
Das Schachspiel und Otto-Humor
Beim Großenhainer Kultur-Sommer trifft jugendliche Kleinkunst auf Oldies alter Herren.
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06 Donnerstag Aug 2020

01 Samstag Aug 2020
Bücher brauchen Leser. Schriftsteller kommen gern zu Lesungen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, Anregungen und Feedback zu erhalten. Dazu öffnet das Literaturhaus Dresden in der Villa Augustin am Albertplatz nach der corona-bedingten Pause bald wieder seine Türen.
13.8. Michal Hvorecký – „Troll“
Themenreihe „Tatsächlich? Fantastisch!“ (mit Unterstützung der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank)
26.8. Mirko Bonné – „Die Widerspenstigkeit“ (ebenfalls innerhalb der Themenreihe „Tatsächlich? Fantastisch!“)
2.9. Michael Wüstefeld – „Gegenwärtige Vergangenheit“
Reihe „Premieren“
22.9. Lukas Bärfuss – „Malinois“ und „Die Krone der Schöpfung“ (Nachholtermin)
29.9. Ilija Trojanow – „Doppelte Spur“
Reihe „Sprache machen Leute“ (in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Thalia Buchhandlung „Haus des Buches“)
Das virtuelle Programm des Erich Kästner Haus für Literatur e.V. steht hier.
Kontakt:
Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
01 Samstag Aug 2020
Posted in Allgemein
Der Dresdner Fotograf und Digital Artist Tobias Roetsch stellt vom 1. August bis 13. September im Restaurant „Kastenmeiers im Taschenbergpalais“, Taschenberg 3 in Dresden, aus und entführt mit faszinierenden Motiven auf eine Rundreise durch Dresden und das Felsenpanorama der Sächsischen Schweiz bis in ferne Welten.
Die Vernissage findet am 2. August, von 13 bis 15 Uhr statt.
Mehr Infos + Fotos zur Ausstellung folgen demnächst.
31 Freitag Jul 2020

In einer verschneiten, abgelegenen Villa hat sich eine große Familie zum gemeinsamen Weihnachtsfest versammelt. Als der Vater am Morgen nicht zum festlichen Familienfrühstück erscheint und die jüngste Tochter ihn holen will, entdeckt sie ihn ermordet im Bett. Der Versuch, die Polizei zu rufen, scheitert und auch das Auto springt nicht an. Aufgrund des vielen Schnees ist der Kontakt zur Außenwelt abgerissen und die Anwesenden, ausschließlich Frauen, sehen sich gezwungen, selbst nach dem Mörder zu suchen.
Schnell wird klar, dass nur eine von ihnen den Mord begangen haben kann. Sie beginnen, sich gegenseitig zu verhören und es stellt sich heraus, dass alle ein Mordmotiv und auch die Gelegenheit zur Tat hatten. Kein Mann betritt die Bühne an diesem Abend, und doch sind die Männer allgegenwärtig in den Gesprächen der acht Frauen. Jede von ihnen versucht durch Lügen und Schweigen vergeblich ihr jeweiliges Geheimnis zu bewahren, darunter lesbische Neigungen, Schwangerschaft, unerwiderte Liebe, außereheliche Affären und selbst einen Giftmord. Am Schluss überrascht der Autor in dieser spannend-amüsanten Mixtur aus Kriminalstück, Komödie und Psychodrama das Publikum mit einer überraschenden Pointe.
Die Verfilmung des Stückes aus dem Jahr 2001 durch François Ozon, einen der führenden Regisseure des französischen Kinos, mit einer Traumbesetzung bescherte dem Stoff einen Welterfolg und zahlreiche internationale Preise.
REGIE : Peter Kube ; AUSSTATTUNG: Barbara Blaschke
Darsteller: Mamy – Anke Teickner; Gaby – Cornelia Kaupert; Augustine – Sandra-Maria Huimann; Louise – Julia Vincze; Pierrette – Marianna Linden; Suzon – Julia Rani; Catherine – Tammy Girke; Madam Chantal – Tine Josch

Anmut, Witz und Power: Ein Liederabend aus dem Ritter (innen) alltag. Foto: Sylvio Dittrich
„Es ritten drei Ritter zum Tore hinaus. Adé! Feinsliebchen, das schaute zum Fenster hinaus. Adé! Und wenn es denn soll geschieden sein, so reich mir dein goldenes Ringelein. Adé, adé, adé. Ja, Scheiden und Meiden tut weh!“
Was wären Ritter ohne ihre Frauen??? Die zurückgelassenen Angebeteten bereiten alles für die Ankunft ihrer Männer vor, die nach überstandenen Abenteuern und Gefahren endlich auf die Burg zurückkehren sollen. Dann müssen sie gehegt und gepflegt, bewundert und gefeiert werden. Doch noch ist es nicht soweit und die gesamte Frauenpower gilt dem einzigen zurückgelassenen Ritter. Ob er das übersteht?
Ein amüsant-romantischer, musikalischer Abend mit bekannten und noch nie gehörten Liedern aus dem Ritter (innen) – Alltag!
Idee und Regie: Alexander Wulke; Es spielen Student*Innen der Theaterakademie Sachsen
Der Kater Findus hat wieder einmal Geburtstag. Jedes Mal wenn Findus Geburtstag hat, backt ihm Pettersson (Jürgen Haase) eine leckere Pfannkuchentorte. Doch leider ist Pettersson das Mehl ausgegangen, deswegen muss er mit dem Fahrrad in die Stadt fahren um neues zu kaufen. Wenn nur nicht das Fahrrad plötzlich einen platten Reifen hätte! Denn jetzt müssen Pettersson, Findus und die Hühner sogar gegen einen Stier kämpfen, um das kaputte Fahrrad reparieren zu können. Und als ob das alles nicht aufregend genug wäre, taucht auch noch ein Fuchs auf, der heimlich die Hühner aus ihrem Stall stehen will. Mit einer geschickten List gelingt es Pettersson und Findus den Fuchs zu vertreiben und die Hühner vor einem bösen Ende zu bewahren.
In dem Theaterstück „Pettersson und Findus“ sind die Geschichten „Eine Geburtstagstorte für die Katze“ und „Ein Feuerwerk für den Fuchs“ von Sven Nordquist in einer Bearbeitung für die Bühne von Dagmar Leding zusammengefasst. Mit viel Humor und Charme werden die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Respekt verhandelt. Eine liebevoll erzählte Geschichte über Pettersson und seinen Kater Findus für die gesamte Familie.
Inszenierung: Steffen Pietsch; Ausstattung: Stefan Weil; Musik: Sebastian Undisz
Besetzung: Pettersson – Jürgen Haase; Findus, Der Kater– Annika Gerber / Nathalie Reissmann/Henne Henni- Saskia Fleischmann*; Oberhuhn Prillan – Nathalie Reissmann* / Annika Gerber*; Huhn Soffi Moffi-Sandra Naleppa* / Josephine Rab*
Gustavsson, Der Nachbar- Franz Gnauck*; Ein Stier- Franz Gnauck*; Der Fuchs- Sandra Naleppa *; mit * – Student*Innen der Theaterakademie Sachsen
Mi , 5.8.2020, 16 Uhr, Rathen/Theaterzelt
Do , 6.8.2020, 10 Uhr, Rathen/Theaterzelt
So 9.8.2020, 16 Uhr, Rathen/Theaterzelt
Mi 12.8.2020, 16 Uhr, Rathen/Theaterzelt
Do 13.8.2020,10 Uhr, Rathen/Theaterzelt
So 16.8.2020, 16 Uhr, Rathen/Theaterzelt
Di 25.8.2020, 10 Uhr, Rathen/Theaterzelt
Do 27.8.2020, 10 Uhr, Rathen/Theaterzelt
Konzertplatz Weißer Hirsch Dresden
„Pettersson und Findus“ am 1./2.8.2020, je 11 Uhr: Karten : 11 Euro, Kinder 6 Euro
Am 20./ 21. Juni 2020 startete erfolgreich der Theatersommer der Landesbühnen Sachsen im Kurort Rathen mit den Zeltpremieren der Familienstücken „Der gestiefelte Kater“ und „Der Frossch muss weg“ .
Das Theaterzelt wurde auf der linkselbischen Seite unterhalb des Bahnhofes auf den Elbwiesen vor den imposanten Felsen der Bastei von der Firma Sarrasani aufgebaut. Es ist Alles für die Hygieneerfordernissen in dieser Corona- Situation hergerichtet.
Manuel Schöbel, der Intendant der Landesbühnen Sachsen, freute sich „endlich nach der langen Verzögerung durch die Corona-Pandemie in Rathen starten zu können.“ Der Start war für den 9. Mai geplant. Begeistert ist er, „wie gut sich das Theaterzelt in die Landschaft einfügt.“
Das Theaterzelt dient für zwei Sommer als Ausweichspielstätte für die Felsenbühne Rathen, die bis 2022 umfangreich umgebaut wird.
Musikalisch wird es bei einem Opern – und Operettenprogramm „Freunde, das Leben ist lebenswert!“ und dem Singspiel „Im Weißen Rössl“.
Extra für das Theaterzelt entsteht das Schauspiel „Pettersson und Findus“ nach den erfolgreichen Kinderbüchern von Sven Nordquist. Die Premiere war am 18. Juli 2020.
Die Studierenden der Theaterakademie Sachsen aus Delitzsch präsentieren Ritterlieder unter dem Titel „Ja, so warn die alten Rittersleut“ ab 24. Juli 2020.
Stolz präsentierte André Sarrasani in den vergangenen Wochen bei einem Pressegespräch sein Zelt, in dem jetzt bis zu 220 Personen Platz finden werden, in dem die Hygienevorschriften mit den notwendigen Abstandsregeln beachtet werden. Ursprünglich waren 600 Plätze vorgesehen. Die tolle Akustik überzeugte Intendant Manuel Schöbel und Operndirektor Sebastian Ritschel. Die grüne Farbe erklärte André Sarrasani mit den Auflagen des Umweltschutzes in der Sächsischen Schweiz.
Thomas Richter, der Bürgermeister des Kurortes Rathen, schaut mit Vorfreude auf den Start im Theaterzelt und hofft, „dass die Besucher des Kurortes dieses wunderbare Angebot annehmen“. Sein Ruf lautet „Kommt her und schaut das an, was es hier im Theaterzelt Rathen zu sehen gibt!“
Das Team des Besucherservice der Landesbühnen Sachsen ist wie folgt telefonisch erreichbar:
Di: 14:00 – 17:30 Uhr; Do: 10:00 – 14:00 Uhr; Fr: 10:00 – 14:00 Uhr
Die Kasse am Theaterzelt öffnet 3 Stunden vor Beginn der Vorstellung
E-Mails und Briefpost werden auch außerhalb dieser Servicezeiten beantwortet.
| Sa | 01.08.2020 | 11:00 | Pettersson und Findus, VON SVEN NORDQUIST IN EINER BEARBEITUNG VON DAGMAR LEDING, | Konzertplatz Weißer Hirsch DResden | |
| 19:00 | Acht Frauen, KRIMINALKOMÖDIE VON ROBERT THOMAS | Theaterzelt Rathen | |||
| So | 02.08.2020 | 11:00 | Pettersson und Findus | Konzertplatz Weißer Hirsch Dresden | |
| 19:00 | Acht Frauen | Theaterzelt Rathen | |||
| Di | 04.08.2020 | 10:00 | Fällt aus!!!!
Der gestiefelte Kater, Märchen von Thomas Freyer nach den Gebrüdern Grimm |
Theaterzelt Rathen | |
| Mi | 05.08.2020 | 16:00 | Pettersson und Findus | Theaterzelt Rathen | |
| Do | 06.08.2020 | 10:00 | Pettersson und Findus | Theaterzelt Rathen | |
| Fr | 07.08.2020 | 19:00 | Ja, so warn’s, die alten Rittersleut‘… Ritterlieder mit den Studierenden der Theaterakademie Sachsen aus Delitzsch | Theaterzelt Rathen | |
| Sa | 08.08.2020 | 19:00 | Ja, so warn’s die alten Rittersleut‘ | Theaterzelt Rathen | |
| So | 09.08.2020 | 16:00 | Pettersson und Findus | Theaterzelt Rathen | |
| Di | 11.08.2020 | 15:00 | Der Traumzauberbaum und Mimmelitt, Ein Familienmusical von Monika Ehrhardt und Reinhard Lakomy, Gastspiel Reinhard Lakomy-Ensemble | Theaterzelt Rathen | |
| Mi | 12.08.2020 | 16:00 | Pettersson und Findus | Theaterzelt Rathen | |
| Do | 13.08.2020 | 10:00 | Pettersson und Findus | Theaterzelt Rathen | |
| Fr | 14.08.2020 | 19:00 | „Freunde, das Leben ist lebenswert!“ , Highlights aus Oper und Operette | Theaterzelt Rathen | |
| Sa | 15.08.2020 | 19:00 | Im Weißen Rössl, Singspiel von Ralph Benatzky, Fassung: «Bar Jeder Vernunft» | Theaterzelt Rathen | |
| So | 16.08.2020 | 16:00 | Pettersson und Findus | Theaterzelt Rathen | |
| Di | 18.08.2020 | 10:00 | Der Frosch muss weg, Kinderoperette nach dem Märchen «Der Froschkönig» von Peter Lund (Buch) und Winfried Radeke (Musik) (Ab 5) | Theaterzelt Rathen | |
| Mi | 19.08.2020 | 16:00 | Der Frosch muss weg | Theaterzelt Rathen | |
| Do | 20.08.2020 | 19:00 | „Freunde, das Leben ist lebenswert!“ | Theaterzelt Rathen | |
| Fr | 21.08.2020 | 19:00 | Musikalische Kreuzfahrt – Kammerkonzert mit Peter Kube und dem Duo Good Vibrationzz | Theaterzelt Rathen | |
| Sa | 22.08.2020 | 19:00 | „Freunde, das Leben ist lebenswert!“ | Theaterzelt Rathen | |
| So | 23.08.2020 | 16:00 | Der Frosch muss weg | Theaterzelt Rathen | |
| Di | 25.08.2020 | 10:00 | Pettersson und Findus | Theaterzelt Rathen | |
| Do | 27.08.2020 | 10:00 | Pettersson und Findus | Theaterzelt Rathen | |
| Fr | 28.08.2020 | 19:00 | Gastspiel „Shakespeares sämtliche Werke – leicht gekürzt“ mit Rainer König, Carsten Linke, Tom Quaas – | Theaterzelt Rathen | |
| Sa | 29.08.2020 | 19:00 | Gastspiel „Faust´n´Roll“, Rocktheater nach Goethe | Theaterzelt Rathen | |
| So | 30.8.2020 | 19:00 | „Freunde, das Leben ist lebenswert!“ | Theaterzelt Rathen |
Während seine Brüder Wertvolles und offensichtlich Nützliches von ihrem Vater, dem Müller, erben, bekommt Hans nichts. Allerdings nicht ganz NICHTS, denn ihm bleibt immerhin der Kater. Doch was soll Hans schon mit ihm? Dass das sprechende Tier in der Lage ist, gewitzt und einfallsreich die Lebenssituation seines verehrten Herrn zu verbessern und am Ende sogar den gefährlichen Zauberer zu überlisten, kann Hans ja nicht ahnen. Und dass er schließlich sogar eine hübsche und erstaunlich praktische Prinzessin zur Frau bekommen und ein Königreich sein Eigen nennen wird, schon gar nicht.
In Thomas Freyers zeitgemäßer Fassung des Grimms- Märchens sieht’s trübe aus im Schloss, weil der reiche König glaubt, gravierende Geldsorgen zu haben und als erste drastische Sparmaßnahme das gesamte Personal entlässt. Einzig sein treuer Diener Gustav darf bleiben. Doch nun muss er alle anfallenden Aufgaben erledigen, wirbelt durch die Szenerie und kommt nicht mehr zur Ruhe. Die witzige, mitreißende, sowie einfühlsame Musik von Tobias Herzz-Hallbauer verschafft der turbulenten Inszenierung einen ganz besonderen Drive.
Inszenierung: Ute Raab; Bühne und Kostüme: Ulrike Kunze; Musik und Songtexte: Tobias Herzz-Hallbauer
Darsteller: Kater- Michael Berndt-Cananá; Müllerbursche / Rebhuhn- Alexander Kasprik; Prinzessin- Tammy Girke; König – Alexander Wulke; Gustav / Zauberer – Jan Baake; Herr Orchester – Tobias Herzz-Hallbauer
Wohlerzogen ist die Prinzessin Bernadette. Zumindest ist das der Wunsch von Mama Ernestine, der Königin. Der Papa, König Karl-Eduard, ist viel mit dem Regieren beschäftigt und doch haben sich alle furchtbar lieb in ihrem winzigen Königreich, einer Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss. Bis eines Tages der Königstochter die goldene Kugel in den Brunnen fällt. Ein Frosch holt sie ihr wieder heraus und will dafür aber mit der Prinzessin speisen und in ihrem Bettchen schlafen. Leichtfertig gibt Bernadette ihm das große Froschehrenwort. Beim idyllischen Abendbrot steht der Frosch plötzlich vor der Tür. Nun muss die Prinzessin halten, was sie versprochen hat, meint der Vater. Die Mutter ist gar nicht begeistert von dem ungebetenen Gast; seine kalten Flossen, die schlechten Manieren und der ganze Krach sind ihr zuwider. Es steht fest: Der Frosch muss weg! Doch noch ehe die Mutter eingreifen kann, gibt der Frosch Bernadette den Tipp, ihn an die Wand zu werfen! Ob das wohl eine Lösung ist? Mit schmissigen Rock- und Rapeinlagen sprengt der Frosch das lyrische Familienterzett und stellt auch musikalisch alles auf dem Kopf. Eine Operette für junge Zuhörer, bei der kaum ein Fuß still bleiben kann.
Musikalische Leitung: Thomas Tuchscheerer / Uwe Zimmermann; Inszenierung: Rebekah Rota; Ausstattung: Irina Steiner
Darsteller: König Karl Eduard – Andreas Petzoldt ; Königin Ernestine- Anna Schaumlöffel/ Franziska Ernst; Prinzessin Bernadette – Franziska Abram;
Der Frosch – Benedikt Eder; Erzähler- Fred Bonitz
«Die ganze Welt ist himmelblau» singt die Berliner Urlauberin Ottilie ihrem frisch verliebten Anwalt Otto ins Ohr. Leopold, der in seine Chefin Josepha Vogelhuber verliebte Zahlkellner des Nobelhotels am Wolfgangsee, mahnt dagegen seine Gäste «Wenn es hier mal richtig regnet, ja da regnet es sich ein». Ein Spreeathener Hemdhosenfabrikant erhält das eingeklagte Patent mit der rückwärtigen Knopfleiste gratis als Zugabe zum Anwaltsschwiegersohn und ein reiselustiger aber poetenarmer Gute-Laune-Professor sein herrliches Dampfrossfinale. Kein weißes natürlich – das gibt es für die drei Liebespaare im Rössl, die sich finden, streiten, versöhnen und singen: «Es muß was Wunderbares sein …»!
«Mit so lustvollem Spiel wie Gesang schmeißen sich die zehn Mitglieder des Ensembles in die schlichte Dramatik des Stücks.» DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
Musikalische Leitung: Thomas Gläser / Hans Peter-Preu
Inszenierung: Manuel Schöbel
Ausstattung : Marlit Mosler
Darsteller: Josepha Vogelhuber – Antje Kahn; Leopold Brandmeyer – Andreas Petzoldt; Wielhelm Giesecke / Exzellenz – Marko Bräutigam; Ottilie- Anna Erxleben; Dr. Otto Siedler – Kay Frenzel; Sigismund Sülzheimer – Edward Lee; Prof. Dr. Hinzelmann -Fred Bonitz; Klärchen – Franziska Abram; Piccolo -Teresa Suschke
Täglich wird Aschenbrödel von ihrer Stiefmutter und Stiefschwester ungerecht behandelt. Da hilft nur die Flucht in den Wald! Eines Tages trifft sie dort den Prinzen und seine Freunde, die sehr respektlos mit der Natur umgehen. Sie verpasst ihnen einen Denkzettel – nun kann der Prinz die bezaubernde «Wurzelhexe» nicht vergessen. Auf einer Jagd hofft er, sie wiederzusehen. Aschenbrödel ist tatsächlich da: im gezauberten Jägerrock. Dem Prinzen gibt sie sich nicht zu erkennen, auch nicht, als sie als schöne Unbekannte auf dem Brautschau-Hofball erscheint und beide verliebt miteinander tanzen. Zwei Zaubernüsse haben Aschenbrödel bislang geholfen, die dritte entfaltet ihre Kraft erst, wenn der Prinz Aschenbrödels Rätsel gelöst hat …
„Aschenputtel“ heißt in der Sammlung der Gebrüder Grimm das um sein Erbe betrogene und als Magd gehaltene Mädchen, dessen gutes Herz und Bescheidenheit durch eine gute Fee mit dem Aufstieg zur Traumprinzessin belohnt wird. „Aschenbrödel“ nennt Ludwig Bechstein seine Version der gleichen Geschichte, die auf „Cendrillon“ von Charles Perrault zurückgeht und durch Walt Disneys Trickfilm „Cinderella“ die Herzen der Kinder erobert hat.
Božena Němcovás böhmische Fassung „Tři oříšky pro Popelku“ erzählt die Geschichte einer selbstbewussten jungen Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und mit Hilfe der Wunderhaselnüsse, vor allem aber durch eigenen Mut, Kraft und Geschicklichkeit den Prinzen für sich gewinnt. Der tschechisch-deutsche Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hat längst Kultstatus erreicht und die Motive der Filmmusik Karel Svobodas können inzwischen Generationen von Fans mitsummen.
Auch für diesen Spielort gilt das VVO-Ticket – die Eintrittskarte gilt 4 Stunden vor bis 6 Stunden nach Vorstellungsbeginn als Fahrkarte im gesamten Verkehrsverbundraum. Fahrten mit der Lößnitzgrundbahn sind darin nicht eingeschlossen.
SCHULKLASSEN:
Schulklassen und Gruppen können Sonderrabatte auf Tickets und Fahrkarten für die Vormittagsvorstellungen in Anspruch nehmen. Nehmen Sie dafür bitte Direktkontakt mit der Theaterkasse Radebeul unter 0351 – 89 54 214 oder über das junge.studio unter junges.studio©landesbuehnen-sachsen.de auf.
Inszenierung: Manuel Schöbel; Musikalische Leitung: Hans-Peter Preu; Ausstattung: Klaus Noack / Barbara Noack; Dramaturgie: Kerstin Weis
Besetzung: Aschenbrödel – Sandra Maria Huimann; Prinz – Michael Berndt-Cananá / Johannes Krobbach; Stiefmutter – Julia Vincze; Prinzipalin/Königin – Anke Teickner; Dorchen – Cordula Hanns; Prinzipal/König/Ausrufer – Tom Hantschel; Küchenjunge/Eule – Julia Rani; Vincent – Stefan Knappe; Willi – Johannes Krobbach / Moritz Gabriel; Karlchen – Grian Duesberg; Kleinröschen / Koch / Jäger – N.N.; Kammerherr – Holger Kahl; Walther – Marie Spinka
Mägde, Knechte Und Weitere… : Komparserie Der Landesbühnen Sachsen, Kinderkomparserie Der Landesbühnen Sachsen, Tanzworkshop Des Jungen.Studios Der Landesbühnen Sachsen
Karten kaufen die Besucher am besten über den web-shop der Landesbühnen Sachsen
Vorverkaufsstellen
Kasse der Landesbühnen Sachsen, 0145 Radebeul, Meißner Str. 152, Tel. 0351/8954214 kasse@landesbuehnen-sachsen.de
ab 28. Juli bis auf Weiteres immer Dienstag und Donnerstag 10 – 18 Uhr und Freitag 10 – 13 Uhr.
Kur- u. Tourismusgesellschaft Pirna mbH
TouristService im Canaletto-Haus | Markt 7 (Canaletto-Haus) | 01796 Pirna
Tel.: 03501-556446 | touristservice©pirna.de
Touristinformation im Treff-Punkt
Pirnaer Str. 2 | 01824 Königstein/ Sächs. Schweiz | Tel.: 035021-68261 | touristinfo@koenigstein.de
Gästeamt u. Touristinformation Stadt Wehlen
Markt 5 | 01824 Stadt Wehlen | Tel.: 035024-70414 | touristinfo©stadt-wehlen.de
Haus des Gastes Kurort Rathen
Füllhölzelweg 1 | 01824 Kurort Rathen | Tel.: 035024-70422
Bad Schandauer Kur- und Tourismus GmbH
Touristservice im Haus des Gastes | Markt 12 | 01814 Bad Schandau | Tel.: 035022-90030 info©bad-schandau.de
Neustadthalle Neustadt in Sachsen
Neustadthalle-Veranstaltungs GmbH | Johann-Sebastian-Bach-Str. 15 | 01844 Neustadt in Sachsen Tel.: 03596-58750 | touristinfo©neustadthalle.de
Musik Box Taucha
Leipziger Str. 2 | 04425 Taucha | Tel.: 034298-157580 | musikboxtaucha©yahoo.de
Konzertkasse im Florentinum
Ferdinandstr. 12 | 01069 Dresden | Tel.: 0351-8666011 | info©konzertkasse-dresden.de
Konzertkasse in der Schillergalerie
Schillergalerie | 01309 Dresden | Loschwitzer Str. 52A | Tel.: 0351-315870 info©konzertkasse-dresden.de
Dresden Information
QF-Passage im Quartier am Neumarkt | 01067 Dresden | Tel.: 0351-501501
Wiener Platz 4 | 01067 Dresden | Tel.: 0351-501501
SZ-Treffpunkt Haus der Presse | Ostra-Allee 20 | 01069 Dresden | Tel.: 0351-48642740
SZ-Treffpunkt Altmarkt-Galerie | Webergasse 1 | 01067 Dresden | Tel.: 0351-48642740
SZ-Ticketservice im Karstadt (EG) | Prager Straße 12 | 01069 Dresden | Tel.: 0351-8611650
SZ-Treffpunkt Elbepark | Peschelstraße 33 | 01139 Dresden | Tel.: 0351-4164510
SZ-Treffpunkt Seidnitz-Center | Enderstraße 59 | 01277 Dresden | Tel.: 0351-2541849
Hotline SZ-Ticketservice: Tel.: 0351-4864 2002
ÖFFNUNGSZEITEN:
Die Eintrittskarten der Landesbühnen Sachsen für Veranstaltungen im Theater Radebeul sowie auf das Theaterzelt in Rathen gelten vier Stunden vor bis sechs Stunden nach Vorstellungsbeginn in allen Nahverkehrsmitteln – außer Sonderverkehrsmitteln – im VVO-Verbundraum als Fahrausweis.
MIT DEM VVO-KOMBITICKET KOSTENLOS ZUR VORSTELLUNG
Änderungen vorbehalten!
Text: Petra Grubitzsch/LB Sachsen
30 Donnerstag Jul 2020
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst

Ausstellung | 25. Juli – 10. Oktober 2020
Max Schwimmer und der heitere Eros
Malerei und Zeichnung
Die GALERIE HIMMEL präsentiert mit der Ausstellung „Max Schwimmer und der heitere Eros“ über neunzig Gemälde, Gouachen, Aquarelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen des Leipziger Künstlers.
Anlässlich des 60. Todesjahres von Max Schwimmer nimmt die Ausstellung die Spur des Eros, speziell des heiteren Eros in Schwimmers Werk auf. Der Künstler bevorzugte Motive leichterer Genres, neben der Landschaft und dem Stillleben immer wieder das amouröse Fach. Akte, Halbakte, unzulänglich Verhüllte, Liebeleien, grazile Schönheiten, gern auch Frivoles, von der erotischen Andeutung bis zur charmanten Anzüglichkeit – beim Zeichnen dieser Dinge schien seine Fabulierlust besonders inspiriert, sein Strich besonders vibrierend. Der heitere Eros versetzte ihn in einen Zustand schöpferischer Schwerelosigkeit, verhalf ihm zu einer Ästhetik der Anmut, vor allem aber zu gesteigerter Sinnlichkeit, die sich all seinen Kreationen, auch den Stillleben und Landschaften mitteilte.
Max Schwimmer ist heute vor allem als Zeichner, als Illustrator unendlich vieler reich ausgestatteter Bucheditionen der Weltliteratur bekannt. Jeder literarisch Interessierte hielt schon ein Buch in seinen Händen, von den belebt-belebenden Zeichnungen Schwimmers geschmückt. Doch Max Schwimmer war kein reiner Illustrator. Der Leipziger Maler und Zeichner hat in seinen Jugendjahren, ausgehend von dem ihm seelisch zutiefst verwandten Impressionismus, ein ganz eigenes Kolorit entwickelt. Eine Farbpalette, geprägt von lockerer Duftigkeit, von gesteigerter Eleganz und lebendiger Leuchtkraft.

Im Kabinett präsentiert die Galerie Himmel zeitgleich eine Auswahl der expressiven und zugleich fragil anmutenden Figuren und Landschaften des Dresdner Malers und Grafikers Reinhard Springer (geb. 1953). Springers Werke thematisieren die Schönheit, Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens. Seine metaphorischen Bilder zeigen Landschaften als „Seelenlandschaften“ und Bildnisse als „Spiegel der Seele“. Aufleuchtend helle Farben werden von dräuend dunklen Tönen begleitet, sowohl das Lichte als auch die Verschattungen des Lebens offenbarend.
Die Ausstellungen „Max Schwimmer und der heitere Eros“ und „Reinhard Springer – Fragile Figurationen“ sind vom 25. Juli bis 10. Oktober 2020 während der regulären Öffnungszeiten Mo-Fr 10-18 Uhr und Sa 10-16 Uhr zu sehen.
Text + Abbildungen: Anja Himmel & Michael Böhlitz
GALERIE HIMMEL
Obergraben 8
01097 Dresden
0351-4843578
email@galerie-himmel.de
www.galerie-himmel.de
30 Donnerstag Jul 2020


Von Kathrin Krüger-Mlaouhia
Dem 71-jährigen argentinischen Autor wird das Lob nicht nur hinterhergeworfen, es wird ihm schon wie Blumen vor die Füße gestreut. Einem Schreiber, den die Erwartungen seiner Leser laut seinem Verlag gar nicht interessieren! Das hätte mich stutzig machen sollen. César Aira wird als wahrer Nachfolger Franz Kafkas gehandelt, als einer, dessen Ziel es sei, seine Leser nachhaltig zu verwirren. Ich frage mich nur, zu welchem Zweck.
Band 9 in seiner Bibliothek, 2019 erschienen, erzählt zumindest anfangs spannend und nicht ohne Faszination die Geschichte des Zauberers Tenor, der sich später als Sänger entpuppen wird. Mit flüssiger, ja unterhaltsamer Sprache treibt Aira die Geschichte voran. Auch die Einführung der Figur des „Ewigen Buddhas“ im indischen Pandschab ist originell und sinnfällig. Soll der doch der Erbe des letzten Zaubertricks des inzwischen verstorbenen Tenor werden. Mit aberwitzigen Einfällen und gehörig Schalk in der Schreibfeder lässt uns der Autor am Schicksal des „Ewigen Buddha“ teilhaben, der „einige Verbesserungen an seinem psychischen Getriebe vornehmen“ muss. Selten so gelacht.
Doch so famos César Aira seine Leser in skurrile Schilderungen hineinzieht, so sehr vermeidet er es auch, wichtige Hintergründe verständlich zu machen. Ellenlange Schachtelsätze verbessern das Leseverständnis zudem keinesfalls. In seiner üppigen Darlegung, wie ein junger Schweizer Anwalt damit beauftragt wird, den letzten Willen Tenors in Indien zu überbringen, verwendet er lieber eine Reihe hochsprachliche Ausdrücke. So dass man ein Wörterbuch braucht, um der Geschichte en detail zu folgen.
Das alles lasse ich mir ja gefallen bei dem Genuss trefflicher sprachlicher Einfälle und einer überbordenden Anschaulichkeit. Doch irgendwann ist Schluss mit lustig, wenn sich das Geschehen so gar nicht zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfindet. Warum puzzeln, wenn ich am Ende kein ganzes Bild erblicke? Der dichterische Wert, dem man dem nobelpreisverdächtigen Autor nicht absprechen kann, ist im „Zauberer Tenor“ seine Fähigkeit, unterschiedliche Dinge zusammenzudenken, die erst auf den zweiten Blick eine einleuchtende, verblüffende Symbiose darstellen. Aber der Sinn der ganzen Geschichte erhellte sich mir damit trotzdem nicht. War allein der Weg das Ziel?
Noch weniger von César Airas angeblicher weltliterarischer Größe konnte ich in „Was habe ich gelacht“ finden, Band 8 der Bibliothek und ebenfalls 2019 auf Deutsch erschienen. Hier hält der Argentinier Nabelschau über seine Jugend, die mich so gut wie nicht begeistern kann. Hier lässt Aira einigermaßen sinnlose und wirkungsfreie Erinnerungen vom Stapel – oder ist alles nur ausgedacht? Geschwätziges Geschwafel. „Gut. Ich will mich nicht erklären, das ist eines Gentlemans unwürdig.“ An dieser Stelle hätte ich das Buch schon weglegen sollen. Was will uns der Dichter damit sagen? Ein paar Seiten später kommt`s: „Je unwichtiger ein Ereignis, desto aufwändiger seine Erzählung.“ Alles nur aufgeblasen, diese „banalen Ereignisse der Jugend“. Was soll man denken bei einem Autor, der „mangels echten Talents“ nur schreibt, damit sich überhaupt jemand für ihn interessiert? Es wird bis zum Schluss nicht besser. Geistreich kann ich das nicht nennen.
Kafka habe ich übrigens auch nie (gern) gelesen.
P.S. Die Meinung der Autorin gibt nicht unbedingt diejenige der Inhaberin des Blog meinwortgarten.com wieder. Es darf gern gestritten werden über künstlerische Werke.
23 Donnerstag Jul 2020
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst

„Motion of Matter“ (übers. Bewegung der Materie), Videostill von Julia Oschatz, 2020

Objekt Mensch: Erschaffer und Gefangener seiner Welt. Foto (lv)
20 Montag Jul 2020

„Wer sich gemeinsam hält, kann schweben ohne wegzufliegen.“ Eine schöne Botschaft in einem Märchenstück mit realen Bezügen und viel Humor vor traumhafter Kulisse. Unbedingt sehenswert! Foto: Kathrin Krüger-Mlaouhia
Die SandsteinSpiele finden auf idyllischen Wiesen in Kleingießhübel in der Sächsischen Schweiz statt. Das Publikum zieht mit Klapphockern mit. Igel, Schmetterling, Libelle, Grashüpfer und Hase sind das Orakel und müssen Antworten in Krisenfragen finden. Doch Robin Hut vom Elbwood Forest, also dem sächsischen Räuberwald, will nicht nur wissen, wo seine geliebte Mary Ann ist. Es muss auch geklärt werden, woher die Krise kommt: Corona natürlich. Ist sie Teil eines perfiden Plans? Das Langohr weiß angeblich, wem er die Schuld in die Schuhe schieben kann. Doch will er eigentlich nur mit dem Sparschwein abhauen.
„Robin Hut – Es war einmal im Elbwood Forest“ vom Theaterverein SandsteinSpiele ist ein vortrefflicher Familienspaß auf den Wiesen der Sächsischen Schweiz. Gespielt wird vor traumhafter Kulisse des Elbsandsteingebirges an acht Stationen. Das Publikum läuft dazu mit Klappstühlen von Ort zu Ort. Sogar durch den Wald, der mit Sprühflasche und Staublappen geputzt wird. Mit Einfallsreichtum und Humor nehmen die – vorwiegend – Laiendarsteller die Corona-Auswirkungen aufs Korn.
Nur sechs Wochen blieben ihnen wegen der Beschränkungen Zeit, die diesjährige Aufführung vorzubereiten, am 11. Juli war Premiere. Lediglich 100 Zuschauer sind zu den Vorstellungen zugelassen, immer am Sonnabend-Nachmittag und Sonntagvormittag. Doch für die nächsten Termine Ende August und Anfang September gibt es Hoffnung. Zu den bereits ausverkauften Aufführungen gibt es jeweils nochmal 50 Karten drauf. Ab Ferienmitte sind sie online zu bestellen, heißt es.
Das Landschaftstheater, das seit fünf Jahren besteht, ist ein einmaliges Erlebnis – der frischen Spielweise und attraktiven Kostüme wegen. Aber natürlich auch wegen der Schauplätze. Das Stück in der Regie von Arnd Heuwinkel hat freilich mit der Robin Hood-Vorlage vom Sherwood-Forest wenig zu tun. Es gibt den bösen Sheriff und seine Kinder-Schergen und Robins Räuber-Truppe. Aber in die Geschichte haben sich auch fünf Zwerge, ein Postbote und Märchenfiguren wie Rotkäppchen oder die Conny-Musik-Family geschmuggelt. Letztere spielen allerliebst immer solange, bis alle Gäste reihenweise sich wieder an der nächsten Spielstätte eingefunden haben. Kurioserweise sind als Stewardessen gekleidete Damen die Begleiterinnen bei diesem Wandertheater.
Auch an sprachlichem Humor fehlt es dem unterhaltsamen Stück nicht. So will Robin Hut „den reichen Turbo-Kapitalisten ihr fleißig zusammengemogeltes Vermögen abnehmen“. Zum Schmunzeln ist die Szene, wenn Robins kleine Räuber ihre Corona-Depression in einer Therapiesitzung bearbeiten. Als sich alle Figuren zerstritten haben, kämpfen sie in Zeitlupe weit auseinander auf einer steil abfallenden Wiese.
Noch bevor sich alle an einer riesigen weiß gedeckten Tafel wieder friedlich zusammenfinden, werden Gedanken von Mitspielern aus der Corona-Zeit eingespielt. Der Eine genoss die Ruhe im Dorf und das Erwachen der Natur. Es hätte lange nicht mehr so viele Singvögel gegeben. Anderen machte die Angst der Menschen zu schaffen. „Wie wenig es doch braucht, um alles zum Einsturz zu bringen“, sinniert eine Stimme aus dem Off.
Die Märchenfiguren finden mit Robin Hut den Gedanken wieder, an dem sich alle festhalten können: „Niemand ist allein, solange er noch Wir sagen kann.“ Wer sich gemeinsam hält, kann schweben, ohne wegzufliegen. Eine schöne Botschaft in einer schönen Landschaft bei einem Stück mit Balkan-Musik, die gute Laune macht. Da hat keine Krise eine echte Chance.
Text: Kathrin Krüger Mlaouhia
Weitere Aufführungen am 29. und 30. August bzw. 5. und 6. September, Sa 15.30 Uhr, So 11 Uhr. Karten: 16 Euro, erm. 10 Euro.
18 Samstag Jul 2020


Geschichten-Abenteuer mit Karl May (Robby Langer)


Zauberer Merlin. Foto: PR Stadtschnepp

Stelzenzwerge Fotos (3): Claudia Hübschmann
Der Kasper ruft nach Radebeul Ost
Puppenspiel und Straßentheater beim zweiten Teil der Kasperiade
Im Rahmen der Radebeuler LebensArt laden Puppenspieler und Straßenkünstler zwischen Radebeuler Kultur-Bahnhof und Hauptstraße große und kleine Besucher zu humorvollen und spannenden Inszenierungen ein. Auf der Hauptstraße / Ecke Wichernstraße stellt Puppenspielerin Cornelia Fritzsche das Wissen ihres Publikums auf die Probe, wenn Kasper und seine Oma allerlei Märchen durcheinander bringen. Bei Laschis Puppentheater im Hof der Grundschule Friedrich Schiller wittert der Räuber Räubersack frisch gebackene Kekse und im Hof des Musikhauses Horn gerät der Kasper aus „Violas Wunderkoffer“ mitten in den Hexenwald. Das Puppentheater Volkmar Funke nimmt seine Zuschauer mit auf eine Reise durch die tausendjährige Geschichte des Elbtals und erzählt mit einer Mischung aus Puppenspiel und Gesang von Bauern, Rittern und Räubern. Im Hof der Tourist-Information bittet unterdessen die Prinzessin einen Frosch um Hilfe, um ihre Lieblings-Fußballkugel aus dem Brunnen zu holen. Auch Karl May persönlich ist am zweiten Kasperiade-Wochenende wieder auf dem Karl-May-Hain zu Gast, um von seinen Reisen und Abenteuern zu erzählen.
In der Arena vor dem Kultur-Bahnhof erleben die Besucher Cabaret und Artistik fernab staubiger Zirkus-Klischees. Matthias Romir präsentiert mit Jonglage und Komik visuelle Anekdoten über den ganz normalen Wahnsinn des Alltags, während sich Merlin pantomimisch auf die Suche nach der Natur des Menschen macht.
Schülerinnen und Schüler des MuNo Tanzstudios zeigen am Samstagnachmittag Ausschnitte aus ihrem Showprogramm. Und auch am Samstagabend wird vor dem Bahnhof das Tanzbein geschwungen, wenn die Eastside Linedancer mit ihrer neuesten Linedance-Show zeigen, wie man sich zu echter Country Musik bewegt.
Neben dem bunten Puppen- und Straßentheaterprogramm gibt es für Groß und Klein wieder jede Menge zu erleben. Vor dem Kultur-Bahnhof dreht ein Karussell seine Runden und die Stelzenzwerge flanieren über die Hauptstraße, um den Weg zu den nächsten Vorstellungen zu weisen. In der Paul-Grosse-Passage lädt der Förderverein des Karl-May-Museums in einer Leseecke dazu ein, in den Werken von Karl May zu blättern. Für musikalische Umrahmung sorgen die Gruppen Krambambuli, Ein Gramm Glück und der Radebeuler Stadtschnepp.
Entlang der Hauptstraße entsteht ein gemütlicher Weinboulevard, bei dem sechs regionale Winzer zu dem einen oder anderen Gläschen Wein inmitten von Musik- und Theatergenuss einladen. Die Besucher können sich auf Weine der Weingüter Kastler Friedland, Schabehorn, Schloss Wackerbarth, Martin Schwarz, dem Weinbau Frédéric Fourré und dem Ziegenweingut freuen.
Das Programm findet am Samstag von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag von 13 bis 19 Uhr statt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die Künstler freuen sich jedoch über eine Spende in den Hut.
Aufgrund der Radebeuler LebensArt und der Kasperiade werden am 18./19 Juli Samstag zwischen 11.00 und 23.00 Uhr und Sonntag zwischen 11.00 und 20.00 Uhr Straßensperrungen eingerichtet. Die Sperrung der Hauptstraße von der Gellertstraße bis zur Meißner Straße und der Sidonienstraße zwischen Rewe-Markt und Zufahrt zum Bahnhof erfolgt für den gesamten Straßenverkehr.
Text: Ina Dorn/Kulturamt Radebeul
Mehr Informationen: www.kasperiade-radebeul.de

Puppenspieler Volkmar Funke nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die
Geschichte des Elbtals. Foto: PR
15 Mittwoch Jul 2020
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Fotografie






Leere Räume, leere Stühle und Tische. Auf den ersten Blick
scheint es, als seien viele Bilder während der laufenden
Corona-Krise entstanden. Doch es ist vielmehr ein Prinzip, um die Gedanken, Geschichten und Fantasie des Betrachters anzuregen. Dazu lädt die Ausstellung “Räume & Dinge“ mit Fotografik von Bernd Hanke derzeit in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21 ein.
Damit beginnt eine neue Reihe, womit in Radebeul geborene Künstler mit ihren Arbeiten hierher zurückkehren. Erstmals wird in der Stadtgalerie zudem die noch neue Kunstform der Fotografik vorgestellt, die vorwiegend auf die grafische Wirkung der Bilder setzt. Bernd Hanke ist als Grafikdesigner, Plakatgestalter und Fotografiker seit 1982 freischaffend tätig. Er wurde 1947 in Radebeul geboren und zog als Vierjähriger mit den Eltern nach Radeberg um. Das Kinderfoto auf der Biografietafel entstand noch in Radebeul, das ihn mit skeptisch schelmischem Blick auf eine Polizistenhandpuppe zeigt. Ein weiteres Bild schwelgt mit weinseligem Blick auf Landschaft, Weintrauben und Rebstöcke unter dem Motto: „Radebeul ist einfach schön“.
Eine klare Formsprache und feine Ironie durchzieht die fotografischen Arbeiten, Injekt-Prints auf Papier von Bernd Hanke. Er greift Vorgefundenes auf wie das schwarz gesprühte Graffito „langweilig“ auf einer Hauswand und hält im Bildtitel am Galerieeingang entgegen: “Erst mal guggen…“ Ein kleiner schwarzer Pfeil auf einer riesigen Wand erklärt rigoros: „Da geht es lang…“ und weckt Neugier, was sich dahinter verbirgt. Während vor abstrakt zeichenreichen Wandbildern, aufgenommen auf der „dokumenta 14“ in Kassel 2017, die Ausstellungsbesucher sich fragen: „Wohin jetzt…“ Mit besonderem Blick für markante Details und dem Spiel mit Kontrasten und Gegensätzen lässt Hanke in seinen Momentaufnahmen bereiste Orte, Situationen und Stimmungen originell und ausdrucksstark für sich sprechen.
Da scheint ein knuffiger Sandsteinputto nach dem Kreuz auf der Frauenkirche zu greifen, stolzieren Möwen auf dem Vatikandach, fließen und schlängeln leuchtendfarbig Formen im Treppenhaus und an der Fassade des „Gaudi-Casa“ in Barcelona, steht echte Graffiti mit farbspielerischer Ornamentik neben klar-zeitloser Bauhausarchitektur, wohlgeordneten Ladenregalen und Wühltischen. Da tanzen vielerlei Figurengeister auf der weißblättrigen Fassade des „Palazzo Mora“ in Venedig, umkreisen sich rote und schwarze Farbflecken auf einem Kaffeetisch in Rom, prangt ein Farbkreis auf einem Gullydeckel in Paris, umrankt Weinlaub den Zugang zu Mülltonnen und versperrt ein gelbes Schild „Buhne“ den Blick.
„Der Ästhet entdeckt die Kunst im scheinbar Belanglosen“, sagt Stadtgalerist Alexander Lange über die Arbeiten von Hanke. “So lenkt er den Blick des Betrachters auf das Wesentliche, auch auf Zusammenhänge. Wie verändert die Zeit den Stadtcharakter z.B. eine Dachlandschaft in Bamberg oder Wände in Barcelona.“ Mit seiner Kunst mischt Bernd Hanke sich politisch bis heute ein. Im Lichtraum der Galerie hängt frei schwebend und mehrdeutig interpretierbar ein Bild mit einer Ober- und Unterseite, das den Gully herunter fließende, blaue Farbe zeigt. Die nicht immer nur schön und erquicklich ist. Der Betrachter ist mehr denn je gefordert zu hinterfragen den äußeren Schein und sich ein eigenes Bild zu machen. Die Ausstellung ist noch bis 23. August zu sehen.
Text + Fotos (lv)
Geöffnet: Di, Mi, Do 14 – 18 Uhr, So 13 – 17 Uhr