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24 Dienstag Nov 2020
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22 Sonntag Nov 2020
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

Schönheit, Leidenschaft, Lebensfreude: Galeristin Janett Noack zeigt das Bild „Flamenca“ von Steffen Fischer. Es ist in der Weihnachtsausstellung in der Galerie Kunst & Eros in Dresden ab 4. Dezember zu sehen.

„Dreh mich!“-Kunstobjekt von Frank Voigt in der aktuellen Ausstellung.







Liebesszenen aus dem indischen Kamasutra leuchten farbenfroh auf vergilbten Zahlungsbelegen. Venus bezirzt in verschiedenen Rollen und Zeitmoden. Die drehbaren, originellen und sinnenfrohen „Dreh mich !“-Kunstobjekte laden zum Schauen und Bespielen ohne Stillstand ein. Damit lockt im Lockdown zurzeit die
Ausstellung „Eins – Zwei – Dreier…“ mit Collagen, Zeichnungen und Objekten von Frank Voigt, Petra Lorenz und Volker Lenkeit in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 (verlängert bis 28. November).
Bei ihrer reizvollen Gemeinschaftsarbeit dreht sich in den Bildcollagen buchstäblich alles rund um Lust und Liebe, mal wild, romantisch, nostalgisch, sehnsuchtsvoll und melancholisch. Neben ihrer Sammellust von allerlei Bedrucktem teilen sie die Leidenschaft des Briefe-Malens, diese Kunst der Mailart verbindet die drei Künstler seit den 1980-er Jahren mit gegenseitiger Post aus aller Welt. Jeder von ihnen hat bei den Dreh-Objekten eine Seite auf seine Art bemalt und beklebt. Da treffen Blumenmädchen und träumende Damen aus Stammbuchalben auf Frauenakte und witzig neu zusammengesetzte Körperbilder. Doch zurzeit kommen kaum Besucher in die Galerie.
“Durch den Lockdown sind weniger Leute unterwegs als sonst. Sie sind verängstigt durch die steigenden Corona-Zahlen, ziehen sich wieder zurück und vergessen, dass das Leben weitergehen muss“, sagt die Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack (39). Die Straßen sind ruhig. Es schauen kaum Leute auch in die umliegenden Geschäfte auf der Hauptstraße herein. „Die Maskenpflicht schränkt das Bummeln und Kaufverhalten ein. Es wird nur das Nötigste gekauft.“ Ihre Galerie habe bereits Einnahmeverluste. „Wir leben auch vom Laufpublikum und momentan fehlen die Touristen, die auch kaufen“, merkt sie deutlich. Die Galerie sei zwar geöffnet und sie kann arbeiten, aber sie darf keine Veranstaltungen machen, die aber wichtig sind, damit die Kunst noch mehr gesehen wird.
„Eine Galerie ohne Publikum. Das ist der nackte Wahnsinn“, sagt Janett Noack zur derzeitigen Situation. „Einerseits müssen wir den Virus eindämmen. Doch das Schlimmste ist, wenn alles stillsteht in der Kultur.“ Ihr ist daher wichtig, nicht aufzugeben, produktiv zu bleiben. Es sei allerdings ein Spagat zwischen den immer neuen Corona-Verordnungen, so dass sie kaum planen könne, sondern spontan, flexibel und geduldig bei den Ausstellungsterminen fürs nächste Jahr sein muss. „Wenn man sich zu verrückt machen würde, was alles verloren gehen kann und auf der Strecke bleibt, könnte man nicht mehr schlafen und es drückt auf die Psyche.“ Sie versucht daher, locker und entspannt zu bleiben. „Irgendwann ist es auch wieder vorbei.“ Dabei helfe ihr die künstlerische Arbeit schon sehr. Janett Noack widmet sich jetzt wieder mehr der Porzellanmalerei, erfreut sich an neuen Formen und Dekoren und erledigt Auftragsarbeiten.
„Es gab auch vor dem Lockdown schon Kunden und Förderer, die mich unterstützt haben, indem sie Kunst gekauft haben und mir zeigten, es geht weiter.“ Gerade bemalt sie in ihrem Atelier in der Galerie eine weiße Bodenvase mit schwarzem antiken Blumenmuster, dazu gesellt sich ein Kolibri. Ein Sammler, ein Biologe aus Wien regte sie zu Bildmotiven mit Insekten und Schnecken an, die seither paarweise filigran auf Schmuckdosen, Schalen und Kettenanhängern umher schwirren. „Man kann Kultur auch anders, zuhause genießen, malen, Musik hören, lesen…“, zählt Janett Noack auf. Da die Musikschule derzeit geschlossen hat, findet bei ihnen Hausmusik statt: Sie singt, ihre Tochter Klara (6) spielt Geige und Sohn Arthur (10) bläst ins Horn.
Die alljährliche Gruppenausstellung mit verführerischer Kunst zu Weihnachten, dem Fest der Liebe soll am 4. Dezember eröffnen (von 17 – 21 Uhr) mit fließendem Kommen und Gehen der Besucher. Die Weihnachtsausstellung „Erotischer Advent“ ist bis 30. Januar 2021 zu sehen. „Es wird eine feine, stille Ausstellung mit Kunst gestandener und junger Künstler.“ Neben Urgesteinen der Galerie wie Gudrun Trendafilov, Steffen Fischer und Wieland Richter werden erstmals Grafiken von Tina Wohlfarth sowie Zeichnungen von Oskar Staudinger und Malerei von Viktoria Graf zu sehen sein.
Text + Fotos (lv)
Geöffnet: Mo bis Sa 11 – 15 Uhr
Kunst in Bewegung. Die drehbaren Objekte in der Ausstellung laden ein zum Bespielen und auch Posieren, um dem nackten Wahnsinn in diesen ver-rückten Zeiten Ausdruck zu verleihen. Da hilft nur Humor, Zuversicht und locker bleiben. Wie hier zu sehen: Galeristin Janett Noack und Lilli Vostry, freie Journalistin und meinwortgarten.com-Inhaberin.



19 Donnerstag Nov 2020
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17 Dienstag Nov 2020
Posted in Aktuelles, Kultur, Theater, Zwischenmenschliches
Schauspieler Matthias Henkel verstarb am 15. November 2020 in Dresden – Die Landesbühnen Sachsen trauern um einen großartigen Schauspieler und Menschen
William Shakespeares Hamlet, Marat in «Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats» von Peter Weiss, Tschechows Platonow, Lessings Nathan, Shakespeares Mercutio in „Romeo und Julia“, Karl Mohr in Schillers „Räuber“, Biff in „Tod eines Handlungsreisenden“, Salieri in «Amadeus», Prof. Higgins in „My Fair Lady“ , Einstein in „Die Höflichkeit des Genies“ von Peter Hacks und noch vielen anderen großen und kleinen Männern der Weltliteratur verhalf er zu großartigen Auftritten in seinen vielen Jahren im Ensemble der Landesbühnen Sachsen. Alle seinen Rollen aufzuzählen würde ganze Seiten füllen.
Sein Publikum liebte ihn und blieb ihm stets treu.
Die ersten Reihen waren voll besetzt, wenn er z.B. seit 1997 seinen berühmten Monolog „Sein oder Nichtsein“ als Hamlet sprach. Nie kamen die Fans ihrem Lieblingsschauspieler näher als in dieser Inszenierung, wenn er auf der Bühnenkante sitzend diese Worte sprach.
Auf der Felsenbühne Rathen überzeugte er als Zettel im „Sommernachtstraum“ in der Inszenierung von Carsten Ramm und als Hagen in Andreas Knaups „Nibelungen“.
In den Karl-May -Stücken wechselte er vom Indianer Apanatschka und den Häuptlingen Tangua und Vupa umugi zum überzeugenden Fiesling Santer in „Winnetou I“ in den letzten Jahren.
Auch auf der Studiobühne war er stets präsent ob im Theatersport in den neunziger Jahren oder in ganderen Rollen wie in Schmitts „Enigma“ gemeinsam mit Olaf Hörbe.
Und immer begeisterte er das Publikum. Egal ob große Tragödie oder Komödie. Sein komödiantisches Talent zeigte er zuletzt 2018/19 als Sam in „We are Family oder Warum Nicht …“, einer Komödie von Murray Schisgal.
Am Sonntag ist Matthias Henkel nach tapferem Kampf gegen die Krankheit verstorben.
1962 in Weimar geboren und in Leipzig aufgewachsen erlernte er den Beruf des Buchhändlers, um danach von 1985-1989 an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig Schauspiel zu studieren. Seine praktischen Erfahrungen sammelte er im Schauspielstudio am Staatsschauspiel Dresden. Seit 1989 gehört er zum Ensemble der Landesbühnen Sachsen.
Hier spielte er alle großen klassischen Rollen und glänzte ebenso in Komödien.
Außerdem war er mehrfach in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in der SOKO Leipzig bzw. Wismar, Schloß Einstein, Klinik Nord, Staufer-Geschichte Mitteldeutschlands, Stubbe – Von Fall zu Fall und im Tatort. Er ist Vater eines Sohnes.
Das gesamte Team der Landesbühnen Sachsen verabschiedet sich von einem Schauspieler, der dieses Theater als Künstler und Mensch drei Jahrzehnte prägte, mit Dank und einer Verbeugung.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.
Text: Petra Grubitzsch/LB

Szenenfoto: Nathan der Weise LBS Premiere: 29.4.2011 Lutherkirche, Radebeul, Regie: Arne Retzlaff. v.l.: Nathan – Matthias Henkel, Tempelherr – Marc Schützenhofer
Foto: Martin Krok

Szenenfoto: Die Räuber, 2002 LBS mit Matthias Henkel als Karl Mohr hier mit Schauspielerin Julia Vincze. Foto: Hagen König
17 Dienstag Nov 2020
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Aller Charme, Tatsachen und Überredungskünste halfen nichts. Der Pate (Bert Callenbach) kann erst nächstes Jahr das 10-jährige Jubiläum der beliebten Dinnershow „Mafia Mia“ im Ostra-Dome in Dresden feiern. Foto: Michael Schmidt
Die Jubiläumsshow „Mafia Mia“ wird ins nächste Jahr verschoben
Das Jubiläumsprogramm stand, das Hygienekonzept war genehmigt, doch nun muss die Dinnershow Mafia Mia abgesagt werden. Sie sollte am 27. November Premiere feiern.
Grund für diese Entscheidung sind die derzeitig geltenden Corona-Maßnahmen, nach denen die geplante intensive Probenzeit und die ersten Vorstellungen im November nicht umsetzbar sind. Ob sich die Situation im Dezember ändern wird, ist nicht vorhersehbar, und das birgt ein großes Risiko.
„Die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona machen die Vorbereitung und Durchführung unserer Dinnershow unmöglich.“, erklärt Veranstalter Mirco Meinel von der First Class Concept GmbH. „Wir sind unendlich traurig, denn das ganze Team vom Künstler bis hin zum Ticketverkauf hat viele Monate für diese Show gearbeitet und gerade in den letzten Wochen mit Zuversicht Vollgas gegeben. Ich danke meinem Team, das so viel Elan gezeigt hat. Lasst uns nächstes Jahr mit neuer Energie starten!“
Die Show wird nun um ein Jahr verschoben. Die neue Spielzeit steht schon fest: 26.11.2021 bis 16.01.2022. „Gerne tauschen wir die Tickets in Gutscheine für die nächste Spielzeit um.“, so Mirco Meinel. “Wir hoffen sehr, dass uns die Mafia-Mia-Fans die Treue halten und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.“ Das Ticketbüro erreicht man unter info@mafia-mia.de oder Telefon 0351/427 64 61.
Text: Sabine Mutschke
Mit Elan, Volldampf und einem genehmigten Hygienekonzept startete das Team von „Mafia Mia“ in die Vorbereitung der 10. Jubiläumsshow. Vom 27. November 2020 bis 17. Januar sollte die Dinnershow im Ostra-Dome steigen, der seine Feuertaufe 2019 mit Bravour gemeistert hat.
Die Story der Show kommt frisch und frech daher und knüpft an einen Gag an, der 2019 für viel Begeisterung sorgte. Damals tauchte auf der Bühne ein Geschmeide auf, das nach Aussage des Paten natürlich aus dem Grünen Gewölbe stammte. Jetzt kommt die ganze Wahrheit ans Licht. Zerlegt in viele Einzelteile, hat die Familie die Diebesware aus Dresden ins Ausland vertickt, nach Mexiko, New York, Paris und Las Vegas, wo der Pate überall schon zugange war. Diese Grundidee führt dazu, dass man auch einige der besten Szenen aus neun Jahren Mafia Mia noch einmal erleben kann, verwoben mit einer verwegenen Story.
Das dürfte vor allem den Stammgästen gefallen, die etwa 70 Prozent ausmachen. Viele planen jedes Jahr ihre Firmenweihnachtsfeier mit dem Paten, vom Autohaus bis zur Zahnarztpraxis. Aber auch private Freundesgruppen, Pärchen, Sportvereine und Nachbarn sind hier zu Gast.
„Schon im letzten Jahr haben viele Gäste gestaunt, wieviel Platz der Ostra-Dome bietet“, so Veranstalter Mirco Meinel. „Viel Fläche, breite Wege, moderne Lüftungstechnik und ein riesiges Luftvolumen durch die Höhe von ca. 7,50 Meter – all das kommt uns dieses Jahr zugute. Wir sind so froh, dass wir aus dem Erlwein-Capitol hierher gezogen sind! Unser Hygienekonzept hat das Gesundheitsamt schnell überzeugt, jetzt gehen wir an die Umsetzung.“
Dass die Gäste wie in Theatern üblich nur mit Maske zum Platz gehen dürfen, hat das Team zu einer besonderen Idee inspiriert. „Jeder Gast bekommt eine hochwertige Maske, die wir mit witzigen Motiven bedrucken“, erzählt Mirco Meinel. „Lächelnder Mund oder bärtiges Kinn, auch das Goldzahn-Grinsen von Schlicht kommt in die engere Wahl!“
Nur eine After-Show-Party mit Tanz ist unter den aktuellen Bedingungen wie überall nicht erlaubt. Die Lounge steht den Gästen auf Reservierung dennoch offen, beispielsweise für Firmen zum Begrüßungssekt oder auch zum Ausklang des Abends.
Das Erfolgsrezept der Show liegt auch an den Konstanten auf der Bühne, die vom Publikum wie bei einem Familientreffen erwartet werden. Der Pate wird vom Leipziger Entertainer Bert Callenbach so überzeugend verkörpert, dass man seine Wurzeln tatsächlich in Sizilien vermutet.
Seine Leibwächter Schlicht und Kümmerling sind nach wie vor dabei, was nach ihren vielen Sprüngen in den Fettnapf sehr erstaunlich ist. Die musikalische Würze liefert die Rock´n`Roll-Band „The Firebirds“. Nach langer Zeit ohne einen Auftritt fiebern die Musiker dem Moment entgegen, als Bang Gang des Paten ihrer unbändigen Spiellaune wieder freien Lauf zu lassen, und das nicht nur zu rockigen Rhythmen. Auch die Mafia Mia – Dancers sind wieder an Bord. Sie arbeiten schon an neuen Choreografien und Kostümen. Dazu gesellen sich wie immer einige neue „Familienmitglieder“, die sich wie immer als großartige Artisten entpuppen, darunter der Hula-Hoop-Künstler Igor Boutorine. Er begeisterte bei der ersten Mafia-Mia-Show vor 10 Jahren mit seinen atemberaubend schnell rotierenden Reifen. Die Kreation des Vier-Gang-Menüs übernimmt wie immer Küchenchef Andreas Kirsch. Auch hier gibt es eine Konstante: Ente im Hauptgang ist gesetzt.
Text: Sabine Mutschke/PR- und Marketingberatung
Dinner-Theater im OSTRA-DOME Dresden
Zur Messe 9A, 01067 Dresden
Spielzeit 27.11.2020 bis 17.1.2021
Tickets inkl. 4-Gang-Menü, Show & Tanz gibt es je nach Wochentag und Platzgruppe an allen Vorverkaufskassen, bei Eventim und www.mafia-mia.de; Telefon 0351 – 427 64 61 / E-Mail info@mafia-mia.de
Veranstalter
First Class Concept
Eventmanagement & Location GmbH
Inhaber Mirco Meinel
Messering 8e, D – 01067 Dresden
Telefon: + 49 351/ 41 888 0
Internet: www.first-class-concept.de
17 Dienstag Nov 2020

Zauberhaftes Vergnügen: Magier André Sarrasani und seine Mutter Trude Stosch-Sarrasani, einstige Direktorin des traditionsreichen Dresdner Zirkusunternehmens locken wieder mit einer Mischung aus Dinnershow, Varieté und Theater. Dazu gehören atemberaubende Artistik, Luftakrobatik, magische Illusion, herzerwärmende Clownerie und reizendes Showballett. Foto: Kai Schmidt
„Wir wollen auf jeden Fall spielen – wenn es sein muss, eben später“
Nach der Bekanntgabe der neuen Corona-Schutzmaßnahmen durch die Bundesregierung wendet sich André Sarrasani an die Öffentlichkeit: „Wir wollen auf jeden Fall spielen, wenn es sein muss, eben später“, sagt Sarrasani und erklärt weiter: „Wenn wir im November noch nicht starten können, ist es für uns kein Problem, unsere Dinnershow-Saison etwas nach hinten zu schieben. All unsere Künstlerinnen und Künstler stehen bereit, der neue Standort steht uns lang genug zur Verfügung. Wir haben einfach eine riesige Verantwortung unseren treuen Fans und Gästen gegenüber, die wir sehr ernst nehmen.“
Der ursprüngliche Beginn von „Showtime“ am 20. November 2020 muss durch den erneuten Lockdown verschoben werden. Es laufen jedoch bereits Planungen, damit die Show voraussichtlich Anfang Dezember, am 4. Dezember starten kann. Der Aufbau des Sarrasani Trocaderos in der Nähe des Elbeparks geht indessen weiter voran. Bereits gekaufte Karten behalten Ihre Gültigkeit und der Vorverkauf geht weiter.
Verantwortung für kulturelles Leben
„Wir haben natürlich Verständnis für die neuen Schutzmaßnahmen und Einschränkungen, schließlich steht unser aller Gesundheit auf dem Spiel. Dennoch sind Kunst, Kultur, Varieté und Unterhaltung ganz wichtige Bestandteile unseres Alltags, unserer Gesellschaft, einfach unseres gesamten Daseins als Menschen. Deshalb müssen wir als Künstlerinnen und Künstler in so einer schwierigen Situation die Ärmel hochkrempeln und anpacken“, sagt der Showmaster und bekräftigt: „Gemeinsam mit den vielen anderen Kreativen in unserer Region ist es unsere Aufgabe, für die Vielfalt der Kultur zu sorgen. Wir machen weiter!“
Hygienekonzept und Platz vorhanden
Von den „Showtime“-Machern wurde bereits ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet und kann jederzeit ergänzt und erweitert werden – je nachdem, was die aktuelle Situation erfordert. Zudem sei das neue Sarrasani Trocadero mit über 1.000 Quadratmetern groß genug, um Mindestabstände und Sicherheit zu gewähren und Gästen damit unbeschwerte Unterhaltung sowie Show-Genuss zu bieten.
Text: Nora Körner – PR und Event Consultant ABG Marketing GmbH für Sarrasani
Über Sarrasani:
Der Name „Sarrasani“ steht für über 100 Jahre Varietégeschichte und modernes Entertainment. Bekannt wurde der Familienbetrieb vor allem durch seine Artistik-, Zauber- und Tiernummern, mit denen er das Bild der deutschen Varietékunst weltweit prägte. Heute befindet sich das Traditionsunternehmen mit André Sarrasani in der vierten Generation. Der Illusionist und Showmaster präsentiert seinen Gästen mit Sarrasani Trocadero seit 2004 eine zeitgemäße Melange aus Dinnershow, Varieté und Theater. Darüber hinaus unterstützt die Sarrasani Entertainment GmbH als Dienstleister Kunden in Sachen Veranstaltungsservice, Zeltvermietung, Showprogramm, Moderation und Catering.
Weitere Informationen: www.sarrasani.de
17 Dienstag Nov 2020
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16 Montag Nov 2020
Thilo Krause und Julia Schoch setzen sich mit der Frage der Identität im wiedervereinigten Deutschland und mit der Frage ihrer Herkunft durch Rückblick auf Sozialisationserfahrungen in der DDR auseinander.
Beide sind etwa Mitte der 1970-er Jahre geboren, beide im Osten. Es ist der Blick einer Generation, die als junge Erwachsene die Wende erlebt und sich im neuen System eingerichtet hat.
Thilo Krause, geboren 1977 in Dresden, lebt und arbeitet in Zürich. Für seine Gedichte wurde er mehrfach ausgezeichnet. In seinem neuen Roman „Elbwärts“ (2020) kehrt ein junger Mann mit Frau und Kind nach Jahren zurück ins Felsland der Sächsischen Schweiz.
Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Potsdam. Sie veröffentlichte u. a. den Roman „Schöne Seelen und Komplizen“ (2018). Darin schildert sie das Leben von Schülern eines Elitengymnasiums in der DDR und dreißig Jahre nach der „Wende“.
Moderation Jörg Schieke, Literaturkritiker / MDR Kultur
Weitere Informationen und Anmeldung zum Live-Streaming auf der Homepage der Gedenkstätte http://www.bautzner-strasse-dresden.de
Eine Kooperation der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden, den Städtischen Bibliotheken Dresden und der VHS Dresden.
Text: Christine Bücher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden
Bautzner Str. 112a
01099 Dresden
Telefon: +49 351 899 60 442
Fax: +49 351 646 54 43
16 Montag Nov 2020
Posted in Aktuelles

Die Kunst der Körpersprache: Mimekünstler Anton Adasinski vom Derevo Laboratorium bei einem Auftritt. Foto: PR
Pantomime ist die Grundlage vieler darstellender Künste und beeinflusst zahlreiche Genres vom Tanztheater über Comedy bis hin zur Popkultur. Vom 11. bis 15. November 2020 wollte der Mimenstudio Dresden e.V. diese Vielfalt erlebbar machen und mit dem 36. Internationalen PantomimeTheaterFestival Dresden. Acht Vorstellungen standen im Programm, um die faszinierende Vielfalt an Spielarten der „Kunst ohne Worte“ zu entdecken. Der gastgebende Mimenstudio Dresden e.V. hatte in diesem Jahr sieben Ensembles bzw. Solokünstler aus vier Nationen eingeladen. Auch eine Vorstellung für Kinder ab vier Jahren war geplant.
Das Pantomimefestival konnte dieses Jahrs wegen des corona-bedingten Lockdowns nicht stattfinden. Es wird ins nächste Jahr verschoben.
Auch der Workshop mit Anton Adasinskiy vom Derevo Laboratorium im Dezember wurde aufgrund der anhaltenden Corona-Einschränkungen nun abgesagt.
Der Workshop sollte sich insgesamt über fünf Tage erstrecken. Die drei Teile könnten auch einzeln besucht werden. Neben einem 21-stündigen Kurs zum Thema Körperarbeit bietet er einen Special Workshop an, der sich an Bühnenkünstler und Amateure mit Erfahrung im Bewegungstheater richtet. Außerdem sollte es einen Workshop zum Thema Rhythmus und Bewegung geben, an dem sogar Kinder ab 10 Jahren teilnehmen können.
Workshop 1: Körperarbeit durch das DEREVO-System lehren,
19 Stunden, geeignet für jedermann.
Workshop 2: Den „Selbstgesteuerten“ unterrichten, 5 Stunden, für Profis
(Bühnenkünstler v. Tanz, Theater, Zirkus u.a. und in Körperarbeit erfahrene Amateure)
Workshop 3, auch für Kinder ab 10 Jahren:
Lektionen in Rhythmus und Bewegungen, 4 Stunden.
Interessenten können sich beim Mimenstudio Dresden e.V. gern melden und werden benachrichtigt, wenn die neuen Termine feststehen.
Anmeldung für die Workshops:
T +49 (0)151 55 61 98 99
Text + Foto: Sabine Mutschke
16 Montag Nov 2020
Gestern Nacht, am Sonntag, dem 15. November 2020, ging das Europäische Festival für junge Regie FAST FORWARD am Staatsschauspiel Dresden zu Ende. Ursprünglich war natürlich nicht geplant, die 10. und damit eine Jubiläums-Ausgabe dieses renommierten Festivals mit dem Zusatz AT WORK zu versehen – und für alle Beteiligten war bis kurz vor dem Start des Festivals auch nicht zu erahnen, wie sehr sich dieser Zusatz noch bewahrheiten würde.
Am 2. November kam – durch den Erlass zur Eindämmung der Corona-Pandemie – das Aus für alle Veranstaltungen, die analog in verschiedenen Dresdner Spielstätten stattfinden sollten. Alle Kräfte konzentrierten sich von da an darauf, auf der digitalen Bühne fastforw.art dem Publikum eine möglichst breite Palette an zeitgenössischen jungen Regiearbeiten zeigen zu können. Als aber 24 Stunden vor Beginn zwei Mitarbeiter*innen der Technik, die den komplexen digitalen Teil von FAST FORWARD At Work betreuten, in Quarantäne mussten, schien es kurzzeitig, als könne das Festival in diesem Jahr gar nicht stattfinden.
„Durch den außergewöhnlichen Einsatz und die Kreativität aller Beteiligten war es möglich, dass wir trotz allem in den vergangenen Tagen eine große Bandbreite an Arbeiten erleben konnten. Es ist nicht nur Not, die erfinderisch macht – das beweist das Festival FAST FORWARD seit einem Jahrzehnt mit jeder Ausgabe aufs Neue als ein Garant für Überraschendes, für neue Sichtweisen und Ästhetiken. Und auch in diesem Jahr luden auf der von Studio Beisel gestalteten digitalen Bühne junge Künstlerinnen und Künstler zu Inszenierungen, Interviews, Arbeitsgespräche und vielem mehr ein.“, so der Intendant des Staatsschauspiels Joachim Klement.
Charlotte Orti, die Kuratorin des Festivals: „Ganz so wörtlich hatten wir das mit dem AT WORK nicht genommen, aber so sind die Zeiten. Wir haben die Inszenierungen, die wir für Dresden geplant hatten, sehr vermisst. Gleichzeitig war das online-Format eine spannende Erfahrung und es wird ebenso spannend sein, diesen Laborversuch auszuwerten. Ich freue mich außerdem sehr, dass der Förderverein des Staatsschauspiels Dresden sich trotz der Umstände entschieden hat, den von ihm neu gestifteten Residenzpreis zu vergeben.“
Der Residenzpreis 2020 geht an eine Gruppe und an ein Projekt, das gerade aus Dresdner Perspektive Neugierde erweckt: die estnischen Künstler*innen Üüve-Lydia Toompere und Siim Tõniste und ihre Arbeit SUPERSOCIAL. Die Inszenierung wird eine Einladung an das Publikum sein, miteinander ins Gespräch zu kommen, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, um Unterstützung zu werben, mitunter mit der eigenen Meinung alleine da zu stehen, sich selbst zu hinterfragen oder andere zu bestärken. Dieses spannende Projekt in Dresden umzusetzen ermöglicht der Residenzpreis, der vom Förderverein Staatsschauspiel Dresden e.V. ausgelobt wurde.
Zu den Künstler*innen: Üüve-Lydia Toompere (*1990) und Siim Tõniste (*1987) arbeiten als Performer, Choreograf*innen, Dozenten und Stückentwickler in unterschiedlichen Projekten und Disziplinen. Toompere studiert aktuell Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin. Tõniste lebt als freier Künstler in Tallin. Vom Theater, über soziale Bildung und Vermittlungsarbeit bis zur Clubszene beschäftigen sie sich mit verschiedenen kommunikativen und sozialen Aspekten ihrer Kunst. Seit 2015 erarbeiten sie als Autoren- und Regie-Team eigene Theaterstücke, SUPERSOCIAL ist ihre dritte gemeinsame Inszenierung.
Wir freuen uns, dass eine ganz besondere Inszenierung, die im Rahmen des Festivals nicht stattfinden konnte, nun doch noch realisiert werden kann. Die Teilnahme am Audiowalk HOW TO DISAPPEAR COMPLETELY der ungarischen Künstler Ambrus Ivanyos und Bálint Tóth (meetlab) ist ab dem 21. November möglich. Detaillierte Informationen zum Format und zum Erwerb von Karten finden Sie ab dem 17. November auf unserer Webseite unter http://www.staatsschauspiel-dresden.de.
Text: Gertrud Aringer
Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Telefon +49 351 4913 755
Fax +49 351 4913 760