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meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Premieren & Adventszeit im Dresdner Comedy & Theater Club

25 Montag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kabarett, Musik

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Oma Ellen auf dem Motorrad

Ezé Wendtoin. Sänger und Schauspieler aus Burkina Faso bei seinem ersten eigenen Comedy-Programm . Er spielt auch eine Rolle in „Woyzeck“ im Schauspielhaus Dresden (siehe Rezension dazu auf http://www.meinwortgarten.com)


Sind die Lichter angezündet. Romy Hildebrandt und Jörg Lehmann.

Mit Humor gegen Falten und Weihnachtstrubel

Wie das geht, verraten ein neuer Soloabend über das Älterwerden mit Ellen Schaller und mehrere heiter-frohlockend auf das nahende Fest einstimmende Kabarett-Programme im Dresdner Comedy- und Theater Club.

„Ich hatte so eine Oma. Mit Motorrad. So ein altes Motorrad mit Beiwagen. Wir fuhren ohne Helm, ohne Sicherheitsgurt und Airbag. Was waren das für Zeiten. Aber war früher wirklich alles besser? Ist alt werden wirklich nichts für Feiglinge?“ Ellen Schaller schlüpft in ihrem neuen Soloabend „Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ in acht verschiedene Rollen im Alter zwischen 19 und 99 Jahren. Sie spricht über das alternative Rentenlos per Gewinnermittlung, Beerdigungs- statt Kaffeefahrten, die Generation 85 plus, über umweltgerechte Bestattung und Kreuzfahrten als Jungbrunnen. Unter dem Motto: Nicht mit Anstand alt werden, sondern unanständig jung bleiben! Sie begleitet sich dabei selbst auf der Gitarre zu Liedern von Bodo Wartke und der Schwarzen Grütze.“

Oma fährt im Hühnerstall Motorrad – Ein Kabarettabend für Junggebliebene mit Ellen Schaller

Warum wollen die Leute alle alt werden, aber nicht alt sein? Ich stelle es mir schön vor. Echt. Geht morgens schon los: Kein Weckerklingeln. Und selbst wenn der Wecker klingelt: Ich höre ihn ja nicht mehr! Auch Sehstärke verlieren kann von Vorteil sein. Das Kleingedruckte nicht mehr lesen können. Auf einer Ü90-Party eine ganze Nacht durchtanzen. Wieder mit Barbies spielen. Oder immer noch in Südtirol auf den Skiern die schwarze Piste runter. Endlich zu denen zu gehören, die störrisch ihren Stock geradeaus halten und über sämtliche rote Ampeln der Stadt marschieren, weil sie wirklich nicht so viel Zeit haben, um sie beim Warten auf das grüne Männchen verplempern zu können! Auf geht´s!

Sind Sie auch schon in diesem Alter, in dem Sie sich beim Schuhe zubinden überlegen, was Sie noch erledigen könnten, jetzt, da Sie einmal unten sind? Wir können alle nicht verhindern, dass wir alt werden, aber wir können dafür sorgen, dass wir Spaß dabei haben. Oma Gretel jedenfalls will ihren 100. Geburtstag feiern, mit Spaß und mit Ihnen. Sie sind eingeladen. Alle. Gute Laune nicht vergessen!

Termine:  01.02.2020 | 02.02.2020 | 05.04.2020 | 20.06.2020

Die Welt ist schwarz, weiß und kunterbunt

Die neue Comedy-Musik-Show des fröhlichen Musikers Ezé Wendtoin aus Ouagadougou „Lach mal, Mensch!“ hatte am 6. November Premiere. Die selbsternannte „Rampensau“ hat an der TU Dresden Germanistik studiert. Er spielt hier u.a. mit der Banda Internationale und im TJG. 2015 hat Ezé den Afrika-Sonderpreis im bundesweiten Wettbewerb Eine-Welt-Song gewonnen. Aktuell spielt er am Staatsschauspiel Dresden eine Rolle in „Woyzeck“. In seiner Musik widmet er sich seiner großen Liebe: Dresden. Und wenn Ezé im Refrain singt: „Dresden, nu, nu, ich liebe Dich“ oder seinen eigenen Text „Ratzfatz“ kaum aussprechen kann, gluckst das Publikum vor Vergnügen. Nun hat er sein erstes eigenes Comedy-Programm geschrieben.

In der Parodie bringt der leidenschaftliche Germanist sogar Goethe zum „Schwarzwerden“. Ezé liebt es bunt und vermischt: Die Welt ist schwarz, weiß und kunterbunt. Sie ist ein Dorf mit Behinderung. Sie ist Jude, Christ, Buddhist, Muslim und mehr! Die Welt ist Jung und Alt. Sie ist LGBTQI und mehr. Offen und vielfältig muss sie auch bleiben. Ezé Wendtoin singt hauptsächlich auf Deutsch, aber auch auf Französisch und in seiner Muttersprache Mooré. In seiner Weltmusik bringt er unterschiedliche Kulturen, Musikrichtungen und Instrumente zusammen. Mit seinen Texten setzt er sich für mehr Demokratie und Weltoffenheit ein. Humor, Liebe und Gesellschaftskritik stehen im Mittelpunkt der Lieder. Seine gute Laune ist ansteckend.

In Burkina Faso plant Ezé das Schul- und Kulturzentrum Fondation Warc-en-ciel, in dem benachteiligte Kinder Zugang zu Kunst, Kunsthandwerk und Bildung erhalten sollen. Wir möchten von jeder verkauften Karte dieser Veranstaltung 2 € für das wichtige Projekt in Westafrika spenden. Weitere Unterstützung für diese wichtige Initiative für afrikanische Kinder ist willkommen. 

Ein X-Mas-Master-Plan und Wortlametta sorgen für schön komische Bescherung

Nun geht es schon mit großen Schritten auf die Adventszeit zu, die mit dem sehr unterhaltsamen, musikalischen Weihnachtspaket „Schöne Bescherung“ von und mit Romy Hildebrandt & Jörg Lehmann eingeläutet wird:

Wenn die Tage kürzer und die Röcke wieder länger werden, im Bergwerk wieder mehr Stollen abgebaut werden und die Hohlkörper nicht nur im Parlament, sondern auch im Süßwarenregal Platz nehmen, dann wissen wir: Weihnachten steht vor der Tür.  Weihnachten ist das Fest der Liebe, besser gesagt der käuflichen Liebe. Die Warenhäuser sind die wahren Freudenhäuser des Abendlandes. Und wenn abends im Land die Lichter angehen, dann sollten Sie lieber ausgehen: Und zwar ins Kabarett!

Hier sind Sie mittendrin im Weihnachtszimmer. Wenn das Duo seine Sicht auf das nahende Fest aus dem Sack läßt, ist das Frösteln vor der Tür schnell vergessen. Ein X-Mas-Master-Plan, Wortlametta und Christbaumkugeln, die auf die bucklige Verwandtschaft abgefeuert werden, der minutiös vorgetragene Bericht eines verhinderten Weihnachtsbaum-Kaufs in letzter Minute… Die einzelnen Programmpunkte wurden immer wieder mit aktuellen Themen und politischer Würze verfeinert.
Alles aus einem Guss, gut abgeschmeckt und nie zu süß. Das Kabarett nimmt kritische Worte in und kein Blatt vor den Mund. So wird „Schöne Bescherung“ ein Geschenkpaket der ganz besonderen Art: witzig, frivol, aktuell und höchst musikalisch.

Termine im November

DI 26.11.    20 Uhr     „Schöne Bescherung“ Romy Hildebrandt & Jörg Lehmann
MI 27.11.    20 Uhr     „Schöne Bescherung“ Romy Hildebrandt & Jörg Lehmann
DO 28.11.   20 Uhr     „Immer auf die Glocken!“ Matthias Machwerk
FR 29.11.    20 Uhr     „Immer auf die Glocken!“ Matthias Machwerk                                                             (AUSVERKAUFT)

SA 30.11.    20 Uhr     „Immer auf die Glocken!“ Matthias Machwerk                                                              (AUSVERKAUFT)

Vorschau Dezember 2019

DI 03.12.    20 Uhr      „Weihnachtsfrau und Karpfen blau“ Andrea Kulka
MI 04.12.    20 Uhr       „Fressen, Saufen, Hallelujah“ Gerd Ulbricht                                                                PREMIERE
DO 05.12.   20 Uhr       „Die NotenDealer-Weihnachtsshow“ (AUSVERKAUFT)
FR 06.12.    20 Uhr       „Fressen, Saufen, Hallelujah“ Gerd Ulbricht
SA 07.12.    20 Uhr       „Die NotenDealer-Weihnachtsshow“
SO 08.12.    17 Uhr       „Die NotenDealer-Weihnachtsshow“
10. – 12.12. 20 Uhr      „Hasch mich unterm Tannenboom“ mit Ellen Schaller &                                                Gerd Ulbricht
FR 13.12.     20 Uhr      „Die NotenDealer-Weihnachtsshow“ (AUSVERKAUFT)
SA 14.12.     20 Uhr      „Die NotenDealer-Weihnachtsshow“
17. – 19.12.  20 Uhr      „Immer auf die Glocken!“ Matthias Machwerk
20.+21.12.   20 Uhr      „Weihnachten oder Möglichkeiten der Folter im 21. Jh.“                                               Kathy Leen
FR 27.12.      20 Uhr       „Starke Weiber dürfen mehr“ FrauAndrea
SA 28.12.      20 Uhr       „Mach dich frei, wir müssen reden!“ Matthias Machwerk
DI 31.12.
15 / 18 / 21 Uhr            „Extrascharf in die 20er“ mit Lilly Layne & Matthias                                                    Machwerk in einer Silvestershow mit Saxophon
und Lachwerk (AUSVERKAUFT)

Text + Fotos: Heike Jack

DRESDNER COMEDY & THEATER CLUB
Gewölbekeller im Kügelgenhaus
Hauptstraße 13
01097 Dresden

Telefon 0351-46 44 877

www.comedytheaterclub-dresden.de

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Premiere Striezelmarktwirtschaft 2019 im Dresdner Friedrichstatt Palast

25 Montag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kabarett, Musik

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Rote Weihnachtsmützen, ein Feuerzeug in der Hand zum Aufwärmen und nachdenkliche Gesichter. Wie kann Weihnachten wieder zu einem Fest der Liebe, Freude und des Friedens werden? Fragen Thomas Schuch, Carsten Linke und Dániel Vedres in ihrem Satire-Programm „Spalt nun ist Weihnachtszeit“. Foto: Friedrichstatt Palast

Humorvoller Streit um politisch korrekte Weihnachtslieder

Weihnachten ist das Fest der großen Worte. Wühltische, Wirtschaftskrise, warme Wohnzimmer, widerliches Warten… Wie kann man den Heiligabend überhaupt noch feiern angesichts des täglichen Wahnsinns in der Welt? Das fragen in ihrem Programm Striezelmarktwirtschaft 2019 unter dem Motto „Spalt nun ist Weihnachtszeit“ die drei Kabarettisten Thomas Schuch, Carsten Linke und Dániel Vedres. Die Premiere war am Sonnabend im Dresdner Friedrichstatt Palast (ehemals Kabarett Breschke & Schuch) am Wettiner Platz.

Zum Kugeln komisch laufen Schuch und Linke mit Lamettakränzen auf dem Kopf in großen Ballons als Weihnachtskugeln umher. Als fröhlich-naiver Weihnachtsengel mit weißen Flügeln begleitet Dániel Vedres mit mal zauberhaften Spieluhrtönen und reichlich schrägen Klängen auf der Posaune, Flöten, Flaschen und am Keyboard durchs Programm. Da bricht ein Streit um altbekannte Weihnachtslieder aus, wie zeitgemäß und politisch korrekt, keinen ausgrenzend deren Texte und Botschaft heute noch sind. Knecht Ruprecht, der Alte, der die Rute auspackt – das klinge gewalttätig und sexistisch und da stecke der Rechte doch schon drin, poltert Thomas Schuch.

Und wo gebe es heute noch Kinder, die mit Äpfelchen glücklich sind? Da muss es schon Apple oder ein Tablet oder mehr sein. Statt dem Weihnachtsmann kommt nun das „Feiertagsmännel“ und aus Knecht Ruprecht wird ein „tariflich entlohnter Leiharbeiter“, der das „tolerante, aufgeklärte ADHS-Kind“ beschenkt.

Weihnachtsengel Vedres steckt immer wieder seinen Kopf durch den Adventskalender mit dem Bild der Frauenkirche und fragt, ob schon Weihnachten ist und er wird immer wieder grob hinter das Fenster zurückgestoßen. Statt „Oh du Fröhliche“ singen die Kabarettisten „Ich hasse dich und du hasst mich…“ im Chor mit dem Publikum. Sehr schwarzhumorig nehmen sie Hass auf Fremde und alle, die anders sind, auf die Schippe. Sie boxen, treten und heizen sich gegenseitig auf mit Klischees und Vorurteilen. Aus Bald wird „Spalt nun ist Weihnachtszeit“. Das Weihnachtslied rocken sie auf die derzeitige politisch radikale Spaltung im Land anspielend im Stil von Rammstein laut dröhnend, dass der Text im Lärm untergeht.

„Setz dich mal zusammen, wenn du dich dabei auseinander setzen musst“, kommentiert das Schuch. Alles andere als besinnlich, um so mehr würzig-witzig, wütend und wunderbar wortspielerisch bringt diese Striezelmarktwirtschaft zwischen Glühweinstand und einer  im Kreis ratternden Spielzeugeisenbahn gegenwärtige Befindlichkeit im Land zwischen Verklärung von früher, diffusen Ängsten, Lamentieren über Missstände und nicht ändern und selber damit anfangen auf die Bühne.

In schnellem Rollenwechsel spielen Schuch und Linke kaltherzig shoppende Mütter, die ihr Kind im Auto vergessen, überforderte Polizisten, Betrunkene, die mangelnde Meinungsfreiheit beklagen und einen TV-Reporter, der das Mikro abschaltet als der befragte Ossi Günther Sachse aus Pirna offen zugibt, dass er ausländerfeindlich sei. Gruslig die Szene mit Schuch als Gesundheitsminister Spahn auf Organspenden-Tour und Carsten Linke als fidele alte Dame, die ihren kranken Mann gegen einen Neuen, der sie mit seinen alten schönen Augen anschaut, eintauschen will. Aberwitzig die telemedizinische Hilfe via Internet und Ferndiagnose am alten Herrn Blase (Linke), der im Tonfall von Loriot, abgehängt auf dem Land alles mit sich machen lässt, einen Arm zum Hitlergruß erhoben und den anderen zur Faust geballt, steht er im Jahrhundertschritt (anspielend auf ein Gemälde von Wolfgang Mattheuer), dank dem er wieder fit ist.

Abschließender Höhepunkt des Programms ist die Parodie auf alle Bretter vorm Kopf, die Augen und Herzen verschließen, mit Thomas Schuch und Carsten Linke als in trauter Zerstrittenheit betagtes Ost-West-Paar. Viel Beifall für einen humorvoll-abgründigen Blick hinter manches scheinheilige Adventskalendertürchen. Die Striezelmarktwirtschaft 2019 ist noch bis 11. Januar 2020 im Dresdner Friedrichstatt Palast zu sehen.

Text (lv)

http://www.dresdner-friedrichstatt-palast.de

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Zirkus um Wildtiere: MDR-Reportage: „Zoff in der Manege – (k)ein Herz für Tiere?“

16 Samstag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Projekte

≈ 2 Kommentare

MDR.DE
Zoff in der Manege – (k)ein Herz für Tiere? | MDR.DE
MDR – Mitteldeutscher Rundfunk Mehr dazu erfahren Sie hier: https://www.mdr.de/…/pan…/zoff-in-der-manege-100.html…
Zoff in der Manege – (k)ein Herz für Tiere? | MDR.DE
MDR.DE
Zoff in der Manege – (k)ein Herz für Tiere? | MDR.DE

Aufschlussreicher Blick hinter die Zirkuskulisse

Sehr geehrte MDR-Redaktion,

Ich habe oben genannten Fernsehbeitrag gestern im Internet gesehen. Ein großartiger Film von Nanina Bauer und ihrem Team, mit Fakten untermauert, Blicke in die Manege und hinter die Zirkuskulissen. Befürworter und Gegner des Zirkus mit Tieren, Tierlehrer, Experten und Zirkusdirektoren kommen zu Wort, die offen und ehrlich von ihrem Leben mit den Tieren erzählen. Sehr nahegehend. Krass hingegen die pauschale, oft wenig fundierte Ablehnung, fast Diffamierung von Zirkus mit Tieren und Ignoranz von selbsternannten „Tierschützern“, die einfach Gehege öffnen, um Tiere zu „retten“ und damit gefährden und sich selbst überlassen, macht  mich traurig und wütend. Gruslig die „zeitgemäße“ Vorstellung von künstlich computeranimierten Tieren im digitalen Zeitalter als Alternative zu echtem Tierleben! Diese tun nichts, was sie nicht wollen, gerade die Raubtiere! Und die Zirkusleute kümmern sich zumeist liebevoll um ihre Tiere, da sie von und mit ihnen leben und sie schon im Fokus der Öffentlichkeit stehen und strenge tierärztliche Auflagen zu erfüllen haben.

Ich hoffe, dass die Fakten im Zirkus der Gegenwart, über Tierhaltung und Schutz von „Wildtieren“, die oft aus Zoos stammen oder im Zirkus geboren wurden und hier seit Generationen ihr Zuhause haben, die Richter und Parlament, Bundestag überzeugen und nicht pauschal ein Wildtierverbot für alle Zirkusse in Deutschland erlassen wird, das einen ganzen Berufszweig und traditionsreiches Kulturgut, das der Zirkus mit seinen Tierdarbietungen ist, auslöschen würde. Warum eigentlich diese vehemente Ablehnung durch die Zirkustier-Gegner? Frage ich mich. Was steht dahinter? Nur Unkenntnis, Weigerung die Fakten zur Kenntnis zu nehmen oder noch mehr?

Zirkusleute polarisieren schon immer. Mit ihrer freien, nomadischen, unangepassten Lebensweise, Fahren von einem Gastspielort zum nächsten (wie auch Wildtiere ihre Futterplätze und Wasserstellen über weite Strecken suchen müssen), dem Abweichen von der Masse sind Zirkusleute – ähnlich wie Flüchtlinge, Klimaschutzaktivisten und alle, die einen anderen Lebensstil pflegen – sind Zirkusleute heute mehr denn je exotische Außenseiter in einer Welt, die sich tragischerweise immer mehr von ihrem natürlichen Ursprung entfernt, entfremdet. Wozu auch das naturnahe Verhältnis und der Umgang Mensch – Tier gehört, den kleine Familienzirkusse wie kaum anderswo zu erleben noch im gegenseitigen Nehmen und Geben und Miteinander pflegen und dabei ohnehin schon einem ständigen Überlebenskampf ausgesetzt sind.

In letzter Zeit noch mehr durch die massive negative Stimmungsmache von Zirkusgegnern, denen es angeblich ums Tierwohl geht? Doch was wissen sie konkret darüber und was sollte denn mit den Zirkustieren passieren? Die nie in der Wildnis lebten und dort gar keine Überlebenschance hätten. Zoos, Vergnügungsparks oder Auffangstationen zur Auswilderung sind auch keine wirkliche Alternative, da diese Tiere einen engen Kontakt zu ihren Menschen gewohnt sind, die auch ihre Fähigkeiten sehen und ihnen etwas beibringen. Was ist verkehrt daran? Die Tiere haben Auslauf, Bewegung, Ruhezeiten, werden gut versorgt zumeist von den Zirkusleuten. So gehen nicht alle Haustierbesitzer mit ihren Schützlingen um.

Die gegenwärtige erhitzte Debatte, Pro und Kontra um das Wildtierverbot im Zirkus erinnert mich fatal an das Buch und Theaterstück „Andorra“ von Max Frisch, wo es auch um Angreifen, Ausgrenzen, Verächtlich machen, Diffamieren und Vernichten von Menschen, die anders leben – in dem Fall die Zirkusleute – als die Mehrheit, geht, was man nicht versteht oder akzeptiert. Je nach Stimmung oder Mode kann es dann jeden Menschen treffen, der nicht tut was alle tun oder verlangen.

Warum schauen die „Tierschützer“ von PETA und die Zirkusgegner vor allem auf die Zirkusleute und unterstellen ihnen Dinge, die bei näherer Betrachtung nicht haltbar sind, und schauen nicht dorthin, wo tatsächlich Tierquälerei und Ausbeutung herrschen wie in den Tierversuchslabors, angeblich für Medizin und Forschung, finanziert von der Pharma- und Kosmetikindustrie  – wie der jüngst an die Öffentlichkeit gelangten Filmdokumentation der Soko Tierschutz aus einem Tierversuchslabor in Hamburg und protestieren und unternehmen etwas dagegen, wenn ihnen Tierrechte wirklich etwas wert sind?! Das ist denen wahrscheinlich eine Nummer zu groß oder trauen sich nicht ran. Dann lieber die Zirkusleute, die auch sichtbarer sind. Dabei laden sie selber alle ein, sich hinter den Kulissen zu informieren über Tierhaltung und Zirkusleben. Seltsamerweise machen die Zirkustier-Gegner davon nie Gebrauch.

Ich möchte die Autoren dieses Fernsehbeitrages und den MDR ermutigen, sich von unsachlicher Kritik oder Drohungen militanter Zirkusgegner nicht einschüchtern oder abhalten zu lassen, solcher Stil spricht schon für sich, ist unangemessen, unwürdig und stattdessen sollten weiterhin sachlich fundiert „heiße Themen“ wie Wildtiere im Zirkus und auch Natur- und Tierschutz insgesamt weiter gebührend Beachtung und Aufmerksamkeit finden. Denn Tiere sind auch Lebewesen, sollten endlich als solche anerkannt werden, und die Natur unser größter Schatz überhaupt, für die es sich lohnt aktiv einzusetzen.

Herzliche Grüße und viel Resonanz für Ihre Beiträge weiterhin, wünscht Ihnen,

Lilli Vostry
Freie Journalistin
www.meinwortgarten.com

P.S.: Inzwischen stimmte der Bundestag mehrheitlich gegen das geforderte Verbot von Wildtieren in Zirkussen in Deutschland.

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Premiere „Geisterritter“ nach dem Roman von Cornelia Funke im Schauspielhaus Dresden

11 Montag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

≈ Ein Kommentar


Wunderschöne und gruslige Momente mit guten und bösen Geistern hält das zauberhafte Stück „Geisterritter“ nach dem Roman von Cornelia Funke im Schauspielhaus Dresden bereit. Fotos: Sebastian Hoppe

Wundervolle Geisterjagd mit viel Witz und Grusel

In eine Welt alter verwunschener Gemäuer voller Geschichten und Geheimnisse entführt das diesjährige Familienstück zur Weihnachtszeit „Geisterritter“ im Schauspielhaus Dresden.

Es ist ein grauer Tag im Leben des elfjährigen Jon Witcroft. Weder der ulkige Schaffner mit Zwirbelbart in schwarzer Uniform am Bahnsteig noch die Gummibärchen seiner neuen Mitbewohner können ihn trösten, als seine Mutter ihn aufs Internat nach Salisbury schickt. Kaum angekommen in der mehr als tausendjährigen, todlangweiligen Stadt, verfolgen ihn nachts schaurige Gestalten, da auf seiner Familie ein alter Fluch lastet. In eine Welt alter, verwunschener Gemäuer voller Geschichten und Geheimnisse entführt das Stück „Geisterritter“ nach dem Roman von Cornelia Funke, für die Bühne bearbeitet von Beate Heine und Christina Rast. Das diesjährige Familienstück zur Vorweihnachtszeit hatte am Sonntag Premiere im Schauspielhaus Dresden.

Nachdem bereits die Buchhelden aus Reckless, Tintenherz und
Herr der Diebe der beliebten Kinderbuchautorin auf der Bühne lebendig wurden, geht es diesmal auf Geisterjagd hinter den Mauern eines englischen Internats und anderer sagenumwobener Orte. Spannend, zauberhaft, einfallsreich und liebevoll ist diese Reise in die Geisterwelt mit viel Witz und Grusel inszeniert, die von der Überwindung von Ängsten, Freundschaft, Vertrauen und Mut erzählt und kleine wie große Zuschauer in Bann zieht, unter Regie von Nikolai Sykosch. Atmosphärisch klangreich begleitet, mal gruslig-komisch mit der Mundharmonika-Melodie „Spiel mir das Lied vom Tod“ nach der Ankunft im grau-gespenstigen Internat, mal heiteren altenglischen und schottischen Klängen auf Flöte, Geige und  Dudelsack, feurig wirbelndem Schlagzeug und geisterhaften Tönen der drei Musiker Marc Dennewitz, Matthias Macht und Friedemann Seidlitz.

Magisch schön ist auch das Bühnenbild aus bewegten Videobildern, mehrdimensional projiziert auf einer Leinwand, vor der die Darsteller agieren und das Publikum an die geheimnisvollen Orte mitnehmen. Darunter die imposante, lichtdurchflutete Kathedrale, das Wahrzeichen von Salisbury, wo der Steinsarg des vergifteten Ritters William Longspee steht. Der wird um Hilfe gerufen von Jon, der sich bald immer mehr zutraut (Mario Neumann) und seiner so bezaubernden wie aufgeweckten Mitschülerin Ella mit rotem Lockenschopf (Isabella Krieger). Ihre Großmutter Zelda (herrlich schrullig: Philipp Lux) bietet Geistertouren an und weiß viel über sie zu erzählen, umgeben von ihren munter quakenden, lebensgroßen Kröten auf der Gartenterrasse. Ein Kröterich fährt gar Skateboard. Überaus komisch auch der gemeinsame Ausflug im rosa Bus nach Stonehenge, wo eine Kröte wie in Trance nach dem vergrabenen Ritterherz sucht und eine Touristengruppe in knallbunten Sachen und quietschenden Turnschuhen durch  Stonehenge und die Kathedrale durchtrippelt.

Da fechten die Geisterritter heftig gegeneinander und gibt es eine lustige Geisterjagd auf dem Friedhof im Mondschein mit Käuzchenrufen, wo die Großmutter mit Krückstock und schlagkräftiger Handtasche, Jon und sein Stiefvater mit Gewehr bereitstehen, um die von Geisterrittern entführte Ella zurückzuholen. Zum Schluss finden alle ihr Glück und stehen gemeinsam unter dem blauen Sternenhimmel. Begeisterter Beifall für ein Theatervergnügen für klein und groß, das augenzwinkernd zeigt: Das Leben ist voller Wunder.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

 

 

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Premiere „Barock Me Gräfin Cosel“ im Boulevardtheater Dresden

11 Montag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Fotos: Robert Jentzsch

Eine aufregend-verrückte Zeitreise in sächsische Geschichte

Mit viel Witz und Spielleidenschaft erzählt das Musical „Barock Me Cosel“ die außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Gräfin Cosel und August dem Starken im Boulevardtheater Dresden.

Rote Lichter tanzen über der Altdresdner Kulisse. August der Starke küsst seine neue Flamme, Anna Constantia, die spätere Gräfin Cosel stürmisch. Als er ihr an die Wäsche will, wehrt sie ihn ab. Sie will nicht nur verführt und erobert werden, sondern selber herrschen. Nicht nur seine Mätresse, sondern seine Frau sein und ringt ihm sogar ein Heiratsversprechen ab. Er liebkoselt sie auf`s Stärkste und ihr Ehrgeiz und ihre Machtlust werden immer größer. Das wird ihr zum Verhängnis. Die aufregend verrückte, schöne wie tragische Liebesgeschichte, Aufstieg und Fall der Gräfin Cosel am Hofe des berühmten Sachsenkönigs erzählt in einer turbulent-spannenden Zeitreise die Inszenierung „Barock Me Gräfin Cosel – ein perücktes Musical über Macht, Mätressen und Magie“, das unlängst im Boulevardtheater Dresden Premiere feierte.

Romantisch, originell, lust- und liebevoll inszeniert ist das historische Spektakel (Regie: Olaf Becker, BuchHolger Metzner) vor der Kulisse einer Wanderbühne, dem Circus Fantasticus aus Florenz. Mit aufklappbaren Türen, wo in Grossaufnahmen von Schloss, Spiegelsaal und Zwinger Sachsens Glanz und Gloria aufleben mit prunkvollen Hoffesten, aber auch der Stadtbrand, Geldnot und Intrigen. Hofdamen in reizvollen Kleidern, offenherzig kurzen Reifröcken und Zuckerwattefrisuren umtanzen August. Aus einer Art Orgel mit Grammophon ertönt barocke Musik im Wechsel mit flottem Popgesang und bezaubernden Tanzeinlagen. Eine schöne Idee, die historische Geschichte um die Gräfin Cosel und August den Stücken zu erzählen mit dem Blick einer Wandertheatertruppe. Luise, ein Landei aus Stolpen spielt die Cosel (schön kratzbürstig: Stefanie Bock). Ihre Rivalin Isabella (Laura Mann) entzückt mit frech-frivolen Kommentaren. Anton, der Verehrer Luises (schelmisch-charmant: OliverMorschel) gibt August den Starken. Als galanter Bösewicht mit Perücke und Augenklappe wirbelt Manuel Krstanovic umher. Doch dann taucht überraschend Gräfin Cosel auf, trickst ihn aus und rettet die Wanderbühne. Reichlich Beifall für diesen gewitzt-herzerfrischenden Blick hinter die barocke Dresdner Fassade. „Barock Me Cosel“ ist ein opulentes Theatervergnügen, das ganz sicher viele Zuschauerherzen entflammen wird.

Text (lv)

http://www.boulevardtheater.de

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Veranstaltungen zum 9. November – 30 Jahre Mauerfall

08 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart, Literatur, Projekte

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Szene aus „Wer seid Ihr“, Schauspiel von Oliver Bukowski. Es ist am 9.11., um 19.30 Uhr in der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul zu sehen.
Foto: Hans Ludwig Böhme                                 

Die Mauer muss weg! – 30 Jahre Friedliche Revolution und Vergangenheit als kreative Fundgrube

Ein reichhaltiges Programm mit Ausstellung, Zeitzeugen, Lesungen und Stücken über dieses Ereignis und die Zeit der Wende lädt am 9. November, ab 14.30 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung ein.

Am 9. November verwandelt sich das Stammhaus der Landesbühnen Sachsen in ein offenes Haus der Begegnung. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer wollen wir Ihre Erinnerungen an diese Zeit wecken, denn „jede Stimme im politischen Diskurs und beim historischen Gedenken ist wichtig“ (Dr. Roland Löffler). Kommen Sie mit uns und einander ins Gespräch!

Die Ausstellung „Zeitenwende 1989“, sowie eine Talkrunde am Abend, moderiert von Doreen Reinhard (Freie Journalistin, u.a. ZEIT online), bieten die Möglichkeit, regionale Erlebnisse mit den Ereignissen in Europa zu verknüpfen. Gäste auf dem Podium sind die Zeitzeugen Béla János Bács, Thomas Förster, Wolf-Dieter Gööck und Kemal Pervanić.

Am „Zentralen Runden Tisch“ wollen die Landesbühnen den Besuchern ein offenes Gesprächsforum bieten. Indem an die progressiven Ideen der Verfassung erinnert wird, die 1989/90 am Zentralen Runden Tisch der DDR entstand, kann nach alternativen Formen politischer Praxis gesucht und über eine Erneuerung des Gesellschaftsvertrags nachgedacht werden.

Beim „Speed-Dating mit Zeitzeugen“ freuen die Theaterleute sich auf Geschichten als Zeitzeuge oder Fragen aus der Sicht von heute. Die interaktive Installation des Künstler*innenkollektivs POLIZEIKLASSE stellt den „Schicksalstag der Deutschen“ in weitere historische Zusammenhänge, an deren Bilderwelt die Besucher aktiv teilnehmen können. „Zwischen Pitti und Stern Meißen“ bietet eine Vorschau auf das Rechercheprojekt des jungen.studio zur Kindheit in der DDR.

Eine unterhaltsame Lesung und Live-Musik mit „Wendehits“ runden den Tag ab, und die Landesbühnen laden dazu ein, die „Vergangenheit als kreative Fundgrube“ (Bénédicte Savoy) zu begreifen und Phantasie, Spaß und gesellschaftlichen Fortschritt zusammen zu denken!

PROGRAMM

14:30 Foyer      –  Eröffnung der Ausstellung ZEITENWENDE 1989 durch die Landeszentrale für politische Bildung

Ab 15:00 durchgehend im Werkstattraum-  SCHICKSALSTAG DER DEUTSCHEN – eine interaktive Installation der POLIZEIKLASSE DRESDEN

Ab 15:00 durchgehend im Ballettsaal –    DER ZENTRALE RUNDE TISCH – offene Gesprächsrunden

15:30 und 17:30 Glashaus          –  ZWISCHEN PITTI UND STERN MEISSEN – KINDHEIT IN DER DDR, eine Vorschau

16:30 Foyer- SPEED-DATING – Gespräche mit Zeitzeugen

18:30 Goldne Weintraube –  WIR SEHEN UNS IM WESTEN –  Roman von Dorit Linke, Lesung mit Tammy Gierke und Johannes Krobbach

19:30 Studiobühne    WER SEID IHR –  Schauspiel von Oliver Bukowski (UA)

19:30 Glashaus –   Podiumsdiskussion ZEITENWENDE 1989, Moderation Doreen Reinhard (Freie Journalistin, u.a. ZEIT online)

Gäste auf dem Podium sind die Zeitzeugen Béla János Bács, Thomas Förster, Wolf-Dieter Gööck und Kemal Pervanić.

21:30 Glashaus –    WENDEHITS– Live-Musik mit Holger Uwe Thews (Gitarre/Gesang) und Thomas Richter (Gitarre/Gesang)

Der Eintritt ist frei (außer zu der Vorstellung WER SEID IHR
Die Theaterkasse wird ab 14:00 geöffnet sein.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152,  01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0  http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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Premiere „Transit“ von Anna Seghers & Fast Forward Festival für junge Regie 2019

08 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Leben aus dem Koffer. Szene aus „Transit“ nach dem Roman von Anna Seghers in einer Spielfassung von Julia Weinreich. Im Bild Henriette Hölzel. Foto: Sebastian Hoppe

Vom Albtraum des Wartens

TRANSIT nach dem Roman von Anna Seghers in der Regie von Data Tavadze, feiert am 8. November 2019 im Kleinen Haus 2 des Staatsschauspiels Dresden Premiere. Geschrieben hat Seghers ihren berühmten Roman zu großen Teilen in Marseille, während ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten. Es ist der Alptraum des Wartens und des Nicht-Wissens in einer klaustrophobischen Welt, den sie mit kristallklarer Sprache beschreibt.

Als diesjähriges Kinder- und Familienstück kommt am 10. November 2019 im Schauspielhaus. GEISTERRITTER von Cornelia Funke (Regie: Nicolai Sykosch) auf die Bühne. Die Geschichte des elfjährigen Jons, der ins Internat geschickt wird ins mehr als tausend Jahre alte und in seinen Augen ebenso langweilige Salisbury. Doch schon bald sorgen schaurige Geisterritter und ein alter Familienfluch für mehr Abwechslung, als ihm lieb sein wird.

FAST FORWARD Europäisches Festival für junge Regie findet vom 14. bis 17. November 2019 bereits zum dritten Mal in Dresden statt. Acht Inszenierungen junger Regisseure aus der Tschechischen Republik, Belgien, Ungarn, Großbritannien, Slowenien, Deutschland und Frankreich sind dann zu erleben – eine wunderbare Gelegenheit, den europäischen Theaternachwuchs persönlich kennenzulernen! Spielorte sind das Kleine Haus des Staatsschauspiels Dresden, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, HfBK Dresden und Semper Zwei.

Mit Richtfest von Lutz Hübner und Sarah Nemitz (Regie: Tom Kühnel) gibt es am 23. November 2019 eine Kömödie im Schauspielhaus. Wer schon einmal selbst gebaut – oder Freunde auf dem langen und steinigen Weg zum Traumhaus begleitet hat, der kann ein Lied davon singen. Schlimm genug, wenn man sich mit dem eigenen Partner auf ein bestimmtes Wasserhahnmodell oder einen Lichtschalter einigen muss! Doch wenn dann zusätzlich in einer Baugemeinschaft auch noch die unterschiedlichen Wünsche, Vorstellungen und Lebensmodelle aufeinanderprallen, dann ist das Desaster fast schon vorprogrammiert.

In mein kampf (Regie: Daniela Löffner), das am 30. November 2019 im Kleinen Haus 1 Dresdner Premiere feiert, blickt der ungarische Theatermacher George Tabori mit dem Witz der Farce und einem Humanismus, der keine Unschuld kennt, in den Abgrund einer Epoche. Tabori erzählt die Geschichte einer persönlichen Beziehung: Ein junger Mann namens Hitler, der noch kein Politiker, nicht einmal ein Kunstmaler ist, landet ohne Geld in einem Männerasyl und trifft dort auf den Juden Schlomo Herzl, der ein Buch schreibt mit dem Titel mein kampf. Hitler wird ihm diesen Titel stehlen, aber das ist nicht das Ende der Geschichte!

Und am 29. November 2019 gibt es im Kleinen Haus 3 wieder eine Folge der Reihe der Assistent*innen des Staatsschauspiels Dresden mit dem optimistischen Titel Happily ever after.

Das Programm der diesjährigen Festivalausgabe Fast Forward.

Acht Stücke aus ganz Europa in vier Tagen: Das europäische Festival für junge Regie Fast Forward findet vom 14. bis 17. November 2019 in Dresden statt. Das jährlich stattfindende Festival widmet sich  der Nachwuchsförderung im europäischen Theater. Es ist eine Plattform für Entdeckungen und die Vielfalt zeitgenössischer Theaterformen. Mit dem Fast-Forward-Preis trägt eine internationale Festival-Jury dafür Sorge, dass eine*r der Regisseur*innen in der folgenden Spielzeit für eine neue Inszenierung an das Staatsschauspiel Dresden zurückkehrt.

Erstmal in diesem Jahr stiftet das Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 in Zusammenarbeit mit Fast Forward für eine*n der acht Regisseur*innen der aktuellen Festivalausgabe eine vierwöchige Künstler*innen-Residenz zum Thema „Neue Heimat“. Der Preis wird am letzten Festivalabend von einer Bürgerjury vergeben wird, die durch eine öffentliche Ausschreibung gebildet wurde. Jeder ist eingeladen, sich zu bewerben!

Ebenfalls neu ist das Format: ARBEITSPLATZ EUROPA – Künstlerresidenzen in Deutschland und Frankreich, das Fast Forward  in Zusammenarbeit mit  HELLERAU, dem Goethe-Institut und dem  Institut Français Dresden veranstaltet. Referent*innen aus Deutschland und Frankreich berichten über unterschiedlichste Modelle europäischer Residenzprogramme.

Auch für das Publikum gibt es eine Neuheit. Bei der Europa-Tour können Zuschauer, gemeinsam mit anderen Festivalbesuchern, begleitet von einem Moderator/einer Moderatorin, Inszenierungen erleben und diskutieren, was den europäischen Theaternachwuchs bewegt.

Weitere Spielstätten sind neben dem Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden, das zugleich Festivalzentrum ist, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, das Labortheater der Hochschule für Bildende Künste Dresden und Semper Zwei.

Text: Gertrud Aringer/Staatsschauspiel Dresden

Theaterstraße 2, 01067 Dresden,
Telefon +49 351 4913 755
Fax          +49 351 4913 760
Mobil    +49 171 2910 549

www.staatsschauspiel-dresden.de

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Musik verbindet: „Nacht der Lieder“ im Herzschlag der Großen Trommel in der Stephanuskirche Dresden

02 Samstag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Projekte

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Fotos (lv)

Viele Stimmen können etwas bewegen

Singfreunde und Musikinteressierte sind eingeladen zu der Benefizveranstaltung im Rahmen der „Nacht der spirituellen Lieder“, die bereits zum sechsten Mal deutschlandweit stattfindet am 2. November, 18 bis 21 Uhr in der Stephanuskirche Dresden auf der Meußlitzer Straße 113.

Gemeinsames Singen einfacher Lieder aus den Kulturen der Welt zu Trommel, Akkordeon u.a. Instrumente ist das Besondere dieser Liedernacht. Musik, die bewegt – mit Momenten der Stille im Herzschlag der Großen Trommel.

„Singen verbindet uns, auch wenn wir uns nicht kennen – viele Stimmen können Großes bewirken und bewegen…“, sagt Corynna Kilian. Sie lädt wieder zum Liedertrommeln zusammen mit Gabriel Jaginiak, freischaffender Musiker, zur diesjährigen Liedernacht in der Stephanuskirche Dresden ein.
Es ist eine Veranstaltung im Rahmen der ‚Nacht der spirituellen Lieder‘, die deutschlandweit in vielen Städten stattfindet. Es werden Spenden für eine soziale Einrichtung/ Organisation/ Initiative und natürlich auch für die Abdeckung der Kosten der Musiker gesammelt.
In diesem Jahr haben Corynna Kilian und Gabriel Jaginiak zum ersten Mal eine CD dabei. Wer möchte, kann einen Eindruck mit nach Hause nehmen, weiterreichen, verschenken etc.  Ein Mitschnitt von der Liedernacht 2019, eine Auswahl. Einige Lieder davon werden sie auch in diesem Jahr wieder singen.
Die Veranstalter freuen sich auf viele Stimmen… Bringt also Eure Freunde, Verwandten, Bekannte, Nachbarn mit 🙂
Text: Corynna Kilian
http://www.trommel-vision.de/die-nacht-der-lieder
gabriel.jagieniak@posteo.com
dolma@gmx.de
Gabriel Jaginiak, freischaffender Musiker:
• handgemachte Musik für allerlei Anlässe,
• Sing-Zeremonien für die Erde, vernetzendes Singen
mit Akkordeon oder PianoCorynna Kilian:
• Bären-Herz-Frauen: Indianische Jahresgruppe
• eigene Lieder, Klezmer und
• Stille, Urkraft und Gesang: Arbeit mit der True Voice®
Balkan Musik sowie Barpiano
• 48h-Trommeln – Traumzeit für Reinigung und Vision
• Akkordeon-Unterricht
• Singtreffen an der Großen Trommel

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Matinee zur Tanz-Uraufführung „Picasso“ an den Landesbühnen Sachsen

01 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Tanz

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Von der Leidenschaft zur Kunst

Matinee zu „Picasso“ am 3. November, um 19 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen.

Choreograph Carlos Matos, Dramaturgin Gisela Zürner sowie die Tänzerinnen und Tänzer der Companie geben einen ersten Einblick in ihren neuen Tanzabend „Picasso“. Ausstatterin Kerstin Laube stellt ihre Bühne und die Kostüme vor.

„Picasso“, ein Tanzabend von Carlos Matos hat am 10. November, um 19 Uhr in den Landesbühnen Sachsen Uraufführung.

Malergenie, Macho und Musen

Der Spanier Pablo Picasso (1881-1973), eigentlich: Pablo Diego José Francisco de Paula Juan Nepomuceno María de los Remedios Cipriano de la Santísima Trinidad Ruiz y Picasso, Maler, Grafiker und Bildhauer, gilt als eine der bedeutendsten und produktivsten Künstlerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts.

Zu den bekanntesten seiner ca. 50.000 Werke zählen als Schlüsselbild der klassischen Moderne „Les Demoiselles d‘ Avignon“ von 1907 oder das Gemälde „Guernica“ von 1937, eine  künstlerische Umsetzung der Schrecken des Spanischen Bürgerkriegs.

Picasso hatte die Fähigkeit, durch Reduktion auf die Essenz das Wesen der Dinge mit nur wenigen Strichen erfassen zu können. Dies ist es, was den Choreografen Carlos Matos an diesem außergewöhnlichen Künstler interessiert. Und – selbstverständlich! – die Faszination, die er auf Frauen ausgeübt hat.

Auf welche Weise haben Frauen als Geliebte und Musen das Leben und Schaffen des Künstlers beeinflusst, bzw. wie haben sie sich als Künstlerkolleginnen – Tänzerin, Fotografin oder Malerin – an seiner Seite gefühlt?

Der „Macho“ Picasso liebte den Wechsel – vielleicht auch, weil er sich den Frauen gegenüber nicht wie ein Kavalier des 20. Jahrhunderts, sondern eher wie ein Spanier des 19. Jahrhunderts verhielt, was zu Spannungen und leidvollen Trennungen führte. Denn vor allem liebte Picasso seine Kunst und – sich selbst.

Text:  Petra Grubitzsch/LB

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de 

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Premiere „Von der Ehe und anderen Irrtümern“ mit Jörg Bretschneider im Dresdner Figurentheater

01 Freitag Nov 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

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Ein Waschbär als zweites Ich von Jochen, der frisch getrennt von seiner Frau, Besuch von einer flotten Katzendame erhält. Eine tierisch heitere Beziehungsposse. Foto: Dresdner Figurentheater

Ein humorvoller Achtsamkeitsratgeber für Mann, Frau und Tier

Am 1. November ist die Premiere des neuen Stückes „Von der Ehe und anderen Irrtümern“ von und mit Puppenspieler Jörg Bretschneider im Dresdner Figurentheater, in seinem Atelier im Künstlerhaus, Pillnitzer Landstraße 59 – Parterre. Die Regie hat Cornelia Fritzsche inne, die einigen bekannt ist durch ihre Stücke mit der gewitzten  Rättin. Wenn sie nicht mindestens drei Mal lachen können, bekommen sie ihr Eintrittsgeld zurück, verspricht Bretschneider.

Fr   01.11.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern

Eine analoge Beziehungsposse oder ein Achtsamkeitsratgeber für Mann, Frau und Tier oder die Halbzeitbilanz eines Ehegatten.

Komik, der die tiefere Bedeutung nicht fehlt.

Sabine ist weg. Das Gasthaus zum grünen Kloß läuft nicht mehr. Seine Mutter macht ihn ein schlechtes Gewissen. Sein Vater sagte immer: „Das einzige, was du auf der Welt verändern kannst, ist die Lage deines Kopfkissens.“ Es gibt Tage, da läuft nichts. Da taucht ein Waschbär auf und behauptet das zweite Ich zu sein, zu wissen, was Jochen denkt und fühlt. Sein Vater sagte immer: „Das Einzige, was dich zuverlässig in die Irre führt, ist dein zweites Ich.“ Und so begibt sich Jochen Würzig mit seinem zweiten Ich auf die Reise zu sich.

Nächste Vorstellungen 

08.11.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern
16.11.2019   19.30 Uhr   Ein Mann räumt auf oder das verliebte Einweckglas
29.11.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn. 

Eine heiter – skurrile Reise ins Innere des Körpers und des Gehirns

Herr Meier kommt mit Magenbeschwerden zum Doktor. Ein schneller Schnitt, der Magen landet auf dem Tisch und er klagt sein Leid … Aber die Ursache liegt wohl eher im Kopf – und so begibt sich der Arzt auf eine ab – und hintergründige Reise in das Gehirn seines Patienten. Dort wirkt alles normal: Ein Gedanke jagt den nächsten und der innere Schweinehund verlangt sein Recht. „Wenn meine Patienten wüssten, was ich alles nicht weiß“, sinniert der Mediziner. Aber er gibt nicht auf. Ein Abend mit tiefsinniger Komik, der dem Zuschauer ganz nebenbei das Gefühl vermittelt: Ich bin nicht allein mit meinen Problemen.

30.11.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn
06.12.2019   19.30 Uhr   Der Nächste bitte oder Hypophyse an Kleinhirn
28.12.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern
31.12.2019   19.30 Uhr   Von der Ehe und anderen Irrtümern

Text: Jörg Bretschneider

Kartenbestellung über dresdner-figurentheater@gmx.de oder 01726072730

www.dresdner-figurentheater.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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