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meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Start der Schreib- und Geschichtenwerkstatt für Kinder „Fantasius Firlefanz“

Hervorgehoben

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, In eigener Sache, Kultur, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

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Geschichten-Abenteuer erleben – Jeder hat Fantasie!

Für alle, die in den Sommerferien noch nichts vorhaben, startet für neugierige, spiel- und erzählfreudige Kinder und Jugendliche die Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ mit Lilli Vostry, freie Journalistin und INhaberin des KulturBlogs meinwortgarten.com als neues Angebot im KlangLabor auf der Lommatzscher Straße 6 in Dresden. Heute am 4.7., von 16 – 18 Uhr das erste Mal. Ab 11. Juli dann immer mittwochs von 17 – 19 Uhr. Ich freu mich auf Euch.

Hallo, liebe Kinder!

Hier könnt Ihr die kreative Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche „Fantasius Firlefanz“ kennen lernen. Der bewegliche kleine Holzvogel ist unser Begleiter, der unsere Fantasie beflügeln möchte. Bei den Geschichten-Abenteuern, die uns zuflattern aus der großen Welt der Worte.

Gemeinsam entdecken wir den Spaß am Erzählen, sprachlichen Gestalten in spielerischer Form und Umsetzen der selbsterdachten Geschichten.

Wenn Ihr gern träumt, erfindet, neugierig seid, Euch lesend und schreibend ausprobieren wollt, ist die Schreib- und Geschichtenwerkstatt ein guter Ort, dies miteinander zu tun.

Zu meiner Person: Ich heiße Lilli Vostry, schreibe selbst gern seit meiner Kindheit und arbeite hauptberuflich als freie Journalistin, außerdem als Kinderbetreuerin und in der Deutsch-Nachhilfe in Dresden. Es sind auch spezielle Angebote für Kinder mit ADHS möglich.
Ich gebe auch Kurse in spielerischem Schreiben für Kinder auf Anfrage in Schulen.

Kosten pro Teilnehmer pro Nachmittag (2 Stunden): 10 Euro

Kontakt: Lilli Vostry, Tel. (0351) 848 75 03 oder 0177 – 524 88 48
email: Lilli.Vostry@freenet.de

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Premiere „Die Csárdásfürstin“ in der Staatsoperette Dresden

02 Montag Jul 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Gehen oder Bleiben? Fürstensohn Edwin hat sich in die schöne Varietésängerin Sylva verliebt.


Feuer, Temperament und Lebenslust: Die Csárdásfürstin und der „Teufelsgeiger“  Alexander Bersutsky. Fotos: Stephan Floss/Staatsoperette

Viel Feuer und Komik auf der Show- und
Politikbühne

Als witzig-ironische Farce über die Launen und Macht der Liebe, Heuchelei und Etikettenschwindel kam Emmerich Kálmáns berühmte Operette „Die Csárdásfürstin“
auf die Bühne der Staatsoperette Dresden.

Sie ist ein Weib mit Feuer, voll Temperament und Lebenslust. Die Chansonette Sylva Varescu hat rumänisches Zigeunerblut und ist ein gefeierter Star im Varieté-Theater „Romanum“ in Wien. Als ausgerechnet der Sohn des Fürsten und Chefs der rechtsradikalen Partei sich leidenschaftlich in sie verliebt, löst das reichlich Wirbel und Verwicklungen aus in der Operette „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán. Die Premiere war am Sonnabend in der Staatsoperette Dresden im Kulturkraftwerk Mitte.

Sobald die flott feurigen Csárdás-Melodien erklingen, ist aller Kummer vergessen. Im Glanz der Bühne gibt die lebensfrohe Sängerin Sylva (voll Stolz und Hingabe: Elvia Hansanagic) im roten Glitzerdress, inmitten von Showgirls und jubelnden Varietégästen, ihre Abschiedsvorstellung. Sie will nach Amerika auf Tournee gehen, um ihrer aussichtslos scheinenden Liebe zu entfliehen. Doch sie hat längst das Herz des Fürstensohns Edwin (naiv-trotzig: Daniel Szeili) erobert, der eilends ein Eheversprechen an Sylva im Amüsierlokal abgibt und damit gegen seinen Vater Fürst Lippert-Wylersheim (als scheinheiliger Despot: Alois Walchshofer) aufbegehrt.

Der strikt gegen eine Heirat mit der fremden Tingel-Tangel-Sängerin ist, vor allem weil er die bevorstehende Wahl zum Bundeskanzler gewinnen will. Der die verstoßene Csárdásfürstin dann aber kurioserweise als vermeintliche Gräfin in schicker Abendrobe galant hofiert auf dem Ball im Wahlkampf. Dies führt zu allerhand komisch-dramatischen Turbulenzen und verblüffenden Wahrheiten im Wechsel von Show- und Politikbühne in der Kulisse von Varieté-Theater und Wiener Hofburg in dieser Inszenierung unter Regie von Axel Köhler.

Das Publikum wird in eine Welt des schönen Scheins und der Illusionen entführt, man feiert und vergnügt sich als gäbe es kein Morgen, Unheilvolles wird ausgeblendet. Das macht das Spannende wie Zwiespältige der kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges entstandenen, zeitlos gültigen Operette aus. Zu erleben waren bezaubernd schöne Stimmen in einer witzig-ironischen Farce über die Launen und Macht der Liebe, Heuchelei und Etikettenschwindel in der sogenannten feinen Gesellschaft. Für Würze im Liebes-Poker sorgt auch noch Sylvas quirliger Manager (Hauke Möller), der als Graf  Boni Káncsiánu mit gekauftem Adelstitel aus den USA zurückkehrt und sie als seine Frau ausgibt, doch eigentlich hat er es auf Edwins süß-kesse Verlobte, Komtesse Anastasia (Annika Erhards) abgesehen. Edwin erkennt Sylva und will eifersüchtig und erzürnt über die angebliche Untreue des Freundes selbst die falsche Gräfin heiraten, die seine Eltern eher als die Zigeunerin Sylva akzeptieren würden.

Doch es kommt zum Eklat. Sylva will ihr Glück nicht auf einer Lüge aufbauen und enthüllt auf der Wahlparty des Fürsten ihre wahre Herkunft. Dort tischt auch noch seine trinkfreudige Gemahlin (Ingeborg Schöpf) ihm einige Wahrheiten auf, die ihn vollends ruinieren. Fast hätte Edwin sich aus Liebeskummer schon erschossen.
Doch er knallt nur mit der Tür, um seine Csárdásfürstin endlich über alle Hindernisse hinweg doch noch in die Arme zu schließen.

Die Handlung kommt zunächst etwas schleppend in Gang, doch dann steigert sich die Musik im zweiten Teil furios, klanggewaltig, romantisch, beschwingt und mitreißend, der Kriegsausbruch wird nur mit ein paar militärischen Trommelwirbeln angedeutet (musikalische Leitung: Peter Christian Feigel). Und in Gestalt des düster sittenstrengen Generals in schwarzer Uniform, Edwins Onkel (Jürgen Mai), der ihn aus dem Varieté-Theater abführt. Einen modernen Anstrich verpassen der Operette die Tänzer, die mal als frivol-rückenfreie Kellner und Großaufgebot von Bodygards in dunklen Anzügen und Sonnenbrillen, mit Handys und Pistolen herum fuchteln und steppen. Höhepunkt der Aufführung sind die fröhlich-übermütigen Csárdas-Tänze samt „Teufelsgeiger“, mittendrin die Liebespaare. Begeisterter Beifall vom Publikum für einen schillernd farbreichen Abend der großen Gefühle.

Text (lv)

http://www.staatsoperette.de

 

 

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Premiere „Freibier wird teurer“ im Kabarett-Theater Herkuleskeule

29 Freitag Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kabarett

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Foto: Hans-Ludwig Böhme

„Wir schenken der Welt eine Schönheits-OP!“

Voller Witz und Widersinn, Lust und Frust streiten und parodieren Birgit Schaller, Hannes Sell und Jürgen Stegmann all die täglichen großen und kleinen Katastrophen in Politik und Privatem im neuen Programm „Freibier für alle“ im Kabarettkeller Herkuleskeule im Kulturpalast.

Ist die Welt noch zu retten? In einer Zeit, wo das Wetter immer verrückter spielt, ganze Landstriche veröden und mit ihren die Menschen, weil es dort nichts mehr gibt. Sogar „Freibier wird teurer“! Komische Aussichten, so der Untertitel, und Gründe zum Aufregen, Streiten und Wundern gibt es also reichlich im neuen Programm des Kabaretts Herkuleskeule im Kulturpalast, das am Donnerstag Abend Premiere feierte.

Da wird die Bühne zur Kneipe und umgekehrt, in der die verschiedensten Typen und Meinungen aufeinander prallen in bekannten und neuen Texten von Autor und Produzent Wolfgang Schaller und vielen anderen Autoren in der Regie von Matthias Nagatis. In den Szenen, Liedern und Tanzeinlagen wechseln Katastrophen und Unterhaltung, Politik und persönliche Haltung, Lust und Frust, Albernes und Berührendes voller Witz und Widersinn, mit der Themenfülle und dem schnelllebigem Zeitgeist ringend. Da geht allerdings manche Feinheit und Pointe im temporeichen Wortwechsel verloren.

Mit und ohne Bierflasche, aufgespanntem Regenschirm für alle Fälle und Zeitung in der Hand, streiten und parodieren die Vollblutkabarettistin Birgit Schaller, ihr junger, sehr agiler Kollege Hannes Sell und Schauspieler Jürgen Stegmann, der erstmals auf der Herkuleskeulbühne steht, mal derb-komisch bis geschliffen satirisch über alte und neue Feindbilder in Ost und West, Wohlstandsmüll und geistige Armut, Angst vor Terror, Fitness- und Selbstoptimierungswahn, Wahrheit und Lüge in Politik, Medien und sozialen Netzwerken. Die Kabarettisten animieren die Zuschauer zum Mitsingen, im Kanon schmettern sie zusammen: „Allen geht es gut, aber allen geht es schlecht. Keiner weiß Bescheid, aber alle haben recht.“ Und sie werden klangreich, von Schlager über Tango bis Rap, begleitet von den Musikern Jens Wagner und Volker Fiebig an Klavier, Saxofon, Geige und Akkordeon. Da fragt Birgit Schaller die
Zuschauer, ob sie noch Kästner kennen. Nein, nicht den gleichnamigen
Kondomversand! Schön auch, wie sie einen übereifrigen Polizisten im Antiterroreinsatz (Sell) mit ihren weiblichen Waffen abblitzen lässt. Verrucht und krass nimmt sie frei nach dem Brecht-Song „Nur keine Scham, Johnny!“ hemmungslose Gier nach Barem aufs Korn und fragt mit einem Ohrwurm von Helga Hahnemann: „Wo sind die Taler geblieben…“

Zu Herzen gehen auch Schallers Auftritte als erzgebirgische Klöpplerin, die die moderne Welt nicht versteht und ihre poesievoll-clowneske Bewunderung für den Erd-Luftballon, den sie hält und düsterem Zukunftsszenario mit fühllosen Robotern. „Am besten, wir schenken der ganzen Welt eine Schönheits-OP“, überlegt Jürgen Stegmann. Er sorgt mit trockenem Humor als gemütlich waschechter Sachse, aberwitzig spekulierender „Islamexperte“ im Stil von Loriot und als wiederauferstandener, abgeklärter Jesus mit Dornenkrone für viele Lacher. Als Überraschung zum Schluss begeistern zwei Breakdancer, Thomas und Patrick von den „Beat fanatics“ kraftvoll-bewegungsreich, auf und ab über den Boden wirbelnd, immer wieder aufstehend. Reichlich Beifall für einen wunderbar lebensprallen Abend.

Text (lv)

http://www.herkuleskeule.de

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Ein Dickhäuter hält die Stadt in Bann: „Die Nashörner“ im Kleinen Haus

20 Mittwoch Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Fotos: Sebastian Hoppe/Staatsschauspiel Dresden

Ein Nashorn in der Stadt! Ein Fall höherer Gewalt!

Das absurd-komische Stück „Die Nashörner“ von Eugène Ionesco über Individualität, graue Masse, gefährliche Hirngespinste und die Kraft der Einbildung ist heute, am 20. Juni, um 19.30 Uhr nochmals im Kleinen Haus in Dresden zu sehen.

Eine Gruppe Gestalten, nach hinten geneigt, mit starren Körpern und weit ausholenden Schritten marschiert an den Bühnenrand. Stoppt kurz vor dem Publikum. Sie strömen
auseinander, treten in Spielflächen die Lage- oder Stadtplänen ähneln. Ein Mann lässt einen anderen über seinen Rücken nach unten rutschen. Ein anderer sagt, er habe nur Vertrauen zu Tierärzten. Eine Frau hält ein Fell in der Hand, redet mit ihm wie einem „Kätzchen“und legt es sich um den Hals.
Plötzlich bleiben alle schreckerstarrt stehen: „Ein Nashorn! Das ist die Höhe!“, ruft die Menge entsetzt. Ein Nashorn, das frei herumläuft in der Stadt, das geht doch nicht!

Sie rätseln woher es kommt, was es will von ihnen, ob es ein oder mehrere Hörner hat, wie es sich verhält und was man von der ganzen Sache halten soll. Denn nach und nach zeigen immer mehr Bewohner des kleinen Ortes nashornähnliches Gebaren und wer sich anders verhält, wird ausgegrenzt, verfolgt, für verrückt oder krank erklärt. Das ominöse Tier wirbelt mächtig Staub auf in der ebenso absurd-komischen wie beklemmend-düsteren, metapherreichen Inszenierung „Die Nashörner“ nach dem Stück von Eugène Ionesco unter Regie von Juliane Kann mit Studenten des Schauspielstudios der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig am Staatsschauspiel Dresden.

Ein grotesk-abgründiges Stück über (Un)Sinn, Logik, Willen, Naturgesetze, Moral, Träume und Realität mit tollen, eigensinnigen Darstellern.

Letztmals in dieser Spielzeit zu sehen am 20. Juni, um 19.30 Uhr im Kleinen Haus.

Text (lv)

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Ausstellung „Tonungen“ in der Galerie mit Weitblick Radebeul

20 Mittwoch Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Fotografie

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Farbklänge der Natur

Feinsinnige Fotographik von Hartmut Opitz und filigrane  Plastiken von Frank Schauseil vereint die Ausstellung „Tonungen“ in der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Knorrige, uralte Baumriesen in markantem Schwarzweiß,
eine Allee in gleißendem Licht, Boote vor dem Aufbruch, 
bizarre Felswände, das rätselhaft-schemenhafte Innere einer Höhle faszinieren in feinabgestuften „Tonungen“.

So heißt die neue Ausstellung in der „Galerie mit Weitblick“auf der Oberen Bergstraße 13 in Radebeul. Dort hält die Fotographik von Hartmut Opitz derzeit Zwiesprache mit den filigranen Bronzeplastiken voll archaischem Zauber, romantisch, skurril und versponnen-hintersinnig, von Frank Schauseil. Beide Künstler lernten sich erst in der „Galerie mit Weitblick“ kennen. Ihre Arbeiten kontrastieren und ergänzen sich mit ihrem Blick auf Schönheit, Erhabenheit, Berührtsein von der Natur, ihren Urkräften ebenso wie ihrer Gefährdung und Umweltzerstörung. Die Aufnahmen von Hartmut Opitz sind analog und auf Silbergelantine Barytpapier gefertigt. Der Reiz liegt für ihn nicht nur im Fotografieren, er entwickelt auch alle seine Bilder selber und verleiht
ihnen eine ganz eigene, edle Wirkung und Stimmung mittels der heute nur noch selten angewandten Technik der Tonung. Im schnelllebigen digitalen Zeitalter 
ist der Gang in die Dunkelkammer für Opitz immer noch ein Abenteuer und jedes entstandene Bild ein Unikat.

Das Foto wird dabei in ein Kupfertonbad aus Metallsalz gelegt, erklärt er, und je nach Verweildauer entstehen Farbtöne von hell bis intensiv, sepia- oder kupferfarben und graublaue bis grüne Nuancen. Noch aufwendiger sind die Mehrfachtonungen, die in vielen kleinen Zwischenschritten die grafische Wirkung der Fotografien verstärken. Wie in den Ansichten mit verwitterten dunklen Buhnen im Gegenlicht, die Abendstimmung am Meer mit schwarzem Boot am Strand, der von Bergwänden umgebene Stausee Mattmark in der Schweiz mit aufgeschichteten Steinskulpturen oder die gewaltig-formreichen Tyssaer Wände I – V. 

Die Aufnahmen entstehen meist im Urlaub. Den acht Kilo schweren Rucksack mit der Fotoausrüstung und seine Pentacon Six-Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven noch aus DDR-Zeiten hat er immer dabei. Diese sei bei Fotografen nicht besonders beliebt gewesen, da sie auf minimalste Erschütterungen reagiere. „Es ist wie bei einem Maler mit etwas ausgefranstem Pinsel, der trotzdem beachtliche Bilder malt“, sagt Hartmut Opitz schmunzelnd. 

Jetzt als Rentner habe er auch mehr Zeit für seine fotografische Passion. Er hat als Handwerker in der Sächsischen Baumschule gearbeitet, beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit Fotomontage und Tonung, ein Schlüsselerlebnis war für ihn eine Ausstellung mit Fotografik von Ullrich Lindner im Dresdner Schloss/Pretiosensaal. In der Sächsischen Landesbibliothek suchte Opitz nach alten Rezepturen für die Tonungen seiner Fotoaufnahmen und entdeckte in einem Buch des amerikanischen Fotokünstlers Tom Worobic die Technik der Mehrfachtonung, die er seither intensiv nutzt.

Urwüchsig und gegenwärtig zugleich erscheinen die grazilen Bronzefiguren des Bildhauers Frank Schauseil. Nach einer Lehre als Steinmetz hat er an der Dresdner Kunsthochschule von 1993 – 1999 studiert, erwarb sein
Diplom bei Professor Martin Honert und lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Dresden. In der Ausstellung begegnen einem ein Komoranfischer 
auf einem langen Boot, ein Vogel sitzt auf einer Angel mit ausgebreiteten Schwingen. Ein „Sternenguckerpaar“ trifft auf archaische „Paddelbootromantik“, ein „Tornado“-Trichter auf einen emporankenden „Wächter“. Die Urform entsteht in Wachs oder Gips, danach die Silikonform und der Bronzeguss. Die Einzelteile schweißt, bohrt und fügt Schauseil zusammen zu seinen luftig-leicht wirkenden Plastiken, oft mit einer Prise Humor.

Dies ist die nunmehr 15. Schau im 6. Jahr der Galerie mit Weitblick, die derzeit ums Überleben kämpft. Mit besonderen Kunsterlebnissen und einmaliger Aussicht aus der Höhe aufs Elbtal ist die Wochenendgalerie von Dorothee Kuhbandner ein Anziehungspunkt für Kultur- und Naturliebhaber, die den etwas weiteren Weg herauf nahe der Weinberge nicht scheuen. Doch es fehlt regelmäßiges, die Galerieangebote nutzendes Laufpublikum. Die Ausstellung „Tonungen“ ist noch bis 23. September zu sehen. 

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa & So von 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

http://www.doro-malerei.de

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Reise ins persönliche Universum – Ausstellung „Indiversen“ im Lügenmuseum Radebeul

19 Dienstag Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Was die Welt im Innersten zusammenhält

Mit Objekten von 20 Künstlern können die Besucher wie durch einen Zeittunnel in die „Indiversen“, Eigenwelten von Künstlern, und wieder zurück ins große Ganze reisen. Am 20. Juni, um 19.30 Uhr wird der neue Ausstellungsraum im Lügenmuseum Radebeul im alten Gasthof Serkowitz eröffnet von Thomas Gerlach und Richard von Gigantikow.

Die letzte Ausstellung „Poetische Orte“ präsentierte 22 internationale Künstler mit eigenen Museen. Die neue Ausstellung „Indiversen“ widmet sich den Innenwelten der Künstler und knüpft an das Phänomen der Kunst- und Wunderkabinette an. Künstler treten in der künstlerischen Praxis in Opposition zur Logik der Universalien und erforschen die lebendige Sinnlichkeit und zeitgemäße Sinnhaftigkeit von Kunst. Sie positionieren ihre Ausstellungsstücke wie Symbole unbewusster Erfahrungen. Als Gegenteile des Universums sind Indiversen jeweils in sich geschlossene Eigenwelten der Individuen – kurz das persönliche Universum: die gesamte Raumzeit, welche sich im Augenblick der Beobachtung auf ihren Mittelpunkt – die Gegenwart der Beobachtung – bezieht. Nur Künstlern ist die Möglichkeit gegeben, die – teils verhärteten – Schalen aufzubrechen.

Die Objekte von 20 Künstlern lassen die Besucher wie durch einen Zeittunnel in die „Indiversen“ und von dort wieder zurück ins große Ganze reisen. Perry Argel, Philippinen, Mark Divo, Schweiz, Muriel Cornejo und César Olhagaray, Chile, Sophie Cau, Frankreich, Komatsu Tsunetaka, Japan, Jola Brejdak, Polen, Popke Backer, Niederlande, Otis Laubert, Slowakei, Getulio Damado, Brasilien, Caroline Wilkins und Thierry Noir, England und von hier Holger John, Anna Maria Scholz, Lutz Fleischer, Frank Herrmann, Edda Kallweit, Stefan Voigt, Nils Duemke und Justus Ehras, Jan und Thomas von Arx.

Kurator der Ausstellung ist Richard von Gigantikow. Als Nationaltherapeut erforschte er die Abgründe deutscher Befindlichkeiten. Sein Forschungsgebiet: Nationalismus, eine regional verbreitete Hysterie, durchaus heilbar. Künstler sind für diesen Heilungsprozess besonders geeignet, denn sie können mit Gefühlen spielen, sie können auch die Wut, die die Bürger auf die Straße treibt, dressieren.

Die fabelhafte Welt des Lügenmuseums empfiehlt sich in verunsichernden Zeiten unbedingt als Heilbehandlung. Lassen Sie sich eine Visite verschreiben, ihre Krankenkasse wird sicherlich die Kosten übernehmen.

Text + Foto: Reinhard Zabka

Kunst der Lüge e.V.
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de
www.luegenmuseum.de

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Witzig-poetische Familiensaga: „Wo ein Vogel am schönsten singt“ im Kleinen Haus

17 Sonntag Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Foto: Sebastian Hoppe/Staatsschauspiel Dresden

„Die Wirklichkeit ist eine Umwandlung unserer Träume“

Eine bewegend-bilderreiche Familiengeschichte im Spannungsfeld von Unterwegssein und Ankommen, Tradition und Moderne erzählt das Stück „Wo ein Vogel am schönsten singt“ nach dem Roman von Alejandro Jodorowsky im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

In der Bühnenmitte steht ein Baum mit Ästen voller Kleidungsstücke. Der Ich-Erzähler nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise zu den Wurzeln seiner Familie, seines Vaters und seiner Mutter und erlebt am Ende der Geschichte seine eigene Geburt. „Die Wirklichkeit ist eine allmähliche Umwandlung unserer Träume“, sagt er zu Beginn. Dichtung und Wahrheit liegen nah beieinander in dieser mit viel Witz und Poesie, fröhlichen, temperamentvollen und sehnsuchtsvoll-schwermütigen Akkordeonmelodien und Tango-Klängen erzählten, russisch-jüdischen Einwanderungsgeschichte Anfang des 20. Jahrhunderts in Chile und Argentinien.

„Wo ein Vogel am schönsten singt“ nach dem gleichnamigen Roman von Alejandro Jodorowsky, der 1992 erschien, setzt sich in der Inszenierung unter Regie von Mina Salehpour mit Flucht, Heimatlosigkeit, Unterwegssein und Ankommen, Religion und  Identität auseinander in einem farb- und fantasiereichen Bilderreigen mit schnellem Figurenwechsel. Es agieren fünf Schauspielerinnen und Schauspieler, die Männer- und Frauenrollen spielen, angeführt vom gewitzt-ironisch über die Bräuche wachenden Rebbe (Philipp Lux), als gutem Geist aus der Zwischenwelt, der die Familie auf ihrem gefahrvollen Weg voller Träume, Auf- und Umbrüche und Konflikten zwischen Tradition und Moderne begleitet. Viel Beifall vom Publikum.

Text (lv)

Nächste Vorstellungen: 17.6., 19 Uhr und 25.6., 19.30 Uhr im Kleinen Haus.

 

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Neue Burgfestspiele Meißen mit „JederMann“ auf den Spuren des Mittelalters

16 Samstag Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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JederMann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes

Neben der erfolgreichen Inszenierung des Stücks nach Hugo von Hofmannsthal ist erstmals „Das Geheimnis der Hebamme“ im Rahmen der Neuen Burgfestspiele Meißen auf der Albrechtsburg (16. – 30. Juni) zu sehen. Nächste Aufführungen von „JederMann“ mit Tom Quaas in der Titelrolle und Sandra Maria Huimann als Buhlschaft am 29. und 30. Juni, 20.30 Uhr.

Nach dem erfolgreichen Start des „Jedermann“  am 17. Juni 2016 unter Regie von Peter Kube soll das bekannte Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal auf der Albrechtsburg zur Tradition werden.  Auch 2018  wird Tom Quaas als Jedermann gemeinsam mit seiner Buhlschaft (Sandra Maria Huimann)  seine letzte Stunde zelebrieren.

Jedermann ist reich. Jedwede Sache auf der Welt nennt er Sein durch bares Geld. Alles kann er kaufen, Frau und Mann, Grund und Boden. Er dünkt sich, Herrscher der Welt und unsterblich zu sein. Den Bettler und den armen Nachbarn weist er ab, die Warnungen seiner Mutter überhört er. Stattdessen feiert er mit seiner Buhlschaft ein Fest. Auf dem Fest steht plötzlich der Tod neben ihm und fordert ihn auf, sich für den letzten Weg bereit zu machen. Jedermann fleht den Tod an, ihm eine Frist zu gewähren, damit er sich einen Freund suchen kann, der mit ihm vor das Gericht Gottes tritt. Nach langem Bitten gewährt der Tod ihm eine Stunde.

Das Stück beruht auf einem mittelalterlichen Totentanz, der im 16. Jahrhundert von Hans Sachs aufgeschrieben wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts benutzte der österreichische Dramatiker Hugo von Hofmannsthal die Niederschrift von Hans Sachs als Quelle für sein Theaterstück. Die Beschäftigung mit zeitgenössischen Geldtheorien brachte Hofmannsthal zu der Ansicht, dass das Geld in «dämonischer Verkehrtheit zum Zweck der Zwecke» wurde und der Mensch nur durch Furcht und Glaube aus dieser Verstrickung gerettet werden könne.

Am 1. Dezember 1911 erlebte Hofmannsthals Stück unter der Regie von Max Reinhardt im Berliner Zirkus Schumann seine Uraufführung. 1920 wurde es erstmals während der Salzburger Festspiele auf dem Platz vor dem Salzburger Dom gespielt.

In Meißen kam «Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes» während der Burgfestspiele 1925 zum ersten Mal zur Aufführung. 

Im »Jedermann« treten, wie in den Mysterienspielen des späten Mittelalters, ne­ben den Figuren von Gott und Teufel auch der Tod, der Mammon, der Glaube und andere abstrakte Begriffe als Personifikationen auf. Sie alle haben allegorische Funktion: Hofmannsthal entschied sich für die Allegorie als Stilmittel, weil es »in der Idee des Dramas« sei, »das zerfließende Weltwesen in solcher Art zu festen Gegensätzen zu verdichten« (1911). Damit wird die Allegorie zum zeitgemäßen Mittel, die wirre Welt der Gegenwart überhaupt erst wieder begreifbar zu machen.

»Die Welt ist dumm, gemein und schlecht
Und geht Gewalt allzeit vor Recht,
Ist einer redlich, treu und klug,
Ihn meistern Arglist und Betrug.«

Schauspiel und Konzerte

Nach  den erfolgreichen ersten drei Jahren der NEUEN BURGFESTSPIELE MEISSEN  bietet die Festspielgemeinschaft, bestehend aus der Theater Meissen gGmbH, der  Albrechtsburg Meissen, dem Hochstift Meißen, der Landesbühnen Sachsen GmbH und der  Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen eG, den Besuchern auch 2018 ein ausgewähltes und vielfältiges Programm von klassischen Konzert bis zur Open Air-Schauspielinszenierung vor einer beeindruckenden historischen Kulisse.

Neben der erfolgreichen Inszenierung „JEDERMANN“, steht das Schauspiel „DAS GEHEMNIS DER HEBAMME“ nach dem Bestsellerroman von Sabine Ebert  in einer Inszenierung der Landesbühnen Sachsen im Mittelpunkt der NEUEN BURGFESTSPIELE.

Die Besucher lassen sich sicherlich auch im Sommer 2018 von einzigartigen Kulturgenüssen und Kunsterlebnissen verzaubern und genießen die einmalige Atmosphäre auf dem Burghof, in der Albrechtsburg und im Dom zu MEISSEN – einem der bezauberndsten Plätze und dem ältesten Schloss Deutschlands.

Programm der Neuen Burgfestspiele Meissen

Concerto Grande

HARMONIC BRASS & QUADRO NUEVO
Sa., 16.06., 18:00 | Burghof

Konzert: MIT HERZEN, MUND UND HÄNDEN …
So., 17.06., 18:00 | Dom zu Meissen
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 2 „Lobgesang“
Charles Gounod: Sinfonie Nr. 1 in D-Dur (zum 200. Geburtstag an diesem Tag)
Elbland Philharmonie, Solisten, Domchor Meißen, Domchor Naumburg, Leitung: Domkantor Jörg Bräunig  

MARTHES PFAD

Stadtspaziergang vom alten Handelsplatz zum Burghof mit Walfriede Hartmann
Di., 19.6./ Mi.20.6./ jeweils  21:00 Uhr,
21.6.(geschlossene Veranstaltung)/ 22.6./ 23.6. jeweils 19.00 Uhr  (vor „Das Geheimnis der Hebamme“ )
Treffpunkt Haupteingang Theater Meißen/ Theaterplatz

DAS GEHEIMNIS DER HEBAMME von Sabine Ebert

Nach dem gleichnamigen Roman für die Bühne adaptiert von Odette Bereska

Eine Inszenierung der Landesbühnenbühnen Sachsen
Do., 21.06., 20:30 | Burghof, Fr., 22.06., 20:30 | Burghof, Sa., 23.06., 20:30 | Burghof

OPEN AIR GOTTESDIENST
So., 24.6., 10:00 Uhr I Burghof

KONZERT DES DRESDENER  KREUZCHORES
So., 24.06., 18:00 | Burghof

Infos zu den einzelnen Programmpunkten:

 SA 16.06. | ab 15 Uhr | vom Theater zum Burghof

BÜRGERFESTUMZUG

Jedermann auf den Spuren der Hebamme

Ein historischer Festumzug unter Mitwirkung Meißner Bürger, Vereine und Laienkünstler lädt zu Beginn der Festspiele 2018 zu einem einzigartigen Aufstieg vom Theater durch die historische Altstadt zum Burgberg ein. Mit dem Blick auf die Schauspielinszenierung des Bestsellers „Das Geheimnis der Hebamme“ und die  mit dem Roman eng verflochtene Meißner Geschichte gestalten die Mitwirkenden in entsprechender Kostümierung den Festzug. Sie bieten an ausgewählten Standorten der Stadt künstlerische  Darbietungen, die mit dem Gesang Meißner Chöre auf dem Burghof ihren Abschluss finden.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Veranstalter Neue Burgfestspiele: Theater Meißen GmbH

Kartenservice im Besucherservice: Di und Fr 10 – 18 Uhr, Do 15 – 18 Uhr,
Tel.: 03521 – 41 55 11
email: kartenservice@theater-meissen.de

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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WuKaMenta 18 nun doch! Wunderkammer-Festival startet zur Bunten Republik Neustadt

16 Samstag Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Museum ohne Dach

In diesem Jahr setzt sich das Wunderkammer-Festival den Kult(ur)ereignissen in Dresden aus und erscheint zu diversen Festen, wirbelt Althergebrachtes mit frischen, frechen, unkonventionellen Mitteln zeitgenössischer Kunst durcheinander. Erster Akt: zur BRN lockt noch bis Sonntag die Installation „Labystan“ mit Aktionen auf der Alaunstraße 90.

WuKaMenta 18 nun doch! Erster Akt zur BRN als ein Museum ohne Dach.
Auf dem Neumarkt schlägt sie dieses Jahr keine Wurzeln, so zieht sie heimatlos durch Dresden. Die WuKaMenta ereignete sich 2016 und 17 mit jeweils dreiunddreißig Künstlern als Kunst im öffentlichen Raum auf dem Neumarkt. Sie tauchte auf beim Bürgerfest vor dem Rathaus anlässlich der Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit und im historischen Tanzsaal im Gasthof Serkowitz.

Die Künstler verließen den Schutzraum der Galerien und gingen zu den Menschen auf die Straße. Sie erprobten innovative Ideen und bezogen das Publikum ein.
Die Veranstalter Kunst der Lüge e.V. lassen die WuKaMenta auch 2018 wieder leben, sie erhielten eine Förderung der Stadt zugesagt, um ihr Format als Anknüpfungspunkt der Hauptstadtbewerbung 2015 weiter zu entwickeln. Weit entfernt von der Museumstradition hinter verschlossenen Türen und vergitterten Fenstern, jenseits physischer oder metaphorischer Trennwände, fliegt das ungezügelte Wunderkammerfestival frech, bilderstürmerisch, energisch und lustvoll durch die Stadtlandschaft.

2018 setzen sich die WuKaMenta den Kult(ur)ereignissen in Dresden aus. Sie erscheint zur BRN, zum Konstruktival, beim Nachtumzug des Elbhangfestes, zum Schaubuden-Sommer vor der Scheune, beim Dresdner Stadtfest und vielleicht zum Stadtteilfest in der Friedrichstadt. Ohne Schwellen und bei freiem Eintritt steht die WuKaMenta für die kreative Kraft von Spiel, Konfrontation und Reibung. Die spielerische Form erlaubt es Künstlern weit besser, in die Gesellschaft hineinzuwirken, denn bei komplexen Zusammenhängen ist der spielerische dem objekthaften Ansatz weit überlegen.

Künstlerische Leitung: Reinhard Zabka, als Richard von Gigantikow hat er mit dem feurigen Skulpturengarten auf den Elbwiesen in Radebeul einen Hit gelandet, der tausende von Besuchern begeistert. Dagegen steckt die WuKaMenta noch im Erwachsenwerden und statt sich in der „guten Stube“ – dem Neumarkt – zu präsentieren, wird sie auf die Walz geschickt.

Als Museum ohne Dach wird auf unkonventionelle Weise zeitgenössische Kunst im
öffentlichen Raum vermittelt. Erster Akt: Zur Bunten Republik Neustadt in der Alaunstr. 90 steht die Installation Labystan. Fünf Künstler erforschen die lebendige Sinnlichkeit und zeitgemäße Sinnhaftigkeit von Kunst. Justus Ehras Elektronischer Unsinn, Uta Hünniger Grassprechstunde, Seina Michaelis Knopfbüro, Bernd Zabka Untiere und Richard von Gigantikow vergibt wieder Einbürgerungsurkunden.

Text + Foto: Reinhard Zabka

Kunst der Lüge e.V.
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de
http://www.luegenmuseum.de

http://kunst-der-luege.de/

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10 Jahre Bloomsday – Lesung aus „Ulysses“ und Musik von „Sister Moon“ in der Stadtgalerie Radebeul

14 Donnerstag Jun 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Musik

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Lese-Marathon: Jürgen Stegmann und Thomas Gerlach lesen seit 10 Jahren zum Bloomsday aus James Joyces „Ulysses“. Foto: Susanne Hanke

 Geschichten, die das Leben schreibt

10 Jahre Bloomsday im 20. Jahr der Schmiede werden am 16. Juni in Radebeul-Altkötzschenbroda mit einer Lesung aus James Joyces berühmten Klassiker „Ulysses“ in der Stadtgalerie Radebeul gefeiert.

Vor zehn Jahren feierte die Schmiede auf dem Anger in Radebeul-Altkötzschenbroda ihr zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass heraus entstand die Idee einer Lesung. Ausgewählt wurde dafür ein besonderes Datum: der 16. Juni. Bloomsday!

Das Buch Ulysses von James Joyce spielt in Dublin und beschreibt die Ereignisse eines einzigen Tages, dem 16. Juni 1904 mit der Hauptfigur Leopold Bloom.

Seine Welt wird einmal mehr lebendig in der Jubiläums-Lesung zum Bloomsday mit dem Radebeuler Kunstpreisträger Thomas Gerlach, dem Schauspieler Jürgen Stegmann und Wiebke Gerlach am Sonnabend, dem 16. Juni, um 19 Uhr in der Stadtgalerie in Altkötzschenbroda. Sie lesen die ersten und letzten Seiten aus „Ulysses“ und klappen den 800-Seiten-Roman dann zu. Für die musikalische Umrahmung sorgen die „sister moon“ aus Dresden. Der Eintritt ist frei.

Text: Susanne Hanke/lv

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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