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Kategorien-Archiv: Aktuelles

Neue Ausstellung „Kontraste“ im Kunstkeller

30 Dienstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Zwischenmenschliches

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Fotos/Volkmar Fritzsche: Formenspiele auf nackter Haut. Gesichter

Das Spiel der Gegensätze

Unter dem Titel „Kontraste“ vereint die nunmehr 94. Ausstellung der Galerie Kunstkeller – aktfotoARTDresden gegensätzliche aktfotografische Arbeiten von Volkmar Fritzsche. Eröffnet wird die Schau am 6. Februar, um 20 Uhr auf der Radeberger Straße 15.

„Kontraste“ negiert einmal ausnahmsweise alle Regeln, die man bei einer thematischen Ausstellung erwarten kann: eine harmonische Hängung und die Ausrichtung in Gruppen verwandter Bilder. Der Gegensatz wird zum Thema. Sowohl Bildinhalte bzw. Aussagen als auch Bildtechniken, Farben, hell-dunkel, alles ist geprägt von Gegensätzen. In der Medizin macht ein Kontrastmittel erst sichtbar, was sonst nicht erkennbar wäre. Hier erzwingt sich jedes Bild Beachtung, weil es räumlich nicht in einem Kontext mit verwandten Bildinhalten eingebettet ist.

Diese Ausstellung will allerdings nicht spektakulär Gegensätzliches präsentieren, sondern ein weites Spektrum starker Kontraste bis hin zu feinen gegensätzlichen Nuancen.

Mehr als die Hälfte der Arbeiten sind klassisch s/w. Der größte Teil besteht aus Originalfotografien in unterschiedlichsten Aufnahmetechniken, neben Collagen und Verfremdungen durch Bildbearbeitung.

Wenn sich so etwas wie ein roter Faden durch die Ausstellung zieht, dann ist es der Kontrast.

Text: Volkmar Fritzsche

Vernissage:  Dienstag, 6. Februar, 20 Uhr

Einführende Worte und musikalische Umrahmung: Solvig Frey

Ausstellungsdauer:       6. Februar bis 19. April 2018

Geöffnet:  di 15 – 21.30; mi + do 16.30-18.30 Uhr und nach tel. Absprache unter (0351) 802 70 70                                  

Blick in die Ausstellung  ab 29. Januar: www.kunstkeller-dresden.de/aktuell.htm

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Blogger Sessions 18 auf der Leipziger Buchmesse im März

30 Dienstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Projekte

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Blogger gestalten erstmals das Konferenzprogramm mit

Die Buchblogger-Szene entwickelt sich immer differenzierter. Blogger, die seit Jahren über Bücher und die Buchbranche schreiben, sind längst fest etabliert und mit Verlagen, Autoren und Redaktionen vernetzt. Gleichzeitig gehen neue Blogger an den Start und suchen den Einstieg in die Szene. „Dieser Ausdifferenzierung tragen wir Rechnung“, erklärt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, der die Konferenzteilnehmer am 18. März persönlich begrüßen wird.

„Blogger gestalten erstmals das Konferenzprogramm aktiv mit und unterstützen in Leipzig Blogger auf der Suche nach Profil, Relevanz und Einfluss.“

Die Leipziger Buchmesse hat für die buchmesse:blogger sessions 18 ein vielfältiges Programm für Blogeinsteiger und Fortgeschrittene vorbereitet. Neben Expertenvorträgen finden Diskussionsrunden mit diversen Bloggern und Branchenteilnehmern unter der Leitung von literaturcafe.de-Chef und Bloggerurgestein Wolfgang Tischer statt. Zudem konnten Blogger erstmals per Call for Papers ihre Themenvorschläge für die Konferenz einreichen. Die sieben Veranstaltungen mit den meisten Stimmen wurden in das Programm aufgenommen.

Die buchmesse:blogger sessions 18 finden am Messesonntag von 10:15 bis 15:30 Uhr in den Fachforen 1 und 2 der Halle 5 statt.

Programm für Blog-Einsteiger und Profis

Mehr Mut beim Bloggen
Für mehr Mut beim Bloggen plädiert Buchblogger Linus Giese von Buzzaldrins Bücher im Gespräch mit Wolfgang Tischer. Die Buchbloggerwelt werde immer schnelllebiger – die meisten Blogger haben schon lange nicht mehr nur einen Blog, sondern auch einen Twitter-, Instagram- und Facebookkanal. So viele Inhalte und so wenig Zeit – da seien Persönlichkeit und Authentizität gefragt. Doch was ist das eigentlich und wann ist man als Blogger authentisch und nahbar? Linus Giese berichtet über seine persönliche Blog- und Lebensgeschichte sowie die Chancen und Risiken, Persönliches zu bloggen.

Blogtouren in Buchblogs: Pro und Contra
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine Blogtour innerhalb der deutschen Literaturbloglandschaft an den Start geht. Blogtouren sind erfolgreich, aber auch umstritten. Was spricht dafür, was dagegen? Wie groß ist der Informationswert der Blogtouren für Leser? Oder sind es nur geschickte Marketingaktionen mit ominösen Gewinnspielen? Über das Pro und Contra von Blogtouren diskutieren Wolfgang Tischer (literaturcafe.de) mit Gloria H. Manderfeld (Nerd-Gedanken) und Philipp Lohmann (Nerds-gegen-Stephan).

Tipps &Tricks für die Zusammenarbeit mit den Verlagen
Ob Einsteiger oder Profi, die Beziehungen zu Verlagen sind enorm wichtig.
Wie baue ich Kontakt zu Verlagen auf und wie halte ich ihn? Wie bekomme ich Rezensionsexemplare? Was wird von mir erwartet und was kann ich erwarten? Die Blogger-Verantwortliche eines Publikumsverlags, ein Mitglied aus dem Team der Online-Plattform NetGalley und eine Buchbloggerin geben Hinweise und Antworten rund um die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Buchbloggern und Verlagen. Denn von einer guten Zusammenarbeit könnten alle profitieren, wie die Experten betonen.

#fightforyou
Der Papierverzierer Verlag wird zur Mittagszeit seine Arbeit mit Bloggern und die zum Messezeitpunkt aktuell laufende Buchkampagne #fightforyou zur Neuerscheinung „Krieger der Lüfte“ vorstellen. Das Bloggen mit Büchern biete mehr als nur pure Leserunterhaltung und der Austausch in der Community, erklärt der Verlag. Blogger seien Abenteurer mit dem notwendigen Handwerkszeug, die es verstehen, für Unterhaltung und Diskussionen zu sorgen.

Sicher im Netz
Das Internet und die deutsche Gesetzgebung verbergen viele Fallstricke, die bei Nichtbeachtung teuer werden können. Es gebe kein perfekt abgesichertes System, aber man könne einiges für mehr Sicherheit tun, sagt Susanne Kasper von der Social Reading Plattform Literaturschock. In ihrem Vortrag führt sie in das Thema Absicherung von Webseiten und Social-Media-Accounts ein. Der Vortrag bietet keine Rechtsberatung. Für Rechtsfragen steht Referent Tilman Winterling in einem Q&A im Anschluss an seine Veranstaltung zum Influencermarketing zur Verfügung.

Schleichwerbung oder Werbung?
#detox – Neues zu Influencermarketing und Schleichwerbung lautet der Titel des Vortrages vom Rechtsanwalt für Urheber- und Medienrecht Tilman Winterling (54books). Influencermarketing sei für die Akteure inzwischen alltäglich. Den wenigen gerichtlichen Entscheidungen stünden umso mehr Empfehlungen von Rechtsanwälten, Verbänden und anderen entgegen. Tilman Winterling informiert, wie man rechtssicher mit Marken- und Urheberrechten im Marketing agiert, was es bei dem Setzen von Hashtags zu beachten gilt und ab wann Werbung Werbung ist, die als solche gekennzeichnet werden muss. Im anschließenden Q&A bleibt ausreichend Zeit für Fragen aus dem Publikum.

Die wilde Geschichte der Jahre 2015-2017
Jens Hirt und Tim Sarianidis vom Blog Ausnahmezustand Neuzeit schauen in ihrem Vortrag auf die Krise in der westlichen Welt. Sie erklären die gesellschaftliche Polarisierung aus der Geschichte heraus. Dieser Blick auf aktuelle Krisenphänomene zeige, so die Referenten, was Blogs heute leisten können: Sie sind zu einer Kulturtechnik geworden. Die beiden konstatieren fehlerhafte Spielregeln der Digitalisierung, der Kommunikation und der globalisierten Ökonomie und bieten neben Thesen und Erklärungen Reformvorschläge 4.0 an.

Für Blog-Einsteiger

Alleinstellungsmerkmale für Buchblogger finden
Wer aus dem Meer von Bloggern herausstechen wolle, brauche ein klares Profil, meint Glora H. Manderfeld vom Blog Nerd-Gedanken. Doch welche Inhalte sind das berühmte „mehr“, der einen Leser zum Blog zurückbringt? In Unternehmerkreisen wird das „Alleinstellungsmerkmal“ beschworen, das eine Marke oder eine Firma unverwechselbar macht. Gemeinsam mit den Zuhörern will die Referentin Wege erarbeiten, die eigenen Stärken zu erkennen, aus ihnen ein Profil für den jeweiligen Blog zu bilden und Ideen für Artikelstrecken zu entwickeln.

Markenbildung durch Inhalt
Auch Franziska Kurz (www.franzi-liest.de) spricht sich in ihrem Vortrag über Markenbildung durch konsequente Inhalte in Social Media aus und will die Zuhörer in Leipzig anregen, sich Gedanken über ihr Ziel beim Bloggen zu machen. Was unterscheidet Blogger, macht sie unverwechselbar? Franziska Kurz schreibt seit 2015 über Bücher und versteht sich als Botschafterin für Buchempfehlungen für einen positiven Feminismus. Sie empfiehlt  Bücher, die für ein positives Frauenbild stehen. Durch dieses konsequente Eintreten habe sie ihren USP generiert.

Verlagskommunikation und Rezensionspolitik
Es gibt viele Fragen rund um die Beziehungen zwischen Verlagen und Bloggern oder Autoren und Bloggern. Wie verhalte ich mich zum Beispiel, wenn ein Autor Rezensionsexemplare anbietet, oder welche Komponenten tragen zu einer guten Verlagskooperation bei? Damit sich Bloganfänger die Informationen nicht mühsam zusammensuchen müssen, geben Daniel Allertseder und Larena Delacruz vom Blog WeLoveBlogs einen Crash-Kurs für alle Neulinge, die mehr über Verlage, Agenturen und Rezensionen erfahren möchten.

Für Fortgeschrittene

Über Bücher schreiben und damit gutes Geld verdienen
Die Agentur für skalierbares Influencer- & Blog-Marketing blogfoster geht in Sachen Beziehungsmanagement noch einen Schritt weiter. Nach Ansicht der Agentur können Buchblogger zu Influencern werden und damit gutes Geld verdienen, sofern Verlage und Blogger ihre noch immer bestehenden Berührungsängste ablegen würden. Wie Blogger mit Verlagen oder anderen Unternehmen zusammenarbeiten können, ohne dabei ihr wichtigstes Gut, ihre Glaubwürdigkeit, aufs Spiel zu setzen, verrät Industry Specialist Heide Herbst.

Storytelling in Buchblogs
Warum sollen nur Bücher Geschichten erzählen, fragt Frau Hemingway alias Janine Rumrich. Ein Faktor erfolgreicher Blogs sei es doch, dass sie ihren Leserinnen und Lesern an persönlichen Geschichten teilhaben ließen. Und was lege bei Buchblogs näher, als selbst spannende Erzählungen zu verfassen? Nur stupide über die Handlung von Büchern zu schreiben, sei doch langweilig, so Janine Rumrich. Der Vortrag gibt eine Einführung in das Thema „Storytelling in Buchblogs“ mit vielen praktischen Beispielen für Buchblogger.

Ende der Kuschelzeit
Literaturblogs schwimmen in ihrer Blase, sind meist zurückhaltend und passiv, meinen die drei Blogger Katharina Herrmann (54books), Jochen Kienbaum (lustauflesen) und Tobias Nazemi (Buchrevier). Dabei gebe es abseits „netter Buchbesprechungen“ so viel zu sagen. Wie können Blogger mutiger und damit relevanter werden? Was steuern Blogger zu aktuellen Diskussionen bei? Warum hecheln sie hinterher und laufen nicht vorweg? „Hören wir auf zu kuscheln, lasst uns laut und stachelig werden“, fordern die drei und erläutern, wie Literaturblogs eine höhere Relevanz erlangen.

Buchblogger im Vergleich: Listen, Rankings und Awards
Relevanz ist erstrebenswert. Da sind sich alle Experten einig. Aber wie misst man Relevanz? Über Preise und Rankings? Sind Buchblogger überhaupt vergleichbar? Warum dieses ständige Vergleichen? Nach welchen Kriterien soll und kann überhaupt eine Bewertung erfolgen? Was spricht für und gegen Bewertungen und Awards? Diesen Fragen geht die Diskussionsrunde „Buchblogger im Vergleich: Listen, Rankings und Awards“ nach, moderiert von Wolfgang Tischer nach.

Die Teilnahme an den buchmesse:blogger sessions 18 ist kostenfrei. Unterstützt wird die Veranstaltung von buchjournal, literaturcafe.de, NetGalley und dem Papierverzierer Verlag. Das Programm endet um 15.30 Uhr. Anschließend sind alle Teilnehmer zu einem Get-together bei Snacks und Getränken im Fachforum eingeladen.

buchmesse:blogger
Die Leipziger Buchmesse unterstützt unter dem Label buchmesse:blogger mit den „buchmesse:blogger sessions“ und der Bloggerlounge in Halle 5 den Austausch zwischen Buch- und Blogmachern. Zusätzlich werden im Bloggerguide auf der Website alle relevanten Informationen und Veranstaltungen für Blogger zusammengestellt.

Weitere Infos unter http://www.leipziger-buchmesse.de/Themen/buchmesse-blogger/

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 24. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text:  Julia Lücke/Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse im Social Web:
http://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
http://twitter.com/buchmesse
http://www.instagram.com/leipzigerbuchmesse

 

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BilderAlbum: Bilder aus dem Feuer von Günter Gläser in der Galerie Gerstaecker

30 Dienstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Musik

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Farbreiche Lebensbilder

Eine Ausstellung mit der heutzutage seltenen Emmaillebildkunst auf Kupfer zeigt der Radebeuler Künstler Günter Gläser derzeit in der Galerie Gerstaecker in der ehemaligen Heeresbäckerei, Provianthofstr. 7 in Dresden-Nord.

In leuchtenden Farbtönen hält Günter Gläser die Natur und die Jahreszeiten des Lebens fest in seiner Malerei auf Kupfer. Von der Elblandschaft am Waldschlößchen bis zu Reiseeindrücken aus seiner zweiten Heimat Spanien, wo er viele Jahre ein Sommeratelier hatte, reichen seine „Impressionen aus dem Feuer“. So lautet der Titel seiner derzeitigen Ausstellung in der Galerie Gerstaecker in Dresden. Rund 80, teils neue Emaillebilder in dieser heute seltenen künstlerischen Technik zeigt er dort an den Wänden der Bibliothek und in der Halle des Künstlerfachmarkts. Zu sehen bis 13. Mai.

Geöffnet: Mo – Fr 9.30 – 19.30 Uhr, Sa 10 – 16 Uhr

http://www.bilder-aus-dem-ofen.de

Siehe dazu auch das Porträt über Günter Gläser auf meinwortgarten.com/bildende kunst

Text + Fotos (lv)


Mit viel Herzblut und Hingabe begleitete das Duo Kratschkowski die Ausstellungseröffnung.

Vielfarbig schimmernde Melodie- und Farbklänge: die Musiker und der Emaillebild-Künstler Günter Gläser

Biographie von Günter Gläser mit Farbaufnahmen seiner Emaillebilder:
Im Bild Günter Gläser, neben ihm Verleger Jens Kuhbandner vom Notschriften-Verlag Radebeul und Laudator und Autor Thomas Gerlach. 

http://www.gerstaecker.de

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Haiku – Lesung

27 Samstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie

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Foto: Michael Zschech

WIEDER EIN JAHR 

Ein Abend mit HAIKU-Dichtung und ostasiatischer Musik im Chinesischen Pavillon.

Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt. Es ist immer im Jetzt. Immer gegenwärtig, offen und konkret. Und vor allem – wandlungsfähig!

Der Dichter Volker Sielaff und der Yogalehrer Michael Zschech werden eigene Haikus vorstellen. Die Tochter eines japanischen Haikumeisters, Migawa Shimizu, wird auf japanisch klassische Haikus ihres Vaters lesen.

Axel Kabbe wird die Lesungen auf der Bambusflöte begleiten.

Der Abend findet am 2. Februar 2018, 19:00 Uhr, im Chinesischen Pavillon auf dem Weißen Hirsch, Bautzner Landstr. 17 A, statt.

Text: Monika Alexandra Kämpfer,
Presse und Marketing 
Chinesischer Pavillon e.V.

 

 

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Die „Vermessung der Welt“ an den Landesbühnen Sachsen

27 Samstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Reise durch Geist und Raum
mit zwei Genies

Das Stück „Die Vermessung der Welt“ nach dem Roman von Daniel Kehlmann ist in der Bühnenfassung von Dirk Engler am 28. Januar wieder an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul zu sehen.

Zum Deutschen Naturforscherkongress 1828 in Berlin treffen sich zwei Wissenschaftler, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Alexander von Humboldt, Forscher, Abenteurer und «zweiter Entdecker Amerikas», und Carl Friedrich Gauß, Mathematiker, Astronom und Misanthrop. Und doch haben beide ein Ziel und eine Passion: die Vermessung der Welt.

Der ehemalige Student der Geologie und Mineralogie an der Bergakademie Freiberg, Humboldt, erforscht mit großer Akribie alles, was ihm begegnet. Er kämpft sich durch Urwald und Steppe, kostet Gifte, befährt den Orinoco, besteigt Vulkane, begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Gauß hingegen verlässt einen Ort, an den er sich gewöhnt hat, nur unter Strafandrohung und kommt so sein Leben lang nicht über das Planquadrat Braunschweig/Göttingen hinaus. In seinem Kopf wird der Raum, den er nie gesehen hat, berechenbar. Er, der nicht ohne Frau leben kann, springt selbst in seiner Hochzeitsnacht aus dem Bett, um eine Formel zu Ende zu bringen. Gauß dringt in Sphären vor, wo sich im Unendlichen die Parallelen berühren und entdeckt fünfzig Jahre vor Einstein durch abstrakte Betrachtungsweise, dass der Raum gekrümmt sein muss.

Mit Fantasie und viel Humor beschreibt Kehlmann das Leben dieser beiden Genies und ihr Ringen um Erkenntnis mitsamt ihren Sehnsüchten und Schwächen, zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Was beide zu einer Einheit werden lässt, ist die spannende Frage nach dem Verhältnis von Geist und Raum, das sie auf jeweils eigene Art definieren und leben. Ein weltumspannendes Abenteuer, das die große Welt in poetischer Verdichtung auf die Bühne bringt!

Inszenierung: Lutz Hillmann; Ausstattung: Miroslaw Nowotny

Darsteller:

Daguerre – Anke Teickner; Humboldts Assistent, Büttner, Lampe, Wahrsager, Eingeborenen, Missionar, Stimme, Vogt – Tom Hantschel; Alexander von Humboldt  – Michael Berndt-Cananá; Bonpland – Jens Bache; Gauss – Grian Duesberg; Eugen, Eingeborener 2  – Johannes Krobbach; Alle Frauenrollen, Herzog, Der Bärtige, Eingeborener 3  – Julia Vincze

Text: Petra Grubitzsch/LB

Nächste Termine

28.1., 19 Uhr; 24.3., 19.30 Uhr, LB Radebeul
3.2. und 16.3., 19.30 Uhr, Gastspiel Vermessung der Welt, Bautzen/Volkstheater
4.3., 15 Uhr, Gastspiel Vermessung der Welt  Bad Elster/König-Albert-Theater

Auskünfte und Kartenverkauf:  Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de

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Ausstellung „Radebeuler Künstler – Heute“ in der Stadtgalerie in Altkötzschenbroda

27 Samstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles

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Wildnis trifft bürgerliche Idylle

Arbeiten zum Schmunzeln und Nachdenken von über 50 Künstlern zeigt derzeit die Jubiläumsausstellung in der Stadtgalerie Radebeul.

Eine afrikanische Eulenmaske hängt neben einem Kleiderhaken mit Hirschkopf.
Die Ansicht eines Puppenhauses aus der Biedermeierzeit mit Schubladen neben einem venezianischen Türklopfer, bestehend aus zwei Holzfäusten. Wildnis und bürgerliche Idylle treffen skurril aufeinander in den Ölbildern von Matthias Kistmacher, die fast eine ganze Wand füllen in der Ausstellung “Radebeuler Künstler – Heute“ in der Stadtgalerie in Alkötzschenbroda 21.

Dort zeigen zum 35jährigen Galeriejubiläum derzeit über 50 ältere und junge Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten. In großer Bandbreite an Aussagen und
Ausdruckskraft sind Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie, Textilgestaltung, Objektkunst bis Neue Medien auf zwei Etagen versammelt. Darunter Figürliches, Blumenstilleben und vielfarbige abstrakte Landschaften. Da begegnen einem „Schulze und Schulze“, zwei gleich aussehende Männer in rotweißgeringelten Ringeranzügen mit schwarzem Bart, Hut und weißem Schleier in einem Bild von Kistmacher.

Auch „Angela“ und „Martin“ haben sich unter die Besucher der Stadtgalerie gemischt. In Gestalt zweier wild-urwüchsiger Figuren stehen sie auf Sockeln aus rostigen Nägeln auf dem Fensterbrett gleich neben dem Eingang. Sie trägt einen grünen Plastfernseher mit Wachstumskurve auf dem Kopf, er eine Maske mit Federn. Diese Politikerparodie stammt von Reinhard Zabka. Ein schwarzgoldener Tierschädel aus Porzellan, den Detlef Reinemer formte und übermalte, symbolisiert den „Tanz um das goldene Kalb“.

Da hängen hinter Glas „Amors Köcher“ in einem Objekt von Wolf-Eike Kuntsche. Daneben ein erdiger Frauenakt-Torso von Gerold Schwenke. Eine papierne Häuserlandschaft mit aufgemalten schwarzen Sonnen, Sternen und spitzen Zinnen wirkt schön und bizarr, abgeschottet zugleich. „Wehrdorf“ heißt dieses auf einer Stele ruhende Gebilde aus Kascheé von Gabriele Reinemer.
In den handgefilzten Wandteppich aus Merinowolle mit dem Titel „Drei von Hundert“ von Anna Kuntsche haben sich unter 97 weißen, drei zart rote Blüten eingeschlichen.

Reizvolle Blickwechsel von verschiedenen Seiten ermöglicht auch das Objekt „Glassworks I“ von Constanze Schüttoff aus pigmentiertem Weißglas, hinter dem blaue Papierstreifen himmelwärts ragen. Peter Graf zeigt ein Ölbild mit bunten Farbinseln und freut sich: „Bald ist Frühling“. Graue Wolken ziehen über eine farbspiegelnde Teichlandschaft  dahin im Bild „Vergehen und Neubeginn“ von Dorothee Kuhbandner.

Saftig gelbe Birnen leuchten vor dunklem Grund sehr gediegen in einem Ölbild von Bärbel Kuntsche. Einen Blick in den Kunstsalon einer alten Dame in „Wien“, die ihn offenbar beeindruckte, gewährt eine farbige Aquatinta von Markus Retzlaff. Fein nuanciert im Licht-Schatten-Spiel auch seine „Schatten-Tulpen“ und „Selbst mit Blumen“. Etwas plakativ wirkt hingegen der Digitaldruck „Ein Schritt zu weit“ von Lutz Lippmann mit rastlosen Körpern in Bewegung und wie eingefügt wirkenden Treppenstufen. Ein Stück ungewöhnliche Realität begegnet dem Betrachter in der nahe gehenden Fotoserie „Romy“ von Josefne Lippmann zum Thema Transgender.

Ihre Farbaufnahmen halten Momente vor und nach der OP fest und erzählen offen und behutsam wie aus Bernd, der sich als Frau gefangen im Körper eines Mannes fühlte, Romy wurde. Heute 63jährig, kann sie endlich so leben wie sie möchte und zeigt sich selbstbewusst wie sie ist.

Die Midissage zur Ausstellung, die noch bis 4. März zu sehen ist, findet am 9. Februar, um 19.30 Uhr in der Stadtgalerie Radebeul statt.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di., Mi., Do. und So. 14 – 18 Uhr

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BilderAlbum: Finissage der Ausstellung „Schwarz Sehen“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte

23 Dienstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

≈ 2 Kommentare

Fest der Farben und der Lebensfreude

Eigentlich mag ich keine Finissagen, wenn etwas zum letzten Mal zu sehen ist, sondern lieber Ausstellungseröffnungen. Doch diesmal war es anders, zufällig landete ich doch dort. Es war eine besondere Atmosphäre zum Abschluss der Ausstellung „Schwarz Sehen“ von Angela Hampel in der Galerie Mitte am Fetscherplatz in Dresden.  Zusammen mit der Malerin und der Galeristin Karin Weber wurde in locker persönlicher Besucher- und Künstlerfreundesrunde gefeiert, geredet, Wein getrunken, getanzt und gelacht über alle Stürme und Widrigkeiten des Lebens hinweg. Unterhielt man sich über die Bilder und spann den Faden weiter, knüpfte neue Kontakte, um gemeinsam Kunst zu zeigen. Begleitet von zauberhaften Klängen am Akkordeon von Gabriel Jagieniak. Erst kurz vor Mitternacht wurde es doch noch etwas wehmütig, als die Bilder nach und nach aus ihren Rahmen von den Wänden genommen, mit Tüchern verhangen oder in Transportkartons gelegt wurden. Wie anders sie da aussehen… Am liebsten sehe ich sie doch an den Wänden leuchten und strahlen. Als ich ihr erzähle, dass mich Finissagen traurig machen, sagt Angela Hampel: „Es entstehen doch immer neue Bilder…“ Und viele ihrer Bilder haben inzwischen auch neue Besitzer gefunden.

Die nächste Ausstellung mit dem Titel „Karins neue Kleider“ mit Malerei und Zeichnung von Lucas Oertel, Nadja Poppe und Robert Finke eröffnet übrigens am 25. Januar, um 19.30 Uhr in der Galerie Mitte. Hier gibt es auch wieder eine Lesung mit der Schauspielerin Hannelore Koch am 4. Februar, um 19.30 Uhr.

Text + Fotos (lv)


Faszination der Farben und Klänge: Da wurde die Galerie spontan zur
Tanzfläche.


Tanzfreudig: die Künstlerin Michelle Cyranka und der
Musiker Gabriel Jagieniak


Reger Austausch (im Bild von li nach re): Galeriemitarbeiter Thomas Bawolski, Torsten Leupold, Angela Hampel und ihr langjähriger künstlerischer Begleiter Steffen Fischer.


Galerie als Treffpunkt: die Künstlerin Manuela Neumann und Besucherin Gabriele Stejke


Angeregte Gespräche: Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack mit ihrem Mann und dem Maler Steffen Fischer. Re. im Bild die Künstlerin Sylvia Ibach hört interessiert Musiker Gabriel Jagieniak zu, der ihr gerade den Obertongesang erklärt.


Ausstellungsbesucher vor dem Bild „Der fröhliche Landmann“

 

 

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Premiere Tschick als Road-Oper an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

22 Montag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Eine verrückt schöne Abenteuerreise

Witzig-abgedreht und fantasievoll inszeniert mit schräger Klangfülle kam Wolfgang Herrndorfs Bestsellerroman Tschick nun auch als Road-Oper an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul heraus.

Bunt, flippig und verrückt wie das Leben selbst. So kommt „Tschick“, die Geschichte um zwei jugendliche Außenseiter auf großer Abenteuerreise daher. Die Road-Oper von Ludger Vollmer in der Librettofassung von Tiina Hartmann nach dem Bestsellerroman von Wolfgang Herrndorf hatte am Freitagabend Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Zuvor eroberten die Buchhelden schon kurz nach dem Erscheinen der Roadstory 2010 auch erfolgreich als Theaterstück von Robert Koall die Bühne im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden und zuletzt die Kinoleinwand in einer Verfilmung von Fatih Akin 2016.

Die Oper von Ludger Vollmer unter Regie von Sebastian Ritschel ist aufregend, witzig-abgedreht und fantasievoll, voller schräger Klänge in Szene gesetzt. Im Bühnenbild prallen bunte Graffiti, Sprüche und Totenschädel und noble Etikette aufeinander. Das Fenster mit dem Protzvorhang öffnet und schließt sich, hinter dem allerhand seltsame, skurrile Typen erscheinen, denen die zwei Ausreißer auf ihrer Tour im geklauten Lada begegnen. Tschick (Michael Zehe), der umtriebige, junge russische Spätaussiedler und der luxusverwahrloste Maik (Johannes Leuschner), vernachlässigt und verprügelt vom Vater (komisch-absurd: Hagen Erkrath), einem Immobilienspekulanten im Kampf gegen Naturschützer und überfordert mit der alkoholkranken Mutter (Stephanie Krone), brechen in den Sommerferien, ohne Handy oder Landkarte, auf in Richtung Süden. Alles erscheint ihnen größer, schöner und dreht sich um sie, wenn sie mitten durch große, flirrende Farbstrudel an den Bühnenwänden in ihrem Autoscooter-Gefährt von einem Abenteuer ins nächste düsen, welche Träume, Übermut, Ängste und Nachdenken über den Lebenssinn in schnellem Wechsel auslösen.

Sie treffen eine Gruppe gebeugte, farblose Rentner im Gleichschritt, eine schrecklich nette Großfamilie und einen hartgesottenen alten Kämpfer und das frech-selbstbewusste Punkmädchen Isa (Kirsten Labonte), das auf einer Müllkippe haust und den Jungs hilft, neues Benzin zu besorgen. Sie streiten, lachen, tanzen durch die Nacht in ferne Galaxien und betrachten das Marsinsektenkino am Sternenhimmel. Die Musik ist mal wild, grell, laut, dissonant und temporeich, dann wieder leise lyrisch, wehmütig und steigert sich im Laufe des Abends rockig-punkig und verlangt dem Publikum ebenso wie den Sängern und Musikern der Elblandphilharmonie Sachsen (Leitung: Hans-Peter Preu) viel ab hinsichtlich diesem Klangmix und dem schnoddrig deftigen Jugendslang. Begleitet wird die Reise von einem mitreißend singenden und agierenden Jugend-Chor und dem Opernchor der Landesbühnen, der akustisch allerdings streckenweise schwer zu verstehen ist. Eine spannende Inszenierung mit Anspruch, die polarisiert. Nicht alle Zuschauer blieben bis zum Schluss. Dennoch gab es viel Beifall vor allem für die jungen Hauptdarsteller.

Text (lv)

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

 

 

 

 

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Bilder der ungeschminkten Dresdner Welt

18 Donnerstag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart

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Foto: Matthias Neumann/Stadtarchiv Dresden:
Das Blaue Wunder, 1983.

Ein Vortrag über die Fotografien aus dem Nachlass von Matthias Neumann entführt in das Dresden der 1980er Jahre innerhalb der Fachausstellung „Verborgene Geschichte(n) aus dem Stadtarchiv“ am 23. Januar, um 18 Uhr.

Die Veranstaltung mit Archivdirektor Thomas Kübler findet im Rahmenprogramm der Fachausstellung „Verborgene Geschichte(n) aus dem Stadtarchiv“ statt. Im Jahr 2009 erhielten dieses den vollständigen Fotonachlass des bekannten Kameramannes und Fotografen Matthias Neumann. Der Nachlass umfasst über 1000 Fotografien und Negative, die in den 1980er Jahren entstanden und die ungeschminkte Dresdner Welt widerspiegeln. Besondere Aufmerksamkeit widmete Matthias Neumann dem Blauen Wunder und den anliegenden Stadtteilen Loschwitz und Blasewitz. Unter Lebensgefahr stieg er unerkannt auf die Spitze der Brücke, um zu fotografieren.
Die Aufnahmen zeigen die Enge der Elblandschaft, aber auch den nagenden Verfall der Bausubstanz. Matthias Neumann verwendete eine 6×6 Mittelformatkamera bei seinen Dokumentationen. Die Fotos konservieren einen Zustand der Stadt und gleichzeitig waren sie sein Anprangern, Politisieren und Mahnen. Der in Dresden geborene Matthias Neumann lebte mit seiner Frau Therese Neumann bis 1984 in Dresden. Nach der Ausreise in die BRD konnte sich der studierte Werkzeugmaschinenkonstrukteur als Kameraassistent beim ZDF in Mainz einen Namen machen und blieb bis 2006 als Kameramann bei ARD und SWR in Mainz tätig. Die Rückkehr des Ehepaares erfolgte 2008, woraufhin im selben Jahr Matthias Neumann nach schwerer Krankheit verstarb.
Der Eintritt ist frei.

 

Text: Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden

www.dresden.de/stadtarchiv

Kommende Veranstaltungen:

1. Februar 2018, 18 Uhr
Prof. Dr. Josef Matzerath: Wie kam die italienische Küche nach Dresden?

6. Februar 2018, 18 Uhr
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Fly sein – Ein Tanzabend zum Abheben mit Arbeiten junger Choreografen

17 Mittwoch Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Tanz

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Im Rausch der Gefühle

Die Tanz-Uraufführung „Fly sein“ (für Zuschauer ab 13 Jahren) mit Choreografien junger Tänzerinnen und Tänzer der Compagnie der Landesbühnen Sachsen in Raderbeul ist am 18. Januar, um 18 Uhr auf der Studiobühne.

Ein Song kann fly sein, ein Gefühl, Klamotten … Wenn eine Person fly ist, dann geht sie besonders ab oder ist gut oder speziell oder super drauf. Fly ist eben etwas, was «in» oder cool ist. Und fly ist fliegen, abheben, schwerelos werden, Grenzen überwinden, andere Horizonte sehen, Ängste hinter sich lassen, mutig werden, auf andere zufliegen. Fly kann ein Kick, ein Rausch sein.

Man kann im Rausch der Geschwindigkeit sein, im Rausch der Stille, der Farben, der Klänge, im Glücksrausch. Und das auch ganz ohne Drogen oder doch mit? Auch Tanzen kann eine Droge sein, in jedem Fall ein Rausch, der Rausch der Bewegung, der Energien, der Verwandlungen, des Tempos – ansteckend, lustmachend, nonverbal, universell.

Junge Tänzerinnen und Tänzer unserer Compagnie choreografieren und tanzen «Fly sein» für junge Menschen: ihre Musik, ihre Befindlichkeiten, Aggressionen, Verletzungen, ihren Frust und ihre Sehnsüchte auf der Suche nach sich selbst. Die Themen und die Formen sind dabei so unterschiedlich wie die TänzerInnen selbst. Zum Verständnis braucht es keine Voraussetzungen – nur fly sein und einfach kommen. Die Einladung gilt auch für alle, die das 13. Lebensjahr schon etwas länger hinter sich gelassen haben.

Choreografie: Tänzerinnen und Tänzer der Compagnie: Anita Suzanne Gregory, Leonardo Germani, Brian Scalini, Mattia Saracino, Morgan Perez und Hugo Rodriguez

Ausstattung: Tom Böhm

Vier Choreografien – Vorgestellt:

2 > 1

Choreografie und Tanz: Anita Suzanne Gregory, Leonardo Germani

Menschen brauchen einander. Aus sozialen, emotionalen und physischen Gründen ist ein Mensch auf den anderen angewiesen. Einsamkeit und Isolation aber verhindern jegliche Interaktion. Der Zustand der Absonderung kann Halluzinationen, Unsicherheiten und ein negatives Selbstbild hervorrufen. Sind wir alleine mit uns, denken wir häufig, wir seien auch allein mit unseren Problemen. Am Ende unterscheiden wir uns aber gar nicht so sehr voneinander, wie wir denken? Viele haben ähnliche Sorgen. Ein anderer Mensch – mit all dem, was er ist und was ihn ausmacht – kann einen größeren Einfluss auf uns haben, als wir vielleicht zunächst denken würden.

In dem Duett „2>1“ spüren die Choreografen und Tänzer Anita Suzanne Gregory und Leonardo Germani den Themen Nähe und Distanz in einer Zweierbeziehung nach. In vier Etappen führt diese Choreografie auf sensible Weise die Notwendigkeit von sozialen Beziehungen vor Augen. Warum man einen Freund braucht. Und dass man auch zu zweit frei sein kann.

outsider – draußen sein

Choreografie : Brian Scalini

Es tanzen  Joana Martins; Anita Suzanne Gregory; Ana Teresa Pereira, Leonardo Germani; Hugo Rodrigues

Was ist das für ein Gefühl, wenn man „draußen ist“ und einfach nicht dazu gehört? Ein Gefühl, das bestimmt jeder schon mal gefühlt hat. Eine Gruppe kann ziemlich mächtig sein und auf einen Einzelnen eine große Kraft ausüben. Sie kann uns sehr anziehen, wenn wir dazugehören wollen. Gruppen können eine Einzelperson aber auch ausstoßen, eben weil sie nicht der Norm entspricht, rausfällt oder einfach „anders“ ist.

In seiner Choreografie zeigt Brian Scalini, indem er auf Clan- und Stammesstrukturen Bezug nimmt, immer wiederkehrende Außenseitersituationen. Ein Kreislauf, der beinahe den Eindruck entstehen lässt, dass einer Ausgrenzung nicht zu entkommen ist. Eine Choreografie, die Fragen aufwirft:  Wem gelingt es überhaupt wirklich, in einer Gruppe zu existieren und trotzdem er selbst zu bleiben?

kind of human – verdammt zu leben

Choreografie : Mattia Saracino

Es tanzen Joana Martins, Ana Teresa Pereira, Morgan Perez, Alena Krivileva

Wie ist das eigentlich mit dem Leben? Es leben, „mitmachen“, müssen wir ja alle. Wenn das nur nicht so verdammt schwierig wäre. Da sind die eigenen Unsicherheiten, die man permanent mit sich herumträgt. Da ist die Auseinandersetzung mit anderen, denen man sich verständlich machen möchte und mit denen man Dinge teilen will. Alles gar nicht so einfach oder?

In seiner Choreografie „kind of human- verdammt zu leben“ erzählt Mattia Saracino von den Unsicherheiten der Menschen. Dass leben auch manchmal einfach nur heißt, seine eigenen Grenzen und gesellschaftlichen Schranken zu überwinden und ein bisschen mutig zu sein. Oder?

trippin`- drauf sein

Choreografie und Tanz: Morgan Perez und Hugo Rodriguez

Zwei junge Menschen spielen auf einem Teppich mit überdimensionierten Karten. Wie verschiebt sich Welt und Wahrnehmung unter Drogenkonsum? Können Drogen das Leben leichter machen? Oder rutscht jeder bei übermäßigem Konsum in die Abhängigkeit? Sind weiche Stoffe, wie Gras okay oder ist genau das die typische „Einstiegsdroge“? Wie verhält sich Drogenkonsum zu Menschen in einem Alter, in dem man sowieso von Unsicherheiten und Selbstzweifeln geplagt ist? Und wann gerät der Spaß am „drauf sein“ zum Höllentrip?

Morgan Perez und Hugo Rodriguez spüren in „trippin’ – drauf sein“ dem Thema Drogen nach. Eine Performance die beide Seiten zeigt: Ekstatischen Rausch und höllischen Absturz.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Nächste Termine:

19.1., 11.00 Uhr, 28.2., 18.00 Uhr, 6.3., 19.30 Uhr und 3.6., 19.30 Uhr, Studiobühne
14.3., 10.30 Uhr  Kulturhaus Freital

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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