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meinwortgarten.com

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Kategorien-Archiv: Projekte

Ausstellung „Mail Art Projekt – Stimmen aus dem Lockdown“ in der Stadtgalerie Radebeul

26 Dienstag Apr 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Fasziniert von der Vielfalt der „Postkarten-Kunst“: die Initiatoren des Mail Art-Projekts Petra und Burkhard Schade im Gespräch mit der Radebeuler Kulturamtsleiterin Gabriele Lorenz (2. von links im Bild).

Ängste, Wut und Lebensfreude verwandelt in Postkarten-Kunst

Die Ausstellung „Mail Art Projekt“ zeigt 700 einfallsreich berührende Postkarten aus dem Corona-Alltag derzeit in der Stadtgalerie Radebeul.

„Kein Mensch ist eine Insel!“, steht auf einer der vielen Postkarten.
Erstaunlich wie viel darauf passt. Alles was plötzlich nicht mehr ging, schmerzlich vermisst und bewusst wurde, wie sehr es gebraucht wird: Augen-Blicke des Miteinanders, Kunst, Theater, Musik, Natur, Reisen, und, und… Insgesamt 700 von Hand kunst- und liebevoll, witzig, fantasievoll, traurig und nachdenklich gestaltete Postkarten von Künstlern und Laien, Jung und Alt, versammelt die Ausstellung “Mail Art Projekt – Stimmen aus dem Lockdown“ derzeit in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.

Eine vielfältige und vielstimmige Reflexion der Lockdown-Monate Januar bis März 2021 wird in der gezeigten „Postkarten-Kunst“ sichtbar. Initiiert haben die Aktion die Malerinnen und Grafikerinnen Petra Schade, Anita Voigt und der Fotograf Burkhard Schade. Es scheint schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, doch die Folgen der Corona-Pandemie wirken weiter. Jeder hat seine Erlebnisse und Erfahrungen damit und kann hier mit zeitlichem Abstand noch einmal auf diese Zeit blicken, manches neu oder anders sehen, Ermunterung, Trost, Hoffnung und Anregungen finden, das eigene Leben mit allem Drum und Dran zurückzuerobern. Da ihre Malkurse in Radeburg wegen des Lockdown nicht stattfinden konnten, suchte Petra Schade nach einer Möglichkeit, sich zu vernetzen und weiter etwas zusammen zu tun.

“Die Postkarten-Kunst kann man untereinander weitergeben. Die Idee wurde in den Chatgruppen von den Malschülern begeistert aufgenommen und die ersten Postkarten entstanden“, erzählt Petra Schade. „Ich wollte möglichst viele ins Boot holen, die Arbeit und die Freude mit anderen Menschen teilen.“ Auch im Kindergarten und der Mittelschule in Radeburg fand sie Interesse für die Mail-Art-Aktion. „Sie verbreitete sich vor allem über Mund zu Mund-Propaganda. Wir waren selbst überrascht, ebenso der Postbote, über die Menge an Karten, die bei uns ankamen“, sagt Burkhard Schade. Mitte Januar letzten Jahres ging es los. Täglich kamen 15 bis 20 Postkarten bei Petra Schade und Anita Voigt an. „Dann wurde so eine Welle daraus, dass die Aktion bis Ende März verlängert wurde.“ Es kamen Karten von überall her, so Schade, aus der Dresdner Region und sogar aus Finnland und Norwegen. Es gab keine Jury und keine Bewertung. Alle Postkarten sind in der Ausstellung zu sehen, sie wurden zudem eingescannt und ins Netz gestellt zur Ansicht für alle Beteiligten. „Sie zeigen das große Bedürfnis, sich wieder zu beteiligen, etwas Kreatives zu tun und eigenes Befinden. Es gab viele Bedenken, Ängste, Wünsche, Wut, Hoffnung und kritische Stimmen“, so Burkhard Schade.

In faszinierender Vielfalt spiegeln sich diese in Form von Malerei, Grafiken, Fotografie, Texten und Collagen. Da ist auf einer Karte nur ein roter Faden aufgeklebt. Sieht man eine Winterlandschaft wie durch ein Gitter, balancieren und vergraben sich Menschen in abgekapselten Räumen. Kommen sich ein Mann und eine Frau auf einer Bank durchs Fernglas näher bei ihrer „Liebeserklärung mit Abstand“. Irrt ein Mann in schwarzem Mantel, Sonnenbrille, Stock und umgehängtem Schild umher: „Ich kann keine Kunst mehr sehen!“ Eine Frau geht mit einem Notenschirm durch den Regen neben einem träumenden Tangopaar. Gesichter und Stoffmasken sind mit Blumen, Wellen, Fischen und Liedzeilen bemalt und beklebt.

„Die Ausstellung zeigt auch, dass sich Formate ändern, neue Ausdrucksformen entstehen und dass Kultur nicht nur eine Freizeitbeschäftigung ist, welchen Stellenwert sie besitzt und wie essenziell wichtig sie für die Gesellschaft ist“, sagt die Radebeuler Kulturamtsleiterin Gabriele Lorenz. Das „Mail Art Projekt“ ist als Wanderausstellung konzipiert und wird danach als besonderes Zeitdokument im Stadtarchiv Dresden aufbewahrt. Die Bilderrahmen wurden aus Mitteln der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen finanziert. Für den geplanten Katalog zur „Postkarten-Kunst“ werden noch Sponsoren gesucht. Eine Spendenbüchse steht bereits in der Stadtgalerie. Die Ausstellung ist noch bis 22. Mai in der Stadtgalerie Radebeul zu sehen.

Texte + Fotos (lv)

Geöffnet: Di., Mi, Do von 14 – 18 Uhr, So von 13 – 17 Uhr,


Neue Ausdrucksformen & herausragendes Zeitdokument: der Radebeuler Stadtgalerist Alexander Lange (Bildmitte) und die Initiatoren Petra und Burkhard Schade betrachten die einfallsreich bemalten, beklebten und beschrifteten Postkarten, oft schon wahre Objektkunstwerke.

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„Aufgetaucht“ – Lesung der Schreibwerkstatt von Michael G. Fritz im Erich Kästner Haus für Literatur

25 Montag Apr 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

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Bühne frei für neue literarische Stimmen!

Die Schreibwerkstatt des Schriftstellers Michael G. Fritz zählt zweifelsfrei zu den Konstanten im Erich Kästner Haus für Literatur. Ihr gehören nicht nur junge literarische Stimmen, sondern auch bereits etablierte Autorinnen und Autoren an. Am kommenden Dienstag, 26.04., um 19 Uhr stellen Mitglieder der Schreibwerkstatt ihre Texte dem interessierten Publikum vor.
Musikalisch wird die Lesung von den „Waldmüslikanten“ begleitet.

Der Eintritt zur Lesung ist frei.

 

Text: Florian Ernst

Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.
Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087

kontakt@kaestnerhaus-literatur.de
www.kaestnerhaus-literatur.de

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Ein Fall für den Osterhasen: Die „Osterlüge“ im Lügenmuseum

16 Samstag Apr 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Film, Kultur, Lebensart, Projekte

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Jede Menge kunstvoller Überraschungen locken auch zur Osterzeit im Lügenmuseum Radebeul. Sir Richard alias Reinhard Zabka empfängt die kleinen und großen Besucher.

Turbulente Entdeckungsreise

Zum Frühstück hören die Direktoren des Lügenmuseums ihren Lieblings-Crime-Podcast, wunderbar. Doch plötzlich fliegt ihnen ihre wohlgehütete Vergangenheit um die Ohren und ein actionreicher Höllentrip beginnt. An diesem Tag kommt alles anders, ihr harmonisches Leben gerät aus den Fugen, und sie stecken mittendrin in der Handlung eines Tatort-Krimis aus Radebeul. Es geht darin um eine Himmelsscheibe, ein Loch aus der Zauberflöte von Mozart und um den Untergang der Titanic. Was will man mehr? Sie sind begeistert, bis ihnen klar wird, dass alles in ihrem eigenen Hause passiert. Die Besitzer wollen den Gasthof verkaufen und im Kellergewölbe aus dem 12. Jahrhundert holt sie plötzlich die von ihnen sorgsam verdrängte Geschichte ein.

Bis zum Ende des Krimis kann das Lügenmuseum in Radebeul noch besucht werden.

In den Osterferien täglich von 13 – 18 Uhr

Mithilfe eines labyrinthischen Begebenheitsknäuels entfaltet das Lügenmuseum eine eigentümlich schwebende Bedeutung. Damit lernen die Besucher nicht nur etwas über zeitgenössische Kunst und Sensibilität, sondern auch über sich selbst. Eine Art träumender Rezeptionshaltung ist der nachhaltigste Gewinn, der durch die Auseinandersetzung mit diesem geheimnisvollen Ort zuwachsen kann.

Text + Foto:

Reinhard Zabka

Lügenmuseum
Kötzschenbrodaer Str. 39
01445 Radebeul / Dresden
+49 176 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de

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Ausstellung „Goldhelm – Schokolade & Kunst“ von Alex Kühn bei art + form

06 Mittwoch Apr 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Projekte

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Ein Augenschmaus für die Sinne: Johanna Bettle, die Kuratorin der Ausstellung von Alex Kühn mit Bildern & Schokoladenkreationen bei art + form. 
Dreizehn Bildmotive als hochwertige Drucke inkl. einer Schokoladentafel locken zur Auswahl für Kunst- und Genussliebhaber in der Ladengalerie.

Farbenfroher Genuss für Auge und Gaumen

Witzig-fantasiereich und liebevoll gezeichnet und gestaltet werden die Bilder und Verpackungen zu schokoladigen Kunstwerken. Die feinen Kreationen von Alex Kühn sind erstmals in einer Ausstellung in der Ladengalerie art + form in Dresden zu sehen und genießen.

Fliegende Figuren schwirren durch die Luft, tummeln sich auf erlesenen Früchten und landen in einer Creme Bruleé. Der Eiffelturm, Weißbrot und ein Glas Rotwein laden zum Verweilen ein und ein Mann mit Kochmütze und Zwirbelbart schaut verschmitzt auf die Genießeroase. Die Bilder zieren eigentlich Schokoladenverpackungen, jedes für sich fein abgestimmt in Farbe, Geschmacksnuancen und Stimmung. Die ebenso einfalls- wie genussreichen Werke werden nun erstmals öffentlich gezeigt in der Ausstellung „Goldhelm – Schokolade & Kunst“ von Alex Kühn in der Ladengalerie art + form, Bautzner Straße 11/Albertplatz (noch bis 28. April zu sehen).

Die feinen Kreationen des Goldhelm-Chocolatiers Alexander „Alex“ Kühn  sind längst über die Stadtgrenzen Erfurts hinweg bekannt und gefragt.  „Seine Schokoladenverpackungen fallen durch ihre besondere Gestaltung auf, manchmal ist auch ein Gedicht dabei und die Illustrationen sind künstlerisch kleine Meisterwerke“, sagt art + form-Chef Remo Dudek. Daher sind die farbenfroh, originell und fantasievoll gestalteten Schokoladenbilder nun im Großformat in der Ausstellung zu sehen.

Dreizehn Bildmotive kann man als Gicleé Print, hochwertige Drucke und handsigniert, in limitierter Auflage von jeweils 120 Stück und einer Schokoladentafel dazu erwerben. Anlässlich der Ausstellung hat Alex Kühn für art + form eine neue Schokolade, die in die Region passt, kreiert mit fein-herbem Brombeer-Nougat und einem Bild in warmen Rot- und dunkleren Violetttönen. Zu sehen sind außerdem witzige und nostalgische österliche Motive: Hasen, die beschwipst im Eierlikörglas liegen oder sich am Blütenduft berauschen, in ovalen Bildformaten und auf bemalten Ostereiern aus Pappmaché gefüllt mit Pralinen.

Da treffen und verbinden sich verschiedene Geschmacks-Paare und behalten doch ihre Eigenarten wie Brombeere mit Balsamico oder Kirschblüte und Prosecco. „Die Sinnlichkeit der Erfahrung und Geschmäcker lässt sich nicht mit Worten festhalten. Es braucht Bilder dafür. Daher malt er seine Rezepte auf“, weiß Johanna Bettle, die Kuratorin der Ausstellung zusammen mit Remo Dudek, von einem Atelierbesuch bei Alex Kühn in Erfurt. Dort entstand auch das Ausstellungsvideo (ab 10. April unter www.artundform.de) zu sehen. Kühn sagt selbst, dass er seine Schokoladen aus den Geschichten schöpft, die das Leben schreibt. Eine Zutat ist immer dabei: die Liebe.

Detailreich und liebevoll illustriert, sind die Bilder und Schokolade zusammen ein Augenschmaus und kleine Kunstwerke. Alex Kühn, 1973 in Erfurt geboren, ist ein Tausendsassa, er zeichnet, spielt Musik und liebt schöne Dinge. Er ist gelernter Grafiker, Gourmet und Genießer, der schon in vielen  Küchen dieser Welt gekocht hat. Seit 2005 stellt Kühn handgefertigte Schokoladen in eigener Manufaktur im Zeichen des Goldhelms her. Er vertreibt sogar ein eigenes Bier für Craftbierkenner nebst Bierschokolade mit leichter Aprikosen-Marillennote. „Man sollte sich Schokolade nicht nur für einen schönen Moment aufheben. Vielleicht wird ja durch die Schokolade der Moment schön“, sagt Alex Kühn.

Text + Fotos (lv)

http://www.artundform.de


Bilder als Vorlagen für Rezeptideen & schokoladige Kunstwerke: Der gelernte Grafiker, Gourmet und Genießer Alex Kühne bei der Arbeit.

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Unterwegs: Im Freizeitpark & kreativen Erlebnisort Oskarshausen in Freital. Verlosung von drei Familien-Tickets für meinwortgarten-Leser! & Die Gewinner

02 Samstag Apr 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Handwerk live erleben & selbst ausprobieren: Oskar (4) aus Heidenau fertigt seinen ersten Osterhasen aus Holz bei Drechsler Jürgen Heyne. Am 10.4. kommt er wieder in die Holzwerkstatt in Oskarshausen.

Oskar mag handgefertigte Sachen und taucht in vielerlei Gestalt auf im Freizeitpark Oskarshausen: „Im Vordergrund steht das generationsübergreifende Erlebnis der Besucher“, sagt Theresa Tamme, Leiterin des Freizeitparks, bei einem Rundgang.

Ein gedrechselter Hase für Oskar

Viele kreative Angebote wie Oster-Basteleien für kleine und große Besucher, Abenteurer und Tüftler locken im Freizeitpark Oskarshausen in Freital.

Vor einer grauen Mauer schwappt gelbe und rote Farbe aus großen Dosen herab. Oben guckt ein Junge mit Käppi und Pflaster an der Stirn neugierig hervor am Eingang von Oskarshausen. Die Figur taucht immer wieder auf in der bunten Entdeckerwelt, die viele Kreativwerkstätten auf 15 000 Quadratmetern für kleine und große Besucher, Abenteurer und Tüftler bereithält in dem Areal an der Burgker Straße 39 in Freital. Derzeit dreht sich hier alles um österliche Bräuche wie Ostereier bemalen und verzieren, die auch beliebte Geschenke sind. Hasen gibt es hier nicht nur als Nascherei, sie tummeln sich außerdem zahlreich lustig bemalt, aus Keramik, Porzellan oder Pappmaché gefertigt oder aus Holz gedrechselt in den Regalen und auf Tischen.

Eine Besuchergruppe bemalt gerade mit Hingabe Osterhasen. Sie kommen aus einem betreuten Wohnprojekt der AWO in Grimma bei Leipzig und waren begeistert von ihrem ersten Ausflug nach Oskarshausen, wo sie den Nachmittag mit kreativem Tun verbrachten und anschließend gemütlich Kaffee tranken. Sie wollen wiederkommen. Ein paar Meter weiter steht eine Werkbank mit Holzdach und Regal voller fröhlich fantasievoller Figuren. Bei Drechsler Jürgen Heyne kann man Handwerk live erleben und selbst probieren. Seit der Eröffnung von Oskarshausen 2018 kommt er einmal in der Woche hierher, meist am Wochenende und in den Schulferien am Donnerstagnachmittag. Die Kinder können selbst Dinge drehen und drechseln mit seiner Hilfe und nach Hause mitnehmen. Beispielsweise ein Bäumchen aus Lindenholz oder einen Leuchter aus gedämpftem Ahorn. Zurzeit sind vor allem Hasen gefragt.

Ein Junge in gelbem Pullover sieht die Holzfiguren, im nächsten Moment steht er auf einem Schemel hinter der Werkbank und kurbelt an der Drechselmaschine. Mit Schutzbrille, wo gedrechselt wird, fallen Späne, und eifrig und konzentriert bei der Sache, erfährt der Kleine bei Jürgen Heyne, wie aus einem Holzstück eine Hasenfigur wird. Der Vierjährige heißt auch Oskar und wollte schon deswegen einmal nach Oskarshausen. „Wir sind zum zweiten Mal hier, für ihn war es eine Überraschung und nun können wir auch noch etwas Selbstgemachtes mitnehmen“, erzählt seine Mutter Katrin Steinkrauß aus Heidenau. Letztes Jahr im September waren sie erstmals hier und nach vier Stunden im Freizeitpark schlief Oskar gleich im Auto erschöpft ein. Sie ist froh, dass dieser wieder geöffnet hat. Oskar hat sogar schon einen Werkzeugkasten und mit dem Opa bereits viel gebastelt, erzählt sie. „Mir gefällt, dass die Kinder hier an altes Handwerk herangeführt werden. Viele kennen das gar nicht mehr.“ In der Luft hängt der Duft nach frisch Gebackenem.

In Oskarshausen wird noch traditionell im Holzofen gebacken. Katrin Steinkrauß bäckt ihre Brote selber. Selbstgemachte Sachen brauchen freilich Liebe, Zeit und Geduld, weiß sie. Und das sehen auch die Kinder. In der Drechslerei gibt es auch Bausets zum Zusammenstecken von Figuren wie Maskottchen Oskar oder dem Kleinen Maulwurf. „Im Vordergrund steht bei uns das generationsübergreifende Erlebnis außerhalb der Onlinewelt, dann haben die handgefertigten Dinge auch eine andere Wertigkeit für die Besucher“, sagt Theresa Tamme, Marketingleiterin in Oskarshausen. Nach der schwierigen Corona-Zeit sei der Wunsch nach Freizeitbeschäftigung und einer Auszeit vom Alltag groß, so dass auch wieder mehr Besucher kämen. Darunter viele aus Dresden und dem Umland bis aus dem Spreewald, die dieses Ausflugsziel für alle Generationen gern nutzen.

Neben den Kreativwerkstätten, dem Entdeckermarkt und der Naschfabrik gibt es hier einen Außenbereich mit über 50 Attraktionen, vom Kettenkarussell über eine Riesenwellenrutsche, Reifenrodelbahn, Wolkensprungturm und Seifenblasenfabrik bis zum Grusel- und Limolabyrinth. Außerdem locken wechselnde Ausstellungen, kann man noch bis Ende Mai in eine fantastische „Illusionswelt“ mit über 50 Kulissen und Fotomotiven eintauchen, sich z.B. in die Arme eines Riesengorillas begeben, durch einen magischen Weltalltunnel gehen oder in einem Blütenmeer vervielfacht durch Spiegel umherwandeln. Kreativen Osterschmuck aus Keramik bemalen und gestalten kann man täglich noch bis 8. April und Drechseln zu ausgewählten Terminen.

Text + Fotos (lv)

Nächste Termine bei Drechsler Heyne: 2., 10.4., am Gründonnerstag, 14.4., Ostermontag am 18.4. und am 21.4., jeweils von 13 bis 17 Uhr.

Na, neugierig geworden?

Verlosungs-Aktion: Drei Familientickets für Oskarshausen!

Der Freizeitpark Oskarshausen spendiert dankenswerterweise drei Familientickets für jeweils vier Personen an wortgarten-LeserInnen für einen Besuch zu einem Termin ihrer Wahl. Interessierte schreiben bitte mit Namen und PLZ eine mail an: Lilli.Vostry@web.de

Die drei schnellsten EinsenderInnen gewinnen die Eintrittstickets. Gilt ab sofort!

P.S.: Viel Glück und Freude den Gewinnern der Familien-Tickets! Schreibt und schickt mir hinterher gern Eure Eindrücke in Wort und Bild von Eurem Besuch in Oskarshausen ebenfalls an die genannte mail-Adresse.

Die Gewinner

Jetzt stehen sie fest, die Gewinner der drei Familientickets für einen Besuch im Kreativ- und Freizeitpark Oskarshausen (in der Reihenfolge der Einsender):

– Kerstin Dähne, Radebeul
– Familie Henze, Dresden
– Familie Harras, Priestewitz

Herzlichen Glückwunsch! Viel Freude + schöne Erlebnisse in Oskarshausen.

Die Familientageskarten werden auf dem Postweg zugestellt.

http://www.oskarshausen.de

In der Naschfabrik von Oskarshausen


Fantastische Illusionswelt: meinwortgarten-Inhaberin Lilli Vostry vergnügt in den Armen eines sanften Riesengorillas vor romantischer Dresdner Altstadtkulisse.

Magischer Weltalltunnel


Zauberhaftes Blütenmeer.

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Unterwegs: Schloss Burgk in Freital hat eine großartige Kunstsammlung & eine Schaubergwerksanlage

02 Samstag Apr 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Theater, Unterwegs

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Kulturelle Oase abseits vom Großstadttrubel: Im Innenhof von Schloss Burgk kann man gemütlich entspannen und feinen Kuchen und Eis aus dem Schlosscafé genießen. Zu Ostern lockt hier ein mittelalterliches Spektakel, außerdem neue Ausstellungen, Theater Open Air und Kunstperformances, erzählt Kristin Gäbler, die neue Schlossherrin von Burgk.


„Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden“, so heißt eine Ausstellung mit Malerei des großen Dresdner Impressionisten, die ab 31. Juli in den Städtischen Sammlungen Freital auf Schloss Burgk zu sehen ist. Kristin Gäbler vor einem Bild des Künstlers.


Bergbaugeschichte erkunden können Besucher in der nach zwei Jahren wieder öffnenden Bergbauschauanlage, die sich hinter dem Schloss Burgk in einem schönen Landschaftspark befindet. Ab April gibt es hier wieder Führungen. Außerdem die Ausstellung „Ins Licht“ – Streifzüge durch die Bergbaufotografie im Döhlener Becken (noch bis 18. April zu sehen.)

Mittelalterliches Osterspektakel und Freiluftmalerei für alle

Reichlich Kulturerlebnisse locken nach der Corona-Pause wieder auf Schloss Burgk in Freital.

Die Frühlingssonne taucht den Schlossinnenhof in warmes Licht. Vögel zwitschern in den hohen alten Bäumen. Draußen vor dem Schlosscafé sitzen einige Besucher gemütlich bei Kaffee und Kuchen und am Eisausschank steht schon eine Schlange. Nach dem coronabedingt langen Winterschlaf locken jetzt auf Schloss Burgk in Freital auch wieder reichlich kulturelle Angebote. Im prall gefüllten Programm stehen neue Ausstellungen, Kunstperformances, eine Freiluftmal-Aktion für alle im Sommer, ein Theater-Open-Air der Gruppe Spielbrett aus Dresden mit Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ (11.6., 20 Uhr), der Dokfilm „Freital 2018“ mit anschließendem Gespräch mit dem Dokumentarfilmer und Journalist Axel Kaspar (3.4., 11 Uhr, Festsaal auf Schloss Burgk), Vorträge zur Bergbaugeschichte und Führungen durch die im April wieder öffnende Bergbauschauanlage.

Zu Ostern gibt es im Innenhof von Schloss Burgk ein mittelalterliches Spektakel, das zusammen mit dem Projektzentrum Dresden veranstaltet wird vom 16. bis 18. April. Mit historischen Buden, umherwandelnden Spielleuten, Jongleuren und Kinderreiten durch den Schlosspark. „Wer im Kostüm erscheint, bekommt vergünstigten Eintritt“, sagt Kristin, Gäbler. Sie ist seit einem Jahr die Leiterin der Städtischen Kunstsammlungen auf Schloss Burgk. Den Wechsel von der Städtischen Galerie in Dresden, die sie als Museologin zusammen mit dem Direktor Gisbert Porstmann aufbaute, hierher sieht sie als Herausforderung. Sie sei mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen. Auf Schloss Burgk ist Kristin Gäbler nun die Chefin. Freital habe eine hervorragende Kunstsammlung. Da die Chefstelle zugleich die Kuratorenstelle für die Kunst sei, kann sie auch über die Ausstellungen entscheiden. Kristin Gäbler ist Spezialistin für Dresdner Kunst und kennt ihren Vorgänger Rolf Günther gut, der nun pensioniert ist. Mit ihm habe sie viele Ausstellungen, Bilder und Fachwissen ausgetauscht.

Ihre erste kuratierte Ausstellung bei den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk war im Frühjahr letzten Jahres eine große Schau mit Freitaler Kunst im weitesten Sinne, von den Anfängen 1921 bis zur Gegenwart. Mit Arbeiten von Matthias Jackisch, Wolfgang Petrovsky, Olaf Stoy, Peter Fritsche u.a., Künstlergesprächen und weiteren Aktionen. „Es war immer voll“, sagt sie. 18 Tage war die Ausstellung geöffnet, die eigentlich bis Juni zu sehen sein sollte. Dann kam die Schließung im zweiten Lockdown der Corona-Pandemie. „Das war natürlich schade und es kamen auch Besucher, die dies sehr bedauert haben.“ Einen Tag lang war Schloss Burgk rot angestrahlt, wie viele andere Kulturstätten in der Region, um gegen die Schließung von Kultureinrichtungen zu protestieren. Im Herbst konnten die Besucher dann am Denkmalstag erstmals auf den Schlossturm von Burgk hochsteigen, die historische Uhr sehen und aufziehen, die alten Kamine, Schornsteine und Lamellenfenster betrachten. Fünf Leute pro Stunde durften hinauf. “Das war ein großer Erfolg, daher wollen wir die Turmbesteigung dieses Jahr wiederholen“, so Kristin Gäbler. Die Weihnachtsausstellung mit historischem Blechspielzeug und Eisenbahnen konnte leider nicht in der Adventszeit öffnen, wurde aber bis Ende Januar verlängert.

Die nächste große Personalausstellung in den Städtischen Sammlungen Freital zeigt unter dem Titel „Idylle“ Malerei von Jochen Fiedler, einem Kuehl-Nachfolger, ab 8. Mai bis 3. Juli. Danach sind ab 31. Juli Werke des großen Dresdner Impressionisten Gotthardt Kuehl zu sehen. Parallel zur Ausstellung startet die Freiluftmalaktion „Guck! Mal!“, bei der fünf goldene Bilderrahmen im Schlosspark stehen werden, durch die jeder gucken und mit Pinsel, Farben und Stiften auf Leinwand und Papier das Gesehene – ob Bäume, ein Denkmal, Wolken, ein Schloss oder ein Gesicht – festhalten kann. Die Bilder können bis 9. Oktober an der Museumskasse abgegeben werden. Alle Arbeiten des Mal- und Zeichenwettbewerbs werden im Schloss gezeigt und eine Jury aus Künstlerinnen, Museumsleuten und „Freitaler Prominenz“ kürt das schönste Bild mit Preisverleihung am Abschlusstag am 16. Oktober, um 15.30 Uhr. Außerdem startet eine „Taschenlampenführung“ für Kinder durch die Kunstsammlung mit
Steffen Petrenz am 30. Juni., um 14 Uhr und eine Führung für die Großeltern mit Kristin Gäbler. Unter dem Motto „Sommer Kunst und Kuchen“ wird ab 21. Juni, 14.30 Uhr, immer dienstags zum Bilder-Plausch vor dem Schlosscafé eingeladen. Dort gibt es hervorragenden, feinen Kuchen, weiß Kristin Gäbler.

“Wir hoffen, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist mit unserem Angebot und sind dankbar, dass die Stadt sich auch während der schwierigen Corona-Zeit zu den Städtischen Sammlungen bekennt und uns unterstützt.“ Die Mindereinnahmen infolge von fehlenden Besuchern und Eintrittsgeldern würden über den allgemeinen Haushalt ausgeglichen, sagt Matthias Weigel, Pressesprecher der Stadt Freital. Die genaue Summe lasse sich schwer abgrenzen. Ein Blick auf die Besucherzahlen in den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk verdeutliche die Situation am besten: 23 715 Besucher kamen 2018, im Jahr darauf erhöhte sich die Zahl auf 24 505, mit Beginn der Corona-Einschränkungen im Jahr 2020 sank die Besucherzahl auf 11 848 und 2021 nochmals auf 10 040 Besucher. „Wenn die Corona-Regeln ab April wegfallen, hoffen wir, dass dann alles stattfinden kann“, sagt Kristin Gäbler zuversichtlich.

Text + Fotos (lv)

http://www.freital.de/museum

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Vortrag & Hilfsaktion für Ukraine: „Verfeindete Brüder. Das russisch-ukrainische Verhältnis im Verlauf der Geschichte und der aktuelle Krieg in der Ukraine“

31 Donnerstag Mär 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Projekte, Zwischenmenschliches

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Nachdenken über die Bilder des Krieges und Spendenaktion für eine Frühgeborenen-Station in Kiew

Der Vortrag „Verfeindete Brüder. Das russisch-ukrainische Verhältnis im Verlauf der Geschichte und der aktuelle Krieg in der Ukraine“ mit Oberstleutnant Holger Hase, Vorsitzender des Denk Mal Fort! e. V. findet am 6. April, um 18 Uhr in der Gedenkstätte Bautzner Straße statt. In einer Villa gegenüber lebte Putin übrigens als ehemaliger KGB-Offizier während der Stationierung russischer Truppen in Dresden in der DDR bis zur Wende. Die Gedenkstätte Bautzner Straße spendet Eintrittsgelder an Kiewer neonatologische Klinik.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Bautzner Straße sind zutiefst betroffen von den gegenwärtigen Ereignissen in der Ukraine. Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Putins und fordern eine sofortige Beendigung. Tausende unschuldige Zivilisten wurden verletzt oder getötet, Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Auch das Undenkbare passiert: Krankenhäuser und Geburtsstationen werden bombardiert. Menschenrechtsverletzungen stehen auf der russischen Tagesordnung.

Es ist schwer, einfach nur hilflos zuzusehen und wir möchten den Ukrainerinnen und Ukrainern unsere Solidarität zusichern, indem wir die blau-gelbe Flagge mit den ukrainischen Nationalfarben an der Gedenkstätte anbringen. Wir wollen aber nicht nur dieses Zeichen setzen, sondern auch finanzielle Hilfen leisten. So werden am Mittwoch, dem 6. April 2022 alle Eintrittsgelder gespendet, die in der Gedenkstätte Bautzner Straße gezahlt werden.

 Ebenfalls am 6. April  wird um 18 Uhr zur Informationsveranstaltung „Verfeindete Brüder. Das russisch-ukrainische Verhältnis im Verlauf der Geschichte und der aktuelle Krieg in der Ukraine“ eingeladen. Oberstleutnant Holger Hase, Vorsitzender des Denk Mal Fort! e. V., wird die Bilder des Krieges, die uns täglich in den Nachrichten erreichen, unter einer militärischen Perspektive versuchen einzuordnen und die historische Entwicklung und Staatengründung der Ukraine im 20. Jahrhundert darstellen.

Die eingenommenen Spenden sollen den kleinsten und schutzbedürftigsten Menschen zugutekommen. Über die deutsche Stiftung Kranke Neugeborene (DSKN) wird Geld gesammelt für dringend benötigte Medikamente und weiteres medizinisches Zubehör zur Versorgung kranker Neugeborener und Frühgeborener in einer neonatologischen Einrichtung in Kiew. Der Verein „Apotheker ohne Grenzen“ organisiert den Transport und die Verteilung der Hilfsgüter. Da die Frühgeborenen-Station mittlerweile auch den Angriffen zum Opfer gefallen ist, werden die Kinder im Keller versorgt und der Hilfsbedarf ist akuter denn je.

Deutsche Stiftung Kranke Neugeborene: www.DSKN.org

Spendenkonto:
Deutsche Stiftung Kranke Neugeborene
Bank für Kirche und Caritas eG
IBAN: DE79 4726 0307 0043 9400 00 | BIC: GENODEM1BKC

Text: Dr. Christine Bücher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden
Bautzner Straße 112a
01099 Dresden

Home: www.stasihaft-dresden.de

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Das Geburtstagskonzert zum 50. von Jazzposaunist Micha Winkler wird nachgeholt & Programm mit dem Dresden Swing Quartett und dem Sänger Gunther Emmerlich

31 Donnerstag Mär 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Musik, Projekte

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Vielseitig musikalisch unterwegs: der Posaunist Micha Winkler.

Leidenschaft für Klänge von Jazz bis Polka

Das krankheitsbedingt ausgefallene Geburtstagskonzert von Micha Winkler wird am 9. Juli nachgeholt. Am 31. März, um 20 Uhr begleitet er mit seinem „Dresden Swing Quartett das Programm „fortgeschritten“ von Gunther Emmerlich im FriedrichstaTT Palast am Wettiner Platz 10 (Eingang Jahnstraße) in Dresden.

Wenn Töne in aller Fülle funkeln, flüstern, hüpfen, springen oder quietschen, ist Micha Winkler ganz in seinem Element. Mit Posaune, Tuba, Trompete und Loop-Station begleitet er klangreich Kabarettisten und Geschichtenerzähler, leitet und spielt er erfolgreich in verschiedenen Bands. Der Jazzposaunist und Multimusiker Micha Winkler wollte am 19. März seinen 50. Geburtstag mit einem Konzert mit seiner „Dresden Bigband“ sowie musikalischen Freunden und Künstlerkollegen im FriedrichstaTT Palast  feiern, Daraus wurde krankheitsbedingt leider nichts.

Dafür begleitet Winkler mit seinem „Dresden Swing Quartett“ am 31. März, um 20 Uhr im Programm „fortgeschritten“ den populären Sänger und Entertainer Gunther Emmerlich, der Heiteres, Interessantes und zuweilen auch Besinnliches aus seinem bewegen Künstlerleben liest und auch den oder anderen Ohrwurm mitswingt mit seiner Bassstimme.

Mit zehn Jahren begann Winklers Musikerlaufbahn, kam er beim Meißner Pionierblasorchester in seiner Heimatstadt erstmals mit der Posaune in Berührung. „Die Verteilung der Instrumente ging nach dem Alphabet und bei W waren nur noch Posaune und Tuba  übrig“, erzählt Winkler schmunzelnd. Eigentlich wollte er Klarinette oder Trompete spielen wie sein Vater. Mit vierzehn gründete Winkler mit Gleichgesinnten seine erste Jazzband. „Wenn die anderen zur Disco gingen, spielten wir mit dem Orchester Konzerte. Der Orchesterleiter Siegfried Göckert war Musiker bei den ,Dresdner Tanzsinfonikern`. Dadurch habe ich mich auch früh mit dem Jazz- und Swing-Virus infiziert.“

Und das ließ ihn nicht mehr los. Als Winkler über Wochen einen Ton, das „F“, übte, fragten die Nachbarn seine Eltern, ob sie jetzt ein Schaf hätten?! Sie erwiderten: „Nee, unser Sohn spielt Posaune!“ Es braucht Zeit, Erfahrung und nicht zuletzt die körperliche Statur, bis es schön klingt, weiß Winkler. Er studierte fast zehn Jahre Jazzposaune, Arrangieren und Komposition bei den Professoren Hans Hombsch, Henry Walther und Rainer Lischka an der Dresdner Musikhochschule und danach in der Meisterklasse als Posaunist bei Prof Jiggs Wigham in Berlin, der als Jazzposaunist bei der Rias-Bigband spielte. Der schwedische Posaunist Nils Landgren ist ein großes Vorbild für Winkler. „Da er vielen Menschen Zugang zu Jazz gewährt, der sonst immer noch zu avantgardistisch erscheint.“

Micha Winkler zeigt, dass es auch  anders geht. Seine Posaune kann schmissig schmettern, feurig oder erhaben feierlich klingen. Und die Posaune kommt der männlichen Stimme am nächsten mit ihrem kräftig warmen Ton. Winkler ist vielseitig musikalisch unterwegs, seit 2008 vorwiegend als Musiker und Bandleader mit eigenen Projekten, darunter mit Sänger Gunther Emmerlich und dem „Dresden Swing Quartett“. Emmerlich ist auch der Ehrenpräsident des Fördervereins im FriedrichstaTT Palast. Mit der Jindrich Staidel Combo spielt Micha Winkler fröhlich mitreißende Musik, Jazzpolka.

„Meine Leidenschaft ist es, verschiedene künstlerische Genres, Stile und Menschen zu verbinden“, so Winkler. Wie im Großprojekt „Jazzmaschine“, wo mehrere Musiker eine Installation aus Schrott bespielten Kurz vorm Lockdown letztes Jahr im Oktober brachte Winkler noch ein Programm „Diktator Alligator“, die anrührende Lebensgeschichte eines Krokodils im Moskauer Zoo, mit dem Autor Francis Mohr  heraus. Jetzt steht der FriedrichstaTT Palast wieder offen, dessen Mitbetreiber und musikalischer Leiter Micha Winkler an der Seite von Schauspielerkollege Thomas Schuch seit 2019 ist.

Das Geburtstagskonzert wurde auf den 9. Juli verlegt, wo Künstlerkollegen und Weggefährten Micha Winkler nachträglich musikalisch gratulieren und mit ihm zusammen eine reichliche Ladung Swing und Jazz auf die Bühne bringen werden. Mit Blick auf`s neue Lebensjahrzehnt sagt Micha Winkler: „Mit 50 mache ich nur noch, was Spaß macht!“ Gerade erschienen ist seine erste CD mit eigenen Songs, erhältlich im FriedrichstaTT Palast und über seine Webseite www.michawinkler.de

Text + Foto (lv)

http://www.dresdner-friedrichstatt-palast.de

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Weltlügenball am 1. April im Lügenmuseum Serkowitz & Verlust des einzigartigen Kulturortes droht durch Verkauf des historischen Gasthofs

29 Dienstag Mär 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Zwischenmenschliches

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Ein Huhn als Kunstanstifter. Collage von Reinhard Zabka, 1993

Ort der Wunder und Träume – das Lügenmuseum ringt ums Überleben

Das Lügenmuseum wird zweiunddreißig und lädt KünstlerInnen und Kunstbegeisterte zum Weltlügenball am 1. April, ab 19 Uhr in das fantasievolle Reich im historischen Gasthof in Serkowitz ein. Die Betreiber Reinhard und Dorota Zabka hoffen auf viele UnterstützerInnen zum Erhalt dieses außergewöhnlichen Kulturortes in Radebeul.


Das Lügenmuseum bewarb sich 1995 um eine Mitgliedschaft im Museumsverband des Landes Brandenburg. Die Direktorin war ein Huhn, die Mitglieder der Jahresversammlung brachen in schallendes Gelächter aus und nahmen es auf! Der Verband schätzte den innovativen beispielhaften Unruheherd in der Provinz, der Preise und Stipendien erhielt.

1980 hatte der Künstler Reinhard Zabka in einer verfallenden Bauernkate im sumpfigen Rhinluch sein Sommeratelier errichtete als Rückzugsort von der Prenzlauer Berg Szene. Den Traum des damaligen Bundeskanzlers von einem Deutsch Historischen Museum in Berlin träumte er weiter als Wahres Deutsch Historisches Lügenmuseum in den blühenden Landschaften der brandenburgischen Provinz. Zum internationalen Weltlügentag 1990 eröffnete er sein eigenes Museum.

Der ästhetische Widerstand im Lügenmuseum verunsichert den vertrauten Blick auf die Welt. Sand im Getriebe kehrt der selbstgefälligen Zeit den Rücken. Egal, was die Zeitgenossen urteilen, aber in hundert Jahren sollte es noch existieren. In Sachsen 2012 gestrandet, stieß diese einzigartige Kulturinitiative auf begeisterte Besucher allen Alters, sie lieben diesen außergewöhnlich erfrischenden Kulturort. Der Bürgermeister hatte angeboten, das Lügenmuseum in den verfallenden Gasthof einzuziehen zu lassen, um es aus einer Notlage zu befreien. Nach zehn Jahren Sanierung und Aufbau eines einzigartigen, hochkomplexen Museums steht wieder eine Notlage ins Haus.

Der historische Gasthof soll verkauft werden. Das kulturelle Erbe verliert auf dem Immobilienmarkt seine öffentliche Zugänglichkeit. So ist unklar, ob das Lügenmuseum seinen 33 Geburtstag noch in Radebeul feiern kann.

Text: Reinhard Zabka

Weltlügenball
1. April 2022, 19 Uhr
Lügenmuseum Serkowitz

Bitte helft das Lügenmuseum und sein Domizil zu retten!

Liebe Freunde des Lügenmuseums,

Als wir vor etwa vierzig Jahren den Kitsch aus Müllcontainern sammelten, da wollten wir uns nur über uns selber lustig machen. Es entstand ein Museum von hohem Schauwert und überregionaler Ausstrahlung. Dies soll nun durch den Verkauf der Immobilie obdachlos werden.

Bitte unterschreibt unsere Petition und leitet sie weiter

https://www.openpetition.de/!luegenmuseum

Das Lügenmuseum wird 32, Das feiern wir am internationalen Weltlügentag

https://youtu.be/JbLIrteVFOA

Es danken Euch herzlich: Dorota und Reinhard Zabka

Lügenmuseum
Kötzschenbrodaer Str. 39
01445 Radebeul / Dresden
+49 176 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de

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Theater Junge Generation lädt geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche zum Theaterspielen ein

18 Freitag Mär 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Orr der Begegnung für „Phantastische Welten“: Das Theater-Spiel-Angebot wird bereits rege genutzt im Theater Junge Generation. Foto: Marco Prill

Wöchentliches Theater-Spiel-Angebot für geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche im tjg.

Ab sofort gestaltet und betreut das tjg. theater junge generation in Kooperation mit dem Kolibri – Kinder- und Elternzentrum e.V. an zwei Vormittagen in der Woche ein Theater-Spiel-Angebot für geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche. Vier Theaterpädoginnen der tjg.-Theaterakademie und weitere Mitarbeiter*innen des Hauses laden die Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren, die über den Kolibri e.V. ins Theater kommen, ein, gemeinsam mit ihnen in zwei alterspezifischen Gruppen Theater spielen, Geschichten zu erfinden oder mit Bewegung und Tanz die Bühne zu erforschen.

Das Thema „Phantastische Welten“ bietet einen Ort der Begegnung und der Gemeinschaft sowie die Möglichkeit methodisch vielfältig und sprachlich niedrigschwellig in einen szenischen Austausch miteinander zu treten. Bereits zu den ersten beiden Angeboten kamen mehr als 60 Kinder und Jugendliche.
In einem Statement des Theaters zu den Ereignissen in der Ukraine heißt es: „Die Mitarbeiter*innen des tjg. fühlen sich allen Kindern und Jugendlichen dieses Landes verbunden und werden ganz besonders denen beistehen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten und bei uns Schutz suchen.“ Mit dem neuen Theater-Spiel-Angebot möchte das Haus dazu einen Beitrag leisten.

Text: Norbert Seidel

tjg. theater junge generation
Kinder- und Jugendtheater Dresden
~ theatre for children and young audiences
Kraftwerk Mitte 1
~ 01067 Dresden
Postanschrift
~ Postfach 12 00 20 ~ 01001 Dresden
Tickets und Info +49 351 3 20 42 777
~ tjg-dresden.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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