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Kategorien-Archiv: Projekte

Weltlügenball per Livestream & Ostern to go mit Überraschungen aus dem Lügenmuseum

31 Mittwoch Mär 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Film, Kultur, Lebensart, Projekte

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Zum Weltlügenball am 1. April gibt es einen Livestream,19 Uhr

https://youtu.be/m-hWa7jsTzk

Danach geht es weiter:
19.50 Uhr, MDR, Außenseiter Spitzenreiter/Spezial, eine Sendung aus dem Lügenmuseum

OSTERN to go – zum Stubenarrest  kommt das Lügenmuseum zu Dir nach Haus.

In dieser Museumsbox kann der Wandel von der Wunderkammer zum Künstlermuseum, vom Kunstwerk als Sammelobjekt zur Sammlung als Kunstwerk erlebt werden. Als Auflagenkunst enthält es eine Collage, eine Skulptur und andere Kunststücke, eine Gebrauchsanweisung, einen Orientierungsstein und ein Mojo. Das Mojo kam ursprünglich aus Afrika nach Amerika als magisches Objekt. Weltweit wurde es bekannt durch Blues-Songs wie: Got My Mojo Working von Ann Cole 1957. Im Mojo ist der Zauber des Lügenmuseums und Sternenstaub, denn die Lüge im Dienste der Wahrheit wäscht den Staub des Alltags von den Sternen.

https://luegenmuseum.de/shop/

Seit dieser Woche ist die neue Website vom Lügenmuseum freigeschaltet. Gefördert vom NEUSTART Sofortprogramm.

Kunstwerk in der Museumsbox             

„Liebe Museumsbesucher, in diesem MUSEUM to go kann der Wandel des Museums von der Wunderkammer zum Künstlermuseum erlebt werden.“ So beginnt ein Brief in einer Museumsbox, die als Museum to go per Post zu seinen Besuchern nach Hause reist.

Künstler eroberten immer wieder neue Formen, sie griffen das als bürgerlicher Fetisch geltende Kunstwerk an, opponierten mit unbrauchbarer Kunst gegen ideologische Kunstausrichtung. Sie erweiterten den Kunstbegriff oder ritten in halsbrecherischem Galopp durch die Moderne hinein in das Künstlermuseum, um fern jeglicher Begrenzungen durch ihr eigenes Paralleluniversum zu schweben. In diesem Museum to go kann nachvollzogen werden, wie aus einem Kunstwerk als Sammelobjekt eine Sammlung als Kunstwerk wird.

Das MUSEUM to go enthält als Auflagenkunst eine Collage, eine Skulptur und andere Kunststücke, eine Gebrauchsanweisung, einen Orientierungsstein auf dem Jakobsweg und ein Mojo. Das Mojo kam ursprünglich aus Afrika nach Amerika als magisches Objekt. Weltweit wurde es bekannt durch viele Blues-Songs wie: Got My Mojo Working von Ann Cole 1957, das oftmals Muddy Waters zugeschrieben wird. Das Mojo enthält den Zauber des Lügenmuseums in Form von Sternenstaub, denn die Lüge im Dienste der Wahrheit wäscht den Staub des Alltags von den Sternen.

Das ganze Leben wird zum Kunstwerk, egal, ob es dadurch besser oder schlechter gerät.

 
Corona ist die ideale Gelegenheit für das Lügenmuseum, sich neu zu erfinden. Mit einer Oster-Edition macht sich eine Milchstraße von Ideen auf den Weg zu seinen Besuchern, direkt nach Hause aufs Sofa. Es führt in die faszinierende Welt von Dingen, die es überhaupt nicht gibt. In der Box finden sich ein Orientierungsstein, ein Lügenmantra, ein Klangobjekt, ein Fragebogen, ein Gästebuch und ein originales Kunstwerk. Das Auspacken begleitet freundlich ein Stück Lebenszeit, regt zum Lachen an und gibt ein bisschen Auftrieb. Eines ist sicher, Kunstobjekte zur eigenen Belustigung steigern sich bei wiederholtem Anblick.
 
Museum to go kann auch als persönliches Orakel genutzt werden: Es gibt Antwort auf jede Frage, die gerade in den Sinn kommt. Es kann auch als Geburtstagsfeier, als Freiflugschein der Fantasie, als Auftakt für eine eigene Kunstsammlung oder als Tankstelle für Lebensinspiration genutzt werden. Zu Ostern ist das Museum to go auch zum Verstecken geeignet.
 

Text + Fotos:

Reinhard Zabka
Lügenmuseum
Kötzschenbrodaer Str. 39
01445 Radebeul / Dresden
+49 176 99 02 56 52
www.luegenmuseum.de 

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Osterwerkstatt Zauberkunst in den Landesbühnen Sachsen

30 Dienstag Mär 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte

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Als Mitglied des Magischen Zirkels von Deutschland (MzVD) ist Oliver Mehl „geprüfter Zauberkünstler“. Seit Gründung der Zauberschule Dresden vor 6 Jahren wird Zauberkunst von ihm im Rahmen von Workshops und Animation an Kinder und Erwachsene weitergegeben. Ausprobieren könnt ihr meine Zauberer gleich hier:  zauberschule-dresden.de/onlinezauberei

Fotos: PR

Was war zuerst, das Ei oder der Zauberer?

Nach der erfolgreichen Zauberwerkstatt in den Februarferien gibt es jetzt auch in den Osterferien eine Zauberwerkstatt. Zeitiges Anmelden ist wichtig.                                                                       

In der Osterwerkstatt mit Zauberer Olivier dreht sich alles ums EI. Zauberhaft lassen wir es verschwinden, erscheinen, wandern, Färben es etc…  Ihr lernt die besten Zauberkunststücke, Techniken und Methoden für Ostern. Einzig den Hasen werden wir nicht verschwinden lassen. Olivier wird mit euch ausgewählte Kunststücke für die kleine und große Bühne einstudieren, mit denen zum Abschluss Familie und Freunde aus allernächster Nähe begeistert und unterhalten werden. Ihr könnt verschiedene Tricks ausprobieren und von den großen Meistern der Täuschungskunst alte Prinzipien kennenlernen. Zaubern macht Spaß. Mit etwas Übung erzielt ihr schnell eure ersten Vorführerfolge und lernt eure eigenen magischen Momente zu gestalten. Wir lernen Bühnengesetze aus Sicht des Zauberers kennen und gestalten gemeinsam ein Programm. Die Winterwerkstatt geht über drei Tage. Am dritten Tag gibt es eine zauberhafte Abschlusspräsentation.

Anmeldung unter: Tel. 0351 8954 299

E-Mail:   junges.studio@landesbuehnen-sachsen.de

Wann: 31. März 2021, immer zwischen 15 und 17 Uhr Abschlussperformance am 1.April 2021 um 15 Uhr

Wo?  Werkstatt des jungen.studios, Theater Radebeul oder online (senfcall.de Raum: zauberschuledresden PW: simsalabim)

 Wer? Alle interessierten Menschen ab 10 Jahren bis max. 14 Jahren  

(Teilnehmerzahl in Präsenz bis 16 Teilnehmer. Online 12  (Mit Warteliste))

Text: Petra Grubitzsch/LB

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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Montagscafé im Kleinen Haus: Der Begegnungsort für Menschen verschiedener Kulturen ist gefährdet

11 Donnerstag Mär 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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Montagsgala digital: Versteigerung origineller Dinge zugunsten des Montagscafés im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Auf dem Bild: Philipp Lux, Schauspieler und Sophia Keßen, Assistentin. Foto: Klaus Gigga


Siebdrucken mit #Rosenwerk im Montagscafé. Foto: Staatsschauspiel Dresden

Kultur und Kochen über den Tellerrand hinaus

Das Montagscafé im Kleinen Haus, das 2015 als Treffpunkt für Geflüchtete und Dresdner startete und inzwischen als bundesweites Vorzeigeprojekt der integrativen Kraft der Kultur gilt, bangt zurzeit um finanzielle Förderung zur Weiterarbeit. Spenden helfen, das Angebot weiterzuführen.

Das Montagscafé am Staatsschauspiel Dresden blickt aufgrund der ausstehenden Entscheidung über die Förderung durch das Programm „Integrative Maßnahmen“ des sächsischen Sozialministeriums in eine ungewisse Zukunft. Mit einem großen Förderantrag, der die Projekte der nächsten drei Jahre absichern würde, steht das Café derzeit auf einer Warteliste, ein kleinerer Antrag, der zumindest das laufende Kalenderjahr abdecken würde, ist noch in Bearbeitung.

Intendant Joachim Klement: „Ich bin äußerst besorgt, dass das Montagscafé, das auch bundesweit als Vorzeigeprojekt der integrativen Kraft der Kultur gilt, derzeit keine feste finanzielle Perspektive hat. Die Einmaligkeit des Montagscafés liegt darin, dass es Menschen verschiedener Kulturen mit den künstlerischen Mitteln des Theaters ermöglicht, sich auf Augenhöhe anzunähern und gegenseitig zu bereichern. Ein solcher Knotenpunkt, als der das Montagscafé als wichtiger Akteur auch von der Stadtgesellschaft wahrgenommen wird, festigt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier wird erprobt, wie Zusammenleben funktioniert mit Menschen, die anders sind, als man selbst. Was ein Wegfall dieses Orts des Austauschs nach sich ziehen würde, kann man nur erahnen.“

Das Montagscafé am Staatsschauspiel Dresden findet jeden Montag im Kleinen Haus statt und ist mit seinem breiten Veranstaltungsangebot längst zu einer zentralen Anlaufstelle und einem Begegnungs- und Verknüpfungsort geworden. Alle Besucher*innen werden hier in künstlerische Praxis und thematische Auseinandersetzung miteinbezogen – stets mit dem Ziel der Selbstermächtigung und Selbstorganisation.

Gegründet wurde das Montagscafé im Jahr 2015. Miriam Tscholl, damals Leiterin der Bürgerbühne, entwickelte die Idee und folgte damit auch der Bitte der damaligen sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Eva-Maria Stange an die städtischen Kultureinrichtungen um eine Reaktion auf die Entwicklungen der Flüchtlingskrise. 2016 wurde das Montagscafé durch Monika Grütters für den „Sonderpreis zur kulturellen Teilhabe geflüchteter Menschen“ nominiert: aus mehr als 150 Vorschlägen hatte eine Fachjury zehn Projekte ausgewählt. Für die Etablierung des Montagscafés als Treffpunkt für Geflüchtete und Dresdner wurde Miriam Tscholl 2017 vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck geehrt.

Für diejenigen, die heute ins Kleine Haus des Staatsschauspiels kommen, hat das Montagscafé als integrativer Ort über alle kulturellen, sozialen oder ökonomische Grenzen hinweg zentrale Bedeutung. 150 Menschen sind es im Durchschnitt, die sich jeden Montag treffen, sich vernetzen und unterstützen und an den vielfältigen kulturellen Angeboten des Cafés teilnehmen.

Um es mit den Worten einer Besucherin zu sagen: „In dem Land, aus dem ich komme, sind viele Dinge für Frauen verboten. Ich hatte also viele Wünsche und viele Träume, als ich nach Deutschland kam. Aber ich wusste nicht, wie ich anfangen kann, wo ich hingehen soll und wie ich neue Leute treffen kann. Das Montagscafé hat mir all diese Dinge gezeigt. Es hat eine riesige Tür zu meinen Träumen geöffnet. Und das hat mich so glücklich gemacht, gerade weil meine ersten Erfahrungen in Dresden nicht so gut waren.“ Dass sie jetzt hier arbeitet und gern in Dresden leben möchte, ist vor allem der integrativen Kraft von künstlerischen, dritten Orten wie dem Montagscafé zu verdanken.

Um das Montagscafé nach Ende des Lockdowns wieder starten zu können, wurde eine Betterplace-Spendenseite unter https://betterplace.org/p86836 eingerichtet.

Text: Gertrud Aringer/Staatsschasupiel Dresden
und Wanja Saatkamp, Projektleitung Montagscafé      

Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Telefon +49 351 4913 755
Fax      +49 351 4913 760

www.staatsschauspiel-dresden.de


Kochen im öffentlichen Raum mit Über den Tellerrand Kochen e.V. auf dem Postplatz, am 4.9.2017. Foto: Sebastian Hoppe

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SandsteinSpiele sucht Mitspieler für neues Stück im Elbsandsteingebirge

11 Donnerstag Mär 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Theater

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Landschaftstheater vor zauberhafter Kulisse: Theaterspaß für klein und groß bei der Inszenierung „Robin Hood“ im Sommer letzten Jahres. Fotos (3) (lv)

Selbst in verschiedene Rollen schlüpfen

Der Verein SandsteinSpiele e.V. sucht Schauspieler und Helfer für ihr Landschaftstheater in Reinhardtsdorf-Schöna.

Ob Hasen, Insekten, James Bond oder Robin Hood – das Ensemble der SandsteinSpiele überrascht seit 2013 seine Zuschauer mit ausgefallenen Bühnenstücken und farbenreichen Kostümen in schönster Naturkulisse der Sächsischen Schweiz. Nachdem sie bereits im letzten Jahr allen Corona-Einschränkungen zum Trotz ihre Inszenierung im „Elbwood Forest“ sprichwörtlich auf die Wiese gezaubert haben, sind die Organisatoren auch in diesem Jahr voller Tatendrang. Am 13. März 2021 erhalten potentielle Schauspieler sowie Helfer hinter den Kulissen in einem virtuellen Informationstreffen die Möglichkeit, alles über die Pläne des Vorstandes zu erfahren und sich für die kommende Spielsaison anzumelden.

Noch ist unklar, ab wann wirklich wieder Theater gespielt werden darf und welche Auflagen die Spieler und das Publikum dafür erfüllen müssen. Doch nach der Erfahrung im vergangenen Jahr zeigt sich der Vorstand optimistisch, auch diesmal wieder ein einwandfreies Hygienekonzept umsetzen zu können. In der letzten Inszenierung zeigten sie bereits, wie man mit spielerischer Leichtigkeit die neuen Regeln mit Leben füllen kann. Kurzerhand integrierten die Spieler die Belehrungen zu Abstands- und Hygieneregeln in ihre Inszenierung. Auch in diesem Jahr zeigt sich das Ensemble aus Reinhardtsdorf-Schöna optimistisch und hat bereits mit der Planung begonnen.

Damit auch die kommende Inszenierung ein voller Erfolg wird, braucht es sowohl Schauspieler in großen und kleinen Rollen auf der Bühne als auch viele helfende Hände im Hintergrund. Gesucht werden Ehrenamtliche, die die Inszenierung musikalisch begleiten, Requisiten auf- und abbauen oder etwa beim Kartenverkauf vor Ort helfen. Gemeinsam schaffen die Aktiven inmitten des Elbsandsteingebirges ein kulturelles Highlight, auf das sich Gäste aus Nah und Fern freuen. Im Gegensatz zum herkömmlichen Theater auf einer festen Bühne sorgen in diesem Landschaftstheater die Felsformationen und Tafelberge der Umgebung für eine beeindruckende Kulisse. Mal wird ein alter Schuppen am Wegesrand zum Heimatmuseum, mal eine Garage zum Büro des britischen Geheimdienstes oder eine Blumenwiese dient als Klassenzimmer der Hasenschule. Zu Fuß wandern die Zuschauer mit ihrem Klapphocker von Spielort zu Spielort und erleben so in den Vorstellungen immer neue Eindrücke und Blickwinkel.

Die Anmeldung zum virtuellen Informationsgespräch am 13. März ist unter der E-Mail-Adresse info@sandsteinspiele.de möglich.

Die Premiere ist zunächst für den 19. Juni geplant. Weitere Aufführungen sollen an folgenden Terminen in 2021 stattfinden: 20.6./26.6./27.6./10.7./11.7./17.7./18.7./24.7./25.7.

Über die Homepage können sich Interessierte für den Newsletter eintragen. Hierüber erfahren sie als erste, wann der Ticket-Vorverkauf startet und können sich die besten Plätze frühzeitig sichern.

Weitere Infos: www.sandsteinspiele.de

Text: Peter Dyroff/meeco Communication Services

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Leipziger Buchmesse: Lesefest & Literaturerlebnisse im digitalen Raum

11 Donnerstag Mär 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Literatur, Projekte

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Leipzig liest extra

Eine Veranstaltung der Leipziger Buchmess
vom 27. bis 30. Mai 2021.

Persönliche Begegnungen mit Autor:innen – trotz pandemischer Regeln. Literatur sichtbar machen – trotz fehlender Plattformen. Blickwinkel aus aller Welt – trotz eingeschränkter Mobilität. Das alles wird es vom 27. bis 30. Mai geben. Dann veranstaltet die Leipziger Buchmesse ein Leipzig liest extra mit Lesungen im Stadtgebiet, der Prämierung herausragender Bücher und digitalen internationalen Begegnungen. Das detaillierte Programm wird Anfang Mai veröffentlicht.

„Wenn der Branche im Moment eines fehlt, dann ist es die persönliche Begegnung“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Nach der Absage der diesjährigen Leipziger Buchmesse haben wir uns daher entschieden, den Fokus in diesem Jahr genau auf dieses persönliche Miteinander zu setzen – natürlich soweit es das pandemische Geschehen zulässt. Leser:innen und Autor:innen sollen sich wieder begegnen, diskutieren, einander inspirieren. Ideen sollen wieder sichtbarer werden. Lasst uns lesen – das ist das Credo für unser Leipzig liest extra. Und darauf freue ich mich sehr.“

Den Kern der Sonderausgabe des Lesefests bilden – sofern es die pandemischen Bedingungen erlauben – rund 300 Veranstaltungen im Leipziger Stadtgebiet. An ausgewählten Orten werden Autor:innen und Leser:innen einander treffen können, natürlich unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen. Um die Lesungen einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen, werden einzelne Veranstaltungen zusätzlich auf der Plattform der Leipziger Buchmesse gestreamt – für alle interessierten Leser:innen zugänglich und kostenfrei.

Auf zwei eigens geschaffenen „Leipzig liest“-Bühnen präsentieren die öffentlich-rechtlichen Programmanbieter die Novitäten des Frühjahrs. So planen MDR und ARD vom 27. bis 30. Mai zahlreiche Literaturerlebnisse im digitalen Raum. Unter anderem startet am 29. Mai von 10 bis 20 Uhr ein Lesemarathon im ARD-Forum in der Alten Handelsbörse. Im Halbstundentakt präsentieren hier Kulturjournalist:innen aus der ganzen ARD Autor:innen und ihre Bücher. Auch das Blaue Sofa ist bei Leipzig liest extra mit einem Sonderprogramm dabei. Das Autorensofa von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat wechselt von der Glashalle in die Kongresshalle am Zoo Leipzig und präsentiert täglich Lesungen und Autor:innengespräche. Diese werden ebenfalls gestreamt und auf der Plattform der Leipziger Buchmesse präsentiert.

Ausgezeichnete Literatur: Preis der Leipziger Buchmesse und Preis zur europäischen Verständigung

Großartige Bücher werden auch in pandemischen Zeiten geschrieben. Die Würdigung dieser Bücher darf daher bei Leipzig liest extra nicht fehlen. Die Verleihung des Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung an Johny Pitts findet am Abend des 26. Mai 2021 in der Nikolaikirche statt. Die Laudatio hält die Lektorin, Verlegerin und Literaturagentin Elisabeth Ruge. Im Rahmen des Festaktes wird zudem der Preisträger 2020 László Földényi coronabedingt nachträglich geehrt. Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr am Freitag, 28. Mai, 16 Uhr vergeben. In der Kongresshalle am Zoo Leipzig werden die Preisträger in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung geehrt. Beide Veranstaltungen werden zusätzlich über die Plattform von Leipzig liest extra gestreamt.

Weitere Preisverleihungen wie der Lesekompass zur Prämierung von Kinder- und Jugendbüchern, der Fantasypreis Seraph, der Kurt-Wolff-Preis für unabhängige Verlage, der prix de lyceens für französische Jugendliteratur und der Sales Award für herausragende verkäuferische Leistungen in der Buchhandelsbranche sind geplant.

Internationale Einblicke trotzt eingeschränkter Mobilität: Common Ground und Portugal

Nie war die Sehnsucht nach internationalen Eindrücken größer. Mit internationalen Lesungen und Diskussionen wirft Leipzig liest extra einen Blick auf die europäische Literatur. Literatur aus Südosteuropa rückt bei Common Ground in den Fokus. Schwerpunkt bildet in diesem Jahr „Archipel Jugoslawien – Von 1991 bis heute“. In digitalen Gesprächen, Diskussionen, Buchpräsentationen, Spiel- und Dokumentarfilmen werden Autor:innen und weitere Akteur:innen dieser Region zur Sprache kommen. Das Programm wird auf der Plattform von Leipzig liest extra gestreamt. Die genaue Umsetzung des ursprünglich geplanten Gastland-Auftritts Portugals „Unerwartete Begegnungen“, in deren Fokus die Präsentation der über 50 Novitäten steht, wird aktuell mit den Organisatoren besprochen. Informationen dazu folgen zeitnah.

Leipziger Autorenrunde: Digitaler Austausch zu aktuellen Herausforderungen

Die Corona-Pandemie hat das Arbeiten der Autor:innen grundlegend verändert. Es fehlt an Austausch und unmittelbarer Reflexion durch das Publikum. Umso mehr hat sich die Leipziger Autorenrunde – eine Kooperation der Leipziger Buchmesse mit Publisher und Community-Konzepter Leander Wattig – in diesem Jahr das Ziel gesetzt, diesen Austausch noch stärker zu fördern. Nach acht Jahren analoger Leipziger Autorenrunde findet diese erstmals digital statt. Am 29. Mai können sich Branchenvertreter:innen im digitalen Raum treffen, um über die drängenden Themen dieser Zeit zu diskutieren.

Bunte Farbtupfer: Manga-Comic-Con mit Community-Aktionen

Wenn die Community der Manga-Comic-Con (MCC) in den letzten Jahren eins bewiesen hat, dann ist es die Tatsache, dass sie bunt und vielfältig ist – eine gelungene Abwechslung in herausfordernden Zeiten. Im Rahmen von Leipzig liest extra präsentiert sich die MCC mit mehreren Community-Aktionen und MCC Kreativ Digital, einer Kunstausstellung im Netz. Detaillierte Infos folgen im April.

Über Leipzig liest extra – eine Veranstaltung der Leipziger Buchmesse
2021 musste die Leipziger Buchmesse aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um dennoch Autoren und Leser zusammen zu bringen, veranstaltet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr ein Leipzig liest extra – mit rund 300 Veranstaltungen im Leipziger Stadtgebiet, Preisverleihungen und digitalen Begegnungen. Ausgewählte Veranstaltungen werden zusätzlich auf der Website der Leipziger Buchmesse gestreamt und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht. #Leipzigliestextra #lbm21

Text:

Julia Lücke
Pressesprecherin Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben

Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

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Was Frauen wollen. Nicht nur zum Frauentag. „Frauenrechte. Von der Aufklärung bis in die Gegenwart“

08 Montag Mär 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar


Der kleine, große Unterschied. Um die Vorstellungen des Mann- und Frauseins einst und heute und den langen Weg bis zur Gleichstellung der Geschlechter geht es im gerade erschienenen Buch „Frauenrechte. Von der Aufklärung bis in die Gegenwart“. (Sandstein Verlag).

Frauenrechte in der Waagschale

Über die Geschichte der Frauenbewegung in der Schweiz erzählt anschaulich und aufschlussreich das Buch „Frauenrechte“ und zeigt auch, dass der Weg zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen noch längst nicht abgeschlossen ist.

Das Titelbild zeigt ein Frauengesicht, dessen Gesichtszüge umrissen, markiert und ausgeschmückt sind mit vielen Paragraphenzeichen. In Rot, der Farbe der Liebe, des Herzens und Lebenssaftes, die zumeist mit Frauen verbunden wird. Konturen erhält das Frauengesicht erst mit den gesetzlich verankerten Rechten. Wie es damit einst und heute bestellt ist, erzählt das Buch „Frauenrechte. Von der Aufklärung bis in die Gegenwart“, herausgegeben vom Schweizerischen Nationalmuseum, Landesmuseum Zürich, erschienen Mitte Februar 2021 im Sandstein Verlag Dresden.

50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz nimmt diese Begleitpublikation zur Ausstellung „Frauenrechte“ des Landesmuseums Zürich die LeserInnen mit auf eine spannende, wissenswerte und bewegende Zeitreise zurück in die Geschichte der Frauenbewegung. Frauenrechte sind Menschenrechte, aber erst seit 1981 sind die Schweizer Frauen in der Verfassung den Männern gleichgestellt. Das Buch zeigt mit anschaulichen Beispielen, illustriert mit Zeitdokumenten wie Urkunden, historischen Porträts von Frauenrechtlerinnen, Fotografien von Demonstrationen, Plakaten und Karikaturen, den langwierigen, mühsamen, teils kuriosen und haarsträubenden Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter auf gesellschaftlicher, politischer, sozialer und persönlicher Ebene in den Beziehungen.

Es wird nacherlebbar, dass Frauenrechte damals wie heute leider nicht selbstverständlich sind, nicht nur in der Schweiz, sondern auch bei uns, immer wieder von jeder Generation neu errungen werden wollen, solange die patriarchalen, männerdominierten Strukturen in der Gesellschaft weiter bestehen und Frauen nicht gleichermaßen Führungsrollen mit ihren eigenen, weiblichen Qualitäten ausüben können.

Die Beiträge hinterfragen den Einfluss und die Grenzen des Rechts zu Themen der Gleichberechtigung. Außerdem wird im Buch „Frauenrechte“ beschrieben, welche teils verheerenden Auswirkungen, von ungleichem Lohn für gleiche Arbeit, finanzieller Benachteiligung beim Erbe bis zu Ausgrenzung von ethnischen Minderheiten, die unterschiedliche Behandlung von Frauen und Männern in den Gesetzestexten auf den Lebensalltag der Schweizerinnen hatte und hat.

Ein Plakat für das Frauenstimmrecht von 1920, das Dora Hauth Tracksler (1874 – 1957) gestaltete und im Museum für Gestaltung Zürich aufbewahrt wird, zeigt eine nackte Frau auf einem galoppierenden Pferd. In der Hand hält sie eine Waagschale, auf der eine Frau und ein Mann sich die Hand reichen.

Wie weit der Weg dahin war, verdeutlicht ein Beitrag im Buch über den Ausschluss der Frauen aus den Kantonsverfassungen der Schweiz im 19. Jahrhundert mit der Überschrift und unglaublichen Feststellung: „Weiber sind auch Menschen“! Frauen wurden von den damaligen Gesetzgebern gar als „Halbthiere“ angeschrieben.

Das Buch versammelt Beiträge von zwölf Autorinnen, darunter Historikerinnen, Juristinnen und eine Philosophin, die Fragen nachgehen wie „Ob die Frauen auch zum Volk gehören?“, „Als Frau dem Haupt der Gemeinschaft unterstellt“ zu Ehe- und Erbrecht, „Der hohe Preis der Freiheit“, „Das Recht auf Arbeit von Fall zu Fall“, „Nach der Heirat ausgebürgert“ über ausgewiesene Schweizer Jüdinnen in der Zeit des Nationalsozialismus bis zur „Erhaltung des Weiblichen im Weibe“, wo sich Frauen gegen das Frauenstimmrecht aussprachen. Da sie die Rollentrennung von Männern und Frauen im Alltag und natürliche Geschlechterdifferenz als gegeben ansahen und die politische Gleichberechtigung ablehnten aus Sorge, was dann aus der Weiblichkeit würde.

Die Bilder lockern die teils etwas trocken sachlichen Formulierungen und reichlich Fachbegriffe etwas auf. Wie das Foto aus den 1960er Jahren von einer Menschensammlung, fast ausschließlich Männer, auf einem Platz mit Säulenportal. Ein Polizist verweist die einzige Frau, die sich bei ihrem Mann untergehakt hat, vom Gelände. Oder die Farbfotografie von 2009 mit drei freudestrahlenden Frauen mit Blumen in den Händen. Es war das erste Mal, dass Frauen in die höchsten politischen Ämter in der Schweiz gewählt wurden. Dank den vielen Streiterinnen für Frauenrechte vor ihnen! Wie Gleichberechtigung im Alltag aussieht, haben wir alle, jeder Mann und jede Frau selbst in der Hand.

Text (lv)

Frauenrechte
Von der Aufklärung bis in die Gegenwart
Herausgeber: Schweizerisches Nationalmuseum, Landesmuseum Zürich
88 Seiten, 37 meist farbige Abb.
24 x 17 cm, Klappenbroschur
Erscheinungsdatum 22.2.2021
Sandstein Verlag
ISBN 978-3-95498-598-2
18 €
https://verlag.sandstein.de/detailview?no=98-598


Herzlichen Glückwunsch allen Frauen und Mädchen zum Internationalen Frauentag! Lebt Eure Träume! (Schreibt mir gern wie diese aussehen und wie Ihr Euer Frausein feiert…)

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Theater Junge Generation Dresden mit Projekt „Update – Spielerisch Game Theater machen“ für „Kulturlichter“-Preis 2020 nominiert

19 Freitag Feb 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Theater

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Game-Theater für die Bühne und den digitalen Raum

TJG-Projekt für den Deutschen Preis für kulturelle Bildung „KULTURLICHTER“ 2020 nominiert. Die Bekanntgabe der Preisträger und digitale Preisverleihung findet am 11. März statt.

Das Projekt „UPDATE – Spielerisch GameTheater machen“ des Theater Junge Generation (TJG) ist für den Deutschen Preis für kulturelle Bildung „KULTURLICHTER 2020“ nominiert. In der Kategorie ‚Preis des Bundes‘, den Kulturstaatsministerin Monika Grütters verleiht und der ein Projekt auszeichnet, das bundesweit zur Anwendung gebracht werden kann, sind neben dem tjg. auch die „Lernplattform für Jewish Places“ des Jüdischen Museums Berlin und „Bauhaus-machen.de – Die digitale Bildungsplattform“ von der Kooperation Berlin Dessau Weimar gGmbH nominiert. Die Jury hat über die 129 eingegangenen Bewerbungen beraten und neun Projekte für drei Kategorien ausgewählt.

„UPDATE“ verbindet Prinzipien von Online-Spielen und Theater in theatralen Projekten mit Jugendlichen. Jugendliche haben im TJG unter Anleitung einer Theaterpädagogin, eines Regisseurs und Dramaturg*innen Game-Theater-Inszenierungen für die Bühne und für den digitalen Raum entwickelt. Eine neue Game-Theater-Produktion im Stadtraum Dresdens ist in Planung; zudem soll das theaterpädagogische Wissen zum Game-Theater gebündelt und vermittelt werden.

Die Bekanntgabe der Preisträger*innen/die digitale Preisverleihung findet am 11. März 2021 statt und wird per Livestream auf www.kulturlichterpreis.de übertragen.

Text: Norbert Seidel/TJG

tjg. theater junge generation
Kinder- und Jugendtheater Dresden
~ theatre for children and young audiences
Kraftwerk Mitte 1
~ 01067 Dresden
Postanschrift
~ Postfach 12 00 20 ~ 01001 Dresden
Tickets und Info +49 351 3 20 42 777
~ tjg-dresden.de

Vorhang weiter zu
Alle Vorstellungen, Veranstaltungen sowie die Freizeitangebote der Theaterakademie entfallen bis einschließlich So 28. Feb 2021.
Über neue Entwicklungen informieren wir auf tjg-dresden.de.

Bekanntgabe der Nominierungen für den Deutschen Preis für
Kulturelle Bildung „KULTURLICHTER“ 2020

Die neun Nominierten für den 2020 von Bund und Ländern erstmals gemeinsam
ausgelobten Deutschen Preis für Kulturelle Bildung „KULTURLICHTER“ stehen
fest. Aus ihnen werden im nächsten Schritt drei Preisträgerinnen und Preisträger
ausgewählt und am 11. März 2021 um 19 Uhr im Rahmen einer digitalen
Preisverleihung bekanntgegeben, die per Livestream auf http://www.kulturlichterpreis.de übertragen wird. Die Jury hat über die 129 eingegangenen Bewerbungen beraten und neun Projekte in drei Kategorien nominiert. Der KULTURLICHTER-Preis wird in drei Kategorien vergeben: den Preis des Bundes verleiht Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Er zeichnet ein Projekt aus, das bundesweit zur Anwendung gebracht werden kann.

Den Preis der Länder verleiht der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler. Er würdigt ein Projekt, das regional oder interregional übertragen werden kann. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.
Über den Preis in der Kategorie „PreisÜber den Preis in der Kategorie „Preis des Publikums“ entscheidet ein öffentliches Online-Voting, das am 4. März startet.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt: „Die Teilhabe an der Kultur ist eine grundlegende Voraussetzung, um unser gesellschaftliches Leben insgesamt mitzugestalten. Deshalb ist es eines unserer wichtigsten Ziele, kulturelle Teilhabe und Bildung für jeden Menschen in Deutschland zu ermöglichen – unabhängig von der sozialen Lage, der ethnischen Herkunft oder vom Alter.

Wichtig hierfür sind neue, interaktive Vermittlungsangebote unserer Kultureinrichtungen. Besonders gute Ideen und Initiativen wollen wir mit dem neuen KULTURLICHTER-Preis würdigen und damit auch einen Anreiz für die gesamte Kulturlandschaft schaffen, kulturelle Bildung mithilfe digitaler Formate noch attraktiver zu gestalten. Wie das gelingen kann, zeigen bereits die nominierten Projekte eindrucksvoll.“

Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, betonte:
„Das Besondere am KULTURLICHTER-Preis ist, dass sein Fokus auf dem Digitalen liegt, dass gelungene und innovative Beispiele der Kultur- und Kulturerbevermittlung sichtbar werden und dass mit vielen neuen Konzepten Menschen erreicht werden können, die so einen Zugang zu Kultur erhalten. Die Förderung von Wissenstransfer und die Vernetzung von Kultur- und Bildungseinrichtungen dienen dem gesellschaftlichen Zusammenhalt – ein Wert, der stets hochgehalten werden sollte.“

Nominiert für den Preis des Bundes sind die „Lernplattform für Jewish Places“
vom Jüdischen Museum Berlin, „Bauhaus-machen.de – Die digitale Bildungsplattform“ von der Kooperation Berlin Dessau Weimar gGmbH und das Projekt „UPDATE – Spielerisch GameTheater machen“ vom tjg. theater junge generation in Dresden.

Nominiert in der Kategorie „Preis der Länder“ sind „Werkstatt Quillo“ vom Quillo e.V. aus dem brandenburgischen Falkenhagen, das „Fabmobil – eine fahrende
Kunst- und Digitalwerkstatt für den ländlichen Raum“ des Vereins Constitute aus Dresden, „lost/found/art. Von der historischen Spur zum Erinnerungskunstwerk.
Partizipatives Kunstprojekt und Sonderausstellung in der Gedenkstätte Sachsenhausen“ von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

Für den Preis des Publikums stehen auf der Shortlist das Projekt
„Digitale Übertitelung und Übersetzung im Theater und im Live Stream“ von dem freien Theater „boat people projekt“ in Göttingen, „Wandertag im Weltraum“ vom ASA-FF in Chemnitz und der sächsischen Staatstheater Hannover. Der Preis des Publikums prämiert ein Projekt mit besonderem Potenzial. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält eine maßgeschneiderte Beratung für die Weiterentwicklung de Projekts. Die Kulturstiftung der Länder und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützen damit die Umsetzung eines herausragenden Konzepts, das noch professionellen Anschub für die Umsetzung benötigt, sei es bei der technischen Entwicklung, der Netzwerkarbeit oder bei der Weiterentwicklung des Vermittlungskonzepts.
Der Preis des Publikums orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Anliegen des Gewinner-Projekts, auf die dann passgenau eingegangen wird. Der Preis des Publikums ist nicht finanziell dotiert.

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter http://www.kulturlichter-preis.de/
Pressestelle Kulturstiftung der Länder

Text: Hans-Georg Moek, Leiter Kommunikation

Tel +49 (0)30 / 89 36 35 29, presse@kulturstiftung.de
Kulturstiftung der Länder
Lützowplatz 9, 10785 Berlin
http://www.kulturstiftung.de
Pressestelle BKM
Dr. Joachim Riecker, Leiter der Pressestelle und Pressesprecher
Tel + 49 (0)30) / 18 68 14 33 33, presse@bkm-info.bund.de

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Talk mit Tänzern der Landesbühnen Sachsen auf Instagram

18 Donnerstag Feb 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Tanz

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Immer schön in Bewegung bleiben

Am Freitag, den 19. Februar, 19 Uhr  gibt es wieder einen Talk auf Instagram. https://www.instagram.com/landesbuehnen.sachsen  Die Mitglieder der Tanzcompagnie – Ema Jankovic und Simon Wolant – der Landesbühnen Sachsen sind im Gespräch.

Beide plaudern über ihre Arbeit bei den Landesbühnen (überwiegend in Englisch). Sie erzählen, wie sie sich in diesen Corona-Zeiten – ohne das übliche tägliche Training im Ballettsaal – fit halten und welche Tanzproduktionen in Zukunft für beide anstehen.

Es wird spannend. Also mal hineinhören!

Text + Foto: Petra Grubitzsch/LB

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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Inszenierung „Stummes Land“ des Staatsschauspiel Dresden zu Mühlheimer Theatertagen eingeladen

18 Donnerstag Feb 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Projekte, Theater

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Im Kreislauf der Geschichte: Zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewegen sich die Darsteller im Stück „Stummes Land“ von Thomas Freyer, Fotos: Sebastian Hoppe

Aufbruch aus der Sprachlosigkeit

Das Staatsschauspiel Dresden ist mit STUMMES LAND von Thomas Freyer (Regie: Tilmann Köhler) zu den 46. Mülheimer Theatertagen „Stücke“ (8.5.-29.5.2021) eingeladen. Die Mülheimer Theatertage sind eines der wichtigsten Foren für deutschsprachige Gegenwartsdramatik.

Im Rahmen der Mülheimer Theatertage „Stücke“ werden hier sieben bis acht Stücke in der wirksamsten Aufführung, meist der Uraufführung, gezeigt. Die Auswahl trifft ein unabhängiges Gremium aus den in der jeweiligen Saison uraufgeführten deutschsprachigen Stücken. Am Ende der Theatertage vergibt eine Jury aus Kritiker*innen und Theaterschaffenden den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikpreis an den besten Autor oder die beste Autorin.

Joachim Klement, Intendant Staatsschauspiel Dresden: „Ich freue mich für den Autor, das Team und unser Theater sehr über diese Einladung. Gerade in diesem für alle sehr herausfordernden Jahr, das mit vielen Unsicherheiten behaftet ist, ist es wunderbar, dass wir mit der Uraufführung dieses Auftragswerkes eingeladen wurden. Schon das ist ein schöner Erfolg.“

Zum Stück: Neben den Geschichten seiner Generation im Hier und Jetzt erzählt Thomas Freyer von ostdeutscher Geschichte, deren Wurzeln bis in die Zeit des Nationalsozialismus reichen. Freyer fragt nach den historischen Verläufen und Verortungen von Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft, und lässt in STUMMES LAND, das als Auftragswerk für das Staatsschauspiel Dresden entstanden ist, keine monokausalen Deutungsmuster zu. Gemeinsam mit seinen langjährigen künstlerischen Partnern Tilmann Köhler (Regie), Karoly Risz (Bühne) und Susanne Uhl (Kostüm) setzt Thomas Freyer seine literarische Spurensuche nach dem Gewordensein und den Perspektiven heutiger Konflikte mit dieser Arbeit in und für Dresden fort.

Die Mülheimer Theatertage „Stücke“ finden vom 8. bis zum 29. Mai 2021 statt.

Text: Gertrud Aringer

Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Telefon +49 351 4913 755
Fax          +49 351 4913 760

Eine Rezension zum Stück „Stummes Land“, das im Kleinen Haus Premiere letztes Jahr hatte, folgt noch. (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Der Spielbetrieb ist coronabedingt noch bis 31. April 2021 eingestellt.

‚
Nach dem Mauerfall: Alte und neue (Un)freiheiten im wiedervereinigten Deutschland.

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Brachialromantiker Dieter Beckert: „Verschwende nie eine Krise!“

18 Donnerstag Feb 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte

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Brachialromantischer Figurenzauber mit Dieter Beckert

Multimediales Kaspertheater

Der umtriebige Barde und Musiker Dieter Beckert probt zurzeit für ein wiederentdecktes Puppentheaterstück „Kasper im Land der Musik“. Puppen und Bühnenbild gestaltete der Künstler Helge Leiberg. Im Frühjahr soll die Inszenierung in bewegten Bildern auf die Bühne kommen.

Ein lustiger Pappmachékopf spielt zurzeit die Hauptrolle auf der Probebühne von Dieter Beckert im Zentralwerk an der Riesaer Straße. In dem Areal haben rund 60 Künstler ihre Arbeitsräume. Der Barde, Musiker, Entertainer und Brachialromantiker bereitet  gerade in seinem Studiotheater ein Puppentheaterstück mit dem Titel: „Kasper im Land der Musik“ vor. Unter dem Motto „Verschwende nie eine Krise!“ nimmt er die Corona-Zeit mit Humor.

Zur Begrüßung hebt Beckert die „Ghettofaust mit Konfetti“, bei der die Finger winken und zappeln. „Humor ist das Öl im Getriebe des Lebens“, meint der „weisheitspralle“ Philosoph, der immer einen Spruch parat hat. Er arbeite nach vorne, indem er neue Projekte vorbereite, und nach hinten, indem er alte Projekte seines reichhaltigen Schaffens archiviere. Jetzt hat er dafür Zeit und Muße. Beckert hat in Tharandt Forstwirtschaft studiert und nebenbei immer Musik gemacht. Während des Studiums hatte er in den 1970er Jahren im „Klub International“ des Dresdner Kulturpalastes seine ersten Auftritte.

Von 1978 bis 1980 arbeitete er als Puppenspieleleve am damaligen Staatlichen Puppentheater. Für sein erstes Theaterstück „Kasper und die Farben“ erhielt Beckert einen Preis des Theaterverbandes. Sein zweites Stück „Kasper im Land der Musik“ blieb unaufgeführt. Die Puppen und das Bühnenbild dafür gestaltete der in Berlin lebende Künstler Helge Leiberg, den Beckert aus dem Künstlerkreis um A.R. Penck kannte. Die Aufführung sei jedoch wegen technischer Probleme nicht zustande gekommen. Viele Jahre standen Leibergs Puppen dann im Märchentheater Yenidze als Dekoration. Nur den Kasper nahm Helge Leiberg damals in den Westen mit. Jetzt brachte er ihn für die Neuinszenierung des Stücks wieder zurück. „Es soll wiederaufleben als multimediales Theater passend zur Corona-Zeit“, so Beckert.

„Das Kunstwerk im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit“, zitiert er „seinen“ Walter Benjamin. Beckert will in der Inszenierung als Erzähler und Sänger am Tisch sitzen. Über ihm sollen Ausschnitte der Geschichte in Trickfilmbildern auf einer Leinwand gezeigt werden. Die Filme sollen  in Kooperation mit Anne Levin von „Pegasusi-Filmproduktion“ entstehen.

Im Stück gibt es zwei Schauplätze: das Notenschlüssel-Schlösschen, das die Harmonikaner bewohnen, und die Höhle vom Räuber „Tritonus“, der die Prinzessin raubt. Der Tritonus –  d.h. drei Ganztonschritte – ist das spannendste Intervall, erklärt Beckert. Die Bühnenmusik, in der die Intervalle eine ganz besondere Behandlung erfahren, stammt von Wolfgang Heisig.

Im Frühjahr will er, wenn es die Virusinzidenz erlaubt, das multimediale Kaspertheater auf die Bühne bringen. Eine Spielstätte hat er noch nicht. “Das wird sich schon ergeben“, ist er optimistisch. Auf der Agenda steht auch noch ein viertes Buch mit brachialromantischen Texten vom Duo Sonnenschirm.

Vom Alter her, mit 70, wäre er eigentlich pensioniert. Doch ans Aufhören denkt Dieter Beckert noch lange nicht. Er will weiterhin als DUO SONNENSCHIRM, gemeinsam mit Jürgen B. Wolff auftreten. Die von Beckert mitgegründete „Kommune Woodstock“, ein freies Gesangs- und Instrumentalensemble, trifft sich momentan coronabedingt nur im Internet. Die musikalische Selbsthilfegruppe singt Lagerfeuerlieder und Hippiesongs aus der Flower-Power-Ära. Beckert hofft, dass im Herbst auch die Dinner-Shows im Restauranttheater „Merlins Wunderland“ weitergehen können, wo er auf die „Sternstunden der Menschheit“ blickt,  den Grafen Dracula jagt und in der „Wunderlandklinik“ Humoralmedizin betreibt.

Texte + Fotos (lv)

Weitere Infos unter: http://www.duosonnenschirm.de


Dieter Beckert in seinem Studiotheater im Zentralwerk in Dresden. Bald will er wieder als Duo Sonnenschirm, gemeinsam mit Jürgen B. Wolff auftreten.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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