• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Literatur

Musiker Ulrich Thiem las aus „Die Spieluhr“ von Ulrich Tukur bei Büchers Best

08 Samstag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Musik

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Zauber der Musik und Worte: der Musiker Ulrich Thiem las aus Ulrich Tukurs Novelle „Die Spieluhr“ und spielte Cello-Improvisationen bei seiner gut besuchten Lesung bei Büchers Best in der Neustadt.

Spannendes Spiel mit Wirklichkeit und Fantasie

Die Magie von Musik, Malerei und Sprache verbinden sich in der Lesung des Cellisten Urlich Thiem aus Ulrich Tukurs Novelle „Die Spieluhr“ am Pfingstsonntag, um 19.30 Uhr in der Yenidze.

Sie haben einiges gemeinsam. Die gleichen Namens-Initialen, die Magie der Kunst und Musik verbindet sie. Nach einem Konzert lernte Ulrich Thiem den Schauspieler Ulrich Tukur kennen. Er schenkte seiner Frau „Die Spieluhr“. Thiem nahm das Büchlein in die Hand und las und las. Ihn faszinierte die „Mischung aus Fiktion und Realität, Verrücktheiten und Verwirrungen bis zur Auflösung“, erzählte Ulrich Thiem bei seiner Lesung mit Cello-Improvisationen im Buchladen Büchers Best auf der Louisenstraße in der Neustadt.

„Die Wirklichkeit ist der Schatten der Kunst“, zitiert er aus dem Buch. Es ist ein spannendes Spiel mit Wahrnehmung, Wirklichkeit und Fantasie. Es wirke wie eine Anrufung der verborgenen Seele der Menschen und Dinge, so Thiem. Eine Beschwörung des Mysteriösen.

Auf wundervoll verwirrende Weise verbindet die Novelle „Die Spieluhr“ von Tukur die Lebenswege zweier ganz verschiedener Menschen, des Gelehrten und Freigeistes Wilhelm Ude, der aus der preußischen Enge entflieht, nach Paris geht und dort eine Galerie eröffnet und der Putzfrau Serafine, die betörende Blumenstilleben malt. Sie treffen sich in ihrer Sehnsucht nach einer schöneren Welt, die wohl nur in der Kunst zu haben ist, heißt es im Buch.

Ulrich Thiem entführt die Zuhörer mit dieser geheimnisvoll-entrückten Geschichte und bezaubernder Cello-Musik, abwechselnd zart und expressiv, in die undurchdringlichen Gefilde zwischen Wirklichkeit und Traum. Die nächste Lesung findet am Pfingstsonntag, am 9. Juni, um 19.30 Uhr unter der Yenidze-Kuppel statt.

Text + Fotos (lv)


Hüter der Wunder im Bücherreich von Büchers Best: Ladenkater „Musashi“.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

BuchSalon: „Liebe ist immer ein Ernstfall“

08 Samstag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Ernsthafte Unterhaltung im BuchSalon. Die neuesten Bücher sächsischer Autoren wurden vorgestellt (im Bild v. li n. re.) von Michael Bittner, Michael Hametner und Karin Grossmann. Andrea O`Brien, die Leiterin des Literaturhauses Dresden und eine Vertreterin vom Sächsischen Literaturrat luden zu der Veranstaltung ein.

Von „Puppenkino“ bis „Tarantella“

Ein Liebesroman, ein Schelmenroman voller Aphorismen, rätselhafte Kalendergeschichten und ein südlich heißblütiger Abenteuerroman wurden lebhaft diskutiert im BuchSalon im Literaturhaus Dresden.

Was macht ein gutes Buch aus? Muss man alles verstehen? Wie verrätselt kann es sein? Wie schwer oder leicht darf Unterhaltungs- bzw. ernste Literatur sein, um kritikwürdig zu sein? Darüber wurde lebhaft diskutiert im „BuchSalon“, der bisher Bücherbörse hieß, veranstaltet vom Sächsischen Literaturrat e.V. am Donnerstagabend im Literaturhaus Dresden in der Villa Augustin am Alberplatz.

Im Streitgespräch über Neuerscheinungen sächsischer Autoren waren diesmal Michael Bittner, freier Autor, Karin Grossmann, Literaturredakteurin bei der Sächsischen Zeitung und Michael Hametner, Literaturkritiker und viele Jahre bei MDR Kultur.
Auf dem Tisch ein Stapel Bücher, ganz unterschiedlich in der Machart, Inhalt, Form und Anspruch, die im Buchladen sehr weit voneinander stehen würden.

Vorgestellt wurden „Puppenkino. Kalendergeschichten“ (Connewitzer Verlagsbuchhandlung) des Leipziger Autors Thomas Böhme, der auch einige Texte daraus las. Von Volker Braun „Handstreiche“ (Suhrkamp), Daniela Krien „Die Liebe im Ernstfall“ (Roman, Diogenes) und Jens-Uwe Sommerschuh „Tarantella“ (Roman, salomo publishing).

Ladies first oder lag es am Thema? ging es zuerst um „Die Liebe im Ernstfall“, den zweiten Roman der in Leipzig lebenden Autorin Daniela Krien, Jahrgang 1975. Ihr erster Roman „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ (2011, Graf Verlag München) erzählt eine heftige, unmögliche Liebesgeschichte in einem Dorf nahe der deutsch-deutschen Grenze im Sommer 1990. Alle emotionalen Grenzen niederreißend.
In ihre neuen Roman geht es um fünf Frauen um die 40 auf der Suche nach dem Glück, für das sie einiges in Kauf nehmen, so Karin Grossmann. „Sie kämpfen gegen Vorurteile, trauen sich neue Lebensformen zu und gehören zum Mittelstand.“ Wie sich die Lebenslinien der Frauen kreuzen, über ihr Leben mit Männern und Kindern und ohne sie, erzählt vor dezent politischem Hintergrund der Nachwendezeit und neuen nationalistischen Tendenzen dieses Buch.

„Liebe ist immer ein Ernstfall, sonst ist es nämlich keine“, sagt Karin Grossmann über den Buchtitel. Es sei ein lebensnahes Buch, so Michael Bittner, auch wenn er es etwas konservativ findet. Dass alles seine Grenzen hat und zu viel Freiheit auch nicht gut tue, das habe ihm etwas Unbehagen bereitet. „Das ist kein Unterhaltungsroman, da wird schon tief in die Menschenkenntnis gegangen“, begründet Michael Hametner seine Empfehlung für das Buch.

Volker Braun, der unlängst seinen 80. Geburtstag feierte, stellte Hametner als einen großen Lyriker der sächsischen Dichterschule, Prosaautor, Essayist und Dramatiker vor. Sein neuer Band „Handstreiche“ sei eine Art Schelmenroman aus der Nachwendezeit der DDR über einen ehemaligen Vorzeigearbeiter namens Flick, der unbedingt arbeiten will und sich als Maschinenstürmer betätigt, sagt Michael Bittner. Das Buch enthalte viele Aphorismen. Er mag diese Form. „Oft stecken da mehr Einfälle drin als in manchem Roman.“ Es sei aber womöglich schwierig für jüngere Leser, die manche zeithistorische Hintergründe und Anspielungen nicht verstehen.

Dieser Flick erscheine wie ein „Don Quichotte des Sozialismus“, sagt Hametner über Brauns Buchhelden. Inhaltlich gehe es um das Scheitern, den Verlust von Utopien und die Unfähigkeit, sich mit der kapitalistischen Wirklichkeit abzufinden und um die Zukunft oder das Verschwinden von Arbeit. Mann kann es auch als literarischen Abschiedsgruß von Volker Braun lesen. „Mit 80 muss man auf einiges gefasst sein. Außer man heißt Martin Walser“, so Hametner. „Man liest die Texte länger als Daniela Krien. Drei bis vier auch nur, sonst verschwimmt es“, meint Karin Grossmann zu Brauns „Handstreichen“. „Die Gesellschaft, in der wir leben, wird im Handstreich genommen. Man kann sie jedoch nur in Raten lesen“, ergänzt Hametner. „Ein ganz schmaler Band, der es in sich hat.“

Ganz anders hingegen die skurril-hintergründigen, mehr oder weniger packenden Kalendergeschichten unter dem Titel „Puppenkino“ von Thomas Böhme. 366 Miniaturen, eine Kurzgeschichte für jeden Tag, enthält das Buch des gebürtigen Leipziger Autors. Böhme war der erste Preisträger des Literaturförderpreises des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (2006). Mal ganz sachlich, konkret und surreal bis rätselhaft kommen die Episoden Böhmes daher, der als schrulliger Geschichtenerzähler mit schwarzem Schlapphut auftrat, ganz in seine Geschichtenwelt versunken, kaum aufblickend. Da geht es wie in der Titelgeschichte „Puppenkino“, wo Kinder Filmszenen mit Puppen nachspielen, um die Grenzen von Spiel und Realität, Spaß und Ernst, kippt Schönes, Fröhliches in Morbides, Raues und Zerstörerisches. Mal sind es Spielzeug, Gegenstände, mal Lebewesen, Situationen und Orte, die er beschreibt und reflektiert.

Für jeden Tag eine Verwunderung, löst es das ein?, fragt Hametner in die Runde. „Mehr ein Staunen über Alltägliches, woraus sich eine Geschichte entwickelt“, so Karin Grossmann. „Manchmal einfach nur eine schöne Beobachtung. Wie von den Elstern, die die Ringe im Nest zählen.“ Es seien Geschichten, wo man erst mal rätselt, surreal wie Träume oder Märchen, meint Michael Bittner, die man auch nicht gleich verstehen müsse. „Wie eine Anleitung zum Fantasieren, die auch die Einbildungskraft stärkt.“
Witzig fand er eine Geschichte, in der Kinder keine „schwarzen Wörter“ mehr sagen dürfen, um andere anzuschwärzen, die dann aber unflätige Kraftausdrücke verwenden. Ein Seitenhieb auf die „Sprachpolizei“ und ihre teils unsinnigen Änderungsversuche. Manchmal hatte er den Eindruck, dass in den Texten Böhmes etwas zum Geheimnis gemacht wird, so Hametner. Dennoch habe er sie gern gelesen.

Am neuen Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh schieden sich die Geister. Man kann es als Roadmovie lesen oder als klassische Heldengeschichte, sagt Karin Grossmann. Der Erzähler Giovanni habe  Abenteuer, Mutproben zu bestehen und kommt knapp mit dem Leben davon, um eine schöne Frau, Mimi, zu erringen. Als einen schön ironischen Satz aus dem Buch nennt sie: „In Palermo gab es keine Zeugen. Das war gut für die durchschnittliche Lebenserwartung.“ Hübsch seien außerdem die Anspielungen zu Opernfiguren, dem französischen Schriftsteller Boris Vian und die Ausführungen zur Cosa Nostra heute wusste sie so noch nicht.

Michael Bittner hat „Tarantella“ „streckenweise gern gelesen, vor allem über das Leben in Sizilien und wie er Figuren und Charaktere zum Leben erweckt.“ Der Roman habe aber auch „einige Schwächen“. Er fragte sich, was der Ausflug nach Siracus soll, das erschließe sich nicht. Der böse Gegenspieler Giovannis werde z.B. nie zum Charakter und verschwinde irgendwann aus dem Roman und es kommen neue Bösewichter. Die Sexszenen findet Bittner „nicht gelungen“. „Ich würde sagen, es ist ein misslungenes Buch.“ Michael Hametner ist „Tarantella“ „150 Seiten zu lang“. Vieles findet er „belanglos, wenn es seitenlang über das Wetter, Gott, Glauben und die alten Griechen, um Züngeln, Küssen und Katzen geht.“ Das Buch sei nicht unelegant geschrieben, so Hametner, aber es muss doch um etwas gehen. Er findet außerdem, dass solche „Unterhaltungsliteratur für die Literaturkritik kein Gegenstand“ sei. Diese Haltung findet Karin Grossmann „arrogant“.“Auch Literatur, die mich unterhält, kann ich mit Maßstäben messen. Wie ist die Sprache, die Figuren…“

In anderen Ländern wie den USA gibt es gar keine Einteilung in Ernste- und Unterhaltungsliteratur. Ein ernsthaftes Buch kann ebenso unterhaltsam, soft daherkommen wie umgekehrt. Ideal, wenn Leichtigkeit und Tiefsinn, Lesevergnügen und Aha-Effekt zusammenkommen. Entscheidend ist, dass mich die Geschichte packt, hineinzieht, ich in andere Gedankenwelten reisen, etwas für mich entdecken kann. Das ist schon viel, wenn das ein Buch schafft.

Etwas verwunderlich die kleine Zuhörerrunde, darunter mehrere Autoren, beim BuchSalon. Ob es an der sommerlichen Hitze lag, dass viele lieber im Freien, in ihren Gärten waren. Wo man ja auch Bücher mit hin nehmen kann. Lesen hat auch viel mit Innehalten, Muße zu tun, was in der heutigen, schnelllebigen Zeit offensichtlich auch nicht mehr selbstverständlich ist.

Bleibt nur zu hoffen, dass die nächsten BuchSalons mehr Aufmerksamkeit und Besucher finden. Denn angesichts der Fülle auf dem Literaturmarkt ist es auch ein (Zeit)Gewinn, wenn man die Perlen und auch streitbare Bücher mit allem Für und Wider an einem Abend in offen-freundlicher Atmosphäre, Geist und Gaumen erfrischend, vorgestellt bekommt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.saechsischer-literaturrat.de


Leichtigkeit und Tiefsinn großartig verbunden: zeitlos schöne Gedichte von Erich Kästner wie „Sachliche Romanze“.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lesung mit dem syrischen Dichter Fouad El-Auwad im Landhaus Dresden

31 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

GEDICHTE – GESPRÄCHE – WEIN – BAKLAVA – BÜCHERTISCH

Brücken bauen in andere Sprachen, Brücken zu anderen Kulturen

In der Reihe „Literarische Alphabete“ gibt es die nächste Lesung, heute am Freitag,den 31. Mai 2019, um 19.30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2

Der syrische Dichter Fouad EL-Auwad liest aus seinen Büchern, u.a. aus „Die blaue Müdigkeit“ und aus „Buch der Momente“

Von einem beeindruckenden inneren Reichtum getragen seien die Gedichte des 1965 in Damaskus (Syrien) geborenen Lyrikers Fouad EL-Auwad, schreibt der Schriftsteller und Philosoph Fuad Rifka in seinem Vorwort zu EL-Auwads Buch „Das elfte Gebot“. Seine Poesie ist keine der schlichten Aktualitäten, sondern überschreitet das Profane und wendet sich oft existentiellen Fragen zu. „Dein Gedicht“, so Fuad Rifka über EL-Auwad, „findet seinen Weg zu Herz und Auge so leicht wie die Müdigkeit zum Schlaf.“ Im Jahre 2005 gründete der Dichter den deutsch-arabischen Lyriksalon, der im Literaturhaus München und später auch, auf Einladung des Goethe-Instituts, in Damaskus stattfand. Der gelernte Architekt EL-Auwad arbeitet zudem als Lehrbeauftragter für Architektur an der FHNeubrandenburg. 1987 gründete er die Gruppe „kan yama kan, es war einmal“, die bei ihren Auftritten arabische Musik und orientalische Erzählungen verknüpft. Fouad EL-Auwad lebt in Aachen und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die meisten davon zweisprachig (Arabisch und Deutsch).

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Text: Jörg Scholz-Nollau

-- 
Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden
Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lesung & Gespräch zum Roman „Den Jungen machen“ mit Jérome Meizoz im Landhaus Dresden

31 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Wann ist der Mann ein Mann?! Über anerzogene und gelebte Männlichkeit denkt offen, aufschlussreich, klug, sensibel und mit leisem Humor der Schweizer Autor Jérome Meizoz in seinem Roman „Den Jungen machen“ nach. Er veröffentlichte auch einige Gedichtbände.

Ein Junge mit einem Mädchenherzen

In der Reihe „Literarische Alphabete“ gab es eine Lesung und Gespräch mit dem Schweizer Autor Jérome Meizoz und der Übersetzerin Corinna Popp aus seinem autobiographischen Roman „Den Jungen machen“ im Landhaus Dresden.

„Man kann das als eine zeitgenössische Erziehung der Gefühle sehen. Ein Junge wird nicht zum Jungen geboren, sondern gemacht“, sagt Corinna Popp, die Übersetzerin über den Roman „Den Jungen machen“ (erschienen  im Elster-Verlag Zürich, 2018) von Jérome Meizoz. Gemeinsam mit dem Autor, der in Lausanne in der Schweiz lebt und dort an der Universität französische Literatur lehrt, war sie zu Gast in der Reihe „Literarische Alphabete“ des Literaturforums Dresden am vergangenen Freitagabend im Landhaus Dresden (Stadtmuseum). Unter den Zuhörern mehr Männer als Frauen. Was wohl auch am Thema lag.

Im Gespräch mit Moderator Patrick Beck vom Literaturforum und der anschließenden Lesung auf französisch und deutsch mit Jérome Meizoz ging es darum, was Männlichkeit ausmacht, um die daraus entstehenden Konflikte, wenn man den damit verbundenen Erwartungen, Normen der Gesellschaft nicht entspricht und die Suche nach dem, was Mannsein für einen selbst bedeutet.

Der Roman „Den Jungen machen“ erzählt zwei Geschichten alternierend. Er ist  unterteilt in zwei mal 30 Kapitel, in „Roman“ und „Recherche“, in denen Fiktives und Autobiographisches gegenübergestellt sind. Es ist kein geradliniges, sondern spiralförmiges Erzählen. „Die Recherche-Texte antworten und kommunizieren mit den Roman-Teilen“, erklärt Jérome Meizoz den Romanaufbau. Dabei verwendet er viele Genres und sprachliche Formen, die sich kontrastieren und den Reiz des Buches ausmachen. Gesammelte Zeitungszitate und Zitate des Jungen selbst, Gedichte und Tagebucheinträge, Zeilen aus einem Brief an ihn und Zitate anderer Romanautoren, die er mag, liefern vielschichtige Blicke und Sichtweisen im Umgang mit Männlichkeit, Körperlichkeit und Gefühlen.

Es sind meist kurze, prägnante Sätze. Klar, nüchtern formuliert mit hoher emotionaler Aussagekraft. In sehr bildhafter Sprache, vieldeutig und manchmal märchenhaft anmutend. „Sein Körper, bis zum Anschlag mit erwachsenen Wörtern gefüllt. Er bewegt sich wie in einem unsichtbaren Käfig…“, heißt es über den Jungen. Er weiß  nicht, was Männlich sein bedeutet. Später gibt er eine Anzeige im Internet auf, er bietet Massagen und mehr ausschließlich für Frauen an gegen Bezahlung. Ohne Verkehr. Er dringt nicht ins Innere des Körpers ein. Er richtet sich eine „Blumenwohnung“ mit „Arbeitsbett“ ein, wo er die Frauen empfängt.
Und der Junge träumt davon, wie es wäre, wenn es öffentliche Streichelzentren gäbe. Da Zärtlichkeit das einzige ist, was sich vermehrt, wenn man es teilt.

Die kurzen Kapitel wirken wie Appetithäppchen, sie enthalten viele Themen, spannend denkt er über Männer- und Frauen-Rollen nach. Vieles wurde bei der Lesung nur angerissen, die Lust auf mehr dieses Autors machte, der noch wenig bekannt ist in Deutschland.

Mehr zum Buch demnächst.

Text + Foto (lv)

http://www.literaturforum-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lesung & Gespräch zu „Tarantella“ mit Jens-Uwe Sommerschuh im Literaturhaus Dresden

29 Mittwoch Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Musik

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Lust am Geschichten erzählen und Sprachwitz: Jens-Uwe Sommerschuh las aus seinem neuen Roman „Tarantella“ am Dienstagabend im Literaturhaus Dresden.
Das Haus des Schriftstellers auf der Insel Alicudi, in dem weite Teile seines Romans „Tarantella“ entstanden.

Das Zuhause aus der anderen Richtung. Auf der Terrasse des Autors „banaler Schreibtisch“. Fotos: Sommerschuh

Regenbogen-Küsse und Körper als Klavier

Mal lustvoll, feurig, mal schroff und dunkel wie Vulkangestein verwebt der neue Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh spannend die Höhenflüge und Abgründe des Lebens und der Liebe.

Eine musikalische Muse eröffnete die Lesung. Mit rauer, intensiver und sonnenfunkelnder Stimme von Pietra, einer Sängerin und Schauspielerin aus Neapel. Einem Song ihres Albums „Napoli Mediterranea“. Sie klingt ein bisschen wie Gianna Nannini. Ein Hauch Mimi vielleicht. Der Erzähler Jens-Uwe Sommerschuh muss aufpassen, dass er sie nicht zu sehr aus den Augen verliert, denn sie treibt ihn an und seine Geschichten voran. „Willst du etwas wiederfinden, was du sehr vermisst, dann musst du suchen“, heißt es zu Beginn seines neuen Romans „Tarantella“, der vor wenigen Wochen bei Salomo publishing erschien, dem Nachfolgeroman von „Mimi“.

Eine Lesung und Gespräch mit dem Autor, moderiert von Literaturkritiker Michael Ernst, gab es am Dienstag abend im Literaturhaus Dresden, in der Villa Augustin am Albertplatz. Im gut gefüllten Raum entführte Jens-Uwe Sommerschuh die Zuhörer von jung bis älter auf eine spannende, mit viel Witz, Lust und Leichtigkeit erzählte Reise nach Süditalien. Er schreibe auch deswegen Geschichten, weil er gern vorlese. Es macht Spaß, ihm zuzuhören, die sehr lebendig und eigen geschilderten Figuren und ihr quirliges Lebensmilieu zu begleiten. Man fühlt sich sofort mittendrin auf dem Marktplatz von Palermo mit seinen vielen Obstständen, regen Getümmel und dem archaischen Gassengewirr, sieht und spürt die Farben, Gerüche, Stimmungen. Mal lebhaft, mal flüsternd, mal wie ein altes Marktweib keifend, mal verlockend keck wie Marcella las er, ohne zu viel zu verraten.

Wie es zur Roman-Fortsetzung kam und ob er vorausschauend Spuren legte für spätere Ereignisse, fragt Moderator Michael Ernst, z.B. das Schiffsticket von Marcella, der rätselhaften, temperamentvollen jungen Frau mit dem Kater auf der Schulter. Und die vielen Scherben in der Café-Bar, wo sie und Giovanni sich begegnen, wie nach einem Polterabend, nur ohne Braut und Bräutigam. Es wirkt wie ein skizzenhaftes Andeuten späterer Geschehnisse, die Seiten später wieder aufgegriffen und weiter entwickelt werden.
Er plane nicht und wisse nicht vorher, wohin eine Geschichte führt. Der Arbeitstitel des neuen Buches hieß: „Mimi ist weg“. Er überlegte, was mit ihr passiert sein könnte und folge seinen Figuren. Er liebe die Selbstüberraschung beim Schreiben, so Sommerschuh.

Seine Geschichten findet und erfindet er aus dem Leben heraus, er erlebt und erfährt sie auf seinen Reisen. Viele der Schauplätze auch im neuen Buch kennt er genaustens, denn seit 20 Jahren hat Jens-Uwe Sommerschuh sein persönliches Refugium gefunden auf der Mittelmeerinsel Alicudi in Italien, von wo aus er Rom, Sizilien und andere Orte in Italien erkundet und abwechselnd in Dresden wohnt und schreibt. Der Reiz und die Spannung beim Lesen in „Tarantella“ erhöht sich, da mit Marcella eine zweite Frau ins Spiel kommt. Auch wenn es nur eine „Mimi“, eine bestimmte Frau gebe, trifft man unterwegs noch andere interessante Menschen, die für weitere Bewegung sorgen, so der Autor. So kam Marcella dazu, die ebenso wie der Erzähler Giovanni in die Fänge der Cosa Nostra gerät, die sie unter Druck setzen, zappeln lassen und für ihre Pläne einspannen. Das Wort Mafia fällt nie. Die aufsehenerregenden Morde an den Richtern Falcone und Borsellino und anderen Menschen aus ihrem Umkreis Anfang der 1990er Jahre fanden einige einflussreiche Familien in Palermo schlecht fürs Geschäft, weiß Sommerschuh. In einer Kirche in Palermo, in San Domenico, erinnert eine Gedenktafel an die Opfer.

Ihm gehe es auch darum, die Unterschiede zwischen der Mafia als organisiertem Verbrechen und der Familia, die nur ungestört ihre Geschäfte unter sich regeln wollen, weil sie merkten, dass die Gewalt ihnen nur schadet, darzustellen in seinem Buch. Die Gefahr, die von der Cosa Nostra ausgeht, ist nie vordergründig, sondern unterschwellig präsent. Es sei auch ein Spiel mit der Angst, vor dem, was man fürchtet. Wie man es auch aus anderen Situationen kennt. Angst den Job oder den Partner zu verlieren. Nicht zu wissen, worauf man sich einlässt.

Im Kontrast dazu stehen Schönheit, Sinnlichkeit und Freuden des Lebens, die sich der Erzähler Giovanni bei allem Bedrohlichen nicht vermiesen lässt. Dies zieht sich intensiv und lustvoll beschrieben durch alle Buchkapitel. Ob beim kurzen, leidenschaftlichen Wiedersehen mit Mimi in Nicosia, wo sie einen Moment ihren Aufpassern entrinnen konnte und sich im Schutz eines Kellers ihrer Lust hingeben. Da werden Regenbogen-Küsse getauscht, bei denen man nie weiß, wo sie enden und flattern Münder und Zungen wie Kolibris oder Schmetterlinge. Oder die Szene bei Marcellas Cousine Donatella, eine Frau mit azurblauem, stachelartigem Schopf. Dramatisch komponiert. Statt auf dem Cembalo ihres Musikerkollegen, wo sie sonst Alte Musik aus Renaissance und Barock spielt, vollführt Donatella ihr Trockentraining diesmal nicht auf dem Küchentisch, sondern auf den nackten Körpern von Marcella und Giovanni. Da kriegt die Kunst der Fuge einen völlig neuen Sinn, lacht Giovanni.

Sie spielt das Allegro aus Bachs d-Moll-Konzert, ihre Finger fliegen, flattern, hüpfen, tänzeln über ihre Rücken, es war die reinste Wonne. Noch nie hatte ihm Musik, obwohl fast nichts zu hören war, so gut gefallen, sagt Giovanni hinterher. So etwas zu schreiben, sei das reinste Vergnügen, so Sommerschuh. Man kann Musik auch anders erleben als im klassischen Konzert. Dort höre er die Musik dann auch wieder anders, und denkt sich seine Bilder und Fantasien dazu. Er schreibt vor allem Musikkritiken, über Bildende Kunst und Kolumnen für die Sächsische Zeitung in Dresden. Rund 20 Konzerte habe er noch zu rezensieren. Bald wird er wieder auf die Insel Alicudi reisen.  Dies sei kein Rückzugsort für ihn, sondern sein Zuhause.
Was kommt als nächstes? Vielleicht wieder mal nach Paris, London oder Cornwall, sagt er. „Darüber will ich unbedingt auch mal eine Geschichte schreiben.“

Text + Foto (1) (lv)

Die Rezensionen zum neuen Roman „Tarantella“ und zu „Mimi“ stehen auch auf http://www.meinwortgarten.com


Jens-Uwe Sommerschuh vor seinem Haus, im Schatten des Weins, den er vor zwölf Jahren gepflanzt hat. Foto: M. Catalfamo

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Der neue Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh

28 Dienstag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Jens-Uwe Sommerschuh auf dem Gipfel der Vulkaninsel, auf der große Teile seines neuen Romans spielen. Foto: M. Catalfamo

Leidenschaftlicher Tanz auf dem Vulkan

Spannend, aufregend und lustvoll-ironisch erzählt der neue Roman „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh von der Suche nach seiner Traumfrau „Mimi“, für die er kreuz und quer durch Sizilien reist, in dunkle Geschäfte verstrickt wird, zwangsverbandelt mit einer verführerischen Begleiterin. Mit bebendem Vulkan und rettender Tarantella.

Das neue Buch beginnt, wie das vorherige aufhörte. Abenteuerlich und aufregend. Eines Tages verschwindet Mimi spurlos. Er vermisst sie, die „Verrückte aus Marseille“, ihre Welt, die so wunderbar wie gefährlich war und ihn fast das Leben gekostet hatte, als er mit ihr obskure Kurierdienste ausführte, um Schulden abzuarbeiten. Noch immer trägt er das Säckchen mit den Diamanten mit sich herum, erfuhr nie, wem sie gehörten und auch die Beretta samt Munition hat er noch bei sich. Als dann ein Unbekannter auf ihn schießt, sieht er dies als Zeichen und haut ab aus Rom. Da er sich nicht mehr nach Marseille traut, sucht er Mimi in Palermo. Die Aussicht, sie „irgendwann wieder am Ohrläppchen zu zupfen oder anderswo, das war nicht die schlechteste Option.“ Ist Mimi weggelaufen oder wurde sie entführt? Von wem und warum? Wie kann er sie wiederfinden?

In „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh (erschienen bei Salomo publishing, 2019, 388 S., 15 Euro), dem Nachfolgeroman von „Mimi,“ der im Mai 2016 bei Editia herauskam, erzählt der Ich-Erzähler Giovanni in Rückblende zunächst von seiner Zeit mit Mimi. Von jenem Sommer in Toulouse, ihren Reizen, ihren blitzenden Augen, ihrem verschmitzten Lachen und ihrer kratzigen Stimme. Sie konnte feinfühlig sein, aber auch knallhart. Er war noch nie mit einer Frau so abgeflogen, bekennt er, und ist sich sicher, dass sie dieses Feuer nicht gespielt haben kann. Derart glänzende Augen ließen sich nicht vortäuschen. Doch wo war sie nun? Der neue Roman „Tarantella“ ist noch einen Tick schärfer als „Mimi“. Ein literarischer, leidenschaftlicher Tanz auf dem Vulkan, voller Geheimnisse und Überraschungen. Anders als im Roman „Mimi“ sind die Kapitel diesmal ohne Zwischenüberschriften (schade eigentlich), sondern einfach nummeriert, 39 Kapitel insgesamt. Dieses Buch ist „der „Liebe gewidmet. Sie ist nicht berechenbar.“ Mit trocken lakonischem Humor, witzig, verrückt, verführerisch, wild und romantisch erzählt Jens-Uwe Sommerschuh in „Tarantella“ vom Glück und der Liebe, die immer wieder neu gefunden werden wollen, und nebenbei erfährt man von ihm wieder detail- und kenntnisreich viel über Land, Leute, Lebensart, Geschichte, Kultur und Küche im Süden Italiens. Inspiriert von seinem Zweitwohnsitz auf der Mittelmeerinsel Alicudi, wo der in Nordhausen im Harz geborene SZ-Autor und Schriftsteller heute lebt, abwechselnd mit Dresden und viel umherreist.

Auf seiner Reise nach Sizilien betreten die Leser mit Giovanni heißes Pflaster. Eigentlich sucht er nur einen Job in Palermo, bekommt einen in einer Café-Bar im Stadtteil Castellammare und landet, ehe er sich versieht, in den Fängen der Familie, die in dem Viertel das Sagen hat. Das Wort „Mafia“ fällt nie. Ab und zu taucht der Padrone, Don Fazio auf. Bald erhält Giovanni seltsame Aufträge, außer Botengängen soll er eine verwitwete Dame begleiten, um zudringliche Verehrer abzuwimmeln. Auf dem Marktplatz trifft er eine rätselhafte Frau, Marcella. Sie ist stolz, temperamentvoll und trägt einen Kater namens Otello mit Piratenklappe am Auge auf der Schulter. Er sieht sie häufiger. Wer ist sie? Seine Wächterin oder selbst Gefangene der Cosa Nostra? Die beiden werden von Don Fazio mit einem mysteriösen Auftrag auf die Insel Stranezza geschickt. Er erklärt sie eigenmächtig, feierlich zu Mann und Frau, händigt ihnen täuschend echte Pässe aus und besorgt ihnen ein Haus auf der Insel. Klein und entlegen. Ungefähr tausendeinhundert Stufen überm Meer.

Querstellen nützt nichts, sonst würden sie Mimi nicht freigeben und auf Marcella lastet noch ein dunkles Familiengeheimnis. Beide sind aufeinander angewiesen. Sie kennt sich aus mit dem Leben auf der Insel, mit Weinbau ebenso wie mit dem Ernten stachliger Kaktusfeigen oder Wasser schöpfen mit einem Eimer an einem Seil aus der Zisterne, angefüllt mit Regenwasser. Wie die beiden sich in ihrem notgedrungenen Paar-Dasein näher kommen, sich fragen, was das alles zu bedeuten hat und was für ominöse Ware sie entgegen nehmen, ist in sehr atmosphärischer, bildreicher Sprache, feiner Figurenzeichnung, pointierten Dialogen und sinnlich knisternd erzählt.

Die Geschichte  entwickelt einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann. Fesselnd und spannend von Anfang bis Ende. Von einer Episode zur nächsten springend, locker, launig und lustvoll-ironisch bis hitzig unter der flirrenden Sonne auf und abwärts am Felshang entlang, werden abwechselnd die atemberaubende Schönheit der Landschaft, der Blick aufs Meer und die Nachbarinseln von hoch oben, von der geräumigen Terrasse und Dunkles, Bedrohliches geschildert.

Wie Marcella mit den Eidechsen redet und für Giovanni übersetzt, ist so originell wie behutsam, anrührend. Gruslig komisch, wie Giovanni kopfüber in einem Karnickelbau steckt, mit Blick auf einen Totenschädel und in der rechten Hand den Schuh einer Frau, die noch lebt und mit verstauchtem Fuß oben hockt. Dann wird Marcella auch noch von einer Spinne gebissen. Da kann nur eine Tarantella helfen, ein alter süditalienischer Tanz, bei dem Gift, Böses und Bedrohliches in wild-ekstatischen Bewegungen aus dem Körper heraus getanzt werden. Dann kommt noch eine Truppe wilder, rachehungriger Motorradtypen auf die Insel, regt sich der Vulkan mit großen Gesteinsbrocken, die alten Götter feierten Party und sparten nicht mit titanischem Konfetti, kommentiert Giovanni. Plötzlich ist Mimi wieder da. Die zwei Frauen tanzen zusammen Tarantella und Giovanni schaut ihnen zu, der Entkommenen und der Genesenden, und genießt ihre Gegenwart in vollen Zügen. Erlebt Liebe im Überfluss und Seelen, die in einer uralten Sprache singen. Was für ein Schluss!

Text + Foto (lv)

 

 

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Buchpremiere „Tarantella“ von Jens-Uwe Sommerschuh im Literaturhaus Dresden

24 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Lebensart, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Ein literarischer Tanz auf dem Vulkan, Buchsalon mit Streitgespräch und Dresden isst bunt

Eine Menge spannender Veranstaltungen, Autoren-Gespräche, Buch-Neuvorstellungen und ein Picknick mit Begegnungen auf dem Altmarkt locken in nächster Zeit.

Di., 28.5., 19 h
Jens-Uwe Sommerschuh, „Tarantella“
Dresdner Buchpremieren im Literaturhaus Villa Augustin

Ist dein Blut vergiftet, sagen die Sizilianer, musst du tanzen. Und wenn du, was dir fehlt, finden willst, dann musst du suchen.

Mimi ist verschwunden. Er vermisst sie, er will mehr als nur die Erinnerung an ein paar wilde Wochen mit ihr. Also sucht er sie. Eine Spur führt nach Palermo.  Mit sicherem Gespür, im Zweifelsfall das Falsche zu tun, verfängt er sich dort im Netz der Familie, die in dem Viertel das Sagen hat. Man schickt ihn quer durch Sizilien, dann mit einem seltsamen Auftrag nach Stranezza. Auf der schroffen Vulkaninsel, wo kaum hundert Menschen leben, ist die Zeit stehen geblieben. Und in dem steinalten Haus unweit des Kraters ist er nicht allein. Mimi zu finden, aber an Marcella zu geraten, das war nicht der Plan. Ist die eigenwillige, temperamentvolle Frau seine Wächterin oder selbst Gefangene der Cosa Nostra? Dann regt sich der Vulkan, und eine Spinne beißt zu: eine Tarantella auf Leben und Tod. (Michael G. Fritz)

Jens-Uwe Sommerschuh absolvierte ein Studium der Publizistik und arbeitete danach als Kunstredakteur in Dresden. Er war Korrespondent des Kunstmagazins art. Sommerschuh schreibt seit 1992 eine Kolumne für die Sächsische Zeitung, für die er auch als Musikkritiker tätig ist. Seit 1996 veröffentlicht er Prosa, bislang sind drei Romane erschienen. Er lebt in Dresden und auf der italienischen Insel Alicudi.

Moderation: Michael Ernst.

Und noch ein Ausblick in die erste Juniwoche:

Literaturclub Meet & Read
Di., 4.6., 19 h

Der Eintritt ist frei.

Vorgestellt und besprochen werden der erotisch-phantastische Roman „Aura“ des mexikanischen Autors Carlos Fuentes sowie „Der Sommer meiner Mutter“ von Ulrich Woelk.

Wir sind Gastgeber bei „Dresden isst bunt“

Dresden.Respekt / Literaturhaus Villa Augustin in Kooperation mit Literaturnetzwerk WortWechsel
Mi., 05.6., 17-20 h

Auf dem Altmarkt

Buchsalon
Streitgespräch
Do., 6.6., 19 h

Sächsischer Literaturrat in Kooperation mit Literaturhaus Villa Augustin

Michael Bittner, Karin Großmann und Michael Hametner diskutieren über sächsische Neuerscheinungen. Thomas Böhme liest aus „Puppenkino. Kalendergeschichten für 365 und einen Tag“.

„Explorer la question de la création“ – Der Zyklus der Künste Haute Mer
Lesung und Gespräch mit Cécile Wajsbrot
Fr., 7.6., 18 h

Centrum Frankreich | Frankophonie der Technischen Universität Dresden in Kooperation mit Literaturhaus Villa Augustin
Der Eintritt ist frei.

Mit Destruction und den anderen vier Romanen der Pentalogie „Haute Mer“, aus denen an diesem Abend gelesen wird, denkt Cécile Wajsbrot nicht nur über die Entstehung verschiedener Kunstformen, ihre Rezeption und ihre Funktionen nach, sondern liefert eine Diagnose gegenwärtiger Gesell­schaften.

Text: Förderverein für das Erich Kästner Museum /
Dresdner Literaturbüro e.V.
Literaturhaus Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087
http://www.facebook.com/Literaturhaus.Dresden
http://www.literaturhaus-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Echo Leipzig 2019: Neue deutsch-tschechische Hörstücke zu erleben

24 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Poesie

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Unterwegs mit Texten und Tönen – Die Stadt als Klanglandschaft

Neue deutsch-tschechische Hörstücke sind am 26. und 27. Mai 2019 in Leipzig zu erleben.

Der Verein Geräuschkulisse, spezialisiert auf die Förderung von HörKunst wie Hörspiel, Feature und Klangkunst, präsentiert am 26. und 27. Mai 2019 besondere akustische Literatur deutscher und tschechischer Künstlerinnen und Künstler in Leipzig:

Workshop: Die Entdeckung der Stadt über Klangkunst und Literatur

In einem Workshop unter dem Titel „Stadt – Raum – Mein“ laden am 26. Mai, 14-20 Uhr, der Dichter, Performer und Essayist Jaromír Typlt und der Komponist und Klangkünstler Michal Rataj dazu ein, den Stadtraum mit literarischen und klangkünstlerischen Methoden zu erkunden. Der Lyriker und der Komponist leiten durch einen Arbeitsprozess, der die eigene Stadt neu entdecken lässt: Von genauen Beobachtungen ausgehend, entstehen Texte, zu denen Klänge gesammelt und improvisiert werden. Abschließend gipfeln die Erkundungen des Tages in eigenen Kompositionen. Eine Voranmeldung ist erforderlich.

Adresse: Kanal 30, am Karl-Heine-Kanal, 04229 Leipzig

Premiere eines literarischen Hörstücks über Brno und Live-Performance eines lyrischen Klangkunstwerks über Leipzig

Der deutsch-tschechische Austausch steht am 27. Mai ab 20 Uhr im Fokus mit der Ur-Aufführung des literarischen Hörstücks „1-2-3 Brno“ der Autorin Bettina Hartz und des Klangkünstlers Konrad Behr sowie der lyrischen Klangkunstperformance des Duos Jaromír Typlt und Michal Rataj. Bettina Hartz und Jaromír Typlt haben als Ahoj!-Residenzautoren im Vorausblick auf die Leipziger Buchmesse 2019 vier Wochen in Brno bzw. Leipzig verbracht. Ihre Beobachtungen und lyrischen Sprachaufnahmen in Brno verarbeitete Bettina Hartz, angestiftet vom Verein Geräuschkulisse, zu einem Audio-Portrait der mährischen Landeshauptstadt. Jaromír Typlt verbrachte seine Residenz in Leipzig. „Škrábanice“ (Kritzeleien) heißt die 360-Grad-Live-Performance mit Texten, die in Leipzig entstanden sind und von Michal Rataj in experimentelle Klanglandschaften verwandelt werden. Dabei entwickeln sich Laut- und Wortverbindungen zu Wortgruppen, zu vollkommenen Sätzen und wieder zurück, Poesie-Fragmente verdichten sich klanglich, verharren und lösen sich auf.

Adresse: Atelier ART_ONLY, Westwerk, Karl-Heine-Straße 89, 04229 Leipzig

Die Künstlerinnen und Künstler

Konrad Behr, geboren 1974, lebt als Medien- und Klangkünstler in Weimar. Er kreiert vor allem Installationen und Formen der Radiokunst, u.a. für den ORF und für savvy funk, das Radio zur documenta 2018. Er hat an zahlreichen internationalen Residenzen teilgenommen und arbeitet als Dozent.

Bettina Hartz, geboren 1974, ist Autorin von Drehbüchern, Theaterstücken, Prosa und Lyrik. Seit 1999 arbeitet sie als freie Schriftstellerin und Kulturjournalistin. 2018/19 kuratierte sie am Literaturhaus Berlin eine Veranstaltungsreihe zum „Prager Frühling und den Folgen im Osten bis ’89“. Bisher erschienen u.a.: „Nicht viel: Erzählung“, Lunardi 2007, und „Auf dem Rad – Eine Frage der Haltung“, DVA 2012.

Michal Rataj, geboren 1975, lebt als Komponist und Klangkünstler in Prag. Seit 2000 arbeitet er als Radioproduzent beim Tschechischen Radio, wo er über 150 Radiowerke mit Künstlern aus der ganzen Welt produzierte und das Radiokunst-Archiv rAdioCUSTICA aufbaute. Als Filmmusikproduzent hat er über 40 Soundtracks für TV und Kino komponiert sowie klassische Orchester- und Kammermusik.

Jaromír Typlt, geboren 1973, lebt als Dichter, Performer und Essayist mit dem Schwerpunkt Art Brut in Prag. Seit 1990 sind zahlreiche Gedichtbände erschienen, zuletzt „Za dlouho“ (2016). In seinen Performances experimentiert Jaromír Typlt entlang der Grenzen von Dichtung, Musik und bildender Kunst.

Das Hörprogramm des Geräuschkulisse e.V. wird veranstaltet mit freundlicher Unterstützung der Tschechischen Zentren, von CzechLit, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der Mährischen Landesbibliothek Brünn und dem Gastland Tschechien auf der Leipziger Buchmesse 2019, der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), dem Studentenwerk Leipzig, dem Referat für Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig und dem Gromke Hörzentrum.

Informationen zum Programm und Ticketverkauf

Geräuschkulisse 26./27. Mai 2019

Text: Susanne Meierhenrich/Gastland Tschechien und Tschechisches Kulturjahr

www.ahojleipzig2019.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Verleger Jens Kuhbandner vom Notschriften-Verlag eröffnete seinen Verlagsladen mit Büchern, Kunst und Wein in Radebeul

23 Donnerstag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Genießen, Lebensart, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Bücher-Oase, Kunst und edle Tropfen. Zeit zum Genießen. Verleger Jens Kuhbandner hat einen schönen Arbeitsplatz.

Zeit zum Verweilen.

Viel zu entdecken.

„Kleine Verlage sind das Salz in der Suppe“

Verleger Jens Kuhbandner betreibt einen Verlagsladen mit Büchern, Kunst und Wein in der alten Apotheke in Radebeul. Hier ist auch Raum für Lesungen.

An der Ladentür steht „NOTschriften“ in roten Buchstaben.
Passen würde aber auch „Bücher-Apotheke“. Ein gutes Buch kann wie Arznei wirken, aufmuntern, anregen, beflügeln. Verleger Jens Kuhbandner eröffnete Ende März seinen Verlagsladen mit Büchern, Kunst und Wein in einem Gebäude der alten Apotheke auf der Bahnhofstraße 19 in Radebeul-West. Etwas versteckt hinter der Toreinfahrt lädt der helle, ungewöhnliche Ladenraum mit großem Schaufenster Besucher zum Anschauen und Verweilen ein. Mit einer gemütlichen Sitzecke, wo man in Regionalliteratur, Natur- und Reisebänden und Künstlerbüchern blättern, lesen und erwerben kann. Bücher aus über 20 Jahren Verlegertätigkeit stehen in den Regalen.

Seit 1996 besteht der „NOTschriften-Verlag“ Radebeul. Er ist umgezogen aus seinem bisherigen Domizil im Pfarrhaus in Altkötzschenbroda, da dieses saniert und umgebaut wird. Im Oktober vorigen Jahres war Jens Kuhbandner mit seinen Büchern einen Monat lang im Bürgertreff Radebeul präsent. Dort konnten sich Initiativen und Kulturschaffende mit ihren Projekten vorstellen, wozu Quartiersmanagerin Nadine Wollrad einlud. „Dort entstand auch die Idee, künftig Verlagsbüro und Laden zu verbinden“, sagt Jens Kuhbandner.

Neben den Bücherregalen steht nun sein Schreibtisch mit Computer.
Den Raum hat er selbst vorgerichtet. Es fallen etwas mehr Kosten an als bisher für den 30 Quadratmeter großen Verlagsladen, sagt er. „Doch es ist erträglich.“
Noch schauen eher zufällig Leute herein, Bekannte, Radebeuler und Touristen. Das neue Angebot muss sich noch herumsprechen. Neben originellen Büchern werden hier edle Tropfen von Winzern aus Radebeul und Umgebung  angeboten.

Die Wände schmücken farbenfrohe Bilder seiner Frau, der Künstlerin Dorothee Kuhbandner. Ein Blickfang ist auch der aktuelle Kalender zur Sächsischen Weinstraße mit lustigen Illustrationen von Kay „Leo“ Leonhardt und Fotografien von Werner Böhme. Die Bandbreite an Regionalliteratur reicht vom Buch über den Radebeuler Naturheilkundler Eduard Bilz, einen Roman über Wolf von Kreyern und sein barockes Jägerleben im einst sächsisch-kurfürstlichen Friedewald über einen opulenten Bildband, „Schmetterlinge im Weinberg“ (die Fotografien daraus sind derzeit im Schloss Wackerbarth ausgestellt), ein Buch über Lößnitzbachmühlen, über „Paddeln auf der Elbe“ bis zu einem Band mit spöttisch-frechen Gedichten zu deutschen Befindlichkeiten. Gerade erschienen ist ein Band, „Gedanken auf Glatteis“ mit neuen Aphorismen und Bildern des Radebeulers Christian Uri Weber.

Im Verlagsladen ist auch Platz für Lesungen. Jens Kuhbandner offen für entsprechende Angebote. Er vermittelt schon hin und wieder Autoren seines Verlags zu Lesungen in der Stadtbibliothek Radebeul. „Kleine Verlage sind das Salz in der Suppe“, lautet das Motto von Jens Kuhbandner. Da sie gezwungen sind, immer etwas Besonderes und keine Massenware wie die großen Verlage herauszubringen. Ein gesundes Maß zu finden zwischen Idealismus und finanziellem Ausgleich, sei die Kunst dabei. Und solange die Bücher anderen Freude bereiten, will er weitermachen.

Text + Fotos (lv)

http://www.notschriften.com

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Lesung „Den Jungen machen“ mit Jérome Meizoz im Landhaus Dresden

22 Mittwoch Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Was ist männlich?

In der Reihe „Literarische Alphabete“ sind der Schweizer Autor Jérôme Meizoz und die Übersetzerin Corinna Popp am 24. Mai, um 19.30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Straße 2 zu Gast.

„Der Junge“, die namenlose Hauptfigur im Roman „Den Jungen machen“ der Schweizers Autors Jérôme Meizoz, kann die Männlichkeitserwartungen seiner Lebenswelt nicht erfüllen. „Der Junge hat nie verstanden, um was es bei dieser Männlichkeit ging, von der seine Klassenkameraden wie besessen waren.“„Du bist kein richtiger Mann“, hört er immer wieder. Der Junge ringt mit sich, versucht, sich selbst einen Platz im Leben zu schaffen. Es gelingt ihm, sich selbst zu erziehen. Er richtet eine Blumenwohnung mit Arbeitsbett ein und gibt eine Anzeige auf: „Jung und männlich, Massagen und mehr. Erfüllt diverse Wünsche, je nach Bezahlung. Ausschließlich Frauen. Kein Verkehr.“ Der Junge wird zum Therapeuten, um Schmerzen zu lindern, die letztlich tiefer liegende gesellschaftliche Ursachen haben. Der Roman ist letztlich eine Parabel über die verzweifelte Suche nach einem Sinn des Lebens.

Jérôme Meizoz wurde 1967 im Wallis geboren und ist dort aufgewachsen. Er schreibt auf französisch. „Den Jungen machen“ ist sein zweites Buch, das ins Deutsche übersetzt wurde.

2018 erhielt er für diesen Roman den Schweizer Literaturpreis.
Corinna Popp studierte an der Sorbonne in Paris Bühnenkünste und Deutsche Sprachwissenschaft. Heute arbeitet sie als Übersetzerin und als Dramaturgin.

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Text: Jörg Scholz-Nollau

https://www.srf.ch/sendungen/52-beste-buecher/den-jungen-machen-von-jerome-meizoz

—
Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 DresdenInh.: Jörg Scholz-NollauTel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • Oktober 2026
  • September 2026
  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Angela
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von buchkomet
  • Avatar von Reni
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von paulfehm
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Wolfgang Schiffer
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von jeanp
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Zbyszek
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Schnippelboy
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Sehnsuchtsbummler
  • Avatar von Oana.Ududec
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von wirthstef
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von veline2
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Xeniana
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 210.381 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Premiere "Der Raub der Sabinerinnen" in der Comödie Dresden
  • Premiere "Die Troerinnen" im projekttheater
  • Heusers Büchertheke - Lesung aus Juli Zehs Roman "Unterleuten"
  • Vorlesetag virtuell: Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" in 13 Sprachen unter dem Motto "Europa und die Welt"
  • Atelierbesuch bei Günter Gläser, Emaillekünstler in Radebeul
  • Ausstellung "Mit allen Sinnen" von Michael Hofmann in der Galerie Kunst & Eros
  • Atelierbesuch bei der Malerin und Grafikerin Anita Rempe in Gauernitz bei Meißen
  • Premiere "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch im Kleinen Haus
  • Premiere "Das Ding - die Friedrichstadt-Revue" im Dresdner Friedrichstatt Palast
  • Musiksommer Bärenstein: Drei Ausstellungseröffnungen an einem Tag

Aktuelle Beiträge

  • Neue Katzen-Lyrik: Im Lichtzimmer
  • Neue Lyrik: Kerzenflamme & Alles aus Liebe
  • Neue Lyrik: Kindheitswege. Zwischen Gestern & Heute
  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    meinwortgarten.com
    Schließe dich 133 anderen Abonnenten an

    Hast du ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.

  • meinwortgarten.com
    Website im Reader anzeigen
    Abonnements verwaltenRegistrierenAnmelden
    Melde diesen Inhalt
    Diese Leiste einklappen
Kommentare werden geladen …