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Kategorien-Archiv: Unterwegs

BilderAlbum: Unterwegs in Meißen

14 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Unterwegs

≈ Ein Kommentar

Bevor wir die Welt im kleinen Format näher in Augenschein nehmen in der Jahresendausstellung 2016 des Kunstvereins Meißen, ist noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel zusammen mit der Malerin Manuela Neumann. Endlich mal raus aus der Großstadt an diesem sonnigen Spätherbst-Sonntag. Wir sind fast allein mit den Möwen und Schwänen an der Elbe. Die Innenstadt von Meißen ist wie leergefegt. Nur ein paar Touristen, Familien und Spaziergänger sind unterwegs in den beschaulich verwinkelten Gassen mit den schmucken Häusern. Schöne kleine Läden, Cafés und Gaststätten mit bodenständiger Küche, lecker und preiswert gibt es hier noch. Und auf dem Markt wartet nach dem Ausstellungsbesuch eine Pferdekutsche mit einem freundlichen Kutscher auf Besucher, die eine kleine Stadtrundfahrt mit Anekdoten zur Historie unternehmen wollen, eingehüllt in warme Decken geht das in dem offenen Gefährt auch in der kalten Jahreszeit. Den Pferden ist das Umhertraben sicher auch lieber als in der Kälte stehen. Der Familienbetrieb Gürntke bietet seine Kutsch- und Kremserfahrten außerdem in Dresden, Moritzburg und Görlitz an. Auch in der Adventszeit. Der Weihnachtsbaum steht schon auf dem Markt. Wenn dann die Glühwein- und Bratwurstbuden wieder hier stehen, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei.

Text + Fotos (lv)

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BilderAlbum: Unterwegs in München

07 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Reportagen, Unterwegs, Zwischenmenschliches

≈ Ein Kommentar

Impressionen aus dem Zugfenster auf der Fahrt von Dresden nach München
zum Klassentreffen der 29k der Deutschen Journalistenschule nach 25 Jahren.
Vorher war noch etwas Zeit für einen Innenstadt-Bummel, um vertraute Wege
und Plätze wieder oder neu zu entdecken samt reichlicher Kontraste. Vom Münchner Hauptbahnhof, vorbei am Isartor über die bunt-quirlige Einkaufsmeile am Karlsplatz/Stacchus, die zugleich Laufsteg, Bühne und Treffpunkt ist bis zum Marienplatz, dem Herz der Stadt.

Fotos (lv)

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Klassentreffen in München: Wiedersehen nach 25 Jahren von Absolventen der Deutschen Journalistenschule

07 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in In eigener Sache, Unterwegs, Zwischenmenschliches

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Wie die Zeit vergeht… Seit dem ersten Unterrichtstag am 5. November 1990 sind inzwischen mehr als 25 Jahre vergangen. Die Aufnahme vom Sommer 1991 zeigt 16 strahlende junge, angehende Journalisten der Lehrredaktion 29k nach ihrer insgesamt 15monatigen Ausbildung an der renommierten Deutschen Journalistenschule München (DJS). Sie haben im Laufe der Zeit nicht nur viele tolle Geschichten für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen veröffentlicht, sondern auch selbst Geschichte geschrieben.
Denn dies war nach der deutschen Wiedervereinigung die erste Klasse mit zwei ostdeutschen Journalistenschülern, dazu gehörte neben Evelyn Zegenhagen
außerdem Lilli Vostry. Auf den Tag genau seit jener ersten Begegnung damals wurde nun das Jubiläum gefeiert, zwei Tage lang. Einige reisten schon am Freitag an, die anderen am Sonnabend. Neugier, Spannung und Wiedersehensfreude waren groß. Und natürlich gab es in froher Runde und uriger Atmosphäre im Weißen Bräuhaus unweit vom Marienplatz bis nach Mitternacht viel zu erzählen, Anekdoten und Erinnerungen auszutauschen und was jeder heute so macht, bewegt und beschäftigt… Alte, längst vergessene Fotos aus der Journalistenschulzeit tauchten plötzlich wieder auf, manche zeigten stolz Fotos ihrer inzwischen selbst erwachsenen Kinder, die auch ihre eigenen Wege gehen. Manchen Kollegen sieht man ihr Alter an, anderen gar nicht. Die Haare sind grauer, lichter geworden, doch die Köpfe immer noch voller Ideen, Pläne und gesammelter Erfahrungen und auch der Humor kam nicht zu kurz an diesem Abend.

Und bei diesem einen Jubiläumstreffen soll es nicht bleiben, war sich die Runde einig. Zu erzählen gibt es noch viel und immer wieder Neues. Zumal nicht alle der ehemals 17 Journalistenschüler der 29k dieses Mal dabei sein konnten. Wann dies sein wird, steht noch in den Sternen. Bis dahin hört, sieht und liest man sich in Zeitungs-, Rundfunk- und Fernsehbeiträgen… Oder auch an dieser Stelle im wortgarten. Zumindest die deutsche Medienlandschaft wäre ohne die 29k um einiges ärmer, so Heinrich Löbbers, der das Jubiläumstreffen zusammen mit Ruth Breer organisierte. Sie berichtet als Rundfunkjournalistin beim MDR aus Thüringen. Er war viele Jahre Leiter der Kulturredaktion und ist jetzt als Kurator in der Chefredaktion der Sächsischen Zeitung u.a. auch für den neuen Internetauftritt der Zeitung mitverantwortlich. Die meisten aus der 29k sind im Journalismus geblieben und haben sich ihre beruflichen Träume erfüllt: Zwei arbeiteten mehrere Jahre als Auslandskorrespondenten im Fernseh-Studio der ARD bzw. ZDF in Madrid und Rom. Drei sind Redakteure bei der Wochenzeitung DIE ZEIT, zwei bei der Süddeutschen Zeitung, einer arbeitet beim Handelsblatt und ist ein gefragter Medienexperte. Einer ist jetzt Chefredakteur der Zeitschrift „Cicero“, eine Studioleiterin beim Hessischen Rundfunk. Eine schreibt für Zeitungen, außerdem Lyrik und Kurzprosa, fotografiert und bringt eigene Schreibprojekte auf den Weg. Den weitesten und erstaunlichsten Weg beschritt jedoch die dazumal „Exotin aus dem Osten“ Evelyn Zegenhagen. Nach der DJS-Zeit begann sie mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Museen und Unternehmen in Dresden, Berlin, München bis hin zur Universität in Berkely/Kalifornien. Sie veröffentlichte ein preisgekröntes Buch über deutsche Motor- und Segelfliegerinnen zwischen 1918 und 1945, das Aufsehen in der vorwiegend männlichen Fachwelt erregte. Seit 2008 ist Evelyn beim National Air and Space Museum in Washington als Kuratorin für Europäische Luftfahrt tätig. „Wenn mir jemand das vor 25 Jahren voraus gesagt hätte, hätte ich schallend gelacht“, schrieb sie von dort per mail  in ihrem beeindruckenden Bericht über ihr Leben nach der Journalistenschule.
Wer weiß, was bis zum 50. Jubiläum noch alles passiert. Alles Gute und bleibt so besonders!, das wünscht allen aus der 29k immer noch beim Verdauen der Eindrücke die Mitjubilarin Lilli Vostry.

Text + Fotos (lv)

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Die Journalistenschüler der 29k vor 25 Jahren (von li. im Uhrzeigersinn nach re.): Claudia Peters, Heinrich Löbbers, Ruth Breer, Wolfgang Kastenrath, Nico Fried, Jörg Rheinländer, Thorsten Schmitz, Evelyn Zegenhagen, Lilli Vostry, Heike Faller, Kai-Hinrich Renner, Patrik Schwarz, Katja Marx, Martin Spiewak, Chris Schwennicke und Michael Bewerunge). Nicht im Foto: Florian Kagerer

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25 Jahre danach beim Wiedersehen in fröhlicher Runde im Weißen Bräuhaus
in München.

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Sprung in die eigene Größe: Lilli Vostry und Evelyn Zegenhagen

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Andrea Wechsler liebt Marathonläufe und Balkan-Geschnetzeltes

16 Dienstag Feb 2016

Posted by Lilli Vostry in Unterwegs

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Von ihren Rucksackreisen erzählt ihr neues Buch

DRESDEN – Andrea Wechsler führt buchstäblich ein bewegtes Leben. Sie liebt Marathonläufe, Rucksackreisen und  ausgedehnte Bergtouren. Was anderen schon beim Hören Schweißperlen auf die Stirn treibt, spornt sie an, pusht ihre Energie und ihr Durchhaltevermögen. Das Laufen bewirke auch ein Stärkegefühl des Gewappnet seins für Probleme des Lebens, sagt sie.

Mit 19 Jahren lief Andrea Wechsler ihren ersten Supermarathon beim Rennsteiglauf über 68 km. Von 1983 bis 1996 führte ihr Weg sechs Mal über den „langen Kanten“, also ca. 66 km. Sie kam immer unbeschadet an, erlebte den „Endorphin-Erguss“ im Ziel pur und fast immer wartete dort ihr Vater auf sie, mit dem sie bis zu seinem Tod 2002 früher im Sommer jeden Morgen immer vier Kilometer auf der Hauptallee entlang im Großen Garten lief.

Während des Städtepartnerschaftslaufes von Dresden über Rotterdam nach Coventry 1996  bemerkte Andrea Wechsler plötzlich, dass sie schwanger war. „Ich also mein Kind den langen Weg im Laufschritt mit mir trug – ein Lebenslauf“, schildert sie. Der Rennsteiglauf 2014 fiel genau auf ihren 50. Geburtstag, sie nahm ihre Familie mit und lief den Geburtstagsmarathon stolzerfüllt noch mal knapp unter fünf Stunden. Heute läuft sie 15 bis 17 km die Woche. Natürlich helfen die Läufe auch zur Vorbereitung auf die Gebirgstouren, bei denen sie und ihr Mann jeder ca. 22 Kilo auf dem Rücken tragen, in den Rucksäcken befinden sich Zelt, Schlafsack, Isomatte und Kleidung und Proviant wie Riegel, Nüsse und Wasser.

Seit über 30 Jahren ist die gebürtige Dresdnerin (51) auf dem Balkan unterwegs. Mit 19 zog Andrea Wechsler los zu ihrer ersten großen Bulgarien-Tramp-Tour, über die sie in ihrem Erzählband „Fremdgefahren“ schrieb (www.autorin-andrea-wechsler.de). Im Sommer 1986 lernte sie dort einen Bulgaren kennen und heiratete zwei Jahre später am Schwarzen Meer ihre Urlaubsliebe. Die Ehe hielt 16 Jahre und ihre zwei Kinder kamen zur Welt. Neben Reiseerzählungen schreibt Andrea Wechsler auch Lyrik über die weite Landschaft, vergessene Orte und die Menschen, die ihr begegnen. „Auf dem Balkan ist vieles wortwörtlich schief und es geht vieles schief. Aus dieser Schräge lassen sich Abenteuer heraus zaubern, die wie weiße Tauben hinauf fliegen und lebenslang in den Zweigen des Alltags gurren“, schwärmt Andrea Wechsler. Wenn sie nicht reist, unterrichtet sie Migranten an einem Berufsschulzentrum in Dresden und arbeitet als Referentin am Sächsischen Bildungsinstitut. Auf dem Balkan liebt sie die Urwüchsigkeit und die Gastfreundschaft der Menschen. Sie hat das Gefühl, dass ihre slawische Seele (ihre Mutter ist Tschechin) sehr hilft, auf die Leute zuzugehen. Sie spricht Russisch und Bulgarisch, manchmal im Kauderwelsch, aber sie kann sich unterhalten.

Das umtriebige Erzähltalent ist in ihrer Familie verwurzelt. Ihr Urgroßonkel mütterlicherseits ist der berühmte „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch. Ihre Großmutter Renata Novalova-Steinbach war verwandt mit ihm. Sie schrieb ebenfalls. Einen Gedichtband  mit ihren und eigenen Texten mit dem Titel „Wenn sich die Parallelen schneiden gab Andrea Wechsler 2012 im Re DiRoma-Verlag heraus. Das Schreiben verband sie über die Grenze zwischen Ost und West hinweg, obwohl sie ihre Großmutter nur zweimal im Leben sah, standen sie sich sehr nah. Und es gibt noch eine Schriftstellerin in ihrer Familie: Urgroßmutter Anna Wechsler (väterlicherseits) war Heimatschriftstellerin in Annaberg – welch ein Zufall, dass Andrea Wechslers neues Buch nun ganz in der Nähe von Annaberg gedruckt wurde.   Unter dem Titel:  „Balkan-Geschnetzeltes. Kein Kochbuch“ – mit dem Rucksack durch Montenegro, Mazedonien und Albanien erscheint am 17. Februar im Telescope-Verlag in Mildenau (296 Seiten, 17 Euro, erhältlich über Amazon, im Buchhandel und bei der Autorin).

In 35 Texten erzählt Andrea Wechsler von vier Rucksackreisen in den Jahren 2013 bis 2015, die sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Jens Reichel unternahm, von dem auch die originellen Reisefotografien im Buch sind. Lebensprall, anekdotenreich, humorvoll  und nahe gehend geschildert, meint man beim Lesen fast selbst dabei zu sein. Wenn sie nach langer Wanderung bei 40 Grad „mit brennenden Füßen und Zungen, die längst vertrocknete Waschlappen sind“ endlich vor einem scheintoten Wirtshaus in den Lovc´en-Bergen stehen: „Wir – die Durstigen, Hungrigen und Geschundenen genießen die Anwesenheit dieser Männer, und sie – die Einsamen und Verlassenen dürfen nach langer Zeit wieder bewirten und uns aufpäppeln. Unser Durst ist ihre Freude. Endlich lebt ihr Wirtshaus auf!“, schreibt Andrea Wechsler.

Und wie ein Mann außer sich vor Freude sie  überschwänglich lobte, da sie den Schafskäse erkannte, nicht irgendwelchen, sondern von seinen Tieren und sie deshalb anhimmelt als „eine Göttin, eine Zarin, eine Heilige!“, erzählt Andrea Wechsler schmunzelnd. Doch damit nicht genug. „Ti si Unikat!“ Nach dieser Reise weiß sie eines ganz genau: „Ich bin ein Unikat.”

Die Buchpremiere und Lesung mit Andrea Wechsler, umrahmt von einer Foto-Show, Musik und kulinarischen Spezialitäten vom Balkan findet am 17. Februar, 19.30 Uhr in der Reisekneipe auf der Görlitzer Straße 15 in der Äußeren Neustadt statt (um Anmeldung wird gebeten per mail an: info@reise-kneipe.de oder telefonisch: 0351 – 26 6255). Das nächste Buch, in dem der Berlin-Marathon eine Rolle spielt, ist schon in Vorbereitung.

Beim Wandern im mazedonischen Baba-Gebirge traf Andrea Wechsler auf diesen Blaubeerpflücker im Damensattel. Foto: Jens Reichel

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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