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Kategorien-Archiv: Projekte

Echo Leipzig 2019 – Tschechische Kultur in München

12 Dienstag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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Eröffnung mit „Winterbergs letzte Reise“ von Jaroslav Rudis, nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse & seiner Kafka-Band

Kurz vor der Leipziger Buchmesse kommt das diesjährige Gast-Land mit tschechischer Kultur vom 15. März bis 22. Mai nach München: Literatur. Film. Musik. Geschichte.

Kurz vor dem Start der Leipziger Buchmesse (21.-24.3.2019), bei der Tschechien in diesem Jahr mit 55 Autorinnen und Autoren, 70 Neuerscheinungen und 130 Veranstaltungen zu Gast ist, stellt sich das Leipziger Schwerpunktland in München vor: „Echo Leipzig 2019“ heißt die Reihe, die aktuelle Themen der tschechischen Literatur, Geschichte, Musik und des Films vom 15. März bis 22. Mai nach München bringt und in fünf Kulturinstitutionen präsentiert: im Tschechischen Zentrum, im Literaturhaus München, in der Münchner Volkshochschule im Gasteig sowie Einstein 28, im Arena Filmtheater und im Muffatcafé.

Die Reihe startet mit einem Vortrag der Bohemistin Zuzana Jürgens über die tschechische Gegenwartsliteratur am 15. März um 10.30 Uhr im Gasteig: Welche Themen stehen im Vordergrund der neuen tschechischen Bücher? Wie sieht die tschechische Gesellschaft aus, die darin abgebildet wird? Wie wurden diese Texte in Tschechien aufgenommen? An insgesamt sechs Abenden treten darauf herausragende tschechische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in München auf: Jaroslav Rudiš, Radka Denemarková, Petr Borkovec, Jáchym Topol, Kateřina Tučková, Tereza Semotamová sowie die Kinderbuch-Autoren Tomáš Končinský und Barbora Klárová. Sie lesen aus ihren aktuellen Werken und sprechen über Tschechien und deutsch-tschechische Beziehungen.

Gleich zur Eröffnung der Reihe wird am 27. März ein literarisch-musikalischer Hochgenuss im Literaturhaus München zu erleben sein: Jaroslav Rudiš, mit seinem neuen Buch für den Leipziger Buchpreis nominiert, tritt dort mit der Kafka Band auf und spielt Songs des neuen Albums „Amerika“ (2019), das vom gleichnamigen Roman Franz Kafkas inspiriert ist.

Am 1. April feiert das Literaturhaus München den 90. Geburtstag des großen tschechischen Romanciers Milan Kundera und zeigt die legendäre Romanverfilmung „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“. Eine andere besondere Literaturverfilmung stellt das Arena Filmtheater am 3. April vor: „Diebe der grünen Pferde“ von Jiří Hájíček, einem der bekanntesten und vielfach preisgekrönten tschechischen Gegenwartsschriftsteller. Am Abschluss der Reihe „Echo Leipzig 2019“ steht die Podiumsdiskussion „1989: Ende und Anfang. Das Umbruchjahr und seine Folgen in der DDR und der Tschechoslowakei“ am 20. Mai im Gasteig. Die Diskussion beschäftigt sich mit dem dreißigjährigen Jubiläum seit dem Mauer-Fall und fragt: Welche politischen und gesellschaftlichen Ereignisse waren für die Wende entscheidend, und wie haben sich Deutschland und Tschechien im Hinblick auf das bürgerschaftliche Engagement sowie den Umgang mit der eigenen Geschichte nach 89 weiterentwickelt?

Echo Leipzig 2019 ist ein Projekt des Vereins Mittel Punkt Europa e. V. und des Tschechischen Literaturzentrums in Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München. Weitere Kooperationspartner sind: Adalbert Stifter Verein, Collegium Carolinum, Filmtheater Arena, Institut für slavische Philologie an der LMU München, Literaturhaus München, Muffatwerk, Münchner Stadtbibliothek, Münchner Volkshochschule und Tschechische Schule ohne Grenzen. Mit freundlicher Unterstützung des Generalkonsulats der Tschechischen Republik in München und der Mährischen Landesbibliothek.

Informationen zum Programm und Ticketverkauf

Echo Leipzig. Tschechische Kultur in München

Text: Susanne Meierhenrich/Pressebüro Leipziger Buchmesse

www.ahojleipzig2019.de

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Überall nur noch Struwwelpeter? – Wie gehen wir heute miteinander um? Fragt Axel Hacke in seinem Vortrag im Dresdner Rathaus

07 Donnerstag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte

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Rau, rüpelhaft, respektlos. Woher kommt das weit verbreitete Struwwelpeter-Verhalten der heutigen Generation? Fragt der bekannte Journalist und Autor Axel Hacke.

Über den Ton in unserer Gesellschaft

Axel Hacke spricht über die Rolle des Anstandes in unserer Gesellschaft in seinem Vortrag anlässlich des 100-jährigen Volkshochschul-Jubiläums am 12. März im Plenarsaal des Dresdener Rathauses. Vortrag verschoben!! Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung des Referenten findet die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt statt, teilte die VHS am Montag mit.

Der Vortrag mit Axel Hacke findet nun am 7. April, um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses Dresden statt (Anmeldung über VHS).

„Der Friederich, der Friederich, der war ein arger Wüterich!“ So beginnt die Geschichte vom bösen Friederich im Kinderbuch Struwwelpeter. Setz dich ordentlich hin! Mit dem Essen spielt man nicht! Oder: Benimm dich anständig! Diese Rufe der Eltern mahnen zum geordneten Miteinander und sind vielen aus Kindertagen vertraut. Doch mit Blick auf manch rauen Zungenschlag in sozialen Medien und Politik stellt sich schnell die Frage, wie es um diese Tugenden in der heutigen Erwachsenenwelt bestellt ist. „Wo bleibt der Anstand“ fragt der Vortrag Axel Hackes am 12. März um 19 Uhr. Dieser findet anlässlich des 100-jährigen Volkshochschul-Jubiläums im Plenarsaal des Dresdner Rathauses statt.

Deutschlandweit bekannt geworden ist Axel Hacke allen voran als Schriftsteller der feinen und fantasievollen Wortspiele. Seine Kolumne „Der kleine Erziehungsberater“ im Magazin der Süddeutschen Zeitung sowie seine Bücher „Der weiße Neger Wumbaba“ und „Der kleine König Dezember“ erfreuen sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. Für den Schriftsteller und Journalisten ist der viel beschworene Anstand indes kein verstaubter Begriff aus Kindertagen. Ihm geht es nicht um ungewaschene Haare eines Struwwelpeters, sondern weit grundsätzlicher um die alltagsmoralische Tugend und jene Haltung, die den gegenseitigen Respekt der Menschen zueinander sowie die wechselseitige Solidarität zwischen ihnen in den Blick nimmt. Er fragt, warum heute in den Medien ein oft aggressiver und verletzender Ton herrscht und was man dagegen tun kann. Wie wollen wir als Einzelne sein? Wie wollen wir in der Gesellschaft mit anderen zusammenleben? Und was bedeuten uns Freundlichkeit, Zugewandtheit, Interesse, Neugier und Wohlwollen heute? Axel Hacke versucht hierauf Antworten zu finden.

Der Festvortrag findet im Rahmen der Reihe „Grundfragen der Zeit“ statt. Im Mittelpunkt dieser Vortragsreihe steht die Auseinandersetzung mit den Fragen: Woran können sich Menschen des 21. Jahrhunderts orientieren? Welche Entwicklungen und Faktoren bestimmen das soziale und gesellschaftliche Miteinander? Vor welchen Herausforderungen steht die Gegenwartskultur – Musik, Kunst und Architektur? Zu Gast waren bisher unter anderen Wolfgang Thierse, Uwe Steimle, Christian Wulff und Kurt Biedenkopf. Der Eintritt zur Diskussion ist frei.

Um eine Anmeldung wird gebeten, da nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen: Entweder über die VHS-Dresden-Webseite, in der Geschäftsstelle Annenstraße 10 (Montag bis Freitag 9 Uhr bis 13 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag 14 Uhr bis 18 Uhr) sowie im Standort Gorbitz (Helbigsdorfer Weg 1, Montag und Dienstag 15 Uhr bis 18 Uhr sowie Mittwoch 9 Uhr bis 13 Uhr) und telefonisch unter 0351 254400 möglich.

Weitere Infos: www.vhs-dresden.de

Text + Foto: meeco Communication Services

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Leipziger Buchmesse: Fachprogramm für Autoren & Wege zum Bucherfolg

07 Donnerstag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Projekte

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Schreiben, Gestalten, Vermarkten: Von Erfahrungen profitieren

autoren@leipzig – Fachprogramm für und von Autoren

Die Geschichte ist blendend. Der Erzählstil hinreißend. Doch leider reicht dies oft nicht allein, um sich am Markt durchzusetzen. Erfolgsautoren, Buchmarktexperten oder Marketinggurus informieren im Fachprogramm der Leipziger Buchmesse für Autoren – autoren@leipzig – über die Wege zum Bucherfolg.

Im Fachprogramm von und für Autoren der Leipziger Buchmesse autoren@leipzig finden angehende und erfahrene Wortkünstler während der gesamten Messelaufzeit Wissenswertes über das Schreiben und Publizieren. Das Themenspektrum der vielfältigen Veranstaltungen reicht vom Schreibkurs über das Training des Selbstbewusstseins oder der Social Media Kompetenzen bis zur Wahl des jeweils passenden Publikationsweges. Branchenexperten erläutern die Vor- und Nachteile von Self-Publishing und Verlagsverträgen. Marketingexperten zeigen Vermarktungsmöglichkeiten für Einzelkämpfer auf oder informieren über die Zusammenarbeit mit den Marketing- und Presseabteilungen der Verlage. Coaches geben Tipps zu überzeugenden Klappentexten oder erfolgreichen Online-Kampagnen.

Was können Autoren in Verhandlungen mit Verlagen fordern und was ist bei der Zusammenarbeit mit Lektoren zu beachten? Wann ist es sinnvoll, Bücher um eine Virtual und Augmented Reality zu erweitern? Ist Science Publishing eine Veröffentlichungsalternative im Hochschulsektor? Dies sind nur einige der Fragen, auf die Autoren in Leipzig Antworten finden. Neben Experten beteiligen sich Autoren, die bereits Bücher veröffentlicht haben und andere von ihren Erfahrungen profitieren lassen wollen, am Programm. Zudem stellen Autoren sich und ihre Werke auf der Leseinsel Autorengemeinschaftspräsentation in Halle 5 vor.

Leipziger Autorenrunde mit Bestseller-Autor Markus Heitz

Zum siebten Mal in Folge richtet Leander Wattig gemeinsam mit der Leipziger Buchmesse die Leipziger Autorenrunde aus.
Am 23. März können sich Autoren klassischer und neuer Verlage, etablierte und Jungautoren, Self-Publisher, Blogger, Texter und Publizisten von 10:00 bis 17:00 Uhr mit Autoren und Branchenexperten in 54 hochkarätig besetzten Tischgesprächsrunden austauschen. In diesem Jahr hält Fantasy-Bestseller-Autor Markus Heitz (Droemer Knaur) die Keynote. Er berichtet von seinem Weg auf die Bestsellerlisten. Erfolgreiches Publizieren steht auch auf der Agenda der weiteren Referentinnen und Referenten der Leipziger Autorenrunde. Hierzu gehören Experten wie Friederike Diaz, Head of Amazon Publishing DE, Diana Hillebrand, Schriftstellerin und Schreib-Dozentin, Hauke Hückstädt, Leiter Literaturhaus Frankfurt, und Kristine Listau, Verlegerin Verbrecher Verlag, oder Monika Pfundmeier, Autorin und Gewinnerin des Deutschen Selfpublishing Preises 2018. Die Tischrundengespräche drehen sich beispielsweise um Leserbindung dank guter Lesungen, spannendes Schreiben, das „perfekte“ Cover oder die erfolgreiche Suche nach dem „richtigen“ Lektor oder Verlag.

Details zum Programm der Leipziger Autorenrunde erfahren Interessierte hier.

Meet & Greet: Der schnellste Weg zum Buchprojekt

In zehn Minuten zum Buchprojekt? Zum Meet & Greet Speeddating haben Autorinnen und Autoren, Verlage und Literaturagenturen wieder die Gelegenheit, im Rahmen eines Speedmeetings gemeinsam neue Buchprojekte zu planen. Am Sonntag, den 24. März (10.15 Uhr bis 13 Uhr) geht das Meet & Greet Speeddating des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen (BVjA) und der Leipziger Buchmesse in seine fünfte Runde. Autoren konnten sich im Vorfeld der Messe für maximal drei Treffen mit Verlagsvertretern bewerben.

Das vollständige Fachprogramm autoren@leipzig finden Interessierte hier.

Öffnungszeiten und Preise

Die Leipziger Buchmesse in Verbund mit der Manga-Comic-Con öffnet vom 21. bis 24. März täglich von 10 bis 18 Uhr. Tickets gibt es seit dem 5. Dezember im Online-Shop. Früh sein, lohnt sich, denn das spart gegenüber den Tageskarten nicht nur bares Geld, sondern auch Wartezeit in langen Schlangen.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 25. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Julia Lücke/Pressebüro Leipziger Buchmesse

http://www.leipziger-buchmesse.de

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Erste Yoga Conference Dresden: Eine Balance aus Kraft und Weichheit finden

05 Dienstag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Projekte

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Ausflüge in Achtsamkeit, Selbstliebe und weibliche Power auf der Matte

Inhalt und Qualität der Angebote waren sehr unterschiedlich auf der ersten Yoga Conference Dresden. Hier ein Rückblick auf besonders berührende und inspirierende Begegnungen.

„Yoga ist das zur Ruhe bringen der Bewegung im Geist“, steht auf einem kleinen Tischbild im Foyer. Der Geist darf sich zurücklehnen und zuschauen, während wir das tun, wonach uns gerade der Sinn steht. Sehen und auf das hören, was Körper und Seele uns sagen, wenn wir sie gewähren lassen. Dazu luden verschiedene Angebote ein am Wochenende auf der ersten Yoga Conference Dresden.

Der Sonnabend beginnt mit einer Yogastunde zu Selbstliebe mit Ina Bellmann, Yogalehrerin und Initiatorin der ersten Yoga Conferenz Dresden. Es geht um die Verbindung zu uns selbst. Wie wir mit anderen und uns umgehen. Liebe und Anerkennung oft im Außen suchen, statt sie uns selbst zu geben, als sei dies weniger wert. Warum ist das so? Weil unser inneres Selbstbild ein anderes ist als es von außen scheint, wir meinen nicht zu genügen und unser strengster Kritiker sind. Sich das bewusst machen, aus dem Widerstand gehen und sich selbst akzeptieren wie man ist, ist der erste Schritt zur Selbstliebe. Yoga kann dabei helfen, sich selbst (wieder) näher zu kommen und kennenzulernen im Kontakt mit dem Körper. Dazu zeigt uns Ina Bellmann Übungen, die den Brust- und Herzraum öffnen und weiten. Die Arme strecken sich in die Höhe und in Seitbeuge, Körperdrehungen versinnbildlichen die nicht nur geraden Wege im Leben.

Wir legen eine Hand aufs Herz, fühlen hinein und hören zu leiser, meditativer Musik Kraftsätze, was wir alles sein können, wenn wir es nur zulassen: „Frei durchs Leben tanzen und still in uns ruhen“, „Du  bist ein Wunder, umgeben von anderen Wundern“, „alles mit Liebe tun“…

Zu Selbstliebe gehört Geduld, Mitgefühl für sich selbst und Mut zu sich zu stehen, um andere Menschen frei und bedingungslos lieben zu können. Sich mit sich selbst wohlzufühlen und auch den Schatten zu begegnen. „Du bist alles und nichts“, so Ina Bellmann. Das beflügelt und erdet zugleich, macht gelassener.

Teils hatte man aber auch den Eindruck, dass der Begriff Yoga heute für alles mögliche herhalten muss und nicht mehr viel mit der ursprünglichen Bedeutung zu tun hat. Yoga mit Pilatis, kurz Yogilatis mit Maria Lösch, einer Physiotherapeutin, ging für mich gar nicht zusammen. Bei ihr sah es mehr nach Fitnessstudio aus, es lagen lange Rollen und eine Art Surfbretter bereit, auf die man sich mal setzen, mal mit dem Rücken legen und auf und ab gleiten bzw. hin und her rollen sollte, dazu gleichzeitig sich auf den Atem konzentrieren und die Bewegungen mit der Rolle koordinieren. Mehr Stress als Entspannung, wo bleibt da der Spirit des Yoga?! Wer auf Schmerzpunkte im Körper stieß, den beruhigte sie mit: „Das wird irgendwann besser…“ Mir tat hinterher der Rücken weh, während ich vorher keine derartigen Schmerzen hatte.

Es gab außerdem einen Workshop zu Thai Yoga Massage, „Yoga – Lotus Love“ und „Espresso Shot-Yoga“ statt Café, was auch immer dabei geschah.

Achtsamkeits-Yoga – Sich mit seiner Kraft verankern

Hingegen tat mir das anderthalbstündige Yoga „Mindful Flow“, noch einmal mit Yoga-Lehrer Timo Wahl, am Sonnabend nachmittag richtig gut. Der große Raum war wieder voll. Es ging um Achtsamkeit beim Yoga. „Das heißt aber mehr als bloße Aufmerksamkeit, man kann jemanden auch achtsam auf den Kopf schlagen“, sagt er lakonisch. „Sondern es geht um die Qualität, sich bewusst zu werden, was ist jetzt im Moment gut für mich, um sich mit seiner eigenen Kraft  zu verankern, beweglicher und geschmeidiger zu werden.“

Er erklärt sehr akribisch, manchmal einen Tick zu ausführlich und lässig-humorvoll, worauf es ankommt bei achtsamem Yoga. Was es braucht für Selbststabilität. „Wie stark muss ich in die Kraft gehen und wo kann ich loslassen?“ Achtsamkeit drücke sich im Yoga in der Form aus, in Weichheit, Entwicklung, Wachstum. „Also braucht es eine gute Balance aus Beidem, Kraft und Weichheit.“ Es gehe auch darum, sich Widerstände im Körper anzuschauen, wo man ihnen ausweiche. Die Yogapraxis könne auch von Ängsten vor dem Unbekannten, das wir nicht kennen, befreien.

Der Atem wird zum Anker, der uns Halt gibt bei den Übungen, bei denen wir den Raum in und um uns herum ausloten, Begrenzungen wahrnehmen, den Widerstand spüren und den Punkt finden, der zu uns passt, Stabilität gibt und Verspannungen im Körper löst. Was für einen Atem braucht ihr, aktiv oder passiv, kurz oder lang?, fragt Yogalehrer Timo Wahl. Es geht um Anerkennen dessen, was gerade ist. „Wenn wir immer drüber bügeln, spüren wir gar nicht mehr, wann wir Ruhe brauchen. Das zuzulassen, ist eine hohe Kunst.“

Abschließend singt Timo Wahl zur Gitarre ein Lied für uns, sanft, leise und innig klingt diese Berührung durch Töne lange nach, denen wir liegend auf unseren Matten lauschen.

Shakti Yoga – Weck deine innere Göttin und sei  die Frau, die du bist

Ein besonderes Erlebnis war auch das Yoga mit Shakti Dance – eine Reise zur Göttin in jeder Frau, die wir zusammen mit Stine Lethan zum Leben erweckten. Sie ist als Yogalehrerin und Tänzerin in Berlin tätig. Mit viel Freude und Übungen voll weiblicher Power und Sinnlichkeit ging es darum, die Frau zu entdecken, die wir sind hinter den vielen Rollen und Verhaltensmustern, den anerzogenen und erlernten in Familie, Schule, Beruf, Beziehungen, und unser ureigenes Wesen zu erkennen. Das geschieht mit fließenden, kreisenden, kraftvollen, energiegeladenen Bewegungen. Zuerst  verbinden wir uns mit Mutter Erde, indem wir die Hände auf den Schoß legen und tief hinein atmen, die Beine fest auf dem Boden. Wir ver- und entknoten und schütteln die Glieder, Stine feuert uns an, alles abzuschütteln und rauszulassen mit Löwenatem, was wir nicht sind. Wir stellen uns zum „Krieger I und II“ auf, der für die vielen Lebenskämpfe steht. Mal recken wir senkrecht unsere „Kaktusarme“, mal rollen wir unseren Oberkörper ein wie Katzen, mal verschränken wir die Hände wie Adlerflügel vor dem Herz. „Wir müssen den Mut haben, im Dunkeln zu sein, in die Tiefen unseres Herzens schauen und die Tür dahinter zu öffnen“, sagt Stine Lethan. „Wir müssen selber brennen, um Licht in anderen zu entzünden.“ Mit unserem Becken rütteln wir Kundalini wach, die als Symbol für Lebenskraft am unteren Rücken schlängelt, atmen tief und weiten unseren Herzraum. „Gut umrühren!“, sagt Stine, während unsere Hüften intensiv nach beiden Seiten kreisen, der Körperteil, in dem unsere Beziehungen gespeichert sind, weiß sie.         

Begleitet von einem Lied der indischen Göttin Kali, die Zerstörung und Transformation symbolisiert, schütteln wir ab, was wir nicht mehr wollen. Dann tanzen wir übermütig zu kraftvollen Klängen im Raum umher. Jede Frau stellt sich einer anderen gegenüber, betrachtet das Schöne, Verletzliche, sich selbst im anderen und die würdevolle Göttin.
Wir umarmen uns, legen uns mit dem Kopf zur Kreismitte, halten uns an den Händen und spüren die geballte weibliche Kraft, die aus der Gemeinschaft und Miteinander erwächst. Stine Lethan kommt übrigens zu zwei Workshops, mit jeweils zweistündiger, geführter Yoga-Reise zum inneren Wesenskern am 6. April ins Studio Yogarausch nach Leipzig (10 – 12 Uhr, Energetic Detox, 13.30 – 15.30 Uhr Insidebody-Flow).

Hinter mir liegen zwei bewegende und bewegungsreiche Yoga-Tage mit vielen schönen Momenten, von den vielen „herabschauenden Hunden“ und anderen Figuren auf der Matte, unzählige Male ausgeführt, ist mein Körper noch schwindlig, sortiert sich neu. Doch ich fühle mich auch leicht und erfrischt, der Geist ruhig und klar, geerdet. Ich will Yoga ab jetzt stärker in meinen Alltag integrieren, um in meiner Kraft zu bleiben. Inspiration dafür bekam ich genug auf der ersten Yoga Conference Dresden, die hoffentlich eine Fortsetzung findet.

Text + Fotos (lv)

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Erste Yoga Conference Dresden: „Flieg in den Lotusssitz“

02 Samstag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Projekte

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Raus aus dem Kopf, ins Bewegen und Spüren des Körpers. Was passiert in unserem Inneren, an welchen Stellen und was verändert sich hinterher? Das kann jeder erkunden und ausprobieren bei der 1. Yoga Conference Dresden.

Schwebende Leichtigkeit

Opening Class: „Raus aus dem Kopf“, lautete das Motto der Session mit Timo Wahl (Vinyasa Flow), mit der die erste Yoga Conference Dresden am Freitag abend im NH-Hotel am Altmarkt eröffnete. Ein ganzes Wochenende lang lockt für Einsteiger ebenso wie für Fortgeschrittene eine Fülle an Angeboten rund um die indische Weisheitslehre, bei der es darum geht, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. In Workshops und Meditationen werden verschiedene Stilarten vermittelt, ergänzt durch Vorträge zu Ayurveda und Vitalkost. Außerdem erhält jeder Teilnehmer eine helle Stofftasche, auf der Yoga-Stellungen abgebildet sind, gefüllt mit Kostproben und Entspannungsmitteln von Yogatee, Kraftfood, Räucherstäbchen bis zum Yoga-Magazin.

Der Raum ist gut gefüllt zur Eröffnungssession. Wobei deutlich mehr Frauen als Männer ihre Yogamatten ausrollen. Man kann viel über Yoga erzählen, doch man kann es nur selbst erfahren, sagt Timo Wahl. Der 47-Jährige praktiziert seit 25 Jahren Yoga, ist Buddhist und einer der bekanntesten Lehrer deutschlandweit mit seinem Studio in Frankfurt/Main. Man kann sich einer Sache auch mit Humor ernsthaft widmen, lautet seine Devise. Manches hört sich kinderleicht an, ist es aber beim Tun nicht, wie einfach darauf vertrauen, dass die eine Hand einen schon trägt, während man halb gebückt auf einem Bein stehend das andere nach hinten hoch streckt. Das war recht wackelig. Den Sonnengruß, Baum und Kerze habe ich eine Weile zugegeben nicht ausgeführt. Alles schöne, sanfte Gleichgewichts-Übungen.

Beim Yoga geht es auch gar nicht darum, eine Leistung abzuliefern. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, keine Bewertung. „Es kommt nicht darauf an, möglichst schön und perfekt die Übungen auszuführen, sondern sich selbst mit seinem Körper zu spüren“, so Timo Wahl. Egal auch, wie lange oder wie hoch der Nachbar eine Figur hält, ob man ihn übertrifft oder nicht. „Man ist ohnehin nur synchron mit seinem eigenen Atem und sich selbst.“ Wichtig sei die Präsenz im Moment,  wahrnehmen, aufnehmen, annehmen. Was in einem ist und den Raum um uns herum. Das tun, was einem gerade gut tut und sich gut anfühlt. Das zu hören, entspannt schon sehr.

„Wie weit die Füße tragen und wie tief man sich hineinbegibt ins Yoga, bestimmt jeder selbst“, sagt Yoga-Lehrer Timo Wahl. Wir recken, strecken und dehnen uns, heben und senken Arme und Beine, gehen in den herabschauenden Hund, gleiten auf den Boden, richten uns wieder auf, gehen in die Position des Kriegers mit ausgestreckten Armen, bewegen uns mal mit offenen und geschlossenen Augen und versuchen dabei noch zu lächeln. Atmen ein und aus, tief in den Bauch bis der Atem weich und ruhig ist, legen eine Hand, mit der wir jemanden streicheln würden auf den Bauch und die andere Hand auf das pochende Herz. Umfassen auf dem Bauch liegend mit den Händen die Füße in Rückbeuge. Abwechselnd an- und entspannen heißt es auch für Po und Beckenboden.

Durch das mehrmalige Wiederholen der Übungen gehorcht der Körper bald von selbst, wird der Kopf immer freier, kommen wir immer mehr bei uns an. Können die Schultern locker und den Kopf buchstäblich hängen lassen, im positiven Sinne. Auf dem Rücken liegend schließlich alles loslassen, nichts mehr tun, einfach nur sein. Eine tief beglückende, lebendige Stille, die einen selbst und zugleich alle anderen im Raum ergreift und verbindet. „Flieg in den Lotussitz“, ruft Timo Wahl nach der Abschlussübung mit humorvoller Leichtigkeit.

Die Yoga Conference dauert noch bis 3. März.
Anmelden dafür kann man sich online unter http://www.yogaconferencedresden.com/tickets

Text + Fotos (lv)


Schwebende Leichtigkeit. Installation am Treppenaufgang im Hotel, wie geschaffen für die Yoga Conference.

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Namaste! Erste Yoga Conference Dresden

28 Donnerstag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Projekte

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Anmut & Power: Yoga beim Palais Sommer in Dresden


Yoga macht glücklich: Ina Bellmann, die Initiatorin der 1. Yoga Conference Dresden

Dresden sagt Namaste!

Im März dreht sich bei der ersten Yoga Conference Dresden alles um mehr Balance im Alltag.

Premiere in Elbflorenz: Vom 1. bis 3. März findet die erste Yoga Conference Dresden statt. Ein ganzes Wochenende dreht sich dann alles um Yoga, Meditation, Gesundheit, Ernährung und Glückseligkeit. In 46 Workshops und Vorträgen teilen deutschlandweit bekannte Yogagrößen ihr Wissen ebenso wie regionale Lehrer. Die Yoga Conference Dresden richtet sich dabei an Anfänger ebenso wie an Profis. Schon jetzt gibt es zahlreiche Anmeldungen aus ganz Deutschland.

Chakren und Faszien Yoga, Meditation, Ayurveda, Vitalkost und vieles mehr – neben verschiedenen Yogastilen werden auch Meditation, Anatomie, Glück, Selbstliebe und gesunde Ernährung thematisiert. Die Teilnehmer können dabei frei wählen, an welchen Programmpunkten sie teilnehmen möchten. „In einer Welt des ‚Höher. Schneller. Weiter‘-Prinzips suchen immer mehr Menschen Ausgleich und Entlastung. Alle, die sich für einen gesunden Lebensstil und mehr Balance im Leben interessieren, werden an diesem Wochenende fündig. Egal, ob Einsteiger oder Fortgeschrittener, Hobby-Yogi, Yogalehrer, Therapeut: Alle werden ihr Wissen vertiefen und die eigene Yogapraxis erweitern“, verrät Ina Bellmann (35), die die Yoga Conference ins Leben gerufen hat.

Für die Gründerin der Yoga Conference dreht sich mittlerweile alles um Yoga: 13 Jahre lang war sie Marketing- und Eventmanagerin. „Dann absolvierte ich nebenbei die Ausbildung zur Yogalehrerin und das hat mein ganzes Leben und Denken verändert“, so Bellmann. Um eine Veranstaltung dieser Art zu erleben, musste man bisher weit reisen – Hamburg, Frankfurt oder München zum Beispiel. „In Dresden gab es zwar einzelne Wochenendworkshops mit einem Lehrer, aber nie eine Auswahl aus verschiedenen Workshops. Irgendwann habe ich mich gefragt, wieso denn keiner so etwas bei uns veranstaltet, denn das Interesse daran ist groß. Also habe ich mir gesagt: Ich bin erfolgreich mit Events und Yoga, also kreiere ich einfach selbst das Event, das unserer Stadt fehlt. So entstand vor rund einem Jahr das Konzept der Yoga Conference Dresden“, berichtet Ina Bellmann.

Die erste Yoga Conference Dresden findet nun vom 1. bis 3. März im NH-Hotel am Altmarkt statt. Das Programm ist vielversprechend und vielseitig: Deutschlandweit bekannte Yogagrößen wie Timo Wahl, Stine Lethan, Martin Schultka, Irina und Valentin Alex sowie Christina Lobe unterrichten ebenso wie regionale Lehrer. Unter ihnen auch die Yogis der ersten Stunde aus Dresden, wie zum Beispiel Cornelia Groß von Medita. An zweieinhalb Tagen werden 46 verschiedene Workshops angeboten, bis zu sechs Kurse täglich können die Teilnehmer besuchen. In den Pausen erwartet die Teilnehmer ein breites Spektrum an flankierenden Produkten auf dem Yoga-Markt präsentiert von nachhaltigen Partnern. „Die Nachfrage ist groß, wir haben bereits zahlreiche Anmeldungen aus ganz Deutschland“, verrät die Initiatorin der ersten Yoga Conference Dresden.

Weitere Informationen zum Event sowie Tickets gibt es auf der Webseite www.yogaconferencedresden.com

Text: meeco Communication Services GmbH
Fotos: Ina Bellmann

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Leipziger Buchmesse: „Zwischenstopp Dresden. Generation 89 – Literatur in Ausnahmezuständen“

22 Freitag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Musik, Projekte

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Literatur unterwegs

Auf ihrem Weg von Prag nach Leipzig legen zehn Autorinnen und Autoren einen Zwischenstopp ein. Das deutsch-tschechische Literatur-Treffen findet am 19. März, ab 18 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof statt, wo einst die Züge der Ausreisewilligen aus der DDR nach Prag hielten.

3.600 inspirierende Begegnungen mit Autoren und ihren Werken – Leipzig liest lädt ein zu literarischen Entdeckungsreisen, scharfsinnigen Analysen und spannender Unterhaltung im Rahmen der Buchmesse (vom 21. bis 24. März).

Schriftsteller? Den Beruf gibt es nicht. Das behauptet zumindest der Sachbearbeiter des Arbeitsamts gegenüber dem hilfesuchenden Schriftsteller im neuen Roman „Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück“ von Tomer Gardi. Dass es diesen Beruf gibt und wie fantastisch sowie inspirierend er ist, beweist nicht nur der Protagonist des Romans. Das zeigen vom 21. bis 24. März auch eindrücklich die 3.400 Mitwirkenden von Europas größtem Lesefest Leipzig liest in 3.600 Veranstaltungen an 500 Orten auf dem Leipziger Messegelände sowie in der Stadt Leipzig. Vier Tage lang stehen sie stellvertretend für die lebendige internationale Literaturszene auf den Leipziger Bühnen und bieten literarische Entdeckungen, spannende Debatten zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und gute Unterhaltung.

„Ahoj Leipzig! Gastland Tschechien stellt Programm zur Leipziger Buchmesse vor

Auf der gestrigen Pressekonferenz zur Leipziger Buchmesse hat Martin Krafl, Koordinator des tschechischen Gastlandauftritts, das Buchmesseprogramm vorgestellt. Die tschechische Republik ist in Leipzig mit 70 Neuerscheinungen und 55 Autorinnen und Autoren vertreten, die dafür vom Dramaturgischen Rat ausgewählt worden sind:

Michal Alvaz, Džian Baban, Bianca Bellová, Petr Borkovec, Eugen Brikcius, David Böhm, Tereza Boučková, Dora Čechova, Radka Denemarková, Milan Děžinský, David Drábek, Sylva Fischerová, Radek Fridrich, Renáta Fučíková,Zuzana Fuksová, Thomás Glanc, Arnošt Goldflam, Jiří Grus, Jiří Hájíček, Viktorie Hanišová, Petr  Hruška, Jaromír 99,Dora Kaprálová, Pavel Kohout, Stanislav Komárek, Jiří H. Krchovský, Lucie Lomová, Radek Malý, Vratislav Maňák,Vojtěch Mašek, Galina Miklínová, Marka Míková, Jan Němec, Jan Novák, Iva Pekárková, Markéta Pilátová,   Jiří Přibáň, Iva Procházková, Martin Reiner, Sylvie Richterová, Jaroslav Rudiš, Tomáš Sedláček, Tereza Semotamová,Marek Šindelka, Petr Sís, Matěj Spurný, Petr Stančík, Marek Toman, Jáchym Topol, Kateřina Tučková, Jaromír Typlt, Petr Váša, Martin Vopěnka, Davis Zábransky, Petr Zelenka.

Auf mehr als 130 Veranstaltungen, im Messegelände und in der Leipziger Innenstadt, wird tschechische Literatur zu erleben sein: auf dem Messegelände insbesondere am tschechischen Nationalstand in Halle 4, D 401, der mit einem Veranstaltungsforum versehen ist. Comics, Kinder- und Jugendliteratur werden in Halle 2, H 301 vorgestellt. Darüber hinaus finden tschechische Veranstaltungen im Café Europa, im Forum OstSüdOst und im Forum International statt sowie auf mehreren namhaften Medienpodien, darunter das Blaue Sofa, die LVZ-Autoren-Arena und der ARTE-Stand. An den Messeabenden treten tschechische Literaten an über zehn verschiedenen Orten in der Leipziger Innenstadt auf wie dem Café und Club Telegraph, der Diskothek des Schauspiels Leipzig, der Schaubühne Lindenfels, dem UT Connewitz, der Stadtbibliothek und der Galerie KUB.

Im Mittelpunkt der Lesungen und Diskussionen stehen Themen wie die deutsch-tschechischen Beziehungen, tschechische Literatur im deutschsprachigen Raum, Brexit und die Krise Europas, die Perspektiven der jüngeren Autorengeneration oder die literarische Verarbeitung der Entwicklung nach 1989. Gleich beim Eintritt in die Messe-Glashalle wird die Revolution von 89 als zentraler Bezugspunkt des tschechischen Auftritts unübersehbar sein, indem die Besucher dort auf die Skulptur „Quo Vadis“ des Künstlers David Černý treffen: einen Trabi auf vier Beinen. Die Skulptur, die auch im Garten der Deutschen Botschaft in Prag sowie im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig steht, erinnert an die Grenzöffnung und Ausreise der Botschaftsflüchtlinge aus Prag.

Buchmessedirektor Oliver Zille stellt heraus: „Das Programm unseres diesjährigen Gastlandes ist einzigartig. Die Eingliederung des Gastlandauftrittes in das gesamte Tschechische Kulturjahr, 70 neue Übersetzungen für den deutschen Markt und mehr als 130 Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse sorgen schon jetzt für Aufmerksamkeit in der Buchbranche. Ich bin mir sicher, dass unsere Leser großartige Entdeckungen machen und unseren Nachbarn in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken werden. Für dieses Engagement möchte ich den Organisatoren des Gastlandes danken.“

Projektkoordinator Martin Krafl unterstrich: „Ich würde mich freuen, wenn der tschechische Gastlandauftritt in Leipzig und unser Kulturjahr die tschechische Literatur und Kultur im deutschsprachigen Raum dauerhaft präsent halten würden und die SchriftstellerInnen und KünsterInnen unserer beiden Länder im Dialog blieben. Dies ist wichtig für unsere Nachbarschaft, welche auf Nähe und dem gegenseitigen Kennenlernen beruht.“

Literarischer Auftakt in Dresden und Leipzig

Bereits am 19. März findet der tschechische Auftakt in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden statt, wo zehn Autorinnen und Autoren auf ihrem Weg von Prag zur Leipziger Buchmesse einen Zwischenstopp einlegen: „Zwischenstopp Dresden. Generation 89 – Literatur in Ausnahmezuständen“, heißt das deutsch-tschechische Autorentreffen ab 18 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof, veranstaltet gemeinsam u.a. mit Euroregion Elbe/Labe, der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek, dem Festival „Literatur Jetzt!“ und dem Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025. Erwartet werden Martin Becker, Radka Denemarková, Julia Schoch und Jáchym Topol sowie Jaroslav Rudiš mit der Kafka Band. Außerdem wird dort um 15.30 Uhr die Ausstellung „Die Botschaftsflüchtlinge auf ihrer Fahrt von Prag nach Hof“ eröffnet. Mit dem Hauptbahnhof als Austragungsort für dieses Autorentreffen soll an den dortigen Ausnahmezustand rund um den 3. und 4. Oktober 1989 erinnert werden. Die Autorinnen und Autoren diskutieren darüber, was diese Ereignisse von vor 30 Jahren für sie heute aus tschechischer und deutscher Perspektive bedeuten.

Auch in Leipzig wird es bereits am Vorabend der Buchmesse-Eröffnung einen tschechischen Auftakt geben: Im Haus des Buches eröffnet die Ausstellung „Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel“ mit Pavel Kohout und seiner Tochter Tereza Boučková. Zeitzeugnisse wie Briefe, Fotografien, Zeitungen und Bücher erzählen davon, wie die Politik das persönliche Schicksal des tschechisch-österreichischen Schriftstellers Pavel Kohout bestimmte und sein Leben als Entscheidung gegen die Ideologie und für die Freiheit prägte.

Eröffnung mit Filmpremiere „Orangentage“ und Kafka-Band

Zur Eröffnung des tschechischen Buchmesse-Programms am 20. März feiert der Kinder- und Jugendfilm „Orangentage“, eine tschechisch-deutsch-slowakische Koproduktion (Regie: Ivan Pokorný), im Regina-Palast in Leipzig Premiere: eine Teenagergeschichte über die erste Liebe und das Erwachsenwerden nach dem gleichnamigen preisgekrönten Roman von Iva Procházková. Die Autorin wird ihr Buch auf der Leipziger Buchmesse u.a. in Halle 2, am tschechischen Kinderforum vorstellen. Am 30. Mai wird barnsteiner-film „Orangentage“ in die deutschen Kinos bringen.

Am Abend des 20. März, ab 21 Uhr, beginnt der musikalische Auftakt: Jaroslav Rudiš und die Kultgruppe Kafka Bandtreten in der Schaubühne Lindenfels auf. Neben Jaroslav Rudiš gehört der Zeichner und Musiker Jaromír 99 zur Band, beide wurden in Deutschland durch ihre Graphic Novel „Alois Nebel“ und deren Verfilmung bekannt. Die Kafka Band schöpft ihre Inspiration aus der Literatur Franz Kafkas und verwandelt sie in Klang und Rhythmus. Nach ihrem Album „Das Schloss“ hat die Band jüngst Kafkas Roman „Amerika“ in zwölf Songs musikalisch umgesetzt.

Tschechische Thementage auf dem Messegelände

An den Buchmessetagen, 21. bis 24. März, wird der Gastland-Auftritt auf dem Messegelände am tschechischen Nationalstand jeden Tag unter ein bestimmtes Thema gestellt, das ein prominenter Pate vertritt. Die Paten und ihre Werke werden täglich um 10 Uhr vorgestellt. Darauf gibt es wechselnde Lesungen aus den tschechischen Neuerscheinungen, und um 14 Uhr findet eine Debatte zum Tagesthema statt. Gegen 17 Uhr endet der Messetag mit einer Performance von Zuzana Fuksová, die Rückblicke auf die Highlights des Tages gibt.

Die tschechischen Tagesthemen:

Messedonnerstag: „Literatur im Ausnahmezustand“ mit Patin Radka Denemarková, die vielfach preisgekrönte und europaweit bekannte Autorin, deren neues Buch „Ein Beitrag zur Geschichte der Freude“ kürzlich erschienen ist.

Messefreitag: „In der neuen Welt – Generation 89“ mit Pate Jaroslav Rudiš, international bekannter Autor, dessen jüngstes Buch „Winterbergs letzte Reise“ auf der Shortlist in der Kategorie Belletristik des Leipziger Buchpreises steht

Messesamstag: „Krisenzeiten? – Europa heute“ mit Pate Jiří Přibáň, der in England lehrende, international renommierte Jurist und Soziologe

Messesonntag: „Literatur der Beunruhigung“ mit Pate Tomáš Glanc, namhafter Osteuropaexperte, Kulturwissenschaftler und Slawist.

Auch das tschechische Kinderforum in Halle II wird von Paten betreut: der Autorin Iva Procházková, die mit ihrem Buch „Orangentage“ über die Grenzen hinweg bekannt ist, und Petr Sís, der weltweit anerkannte tschechische Buchautor, Maler und Regisseur.

Höhepunkte des tschechischen Messeprogramms:

21.3.: Nationalstand, 10 Uhr, Radká Denemarkova über ihr neues Buch „Ein Beitrag zur Geschichte der Freude“; 12 Uhr, feierliche Eröffnung des tschechischen Nationalstandes unter Anwesenheit des Kulturministers der Tschechischen Republik; 14 Uhr: Jáchym Topol und Radka Denemarková über ihr Leben als Schriftsteller; Kinderforum, 16 Uhr: Gespräch über den tschechischen Comic heute; 17 Uhr Tages-Rückblick

22.3.: Nationalstand, 10 Uhr Jaroslav Rudiš über sein neues Buch „Winterbergs letzte Reise“; Kinderforum: „Kafkas Prag“ mit Renáta Fučíková und Radek Malý; Café Europa, 13 Uhr: „Am Ende – Europa! Die Bedeutung Europas für Polen, Ungarn und Tschechien; Kinderforum, 13 Uhr: Petr Sís, „Zurück in die Kindheit“; Forum OstSüdOst,14 Uhr: „Das Scheitern des Staatssozialismus“, Gründe und Folgen; Forum International, 17 Uhr: Iva Pekárková und Jan Novak über tschechisch-amerikanische Erfahrungen; Nationalstand, 17 Uhr, Tages-Rückblick

23.3.: Nationalstand, 10 Uhr: Jiří Přibáň, Krisenzeiten? – Europa heute. Welche Möglichkeiten hat Europa, aus der Krise gestärkt herauszukommen?; Nationalstand, 14 Uhr: Iva Pekárková und Jiří Přibáň: „Brexit. Zwei tschechische Schicksale im Vereinigten Königreich“; Café Europa, 14 Uhr: „Die Sezession: Tschechien und Slowakei“ mit Radka Denemarková, Tomáš Kafka, Irena Brežná; Leseinsel Junge Verlage, 15:30 Uhr: Jaromír Typlt stellt Lyrik aus Tschechien vor; Kinderforum, 16 Uhr: Lucie Lomová, tschechische Comic-Künstlerin, gibt einen Workshop über „Goldene tschechische Märchen“; Nationalstand 17:30 Uhr, Tages-Rückblick

24.3., Nationalstand, 10 Uhr: Tomáš Glanc über „Literatur der Beunruhigung“; Kinderforum, 11 Uhr: Iva Procházková präsentiert ihr Buch „Orangentage“; Nationalstand, 14 Uhr: „Wie politisch kann und soll die Kunst sein?“ mit dem Slawisten Tomáš Glanc, dem Ökonomen Tomáš Sedláček und dem Historiker Matěj Spurný; Nationalstand, 15:30 Uhr: Get together, Zusammentreffen der AutorInnen und LeserInnen.

Tschechische Autorinnen und Autoren werden darüber hinaus auf den großen Veranstaltungsforen und in den Medien zu erleben sein, darunter:

Blaues Sofa: Pavel Kohout gemeinsam mit Jaroslav Rudiš (21.3.), Jáchym Topol (22.3.) und Radka Denemarková (24.3.), jeweils 11 Uhr

Arte-Stand: Tereza Semotamová (21.3.), Radka Denemarková (22.3.) und Kateřina Tučková (23.3.), jeweils 14 Uhr

LVZ-Autoren-Arena: Pavel Kohout (21.3., 13 Uhr), Radka Denemarková (23.3., 13 Uhr) und Jaroslav Rudiš (24.3., 11 Uhr)

3sat Kulturzeit-Forum: Jiří Hájícek (22.3., 15 Uhr).

Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen, Filme und Musik in der Leipziger Innenstadt

An den Messeabenden in der Leipziger Innenstadt wird tschechische Literatur und Kultur an mehr als zehn verschiedenen Orten vorgestellt, flankiert durch Ausstellungen, filmische und musikalische Darbietungen.

Tschechische Programmhöhepunkte in Leipzigs Innenstadt:

21.3.: Stadtbibliothek, 17 Uhr, Jáchym Topol: „Literatur in der Ausnahmesituation“; Galerie KUB, 18.30 Uhr, Jaromír 99 und Jan Novák: „Tschechenkrieg“. Die neueste Graphic Novel des Autorenduos mit Lesung und Musik; Schaubühne Lindenfels, 19 Uhr: Reihe Drama Panorama mit neuen politischen Stücken aus Tschechien

22.3.: Neues Rathaus, Ratsplenarsaal, 15 Uhr: Präsentation der Gesamtausgabe des Werks von Jiří Gruša; Galerie KUB, 18.30 Uhr, Petr Stančík und Petr Janeček: „Der Sprungfedermann“, ein Mann mit Stahlfedern an den Schuhen wird Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg; 19:45 Uhr, Petr Borkovec und Kateřina Tučková: Generation 89, ein Gespräch über die Entwicklung der tschechischen Gesellschaft und Kultur seit 1989; Schaubühne Lindenfels, 20 Uhr, Bohemska. Lange Nacht der tschechischen Literatur mit Lesungen, Film und Musik; Café Telegraph, 21 Uhr, „Tabus der tschechischen Gesellschaft“ und Erfahrungen zweier totalitärer Regime; Galerie KUB, 21:30 Uhr: Lucie Lomová und Jiří Grus, Tschechischer Comic heute; UT Connewitz, 21:30 Uhr, Dora Kaprálová und David Zábranský zum Thema „Tschechen in Deutschland“. Was bedeutet Deutschland für sie?

23.3.: Telegraph-Club, 18:30 Uhr: Tschechische Literatur im deutschsprachigen Raum mit den Übersetzerinnen und Übersetzern Mirko Kraetsch, Eva Profousová, Katrin Janka, Bernhard Borovansky; Café Telegraph, 18:30 Uhr, Marek Šindelka und Jan Němec: Ein Gespräch über die zeitgenössische tschechische literarische Szene und ihre Themen; Baumwollspinnerei 19 Uhr, Halle 10 G: VERSschmuggel, Kunst aus Leipzig begegnet frischen Gedichten aus Tschechien und Deutschland. Für die Lesung in Leipzig haben fünf Künstler Gedichte multimedial übersetzt; Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, 19 Uhr: „Die Dämonen des Kapitals“, Tomáš Sedláček. Vortrag des Bestsellerautors und Chefökonomen der größten tschechischen Bank

Die Ausstellungen zum Gastland-Auftritt:

Stadtbibliothek Leipzig zeigt „12 WORLDS – 12 zeitgenössische Kinderbuch-IllustratorInnen“ (19.1.-13.4.) sowie die Fotoausstellung von Karel Cudlín, „Gesichter der tschechischen Literatur“ mit Porträts tschechischer zeitgenössischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller (18.3.-22.6.)

Deutsches Buch- und Schriftmuseum lenkt den Blick auf tschechische Avantgardekunst „ZIRKUS in der Druckerei“ – Tschechische Avantgardebuchkunst (6.2.-11.8.)

Haus des Buches: Foto-Ausstellung „Pavel Kohout – Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel“ (20.3.- 24.4.)

Rathaus Leipzig: „Jiří Gruša – Schriftsteller und Diplomat – Ein Leben in der Freiheit des Wortes“ (22.3.) und VHS Leipzig (25.3.-31.5.)

Galerie KUB: „Währenddessen an einem anderen Ort. Ein Jahrhundert des tschechischen Comics“(15.3.-13.4.).

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 wird veranstaltet vom Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Mährischen Landesbibliothek sowie der Leipziger Buchmesse, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, der Partnerstädte Leipzig und Brünn, der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Goethe Instituts Prag sowie weiterer Partnerinstitutionen

Weiterführende Informationen

Das vollständige Programm sowie Informationen zu Autorinnen und Autoren: www.ahojleipzig2019.de

Das Partner-Programm des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds zur Buchmesse: http://fondbudoucnosti.cz/de/leipzig/

Text: Susanne Meierhenrich/Pressebüro Leipziger Buchmesse

http://www.leipziger-buchmesse.de

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Auf Entdeckungsreise im Lügenmuseum Radebeul

21 Donnerstag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Poesie, Projekte

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Kinder entdecken das Lügenmuseum, während einer Sonderschau: „Der Wegwerfgesellschaft auf der Spur“ mit Kunstobjekten aus Recyclingmaterialien.
Foto: André Wirsig

Fabelhafte Wunderwelt

Auf Entdeckungsreise könne kleine und große Besucher während der Winterferien sogar täglich im Lügenmuseum Radebeul gehen. Die Aktion mit Rundgang durch die zwölf Räume inklusive Lügentee dauert bis 3. Februar.

Niemand hat die Absicht, ein Museum zu eröffnen.
Das Lügenmuseum existiert.
Wenn es keine Lüge ist, ist es ein real existierendes Museum.
Freilich weiß keiner so genau, worum es eigentlich geht.
Werden da Lügen ausgestellt?
Es geht wohl eher darum, Nichts zu vermitteln. Es könnte auch Nichtsmuseum heißen, denn Niemand hat die Absicht, ein Museum zu eröffnen. Das Nichts wiederum ist ein Kriterium zeitgenössischer Kunst, siehe John Cage. Und alles ist ersetzbar, nur Überflüssiges nicht.

Es handelt sich um ein Künstlermuseum. Ob das klar wird oder auch nicht, spielt hier keine Rolle. Künstler konstruieren andere Museen: Maschinen zur Belustigung, anarchische Apparate im ironischen Leerlauf. Sie können die sanfte Berührung der Poesie am starren Reglement des Museumswesens vorbei schlüpfen lassen. Und so verweist der poetische Lügner auf die Ursprünge der Poesie, und dies gehört zu seiner Raffinesse.

Wenn man im Lügenmuseum lügt, spricht man dann die Wahrheit?
Besucher erhalten eine Einführung, einen Lügentee, einen Rundgang durch zwölf Räume. Entführt werden sie in eine fabelhafte Welt, die an Wunderkammern oder Kuriositätenkabinette anknüpfen.
Man muss es eben gesehen haben, es ist amüsant, zweifelsohne unterhaltsam, empfehlenswert für Familien und auch für Leute, die sonst nicht unbedingt in Museen gehen.

Das Leben ohne Lügenmuseum ist möglich, aber sinnlos.
Richard v. Gigantikow

Text: Reinhard Zabka
Handy 0176 – 99 02 56 52
Lügenmuseum, Kötzschenbrodaer Strasse 39, 10445 Radebeul
Geöffnet: Winterferien täglich 13-18 Uhr, Samstag und Sonntag, in den Ferien und an Feiertagen 13 – 18 Uhr

http://www.luegenmuseum.de info@luegenmuseum.de

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Erich Kästner Museumsfestival: Elektropolis – Die Arbeitswelt von morgen & Die Konferenz der Tiere als Mitmach-Musical

21 Donnerstag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Projekte

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Motto des Festivals: „Von Vielfalt und Neuer Sachlichkeit“

In diesem Jahr feiern wir den 120. Geburtstag des weltbekannten Dresdner Schriftstellers Erich Kästner und den 20. Geburtstag unseres mobilen interaktiven micromuseum®. Der Förderverein für das ERICH KÄSTNER MUSEUM/Dresdner Literaturbüro e.V. laden zum Ersten Kapitel „Telegramm an alle Welt“* (Aus: Die Konferenz der Tiere, 1949) des Erich Kästner Museumsfestivals 2019 vom 21. bis 24. Februar ein.

Zur Eröffnung las die Autorin Freya Klier am Donnerstagabend aus ihrem Buch „Dresden 1919. Die Geburt einer neuen Epoche“ am 19. Februar im Literaturhaus Villa Augustin, in dem sich auch das Kästner-Museum am Albertplatz befindet. „Die Vergangenheit ragt ins Heute hinein. Auch jene, die hundert Jahre zurückliegt.“ (Feya Klier)

Freya Klier, geb. 1950 in Dresden, arbeitete als Schauspielerin und Theater-regisseurin, 1980 war sie Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung. 1988 wurde sie zusammen mit anderen Bürgerrechtlern verhaftet und unfreiwillig ausgebürgert; seitdem arbeitet sie als Dokumentarfilmerin und Autorin. Freya Klier hat viele Preise und Ehrungen erhalten, u.a. das Bundesverdienstkreuz (2012). 2016 wurde ihr der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis in der Frankfurter Paulskirche überreicht.

 „Humanismus? Weltbürgertum? Liberale Demokratie? Bauhaus? Neuer Populismus? Neue Heimat? Neuer Mensch? Diese Fragen bewegten Erich Kästner, Jahrgang 1899. Er wurde Zeuge und Handelnder in einem Jahrhundert voller Kontinuitätsbrüche und Gewalt, Neuanfänge und technischer Fortschritte. Wo stehen wir, die Erben von 1919, 1949 und 1989 heute? Welche Wirklichkeiten bestimmen unsere Haltung?

Weitere Veranstaltungen

Freitag, 22.2., 19 Uhr
„Elektropolis Die Arbeitswelt von morgen“

Offene Podiumsdiskussion zum Thema Arbeit und Digitalisierung mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Kunst

Sonnabend, 23.2., 15 Uhr
„Die Konferenz der Tiere/Doubutsu-kaigi“ – Mitmach-Musical von Moco Matsumoto (Tokio): Familienprogramm mit Performance, Gesangsworkshop und Maskenbau
(die Teilnahme ist kostenfrei, Voranmeldung erforderlich)

Sonntag, 24.2., 11 Uhr
„Die Konferenz der Tiere“
Videokonferenz und gemeinsames Singen mit Liveschaltung nach Tokio
(Voranmeldung erforderlich)

Sonntag, 25.2., 15 Uhr
„Emil und die Detektive“

Familien-Parcours im Erich Kästner Viertel mit Emil Tischbein und Fräulein Blümchen

Das Festival wird vom 14.-20. März mit dem Zweiten Kapitel „Der synthetische Mensch“ fortgesetzt, vom 4.-7. April folgt mit „Lassen Sie sich nichts weismachen!“ das Dritte Kapitel.

Text: Andrea 0`Brien/Literaturhaus Dresden

http://www.erich-kaestner-mueum.de
http://www.literaturhaus-dresden.de

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Szene-Künstler René Turrek bemalte Möbel im Kempinski für guten Zweck

31 Donnerstag Jan 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

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Grenzgänger zwischen klassischer und moderner Kunst: der Urban-art-Künstler René Turrek hat bereits rund um den Globus seine Handschrift hinterlassen.
Foto: René Turrek

Tischlein deck dich mit besonderem Farbenspiel

Live in der Lobby des Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden: Anlässlich der 4. Küchenparty im Kastenmeiers bemalte der international bekannte Künstler Rene Turrek am 25. Januar einen Tisch aus dem Inventar des Restaurants Intermezzo.
Turrek nutzt für seine Arbeit seinen einzigartigen Effektlack, der erst bei Berührung ein außergewöhnliches Farbenspiel zeigt. Dafür bezog der Graffiti-Künstler sein temporäres Atelier im Empfangsbereich.

Der fertige Tisch war der Hauptgewinn im Rahmen der Küchenparty im Kastenmeiers bei der Tombola. Mit den Einnahmen der Verlosung werden die Vereine Aufwind Kinder- und Jugendfonds Dresden e.V. und Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. unterstützt. Im Ehrenhof des Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden präsentiert der Künstler gleichzeitig seinen neusten Art-Car in typischer Turrek-Lackierung.

Über das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden:

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden ist ein klassisch europäisches Grandhotel. Im 18. Jahrhundert vom sächsischen Kurfürsten August „dem Starken“ für seine Geliebte Anna Constantia Gräfin von Cosel erbaut und 1995 originalgetreu wiedererrichtet, verbindet das Hotel Taschenbergpalais Kempinski barocken Stil mit zeitgenössischer Eleganz. Gelegen vis-à-vis Dresdens berühmtester Sehenswürdigkeiten wie Semperoper, Zwinger und Grünem Gewölbe, verfügt das Taschenbergpalais über 213 elegante Zimmer, davon 31 großzügige Suiten. Für das leibliche Wohlbefinden sorgen das Café Vestibül, das Restaurant Intermezzo und das Palais Bistro mit je einer Terrasse. In der vielfach ausgezeichneten Karl May Bar schätzen Kenner die bemerkenswert große Auswahl an Whiskys. Entspannung für Körper und Seele verspricht der Wellnessbereich auf 350 Quadratmeter. 10 Veranstaltungsräume ergänzen das Angebot und machen das Haus auch für Geschäftsreisende zu einem einzigartigen Erlebnis. Der 800 Quadratmeter große Innenhof bietet im Sommer das ideale Ambiente für Events oder Dinner und im Winter Eislaufvergnügen auf der eigenen Eisbahn.

Über Rene Turrek:

Urban Art-Künstler. Designer. Entwickler neuer Techniken, Veredelungen und Special Effects. Grenzgänger. Art-Pionier. Tüftler. Perfektionist mit Laissezfaire. Freidenker. Lifeartist. Quermaler: All das ist Rene Turrek. Ob am Ocean Drive in Miami oder im Empire State Building, auf Marco Reus` Kopfhörern oder Sneakers von US-Stars, ob Porträts von Adriana Lima, Gigi Hadid, Dwayne „The Rock“ Johnson, Paul Walker, Mark Forster oder Robin Schulz, ob Luxusautos, die sein einzigartiges Artwork tragen (darunter auch in Kooperation mit Kim Kardashian) oder Lacke, die ihre Farbe bei Kontakt mit Wasser ändern oder im Takt der Musik leuchten – Rene Turrek ist ein Mastermind und hat rund um den Globus seine Handschrift hinterlassen. Der Osnabrücker ist kunstmäßig in der weiten Welt zuhause. Eigene Ausstellungen in Galerien. Gebuchter Live-Act. Gast und Künstler der Art Basel. Testimonial von Snipes und VOLVO . Artist der größten Stars der Welt.

Text: Hotel Taschenbergpalais Kempinski

http://reneturrek.com/
http://www.kempinski.com/dresden

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen
  • Premiere "Die Troerinnen" im projekttheater
  • Heusers Büchertheke - Lesung aus Juli Zehs Roman "Unterleuten"
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul
  • Ausstellung "Mit allen Sinnen" von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros
  • Premiere "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch im Kleinen Haus
  • Premiere "Das Ding - die Friedrichstadt-Revue" im Dresdner Friedrichstatt Palast
  • Musiksommer Bärenstein: Drei Ausstellungseröffnungen an einem Tag

Aktuelle Beiträge

  • Neue Katzen-Lyrik: Im Lichtzimmer
  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung

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