Die Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2018 stehen fest

Esther Kinsky, Karl Schlögel, Sabine Stöhr und Juri Durkot – Die Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2018 stehen fest

Große Freude bei Esther Kinsky, Karl Schlögel sowie dem Übersetzerduo Sabine Stöhr und Juri Durkot. Die Autoren bzw. Übersetzer erhielten am 15. März den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke wählte aus insgesamt 403 Einreichungen die diesjährigen Preisträger aus.

Kategorie Belletristik
Esther Kinsky | Hain: Geländeroman | Suhrkamp
P.S.: Ich freue mich sehr, dass meine heimliche Favoritin den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen hat. Mit ihrer besonderen Sprachpoesie. Herzlichen Glückwunsch vom KulturBlog: http://www.meinwortgarten.com Werde das Buch gern demnächst ausführlich vorstellen.

Zur Begründung:

Was für ein stilles, kaum bewegtes, menschenarmes Buch. Seine Farben mangels ausreichender Sättigung vorwiegend im Graubereich. Und seine Ich-Erzählerin eine bloße Hülle, die sich am liebsten davonstehlen würde. Denn an ihr, einer Trauernden, die ihren Lebensgefährten verloren hat, nagt eine Leere, die sich mit der Leere der Umgebung paart. Und zugleich: Was für eine Schule der Wahrnehmung. In der Reizreduktion zeigt sich jedes noch so unscheinbare Detail mit geradezu übersinnlicher Genauigkeit; die Tonlosigkeit steigert sich zum Gesang der Dinge. Im Ähnlichen entdeckt sie das immer Andere. Man wird der unspektakulären Melodie dieses Buches und der rhythmischen Präzision seiner Sätze nur gerecht, wenn man es langsam liest: mit einer Geduld, die nichts erwartet, und gerade deshalb mit einem Staunen über die Fülle seiner Einzelheiten belohnt wird. Ausgerechnet an einem Tag wie diesem zu sagen, dass Esther Kinsky vielleicht kein Buch für jeden geschrieben hat, mag wie Selbstsabotage klingen. Doch es will das genaue Gegenteil. Denn wenn es an „Hain“ etwas besonders zu rühmen gilt, dann ist es der Versuch, einen Weltzugang zu schaffen, der so keiner anderen Kunst und keiner Wissenschaft gelingt.

Die Autorin:

Esther Kinsky, 1956 in Engelskirchen geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Für ihr umfangreiches Werk, das Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen ebenso umfasst wie Lyrik, Essays und Erzählprosa, wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der SWR-Bestenliste 2015 für ihren Roman Am Fluss (Matthes & Seitz, 2014) und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis 2016.

Kategorie Sachbuch/Essayistik

Karl Schloegel | Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt | Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, C. H. Beck

Zur Begründung:

Karl Schlögels Buch „Das sowjetische Jahrhundert“ ist meisterhaft erzählte und zugleich denkbar originelle Geschichtsschreibung. Denn seine Vergegenwärtigung dieses seltsamen Gebildes namens Sowjetunion ist keine lineare Erzählung, vom Anfang 1917 bis zum Ende 1991. Sondern es ist ein Streifzug mit Panoramablick, Summe jahrzehntelanger Beschäftigung. Schlögel durchdringt die Tiefenschichten einer Epoche und entwickelt dabei starke sinnliche Anschaulichkeit. Dieses Buch ist ein sehr modernes Buch, geschrieben nach dem Ende aller großen Erzählungen, von einem Autor, der diese großen Erzählungen aber bestens kennt. Seine Paten sind keine Historiker, eher Walter Benjamin und Roland Barthes. Vielleicht aber ist letztlich Schlögels Ton das Außergewöhnlichste an diesem Buch: ohne Triumphalismus oder Nostalgie, dafür in einer heroisch-scharfsichtigen Melancholie, mit Sinn für Tragik. Darin ähnelt er einem der großen Historiker aus dem 19. Jahrhundert, der sich ebenso stark für Kunst und Sitten, weniger für die Haupt- und Staatsaktionen interessierte: der Schweizer Jacob Burckhardt, an dessen 200. Geburtstag in wenigen Wochen erinnert wird. So wie dieser hat auch Schlögel den Blick für das Individuelle und das Allgemeine, für den Einzelnen auf den großen Wellen des historischen Ozeans. Und wer es bislang noch nicht wusste, der kann es jetzt in diesem Werk bewundern: Der Sowjet-Archäologe Karl Schlögel ist eigentlich ein großer Schriftsteller. Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Schlögel.

Der Autor:

Karl Schlögel, 1948 geboren, lehrte bis zu seiner Emeritierung Osteuropäische Geschichte, zuerst an der Universität Konstanz, seit 1995 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Er ist Autor zahlreicher Bücher zur sowjetischen und osteuropäischen Geschichte. 2016 erhielt er für sein Buch Terror und Traum. Moskau 1937 (Hanser, 2008) den Preis des Historischen Kollegs.

Kategorie Übersetzung

Sabine Stöhr und Juri Durkot | Internat | Suhrkamp

Zur Begründung:

Es ist Winter, ein Winter mit Schnee, der „blau-rosa“ aussieht, einem Abendhimmel, der „aus tiefen Poren dunkelt“, während über der Bahnstation ein „feuchter Signalton“ hängt und die Sonne untergeht und nichts als Kälte herrscht. Kälte und Kampfhandlungen, denn der von Sabine Stöhr und Juri Durkot so prägnant und packend aus dem Ukrainischen übersetzte und im Deutschen einfühlsam ausgelotete Roman Internat erzählt von einem fast vergessenen Krieg. Dem Krieg im äußersten Osten der Ukraine. Dass Zhadans großartiger Roman auch in der Übersetzung eine enorme Wucht entwickelt, liegt nicht nur am Sujet und der eigentümlichen, hyperwachen Stimmung, sondern auch an den kaskadenartigen Satzketten, die im Deutschen einen drängenden Erzählrhythmus erzeugen, und an der Sprache. In Sabine Stöhrs und Juri Durkots Übertragung entfalten die dichten Beschreibungen eine große Kraft. Lebendiger als in diesem Roman kann man vom Krieg nicht erzählen, lebendiger kann eine Übersetzung nicht sein. Sabine Stöhrs und Juri Durkots Schattierungen der Düsternis sind von großer Schönheit.

Die Autorin/ Der Autor:

Die Übersetzerin Sabine Stöhr, Jahrgang 1968, und der Übersetzer, Publizist, Journalist und Produzent Juri Durkot, 1965 in Lwiw (Ukraine) geboren, übertrugen gemeinsam mehrere Werke von Serhij Zhadan ins Deutsche. Zusammen mit dem ukrainischen Autor erhielten sie 2014 den Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis für den Roman Die Erfindung des Jazz im Donbass.

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 waren:

  • in der Kategorie Belletristik

  • Isabel Fargo Cole: „Die grüne Grenze“ (Edition Nautilus)

  • Anja Kampmann: „Wie hoch die Wasser steigen“ (Carl Hanser Verlag)

  • Esther Kinsky: „Hain: Geländeroman“ (Suhrkamp)

  • Georg Klein: „Miakro“ (Rowohlt)

  • Matthias Senkel: „Dunkle Zahlen“ (Matthes & Seitz)

  • in der Kategorie Sachbuch/Essayistik

  • Martin Geck: „Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum“ (Siedler Verlag)

  • Gerd Koenen: „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (C. H. Beck)

  • Andreas Reckwitz: „Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne“ (Suhrkamp)

  • Bernd Roeck: „Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance“ (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C. H. Beck)

  • Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“ (Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, C. H. Beck)

  • in der Kategorie Übersetzung

  • Robin Detje: übersetzte aus dem amerikanischen Englisch „Buch der Zahlen“ von Joshua Cohen (Schöffling & Co.)

  • Olga Radetzkaja: übersetzte aus dem Russischen „Sentimentale Reise“ von Viktor Schklowskij (Die Andere Bibliothek)

  • Sabine Stöhr und Juri Durkot: übersetzten aus dem Ukrainischen „Internat“ von Serhij Zhadan (Suhrkamp)

  • Michael Walter: übersetzte aus dem Englischen die „Werkausgabe“ in drei Bänden von Laurence Sterne (Galiani)

  • Ernest Wichner: übersetzte aus dem RumänischenOxenberg und Bernstein“ von Catalin Mihuleac (Paul Zsolnay Verlag)

Hier finden Interessierte die Jurybegründungen zu den Nominierungen.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse

Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Unter dem Vorsitz von Kristina Maidt-Zinke entscheiden die Jury-Mitglieder Maike Albath, Alexander Cammann, Gregor Dotzauer, Burkhard Müller, Jutta Person und Wiebke Porombka über die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse 2018.

Text: Julia Lücke, Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de

http://www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben
http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Vier Tage Fantasiebeschleunigung – Literaturabenteuer für junge Leute auf der Leipziger Buchmesse

Das Kinder- und Jugendprogramm der Leipziger Buchmesse

Kinder und Jugendliche zählen zu den härtesten Literaturkritikern. Schon nach wenigen Seiten sind sie entweder komplett im Abenteuer versunken – oder lassen das Buch unbeachtet links liegen. Für dieses kritische aber zugleich höchst begeisterungsfähige Publikum bietet die Leipziger Buchmesse ein umfassendes Programm. In rund 500 Veranstaltungen erleben Kinder und Jugendliche spannende Abenteuer, lernen ihre Protagonisten kennen, genießen mitreißende Konzerte oder können bei einer der zahlreichen Mitmachaktionen aktiv werden. Alle Veranstaltungen gibt es ab sofort unter http://www.leipziger-buchmesse.de/kinderundjugend.

Janoschs Tigerente wird 2018 schon 40 Jahre alt. Zu diesem Anlass lädt das Tigerenten-Erzähltheater Jung & Alt zu einer Geburtstagslesung ein. Die farbenfrohen Geschichten werden mit Schauspielern untermalt – ein echtes Erlebnis für Groß und Klein. Der Hase Felix springt seit vielen Jahren durch zahlreiche Kinderzimmer. Seine Erfinderin Annette Langen hat nun ein neues Kinderbuch geschrieben und präsentiert „Oh Schreck, der Strom ist weg“ auf der Leipziger Buchmesse.

Die Bunte Bande – Das gestohlene Fahrrad“ ist ein besonderes Kinderbuch. Nicht nur, weil es eine rührende Geschichte von Freundschaft erzählt, sondern auch, weil es ein inklusives Kinderbuch ist. Die Texte sind in einfacher Sprache geschrieben und zusätzlich in Brailleschrift verfasst. Zur Leipziger Buchmesse präsentiert der KIKA-Moderator Eric Mayer das Buch, unterstützt durch Musiker Reinhard Horn. Spannende Wissensgeschichten hat der Moderator Ralph Caspers (Sendung mit der Maus) im Gepäck. Er stellt das Buch „Wenn Glühwürmchen morsen“ vor.

Knall, Pffffft, Peng“ statt „knusper knusper knäuschen“? Zur Leipziger Buchmesse können Kinder und Jugendliche aus ihrem Lieblingsmärchen einen Comic machen. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, eine Anmeldung am Stand der taz wird empfohlen. Fantastische und spannende Geschichten versprechen aufregende Lesungen im Jugendprogramm. Der irische Bestsellerautor Derek Landy stellt sein neues Buch der Reihe „Skulduggery Pleasant“ vor. Das Finale der GÖTTERFUNKE-Triologie steht an. Zur Leipziger Buchmesse liest Marah Woolf aus „Götterfunke – Verlass mich nicht“.

Lesend die Stadt erkunden

Nicht nur auf dem Messegelände, sondern in der ganzen Stadt finden spannende Lesungen für Kinder und Jugendliche statt. Zur magischen Actionreise lädt der Autor THiLO. Er stellt den neuesten Schmöker „Animal Heroes“ im Leipziger Zoo vor. Die märchenhaften Erzählungen von König Drosselbart werden in der Stadtbibliothek lebendig. Anlässlich des diesjährigen Buchmesse-Schwerpunktlandes Rumänien werden Ausschnitte vorgelesen und durch die rumänischen Illustratorin Irina Dobrescu untermalt. Anschließend können Kinder ihr eigenes Bild der Geschichte zeichnen.

Lass Konfetti für dich regnen“ lautet die Devise von Schauspielerin Lisa-Marie Koroll. Bekannt aus „Bibi und Tina“ möchte sie mit ihrem Buch jungen Frauen Mut machen. Einem ernsten Thema widmet sich Martin Schäuble. Unter dem Titel „Endland“ entwirft er ein düsteres gesellschaftliches Szenario: Er zeigt, wie unser Land aussähe, würden wir von einer rechtsnationalen Partei regiert.

Tanzen, Träumen, Toben: Spannende Mitmachaktionen & Familiensonntag

Noch mehr Erlebnis bietet die Leipziger Buchmesse bei den zahlreichen Mitmachaktionen. Der Bleilaus-Verlag zeigt Kindern und Jugendlichen, wie ein Comic entsteht. Anschließend kann eine eigene Geschichte entwickelt werden. Zur Musikstunde lädt der MDR: Im Instrumentenkarussell können Kinder verschiedenste Streich- und Blasinstrumente ausprobieren. Das Jugend-Musik-Netzwerk CLARA des MDR lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, ein eigenes Instrument zu bauen oder einen Song zu komponieren. Ein Stadtrundgang der besonderen Art verspricht das Institut Franḉais. Bei der Krimi-Stadtrallye lösen Kinder und Jugendliche auf Grundlage eines Krimis verschiedene Rätsel. Bei ihrer Detektivtour begegnen sie dabei verschiedenen Schauspielern, die ihnen den Weg weisen. Die Aktion ist kostenfrei. 

Sonntag ist Familientag – auch auf der Leipziger Buchmesse. Ab 9 Uhr gibt es ein leckeres Familienfrühstück im CCL. Danach startet ein spannender Tag für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern. Ab 11 Uhr gibt es im Vorlese-Crashkurs Tipps und Tricks, wie die Lesestunde zum besonderen Erlebnis wird (CCl, Saal 4). Zum Mittag steht ein musikalisches Highlight mit dem Auftritt der Band 3Berlin an. Die Musiker haben bereits diverse Kinder-Hörspiel-Titellieder und acht Kinderliederalben produziert. Die Band besteht aus der Komponistin Diane Weigmann, Produzent Carsten Schmelzer und Grundschulpädagogen Tobias Weyrauch. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass die Lieder der Band lustig aber lehrreich, hochwertig aber nicht kompliziert sind und dabei Quatsch mit Qualität verbinden. Der Auftritt von 3Berlin findet am Messesonntag, 12 Uhr im CCL (Saal 2) statt. Unser Tipp: Alle Kinder bis 12 Jahre, die am Familiensonntag bis 10 Uhr mit ihrem Lieblingsbuch auf die Messe kommen, erhalten kostenfreien Eintritt.

Service, Tickets und Öffnungszeiten

Die Leipziger Buchmesse öffnet vom 15. bis 18. März auf dem Leipziger Messegelände. Tickets gibt es es online unter www.leipziger-buchmesse.de/ticket sowie an den Tageskassen. Kinder bis 6 Jahre erhalten freien Eintritt.

Text: Julia Lücke, Pressebüro Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse im Internet:
www.leipziger-buchmesse.de
www.leipziger-buchmesse.de/buecherleben

www.preis-der-leipziger-buchmesse.de

Neues aus der Freakstadt im Societaetstheater


Fotos: jsn media, Grafik: André Wirsig

Tanztheater mit der  JuWie Dance Company

Es ist wieder soweit! FREAKSTADT! Vom 16. bis 18. März erobert die Companie Freaks und Fremde das Dresdner Societaetsthetaer mit ihrem monatlichen Format Freakstadt. In dieser 7. Ausgabe sind Jule Oeft und Wiebke Bickhardt von der JuWie Dance Company dabei, u.a. mit BLIND DATE und ELDORADO.

In BLIND DATE begegnen sich vier Dresdner Ausnahme-Musiker sowie Tänzer*innen und Performer, die Ihnen vor dem gespannten Publikum zugelost werden. Moderiert durch Freaks und Fremde erwartet uns alle ein spannender Improvisatiosabend, einmalig und ohne doppelten Boden.

ELDORADO, die Suche nach Gold, Glück und dem Guten Leben, ist unsere zweite gemeinsame Produktion mit Cie. Freaks und Fremde.  Ein Theaterstück, dass wir auf unserer Expedition durch Kolumbien  entwickelt haben. Eine Reise, eine Suche, ein Tanz, ein Traum, ein Rausch —- auf keinen Fall verpassen – zum allerletzten Mal in Dresden!

www.societaetstheater.de

UND SONST SO?

Wir recherchieren gerade fleißig für einen neuen Themenschwerpunkt zukünftiger Produktionen, rechnen Födergelder ab, freuen uns über weitere Förderzusagen, beteiligen uns an einem Projekt zu Mary Wigmans Wirken in der Stadt mit dem Verein Villa Wigman für Tanz e.V., grübeln mit den Kollegen aus der Koalition der Freien Szene darüber wie wir unsere Arbeitsbediengungen verbessern können, bereiten meherere Gastspiele vor.  Viel zu tun und sehr froh dabei!

Weitere Highlights in den kommenden Wochen?

Nach der Freakstadt beginnt unsere erste Reisesaison. Es geht noch im März mit ELDORADO und Cie Freaks und Fremde nach Bogota (Kolumbien) und im April nach Reutlingen (Baden Würtemberg) mit QUEENS OF DIAMONDS (Choreografie: Yaron Shamir). Irgendwann dazwischen feiern wir unseren 5. Geburtstag! Im April 2013 gründeten wir uns rückwirkend zum 01.04.! Dass es uns immer noch gibt und noch weiter geben soll, hat mit vielem und vielen zu tun! Wir danken allen Unterstützern, egal in welcher Form diese erfolgte und euch, unserem Publikum.

Wir sehen uns im Theater!

Text: Wiebke Bickhardt und Jule Oeft

www.juwie-dance.com

Ostrale Biennale 2018 – Kunstaktionen für Kinder


Fotos (3): Sven Höher/Ostrale

Start des diesjährigen kulturpädagogischen Bildungsprojektes:
Mit Kunst Heimat und Identität vermitteln

Projekt “Kinderblicke kunterbunt – WIR, die Friedrichstädter, ein Projekt für ALLE mit Lust auf Entdeckungen im eigenen Kiez“ der OSTRALE Biennale

Während Sachsen und Dresden am Wochenende auf der Internationalen Tourismus-Börse ITB in Berlin mit der OSTRALE Biennale warben, startete in Dresden bereits das ganz lokal wirksame kulturpädagogische Bildungsprogramm der OSTRALE in der Friedrichstadt – auf völlig neue Weise. Zahlreiche Künstler und Akteure von Institutionen des Dresdner Stadtteils wirken mit.

Marion Neumann hatte vor einigen Jahren das “Atelier der Dinge” der OSTRALE ins Leben gerufen, in dem kleine und große Besucher der Kunstausstellung auch selbst kreativ werden können. Sie organisiert es dieses Jahr notgedrungen in anderer, aufwändigerer Art: “Das Projekt hat es in der diesjährigen, im Stadtteil verteilten Form so noch nicht gegeben. Es ist aus der Not heraus entstanden, dass uns die Nutzung der OSTRALE-Räume derzeit nicht gestattet ist.” “Kinderblicke kunterbunt – WIR, die Friedrichstädter“ ist der neue Titel des Projektes, das dieses Mal in der Dresdner Friedrichstadt und um sie herum stattfindet.

Die Kinder und Jugendlichen erschließen sich unkonventionell ihnen bekannte wie unbekannte Lebensbereiche in der Friedrichstadt und Umgebung, erleben ungewöhnliche Erlebnis- und Kreativorte in ihrem „Kiez“. In der Freizeit und im gemeinsamen Miteinander soll eine von Wertschätzung geprägte Beziehungskultur für die 9 bis 14-jährigen erfahrbar werden – raus aus der Schule auf Eroberungskurs im eigenen “Kiez”. Den Entdeckungen in ihrer Lebens(um-)welt, ihren Ängsten, Träumen und Wünschen verleihen die Projektmitglieder dabei, angeleitet von Künstlerinnen, Künstlern und anderen Beteiligten, ihren ganz eigenen künstlerischen Ausdruck. Die so geschaffenen Arbeiten werden später in der Sommergalerie auf dem Areal der OSTRALE und im Stadtteil durch Aktionen präsentiert.

Bildungsangebote für Kinder- und Jugendliche sehen die Macher der OSTRALE Biennale als eine ihrer Kernaufgaben an. Das Zentrum für zeitgenössische Kunst, Veranstalter der OSTRALE, hat inzwischen langjährige Erfahrungen als Veranstalter inklusiver Kunstprojekte in Dresden. „Bei unserem Bildungs- und Kunstprojekt begreifen wir Vielfalt als Potential und Chance für alle, die Lust auf Entdeckungen in ihrem “Kiez” haben. Unser Ziel ist die Zusammenführung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund, von sozial und kulturell benachteiligten, von lerneingeschränkten und behinderten Kindern und Jugendlichen mit Altersgefährten ohne Einschränkungen. Ihnen schaffen wir positiv intensive Begegnungen mit professionellen Unterstützern.“, so OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.,

Veranstaltungsübersicht

„Kreativ sein an besonderen Orten!“ mit Künstlerinnen und Experten –
Erstes Projekthalbjahr von Februar bis Juli 2018:

21. März – Geheime Botschaften in Leuchtbildern

Im Alberthafen spinnt Kapitän Bütow, Vorstandsvorsitzender des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins (SHV),  Seemannsgarn für die Projektteilnehmer auf der über 100-jährigen Zille „Waltraut“ und in Anschluss entstehen mit der Künstlerin Nadine Wölk maritime Leuchtbilder.

9., 23. und 28. April – Klassik, Pop und HipHop

Im TanzZentrumDresden führt die Tanzpädagogin Laura Ludenia in die Geheimnisse von klassischen Tanz, Pop und HipHop ein und unter Anleitung der Künstlerin Simone Ghin wird in „bewegten Bildern“ reflektiert.

9. Mai – Dreidimensionales selbst gebaut

Im historischen Kellergewölbe der Großmarkthalle Schweriner Straße erwarten POCO-Marktleiter Michael Renner und Ausbilderin Angelika Lange die Forscher, die anschließend mit der Künstlerin Leonore Adler ihre eigene Friedrichstädter Schatzkiste bauen.

30. Mai – Wasserspiele in Technik und Aquarell

Eberhard Grundmann, Brunnenbauer der Stadt Dresden i. R., erkundet mit allen Akteuren das technische Innenleben des Neptunbrunnens. Alle Entdeckungen werden unter Mitwirkung des Künstlers Marian Kretschmer mit Aquarellstiften festgehalten.

6. Juni – Genüssliches, eine Malstudie!

Franziska Liebe von der VG Verbrauchergenossenschaft lädt in den Biomarkt Mitte ein. Neben Informationen zu Bioprodukten darf sortiert, gewogen und auch mal genascht werden. Gemeinsam mit dem Maler und Grafiker Gerd Risch wird neues Wissen skizziert.

20. Juni – Das andere Zuhause – Geschichten & Collagen

Lars Nitzsche, Pädagogischer Leiter von der SG Dynamo Dresden e. V. – Nachwuchsakademie gibt Einblicke in das Leben junger Fußballer im Dynamo-Internat mit anschließenden Besuch im Paradiesgärtlein. Dort wird gemeinsam mit Bildermensch und Erzähler Frank-Ole Haake in Wort und Bild reflektiert.

3.  bis 8. Juli und 17. bis 22. Juli – Sommer-Kunst-Galerie

Als kostenloses Ferienangebot der OSTRALE Biennale können die Projektteilnehmer gemeinsam mit Ferienpassteilnehmern und unter Anleitung Dresdner KünstlerInnen Dinge schaffen und ausstellen, die dem eigenen Alltag abgelauscht werden. Erste Halbjahresergebnisse des Friedrichstädter Projektes werden öffentlich präsentiert. Ein Novum – mit weiteren in der OSTRALE Biennale laufenden Projekten entstehen intensive Synergien gemeinsamen künstlerischen Arbeitens auf dem Gelände.

Dank der bisherigen positiven Erfahrung mit den Projektunterstützern sind für das zweite Halbjahr weitere Kreativ- und Erfahrungsorte avisiert, wie das Umweltzentrum Dresden, Bramschkontor, Hotel Maritim und Kongresszentrum, Dresdener Mühle, Steinmetz Alexander Sieg, u. v. m.

Dieses Friedrichstädter Kinder- und Jugendkunstprojekt wird getragen vom Gedanken der inklusiven Pädagogik und dem Vielfaltverständnis als ein Beitrag für nachhaltige soziale Stadtentwicklung gemäß dem OSTRALE Biennale-Anspruch im Freizeitbereich mit den Mitteln der Kunst junge Menschen zu fördern, kulturell zu integrieren und so Bildungschancen zu erhöhen.

Gefördert durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Die Ostrale ist zu Gast in der europäischen Kulturhauptstadt auf Malta in Valletta vom 14. April bis 29. Juli 2018.

OSTRALE Biennale in Dresden 2019

Die 12. OSTRALE Biennale Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste soll vom 28. Juni bis zum 29. September 2019 zum Thema „-ismus“ und erneut in Dresden stattfinden.

Text: Tobias Blaurock

WEITERE INFORMATIONEN / KONTAKT:

OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst
OSTRALE Biennale / Büro, Messering 20, 01067 Dresden, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de

www.ostrale.de, OSTRALE: / Ausstellung: Zur Messe 9, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

blaurock markenkommunikation
Tobias Blaurock, Hechtstraße 30, 01097 Dresden, Tel. +49 351 210 98 71, Funk +49 172 7930127, Fax +49 351 2078 15 33, blaurock@team-blaurock.de, www.blaurock-markenkommunikation.de

Premiere The Black Rider im Kulturkraftwerk Mitte


Foto: Marco Prill

Spiel mit dem Feuer

Das Musical „The Black Rider – The Casting of the Magic Buletts“ von William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson für Zuschauer ab 13 Jahre feiert spartenübergreifend in einer Kooperation der Staatoperette Dresden und dem Theater Junge Generation am 16. März, um 19.30 Uhr Premiere im Kulturkraftwerk Mitte.

           
Seelenheil gegen Volltreffer: Wilhelm lässt sich mit dem Teufel ein! Um sein Käthchen heiraten zu dürfen, muss er ihrem Vater Bertram beweisen, dass er ein „echter Kerl“ ist. Der sucht nicht nur einen Schwiegersohn, sondern auch einen Nachfolger für die Försterei und diese bekommt nur, wer erfolgreich den Probeschuss auf eine fliegende Taube absolviert. Leider hat Wilhelm bisher eher durch geistige Leistungen geglänzt als durch Zielgenauigkeit mit dem Gewehr. In seiner Not ist dem jungen Mann jedes Mittel recht und als ein mysteriöser Geselle namens Stelzfuß ihm treffsichere Kugeln verschafft, ist das tragische Ende vorprogrammiert.

Eine Koproduktion der Staatsoperette Dresden und dem tjg. theater junge generation.

Die beiden Nachbartheater Staatsoperette Dresden und tjg. theater junge generation vereinen in dieser Inszenierung ihre besonderen Kompetenzen: Musical und Theater für ein junges Publikum treffen aufeinander, SängerInnen und SchauspielerInnen stehen gemeinsam auf der Bühne und mit Jos van Kan inszeniert ein Regisseur, der sowohl im Kinder-und Jugendtheater als auch im Musiktheater zu Hause ist.

Text: Norbert Seidel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit TJG

http://www.tjg-dresden.de

Neue Ausstellung, neue Räume: Der Kunstverein Meißen zieht um


Tobias Stengel: „Sudoku Schwerpunkte“, 2017,
Zeichnung auf Papier Foto: Andreas Seeliger

„konkav.. konvex. verdreht“

Der Kunstverein Meißen eröffnet seine neue Galerie in der Burgstraße 2 am 17. März, um 17 Uhr mit Skulpturen und Zeichnungen des Dresdner Künstlers Tobias Stengel. Die Ausstellung ist vom 18. März bis 19. Mai zu sehen.

Am Sonnabend wird mit der Vernissage von Tobias Stengels Ausstellung auch das neue Domizil des Kunstvereins in der Burgstraße eröffnet. Damit wird der Kunstverein deutlich sichtbarer und auch leichter in Meißen zu erreichen sein. „Wir freuen uns auf ein spannendes Kunstjahr“, so Daniel Bahrmann, der Vorsitzende des Kunstvereins Meißen.

Zur Eröffnung der erste Vernissage in der neuen Galerie im Kunstverein Meißen, Burgstraße 2 am Samstag, 17. März , 17.00 Uhr sind Kunstinteressierte herzlich eingeladen. Begrüßung zur Ausstellung: Else Gold / Kuratorin
Einführung zum Werk: Susanne Greinke / Kunstwissenschaftlerin

Eröffnungsfest der neuen Galerie im Anschluss an die Vernissage mit Musik und Getränken. Musik zum Eröffnungsfest: Micha Winkler

Künstlergespräch: Sonntag, 6. Mai, 11.00 Uhr, Tobias Stengel und der Mathematiker Dr. Norbert Herrmann.

Zum Künstler 

Der studierte Bildhauer Tobias Stengel unterliegt seit über zwei Jahrzehnten mit unveränderter Leidenschaft der Anziehungskraft mathematischer Konstruktionen, die er sich im künstlerischen Schaffensprozess quasi körperlich aneignet. In seinen Werkgruppen beschäftigte er sich sich mit Konstruktionen von Ornamenten, dem Goldenen Schnitt oder aufgefalteten, geometrischen Körpern. Seine aktuelle Serie von Zeichnungen und Skulpturen geht auf einen Besuch des Castel del Monte in Süditalien und seine Liebe zu Zahlenrätseln zurück. Sie sind erstmals vorübergehend öffentlich in der Ausstellung im Kunstverein Meißen zu sehen.

„Eigentlich wollte ich nur eine Möglichkeit finden, schwere Sudokus über ein bildhaftes Verfahren einfach zu lösen… oder Was hat das Castel del Monte mit Sudoku zu tun? Zahlen geben die Position von Eckpunkten vor, bilden die Form verschiedener Querschnitte. In den Skulpturen entsteht ein Wechselspiel von Konvex und Konkav, von Hinten und Vorn, von Licht und Schatten. Die Kombinationen von Zahlen bekommen ein Bild – werden austauschbar, werden Module. Die Richtungen sind überraschend und erst in deren Überlagerung bilden sie eine Harmonie. Es beginnt eine wunderbare Spielerei, die endlos sein kann, solange das Interesse daran besteht. Dabei entwickelte die Reduktion auf Achtecke – unregelmäßig und regelmäßig – ihre Eigendynamik, die noch nicht zu übersehen ist.“ (Tobias Stengel)

Tobias Stengel

1959 in Grimma geboren
1981-1986 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Diplom
seit 1986 als freiberuflicher bildender Künstler tätig
2007-2014 Lehraufträge an der TU Dresden, an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und an der Design-Schule 2.0 in Leipzig
seit 2014 künstlerischer Mitarbeiter an der HfBK Dresden
lebt und arbeitet in Dresden

Ausblick auf das Ausstellungsjahr 2018

Mit dieser Ausstellung eröffnet der Kunstverein Meißen das Ausstellungsprogramm 2018 in seiner neuen Galerie in der Burgstaße 2. Sie bildet den Auftakt für fünf weitere Expositionen, die von Veranstaltungen, Künstlergesprächen und Lesungen begleitet werden.  Drei Einzelausstellungen und zwei Ausstellungen mit zwei oder mehreren Künstler*innen sind vorgesehen. Dabei wird ein umfangreiches Spektrum bildkünstlerischer Ausdrucksformen zu sehen sein, mit Zeichnung, Lithografie, Malerei, Skulptur, Objekt und Installation. Mit der Ausstellung konvex. konkav. verdreht. und zwei weiteren, setzen wir die Tradition des regen Austausches mit der Dresdner Künstlerszene und der Kunsthochschule fort. Eine Ausstellung in der Evangelischen Akademie Meißen wird in Kooperation mit dem Kunstverein Meißen realisiert. Die Sommerausstellung widmet sich diesem Jahr dem Werk des vor 10 Jahren verstorbenen Meißner Künstlers Lothar Sell.

Text: Else Gold, Vorstand Kunstverein Meißen e.V.

20 Jahre Leiser Film: Liebesgeschichten an das Leben


Foto: K.H. Heilig

Alles wirkliche Leben ist Begegnung (Martin Buber)

Eine Collage aus 20 Jahren Der leise Film® von Karl-Heinz Heilig  (105 Min., D/CH 2016). Zu sehen am 22. März, um 19 Uhr im Kulturrathaus Dresden.

Der Dokumentarfilmer Karl-Heinz Heilig und seine Partnerin Ulla Haschen haben das ruhige Hinschauen zu ihrem Markenzeichen gemacht; haben seit vielen Jahren mit ihrer Philosophie des `leisen Films´ Spiritualität im Alltag entdecken lassen. Es sind Geschichten für den zweiten Blick; Geschichten, die von der tief verborgenen Sehnsucht nach Leben erzählen. Ihre filmischen Begegnungen folgten dem Motto „Spielräume lassen“ – Spielräume für die jeweils Portraitierten, aber auch für die Zuschauer; mit genügend Raum für Gedanken, Gefühle und innere Verknüpfungen.

Die aktuelle Produktion ist eine Collage aus 20 Jahren „Der leise Film“; aus Filmen über Menschen, die sich ihren Lebenskrisen gestellt haben und darin gewachsen sind. Ein Jubiläumsfilm sollte es werden, von Heilig und seiner Partnerin Ulla geplant als eine „Liebeserklärung an das Leben“. Dann das Unbegreifliche: im Oktober 2014 nahm sich Ulla Haschen das Leben. Der Filmemacher musste auf schmerzliche Weise ganz persönlich die Grenzen einer lebensbejahenden Kulturarbeit erfahren. Jetzt war es die eigene Lebenskrise, die es anzunehmen galt.

Heilig entschloss sich, auch seinen Trauerprozess zum Bestandteil des gemeinsam geplanten Films zu machen. Aus dem Blickwinkel der eigenen Endlichkeit erzählt er vom Leben, von der Liebe und dem Suizid eines geliebten Menschen – und stellt diese persönliche Erfahrung in den Kontext anderer bewegter Lebensgeschichten: in die Geschichten von drei Bergbäuerinnen aus dem Hochschwarzwald, einer Heilkräuterfrau aus der Friesischen Wehde, einem Priester aus Kamerun, einem Schweizer Architekten für Kirchenbauten, einem Zen- und Kalligrafiemeister aus Japan/USA und einem Lehrer, der über 50 Jahre seine Freude am gemeinsamen Singen mit vielen Menschen teilt. Sie alle sind in ihre eigene, ganz persönliche Gewissheit hinein gewachsen und laden ein, das Blatt des Lebens auch selbst zu bemalen.

„Ein Film, der Mut machen möchte für das Leben – der berühren und öffnen möchte für einen liebevollen Blick auf sich und die Welt.“ (K.-H. Heilig)

Die Schauspieler Barbara Schmitz-Lenders und Pavel Möller-Lück vom Theater Laboratorium Oldenburg lesen die Texte im Film.

Aufführung im Kulturrathaus Dresden,

Königstr. 15; Clara-Schumann-Saal; 1. OG

Donnerstag, 22. März um 19.00 Uhr; Einlass 18.30 Uhr

Kartenreservierung: film-agus@web.de

Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Gespräche zum Film

Eine Veranstaltung in Kooperation mit AGUS Dresden,
Karl Heinz Heilig Film+Medienproduktion    Quellenweg 83    D-26129 Oldenburg

Text: Veranstalter

http://www.Heilig-Film.de  

Ausstellung „Sensesation“ von Viktoria Graf im Café émoi

Bilder (3), Viktoria Graf: „Mc Beth“
 „Die große Suche“
„Fortunas“

Sensation der Sinne

In die neonbunte Märchenwelt der Moderne mit ihren Verlockungen entführt die Künstlerin Viktoria Graf mit ihrer neuen Ausstellung.

Zur Ausstellungseröffnung „s e n s e s a t i o n“ von VIKTORIA GRAF am 15. März 2018, 19 Uhr lädt die Künstlerin Kunstinteressierte herzlich in das Café émoi ein.
Ausstellungsdauer: 16. März – 10. Juli 2018
émoi – Café & Patisserie
Augsburger Straße 48
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Ausstellung „Die andere Seite“ in den Landesbühnen Sachsen Radebeul


Ausstellungseröffnung im Glashaus der Landesbühnen

Natur im Theater

Die Ausstellung „Die andere Seite“ zeigt urwüchsige Werke von 15 Künstlern an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Eine urige Holzfigur schwebt von der Decke. Üppiges Grün sprießt vor den hohen Glasfenstern im oberen Theaterfoyer. Eine „Landschaft mit Fisch“ im Himmelsblau und skurrilen Baumgestalten hängt dort von Franziska Kunath. Die Malerin ist auch die
Initiatorin der Ausstellung „Die andere Seite“, die am Sonnabend an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul vor der Premiere „Ein Sommernachtstraum“ eröffnete.

Bevor sich der Vorhang zu dieser zauberhaft komischen Liebeskomödie Shakespeares hob, konnten die Besucher in urwüchsig-traumversonnene Bilderlandschaften eintauchen. Zu sehen sind 71 Arbeiten, Malerei, Zeichnungen, Grafik und Objekte, von 15 Künstlerinnen und Künstlern. Die meisten Werke entstanden bei einem Plein-air 2017 auf dem Gehöft von Franziska Kunath in Röhrsdorf, auf der anderen Elbseite, inmitten der Landschaft der Lommatzscher Pflege. Hierher lud sie zum Malen und Zeichnen im Freien ein, zu einer Auszeit vom Großstadtalltag und von den Zwängen des Broterwerbs, zu Begegnung und Austausch in und mit der Natur und gemeinsamen künstlerischen Schaffen.

In flimmernden Grüntönen hat Cornelia Konheiser „Waldstücke“ und farbspiegelnde „Teichrosen“ festgehalten. Fast an Wolkenschafe erinnern zwei Gouache- und Kreidezeichnungen von Nadja Göschel. Den wildromantischen Garten der Gastgeberin hast Sylvia Fenk in einer Kaltnadelradierung eingefangen. Archaisch-erdverbunden und luftig weit sind drei mit Kohle gezeichnete Landschaften von Maja Nagel. In zarten Pastelltönen leuchtet eine „Schneelandschaft am Morgen“ in einem Ölbild von Maria Mednikova. Tiefe Ruhe strahlt eine Radierung von Hans-Jürgen Reichelt aus. Eine Wiese mit knorrigen Bäumen, Ziege und altem Bauernhaus. „Der Nachlass des böhmischen Korbmachers Joseph K.“ füllt einen Bilderrahmen.

„Der Schauspieldirektor der Landesbühnen, Peter Kube sah Arbeiten der am Plenair beteiligten Künstler vorher in einer anderen Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul und fand, sie würden gut passen in unser Haus“, sagte Stefan Wiel, Ausstattungsleiter der Landesbühnen, zur Ausstellungseröffnung am Sonnabend. Teil 2 der Ausstellung „Die andere Seite“ bringt nun auch ein Stück Natur ins Theater. Zu sehen noch bis 31. Mai im Besucherfoyer der Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Text + Fotos (lv)

Das nächste Künstler-plenair findet vom 28.5. bis 1.6. in Röhrsdorf statt.
Kunstoffenes Wochenende: 8. bis 10.6.
Ausstellungseröffnung: 8.6., 19.30 Uhr (Laudatio Thomas Gerlach; Musik: Blechemission); Geöffnet bis 24.6. auf Anfrage (Tel.: 01577 – 29 66 008)

Dieses Projekt sucht noch Förderer und Sponsoren.

http://www.franziska-kunath.de

 

„Frauen können auch malen!“ – Neue Ausstellung in der Galerie Holger John

Wie Frauen sich und die Welt sehen

Mit geballter Lust, Kraft und Intensität zeigen 24 zeitgenössische Künstlerinnen derzeit ihre Arbeiten in der Galerie Holger John in Dresden. Gern zum Nachahmen empfohlen!

„Frauen können auch malen!“ Und wie und nicht nur das! Lebensprall, lustvoll ironisch – wie der Ausstellungstitel – unverblümt offen, farb- und formenreich treffen weibliche Reize und Rollenbilder, Mythen, Fantasien und Visionen in den vorwiegend figürlichen Arbeiten  von 24 Künstlerinnen aufeinander – aussagereich und gewichtig – eröffnet am Frauentag in der Galerie Holger John. Blumen gab es zwar keine von ihm, dafür reichlich Besucherresonanz und Präsenz, geballte weibliche Power und Ausstrahlung im immer noch von Männern dominierten Kunstbetrieb. Worauf diese Ausstellung (Schirmherrin ist die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping) auch hinweist.

Nach „Schnee von gestern“ mit Kunst vor 1989 hierzulande, die alles andere als kalt ließ und großes Interesse fand, setzt John mit dieser Ausstellung noch eins drauf. Indem auf ganz subjektive, unterschiedliche und vielschichtige Weise in Handschriften und Inhalten ausschließlich Frauen die Welt, sich selbst und ihre Beziehungen zu anderen Menschen betrachten. Versammelt sind auf zwei Etagen Raritäten und Novitäten einiger namhafter, jedoch in der Mehrzahl (noch) wenig bekannter Künstlerinnen aus ganz Deutschland, darunter drei aus Dresden (Herta Günther, Christa Jura und Manuela Neumann). Darunter Malerei, Grafik, Zeichnungen, Skulpturen und Objektkunst. Grandios! Zu sehen noch bis 15. April in der Rähnitzgasse 17 in Dresden.

Text + Fotos (lv)

Beteiligte Künstlerinnen (Reihenfolge der Einladungskarte):

Cornelia Schleime, Super Future Kid, SEO, Rosa Loy, Eva-Maria Hagen, Ulrike Teusner, Adeline Jaeger, Johanna Flammer, Miriam Vlaming, Nadine Wölk, Ainara Torrano Marìn, Angela Hampel, Nadja Auermann, Bettina John, Christine Schlegel, Ramona Krüger, Manuela Neumann, Sabina Sakoh, Brigitte Fugmann, Hertha Günther, Christa Jura, Elvira Bach, Miriam Lenk, Effi Mora

Geöffnet: täglich 14 – 19 Uhr

http://www.galerie-holgerjohn.com


Unverblümt, lebensprall, außen und innen viel zu entdecken… Weiblichkeit in aller Fülle zeigt die Skulpturenkünstlerin Miriam Lenk aus Berlin. Neben ihr meinwortgarten.com-Inhaberin und Autorin Lilli Vostry