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Kategorien-Archiv: Bildende Kunst

L `amour toujours – Zeichnungen von La Suza im „Kastenmeiers“

22 Dienstag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Der Grafiker Roland Beier, der 2013 selbst im „Kastenmeiers“ ausstellte, sprach zu den Bildern von Susann Flasche (li. neben ihm), die voller Zartheit und Kraft sind, bekannte Filmmotive aufgreifen und die Leichtigkeit des Seins feiern. „Die Bilder laden ein zum Seele baumeln lassen. Ein schwarz-weißes Parallel-Universum mit einem Tupfer Rot.“ Text + Fotos (lv)

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Tuschezeichnungen für Träumer und Genießer von La Suza alias Susann Flasche im „Kastenmeiers“ im Kurländer Palais in Dresden vom 25. November 2016 bis 15. Januar 2017

Vom 25. November bis 15. Januar 2016 prägen die ausdrucksstarken Tuschezeichnungen der Dresdner Autodidaktin Susann Flasche das naturbelassene Mauerwerk im „Kastenmeiers“.
Seit 2010 arbeitet die gelernte Bankkauffrau als freiberufliche Künstlerin. Unter dem Namen La Suza portraitiert sie starke, kompromisslose Frauen, zeigt aber auch die Einzigartigkeit, Zartheit und Verletzlichkeit des Lebens. Ihre Kunst zierte bereits die Etiketten edler Weinflaschen der Sonderedition vom Winzer Rico Hänsch, sie war beim Palaissommer „Pleinair“ zu erleben und wurde im Restaurant Stresa, dem „Rothen Gut“ in Meißen und dem Westin Hotel Bellevue gezeigt. Auf ihrer Homepage beschreibt sie ihre Kunst als „Bilder für alle Träumer dieser Welt, die Leichtigkeit, Lebensfreude und Humor in ihren Herzen tragen. Uns bleibt immer noch Paris.“ (mehr Informationen hier: www.la-suza.de)

Dies ist bereits die 41. Ausstellung im „Kastenmeiers“ im Kurländer Palais, Tzschirner Platz  3 – 5 seit Herbst 2010.
Kontakt „Kastenmeiers“
Tel. 0351/ 48 48 48 01

www.kastenmeiers.de

Text:  Sabine Mutschke,
PR- und Marketingberatung

http://www.mutschke.de

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Erotischer Advent: Kunst zum Fest der Liebe in der Galerie Kunst & Eros in Dresden

22 Dienstag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Musik

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Weihnachtsausstellung mit reizvoll-verführerischer Malerei, Grafik und Porzellanmalerei in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 vom 25. 11. bis 28. 01. 2017.

Zu sehen sind neue grafische Arbeiten von Michael Hofmann, Anita Voigt und Juan Miguel Restrepo, von Galeristin Janett Noack Porzellanmalerei und sinnenfreudige Werke vieler anderer Künstler der einzigen Galerie für zeitgenössische erotische Kunst im Dresdner und sächsischen Raum.

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KONZERT zur ERÖFFNUNG
mit „CHORO DOS
 TRES“

Das Musiker-Trio „Choro dos tres“ mit dem brasilianischen Percussionisten Eduard Mota, dem norddeutschen Weltmusik-Gitarristen Stephan Pankow und der klassischen Klarinettistin Klara Fabry aus Schwaben, spielt Musik ausgehend vom brasilianischen Choros. Die klagende und trotzdem zum Tanzen anregende Grundstimmung wird aufgegriffen und mit Improvisationen und Stücken aus dem Klezmer und Tango erweitert zu einem erlebnisreichen Konzertabend am 25. November, 19.30 Uhr.
(Eintritt: 9 Euro)

Lesung mit Chansons am Klavier – Eva Strittmatter: „Der Schönste hat mir sein Bild gesandt…“

Uta Hauthal rezitiert aus dem Spätwerk der Dichterin, außerdem singt sie Chansons aus dem Zyklus „Ich mach ein Lied aus Stille“, in dem der Komponist Manfred Schmitz Strittmatters Gedichte vertonte. Am Klavier begleitet die Künstlerin Derek Henderson. Das Programm ist am 9. Dezember, 19.30 Uhr.
(Eintritt: 9 Euro)

Anzahl der Plätze begrenzt, Vorbestellungen daher wärmstens empfohlen.

Vorbestellungen sind in der Galerie, telefonisch (0351/ 8024785) oder per Mail http://www.kunstunderos.de/Galerie/Galerie-Vorbestellung.php möglich.

Galerie Kunst & Eros In der Kunsthandwerkerpassage. Inh.: Janett Noack Hauptstraße 15 01099 Dresden   0351 8024785 http://www.kunstunderos.de/   Öffnungszeiten: Mi – Sa   11 – 15 Uhr SONDERÖFFNUNGSZEITEN: 2. Adventwochenende, 3. und 4. 12. von 13 – 18 Uhr Und nach Vereinbarung

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Die andere Seite – Ein Bilder-Fest mit 16 Künstlern in der Stadtgalerie Radebeul

20 Sonntag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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16 Künstler zeigen die andere Elbseite in einer Gemeinschaftsausstellung in der Stadtgalerie Radebeul. Nach der Weihnachtspause wieder vom 9. bis 22. Januar zu sehen.

Ein Schaf, eine Liegende und ein Gehörnter aus erdfarbenem, bemalten Ton tummeln sich zwischen Stoppelfeldern und Gebäum, Weiden, Pappeln und Apfelbäumen. Gartenstuhl mit Blumen, Teich und Obstbaumwiese sind nicht weit. Staffelei, Pinsel und Farben stehen mitten in der Landschaft. Abends sitzen alle am Feuer bei Franziska.

Bereits zum zweiten Mal lud die Malerin Franziska Kunath zum Plenair, Malen unter freiem Himmel, letztes Jahr eine Woche lang auf ihren Künstlerhof Röhrsdorf bei Meißen ein. Unter dem Titel „Die andere (Elb)Seite“ zeigen 16 junge und gestandene Künstler zurzeit ihre dort entstandenen und weitere Arbeiten von Malerei, Grafik, Tusche- und Bleistiftzeichnungen, Keramik bis zu großen Holzplastiken in einer Gemeinschaftsausstellung in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.

Vielfarbig, form- und zeichenreich, romantisch, expressiv bis ironisch ist die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Tieren im Wechsel von Harmonie und scheinbarer Idylle dargestellt. Da treffen die urig-verträumten Baumwesen von Franziska Kunath auf eine türkisblau und rot gesprenkelte „Rehkeule“ in einer Plastik von Robert Finke, die üppige „Rauchschwalbe Natascha“ im himmelblauen Kleid aus bemalter Linde auf einen samtpfotigen „Vogelfänger“ von Carsten Bürger. Von ihm stammt auch der am Treppenaufgang hockende, lebhaft wirkende „Hund“ aus hellem Eichenholz. Spurenreiche, farbflimmernde Kerben durchziehen Gesicht und Körper einer grünen Gestalt. Die Holzplastik hat neben einer großen Mutter-Kind-Plastik aus Eiche und den kleinen bemalten Keramikfiguren Barbara Wiesner geschaffen.

Philipp Gloger zeigt mit wenigen, markanten Strichen „Birken“ und eine tief verschneite „Hütte“ im Wald in seinen schwarz-weißen Tuscheblättern. Rita Geißler holt wunderbar tiefe Farbspiegelungen im Teich in erdigen Tönen auf die Leinwand. Farbreich gesprenkelte Baumlandschaften, die sehr plastisch wirken, sind von Anita Rempe zu sehen. Gartenidylle und Winterstimmung an der Elbe treffen in den Bildern von Olaf Amberg aufeinander. „Das große Surren“ hält Sylvia Fenk in einer Kaltnadelradierung fest und Elisabeth Richter zeichnet das Landleben mit „Schafweide“ und knorriger „Obstbaumwiese“. Federleichte, sinnliche Kaltnadelradierungen vom gemeinsamen Bilder-Fest im Freien, eng verwoben mit der Natur, zeigt Michele Cyranka.

Die Ausstellung ist nach der Weihnachtspause wieder vom 9. bis 22. Januar zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di., Mi., Do., So von 14 – 18 Uhr

 

 

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Die Welt im Kleinen – Jahresendausstellung im Kunstverein Meißen

14 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Die Welt im Kleinen

Arbeiten von 90 Künstlern im Format 30 mal 30 laden zum Schmunzeln und Nachdenken ein in der Jahresendausstellung des Kunstvereins Meißen.

Sie haben alle ihren Platz: kleine wie große Momente und Dinge, die im schnellen Alltag oft unbemerkt bleiben, zum Träumen, Staunen, Schmunzeln und Nachdenken versammelt die Ausstellung „30 x 30 Das kleine Format“, die am vergangenen Sonntag im Domizil des Kunstvereins Meißen am Markt mit reger Besucherresonanz eröffnete. Sie zeigt Malerei, Grafik, Collagen, Objekte und Fotografie von 90 Künstlern aus der Region und deutschlandweit, die vielfarbig und vielgestaltig die Welt mit allem Zauber und Kontrasten und verschiedensten künstlerischen Mitteln betrachten.

Da treffen Konkretes und Abstraktes, reale und fantastische
Landschaften, Figürliches, Porträts und Stillleben in locker großzügiger, aber teils auch willkürlich wirkender Hängung aufeinander. Da beflügeln die fröhlich-bunten Leo-Vögel des Zeichners Kay Leonhardt Herz und Geist mit Sprüchen wie: “Es kommt anders, wenn man denkt“ oder „Wenn du fliegen willst, lass los, was dich nach unten zieht.“ Tummeln sich schwarz gefiederte „Hafengäste“ in einem Bild von Ulrich Jungermann. Steht ein Clown vor einem halb am Boden liegenden „Trommler“, immer noch den Stab hoch haltend in einer Grafik von Frank Schmidt und erheitern die „Phrasenfluchlinge“ des Malers Jochen Rohde.

Zart schwebende Aquarelle mit Titeln wie „Traum III: Begegnung“ von Silvia Ibach hängen neben einer mit den Herbstblättern wirbelnden Tänzerin in einem bemalten Keramikrelief von Manuela Neumann. In den leuchtend farbigen Wimmelbildern von Dorothee Kuhbandner sieht man Naturgeister, Gesichter und Paare “Beschirmt“, so ein Bildtitel. Simone Ghin lässt „Blaue Blumen“ aus Seide auf der Leinwand erblühen und lädt zu einem traumhaften „Mondspaziergang“ ein.

Die Porzellangestalterin Else Gold setzt augenzwinkernd auf einen Teller mit kunstvoll angerichteter Porzellanwurst ein Püppchen. Darunter tummeln sich auf einem Ölbild Glücksschweine. Meißen im Novemberlicht hat Steffen Gröbner festgehalten und Rita Geißler einen schneeweißen „Apfelbaum im Winter“ und die Landschaft am Peenestrom. Urlaubsvorfreude wecken die Momentaufnahmen von der Ostsee der SZ-Fotografin Claudia Hübschmann.

„Wir haben uns dieses Jahr für das kleine Format entschieden, damit viele Künstler teilnehmen können und um den kleinen Dingen, die man leicht übersieht, Raum zu geben“, sagt Daniel Bahrmann, Vorsitzender des Meißner Kunstvereins zur Ausstellung. Bei der großen Auswahl an Bildern gibt es für jeden etwas zu entdecken und ist sicher auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk dabei, hofft er. Da es dieses Jahr nicht so viele Verkäufe an Kunstwerken gab, sei die finanzielle Situation etwas klamm und der Kunstverein froh über jede Spende in der Weihnachtszeit, so Bahrmann. Dafür wurden und werden die Meißner und Besucher der Stadt weiterhin mit beachtenswerten Ausstellungen belohnt.

Neun Ausstellungen gab es dieses Jahr, ein spannendes und abwechslungsreiches Ausstellungsjahr steht auch 2017 bevor, so Bahrmann. Sechs Ausstellungen sind geplant, darunter „Bilder und Lichtbilder“ in Malerei und Film von Maja Nagel und Julius Günzel ab 29. Januar und eine Sommerausstellung der Meisterschüler der Klasse Monika Brandmeier der Dresdner Kunsthochschule. Die Ausstellung „30 x 30 Das kleine Format“ ist bis 23. Dezember zu sehen und auch an den Adventsmarkt-Wochenenden geöffnet. Der Eintritt ist frei. Passend dazu öffnet eine weitere Ausstellung, „Engel an Rosa“, die über ein Dutzend Künstler aus der Region mitgestalten, am 1. Advent am 27. November, um 15 Uhr im Büro für Kunststücke, Tür an Tür neben dem Kunstverein Meißen.

Text + Fotos (lv)

Kunstverein Meißen e.V., Markt 9, Bennohaus 01662 Meißen, Tel.: 03521 – 476650
Öffnungszeiten der Ausstellung: Di bis Fr 11 – 18 Uhr und Sa 10 – 15 Uhr, Eintritt frei
http://www.kunstverein-meissen.de

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„Tänzerin“ von Manuela Neumann

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Porzellankünstlerin Else Gold

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Künstlerin Dorothee Kuhbandner aus Radebeul in der Ausstellung des   Kunstvereins Meißen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Skurril-lebenspraller Bilderkosmos: Zeichnungen von Joachim John in der Galerie Holger John

22 Samstag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Traum und Albtraum liegen nah beieinander im reichhaltigen Bilderkosmos voller eigenartiger, skurriler, fantastisch-versponnener bis finsterer Gestalten und Szenarien in der Ausstellung „Joachim  John – Die neue Zeichnung“  in der Galerie Holger John in der Rähnitzgasse 17 im Dresdner Barockviertel. Dort zeigt der Sohn seit Donnerstag etwas mehr als einhundert Arbeiten auf Papier – mit Feder und Pinsel in Tusche, Aquarelle, Mischtechniken und Collagen – seines 84jährigen Vaters, die in den letzten drei Jahren entstanden. Sie erzählen von seinem unermüdlichen Schaffens- und Entdeckungsdrang und Neugier auf das Leben.

Mal surrealistisch und konkret, luftig weit und atmosphärisch dicht, klar oder form- und linienreich verwoben, ohne Oben und Unten, in verschiedenen Perspektiven gezeichnet. Metapherreich, vieldeutig schwebend und rätselhaft sind diese Bilder, geht der Betrachter mit dem ruhelosen Zeichner Joachim John auf Entdeckungsreise. Begegnen einem sonderbare Auf- und Untergänge am Meer, leer dahintreibende Boote, übervolle Netze, raub- und menschenähnliche Fische wie im Fadenkreuz schlingernd richtungslos, Muscheln und Segel am sonnenflirrenden Strand. Da braucht es Zeit, Muße und Einlassen und man wird beschenkt mit einem ungewöhnlichen Seh- und Erkennvergnügen.
Die Ausstellung ist noch bis 27. November zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Mi bis So von 14 – 19 Uhr

http://www.galerie-holgerjohn.com

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„Ferien im Kolonialstil“: Sonderausstellung von Jan Brokof in der Städtischen Galerie Dresden

19 Mittwoch Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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„Ferien im Kolonialstil“      „Tropicalabfahrt“

Unter Wilden – einst und heute

Zwischen Humor und Ernst: Auf eine assoziationsreiche Bilderreise zur Darstellung des Fremden in der „Alten“ und der „Neuen“ Welt entführt der Künstler Jan Brokof unter dem Titel „Hans Staden TV“ derzeit die Besucher im Projektraum Neue Galerie der Städtischen Galerie Dresden. Die Sonderausstellung ist noch bis zum 8. Januar 2017 zu sehen.

Seit seiner Bekanntschaft mit Brasilien arbeitet Jan Brokof an einer künstlerischen Bewältigung von Unterschieden zwischen der „Alten“ und der „Neuen“ Welt, aber auch an Recherchen zu etwaigen Verbindungen zwischen beiden und zu deren Wurzeln.

Eine solche, wohl die früheste Verbindung, ist die Figur des deutschen Landsknechts Hans Staden. Geboren um 1525, kam Staden 1548 im Dienste des portugiesischen Königshauses nach Pernambuco, um aufständische Indianer zu bekämpfen. Nach verschiedenen Abenteuern geriet Staden in Gefangenschaft der Tupinambás, welche des Kannibalismus bezichtigt wurden, befreite sich aber, bevor er einer rituellen Verspeisung zum Opfer fiel.
1557 erschien auf der Basis seiner Berichte in Marburg das Buch „
Warhaftige Historia und Beschreibung eyner Landtschafft der Wilden Nacketen, Grimmigen Menschfresser-Leuthen in der Newenwelt America gelegen“. Wahrscheinlich starb Staden 1576 in Wolfhagen.

Der Frankfurter Goldschmied, Kupferstecher und Buchhändler Theodor de Bry begann 1590, eine Reihe von damals klassischen Beschreibungen von Reisen nach Amerika und Asien zu illustrieren und zu verlegen. Nach seinem Tod 1598 setzte seine Familie das Projekt bis 1634 fort. Zu de Brys bekanntesten Editionen zählen die Reisen von Columbus und auch die Abenteuer von Hans Staden.

Jan Brokof verarbeitet in seiner vielteiligen Auseinandersetzung u.a. die Reflektionen Heiner Müllers zu Bertolt Brechts Ästhetik des Hungers aus dessen Textfragment Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer und deren Verbindungen zu Oswald de Andrade und seinem Anthropophagischen-Manifest von 1928 als Dokument der brasilianischen Moderne. In diesem heißt es sinngemäß, dass der Weg Brasiliens zur Moderne nur durch den Rückgriff auf die autochthone Kulturtechnik beschritten werden kann. Dies geschieht durch die Einverleibung des Feindes, womit dieser in ein Totem verwandelt wird.

Kapitalismus und Kannibalismus

Auf seine ganz persönliche, höchst fantasievolle Art nimmt uns Jan Brokof mit auf eine Gedankenreise durch den Kosmos seiner assoziativen Recherchen. Hinzu kommen Überlegungen zu Darstellungen des Fremden überhaupt, zur Analogie von Kapitalismus und Kannibalismus, zu formalen Beziehungen der Darstellung des Kannibalismus von de Bry bis zum modernen Splatter-Film und zu europäischen Stereotypen hinsichtlich der „Tropen“ als Ideal und Gefahrenquelle zugleich.

2015 lernte Jan Brokof auf dem Prototype-Festival in São Paulo die Künstlergruppe 44flavours kennen. Hinter dem zwischen Street Art, Design und Bildender Kunst im klassischen Sinne agierenden Projekt verbergen sich Sebastian Bagge und Julio Rölle. Gemeinsam mit diesen begann Jan Brokof eine noch immer andauernde Zusammenarbeit der spielerischen Auseinandersetzung mit der Stadt São Paulo. So entstanden beispielsweise die einzelnen Teile der Installation Big City Light S. P. zunächst als Setting für eine Videoperformance.

Jan Brokof

geb. 1977 in Schwedt/Oder
1999–2004 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
2004–2006 Meisterschüler bei Ralf Kerbach
lebt und arbeitet in Berlin

Text + Fotos: Caroline Keil/Pressestelle Museen der Stadt Dresden

http://www.museen-dresden.de

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Wenn der Wind weht – geht es noch farbenfroher und übermütiger zu in der Galerie mit Weitblick in Radebeul

18 Dienstag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Kultur

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Farbreiches „Herbstgeflüster“

Gemeinschaftsausstellung von 13 Künstlern der Gruppe „Kunstspuren Radebeul“ in der Galerie mit Weitblick.

Wenn der Wind weht – geht es noch farbenfroher und übermütiger zu in der „Galerie mit  Weitblick“ in Radebeul. Von einer leichten Brise bis zum Wirbelsturm ist alles dabei in der gleichnamigen Ausstellung mit Arbeiten von 13 Künstlerinnen und Künstlern der Gruppe „Kunstspuren Radebeul“.
Es ist bereits die elfte Ausstellung im vierten Jahr des Bestehens der Wochenendgalerie unterhalb der Weinberge. Wenn der Wind weht und es draußen kälter wird, heizt die Künstlerin und Galeristin Dorothee Kuhbandner in ihrem Atelier in der Galerie wieder den kleinen Ofen mit Holzscheiten zum Aufwärmen,  dann kann man zur Kunst frischen Apfelkuchen, Plätzchen und Tee genießen.

Was der Wind sonst noch alles auslöst, bewegt und verändert, zeigt die nunmehr zweite Gemeinschaftsausstellung der „Kunstspuren Radebeul“ in reicher Ausdrucksvielfalt von Malerei, Grafik, Zeichnungen, Objektkunst bis zu Fotografie. Silvia Ibach brachte die Idee der „Kunstspuren“-Initiative aus Hamburg mit nach ihrem Umzug nach Radebeul. Um mit anderen Kunstschaffenden in der Gruppe die Kräfte und Energien zu bündeln und sich zum künstlerischen Arbeiten zu treffen. Von jedem Künstler sind ein bis drei Arbeiten in der derzeitigen Ausstellung zu sehen, zumeist Landschaften und Figürliches.

Da wogen und rauschen Gräser und Schilf sacht im Wind und ist der Himmel vielfarbig wie die fallenden Blätter auf einem Ölbild auf Pappe von Irene Wieland, sieht sie unter die Oberfläche der Pflanzen, kreisen dunkle Linienstrudel „Im Zentrum des Sturms“. Lauscht sie der Natur beim „Herbstgeflüster“ in einem luftig-filigranen, blauen Objekt, aus Stahl geschnitten. Eine grau-violette, wolkenbehangene Radebeuler Herbstlandschaft hat Ralf Uhlig auf der Leinwand festgehalten.

Der Wind fegt linienreich über die Elbhänge und Tallandschaften in den schwarzen Federzeichnungen von Edgar Kupfer.  Windzerzauste Bäume in erdigen Farbtönen vor blassblauem Himmel und Meer an der Darßküste zeigt André Uhlig in seinen farbigen Tuschzeichnungen. Wie in einer durchsichtigen Schutzhülle erscheinen die kleinen farbigen Bildräume, die sich in Glaswürfeln an langen Stäben befinden und dem Betrachter gleichzeitig immer neue Einblicke und Perspektiven eröffnen in der Objektserie „Movement“ (Bewegung) von Sophie Cau.

Vor regengrauem Himmel sucht eine ebenso graue Gestalt unter einem leuchtend orangenen Farbfleck Schutz in einem Aquarell von Silvia Ibach. Farbbeschwingt fliegt ein „Segel im Wind“ auf dem Meer und hält Urlaubsträume wach in einem Aquarell von Bettina Zimmermann. Blaues Schweben und ein gelbes Ölbild mit Gingkoblättern, die aus dem Himmel ins Erdreich fallen zeigt Christa Günther unter dem Titel „Verwandlung“. Außerdem zu sehen sind von Gabriele Seitz schwarz-weiße, stimmungsvolle Fotografien im Licht- und Schattenspiel mit dunklen, nebelumhüllten Bäumen und Regentropfen, die wie Perlen schimmern. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Februar 2017 zu sehen. Außerdem lädt die Galerie mit Weitblick wieder zu einem Weihnachtsmärktlein mit viel Kunst am 18. Dezember von 11 bis 19 Uhr ein.
Text + Fotos: Lilli Vostry
Öffnungszeiten: Sa und So von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung
http://www.doro-malerei.de

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Elbflorenz wie es leibt und lebt: Zeichnungen von Holger John

15 Samstag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Lustvoll-ironische Blicke auf Postbarock und Dresdner Romantik wirft Holger John in einer Ausstellung seiner Zeichnungen in der Rähnitzgasse (noch bis 16.  Oktober).

„Der Zeitgeist“ dreht sich als messerscharfe Windblume um sich selbst – und beflügelt die spitze Zeichenfeder von Holger John. Heiter-spöttisch und lustvoll-ironisch bis sarkastisch nimmt er Elbflorenz wie es leibt und lebt auf die Schippe, betrachtet mit bewusst pseudo-verklärtem Blick von außen – als gebürtiger Preuße und Mann von der Küste, genauer von der Insel Usedom – das postbarocke Dresden in seiner derzeitigen Ausstellung „Holger John – Zeichnung“ in seiner Galerie in der Rähnitzgasse 17 im Dresdner Barockviertel (noch bis 16. Oktober zu sehen).

Es ist eine kleine, feine Retrospektive mit einhundert ausgewählten Zeichnungen mit Feder, Pinsel und Tusche aus einem Oeuvre von 10 000 Zeichnungen, die zeigen: Zu erzählen hat  John in seinen witzig-hintergründigen Frage- und Suchbildern viel. Mehr leise, subtil und (er)findungsreich als grell, schnell und laut, womit  sie dem Zeitgeist eher entgegenstehen. Was den Geist- und Kunst-Genuss beim Bilderbummel zu Musik von Eric Satie nur erhöht.

Als selbsternannter Stadtzeichner ohne Apanage ist Holger John angetreten, die Stadt zu retten vor all zu viel gestriger Selbstbespiegelung, Koketterie und neuem Kleingeist. Er verfrachtet August den Starken kurzerhand ans Meer, wo ein frischer Wind weht. Dort räkelt sich auch schon die Schlummernde Venus mit Ente, Leda verlustiert sich mit einem Schneemann, ist auch einem Schoßhündchen und einem Fisch nicht abgeneigt… Das Dresdner Schokoladenmädchen taucht fünf Mal auf, verlockend mit Kakao und oben ohne und serviert Dresden unter der Glasglocke, mit puderzuckriger Altstadtkulisse und zuletzt ganz versunken unter dem Schriftzug „Dresden 2016“. Was muss da noch alles passieren, damit die Stadt wieder auftaucht… Neben Postbarock und Dresdner Romantik ist Maritimes zu sehen. Gleich acht Blätter vom Fischer un sin Frau, Meerestiere, Mädchen am Meer und Nixen, eine mit einer Schatzkiste voller Herzen… Außerdem Eva  am Kreuz und in Umkehrung das „Urteil der Pariserin“: das Strandmädchen erwählt den armen Matrosen mit leer herausstehenden Hosentaschen und einem weiten, träumenden Herzen.

Und auch John öffnet seines weit. „Die Zeichnung ist die unmittelbarste Kunstform. Sie geht über die Hand, Herz, Geist und Seele. Da kannst du nichts verstecken. Jeder Strich ist erkennbar“, sagt Holger John über seine Bilder. Das Zeichnen sieht er wie Poesie und Tagebuch führen. Immer gehe es um das Menschenbild, real bis verrückt. Als Galerist (da trägt er Hut) spielt John seine „längste Performance. Eine Art Welttheater auf zwei Etagen, Bildung in Sachen Kunst, Vermittlung und Vermietung der Galerieräume für Workshops etwa an die Kulturstiftung des Bundes…“ Um die Kunst in der Toplage zu finanzieren.

Die nächste Ausstellung: „Joachim John. Die neue Zeichnung“ widmet er seinem Vater. Mit seinen 84 Jahren zeichne er wie ein Junger, immer noch ein Querdenker. Die Auswahl und Zusammenarbeit mit ihm sei das „Schwierigste und Schönste der Welt“, so Holger John.

Die Ausstellungseröffnung ist am 20. Oktober, um 18 Uhr in der Galerie Holger John. Es spricht: Matthias Flügge

Geöffnet: Mi – So von 14 bis 19 Uhr
http://www.Galerie-HolgerJohn.com

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Text + Fotos (lv)

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Stadtschreiber Peter Wawerzinek stellte sein Manuskript „Dresden“ vor

14 Freitag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Fotos (lv): Der Schriftsteller und derzeitige Stadtschreiber in Dresden Peter Wawerzinek bei seiner Lesung in der Produzentengalerie. Die Künstlerin Antje Guske hatte ihn dorthin am Donnerstag abend in ihre Ausstellung „Das letzte Lied“ zur Begegnung mit Literatur und Kunst eingeladen.

Es ist an der Zeit zu „entpegidisieren“

Eine Stadt wie ein Magnet, ihr Name weltweit in aller Munde. Die Dresdner könnten eigentlich glücklich sein. Fiele nicht schlagartig in letzter Zeit immer wieder ein  Reizwort zusammen mit ihrer Stadt: „Pegida liegt weit vorn vor den Stollen, wenn heute von Dresden die Rede ist“, beobachtet Peter Wawerzinek, seit Juni Stadtschreiber für ein halbes Jahr in Dresden.

Ihn schreckt so leicht nichts. Der Schriftsteller ist bekannt für seinen lebensprallen, poetisch skurrilen wie rabenschwarzen Humor aus autobiographischen Romanen wie „Rabenliebe“, für den er 2010 den renommierten Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis erhielt und der letztes Jahr seine Uraufführung im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden erlebte, sowie seinen zuletzt veröffentlichten “Schluckspecht“. Ausgerechnet er, das „enfant terrible“ der deutschen Literaturszene der 90er Jahre, ein vagabundierendes und zechendes Unikum, so der Galiani Verlag Berlin über seinen Autor, bricht nun eine Lanze für Dresden.

„Ich schreibe die Dinge auf, wie sie mir unterkommen, auch die hässlichen. Doch ich will in dem Text über Dresden auch entpegidisieren und finde die Stadt unter dem wechselnden und weiten Himmelszelt toll“, sagte Wawerzinek. Er stellte sein Manuskript mit dem Arbeitstitel „Dresden“ am Donnerstag abend in der Produzentengalerie im Wallgässchen 1 im Dresdner Barockviertel vor. Die Künstlerin Antje Guske hatte ihn dorthin in ihre Ausstellung „Das letzte Lied“ (noch bis 15. Oktober zu sehen) zu der Lesung mit Gespräch eingeladen. Ihre Bildobjekte imitieren Wandvorhänge, die zwischen märchenhaft-idyllischer bis martialischer Symbolik mit Illusion und Wirklichkeit spielen und gut passten als Kulisse für den fabulierfreudigen Geschichtenerzähler Wawerzinek (62).

In seiner lebhaft anekdotenreichen Schilderung verschmolzen Kindheitserinnerungen an seinen ersten Aufenthalt vor fast 50 Jahren und Eindrücke von der Stadt und den Menschen heute. Wie er über die barocke Pracht und vielen Backstuben staunte, über die Gläserne Frau und aus dem Zugfenster heraus die Elblandschaft samt frei umher laufender Tiere betrachtete und sich als Kind fragte, ob sie wohl deutsch oder tschechisch seien. Und er findet eine schöne Metapher:  „Die Tiere sind staatenlos, an kein Land gebunden. Sie reisen ein- und aus wie es ihnen gefällt und ihr Biorythmus ihnen vorschreibt.“ Wawerzinek über Pegida: „Es ist wie mit einem italienischen Schinken mit blauem Stempel unten. Den man entweder wegschneidet oder mitisst“, sieht er die ausländerfeindliche Bewegung gelassen-entspannt. Er setzt auf die Vernunft der Masse.

Mehr beschäftigt ihn, dass sich zuletzt nur noch 30 Autoren für die Stelle des Stadtschreibers in Dresden bewarben, während es vorher über hundert waren. “Ich hoffe, dass diese Stadt auch hier wieder anzieht“, so Wawerzinek, der bereits als Stadtschreiber in Klagenfurt, Venedig und Magdeburg war in zumeist „dunklen Dachwohnungen“, so dass er die meiste Zeit an frischer Luft verbrachte. Er fühlt sich wohl in Dresden, fährt gern Rad entlang der Elbwiesen, fotografiert und zeichnet neben seinen Notizen und ist viel draußen auf Entdeckungstour.

Im Galiani oder im Verbrecher Verlag soll 2017 sein Buch „Dresden“ erscheinen. Welche Farbe das Buchcover haben wird, ist noch nicht entschieden. Wawerzinek möchte es gern „aquariumbunt“ haben. Noch bis Ende November ist er als Stadtschreiber in Dresden.

Öffnungszeiten der Produzenten Galerie, Wallgässchen 1: Mi  – Fr von 14 – 19 Uhr, Sa von 11 – 16 Uhr

Tel.: 0176 – 577 167 05

http://www.produzenten.net

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In der Wunderkammer: Ausstellung anlässlich 100 Jahre DaDa im Lügenmuseum Radebeul

08 Samstag Okt 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Wunderkammer zum Staunen und Schmunzeln

Die Ausstellung „100 Jahre DaDa“ im Lügenmuseum versammelt schön absurde Dinge von über 20 Künstlern aus acht Ländern.

Donnergrollen zieht geräuschvoll am Kunsthimmel herauf. Ein Papierflugzeug fliegt zwischen weiß aufleuchtenden Wattewolken hindurch. Gleich neben dem „Gewitter aus Rio“, das den Künstler Justus Ehras offenbar sehr beeindruckt und zu seiner Installation angeregt hat, steht der urige Holzstand des brasilianischen Künstlers Getulio Damado. Mit Strohdach, Glocke zum Läuten und einer Fülle lustiger Figuren, die er aus Abfalldingen wie Flaschendeckeln neu zusammensetzt. Er hat sein Atelier in Santa Teresa in einer Straßenbahn. Seine urbane Kunst zeigte Damado bereits im Labyrinth-Gelände beim diesjährigen Herbst- und Weinfest in Radebeul.

Nun stehen seine originellen Abfallmännchen neben anderen eigenwilligen Kunstwerken von mehr als 20 Künstlern aus Chile, Deutschland, Japan, Niederlande, Philippinen, Spanien und Slowakei. Einige luden im Sommer innerhalb des mehrteiligen Kunstprojekts „WuKaMenta“ auf dem Dresdner Neumarkt vis a vis zur Frauenkirche bereits zum Staunen und Schmunzeln ein und sind nun in der Ausstellung „100 Jahre DaDa“ im Lügenmuseum Radebeul zu sehen. Eröffnet wurde die von der Stadt Radebeul und dem Verein „Kunst der Lüge“ e.V. geförderte Schau über die Wunderkammern zeitgenössischer Kunst am Freitag abend im alten Gasthof Serkowitz auf der Kötzschenbrodaer Straße 39. Dazu gab es Klänge von Jan Heinke und Robert Hennig, zu denen der Radebeuler Künstler Klaus Liebscher live malte wie schon beim Aktions­-Painting auf dem Neumarkt, wo er grauen Teppichbelag aus der Bewegung heraus mit spontanen Farbdosenschwüngen in ein farbenfrohes „Bodengemälde“ verwandelte, über dem nun luftig-leichte Stoffketten wie Segel schweben in der Installation
“Normal mit Flügeln“ von Dorothee Kletzsch.

Der Berliner Künstler Ulli Sachse las aus dem ersten „Dadaistischen Manifest“ aus deutschen Landen von 1916. Einhundert Jahre nach der Eröffnung des Cabaret Voltaire in Zürich der ersten Dadaisten erinnert die „DaDa“-Ausstellung im Lügenmuseum an den „Urknall des künstlerischen Zweifelns“, so Inhaber und Ausstellungsinitiator Reinhard Zabka. Der „letzte Dadaist aus dem Wilden Osten“, wie ihn die Wochenzeitung ZEIT einmal nannte. Er selbst verbindet mit dieser Kunstrichtung „unkonventionelle Ideen, die Demontage von Sinn und eine Geisteshaltung mit Biss.“ Dazu gehören auch seine kuriosen „Maschinen zur Belustigung“, ein aufklappbarer Schrank mit Dingen und Stimmen aus der DDR-Zeit oder das „Reisehuhn Emma“, bestehend aus einem Schaukelpferd auf Rädern mit offenem Wohnkarren.

Die „Dada“-Ausstellung versammelt Bilder, kinetische Objekte und Installationen von skurril, poetisch, verrückt-komisch bis schwarzhumorig aus Geschichte und Gegenwart. Darunter witzige „Orakel“-Karten der Künstlerin Annamateur, die Persiflage „Pegida-Milch“ mit schwarz-rot-goldenen Kühen von Lutz Fleischer, eine Reibeisen-Kette von Anette Blunk und eine „Wehrpasseinwurfbox“ von Olaf Spillner. Ein altes, schnarrendes Telefon mit rotem Leuchtsignal, Wanzenschatten und der Aufschrift: „Sichere Verbindung“ stellt Justus Ehras Gesichtern von Wissenschaftlern mit Leuchtbrillen, voller elektronischer Chiffren gegenüber. Weiter vorn thront ein Storchennest auf einem rot-weißen Verkehrskegel von Komatsu Tsunetaka. Die Ausstellung „100 Jahre DaDa“ ist noch bis 31. Dezember im Lügenmuseum Radebeul zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Sa und So, Ferien und Feiertage von 13 bis 18 Uhr.

http://www.luegenmuseum.de

Wo die Lüge zur Kunst wird…

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http://www.luegenmuseum.de

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Lilli Vostry

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