Neues Programm von Beckert & Till in Merlins Wunderland


Kosmisches Vergnügen mit Dieter Beckert & Peter Till

Sternstunden der Menschheit – Die galaktische Dinnershow

Mit Brachialromantiker Dieter Beckert, Musikmaschinist Peter Till, den Pantomimen und Clowns Rainer König und Matthias Krahnert, dem „Goldenen Geiger aus Prag“ Ludek Lerst, Sängerin Jasmin Graff und Pole-Akrobatin Cara Julienne.

Lachen, essen, tanzen – seit 20 Jahren kann man im Restaurant- Theater „Merlins Wunderland“ in Dresden all das an einem Abend erleben. Das Restaurant-Theater veranstaltete im September 1998 die erste Dinnershow Dresdens und lädt seitdem zum „Spektakel aus Bildern, Tönen und kulinarischen Genüssen“ in das urige Ambiente einer früheren Scheune.

Im Jubiläumsjahr feiert am 12. Oktober eine neue Show Premiere – die „Sternstunden der Menschheit – eine galaktische Dinnershow.“

Dies ist bereits die achte „Beulenspiegel-Produktion“ aus der Schmiede von Dieter Beckert und Peter Till, Urgesteine in „Merlins Wunderland“. Gemeinsam mit dem Clowns-Pantomime-Duo Rainer König und Matthias Krahnert verwandeln sie das „Wunderland“ in ein Raumschiff und bescheren ihren Weltraumtouristen ein wahrhaft (k)osmisches Vergnügen. Auf dem Flug zur Erde erleben sie große Sternstunden der Menschheit – vom „Sündenfall“ über die alkoholische Gärung und den Kampf um den Südpol bis zur Entdeckung der Elektrizität. Auch der erste Mensch auf dem Mond ist ein Thema.

Eine Fülle klassischer Comedy- und Pantomimeszenen, gespickt mit Pole-Dance-Akrobatik, Burlesque und Steptanz, hochmusikalisch, brachialromantisch kommentiert und technisch-multimedial veredelt. Sogar ein selbst gebauter Computer namens Zusi spielt mit. Weibliche Verstärkung sind die Pole-Akrobatin und Burlesque-Tänzerin Cara Julienne sowie die Sängerin und Steptänzerin Jasmin Graff. Außerdem geht der „Goldene Geiger aus Prag“ Ludek Lerst mit an Bord. Dazu wird ein Drei-Gänge-Menü serviert, das im Gegensatz zur Weltraumnahrung herrlich heimatlich-sächsisch klingt und unter anderem Kartoffelsuppe, Sauerbraten und Quarkkeulchen vereint. Die neu gesammelten Kalorinchen kann man zum Ausklang des Abends dann einfach wegtanzen.

Karten für alle Vorstellungen sind an allen Vorverkaufskassen und im Verkaufsbüro im Ostrapark am Messering 8E erhältlich und können unter Telefon 0351/421 99 99 auch bestellt werden. Der Ticketpreis beginnt bei 48,50 Euro inklusive Show, Menü und Tanz.

Termine im Oktober: 12. / 13.10. sowie 19./20.10.: Beginn 19.30 Uhr.

www.merlins-wunderland.de

Hintergrund zu „Merlins Wunderland“:

Das Erfolgskonzept von Merlins Wunderland ist nach wie vor die ausgeklügelte Symbiose aus Bühnenshow, dem gemeinsamen Essen an langen Tafeln und der Tanzmusik zum Ausklang des Abends. „Das Konzept hat sich bewährt, doch sind wir mit der Zeit gegangen“, erklärt Inhaber Mirco Meinel. „Das Zusammenspiel von Ort, Show, Kulinarik und Tanz wird permanent verfeinert.“ Hochwertige Bild- und Tontechnik wurde eingebaut, der Eingangsbereich vergrößert, und auch auf der Bühne wird mit verblüffenden technischen Raffinessen inszeniert.

Mehr als eine halbe Million Gäste waren seit der Eröffnung 1998 bereits hier, viele von ihnen mehrere Male. Vor allem Firmen kommen immer wieder, um in lockerer Runde gemeinsam zu feiern – ob Jubiläum oder Weihnachtsfeier. Auch Familien haben Merlins Wunderland längst entdeckt für Geburtstage, Hochzeiten oder Jugendweihe. Bis zu 350 Gäste finden im Parkett und auf der Empore Platz.

Sowohl für die öffentlichen Spieltage als auch für exklusive Veranstaltungen ist Küchenchef Andreas Kirsch dem Geschmack der Gäste auf der Spur und bietet Alternativen für Vegetarier, Veganer und Allergiker an. „Wir servieren unser „interaktives Menü“ nicht auf einzelnen Tellern“, so Andreas Kirsch. „Die Suppen kommen in Kesseln und der Hauptgang in großen Schalen an den Tisch. Die Gäste bedienen sich gegenseitig, das beflügelt das Miteinander. Von Suppe und Beilagen gibt es gerne Nachschlag, und das ist meines Wissens einmalig.“

Dass zum Ausklang des Abends ein DJ auflegt und man mit den Tischnachbarn das Tanzbein schwingen kann, gehört seit der Geburtsstunde von „Merlins Wunderland“ ebenso zum Konzept.

Kontakt

Restaurant-Theater Merlins Wunderland
Tel. 0351/ 421 99 99, info@merlins-wunderland.de
Zschonergrundstraße 4,
01157 Dresden

www.merlins-wunderland.de

Text + Foto:  Sabine Mutschke

„Die Venusnarren“ im Kunstkeller Dresden

Ein neues Gesicht auf der kleinsten Bühne Dresdens

Jolanda Querbeet, Schauspielerin und Entertainerin, kommt mit ihrem neuen Programm „Die Venusnarren“ am 5. Oktober, um 20.30 Uhr erstmals in den Kunstkeller Dresden auf der Radeberger Straße 15.

Eintritt: 10.- €
inkl. Ausstellungsbesichtigung
Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wird um Platzreservierung gebeten unter: http://www.kunstkeller-dresden.de/veranstaltungen.php

Das Programm findet im Ambiente der Akt-Ausstellung „Akt-Visionen beim Bühnen-Akt“ von Thoralf Möhlis statt. Dazu am Samstag, dem 29. Sept., eine Sonderöffnungszeit von 15-21.30 Uhr – bei Anwesenheit des Fotokünstlers.
Ausstellungsbesichtigung ist bis zum 8. November zu folgenden Zeiten möglich:
di 15 – 21.30 Uhr; mi + do 16.30 – 18.30 Uhr und nahezu jederzeit nach telefonischer Vereinbarung über 0162 682 93 79

Text + Foto: Volkmar Fritzsche/Kunstkeller Dresden

BilderAlbum: Im Wunderreich der Fantasie beim Herbst- und Weinfest Radebeul & Internationalem Wandertheater-Festival


Dicht umlagert: das Theaterkarrussel von Georg Traber & der Clownsband The Bombastics erfreute mit beschwingten Klängen.
Die Erde spüren: Mit je einem Rohr zum Sehen und Hören konnten kleine und große Besucher die Erdkugel nach paradiesischen Orten absuchen vor der Aufführung „Perpetuum Mobile“ des Wandertheaters Ton & Kirschen am Sonnabend vor vollen Rängen auf der Streuobstwiese.

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Kleine Verschnaufpause für Adam & Eva auf ihrer fantastisch-bilderreichen Reise um die Welt auf der Suche nach dem verlorenen Paradies, das verriegelt ist. Ist es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen?, versuchen sie herauszufinden und geraten von einem (Alb)Traum in den nächsten…


Ein Clown als Feuerwehrmann.


Traumwandler halten Ausschau nach dem Ort ihrer Träume…


Zum Träumen, Innehalten und Umher wandeln lud auch die Installation „Traumtänzer“ von Muriel Cornejo und César Olhagaray in der Lounge auf den Streuobstwiesen mit bereit stehenden Strohbetten ein. Dazu gab es flirrend warme Songs mit dem Vollblutmusiker Jorge da Rocha u.a.


Nicht zu übersehen: Der lustige Stelzenläufer mit seinem gefiederten Begleiter, „Hahnrich von Hahnentritt“, ein Antwerpener Zwergbarthahn, der sich gern über seine samtig schwarzen Federn streicheln ließ von den Kindern. Und sich wunderte über manche ihrer Fragen: Z.B. „ob er Eier legt oder beißt?!“ Sein Besitzer Andreas Hummel wohnt in der Lausitz und hat auf seinem Hof in Drebkau/OT Laubst einen „Saal der Wunder“ – in dem Anwesen können Besucher die Natur, Landschaft, Kunst und Kultur und den Saal der vielen Möglichkeiten erleben und genießen. Es gibt ein Café, eine Galerie mit Ausstellungen, offene Bühne und tibetanische Küche. Sonntags ab 14.30 Uhr ist Familientag mit Zauberzirkus, Clownerie und Geschichten von wundersamen Orten. Mehr dazu unter http://www.SADEWU.de


Feurige Balkanfolk-Klänge auf dem Dorfanger von Altkötzschenbroda
„Ach Mensch“: Mit gefühlreich-energiegeladener Stimme sang Miss Rochester (Silvana Mehnert) mit Band auf dem Weinfest eigene Songs, u.a. über zeitlose Liebe, „Every Fair“ (ein Shakespeare-Sonett 18), ein besorgtes Erde-Lied und eine „Ode an die Sterne“. Ihr nächstes Konzert gibt sie am 13. Oktober im Boulevardtheater Dresden.


Labyrinthischer Skulpturengarten Labymenta


Fröhliche Klänge vor wundersamer Kulisse mit Gabriel Jaginiak am Akkordeon.


Wünsche & Wunder. Viele ausgefüllte Fragebogen stiegen beim feurigen Finale mit den Flammen in den Himmel am Sonntagabend zum Abschluss des Herbst- und Weinfestes
& Internationalem Wandertheaterfestival 2018.

Im Labyrinth der Träume

Wein und Wundersames, Musik, Theater, Tanz, Fröhliches und Nachdenkliches gab es reichlich und nah beieinander beim 28. Herbst- und Weinfest Radebeul mit Internationalem Wandertheaterfestival.

Unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ feierten dieses Jahr bei strahlendem Sonnenschein wieder rund 50 000 Besucher drei Tage lang laut Veranstalter, dem Amt für Kultur und Tourismus Radebeul, ein frohes und friedliches Fest. Im Festgelände auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda konnten sie eintauchen in eine bunte fantastische Welt mit Straßentheater, Clownerie, feurig-mitreißenden und verträumten Klängen und Stimmungen zwischen Weindorf auf dem Dorfanger und Streuobstwiesen.

18 Theatergruppen und Solokünstler aus zehn Ländern zeigten ihre Inszenierungen.
Der Gewinner des diesjährigen Publikumspreises beim Wandertheaterfestival heißt „Dado“ aus Kanada. Mit seiner Inszenierung „Classic“ begeisterte der stille Clown die Zuschauer mit seiner unvergleichlichen Situationskomik, wurde gestern abend nach der Preisverleihung bekanntgegeben. Als symphatischer, buckliger Onkel habe er feinfühlig mit kleinsten Gefühlsregungen und skurrilen Utensilien  wie Gummihandschuh-Dudelsäcken die Herzen des Publikums erobert.

Auf eine fantasie- und bilderreiche, witzig-skurrile wie traurig-komische Reise um die Welt auf der Suche nach dem verlorenen Paradies nahm die Zuschauer die Inszenierung „Perpetuum Mobile“ vom Wandertheater „Ton & Kirschen“ am Samstag abend vor vollen Rängen mit.

Mehr Text folgt.

Text + Fotos (lv)


Streuobstwiesenäpfel

 

Studenten vom Literaturinstitut Leipzig zu Gast bei Büchers Best

Junge Literatur aus der Tippgemeinschaft

Seit vielen Jahren schon gibt es in Leipzig, ziemlich einzigartig für den deutschen Sprachraum, eine Stätte in der das Handwerk des Schreibens gelehrt und gelernt wird, und dies durchaus mit Erfolg: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Literaturinstitut_Leipzig

Wer sich hiervon selber überzeugen und gleichzeitig allerneueste junge deutsche Literatur kennenlernen möchte, der sei herzlichst zu unserer Veranstaltung am nächsten Donnerstag eingeladen.

Büchers Best
Donnerstag, 04.10. 2018, 20.30 Uhr
Tippgemeinschaft 2018
Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig
Lesung, Buchvorstellung

Der Tippgemeinschaft e.V. ist ein studentischer Verein, der seit 2003 jährlich eine Anthologie mit Texten von Studierenden des Literaturinstituts Leipzig herausgibt. Mit der im März erschienen aktuellen Ausgabe und vier Schreibenden im Gepäck, besucht die Tippgemeinschaft nun auch Dresden. Kommt vorbei – es gibt Prosa, Lyrik, prosaische Lyrik und lyrische Prosa zu hören – frische Ware !

Es lesen die Autoren und Herausgeber Linda Achberger, Sebastian Behr, Viktor Dallmann und Verena Keßler.

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste.

Team Büchers Best
Jörg Stübing – Inhaber
Susanne Roth – Buchhändlerin

Tommy Spottke – Auszubildender, 1. Lehrjahr
+ HRH Musashi, Burmakater und heimlicher Herrscher des Ladens.

Buchhandlung „Büchers Best“/ 01099 Dresden / Louisenstr. 37 / 0351/8015087 / Mo 12-20, Di-Fr 11-20, Sa 10-16 Uhr / www.buechersbest.de

www.facebook.com/events/323031404911272/

Ahoj! – Auf literarischer Entdeckungstour in Brno und Leipzig im Vorfeld der Leipziger Buchmesse

Tschechisch-deutsches Residenzprogramm in Leipzig mit dem ersten tschechischen Stipendiaten Petr Borkovec gestartet.

Die Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke, Buchmesse-Direktor Oliver Zille, die Generalkonsulin der Tschechischen Republik in Sachsen Markéta Meissnerová und Martin Krafl, Programmkoordinator des Gastlands Tschechien, begrüßten unlängst den ersten tschechischen Stipendiaten Petr Borkovec in Leipzig. Das tschechisch-deutsche Residenzprogramm gibt insgesamt fünf tschechischen und fünf deutschen Autorinnen und Autoren Gelegenheit, jeweils einen Monat in den Partnerstädten Leipzig bzw. Brünn zu verbringen.

Dr. Skadi Jennicke unterstrich: „Das tschechisch-deutsche Residenzprogramm für Schriftstellerinnen und Schriftsteller ist ein großer Erfolg und eine wunderbare Inspiration für unsere beiden Partnerstädte Leipzig und Brno. Den internationalen Kulturaustausch weiter voranzubringen und Kulturschaffenden die Chance zu geben, die internationale Kulturszene kennenzulernen, ist eine Zukunftsaufgabe der Leipziger Kulturpolitik. Deshalb freue ich mich sehr, dass das Residenzprojekt gemeinsam mit engagierten Partnern Wirklichkeit geworden ist. Ich freue mich besonders, heute den tschechischen Autor Petr Borkovec in Leipzig begrüßen zu dürfen. Lassen Sie sich von der Literatur- und Kulturszene der Stadt mitreißen! Seien Sie herzlich willkommen!“

Oliver Zille betonte: „In den kommenden Monaten tauchen Autoren aus Tschechien und Deutschland in die jeweils anderen Kulturen ein. Daraus werden sicherlich zahlreiche spannende Geschichten entstehen, die voneinander mehr erzählen, als eine fiktive Story es jemals leisten kann. Das Residenzprogramm ist das beste Beispiel, um zu zeigen, was mittels Literatur gelingt: neue Einblicke geben, füreinander Verständnis schaffen und letztendlich damit Grenzen überwinden. Das Residenzprogramm ist der ideale Auftakt für den Auftritt unseres Buchmesse-Gastlands Tschechien. Schon jetzt bin ich gespannt auf die literarischen Ergebnisse.“

Tschechien als Gastland bei der Leipziger Buchmesse 2019

Petr Borkovec, geboren 1970 im mittelböhmischen Louňovice pod Blaníkem, gehört zu den renommiertesten Dichtern Tschechiens, ist literarischer Übersetzer und Kulturredakteur. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Jiří Orten Preis (1995) und mit dem Hubert Burda Preis für junge Lyrik (2002). Sein Buch „Lido di Dante“ wird anlässlich des Gastlandauftritts Tschechiens bei der Leipziger Buchmesse 2019 ins Deutsche übersetzt und erscheint im Herbst in der Edition Korrespondenzen. Im Leipziger Residenzaufenthalt sieht Petr Borkovec die Chance, gewohnte Abläufe durchbrechen zu können und sich wie in einer eigenen Werkstatt ganz auf die schöpferische Arbeit zu besinnen: „Besonders Stille und längere ungestörte Konzentration verleiht allem eine multiple Bedeutung und schärfere Konturen“, so Borkovec. „Ein Blick aus dem Fenster in die Reichstraße, eine halbe Stunde zum neuen Uni-Campus oder ein kurzes Gespräch mit einem Barkeeper in Connewitz reichen mir, und ich gewinne so viele Eindrücke, um neu inspiriert zu sein.“

Nach Petr Borkovec folgt im Oktober Jaromír Typlt, preisgekrönter Literat und Künstler, der zudem als Übersetzer ins Deutsche tätig ist. Kateřina Tučková, eine der erfolgreichsten tschechischen Schriftstellerinnen, kommt im November nach Leipzig. Iva Pekárková ist Residenzautorin im Dezember und möchte in Leipzig an ihrem Roman über Kindheit und Jugend in der sozialistischen Tschechoslowakei arbeiten. Im Januar 2019 schließt Lucie Lomová, eine der bekanntesten Comic-Zeichnerinnen Tschechiens, das Residenzprogramm in Leipzig ab.

Das tschechisch-deutsche Residenzprogramm wird veranstaltet von der Mährischen Landesbibliothek, der Leipziger Buchmesse, den Partnerstädten Leipzig und Brünn, dem Goethe-Institut Prag und der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH. Medienpartner ist die Leipziger Volkszeitung.

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 wird veranstaltet vom Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Mährischen Landesbibliothek sowie der Leipziger Buchmesse, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, der Partnerstädte Leipzig und Brünn, der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Goethe Instituts Prag sowie zahlreicher weiterer Partnerinstitutionen.

Text + Foto: Susanne Meierhenrich/Pressestelle Leipziger Buchmesse

www.ahojleipzig2019.de

Fast Forward – Zweite Auflage des Europäischen Festivals für junge Regie

Lebensrealitäten im Blick

Junge Theatermacher aus sechs Ländern bringen mit ihren Arbeiten auch neue Formen von Gegenwartstheater auf die Bühne. Eine internationale Jury vergibt zum Abschluss einen Preis für die beste Aufführung – eine Einladung zu einer neuen Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden.

Mit acht Inszenierungen aus Belgien, Frankreich, Portugal, Spanien, Deutschland und Litauen stellten Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden und Festivalkuratorin Charlotte Orti von Havranek heute das Programm der zweiten Dresdner Ausgabe von Fast Forward – Europäisches Festival für junge Regie vor. Die acht Arbeiten aus sechs Ländern nehmen auf künstlerisch vielfältige Weise Lebensrealitäten in den Blick, für die die jungen Künstler*innen auf der Bühne eine Sprache suchen. Die Plattform für den europäischen Theaternachwuchs zeigt vom 15. bis 18. November 2018 insgesamt 16 Vorstellungen in Kooperation mit den Dresdner Spielstätten Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, der Hochschule für Bildende Künste und Semper Zwei.

Auch 2018 wird eine internationale Jury, bestehend aus der Theaterkritikerin Barbara Burckhardt, der spanischen Kuratorin und Theaterleiterin Isla Aguilar, dem polnischen Regisseur und Theaterdirektor Paweł Łysak und Intendant Joachim Klement, am letzten Festivaltag einer der gezeigten Arbeiten auszeichnen und damit eine Einladung zu einer neuen Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden aussprechen.

Im Rahmenprogramm kooperiert Fast Forward mit dem Studiengang Bühnen- und Kostümbild der Hochschule für Bildende Künste Dresden, deren Studierende zusammen mit 10 Studierenden europäischer Theaterhochschulen aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Rumänien und der Tschechischen Republik das Festival besuchen und die Produktionen diskutieren. Angeleitet werden sie dabei von der Dramaturgieprofessorin Stefanie Wenner und dem in Prag arbeitenden Regisseur, Produzenten, Festivalmacher und Dozenten Ewan McLaren.

Fast Forward findet mit maßgeblicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden statt. Das Festival wird außerdem vom Förderverein des Staatsschauspiels Dresden unterstützt.

Text: Gertrud Aringer/Staatsschauspiel Dresden

www.staatsschauspiel-dresden.de

Viva la Fantasia! – Winzer & Wandertheater aus aller Welt & pure Lebensfreude locken beim Herbst- und Weinfest in Radebeul

Foto: Herbst- und Weinfest Radebeul

Viva la Fantasia!

Radebeul feiert den sächsischen Wein, das internationale Theater und die grenzenlose Fantasie.

Vom 28. bis 30. September findet in Radebeul das 28. Herbst- und Weinfest mit
XXIII. Internationalem Wandertheaterfestival statt. Unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ feiern Schauspieler, Winzer und Musiker gemeinsam mit den Besuchern drei Tage lang ein rauschendes Fest. Im Mittelpunkt stehen Wein, Theater, Musik und die pure Lebensfreude.

Zur Eröffnung am Freitag ziehen die sächsischen Weinhoheiten gemeinsam mit Künstlern und Musikern über den historischen Dorfanger von Altkötzschenbroda zum Kirchplatz. Nach dem traditionellen Anstich des ersten Fasses Radebeuler Federweißer wird zusammen mit den Besuchern auf ein einzigartiges Festwochenende angestoßen.

Über 30 Winzerstände bieten in Weindörfern und Weingärten erlesene Weine und frischen Federweißer aus den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut. In angeregten Gesprächen erfahren Weinliebhaber direkt von den Winzern mehr über die heimischen Tropfen. Seit Jahrtausenden beflügelt der Wein den Geist von Dichtern, Künstlern und Philosophen. Auch das Theater ist seit jeher bekannt dafür, nicht nur Stücke voller Fantasie auf die Bühnen zu bringen, sondern durch sie das Publikum in fremde Welten zu entführen, zum Nachdenken zu animieren und scheinbar Unmögliches vor dem geistigen Auge möglich zu machen.

Beim diesjährigen Herbst- und Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival lassen Künstler und Besucher die unerschöpfliche Kraft der Fantasie hochleben und sich unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ ein Wochenende lang von Tagträumen, Gedankenspielen und Hirngespinsten treiben. Aus aller Welt präsentieren 18 Solisten und Theatergruppen spannende, beeindruckende und fantasievolle Inszenierungen, die von Schauspiel über Clownerie bis hin zu Figuren- und Maskentheater reichen. Dabei verwandeln Schauspieler, Tänzer und Artisten überall auf dem Festgelände Straßen, Wiesen und Höfe in Bühnen.

Circo Ripopolo aus Belgien, Gewinner des Publikumspreises 2017, kehrt mit seiner neuen Show „Fazzoletto“ nach Radebeul zurück und präsentiert den Zuschauern eine Zirkusaufführung ganz besonderer Art. Das N. N. Theater aus Köln entführt in „20.000 Meilen unter dem Meer“ in eine mystische und stürmische Unterwasserwelt. Das tschechische Theater Kvelb lässt feurige Schmetterlinge vor dem Nachthimmel tanzen und das Theater Ton & Kirschen (International) begibt sich mit seinem „Perpetuum Mobile“ auf die Suche nach einem Eingang zum Paradies. Zur Musik der
charismatischen Clownsband The Bombastics dreht das Theaterkarussell von Georg Traber seine Runden und lädt Groß und Klein voller Schwung dazu ein, noch einmal die Freuden und die Unbeschwertheit der Kindheit zu erleben.

Auf verworrenen Pfaden wandeln die Besucher des LABYmenta. Im hölzernen Labyrinth von Richard von Gigantikow und seinem Künstlerkollektiv begeben sich die Gedanken  auf Wanderschaft und es werden Antworten auf nie gestellte Fragen gefunden. Internationale Bands locken Jung und Alt auf die Tanzflächen. Die Marko Markowic Brass Band aus Serbien verbindet verschiedene musikalische Stile mit einer kraftvollen Performance und lässt ihre positive Energie sofort auf das Publikum überspringen. Les Barbeaux aus Frankreich sorgen mit Folkrock und einer energiegeladenen Bühnenshow für durchtanzte Nächte und Jorge da Rocha aus Spanien berührt, ausgestattet mit Kontrabass, Percussions, einer Loop Station und seiner gefühlvollen Stimme, im Handumdrehen die Seele seiner Zuhörer. Big Bands lassen am Nachmittag die Herzen aller Swing-Fans höher schlagen. Jazz- und Soul-Liebhaber werden von der Stimme und Bühnenpräsenz von Kristin Amparo und dem eingängigen Sound der Combo de la Musica (International) verzaubert.

Traditioneller Höhepunkt des Festwochenendes ist das Finale Grande am Sonntagabend. Bei einem eindrucksvollen Feuer-, Musik- und Theaterspektakel übergibt der Oberbürgermeister Bert Wendsche den Publikumspreis als Wanderpokal an die beliebteste Theaterinszenierung. Am nächtlichen Elbufer wird anschließend das riesige, hölzerne Labyrinth dem Feuer preisgegeben. Vor der Kulisse der tanzenden Flammen feiern Besucher und Künstler gemeinsam den Abschluss des Festwochenendes.

Text: Sandra Rösler/Amt für Kultur und Tourismus Radebeul

Mehr Informationen:

http://www.weinfest-radebeul.de
http://www.facebook.com/weinfestradebeul

Das Herbst- und Weinfest mit Internationalem Wandertheaterfestival findet jährlich Ende September im historischen Stadtteil Radebeul Altkötzschenbroda statt. Die Komposition aus Weinfest und Internationalem Wandertheater ist weltweit einzigartig und lockt jedes Jahr etwa 50.000 Besucher nach Altkötzschenbroda. Das Fest wird von der Stadt Radebeul organisiert.

WuKaMenta trifft Labymenta beim Herbst- und Weinfest Radebeul

Burning Man des Wilden Ostens

Witzig-beflügelnde Ideen und Aktionen locken beim WunderkammerFestspiel im Skulpturenlabyrinth vom 24. bis 30. September auf den Elbwiesen in Radebeul-Altkötzschenbroda. Mit feurigem Finale am Sonntagabend.

Hauptsache schön verpackt, dieses Jahr ist die WuKaMenta wie ein japanisches Geschenk in viele Schachteln gehüllt. Das Weinfest in Radebeul ist ein traditionelles Ereignis, in das man alles einwickeln kann. Da gibt es das internationale Wandertheaterfestival und darin ist das Skulpturenlabyrinth auf den Elbwiesen gewickelt und darin befindet sich wiederum der 6. Akt der WuKaMenta, das Wunderkammer Festspiel – diesmal als Museum ohne Dach.

Vom 24. bis 28. September ist Aufbau, in fünf Tagen entsteht auf den Elbwiesen hinter Kötzschenbroda ein Skulpturengarten in der Dimension eines Fußballfeldes. Fünfzehn Künstler unter der Leitung von Richard v. Gigantikow entfalten aus einem riesigen Berg Paletten ein ganzes Paralleluniversum vor den Augen der Betrachter. Kinder, Schulklassen kommen begeistert mit Hammer und Nagel, um ihre Buden einfach daneben zu bauen. Die Künstler praktizieren eine eigene Kultur: gehen ohne Spuren und die teilhabende Erfahrung ersetzt den Konsum. Hier sind alle eingeladen mitzuspielen.

24.9., 19 Uhr – 30. 9., 18 Uhr

Labymenta, das klingt wie Namenszauber: DADAMENTA, Dokumenta, WuKaMenta und nun Labymenta. Tausende Besucher wandeln mit Fragebögen und Kerzen durch das Labyrinth.

Die Wege sind verschlungen, Ideen blitzen auf, uralte Erinnerungen ziehen vorbei, labyrinthischer Zauber, die Wandelnden versinken in beschaulicher Betrachtung oder beklagen eine leere Stelle. Es ist die Welt der Träumer, der Andersdenkenden, die in Radebeul schon lange ansässig sind.

24. und 30.9.

WuKaMenta, 6. Akt, Meister der Er-Findung, des Flows und des Kreativen. Kreativ bedeutet das Niederreißen von Grenzen und das Überspringen von Hindernissen: Grassprechstunde Hilla Steinert, Gebietsneurosen Gunhild Kreuzer, Elbradio Justus Ehras, Aktion-Painting Klaus Liebscher, am Weltmeer Sophie Cau, kinetische Objekte Anuschka Kilian-Bucks, Instant Karaoke Ulli Sachse, gelbes Atelier Renate Winkler, Hula Hoop Maike von Harten, der Eisbär Elke Postler: zehn Künstler ganz nah, auf Augenhöhe und aus erster Hand.

Die WuKaMenta steht für die kreative Kraft von Spiel, Konfrontation und Reibung. Sie setzt sich den Kult(ur)ereignissen des Elbtales aus: »Labystan« zur BRN, »dadaistischer Gottesdienst« beim Konstruktival, »fahrendes Sommergewitter« beim Elbhangfest, »Akademie für Kunst im öffentlichen Raum« zum Schaubudensommer, »Reparaturwerkstatt Demokratie« beim Dresdner Stadtfest und nun »Museum ohne Dach« beim Weinfest in Radebeul im Skulpturengarten von Richard von Gigantikow.

Die WuKaMenta wird von der Landeshauptstadt Dresden als künstlerische Intervention im öffentlichen Raum gefördert.

Wenn Kunst auch nicht die Wahrheit bergen kann, so kann sie doch etwas zum Niederbrennen der Illusionen beitragen. Im kreativen Akt liegt auch der Moment der Zerstörung, um eine Instabilität zu erzeugen, welche eine Reflexion induziert. Die prachtvolle Scheinheiligkeit der Kunstwelt, die Inszenierungen der Bedeutsamkeit, quasi das ganze illusorische Hin und Her landen hier auf einem Scheiterhaufen.

30.9., 21 Uhr

das feurige Finale, vergleichbar mit dem legendären Burning Man-Festival im US-Bundesstaat Nevada in der Black Rock Desert. Die Elbdeiche sind voller Menschen, die Wandertheater treten auf, es gibt einen Wanderpokal, die Gewinner dürfen dann alles anzünden, untermalt mit heißer Musik, große Party. Das feurige Finale löst alle Mühen auf, um das Leben wahrzunehmen, das ohnehin ein Wunder ist.

Text: Kunst der Lüge e.V., Reinhard Zabka
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de
http://www.luegenmuseum.de

Musikalischer Leseabend – „Wie Perlen auf einer Schnur“ in der Galerie Kunst & Eros

ein Bild aus der aktuellen Ausstellung der Künstlerin Fides Linien

Texte von Frauen und nicht nur für Frauen…

Am 28. September 2018, um 19.30 Uhr  lesen Kristin Rudloff & Solvig Frey, begleitet von Danny Leuschner am Akkordeon & Bandoneon in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15.

Anlässlich der aktuellen Ausstellung »Venus` Flor« der Künstlerin Fides Linien, gibt es einen musikalischen Leseabend mit dem Titel »Wie Perlen auf einer Schnur«  am 28. September, um 19.30 Uhr in der Galerie Kunst & Eros.
Es werden Texte von Autorinnen wie Colette, Elke Heidenreich, Judith Hermann, Julia Schoch, Sibylle Berg, Sibylle Muthesius, Tanja Langer & Wiete Lenk vorgetragen.

Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt, daher sind Vorbestellungen wärmstens empfohlen!
Reservierung telefonisch unter 0351 8024785 oder per E-Mail info@kunstunderos möglich.

»Alle wollen immer glücklich sein. Was ist Glück, und warum ist es so erstrebenswert?
…mir war sogenanntes Glück immer tief verdächtig. Ich war nie dauerhaft glücklich,
hatte aber überwältigend glückliche, kostbare Augenblicke in meinem Leben, wie Perlen, und aus vielen solcher Augenblicke fädele ich mir die schönste Perlenkette auf.« 
Elke Heidenreich

Text + Foto: Galerie Kunst & Eros

Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden
Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

Premiere „Charleys Tante“ im Boulevardtheater Dresden


Foto: Robert Jentzsch. Anstands- und Amüsierdame zugleich: „Charleys Tante“ (in der Titelrolle Philipp Richter) sorgt in der gleichnamigen, zeitlosen Erfolgskomödie von Brandon Thomas, die jetzt im Boulevardtheater Dresden auf die Bühne kam, für reichlich Spaß und Turbulenzen.

Eine schrille Lady mit großem Herz

Der Komödien-Klassiker „Charleys Tante“ erweist sich über 100 Jahre nach der Uraufführung in England immer noch als zeitlos-unverwüstlich im humorvollen Mann-Frau-Geschlechterrollenspiel. Die Premiere war am Sonntagabend im Boulevardtheater Dresden.

Extravagant wie eine Diva, mit Federkappe im Haar, Pelzstola überm Spitzenkleid und Glacéhandschuhen steht sie oben auf der Treppe, winkt mit nobler Geste allen zu, als wollte sie die ganze Welt umarmen. Der vorher nur herum geschubste Butler becirct, täuscht und hilft in Herzensnöten bei seinem Auftritt als „Charleys Tante“. Über 100 Jahre nach der Uraufführung in England kommt sie nun wieder in heikler Liebesmission in der bekannten Komödie von Brandon Thomas, die in einer Bearbeitung von Marcus Everding am Sonntagabend Premiere feierte imBoulevardtheater Dresden.

Die Bühne ist in Schummerlicht getaucht und führt in einen Salon mit Gemälden, Elefantenkopf an der Wand und einem Bild des Luxusschiffes Titanic, das schräg verrutscht, die nahe Katastrophe ankündigt und schließlich auseinander bricht. Entsetzt rückt der Butler das Bild wieder gerade. Doch kaum ist die Unglücksmeldung erschienen in der „Times“, die es als Extra Evening Edition anno 1912 statt des Programmhefts in Zeitungsform im Theater gibt, laden der adlige, nur auf Pump lebende Junggeselle Jack (Volkmar Leif Gilbert) und sein schüchtern-gutmütiger Freund Charly (Christian Ludwig) ihre adrett-reizenden Angebeteten Kathy (Stefanie Bock) und Anny (Josefine Heidt) zu einem als Lunch getarnten Rendezv-vous ein. Doch die dafür seinerzeit unverzichtbare Anstandsdame Donna Lucia d`Alvadorez, Charleys reiche Tante aus Brasilien, verspätet sich.

In letzter Minute überreden daher die zwei Freunde Jacks Butler Brassett (Philipp Richter), in das Kostüm für den Butler-Ball zu schlüpfen und sich statt als Queen Mum notgedrungen als Charleys Tante auszugeben. Und wie er das tut! Mit mal romantisch verklärter, mal süffisant-spöttischer Miene, nebenbei lässig Cherry trinkend und Zigarillo rauchend, gelassen und forsch flunkernd, hilft er den frisch Verliebten als schrille Lady mit großem Herz und hält sich hartnäckige Verehrer vom Leib. Die dem außergewöhnlichen, vermeintlichen Weibsbild  nachstellen und dieses heiraten wollen. Zuerst versucht es Jacks Vater, ein ausgedienter Colonel aus Indien und Witwer (beschwipst-überdreht und frivole Sprüche klopfend: Michael Kuhn), der zu schmissigen Grammophon-Klängen mit ihr tanzt, vor allem um der chronischen Geldnot zu entkommen. Als auch noch der streng-poltrige Vormund Kathys (Wolf-Dietrich Rammler) in Leidenschaft zur “falschen“ Tante“ entbrennt, will der Butler die Maskerade beenden und fliehen.

Richtig brenzlig wird es, als auch noch Charleys echte Tante (cool-verwegen: Angela Jacobi) auftaucht. Immer wenn zwei sich mehr oder weniger freiwillig näher kommen, leuchten die Alarmlampen auf in diesem amüsant-lustvoll inszenierten Geschlechterrollenspiel, das Mann- und Frausein mit allem Schein und Sein witzig-absurd und kurzweilig, leicht beschwingt auf die Schippe nimmt  (Regie: Manuel Krstanovic). Viel Beifall.

Text (lv)

http://www.boulevardtheater.de