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Kategorien-Archiv: Literatur

„Dresden. Die zweite Zeit“ – Lesung mit dem neuen Stadtschreiber Kurt Drawert

10 Donnerstag Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Spurensuche – Die Schönheit und die Wunden dieser Stadt

Für Kurzentschlossene gibt es heute, am 10. Juni, 19 Uhr eine Lesung mit Kurt Drawert, dem neuen Stadtschreiber in Dresden eine Lesung aus seinem autobiografischen Roman „Dresden. Die zweite Zeit“ im Stadtmuseum, Wilsdruffer Straße 2.

Fünfzig Jahre sind vergangen, seit er als Kind mit seiner Familie nach Dresden gezogen ist, das er 1985 wieder verlassen hat. Nun kehrt Kurt Drawert als Stadtschreiber nach Dresden zurück, wo die Mutter lebt, eine Stadt, die ihm vertraut und doch ganz unvertraut ist. Er ist auf der Suche nach etwas, von dem nur er weiß, dass es ihm fehlt. Die Schönheit und die Wunden dieser Stadt, die Risse in der Familie und in der eigenen Biografie, das schwierige Verhältnis zum Vater und den Brüdern, die politisch aufgeladene Stimmung in Dresden, die offenen Fragen nach Tätern und Opfern, in der großen wie in der persönlichen Geschichte, und die Suche nach einer Sprache dafür, sind Themen und Motive in diesem dichten, autobiografischen Roman.

Mit Witz und Feingefühl, mit einem Gespür für die einschneidenden Augenblicke und prägenden Konflikte im Familienleben, einem scharfen Blick für das Detail, mit bissig-analytischem Verstand, unvergesslichen Erinnerungsbildern und großer Sprachkraft erzählt Kurt Drawert von Verwerfungen und Sehnsucht, Wünschen und Brüchen im eigenen Leben und ihrer Verortung in dieser Stadt.


Eine Kooperation der Literarischen Arena e.V., der Evangelischen Akademie Sachsen und der Museen der Stadt Dresden

Mit besten Empfehlungen,
Jörg Scholz-Nollau

-- 
Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

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Internet-Lesung: „Tango ohne Argentinien“

01 Dienstag Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

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Das Literaturforum Dresden e.V. lädt Freunde der Künste herzlich ein zur nächsten Internetlesung:

Ab Donnerstag, 3. Juni 2021, 19.00 Uhr
Literarische Alphabete
Klaus Johannes Thies liest aus „Tango ohne Argentinien“

Das Video: https://youtu.be/H4wpVA7Z3iw Klaus Johannes Thies fasst sich kurz und schweift doch gern ab. „Die Überraschung ist seine Stärke, der Moment, in dem etwas umzukippen droht“, sagt Michael Krüger über seine Kurzgeschichten. Selten sind diese länger als eine halbe Seite, und doch hat alles Platz in diesen Anti-Erzählungen: Parkuhren, Elefanten, die Musik von Fleetwood Mac oder andere „Lieblingssachen“, so der Titel einer seiner schönsten „Shorts“.

Mit Volker Sielaff spricht er über seine Orte, sein Schreiben und warum er nicht Busfahrer geworden ist. Und liest aus seinem neuen Buch „Tango ohne Argentinien“, erschienen 2020 im Verlag Edition Azur.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.

Text: Patrick Beck

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Leipzig liest extra: Signale der Hoffnung für lebendigen Austausch zur Buchmesse im Frühjahr 2022

31 Montag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Ein starkes Zeichen für das Buch:
Leipziger Buchmesse mit Leipzig liest extra erfolgreich zurück

400 Veranstaltungen, davon 100 mit Publikum

Vier Tage brachte die Sonderausgabe von Europas größtem Lesefest Leipzig liest die Freude am gemeinsamen Lesen, Lesen lassen, persönlichen Begegnungen und intensiven Debatten zurück in die Messestadt und per Livestream zu den deutschsprachigen Lesefans im Netz. Von mehr als 400 Veranstaltungen an rund 80 Orten des Leipziger Stadtgebietes sendeten vom 27. bis 30. Mai Autor:innen, Übersetzer:innen, Verlage, Medien und Partner Signale der Hoffnung auf eine Rückkehr zum intensiven persönlichen Austausch auf der Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März 2022. Einen Vorgeschmack darauf gaben rund 100 Veranstaltungen, die zum Lesefest ihre Tore für Publikum öffneten und nach langer Zeit damit erstmals den direkten Austausch ermöglichten.

„Leipzig liest extra hat gezeigt, dass Literatur auch in herausfordernden Zeiten in ihrer ganzen Kraft leuchten kann“, erklärt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Mit unserem Konzept haben wir Sichtbarkeit für die Literatur hergestellt und mit persönlichen Begegnungen den Austausch gefördert. Leipzig liest hat damit einmal mehr seine Bedeutung als größtes Lesefest Europas unterstrichen.“ Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse ergänzt: „Wir haben mit Leipzig liest extra nach 15 Monaten Pandemie Türen in die Freiheit aufgestoßen. Leipzig wird immer von einer besonderen Stimmung getragen, aber in diesem Jahr sind die Autor:innen und Besucher:innen vor Euphorie über ein Wiedersehen geradezu durch die Räumlichkeiten der Veranstaltungsorte geschwebt. Die Literatur hat endlich wieder ihre verdiente Bühne bekommen – und dafür danke ich vor allem unseren Partnern, den Verlagen, Autor:innen, Medien und Veranstaltungsorten.“

Diese Freude der Buchbranche kann auch Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, bestätigen: „Leipzig hat in den vergangenen Tagen viel Lesefreude und Optimismus versprüht. Dass das Lesefest Leipzig liest extra teils sogar mit Publikum stattgefunden hat, ist ein Hoffnungsschimmer. Das Interesse am Lesen ist gerade in der Pandemie groß. Wir brauchen aber das öffentliche Gespräch, um Menschen mit unseren Büchern zu erreichen. Verlage und Buchhandlungen gehen nach einem herausfordernden Pandemiejahr selbstbewusst und mit Tatendrang in die kommenden Monate.“

Politik: Öffentlichkeit für die Vielfalt der Meinungen

Auf die Stärke des Wortes wies auch Ministerpräsident Michael Kretzschmer bei der Eröffnung von Leipzig liest extra hin. „Das persönliche Gespräch ist nicht zu ersetzen. In den letzten Monaten sind so viele Gewissheiten und Lebensentwürfe ins Wanken geraten. Wir müssen darüber sprechen, was passiert ist, dann werden wir auch wieder zusammenkommen. Die Vielfalt der Meinungen, der Verlage und der Messen, aber auch der Plattformen und der Vertriebswege in Deutschland sind dafür wichtig. Die Leipziger Buchmesse in Präsenz wird bleiben.“ Angesprochen auf die vielen digitalen Angebote in der Corona-Zeit, betonte der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Es braucht die Messe, nicht nur aus finanziellen Interessen, sondern weil wir uns hier begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und die dringenden Fragen der Gesellschaft verhandeln können.“ Diese Bedeutung betonte auch Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig: „Das Lesefest Leipzig liest extra fühlte sich für uns alle an wie ein ‚Willkommen im Leben!‘. Es ist ein solches Geschenk, diesen ‚Moment des Aufbruchs‘ zu erleben. Mit der Verleihung des Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung an Johny Pitts und László Földényi ist endlich der Diskursraum für das Ringen um so dringende Fragen und Antworten der Gesellschaft wieder eröffnet.“

Internationale Stimmen bei Leipzig liest extra

Nicht nur deutschsprachige Stimmen waren bei Leipzig liest extra zu hören, auch internationale Autor:innen präsentierten aktuelle Werke. Portugal gab einen Vorgeschmack auf den Gastlandauftritt im nächsten Jahr. „Wir sind unserem Motto ‚Unerwartete Begegnungen des Verschiedenartigen‘ gerecht geworden. In unseren Veranstaltungen haben wir spannende Themen und Bücher sowie eine überraschende Vielstimmigkeit an Autor:innen aus mehreren Nationen präsentiert – aus Portugal und dem portugiesisch-sprachigen Afrika. Alle verbunden durch die gemeinsame Sprache“, freut sich Patrícia Severino, die Kuratorin des Portugal-Programms.
 
Mit einem Programm zum Jahresthema „Archipel Jugoslawien – Von 1991 bis heute“ bildete „Common Ground. Literatur aus Südosteuropa“ eine wichtige Säule des Lesefestes. „Wir konnten zeigen, welche Spuren der Zerfall Jugoslawiens in den Literaturen Südosteuropas hinterlassen hat und, dass ein Dialog über die Gräben, die die Kriege hinterlassen haben, möglich ist“, so Hana Stojiæ, Kuratorin des literarischen Programms von „Common Ground“, der Schwerpunktregion der Leipziger Buchmesse 2020-2022.

Deutschsprachige Literaturentdeckungen

Zum 17. Mal wurde der Preis der Leipziger Buchmesse vergebe  – digital im feierlichen Rahmen in der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig. Den Preis erhielten Iris Hanika (Belletristik), Heike Behrend (Sachbuch/Essayistik) und Timea Tankó (Übersetzung). „Der Preis ist für mich daher so besonders, da er dazu einlädt, sich mit Werken aus drei Kategorien zu beschäftigen: Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung“, so Juryvorsitzender Jens Bisky. „Sie bilden das Grundgerüst der Gegenwartsliteratur und zeigen damit die ganze Bandbreite. Wer bei Gegenwartsliteratur nur an Romane denkt, da bin ich mir sicher, der hat etwas verpasst.“  

Mit umfangreichen Programmen präsentierten die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ein wahres Literaturfeuerwerk. MDR-Programmdirektorin Jana Brandt: „Es war uns eine Herzensangelegenheit, Leipzig liest extra mit unserem umfangreichen Programm im ARD-Forum zu unterstützen und damit unsere Verbundenheit zur Buchmesse zu zeigen und natürlich den Autorinnen und Autoren zumindest eine digitale Bühne zu bieten. Diese Partnerschaften sind für uns Teil unseres gesellschaftlichen Gesamtauftrages. Wir haben uns sehr gefreut, dass uns die gesamte ARD-Familie mit ihren Kulturjournalist:innen unterstützt hat, um hier ein Gemeinschaftsprogramm auf die Beine zu stellen. Dieses Angebot bleibt auch noch für ein Jahr in der ARD-Mediathek und in der ARD-Audiothek erhalten.“

Das Blaue Sofa wechselte diesmal seinen Stammplatz aus der Glashalle in die KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig und sendete von dort ihr Programm: „Drei Buchmessen – in Leipzig und Frankfurt – sind ausgefallen – das Blaue Sofa war immer präsent und hat zahlreiche Autor:innen präsentiert“, so Christiane Munsberg von Bertelsmann. „Obwohl Vorbereitungen und Kommunikation durch immer neue Corona-Verordnungen komplexer und umfangreicher wurden, sind wir jetzt sehr stolz auf das, was wir in den letzten vier Tagen geschafft haben: Wir haben über 50 Autor:innen in Livestreams, TV und Hörfunk eine Bühne mit großer Reichweite geboten. Die Begegnungen und Gespräche haben uns viel Spaß gemacht, jetzt fehlt am Blauen Sofa nur noch das Publikum, das wir im März 2022 hoffentlich wieder auf dem Messegelände begrüßen können.“

Überraschende Eindrücke bot das Programm der Kurt Wolff Stiftung. In der Schaubühne Lindenfels sowie dem Haus des Buches traten vier Tage lang unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass Leipzig liest extra stattfinden konnte und, dass es mit unseren Veranstaltungen möglich war, zu mehr Sichtbarkeit für die Bücher unabhängiger Verlage beizutragen“, so Britta Jürgs, Vorstandsvorsitzende Kurt Wolff Stiftung. „Sowohl für die Autor:innen als auch für das Publikum vor Ort waren diese Lesungen und Gespräche äußerst inspirierend und wurden begeistert aufgenommen, auch die Live-Streams bekamen eine tolle Resonanz. Wir freuen uns sehr über diesen schönen Erfolg der Unabhängigen.“  

Phantastische Einblicke bot der Literaturpreis Seraph, der gemeinsam von der Leipziger Buchmesse und der Phantastischen Akademie vergeben wird. Mit großer digitaler Teilnahme der Community wurden drei Autor:innen gewürdigt, die zum Teil beim großen Leseabend dem Publikum ihre neuesten Werke präsentierten. „Dank des Lesefestes war es uns möglich, unseren Preis trotz der Pandemie-Beschränkungen in dem großartigen Ambiente der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig zu verleihen und per Live-Stream zu übertragen“, so die Vorsitzende  der Phantastischen Akademie Natalja Schmidt. „Die Atmosphäre im Großen Saal war überaus festlich und damit der perfekte Rahmen für unser zehnjähriges Jubiläum“, ergänzt Stellvertreter Oliver Graute.

Die Branche trifft sich digital: Leipziger Autorenrunde

Unter dem Titel „Das digitale Wir“ fand die Leipziger Autorenrunde erstmals im digitalen Raum statt. 17 Referent:innen luden nach kurzen Impulsvorträgen zu spannenden Vorträgen ein. Die Keynote hielt Autorin und Verlegerin Zoe Beck.

Leipziger  Orte empfangen begeistertes Publikum

Insgesamt 80 Leipziger Orte waren Heimat für Leipzig liest extra und empfingen teilweise begeisterte Literaturfans, darunter auch die Schaubühne Lindenfels. „Dieses Echo Tschechien 2021 der digital-analogen Lesungen wird lange nachhallen – und das nicht nur wegen der Reichweite“, so René Reinhardt, künstlerischer Leiter der Schaubühne Lindenfels. „Das Phänomen Buch hat sich wieder einmal als rettende Insel und Zeitenfähre bewährt, auch weil es unvergesslich bleibt, dieses Gefühl mit den Menschen zu teilen, die diese Bücher schreiben und gestalten. Dieses Echo, das aus dem Privileg der Nähe entsteht, wollen wir bald wieder mit Vielen teilen. Auf ein Wiedersehen zu Leipzig liest 2022.“

Auf die kommende Leipziger Buchmesse müssen Literaturfans diesmal nur knapp zehn Monate warten. Sie findet vom 17. bis 20. März 2022 statt.

Über Leipzig liest extra
2021 musste die Leipziger Buchmesse aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um dennoch Autoren und Leser zusammen zu bringen, veranstaltete die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr ein Leipzig liest extra – mit rund 400 Veranstaltungen im Leipziger Stadtgebiet, Preisverleihungen und digitalen Begegnungen. Ausgewählte Veranstaltungen wurden zusätzlich auf der Website der Leipziger Buchmesse gestreamt und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht. #Leipzigliestextra #lbm21
 
Text: Julia Lücke
Pressesprecherin Leipziger Buchmesse
              

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
blog.leipziger-buchmesse.de/Buecherleben
 
Benjamin Friedrich erzählt über die Gründung von Katapult im Biergarten Ilses
Erika. Foto: Tom Schulze

Christoph Hein stellt seinen neuen Roman „Guldenberg“ im Rahmen des Leizpig Liest Abend vor. Die Veranstaltung am Sonnabend in der Kongresshalle am Zoo Leipzig war ausverkauft. Foto: Jens Schlüter

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Leipzig liest extra: 30 Bücher und Hörbücher für Kinder mit dem Lesekompass 2021 ausgezeichnet

29 Samstag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Literatur

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Der Lesekompass 2021: 30 Geschichten, die Kinder fürs Lesen begeistern

Stiftung Lesen und Leipziger Buchmesse zeichnen 30 Bücher und Hörbücher aus / Präsentation der Gewinnertitel in drei Videoclips / Zentrales Thema: Herausforderungen

Die Stiftung Lesen und die Leipziger Buchmesse prämieren gemeinsam 30 aktuelle Bücher und Hörbücher für Kinder und Jugendliche mit dem Lesekompass 2021. Aufgrund der derzeitigen Pandemiebestimmungen präsentiert KiKA-Moderator Tim Gailus die Gewinnertitel digital:

Kategorie 2 bis 6 Jahre: https://youtu.be/40cyCiNYlGE
Kategorie 6 bis 10 Jahre: https://youtu.be/qXU06jKcdgg  
Kategorie 10 bis 14 Jahre: https://youtu.be/AVScYKsLvkc

Der Lesekompass würdigt Medien, die sich besonders gut zur Leseförderung eignen und junge Menschen fürs Lesen begeistern. Ziel der Initiatoren ist es, Eltern, ehrenamtlich Engagierten sowie Fachkräften in Kita, Schule, Bibliothek und Buchhandel eine Orientierung für die jährlich mehr als 9.000 Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuchbereich zu bieten. Eine Fach-, eine Jugend- und zwei Kinderjurys haben gemeinsam je zehn Titel für die drei Altersgruppen ausgewählt.

Leuchtturm der Leseförderung
Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, erklärt: „Der Lesekompass will Kinder und Jugendliche mit guten Geschichten fürs Lesen begeistern. Das ist umso wichtiger, da gerade junge Menschen derzeit oft auf Begegnungen, Unterhaltung und Bildung verzichten müssen. Mit dem Lesekompass zeigen wir, dass Lesen Freude macht, Wissen erweitert, Abenteuer ermöglicht und Ablenkung bietet. Ich freue mich, dass sich die Auszeichnung zu einem Leuchtturm der Leseförderung entwickelt hat und all jene Menschen informiert und inspiriert, die Kinder und Jugendliche auf ihrem Lebens- und Bildungsweg begleiten.“

Zentrales Thema: Herausforderungen
Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, betont: „Die Geschichten der diesjährigen Auswahl eint die zentrale Frage nach den Herausforderungen, mit denen Kinder und Jugendliche derzeit konfrontiert sind: Besitz- und Geschlechtergerechtigkeit, soziale Unterschiede, Gewalt, das Suchen und Finden echter Freundschaft. Die Bilderbücher, Kinderromane, Hörbücher, Kriminal-, Fantasy- und Sachgeschichten bieten ihren jungen Leserinnen und Lesern neue Ideen, humorvolle Perspektiven und spannende Abenteuer. Der Lesekompass ermöglicht es so einmal mehr, die Kinder in ihren Welten abzuholen und sie für das Lesen zu begeistern.“

Mehr Informationen: www.stiftunglesen.de/lesekompass

Der Lesekompass 2021: Die Auswahl

2 bis 6 Jahre

Susanne Straßer: Fuchs fährt Auto
Peter Hammer Verlag

Pappbilderbuch ab ca. 2 Jahren

Patrick George: Rettet die Erde!
Moritz Verlag

Sachbilderbuch ab ca. 3 Jahren

Lou Peacock / Alison Friend /Seraina Maria Sievi:
Mr. Brown hat einen schlimmen Tag|Orell Füssli

Bilderbuch ab ca. 4 Jahren

Stefanie Höfler / Claudia Weikert: Waldtage!
Beltz & Gelberg

Bilderbuch ab ca. 4 Jahren

Katja Gehrmann / Constanze Spengler: Seepferdchen sind ausverkauft | Moritz Verlag
Bilderbuch ab ca. 5 Jahren

Oliver Tallec / Ina Kronenberger: Das ist mein Baum | Gerstenberg Verlag
Bilderbuch ab ca. 3 Jahren

Kate Read / Tatjana Kröll: Ein Fuchs – 100 Hühner | Knesebeck Verlag
Pappbilderbuch ab ca. 3 Jahren

Suzanne & Max Lang: Jim ist mies drauf
Loewe Verlag

Bilderbuch ab ca. 4 Jahren

Ulf Nilsson / Matthias Köberlin u.a.: Die allerkleinste Polizistin | Headroom
Hörbuch ab ca. 5 Jahren

Miro Poferl: Radieschenmaus und Kuschelgurke
Edition Nilpferd

Bilderbuch ab ca. 5 Jahren

6 bis 10 Jahre

Dav Pilkey / Ulrich Thiele: Drachenstarke beste Freunde
Loewe WOW!

Erstlesebuch ab ca. 6 Jahren

Zapf: Die Wächter von Tal – Der Winterkristall
Oetinger Verlag

Erstlesebuch ab ca. 6 Jahren

Martina Baumbach u.a.: Die Tierwandler – Unser Lehrer ist ein Elch | Thienemann Verlag
Kinderroman ab ca. 8 Jahren

Rike Patwardhan / Boris Aljinovic: Forschungs-gruppe Erbsensuppe | Oetinger Audio
Hörbuch ab ca. 8 Jahren

Kazu Kibuishi / Julia Augustin:
Amulett 1 – Die Steinhüterin
Adrian Verlag

Comic ab ca. 9 Jahren

Margit Auer / Nina Dulleck: Die Schule der magischen Tiere ermittelt – Der grüne Glibberbrief | Carlsen Verlag
Kinderkrimi ab ca. 6 Jahren

Tanja Esch: Wahrheit oder Quatsch?
Klett Kinderbuch

Sachbuch ab ca. 6 Jahren

Zanib Mian / Nasaya Mafaridik / Ann Lecker: Planet Omar – Nichts als Ärger | Loewe Verlag
Comicroman ab ca. 8 Jahren

Silke Schellhammer u.a.: School of talents. Erste Stunde: Tierisch laut! | Carlsen Verlag
Fantasyroman ab ca. 8 Jahren

Steffen Gumpert: Schnapp den Dieb! – Spannende Rätselkrimis zum Mitraten
Ravensburger Verlag

Detektivgeschichten ab ca. 9 Jahren

10 bis 14 Jahre

Björn Berenz / Christoph Dittert u.a.: Explorer Team – Das Abenteuer beginnt | Arena Verlag
Rätselroman ab ca. 10 Jahren

Aimée Carter / Maren Illinger:
Der Fluch des Phönix | Oetinger Verlag

Fantastischer Roman ab ca. 11 Jahren

James Ponti / Wolfram Ströle: City Spies – Gefährlicher Auftrag | Carlsen Verlag
Spionage-Roman ab ca. 11 Jahren

Martin Schäuble: Cleanland
Fischer KJB

Dystopie ab ca. 12 Jahren

Bali Rai / Julia Süßbrich: Außer Kontrolle
Gulliver (super lesbar)

Roman ab ca. 13 Jahren

Susin Nielsen / Anja Herre:
Adresse unbekannt | Urachhaus

Roman ab ca. 11 Jahren

Marianne Kaurin / Franziska Hüther: Irgendwo ist immer Süden | Woow Books
Roman ab ca. 11 Jahren

Maike Stein / Ulrike Schweikert: Die Erben der Nacht – Draculas Erwachen | cbt Verlag
Abenteuerroman ab ca. 12 Jahren

Sebastien de Castell / Gerald Jung u.a.: Spellslinger – Karten des Schicksals | dtv
Fantastischer Roman ab ca. 12 Jahren

Linn Skåber / Lisa Aisato / Gabriele Haefs: Being young – Uns gehört die Welt | Rowohlt Rotfuchs
Jugendbuch ab ca. 14 Jahren

Es fängt mit Lesen an: Lesen ist die zentrale Voraussetzung für Bildung, beruflichen Erfolg, Integration und zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung. Die Stiftung Lesen führt in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen bundesweite Programme, Kampagnen, Forschungs- und Modellprojekte durch, zum Beispiel den Bundesweiten Vorlesetag im November. Die Stiftung Lesen steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschaftern unterstützt: www.stiftunglesen.de

Die Leipziger Buchmesse ist Literatur- und Bildungsmesse zugleich. Der Bereich „FOKUS BILDUNG“ fasst alle ausstellungs- und programmseitigen Angebote zum Thema Bildung zusammen. Die Inhalte reichen von frühkindlicher bis hin zur schulischen Bildung in der Abiturstufe. So erhalten Erzieher, Lehrer und Pädagogen einen umfassenden Überblick über bildungsrelevanten Themen für eine erfolgreiche und nachhaltige Arbeit: www.leipziger-buchmesse.de

Text:

Stiftung Lesen                        
Franziska Hedrich, Senior PR-Managerin                                    
www.stiftunglesen.de   
 
Leipziger Buchmesse: Julia Lücke
Pressesprecherin Leipziger Buchmesse
       
Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
blog.leipziger-buchmesse.de/Buecherleben
 

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Leipzig liest extra: Reise durch die reiche Welt portugiesischsprachiger Literatur

29 Samstag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Leipziger Buchmesse: Gastlandauftritt von Portugal auf 2022 verschoben  
Bereits in diesem Jahr 50 Neuerscheinungen sowie Programm zu Leipzig liest extra im Mai
 
Aufgrund der pandemiebedingten Absage der Leipziger Buchmesse 2021 wird der für dieses Jahr geplante Gastlandauftritt von Portugal um ein Jahr auf 2022 verschoben. Im Rahmen des diesjährigen Lesefestes Leipzig liest extra (27. Mai bis 30. Mai 2021) präsentiert sich das Gastland aber bereits mit einigen digitalen und analogen Veranstaltungen.  
„Die Entscheidung Portugals, den Gastlandauftritt im Jahr 2022 nachzuholen, freut uns sehr“, so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Die Zeiten sind extrem schwierig, um Literatur Sichtbarkeit zu verleihen. Mit der Verschiebung haben wir nun gemeinsam die Möglichkeit, schon in diesem Jahr einen spannenden Vorgeschmack auf die vielfältige portugiesisch-sprachige Literatur zu geben, um dann im nächsten Jahr den Autor:innen und Ihren Werken eine große Bühne zu bieten.“
 
Bei dem Gastlandauftritt mit dem Motto „Unerwartete Begegnungen“ steht nicht nur die Literatur eines einzelnen Landes im Fokus, sondern vor allem die Literatur in portugiesischer Sprache. Bereits in diesem Jahr erscheinen rund 50 neue Bücher aus Portugal sowie weiteren portugiesischsprachigen Ländern in deutscher Sprache. Mit dabei sind Klassiker aber auch ausgezeichnete Newcomer, darunter Afonso Reis Cabral, Patrícia Portela, Ondjaki, José Luís Peixoto, Margarida Vale de Gato oder Gonçalo M. Tavares sowie bekannte Stimmen wie Isabela Figueiredo, Dulce Maria Cardoso oder die Camões-Preisträger Mia Couto und Germano de Almeida.
 
„Wir werden in diesem Jahr diese neuen Bücher durch verschiedene Maßnahmen in den Fokus stellen und hoffen, im kommenden Jahr dann einige der Autor:innen persönlich in Leipzig vor Ort begrüßen zu können“, sagt Patricia Severino, die Kuratorin des Gastlandauftrittes.  
 

 
Weitere Informationen:
camoesberlim.de/de/  
www.leipziger-buchmesse.de

Die Organisation des Gastlandauftritts
Organisiert wird der Gastlandauftritt von dem portugiesischen Außenministerium, dem Kulturministerium und dem Ministerium für Wirtschaft und Digitalen Wandel: CICL (Camões Institut für Kooperation und Sprache); DGLAB (Generaldirektion des Buches, der Archive und der Bibliotheken); Botschaft von Portugal / Camões Institut in Berlin; Turismo de Portugal (Visit Portugal); aicep Portugal Global (Agentur für Investitionen und Außenhandel Portugal).
 
Unter Aufsicht des portugiesischen Außenministeriums entwickeln die Botschaft von Portugal und das Camões Institut in Berlin seit 2016 ein Programm im Bereich der Literatur und des Buches. Dazu gehören etwa die Einladung deutscher Verlage zur Lissaboner Buchmesse, die Verleihung eines Residenzstipendiums an Schriftsteller:innen, ein Programm mit Lesungen auf der Frankfurter Buchmesse sowie eine enge Zusammenarbeit mit Verleger:innen, Übersetzer:innen und Literaturfestivals in Deutschland.

Text: Julia Lücke


       
 
Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben
 

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Leipzig liest extra: Auf der Suche nach der Herkunft & Vom Gehen im Karst & Lob der Melancholie & Zart und Frei & Menschwerdung eines Affen

29 Samstag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Autorinnen und Autoren vom Verlag Matthes-Seitz Berlin stellen ihre neuen Bücher vor bei »Leipzig liest extra«

Nastasja Penzar Yona
Was, wenn der letzte Ort, der vielleicht noch Heimat werden könnte, durchdrungen ist von Korruption, Rassismus und Gewalt, ein Ort, an dem das Morden alltäglich geworden ist? Yona wächst allein bei ihrem Vater in einer Stadt in Deutschland auf, zu der beide nie gehören wollten. Nach dem mysteriösen Tod von Yonas Mutter war der Vater aus dem mittelamerikanischen Land geflohen, in dem Yona geboren wurde. Doch über das, was damals geschah, will er nicht sprechen. Als auch er stirbt, hinterlässt er ihr einen Papierfetzen mit einem Namen: Doña A. Und so zieht Yona auf der Suche nach ihrer Herkunft von einer Fremde in die nächste. 



Nastasja Penzar: Yona Gebunden mit Schutzumschlag 208 Seiten | 22 Euro | Buch bestellen
Als E-Book erhältlich Nastasja Penzar las aus »Yona«
Moderation: Annegret Richter im Rahmen der »L3 –  Lange Leipziger Lesenacht«
Hier geht es zum Livestream

Samstag, 29.05., 21:15 Uhr 
Im Garten des Literaturhauses Leipzig, Gerichtsweg 28
»Die Unabhängigen Spätausgabe« | Nastasja Penzar liest aus »Yona«
Moderation: Tino Dallmann

Jan Röhnert Vom Gehen im Karst   Mit Rilke, Handke und Julien Gracq befragt Jan Röhnert die Landschaft seines Herzens, trifft Menschen, die ebenso wie er von ihr fasziniert sind, und entwirft eine Ode an das Gehen in dieser unwegsamsten aller Landschaften. Jan Röhnert erkundet in diesem so akribischen wie poetischen Protokoll die Höhlen, Senken und Gruben, die das Wasser formte und deren verborgene Hohlräume viel Platz zum Denken, Fühlen und Erleben bereithalten. Begleitet von den Texten bedeutender Autoren, die sich wie er dieser umwegigsten aller Landschaften verschrieben haben, folgt er den spröden Spuren des geheimnisvollen Gesteins.


Jan Volker Röhnert: Vom Gehen im Karst Herausgegeben von Judith Schalansky in der Reihe »Naturkunden«
Gebunden 184 Seiten | 28 Euro | Buch bestellen Hier geht es zum Livestream

Justus Bender Der Plan.
Strategie und Kalkül des Rechtsterrorismus
  Justus Benders Essay gewährt einen erschreckenden Einblick in die Strategien des modernen Rechtsterrorismus. Rechtsterroristen gelten oft als die geistlosen Terroristen. Aus der Wahnhaftigkeit der Motive schließen wir auf eine Wahnhaftigkeit der Tat. Ihre Gewalt ist jedoch alles andere als planlos. Angemessen reagiert auf sie nur, wer sich ihrer Rationalität und ihres Kalküls bewusst ist. Justus Bender beleuchtet maßgebliche Terroranleitungen seit 1945. Dabei werden die erschreckenden Konturen einer führerlosen und nahezu beliebige Opfer treffenden, aber keineswegs ziellosen Gewalt sichtbar.

Justus Bender: Der Plan. Strategie und Kalkül des Rechtsterrorismus Erschienen in der Reihe »punctum« 80 Seiten | 10 Euro | Buch bestellen Als E-Book erhältlich Samstag, 29.05., 21 Uhr  Alten Nikolaischule, Richard-Wagner-Aula, Nikolaikirchhof 2 Justus Bender stellt sein Buch »Der Plan« vor Moderation: Christian Fuchs Hier geht es zum Livestream

Sonntag, 30.05., 14 Uhr  Das Blaue Sofa (ZDF) Thorsten Jantschek spricht mit Justus Bender über dessen Buch »Der Plan« Hier geht es zum Livestream

Carolin Wiedemann Zart und frei.
Vom Sturz des Patriarchats

  »Eine beeindruckende und dringliche Analyse des Zusammenhangs von Antifeminismus und Gewalt heute – und eine Handreichung, was gegen beides zu tun ist.«
Klaus Theweleit Es gibt derzeit kaum ein Thema, mit dem sich so viel Hass mobilisieren lässt wie mit Genderpolitik. Carolin Wiedemann zeigt in ihrer eindringlichen Analyse, dass der antifeministische Diskurs ein zentrales Element des politischen Rechtsrucks ist – und bis in die politische Linke Sympathisanten hat. Eine radikale Analyse der Gewalt heutiger patriarchaler Herrschaft, eine Anstiftung zum rebellischen und zärtlichen Miteinander.





Carolin Wiedemann: Zart und frei. Vom Sturz des Patriarchats
Gebunden
200 Seiten | 20 Euro | Buch bestellen
Als E-Book erhältlich Hier geht es zum Livestream

Viktor Jerofejew Enzyklopädie der russischen Seele
Mit welcher Seite hält es Russland – mit dem Westen oder mit dem Osten? Was sind die Besonderheiten der russischen Mentalität, der russischen Werte und des russischen Lebensstils? Kurzum: Was ist die russische Seele? Russland soll endlich wieder zur Supermacht werden. Doch dazu müssen Geheimdienstler und Militärs den mythischen »Grauen« finden. In ihre Suche schaltet sich ein russischer Intellektueller ein, der sich schließlich gemeinsam mit dem »Grauen« in irrwitzige Abenteuer und Liebschaften stürzt, bis die wilde Achterbahnfahrt durch Russland jäh in dessen phantasmagorischem Tod endet. Den Helden empört derweil alles: das Volk, der Kreml, die Kommunisten, die Oligarchen und Amerika sowieso.


Viktor Jerofejew: Enzyklopädie der russischen Seele
Aus dem Russischen von Beate Rausch
420 Seiten | 25 Euro | Buch vormerken
Als E-Book erhältlich Samstag, 29.05., 15:30 Uhr  Im Garten des Literaturhauses Leipzig, Gerichtsweg 28, online, ggf. mit Publikum Veranstaltungen im Rahmendes Programmschwerpunkts »The Years of Change 1989-1991. Mittel-, Ost- und Südosteuropa 30 Jahre danach« Viktor Jerofejew im Gespräch mit Sergej Lebedew und Jörg Plath über „Gefangen in Vergangenen – Russland heute“ Hier geht es zum Livestream

Nominiert für den »Preis der Leipziger Buchmesse«
und den »Deutschen Sachbuchpreis 2021«
Heike Behrend Menschwerdung eines Affen. 
Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung


»Ihre Empathie für die Menschen in Ostafrika und nicht zuletzt der ehrliche, fast schonungslose Blick auf sich selbst machen aus dieser Forschungsautobiografie ein zutiefst humanes Buch.«
Oliver Hochadel, Falter ›Affe‹ und ›Kannibalin‹ nannten Frauen und Männer in Kenia und Uganda die Ethnologin, die Ende der 1970er-Jahre zu ihnen kam, um sie zu erforschen. Statt diese wenig schmeichelhaften Namen zurückzuweisen, stellt Heike Behrend sie ins Zentrum ihrer Autobiografie: Sie selbst wird zum gründlich beobachteten Objekt der Ethnografierten und fragt nach der Wahrheit, der Kritik und der kolonialen Geschichte, die sich mit diesen fremden Namen verbinden.

Heike Behrend: Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung
Gebunden 278 Seiten | 25 Euro | Buch bestellen
Als E-Book erhältlich Preis der Leipziger Buchmesse: Den Livestream zur Preisverleihung gibt`s auf der Website des Preises der Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2020
László F. Földényi Lob der Melancholie. 
Rätselhafte Botschaften

 
»Es ist eine meisterhafte Studie, die seine jahrzehntelange Auseinandersetzung mit dem Thema Melancholie fortsetzt.«
Ulrich Rüdenauer, MDR Kultur László F. Földényi kehrt nach 40 Jahren zu seinem Lebensthema zurück und nähert sich ein weiteres Mal jener unzeitgemäßen Stimmung. In einem feinen Gewebe von Essays durchstreift er Malerei, Kino und Literatur und entlockt ihnen die Erfahrung einer Sehnsucht, die in ihrer Zartheit alles mit sich zu reißen vermag.



László F. Földényi:
Lob der Melancholie. Rätselhafte Botschaften
Aus dem Ungarischen von Akos Doma
280 Seiten | 30 Euro | Buch bestellen Als E-Book erhältlich Donnerstag, 27.05., 15.30 Uhr  Das Blaue Sofa (ZDF) Susanne Biedenkopf spricht mit dem Preisträger des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung, László F. Földényi Hier geht es zum Livestream


Info: Verlag Matthes & Seitz
Göhrener Straße 7
10437 Berlin
lesungen@matthes-seitz-berlin.de
info@matthes-seitz-berlin.de
 

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Buchvorstellungen im Live-Stream

29 Samstag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Frühjahrsschau! Einladung zu drei Buchvorstellungen im Live-Stream am 29. Mai 2021
Anlässlich der Leipziger Buchmesse vom 27. bis 30. Mai sind Literaturfreunde herzlich eingeladen, in der digitalen Frühjahrsschau des Sandstein Verlags zu stöbern und Neuerscheinungen zu entdecken: www.sandstein.de/FJS21

Ein besonderes Highlight wird der Live-Stream der Buchvorstellungen am Samstag, den 29. Mai sein, in dem die Autor*innen selbst ihre Bücher präsentieren und Zuschauer*innenfragen direkt beantworten können.

live: Samstag, den 29. Mai, 17:00 bis ca. 17:30 900 Jahre Plauen
Von den Anfängen bis in die Gegenwart
Zum 900. Jubiläum der Stadt Plauen erscheint Anfang November 2021 die reich bebilderte Überblicksdarstellung der wechselvollen Stadtgeschichte. Zwei der Autoren, Andreas Krone (Herausgeber des Geschichtsmagazins Historikus Vogtland) und Clemens Uhlig (Stadtarchiv Plauen), werfen mit uns Blicke auf zwei Kapitel der Stadtgeschichte: die Großstadt Plauen von 1905 bis 1945 sowie die Stadt während der DDR-Zeit. Ab dem 29. Mai kann das Buch zum Subskriptionspreis von 29 Euro vorbestellt werden (ab dem 2. November kostet der Band 38 Euro).
https://verlag.sandstein.de/detailview?no=98-626

live: Samstag, den 29. Mai, 18:00 bis ca. 18:30 Es geht um Leben und Tod
Bernini und Caravaggio in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Die Kunsthistorikerinnen Claudia Kryza-Gersch und Yvonne Wagner (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) nehmen uns mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Kunst des römischen Barock – und dabei geht es tatsächlich um Leben und Tod!
Zum Buch: Bernini, der Papst und der Tod. Skulpturensammlung Dresden
Herausgeber: Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Stephan Koja; Claudia Kryza-Gersch
144 Seiten, 134 meist farbige Abb.25 x 20 cm, FesteinbandSandstein VerlagErscheinungsdatum 28.5.2021ISBN 978-3-95498-615-6 19,80 €
https://verlag.sandstein.de/detailview?no=98-615

live: Samstag, den 29. Mai, 19:00 bis ca. 19:30 Kunst in der Krise
Zum Umgang mit einem europäischen Erbe
Kunstwerke dienten der Macht, als Geschenke oder der Mahnung zum Frieden. Die Kuratorinnen Claudia Brink (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) und Susanne Jaeger (Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa) beleuchten Künstler und Kunstwerke in einer der dramatischsten Epochen der europäischen Geschichte, dem Dreißigjährigen Krieg.
Zum Buch: Bellum & Artes. Mitteleuropa im Dreißigjährigen Krieg
Herausgeber: Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa; Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Nationalgalerie Prag; Claudia Brink; Susanne Jaeger; Marius Winzeler
544 Seiten, etwa 470 Abb.28 x 24 cm, FesteinbandSandstein VerlagErscheinungsdatum 8.7.2021ISBN 978-3-95498-605-7Der Subskriptionspreis von 29,00 € gilt bis 07.07.2021. Danach kostet der Band 48,00 €
https://verlag.sandstein.de/detailview?no=98-605

Hier gibt´s den aktuellen Verlagsprospekt Frühjahr 2021 zum Download:
https://verlag.sandstein.de/res/user/sandstein/media/verlagsprospekt.pdf

Text: Meike Griese-Storck

Über den Sandstein Verlag
Der Sandstein Verlag mit Sitz in Dresden wurde 1990 aus der Wendezeit heraus gegründet, um gesellschaftliche Debatten anzustoßen und zu begleiten. Als unabhängiger Verlag verbindet dieser heute einen kritischen Geist mit anspruchsvollem Design. Dabei leitet ihn die Leidenschaft, kulturhistorischen, künstlerischen und kunsthistorischen Themen eine möglichst perfekte Form zu geben: schön, lesbar, aufregend und informativ.
 
www.facebook.com/sandsteinverlag
www.instagram.com/sandstein.kultur
www.sandstein-verlag.de

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Leipzig liest extra mit Christoph Hein, Ingo Schulze, Alexander Osang und vielen mehr

29 Samstag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Eine Veranstaltung der Leipziger Buchmesse
(27. bis 30. Mai 2021)
 
 
Leipzig liest extra: Highlights am 29. Mai 2021

10:00 – 17:00:     
8. Leipziger Autorenrunde

Beschreibung:
Konferenz der Leipziger Buchmesse speziell für Autor:innen.
Ort: www.leipziger-autorenrunde.de


11:30 – 12:30:
Belarus – Revolutionszustand

Beschreibung:     
Seit August 2020 versuchen viele Menschen in Belarus das sowjetische Erbe abzustoßen und sich vom diktatorischen Regime zu befreien. Doch das System schlägt brutal zurück und hinterlässt persönliche und kollektive Traumata. Eine Debatte des Programmschwerpunktes „The Years of Change 1989-1991. Mittel-, Ost- und Südosteuropa 30 Jahre danach“ mit Sasha Filipenko, Viktor Martinowitsch und Jenny Friedrich-Freska.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


12:30 – 13:00:        
Fast Hell

Beschreibung:  
„Das aber war es doch, was ich eigentlich erzählen wollte: Ein nicht zu fassendes Leben …“ Autor Alexander Osang zu Gast bei Das Blaue Sofa.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


13:00 – 16:00:     
Bücherfrühling 2021

Beschreibung:
Deutschlandfunk Kultur sendet ein Literatur-Sonderprogramm – live aus der Moritzbastei! Mit Wiebke Porombka, Christian Rabhansl, Mithu Sanyal, Ingo Schulze, Shida Bazyar und Matthias Jügler.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


14:00 – 15:00:     
Jugoslawien ist tot. Der Jugoslawismus auch?

Beschreibung:
Was ist noch übriggeblieben von Jugoslawien in der Erinnerung seiner ehemaligen Bewohner, und wie lauten die offiziellen nationalen Narrative zu diesem ehemaligen Staat? Ein Gespräch mit Dubravka Stojanoviæ und Dragan Markovina im Rahmen von Common Ground. Literatur aus Südosteuropa.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


14:30 – 15:00:     
Ein anderer Krieg.
Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg


Beschreibung:
Das Buch von Dan Diner erzählt die Anatomie des Zweiten Weltkrieges aus einer ungewohnten Perspektive.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


15:30 – 16:30:     
Gefangen im Vergangenen. Russland heute.

Beschreibung:
„Die Hauptfundamente unserer Identität liegen in der Vergangenheit“, so Sergej Lebedew. Wie können Russland und seine Gesellschaft einen Weg in die Zukunft finden? Eine Debatte des Programmschwerpunktes „The Years of Change 1989-1991. Mittel-, Ost- und Südosteuropa 30 Jahre danach“ mit Viktor Jerofjew und Sergej Lebedew.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


18:00 – 18:40:     
Paul Celan 100

Beschreibung:
Präsentation der Deutsch-ukrainischen Anthologie, in der Leben und Werk des Dichters diskutiert wird, mit Eugenia Lopata, Serhij Zhadan, Tanja Maljartschuk und Klaus Reichert.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


20:00 – 21:30:     
4. Frankophone Kriminacht

Beschreibung:
Zwei der angesagtesten französischen Krimiautor:innen, Hannelore Cayre und Colin Niel, diskutieren mit dem Regisseur Dominik Moll.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


19:00 – 20:30:     
Leipzig-liest-Abend mit Christoph Hein

Beschreibung: Autor Christoph Hein im ausführlichen Gespräch mit Carsten Otte zu seinem druckfrischen Roman „Guldenberg“.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


19:30 – 20:30:     
Der geliebte Diktator: Tito

Beschreibung:
Er war ein Held, jubeln seine Fans. Verbrecher! Massenmörder! – schreien die anderen. Eine Debatte im Rahmen von Common Ground. Literatur aus Südosteuropa.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


19:30 – 22:30:
Die Unabhängigen – Spätausgabe

Beschreibung:
Neuerscheinungen der unabhängigen Verlage in Lesungen und Gesprächen mit Martina Hefter, Ally Klein, Natasja Penzar, John Sauter, Tilman Sprengler und Tino Dallmann.
Ort: www.leipziger-buchmesse.de


Alle Veranstaltungen von Leipzig liest extra sind über die Website www.leipziger-buchmesse.de  kostenfrei zu erreichen. Je nach den vom 27. bis 30. Mai gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen begrüßen die einzelnen Veranstaltungsorte Publikum. Die Details erfahren Interessierte auf den Websites der jeweiligen Veranstaltungsorte.

Über Leipzig liest extra – eine Veranstaltung der Leipziger Buchmesse
2020 musste die Leipziger Buchmesse aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um dennoch Autoren und Leser zusammen zu bringen, veranstaltet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr ein Leipzig liest extra – mit rund 300 Veranstaltungen im Leipziger Stadtgebiet, Preisverleihungen und digitalen Begegnungen. Ausgewählte Veranstaltungen werden zusätzlich auf der Website der Leipziger Buchmesse gestreamt und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht. #Leipzigliestextra #lbm21
 
Text: Julia Lücke
Pressesprecherin Leipziger Buchmesse
               


Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
blog.leipziger-buchmesse.de/Buecherleben
 

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Preis der Leipziger Buchmesse 2021 verliehen

28 Freitag Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Leipzig liest extra
Eine Veranstaltung der Leipziger Buchmesse
(27. bis 30. Mai 2021)
  
Preis der Leipziger Buchmesse 2021 für Iris Hanika, Heike Behrend und Timea Tankó 

Iris Hanika, Heike Behrend und Timea Tankó haben heute den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 im Rahmen von Leipzig liest extra, einer Veranstaltung der Leipziger Buchmesse, erhalten. Die siebenköpfige Jury um den Vorsitzenden Jens Bisky zeichnete Iris Hanika in der Kategorie Belletristik für ihr Werk „Echos Kammern“ (Literaturverlag Droschl ) und Heike Behrend in der Kategorie Sachbuch/Essayistik für ihr Buch „Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung“ (Matthes & Seitz Berlin) aus. In der Kategorie Übersetzung würdigte die Jury Timea Tankó für die Übersetzung aus dem Ungarischen von „Apropos Casanova. Das Brevier des Heiligen Orpheus“ (Die Andere Bibliothek) mit dem renommierten Preis. Insgesamt 389 Werke wurden für den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse eingereicht.

Kategorie Belletristik:

Iris Hanika | Echos Kammern | Literaturverlag Droschl

Zur Begründung der Jury:

„Bevor ich bin gereist nach New York, ich war in Sorge. Weil war das große Reise über Atlantik und war das auch lange Reise – zehn Wochen ist lang, in diese Zeit viel kann geschehen.“ Ja, es ist viel. Doch was genau in Iris Hanikas herrlich palimpsesten Roman zwischen Berlin und New York geschieht, ist kaum seriös in aller Kürze zu erzählen. Es blitzt und spiegelt, experimentiert nur so vor sich hin. … Diese Autorin ermächtigt sich, den Mann mit den Mitteln des Jahrtausendealten männlichen Blicks zu betrachten. Josh, Narziss, der Mythos wird zum Resonanzraum, in dem sein eigener Hohlkörper sichtbar wird, Iris Hanika schiebt ihn sachte in eine ihrer Echokammern. Nicht zuletzt hier weist sich die Autorin als kluge, witzige und wüste Erzählkonstrukteurin aus. Iris Hanika schreibt unbeirrt und seit fast drei Jahrzehnten ihre Literatur, schreibt auf ihrem Stern, an ihrem Stern. Als eine der eigensinnigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsdichtung, die mit brutal klarem und unverschämten Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse schauen kann. Und dann wieder unheimlich erheitert. Iris Hanika übt in aller Virtuosität ihre Sprachexperimente aus und ja, sie hat diebische Freude daran, dass sie das jeden Moment den Roman kosten könnte. Eben dieses riskante Schreiben zeichnet sie aus. 

Autorin:

Iris Hanika wurde 1962 in Würzburg geboren. Ihr umfangreiches Werk, u. a. die Erzählungen Katharina oder Die Existenzverpflichtung (Fannei & Walz, 1992), Treffen sich zwei (2008),Tanzen auf Beton (2012), Wie der Müll geordnet wird (2015, alle drei im Literaturverlag Droschl) bescherten der Autorin zahlreiche Preise, darunter den Hans-Fallada-Preis 2006, den European Union Prize for Literature 2006 und den Hermann-Hesse-Literaturpreis 2020.

Kategorie Sachbuch und Essayistik:

Heike Behrend | Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung | Matthes & Seitz Berlin

Zur Begründung der Jury:

Nur wer sich selbst für die Welt öffnet, wird auch in ihr heimisch werden. Diese Erfahrung ist das zentrale Moment des Buchs von Heike Behrend. Die eigene Neugier der Ethnologin stieß während ihrer Feldforschungsaufenthalte auf die der besuchten Gruppen, und sie selbst wurde zum Gegenstand der Beobachtung durch ihre Gastgeber. Es gehört viel Selbsterkenntnis dazu, sich erkannt zu fühlen. „Menschwerdung eines Affen“, benannt nach der sich wandelnden Zuschreibung, die man ihr in den kenianischen Tugenbergen als Forscherin, die dort zur Freundin wurde, angedeihen ließ, legt Zeugnis davon ab, dass Heike Behrend diese Befähigung besitzt. Und mit ihrer Betrachtung der Betrachter ihrer selbst als Betrachterin gewinnt sie auch eine Perspektive auf die eigene Kultur – sowohl verstanden als nationale wie als disziplinäre Geisteswissenschaft in der Form, wie Heike Behrend sie teilnehmend beschreibt, ist im besten Sinne Geistesbeschwörung: Sie provoziert zu einem Blick, der intellektuell agiert statt visuell. Ihr Buch ist eine ebenso köstliche wie kostbare Lektüre, die unsere Horizonte weit verschiebt, ohne dabei eine politische Agenda vermitteln zu wollen. Es ist geboren und geschrieben aus der Emphase für die Gemeinsamkeit dessen, was Menschsein ausmacht: die Überwindung von Vorurteilen. Solchen seiner selbst über andere und solchen anderer über einen selbst. Es ist ein erhellendes Buch in diesen sich verdunkelnden Zeiten.

Autorin:

Heike Behrend studierte Ethnologie und Religionswissenschaft. Sie arbeitete ethnografisch vor allem in Ostafrika und unterrichtete an verschiedenen Universitäten. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze, u. a. Alice und die Geister. Krieg im Norden Ugandas (Trickster, 1993) und Contesting Visibility. Photographic Practices and the „Aesthetics of Withdrawa” along the East African Coast (transcript, 2013). 

Kategorie Übersetzung:

Timea Tankó | „Apropos Casanova. Das Brevier des Heiligen Orpheus“ von Miklós Szentkuthy übersetzt aus dem Ungarischen | Die Andere Bibliothek

Zur Begründung der Jury:

Wie lässt sich so etwas Quecksilbriges, sich jeder Zuordnung Entziehendes, wild Fantasierendes und zugleich messerscharf Argumentierendes in eine andere Sprache bringen? Die Antwort kann nur lauten: indem man mitdenkt. Und nichts anderes tut Timea Tankó. Ihre deutsche Fassung wird der intellektuellen Beweglich-, ja Quirligkeit Szentkuthys absolut gerecht, dank ihr gerät man unweigerlich in den Sog seiner kapriolenhaften Gedankenflüge – und ohne, dass einem flau dabei wird. Er und sie, Miklos und Timea, diese beiden Liebenden der Sprache, können aber auch ganz anders, konkret-anschaulich und poetisch-bildhaft zugleich: „An einem Vormittag“, heißt es da, „war das Meer ungewöhnlich blau, die kleinen weißen Wellenspalten waren besonders parallel und zahncremefrisch, die Luft war sportlich klar, die Möwen wirkten einen Hauch melancholischer, herbstblattähnlicher als sonst, die fernen griechischen, persischen und russischen Yachten vibrierten noch höher über den Horizont als sonst – und wegen dieser kleinen Frühlingskomposition, die einen halben Augenblick zuvor noch nicht einmal ansatzweise so aussah und im nächsten ihren fröstelnden Maifestcharme bereits verloren hatte, musste Rom untergehen.“ Wow. Was für ein Satz, was für ein Schmelz in den Beschreibungen, welch ein sanfter Rhythmus, und was für ein eiskalter Knalleffekt am Ende. Dafür, dass sie sich dieser Prosa einfühlsam und doch selbstbewusst angeschmiegt und dabei immer die Spannung gehalten hat, dafür danken wir Timea Tankó.

Übersetzerin:

Timea Tankó, 1978 in Leipzig geboren, arbeitet als Dolmetscherin sowie als Übersetzerin ungarischer und französischer Literatur. Neben Übertragungen u. a. von Werken István Keménys, Antal Szerbs und György Dragománs ins Deutsche brachte sie z. B. auch Texte Esther Kinskys ins Ungarische. Zuletzt wurde sie mit dem Exzellenzstipendium des Deutschen Übersetzerfonds 2020 ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse
Der Preis der Leipziger Buchmesse wurde von einer siebenköpfigen Jury vergeben: Unter der Leitung von Jens Bisky haben Anne-Dore Krohn, Tobias Lehmkuhl, Andreas Platthaus, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch die Nominierten und Preisträger:innen ausgewählt. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Medienpartner ist das Kundenmagazin buchjournal und Deutschlandfunk Kultur. 

Text: Julia Lücke
Pressesprecherin Leipziger Buchmesse              

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de
blog.leipziger-buchmesse.de/Buecherleben
 

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Internetlesung: „Gottesquartett – Erzählungen eines Ausgewanderten“ mit Patrick Roth

19 Mittwoch Mai 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Projekte

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Patrick Roth spricht über Träume, Umarmungen, das Unbewusste und liest aus „Gottesquartett – Erzählungen eines Ausgewanderten“

Das Literaturforum Dresden e.V. lädt in seiner Reihe Literarische Alphabete zur nächsten virtuellen Lesung am 20. Mai, um 19 Uhr ein.

Das Video: https://youtu.be/8-jQGREswbY

Der Tod seiner Therapeutin bewegt einen bekannten Schriftsteller dazu, nach Los Angeles zurückzufliegen, um an ihrer Gedenkfeier teilzunehmen. Im Gepäck hat er das Gottesquartett, vier fesselnde Erzählungen, die er ihr gewidmet hat. Während die Stadt von Bränden bedroht wird, liest und bespricht er die Texte im Kreis seiner Freunde. Patrick Roth inszeniert in seinem neuen Buch diese packende Rahmenhandlung rund um jene vier zentralen Erzählungen, die die Erfahrung biblischer Figuren wie Abraham, Samuel, Simson und Paulus bündeln. Auf brillante Art spürt Patrick Roth diesen Figuren nach, macht sie lebendig und weckt das Feuer, das in ihnen schlummert. Es geht dabei um menschliche Ur-Erfahrungen, um religiöse Suche, um brennende Sehnsucht – ein Meisterwerk! (Verlagstext Herder)

Patrick Roth, geb. 1953, lebt als Schriftsteller in Los Angeles und Mannheim. Er begann seine künstlerische Karriere in den USA als Regisseur und Drehbuchautor. Neben der filmjournalistischen Arbeit verfasste er Hörspiele und Theaterstücke, die er überwiegend selbst inszenierte. In den 1990er-Jahren wechselte er in die Prosa und entwickelte seinen charakteristischen Stil als Erzähler von biblisch-mythischen Stoffen. Für sein literarisches Schaffen wurde er vielfach geehrt (u. a. mit dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur, dem Hugo-Ball-Preis, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und mit Poetikdozenturen an verschiedenen Universitäten). Seit 2007 ist er Resident Scholar des C. G. Jung Study Center of Southern California und Mitglied im Board of Directors. .

www.mythograph.de

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.

**************************************

Außerdem:

Unsere Lesung mit Muhō Nölke aus „Futter für Pferd und Esel: Das Dôgen-Lesebuch“ über Zazen, Meditation und Praxis  ist  weiterhin über unseren Youtube-Kanal abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=hVXvmudaxsA

Text: Patrick Beck

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Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Ausstellung "Stille Post" von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital
  • Offene Gartenpforte Dresden: "Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage"
  • Ausstellung "Alles so schön bunt hier!" von Holger John in der Kunsthochschule Dresden & "66 x John" in der Galerie Holger John
  • Ausstellung "Überblick - Bilder aus fünf Jahrzehnten" von Peter Pit Müller in der Stadtgalerie Radebeul
  • Atelierbesuch bei Anne Kern in Wehlen, Sächsische Schweiz
  • Premiere im Boulevardtheater Dresden- Herr Lehrer, Fräulein Lustig schwänzt!
  • Schönes bleibt: Gedichte zur Erinnerung
  • Premiere "Das Ding - die Friedrichstadt-Revue" im Dresdner Friedrichstatt Palast
  • Atelierbesuch bei Kathrin Stadthaus: "Ich fühle mich überall zuhause"
  • Kurzgeschichte: Die Frau an der Haltestelle

Aktuelle Beiträge

  • Ausstellung „Wer bin ich?“ mit Malerei & Zeichnung von Dorothee Kuhbandner in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost im Kultur-Bahnhof
  • Premiere vom Theaterjugendclub Döbeln zum Thema „Heimat“ anlässlich des 1045-jährigen Stadtjubiläums
  • Ausstellung „Stille Post“ von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital
  • Uraufführung „Träume in Europa“ von Wolfram Lotz im Schauspielhaus Dresden
  • Plenair-Ausstellung auf dem Künstlerhof Kunath in Röhrsdorf bei Meißen
  • Premiere „Der tollste Tag oder Figaros Hochzeit“ von Peter Turrini frei nach Beaumarchais als Sommertheater Open Air im Innenhof des Japanischen Palais Dresden
  • Ein lebendiger Ort für Geschichten: Erzählcafé & Schreibwerkstatt
  • Gedichte von Abschied & Bleiben
  • Neue MeerGedichte: Farben des Lebens
  • Ausstellung „Alles so schön bunt hier!“ von Holger John in der Kunsthochschule Dresden & „66 x John“ in der Galerie Holger John

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