Mimenbühne Dresden hört auf – Das PantomimeTheaterFestival findet aber statt


Bleiben der stillen Kunst und dem August-Theater mit Gastspielen weiterhin  verbunden: der junge Mimekünstler Arne König und der gestandene Pantomime Ralf Herzog.

Die Mimenbühne beendet den Spielbetrieb

Eine eigene Spielstätte ohne Förderung ist für den Verein nicht mehr zu halten. Die Tradition des jährlichen Internationalen PantomimeFestivals soll jedoch erhalten bleiben.

Ein Ende ohne Wende – die Mimenbühne Dresden unter Intendanz von Ralf Herzog stellt den Spielbetrieb ein. Das Ensemble zeigt zum PantomimeTheaterfestival im November die letzte Vorstellung und löst sich im Anschluss auf. Bereits in den nächsten Wochen ziehen die Mimen aus dem August Theater aus.

„Die Kraft ist zu Ende, die Finanzen sind es auch“, begründet Ralf Herzog die Entscheidung, die das Ensemble in den letzten Monaten und sogar Jahren immer wieder abgewogen hat. „Zu wenige Besucher finden den Weg zu uns.“, erklärt Ralf Herzog. „Wir müssten viel stärker in die Werbung investieren, aber dafür fehlen die Mittel – weil die Besucher fehlen und wir finanziell nicht gefördert werden. Und eine Förderung bekommen wir nicht, obwohl wir uns mehrfach im Rathaus bemüht haben.“

Das 35. PantomimeTheaterFestival findet ohne Einschränkungen statt

Auf das 35. PantomimeTheaterFestival vom 8. bis 11. November 2018 hat das Ende der Mimenbühne keine Auswirkungen. Im Gegensatz zum ganzjährigen Spielbetrieb ist das Festival förderfähig und kann damit wirtschaftlich abgesichert werden. In diesem Jahr werden neben Workshops sechs Vorstellungen angeboten, darunter eine Kindervorstellung und die beliebte Improvisationsshow zum Abschluss. Zwei Ensembles aus Russland und eins aus Frankreich werden erwartet. Die organisatorische Leitung übernimmt Arne König vom Mimenstudio Dresden e.V. Auch künftig soll die Tradition des jährlichen Festivals erhalten bleiben. Dafür will sich das August Theater engagieren in Zusammenarbeit mit Jan Romberg, einem langjährigen Mitglied des Mimenstudio Dresden e.V., der inzwischen in Berlin zu Hause ist und mit Pantomimen in aller Welt eng vernetzt ist.

Die Mimenbühne wurde durch einen Verein getragen

Der Mimenstudio Dresden e.V. ist Träger der Spielstätte „Mimenbühne“ und organisiert den Spielbetrieb seit Jahren im Ehrenamt. „Unsere Ensemblemitglieder sind gleichzeitig Vereinsmitglieder. Sie zahlen Mitgliedsbeitrag und spenden zusätzlich die Einnahmen aus den Vorstellungen an den Verein, um die Fixkosten für Miete und Techniker zu zahlen“, erklärt Ralf Herzog. „Das funktioniert so lange, wie genügend Besucher kommen. Bei dem riesigen Kulturangebot in Dresden hat es das Genre Pantomime aber sehr schwer. Wir haben lange gekämpft und ziehen nun das Fazit: Eine eigene Spielstätte ohne Förderung ist für uns als Verein auf Dauer nicht zu stemmen.“

Erst 2014 war die Mimenbühne nach drastischen Mieterhöhungen im Theater auf der Maternistraße in das Rathaus Pieschen gezogen, wo das August Theater mit Puppenspiel für Kinder und Erwachsene ansässig ist. Schon damals sah Ralf Herzog die Existenz der Mimenbühne zunächst gefährdet. Neue Impulse brachte die Bühnenpartnerschaft mit dem August Theater und gemeinsame, die Genres verbindende Inszenierungen. Den Durchbruch bei den Besucherzahlen haben die Mimen jedoch nicht geschafft.

Das August Theater führt die Sparte Pantomime mit Gastspielen fort

Theaterleiter Grigorij Kästner –Kubsch bedauert das Ende der Mimenbühne und will die Sparte Pantomime auch nach dem Auszug des Ensembles fortführen. So plant er regelmäßige Gastspiele. Beispielsweise war Arne König vom bisherigen Ensemble der Mimenbühne am 16.9. mit seinem Zwei-Mann-Stück „Urknall“ hier zu Gast.

„Gastspiele sind in unserem Genre generell der Trend“, weiß Ralf Herzog. „Wer davon leben will, reist als Solist oder als Duo. Auch ich zeige weiterhin meine Soloprogramme. Aber künstlerisch gesehen bietet eine Inszenierung mit großem Ensemble viel mehr Facetten. Doch alles hat wohl seine Zeit. Also Deckel zu und Blick nach vorn.“

Text + Foto: Sabine Mutschke

www.pantomimefestival-dresden.de

www.august-theater.de

Tickets für das Pantomimefestival können über reservix bereits gekauft oder telefonisch unter Telefon 0351/32371528 bestellt werden.

künstlerische Leitung: Ralf Herzog
Koordination: Arne König
Website: Jan Romberg
Träger: Mimenstudio Dresden e.V., Telefon: +49351/32371528

Hintergrund zur Mimenbühne und zur Historie

Die Mimenbühne Dresden wurde 1992 vom Dresdner Pantomimen Ralf Herzog gegründet. Sie ist eine der wenigen Pantomime-Bühnen in Deutschland mit eigener Spielstätte. Zum Ensemble gehören rund zehn Darsteller – eine Seltenheit in der heutigen Zeit, in der der Solo- und Duo-Darbietungen dominieren.

Der Verein Mimenstudio Dresden e. V. ist Träger der Mimenbühne und Organisator des Spielbetriebs. Er wurde 1999 gegründet. Für die Mitglieder ist die Pantomime ein Hobby neben ihrer Berufstätigkeit. Sie zahlen Mitgliedsbeiträge, außerdem spenden sie die Einnahmen aus Ticketverkäufen an den Verein, der daraus den Spielbetrieb, Miete, Techniker, Nebenkosten und anderes finanziert.

Vereinsvorsitzender Ralf Herzog fungiert als Intendant und künstlerischer Leiter und unterrichtet die Mitglieder ehrenamtlich im Handwerk der Pantomime. Rund 20 eigene Inszenierungen hat das Ensemble unter seiner Leitung erarbeitet, z.B. das nonverbal obskure Maskentheater-Stück „Restaurant Fatal“ oder die Oper ohne Worte „Die Zauberflöte“. Neben den Inszenierungen am eigenen Haus leistete das Ensemble

unzählige kulturelle Beiträge in und für Dresden, zum Beispiel beim Elbhangfest, beim Stadtfest, in der Reihe der Dresdner Schülerkonzerte oder im Rahmen der Theaternacht.

Vorläufer des Vereins war das Pantomimestudio, das 1982 gemeinsam mit dem Volkskunst-podium das renommierte Internationale Pantomimefestival Dresden ins Leben rief.

Dieses findet vom 8. bis 11. November 2018 zum 35. Mal statt. Die Kunst des Improvisationstheaters unter Leitung von Ralf Herzog ist eine besondere Stärke des Ensembles. Herzogs Workshops zur Improvisation werden beim Festival jedes Jahr sehr gut besucht, die „Dresdner Schule“ wird international sehr geschätzt.

Die Mimenbühne und damit auch der Verein haben viele Höhen und Tiefen erlebt und sind mehrfach umgezogen. Aus dem Stadtteilhaus Neustadt auf der Prießnitzstraße musste der Verein im Juni 2004 nach einem Brand ausziehen und wechselte in das Haus des Theaters wechselbad auf die Maternistraße.

Im Jahr 2014 mussten sich die Pantomimen wieder eine neue Spielstätte suchen. Auslöser war eine neu festgesetzte Miete, die um 300 Prozent höher lag als vorher.

Nach Gesprächen mit dem AUGUST Theater im Rathaus Pieschen wagten die Mimen dann doch den Umzug und den Neustart und gründeten mit den Puppen- und Schauspielern Randi und Grigorij Kästner-Kubsch eine Bühnengemeinschaft.

Premieren-Wochenende: „We are family“ und „Dantons Tod“ an den Landesbühnen Sachsen

Die Macht der Liebe und Kampf um Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Die Beziehungskomödie „We are family oder Warum nicht…“ von Murray Schisgal, deutsch von Wolfgang Spier, hat am 12. Oktober, um 19.30 Uhr Premiere. Das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner am 13. Oktober, um 19 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Sam Kogan ist ein erfolgreicher Bühnenautor. Nach drei gescheiterten Ehen und etlichen Seitensprüngen hat er eine eklatante Wahrheit entdeckt: nachdem «man» die Frauen Jahrtausende lang unterdrückt und niedergeknüppelt hat, mussten sie das ändern. Sie mussten kämpfen, um anständig und vernünftig behandelt zu werden. Und nun, da sie sich geändert haben, sei es dringend an der Zeit, dass sich auch die Männer ändern. Und so hat Sam beschlossen, die traditionelle Mann-Frau-Beziehung für gescheitert zu erklären und schwul zu werden. Auch der Karriere kann das nur dienlich sein. Also überredet er seinen alten Collegefreund Billy, einen renommierten Universitätsprofessor für amerikanische Geschichte, zu einem homoerotischen Experiment. Mit wachsender Begeisterung unterwirft sich Billy der Versuchsanordnung, flüchtet schließlich aber doch zurück in die Arme seiner Frau Laura, die sich allerdings nach neunzehn Jahren Ehe von ihm trennen will.

Sam muss auf Mario zurückgreifen, der schon immer für ihn schwärmte und dessen Ehe mit einer Polizistin in den letzten Zügen liegt. Dessen überschäumende Liebesgunst überfordert Sam reichlich. Da trifft er unverhofft auf Laura, mit der er als Teenager eine Affäre hatte. Zum zweiten Mal erliegt er ihren weiblichen Reizen. Das Chaos scheint perfekt. Wenn Billy nicht bereits ein Auge auf Mario geworfen hätte …

Eine turbulente Beziehungskomödie, die pointenreich mit gängigen Klischees jongliert.

Inszenierung: Marcus Staiger
Ausstattung: Irina Steiner

Besetzung:

Sam – Matthias Henkel; Billy – Michael Heuser;  Mario – Moritz Gabriel; Laura – Sandra Maria Huimann

Termine

Premiere Fr., 12.10.; 19.30 Uhr  | | So., 4.11., 19.30 Uhr  | Mi., 21.11., 19.00 Uhr/ Sonntag, 16.12.,19.00 Uhr / Fr., 4.1.2019, 19.30 Uhr Studiobühne der Landesbühnen Sachsen

Dantons Tod

Peter Kube inszeniert „Dantons Tod von Georg Büchner passend zum Spielzeitmotto „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ .

1794 sind George Danton und Maximilien de Robespierre, einst Kampfgefährten und Anführer der Französischen Revolution, zu erbitterten Feinden geworden. Unter Robespierre haben die Jakobiner eine Schreckensherrschaft errichtet, deren Inbegriff die Guillotine ist. Danton leidet an seiner Schuld für die einst von ihm verantworteten «Septembermorde» an Gefangenen und wendet sich nun gegen eine Tugend- und Rechtsvorstellung, die mit Terror und Gewalt erzwungen werden soll. Beide sind taub für den Protest der Straße, wo das im fünften Revolutionsjahr immer noch hungernde Volk Gerechtigkeit und Wohlstand fordert.

Doch mit welchen Mitteln soll der Kampf fortgeführt werden? Wie lassen sich die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit der Grausamkeit vereinbaren, die der Preis für ihre Durchsetzung zu sein scheint? Geht es wirklich noch um die Revolutionierung der Verhältnisse oder beschränkt sich die politische Vision auf Machterhalt? Was passiert, wenn die Parteien hinter verschlossenen Türen verbissen ihre Positionen verteidigen, während sich draußen der «Bürger» radikalisiert?

Das 1835 entstandene kraftvolle Drama ist eines der ersten dokumentarischen Theaterstücke, das mit der Verwendung wörtlicher Zitate und Umgangssprache in Bann zieht. Indem Büchner die Motive politischen Handelns untersucht und zeigt, wie politische Morde inszeniert werden, berührt er die großen Themen der menschlichen Existenz wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Utopie und Realität, Aktion und Resignation, Egoismus und gesellschaftliche Verantwortung.

I: Peter Kube; A: Tom Böhm;  Regiemitarbeit: Ute Raab

Darsteller:
Danton- Alexander Wulke;  Robespierre – Holger Uwe Thews; Saint Just, 2. Bürger, Payne, Barère, Deputierter  -Johannes Krobbach; Simon, Lacroix, Laflotte-Grian Duesberg;  Camille, Dillon, Junger Mensch -Felix Lydike; 1.Bürger, Collot, Herman, Bettler, Mercier, Schliesser – Mario Grünewald; Julie, Adelaide– Julia Vincze;  Marion, Fouquier, Dame, Weib–  Sophie Lüpfert; Lucile, Rosalie – Julia Rani;  Simons Weib, Legendre, Knabe, Weib – Luca Lehnert

Termine:

Sa   13.10.2018   19:00   Hauptbühne; Sa   20.10.2018   19:30   Hauptbühne; Fr    09.11.2018   20:00   Hauptbühne; So   18.11.2018   15:00   Hauptbühne; Sa   19.01.2019   19:30   Hauptbühne; So   27.01.2019   19:00    Hauptbühne

Text: Petra Grubitzsch/LB

Auskünfte und Kartenverkauf:  Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH , Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de 

Bauvorhaben Globus-Markt auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofs weiter umstritten


Begehrt: Brachfläche auf dem Areal des Alten Leipziger Bahnhofs
Foto: Allianz für Dresden

Schon vergessen? Maximal 800 Quadratmeter!

Doch wieder Alter Leipziger Bahnhof – Anvisierte Verkaufsfläche aber weiter völlig stadtunverträglich. Der Masterplan für die Leipziger Vorstadt sieht statt großflächigem Einzelhandel eine kleinteilige Mischung von Wohnen, Arbeiten und Kultur vor.

Dass die Suche nach einer anderen Fläche für das Globus-Großvorhaben nun gescheitert ist, verwundert nicht. Für Stadtplaner war es sowieso schleierhaft, wo die von Globus angestrebte Riesenfläche einschließlich autobahnähnlicher Straßenanbindung auf Dresdner Stadtgebiet gefunden werden soll. Jetzt nimmt das saarländische Einzelhandelsunternehmen wieder den Alten Leipziger Bahnhof ins Visier und will nun dort kleinere Brötchen backen und auch Wohnungen bauen.

Die Allianz für Dresden traut dem Frieden allerdings ganz und gar nicht, sondern verweist darauf, dass der beschlossene Masterplan Leipziger Vorstadt für das Areal maximal einen Quartiersversorger mit 800 m2 Verkaufsfläche vorsieht.

„Rückblickend drängt sich bei vielen Dresdnern der Eindruck auf, dass die ganze Ersatzflächensuche nur ein Konstrukt von Globus und den Globus-Freunden bei der LINKEN war, um das leidige Thema weiter auf die lange Bank zu schieben, bis in die Zeit nach der nächsten Stadtratswahl“, kommentiert Uwe Sochor die jüngste Entwicklung in der unendlichen Geschichte. „Oder aber Globus will wirklich neu denken. Dann sind aber die jetzt am Alten Leipziger Bahnhof angestrebten 5.500 bis 6.500 Quadratmeter Verkaufsfläche, was sechs bis acht Aldi-Märkten entspricht, eine Augenauswischerei und haben mit neuem Denken nicht viel zu tun. Zumal man zu dieser Zahl sicher auch noch mindestens 800 Quadratmeter Vorkassenbereich hinzuzählen muss.“

In der Tat sind die neuen Flächenvorstellungen von Globus noch weit von einer städtebaulich vernünftigen Größe entfernt. Noch dazu da im erst Ende Juni vom Stadtrat beschlossenen neuen Masterplan Leipziger Vorstadt großflächiger Einzelhandel mit über 800 m2 Verkaufsfläche ausgeschlossen wird. „Diese Grenze hat ihren guten Grund“, so Sochor. „Schließlich soll, und darüber gibt es mittlerweile einen breiten Konsens, die Leipziger Vorstadt kleinteilig und durchmischt mit einem Nebeneinander von Wohnen, Arbeiten und Kultur entwickelt werden. Großflächiger Einzelhandel passt da überhaupt nicht.“

Darüber hinaus ist Dresden insgesamt mit Einzelhandelsfläche überversorgt. Ein Blick in Dresdens Partnerstadt Hamburg genügt, um dies zu unterstreichen. Während Dresden Ende 2016 gut 1,7 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweist (ein Wert, der derzeit weiter steigt), hat Hamburg aktuell lediglich 1,4 Quadratmeter pro Einwohner und das in einer Stadt mit einer deutlich höheren Kaufkraft und vielen Bürgern mit dickem Portmonee. „Die Zahlen zeigen es klar und deutlich: Weitere Riesenmärkte wie der nun weiterverfolgte am Alten Leipziger Bahnhof braucht Dresden in keinster Weise“, so Sochor.

Damit das Areal des historischen Leipziger Bahnhofes wie im Masterplan vorgegeben vernünftig und kleinteilig entwickelt wird, muss Globus sich also von seinem Großflächenkonzept für Dresden endgültig verabschieden und auf die Rolle eines Quartier-Nahversorgers mit 800 m2 Verkaufsfläche beschränken. „Letzten Endes muss Oberbürgermeister Hilbert hier ein Machtwort sprechen und den Stadtrat zur Aufhebung des alten Globus-B-Planes noch vor der Stadtratswahl auffordern“, bekräftigt Sochor abschließend.

Text + Fotos: meeco Communication Services GmbH

P.S. Laut einer Zeitungsumfrage der Dresdner Neuesten Nachrichten stimmten übrigens nur 8 Prozent für einen großen Einkaufsmarkt auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs, 67 % für Wohnungen, Kreativräume und Büros an diesem Standort. Das lässt hoffen! Das Großbauprojekt der Hafencity direkt gegenüber in Elbnähe, wofür alte urige Speicherhallen und kulturelle Freiräume weichen mussten, reicht! Demnächst mehr dazu (lv)

Internet: www.allianz-fuer-dresden.de

Blog: www.allianzfuerdresden.wordpress.com

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Der alternative Entwurf von Architekt Jörg Möser favorisiert eine kleinteilige Weiterentwicklung des Areals Alter Leipziger Bahnhof mit Mischnutzung aus Wohnen, Gewerbe, Kunst und Kultur. Grafik: Möser


Mit mehreren Preisen ausgezeichnet: die Diplomarbeit aus dem Jahr 2016 von Architekt Maximilian Kunze sieht ebenfalls eine behutsame Neunutzung des historischen Alten Leipziger Bahnhofs mit Ateliers für Künstler (es gibt kaum noch bezahlbare in Dresden!), kleinen Geschäften und ergänzender Wohnbebauung vor. Grafik: Kunze

 

BilderAlbum: Wiedersehen mit Circus Monaco

Zauberhaftes Miteinander von Mensch und Tier

Faszinierende Tiere im Freien und in der Manege kann man derzeit erleben beim Gastspiel des Circus Monaco am Elbufer in Dresden-Pieschen. Mit Blick auf die imposante Altstadtkulisse tummeln sich dort unmittelbar am Elberadweg auf der Wiese vor dem rotweißen Zirkuszelt, gemütlich Grashalme und Heu kauend, zwei Kamele, das weiße Hörnertier Kaya, außerdem Lamas, Ponys und ein Esel im Freigehege. Dahinter stehen die Wohnwagen, das rollende Zuhause der Zirkusleute mit Satellitenschüssel im Gras für guten Empfang der großen, weiten Welt und einem überdachten, offenen Zelt für die Tiere. Eine urwüchsige Oase des Miteinanders von Mensch und Tier, wie man sie heutzutage nur noch selten antrifft.

Die Tiere verlieren auch in der Manege nichts von ihrer natürlichen Anmut, Erhabenheit und Größe. Sie werden sacht und vertraut geführt. Dafür gibt`s für die Kamele besondere Leckerli wie Möhren. Die Ponys treten aufrecht stehend an den Manegenrand und „begrüßen“ die Zuschauer und viele kleine und große Hände recken sich ihnen zum Streicheln hin ebenso wie dem weißen Hörnertier Kaya mit dem sanften Blick und den spitzen Hörnern.

Im Programm des kleinen Familienzirkus wechseln Artistik und Tierdarbietungen. Da kommen Romantik, Abenteuer, Spaß und Spannung nicht zu kurz, begleitet von stimmungsvoller Zirkusmusik. Mit Schwung und Grazie zeigen eine Tänzerin mit wirbelnden Hula-Reifen, eine balancierende Seil- und eine Trapezartistin im Reifen unter der Zirkuskuppel frei schwebend ihre Künste.

Temperamentvoll geht es zu in einer Westernszene mit lassoschwingenden Cowboys und präzisen Messerwerfern. Ein Indianerjunge geht mit einer kleinen weißen Schlange herum, die die Zuschauer anfassen dürfen. Zu orientalischen Klängen tanzen Bauchtänzerinnen und ein Feuerschlucker sorgt für feurige Stimmung.

Spaßmacher Beppo versucht sich auch als Akrobat und vollführt lustige Seilsprünge mit Zuschauern.

Und im Finale darf der Zirkusnachwuchs, die Kinder der Artisten in Kostüm mit in die Manege, wo der Kleinste noch ausrutscht und die Mädchen schon kess die Reifen schwingen und tanzen.

Die Zirkusleute machen alles selbst. Hier ist alles noch echt und pures Erlebnis. Die Artisten stehen auch am Einlass und als Platzanweiser, bieten flimmernde Leuchtstäbe an, bauen die Requisiten auf und ab, spielen sich die Bälle zu, führen Kinder auf Ponys in der Pause oder fotografieren sie auf dem Kamel. Die Artistinnen stehen mit Glitzer Make up auch am Verkaufsstand mit Zuckerwatte und Popcorn.

Hinterher sammeln die Zirkusleute Futterspenden für die Tiere. Eine kleine Artistin steht mit Hut vor dem Zelt, in dem Münzen landen für den Erhalt der Zirkusschule in Berlin.

Zum Staunen, Träumen, Schmunzeln und Innehalten vom Alltagstrubel lädt der kleine Familienzirkus kleine und große Besucher noch bis 14. Oktober an diesem Platz ein. Vorstellungen sind wochentags 16 Uhr und am Sonntag 11 Uhr. Am 8., 9. und 10.10. ist spielfrei.

Mit der Besucherresonanz ist Mario Sperlich, der Juniordirektor des Circus Monaco „ganz zufrieden.“ „Dafür, dass wir erst 3 Tage vorher Werbung machten, waren die Vorstellungen gut besucht.“ Den Tieren gefiel es sichtbar gut an ihrem Platz am Elbufer in Pieschen. Sie waren viel im Freien und genossen die Sonnenstrahlen. Aber auch die Zuwendung, gereichtes frisches Gras von kleinen und großen Besuchern und Streicheleinheiten. Dresden sei auch seine Lieblingsstadt, sagt Mario Sperlich, der mit dem Circus Monaco schon zum dritten Mal hier war.

Die Tiere seien es gewohnt, mit den Zirkusleuten weiterzuziehen. Sie kennen das Zelt mit den vertrauten Geräuschen, ihr Zuhause und Futterquelle. „Eine artgerechte Tierhaltung gibt es nicht, auch nicht in freier Wildbahn. Der Mensch ist überall“, sagt Mario Sperlich. „Wir versuchen bestmöglich mit den Tieren umzugehen und zusammen zu leben.“ Zurzeit steht das Zelt vom Circus Monaco im Stadtzentrum von Gera, ein Weihnachtscircus-Gastspiel führt sie nach Braunschweig und danach eine Tour in den Süden nach Italien. „Vielleicht kommen wir im Frühjahr wieder nach Dresden“, so der Juniordirektor vom Circus Monaco. Schön wär`s.

http://www.circus-monaco.de

Text + Fotos (lv)

Siehe auch den Beitrag „Bühne frei für Circus Monaco“ mit Bildern und Gedichten auf diesem Blog.


Wunderbare Begegnung: meinwortgarten.com-Inhaberin Lilli Vostry mit Hörnertier Kaya.

Unverwundbar

Du stehst auf der Wiese
hinter dem rotweißen Zelt
weißt nichts von mir
ich nichts von dir
und doch bin ich hier

im Zelt der Mann mit dem Feuer
zeigt seine unbrennbare Haut
speit eine Feuerwolke wie ein Drache
unter starkem Applaus

in der Manege steht das Hörnertier
in milchweißem Glanz
alle wollen es streicheln
draußen steht es allein

den Kopf in frischem Heu
ein sanfter Blick aus tiefschwarzen Augen
fließt zu mir herüber
die spitzen Hörner kann es
nicht ablegen

Lilli Vostry
(7.10.2018)

Tier-Oase und Treffpunkt für kleine und große Besucher


Zum Abschluss gab es als besondere Leckerli Popcorn
Abschied von Dresden: Tierpfleger Tommy und Juniordirektor vom Circus Monaco, Mario Sperlich.

Text + Fotos (lv)

Neues Programm von Beckert & Till in Merlins Wunderland


Kosmisches Vergnügen mit Dieter Beckert & Peter Till

Sternstunden der Menschheit – Die galaktische Dinnershow

Mit Brachialromantiker Dieter Beckert, Musikmaschinist Peter Till, den Pantomimen und Clowns Rainer König und Matthias Krahnert, dem „Goldenen Geiger aus Prag“ Ludek Lerst, Sängerin Jasmin Graff und Pole-Akrobatin Cara Julienne.

Lachen, essen, tanzen – seit 20 Jahren kann man im Restaurant- Theater „Merlins Wunderland“ in Dresden all das an einem Abend erleben. Das Restaurant-Theater veranstaltete im September 1998 die erste Dinnershow Dresdens und lädt seitdem zum „Spektakel aus Bildern, Tönen und kulinarischen Genüssen“ in das urige Ambiente einer früheren Scheune.

Im Jubiläumsjahr feiert am 12. Oktober eine neue Show Premiere – die „Sternstunden der Menschheit – eine galaktische Dinnershow.“

Dies ist bereits die achte „Beulenspiegel-Produktion“ aus der Schmiede von Dieter Beckert und Peter Till, Urgesteine in „Merlins Wunderland“. Gemeinsam mit dem Clowns-Pantomime-Duo Rainer König und Matthias Krahnert verwandeln sie das „Wunderland“ in ein Raumschiff und bescheren ihren Weltraumtouristen ein wahrhaft (k)osmisches Vergnügen. Auf dem Flug zur Erde erleben sie große Sternstunden der Menschheit – vom „Sündenfall“ über die alkoholische Gärung und den Kampf um den Südpol bis zur Entdeckung der Elektrizität. Auch der erste Mensch auf dem Mond ist ein Thema.

Eine Fülle klassischer Comedy- und Pantomimeszenen, gespickt mit Pole-Dance-Akrobatik, Burlesque und Steptanz, hochmusikalisch, brachialromantisch kommentiert und technisch-multimedial veredelt. Sogar ein selbst gebauter Computer namens Zusi spielt mit. Weibliche Verstärkung sind die Pole-Akrobatin und Burlesque-Tänzerin Cara Julienne sowie die Sängerin und Steptänzerin Jasmin Graff. Außerdem geht der „Goldene Geiger aus Prag“ Ludek Lerst mit an Bord. Dazu wird ein Drei-Gänge-Menü serviert, das im Gegensatz zur Weltraumnahrung herrlich heimatlich-sächsisch klingt und unter anderem Kartoffelsuppe, Sauerbraten und Quarkkeulchen vereint. Die neu gesammelten Kalorinchen kann man zum Ausklang des Abends dann einfach wegtanzen.

Karten für alle Vorstellungen sind an allen Vorverkaufskassen und im Verkaufsbüro im Ostrapark am Messering 8E erhältlich und können unter Telefon 0351/421 99 99 auch bestellt werden. Der Ticketpreis beginnt bei 48,50 Euro inklusive Show, Menü und Tanz.

Termine im Oktober: 12. / 13.10. sowie 19./20.10.: Beginn 19.30 Uhr.

www.merlins-wunderland.de

Hintergrund zu „Merlins Wunderland“:

Das Erfolgskonzept von Merlins Wunderland ist nach wie vor die ausgeklügelte Symbiose aus Bühnenshow, dem gemeinsamen Essen an langen Tafeln und der Tanzmusik zum Ausklang des Abends. „Das Konzept hat sich bewährt, doch sind wir mit der Zeit gegangen“, erklärt Inhaber Mirco Meinel. „Das Zusammenspiel von Ort, Show, Kulinarik und Tanz wird permanent verfeinert.“ Hochwertige Bild- und Tontechnik wurde eingebaut, der Eingangsbereich vergrößert, und auch auf der Bühne wird mit verblüffenden technischen Raffinessen inszeniert.

Mehr als eine halbe Million Gäste waren seit der Eröffnung 1998 bereits hier, viele von ihnen mehrere Male. Vor allem Firmen kommen immer wieder, um in lockerer Runde gemeinsam zu feiern – ob Jubiläum oder Weihnachtsfeier. Auch Familien haben Merlins Wunderland längst entdeckt für Geburtstage, Hochzeiten oder Jugendweihe. Bis zu 350 Gäste finden im Parkett und auf der Empore Platz.

Sowohl für die öffentlichen Spieltage als auch für exklusive Veranstaltungen ist Küchenchef Andreas Kirsch dem Geschmack der Gäste auf der Spur und bietet Alternativen für Vegetarier, Veganer und Allergiker an. „Wir servieren unser „interaktives Menü“ nicht auf einzelnen Tellern“, so Andreas Kirsch. „Die Suppen kommen in Kesseln und der Hauptgang in großen Schalen an den Tisch. Die Gäste bedienen sich gegenseitig, das beflügelt das Miteinander. Von Suppe und Beilagen gibt es gerne Nachschlag, und das ist meines Wissens einmalig.“

Dass zum Ausklang des Abends ein DJ auflegt und man mit den Tischnachbarn das Tanzbein schwingen kann, gehört seit der Geburtsstunde von „Merlins Wunderland“ ebenso zum Konzept.

Kontakt

Restaurant-Theater Merlins Wunderland
Tel. 0351/ 421 99 99, info@merlins-wunderland.de
Zschonergrundstraße 4,
01157 Dresden

www.merlins-wunderland.de

Text + Foto:  Sabine Mutschke

„Die Venusnarren“ im Kunstkeller Dresden

Ein neues Gesicht auf der kleinsten Bühne Dresdens

Jolanda Querbeet, Schauspielerin und Entertainerin, kommt mit ihrem neuen Programm „Die Venusnarren“ am 5. Oktober, um 20.30 Uhr erstmals in den Kunstkeller Dresden auf der Radeberger Straße 15.

Eintritt: 10.- €
inkl. Ausstellungsbesichtigung
Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wird um Platzreservierung gebeten unter: http://www.kunstkeller-dresden.de/veranstaltungen.php

Das Programm findet im Ambiente der Akt-Ausstellung „Akt-Visionen beim Bühnen-Akt“ von Thoralf Möhlis statt. Dazu am Samstag, dem 29. Sept., eine Sonderöffnungszeit von 15-21.30 Uhr – bei Anwesenheit des Fotokünstlers.
Ausstellungsbesichtigung ist bis zum 8. November zu folgenden Zeiten möglich:
di 15 – 21.30 Uhr; mi + do 16.30 – 18.30 Uhr und nahezu jederzeit nach telefonischer Vereinbarung über 0162 682 93 79

Text + Foto: Volkmar Fritzsche/Kunstkeller Dresden

BilderAlbum: Im Wunderreich der Fantasie beim Herbst- und Weinfest Radebeul & Internationalem Wandertheater-Festival


Dicht umlagert: das Theaterkarrussel von Georg Traber & der Clownsband The Bombastics erfreute mit beschwingten Klängen.
Die Erde spüren: Mit je einem Rohr zum Sehen und Hören konnten kleine und große Besucher die Erdkugel nach paradiesischen Orten absuchen vor der Aufführung „Perpetuum Mobile“ des Wandertheaters Ton & Kirschen am Sonnabend vor vollen Rängen auf der Streuobstwiese.

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Kleine Verschnaufpause für Adam & Eva auf ihrer fantastisch-bilderreichen Reise um die Welt auf der Suche nach dem verlorenen Paradies, das verriegelt ist. Ist es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen?, versuchen sie herauszufinden und geraten von einem (Alb)Traum in den nächsten…


Ein Clown als Feuerwehrmann.


Traumwandler halten Ausschau nach dem Ort ihrer Träume…


Zum Träumen, Innehalten und Umher wandeln lud auch die Installation „Traumtänzer“ von Muriel Cornejo und César Olhagaray in der Lounge auf den Streuobstwiesen mit bereit stehenden Strohbetten ein. Dazu gab es flirrend warme Songs mit dem Vollblutmusiker Jorge da Rocha u.a.


Nicht zu übersehen: Der lustige Stelzenläufer mit seinem gefiederten Begleiter, „Hahnrich von Hahnentritt“, ein Antwerpener Zwergbarthahn, der sich gern über seine samtig schwarzen Federn streicheln ließ von den Kindern. Und sich wunderte über manche ihrer Fragen: Z.B. „ob er Eier legt oder beißt?!“ Sein Besitzer Andreas Hummel wohnt in der Lausitz und hat auf seinem Hof in Drebkau/OT Laubst einen „Saal der Wunder“ – in dem Anwesen können Besucher die Natur, Landschaft, Kunst und Kultur und den Saal der vielen Möglichkeiten erleben und genießen. Es gibt ein Café, eine Galerie mit Ausstellungen, offene Bühne und tibetanische Küche. Sonntags ab 14.30 Uhr ist Familientag mit Zauberzirkus, Clownerie und Geschichten von wundersamen Orten. Mehr dazu unter http://www.SADEWU.de


Feurige Balkanfolk-Klänge auf dem Dorfanger von Altkötzschenbroda
„Ach Mensch“: Mit gefühlreich-energiegeladener Stimme sang Miss Rochester (Silvana Mehnert) mit Band auf dem Weinfest eigene Songs, u.a. über zeitlose Liebe, „Every Fair“ (ein Shakespeare-Sonett 18), ein besorgtes Erde-Lied und eine „Ode an die Sterne“. Ihr nächstes Konzert gibt sie am 13. Oktober im Boulevardtheater Dresden.


Labyrinthischer Skulpturengarten Labymenta


Fröhliche Klänge vor wundersamer Kulisse mit Gabriel Jaginiak am Akkordeon.


Wünsche & Wunder. Viele ausgefüllte Fragebogen stiegen beim feurigen Finale mit den Flammen in den Himmel am Sonntagabend zum Abschluss des Herbst- und Weinfestes
& Internationalem Wandertheaterfestival 2018.

Im Labyrinth der Träume

Wein und Wundersames, Musik, Theater, Tanz, Fröhliches und Nachdenkliches gab es reichlich und nah beieinander beim 28. Herbst- und Weinfest Radebeul mit Internationalem Wandertheaterfestival.

Unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ feierten dieses Jahr bei strahlendem Sonnenschein wieder rund 50 000 Besucher drei Tage lang laut Veranstalter, dem Amt für Kultur und Tourismus Radebeul, ein frohes und friedliches Fest. Im Festgelände auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda konnten sie eintauchen in eine bunte fantastische Welt mit Straßentheater, Clownerie, feurig-mitreißenden und verträumten Klängen und Stimmungen zwischen Weindorf auf dem Dorfanger und Streuobstwiesen.

18 Theatergruppen und Solokünstler aus zehn Ländern zeigten ihre Inszenierungen.
Der Gewinner des diesjährigen Publikumspreises beim Wandertheaterfestival heißt „Dado“ aus Kanada. Mit seiner Inszenierung „Classic“ begeisterte der stille Clown die Zuschauer mit seiner unvergleichlichen Situationskomik, wurde gestern abend nach der Preisverleihung bekanntgegeben. Als symphatischer, buckliger Onkel habe er feinfühlig mit kleinsten Gefühlsregungen und skurrilen Utensilien  wie Gummihandschuh-Dudelsäcken die Herzen des Publikums erobert.

Auf eine fantasie- und bilderreiche, witzig-skurrile wie traurig-komische Reise um die Welt auf der Suche nach dem verlorenen Paradies nahm die Zuschauer die Inszenierung „Perpetuum Mobile“ vom Wandertheater „Ton & Kirschen“ am Samstag abend vor vollen Rängen mit.

Mehr Text folgt.

Text + Fotos (lv)


Streuobstwiesenäpfel

 

Studenten vom Literaturinstitut Leipzig zu Gast bei Büchers Best

Junge Literatur aus der Tippgemeinschaft

Seit vielen Jahren schon gibt es in Leipzig, ziemlich einzigartig für den deutschen Sprachraum, eine Stätte in der das Handwerk des Schreibens gelehrt und gelernt wird, und dies durchaus mit Erfolg: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Literaturinstitut_Leipzig

Wer sich hiervon selber überzeugen und gleichzeitig allerneueste junge deutsche Literatur kennenlernen möchte, der sei herzlichst zu unserer Veranstaltung am nächsten Donnerstag eingeladen.

Büchers Best
Donnerstag, 04.10. 2018, 20.30 Uhr
Tippgemeinschaft 2018
Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig
Lesung, Buchvorstellung

Der Tippgemeinschaft e.V. ist ein studentischer Verein, der seit 2003 jährlich eine Anthologie mit Texten von Studierenden des Literaturinstituts Leipzig herausgibt. Mit der im März erschienen aktuellen Ausgabe und vier Schreibenden im Gepäck, besucht die Tippgemeinschaft nun auch Dresden. Kommt vorbei – es gibt Prosa, Lyrik, prosaische Lyrik und lyrische Prosa zu hören – frische Ware !

Es lesen die Autoren und Herausgeber Linda Achberger, Sebastian Behr, Viktor Dallmann und Verena Keßler.

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste.

Team Büchers Best
Jörg Stübing – Inhaber
Susanne Roth – Buchhändlerin

Tommy Spottke – Auszubildender, 1. Lehrjahr
+ HRH Musashi, Burmakater und heimlicher Herrscher des Ladens.

Buchhandlung „Büchers Best“/ 01099 Dresden / Louisenstr. 37 / 0351/8015087 / Mo 12-20, Di-Fr 11-20, Sa 10-16 Uhr / www.buechersbest.de

www.facebook.com/events/323031404911272/

Ahoj! – Auf literarischer Entdeckungstour in Brno und Leipzig im Vorfeld der Leipziger Buchmesse

Tschechisch-deutsches Residenzprogramm in Leipzig mit dem ersten tschechischen Stipendiaten Petr Borkovec gestartet.

Die Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke, Buchmesse-Direktor Oliver Zille, die Generalkonsulin der Tschechischen Republik in Sachsen Markéta Meissnerová und Martin Krafl, Programmkoordinator des Gastlands Tschechien, begrüßten unlängst den ersten tschechischen Stipendiaten Petr Borkovec in Leipzig. Das tschechisch-deutsche Residenzprogramm gibt insgesamt fünf tschechischen und fünf deutschen Autorinnen und Autoren Gelegenheit, jeweils einen Monat in den Partnerstädten Leipzig bzw. Brünn zu verbringen.

Dr. Skadi Jennicke unterstrich: „Das tschechisch-deutsche Residenzprogramm für Schriftstellerinnen und Schriftsteller ist ein großer Erfolg und eine wunderbare Inspiration für unsere beiden Partnerstädte Leipzig und Brno. Den internationalen Kulturaustausch weiter voranzubringen und Kulturschaffenden die Chance zu geben, die internationale Kulturszene kennenzulernen, ist eine Zukunftsaufgabe der Leipziger Kulturpolitik. Deshalb freue ich mich sehr, dass das Residenzprojekt gemeinsam mit engagierten Partnern Wirklichkeit geworden ist. Ich freue mich besonders, heute den tschechischen Autor Petr Borkovec in Leipzig begrüßen zu dürfen. Lassen Sie sich von der Literatur- und Kulturszene der Stadt mitreißen! Seien Sie herzlich willkommen!“

Oliver Zille betonte: „In den kommenden Monaten tauchen Autoren aus Tschechien und Deutschland in die jeweils anderen Kulturen ein. Daraus werden sicherlich zahlreiche spannende Geschichten entstehen, die voneinander mehr erzählen, als eine fiktive Story es jemals leisten kann. Das Residenzprogramm ist das beste Beispiel, um zu zeigen, was mittels Literatur gelingt: neue Einblicke geben, füreinander Verständnis schaffen und letztendlich damit Grenzen überwinden. Das Residenzprogramm ist der ideale Auftakt für den Auftritt unseres Buchmesse-Gastlands Tschechien. Schon jetzt bin ich gespannt auf die literarischen Ergebnisse.“

Tschechien als Gastland bei der Leipziger Buchmesse 2019

Petr Borkovec, geboren 1970 im mittelböhmischen Louňovice pod Blaníkem, gehört zu den renommiertesten Dichtern Tschechiens, ist literarischer Übersetzer und Kulturredakteur. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Jiří Orten Preis (1995) und mit dem Hubert Burda Preis für junge Lyrik (2002). Sein Buch „Lido di Dante“ wird anlässlich des Gastlandauftritts Tschechiens bei der Leipziger Buchmesse 2019 ins Deutsche übersetzt und erscheint im Herbst in der Edition Korrespondenzen. Im Leipziger Residenzaufenthalt sieht Petr Borkovec die Chance, gewohnte Abläufe durchbrechen zu können und sich wie in einer eigenen Werkstatt ganz auf die schöpferische Arbeit zu besinnen: „Besonders Stille und längere ungestörte Konzentration verleiht allem eine multiple Bedeutung und schärfere Konturen“, so Borkovec. „Ein Blick aus dem Fenster in die Reichstraße, eine halbe Stunde zum neuen Uni-Campus oder ein kurzes Gespräch mit einem Barkeeper in Connewitz reichen mir, und ich gewinne so viele Eindrücke, um neu inspiriert zu sein.“

Nach Petr Borkovec folgt im Oktober Jaromír Typlt, preisgekrönter Literat und Künstler, der zudem als Übersetzer ins Deutsche tätig ist. Kateřina Tučková, eine der erfolgreichsten tschechischen Schriftstellerinnen, kommt im November nach Leipzig. Iva Pekárková ist Residenzautorin im Dezember und möchte in Leipzig an ihrem Roman über Kindheit und Jugend in der sozialistischen Tschechoslowakei arbeiten. Im Januar 2019 schließt Lucie Lomová, eine der bekanntesten Comic-Zeichnerinnen Tschechiens, das Residenzprogramm in Leipzig ab.

Das tschechisch-deutsche Residenzprogramm wird veranstaltet von der Mährischen Landesbibliothek, der Leipziger Buchmesse, den Partnerstädten Leipzig und Brünn, dem Goethe-Institut Prag und der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH. Medienpartner ist die Leipziger Volkszeitung.

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 wird veranstaltet vom Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Mährischen Landesbibliothek sowie der Leipziger Buchmesse, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, der Partnerstädte Leipzig und Brünn, der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Goethe Instituts Prag sowie zahlreicher weiterer Partnerinstitutionen.

Text + Foto: Susanne Meierhenrich/Pressestelle Leipziger Buchmesse

www.ahojleipzig2019.de

Fast Forward – Zweite Auflage des Europäischen Festivals für junge Regie

Lebensrealitäten im Blick

Junge Theatermacher aus sechs Ländern bringen mit ihren Arbeiten auch neue Formen von Gegenwartstheater auf die Bühne. Eine internationale Jury vergibt zum Abschluss einen Preis für die beste Aufführung – eine Einladung zu einer neuen Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden.

Mit acht Inszenierungen aus Belgien, Frankreich, Portugal, Spanien, Deutschland und Litauen stellten Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden und Festivalkuratorin Charlotte Orti von Havranek heute das Programm der zweiten Dresdner Ausgabe von Fast Forward – Europäisches Festival für junge Regie vor. Die acht Arbeiten aus sechs Ländern nehmen auf künstlerisch vielfältige Weise Lebensrealitäten in den Blick, für die die jungen Künstler*innen auf der Bühne eine Sprache suchen. Die Plattform für den europäischen Theaternachwuchs zeigt vom 15. bis 18. November 2018 insgesamt 16 Vorstellungen in Kooperation mit den Dresdner Spielstätten Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, der Hochschule für Bildende Künste und Semper Zwei.

Auch 2018 wird eine internationale Jury, bestehend aus der Theaterkritikerin Barbara Burckhardt, der spanischen Kuratorin und Theaterleiterin Isla Aguilar, dem polnischen Regisseur und Theaterdirektor Paweł Łysak und Intendant Joachim Klement, am letzten Festivaltag einer der gezeigten Arbeiten auszeichnen und damit eine Einladung zu einer neuen Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden aussprechen.

Im Rahmenprogramm kooperiert Fast Forward mit dem Studiengang Bühnen- und Kostümbild der Hochschule für Bildende Künste Dresden, deren Studierende zusammen mit 10 Studierenden europäischer Theaterhochschulen aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Rumänien und der Tschechischen Republik das Festival besuchen und die Produktionen diskutieren. Angeleitet werden sie dabei von der Dramaturgieprofessorin Stefanie Wenner und dem in Prag arbeitenden Regisseur, Produzenten, Festivalmacher und Dozenten Ewan McLaren.

Fast Forward findet mit maßgeblicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden statt. Das Festival wird außerdem vom Förderverein des Staatsschauspiels Dresden unterstützt.

Text: Gertrud Aringer/Staatsschauspiel Dresden

www.staatsschauspiel-dresden.de