|
|||||
Blogger Sessions 18 auf der Leipziger Buchmesse im März
30 Dienstag Jan 2018
30 Dienstag Jan 2018
|
|||||
30 Dienstag Jan 2018
Posted in Bildende Kunst

Ursula Strozynski, „Andalusien XXIV“, Kaltnadel.
Als Vorzugsgrafik in einer Auflage von 35 Exemplaren erhältlich.
Repro: art + form

„Andalusien XXII“, Kaltnadel
Auflage 20 Exemplare
Repro: art + form
Meisterin des Weglassens
Zeichnungen, Collagen und Radierungen von Ursula Strozynski
Die neue Galerieleiterin Sybille Nütt präsentiert Arbeiten von Ursula Strozynski (Berlin) in der Dresdner Galerie art+form vom 4.2. bis 15.3. Die Vernissage der Ausstellung „Landgang“ ist am Sonntag (4.2., 17 Uhr).
Beachtliche 85 Ausstellungen wurden bis dato in der Galerie art+form organisiert, davon über 60 in den Räumen der Bautzner Straße 11. Nach dem 25-jährigen Jubiläum von art+form im vergangenen Jahr hat Inhaber Remo Dudek nun Sybille Nütt als Galerieleiterin gewinnen können. Die Bindung der erfahrenen Dresdner Galeristin zu Beginn der aktuellen Ausstellungssaison setzt ein Ausrufezeichen, lässt eine weitere Steigerung des Anspruches der Galerie art+form erwarten. Sybille Nütt hatte sich mit ihrer gleichnamigen Galerie im Obergraben (2002-2017) einen Namen gemacht und ist den Dresdnern auch durch ihre erfolgreichen Aktivitäten für die Belebung des Neustädter Barockviertels bekannt. Am Sonntag eröffnet sie nun die erste Ausstellung in ihrer neuen Tätigkeit bei art+form.
„Ich freue mich, dass ich mit Sybille Nütt eine erfahrene Galeristin und ausgewiesene Kunstkennerin für die Galerie gewinnen konnte. Sie bringt neben ihrer großen Erfahrung und sehr guten Vernetzung spannende konkrete Ideen mit, deren gemeinsamer Umsetzung ich sehr gern entgegensehe. Die Besucher der Ladengalerie art+form dürfen auf vielfältige Ausstellungen unterschiedlichster und namhafter Künstlerinnen und Künstler gespannt sein, von denen wir am Sonntag mit „Landgang“ von Ursula Strozynski die erste eröffnen.“, so Inhaber Remo Dudek.
Besucher der Ausstellung dürfen sich auf sorgfältig kuratierte und präsentierte Arbeiten freuen. Die Reduzierung des Gesehenen auf das Wesentliche ist das Markenzeichen der grafischen Arbeiten von Ursula Strozynski, die von 1972 bis `76 an der TU Dresden Architektur studiert hat. Wichtigstes Kompositionsmittel all ihrer Werke ist die gezeichnete Linie. Diese führt zu einer Essenz der Dinge, zu einer Klarheit und Grundsätzlichkeit, die unmittelbar und anziehend wirkt.
Sybille Nütt: „In einem Gedicht von Gottfried Benn heißt es: ‚… es gibt nur zwei Dinge: die Leere und das gezeichnete Ich.‘ Man spricht oft von der ‚Kunst des Weglassens‘ – bei Ursula Strozynski haben wir es mit einer Meisterin dieser Kunst zu tun.“
Die Vernissage verspricht, nicht nur „Hingucker“ zu bieten, sondern auch ein „Hinhörer“ zu werden: Remo Dudek und Sybille Nütt kündigen sie als „Wort-Klang-Collage mit humorvoller, lebenskluger wie anrührender Lyrik von Mascha Kaléko und dem beeindruckenden Spiel von Florian Mayer (Violine)“ an.
Die Gedichte der einst berühmten und mit Kästner, Morgenstern und Ringelnatz verglichenen, heute fast vergessenen Mascha Kaléko († 21. Januar 1975) werden von verschiedenen Stimmen des art+form-Teams und der ausstellenden Künstlerin gelesen. „Die Texte von Mascha Kaléko, die in diesem Jahr 111 Jahre alt geworden wäre, sind von beachtlicher Aktualität – beim Lesen könnte man meinen, sie lebe im 21. Jahrhundert.“, so Sybille Nütt.
Text: Tobias Blaurock/blaurock markenkommunikation
art + form, Bautzner Str. 11 in Dresden
Geöffnet: Mo – Fr. 10 – 20 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr
Virtueller Rundgang durch die Ausstellung ab 8. Februar 2018 unter www.artundform.de
Arbeiten von Ursula Strozynski in öffentlichem Besitz
Nationalgalerie Berlin
Märkisches Museum Berlin
Museum Junge Kunst, Frankfurt/ O.
Kunstsammlung Neubrandenburg
Staatliches Museum Schwerin
Museum Schloss Salder, Salzgitter
Sammlung Frotz, Lindenau Museum, Altenburg
Ludwig Institut für Kunst der DDR, Oberhausen
Jüdisches Museum, New York
30 Dienstag Jan 2018
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik
In leuchtenden Farbtönen hält Günter Gläser die Natur und die Jahreszeiten des Lebens fest in seiner Malerei auf Kupfer. Von der Elblandschaft am Waldschlößchen bis zu Reiseeindrücken aus seiner zweiten Heimat Spanien, wo er viele Jahre ein Sommeratelier hatte, reichen seine „Impressionen aus dem Feuer“. So lautet der Titel seiner derzeitigen Ausstellung in der Galerie Gerstaecker in Dresden. Rund 80, teils neue Emaillebilder in dieser heute seltenen künstlerischen Technik zeigt er dort an den Wänden der Bibliothek und in der Halle des Künstlerfachmarkts. Zu sehen bis 13. Mai.
Geöffnet: Mo – Fr 9.30 – 19.30 Uhr, Sa 10 – 16 Uhr
http://www.bilder-aus-dem-ofen.de
Siehe dazu auch das Porträt über Günter Gläser auf meinwortgarten.com/bildende kunst
Text + Fotos (lv)

Mit viel Herzblut und Hingabe begleitete das Duo Kratschkowski die Ausstellungseröffnung.

Vielfarbig schimmernde Melodie- und Farbklänge: die Musiker und der Emaillebild-Künstler Günter Gläser









Biographie von Günter Gläser mit Farbaufnahmen seiner Emaillebilder:
Im Bild Günter Gläser, neben ihm Verleger Jens Kuhbandner vom Notschriften-Verlag Radebeul und Laudator und Autor Thomas Gerlach.


27 Samstag Jan 2018

Foto: Michael Zschech
WIEDER EIN JAHR
Ein Abend mit HAIKU-Dichtung und ostasiatischer Musik im Chinesischen Pavillon.
Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt. Es ist immer im Jetzt. Immer gegenwärtig, offen und konkret. Und vor allem – wandlungsfähig!
Der Dichter Volker Sielaff und der Yogalehrer Michael Zschech werden eigene Haikus vorstellen. Die Tochter eines japanischen Haikumeisters, Migawa Shimizu, wird auf japanisch klassische Haikus ihres Vaters lesen.
Axel Kabbe wird die Lesungen auf der Bambusflöte begleiten.
Der Abend findet am 2. Februar 2018, 19:00 Uhr, im Chinesischen Pavillon auf dem Weißen Hirsch, Bautzner Landstr. 17 A, statt.
Text: Monika Alexandra Kämpfer,
Presse und Marketing Chinesischer Pavillon e.V.
27 Samstag Jan 2018


Zum Deutschen Naturforscherkongress 1828 in Berlin treffen sich zwei Wissenschaftler, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Alexander von Humboldt, Forscher, Abenteurer und «zweiter Entdecker Amerikas», und Carl Friedrich Gauß, Mathematiker, Astronom und Misanthrop. Und doch haben beide ein Ziel und eine Passion: die Vermessung der Welt.
Der ehemalige Student der Geologie und Mineralogie an der Bergakademie Freiberg, Humboldt, erforscht mit großer Akribie alles, was ihm begegnet. Er kämpft sich durch Urwald und Steppe, kostet Gifte, befährt den Orinoco, besteigt Vulkane, begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Gauß hingegen verlässt einen Ort, an den er sich gewöhnt hat, nur unter Strafandrohung und kommt so sein Leben lang nicht über das Planquadrat Braunschweig/Göttingen hinaus. In seinem Kopf wird der Raum, den er nie gesehen hat, berechenbar. Er, der nicht ohne Frau leben kann, springt selbst in seiner Hochzeitsnacht aus dem Bett, um eine Formel zu Ende zu bringen. Gauß dringt in Sphären vor, wo sich im Unendlichen die Parallelen berühren und entdeckt fünfzig Jahre vor Einstein durch abstrakte Betrachtungsweise, dass der Raum gekrümmt sein muss.
Mit Fantasie und viel Humor beschreibt Kehlmann das Leben dieser beiden Genies und ihr Ringen um Erkenntnis mitsamt ihren Sehnsüchten und Schwächen, zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Was beide zu einer Einheit werden lässt, ist die spannende Frage nach dem Verhältnis von Geist und Raum, das sie auf jeweils eigene Art definieren und leben. Ein weltumspannendes Abenteuer, das die große Welt in poetischer Verdichtung auf die Bühne bringt!
Inszenierung: Lutz Hillmann; Ausstattung: Miroslaw Nowotny
Darsteller:
Daguerre – Anke Teickner; Humboldts Assistent, Büttner, Lampe, Wahrsager, Eingeborenen, Missionar, Stimme, Vogt – Tom Hantschel; Alexander von Humboldt – Michael Berndt-Cananá; Bonpland – Jens Bache; Gauss – Grian Duesberg; Eugen, Eingeborener 2 – Johannes Krobbach; Alle Frauenrollen, Herzog, Der Bärtige, Eingeborener 3 – Julia Vincze
Text: Petra Grubitzsch/LB
28.1., 19 Uhr; 24.3., 19.30 Uhr, LB Radebeul
3.2. und 16.3., 19.30 Uhr, Gastspiel Vermessung der Welt, Bautzen/Volkstheater
4.3., 15 Uhr, Gastspiel Vermessung der Welt Bad Elster/König-Albert-Theater
Auskünfte und Kartenverkauf: Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de
27 Samstag Jan 2018
Posted in Aktuelles





Eine afrikanische Eulenmaske hängt neben einem Kleiderhaken mit Hirschkopf.
Die Ansicht eines Puppenhauses aus der Biedermeierzeit mit Schubladen neben einem venezianischen Türklopfer, bestehend aus zwei Holzfäusten. Wildnis und bürgerliche Idylle treffen skurril aufeinander in den Ölbildern von Matthias Kistmacher, die fast eine ganze Wand füllen in der Ausstellung “Radebeuler Künstler – Heute“ in der Stadtgalerie in Alkötzschenbroda 21.
Dort zeigen zum 35jährigen Galeriejubiläum derzeit über 50 ältere und junge Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten. In großer Bandbreite an Aussagen und
Ausdruckskraft sind Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie, Textilgestaltung, Objektkunst bis Neue Medien auf zwei Etagen versammelt. Darunter Figürliches, Blumenstilleben und vielfarbige abstrakte Landschaften. Da begegnen einem „Schulze und Schulze“, zwei gleich aussehende Männer in rotweißgeringelten Ringeranzügen mit schwarzem Bart, Hut und weißem Schleier in einem Bild von Kistmacher.
Auch „Angela“ und „Martin“ haben sich unter die Besucher der Stadtgalerie gemischt. In Gestalt zweier wild-urwüchsiger Figuren stehen sie auf Sockeln aus rostigen Nägeln auf dem Fensterbrett gleich neben dem Eingang. Sie trägt einen grünen Plastfernseher mit Wachstumskurve auf dem Kopf, er eine Maske mit Federn. Diese Politikerparodie stammt von Reinhard Zabka. Ein schwarzgoldener Tierschädel aus Porzellan, den Detlef Reinemer formte und übermalte, symbolisiert den „Tanz um das goldene Kalb“.
Da hängen hinter Glas „Amors Köcher“ in einem Objekt von Wolf-Eike Kuntsche. Daneben ein erdiger Frauenakt-Torso von Gerold Schwenke. Eine papierne Häuserlandschaft mit aufgemalten schwarzen Sonnen, Sternen und spitzen Zinnen wirkt schön und bizarr, abgeschottet zugleich. „Wehrdorf“ heißt dieses auf einer Stele ruhende Gebilde aus Kascheé von Gabriele Reinemer.
In den handgefilzten Wandteppich aus Merinowolle mit dem Titel „Drei von Hundert“ von Anna Kuntsche haben sich unter 97 weißen, drei zart rote Blüten eingeschlichen.
Reizvolle Blickwechsel von verschiedenen Seiten ermöglicht auch das Objekt „Glassworks I“ von Constanze Schüttoff aus pigmentiertem Weißglas, hinter dem blaue Papierstreifen himmelwärts ragen. Peter Graf zeigt ein Ölbild mit bunten Farbinseln und freut sich: „Bald ist Frühling“. Graue Wolken ziehen über eine farbspiegelnde Teichlandschaft dahin im Bild „Vergehen und Neubeginn“ von Dorothee Kuhbandner.
Saftig gelbe Birnen leuchten vor dunklem Grund sehr gediegen in einem Ölbild von Bärbel Kuntsche. Einen Blick in den Kunstsalon einer alten Dame in „Wien“, die ihn offenbar beeindruckte, gewährt eine farbige Aquatinta von Markus Retzlaff. Fein nuanciert im Licht-Schatten-Spiel auch seine „Schatten-Tulpen“ und „Selbst mit Blumen“. Etwas plakativ wirkt hingegen der Digitaldruck „Ein Schritt zu weit“ von Lutz Lippmann mit rastlosen Körpern in Bewegung und wie eingefügt wirkenden Treppenstufen. Ein Stück ungewöhnliche Realität begegnet dem Betrachter in der nahe gehenden Fotoserie „Romy“ von Josefne Lippmann zum Thema Transgender.
Ihre Farbaufnahmen halten Momente vor und nach der OP fest und erzählen offen und behutsam wie aus Bernd, der sich als Frau gefangen im Körper eines Mannes fühlte, Romy wurde. Heute 63jährig, kann sie endlich so leben wie sie möchte und zeigt sich selbstbewusst wie sie ist.
Die Midissage zur Ausstellung, die noch bis 4. März zu sehen ist, findet am 9. Februar, um 19.30 Uhr in der Stadtgalerie Radebeul statt.
Text + Fotos (lv)
Geöffnet: Di., Mi., Do. und So. 14 – 18 Uhr









23 Dienstag Jan 2018
Posted in Bildende Kunst

Foto: Olaf Amberg
Ein „Wieder Sehen“ mit den Arbeiten von 40 Künstlern, die in den letzten 20 Jahren hier ausstellten und heute noch aktiv sind, gibt es in der nunmehr 90. Ausstellung in der Villa Eschebach der Volksbank Dresden. Die Eröffnung ist am 23. Januar, um 19 Uhr im Bankgebäude am Albertplatz. Es ist zugleich die letzte Ausstellung, die der Initiator der Kunst in der Villa Eschebach und bisherige Pressesprecher des Hauses, Dieter Hoefer selbst organisiert hat.
Begonnen hat alles im Sommer 1997 mit der Eröffnung der wiedererbauten Villa Eschebach, in deren Räumen außerdem Werke des Dresdner Bildhauers Vinzenz Wanitschke ausgestellt wurden. Seither wurden rund 5 000 Kunstwerke aller Genres gezeigt. Beteiligt waren daran über 320 Künstler in 70 Einzel- und fast 20 Gruppenausstellungen, resümiert Hoefer.
Die Schau „Wieder Sehen“ vereint Malerei, Grafik, Zeichnungen und Plastik von Künstlern, mit denen Hoefer während seiner Ausstellungstätigkeit zu tun hatte und mit denen er auch nach den Ausstellungen vielfach noch freundschaftlich verbunden ist, steht auf der Einladungskarte zu lesen.
Die Ausstellung ist bis 16. März zu sehen.
Text (lv)
Geöffnet: Mo und Mi 8.30 bis 16 Uhr, Di und Do 8.30 bis 18 Uhr, Fr 8.30 bis 13 Uhr

Ausstellungsinitiator Dieter Hoefer holte wieder reichlich Kunst ins Bankhaus, die viele Besucher anlockte. Im Hintergrund das Bild „Penthesilea und Achill“ auf Papierrollo.


„Schlipswürger“, Ulrich Eissner „Blicke“, Stefan Plenkers

Dieter Hoefer und Künstler Holger John (mit Hut)

„Schokoladenmädchen Peggy mit Halbmond“, Holger John

Bilder von Andrea Türke, Victoria Graf und Christiane Latendorf u.a.
„mal mir ein bild vom meer“, „müde“, Peter Graf
„Hafen von Kloster“, Olaf Amberg

„Häuser bei Grieben“, Maria Mednikova
„Übergänger“, Ulrike Pisch

Bilder von Lutz Bleidorn und Jürgen Schieferdecker

„Ophelia“, Tina Wohlfarth „Selbstbildnis“, 1990, Gudrun Trendafilov
„Klunkerkäfer“, Gudrun Brückel
„Nicht ewig blüht der Raps…“, Michael Freudenberg
„Aloah“, Gerd Küchler

„In einem“, „Liebe“, Sandsteinplastiken von Konstanze Feindt Eissner
Plastiken von Ulrich Eissner, Zeichnungen von Victoria Graf

„Zertanzte Schuhe“, Anton Paul Kammerer

Text + Fotos (lv)
23 Dienstag Jan 2018
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst
Eigentlich mag ich keine Finissagen, wenn etwas zum letzten Mal zu sehen ist, sondern lieber Ausstellungseröffnungen. Doch diesmal war es anders, zufällig landete ich doch dort. Es war eine besondere Atmosphäre zum Abschluss der Ausstellung „Schwarz Sehen“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte am Fetscherplatz in Dresden. Zusammen mit der Malerin und der Galeristin Karin Weber wurde in locker persönlicher Besucher- und Künstlerfreundesrunde gefeiert, geredet, Wein getrunken, getanzt und gelacht über alle Stürme und Widrigkeiten des Lebens hinweg. Unterhielt man sich über die Bilder und spann den Faden weiter, knüpfte neue Kontakte, um gemeinsam Kunst zu zeigen. Begleitet von zauberhaften Klängen am Akkordeon von Gabriel Jagieniak. Erst kurz vor Mitternacht wurde es doch noch etwas wehmütig, als die Bilder nach und nach aus ihren Rahmen von den Wänden genommen, mit Tüchern verhangen oder in Transportkartons gelegt wurden. Wie anders sie da aussehen… Am liebsten sehe ich sie doch an den Wänden leuchten und strahlen. Als ich ihr erzähle, dass mich Finissagen traurig machen, sagt Angela Hampel: „Es entstehen doch immer neue Bilder…“ Und viele ihrer Bilder haben inzwischen auch neue Besitzer gefunden.
Die nächste Ausstellung mit dem Titel „Karins neue Kleider“ mit Malerei und Zeichnung von Lucas Oertel, Nadja Poppe und Robert Finke eröffnet übrigens am 25. Januar, um 19.30 Uhr in der Galerie Mitte. Hier gibt es auch wieder eine Lesung mit der Schauspielerin Hannelore Koch am 4. Februar, um 19.30 Uhr.
Text + Fotos (lv)

Faszination der Farben und Klänge: Da wurde die Galerie spontan zur
Tanzfläche.

Tanzfreudig: die Künstlerin Michelle Cyranka und der
Musiker Gabriel Jagieniak


Reger Austausch (im Bild von li nach re): Galeriemitarbeiter Thomas Bawolski, Torsten Leupold, Angela Hampel und ihr langjähriger künstlerischer Begleiter Steffen Fischer.

Galerie als Treffpunkt: die Künstlerin Manuela Neumann und Besucherin Gabriele Stejke


Angeregte Gespräche: Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack mit ihrem Mann und dem Maler Steffen Fischer. Re. im Bild die Künstlerin Sylvia Ibach hört interessiert Musiker Gabriel Jagieniak zu, der ihr gerade den Obertongesang erklärt.


Ausstellungsbesucher vor dem Bild „Der fröhliche Landmann“









22 Montag Jan 2018

Bunt, flippig und verrückt wie das Leben selbst. So kommt „Tschick“, die Geschichte um zwei jugendliche Außenseiter auf großer Abenteuerreise daher. Die Road-Oper von Ludger Vollmer in der Librettofassung von Tiina Hartmann nach dem Bestsellerroman von Wolfgang Herrndorf hatte am Freitagabend Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Zuvor eroberten die Buchhelden schon kurz nach dem Erscheinen der Roadstory 2010 auch erfolgreich als Theaterstück von Robert Koall die Bühne im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden und zuletzt die Kinoleinwand in einer Verfilmung von Fatih Akin 2016.
Die Oper von Ludger Vollmer unter Regie von Sebastian Ritschel ist aufregend, witzig-abgedreht und fantasievoll, voller schräger Klänge in Szene gesetzt. Im Bühnenbild prallen bunte Graffiti, Sprüche und Totenschädel und noble Etikette aufeinander. Das Fenster mit dem Protzvorhang öffnet und schließt sich, hinter dem allerhand seltsame, skurrile Typen erscheinen, denen die zwei Ausreißer auf ihrer Tour im geklauten Lada begegnen. Tschick (Michael Zehe), der umtriebige, junge russische Spätaussiedler und der luxusverwahrloste Maik (Johannes Leuschner), vernachlässigt und verprügelt vom Vater (komisch-absurd: Hagen Erkrath), einem Immobilienspekulanten im Kampf gegen Naturschützer und überfordert mit der alkoholkranken Mutter (Stephanie Krone), brechen in den Sommerferien, ohne Handy oder Landkarte, auf in Richtung Süden. Alles erscheint ihnen größer, schöner und dreht sich um sie, wenn sie mitten durch große, flirrende Farbstrudel an den Bühnenwänden in ihrem Autoscooter-Gefährt von einem Abenteuer ins nächste düsen, welche Träume, Übermut, Ängste und Nachdenken über den Lebenssinn in schnellem Wechsel auslösen.
Sie treffen eine Gruppe gebeugte, farblose Rentner im Gleichschritt, eine schrecklich nette Großfamilie und einen hartgesottenen alten Kämpfer und das frech-selbstbewusste Punkmädchen Isa (Kirsten Labonte), das auf einer Müllkippe haust und den Jungs hilft, neues Benzin zu besorgen. Sie streiten, lachen, tanzen durch die Nacht in ferne Galaxien und betrachten das Marsinsektenkino am Sternenhimmel. Die Musik ist mal wild, grell, laut, dissonant und temporeich, dann wieder leise lyrisch, wehmütig und steigert sich im Laufe des Abends rockig-punkig und verlangt dem Publikum ebenso wie den Sängern und Musikern der Elblandphilharmonie Sachsen (Leitung: Hans-Peter Preu) viel ab hinsichtlich diesem Klangmix und dem schnoddrig deftigen Jugendslang. Begleitet wird die Reise von einem mitreißend singenden und agierenden Jugend-Chor und dem Opernchor der Landesbühnen, der akustisch allerdings streckenweise schwer zu verstehen ist. Eine spannende Inszenierung mit Anspruch, die polarisiert. Nicht alle Zuschauer blieben bis zum Schluss. Dennoch gab es viel Beifall vor allem für die jungen Hauptdarsteller.
Text (lv)
http://www.landesbuehnen-sachsen.de
18 Donnerstag Jan 2018
Posted in Aktuelles, Fotografie, Lebensart

Foto: Matthias Neumann/Stadtarchiv Dresden:
Das Blaue Wunder, 1983.
Ein Vortrag über die Fotografien aus dem Nachlass von Matthias Neumann entführt in das Dresden der 1980er Jahre innerhalb der Fachausstellung „Verborgene Geschichte(n) aus dem Stadtarchiv“ am 23. Januar, um 18 Uhr.
Text: Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden
Kommende Veranstaltungen:
1. Februar 2018, 18 Uhr
Prof. Dr. Josef Matzerath: Wie kam die italienische Küche nach Dresden?
6. Februar 2018, 18 Uhr
Dr. Alexander Kästner: Von feuchten Kellern und Secreten