buchmesse dafür, gemeinsam mit dem Leipziger Unternehmen Thadeus Roth, ein transmediales Erzählprojekt an, das Inhalte über verschiedene Alltagsmedien direkt zum Leser bringt. Zusätzlich startet die Leipziger Buchmesse die Social-Media-Kampagne „Autoren-Shelfie mit deinem Buch“ als einen ersten Piloten zum Aufbau einer Autoren-Community.

Eine weitere digitale Neuerung wartet mit dem auditiven Livestream auf alle Besucher und Fans der Leipziger Buchmesse. Erstmals wird das Programm von 25 Foren live per Audiostream übertragen. Mehr als 1.500 Lesungen, Vorträge und Diskussionen werden darüber hinaus schon während der Messelaufzeit als Podcast verfügbar sein. Den Livestream sowie das digitale Archiv finden Sie unter https://voicerepublic.com/users/leipziger-buchmesse.

EINFACH SICHER

Erweiterte Besucherführung auf dem Messegelände

Jährlich locken das Buch und seine Macher hunderttausende Bücherfreunde nach Leipzig. Die Leipziger Buchmesse reagiert auf das gestiegene Publikumsinteresse mit einer erweiterten Besucherführung, einer veränderten Verkehrsorganisation und einem angepassten Sicherheitskonzept. Für einen schnelleren Zugang werden für Besucher mit Vorverkaufstickets zusätzliche Eingänge zum Messegelände geschaffen. Über diese neuen Eingänge können Besucher mit Vorverkaufstickets alle Hallen auch direkt betreten. Wer mit seinem Ticket einmal den Zutritt zur Leipziger Buchmesse erlangt hat, kann sich innerhalb des gesamten Ausstellungsgeländes frei bewegen. Einfach sicher – unter diesem Motto wird das Sicherheitskonzept der Leipziger Buchmesse an die gestiegenen Anforderungen angepasst. Der Zutritt zum Gelände erfolgt über Sicherheitsbereiche, die den Eingangsbereichen zu den Messehallen jeweils vorgelagert werden. In diesen Bereichen werden Taschen und Gepäckstücke stichprobenhaft kontrolliert. Gäste der Leipziger Buchmesse werden daher gebeten, frühzeitig anzureisen und möglichst auf große Gepäckstücke zu verzichten. Aussteller gelangen über eine Fastlane schnell und pünktlich an ihre Stände. Für Cosplayer wird ein extra Eingang eingerichtet, der zu den beiden Requisitenchecks an Halle 1 bzw. Halle 5 führt. Taschen- und Gepäckkontrollen finden ebenfalls im Pressezentrum am Übergang zur Halle 1 statt.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Pressestelle Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Messe im Internet:
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Die Leipziger Buchmesse im Social Web:
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Leipziger Buchmesse: Für die Freiheit des Wortes

18 Samstag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur

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Die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan wird am 23. März  per Live-Schaltung aus Istanbul zu Gast auf der Leipziger Buchmesse sein.

Für Asli Erdogan: „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch“

Die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan, die in der Türkei auf ihr Urteil wartet, ist eine Symbolfigur für das Recht und die Bedeutung der freien Meinungsäußerung. Aus diesem Anlaß findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse auf dem „Blauen Sofa“ (Glashalle) eine Veranstaltung „Für Asli Erdogan“ und die Freiheit des Wortes statt, in der ihre politischen Essays „Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch“ präsentiert werden. Sie erscheinen zur Messe erstmals auf Deutsch, in der Türkei können sie derzeit nicht publiziert werden.

Die Veranstaltung am Donnerstag, den 23. März um 13.30 Uhr, wird getragen von der Leipziger Buchmesse, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, „Das Blaue Sofa“, dem gemeinsamen Autorenforum von Bertelsmann, Deutschlandradio Kultur und ZDF“, dem PEN-Zentrum Deutschland e.V. sowie dem Knaus Verlag in der Verlagsgruppe Random House, die gemeinsam für Presse- und Meinungsfreiheit einstehen. Die Beteiligten bedauern sehr, dass die Autorin die Einladung, nach Leipzig zu kommen, nicht annehmen kann, nachdem soeben ein Antrag auf Aufhebung des Ausreiseverbots von der türkischen Justiz abgelehnt wurde.

  • Im Gespräch: Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
  • Moderation: Daniel Fiedler, ZDF Redaktionsleiter Kultur Berlin
  • Lesung: Oliver Kontny, Übersetzer aus dem Türkischen
  • Gespräch mit Asli Erdogan (Live-Schaltung aus Istanbul)
  Text: Pressestelle/Leipziger Buchmesse
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„Garbald in Dresden“ – Uta Hauthal geht in ihrem Roman den Lebensspuren einer Schweizer Poetessa und verschütteten Erinnerungen an der Elbe nach

18 Samstag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur

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Was es mit dem geheimnisvollen, etwas nostalgisch klingenden Buchtitel auf sich hat, erzählte die Autorin Uta Hauthal im Gespräch mit der Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers bei der Buchpremiere im Literaturhaus „Villa Augustin“/Kästnermuseum am Albertplatz in Dresden.

Uta Hauthal (im Foto li.) im Gespräch mit Tanja Dückers.

Wenn Uta Hauthal nicht schreibt oder moderiert, dann singt, vertont oder rezitiert sie Gedichte. Manchmal fragt die vielseitige Künstlerin auch Passanten auf Straßen und Plätzen, ob sie diese mit einem Gedicht erfreuen darf. Wenn sie mit ihrem Rad mit der Aufschrift „Poesietankstelle“ unterwegs ist. Sie trat schon mit einigen literarisch-musikalischen Programmen im Literaturhaus Villa Augustin/Kästnermuseum am Albertplatz auf. Hier stellte sie nun am Donnerstag abend ihren druckfrischen ersten Roman „Garbald in Dresden“ vor, der im NOTSchriften-Verlag Radebeul (www.notschriften.com) erschienen ist.

Im Gespräch mit der Berliner Schriftstellerin Tanja Dückers erzählte Uta Hauthal, wie sie ursprünglich ausgelöst vom Streit um die Waldschlößchen-Brücke einen Roman über Dresdner Eigenarten und Geschichte schreiben wollte. Wie sie dann bei einem Besuch in der „Villa Garbald“, erbaut von Architekt Gottfried Semper im schweizerischen Bergell, von der bewegten Lebens- und Familiengeschichte von Johanna Garbald, Ehefrau, Mutter und Schriftstellerin, die sich ihren Traum Poetessa zu werden erfüllte Mitte des 19./Anfang 20. Jahrhunderts, erfuhr und daraufhin beschloss, ihre Geschichte „mit einzubauen“ in den Roman.

Mehr zum Buch und zur Lesung folgt.

Text + Fotos (lv)

Verleger Jens Kuhbandner vom NOTSchriften-Verlag Radebeul freut sich mit Autorin Uta Hauthal über die gelungene Buchpremiere.

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Mit Wodka & Humor: Aus dem Tagebuch des Karrusselführers und Poeten Pratajev

17 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Musik, Poesie

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Lasen mit viel russischem Witz und Seele die Geschichten über Pratajev bei Büchers Best: Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz, musikalisch begleitet von Rainer Herbert Herzog an der Erlenholzgitarre und einem Trommelschemel.

Kennen Sie Pratajev?, so lautet der Titel des neuen Programms des Dresdner Erzählkunst-Duos Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz. Diesmal musikalisch verstärkt durch den Musiker und Sänger Rainer Herbert Herzog, der eine Budjonny-Mütze mit rotem Stern trug und Lieder wie den Ohrwurm „Katjuscha“ auf deutsch und russisch zur Gitarre nebst Trommel- und Marschklängen beisteuerte. Gemeinsam sorgten sie im äußeren Erscheinungsbild, samt Souvenirs, witzig-deftig lebensprallen Gedichten und Geschichten über Pratajev, dem Dichter, Sänger, Karusselführer im Auf und Ab des Lebens, Hilfszahnarzt, Wodkavernichter und Jungfrauenversteher, bis zum obligatorischen Gläschen Wodka in der Pause mit Hingabe für russische Stimmung bei ihrer gut besuchten Lesung am Mittwochabend in der Buchhandlung Büchers Best in der Äußeren Neustadt.

Pratajev sei einer der noch zu hebenden Schätze des russischen Literatur- und Liedgutes, sagte Jörg Stübing, Inhaber von Büchers Best, für den dieser ebenso eine Entdeckung ist. Er überreichte dem Erzähler-Duo die erste kleine Broschüre des legendären Dichters, die 1997 erschien und nur noch antiquarisch erhältlich ist. Doch inzwischen gibt es schon ein neues Buch mit Pratajev-Geschichten, aufgeschrieben von Frank Bröker und Holger Makarios Olev, die gleichzeitig als „The Russian Doctors“ mit Texten Pratajevs musikalisch unterwegs sind.

Mehr Text dazu folgt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.pratajev-gesellschaft.de

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„Buch meines Lebens“ – Biographische Spurensuche und Lesung im Stadtarchiv Dresden

13 Montag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Literatur, Projekte

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Dresdner Senioren übergeben Erinnerungsbücher feierlich an das Stadtarchiv Dresden.

Am 27. März 2017, um 18 Uhr werden „Erinnerungsbücher Dresdner Senioren“ im Stadtarchiv Dresden auf der Elisabeth-Boer-Str. 1 präsentiert. Die biographische Spurensuche mit Lesung sowie musikalischer Umrahmung gibt Einblicke in ein wertschätzendes Erinnerungs-Projekt.
Freunde und Geschichtsinteressierte sind herzlich eingeladen.Öffentliche Diskussionen zu Rentenproblemen oder Alterserkrankungen lassen oft vergessen, dass ältere Menschen stets eine Lebensgeschichte bergen, und damit auch als Zeitzeugen gelten können. Aus dem, was sie erreicht und geschaffen, aber auch verpasst oder gar falsch gemacht haben, können Jüngere lernen. Im „Buch meines Lebens“ wurde, als Ergebnis intensiver Gespräche, Erinnertes aus dem Leben von Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnparks Elsa Fenske niedergeschrieben.
Erzähltes kann so bewahrt und an Altersgefährten und Jüngere weiter gegeben werden.Einige dieser Lebensberichte werden seit 2011 in Dresden durch ein sechsköpfiges Team ehrenamtlich von in der SeniorenKultur engagierten Menschen in Interviews erfragt und in einem persönlichen „Buch meines Lebens“ festgehalten.
Der interessierten Öffentlichkeit werden die Geschichten in Erzähl-Cafés vorgestellt. So liegen nun schon 17 Lebensgeschichten gedruckt vor. Aus den Büchern werden Ergebnisse aus dem KULTreif-Netzwerk vorgestellt sowie Auszüge zum Wiederaufbau in Dresden nach 1945 gelesen. Anschließend werden dem Stadtarchiv – wie schon 2013 – die seitdem entstandenen Bücher in feierlicher Form übergeben. Musikalisch begleitet das Blockflötenensemble des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden die Veranstaltung.
Zur Buchpräsentation begrüßt die Besucher Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften.
Einführung in die Buchpräsentation: Dr. Peter Müller (Vorstandsvorsitzender SIGUS e.V.) und Winfrid Ripp (Bürgerstiftung Dresden). Im Anschluss werden Auszüge vom Mehr-Generationen-Theater SONNENSUCHER aus den „Lebensbüchern“ vorgelesen.

Der Eintritt ist kostenfrei.
Text: Stadtarchiv Dresden

Kommende Veranstaltungen:
16. März 2017, 18 Uhr
Vortrag: Der Lebensweg religiöser Frauen (Nonnen und Beginen) nach der Einführung der Reformation“
Veranstalter: Frauenstadtarchiv Dresden

3. April 2017, 18 Uhr
Vortrag im Rahmen der „Internationale Wochen gegen Rassismus“
Thema: Das [un]bekannte Andere – Verfolgung von Sinti und Roma in Sachsen
Referentin: Claudia Pawlowitsch

6. April 2017, 18 Uhr
Vortrag im Rahmen der „Internationale Wochen gegen Rassismus“
Thema: Fremde in Dresden von 1945 bis 1989
Referent: Thomas Kübler

Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden

www.dresden.de/stadtarchiv

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„Unmöglich, gegen eine Amsel anzulesen“… – Lesung: „Überall Welt“ mit Volker Sielaff im Zentralwerk

09 Donnerstag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur

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Verlagsbüro und Lesebühne in einem: Der Raum der  Edition Azur war voll bei der Buchpremiere von Volker Sielaffs Prosaband „Überall Welt“ (Edition Azur, 152 S., 19,90 Euro) am Dienstag abend im Zentralwerk auf der Riesaer Str. 32. Hierhin lud Verleger Helge Pfannenschmidt (re. Foto) zur ersten Lesung im neuen Domizil ein. In dem ehemaligen, sanierten Fabrikgebäude haben sich bereits viele Ateliers, Probenräume und Werkstätten angesiedelt. Durch die großen Fenster fällt viel Himmelblau. Die Edition Azur, die es seit nunmehr zehn Jahren gibt, versteht sich auch als Möglichkeitsraum, der das utopische Potenzial von Dichtung und Texten, die an Denk- und Sprachroutinen rütteln, befördert. Der Schwerpunkt liegt auf Lyrik und Prosa von Autorinnen und Autoren, die durch besonders eigenwillige Schreibweisen hervorstechen, ihr Debüt abgeben und noch nicht etabliert sind. Mit Sprache und Form experimentiert auch Volker Sielaff gern, wohlwissend, dass er sich „mit dem Schreiben immer auch persönlich aussetzt.“ „Erschütterbar“ zu bleiben, erwidert er im Buch dem „Alles aushalten, mit dickem Fell, wie ein Bär“ eines Freundes.

Mehr Text zur Lesung + Buch folgt.
Text + Fotos (lv)

Kostproben aus „Überall Welt“:

„Das weiße Räuberheft: So nennt das Kind sein Notizheft“ (S. 44)

„Manchmal genügt ein einziger bedenkenswerter Satz und ich spüre mich wieder“ (S. 89)

„Das Zirpen der Grillen im hohen Gras, Weltklang“ (S. 63)

„Ihre Bemerkung, die Füße hätten von allen unseren Körperteilen am meisten mit der Seele zu tun“ (S. 89)

„Das Licht
unter dem Flügel
des Mauerseglers.

Der Tag
hat noch Zeit.“ (S. 78)

 

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Literatur vom Balkan auf der Leipziger Buchmesse

08 Mittwoch Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur

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Die Alchemie des Balkans

Interessante Einblicke in die südosteuropäischen Wirklichkeiten und Perspektiven bietet zur Leipziger Buchmesse vom 23. bis 26. März die Themenreihe „Traduki. Das europäische Netzwerk für Literatur und Bücher“. 

Die Leipziger Buchmesse gilt seit Jahrhunderten als Drehscheibe zwischen West und Ost. Der Wissenstransfer und die Literaturvermittlung von Nord nach Süd oder Ost nach West und in die entgegengesetzten Richtungen stehen im Mittelpunkt der Leipziger Buchmesse und von Europas größtem Lesefest Leipzig liest. Interessante Einblicke in die südosteuropäischen Wirklichkeiten und Perspektiven bietet vom 23. bis 26. März die Themenreihe „Traduki. Das europäische Netzwerk für Literatur und Bücher“.

Unter der Überschrift „Nicht Ost, nicht West – die Alchemie des Balkans“ stellen 20 Autoren aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, Serbien,  Slowenien, Schweden und der Schweiz ihre aktuell ins Deutsche übersetzten Werke vor.

Autoren, Literaturkritiker, Journalisten und Experten wagen in Gesprächsrunden und Lesungen einen Rückblick auf Jugoslawien und seine (Sch)Erben, beleuchten die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Westbalkans und seine europäischen Perspektiven. Sie berichten von der vergeblichen Suche nach einer gemeinsamen Identität oder diskutieren über die Geschlechterrollen in der Literatur der jüngsten Generation. Gemeinsam spüren die Teilnehmer Werten des Balkans nach und debattieren auf Leipzigs Bühnen die Gemeinsamkeiten von Ost und West in Europa.

Traditioneller Höhepunkt der Reihe ist die „Balkan-Nacht“ am 25. März, ab 20:00 Uhr im UT Connewitz, mit Autoren und Musikern aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Liechtenstein, Rumänien, Serbien und Slowenien.

Belletristische Werke und ihre Autoren aus dem Traduki-Programm 2017:

  • Marie-Janine Calic: Südosteuropa – die Weltgeschichte einer Region, C.H. Beck
  • Mascha Dabic: Reibungsverluste, Edition Atelier
  • Elvira Dones: Hana, INK Press
  • Georgi Gospodinov: 8 Minuten und 19 Sekunden, Droschl
  • Milena Markovic: Wenn sich alles zu drehen anfängt, Edition Korrespondenzen
  • Joze Prijevec: Tito – die Biografie, Kunstmann Verlag
  • Richard Swartz: Blut, Boden & Geld, S. Fischer Verlag
  • Nenad Velickovic: Der Vater meiner Tochter, Sysiphus Verlag
  • Dragan Velikic: Jeder muss doch irgendwo sein, Hanser

Vom 23. bis 26. März lädt die Leipziger Buchmesse mit ihrem Lesefest Leipzig liest 3.300 Mitwirkende ein, die 571 Bühnen zu betreten. 411 dieser Bühnen werden in der Stadt Leipzig und 160 auf dem Leipziger Messegelände aufgebaut. Vier Tage lang stehen die neuesten Werke und ihre Autoren im Scheinwerferlicht von insgesamt 3.400 Veranstaltungen.

Über TRADUKI
TRADUKI ist ein europäisches Netzwerk für Literatur und Bücher, an dem Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, die Schweiz, Serbien und Slowenien beteiligt sind. Das Netzwerk TRADUKI ist ein Projekt des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich, des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, von KulturKontakt Austria (im Auftrag des Bundeskanzleramts der Republik Österreich), des Goethe-Instituts, der S. Fischer Stiftung, der Slowenischen Buchagentur JAK, des Ministeriums für Kultur der Republik Kroatien, des Ressorts Kultur der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, der Kulturstiftung Liechtenstein, des Ministeriums für Kultur der Republik Albanien, des Ministeriums für Kultur und Information der Republik Serbien, des Ministeriums für Kultur der Republik Rumänien, des Kulturministeriums von Montenegro sowie der Leipziger Buchmesse.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Julia Wick, Pressereferentin
Telefon: +49 341 678-6552
Fax: +49 341 678-166552
E-Mail: j.wick@leipziger-messe.de

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Messe im Internet:
http://www.leipziger-messe.de
Die Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
https://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

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Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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