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Kategorien-Archiv: Literatur

Literarische Reise: Das Gastland Portugal stellt sich in aller Vielfalt im Frühjahr trotz Absage der Leipziger Buchmesse vor

17 Donnerstag Feb 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte

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„Unerwartete Begegnungen“

Veranstaltungen mit zehn Autor:innen im Leipziger Stadtgebiet – Über 50 Neuerscheinungen im Rahmen des Gastlandauftritts

Portugal als Gastland der Leipziger Buchmesse 2022 bedauert die Absage der Messe sehr, will seiner Literatur aber dennoch eine Bühne bieten – auch durch Präsenzveranstaltungen mit Autor:innen aus dem Gastland in Leipzig sowie mit Events und Aktionen für Buchhandlungen und Blogger:innen. Denn im Frühjahr erscheinen nicht nur wichtige Übersetzungen aus dem Portugiesischen, Portugal feiert 2022 auch die Jubiläen einiger der größten Schriftsteller und Schriftstellerinnen seiner Geschichte. José Saramago, António Lobo Antunes, Sophia de Mello Breyner Andresen und Agustina Bessa-Luís, aber auch die vielen anderen Autoren und Autorinnen sowie Werke des für die Leipziger Buchmesse geplanten Programms sollen daher in Leipzig trotzdem gefeiert werden. Portugal ist seit zwei Jahren ein begeisterter Partner der Leipziger Buchmesse und setzt weiterhin alles daran, um das Talent und die Kreativität einiger der bekanntesten Schriftsteller:innen aus drei Kontinenten in den Fokus zu rücken und die über 50 ins Deutsche übersetzten Titel zu präsentieren, die sich mit wichtigen aktuellen Themen wie Rassismus, Ironie usw. auseinandersetzen.

Auch wenn die ursprünglich auf der Messe geplanten 42 Veranstaltungen nun nicht stattfinden können, will Portugal Spielstätten im Leipziger Stadtgebiet nutzen, um dem deutschsprachigen Publikum seine ganze Vielfalt zu präsentieren und für „Unerwartete Begegnungen“ – so das Gastlandmotto – zu sorgen. Für diese Vielfalt stehen neben bedeutenden Schriftsteller:innen und vielversprechenden neuen Stimmen aus Portugal auch zahlreiche Autor:innen aus weiteren portugiesischsprachigen Ländern – etwa Angola, Guinea-Bissau, Kap Verde, Mosambik oder São Tomé e Príncipe. Zehn von ihnen werden an dem Programm Portugals im Haus des Buches und in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig teilnehmen, darunter Dulce Maria Cardoso, Yara Monteiro, José Luís Peixoto und Margarida Vale de Gato. Es sind Gesprächsrunden und Lesungen geplant. Auch auf dem „Blauen Sofa“, dem Autorenforum von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat, werden Autor:innen aus dem Gastland Platz nehmen. Dazu stehen Ehrungen großer portugiesischer Autor:innen auf dem Programm. So wird im Haus des Buches eine Ausstellung zu José Saramago, dem Gewinner des Literaturnobelpreises 1998, gezeigt.

Zudem lädt das Gastland alle Buchhandlungen im deutschsprachigen Raum zu einem Deko-Wettbewerb ein. Als Hauptpreis winkt eine Reise zum Literaturfestival „Fólio – Festival Literário Internacional de Óbidos“ vom 6. bis 9. Oktober 2022. Darüber hinaus sind für das Frühjahr 2022 literarische Portugal-Abende in Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart geplant.

Über 50 Neuerscheinungen

Im Mai 2022 werden es über 50 neue Titel sein, die mit Fördermitteln der portugiesischen Regierung übersetzt wurden und im Rahmen des Gastlandauftritts in deutscher Sprache erschienen sind. Sechs Neuerscheinungen sind noch in diesem Jahr geplant: So bringt der Unionsverlag im Februar 2022 mit „Im Auge der Pflanzen“ einen neuen Roman der mehrfach ausgezeichneten Autorin Djaimilia Pereira de Almeida heraus (Übersetzung: Barbara Mesquita). Im Kupido Literaturverlag erscheint ebenfalls im Februar „Geliebter Fernando Pessoa“ von Mário de Sá-Carneiro – ein Zeugnis einer der bedeutendsten brieflichen Dialoge der portugiesischen Literatur (Übersetzung: Frank Henseleit). Die Edition Korrespondenzen legt im März mit „Herr Calvino und der Spaziergang“ von Gonçalo M. Tavares einen neuen Band aus dem Zyklus „Das Viertel“ vor (Übersetzung: Michael Kegler). Und im gleichen Monat veröffentlicht der mare Verlag „Ferner Westen“; Paulo Moura, der sonst als Kriegsberichterstatter ferne Länder bereist, erzählt hier von seinem 1000 Kilometer langen Motorradtrip entlang der portugiesischen Küste voller Begegnungen, Schicksale und Geschichten (Übersetzung: Kirsten Brandt).

Zahlreiche herausragende Bücher sind bereits erschienen, darunter „Asche und Sand“ aus der großen Romantrilogie von Mia Couto. Das Buch handelt von den Wunden des portugiesischen Kolonialismus in Mosambik (Unionsverlag, 2021, Übersetzung: Karin von Schweder-Schreiner). In „Die Rückkehr“ erzählt Dulce Maria Cardoso die Geschichte einer Vertreibung aus der Kolonie Angola nach Lissabon, wie sie sie selbst erlebt hat (Secession Verlag, 2021, Übersetzung Steven Uhly). Mit „Was ist ein Name“ von Ana Luísa Amaral ist ein ebenso einfühlsamer wie scharfsinniger Gedichtband der beliebtesten Lyrikerin Portugals erschienen (Carl Hanser Verlag, 2021, Übersetzung: Michael Kegler und Piero Salabè). Und das Buch „Stippvisiten“ versammelt fünf wichtige Stimmen der zeitgenössischen portugiesischen Literatur: Miguel Cardoso, Afonso Cruz, Isabela Figueiredo, Rui Cardoso Martins und Patrícia Portela (Elfenbein Verlag, 2021, Übersetzung: Marianne Gareis, Niki Graça, Odile Kennel und Dania Schüürmann).

Deutsch-Portugiesischer Journalismus-Preis

Der Gastlandauftritt von Portugal soll nicht nur Literatur und Kultur in Deutschland bekannter machen, sondern auch zum gegenseitigen Verständnis zwischen beiden Ländern beitragen. Ebenfalls diesem Ziel dient der Deutsch-Portugiesische Journalismus-Preis, der im Rahmen der Hannover Messe (30. Mai bis 2. Juni 2022) vergeben werden soll, wo Portugal dieses Jahr ebenfalls Partnerland ist. Mit diesem Preis werden herausragende Artikel in deutschen und portugiesischen Medien ausgezeichnet, die klischeefrei und differenziert über Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik des jeweils anderen Landes berichten. Mit dem Preis soll zugleich die Bedeutung eines unabhängigen und professionellen Journalismus als wesentliche Basis der europäischen Demokratie gewürdigt und gefördert werden.

Text: Pressebüro Portugal – Gastland der Leipziger Buchmesse

Mirjam Flender, Kirsten Lehnert, literatur2508, c/o projekt2508

www.camoesberlim.de/de 
www.leipziger-buchmesse.de

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Erich Kästner Museum feiert Geburtstag & startet Jahresprogramm unter dem Motto: „Freiheit – große, kleine oder keine?“

15 Dienstag Feb 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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Wir feiern Geburtstag!

Ja, es steht wieder ein 23. Februar vor der Tür. Das bedeutet, dass wir in der Villa Augustin den Geburtstag unseres Hauspatrons und unseres Museums feiern. Im letzten Jahr erhielten wir unsere Glückwünsche aus der ganzen Welt noch digital – das möchten wir natürlich gern beibehalten – doch diesmal feiern wir auch wieder vor Ort mit Gästen.
Zwischen 12.30 und 17 Uhr haben alle Interessierten im Rahmen der regulären Zeitfenster freien Eintritt ins Museum! Darüber hinaus gibt es für Familien ein Mitmach-Programm rund um Kästners „Der 35. Mai“ (Voranmeldung bis 21. Februar). Um 19 Uhr bringt die Chanson-Sängerin Anna Haentjens Stücke zu Gehör, die Erich Kästner und Edmund Nick für das Münchner Kabarett „Die Schaubude“ geschrieben haben.

Veranstaltungs- und Reihenauftakt

Das Programm zum 23. Februar bildet zugleich den Auftakt in unser Veranstaltungsjahr 2022. Das Motto unserer Jahresreihe lautet diesmal „Freiheit – große, kleine oder keine?“ und beschäftigt sich aus Anlass des Erscheinens von Erich Kästners „Die kleine Freiheit. Chansons und Prosa 1949 – 1952.“ vor nunmehr 70 Jahren mit verschiedenen Facetten des Begriffs „Freiheit“, einer der zentralen Diskursbegriffe der letzten und voraussichtlich kommenden Jahre. Flankiert von musealen und digitalen Beiträgen nähern wir uns der Fragestellung, was individuelle, künstlerische und politische Freiheit bedeutet und an welchen Punkten sie die Freiheit anderer beschneidet.

Verabschiedung Angelika Törpsch

Nach fast genau 22 Jahren im Erich Kästner Haus für Literatur hat sich zum 1. Februar unsere Museumsmitarbeiterin Angelika Törpsch in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Sie begleitete die Entwicklung unseres Hauses fast von den Anfängen bis zum heutigen Tag, führte zahlreiche Gäste durch das Museum, begleitete Generationen von Praktikanten und Praktikantinnen und bildete eine schier unerschöpfliche Quelle an Wissen über Erich Kästner.
Wir bedanken uns von ganzem Herzen für die geleistete Arbeit, die Bereitschaft, sich immer wieder in neue Themenbereiche einzuarbeiten und wünschen viel Freude und Energie für die nun folgende Zeit.

Termine

23.02., 12.30 – 17 Uhr, „Das Schlaraffenland“
Mitmach-Familienprogramm zu „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“
Eintritt frei!
Parallel zu den regulären Zeitfenstern des Museumsbesuchs bieten wir ein Mitmach-Programm für Familien rund um Kästners Kinderbuchklassiker.
Anmeldung bis zum 21. Februar!

23.02., 19 Uhr, Anna Haentjens – „Hört auf die Zeit!“
Chansons aus dem literarischen Kabarett „Die Schaubude“
Klavier: Sven Selle
In ihrer Hommage präsentiert Anna Haentjens, begleitet von Sven Selle am Klavier, eine Auswahl an Chansons, die im Kabarett „Die Schaubude“ zu Gehör gebracht wurden. Im Mittelpunkt steht „Deutsches Ringelspiel 1947“.
Wir empfehlen eine Voranmeldung.

Das MuMo

…kann auch in diesem Jahr wieder gebucht werden. Auf Anfrage stellen wir gern unser Material für altersgerechte Digitalprogramme zur Verfügung (bestens geeignet für Schulkassen oder zur Fortbildung von Lehrer:innen), oder kommen mit unserem gelben Bus zu Ihnen, die mobile Ausstellung im Gepäck. Eine Übersicht über die Angebote unseres MuseumsMobils gibt es hier.

Ausblick (Auswahl)

03.03. Zoë Beck – „Paradise City“
Lesung und Gespräch in der Reihe „GESCHEITER ODER GESCHEITERT?“
21.03. Julia von Lucadou – „Tick Tack“
Lesung und Gespräch in der Reihe: „Freiheit – große, kleine oder keine?“
06.04. José F.A. Oliver – „wundgewähr“
Lesung und Gespräch in der Reihe: „Sprachen machen Leute“
20.04. Buchsalon
Gespräch über sächsische Neuerscheinungen in Kooperation mit dem Sächsischen Literaturrat

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit!Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.
Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden

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Auszeichnung mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2022 für Karl-Markus Gauß: „Die unaufhörliche Wanderung: Reportagen“

07 Dienstag Dez 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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„Feinfühlige Geschichten von besonderen Orten und Menschen in Europa“

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2022 wird dem österreichischen Schriftsteller und unermüdlichen Aufklärer Karl-Markus Gauß für sein Buch „Die unaufhörliche Wanderung: Reportagen“ verliehen. Der Preis wird am 16. März 2022 im Rahmen der Eröffnung der Leipziger Buchmesse verliehen.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2022 wird dem österreichischen Schriftsteller und unermüdlichen Aufklärer Karl-Markus Gauß für sein Buch „Die unaufhörliche Wanderung: Reportagen“ verliehen. Das Buch versammelt feinfühlige Geschichten von besonderen Orten und Menschen in Europa. Es erschien im Oktober 2020 im Paul Zsolnay Verlag Wien. Der Preis wird zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse am Abend des 16. März 2022 im Gewandhaus zu Leipzig verliehen. Die Laudatio hält die österreichische Germanistin, Literaturkritikerin und Essayistin Daniela Strigl.

In der Begründung der Jury heißt es: „Europa? Wer heute an Europa denkt, dem fallen zunächst Verfallsgeschichten ein, Auflösungserscheinungen, Untergänge, verzankte und zerstrittene Parlamente, die auf nationalen Sonderrechten bestehen und die europäische Einigung aus dem Blick verloren haben. Und wenn von Vielfalt die Rede ist, dann fallen dem einen die aussterbenden Tierarten ein, dem anderen Käsesorten oder Reiseziele.

Wenn Karl-Markus Gauß an Europa denkt – und wahrscheinlich gibt es keinen Schriftsteller in Europa, der öfter und nachhaltiger über dieses kleine Gebiet westlich des russischen Reiches nachdenkt –, dann denkt er über die Minderheiten nach, die sich immer noch in den Rissen dieses einsturzgefährdeten Gebäudes halten: über die Bewohner der Zips und der Batschka, über die chaldäischen Christen in der syrisch-orthodoxen Kirche, die sich Assyrer nennen und möglicherweise im Nebenhaus wohnen, über die Aromunen, die eine eigenständige Sprache sprechen und im Norden Griechenlands, in Bulgarien, Nordmazedonien und Albanien leben, oder über die Roma, die in der Slowakei und überall da zu finden sind, wo man nicht nur die Paragrafen der Ausgrenzung, sondern die (ungeschriebenen) Gesetze der Gastfreundschaft kennt und ihnen einen Platz anbietet.

Alle diese Minderheiten mit ihren seltsamen Sitten, Sprachen, Gebräuchen, Literaturen und Religionen haben in Karl-Markus Gauß, der selbst aus einer sogenannten donauschwäbischen Familie kommt, ihren unermüdlichen, treuen, neugierigen, aufmerksamen Chronisten gefunden. Seit mehr als vierzig Jahren nimmt dieser für seine stilistischen Feinheiten gelobte, jedes besserwisserische Pathos meidende Reisende die kulturellen Verluste (besonders in Südosteuropa) wahr und hält ihnen den historisch angehäuften tatsächlichen Reichtum entgegen. Er leistet die Arbeit eines Sisyphos – das heißt, er weiß auch, dass trotz aller Anstrengungen der mühsam auf den Berg geschleppte Stein wieder hinunterrollt.

Wenn er nicht unterwegs ist, schreibt er in Salzburg Reiseberichte über seine unaufhörlichen Wanderungen, die in mehr als zehn Büchern vorliegen, oder er redigiert die literarische Zeitschrift „Literatur und Kritik“, die er schon seit mehr als dreißig Jahren herausgibt. Und wenn er mal das Haus hüten muss, dann begibt er sich auf eine „Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer“, eines seiner großartigen Bücher. Und da er offenbar wenig schläft, schreibt er auch noch umfangreiche Journale, die einen politisch wachen, parteipolitisch ungebundenen Zeitgenossen zeigen, der gottlob über so viel Ironie und Witz verfügt, dass man sich von ihm gerne in die Abgründe unserer Gesellschaft einführen lässt. Denn kaum einer hat sich so klar gegen Rechtspopulismus ausgesprochen und sich so deutlich für eine humane Flüchtlingspolitik eingesetzt.

Mit der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung wird ein großer europäischer Schriftsteller ausgezeichnet, der die glanzvolle Reihe mitteleuropäischer Preisträger von Aleksandar Tišma bis Claudio Magris fortführt.“ Der Jury des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung 2022 gehören Dr. Skadi Jennicke (Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig), Michael Krüger (Autor, Verleger, Übersetzer, München), Johannes Riis (Verleger, Kopenhagen), Elisabeth Ruge (Autorin, Verlegerin, Literaturagentin, Berlin) und Daniela Strigl (Essayistin, Kritikerin, Dozentin, Wien) an.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, seit 1994 jährlich vergeben und mit 20.000 Euro dotiert, zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Leipziger Messe. Kooperationspartner ist die Bundeszentrale für politische Bildung.

Ausführliche Informationen zum Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, den bisherigen Preisträgern, dem Kuratorium und der Jury sind unter http://www.leipzig.de/buchpreis zu finden.

Text: Julia Lücke/Pressestelle Leipziger Buchmesse

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Leipziger Buchmesse: 441 Neuerscheinungen wetteifern um Preis der Leipziger Buchmesse

27 Samstag Nov 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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„Den Blick weit öffnen“

441 Bewerbungen für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022
Juryvorsitzende Insa Wilke: „Literaturpreise sollen diese starke Literatur feiern, die wir in unserem Land lesen können.“

Der Wettbewerb für den Preis der Leipziger Buchmesse ist eröffnet. 441 Werke aus 169 Verlagen wurden für den hochkarätigen Preis eingereicht. Die siebenköpfige Jury liest sich nun durch die Einreichungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Am 17. Februar werden die Nominierten bekanntgegeben. Weitere vier Wochen heißt es dann Hochspannung: Am Eröffnungstag der Leipziger Buchmesse, dem 17. März 2022, wird der begehrte Preis in der Glashalle vergeben. Die Preisverleihung wird per Stream übertragen.

Insa Wilke übernimmt in diesem Jahr den Juryvorsitz beim Preis der Leipziger Buchmesse. Im Interview spricht sie über die Bedeutung von Literaturpreisen und die Aufgabe von Literatur.

Liebe Insa Wilke: Warum braucht es Literaturpreise?
Literaturpreise sind wichtig, um klar zu machen, was für eine Literatur wir als Lesende für unsere Gegenwart und Gesellschaft wichtig finden. Und zwar außerhalb von Quoten und Verkaufszahlen. Das heißt: Sie sollen Autor:innen in ihrem Eigensinn bestärken und uns Lesende auffordern, wach zu bleiben, uns nicht sedieren zu lassen. Und, vielleicht am wichtigsten: Sie sollen diese starke Literatur feiern, die wir in unserem Land lesen können!

Der Preis der Leipziger Buchmesse zeichnet die Arbeit von Autor:innen und Übersetzer:innen in gleich drei Kategorien aus. Worin liegt der Wert dieser Besonderheit?
Den Preis der Leipziger Buchmesse zeichnet seine Umsicht aus: Durch die drei Sparten Literatur, Sachbuch und Übersetzung ist er in der Lage, den Blick relativ weit zu öffnen. Durch die Kontinuität in der Jury geht es nicht nur um „das beste Buch“ der Saison, sondern um eine grundlegende Verständigung, auf welche Bücher aus welchen Gründen Aufmerksamkeit gelenkt werden soll. Es geht in Leipzig nicht um den Superlativ, sondern um Relevanz. Das haben mir zumindest die Listen und Auszeichnungen der vergangenen Jahre so vermittelt.

Gerade ausgezeichnete Literatur erreicht ein großes Publikum. Welche Aufgabe erfüllen diese Werke im Speziellen aber auch Literatur im Allgemeinen für ihre Leser:innen?
Literatur hat keine Aufgaben. Manche Autor:innen sind sich aber einer auch gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, weil sie die Gabe haben, Verhältnisse präzise zu sehen und auf den Begriff zu bringen. Die Aufgaben schreiben aber eher wir Lesenden der Literatur zu. Und da ist die wichtigste wohl tatsächlich: Mehr zu sehen, die eigene Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit lesend weiter zu verfeinern. Ich behaupte schon, wer Literatur liest, hat zumindest die Möglichkeit, auch gesellschaftliche Verhältnisse lesen zu lernen, also nicht nur den ästhetischen, sondern auch einen in ethischer und politischer Hinsicht kritischen Sinn zu bilden.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse
Der Preis der Leipziger Buchmesse wird von einer siebenköpfigen Jury – bestehend aus Insa Wilke (Juryvorsitz), Moritz Baßler, Anne-Dore Krohn, Andreas Platthaus, Miryam Schellbach, Shirin Sojitrawalla, Katharina Teutsch – vergeben. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Medienpartner sind das Kundenmagazin buchjournal und Deutschlandfunk Kultur. Die Preisträgerinnen 2021 waren in der Kategorie Belletristik Iris Hanika mit „Echos Kammern“ (Literaturverlag Droschl), in der Kategorie Sachbuch/Essayistik Heike Behrend für „Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung“ (Matthes & Seitz Berlin) und in der Kategorie Übersetzung Timea Tankó für „Apropos Casanova. Das Brevier des Heiligen Orpheus“ von Miklós Szentkuthy (Die Andere Bibliothek).
Text: Julia Lücke/Pressestelle Leipziger Buchmesse

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Bücherherbst & Tag der offenen Tür in der Bücherei Großenhain

17 Sonntag Okt 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Literatur, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs

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Die Dresdner Autorin Lilli Vostry lobte die Karl-Preusker-Bücherei als Schatzkästchen und wundervoll einladenden Ort. Foto: Kathrin Krüger

Bibliothek im poetischen Bücherherbst

Von Kathrin Krüger

Großenhain. Der Herbst ist wunderschön: mit bunten Blättern, einer tief stehenden Sonne und vielfältigen Kürbissen. Aber auch mit trüben Tagen und Scheibenkratzen am Morgen. Dann ist ein gutes Buch der richtige Helfer gegen Trübsinn und Herbstblues.

Die Karl-Preusker-Bücherei am Neumarkt hat dafür eine Vielzahl von Angeboten parat, und lädt zudem ein zum Verweilen, Schmökern und Kreativ sein. Denn es ist Bücherherbst. Und Museumsgeburtstag. Am Tag der Bibliotheken, am 24. Oktober, öffnet das Haus am Neumarkt von 14 bis 17 Uhr seine Türen. Es gibt Führungen durch die Bücherei, Preuskers Gute Stube und herbstliche Basteleien. Genau am 24. Oktober 1828 gründete Rentamtmann Karl Benjamin Preusker hier die erste deutsche Volksbücherei. Seit 1995 wird deshalb deutschlandweit der Tag der Bibliotheken gefeiert.

Der Bücherherbst ist tatsächlich schon in vollem Gange. Einige Lesungen fanden bereits statt. Besondere Resonanz fand die Gedicht-Lesung „Poesie und Musik“ mit den Dresdnern Lilli Vostry und Gabriel Jagieniak. Die Lyrikerin und der Musiker bescherten etwa 20 Zuhörern einen entspannten, beschwingten Abend mit stimmungsvoller Poesie und emotionalen Klängen. „Dieses Haus ist ein Schatz für die Stadt, es ist alles so liebevoll gestaltet und einladend“, lobte die Autorin den Veranstaltungssaal. Selbst in Dresden gäbe es kaum solche bezaubernden Orte und damit genau das passende Ambiente für die Premiere der Gedicht-Lesung „Vom Zauber endloser Anfänge“.

Auch zur Einkaufsnacht mit Feuerzauber am 5. November von 18 bis 20 Uhr kann man einen Blick in die Bibliothek werfen und sich die Ausstellung „Naturblicke“ von Petra Rothe ansehen, die schon zur Poesie-Lesung eine passende Kulisse abgab. Lese-Ecken laden zum Schmökern ein, für Kinder gibt es kleine Kreativbasteleien. Preuskers Gute Stube ist wieder geöffnet, in der es um 19 Uhr eine Führung gibt. Bereits um 18 Uhr wird eine Vorleserunde für Klein und Groß mit „Geschichten aus dem Bücherschatz der Karl-Preusker-Bücherei“ geboten.

Wer selbst schreiberisch tätig sein möchte, um damit vielleicht dem Herbst und Winter schöne Seiten abzugewinnen, kann am 21. Oktober zur Schreibwerkstatt des Kulturraums in die Bücherei kommen. 15 bis 17 Uhr werden Schüler und Jugendliche, 17 bis 20 Uhr Erwachsene von der neuen Werkstattleiterin Sarah Rehm begleitet.

(Dieser Beitrag mit Foto erschien am 16.10.2021 in der Sächsischen Zeitung, Lokalausgabe Großenhain.)

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Unstillbare Entdeckerlust: „Balkan-Geschnetzeltes. (Und wieder) kein Kochbuch“ von Andrea Wechsler

25 Samstag Sept 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Unterwegs

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Balkan-Geschnetzeltes. (Und wieder) kein Kochbuch

Mit dem Rucksack durch Albanien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland und den Kosovo


„(H)ajde!“ ist eine auf dem Balkan oft gehörte Aufforderung, sich in Bewegung zu setzen, loszugehen oder etwas zu beginnen. Ein Wort, das die Autorin verzaubert und gleichzeitig zu Abenteuern animiert.
Nach ihren Rucksackreisen durch die Bergwelt Nordmazedoniens, Montenegros und des nördlichen Albaniens schlägt sie nun den Bogen vom äußersten Norden des Balkans bis zu seiner Südspitze. Ob in den rumänischen Südkarpaten, im bulgarischen Stara Planina-Gebirge, in den kosovarischen „Verfluchten Bergen“, im südalbanischen und nordgriechischen Epirus, im Nationalpark Olympos oder im peloponnesischen Taygetos-Gebirges – immer wieder finden Wege, Landschaften und deren Bewohner*innen Eingang in ihr Herz und damit in ihre Reisereportagen. Auf der emotionalen Achterbahn des Ankommens und des Abschiednehmens hält Andrea Wechsler Rückblick auf ihre (Lebens)-Wege in Südosteuropa und lässt damit auch ihren autobiografischen Bezug zum Balkan anklingen.
http://www.telescope-verlag.de/andrea-wechsler/

Intensiv reizvolle Reisereportagen

Sie kann nicht von ihm lassen, bekennt Andrea Wechsler im Vorwort ihres neuen Buches „Balkan-Geschnetzeltes. (Und wieder) kein Kochbuch“, das im September 2020 im Telescope-Verlag erschienen ist. 30 Reisen führten sie bisher auf den Balkan. Hinein in seine tiefsten Schluchten und hinauf auf seine höchsten Gipfel. Mit Leichtigkeit, Neugier, Entdeckerlust, Wagemut und Selbstverständlichkeit erzählt Andrea Wechsler von ihren Wanderungen durch die Berge, wo einem schon beim Anblick der steilen Steinriesen schwindlig wird!

Doch es ist genau diese Wildnis, Unberührtheit, das Unbekannte, Unerschlossene und Geheimnisvolle, das sie reizt, herausfordert und immer wieder neu aufbrechen lässt.
So nimmt Andrea Wechsler uns, die staunenden Leser, auch in ihren neuen Reisereportagen wieder mit in unwegsame, unerkundete, überraschende Gelände und Orte, lässt uns an ihren Abenteuern teilhaben und erzählt faszinierend, spannend, lebendig und sehr offen, persönlich von ihren Begegnungen und Erlebnissen mit Einheimischen und von ihrer besonderen Beziehung zu dieser Region, warum es sie immer wieder auf den Balkan zieht. Obwohl sie nicht nur schöne, wunderbare, unbeschwerte  Erinnerungen dorthin hat, sie erfuhr auch Gewalt und lernte zu vergeben. Eine ebenso beeindruckende wie berührende Lebensreise, voll lebhaft-anschaulicher Eindrücke und Episoden von Natur und Menschen und angereichert mit vielen Fotos der Bergwelt und deren Bewohnern, intensiv, inspirierend voll leidenschaftlicher Wander- und Entdeckerfreude ist dieses „Balkan-Geschnetzelte“.

Text (lv)

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Festival „Literatur Jetzt“: Lesung mit Daniel Kehlmann aus „Tyll“ & Zentralwerk der Poesie

22 Mittwoch Sept 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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Von moderner Lyrik bis Reporter Slam

Ein pralles Programm mit bekannten und neuen Erzählstimmen lockt zur 13. Ausgabe des Festivals LITERATUR JETZT vom 22. bis zum 26. September 2021 im ZENTRALWERK in Dresden-Pieschen, Riesaer Str. 32.

Wie jedes Jahr präsentieren das Festival LITERATUR JETZT im Zentralwerk ein vielfältiges Programm, das sich um die Grenze zwischen Hoch- und Subkultur nicht kümmert und anspruchsvolle wie populäre Lesungen bietet.

Heute startet das fünftägige Festival „Literatur JETZT“ mit der Lesung des Bestsellerautors Daniel Kehlmann. Dafür gibt es noch Restkarten, im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Wir freuen uns besonders auf die Eröffnung, wenn Daniel Kehlmann im Gespräch mit Ijoma Mangold seinen Roman „Tyll“ vorstellt (22.9., 19 Uhr). In den folgenden Tagen könnt ihr Erfolgsromane wie den von Stefanie Sargnagel ebenso leibhaftig erleben wie Lyrik beim Zentralwerk der Poesie, komische Geschichten bei der Lesebühne Fuchs & Söhne und das multimediale Experiment Kurz & klein mit Schmalfilm, Musik und Literatur. Genreübergreifend wird es auch bei der Pop & Poesie-Show mit Mario Cetti und Falk Töpfer zugehen – zu Gast ist u.a. Sarah Lesch! Neben prominenten Autoren und Autorinnen wie Peter Richter kommen bei unseren Lesungen auch junge Talente wie Lisa Krusche zu Wort. Journalistinnen und Journalisten messen ihre Erzählkunst beim 3. Dresdner Reporter Slam. Ulrike Almut Sandig und Karosh Taha treffen mit ihren beiden neuen Romanen zum Gespräch zusammen.

Es gibt auch ein Programm für Kinder: einen Poedu – Poesie-Workshop für Leute ab acht Jahren am Sonnabend, ab 10 Uhr (Eintritt frei !) und eine Lesung mit Finn-Ole Heinrich aus seinem Roman für Jung und Alt, „Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes“ am Sonnabend, um 11 Uhr im Zentralwerk. Als Matinee liest am Sonntag schließlich Antje Rávik Strubel aus ihrem neuem Buch „Blaue Frau“.

Do 23.09.

18 Uhr, Zentralwerk Pieschen, Heidestraße (gegenüber Mälzerei)

Lyrik

Zentralwerk der Poesie

mit Martina Hefter, Arne Rautenberg und Nadja Küchenmeister

„Zentralwerk der Poesie“ ist der Lyrikabend von Literatur JETZT! und längst eine feste Größe im Programm. Hier kann man neue und bekannte Stimmen der modernen Poesie bei etwa fünfzehnminütigen Lesungen an wechselnden Orten kennenlernen und sich dabei auch in drei sonst nicht zugänglichen Ateliers des Zentralwerks umsehen. Das lyrische Erlebnis wird musikalisch begleitet. In diesem Jahr mit: Nadja Küchenmeister, Martina Hefter und Arne Rautenberg. Mario Faust wird das Publikum mit seiner unverwechselbaren Trompete zu den drei Lesestationen führen. Auch hierfür sind Karten im Vorverkauf erhältlich, solange der Vorrat reicht (Besucherzahl begrenzt), auch noch kurzfristig an der Abendkasse im Zentralwerk.

Einlass: 17.30 Uhr

Näheres und Kartenvorverkauf:

https://literatur-jetzt.de

Mit besten Empfehlungen
Jörg Scholz-Nollau

-- 
Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

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LeseFest zum Buchhandlungspreis in der Buchhandlung „LeseZeichen“ in der Neustadt

18 Mittwoch Aug 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik, Projekte

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„Bücher sind auch ein Grundnahrungsmittel!“ Auch während des Lockdowns musste keiner auf seine Lieblingslektüre verzichten. Buchhändler Jörg Scholl-Nollau brachte sie auf Wunsch den Lesern in Dresden und Radebeul bis vor die Haustür.

LeseFest zum Buchhandlungspreis 2020

Bekannte Dresdner Autorinnen und Autoren und die derzeitige Stadtschreiberin, die Schriftstellerin Kathrin Schmidt lesen aus ihren neuesten Werken am Mittwoch, dem 18. August, ab 19 Uhr im Garten der Buchhandlung „LeseZeichen“, Prießnitzstraße 56.

Seit 23 Jahren ist das LeseZeichen ein fester Bestandteil des literarischen Lebens in Dresden. Im Jahr 2020 erhielt die Buchhandlung den Buchhandlungspreis als eine der besten acht in Deutschland. Daher wollen wir mit einem LeseFest im Garten der Buchhandlung diese Auszeichnung feiern.

Es lesen: Undine Materni, Volker Sielaff, Dieter Krause, Kerstin Becker, Klaus Funke, Thilo Krause und die diesjährige Stadtschreiberin Kathrin Schmidt.

Für die musikalische Rahmung der Lesung sorgt Frank Fröhlich.

Alle sind eingeladen, an einem lauen Sommerabend unter dem Holunder und dem großen Nußbaum Texte zu hören, der Musik zu lauschen
und mit einem Glas Wein zu gemeinsamen Gesprächen zu verweilen.

Eine Empfehlung von
Jörg Scholz-Nollau

Buchhandlung „LeseZeichen“ bietet Lieferservice frei Haus

Jörg Scholz-Nollau steckt mit seiner Bücherleidenschaft an

Inmitten der Bücherregale stehen einladend ein Stuhl und ein Tisch mit Leselampe und dem neuesten Lesestoff. Davor liegen kleine Bücherstapel mit liebevoll illustrierten Kinderbüchern und Romane auf einer Decke bereit. Diese bringt Jörg Scholz-Nollau, Inhaber der Buchhandlung „LeseZeichen“ zu den Lesern auf Wunsch an die Haustür.

Sein kostenloser Lieferservice wurde in den letzten Wochen und Monaten während des Lockdowns gern in Anspruch genommen. So bietet er diesen weiterhin an. Auch wenn er seinen Buchladen auf der Prießnitzstraße 56 in der Neustadt als Geschäft des  täglichen Bedarfs seit März wieder öffnen darf. “Bücher sind auch ein Grundnahrungsmittel`“, freut sich Jörg Scholz-Nollau. Zwei Mal täglich außer samstags, zwischen 13 und 15 und nach 18 Uhr, ist der 54jährige mit vollen Büchertüten auf dem Fahrrad unterwegs, weitere Routen bis nach Radebeul fährt er mit dem Auto und beliefert auch die Bibliothek in Klotzsche.

Es sind fünf bis zehn Stationen pro Büchertour. Das „Lesefutter“ ist bunt gemischt. Darunter bei Kindern beliebte Reihen wie „Gregs Tagebuch“, „Die magischen Tiere“ oder das Jugendbuch “Das Haus der Monster“ von David Williams mit humorvollen Alltagsgeschichten. Er bringt auch Schulbücher und Arbeitshefte fürs Homeschooling nach Hause. Die Buchbestellungen nehmen Scholz-Nollau und eine Mitarbeiterin telefonisch oder über seinen Webshop (www.buchlesen.de) per mail entgegen.

Dort stehen auch die derzeitigen LeseZeichen-Bestseller:
auf Platz 1 Lutz Seiler mit seinem Wenderoman „Stern 111“, Platz 2 Ingo Schulze und sein Dresden-Roman „Die rechtschaffenen Mörder“ und auf Platz 3 Volker Sielaff mit seinem Gedichtband „Barfuß vor Penelope“.

Die Bücher bekommt Scholz-Nollau über einen Großhändler und kann sie schon am nächsten Tag an die Kunden ausliefern. „Die Umsatzeinbußen durch den Lockdown haben sich in Grenzen gehalten, sie betragen höchstens zehn bis 20 Prozent“, sagt Scholz-Nollau. Das habe ihn selbst überrascht. „Die Stammkundschaft ist uns treu geblieben.“ Beim zweiten Lockdown brachen auch die Weihnachtsumsätze weg, als die Buchhandlung „LeseZeichen“ erneut schließen musste. „Besucher fragten, ob sie offen bleiben kann, da sie doch mehr als ein Laden, sondern auch ein beliebter Kulturort seit längerem ist“,  so Scholz-Nollau. Seit der Eröffnung seines Buchladens vor 22 Jahren finden hier regelmäßig Ausstellungen mit Bildender Kunst namhafter Künstler wie Carlfriedrich Claus, Detlef Schweigger und derzeit Hubertus Giebe sowie Buchpremieren und Autorenlesungen statt. Die Buchhandlung „LeseZeichen“ veranstaltete 1999 die erste Lesung aus dem Epos „Nautilus“ mit dem damals noch unbekannten Schriftsteller Uwe Tellkamp, der später mit seinem Roman „Der Turm“ Erfolge feierte. Der gebürtige Dresdner Scholz-Nollau hatte schon immer eine Leidenschaft für Bücher, Belletristik und Lyrik, erzählt er.

Nach seinem Architekturstudium eröffnete er im Frühjahr 1998 die Buchhandlung „LeseZeichen“. Genau richtig kam im Herbst letzten Jahres für Scholz-Nollau die Auszeichnung mit dem Deutschen Buchhandlungspreis für sein Engagement für Literatur aus Bundeskulturmitteln, um den sich rund 500 Buchhandlungen aus ganz Deutschland bewarben. Er gehört zu den rund zehn Preisgekürten. „Das Preisgeld von 15 000 Euro gibt eine gewisse Sicherheit. Davon wird die Beleuchtung im Buchladen erneuert und für Autorenhonorare für Lesungen verwendet“, sagt Scholz-Nollau. Die Buchpremiere „Ein Schlitten mit zu viel Schnee“ mit dem Lyriker Lutz Rathenow konnte wegen des Lockdowns leider nicht am 29. April  stattfinden. Als Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur bestellt er schwer erhältliche Bücher mit Literatur vor `89 und zu DDR-Zeitgeschichte für die Bibliothek im Landtag gern beim versierten Kenner Scholz-Nollau. Im Sommer will er eine Festlesung zum Buchhandlungspreis mit Dresdner Autoren im Garten hinter dem Buchladen veranstalten.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten: Mo – Fr  von 10 – 13 und 15 – 19 Uhr, Sa von 10 – 14 Uhr

http://www.buchlesen.de


So viel Zeit muss sein. Jörg Scholz-Nollau liest am Büchertisch in Neuerscheinungen.

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Palais.Poesie mit Lesung & Performance beim Palais Sommer & Deutsch-arabischer Lyrik-Salon im Landhaus Dresden

11 Mittwoch Aug 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie, Projekte

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Zauberhafte Kulisse beim Palais Sommer: Heute am 11. August, ab 19.30 Uhr gehört die Bühne der Poesie. Foto: Lilli Vostry

Poetisches Sommervergnügen

Der kommende Mittwochabend steht im Zeichen der Palais.Poesie. Die Veranstaltung ist der 100. Ausgabe von „Ostragehege – Zeitschrift für Literatur und Kunst” gewidmet, zu der der Palais Sommer und das Literaturforum Dresden herzlich gratulieren.

„Ostragehege“ – das ist eine Melange von wunderbaren Gedichten, faszinierenden Interviews, präzisen Porträts und Beiträgen zur Bildenden Kunst (im aktuellen Heft: Peter Graf). Mit jeder Ausgabe seit 1994 probt die Redaktion den Brückenschlag zwischen west- und osteuropäischen Literaturtraditionen. Viel literarische und künstlerische Prominenz ist an diesem Abend auf und um die Palaissommer-Bühne zu erwarten. Nach der Lesung bietet die Wiese vorm Palais Raum für Begegnungen, Gespräche und: es darf gefeiert werden!

Die Lesung: Büchnerpreisträger Marcel Beyer wird dem Klassiker unter den deutschen Literaturzeitschriften den roten Teppich ausrollen und die Laudatio halten. Außerdem gratulieren und lesen auf der Open-Air-Bühne des Palais Sommer in diesem Jahr Kathrin Schmidt, Patrick Wilden, Patrick Beck und Volker Sielaff. Moderation: Axel Helbig (Ostragehege). Die Palais.Poesie ist ein poetisches Sommervergnügen aus Lesung und Performance, bei dem namhafte Dichter und Dichterinnen dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörenden im Park des Japanischen Palais ihre Gedichte vortragen. In den Pausen erklingt Live-Musik von Christian Retzke alias Krischan (electronics).

https://palaissommer.de/programm/palais-poesie/

11.08.2021
ab 19:30 Uhr

Ort
Park Japanisches Palais
Palaisplatz 11, 01097 Dresden

Eintritt frei!

###########################

Der deutsch-arabische Lyrik-Salon

Eine Begegnung der Kulturen, veranstaltet vom Literaturforum Dresden e.V. am 20. August, um 19 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Straße 2.

Diesmal  lesen: Undine Materni, Hedil Al Rachid, Angela Lohausen, Fouad EL-Auwad, Jürgen Nendza, Paul-Henri Campbell, Christoph Leisten, Anton G. Leitner, Volker Sielaff und Patrick Beck. Saz: Razgar Karim.

Verständigung und Versöhnung werden in einer Welt zunehmender Konfrontation immer wichtiger. Aufgrund ihrer Universalität und der Sinnlichkeit ihrer Metaphern ist die Sprache der Poesie in der Lage, einen lebendigen Dialog zwischen den Kulturen zu stiften. Der von dem deutschsprachigen, aus Syrien stammenden Dichter und bildenden Künstler Fouad EL-Auwad ins Leben gerufene und von ihm seit 2005 jährlich organisierte deutsch-arabische Lyrik-Salon soll ein Beispiel dafür sein. Er schafft Jahr für Jahr für die Möglichkeit, dass sich die Kulturen auf literarischer Ebene begegnen und eine neue Brücke zwischen der arabischen und der europäischen Welt bauen. Jetzt kommt der deutsch-arabische Lyrik-Salon zum bereits dritten Mal nach Dresden.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden und dem Deutsch-arabischen Lyriksalon.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Text: Patrick Beck

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Lesung aus „Fest der Folgenlosigkeit“ von Friedrich von Borries im Societaetstheater

10 Samstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Geht ein Leben ohne Eingriff und Folgen für die Natur überhaupt? Und wie? Zum Nachdenken darüber lädt  der Roman „Fest der Folgenlosigkeit“ von Friedrich von Borries ein. Foto: Hannah Jonas

Der Traum vom Leben ohne Folgen

FreundInnen produktiven Zukunftsgedanken sind herzlich eingeladen zu einem spannenden literarischen Abend am 12. Juli, um 20 Uhr im Societaetstheater.

Friedrich von Borries liest aus seinem druckfrischen Roman »Fest der Folgenlosigkeit«, zum allerersten Mal überhaupt. Borries ist Architekt, 2008 war er Generalkommissar des Deutschen Beitrags auf der Architekturbiennale in Venedig. Er lehrt als Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Doch in seinem Buch geht es um Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Gibt es etwas Langweiligeres als Thema für einen Roman? Ja. Ein langweiliges Buch. Und das ist »Fest der Folgenlosigkeit« ganz sicher nicht!

Die Managerin Cornelia bittet den Kurator Florian, für die »Stiftung Nachhaltigkeit der Deutschen Industrie« ein Museum für ökologische Kunst zu entwickeln. Florian trifft John, der als radikaler Öko-Aktivist gegen die Kohleindustrie und die Abholzung des Goldbacher Forstes kämpft, den Flüchtling Issa, der Florians Selbstgewissheiten hinterfragt, die frustrierte PR-Frau Suzanna, die für die EU Umweltpolitik macht, aber lieber Bienen züchten will, und den Bergmann Ronald, der Sorge um seinen Arbeitsplatz hat. Selbstüberschätzung trifft auf Lebensangst, Verzweiflung auf Hoffnung, Aktivismus auf Gewalt. All das gipfelt in einem verschwenderischen Fest.

Der Roman erzählt die Geschichte eines Kampfes: des Kampfes zwischen ‚Versuchen‘ und ‚Aufgeben‘, zwischen ‚Gelingen‘ und ‚Scheitern und der Ausweglosigkeit aus einem Kapitalismus des 21. Jahrhunderts, in dem Konzerne subversive Kunstprojekte sponsern. Zugleich hinterfragt er sich permanent selbst. Auf einer Meta-Ebene kommentiert der Autor sein eigenes Erzählen, hinterfragt seine Figuren, stellt selbst die Parallelen zur Wirklichkeit her. Verstörend. Amüsant. Anregend. Ein Buch, das den Leser zum Mitdenker macht.

Friedrich von Borries hat aber nicht ‚nur‘ einen Roman geschrieben, über den es sich zu sprechen lohnt – mit einer Ausstellung, einer App, einem Stipendium des Nichtstuns und Symposien kommt er auf breiter Front mit der Frage: Wie sähe ein Leben aus, das – im ökologischen Sinne – möglichst folgenlos bleibt?

Tickets gibt es hier: https://www.societaetstheater.de/veranstaltung/fest-der-folgenlosigkeit/

Text: Team des Societaestheaters & Büchers Best

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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