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Kategorien-Archiv: Projekte

Sommerfest der Jugendkunstschule Dresden am Schloss Albrechtsberg

04 Sonntag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater

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Junge Leute bringen Ideen für das neue Programm der JugendKunstSchule ein

Am 4. Juli zwischen 16 und 22 Uhr lädt das Team der JugendKunstschule (JKS) Dresden zusammen mit den jungen GestalterInnen des Beteiligungsprozesses „Meine JugendKunstschule“ zum Sommerfest am Schloss Albrechtsberg ein.

Seit einigen Wochen arbeitet eine Gruppe von jungen Dresdnerinnen zwischen 14 und 18 Jahren gemeinsam an neuen Themenschwerpunkten für das Kursprogramm der JKS. Im kreativen Beteiligungsprozess „Meine JugendKunstschule“ suchte das neu gegründete „Dreamteam“ nach Themen, die für sie als Vertreterinnen ihrer Altersgruppe von Bedeutung sind. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden zum Sommerfest künstlerisch dargestellt. Gleichaltrige Besucherinnen haben die Möglichkeit ihre Meinung einzubringen und per Abstimmung Einfluss auf die Themenauswahl zu nehmen. Das meistgewählte Thema dient als Grundlage für die inhaltlichen Angebote der JKS zwischen Januar und Juli 2022.

„Für die zukünftige Ausrichtung der JugendKunstschule Dresden ist eine solche aktive Teilhabe und Gestaltung durch junge Menschen in der Stadt eine unabdingbare Voraussetzung, um neue Wege der Zusammenarbeit von Jugendlichen und Erwachsenen zu erproben“, so Leiterin Valentina Marcenaro.

Neben dem Angebot des „Dreamteams“ finden weitere kreative Mitmachangebote von Mitarbeiterinnen der JKS statt. Von der Schmuckwerkstatt, über Upcycling-Angebote, bis hin zu Tanzdarbietungen und einer Keramikwerkstatt – Kinder und Erwachsene können sich, wie jedes Jahr, kreativ am Sommerfest beteiligen.

Um 18 Uhr findet die Aufführung des Theaterprojektes „Hate Speech“ statt. Im Rahmen des Projektes „Wege ins Theater – Kultur macht stark“ setzten sich Jugendliche der Oberschule Weixdorf mit dem Thema des verbalen Mobbings künstlerisch auseinander. Die Ergebnisse präsentieren die Projektteilnehmerinnen auf der Bühne der JKS.

Ab 20 Uhr können die Besucherinnen im Hof unter freiem Himmel bei der Musik von DJ Hafi tanzen und bis 22 Uhr den Abend vor der Kulisse des Schlosses Albrechtsberg ausklingen lassen.

Text: JKS
Fotos: Katrin Silbermann

http://www.jks-dresden.de

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13. Ostrale: 3. Ostrale Biennale öffnet Schaufenster nach Osteuropa

01 Donnerstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

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Atemwende

Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst

Robotron-Kantine, DresdenRobotron-Kantine als Kunstort

Bis kurz vorher wird gebaut und eingerichtet: Die 13. internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste, OSTRALE, wird am Abend des 1. Juli eröffnet und ist ab Freitag für den Besucherverkehr geöffnet. Zum dritten Mal als Biennale stattfindend, versteht sich die OSTRALE als „Schaufenster nach Osteuropa“, was aktuell auch in der Wahl der vier Kuratoren (Natasa Bodrozic und Ivana Mestrov/Kroatien, Patricija Gilyte/Litauen, Krisztián Kukla/Ungarn) zum Ausdruck kommt. Deren kuratorischem Konzept folgend sind unter dem Titel „Atemwende“ („Breathturn“) 557 Werke verschiedener Genres zu sehen. Die 138 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler kommen aus 34 Ländern, sie stammen überwiegend aus Osteuropa oder ehemals sozialistischen Ländern Südeuropas. Mit „Atemwende“ beschäftigt sich die OSTRALE künstlerisch mit den Grenzen des Wachstums, mit Fragen der Nachhaltigkeit und des Lebens am Wasser. Die Ostrale Biennale O21 ist Teil des Projektes „Flowing Connections“, das durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union kofinanziert wird. Unter diesem Titel wird im kommenden Jahr eine Präsentation ausgewählter OSTRALE-Werke in Budapest, Split sowie in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022, Kaunas (Litauen) folgen, Städte, die mit Dresden durch ihre jeweilige Lage am Wasser verbunden sind. Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst ist damit im Jahre 2022 wie auch in den vergangenen Jahren erneut ein wichtiger Partner einer Europäischen Kulturhauptstadt.

Passend zum Selbstverständnis der OSTRALE Biennale als „Schaufenster nach Osteuropa“ findet die Hauptausstellung in diesem Jahr in der „Robotron-Kantine“, einem Zeugnis der ostdeutschen Architekturmoderne statt (circa 3.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche). Der typische Pavillonbau der siebziger Jahre wurde zwischen 1969 und 1972 vom Architektenkollektiv Herbert Zimmer, Peter Schramm und Siegfried Thiel errichtet.

„Als einer der letzten noch verbliebenen Einzelbauten in Dresden steht die Robotron-Kantine exemplarisch für modernes Bauen in der DDR. Sie bietet ideale Voraussetzungen für die Präsentation zeitgenössischer Künste im Zentrum Dresdens und natürlich einen wunderbaren architektonischen Rahmen für den Blick nach Osteuropa“, so OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

Neben der Hauptausstellung umfasst die 13. OSTRALE auch Interventionen im Klärpark Kaditz der Stadtentwässerung Dresden sowie erneut in der Gedenkstätte Bautzner Straße. Erstmals öffnet sich zudem auch die „OSTRALE.Basis“ in Dresden-Übigau für Besucher, wo während der Biennale Artists in Residence leben, arbeiten und mit den Besuchern in Kommunikation treten werden.

Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst bereitete die Ausstellung unter schwierigsten Umständen vor. Unter Pandemiebedingungen musste zusätzlich zur Ausstellungsorganisation erneut eine leerstehende Immobilie gefunden und mit großem Aufwand für den Besucherverkehr ertüchtigt werden. Für dieses Jahr stellt das Immobilienunternehmen Gateway Real Estate diese freundlicherweise temporär zur Verfügung. http://www.ostrale.de

Tickets und Öffnungszeiten:

Ticket-Vorverkauf über http://www.etix.com   http://www.etix.com/ticket/online/newHomePage.do?method=getLuceneResult&sortBy=relevance&keywords=Ostrale

Robotron-Kantine: Mi-Fr 10-19 Uhr, Sa-So 11-20 Uhr

Gedenkstätte Bautzner Straße (ab 6.7.): Mo-So 10 bis 18 Uhr

Stadtentwässerung Dresden, Klärpark Kaditz (ab 6.7.): Di, Do, Sa: Führungen um 10, 12, 15 Uhr

OSTRALE.Basis, Übigau, Rethelstr. 45 (ab 17.7.): Di-Sa 12 bis 18 Uhr

Internationales Kuratorenteam

Kuratorischer Ansatz

„In den Flüssen nördlich der Zukunft / werf ich das Netz aus“ (Paul Celan) – verbunden mit diesem Zitat des Lyrikers Paul Celan haben die Kuratorinnen und der Kurator der „O21“ den Titel ATEMWENDE gegeben. Die unter der künstlerischen Leitung von Andrea Hilger und Antka Hofmann, eingeladenen Kuratoren sind: Natasa Bodrozic und Ivana Mestrov (Kroatien), Patricija Gilyte (Litauen) und Krisztián Kukla (Ungarn). Ihr gemeinsames Statement erläutert den kuratorischen Leitgedanken, unter dem sie die Ausstellung zusammengestellt haben:

„Mensch sein ist nicht genug und doch schon zu viel. Manchmal verhalten wir uns wie Roboter, möchten aber wie Tiere fühlen. Wie können wir Arbeit und Vergnügen, Kunst und Industrie, Politik und Poetik neu atmen und denken, wenn alles ineinanderfließt, wie Ströme in einen Fluss? Ist der ganze Planet unser Zuhause oder nur die Quadratmeter, die wir einnehmen? Zwischen Desorientierung und Neuorientierung, um neue Wege zu finden und Sackgassen zu vermeiden, müssen wir anders atmen. Wir müssen die Perspektive wechseln und auf die achten, die am Rande unseres Blickfeldes stehen: die Außenseiter, die Unterdrückten, die Unbekannten, aber auch Biosphären, Bauwerke und soziale Räume. Am Tor einer neuen, post-pandemischen Ära, erschöpft aber hoffnungsvoll, neugierig und bereit für eine Wende erforscht die OSTRALE in 2021, wie wir mit unseren Mitmenschen, Tieren und unserer komplexen Umwelt zusammenleben.“

Zitat der Schirmherrin:

„Ich freue mich sehr, dass die OSTRALE als eine große internationale Biennale der bildenden Kunst hier in Dresden und in Sachsen stattfindet und wir wieder erleben, dass die Welt in Wirklichkeit rund, real und riesig ist. Wir haben gerade in den letzten Jahren gelernt, dass gesellschaftliche Debatten – etwa über Menschenrechte, über Werte, über die wünschenswerte Struktur von Gesellschaften und nicht zuletzt über Identitäten – auch in die Kunst hineinragen. Gleichzeitig können überzeugende Kunstwerke der Gegenwart dazu beitragen, dass wir alle mehr und Tieferes über unsere Gegenwart erfahren und erleben und Anstöße gewinnen zum Weiterdenken. Ich danke allen Kunstschaffenden, den Kuratierenden, dem OSTRALE-Team sowie den Förderern und Unterstützern aus dem öffentlichen und privaten Bereich, welche die OSTRALE möglich machen“, so die Kulturministerin des Freistaates Sachsen, Barbara Klepsch.

Almost Nothing (Film)

Wie Jean-Luc Nancy sagt, ist unser Vergnügen am Sehen, Riechen und Hören seit der Geburt Europas ein Politikum. Die Idee einer Landschaft hat nichts mit der Idee der unberührten Natur gemeinsam. Landschaften werden durch geplante Abholzung, Aufforstung und kontrollierte Bepflanzung geformt. Diese Prozesse werden von wirtschaftlichen, gesundheitspolitischen und anderen Richtlinien beeinflusst und im Grundbuch dokumentiert. Durch die Kartierung der Inselflora und die Aufzeichnung des vegetativen Widerstandes gegen den Wind sowie der daraus resultierenden Reibungsgeräusche, dokumentiert die Künstlerin Klangsignale, die die Veränderungen, Moden und wirtschaftlichen Bedingungen eines Ortes widerspiegeln. Diese Anbaustrategien kehren wie der Wind in unsere Behausungen zurück und schaffen eine komplexe Rückkopplungsschleife zwischen Innen- und Außenräumen. „Almost Nothing“ nimmt auch Bezug auf Luc Ferraris wegweisendes, gleichnamiges Stück, das 1968 auf der Insel Korcula komponiert wurde.

A Room for Living (Film)

Der Film problematisiert den Raum des Wohnzimmers und die Ereignisse, die dort stattgefunden haben könnten. Diese möglichen Ereignisse, die auf Erinnerung oder auf Vermutungen beruhen, wurden durch Ton – dokumentarisches Material, Studioaufnahmen und Hintergrundgeräusche – nachgestellt und finden im realen Raum und in mehr oder weniger realistischen Nachbildungen eines bestimmten Wohnzimmers statt. Genau wie der Rest der Wohnung ist das Wohnzimmer nur ein Raum, der durch architektonische Maße und gesellschaftliche Normen geregelt wird, die seinem Zweck entsprechen. Es ist ein Raum, der auch der Öffentlichkeit (den Gästen) ausgesetzt ist, ein repräsentativer Ort innerhalb eines privaten Raumes, und ein immer weniger genutzter Raum, da er mehr freie Zeit für seine Bewohner beansprucht – was sich durch die jüngste pandemische Heimeinschließung geändert haben könnte. Die menschliche Präsenz im Film wird durch Dialoge aus verschiedenen literarischen und theoretischen Quellen manifestiert: „Daten der Architekten“ (E. Neufert), „Narratologie“ (M. Bal), „Garten, Asche“ (D. Kis) und „Das Hausbuch“ (T. Conran).

studio ASYNCHROME – Marleen Leitner, Michael Schitnig (Österreich)
http://www.asynchrome.com

RESISTANCE / INFLUENCE / AWARENESS / BORDER? / DISTRIBUTION (UV-Druck auf Plexiglas)

Diese narrative Installation thematisiert die Verbreitung, den Einfluss und die Macht von (Fake-)News. Wie werden Geschichten erzählt und was sind die Konsequenzen unserer Entscheidungen? Die Plexiglasscheiben der Arbeit erscheinen wie Fenster zu Ereignissen der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Künstler zeigen eine subjektiv ausgewählte und auf den ersten Blick heterogene Fülle von Begebenheiten und Situationen in einem turbulenten, überladenen Bild. Die einzelnen Elemente bilden kein linear lesbares Panorama, sondern ein Netz von Bedeutungen und Nicht-Bedeutungen, die zwischen den einzelnen Bildern gewebt werden können. Die Transparenz der Tafeln ermöglicht es dem Betrachter, je nach Blickwinkel – und dem Hintergrundwissen des Besuchers – verschiedene Teilerzählungen zu erfassen. Es wird also keine Behauptung im Sinne einer Abfolge von Ursache und Wirkung aufgestellt, vielmehr geht es darum, das eigene Bild von (vermeintlichen) Realitäten zu konstruieren.

Internationale Vernetzung / OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst erneut Partner einer Europäischen Kulturhauptstadt

Die vom Creative Europe Programm der Europäischen Union kofinanzierte Kooperation „Flowing Connections“ http://flowingconnections.eu (FLOC spielt bei der Gestaltung der OSTRALE Biennale O21 eine entscheidende Rolle: Denn das Projekt ermöglicht die europäisch-interkulturelle Zusammenarbeit insbesondere im kuratorischen Prozess. Die von den Kuratoren gemeinsam erarbeitete Ausstellung wird zunächst im Rahmen der OSTRALE Biennale O21 in Dresden gezeigt. Im Anschluss wird eine Auswahl der Kunstwerke in Zusammenarbeit mit dem Art Quarter Budapest (Ungarn), Slobodne Veze (Kroatien) und dem ECOC-Büro Kaunas 2022 (Litauen) jeweils in Budapest, Split sowie abschließend in der Europäischen Kulturhauptstadt Kaunas 2022 (Litauen) präsentiert.

Robotron-Kantine als Kunstort

Andrea Hilger, Leiterin des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst: „In der Robotron-Kantine steht der OSTRALE Biennale dank der Unterstützung durch die Immobiliengesellschaft Gateway erstmals im Zentrum Dresdens eine Ausstellungsfläche von circa 3.500 Quadratmetern zur Verfügung (weitere circa 1.000 Quadratmeter an den dezentralen Ausstellungsorten). Das Gebäude ist ein wertvolles Zeitzeugnis der Ostmoderne und als oft übersehener Teil der Architektur- und Sozialgeschichte der Stadt Dresden derzeit leider im Verfallen begriffen. Mit Zwischennutzungen durch das Kunsthaus Dresden und die OSTRALE Biennale zeigen wir der Öffentlichkeit einen Raum, der prädestiniert ist für Kunst und Kultur.“

Ausstellende KünstlerInnen

Die Ausgabe OSTRALE Biennale O21 präsentiert 138 KünstlerInnen aus 34 Ländern, Deutschland, Litauen, Kroatien, Ungarn, Schweden, Serbien, Türkei, Indien, Nordmazedonien, Singapur, Italien, Frankreich, Togo, Niederlande, Russland, USA, Polen, Österreich, China, Ukraine, Slowenien, Moldawien, Tschechien, Bulgarien, Finnland, Bangladesch, Luxemburg, Aserbaidschan, Peru, Kosovo, Irland, Norwegen, Schweiz, Großbritannien.

Nils Agdler & Timo Menke (http://konstnarshuset.org/medlemmar/alla/nilsagdler/) (SE), Emil Andersson (http://emilandersson.net) (SE), Sanja Anđelkovic (http://sanjandjelkovic.com) (RS), Katharina Andress (http://katharinaandress.de) (DE), Aleksas Andriuskevicius (http://www.mmcentras.lt/autoriai/aleksas-andriuskevicius/7807) (LT), Aurelija Maknyt (http://maknyte.com) (LT), Seçkin Aydin (TR), Devadeep Bani Sarmah Gupta (http://devadeepgupta.com) (IN), Gildo Bavcevic (https://gildo-bavcevic-portfolio.tumblr.com/) (HR), Dávid Biró (http://www.birodavid.com) (HU), Bojan Mrđenovic (http://www.bojanmrdenovic.com) (HR), Jana Borsche (http://janaborsche.1100101.de) (DE), Viktor Brim (https://viktorbrim.com) (DE), Janos Brückner (http://www.brucknerjanos.com) (HU), Gaby Burckhardt (http://www.ckdt.de) (DE), Daniel Burkhardt (http://www.danielburkhardt.de) (DE), Nadja Buttendorf (https://nadjabuttendorf.com/) (DE), Elena Chemerska (MK), Daniel Chong (https://danielchongart.com/) (SG), István Csákány (http://www.csakanyistvan.com) (HU), Mauro Cuppone (http://www.maurocuppone.com) (IT), Márta Czene (http://czenemarta.hu) (HU), Etienne de France (http://www.etiennedefrance.com) (FR), Abdoul-Ganiou Dermani (https://artfacts.net/artist/abdoul-ganiou-dermani/409928) (TG-DE), Tibor Dieters (http://www.instagram.com/tibor.dieters) (NL), Alexei Dmitriev (http://www.alexeidmitriev.info) (RU), Katerina Duda (http://katerinaduda.net) (HR), Gabriele Engelhardt (http://www.gabriele-engelhardt.com) (DE), Lucy Cordes Engelman (http://lucycordesengelman.com) (US), Anna Fabricius (https://vimeo.com/annafabricius) (HU), Zsolt Ferenczy (https://www.works.io/zsolt-ferenczy-1) (HU), Mona Freudenreich (DE), Márk Fridvalszki (http://markfridvalszki.com) (HU), Áron Galambos (HU), Nadia Galbiati (http://www.nadiagalbiati.eu) (IT), Mindaugas Gapsevicius (http://triple-double-u.com)(LT), Gabriel Gervickait (http://www.gabrielegervickaite.com/) (LT), Bron Sofija Gideikait (http://gideikaite.lt) (LT), Harald Gnade (http://www.haraldgnade.de) (DE), Goran Skofic (http://www.goranskofic.com) (HR), Igor Grubic (https://www.igorgrubic.org/) (HR), Michael Grudziecki (http://michael.grudziecki.com) (PL-DE), Marko Gutic Mizimakov (http://performing.site) (HR), László GyÖrffy (https://www.varfok-galeria.hu/muveszek/laszlo-gyorffy/?lang=en) (HU), Péter Tamás Halász (http://petertamashalasz.com/) (HU), Willem Harbers (http://www.willemharbers.nl) (NL), Michael Heindl (http://www.michaelheindl.net) (AT), Roland Hermanns (http://bbk-aachen.de/author/roland-hermanns/) (DE), Di Hu (CN), Ana Husman (http://anahusman.net) (HR), doplgenger (http://www.doplgenger.org) (Isidora Ilic & Bosko Prostran, HR), Alexander Jakimenko (UA-DE), Yuki Jungesblut (http://www.yukijungesblut.net) (DE), Nikita Kadan (http://nikitakadan.com/) (UA), Eginhartz Kanter (DE), Anuschka Kilian-Buck (http://anuschka-kilian-buck.de) (DE), Neza Knez (http://www.nezaknez.com/) (SI), Eugenijus Kolmogorcevas (http://lukaskolm.com) (LT), KOLXOZ (Maxim Polyakov, Anton Polyakov & Viktor Vejvoda, MD & CZ), Vikenti Komitski (http://www.vikentikomitski.com) (BG), Endre Koronczi (http://www.koronczi.hu) (HU), Volker Kreidler (http://volkerkreidler.de) (DE), Áron Kútvölgyi-Szabó (http://aronkutvolgyiszabo.com) (HU), Marcus Lerviks (http://marcuslerviks.com) (FI), Irma Lescinskait (http://www.irmalescinskaite.com) (LT), Glorija Lizde (http://glorijalizde.com) (HR), Larion Lozovoy (http://cargocollective.com/lozovoy) (UA), Dean Maassen (http://www.dean-maassen.com) (DE), Éva Magyarósi (https://www.instagram.com/magyarosi.eva/) (HU), Firoz Mahmud (http://www.academia.edu/43378598/Firoz_Mahmud_Artworks_on_Time) (BD), Casey McKee (http://caseymckee.com) (US), Toni Mestrovic (http://www.macaknara.hr) (HR), studio ASYNCHROME (http://www.asynchrome.com) (Marleen Leitner & Michael Schitnig, AT), Niko Mihaljevic (http://www.nikomihaljevic.com) (HR), Péter Lichter (http://peterlichter.com) (HU), Ivan Milenkovic (https://www.behance.net/IvanMilenkovic) (RS), Judit Lilla Molnár (https://www.works.io/judit-lilla-molnar) (HU), Sarvenaz Mostofey (IR), Petra Mrsa (http://petramrsa.com) (HR), Christoph & Sebastian Mügge (http://www.christophmuegge.com) (SE), Sali Muller (https://www.salimuller.com/) (LU), Csaba Nemes (http://nemescsaba.com/) (HU), Thomas Neumaier (http://www.thomas-neumaier.de) (DE), Klára Orosz (http://www.klaraorosz.hu) (HU), Andrea Palasti (http://andreapalasti.com) (RS), Lav Paripovic (HR), Predrag Pavic (https://predragpavic.com) (HR),Julija Pocit (https://www.julijapociute.com/)(LT), Renata Poljak (http://www.renatapoljak.com) (HR), Ghenadie Popescu (MD), Marko Rodics (http://markorodics.com) (HU), Ivan Ramljak (HR), Farid Rasulov (http://www.faridrasulov.com) (AZ), Jens Rausch (http://www.jensrausch.de) (DE), Melanie Richter (http://www.melanierichter.de) (DE), Jana Rinchenbachová (http://www.rinchenbachova.com) (CZ), Fátima Rodrigo (https://liviabenavides.com/expos-artistas/fatima-rodrigo/) (PE), Sandra Rosenstiel (http://rosenstiel.eu) & Hanne Lange (http://hanne-lange.de/) (DE), Nika Rukavina (https://nikarukavina.wordpress.com) (HR), Neli Ruzic (http://neliruzic.com) (HR), Catherine Sanke (http://catherine-sanke.de) (DE), Remis Scerbauskas (LT), Philipp A. Schäfer (http://www.philippalexanderschaefer.de) (DE), Jan Sebesta (https://jansebesta.ch/) (CZ), Driton Selmani (https://dritonselmani.com/) (XK), Stipan Tadic (http://stipantadic32.blogspot.com) (HR), Lana Stojicevic (HR), Kamen Stoyanov (http://www.kamenstoyanov.com) (BU), Attila Szabó (https://szatsan7.wixsite.com/antiflicker) (HU), Ottó Szabó (http://www.robotto.eu) (HU), Eszter Szabó (HU), Zsuzsanna Szegedi-Varga (http://ghostoflukacs.com/) (US), Kamilla Szij (http://www.szijkamilla.hu) (HU), Hajnal Szolga (http://hajnalszolga.com) (HU), József Szolnoki (HU), Casper ter Heerdt (https://casperterheerdt.com) (NL), Ivana Tkalcic (https://ivanatkalcic.com) (HR), Laura Erika Urbanski (http://lauraurbanski.de) (DE), Philipp Valenta (http://www.philippvalenta.de) (DE), Arturas Valiauga (LT), Daina Vanagait-Belzaikien (LT), Vangjush Vellahu (http://vangjushvellahu.com) (AL), Xueying Wang (http://xueyingwang.site) (GB), Guido Weggenmann (http://guidoweggenmann.de) (DE), Anette Wörner (http://www.anette-woerner-fotografie.de) (DE), xtro realm (http://www.xtrorealm.hu) (HU), Dia Zékány (http://zekanydia.blogspot.com/) (HU), Yinglin Zhou (CN), Die Zukunft – Studenten der Kunsthochschule Dresden und Wrocław (Ida Sielska, Jarosław Słomski, Taina L. Bemmerlein & Veronika Pfaffinger, PL & DE)

Die OSTRALE Biennale ist eine der großen temporären Ausstellungen für zeitgenössische Künste in Deutschland. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was ihr die Freiheit gibt, gesellschaftlich relevante Themen abseits des Marktgeschehens zu diskutieren. Die Leitgedanken der OSTRALE, wie unter anderem friedliches Miteinander, Akzeptanz des Fremden bzw. Unbekannten, respektvoller Umgang, religiöse Vielfalt und Internationalität, spiegeln sich in den Ausstellungen inhaltlich wieder. Das Team der OSTRALE hat bereits mehrfach große Teile des Programms zeitgenössischer Künste Europäischer Kulturhauptstädte gestaltet, wie 2010 in Pécs, 2016 in Breslau, 2018 in Valletta/Malta, in der Rijeka/Kroatien (2020), wo allerdings wegen der Covid-19 Pandemie nur digital (https://rijeka2020.eu/dogadjanja/digitalna-izlozba-watergate-ostrale-bijenale-suvremene-umjetnosti/) präsentiert werden konnte, und eine Präsentation einer Auswahl von OSTRALE-Werken in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022 Kaunas/Litauen folgt. In den Jahren 2021-2022 ist die OSTRALE federführend am Projekt Flowing Connections (https://vimeo.com/487416772), (https://vimeo.com/544940287) beteiligt, das vom Creative Europe Programm der Europäischen Union co-finanziert wird. In Zusammenarbeit mit dem Art Quarter Budapest (Ungarn), Slobodne Veze (Kroatien) und dem ECOC-Büro Kaunas 2022 (Litauen) umfasst das Projekt die OSTRALE Biennale O21 in Dresden und OUT of OSTRALE-Ausstellungen in Budapest, Rijeka, Split, Zagreb und Kaunas im Jahr 2022, ergänzt durch ein Artist in Residence-Programm und mehrere Workshops zu digitalem Kulturmanagement, postindustriellen Kulturräumen, Kunstvermittlung und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Text: blaurock markenkommunikation Inh. Tobias Blaurock

www.team-blaurock.de

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Bilder-Album: Premiere Wald-Theater „Luftholen“ in der Dresdner Heide

30 Mittwoch Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater, Zwischenmenschliches

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Im Wald, über den Dächern muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…, sang
Regina Felber angelehnt an ein bekanntes Lied von Reinhard Mey.

Wundersame Begegnungen im Wald mit Riesen, Scherzkobolden und flirrenden Sonnenflecken

Die Natur wurde zur Bühne für „Luftholen“, ein vergnüglich fantasiereiches Erlebnis für kleine und große Zuschauer mit 15 Künstlerinnen und Künstlern unter Regie von Regina Felber am Sonntagnachmittag im Stechgrund in der Dresdner Heide.

„Das wahre Theater ist, wo man fühlt und lacht, wo es mit einem im Innern was macht….“, begrüßte die Schauspielerin und Initiatorin des Projekts Regina Felber vergnügt die Zuschauer am Eingang zum Wald-Theater. Von Bildschirmbildern habe sie genug. Darum zog es sie nach draußen in die Natur, genauer, in den Stechgrund in der Dresdner Heide. Diese gibt eine traumhafte Kulisse für ein besonderes künstlerisches Erlebnis. „Luftholen“ – ein musikalisch-theatralischer Spaziergang hatte am Sonntagnachmittag Premiere. Gleich zwei Vorstellungen, beide ausverkauft!

Bei schönstem Sommerwetter luden insgesamt fünfzehn Künstlerinnen und Künstler, Schauspielerinnen, Komödianten, Musiker und Tanzende ihr Publikum ein zum Schauen, Innehalten und Genießen mit allen Sinnen mitten im Grünen. Flirrende Sonnenflecken auf den Waldwegen und würzige, angenehm kühle Waldluft. Weite Aussicht, dem Himmel nah, Vogelgezwitscher, Bachplätschern. In mehreren Gruppen gingen Zuschauer und Akteure gemeinsam vom Waldpark Weißer Hirsch aus auf dem ca. zweistündigen Spaziergang auf unebenen, romantisch-verschlungenen Pfaden immer tiefer hinein in den Wald, gab es an zehn Spielorten Wundersames, Urwüchsiges, Lustig-Versponnenes und Bezauberndes zum Thema Luft und Wald zu sehen und zu hören, lauschten, lachten und ließen sich kleine wie große Zuschauer verzaubern von der Kunst im Wald. In der Natur Vorgefundenes entfachte die Fantasie der Künstler. Wie ein umgefallener, „sprechender“ Baum, dem Schauspieler Thomas Stecher seine Stimme lieh per Toneinspielung in berührenden Worten über Zeit und Vergänglichkeit. Da taucht auf einer Holzbrücke plötzlich ein Riese auf, dem das Luftholen schwer fällt und der verwundert die vielen vor ihm schwebenden Seifenblasen betrachtet.

Mehr Text zur Aufführung folgt.

Fazit. Bitte mehr davon! Die Natur als Bühne und Raum für Träume und neue Erfahrungen.

Text + Fotos (lv)

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Wald-Theater zum Luftholen und Lustwandeln in der Dresdner Heide

21 Montag Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Musik, Projekte, Theater

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Die Natur spielt mit: Eine fantasievolle Figurenschar um die Schauspielerin und Regisseurin Regina Felber (im Hintergrund) lockt zum Wald-Theater.

Luftholen  – Eine musikalisch-theatralische Wanderung
mit Picknick im Wald

Insgesamt 15 Künstlerinnen und Künstler begleiten die Besucher beim Wald-Theater, das am 27. Juni, 15 + 18 Uhr Premiere hat.

Bühne frei zum „Wald-Theater“ in der Dresdner Heide. Vor traumhafter Kulisse im Waldpark Weißer Hirsch überrascht eine lustig-fantasievoll kostümierte Figurenschar die Spaziergänger. Zwischen Bäumen steht eine Wanderbühne mit samtrote Vorhang, auf dem vom Wind bewegte Blätterschatten mit den Sonnenstrahlen tanzen.

Ein erster Vorgeschmack auf ein Erlebnis besonderer Art. Unter dem Titel „Luftholen“ hat der musikalisch-theatralische Spaziergang am und im Stechgrund der Dresdner Heide am 27. Juni, 18 Uhr Premiere. Wegen des großen Interesses gibt es noch eine zweite Vorstellung um 15 Uhr. Beide Veranstaltungen sind bereits ausverkauft.

Sich Luft machen, Rausgehen und wieder live Kultur genießen nach dem langen Lockdown, das führte die Akteure um die Schauspielerin und Regisseurin Regina Felber zusammen. „Ich wollte wieder etwas machen, eine künstlerische Reise im Wald“, sagt Regina Felber, „und es ist toll, wieder mit anderen Künstlern zusammen arbeiten zu können.“ Noch nie sind die Leute so viel spazieren gegangen oder gejoggt und suchen Erholung im Wald wie während der Corona-Zeit, heißt es jetzt oft. Und Kunst im Wald?

Gab es so noch nicht und reizt Regina Felber daher um so mehr. Der Wald als Zufluchtsort, Ort der Geheimnisse, Träume und Visionen spielt außerhalb der Bühne und Stücken wie etwa Shakespeares „Sommernachtstraum“ bisher kaum eine Rolle. Das Kunstprojekt „Luftholen“ lädt die Besucher zum Gehen und Schauen, Hören, Verweilen und Lustwandeln im Freien ein. Insgesamt 15 Künstlerinnen und Künstler agieren zum Thema Luft und Wald an zehn Spielorten. „An der Pergola, dem Eingang zum Waldpark an der Stechgrundstraße wird das Publikum begrüßt, mit einem kulinarischen Lunchpaket und Getränk von Feinkost Müller vom Weißen Hirsch für das Waldpicknick versehen und in Gruppen von 30 bis 45 Personen von den Künstlern ins `Wald-Theater` begleitet“, so Regina Felber. Sie ist die Theaterdirektorin und spielt eine Figur, die vom Home Office weg will.

Mit von der Partie sind außerdem ein „sprechender Baum“, eine Frau im Käfig und eine Einsiedlerin, die im Wald lebt unter den Gesetzen der Natur, frei von den Zwängen der Gesellschaft und in einem Laubhaufen schläft. Gespielt wird sie von Julia Henke, die auch Figuren aus Holz mit der Kettensäge bearbeitet und einige mitbringt. Es gibt eine „Freakshow“ von Verrückten, die sich im Wald tummeln. Als Nixe in blauem Kleid und Fransentuch entsteigt die Tänzerin Sabine Jordan dem Wasser an der Teichquelle. Clown Lulu alias Joachim Lippmann sorgt als „bunter Hund“ für Späße und konkurriert
Flöte spielend mit dem Vogelgezwitscher. Eine urwüchsige Waldfee mit Feder und Blume im Haar und kraftvoll trommelnd, spielt Pepper Winnfried Haak. Ihr Künstlername ist Serpentina Riddle. Die 14-Jährige stammt aus einer Familie von Cheyenne-Indianern in den USA. Sie wohnt mit ihrer Mutter und Oma in Dresden.

Das Spiel im Wald begleiten Klänge auf dem Didgeridoo, Geige und Cello. Finanziell unterstützt wird die künstlerische Wald-Wanderung durch private Sponsoren, insbesondere Baywobau Dresden, die Apotheke am Weißen Hirsch, Ärzte und das Auktionshaus Günther. Regina Felber war sechs Jahre als Schauspielerin am Staatsschauspiel Dresden engagiert und initiiert und organisiert seither freischaffend kulturelle Projekte, darunter seit 2012 die Reihe „Dreikönigsball“ im Parkhotel Weisser Hirsch mit nationalen und internationalen Opernsängerinnen und für das Elbhangfest 2013 „Lohengrin – ein MusikSchauSpiel“ nach Richard Wagner. Das „Wald-Theater“ findet am dieses Jahr coronabedingt ausfallenden Elbhangfest-Wochenende statt.
Es ist natürlich kein Ersatz, aber setzt ein Zeichen für die Kultur, so Regina Felber. Sie wohnt seit 1994 in der Nähe vom Waldpark. 2011 entstand bereits „Spur der Kur“ in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein Weißer Hirsch/Oberloschwitz und der Baywobau, eine Zeitreise im ehemaligen Lahmann-Sanatorium mit 130 Mitwirkenden und 800 Zuschauern. Das Gebäudensemble wird saniert und als Wohnpark ausgebaut.

Außerdem kann man Regina Felber jetzt jeden Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr mit Straßenmusik vor dem Café Clara unweit vom Körnerplatz erleben. Mit Liedern von Zarah Leander bis Rammstein. Manchmal trifft sie dann auch auf die spontan drauflos musizierende Künstlerrunde, wo auch Komiker Joachim Lipppmann regelmäßig mitmischt, unterhalb vom Körnergarten am Blauen Wunder mit regem Zulauf von Spaziergängern und Fans.

Innerhalb des Kultursommer 21, gefördert vom Bund, plant Regina Felber eine Stadtwanderung in Dresden, wieder mit verschiedenen Stationen und Künstlern. Zu erleben allerdings erst im September.

Weitere Infos und Kartenbestellungen (pro Person 25 Euro inkl. Lunchpaket und Getränk, Dauer: ca. zwei Stunden) für das Wald-Theater unter www.luftholen.regina-felber.de Für alle Nicht-Geimpften gibt es vor Ort ein zertifiziertes mobiles Test-Zentrum für einen Spuck-Test, der gratis genutzt werden kann.

Text + Fotos (lv)

Zum Theater in den Wald: das Titelplakat für diese besondere Aufführung gestaltete die Illustratorin Annette von Bodecker (im Foto 2. v. li). Außerdem dabei: Pepper Winnfred Haak, Joachim Lippmann, Regina Felber und Sabine Jordan.

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Ostrale in Robotron-Kantine

28 Freitag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Dresdner Kunstbiennale OSTRALE nach dem Lockdown

Neue Formen der Zusammenarbeit: Robotron-Kantine

Nika Rukavina arbeitet an ihrem Werk „Handbuch für Hausreparaturen für Frauen“ – OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger und Team ertüchtigen die Robotron-Kantine für die Zwischennutzung – Die schwedischen Künstler Christoph und Sebastian Mügge vollenden das erste der vor Ort gestalteten Kunstwerke der OSTRALE Biennale.

Bis zum 6. Juni ist die Robotron-Kantine unter Regie des Kunsthauses Dresden Kulisse für künstlerische Interventionen, unter anderem von André Tempel, Ina Weise, Henning Haupt und Stephanie Lüning. Im Innern arbeitet parallel schon seit Wochen das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst an der kommenden OSTRALE Biennale O21, die am 1. Juli eröffnet werden soll. Soeben haben die Brüder Christoph und Sebastian Mügge an einer Außenwand des Ostmoderne-Pavillons das erste der Kunstwerke vollendet, die vor Ort für die „O21“ geschaffen werden. Gerade hat in Vorbereitung der OSTRALE Biennale auch die Ungarin Nika Rukavina ihre künstlerische Arbeit an der Robotron-Kantine aufgenommen.

„Mit der derzeit leer stehenden Robotron-Kantine bespielen wir im Wechsel eines der letzten Objekte in Dresden, die noch für eine Nutzung für Akteure der zeitgenössischen Kunst verfügbar sind. Wir hoffen, dass wir dieses wunderbar geeignete Objekt für eine dauerhafte Nutzung sichern können“, so Christiane Mennicke-Schwarz, künstlerische Leiterin des Kunsthauses Dresden und Andrea Hilger, Direktorin des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst in einem gemeinsamen Statement.

Bereits seit 11. Mai haben die schwedischen Brüder Mügge (Christoph, geb. 1983 in Bonn und Sebastian, geb. 1981 in Bonn; leben in Schweden) an ihrem detailreichen Werk „Hope for the best but expect the worst“ gearbeitet. Auf 38 x 3 Metern schufen sie dabei Kunst im öffentlichen Raum: Ihre Wandmalerei ist mit Holzkohle, Wandfarbe und Fixiermittel auf die robuste Holzverschalung aufgetragen, mit der das Team der OSTRALE zuvor zerstörte Glasflächen der Robotron-Kantine gesichert hatte. Christoph und Sebastian Mügge werden während der OSTRALE Biennale auch im Klärpark Kaditz der Stadtentwässerung Dresden mit einem Werk vertreten sein. Die dafür vorgesehene skulpturale Komposition „Not a Dog Shelter“ entsteht dort bis 12. Juni, unter anderem mit Haaren aus Dresdner Friseursalons.

Auch Nika Rukavina (*1980 in Kroatien) gastiert derzeit in Dresden, um an der Robotron-Kantine einen Beitrag zur OSTRALE Biennale zu erarbeiten, nämlich ihr Werk „Manual for House Repairs for Women 2018/2021″ (2x10m). Und einige „Reparaturen am Haus“ haben die Mitarbeiter des OSTRALE Zentrums noch zu leisten, bevor sie die leerstehende einstige Kantine wieder für die Öffentlichkeit öffnen können.

Die meisten Kunstwerke, die dann zu sehen sein werden, werden für die OSTRALE Biennale aus insgesamt 34 Ländern, darunter Bangladesh, Togo und Singapur nach Dresden entliehen. Die ersten Kunsttransporter rollen bereits durch Osteuropa.

Zu den Werken:

„Hope for the best but expect the worst“: Ausgehend von einer „Krisenbox“ verbindet diese detailreiche, ortsspezifische Wandzeichnung das Wettrüsten des Kalten Krieges mit zeitgenössischen Phänomen und wirft Fragen auf, wer in den sicheren Hafen aufgenommen werden sollte. Während des Kalten Krieges war die Bedrohung eines nuklearen Angriffs in der Gesellschaft allgegenwärtig und da ein solcher Anschlag verheerende Folgen für die Nahrungsmittelproduktion eines Landes gehabt hätte, wurden strategische Depots für essentielle Grundnahrungsmittel eingerichtet. Das Phänomen lebt in unserer Zeit in der sogenannten „Prepper“-Bewegung weiter, in der Menschen es sich zur Lebensweise gemacht haben, auf mögliche Notfälle vorbereitet zu sein. Die Krisenbox enthält alles, was zum Überleben benötigt wird, wenn die Grundversorgung aufgrund einer Notsituation eingestellt wird.

Manual for House Repairs for Women 2018/2021 ist der Titel des Werkes, das an der Außenwand Richtung Lingnerallee entsteht. „Ich arbeite schon seit Jahren als Handwerkerin, um mein Künstlerbudget aufzubessern. Die meisten Arbeiten, die ich ausführe, sind für meine weiblichen Freunde oder Familienmitglieder, die mich mehrfach gebeten haben, ihnen beizubringen, wie sie die kleinen Reparaturen selbst machen können, also ist dieses Projekt für sie. Es richtet sich in erster Linie an Frauen, nicht weil ein Mann es nicht nutzen kann, sondern wegen all der ‚rosa Werkzeuge‘ (in ‚mädchenhaften‘ Designs mit seltsamen Formen, Pelzen und Glitzer), die speziell für Frauen hergestellt werden und in den meisten Fällen nutzlos sind. Das vorliegende Handbuch kämpft gegen dieses verzerrte Bild der kapitalistischen Ermächtigung von Frauen, das auf seine Weise sagt: ‚Du bist uns gleichgestellt, du kannst es selbst tun, aber die Werkzeuge, die wir dir geben, sind wertlos'“, so Nika Rukavina.

Weblinks:
http://www.ostrale.de
http://www.kunsthausdresden.de

Text: Tobias Blaurock, blaurock markenkommunikation

OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Andrea Hilger, 1. Vorsitzende
Web: http://www.ostrale.de

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Internetlesung: „Gottesquartett – Erzählungen eines Ausgewanderten“ mit Patrick Roth

19 Mittwoch Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

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Patrick Roth spricht über Träume, Umarmungen, das Unbewusste und liest aus „Gottesquartett – Erzählungen eines Ausgewanderten“

Das Literaturforum Dresden e.V. lädt in seiner Reihe Literarische Alphabete zur nächsten virtuellen Lesung am 20. Mai, um 19 Uhr ein.

Das Video: https://youtu.be/8-jQGREswbY

Der Tod seiner Therapeutin bewegt einen bekannten Schriftsteller dazu, nach Los Angeles zurückzufliegen, um an ihrer Gedenkfeier teilzunehmen. Im Gepäck hat er das Gottesquartett, vier fesselnde Erzählungen, die er ihr gewidmet hat. Während die Stadt von Bränden bedroht wird, liest und bespricht er die Texte im Kreis seiner Freunde. Patrick Roth inszeniert in seinem neuen Buch diese packende Rahmenhandlung rund um jene vier zentralen Erzählungen, die die Erfahrung biblischer Figuren wie Abraham, Samuel, Simson und Paulus bündeln. Auf brillante Art spürt Patrick Roth diesen Figuren nach, macht sie lebendig und weckt das Feuer, das in ihnen schlummert. Es geht dabei um menschliche Ur-Erfahrungen, um religiöse Suche, um brennende Sehnsucht – ein Meisterwerk! (Verlagstext Herder)

Patrick Roth, geb. 1953, lebt als Schriftsteller in Los Angeles und Mannheim. Er begann seine künstlerische Karriere in den USA als Regisseur und Drehbuchautor. Neben der filmjournalistischen Arbeit verfasste er Hörspiele und Theaterstücke, die er überwiegend selbst inszenierte. In den 1990er-Jahren wechselte er in die Prosa und entwickelte seinen charakteristischen Stil als Erzähler von biblisch-mythischen Stoffen. Für sein literarisches Schaffen wurde er vielfach geehrt (u. a. mit dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur, dem Hugo-Ball-Preis, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und mit Poetikdozenturen an verschiedenen Universitäten). Seit 2007 ist er Resident Scholar des C. G. Jung Study Center of Southern California und Mitglied im Board of Directors. .

www.mythograph.de

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.

**************************************

Außerdem:

Unsere Lesung mit Muhō Nölke aus „Futter für Pferd und Esel: Das Dôgen-Lesebuch“ über Zazen, Meditation und Praxis  ist  weiterhin über unseren Youtube-Kanal abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=hVXvmudaxsA

Text: Patrick Beck

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Sarkastisch & Solidarisch: Bisher schwieg die Kulturszene zur Corona-Politik. Das ändert sich jetzt mit der Aktion #allesdichtmachen von Schauspielern, die für Aufruhr sorgen.

26 Montag Apr 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Theater, Zwischenmenschliches

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Von der Zwei-Zimmer-Atmung bis zum Abstand von sich selbst

Künstler bleiben nicht länger still im Lockdown. Gut so. Satire darf auch weh tun. Die Corona-Maßnahmen tun es auch. Rund 50 Film- und Fernsehschauspieler, darunter bekannte wie Jan Josef Liefers, Ulrich Tukur, Nadja Uhl und Wotan Wilke Möhring,  sorgen derzeit für Aufsehen mit einer Internetaktion mit ironischen Videos zur Corona-Politik unter dem Motto #allesdichtmachen.

Dass die Wellen der Entrüstung derart hoch schlagen, wundert nicht nur die Beteiligten, sorgt für viel Diskussionsstoff vor allem in den sozialen Netzwerken und wirft viele Fragen auf. Vom Vorwurf, die SchauspielerInnen würden mit ihrer Aktion #allesdichtmachen die Corona-Maßnahmen und an Covid Erkrankte „verhöhnen“, „veräppeln“, sich darüber „lustig machen“ bis „schäbig“ reicht die Medienschelte in Zeitungen und im Fernsehen.

33 Videos stehen noch auf der Seite #allesdichtmachen auf Youtube. Sie sind sehr unterschiedlich gelungen in Machart, Aussage und Wirkung. Alle rufen auf eigene Weise zur Unterstützung der Corona-Maßnahmen der Bundesregierung auf.

Beispielsweise der Vorschlag von Thorsten Merten, der wegen des gebotenen Abstands die Bundesregierung auffordert, Familien entsprechend größere Wohnungen, Häuser oder Villen a la Spahn zu geben. Schön sarkastisch Cem Ali Gültekin, der als seinen „solidarischen  Beitrag“ früh reihum die Kinder in der Nachbarschaft weckt zum Schnelltesten für die Schule und sie stramm stehen lässt. Anrührend Maxim Mehmet, der seine Frau und Tochter nur noch per Skype sieht und die Kinder voneinander trennen musste, damit sie nicht zusammen spielen. Und einen Geburtstagskuchen mit Kerzen vor die Zimmertür der Tochter stellt, die er kaum noch sieht. „Doch ob drei, fünf oder zehn Jahre, wir können warten!“

Absurdkomisch macht sich Nina Gummich in ihrem Video für Meinungsfreiheit stark, indem sie sich gleich von ihrer eigenen Meinung befreit, bevor sie noch mehr infiziert. „Und für die Karriere ist es auch besser. Keine Meinung ist die beste Meinung…“

Schauspieler Hanns Zischler distanziert sich „vom Social Distancing, von all meinen Mitmenschen und mit aller gebotenen Schärfe von mir selbst. Ich distanziere mich von morgens bis abends. Mit anderen Worten: Ich halte Abstand.“

Fast schon kafkaesk wünscht sich Volker Bruch von der Regierung „mehr Angst, um sich an ihr festzuhalten.“ Sein Gesichtsausdruck mit ernster Miene, standhaft verzweifeltem Zusammenreißen und abgerungenem Lächeln lässt einen nicht los. Beeindruckend!

Einige Schauspieler haben ihre Videos wegen der heftigen Reaktionen inzwischen von der Seite genommen, die eigentlich ganz witzig waren wie das Video mit der Zwei-Zimmer-Atmung, wo ein Mann und eine Frau ständig die Zimmer wechseln, um den anderen zu schützen. Alternativ dazu zwei Tüten zum Ein- und Ausatmen, damit die Luft rein bleibt. Dieses Video hat Richy Müller inzwischen zurückgezogen. Auch das Video von Heike Makatsch ist nicht mehr zu sehen, in dem sie im Wohnzimmer saß und weder Paketbote noch Pizzalieferferdienst die Tür öffnete, um sich und die Nachbarn zu schützen und kein Infektionsrisiko einzugehen.

Anderes fand ich übertrieben, wie das ebenfalls zurückgezogene Video  einer Schauspielerin, die erzählte, wie sie die überlastete Polizei in der Corona-Zeit unterstützt, auch vor hartnäckigen Gegnern auf Demos. Indem sie ihre Kinder statt von ihnen lieber selbst mit dem Gummiknüppel verprügele.

Felix Klare hat sein Video wieder auf die Seite gestellt, gute Entscheidung!, in dem der Schauspieler und Vater von vier Kindern mit viel Ironie vom Homeschooling mit ihnen erzählt und klare Ansagen macht, damit sie spuren.

Besonders heftiger Gegenwind schlug Jan Josef Liefers entgegen, der in seinem Video ohne Umschweife, pointiert ironisch allen Medien unseres Landes dankt, die seit über einem Jahr „unermüdlich, verantwortungsvoll und mit klarer Haltung“ dafür sorgen, dass der „Alarm ganz oben bleibt“ und „kein unnötiger kritischer Disput uns ablenken kann von der Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer Regierung.“ Natürlich ist er mit seiner ostdeutschen Herkunft besonders sensibilisiert bei diesem Thema und für Zwischentöne. Mit schräg geneigtem Kopf und gutgläubig schaut Liefers in die Kamera, wenn er feststellt, dass schließlich „nur ganz wenige Spezialisten wissen, was wirklich gut für uns ist.“  Wer es anders sieht, wird eindringlich gemahnt. Liefers Rat: „Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht!“ Sein Video hat mittlerweile über 1,3 Millionen Aufrufe.

Ein TV-Interview mit Jan Josef Liefers auf WDR über sein medienkritisches Video wurde zur Realsatire! Es glich einem Verhör, das der Moderator mit Liefers führte, der sichtlich mitgenommen vom Wirbel um die Aktion und die dauernden Rechtfertigungen dazu wie er sagte, war. Der Medienmann fühlte sich wohl persönlich angegriffen von Liefers Video. Getroffene Hunde bellen.

Im Interview in der TV-Sendung „drei nach neun“ ging es zwar sachlicher zu in der Diskussionsrunde über die Aktion #allesdichtmachen im Beisein von CDU-Kanzlerkandidat Laschet, der Liefers Meinung nicht teilt, aber andere Meinungen in einer Demokratie für unerlässlich hält. Die Frage stand im Raum, und auch Liefers, der zugeschaltet war, schien auf einmal verunsichert bis reuevoll, ob Ironie das geeignete Mittel für die heikle Corona-Thematik sei.

Mit welchen Mitteln, wenn nicht der Ironie, hätten sich die Schauspieler denn sonst Gehör verschaffen sollen? Aktionen wie „Stumme Künstler“ brachten alle nichts. Nun weiß man warum. Satire tut weh, da schreien alle auf. Sie lebt von der Übertreibung, um auf den wahren Kern zu stoßen. Wenn der Beifall dann auch noch von der falschen Seite kommt, wie Liefers dem Moderator im WDR-Interview erwiderte, ist das erst recht schlimm und ja es polarisiert. Wie das Land schon vor Corona gespalten war.

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht oder so: wie tief das Land schon in der Lethargie, im Gleichmut versunken ist. Und dass mit den Schauspielervideos doch einige wunde Punkte getroffen wurden und eine Auseinandersetzung damit not tut. Bezeichnend der Satz eines Regisseurs, Winkelmann (noch nie gehört und ich geh viel ins Theater): den Schauspielern habe man das Drehbuch (!) weggenommen… Deswegen sei das Ganze nach hinten losgegangen. Das erinnert mich ein bisschen an die Situation 89, als die Schauspieler nach der Vorstellung aus ihrer Rolle heraustraten und ihre persönliche Meinung zu den Zuständen äußerten.

Nichts anderes haben sie in den Videos getan, unverblümt, spontan, satirisch zugespitzt bis albern und beängstigend kafkaesk. Dass das manche derart vor den Kopf stößt, sie es missverstehen oder gar nicht, konnten die Schauspieler nicht ahnen, die aber auch Betroffene vom Lockdown wie wir alle sind und ihre eigenen Erfahrungen damit gemacht haben.

Vielleicht müssten manch andere mal ihr Drehbuch einen Moment weg legen und mehr auf sich selbst und das Leben hören und sehen. Die Videos von #allesdichtmachen sind Leben pur mit allen Emotionen, Widersprüchen, Wut, Schmerz, Traurigkeit, Angst und der leisen Hoffnung, zumindest gehört zu werden und ein paar Denkanstöße zu geben. Das ist doch die Aufgabe von Kunst, sich einzumischen in die Zeit, die Menschen zu bewegen und nicht klein beizugeben.

Dies ist  ein freies Land, wo jeder sagen und tun kann, was er will. Dachten auch die Schauspieler der Videos, die wohl nach über einem Jahr im Lockdown und geschlossenen Theatern einfach ihrem Spieltrieb nachgegeben und Corona und die Folgen und den Umgang damit von ganz oben bis unten weidlich ausgeschlachtet haben. Herausgekommen ist ein unschön verzerrtes Spiegelbild der Gesellschaft, damit die Öffentlichkeit endlich wahrnimmt, wie komplex die Corona-Misere tatsächlich ist.

Fazit: Wer offen ist, auch bereit zum Nach- und Mitdenken, wird in den teils klaren, teils absurd-hintersinnigen bis beklemmenden Szenen nicht nur Kritik an den Corona-Maßnahmen, sondern auch Anregungen finden. Nicht nur die Wortwahl, auch Stimme, Tonfall, Betonung, Körpereinsatz sagen viel aus. Entweder man sieht und versteht es oder nicht. Ganz wie im echten Polittheater.

Danke den SchauspielerInnen für diese selbstbewusste Aktion, die zeigt, dass Corona eben alle angeht, keinen kaltlässt und daher alle gemeinsam überlegen sollten, was zu tun ist, damit nicht alles dicht bleibt. Sondern wir alle uns bald wieder mitten im Leben wiederfinden.

Bis es soweit ist, vertreiben weitere kulturelle Aktionen wie Danser Encore den Lockdown-Blues. Die Welle der Lebensfreude von im öffentlichen Raum singenden und tanzenden Menschen aus Frankreich ist nun auch hierzulande angekommen. Der erste Flashmob dieser Art fand letzten Freitag nachmittag auch in Dresden am Blauen Wunder statt, leider griff die Polizei ein, wie vorher schon bei einem spontanen Straßencafé mit Kaffee und Kuchen und Begegnung vor dem Weimarer Theater und dem Denkmal mit Goethe und Schiller. Wenn die wüssten!

Text (lv)

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Ausstellung „Schwarzes Band“ von Lars Breuer in der Artbox Dresden

13 Dienstag Apr 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Projekte

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Alles Nichts oder Anfang ?!

Darüber dürfen die Betrachter des Schrift-Bandes von Lars Breuer rätseln. Zu sehen ist die bereits siebente Ausstellung in der Artbox Dresden, aufgrund der aktuellen Corona-Situation muss die Eröffnung entfallen, ab 17. April, 19 Uhr. Gezeigt wird das Werk bis 23. Mai.

Ein schwarzes Band aus kantigen Buchstaben umhüllt die Artbox. Buchstaben, die eigenwillig gebrochen zu Silben und Worten werden und den Satz „NICHTS IST AM ANFANG“ bilden. Der Kölner Künstler Lars Breuer bewegt sich mit der Arbeit und seiner formalistischen Schrift auf Wand und Fenster zwischen abstraktem Bild und Text.

Die Flaneure an der Artboxecke werden aufgefordert, die fragmentarischen Blickwinkel zu erforschen und die Worte zu konstruieren. Beim Entziffern des Schriftbandes sind die Assoziationen vielfältig. Das technische Raster gibt den dynamischen Rahmen vor, aber lässt Raum für die eigene Interpretation: Bildet beispielsweise im umlaufenden Schriftzug das „Nichts“ das Zentrum oder der „Anfang“? Es ergeben sich unweigerlich Anklänge an die biblischen Schöpfungsberichte, wo das Wort im Anfang steht, oder ist hier vielleicht das „Schwarze Band“ die Reminiszenz an die Geschichte der zerstörten Stadt an der Elbe?

Durch das Kunstwerk ergeben sich Konnotationen zum Ort, zur Geschichte oder zur Mystik des Nichts. Der Philosoph Schelling stellt unter anderem fest: „Warum ist nicht nichts, warum ist überhaupt etwas?“ Diese diversen Bedeutungswelten und Zwischenräume streift Lars Breuer mit dem vieldeutigen Werk, das er eigens für die Artbox inszeniert hat. Es lädt zur Deutung ein und öffnet zur Frage – „IST AM ANFANG NICHTS“?
Dr. Michael Wächter (Kunsthistoriker)

Abbildung: OPPOSITION … EKLEKTIZISMUS | Acryl auf Wand | Foto: Carl Brunn 2009


gefördert durch
Amt für Kultur und Denkmalschutz

Artbox Dresden – 24h Ausstellungsraum – Kunstschaufenster | Ecke Hafenstraße / Uferstraße | 01097 Dresden

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„Zeitbrüche“ – Livestream-Lesung mit Thomas Kunst & Jens Wonneberger aus der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden

13 Dienstag Apr 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

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Einladung_Zeitbrueche_1-2EINLADUNG

„Zandschower Kliniken“ von Thomas Kunst
und „Mission Pflaumenbaum“ von Jens Wonneberger

Die Lesung wird am 14. April, um 19.30 Uhr per Livestream aus der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden übertragen.

Wir laden Sie recht herzlich zur ersten Lesung unserer neuen Literaturreihe „ZEITBRÜCHE: Von gesellschaftlichem Wandel und familiären Zäsuren.“ ein.

An fünf Abenden stellen Autor*innen in Tandem-Lesungen und moderiertem Gespräch ihre neuesten Romane vor, die anhand von Familiengeschichten, die wechselvolle deutsche Geschichte des 20. Jahrhundert erfahrbar machen.

Die Lesung findet als LIVESTREAM statt. Nutzen Sie den QR-Code oder den angegebenen Direktlink.

Wir freuen uns auf Sie!

Text: Elke Ziegler

Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Landeshauptstadt Dresden
Geschäftsbereich Kultur und Tourismus
Städtische Bibliotheken Dresden

Telefon +49 (0)351 8648103 | Fax +49 (0)351 8648102
e.ziegler@bibo-dresden.de
Schloßstraße 2, 01067 Dresden
www.bibo-dresden.de

Da zur Zeit Präsenzlesungen auf Grund der coronabedingten Beschränkungen nicht möglich sind, veranstalten die Städtischen Bibliotheken Dresden Lesungen im LIVESTREAM.

Literatrurfreunde können signierte Bücher von Thomas Kunst und Jens Wonneberger per email an: info@buchlesen oder unter Tel. 0351-8033914 bestellen!

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Ihr könnt die Bücher abholen, Buchhändler Jörg Scholz-Nollau kann diese verschicken oder bringt die Bücher vorbei.

Näheres zu den Büchern findet Ihr hier:

https://buchlesen.buchkatalog.de/Product/3000003362634/66212/10002/-3/Buecher_Romane/Thomas-Kunst/Zandschower-Klinken/4099276460822241225/4099276460822241224/4099276460822241224

https://buchlesen.buchkatalog.de/Product/3000002135095/66212/10002/-3/Buecher_Romane/Jens-Wonneberger/Mission-Pflaumenbaum/4099276460822241225/4099276460822241224/4099276460822241224

-- 
Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

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Neue Aktionen im „Institut für gute Laune“

08 Donnerstag Apr 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

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„Wir forschen an einem gut gelaunten Menschen und Wegen dahin.“ Thomas Preibisch, Inhaber des „Instituts für gute Laune“ auf dem Martin-Luther-Platz im Herzen der Dresdner Neustadt. Dort befindet sich auch sein Atelier.

Von der „Freude-Impfung“ bis zu „Kuchen-Konzerten“

Freude an der Kunst und gute Laune weiter verbreiten. Einfallsreich lädt Thomas Preibisch dabei andere Menschen zum Tauschen künstlerischer Talente ein.

Glücklichsein ist eine Kunst. Sich erfreuen können an dem, was man hat und Freude weiter verschenken. Darum dreht sich alles im “Institut für gute Laune der Neuen Symphatischen Moderne“.

„Es ist ein Ort, an dem Forschung und Kunst zu etwas Neuem verschmelzen“, sagt Thomas Preibisch (47), der Inhaber des „Instituts für gute Laune“. Außerdem ist er Kartoffeldruckkünstler, Autor, Liedermacher, Sänger und Radiomoderator. Er forscht über gute Laune und wie man sie weiterverbreitet. “Wenn man schon einmal eine Krise hat, sollte man sie auch nutzen, um etwas positiv zu verändern“, lautet sein Motto. „Wir forschen an einem gut gelaunten Menschen und Wegen dorthin.“ Ein Weg ist die „Freude-Impfung“, empfiehlt er, beispielsweise mit einem Kompliment, Lob oder Geschenk an andere Menschen. Oder man reicht eine „kleine gute Laune“ weiter, ein geldstückgroßes Minikunstwerk aus Pappe, bedruckt mit einer fröhlichbunten Menschenkette.

Manchmal liegt das Glück auch auf der Straße. Wenn Preibisch Cent- oder Euromünzen, auf einer Seite bemalt mit lachenden Gesichtern, einfach draußen „verliert“ und damit die Finder erfreut. “Lebendig wird die gute Laune nur, wenn man sie verschenkt“, so Preibisch. Sein „Institut für gute Laune“ sieht er daher als ein Aktionskunstwerk, das mit den Mitteln der Kunst immer auch an einer zukünftigen Gesellschaft forsche, in der es für jeden stimmt. Wichtige „Mitarbeiter des Instituts“ seien J.W. von Goethe mit seinen Forschungen zu Farbenlehre, Naturgesetzen, Metamorphose und zur Bestimmung des Menschen und Joseph Beuys mit seiner Überzeugung, dass jeder Mensch ein Künstler ist und seiner Idee der sozialen Plastik, die alle verbindet. Diese Ideen werden lebendig gehalten und weiterentwickelt im „Institut für gute Laune“.

Bildnisse von ihnen und anderen großen Dichtern und Denkern zieren die Krone, die Preibisch aufsetzt, wenn er unterwegs ist mit seiner Aktionskunst. Er hat auch eine eigene Währung, die Kartoffelmark, erfunden, die man eintauschen kann durch eigene, kreative Dinge und Talente. Seit 2009 gibt es das “Institut für gute Laune“. Sein Atelier mit eigenem Bild- und Tonstudio befindet sich am Martin-Luther-Platz in der Dresdner Neustadt.

Wie vertreibt er bei sich schlechte Laune? „Indem ich etwas Abstand zu mir nehme, nicht alles zu ernst sehe und über mich selber lachen kann“, sagt Thomas Preibisch. Gute Laune habe er, wenn er das Leben und Probleme wie ein Kind spielerisch betrachtet. Er ist ein humorvoller Mensch und philosophiert gern. Beim Loslassen trüber Gedanken hilft ihm eine Übung: „Sich morgens vor den Spiegel stellen. Mit dem Finger auf sich zeigen und sagen: Das soll ich sein?!“ Dann muss er schon schmunzeln über sein Spiegelbild. Thomas Preibisch ist künstlerischer Autodidakt. Sein Geld verdient er mit Vorträgen und Workshops für Firmen und andere Interessierte zu Teambildung und Kreativität.

Er hat außerdem eine eigene Sendung „Frühstücksradio mit Spaß“ auf Coloradio, immer sonntags um 12 Uhr und seine Youtube-Show „Wunderbares für Wahres“ soll Ende März starten. Sobald der Lockdown es zulässt, will Thomas Preibisch „Kuchen-Konzerte“ im Stadtteilhaus Äußere Neustadt, zugleich Ausstellungsort seines Instituts, jeweils Sonntagnachmittag um 15.30 Uhr veranstalten. Jeder Zuschauer bringt zwei Stück Kuchen mit, eins für sich selber und eins für den Künstler. Dafür singt und musiziert Thomas Preibisch zur Gitarre und am Klavier, danach wird gemeinsam geschmaust und unterhalten. Backen ist schließlich auch eine Kunst, und weitere Künste und Künstler sind immer gern gesehen im „Institut für gute Laune“.

Text + Fotos (lv)

Mehr Infos zum Künstler Thomas Preibisch unter WWW.fischbild.de

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Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Premiere "Die Troerinnen" im projekttheater
  • Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen
  • Heusers Büchertheke - Lesung aus Juli Zehs Roman "Unterleuten"
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul
  • Ausstellung "Mit allen Sinnen" von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros
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  • Premiere "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch im Kleinen Haus
  • Premiere "Das Ding - die Friedrichstadt-Revue" im Dresdner Friedrichstatt Palast

Aktuelle Beiträge

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  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
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  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
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