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Kategorien-Archiv: Theater

„Die Lebenden Toten“ im Kleinen Haus: Wahnwitzige Parodie über das Flüchtlingsdrama in Europa

29 Sonntag Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Die Zombies kommen!

Eine wahnwitzige Parodie über das Flüchtlingsdrama in Europa im Kleinen Haus in Dresden

Ein riesiges, hungriges und alles verschlingendes Zombiemassenheer steuert auf Europas Küsten zu. Es lässt sich weder von Krieg, Seenot oder EU-Grenzwachen aufhalten. Nur eine gruslige Fiktion oder fast Wirklichkeit? Das fragt das Stück „Die lebenden Toten“ von Christian Lollike, ergänzt mit Textfragmenten von Tanja Diers und Mads Madsen.

Die Premiere in einer Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen war am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Viel Zündstoff birgt diese grotesk zugespitzte Aufführung, die berechtigten und diffusen Ängsten vor Fremdem sowie Gründen und möglichen Folgen des gegenwärtigen Flüchtlingsdramas in Europa nachgeht unter Regie von Tilmann Köhler. Dagegen wirkt Houllebecqs ironische politische Fiktion eines islamischen europäischen Staates in seinem Roman „Unterwerfung“, ebenfalls in einer Inszenierung im Kleinen Haus zu sehen, ziemlich harmlos angesichts dieses viel radikaleren Stücks.

Denn es geht noch einen Schritt weiter, indem es ein gleichzeitig irrwitziges wie schmerzhaftes Horrorszenario der schlimmsten Befürchtungen, genährt aus Verunsicherung und schlechtem Gewissen nicht genug zu tun, entwirft: Was passiert, wenn aus dem weiterhin auf Europa zusteuernden Flüchtlingsheer Zombies werden? Jene lebende Untote bestehend aus den Körpern der zahlreichen ertrunkenen Flüchtlinge, die aus dem Meer an Land kommen und blutige Rache nehmen für das Wegsehen und unterlassene Hilfe der „Festung Europa“. Die Inszenierung hinterfragt in intensiven, beklemmenden, bis an die Grenze des Erträglichen gehenden Bildern blutrünstiger Vampire sowie eindringlich spannungsreichem Körpertheater kritisch die aktuelle Flüchtlingspolitik, die Rolle und Verantwortung der Politik, der Medien, des Theaters und jedes Einzelnen.

Die Ausgangssituation: Drei Menschen wollen einen Film zur Flüchtlingskrise drehen. Die Bühne ähnelt einer Sandwüste, ein paar Kisten mit Requisiten, eine Filmleinwand und ein Popcornbecher stehen griffbereit. Die zwei Männer und eine Frau überlegen, wie sie am besten Mitgefühl mit dem Flüchtlingselend erreichen können beim Zuschauer. Sie versuchen es mittels schockierender Filmszenen wie in Vampir- und Horrorfilmen. In so viele Flüchtlinge kann man sich nicht hineinversetzen, lautet ihre These. Die drei hartnäckig um Emphatie und Glaubwürdigkeit ringenden Schauspieler André Kaczmarczyk, Kilian Land und Antje Trautmann sehen sich selbst auf der Leinwand zu und ihren Albträumen. Sie spielen Phrasen dreschende EU-Politiker, böse Geister beschwörende Geistliche und menschliche Zombies mit grusligen Masken, Flüchtlinge in gebrochenem Deutsch und sächselnde Urlauber am Mittelmeer, die von Zombies überfallen werden.

Großartig die wahnwitzige Parodie von Kaczmarczyk eines Mannes, der überall Bedrohung wittert, sich in ein Erdloch verkriecht und die Mauer wiederaufbauen will. Kilian Land berührt als Zombie, der das menschliche Grauen nicht fassen kann. Antje Trautmann taucht in einem mitgefilmten Selbstversuch ihren Kopf in eine Wasserschüssel und ihre Mitspieler lassen sie zappeln, bis sie kaum noch Luft bekommt, damit es echt aussieht. Ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Gleichgültigkeit und Abschotten, bevor die schrecklichen Visionen wahr werden ist diese Aufführung. Wie geht man aber nun mit den realen Ängsten um und findet konstruktive Auswege aus dem Flüchtlingsleid? Darauf findet die Inszenierung keine schlüssige Antwort. Bei aller Absurdität in der Darstellung übertriebener Ängstlichkeit von aus ihrem Alltagstrott heraus gerissenen Bürgern blieb ein befreiendes Lachen am Ende aus. Dennoch herzlicher Beifall für einen engagierten Theaterabend.

Es gibt nur noch zwei Vorstellungen: am 13. und 17.6., 19.30 Uhr

Foto: Staatsschauspiel Dresden

Aktuell zur Flüchtlingskrise: Überlebende berichten von Flüchtlingsunglück mit Hunderten Toten http://a.msn.com/01/de-de/BBtBiUO?ocid=se

 

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Höchste Zeit!: eine Heirats-Musicalkomödie

22 Sonntag Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Foto: Robert Jentzsch

Ein humorvoller Hochzeits(alb)traum

Ein Muss für alle frisch Verlobten, Langzeit-Singles und Ehe-Insassen ist diese Inszenierung in der Comödie Dresden.

Eigentlich müsste sie im siebten Himmel schweben. Denn die lebenslustige Karrierefrau Gaby wird gleich ihren Traummann heiraten. Doch seit letzter Nacht ist er spurlos verschwunden und sie weiß nicht, mit wem sie diese verbracht hat. Damit ist für reichlich Herzkribbeln, Aufregung und Spannung gesorgt in der Musicalkomödie  „Höchste Zeit!“ (Buch: Tilman von Blomberg, Liedtexte: Carsten Gerlitz). Die Premiere war am Freitag abend in der Comödie Dresden.

Buchstäblich berauscht stolpert die Braut in spe im schwarzen Minikleid (reichlich gefühlsverwirrt: Charlotte Heinke)aus dem Bad. Sie befindet sich in der Hotelsuite eines Grand Hotels. Dem einzigen Ort, an dem man noch an Märchen glaubt, erklingt süffisant eine Männerstimme aus einem sprechenden, grünflimmernden Spiegel, um wie ein froschverzauberter Traumprinz (Viktor Neumann) kühl-ungerührte und ungenierte Kommentare zu den Liebesturbulenzen abzugeben.

Mit Blick auf eine handsignierte CD von Howard Carpendale steigt ein beunruhigender Verdacht in der Braut auf. Während die drei Freundinnen als Brautjungfern in Feierlaune anschwirren und weder mit gut gemeinten Ratschlägen noch giftigen Seitenhieben rund um Liebesromantik und -alltag, Ehe und Treue und ihre Schattenseiten sparen, hat die Braut Zeit sich klar zu werden, was sie eigentlich will. Ihr Motto heißt: „Im Herzen treu, im Leben frei.“

Mit viel Witz und Power, Lust und Wut singt, spielt und tanzt das Damen-Quartett in der Fortsetzung des Musicals „Heiße Zeiten“ unter Regie von Katja Wolff nun wieder samt verrückt spielender Hormone und Gefühle. Die vier sehr verschiedenen Damen lästern, lachen, leiden, streiten, trösten und machen sich gegenseitig Mut und nehmen zu bekannten, umgeschriebenen Popsongs das Ideal von ewiger Liebe und Zweisamkeit humorvoll auf die Schippe. Da ist die vornehme, nach außen forsche und abgeklärte Ehefrau (Heike Jonca), die ihre „Scheidung als vorzeitige Haftentlassung“ betrachtet und wieder frei sein will. Und der Braut einpaukt: „Den Richtigen gibt es nicht, sondern nur den am wenigsten Falschen!“ Da ist die junge Mutter (Wiebke Wötzel), die sehnlichst heiraten will und derart hohe Ansprüche an ihren Freund stellt, dass er sich nicht traut sie zu fragen. Und die üppig-quirlige Hausfrau Doris (Angelika Mann), die ihr Herz auf der Zunge trägt und mit hinreißend bluesig-rockiger Stimme bekennt: „Ich will mehr!“ – als nur für Mann und Haushalt da zu sein.

Das Publikum hat sichtlich Spaß und durchlebt mit der Braut alle Höhen und Tiefen dieses Hochzeits(alb)traums. Wenn die Geschichte auch streckenweise sehr überdreht und widersprüchlich hinsichtlich der Wünsche und Realität der Frauen daherkommt und mehr auf Gags abzielt, bleibt es zumindest amüsant, unterhaltsam und spannend bis zum Schluss. Herzlicher Beifall.

Nächste Vorstellungen: 24. – 28.5. und 31.5., 1. – 11.6, 19.30 Uhr; 12. und 19.6., 15 Uhr und 14. – 18.6., 19.30 Uhr

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Warten auf Godot an den Landesbühnen Sachsen

21 Samstag Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Warten auf bessere Zeiten

Samuel Becketts berühmtes Stück am Sonntag auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Die absurd-komische Geschichte um die beiden Landstreicher Wladimir und Estragon, die auf einen geheimnisvollen Unbekannten namens Godot warten, weil sie nichts zu tun haben und mit dem bestimmt alles besser wird, ist am Sonntag (22.5., 20 Uhr) wieder auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul in der Regie von Peter Kube zu sehen.

Das berühmte Stück von Samuel Beckett über Glück und Lebenssinn, Warten als innere Leere und Stillstand oder Abwarten und Reifen lassen bis die Zeit gekommen ist, stellt immer eine Gratwanderung dar. Passiert doch erst einmal  – nichts. Um so mehr kommen das Imaginäre und Bedeutungsschwere des Augenblicks, jede noch so kleine Geste sowie hin und her ge- und verdrehter Wort- und Spielwitz zum Zuge, den die beiden sehr komödiantischen Hauptdarsteller voll auskosten. Herrlich naiv-komisch und tiefgründig, lustig und traurig zugleich agieren sie in dieser zeitlos aktuellen Geschichte.

Sie laufen auf und ab, vor und zurück auf der runden Spielfläche mit einem kahlen Baum, der seine Schatten wirft. Wladimir (Michael Berndt-Cananá) fragt Estragon (Grian Duesberg) ob er sicher ist, dass sie hier an dieser Stelle warten sollen? Und was eigentlich ihre Rolle sei? Sind sie gebunden und an wen? Worauf warten sie eigentlich? Auf Rettung, einen Erlöser?

Das wissen sie selbst nicht. Die Langeweile quält sie und sie tun alles, um sie zu vertreiben. Vermessen den Platz, überlegen, wo sie überall hin gehen könnten und kommen doch nicht weiter als bis zum Bühnenrand. Denn sie könnten Godot ja verpassen und das wäre unverzeihlich. Sie erfinden Spiele, erörtern verschiedene Möglichkeiten des Selbstmords, philosophieren über das Leben und den Tod. Und tauschen ihre Hüte als ob sie dann ein anderer wären oder sich etwas ändern würde. Ein angeblich von Godot ausgesandter Bote, ein Junge, verkündet, dass sich seine Ankunft verzögern, er aber ganz bestimmt kommen werde. Mehr ist aus ihm nicht herauszubekommen.

Dann taucht noch ein seltsames Duo auf mit dem reichen, tyrannischen Landsbesitzer Pozzo (Marcus Staiger) und seinem schwer beladenen Diener  Lucky (Mattias Nagatis für den erkrankten Tom Hantschel ), den er wie einen alten Gaul an der Leine führt, zerrt und herumkommandiert. Hungrig muss er zusehen wie Pozzo isst und den Landstreichern die Knochen zuwirft und als Estragon sich der wimmernden, dürren Kreatur mitfühlend nähert, tritt Lucky ihn. Er kann Fremde nicht leiden und gehorcht nur seinem Herrn, kommentiert Pozzo trocken. Er verhöhnt und erniedrigt Lucky, befiehlt ihm zu tanzen und akrobatische Kunststücke vorzuführen.

Plötzlich sprudeln aus ihm wilde Wortkaskaden in einem verächtlich-wahnwitzigen Monolog darüber, wie der Mensch immer kleiner werde und redet sich in Rage bis sein Herr ihm das Seil um den Hals legt. Dafür gab es Szenenapplaus. Die beiden Landstreicher machen sich über Herr und Knecht lustig und ahmen die Kommandos nach, schreien und befehlen sich gegenseitig. Und führen absurde Dialoge im Wechsel von Verzweiflung und Hoffnung.

Als Pozzo und sein Diener wieder vorbei kommen – ist ein Tag vergangen oder Jahre? – ist Lucky stumm und Pozzo blind geworden. Der Herr muss jetzt von seinem Sklaven geführt werden. Sie können sich ebenso wie der Bote nicht entsinnen, Estragon oder Wladimir jemals zuvor begegnet zu sein. Als ob sie gar nicht existieren würden. Oder haben sie sich das alles nur eingebildet, sind die anderen nur Truggestalten? Ist das Leben ein einziger Betrug, eine Illusion und Sinnestäuschung? Sollen sie zusammenbleiben oder auseinander gehen? Was passiert, wenn sie Godot einfach fallen ließen?

Darüber darf der Zuschauer alleine weiterrätseln. Das ist auch der Reiz dieses Stückes, es stellt viele elementare menschliche Fragen,  spielt mit Wünschen und Erwartungen an sich selbst und andere und man kann es immer wieder neu und anders sehen. Und es wird nie langweilig. Viel Beifall.

 

 

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Wind.Mühlen.Flügel: Don Quijote im Kleinen Haus

15 Sonntag Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Auf den Flügeln der Fantasie

„Die Realität sind die Windmühlenflügel. Wir kämpfen alle dagegen, merken es nur nicht“, sagt Don Quijote. Kaum einer, der ihn nicht kennt, den Ritter von der traurigen Gestalt. Auch wenn man den dicken Wälzer nicht vollständig gelesen hat, gilt er als d e r Träumer und unverbesserliche Optimist und Weltverbesserer. War er ein Fantast, Depp oder Held oder beides?
Dem geht das Stück „Wind.Mühlen.Flügel.“, ein Rechercheprojekt frei nach Miguel Cervantes` berühmtem Roman „Don Quijote“ nach in einer Produktion der Bürgerbühne im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Jeder der sechs Spielerinnen und Spieler hat seine eigene Version der Geschichte von Don Quijote in dieser witzig, poetisch und einfallsreich in Szene gesetzten Aufführung von Autor und Regisseur Tobias Rausch. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach den Don Quijotes unserer Zeit, musikalisch originell auf Blasinstrumenten von vier jungen Musikern begleitet.
Fantasie und Realität, Episoden aus dem Roman und persönliche Lebensgeschichten mischen sich ständig, wenn sie von ihren Träumen, Siegen und Niederlagen und Erfahrungen im Umgang damit erzählen. Spielkulisse ist ein Bibliotheksraum mit langen Tischen, auf denen sich Buchstaben drehen und bewegen heraus aus den Bücherregalen und später kleine Windmühlen, gebaut aus Pappbechern und Getränkedosen mit Flügeln aus Besteck, projiziert im Schattenriss auf einer Leinwand. Zwei adrette Bibliothekarinnen in weißen Kleidern und schwarzer Schleife sortieren, archivieren und verwalten streng auf Ordnung bedacht die Bände. Eine junge Frau gibt sich als Profigamerin mit Leidenschaft für Fantasyspiele zu erkennen, setzt sich mal eine Blechdose auf den Kopf und mal einen rosa käfigähnlichen Korb wie gefangen in ihren Fantasien. Eine andere Frau erzählt von ihrer Liebe zu Büchern und von Leuten, die sie nur hin und her tragen ohne eine Seite aufzuschlagen.

Früher waren Bücher eine Insel, eine Waffe, sagt Susanna Pervana, sie haben geflüstert, gezischelt und gestichelt. „Heute stehen Bücher vergessen herum, gibt es nur noch ein einziges Buch – Facebook“, sagt sie, die aus einem griechischen Dorf stammt und als Kind mit ihrer Mutter nach Deutschland kam. Sie fühlte sich manchmal allein gelassen und wie in Platons Höhle: „Du bist von Schatten umgeben und weißt nicht mehr, was die Realität ist. Doch unsere Fantasie sucht immer einen Weg durch diese dünne Schicht, die wir Realität nennen“, weiß sie inzwischen. Später schlüpft sie in die Rolle von Sancho Pansa, dem treuen Knappen von Don Quijote, der ihn immer wieder aus dem Schlamassel herausholt. Statt seiner Lanze bringt sie ihm erst mal einen Latte Macchiato, als er mit verwegener Miene und Metalldeckel auf dem Kopf und hohen Schaftstiefeln den Lesesaal stürmt, den Tisch erklimmt und von oben aus seinem Tagebuch liest, heitere, nachdenkliche und anstößige Notate.

Der skurrile wie tollkühne Don Quijote ist eine Paraderolle für Hans Kubach, der als ehemaliger Journalist mit brüchiger Stimme von den Irrungen und Wirrungen seines Lebens und der Wendezeit erzählt, als die Riesen zu Boden gingen, aber auch von übergroßem Liebeskummer und Alkoholzuspruch, der die Wirklichkeit verrückte. Einer wie Don Quijote hat es nicht leicht heute.
In einer Welt voll cooler Gewinnertypen und multimedial umgeben von Verschwörungstheorien, Gewalt und zerstörerischen Fantasien. „Vielleicht müssen wir alle auf kalten Entzug“, sagt Marco Tabor, der als Polizist Don Quijote verhört. Außerdem küsst er auf der Bühne Greta, die noch nie einen Jungen geküsst hat. Ähnlich wie Don Quijote seine unbekannte Geliebte Dulcinea anschmachtet, lebt ihr Traummann nur in ihrem Kopf.
Eine Frau wäre gern Meeresforscherin geworden, untersuchte später als Wissenschaftlerin Gewässer um schließlich zu beweisen, dass sie ihre These nicht beweisen kann. „Ich wollte raus in die Natur und jetzt arbeite ich nur noch mit Daten. Was uns wirklich fehlt, ist eine Resistenz gegen das Gefühl des Scheiterns“, sagt Claudia Seiler. Es sind ihre Ideen, Neugier, ihr Erfindungsgeist und Wagemut, die alle Spieler und ihre Geschichten mit Don Quijote gemeinsam haben. Wie viel vom Erzählten fiktiv oder echt ist, darf sich der Zuschauer selbst aussuchen und seine Fantasie spielen lassen. Viel Beifall.

Nächste Termine: 17.5., 20 Uhr; 5.6., 19 und 17.6., 20 Uhr

 

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Ich war einmal: Ein großes Spiel mit Dresdnern und ihren Geschichten im Kleinen Haus

10 Dienstag Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Die jüngste Produktion der Bürgerbühne im Kleinen Haus des Staatsschauspiel Dresden ist eine ganz besondere.  Ein bewegender und bewegungsreicher Abend treppauf, treppab quer durch Zeit- und Lebensräume voll berührender Lebensgeschichten zum Staunen, Lachen, Weinen, Nachdenken von jung und alt einander erzählt ist unter Regie von Lissa Lehmenkühler zu erleben. Vielleicht etwas viel auf einmal – drei Stunden lang – von unterschiedlicher Erzählkraft und Intensität, aber jeder Zuschauer kann ja spontan entscheiden, wie viele Geschichten-Runden  er drehen und wie sehr er sich auf dieses besondere Erzähltheater einlassen möchte.

Ausführliche Rezension folgt.

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Premiere Volpone: Nicht Liebe, sondern Geld macht blind!

08 Sonntag Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Die Komödie Volpone oder Der Fuchs von Ben Jonson/Stefan Zweig eröffnete die neue Spielzeit in der St. Pauli Theaterruine.

Totgesagte leben länger. So ergeht es auch „Volpone oder der Fuchs“. Die Komödie von Ben Jonson, ein Zeitgenosse und Rivale Shakespeares, hatte frei bearbeitet von Stefan Zweig am Freitagabend Premiere und eröffnete zugleich die neue Spielsaison in der St. Pauli  Theaterruine am Königsbrücker Platz im Hechtviertel.

Er hasst Mitleid, doch er liebt den Applaus. Noch mehr versteht es der reiche venezianische Geizkragen Volpone (grandios: Olaf Nilsson) andere hereinzulegen, um noch mehr zu ergattern und zu glänzen. Listreich spielt er den Todkranken, sobald die habgierigen Nachbarn und Erbschleicher bei ihm auftauchen, zitternd und röchelnd auf edlen Polstern auf dem Rollenbett liegend und die geschenkten Goldstücke rasseln wie Herzschläge an seinem Ohr. Volpone hält die um seine Gunst Buhlenden zum Narren, verspottet und verachtet sie – ehrliche Schufte wären ihm lieber! – zugleich für ihre Geldgier und Heuchelei und bringt sie erbarmungslos gegeneinander auf. Seine drei gewitzt-gerissenen Diener (Carola Pohlan, Jens Döring und Jan Dietl), genannt die Schmeißfliegen, mit spitz pastoralen Hüten helfen ihm überall schmarotzend bei seinen immer neuen, hinterhältig-boshaften Streichen.

Auf die Bühne kam ein raffiniertes Possenspiel voller Witz, Lug und Trug und unschöner Wahrheiten über Geld und wohin es den Menschen treibt, turbulent und nah am Publikum inszeniert unter Regie von Jörg Berger und in farbenfrohen Kostümen im Stil der Commedia dell`arte (Ausstattung: Veronika Knigge und Linn Seifert). Manchmal etwas übertrieben gespielt und mit einigen drögen juristischen Textpassagen, umschmeicheln und streiten die Nachbarn erbittert komisch, um im Testament Volpones als alleiniger Erbe zu stehen. Darunter Frau Geier, die eitel-geldlüsterne Notarin (Angela Huth). Der rasend eifersüchtige Kaufmann (Karl Weber) führt seine junge schöne und arglose Frau (Susanne Hilpert) gar selbst Volpone zu, der danach vor Lebenslust strotzt, und bezichtigt sein Täubchen hinterher der Untreue.

Ein alter Wucherer (Matthias Starke) enterbt seinen  weniger cleveren Sohn (Lutz Koch) zugunsten Volpones. Absurdkomischer Höhepunkt der doppelzüngigen Maskerade ist die Gerichtsszene, bei der jeder Opfer und Täter ist. Am Ende drehen Volpones Diener den Spieß um und ist er selbst der Narr und Betrogene. Fazit: Nicht Liebe, sondern Geld macht blind! Viel Beifall.

Nächste Vorstellungen: 18.6., 20 Uhr und 19.6., 17 Uhr.

Kartenvorverkauf und Information:

Theaterbüro, Hechtstraße 32, 01097 Dresden

Tel.: (0351) 272 14 44

http://www.pauliruine.de

Inszenierungs-Fotos: Astrid Rabe

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„Terror“ im Schauspielhaus

04 Mittwoch Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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22932_terror1ama391-2 Anklägerin Nelson (Christine Hoppe)

Leben auf der Waagschale

Darf der Staat Dutzende töten, um Zehntausende zu retten?

Um die Abwägung von Leben gegen Leben im Anti-Terror-Kampf dreht sich „Terror“ von Ferdinand von Schirach im Schauspielhaus Dresden. Dieses außergewöhnliche Gerichts-Theaterstück zwingt den Zuschauer nicht nur zur moralischen Reflexion, sondern zur persönlichen Entscheidung: Darf Terrorabwehr auch Leben nehmen oder nicht? Kurz vor Ende des Verhandlungstheaters dürfen und müssen die Besucher per Hammelsprung und Mehrheitsentscheidung abbestimmen, wie das Stück endet…

Gerichtsprozess im Theater

Aufgebaut hat von Schirach sein dialektisches-didaktisches Stück als Gerichtsverhandlung: Angeklagt ist Major Lars Koch (Jonas Friedrich Leonhardi), der als Eurofighter-Pilot einen entführten Airbus mit 164 Passagieren an Bord abgeschossen hat – um den Sturzflug auf ein Stadion mit 70.000 Menschen darinnen zu verhindern. Und: Koch schoss gegen den ausdrücklichen Befehl der Verteidigungsministerin und seines Vorgesetzten Christian Lauterbach (Tom Quaas).

Das kleinere Übel?

Das war eine vernünftige Güterabwägung, die Wahl des kleineren Übels, meint Kochs Verteidiger Biegler (Ben Daniel Jöhnk): Die Menschen im Flugzeug wären wenige Minuten später beim Aufschlag des Airbus‘ in die Münchner Arena in jedem Fall gestorben – durch den Abschuss aber habe Major Koch Zehntausende gerettet.

Spielt das Militär mit falschen Karten?

Aber: Stimmt das wirklich?, fragt Anklägerin Nelson (Christine Hoppe). Hat das Militär nicht vielmehr zu sehr auf ein gewaltsames Ende der Entführung gesetzt und deshalb gar nicht erst versucht, das Stadion zu räumen? Und selbst wenn: Hatte der Eurofighter-Pilot überhaupt das Recht, Gott zu spielen und das Leben der 164 gegen das der 60.000 aufzuwiegen?

Leider leidet die Inszenierung an einem Ungleichgewicht: Allzu sehr schubst das Stück den Zuschauer dahin, Koch zu verurteilen, allzu schwach lässt von Schirach den Verteidiger Biegler im Vergleich zur Staatsanwältin argumentieren und agieren. Zudem legt er Koch und Biegler Argumente wie „Es ist eben Krieg“ in den Mund, die beim (vor allem ostdeutschen) Zuschauer automatische Abwehrreflexe mit Blick auf den umstrittenen US-Antiterrorkampf auslösen. Damit zerstört er das Gleichgewicht der Argumentation, programmiert die Entscheidung des Publikums.

Urteil per Hammelsprung

Nach den Plädoyers schickte der Vorsitzende Richter (Burghart Klaußner) die Theaterbesucher in die Pause, forderte sie auf, nach ihrer Rückkehr ihr Urteil zu fällen: Wer Koch als Mörder verurteilt sehen will, geht durch die Tür mit der Aufschrift „Schuldig“, andernfalls durch die „Nicht schuldig“-Tür – und die Einlass-Damen zählen bei diesem als „Hammelsprung“ bekannten Verfahren mit. Der Kiepenheuer-Verlag dokumentiert übrigens die Abstimmungsergebnisse aller Aufführungen deutschlandweit hier im Internet….

Der letztlich doch etwas verhaltene Beifall mag einerseits durch das angesprochene Ungleichgewicht der Argumente erklärbar sein, aber auch auf die grundsätzliche Schwäche, die das Grundkonstrukt einer möglichst authentischen Gerichtsverhandlung im Theatersaal mit sich bringt: Das sehr formale Procedere lässt eben nur wenig Spielraum für schauspielerische Glanzlichter – „Terror“ ist mehr Verstandes- als emotionales Theater.

Autor: Heiko Weckbrodt/oiger.de

-> „Terror“ im Staatsschauspiel Dresden, Theaterstraße 2, nächste Vorstellungen: 6., 11. und 17. Mai 2016

Regie Burghart Klaußner
Bühne Bernhard Siegl
Kostüm Marion Münch
Licht Jürgen Borsdorf
Dramaturgie Beret Evensen

Bildunterschriften:

Pilot Lars Koch (Jonas Friedrich Leonhardi, Mitte) räumt den Abschuss ein, argumentiert aber: Ich musste diesen Airbus vom Himmel holen, um Zehntausende zu retten. Und sein Verteidiger Biegler (Ben Daniel Jöhnk) sagt: Ja, manchmal können wir nicht anders und müssen das kleinere Übel wählen.
Foto: David Baltzer, Staatsschauspiel Dresden

Anklägerin Nelson (Christine Hoppe) vertritt als Staatsanwältin die Rechtsposition des Verfassungsgerichtes. Und das hat entschieden: Der Staat darf auch im Anti-Terror-Kampf nicht Leben gegen Leben abwägen, spricht: Der Staat darf zivile Flugzeuge, die Terroristen in ihre Gewalt gebracht haben, nicht abschießen lassen. Foto: David Baltzer, Staatsschauspiel Dresden

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Amphitryon an den Landesbühnen Sachsen

04 Mittwoch Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Humorvolles Spiel um Schein und Sein

 

Frau Nacht schiebt einen kugelrunden Mondkinderwagen am Sternenhimmel entlang. Sie ist, gespielt von Anke Teickner, die Komplizin des Gottes Jupiter, der in Gestalt des Feldherrn Amphitryon eine Liebesnacht mit dessen Frau Alkmene verbringt.
Was ist Wahrheit und was bleibt vom Ich, wenn ein Anderer den eigenen Platz einnimmt? Dem geht die Komödie „Amphitryon“ von Molière nach, die an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul Premiere hatte.   Zu erleben ist eine Verwechslungskomödie voll doppelbödigem Witz, Leichtigkeit und Tiefsinn über Schein und Sein, Liebe, Betrug, Wahrheit und Selbsttäuschung unter der Regie von Peter Kube. Eine Tür und ein Bett markieren Besitz und Begehrlichkeiten, wer gerade drinnen oder draußen steht, wie sich alles ins Gegenteil verkehrt und nichts mehr selbstverständlich ist.

Der kraftprotzende Feldherr Amphitryon (Sascha Gluth) kommt nach siegreicher Schlacht nicht in sein eigenes Haus und sucht erbittert das Geheimnis um seinen Doppelgänger (galant-gerissen: Matthias Henkel) zu lüften, der seine ahnungslose Frau Alkmene verführte (gefühlsstark: Julia Vincze). Er will nicht als ihr Gatte, sondern als Geliebter gesehen werden, der in Leidenschaft zu ihr entbrennt und verwirrt sie damit vollends. Denn beide sind ihr stets eins gewesen. Nun erlebt sie diese Trennung leibhaftig. Als sie ihm von letzter Nacht vorschwärmt und er sich an nichts erinnern kann und alles bestreitet, zieht sie sich verletzt und wütend zurück, zweifelt an seiner Liebe. Bald wissen beide nicht mehr, was Traum und Wirklichkeit ist. Amphitryon stürmt los, um seine Mannesehre zu rächen.

Er brennt darauf, das Geheimnis zu enthüllen und fürchtet es gleichzeitig noch mehr als den Tod. Als betrachte er sein eigenes Spiegelbild, steht er dem anderen Amphitryon gegenüber, streiten sie mit Schwert und Fäusten, wer der Echte ist. Aus den Fugen gerät auch das Verhältnis zwischen Herr und Knecht, als Merkur (Michael Berndt-Cananà) die Gestalt des Dieners annimmt. Er tritt als windiger, großmäuliger Grobian auf, der seine Rolle eisern durchzieht.

Doch Diener Sosias (gewitzt: Grian Duesberg), der zuerst im Publikum sitzt und per Handy-Anruf auf die Bühne gerufen wird, durchschaut bald das doppelte Spiel und verteidigt wacker sein Ich, auch wenn er Schläge einsteckt. Und auch seine Frau Cleanthis (temperamentvoll: Sophie Lüpfert) ist sauer auf ihn, weil er sie beschimpft und vernachlässigt und er fühlt sich zu Unrecht beschuldigt, war es doch der Andere, der ihm Gesicht und Namen stahl.
Jupiter und sein Diener Merkur flüchten als es ihnen zu brenzlig wird in den Himmel. Während Sosias wütend und erleichtert den Vorhang zuzieht. Letztlich bleibt doch nur, sich selbst zu vertrauen.
Herzlicher Beifall.

Gedanken zum Stück aus dem Programmheft:

„Alles entgleitet sich selbst, alles macht sich über seine eigene Wahrheit lustig, alles schlägt sich auf die Seite der Verführung. Diese Besessenheit, die Wahrheit zu enthüllen, zur nackten Wahrheit vorzustoßen, die durch alle unsere interpretierenden Diskurse geistert, die obszöne Besessenheit, das Geheimnis zu lüften, steht in genauer Entsprechung zur Unmöglichkeit, jemals dorthin vorzustoßen.“ Jean Baudrillard

Nächste Vorstellungen: 20.5., 19.30 und 10.6., 20 Uhr

 

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St. Pauli Ruine: Sommer der Träume

02 Montag Mai 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Bühne frei für Komödien, Konzerte und Musiktheater voller Witz und Leidenschaft in dem urigen alten Kirchgemäuer am Königsbrücker Platz im Hechtviertel.

Geizhälse werden lustvoll entlarvt und Faust rockt in der neuen Spielzeit in der St. Pauli Theaterruine. Unter dem Motto „Der Sommer der Träume“ lockt ab Anfang Mai wieder romantisches und komisch-hintergründiges Sommertheater voller Träumereien, Visionen, Sehnsüchte und Wünsche.
Insgesamt sieben Inszenierungen, darunter zwei Premieren kommen auf die Bühne in dem urigen alten Backsteingemäuer am Königsbrücker Platz im Hechtviertel.

„Es wird wieder eine Mischung aus Bewährtem und Experimentellem zu sehen sein“, sagt Jörg Berger, Regisseur und Vereinsvorsitzender der Theaterruine. Nach dem Ausbau vor drei Jahren mit wetterfestem Glasdach hat sich auch die Akustik verändert, was sprechtechnisch nicht immer leicht ist für die Spieler, da sie im gesamten Gemäuer interagieren und ohne technische Unterstützung auskommen müssen. „Wir sind immer noch in der Kennenlernphase des Raums, was hier sein Zuhause finden will“, so Berger. Für Musiktheater und Konzerte von Bands wie Chören sei er vom Klang gut geeignet. Entsprechend viele finden sich im Spielplan bis Mitte Oktober.

Eröffnet wird die Saison am 6. Mai um 20 Uhr mit der Premiere von „Volpone oder Der Fuchs“, einer Komödie von Ben Jonson, einem Zeitgenossen und Rivalen Shakespeares in einer Bearbeitung von Stefan Zweig. In diesem turbulenten und fabulierfreudigen Stück, so Berger, führt der reiche Kaufmann Volpone mit Hilfe seiner gerissenen Diener die habgierigen Erbschleicher an der Nase herum. Kostüme und Ausstattung sind angelehnt an die Commedia dell`arte und auch etwas skulptural. Als nächstes hat „Faust rockt!“, ein  Schauspiel mit Rockmusik von Manfred Tauchen frei nach Goethes Klassiker „Faust I“ am 4. Juni um 20 Uhr Premiere in der Theaterruine. Erzählt wird über den  alternden Faust, der in Auerbachs Keller sitzt, trinkt und von ewiger Jugend, Frauen und seinem Durchbruch als Dichter träumt. Während Mephisto, genannt „Bubi“ gern ein böser Teufel wäre, was jedoch nicht so einfach ist, da er mit einem zu freundlichen Naturell gesegnet ist. „Dabei gibt es eine Umkehrung aller Figuren in dieser Inszenierung und sie endet auch nicht als Tragödie“, verrät Berger.

Da wird es auf der Bühne eng mit rund 20 Spielern und Chorsängern. Und noch fehlt es an Ausstattung und Bühnenbild für „Faust rockt!“ Doch Berger ist zuversichtlich, dass sich dafür noch eine Lösung findet.

Rund zehn neue Darsteller verstärken seit diesem Jahr das Theaterruinen-Ensemble. Da ist viel Neugier und Lust am Spiel dabei. Anders ginge es auch gar nicht. Denn die Spieler binden sich für drei Jahre an die Theatertruppe. Mit Proben, Aufführungen und nicht selten auch Einlassdienst abends erfordert das auch viel Freizeit. „Es ist auch eine Tankstelle. Man steckt viel Energie hinein, aber bekommt auch viel mit und jede Aufführung entschädigt für alle Mühen durch den Spaß den man zusammen hat“, sagt Karl Weber, ein „Urgestein“ der Theaterruine. Er steht natürlich auch bei den beiden Premieren auf der Bühne, in „Faust rockt“ gibt er den Herrgott im Kampf zwischen Gut und Böse.

Die Spieler werden tatkräftig unterstützt von den Helfern des Vereins mit rund 100 Mitgliedern. Sie kümmern sich um alles selbst vom Bühnenaufbau, Umbau über Schminken bis zu Techniktransporten. Seit dieser Saison hat das Theaterensemble endlich eine Stelle für technische Betreuung.

Immerhin 153 Veranstaltungen mit Vermietung, darunter 99 Theateraufführungen und 28 Gastspiele und Konzerte mit insgesamt rund 10 000 Besuchern fanden letztes Jahr in fünfeinhalb Monaten in der Theaterruine statt. Ein enormer Kraftaufwand für die ehrenamtliche Theatertruppe. Dieses Jahr ist es etwas weniger mit 75 Theateraufführungen. Auch weil der Bedarf in der Sommerzeit nicht so groß ist und die Zuschauernachfrage an Veranstaltungen dann im Herbst wieder wächst.

Bei den vielen Konzert-Gastspielen ist für jeden Geschmack etwas dabei:  Paul Hoorn und Freunde spielen ihr Liederprogramm „Weit von hier – hier vor meiner Tür“ am 22. Mai. Das Musiker-Duo „Café del Mundo“ aus Köln kommt am 30. Juni und die Serkowitzer Volksoper ist vom 11. bis 13. Juli mit ihrem Musiktheater-Stück „Entführung auf dem Jahrmarkt“ zu Gast.

Tickets für die Veranstaltungen in der Theaterruine kosten 15/erm. 10 Euro an der Abendkasse und im Vorverkauf 14/9 Euro. Do ist Theatertag mit ermäßigtem Eintritt.

Theaterbüro: Tel. (0351) 272 14 44, Fax: (0351) 272 14 66
mail: st-pauli@gmx.de

Inszenierungs-Foto: Volpone oder Der Fuchs

Weitere Informationen zum Programm: http://www.theaterruine.de

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Theaterfest in der St. Pauli Ruine

21 Donnerstag Apr 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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THEATERFEST »Sommer der Träume«

am Freitag, 22.4.2016 ab 20.00 Uhr
in der St. Pauli Ruine, Königsbrücker Platz, 01097 Dresden

Wir laden Sie herzlich zu unserem Theaterfest, das wie unsere kommende Saison unter dem Motto »Sommer der Träume« steht. Träumereien, Visionen, Sehnsüchte und Wünsche… um die sich immer wieder die Handlungen in unseren Theaterstücken drehen.

Beim Theaterfest können Sie einen ersten Blick auf unsere kommenden Premieren erhaschen:
Dass Träume auch Schäume sein können, erfährt Volpone, ein reicher Venezianer. Er und seine gerissenen Diener führen in »VOLPONE oder DER FUCHS« die habgierigen Erbschleicher an der Nase herum.
Der alternde Faust in »FAUST rockt!« verbringt seine Tage in Auerbachs Keller und träumt von ewiger Jugend, Frauen und Inspiration. Er sehnt sich nach seinem Durchbruch als erfolgreicher Dichter …

Beim Theaterfest erleben Sie Kostproben aus kommenden Konzerten und Theateraufführungen. Wir freuen uns auf Gäste wie die Wild Roses Crew, die Guitarreros, Andreas Zöllner, auf Musiker von St Geore, Musicals von Frank Wildhorn, und Tänze aus der Welt der Fantasie und der Träume.

Genießen Sie einen traumhaften Abend mit anregenden Gesprächen unter der luftigen Kuppel der St. Pauli Ruine. Wir freuen uns auf Sie!

Text: Jörg Berger und das Ensemble des TheaterRuine St. Pauli e.V.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zun Jahresprogramm der St. Pauli Ruine stehen unter www.pauliruine.de und auf www.facebook/pauliruine.
Eintrittskarten für das Theaterfest am 22.4.2016 gibt es Vorverkauf für 10,- € (Abendkasse 12,- €) über www.pauliruine.de und an den Dresdner Vorverkaufskassen.  büro t: 0351 27 21 444

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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