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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Viele Facetten & Blicke von Frauen auf die Welt: Im Literaturkreis der Stadtbibliothek Radebeul-Ost im Kulturbahnhof bieten sie reichlich Gesprächsstoff

26 Mittwoch Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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Schöne Landschaft & weiter Blick: Oben im Weinberg an der Spitzhaustreppe in Radebeul.

Weibliche Werte, die inneres Ankommen und Sich Entfalten unterstützen…
Darum geht es im Buch „Die Wiederentdeckung des Weiblichen“ von Marianne Williamson.

Literatur & Lebenswelten von Frauen stehen im Fokus der Runde um Katja Kulisch (Bildmitte), Gleichstellungsbeauftragte in Radebeul, in der Stadtbibliothek im Kulturbahnhof.

Weibliche Power aus
verschiedenen Blickwinkeln betrachtet

Um die Rolle der Frau in der Gesellschaft und was sie bewegen können, geht es in einem Literaturkreis, der Frauen und Männern offen steht, in der Stadtbibliothek Radebeul-Ost im Kulturbahnhof.

Der Buchtitel „Vagabundinnen“ auf dem Tisch deutet schon an. Hier hat sich
keine Frauenrunde zum Kaffeekränzchen, umgeben von schönen Bildern an den
Wänden verabredet. Die Nachmittagssonne scheint zum Fenster herein. Die Frauen blättern in den Büchern. „Vagabundinnen“ ist eins der bekanntesten feministischen Bücher von Christina Thürmer-Rohr, einer einflussreichen, modernen Denkerin und aktiven Mitstreiterin der Zweiten Frauenbewegung. Es erschien 1987. Das neue Buch der inzwischen 86-jährigen, in Berlin lebenden Autorin heißt „Fremdheiten und Freundschaften“ und blickt in feministischen Essays auf die Anfänge. Vorgestellt wurde dieses Buch von Andrea Siegert, die als Beraterin im Frauenzentrum „sowieso“ in Dresden arbeitet und in Radebeul wohnt, kürzlich im Literaturkreis in der Stadtbibliohek Radebeul-Ost im Kulturbahnhof.

Dort werden regelmäßig Bücher besprochen und diskutiert, die sich kritisch mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft aus verschiedenen Blickwinkeln auseinandersetzen. Den Literaturkreis veranstaltet die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Radebeul, Katja Kulisch. Seit September 2022 gibt es dieses Angebot, über Literatur  insbesondere von Frauen miteinander ins Gespräch zu kommen. „So etwas hat bisher gefehlt. Sonst verkommt Radebeul zur Schlafstadt“, sagt Susanne Tittes. Sie schreibt selbst Kurzgeschichten, feministische Science Fiction. Die Bandbreite reicht von Lea Ypsi und ihrem Buch „Frei“, Sachbüchern von Peter Modler über „horizontale und vertikale Kommunikationsformen“ zwischen Männern und Frauen bis zur Autobiografie von Erika Mann.

Sieben Frauen sitzen diesmal zusammen an dem langen Tisch, die meisten sind schon älter und haben bereits Enkel. Lisa Haufe ist noch jung, arbeitet als Buchhalterin und zum ersten Mal hier. Sie liest schon immer gern und hat nach der „Neopolitanischen Saga“ von Elena Ferrante über zwei sehr verschiedene Freundinnen auch Maxi Wanders Buch „Guten Morgen, du Schöne“ für sich entdeckt. „Mir gefällt ihre offene, ehrliche Sprache“, sagt sie und: „Alles ist politisch, auch das Private. Wie Männer und Frauen zusammenleben.“

„Es geht um verschiedene Sichtweisen, sonst wird die Welt zu einseitig. Wir brauchen sie bunt“, sagt Katja Kulisch. „Dazu gehört, das Andersdenkende auszuhalten, wenn es um die Grundwerte und Gerechtigkeit für alle Frauen geht.“ Wichtig sei daher, präsenter zu sein, in Gremien oder auf der Straße. Es sollten mehr Frauen in die Politik, findet sie. Um sich für die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen in der Gesellschaft stark zu machen. Sie weiß aber auch, dass dies durch die Doppelbelastung immer noch vieler Frauen in Beruf und Familie, zusätzlich Haushalt und oft noch die alten Eltern pflegen oder ein Ehrenamt schwierig zu bewältigen ist.

Nach der Corona-Zeit gebe es auch viel nachzuholen an Kultur- und Freizeitangeboten, was auch in Stress ausarten kann, sagt eine Frau. Diesmal war ein ebenso anspruchsvoller wie spannender, differenzierter und auch streitbarer Rückblick auf die Frauenbewegung in der alten Bundesrepublik, ihre Ideen, Erfolge, Niederlagen, Irrtümer, Neubesinnung und aktuelle Entwicklungen des Feminismus in Deutschland aus dem neuen Essayband von Thürmer-Rohr zu hören. Es geht darin um das Grundgefühl, dass wir „in einer radikalen Bruch- oder Umbruchsituation leben in einer Welt, die aus den Fugen sei, mit vertieften sozialen Rissen, rechtsradikalen Entwicklungen, ungezähmten Hass- und Rauswerfparolen und Rückrufen einer geballten Männlichkeit.“

Da sei es eine paradoxe Herausforderung, sich mit einer Welt anzufreunden, die sich der Anfreundung entzieht. „Diese gleiche Welt braucht aber Menschen, die den Zerfall zum Anlass nehmen, um zu entscheiden, was zusammenzusetzen, was zu entsorgen, was neu zu finden ist“, so Thürmer-Rohr. „Es braucht einen Gegenwarts- und Zukunftselan, der vom menschlichen Handeln noch Neuanfänge erwartet, nicht nur Reparatur- und Wiederaufbauleistungen, die alte Zustände rekonstruieren wollen.“ Ihr Buch stellt viele Fragen und bietet viele Denkanstöße z.B. dazu, wie Fremdheit und Freundschaft sich bedingen, indem man das Andere und Verschiedene anerkennt, zu Freiheit, Selbstbestimmung, Unterschieden bis zur Aufhebung der Bipolarität der Geschlechter und dennoch eigenen Facetten und Sichtbarkeit von Weiblichkeit.

„Die Geschlechterdualität würde abgeschaffen, wenn das mit der Diversität weitergeht. Dann werden Frauen wieder unsichtbar“, gibt Susanne Tittes zu bedenken. Beim nächsten Literaturkreis am 15. Juni, 17 Uhr wird ein Buch über Frauen im Iran in der Stadtbibliothek in Radebeul vorgestellt. Die Runde ist übrigens für interessierte Frauen und Männer zum Austausch offen. Außerdem trifft sich ein Literaturkreis mit derzeit drei Frauen jeden ersten Dienstag von 14 bis 16 Uhr in der Bibliothek in Coswig. Interessierte können sich anmelden bei Katja Kulisch per mal an: gsb@radebeul oder  telefonisch unter 0351-8311 807.

Text + Fotos (lv)

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Besondere Schätze: Leipziger Antiquariatsmesse dieses Jahr in den historischen Salles de Pologne in der Innenstadt

26 Mittwoch Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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29. Leipziger Antiquariatsmesse mit exklusiven Exponaten 

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse öffnet auch die 29. Leipziger Antiquariatsmesse. 42 Aussteller:innen aus Deutschland,  Österreich und den Niederlanden präsentieren am 28. und 29. April seltene Exponate. Die Antiquariatsmesse findet in diesem Jahr in den historischen Salles de Pologne ihre Heimat – mitten in Leipzigs Innenstadt.

Kataloge, Grafiken, Briefe und historische Buchausgaben – unter den Exponaten der Antiquariatsmesse sind wieder besondere Schätze dabei. So bietet zum Beispiel das Münchener Antiquariat Zipprich den mit Originalgrafiken versehenen seltenen Katalog der 14. Ausstellung der Wiener Secession von 1902 an. Das Wiener Antiquariat Krikl präsentiert den Almanach der Wiener Werkstätte von 1911. Österreichische Autoren wie Arthur Schnitzler, Josef Roth, Robert Musil und Stefan Zweig werden von verschiedenen Antiquariaten in Erstausgaben bzw. Widmungsexemplaren vorgestellt. Beim Antiquariat Lenzen aus Düsseldorf findet sich neben moderner Grafik die extrem seltene Erstausgabe von Thomas Mann „Der Tod in Venedig“, erschienen 1912 in nur einhundert bibliophilen Exemplaren. Doch nicht nur die Kunst und Literatur des 20. Jahrhunderts ist vertreten. Das Antiquariat Florisatus aus Den Haag bietet zum Beispiel ein Manuskript über Festungsbau aus dem 17. Jahrhundert an. Am Stand des Bonner Antiquariats Antiquarius ist eine Sammlung von 43 Originalbriefen von Anna Amalia und Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach aus dem 18.Jahrhundert zu entdecken. Die jüngere DDR-Geschichte ist unter anderem beim Roten Antiquariat Berlin mit einem „vergessenen Aktenkoffer“ aus dem DDR Kulturministerium vertreten, der eine nie veröffentlichte Umfrage vom Anfang der 80er Jahre unter 287 prominenten und repräsentativen DDR-Bürgern über ihre Literaturvorlieben enthält und noch auf Auswertung wartet.

Alle Angebote sind erst ab Messebeginn verkäuflich. Wer schon vorab das Angebot begutachten will, kann dies im 140 Seiten umfassenden Katalog mit exklusiven Angeboten ausstellender Antiquariate tun. Ein Schwerpunkt des Kataloges ist dabei das diesjährige Gastland der Leipziger Buchmesse Österreich. Der Katalog kann schon vorab über mail@abooks.de bestellt oder auf der Internetseite der Antiquariatsmesse heruntergeladen werden.

Antiquariatsmesse beteiligt sich an Leipzig liest

Die offizielle Eröffnung der Antiquariatsmesse findet am 28. April, 14 Uhr statt. Einen Tag später, am 29. April, 11 Uhr, stellt der renommierte Mediziner und leidenschaftliche Bibliophile Josef Smolen sein neues Buch vor. Unter dem Titel „Fritzi Löw und die Buchkunst in Wien um 1900“ erfährt das Publikum Neuentdecktes zu Künstler:innen und Verlagen. Die Lesung findet in den Salles de Pollogne statt.

Die Antiquariatsmesse öffnet am Freitag, 28. April, zwischen 14 und 20 Uhr und am 29. April zwischen 10 und 19 Uhr. Tickets kosten 5 Euro und können vor Ort in den Salles de Pologne gekauft werden. Wer bereits ein Ticket der Leipziger Buchmesse hat, erhält kostenlosen Eintritt für die 29. Leipziger Antiquariatsmesse. Alle Infos unter www.leipziger-antiquariatsmesse-23.de.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser:innen, Autor:innen und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Gastland der Leipziger Buchmesse 2023 ist Österreich. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Zur letzten Veranstaltung kamen 2.500 Aussteller:innen aus 46 Ländern und begeisterten auf dem Messegelände sowie in der gesamten Stadt 286.000 Besucher:innen. Die Leipziger Buchmesse wird durch NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Über die Leipziger Messe
Die Leipziger Messe gehört zu den zehn führenden deutschen Messegesellschaften und den Top 50 weltweit. Sie führt Veranstaltungen in Leipzig und an verschiedenen Standorten im In- und Ausland durch. Mit den fünf Tochtergesellschaften, dem Congress Center Leipzig (CCL) und der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig bildet die Leipziger Messe als umfassender Dienstleister die gesamte Kette des Veranstaltungsgeschäfts ab. Dank dieses Angebots kürten Kunden und Besucher die Leipziger Messe – zum neunten Mal in Folge – 2022 zum Service-Champion der Messebranche in Deutschlands größtem Service-Ranking. Der Messeplatz Leipzig umfasst eine Ausstellungsfläche von 111.900 m² und ein Freigelände von 70.000 m². Jährlich finden durchschnittlich 270 Veranstaltungen – Messen, Ausstellungen und Kongresse – statt. Als erste deutsche Messegesellschaft wurde Leipzig nach Green Globe Standards zertifiziert. Ein Leitmotiv des unternehmerischen Handelns der Leipziger Messe ist die Nachhaltigkeit.

Text: Julia Lücke/Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchnesse.de
/programm
https://blog.leipziger-buchmesse.de/

Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

 

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Spannung vor der Buchpreisverleihung in Leipzig

26 Mittwoch Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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465 Einreichungen für den Preis der Leipziger Buchmesse

Der Lesemarathon für die siebenköpfige Jury ist vorbei. 465 Werke aus 161 Verlagen wurden für den Preis der Leipziger Buchmesse eingereicht. In den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzungen wurden daraus am 23. März  je fünf Werke nominiert.

„Endlich sind die Listen da. Die Jury freut sich auf die Lektüren“, so Juryvorsitzende Insa Wilke. „Wir sind begeistert vom enormen Spektrum an Schreibweisen, Themen und auch dem Drang in allen drei Bereichen, die individuellen und gesellschaftlichen Denk-Räume offen zu halten. Im Sachbuchbereich vermissen wir erneut naturwissenschaftliche Titel, die offenbar weiterhin eher im angloamerikanischen Raum geschrieben werden, dafür bilden viele eingereichte Titel die notwendigen gesellschaftspolitischen Debatten ab, zum Beispiel um Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit.“

Zur Jury gehören neben Insa Wilke, Moritz Baßler, Anne-Dore Krohn, Andreas Platthaus, Shirin Sojitrawalla  – in diesem Jahr zum ersten Mal dabei – Maryam Aras und Cornelia Geißler. Die Jury gab am 23. März 2023 die Liste der Nominierten bekannt. Am 27. April, dem ersten Tag der Leipziger Buchmesse, werden um 16 Uhr die Preisträger:innen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung bekannt gegeben.

Der Preis der Leipziger Buchmesse ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Erstmals ist die WELT AM SONNTAG in diesem Jahr Medienpartner des Preises der Leipziger Buchmesse – gemeinsam mit dem buchjournal und Deutschlandfunk Kultur. Die Leipziger Buchmesse wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Text: Julia Lücke/Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
https://blog.leipziger-buchmesse.de/Buecherleben/

Leipziger Buchmesse im Social Web:
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Bücher-Frühling mit neuen Chancen & großen Herausforderungen für die Buchbranche

26 Mittwoch Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

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DIE BUCHBRANCHE ZUR LEIPZIGER BUCHMESSE: KULTURELLE VIELFALT ERHALTEN, LESEN UND DEMOKRATIE FÖRDERN

Umsatzplus im ersten Quartal 2023, aber Absätze im Langzeitvergleich rückläufig / Kleine Verlage wirtschaftlich unter Druck / Nationaler Leseplan gegen Defizite bei Lesekompetenz / Woche der Meinungsfreiheit vom 3. bis 10. Mai

Die Buchbranche geht selbstbewusst und engagiert in den Bücherfrühling. „Das Buch ist in der Gesellschaft weiterhin stark gefragt. Bücher bieten inspirierende Geschichten, verlässlich aufbereitete Informationen und Orientierung in komplexen Zeiten“, sagte Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels heute zum Auftakt der Leipziger Buchmesse. Gleichzeitig stünden Branche und Gesellschaft vor Herausforderungen, die es anzupacken gelte. „Die unsichere Weltlage, die angespannte wirtschaftliche Situation und Defizite im Bildungssektor fordern Branche, Politik und Gesellschaft zum Handeln auf“, so Peter Kraus vom Cleff.

Die Umsätze auf dem Buchmarkt entwickeln sich im laufenden Jahr bislang positiv: Das erste Quartal schloss die Branche laut Media Control in den zentralen Vertriebswegen mit einem Umsatzplus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. Allerdings ist die Zahl der verkauften Bücher im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 im ersten Quartal um 6 Prozent zurückgegangen. Zudem belasteten die Nachwirkungen der Pandemie und der anhaltende Kostendruck Verlage und Buchhandel weiterhin stark, so Kraus vom Cleff.

Verlage brauchen Förderung
Gerade kleine, unabhängige Verlage verzeichneten aktuell Einbußen und stießen wirtschaftlich an ihre Grenzen. Peter Kraus vom Cleff: „In der Pandemie waren eher die gut laufenden Titel gefragt, Titel abseits des Mainstreams hatten das Nachsehen. Zudem führt der Frequenzrückgang in den Städten zu geringeren Kontakten mit dem lokalen Buchhandel, der ein wichtiges Schaufenster für die Programme kleiner Verlage ist. Dabei prägen gerade die vielen Hundert kleinen Verlage essenziell die kulturelle Vielfalt sowie eine vielstimmige gesellschaftliche Debatte in unserem Land mit. Die von der Politik im Koalitionsvertrag versprochene Verlagsförderung wird daher immer dringender benötigt.“

Priorität für Leseförderung
Besorgniserregend seien auch die von Studien wiederholt bescheinigten Defizite bei der Lesekompetenz in Deutschland. „Leseförderung muss endlich in Politik, Wirtschaft und der gesamten Zivilgesellschaft höchste Priorität haben“, sagte Peter Kraus vom Cleff. „Als Gesellschaft mit wenigen eigenen Rohstoffen und besorgniserregendem Fachkräftemangel können wir es uns nicht leisten, Lesekompetenz links liegen zu lassen. Schließlich ist sie das Fundament für Bildung, Partizipation und Chancengleichheit. Gleichzeitig ist Lesen die Voraussetzung für Meinungsbildung und das Verständnis unterschiedlicher Perspektiven – und somit Grundlage unserer Demokratie. Gemeinsam mit der Stiftung Lesen treiben wir daher einen Nationalen Leseplan voran – ein klarer Fahrplan für die Leseförderung, der bundesweit umgesetzt werden soll.“

„Woche der Meinungsfreiheit“ für Demokratie, Vielfalt und Frieden
Mit großer Sorge blickt die Branche weiterhin in die Ukraine, wo Russland seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg fortführt. Peter Kraus vom Cleff: „Seit Kriegsausbruch unterstützen wir aktiv unsere Kolleg*innen und die Menschen in der Ukraine. Wir dürfen nicht müde werden, Hilfe zu leisten und uns für Demokratie und den Frieden einzusetzen. Die Entwicklungen in der Ukraine sind daher erneut ein Schwerpunkt unserer Woche der Meinungsfreiheit, die am 3. Mai beginnt. Bis zum 10. Mai laden wir wieder alle Bürger*innen ein, sich aktiv mit aktuellen politischen Themen, Debatten und demokratischen Werten auseinanderzusetzen.“

Programmtipps des Börsenvereins

DISKUSSION UND PRESSETERMIN I Auftakt der Woche der Meinungsfreiheit 2023 — „Die Deutschen, der Krieg und die Medien“
Donnerstag, 27.4., 12.30 Uhr I Forum Offene Gesellschaft, Halle 4, E101
Mit: Historiker Gerd Koenen und Soziologe Harald Welzer. Im Anschluss Interviewmöglichkeit mit den Diskutierenden sowie den Initiator*innen der Woche der Meinungsfreiheit.

DISKUSSION I Frühkindliche Leseförderung: Forderungen und Impulse aus der Praxis
Freitag, 28.4, 10.30 Uhr I Forum Bildung, Halle 2, A505

PREISVERLEIHUNG I Lesekünstler*in des Jahres 2023
Freitag, 28.4., 14 Uhr I Forum Kinder-Jugend-Bildung, Halle 3, A307

Karrieretag Buch und Medien für Nachwuchskräfte
Freitag, 28.4., ganztägig I Fachforum, Halle 5, D700

Frankfurt am Main I Leipzig, 26. April 2023

Text: Pressebüro Leipziger Buchmesse

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Fest der Bücher: Die Leipziger Buchmesse lockt wieder mit viel Literatur live

26 Mittwoch Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte, Zwischenmenschliches

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ENDLICH. WIEDER. MORGEN ÖFFNET DIE LEIPZIGER BUCHMESSE

Nach drei Jahren Zwangspause kehrt die Leipziger Buchmesse mit dem Lesefest Leipzig liest und der Manga-Comic-Con zurück. Autor:innen, Zeichner:innen, Übersetzer:innen, Vertreter:innen der Verlage und Buchhändler:innen – und natürlich das Publikum: Sie alle freuen sich auf ein Fest der Literatur in Leipzig. Die Leipziger Buchmesse präsentiert dabei nicht nur mehr als 2.500 Veranstaltungen rund um die Novitäten des Frühjahrs, sondern auch zahlreiche neue Formate wie die #buchbar, das Forum Offene Gesellschaft oder den JugendCampus UVERSE. Im Fokus aller Begegnungen steht auch in diesem Jahr: das offene Wort für ein friedliches Miteinander.

2.000 Aussteller:innen aus 40 Ländern präsentieren die Novitäten des Frühjahrs. Für das Comeback des größten Lesefestes Europas lesen und diskutieren mehr als 3.200 Mitwirkende in 3.000 Veranstaltungen an 300 verschiedenen Orten auf dem Messegelände wie auch in der Stadt. „Die Leipziger Buchmesse hat gefehlt – der Branche und unserem Publikum. Die große Resonanz unserer Aussteller zeigt, dass Leipzig der Treffpunkt für die Buch- und Medienwelt im Frühjahr ist“, betont Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Jetzt freuen wir uns alle darauf, einander wiederzusehen und das Lesen uneingeschränkt zusammen feiern zu können.

Was während der Pandemie nicht möglich war und gerade in Krisenzeiten so wichtig ist – der lebendige Austausch – in Leipzig wird er während der nächsten Tage intensiv gepflegt und zelebriert. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das geschriebene und gezeichnete Wort zu genießen. Gleichzeitig ist die Messe aber auch ein Ort der Diskussion, sei es über die vielfältigen Formen und Themen der Literatur, aber auch über die aktuellen Krisen und Wege aus ihnen heraus. Und vor allem bietet Leipzig eines: eine öffentliche Bühne für jene kritischen Stimmen, die in ihrer Heimat nicht gehört werden dürfen.

„Für mich besteht der Zauber der Buchmesse auch im glücklichen Zufall, diesen spontanen kleinen und großen Begegnungen, die für wundervolle Gespräche, Momente und Überraschungen sorgen“, so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Sich endlich wieder ins Literatur-Getümmel begeben zu können, zu sprechen, zu lachen und zu streiten, ehrliche, skeptische und hoffnungsvolle Stimmen laut werden zu lassen und über möglichst viele Grenzen bekannt zu machen – dafür bietet die Buchmesse einen einzigartigen Raum, der seinesgleichen sucht und geschützt und gestärkt werden muss.“

Von #buchbar bis UVERSE – die neuen Buchmesse-Formate

Spontane Zusammenkünfte ergeben sich ganz sicher an der neuen #buchbar in Halle 2, wo man ab morgen seine Lieblingsautor:innen auf einen Kaffee treffen und an moderierten Gesprächen teilnehmen kann. Das ebenfalls neue Forum Offene Gesellschaft bietet spannende Diskurse zu drängenden Themen wie Demokratie, Diskriminierung, Diversität, Integration, Krieg, Meinungsfreiheit und Menschenrechte.

Lust auf die Buchmesse macht seit März die Buchhandelstour YOUR PLACE TO READ, in deren Rahmen in vielen deutschen Buchhandlungen Lesungen stattgefunden haben. Während der Leipziger Buchmesse kann man nun in Halle 4 (Stand A101) seine Lieblingsbuchhandlung am Stand verewigen und so seinen persönlichen Lieblingsleseort promoten.

Leipzig liest: endlich wieder Lieblingsschriftsteller:innen treffen

Schreibende und Lesende ganz nah zusammenzubringen, dafür steht Leipzig liest inzwischen seit mehr als 30 Jahren. Nach der langen Durststrecke ist die Vorfreude enorm, Literatur nicht nur allein zu Hause, sondern auch wieder mit Gleichgesinnten erleben zu können. Die direkte Resonanz des Publikums ist für Autor:innen extrem wichtig, um so länger ist folglich auch die Liste derer, die sich zum größten Lesefest Europas angekündigt haben: von Ulrike Draesner, Ralph Ruthe, Gisa Pauly und Clemens Meyer über Emilia Roig, Jan Weiler und Helga Schubert bis hin zu Jörg Thadeusz, Takis Würger, Hengameh Yaghoobifarah und Angela Merkel – um nur ein paar Beispiele für die deutschsprachigen Vertreter:innen zu nennen. Das aktuelle Programm ist in der Buchmesse-App abrufbar sowie zu finden unter: https://www.leipziger-buchmesse.de/programm

Schlaglichter auf die wichtigsten Werke des Frühjahrs wirft der Preis der Leipziger Buchmesse. Er wird morgen, am 27. April um 16 Uhr in der Glashalle auf dem Messegelände in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung verliehen. Die Preisverleihung wird zudem auf der Website gestreamt.

Im Landeanflug auf Leipzig: prominente Bestseller-Autor:innen aus aller Welt

Mit Spannung werden in Leipzig insbesondere die internationalen Autor:innen erwartet – darunter zum Beispiel aus Österreich Robert Seethaler und Ursula Poznanski, Anneleen Van Offel aus Belgien, aus Rumänien Mircea Cărtărescu, Filip Gańczak aus Polen, die Briten RJ Barker und Ben Aaronovitch, Arild Midthun aus Norwegen, Todd Nauck aus den USA oder die selten in der Öffentlichkeit auftretende Japanerin Keri Kusabi.

„Meaoiswiamia“ lautet das Motto des diesjährigen Gastland-Projektes Österreich (Halle 4, Stand D201/E200), was so viel bedeutet wie „mehr als wir“ und deutlich machen will, wie groß die Vielfalt der Autor:innen ist, die Österreichs und damit Europas Literaturmarkt vertreten. Das Programm umfasst 110 Veranstaltungen, die von rund 60 Verlagen und circa 200 Autor:innen gestaltet werden. Wer erfahren möchte, wie Österreich schmeckt, kann bei der Meaoiswiamia-Menüwoche vom 24. bis 30. April im Café Grundmann täglich von 11:00 bis 22:00 Uhr in der Mahlmannstraße 16 in ein olfaktorisches und gustatorisches Abenteuer starten.

Literat:innen aus zehn Ländern, die sonst nur selten vereint auftreten, präsentieren sich auch am Traduki-Stand und auf der Bühne Traduki-Kafana (Halle 4, Stand D407). Zu hören sind mehr als 40 Autor:innen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien, Serbien und Slowenien – darunter Ana Marwan, Mircea Cărtărescu, Lana Bastašić und Anja Zag Golob.

Erinnern – Weiterdenken – Neu gestalten. Mit diesem Zielgedanken öffnet auf der Leipziger Buchmesse der Ukraine-Stand (Halle 4, Stand D307). Das Programm am Ukraine-Stand vom Goethe-Institut wird in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Kunst- und Kulturmuseum Mystetskyi Arsenal (Art Arsenal), dem Ukrainischen Buchinstitut und dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen sowie der Bundeszentrale für politische Bildung umgesetzt. Finanziert und organisiert wird er durch das Bundesministerium für Kultur und Medien, das Goethe-Institut sowie die Leipziger Buchmesse. Hier werden Themen behandelt wie die Erinnerungskultur und ihrer Instrumentalisierung unter Kriegsbedingungen, Facetten des Pazifismus, das Überleben der Institutionen, eine neue Perspektive auf Gerechtigkeit, Verschwörungstheorien und Informationssicherheit, Frauenrollen im Krieg sowie die Dekolonialisierung der Kunst.

In Vorbereitung auf ihre Teilnahme als Gastland 2024 bringen die Niederlande & Flandern (Halle 4, Stand C305) bereits dieses Jahr 21 Autor:innen und Illustrator:innen, einen Literaturwissenschaftler und eine Übersetzerin nach Leipzig mit. In 27 Veranstaltungen vermitteln sie an verschiedenen Orten auf der Messe und in Leipzig ebenfalls einen Vorgeschmack auf ihren Auftritt im nächsten Jahr.

Auch Portugal und die portugiesische Sprache, Gastland 2021/2022, sind Teil der diesjährigen Messe (Halle 4, Stand D300) und stellt nicht nur portugiesische Autor:innen vor, sondern die gesamte Bandbreite der Literatur in portugiesischer Sprache, in der sich Schriftsteller:innen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika ausdrücken.

Der diesjährige Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung geht an die russisch-jüdische Autorin Maria Stepanova für ihren Lyrikband „Mädchen ohne Kleider“. Die Verleihung findet heute, am 26. April, im Gewandhaus zu Leipzig statt. Die Gedichtzyklen führen eindrücklich vor, wie sich in aktuelle Poesie ein waches Geschichtsbewusstsein einschreibt.

Eine große Welt für die Jüngsten: der JugendCampus UVERSE

Kinder fürs Lesen begeistern – das ist seit jeher ein wichtiges Ziel der Messe. Und so finden auch in diesem Jahr zahlreiche Lesungen mit Kinderbuchautor:innen statt, bei denen die jüngsten Besucher neue Geschichten und die Köpfe dahinter entdecken, mit dabei sind unter anderem Kirsten Boie, Ralph Ruthe und Bernhard Hoëcker.

Neu in diesem Jahr ist die Kreativwerkstatt UVERSE in Halle 3. In den insgesamt 100 Workshops beschäftigen sich Kinder und Jugendliche mit Fragen der Demokratie, entwickeln eigene Texte, erleben und erfahren den Umgang mit Medien, lernen spielerisch Konflikte zu bestreiten und werden selbst zu kulturellen Akteuren auf dem Buchmesse-Parkett. Das UVERSE ist sowohl für Schulklassen als auch Familien geöffnet. Eine Anmeldung vorab ist nicht notwendig.

Die Stiftung Lesen zeichnet mit dem Lesekompass seit 2012 Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbereich aus, die besonders dazu geeignet sind, Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern und ihre Lesekompetenz zu stärken. Dieses Jahr gibt es erstmals einen Schwerpunkt zum Thema Comic. Zur Leipziger Buchmesse werden die zehn besten Werke dieses Genres ausgezeichnet.

Farbenfroher Augenschmaus nicht nur für Fans – die Manga-Comic-Con

Um Comics und Manga dreht sich auch alles bei der wichtigsten deutschen Frühjahrsveranstaltung der Szene, der Manga-Comic-Con, die im Verbund mit der Leipziger Buchmesse stattfindet. Auf knapp 30.000 Quadratmetern in Halle 1 und erstmals auch in der halben Halle 3 erwarten rund 400 Aussteller:innen und über 200 Veranstaltungen Manga-, Anime-, Comic- und Cosplay-Liebhaber:innen. Zahlreiche Lesungen, Signierstunden, Workshops, Podiumsdiskussionen und Performances stehen an, bei denen man Ehrengäste wie Roger Langridge, Todd Nauck, Miguel Díaz Vizoso oder Keri Kusabi treffen kann. Wahre Fan-Liebe erlebt man auch beim Leipziger Cosplay Wettbewerb, wenn sich Besucher:innen in Ebenbilder ihrer fiktiven Held:innen verwandeln (am 29. April von 14:30 bis 16:30 Uhr auf der Großen Bühne in Halle 3, Stand G400; Siegerehrung von 17:30 bis 18:00 Uhr).

Beim Pen-and-Paper-Event „Die Bibliothek aus Obsidian“ am 28. April können die Zuschauer:innen, von 15:00 bis 17:00 Uhr auf der Großen Bühne in Halle 3 live miterleben, wie auf Grundlage des Regelwerks „Die Schwarze Katze“ eine spannende Geschichte erzählt wird. Das Event wird zusätzlich gestreamt. Zum Mitmachen laden auch verschiedene Workshops auf der Manga-Comic-Con sowie das Radioballett ein, eine interaktive und immersive Kunstperformance des Körperfunkkollektivs, bei der die Teilnehmenden via Kopfhörern Anweisungen befolgen und damit Teil des Stückes werden. Ein Stück dafür wurde eigens für die Manga-Comic-Con geschrieben. Das Radioballett findet an allen Messetagen statt – Donnerstag auf der großen Bühne in Halle 3, an allen anderen Tagen auf der Dance Area in Halle 1.

Wichtiger Treffpunkt für die Buchbranche und Impulsgeber für den Bildungsbereich

Über einhundert Fachveranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse richten sich gezielt an Branchenvertreter:innen. Für die Verlage, den Buchhandel und die schreibende Zunft bietet die Messe eine wichtige Orientierung – darunter insbesondere Auszeichnungen wie der Preis der Leipziger Buchmesse oder der Kurt-Wolff-Preis, der im Forum „Die Unabhängigen“, einem gemeinsamen Projekt der Leipziger Buchmesse und der Kurt Wolff Stiftung, für literarische Neuentdeckungen verliehen wird.

Neben ihrer Rolle als Fachmesse ist die Leipziger Buchmesse aber auch eine Bildungsmesse. Im Ausstellungsbereich Bildung in Halle 2 präsentieren sich knapp 80 Aussteller:innen. Das pädagogische Programm Fokus Bildung umfasst zahlreiche Veranstaltungen, unter anderem gebündelt im Forum Unterrichtspraxis (Verband Bildungsmedien), im Trendforum Bildung, im Forum Kinder-Jugend-Bildung und im Congress Center Leipzig (CCL). Lehrer:innen, Erzieher:innen und Pädagog:innen sowie Bibliothekar:innen, Buchhändler:innen aber auch interessierte Eltern und Schüler:innen können spannende Talks verfolgen oder auch neue Impulse für ihre tägliche Arbeit bekommen. Über die Kooperation der Leipziger Buchmesse mit dem Bundesverband Musikunterricht und MDR Klassik erhalten am Musiklehrer:innen-Tag am 28. April Musikpädagog:innen exklusive Impulse für ihren Unterricht und können diese in praktischen Einheiten direkt ausprobieren. Darüber hinaus bietet der Musikbereich an allen Messetagen innovative und kreative musikalische Angebote mit Verlagspräsentationen, Meisterwerkstätten für Holzblas-, Blechblas- und Streichinstrumente oder Lesungen und Konzerte im Musik-Café. Mit der Preisverleihung „Best Edition“ werden besondere Notenausgaben und Musikbücher erstmals auf der Leipziger Buchmesse gewürdigt. Ebenfalls am 28. April findet das didacta-Symposium zur frühkindlichen Bildung unter dem Titel „Kinder schützen – Prävention hat viele Gesichter“ statt. Von 10:30 bis 15:00 Uhr werden verschiedene Aspekte des frühkindlichen Alltags beleuchtet.

Natürlich ist die Leipziger Buchmesse aber vor allem auch eine Autor:innen-Messe. Ob Autor:innen klassischer und neuer Verlage, etablierte und Jungautor:innen, Self-Publisher:innen, Blogger:innen, Texter:innen oder Publizist:innen – alle sind eingeladen, bei der Leipziger Autor:innenrunde am 29. April im CCL, Saal 1, ihre Erfahrungen zu teilen und von den Referent:innen wichtige Tipps zu erhalten, auf was Publizierende aktuell besonders achten müssen.

Öffnungszeiten und Tickets

Die Leipziger Buchmesse im Verbund mit der Manga-Comic-Con sowie dem Lesefest Leipzig liest öffnet vom 27. bis 30. April. Tickets für Privat- und Fachbesucher:innen gibt es unter www.leipziger-buchmesse.de/tickets . Die Tickets gelten für den Veranstaltungsverbund der Leipziger Buchmesse und der Manga-Comic-Con. Das detaillierte Programm ist zu finden unter www.leipziger-buchmesse.de/programm oder in der Buchmesse-App (kostenlos downloadbar im App Store oder auf Google Play).

Die Höhepunkte der Messe lassen sich auch auf Facebook, Twitter und Instagram mitverfolgen sowie per Stream via Buchmesse ON AIR auf der Startseite der Leipziger Buchmesse und auf der großen LED-Wand in der Leipziger Innenstadt.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser:innen, Autor:innen und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Gastland der Leipziger Buchmesse 2023 ist Österreich. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Zur letzten Veranstaltung kamen 2.500 Aussteller:innen aus 46 Ländern und begeisterten auf dem Messegelände sowie in der gesamten Stadt 286.000 Besucher:innen. Die Leipziger Buchmesse wird durch NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Text: Julia Lücke
Pressesprecherin der Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/programm
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
https://blog.leipziger-buchmesse.de

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Neue Lyrik: Begegnung & Wilder Garten & Am Ende eines schönen Tages & mehr

22 Samstag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Poesie, Zwischenmenschliches

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Begegnung

Regengrau floss der Tag
kurz leuchtete unsere Welt
auf und verging wieder
vor dem kahlen Stein
stand ich frierend in deiner Nähe
und doch allein
die Vögel sangen unbeirrt weiter
die Bäume gehüllt in zartes Weiß
die Magnolien blühten prächtig

am Busfenster rannen Tropfen
für mich jeder Abschied verbindet
uns wieder mehr ich weiß was ich verloren
und gewonnen habe

heute zwei Tage später lag
lang ausgesteckt als ruhte sie aus
ein felliges Wesen dunkel getigert
nass vom Regen am Wegrand neben
der Straße
sie trug ein Halsband
wird sie jemand suchen
wenn sie nicht mehr nach Hause kommt

sie lag neben einer Haltestelle
nahe dem still verwunschenen Park
wo die Bäume gerade anfangen zu blühen
uralte Bahnhäuschen stehen neben Müll
und wild umher stromernde Tiere im
Großstadtchaos eine Bleibe finden

LV
14.4.2023

Wilder Garten

Oben im Weinberg am Goldenen Wagen
die weite Landschaft
himmlische Weite genossen
alles ruft nach Auferstehung

wieder unten angekommen
das Herz immer noch weit
ein wilder Garten
weiße Blütenzweige leuchten
hinter einer Mauer
eingezwängt
fast erdrückt im Gestrüpp

gerade als ich einige Blütenzweige
heraus hole
hinter mir zischelnde Stimmen
das darfst du nicht
Blumen holen aus
einem fremden Garten

verwildert sieht er aus
keiner hält sich drin auf
die Schönheit verkommt

doch kaum entdeckt
greifen sie an
als nähme man ihnen
etwas weg
beschweren sich stellvertretend

ein Mann nähert sich
als wollte er mir ein Körperteil
heraus schneiden
die Pflanzen wachsen weiter
rufe ich ihm nach

hole auch vom Baum
den Holunder bevor er verblüht
pflücke Brombeeren aus stachligen Hecken
und sammle Mirabellen vom Straßenrand auf

aus freier Natur sie verschenkt sich an alle
nur sehen das nicht alle

LV
11.4.2023

Am Ende eine schönen Tages

Das Auf und Ab tauchen der Bilder
von der Bildfläche verschwunden
ein paar Wassertropfen zu viel
Kurzschluss
in den Eingeweiden
im Inneren rumort es

glühendes Gewirr der Linien
und Alarmzeichen nicht mehr
zu übersehen und hören
Siri kann nicht mehr helfen

tränenreicher Abschied
verloren geglaubte Erinnerungen
schlaflose Nacht
aufgewacht
kein Traum

auf den Zahn gefühlt
unter der Lampe
vor dem inneren Auge die Bilder
wie betäubt aus der Hand gegeben

wieder belebt der Schatz
zurück gekauft
die Bildfläche wie neu
umrahmt ein Trauerrand

LV
5.4.2023

Vogelnest

Woher kamst du
ein zerzaustes Grasbüschel
auf der Wiese
drehte ich es um
und sah das Vogelnest
oval aus Zweigen gewoben
zart und fest

innen leer
eine weiße Feder hing
noch am Rand
legte ich das Nest hoch
zwischen die ersten grünen
Sprosse neben dem Holunderbaum

am nächsten Tag war das Geflecht
verschwunden
holten es die Katzentiere
trug der Wind oder die Vögel
das Nest fort
an einen neuen unberührten Ort

im Gras lag unterdessen
verloren und vergessen
auf einmal weiß und ohne Flaum
ein langes spitzes Muschelgehäuse
wie kamst du hierher
das Grünmeer zu schauen

LV
26.3.2023

Frühlingslust

Lang verhüllt
platzt endlich auf
die Winterhaut
flutet mit dem Licht
hervor eidechsenfarben
nackt ohne Scham
richtet sich hoch auf
ins Himmelblau

zu lang im tiefen
dunklen Schoß Getragenes
Verborgenes
weht wirbelt und webt
Frühlings Lust und Fülle
zeigt sich
pure Weiblichkeit

LV
21.3.2023

Lichtstreif

Land unter am alten Hafen
das Wasser steigt
fließt zu mir herüber
überschwemmt was gerade noch war
Uferwege hinter Büschen die kleine Steininsel
Futterplatz der Wasservögel
ein schmaler Streifen noch bis zum
Steilhang

der  Fluss zieht die Grenzen neu
schwärmt mit dem Tauwetter aus
die letzten Flocken schmelzen bevor
sie zur Erde fallen
in grauschweren Wolkenfeldern tobt der Wind
bricht am Ende des Tages Licht
aus kältewunden Augen hervor

im glänzenden Strahl über dem Fluss
steigt in weiten Kreisen freudig kreischend
ein Schwarm Möwen empor

LV
11.3.2023

Lächeln

Ab und an sitzt er
im Supermarkt hinter
der Kasse sieht selten
jemand an
die Handgriffe vertraut
die Menschen fremd wie er

das scheue Lächeln
in seinem Gesicht den dunklen Augen
geht mir nahe
es galt mehr seinem Landsmann
als mir
der weiter hinten
in der Schlange stand
sie wechselten ein paar Worte
in ihrer Sprache

mir war zum Heulen zumute
der Blumenkohl fiel
fast aus der Hand
lange Verlorenes tief im Herzen
Verschlossenes kam wieder hoch
brach sich Bahn
eigentlich wollte ich eine Frühlings
Tischdecke holen

im nieseligen Grau des Abends
dem der Winter abhanden
gekommen war der keiner mehr war
eine Ente schwamm allein im Fluss
hingen plötzlich rosige Wolken
Wogen anmutig und schwer

LV
4.3.2023

An der Elbaue

Sich wiegende
biegende
verschwiegene Baumgeschöpfe
in Zweigen verflochten
das Flüstern des Wassers

wie in einem Spiegel
aufgefangene Tiefen
wankende Höhen
fließendes Sein

LV
1.3.2023

FebruarHimmel

Gestern hielt sich noch
etwas Puderweiß bei den Schneeglöckchen
am letzten Februartag feiert
der Winter ein Fest

Lichtflecken wandern
über dunkle Baumstämme
in lodernden Farben
rot gelb violett der Horizont

als malte sich einer
den Himmel aus
der aus dem Dunkel gegangen
vor der Eiseskälte floh
bevor er erfror

die Wasservögel stehen Seit an Seit
im Fluss spiegelt sich tiefes Rot
alles im Fluss oder aus dem Lot
ich vermisse die Tauben und Möwen

LV
28.2.2023

Wenn Tiere Menschen wären

Dann würden die wildesten von ihnen
sich wohl auf die Menschen stürzen
gleich und gleich gesellt sich gern

ihnen die Haare vom Kopf fressen
die Haut vom Leib reissen
zum Vergnügen
Geld und Habsucht teilen

in dunklen Behausungen einpferchen
ihre Schmerzenslaute überhören
bis ihr Ende naht
so wie die Tiere es von den Menschen
gewohnt sind

andere nichtmenschliche Tiere würden
sich auf ihr ursprüngliches Dasein besinnen
und es den Menschen beibringen
Schwein Wolf Schaf Esel wären keine
Schimpfworte sondern Komplimente

letzte Nacht träumte ich
von einer Frau mit zwei Raubkatzen
beim Tierarzt
er wollte sie nicht behandeln als wilde Tiere
es sind Tiere sagte die Frau

später segelten die Raubkatzen
einen Hang mit Stufen
hinunter
die Frau hinterließ eine Visitenkarte:
Trauerbegleiterin stand da unter anderem

LV
15.2.2023

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Neues Musikhaus für Dresden am Goldenen Lamm – die sächsische Staatsministerin für Kultur Barbara Klepsch will zur Eröffnung rappen!

21 Freitag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

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Ein neues Haus der Musik für Dresden

Großes Eröffnungswochenende der Musikschule Goldenes Lamm am 22. und 23. April im Stadtteil Dresden-Pieschen.

Menschen für und mit Musik begeistern – hat sich die Musikschule Goldenes Lamm auf die Fahnen geschrieben. Für ihre rund 1.100 Schüler aller Altersgruppen und sozialer Hintergründe macht sie eine bezahlbare musikalische und tänzerische Bildung möglich. Um noch mehr Frei- und Möglichkeitsräume für das gemeinsame Musizieren zu schaffen, legte die private Musikschule vor knapp zwei Jahren den Grundstein für ihr neues Musikhaus im Dresdner Stadtteil Pieschen. Zur feierlichen Einweihung vom 21. bis 23. April 2023 erwartet die Besucher ein volles Programm, unter anderem mit Musical-, Konzert- und Choraufführungen, Festgottesdienst und Illusionsshow.

Bereits während des Richtfestes wurde Staatsministerin Barbara Klepsch animiert, zur Eröffnung der Musikschule auf der Bühne zu rappen – und sie sagte zu! Im Rahmen der feierlichen Eröffnung am morgigen Samstag, 22. April 2023, um 11 Uhr wird sie ihr Versprechen nun umsetzen. Unterstützung erhält sie dabei auf der Bühne von Johann Beurich, besser bekannt als DorFuchs.

Gegründet wurde der gemeinnützige Trägerverein der Musikschule als Arbeitsbereich der Freien evangelischen Gemeinde. Die anfangs 15-köpfige Schülerschaft erfreute sich im vergangenen Jahrzehnt eines immer größeren Zuwachses. Heute vermitteln getreu dem Schulmotto über 50 Lehrkräfte „starke Töne, die bewegen“ an rund 1.100 Schüler im Einzel- und Gruppenunterricht. „Wichtig war uns von Anfang an, musikalische und tänzerische Bildung auch an diejenigen zu vermitteln, die sich sonst keinen Zugang leisten können“, betont Gründer und Musikschulleiter Daniel Scheufler. Patenschaften, ein Spendentopf sowie eine Förderung des Freistaats Sachsen zur Deckung der Personalkosten tragen dazu bei, die Unterrichtsgebühren vergleichbar gering halten zu können. Mit den stark gestiegenen Schülerzahlen benötigte die Einrichtung nun auch ein neues Gebäude, das den Anforderungen und Bedürfnissen des zeitgemäßen Musik- und Tanzunterrichtes entspricht. Die Baukosten in Höhe von vier Millionen Euro wurden größtenteils durch Spenden gedeckt, die insgesamt zwei Drittel der Gesamthöhe ausmachen. Die restliche Summe kommt teilweise über zinslose Darlehen von Stiftungen oder auch Privatpersonen.

„Da wir keine kommunalen Fördermittel bekommen, sind wir seit Jahren auf Spenden angewiesen“, betont Scheufler. Um langfristig die Zukunft der Musikschule zu sichern, gibt es inzwischen zusätzlich einen Förderverein, der sich auch an Alumni – also ehemalige Musikschüler – richtet. Federführend ist dort Samuel Rösch aktiv. Der Gewinner der Castingshow „The Voice of Germany“ ist selbst ehemaliger Schüler der Musikschule Goldenes Lamm. „Nachdem wir mit digitalen Unterrichtsangeboten gut durch die Pandemie gekommen sind, freuen wir uns nun umso mehr, unsere Schüler im neuen Musikschulgebäude begrüßen zu können. Ob für den geliebten Hausgebrauch oder für die große Bühne – unsere Musik- und Tanzpädagogen vermitteln musikalische
Fähigkeiten in einem ausgewogenen Verhältnis aus Spielpraxis und Musiktheorie“, erläutert Scheufler. Das Angebot reicht von Tanz- über Gesangsunterricht bis hin zu Ensembles und postnatalem Kanga-Training.

Als erste Musikschule Dresdens betreibt die Musikschule einen eigenen Fachbereich für Musikgeragogik und bietet den Senioren Kurse zum Entgegenwirken von Vereinsamung an, beispielsweise durch das Erlernen des Instruments Veeh-Harfe. Das Lernen in der Musikschule Goldenes Lamm ist indes nicht an den christlichen Glauben gebunden. Lediglich ein Drittel der Musikschüler sind Gemeindemitglieder.

Text: Peter Dyroff/meeco Communication Services

Fotos (lv)

Weitere Infos: http://www.msgl.de

230201_WEB_MSGL_Neubau-EW_Programmflyer

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Farbenfreude inmitten der Natur: Freilichtmalerei beim 3. Plenair im Forstbotanischen Garten in Tharandt

17 Montag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Hingabe an die Natur & Faszination für Freilichtmalerei (im Bild von li. nach re.): die Künstlerinnen und Künstler Angelika Just, Katharina Probst, Michael Klose und Michele Cyranka, die Initiatorin der Plenairs im Forstbotanischen Garten Tharandt.

Im Farbenrausch

In intensiver Freiluftmalerei entstand ein gemeinsames Bild von acht Künstlern als Höhepunkt des 3. Plenairs im Forstbotanischen Garten in Tharandt.

Eine weiße Leinwand hängt gespannt zwischen Bäumen auf einer Anhöhe.
Davor liegt im grünen Moos eine Plane mit Farbpaletten. Die acht Künstlerinnen und Künstler stimmen sich still im Kreis verbunden auf den Malort ein. Dann geht es los. Mit Farbtellern und langen Pinseln treten sie einer nach dem anderen vor, holen in weiten Linienschwüngen aus, ziehen Spuren und führen die Formen weiter. Sie spritzen, stricheln, streichen mit Hingabe, Innehalten, Fantasie, Freude und Übermut. Begonnen mit schwebend blauen Pinselstrichen von Michele Cyranka, die Initiatorin des dritten Plenairs im Forstbotanischen Garten in Tharandt. Dazu gesellen sich gelbe, orangene, erdige, türkise, grüne, rote und violette Farbtöne, die ineinander fließen, sich umkreisen, verästeln und emporwachsen zu üppig Blühendem auf dem Malgrund, begleitet von lebhaftem Vogelgezwitscher.

Eindrucksvoll mitzuerleben, wie das gemeinsame Bild oben bei den Himalayabirken allmählich farbenfreudig Gestalt annahm an diesem Sonntagnachmittag als Höhepunkt des diesjährigen Plenairs. Und die Natur malt mit. Insgesamt fünf Tage, noch bis Dienstag, dauert die Freilichtmalerei im alten Teil des Forstbotanischen Gartens. Die Besucher können den Künstlern über die Schulter schauen und selbst viele wundervolle und seltene Baumschönheiten bewundern. “Zu Beginn hatten wir wieder eine Führung mit Dr. Pitzarka, dem Leiter des Forstbotanischen Gartens, der uns seine Lieblingsplätze zeigte“, sagt die in Tharandt lebende Künstlerin Michele Cyranka. „Wir lassen uns von den botanischen und geologischen Besonderheiten inspirieren. Vielleicht schaut lächelnd auch der ortansässige Faun zu.“ Der prangt als Figur über dem Schweizerhaus mit dem Forstbotanischen Museum und Café. Beim Plenair gehe es darum, dass malfreudig spontan gearbeitet wird und jeder Teilnehmer für sich neue Ausdrucksmöglichkeiten finden kann, so Michele Cyranka. Sie bringt ihre langjährigen künstlerischen Erfahrungen mit ins Plenair.

Ihre Malmotive wählen die Künstler individuell. „Der letzte Blick am Bärenstein, am Zeisigstein und Königsplatz gehören dieses Jahr dazu“, zählt die Künstlerin Mechthild Mansel auf. „Mich fasziniert, dass es hier so viele verschiedene Bäume an einem Ort gibt“, sagt die Malerin und Grafikerin Katharina Probst. Sie ist zum ersten Mal beim Plenair in Tharandt dabei. Die Tränenkiefer gefiel ihr vom Namen und sie zeichnete eine urige, alte Rosskastanie, die schon ihre zarten Blütenknospen zeigt, mit Ölfarben. „Für mich ist es ein Experiment, draußen zu malen gerade in dieser Jahreszeit“, sagt sie. Ihr Ateliernachbar Michael Klose aus der ehemaligen Schokoladenfabrik in Dresden-Johannstadt ist schon seit vielen Jahren malerisch unterwegs, in der Dresdner Heide, der Sächsischen Schweiz und nun auch im Forstbotanischen Garten. „Es ist schön, mitten in der Natur, der Schöpfung, zu malen mit ihren Geräuschen. Mir gefallen hier die exotischen Bäume, ebenso die Durchblicke und der Ausblick in den Plauenschen Grund“, so Klose. Seine Bilder bewegen sich zwischen abstrakter und konkreter Malerei. Angelika Just ist zum dritten Mal beim Pleinair dabei. „Es macht mir viel Freude und wir hatten immer Glück mit dem Wetter.“ Sie hat ein Bild begonnen, auf dem totes, versteinertes Holz, und dahinter Baumstämme und neues, sprießendes Grün zu sehen sind.

Michele Cyranka wendet sich noch einmal den Himalayabirken zu, die sie vor zehn Jahren schon mal gemalt hat. Zwei Spaziergänger fragen sie mit Blick auf das Gemeinschaftswerk der Künstler, ob es eine Vereinbarung zwischen ihnen gab? „Ja, nicht kloppen! Sonst ist alles erlaubt“, antwortet sie schmunzelnd. Nach der Kunstaktion wurde ausgiebig mit einem Buffet voller selbstgemachter Leckereien im Freien der Frühling gefeiert. Das mit wetterfesten Acrylfarben gemalte Bild bleibt ein Jahr dort in der Natur hängen. Den Hauptweg hinauf ist es zu sehen. Die farbenfroh beschwingte Lebensfreude überträgt sich vom Bild sofort auf den Betrachter. Was will Kunst mehr! Die Ausstellungseröffnung mit weiteren Arbeiten vom Plenair, außerdem von Kerstin Stephan, Sylke Schäfer und Irmfried Müller, findet am 1. September, 18 Uhr in der Kuppelhalle Tharandt statt.

Text + Fotos (lv)


Farbenfrohes gemeinsames Vergnügen: „Eine Kunst ist es auch zu wissen, wann man aufhört und das Bild fertig ist“, sagt Michael Klose.

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Lesung „Im Licht der blauen Sonne“ & Entzückende Keramikdamen von Rita Goldschmidt in der Galerie mit Weitblick Radebeul

16 Sonntag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kurzgeschichten, Lebensart, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

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Zauberhafte Keramikschönheiten & übermütige Trolle

Wundersame Geschichten und fantastische Landschaftsaufnahmen aus ihrem Buch „Im Licht der blauen Sonne“ mit isländischen Märchen und Legenden stellen die Künstlerin Rita Goldschmidt und der Autor Thomas Gerlach bei einer Lesung am Sonntag, dem 16. April, um 17 Uhr in der Galerie mit Weitblick in Radebeul vor.

„Es war eine Reise der merkwürdigsten, sonderbarsten und wundervollsten Begegnungen“, schreibt die Künstlerin und Fotografin Rita Goldschmidt im Vorwort ihres Buches „Im Licht der blauen Sonne“ – Isländische Märchen und Legenden (erschienen im NOTschriften Verlag Radebeul 2019). Sie bereiste Island 2016. Ihre Eindrücke und Erlebnisse im Land des wundervollen Lichts und der Trolle, die auf schwarzen Lavafeldern sitzen, aus den Felsen lugen, in Höhlen lümmeln oder durch das unglaubliche Blau des Gletschereises schimmern und sich im Wasserfall duschen, hielt sie fest in fantastischen Landschaftsaufnahmen. Die wundersamen Geschichten dazu werden erzählt von Thomas Gerlach.

Da geht es um Island und seine Vulkane, die den Flugverkehr lahm legen, um die blau scheinende Sonne aus milchigem Himmel und auf bizarrem Geröll sitzende, übermütige, griesgrämige oder von Liebeskummer geplagte Trolle, die Steine herab stürzen lassen, Staub und Asche in den Himmel schleudern, wenn man ihre Heiligtümer missachtet, auf dem Gestein und ihnen herumsteigt oder ihre heißen Wasserquellen und Schlammtöpfe betritt. Da erzählt der Wirt seinen Gästen von weither beim Klang einer Kirchenglocke von den vielen Geistern, die es hier immer noch gibt. Wer aufmerksam ist, kann sie hören und morgens, vor dem Erfrischen im See, wenn das Wasser noch still ist, sogar sehen. Und er erzählte die Geschichte von den drei Frauen, die sich die Geschichte vom ertrunkenen Riesen Einier erzählen.

Abenteuerlich, geheimnisvoll, fantasievoll und skurril sind die in diesem Buch versammelten isländischen Märchen und Legenden, angeregt von der besonderen Schönheit und Eigenarten der Landschaft auf der Insel, ihren Farben, Formen und Licht. Noch heute berücksichtigen die öffentlichen Planungen die Wohnstätten der Geister und nehmen die Menschen lange Umwege in Kauf, um einen Troll nicht zu stören.

Zu hören sind die Geschichten aus Island bei einer Lesung „Im Licht der blauen Sonne“ mit dem Radebeuler Autor Thomas Gerlach am 16. April, um 17 Uhr in der Galerie mit Weitblick, Obere Bergstraße 13, in Radebeul. Dazu werden wunderbare isländische Landschaftsfotos gezeigt.

Außerdem können die Besucher hier reizende Keramikdamen und farbenfrohe, florale Computerdrucke der in Radeburg wohnenden Künstlerin Rita Goldschmidt in ihrer derzeitigen Ausstellung „Zauberhaft“ sehen (siehe Beitrag zur Ausstellung auf meinwortgarten).

Ab dem 21. April, 19 Uhr wird die Künstlerin und Galeristin Dorothee Kuhbandner in der Berliner Wuhlgartenkirche eine Ausstellung mit dem Titel „Wer bin ich“ mit Malerei und Zeichnung zu einem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer zeigen.

Text + Fotos (2) (lv)

Weitere Infos:

Dorothee Kuhbandner
www.doro-malerei.de 

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Ausstellung „Das Frühwerk“ – Malerei von 1984 bis 1991 von Markus Retzlaff in der Stadtgalerie Radebeul

15 Samstag Apr 2023

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart

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„Selbstbildnis mit Stab“: Ein Harlekin, Träumer, Idealist und nachdenklicher Zeitbeobachter. Der junge Maler begegnet dem reifen Künstler Markus Retzlaff in einer Ausstellung mit seinem Frühwerk in der Stadtgalerie Radebeul.


Die blauen Blumen der Romantik: das Gesellenstück von Retzlaff in der Porzellanmanufaktur Meißen.

Bilder zwischen Träumerei und Tristesse

Eine spannende Wiederbegegnung und zugleich Neuentdeckung für die Besucher ist die Ausstellung „Das Frühwerk“ mit Malerei von Markus Retzlaff
zu seinem 60. Geburtstag in der Stadtgalerie Radebeul.

Ein Porträt gleich neben dem Eingag zeigt den jungen Maler in dunklem Arbeitskittel vor lichtem Hintergrund an der Staffelei, mit forschendem Blick, Pinsel und Farbpalette. Im „Selbstbildnis mit Stab“ sitzt er in rotem Mantel, den
Harlekinshut und eine Flasche Wein neben sich, in einer Zimmerecke auf einem viel zu kleinen Schemel, mit Zigarette und langen, schlaksigen wie verknoteten Beinen. „Wie ein Dejavu mit sich selbst“, sagt Markus Retzlaff über diese Wiederbegegnung mit seinen frühen Arbeiten und seinem früheren Ich. Zu sehen sind sie in der Ausstellung „Das Frühwerk“ – Malerei von 1984 bis 1991 anlässlich des 60. Geburtstages des Künstlers derzeit in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.

Viele der Bilder haben ihn überrascht, so Retzlaff, die er nach Jahrzehnten
wiedergesehen hat. „Das bewegt natürlich viel in mir selbst.“ Er hat wieder mit Malerei angefangen. Die 1980er Jahre waren eine besondere Zeit. „Diese Zeit hat mich sehr geprägt, die Jahre in Meißen waren das Prägnanteste“, sagt er rückblickend. Mit zehn, elf Jahren begann er zu malen. Die Eltern empfahlen ihm die Porzellanmalerlehre. Doch er wollte nicht sein Leben lang Blumen malen und hörte gleich nach der Lehre 1983 auf, um Maler zu werden. In Meißen gab es eine Künstlerszene im Umfeld der Porzellanmanufaktur. Wolfgang Hänsch war sein Mentor und auch Lothar Sell. Markus Retzlaff arbeitete als freier Künstler und in verschiedenen Jobs, darunter als Tellerwäscher und Friedhofsgärtner. Er war Teil einer Gruppe von Künstlerfreunden, die dichteten, musizierten, zusammen vor der Natur malten, Mappen druckten an einer Druckerpresse, deren Walzen aus Dampflokomotiven stammten und Partys feierten. Das Zentrum der Freundesgruppe war seine „Atelierbude“ am Lerchaweg neben dem Friedhof in Meißen. Künstler von Schiele, Dix bis Rosenhauer und die Franzosen der klassischen Moderne waren ihre Vorbilder.

Ein Schlüsselbild und beeindruckendes Zeitporträt in der Ausstellung in Radebeul ist „Die Fastnacht“, 1985/86 entstanden nach einer der legendären Faschingsfeiern an der Dresdner Kunsthochschule, wo Retzlaff sein Studium gleich im dritten Studienjahr begann und 1994 mit dem Diplom abschloss. Das Bild wirkt traumhaft-surreal und konkret zugleich. Es zeigt eine Frau im kurzen roten Kleid und einer Kugel in der Hand, um sie ranken sich vier Figuren, alles Selbstbildnisse des Künstlers. Der Rebell, der Trommler, der Harlekin und hinter halb zugezogenem Vorhang umarmt ein weißer Clown mit spitzem Hut eine Frau. Das Bild erscheint ihm wie ein Traum aus ferner Zeit, sagt Retzlaff, und war doch wahr. Ein Spiel mit Fantasie, Abgrenzung, Individualität und den eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden. Er hat dieses Bild damals für einen Kasten Vollbier an einen Freund abgegeben und dann war es Jahrzehnte weg. Vor fünf Jahren erfuhr Retzlaff, dass dieses Bild bei dessen Eltern in Meißen hängt seit 30 Jahren. Eigentlich gehört  dieses besondere Zeitbild in eine öffentliche Kunstsammlung.

„Vieles ist abgetaucht, verschollen und vielleicht ist das beste Drittel hier zu sehen“, so Markus Retzlaff. „Die dunklen Bilder wollte ja keiner.“ Er selbst wollte nie in den Westen ausreisen. „Ich liebte die Dresdner Malerei zu sehr“, sagt er. „Die Kunst war frei. Man wurde doch nicht wegen einem Bild festgenommen.“ Mit Blick auf sich selbst sagt er: „Der andere, der man war, der junge Markus schockt mich. Die Radikalität, mit der er lebte“, so Retzlaff. „Heute ist eine ganz andere Zeit. Das hat der Harry Lübke schon gesagt, der Galerist: ‚Mit dem Westen kam das Geld.` Es geht nur noch um Geld.“ Damals bekam er 25 bis 30 Ostmark für ein Bild. Davon konnte er S-Bahn fahren, Karo-Zigaretten, einen Kasten Bier und Leberwurstbrötchen kaufen, so Retzlaff. Einige seiner frühen Arbeiten hat er aus Privatsammlungen zurückgekauft. In der Stadtgalerie Radebeul hängen Werke von 16 Leihgebern. „Ich bin sehr glücklich über diese Zusammenstellung und Hängung und den Leihgebern dankbar. Die Ausstellung hat einen unheimlichen Klang aus jener Zeit, viel optimistischer als gedacht“, sagt Markus Retzlaff.

Zu sehen sind eine Porzellanvase mit den blauen Blumen der Romantik, sein Gesellenstück, ein paar frühe, figürliche Radierungen mit Punks und Kneipenszenen, Porträts von Freunden, Bekannten und Familie, Selbstbildnisse, Träume, Tristesse, Endzeitstimmung, alte Städte, eine Brücke am Kanal und die lustig im Freien flatternde Wäsche der Frau Raschke, seine Hausnachbarin in Meißen. Jedes Bild erzählt eine Geschichte. Von dem bärtigen Mann vorm Kachelofen, der seinen Dienst bei der Armee verweigerte und als „Der Amnestierte“, hager und desillusioniert sein Blick, wieder auftaucht. Der Malerfreund Mike mit ähnlich wach-träumendem Blick aus dem Norden. In dem Bild seiner ersten Frau Ines mit Karodecke „steckt bisschen Picasso mit drin.“ Sehr schön auch das Porträt von ihr wenige Tage vor der Geburt  seines ersten Sohnes.

Das späteste Bild der Ausstellung stammt von 1991 mit dem Titel „Tunnel“ und wirkt erstaunlich zeitlos. Menschen sitzen einzeln, einsam und abwartend an den Tischen einer Kellerkneipe im ehemaligen „Hamburger Hof“ in Meißen, durch das Fenster fällt spärlich Licht auf die Tische. Es sind Bilder aus einer anderen Zeit, die auch heute noch viel Lebendigkeit, atmosphärische Dichte, starke Kontraste und Farbkraft ausstrahlen, faszinieren, bedrücken und berühren mit dem klaren, tiefen, genauen und unbestechlichen Blick des Malers und Grafikers Markus Retzlaff. Sein früheres und heutiges Ich haben sich sicher noch viel zu erzählen. „Da Markus Retzlaff ja mehr als Grafiker bekannt ist, haben wir uns entschieden, frühe Arbeiten von ihm bis zum Beginn des Studiums zu zeigen. Diese besitzen eine große, ungeheure Kraft und hohe Qualität und waren bisher kaum zu sehen“, sagt Stadtgalerist Alexander Lange. Zur Ausstellung wird auch ein Katalog zum Frühwerk von Markus Retzlaff erscheinen.

Ein Künstlergespräch zu seinen Arbeiten findet am 16. April, 15 Uhr statt und ein Rundgang mit Markus Retzlaff zum Abschluss der Ausstellung am 14. Mai, 16 Uhr.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet hat die Stadtgalerie Radebeul:

Die, Mi,, Do von 14 – 18 Uhr und So von 13 bis 17 Uhr


Beeindruckendes Zeitbild: „Die Fastnacht“, das Schlüsselbild in der Ausstellung von Markus Retzlaff.

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
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  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • BilderAlbum: Ausstellung "Filigranes" von Steffen Petrenz & Bilder zu den Dämonen des Krieges in den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk
  • Atelierbesuch bei der Malerin Angela Hampel in Dresden
  • Premiere "Die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen im Schauspielhaus Dresden
  • Der Mondmann verzaubert im Puppentheater
  • Ein Wohlfühl-Ort für Bücher & ihre Menschen: Der Laden "Buch mit Handlung" in Dresden feiert seinen ersten Geburtstag
  • Premiere "Fidelio" an den Landesbühnen Sachsen
  • Sarkastisch & Solidarisch: Bisher schwieg die Kulturszene zur Corona-Politik. Das ändert sich jetzt mit der Aktion #allesdichtmachen von Schauspielern, die für Aufruhr sorgen.
  • Staatsschauspiel Dresden trauert um Rolf Hoppe
  • Ausstellung "Überblick - Bilder aus fünf Jahrzehnten" von Peter Pit Müller in der Stadtgalerie Radebeul

Aktuelle Beiträge

  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung
  • Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig
  • BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer
  • Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden

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