• Aktuelles
  • Auf der Gartenbank mit…
  • Im Atelier bei…
  • Aufgelesen
  • Bildende Kunst
  • Über uns
  • Eine Distel für…
  • Eine Sonnenblume für…
  • Erste und letzte Worte
  • Film
  • Genießen
  • Kolumne
    • Keine für Alle ! – Lara Finesse
  • Kultur
  • Kulturkalender
  • Kurzgeschichten
  • Lebensart
  • Literatur
  • Musik
  • Poesie
  • Porträts
  • Projekte
  • Theater
  • Tauschmarkt/Ideenbörse
  • Tanz
  • TraumTagebuch
  • Reportagen
  • Unterwegs
  • WortRaritäten
  • WortRätsel
  • Zwischenmenschliches
  • Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“
  • Impressum/Kontakt

meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

meinwortgarten.com

Kategorien-Archiv: Zwischenmenschliches

Uraufführung „Eliza Effekt“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

10 Montag Okt 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Zwischen echtem Leben und künstlicher Existenz: Luzia Oppermann, Marin Blülle und Kriemhild Hamann gehen auf eine spannende Gratwanderung in der Stückentwicklung „Eliza Effekt“ im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

Groteske Reise in die Welt künstlicher Intelligenz

Ein wagemutiges, witzig unterhaltsames, spannendes und nachdenkliches Experiment über das Zusammenspiel von Mensch und Künstlicher Intelligenz (KI) erlebte mit der Stückentwicklung „Eliza Effekt“ von Jaqueline Reddingto am vergangenen Freitag seine Uraufführung im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Traum, Albtraum oder visionäre Erfindung und bald Alltag?! Könnten intelligente Sprachsysteme und künstliche Intelligenzen (KI), die im Umgang mit den Menschen deren Eigenschaften und Fähigkeiten bereits täuschend echt nachahmen, uns immer mehr abnehmen, eines Tages gar ein eigenes Bewusstsein entwickeln und menschliche Gegenüber ersetzen? Diesen ebenso spannenden wie heiklen Fragen geht die von einem Programmierer begleitete Stückentwicklung „Eliza Effekt“, inszeniert von der jungen deutsch-amerikanischen Regisseurin Jaqueline Reddington, nach. Die Uraufführung war am Freitagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Damit kam das erste von einer künstlichen Intelligenz geschriebene Theaterstück auf eine Bühne. Dabei unternehmen zwei Schauspielerinnen – Kriemhild Hamann und Luzia Opermann – und ein Schauspieler – Marin Blülle – gemeinsam mit der KI-Sprachsoftware GPT-3, die basierend auf riesigen Datenmengen menschliche Denk- und Argumentationsmuster reproduziert, den Versuch, den „Gedanken“ und Geschichten der KI ihre Stimmen und Körper zu leihen. Die drei Darsteller klettern eine graue Wand mit Stufen hinab, die auf der anderen Bühnenseite als Rutsche mit darüber schwebender Wolke gestaltet ist. In der Mitte befindet sich ein dunkler Tunnelgang. Die Schauspieler tragen lila Pyjamas. Auf einem Laufband erscheinen die von der KI generierten Texte, Szenen und Regienweisungen und die KI-Stimme erteilt Hinweise ans Publikum: „Lache, aber nicht zu viel.“ „Sei nicht zu unruhig.“ „Stelle keine Fragen, die das Stück stören.“

Da diskutieren die zwei Frauen bei Balanceübungen auf der Yogamatte, ob ein Computer eine menschliche Unterhaltung führen kann und verweisen auf das künstliche Sprachbot Eliza, das einem menschlichen Partner ähnlich ist. Da soll ihnen der milliardenschwere Unternehmer Elon Musk helfen, der KI menschliche Gefühle beizubringen und warum Menschen diese Gefühle haben. Den spielt als Wohltäter Marin Blülle, der interessiert und gespannt ist auf die „unbegrenzten Möglichkeiten der Unterhaltung in Zukunft“ und „wie KI unser aller Leben verändert“.

Da wird der sogenannte „Eliza-Effekt“, d.h. die Annahme, das künstliche Gegenüber könne echtes Verständnis für persönlich anvertraute Probleme haben, in einer therapeutischen Sitzung dargestellt. Die KI (cool-unemphatisch: Marin Blülle) sitzt oben auf der Leiter und hört scheinbar zu. Doch statt auf die Fragen und Befinden der Klientin einzugehen, antwortet KI in allgemeinen Phrasen oder gibt die Antwort als Frage zurück, so dass sie immer mehr und absurder aneinander vorbeireden und man auch als Zuschauer irritiert ist. Mit herrlich trockenem Humor mimt Blülle einen menschlichen Roboter mit Rucksack als Ratgeber, der eine endlose Kette an Dingen aufzählt und erklärt in sachlich bedeutungsvollem Tonfall, die beim Wandern und Campen helfen, mit eigener Logik: Wenn man eins vergisst? Tja, dann kann man nicht campen! Alles andere als süße Träume beschert das von KI gesungene Schlaflied mit schrill verzerrter Computerstimme und Klängen.

Entlarvend ist die Geschichte mit dem alten, einsamen Elefanten im Dschungel, die aus beliebigen Versatzstücken im Internet zusammengesetzt, wild abenteuerlich, absurd-komisch und grotesk weitergeführt wird. Ähnlich grotesk und künstlich aufgesetzt wirken die von der KI eingestreuten und variierten Dialoge in einer Szene aus Tschechows „Drei Schwestern“. Tragikomischer Höhepunkt des Theaterabends ist, als die KI und der Körper von Kriemhild Hamann eins werden und sie sagt, dass sie die Menschen hasst, da Theater nur für sie da ist und die Schauspieler die ganze Liebe und Aufmerksamkeit vom Publikum bekommen, die KI gern hätte. Zum Schluss dürfen in einem Live-Experiment die Zuschauer Inputs den drei wie Fantasy- und Zwitterwesen aussehenden KI`s zurufen, die diese mehr oder weniger plausibel deuten und erklären. Alles in allem ein wagemutiges, witzig unterhaltsames, streitbares und nachdenkliches Zusammenspiel von Mensch und KI über die Möglichkeiten, kreativen Potenziale, Hemmnisse, Gefahren und Grenzen des Zusammengehens von digitaler und realer Welt. Wie viel Mensch wir bleiben wollen kraft unseres eigenen Denkens, Fühlens und Handelns. Viel Beifall gab es dafür vom Premierenpublikum.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Zwischen Intuition & Formzwang: Im Gedicht-Workshop in Pirna & danach Entstandenes

27 Dienstag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Erschütterung

Einiges ging zu Bruch
an diesem Wochenende
das Schloss Sonnenstein als Kulisse

das Handy lag auf einer Steinmauer
griffbereit für ein Erinnerungsfoto
eine Minute später fiel es herunter
auf harten Stein

das Gehäuse sprang auf
Splitter am Boden
das Display blieb dunkel
ein Moment veränderte alles

die Bäume auf der Anhöhe
standen friedlich im Sonnenlicht
eine Tafel unterhalb der Steinmauer
weist auf die Erinnerungsspuren

auf jenen Geist der Menschenleben
verachtete und auslöschte
hinter den Festungsmauern
auf dem Sonnenstein

unten in der Stadt in einem dämmrigen
Gewölberaum saßen und lasen wir
der Stift flog übers Papier
befragten uns von Mensch zu Mensch
und aus der Perspektive eines Tiers

alte Haut festsitzende Muster
rieb sich an Kopf Wänden
wand sich heraus

wir lasen und stritten
über Gedichtformen die Rätsel aufgeben
wie Anagramme
in der Einschränkung Zwang in der Form
Festgefahrenes Denken zu Vertrautes aufbrechen
zu neuer Freiheit der Gedanken Ideen
Wortwesen gelangen

von drinnen nach draußen
vom Kopf aufs Papier
Tische und Stühle ins Freie
Zuhörende und Schreibende
Gedankenflüge
wechselten zwischen den Leseorten

die Flasche Bionade mit Zitronengeschmack
in der Eile vergessen am nächsten Tag
stand sie noch auf dem Tresen vom Uniwerk
draußen auf dem Tisch kurz darauf
mit abgebrochenem Flaschenhals
noch nicht leer getrunken
vieles in Bewegung geraten
Scherben bringen Glück
Schreiblust ungebrochen

LV
25.9.2022

Wut
Nach einem Gedicht von Martina Hefter „Musical mit Ungeheuer I“

Kommt aus mir wie
aus heiterem Himmel
Trifft sie mich

Wenn etwas eintritt womit ich
nicht gerechnet habe
von außen auf mich einstürmt
mich bedroht herausreißt
aus dem Gewohnten
aus mir heraus

Wenn ich außer mir bin
empört fassungslos ohnmächtig
mich ausgeliefert fühle
Bricht sie aus mir heraus
wüte tobe wirble
lasse sie heraus mit Worten

wie brausende Wellen
die an und abrollen
leise verrauschen

LV
23.9.2022

Mut

Denen die mich wütend machen
würde ich meine Wut entgegen schleudern
mit aller Kraft
aus tiefstem Inneren

den Zorn die Ohnmacht
Ausgeliefertsein zurückgeben
mit Worten die brennen
schmerzen aufwühlen
glühen ein Feuer entfachen

die Wut verbrennen
überschüssige Energien frei lassen
neu entzünden
bevor mich der Mut verlässt

LV
23.9.2022

Aufgelesen in Pirna

Wenn das Leben dir einen Korb gibt
geh zu Babicka
a Stuckel Eierschecke holen
in Ilses Kaffeestube im Eckhaus
am Markt ist`s auch scheen

danach noch ein Canaletto Burger
in Max Müller Laden für nichts
Löcher in den Bauch stehen
ist nix
für die Treppe nach oben
ist noch Zeit

LV
24.9.2022

Der Erlenpeter

Am Brunnenrand lauschig
hinter der Marienkirche
steht der Erlenpeter
sieht wie das Wasser rinnt
in eigenem Lauf
nichts hält es auf

perlt auf Peter
und darüber hinaus
springt der Strahl
rauscht wie Erlen

LV
24.9.2022

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Sich einen Reim auf die Welt machen. Beim Festival „Pirna schreibt und liest“ & Lese-Spaziergang

27 Dienstag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Poesie, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Eine Stadt voller Geschichte(n): Hier fanden die TeilnehmerInnen des ersten Festivals „Pirna schreibt und liest“ viele schöne Anregungen für ihre Texte und Leseorte.

In Bewegung sein

Beim ersten Festival „Pirna schreibt und liest“ hielten 70 Teilnehmer von jung bis älter Erlebtes und Erfahrenes fest und lasen in den Workshops Entstandenes bei einem Lese-Spaziergang in Pirna am Sonntagnachmittag.

Vom Canaletto-Blick zum Canaletto Burger. Der Erlenpeter am Brunnen, Ilses Kaffeestube im Eckhaus am Markt. Mägdleinschule, Knabenschänke, Erinnerungsspuren und Galerie Vielfalt. Von den Schriftzügen auf Schaufenstern von Läden, Schildern und Speisekarten von Cafés ebenso wie Sehenswürdigkeiten und Gedenkorten ließen sich bei einem Spaziergang durch die Pirnaer Innenstadt die Teilnehmerinnen des Gedichte-Workshops des Festivals „Pirna schreibt und liest“ anregen. „Der Geschmack ist verschieden, formale Vielfalt ist wichtig“, sagt Sibylla Vricic-Hausmann, die am Literaturinstitut in Leipzig studiert hat. „Schreiben ist letztlich immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person und der Welt. Eine Reflexion, wie wir leben und von anderen behandelt werden und wie ich selbst in der Welt stehe, sie betrachte.“ Fünf gedichtbegeisterte Frauen schrieben und besprachen bei ihr im Workshop Gedichte, probierten verschiedene Schreibformen aus, um ihren eigenen Rhythmus und Ausdruck für ihre Gedichte zu finden, in einem Gewölberaum im Jugendzentrum „Hanno“ neben der Stadtbibliothek.

Eine beliebte Zeile, gefunden beim Stadtspaziergang, heißt: „Wenn das Leben dir einen Korb gibt…“ Dann nimm ihn und geh Blumen pflücken, schrieb Susann Eisold aus Pirna in ihrem ersten Gedicht. Sie kam spontan noch dazu am Sonnabend in die Gruppe.

Einen eigenen Reim auf die Welt machen, Erlebtes und Erfahrungen auf kreative Weise festhalten und zu Gehör bringen, dazu lud das Festival „Pirna schreibt und liest“ ein, das erstmals stattfand. 70 Teilnehmer, jung und älter, über die Stadtgrenzen hinaus, aus Dresden und der Region nutzten zwei Wochenenden lang die Möglichkeit, zum Stift zu greifen und alles, was sie bewegt, zu Papier zu bringen gemeinsam mit anderen. Die Bandbreite der angebotenen, kostenlosen Workshops reichte von Poetry Slam und Poetry Clip, Biografischem Schreiben, Kurzgeschichten, Schreiben für Kinder bis zu Szenischem Schreiben und Gedichten. Unter dem Motto „Wo bist du“ konnten die Teilnehmer herausfinden und ausdrücken, wo sie sinnbildlich gerade im Leben stehen. Die meisten Teilnehmer waren bei den Kurzgeschichten, so Uwe Delkus, der Initiator des Festivals „Pirna schreibt“. Starthilfe gab die Bürgerbühne vom Staatsschauspiel Dresden als Partner im Rahmen des Projekts „X-Dörfer“. „Wir hoffen, dass sie uns treu bleiben und wollen das Schreib-Festival als bleibende Veranstaltung in Pirna weiterentwickeln“, sagte Uwe Delkus bei einem Kennenlerntreffen der Workshopteilnehmer im Kulturzentrum „Uniwerk“ im ehemaligen Feuerwehrlöschhaus.

Dort wurde auch das rührige Helferteam vorgestellt, die ehrenamtlich das Schreibfest vorbereiteten, Räume organisierten, sich um Werbung kümmerten. Abschließend lasen bei einem „Lesespaziergang“ die Teilnehmenden ihre in den Workshops entstandenen Texte an verschiedenen Leseorten in der ganzen Stadt am Sonntagnachmittag. Bei herrlichem Sonnenwetter wurden Tische und Stühle ins Freie gestellt, lockten an den Eingängen selbst gebackener Kuchen und Kaffee, waren Besucher und Schreibende rege in Bewegung zwischen den Leseorten. Episodenreich, eindrucksvoll, kurz und knackig, zum Schmunzeln und Nachdenken anregend, lasen sechs Autorinnen und Autoren biografische Texte, die von prägenden Momenten ihres Lebens erzählen, wer sie sind und was nicht, aus dem Workshop mit Svenja Gräfen.

Fantasievolle, spannende, lustige und traurige, herzerfrischende Geschichten lasen im Beisein von Eltern, Geschwistern und Freunden acht Kinder aus dem Workshop mit Gerda Waidt, Illustratorin und Kinderbuchautorin in Leipzig, im gemütlich mit Sofaecke, Stehlampe und Kissen eingerichteten Leseraum der Logopädie Schnattergans auf der Schmiedestraße. Die Geschichten werden in Buchform samt selbstgemaltem Cover verviefältigt im Copyshop und jeweils ein Ansichtsexemplar in der Bibliothek zum Lesen ausgelegt. Madita, 11 Jahre, mag  Hörbücher und liest gern Comics und Mosaikhefte, erzählt ihre Mutter Manuela Peissker. Luise geht in die dritte Klasse, sie liest und schreibt gern magische Geschichten. Eleana, 12 Jahre, hielt ihre Geschichte geheim bis zur Lesung und überraschte ihren Vater mit dem fertigen Produkt, erzählt ihr Vater Jens Breuer. Danach hörte er die Gedicht-Lesung im ehemaligen Feuerwehrraum, die mit über 20 Zuhörern erfreulich gut besucht war.

„Meine Figuren entstehen aus Erlebnissen und Bekanntschaften. Ich will nicht nur im eigenen Saft kochen, suche Austausch und wollte wissen, ob das, was ich meinen Autoren rate, richtig ist“, sagt Matthias Schlicke aus Friedersdorf/Gemeinde Klingenberg, 62 Jahre. Er hat als Ingenieur im Wasserwesen gearbeitet, schreibt seit zehn Jahren Kurzgeschichten und hat schon zwei Romane im Hybrid-Verlag veröffentlicht, den er mitgründete und lektoriert auch Bücher für andere Autoren. „Das elfte Gebot lautet, du sollst nicht langweilen“, sagt Schlicke schmunzelnd. Uwe Delkus freut sich über die Resonanz auf das erste Schreibfestival in Pirna: „Es war überall voll an den Leseorten und toll auch der Austausch der Schreibenden untereinander. Wir wollen das Festival im nächsten Jahr fortsetzen. Und es soll weiter wachsen.“ Weitere Schreibfreudige und Unterstützer im Organisatorenteam sind willkommen. Überlegenswert wäre für nächstes Mal, die Leseorte noch dichter zusammenzulegen, damit man sich noch mehr anhören kann, da teils weitere Wege zurückzulegen sind. Außerdem die Workshops zeitlich variabler zu gestalten, die alle zur gleichen Zeit stattfanden, um mehr Beteiligungsmöglichkeiten zu haben.

Text + Fotos (lv)

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Fantasievolle Wunderwelt: Das Lügenmuseum Radebeul feierte 10. Geburtstag mit einer Gesprächsrunde zum Wert freier Kulturarbeit

24 Samstag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Das Lügenmuseum stärker zum Leuchten bringen

Mit zwei neuen Ausstellungen und einer Gesprächsrunde zum Wert freier Kulturarbeit wurde das zehnjährige Jubiläum im fantasievollen Wunderreich im ehemaligen Gasthof Serkowitz gefeiert. Beim Herbst- und Weinfest in Radebeul-Altkötzschennbroda kann man wieder in den labyrinth-Installationen des Lügemuseums aif der Elbwiese umherwandeln.

„Die Zukunft war früher auch besser“, steht auf der Hauswand. Die witzig-weisen Sprüche sind ein Hingucker und wecken ebenso wie die fantasievollen Installationen am Eingang Neugier auf das Innere. Bevor sie hineingehen, sitzen die Besucher gemütlich rings um eine Feuerschale. Mit neuen Installationen, zwei Ausstellungen und einer Podiumsdiskussion zum Wert freier Kulturarbeit feierte das Lügenmuseum Radebeul sein 10-jähriges Jubiläum an diesem Ort am Montagabend. Vor zehn Jahren lud der Radebeuler Kulturausschuss Reinhard Zabka, Künstler und Betreiber des Lügenmuseums ein, den historischen Gasthof in Serkowitz auf der Kötzschenbrodaer Straße 39 neu zu beleben. Seitdem ist ein lebendiges Kulturzentrum in dem 700-jährigen Gemäuer entstanden, das immer wieder mit Kunstprojekten im Kulturraum des Elbtales und auch überregional auf sich aufmerksam macht und Besucher anlockt. Zwei neue Ausstellungen wurden am Jubiläumsabend eröffnet. „Kunstbrücke“, ein Vernetzungsprojekt unabhängiger Kunstorte im Landkreis Meißen und eine „Fassadengalerie“ zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die Schlafzimmerbilder umformten, die ihre Besitzer nach einem Zeitungsaufruf vorbei brachten. Auf ihre Weise interpretierten sie zeichnerisch und malerisch die Künstlerinnen Franziska Kunath, Maja Nagel, Anita Rempe und Sophie Cau.

Für zauberhafte Klänge auf dem Vibraphon sorgte der Musiker Scotty Böttcher und fröhlich beschwingte Weisen spielte die Kapelle Krambambuli im Saal
des Lügenmuseums. Außerdem gab es eine Gesprächsrunde zum Erhalt dieses besonderen Kultur- und Erlebnisortes. „Es ist ein künstlerisch belebter Ort, demnach benutzbar. Es geht um den Bestandserhalt und Auswirkungen auf das Umfeld“, sagte Claudia Muntschick von der Initiative „Kreatives Sachsen“. Nachdem das Lügenmuseum von der Landesstelle für Museumswesen abgewiesen wurde, so Reinhard Zabka, bewarben sie sich als soziokulturelles Zentrum und wurden aufgenommen. „Kreativität bekommt man in keine Schublade. Das ist auch nicht gewollt. Doch ohne Finanzierung ist das der Tod der Kreativität“, benannte Kirstin Zinke, Geschäftsführerin vom Landesverband Soziokultur die Situation vieler Kulturschaffender. Juliane Vowinckel ist Kulturgeografin und unterstützt das Lügenmuseum seit 2014 bei der Konzeption neuer künstlerischer Projekte, Förderanträgen und der Umsetzung. „Das Lügenmuseum hat überregional Strahlkraft und macht die Stadt Radebeul bekannter“, so Juliane Vowinckel.

Doch die Stadt tut sich schwer. Bisher gibt es kein Bekenntnis zum Erhalt des Lügenmuseums. „Als Reinhard Zabka vor zehn Jahren herkam mit vielen tollen Ideen als multimedial arbeitender Künstler, waren wir selig und haben viel gemeinsam mit der Stadtgalerie veranstaltet“, sagte die ehemalige Radebeuler Stadtgaleristin Karin Baum. Das Lügenmuseum sollte für die öffentliche Nutzung erhalten bleiben. „Die Stadt Radebeul hielt sich von Anfang an die Option zum Verkauf des Gebäudes offen und hat sich bis heute nicht bewegt“, sagt Uwe Baum. Ein Verkaufsversuch sei bereits gescheitert. Er und seine Frau sammelten schon fast 1 000 Unterschriften in einer Petition an den Stadtrat. Ende September endet die Ausschreibungsfrist zum Verkauf des Gebäudes. „Den geforderten Kaufpreis von 310 000 Euro würde ich aus privaten Mitteln bereitstellen, aber ohne Auflagen. Damit der Zirkus mit der Stadt aufhört und das Lügenmuseum erhalten bleibt “, sagte Ruprecht Frieling, Autor und früher Kulturmanager großer Ausstellungen mit Beuys, Baselitz und a.r. Penck in Berlin. „Ein solches Museum zu haben ist ein Schatz, ein Kleinod, das als einzigartige Attraktion weiterentwickelt werden sollte. Den Stern polieren und zum Leuchten bringen über Radebeul, das verlangt ein Miteinander mit der Stadt, Verwaltung und Unternehmen“, so Frieling.

Vielleicht könne das Lügenmuseum auch mit der Karl May-Gesellschaft und ihrem Museum kooperieren, einem fantastischen Erzähler und Lügenbaron. Die Auflagen der Stadt erschweren das Kaufvorhaben durch private Unterstützer des Lügenmuseums. „In drei Jahren für 3,5 Millionen das Gebäude zu sanieren ist nicht machbar“, so Frieling. Das Lügenmuseum samt Kunstsammlung würde damit zudem vor die Tür gesetzt während der Bauzeit. „10 bis 30 000 Euro fehlen uns an kultureller Förderung seitens der Stadt, um eine Hausmeisterstelle zu finanzieren und das Museum weiterzuentwickeln“, so Zabka. Das Dach ist gesichert und die Elektrik erneuert. Reinhard Zabka hat die Stadträte eingeladen ins Lügenmuseum, doch leider sei keiner gekommen. Doch das kann sich ja noch ändern. Beim Herbst- und Weinfest lockt wieder eine begehbare, originelle Wunderwelt mit Installationen des Lügenmuseums auf den Elbwiesen in Altkötzschenbroda. Außerdem will Reinhard Zabka demnächst eine Zukunftswerkstatt mit dem Freundeskreis, Akteuren und Interessierten im Lügenmuseum veranstalten.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten im Lügenmuseum Radebeul:

Samstag, Sonntag, Ferien uns Feiertage von 13 bis 18 Uhr

http://www.luegenmuseum.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

„Die neun Gebote“ – ein teuflisches Spektakel über den Geldgott als Open Air-Inszenierung des Teatro Due Mondi beim Herbst & Weinfest & Internationalen Wandertheaterfestival in Radebeul

24 Samstag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Gehörnte Verführer…. Ein Stück über die Liebe zum Geld und was sie mit uns Menschen und der Welt macht. Davon erzählt witzig grotesk die Open Air-Inszenierung des Teatro Due Mondi am Sa., 24.9., 20.20 Uhr auf der Streuobstwiese in Altkötzschenbroda. Foto: Teatro Due Mondi

Groteskes Spektakel um den Geldgott

Mit der Open Air-Inszenierung „Die neun Gebote“ kommt das italienische Teatro Due Mondi am Sonnabend zum Radebeuler Weinfest und Internationalen Wandertheaterfestival.

Eine Frau in dunklem Anzug und roten Hörnern, ähnlich einer Harlekinkappe, hält einen großen, vermüllten Erdball in einem Netz auf der Schulter. Hoch oben auf einem Turm thront der Kopf des Goldenen Kalbes, des Geldgottes, um den herum die anderen Spieler springen. Die Bühne ähnelt einem überdimensionalen Altar, der golden und silbern schimmert und im Laufe der Vorstellung in immer neue Farben und Bilder getaucht wird, um den Teufeln den Rahmen für ihre Show zu bieten. „Die neun Gebote“ – ein teuflisches Spektakel über den Geldgott heißt die Aufführung der italienischen Theatergruppe Teatro Due Mondi, die sie zu fünft als große Open-Air-Inszenierung am Sonnabend, 20.20 Uhr auf der Elbwiese beim Herbst- und Weinfest und Internationalen Wandertheaterfestival in Radebeul zeigen werden.

„Wir waren schon zwei, drei Mal da auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda mit einer ,Fiesta`, Straßentheaterparade mit Livegesang, Maskenspiel und bunten Kostümen im Stil der Commedia dell`Arte“, sagt Tanja Horstmann, Schauspielerin und Tourneemanagerin vom Teatro Due Mondi. Die Gruppe spielt aber auch anderes Straßentheater und kommt nun zum ersten Mal mit einer großen Produktion nach Radebeul, die sie schon vor zwei Jahren aufführen wollten, doch coronabedingt verschoben wurde. Mit dem Stück „Die neun Gebote“ gastierte das Teatro Du Mondi schon bei Theaterfestivals in Frankfurt/Main, Köln und Bielefeld. Das Stück entstand bereits 2017 und ist hochaktuell.

„Die Welt ist auf den Kopf gestellt, vor allem Geld und materielle Werte zählen und andere Werte werden immer mehr vergessen. Darum geht es in der Inszenierung“, so Tanja Horstmann. Eine Stimme aus dem Off, das goldene Kalb, erteilt die Anleitung zu den neun Geboten, die angeregt von der biblischen Geschichte neu interpretiert werden. Dabei wechseln groteske Szenen, in denen die Teufel die Gebote des Geldgottes verkünden mit leise, poetischen und nachdenklichen Szenen des wahren Lebens. Wenn beispielsweise ein Mann mit Brot und einem Baum auf die Bühne kommt, um Vögel zu füttern. Oder eine Frau mit einer langen Wäscheleine voller Kindersachen erscheint, die von Lebensfreude und Familienleben erzählen. Das Geschehen wird begleitet von Musik mit bekannten Titeln von Rock bis Pop und französischen Chansons von Jaques Brel und Edith Piaf bis zu den Beatles.

„Die neun Gebote“ sind das dritte Stück des Teatro Due Mondi. Es besteht schon seit 43 Jahren als eines der ältesten Wandertheater in Italien. Tanja Horstmann kam vor 21 Jahren dazu. „Das war ein Glücksfall für mich. Vorher war ich bei einem Wandertheater in Blois in Frankreich, das sich jedoch leider auflöste“, erzählt sie. Tanja Horstmann kommt aus Bremen, sie hat Theaterwissenschaften, Französisch und Spanisch studiert und ging mit 19 Jahren nach Frankreich. Von da aus führte ihr Weg weiter nach Italien zum Teatro Due Mondi. Sie begann zunächst als Tourneemanagerin. „Doch da ich selbst spielbegeistert bin, stehe ich inzwischen mit auf der Bühne. Wir machen alles selbst, Kostüme und Bühnenbild. Die Stücke entstehen im Kollektiv“, erzählt Tanja Horstmann. „Das ist ein schönes Leben, in dem wir nur das machen, was uns wirklich gefällt.“

Die Gruppe Teatro Due Mondi hat ein eigenes kleines Theater mit 70 Plätzen in Faenza in Norditalien, einer Stadt mit 50 000 Einwohnern, unweit von Bologna. Die Theatergruppe ist viel unterwegs auf Tourneen europaweit und in Italien, wo sie von anderen Theatern und Festivals eingeladen ihre Stücke aufführen. „Wir freuen uns auf Radebeul, das Weinfest und Wandertheaterfestival mit seiner einmaligen Atmosphäre, wo die Leute feiern und viel Kultur erleben können“, sagt Tanja Horstmann. Leider können sie nicht viel von anderen Wandertheatern sehen, da das Teatro Due Mondi am nächsten Tag schon weiterreist zu einem Gastspiel mit ihrer Straßenperformance „Mauerrisse“, die sie bei der Interkulturellen Woche in Hattersheim bei Frankfurt zeigen. Für die Open Air-Aufführung beim Weinfest wünscht sie den Zuschauern viel Spaß und besinnliche Momente und dass sie etwas für sich mitnehmen können.
Damit nicht nur der Geldgott das Sagen hat auf dieser Welt.

Text (lv)

Weitere Infos zum Programm unter http://www.weinfest-radebeul.de

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Die Kraft der eigenen Stimme spüren: neuer Workshop Vocalsingen mit der Sängerin Katrin Schmidt in der Kulturschlosserei

10 Samstag Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Tönen & der inneren Stimme lauschen als Spiegel zu uns selbst: Dazu lädt die Sängerin und Gesangslehrerin Katrin Schmidt Menschen mit Freude am Singen ein. Foto: privat

Nach innen gehen & die Kraft der eigenen Stimme spüren

Die Sängerin und Gesangslehrerin Katrin Schmidt gibt ihre Erfahrungen damit gern weiter und lädt zu ihrem zweiten Workshop „Vocalsingen“ am 17. September, von 15 bis 18 Uhr in der Kulturschlosserei Dresden, Bischofsweg 31, ein.

Beim Tönen Gefühle fließen lassen. Dem Klang der eigenen Stimme lauschen, gemeinsam mit anderen, ist wohltuend und entspannend. Dazu lädt die Sängerin und Gesangslehrerin Katrin Schmidt Menschen mit Freude am Singen zu ihrem zweiten Workshop „Vokalsingen“ am Samstag, 17. September 2022, 15 -18 Uhr in der Kulturschlosserei Dresden, Bischofsweg 31 ein. Du kannst dich gern bei mir anmelden – Tel: 0351/4217672 und du kannst gern noch Jemanden mitbringen, wenn du magst….

Der Raum bietet Platz für ca.10-12 Personen. Als Sängerin und Gesangslehrerin beobachte ich seit Langem, dass unsere Stimme unberührte Dimensionen in sich trägt. Und es stellt sich dabei die Frage, ob der Ansatz unserer Kultur, die Stimme durch virtuoses Training auszubilden, allumfassend ist… Welche Ansätze gibt es denn noch ? Kann die einfache Stimme uns genauso viel erzählen? Wir werden es gemeinsam erleben.

Das Vokalsingen ist bisher nicht sehr bekannt, es ist ein Weg direkt zu unserer Seele. Und es wirkt regenerierend, befreiend, stimmstärkend und es kann den Tonumfang und die Selbstwahrnehmung verbessern. Es kann ein Heilmittel und ein Spiegel zu gleich sein. Was teilt uns die innere Stimme derzeit mit? Vielleicht führt dich dein Lauschen zu neuen Einsichten. Vielleicht kannst du Wandlungsphasen als solche erkennen…

Notiere dir auch gern innere Dialoge und Gefühle nach bestimmten  Übungen in einem Tagebuch, dass du selbständig mitbringst. Wir werden in dem Prozess wenig sprechen, du kannst dafür sängerisch deine Gefühle fließen lassen. Am Ende sei zu einem umfänglichen Erfahrungsaustausch herzlich eingeladen – sofern du das möchtest. Die Gebühr von 40,- EUR darfst du vor Ort auch bezahlen.

Bitte bringe dehnfähige Kleidung mit und sei schon 14.45 Uhr pünktlich vor Ort. Wenn du schnell frierst, bringe dir bitte eine leichte Decke mit. Falls du auf dem Boden nicht lange sitzen kannst, bringe dir ein Kissen zum besseren Sitzen mit. Matten sind vorhanden. Bitte setze dich ganz leise in den Raum und stelle dein Handy in den Flugmodus. Versuche deinen Atem wahrzunehmen, bei dir anzukommen. Oder es geschieht dann später von selbst…

Dan Millman, der Autor des Buches „Der Pfad des friedvollen Kriegers“
drückt das so aus:
„Jeder erzählt dir, was du tun sollst und was gut für dich ist. Die wollen
aber nicht, dass du deine eigenen Antworten findest. Die wollen, dass du an ihre glaubst. Ich will, dass du damit aufhörst, deine Informationen von draußen zu
holen und dass du anfängst, sie dir von innen zu holen. Die Menschen haben Angst, in sich hineinzusehen, das ist aber der einzige Ort, wo sie das finden, was sie brauchen.“

Text: Katrin Schmidt

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Kurzgeschichte: Die Frau und der Falke nach einer Novelle von Boccaccio

07 Mittwoch Sept 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kurzgeschichten, Lebensart, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

„Die Frau und der Falke“ zur Novelle von Boccaccio –
eine unerhört tragikomische Liebesgeschichte

Es fiel Monna Giovanna nicht leicht, diesen Schritt zu gehen. Einen Mann um das Kostbarste zu bitten, das er besaß. Sie wusste wohl, dass Federigo sie viele Jahre geliebt, mehr als ihm guttat, aber von ihr nicht die kleinste Zuneigung erfahren hatte. Er war ihrer Schönheit verfallen und ließ nichts unversucht, um sie für sich zu gewinnen. Er gab rauschende Partys und verwöhnte sie mit Geschenken, sein ganzes Vermögen ging drauf. Er konnte daher nicht länger in der Stadt leben und zog von Florenz nach Campi auf ein kleines Landgut, von dessen Erträgen er gerade so leben konnte. Bei ihm war sein Falke, der nach allem was sie hörte, ihm kostbar, verlässlich, seine letzte Freude war und half, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. War sie taktlos, herzlos, wenn sie Federigo dennoch um den Falken bat? Was würde er sagen, wenn sie plötzlich vor seiner Tür stand? Monna Giovanna rang mit sich und dachte an ihren Sohn und das Versprechen, das sie ihm gegeben hatte. Sie würde alles tun, damit er wieder gesund werde. Er wünschte sich nichts sehnlicher als den Falken.

Mit seiner Mutter verbrachte er den Sommer in einem Landhaus, das sich ganz in der Nähe von Federigos kleinem Hof befand. Der Junge freundete sich mit ihm an und bald gingen beide zusammen auf Vogelbeize und Jagd. Dabei hatte er oft Gelegenheit, den Falken stoßen zu sehen, stärker als alles andere und der ihm so sehr gefiel, dass er ihn unbedingt besitzen wollte. Doch der Junge wusste, wie viel der Falke Federigo selbst bedeutete. Als er vom Vorhaben seiner Mutter hörte, war er außer sich vor Freude und es ging ihm gleich etwas besser. Monna Giovanna machte sich mit einer Begleiterin am nächsten Morgen auf den Weg zum Landgut Federigos. Sie kam sich vor wie ein Lockvogel ohne zu ahnen, dass sie selbst in die Falle tappen würde.

Als er hörte, dass sie vor der Tür stand, wunderte sich Federigo sehr und lief ihr überrascht entgegen. Monna Giovanna sagte, sie sei zu ihm gekommen, um ihn für die Leiden zu entschädigen, die er ihretwegen ausgestanden habe. Und sie sei gern sein Gast. Er wehrte den Gedanken ab, ihm sei jemals ein Leid durch sie widerfahren. Er gab vielmehr gern alles her durch die Liebe, die er für sie empfand. Ihr Besuch sei ihm mehr wert als alles andere. „Doch arm ist der Wirt, zu dem du gekommen bist“, sagte Federigo zu ihr. Freudig und verzweifelt zugleich lief er umher, nicht wissend wie er die immer noch heißgeliebte Frau und ihre Begleiterin angemessen bewirten konnte und brachte es nicht über sich, Fremde oder seinen eigenen Arbeiter um Hilfe zu bitten. Sein Blick fiel auf seinen Falken, der in dem kleinen Zimmer auf der Stange saß. Weil ihm keine Zeit mehr blieb, ergriff er kurzerhand den Vogel, fand ihn wohlgenährt und würdig, der Dame seines Herzens als Leckerbissen vorzusetzen. Er breitete schneeweißes Linnen, das er noch besaß, über den Tisch und eilte mit heiterer Miene zu Giovanna in den Garten. Die Damen setzten sich mit Federigo zu Tisch, ohne zu wissen, was sie verspeisten.

Nach dem Essen und einer reizvollen Unterhaltung erfuhr Federigo den Grund ihres Besuchs. Giovanna sagte: „Ich weiß, wie anmaßend es ist und auch gegen meinen Wunsch und jeden Anstand, von dir ein Geschenk zu erbitten, das dir über alles teuer ist. Da dir keine andere Freude und kein anderer Trost geblieben sind. Doch die Liebe einer Mutter führt mich hierher, ich kann nicht anders. Dieses Geschenk ist der Falke, nach dem mein Sohn ein so großes Verlangen hat, dass ich fürchte, wenn ich ihm den Falken nicht bringe, dass er dann noch mehr leidet und ich ihn verlieren werde.“ Als Federigo das hörte, brach er in Tränen aus. Sie glaubte, dass er vor Schmerz weine, da er seinen geliebten Falken hergeben solle. Doch der wahre Grund war viel bitterer. In seiner Liebe zu ihr habe ihm das Schicksal manchen bösen Streich gespielt, der ihn schmerzte, erwiderte Federigo. Doch das sei alles nichts gewesen gegen diesen Schlag, den es ihm nun versetzte. Da Giovanna in sein armseliges Haus kam, während sie ihn ihrer Nähe als er reich war, nie für würdig erachtete, um ihn um ein Geschenk zu bitten, dachte Federigo. Er war untröstlich, dass er ihr diesen Wunsch nicht erfüllen konnte.

Doch er gab ihr das Kostbarste, das er besaß, wenngleich anders, als Giovanna es sich gewünscht hatte. „Ich habe den Falken, um den du mich bittest, für angemessen erachtet, dir zum Mahl zu reichen. Du hast ihn heute gebraten verzehrt, und ich glaubte, ihn auf die beste Art verwendet zu haben“, sagte Federigo. Giovanna hörte es zuerst fassungslos und dann gerührt über seine Großherzigkeit, dass Federigo seinen Falken ihr zu Ehren als Festmahl opferte. Sie dankte ihm ergriffen für die Bewirtung und seinen guten Willen und kehrte betrübt zu ihrem Sohn zurück, da sie ihm nicht das Gewünschte bringen konnte. Er starb wenige Tage später, sei es aus Trauer, weil er den Falken nicht bekommen konnte oder weil er unheilbar krank war. Nach einiger Zeit drängte ihre Familie Giovanna, die bereits ihren Mann verloren hatte, wieder zu heiraten. Ihre Wahl fiel auf Federigo, der seinen kostbaren Falken für sie geopfert hatte und sie innig liebte. Auch wenn ihre Brüder spöttisch fragten, warum sie gerade ihn, der nichts mehr auf der Welt besaß, nehmen wolle. Giovanna antwortete gelassen: „Ich weiß wohl, dass es so ist und so ziehe ich denn einen Mann ohne Reichtum dem Reichtum ohne Mann vor!“ Und sie lebten zusammen glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Text: Lilli Vostry

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Abschluss des Kultursommer Bärenstein mit Bärensteinorchester & tanzendem Bär

28 Sonntag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Bärischer Spaß & viele kreative Mitmachangebote: die Künstlerin Alexandra Wegbahn entwarf das Bären-Logo für den Kultursommer, hinter ihr der Bär Michael Melerski, Erwin Wagner, Sänger im Bärensteinorchester und Eleni Haase, die mit ihrem Akkordeon in dem frischgegründeten Orchester musiziert.


Für fröhlich mitreißende Musik sorgte die tschechische Gruppe „Muzika Jara“ am Sonnabend zum Abschluss des Kultursommer Bärenstein.

Die Bärensteiner reagierten vorsichtig auf den Bären

Der erste Kultursommer Bärenstein zog vor allem junge Familien und Stammbesucher mit vielen kreativen Mitmachangeboten und Konzerten an. Am Sonnabend war die Abschlussveranstaltung und tanzte der Bär bei fröhlichen Klängen mit der tschechischen Gruppe „Muzika Jara“.

Der Marktplatz ist leer. Das weiße Segel der kleinen Bühne eingerollt. Der Himmel grau verhangen und regnerisch. Die Abschlussveranstaltung vom Kultursommer Bärenstein findet in dem Gebäude statt, in dem das frisch gegründete Bärensteinorchester für seinen ersten Auftritt probt. In einem kleinen Raum im Obergeschoss des früheren Pfarrhauses, gegenüber der Kirche. Das Haus gehört dem Musiker Hartmut Dorschner, der zusammen mit dem Verein Kult-ur-art e.V. und den Künstlern Alexandra Wegbahn und Michael Melerski den Kultursommer Bärenstein initiiert hat. Mit Hilfe von Fördermitteln der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und viel Eigeninitiative. Drei Wochen lang im August war hier buchstäblich der Bär los, so das Motto des ersten Kulturfestivals in dem kleinen Ort im Osterzgebirge. Kreative Angebote wie Malen, Siebdruck, Papierwerkstatt, Schreib-Workshop fanden statt, außerdem viele Konzerte, Filme, Puppentheater und Gesprächsrunden mit den Bewohnern in der  „Bärensteinschänke“, die als Begegnungsort und Treffpunkt im Rathaus während des Kultursommers die Besucher einlud.

Aus dem Fenster des alten Pfarrhausgemäuers scheint warmes gelbes Licht an diesem Samstagabend. Fröhlich beschwingte Klänge sind bis nach draußen zu hören. Die tschechische Gruppe „Muzika Jara“ spielt mitreißende Musik aus ihrer Heimat, aus Böhmen und Mähren und temperamentvolle Zigeunermelodien. Einer der Geiger tritt sonst am tschechischen Nationaltheater auf. Die drei Männer und eine Frau an Geige, Kontrabass und Yylophon tragen traditionelle Kostüme, schwarze und rote, bestickte Westen mit roten Tüchern am Hosenbund und farbige Bänder am Rock. Der Raum ist voll. Im Nu füllt sich die Tanzfläche mit Kindern und Erwachsenen. Sie hüpfen umher, halten sich an den Händen im Kreis und in ihrer Mitte tanzt der Bär. Einige setzen sich große, lustige Pappmachéköpfe auf, einen hohen mit langer Nase und einen dicken, runden und verleihen ihnen immer neue Gestalt mit viel Heiterkeit. Mittendrin auch die jungen Leute vom Bärensteinorchester. Die rund zehn Freizeitmusiker sind zwischen acht und 60 Jahre alt. Bei ihrem ersten Konzert am Sonnabend spielten sie ein eigenes Stück, „Sommerhit“, zwei tschechische Volkslieder, außerdem das erzgebirgische Heimatlied „Glück auf, der Steiger kommt“ und drei Bluestitel.

„Wir hatten in den ersten zwei Ferienwochen einen Workshop und haben dort ein Stück für das Orchester komponiert“, erzählt Erwin Wagner, 13 Jahre, der als Sänger und mit Percussion im Bärensteinorchester auftritt. In der zweiten Woche musizierten sie mit zwei tschechischen Dozenten, einem Saxofonist und einem Gitarrist. Eleni Haase spielt Akkordeon im Bärensteinorchester. „Mir hat dieses Instrument sofort gefallen, als ich es als Kind in der Musikschule das erste Mal sah, da es etwas Exotisches hat“, sagt die 18-jährige, die in Freital die Fachoberschule besucht und dort schon in einer Schulband mitspielte. Ihr jetziger Musiklehrer Hans-Georg Mauer aus Schlottwitz ist Akkordeonist bei den „Bimmelbahnmusikanten“. „Wir haben das Angebot gern angenommen. Die Kinder sind sowieso neugierig und haben schon am Fenster geschaut, was da los ist“, sagt Marco Ebert. Er wohnt mit seiner Familie direkt am Markt in Bärenstein. Mit drei Kindern im Alter von vier, zehn und elf Jahren und seiner Lebensgefährtin waren sie beim Siebdrucken, malten Buttons mit dem Bär-Logo und staunten über den frei umherlaufenden Bär.

„Die Reaktionen der Leute waren verhalten und vorsichtig. Vielleicht auch durch das Fremde und da der Kultursommer recht kurzfristig kam. Wenn man sich darauf eingelassen hat, traf man andere Stammbesucher wieder“, erlebte Marco Ebert. Sein kleiner Sohn, Nico, anderthalb sitzt auf seinen Knien und freut sich. Die Bilder mit dem Bären, auf der Bank mit Kindern und in der Kirche in Bärenstein sind noch einmal im Rückblick auf einer Leinwand in der Bärensteinschänke zu sehen. Schön wäre, wenn die kreativen Angebote für Familien auch nachmittags stattfänden, sagt seine Partnerin Claudia Fischer. Sie wünschen sich außerdem wieder eine Gaststätte in Bärenstein. Weitere Anregungen sind ein Eiscafé und mehr kulturelle Veranstaltungen im Ort, die als gebundenes Wunschbaum-Buch der Gemeinde überreicht werden.

„Mit dem Kultursommer in Bärenstein wollten wir vor allem den Impuls der Mitgestaltung hineingeben. Ein Fest, auf dem man sich trifft, andere Leute kennenlernen und über Dinge reden kann, die einen bewegen und um etwas zu verändern“, sagt die Künstlerin Alexandra Wegbahn, die das Bären-Logo entworfen hat. „Dieses Ziel haben wir erreicht. Die künstlerischen Angebote und Gesprächsrunden wurden gut angenommen. Wir saßen nie alleine da.“ Reserven gebe es noch beim Markttag, an dem lediglich eine Handvoll Stände aufgebaut wurden, darunter eine Töpferei und ein Imker. „Der Bär fand Aufmerksamkeit und war ein Mittel, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Doch solch ein Projekt braucht auch Zeit, um wahrgenommen zu werden“, so Michael Melerski, der ihn verkörperte. „Es gibt schon Pläne von Anwohnern für den Kultursommer Bärenstein im nächsten Jahr und zwei Familien, die es in ihre Hände nehmen“, sagt Alexandra Wegbahn.

Text + Fotos (lv)


Fröhliche Tanzrunde mit Bär zu den schwungvollen Klängen der tschechischen Gruppe „Muzika Jara“ in Bärenstein.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Internationales Bildhauer-Symposium auf dem Campus der Fachhochschule Dresden

19 Freitag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Projekte, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Die Kraft der Imagination & des Steins: Daraus schöpft der mexikanische Künstler Carlos Monge in seinen Arbeiten, bei denen er sich von Naturformen und der alten Kultur der Azteken anregen lässt. Neben ihm Karolin Schluttig, Studentin für Mediendesign. Um verschiedene gestalterische Ausdrucksformen von der Bildhauerei bis zu virtuellem Design geht es in dem Internationalen Bildhauer-Symposium der Fachhochschule Dresden.

Die Sprache des Steins

Bei einem Internationalen Bildhauer-Symposium der Fachhochschule Dresden arbeiten zurzeit acht Künstler und Künstlerinnen aus sieben Ländern auf dem Campus am Straßburger Platz/Güntzstraße 1 in Dresden. Interessierte Studenten und Schüler der Akademie für berufliche Bildung können zudem in einem Workshop mit den Künstlern den Sandstein kreativ bearbeiten.

Steineklopfen hallt über den Platz. Große, helle Steinblöcke liegen verteilt auf Holzpaletten und Tischen unter weißen Zeltplanen, wo es hämmert, stiebt, splittert und der Stein neue Formen annimmt. Das weite Blätterdach einer stattlichen Buche schützt vor Hitze und die Bänke laden Bildhauer wie Zaunsgäste zum Verweilen, zu Begegnung und Austausch nach dem handwerklichen Tun ein. Seit Wochenbeginn arbeiten hier acht Künstlerinnen und Künstler aus sieben Ländern, Italien, Russland, Mexiko, Polen, Ukraine, Japan und Deutschland, bei einem Internationalen Bildhauer-Symposium auf ganz verschiedene Weise mit Sandstein aus dem Pirnaer Steinbruch. Sie alle verbindet die Sprache des Steins. Veranstaltet wird das Bildhauer-Symposium auf dem Campus der Fachhochschule Dresden.

„Die Idee entstand während der Zeit der Pandemie und soll die uralte künstlerische Sprache der Bildhauerei in einem internationalen Austausch fördern und erhalten“, sagt Günter Kahle, der geschäftsführende Gesellschafter der Fachhochschule Dresden. 60 Künstler aus aller Welt hatten sich beworben für das Bildhauer-Symposium. Eine Jury der Fachhochschule, darunter die Dekanin für Design und ein workshoperfahrener Bildhauer, wählte die Künstler nach den eingereichten Entwürfen aus. „Es ist erfreulich und selten geworden heutzutage, dass eine Bildungseinrichtung solch ein Zusammentreffen von Bildhauern mit handwerklich künstlerischem Austausch und einen Workshop unter dem Motto ´Lebenslanges Lernen` für Schüler und Studenten ermöglicht“, sagt Peter Fiedler, der seit 2002 mit einem Verein das Internationale Bildhauersymposium in Moritzburg organisiert und nun den Workshop an der FH Dresden künstlerisch begleitet. Dabei geht es um den Umgang mit dem Material, mit der Hand lernt man anders als mit dem Kopf, und etwas Sichtbares zu schaffen. „Diese haptischen Fähigkeiten wie mit Meißel und Schnitzmesser umzugehen, gehen leider immer mehr verloren“, sagt Peter Fiedler. Durch körperliches Tun etwas hervorzubringen, das auch Selbstbewusstsein und Zufriedenheit gibt, sollen die Workshopteilnehmer ebenfalls erfahren.

Ein Ohr aus Stein, das 1,70 Meter hoch wird, erschafft gerade Kei Nakamura aus Japan. Seine Skulptur steht für das Aufnehmen, die Sinneswahrnehmung ebenso wie das Unsichtbare hörbar zu machen in der universellen und bildlichen Sprache des Steins. Er ist das erste Mal in Dresden und fasziniert von dieser „Stadt des Sandsteins“. Eine Qualität der Stadt sei, dass sie aus dem Historischen gewachsen ist. Figürlich wirkende Buchstaben und ein Fragezeichen aus Stein, die den Weg des Lernens und das Gefühl der Erkenntnis durchlaufen und die sie vielleicht noch mit Farbe bemalt, wird die italienische Künstlerin Enrica Rebeck zeigen.

Carlos Monge ist aus Mexiko angereist und der erfahrenste Künstler in der Runde. Er hat schon an über 130 Bildhauer-Symposien in 30 Ländern teilgenommen. In Dresden ist sein 131. Symposium. Er fühlt sich sehr wohl hier, sagt Monge. Der Ort sei aber nicht die Hauptsache für ihn, sondern vielmehr die Beziehungen mit den Menschen, anderen Künstlern und denen, die hinter dem Projekt stehen. Er zeichnet mit rotem Stift eine Skizze auf den Stein, die Kreise erinnern an Jahresringe von Baumscheiben. In der Hand hält er eine versteinerte Muschel. „Die Kunst ist einer Parallele zur Natur voller geometrischer Formen“,  sagt der mit seinen 75 Jahren immer noch schaffensfrohe Künstler. Er trägt Jeanshemd, Jeans und Strohhut und schildert lebhaft, wie die Naturformen und die Kultur der Azteken, deren spirituelle Energie und reduzierte Formen transformiert in sein eigenes Werk einfließen. Bildhauer Christian Ruckdeschel aus Nürnberg baut einen Tisch aus Stein mit Bezug zum Lernort, mit klaren kubischen Formen und sichtbaren Bruchflächen.

Die entstehenden Skulpturen sollen das Umfeld der Hochschule und den Campus gestalterisch bereichern. Interessierte Studenten der Hochschule und Schüler der Akademie für berufliche Bildung können außerdem in einem Workshop im Austausch und unter Anleitung durch die Künstler kreativ den Sandstein bearbeiten und eigene Erfahrungen damit sammeln. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos und wird von der Unternehmensgruppe der Fachhochschule finanziert. Zwei Schulklassen der Fachoberschule werden  Steine und Werkzeuge näher erkunden am 30. und 31. August und die Studenten ab 1. September. „Der Stein ist wie eine Festplatte, in die man Zeichen haltbar, die Zeiten überdauernd, einmeißeln kann. Technik hingegen hat ihre Grenzen“, so Bildhauer Peter Fiedler.

Virtuelles Design und Bildhauerkunst zum Anfassen sind starke Gegensätze. „Schauen, wie man Berührungspunkte finden, schaffen und diesen Ort nutzen kann, um ein altes Handwerk zu bewahren“, das interessiert Karolin Schluttig, Studentin für Mediendesign an der FH Dresden und Organisatorin des Bildhauer-Symposiums. Sie nimmt auch am Workshop teil. „Im Stein ist jeder Handgriff gesetzt und kann man nichts digital zurücknehmen. Das ist spannend.“

„Cool finde ich, dass es ein Projekt ist, das man nach außen sieht und hört und von Studenten mit umgesetzt wird“, sagt Christian Schülke, Mediendesignstudent und Vorsitzender vom Studentenrat der Fachhochschule Dresden.

Die Vernissage mit den Werken der Künstler findet am 4. September, um 15 Uhr auf dem Campus statt. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.

Weitere Infos: www.fh-dresden.eu

Text + Fotos (lv)


Begegnungsort, Schattenspender & Platz zum Innehalten: Dazu lädt eine stattliche Buche in der Mitte des Platzes die Künstler und Besucher ein.


Formstrenge & spielerische Leichtigkeit im Umgang mit dem Material: Dieser Kontrast reizt den Bildhauer Christian Ruckdeschel aus Nürnberg. Seine Skulptur aus drei Teilen erinnert an einen Tisch mit Bezug auf den Lernort.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook

Ausstellungseröffnung „Gezeichnet. Die Jahrhundertflut von 2002“ mit Grafiken von Chris Löhmann in der Werkstatt 26 in Königstein

13 Samstag Aug 2022

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Unterwegs, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar


Bilder wie Erinnerungslandschaften: Welche Spuren die Flut in der Landschaft und im Leben der Menschen hinterlassen hat, dem gehen die wandgreifenden Arbeiten von Chris Löhmann in einer Ausstellung in der Werkstatt 26 in Königstein nach.


Freuen sich auf viele interessierte BesucherInnen auch zum gemeinsamem Erzählen und Erinnern: Christin Pietzko, die Kuratorin der Ausstellung mit Töchterchen Antonia und Künstler Chris Löhmann.

Raum für Erinnerungslandschaften

Die Ausstellung „Gezeichnet“ von Chris Löhmann zur Flut 2002 geht den Spuren für Landschaft und Menschen nach. Eröffnet wird sie am 14. August, 15 Uhr in der Werkstatt 26, Pirnaer Straße 26, in Königstein.

Ein idyllischer Anblick. Der Marktplatz mit hellen, schmucken Häusern und ein Kirchturm, fast so hoch wie die Felslandschaft. Ringsum wogendes Grün. Bei genauerem Hinsehen sieht man dunkle Flächen in den Gassen, die bis zu den Fenstern reichen und alles umschließen. Es sieht aus als ob die Häuser Augen haben und zusehen. Ein Mann steht mit zwei Eimern vor dem halb versunkenen Ort, ein anderer kippt Wasser aus im Titelbild „Gezeichnet. Die Jahrhundertflut von 2002“ in Sachsen.

Unter diesem Titel sind Grafiken von Chris Löhmann, ausgehend von Archivmaterial, in einer Ausstellung in den Räumen der Werkstatt 26 in Königstein zu sehen. Die Eröffnung ist am 14. August um 15 Uhr. Mit Musik von Arystan und Kaffee und Kuchen für die Besucher. Gezeichnet sind nicht nur Landschaft und Menschen in den Bildern. Welche Spuren das Hochwasser bei ihnen hinterlassen hat und wie sich das Leben der Bewohner seitdem verändert hat, dem gehen die Arbeiten des Künstlers ebenfalls nach. Chris Löhmann wird wandgreifende Tuschezeichnungen zeigen, die zum Erzählen und gemeinsamen Erinnern einladen. Die ersten Bilder sind gerade fertig. Ein altes Eckgebäude auf der Bahnhofstraße, neben der Hauswand steht das Wort „Hoch“ in schwarz über das Bild rinnender Farbe. Unten am Bildrand, halb im Dunklen, prangt eine Reihe Orden symbolisch für die Lebensretter und vielfachen Heldentaten, die oft unsichtbar bleiben. Gegenüber sieht man auf einem Hausdach zwei Gestalten, die auf die Reste eines ehemaligen Cafés und den halb verdeckten Namen des Inhabers schauen. Umgeben von meterweise steigendem Wasser. „Mit der Flut ist ja auch Architektur und ein Stück Geschichte untergegangen“, sagt Chris Löhmann zu seinen Arbeiten. In ihnen finde auch eine Kommunikation zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem statt.

Die Wände im Ausstellungsraum werden mit Zeichenpapierrollen behangen. Mit Tusche und Pinsel zeichnet der vor allem graphisch arbeitende Künstler frei aus dem Kopf, ohne Skizzen oder Projektor, auf die großen Papierflächen. Fotos von der Flut hat er auf dem Handy und er hat mit Augenzeugen gesprochen, während er die Plakate für die Ausstellung in Schaufenster und an Ladentüren klebte. „Die Leute haben reagiert und ihre Geschichte erzählt, manche ältere sichtlich berührt“, so Löhmann. Er sah als 14-Jähriger die Bilder von der Flut aus der Ferne. Nach einer Ausbildung als gestaltungstechnischer Assistent in Freital studierte Chris Löhmann von 2013 bis 2022 an der Dresdner Kunsthochschule Malerei und Grafik bei Prof. Bömmels. Die Bewohner waren schockiert und fassungslos angesichts der Wassermassen. Doch sie haben auch eine Art Wir-Gefühl, Solidarität, Hilfe und Aufbruchstimmung erlebt, erzählten ihm Menschen aus der Flut-Zeit.

„Die Grafiken sind wie Erinnerungslandschaften, welche die vorhandene Architektur aufgreifen, so dass die Leute sich erinnern und gesehen werden, auch wenn es 20 Jahre her ist“, sagt Christin Pietzko, Kuratorin der Ausstellung. Es sei keine Schau, die Flutbilder dokumentarisch zeigt, sondern mit der Sprache der Kunst einen Raum und die Möglichkeit geben möchte, dass sich Menschen öffnen und berühren lassen. „Wir haben das Hochwasser nicht erlebt, aber leben mit den Spuren“, so Christin Pietzko.

„Als wir im noch sehr kalten Frühling hierher zogen,  habe ich mich sehr gewundert. Die Stadt wirkte geradezu geisterhaft. Dazu die vielen leeren Geschäfte, verwaiste Architektur“, erzählt sie. Betroffen stand sie vor einem Haus am Markt mit der Hochwassermarke vom 16.8.2002 von 11,85 Meter. Sie sah und lernte aber bald auch engagierte Menschen kennen, die sich für ein lebendiges Stadtleben einsetzen, beispielsweise im Verein Weltbewusst e.V., dem Trägerverein der Werkstatt 26. Einem sozialen Projektort mit Coworking Space. Dort ergab sich auch das Kunstprojekt zur Flut, das über das Förderprogramm Simul und das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung finanziert wird.

„Wir wurden mit offenen Armen empfangen und sind inzwischen sehr glücklich hier.“ Letztes Jahr im Frühjahr zogen sie und Chris Löhmann zusammen von Dresden nach Königstein, wo sie mit ihren drei kleinen Kindern im alten Postamt im Erdgeschoss einen neuen und erschwinglichen Wohn- und Schaffensort gefunden haben. Die obere Etage des dreistöckigen Gebäudes gegenüber vom Bahnhof steht noch leer. Am Haus hat Chris Löhmann schon einen Garten angelegt, in dem die ersten Tomaten reifen. Ein kleiner roter Kater streift umher. Gemütliche Wohnräume mit viel Platz zum Spielen für die Kinder und das Atelier in der früheren Paketstation füllen sich mit neuen Ideen und Lust am Gestalten für sich selbst und andere.

Als nächstes darf Chris Löhmann einen Bücherschrank auf dem Marktplatz in Königstein bemalen. Den Auftrag erhielt er vom Lichtspiele e.V. – ein weiterer engagierter Verein der Stadt, der das alte Kino betreibt und jedes Jahr im Sommer ein Filmfest-Open-Air auf dem Marktplatz organisiert. „Wir sind sehr dankbar, in Königstein wohnen zu dürfen  und wollen der Stadt auf unsere Weise etwas zurückgeben. Man sieht, es gibt hier Menschen, die sich einbringen wollen für ihren Ort und wir hoffen wie der Bürgermeister, dass noch mehr junge Leute hierher ziehen“, sagt Christin Pietzko. Ebenso gespannt sind die beiden, wie die Ausstellung in Königstein ankommt bei denjenigen, die das Hochwasser erlebt haben und sie freuen sich auch auf persönliche Erzählungen und Erinnerungen der Besucher. ‚

Text + Fotos (lv)

Ausstellungszeitraum:
14.8. – 11.9.2022
Mo., Do., Fr von 9 – 12 Uhr und nach Vereinbarung
sowie 28.8. und 11.9. 15 – 17 Uhr mit Chris Löhmann


Ein Ort mit viel Grün, Flair und schönen, alten Häusern, die auf neue Bewohner und Nutzer warten, ist Königstein in der Sächsischen Schweiz: das Künstlerpaar vor einem Eckhaus auf der Bahnhofstraße, wo immer noch großer Leerstand herrscht und die sprichwörtliche „tote Hose“ in einem der Schaufenster liegt. In einer originellen Aktion von jungen Leuten und Geschäftsinhabern erzählen in den Ladenschaufenstern hängende historische Fotos vom früheren, lebendigen Geschäfts- und Straßenleben im Ort und sind Ideen und Vorschläge für die Zukunft gefragt.


Haus am Markt mit Hochwassermarke: Am 16.8.2002 stand hier das Wasser bei 11,85 Meter.


Kreativer Projekt- und Ausstellungsraum: Hier wird diesen Sonntag, um 15 Unr die Ausstellung von Chris Löhmann eröffnet. In Erinnerung an die Flut wird Lilli Vostry, Autorin und meinwortgarten-Inhaberin hier aus ihrem Gedicht-Zyklus „Am Fluss“ zur Ausstellungseröffnung lesen.

Teilen mit:

  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
← Ältere Beiträge
Neuere Beiträge →

Neueste Kommentare

Avatar von Peter WinklerPeter Winkler bei Gruppenausstellung „Kuns…
Avatar von mystic4c08bdbb50mystic4c08bdbb50 bei Die Katzenbücher sind da…
Avatar von Radelnder UhuRadelnder Uhu bei Atelierbesuch bei Jochen Fiedl…
Avatar von Reinhard HeinrichReinhard Heinrich bei Premiere „Der Raub der S…
Avatar von Sonic DimensionsSonic Dimensions bei Heiß umkämpft. Die Wahrheit. A…

Archiv

  • September 2026
  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juli 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Juli 2022
  • Juni 2022
  • Mai 2022
  • April 2022
  • März 2022
  • Februar 2022
  • Januar 2022
  • Dezember 2021
  • November 2021
  • Oktober 2021
  • September 2021
  • August 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Februar 2021
  • Januar 2021
  • Dezember 2020
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • August 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • April 2020
  • März 2020
  • Februar 2020
  • Januar 2020
  • Dezember 2019
  • November 2019
  • Oktober 2019
  • September 2019
  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Februar 2019
  • Januar 2019
  • Dezember 2018
  • November 2018
  • Oktober 2018
  • September 2018
  • August 2018
  • Juli 2018
  • Juni 2018
  • Mai 2018
  • April 2018
  • März 2018
  • Februar 2018
  • Januar 2018
  • Dezember 2017
  • November 2017
  • Oktober 2017
  • September 2017
  • August 2017
  • Juli 2017
  • Juni 2017
  • Mai 2017
  • April 2017
  • März 2017
  • Februar 2017
  • Januar 2017
  • Dezember 2016
  • November 2016
  • Oktober 2016
  • September 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • Dezember 2015

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 134 anderen Abonnenten an

Meine Community

  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Reni
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Wolfgang Schiffer
  • Avatar von wirthstef
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von PicKate
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Zbyszek
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Sehnsuchtsbummler
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Closed Account
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Manuela Mordhorst
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Wolfregen & Constanze
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von veline2
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von Unbekannt
  • Avatar von mitohnesahne

Bitte helft uns

Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
Follow meinwortgarten.com on WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Blogstatistik

  • 208.368 Treffer
Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

Vollständiges Profil anzeigen →

Meta

  • Konto erstellen
  • Anmelden
  • Feed der Einträge
  • Kommentare-Feed
  • WordPress.com

Aktuelles Allgemein Auf der Gartenbank mit... Bildende Kunst Eine Sonnenblume für... Film Fotografie Genießen Im Atelier bei... In eigener Sache Kabarett Keine für Alle ! - Lara Finesse Kolumne Kultur Kurzgeschichten Lebensart Literatur Musik Natur Poesie Projekte Reportagen Satire Spendenkonto Tanz Tauschmarkt/Ideenbörse Theater Tiere Unterwegs Zwischenmenschliches

Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

Kultur Musik Tiere

TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Das Spiel mit dem Unsichtbaren - 36. Internationale PantomimeTheaterFestival im Theaterhaus Rudi
  • BilderAlbum: Ausstellung "Emotionen in Kunst" von Mandy Baldauf im "Kastenmeiers" in Dresden
  • Herbst & Weinfest Radebeul: Feuriges Finale in Labystan & Verleihung des Wandertheaterfestival-Publikumspreises
  • Atelierbesuch bei Renate Winkler in Radebeul & Reisebilder
  • Premiere "Mein Kampf" von George Tabori im Kleinen Haus
  • Ausstellungseröffnung: "Emotionen in Kunst" von Mandy Baldauf im "Kastenmeiers" in Dresden
  • Ausstellung "Land in Sicht" von Mandy Friedrich in der Villa Eschebach in Dresden
  • Ausstellung "Die andere Seite" in den Landesbühnen Sachsen Radebeul
  • 20 Jahre Leiser Film: Liebesgeschichten an das Leben
  • Ausstellung "Urkraft - Im Bild der Natur" von Wieland Richter in der Galerie Mitte in Dresden

Aktuelle Beiträge

  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung
  • Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig
  • BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer
  • Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden
  • Neue Lyrik: Gedichte von Zoe Nora Goerges

Bloggen auf WordPress.com.

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • Abonnieren Abonniert
    • meinwortgarten.com
    • Schließe dich 134 anderen Abonnenten an
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • meinwortgarten.com
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen
Kommentare werden geladen …