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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Lesung aus „Fest der Folgenlosigkeit“ von Friedrich von Borries im Societaetstheater

10 Samstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur

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Geht ein Leben ohne Eingriff und Folgen für die Natur überhaupt? Und wie? Zum Nachdenken darüber lädt  der Roman „Fest der Folgenlosigkeit“ von Friedrich von Borries ein. Foto: Hannah Jonas

Der Traum vom Leben ohne Folgen

FreundInnen produktiven Zukunftsgedanken sind herzlich eingeladen zu einem spannenden literarischen Abend am 12. Juli, um 20 Uhr im Societaetstheater.

Friedrich von Borries liest aus seinem druckfrischen Roman »Fest der Folgenlosigkeit«, zum allerersten Mal überhaupt. Borries ist Architekt, 2008 war er Generalkommissar des Deutschen Beitrags auf der Architekturbiennale in Venedig. Er lehrt als Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Doch in seinem Buch geht es um Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Gibt es etwas Langweiligeres als Thema für einen Roman? Ja. Ein langweiliges Buch. Und das ist »Fest der Folgenlosigkeit« ganz sicher nicht!

Die Managerin Cornelia bittet den Kurator Florian, für die »Stiftung Nachhaltigkeit der Deutschen Industrie« ein Museum für ökologische Kunst zu entwickeln. Florian trifft John, der als radikaler Öko-Aktivist gegen die Kohleindustrie und die Abholzung des Goldbacher Forstes kämpft, den Flüchtling Issa, der Florians Selbstgewissheiten hinterfragt, die frustrierte PR-Frau Suzanna, die für die EU Umweltpolitik macht, aber lieber Bienen züchten will, und den Bergmann Ronald, der Sorge um seinen Arbeitsplatz hat. Selbstüberschätzung trifft auf Lebensangst, Verzweiflung auf Hoffnung, Aktivismus auf Gewalt. All das gipfelt in einem verschwenderischen Fest.

Der Roman erzählt die Geschichte eines Kampfes: des Kampfes zwischen ‚Versuchen‘ und ‚Aufgeben‘, zwischen ‚Gelingen‘ und ‚Scheitern und der Ausweglosigkeit aus einem Kapitalismus des 21. Jahrhunderts, in dem Konzerne subversive Kunstprojekte sponsern. Zugleich hinterfragt er sich permanent selbst. Auf einer Meta-Ebene kommentiert der Autor sein eigenes Erzählen, hinterfragt seine Figuren, stellt selbst die Parallelen zur Wirklichkeit her. Verstörend. Amüsant. Anregend. Ein Buch, das den Leser zum Mitdenker macht.

Friedrich von Borries hat aber nicht ‚nur‘ einen Roman geschrieben, über den es sich zu sprechen lohnt – mit einer Ausstellung, einer App, einem Stipendium des Nichtstuns und Symposien kommt er auf breiter Front mit der Frage: Wie sähe ein Leben aus, das – im ökologischen Sinne – möglichst folgenlos bleibt?

Tickets gibt es hier: https://www.societaetstheater.de/veranstaltung/fest-der-folgenlosigkeit/

Text: Team des Societaestheaters & Büchers Best

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Karl May-Fest: „Abseits des Pfades“ in Radebeul

09 Freitag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz

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Voll Abenteuerlust Neues entdecken in der Lößnitzstadt: Old Shatterhand, Karl May und Ganove Locci entführen fabulierfreudig und humorvoll in die Geschichtenwelt des großen Radebeuler Schriftstellers. Fotos: André Wirsig

Winnetou und Westernmusik am Kulturbahnhof und
Fernöstliche Klänge auf den Streuobstwiesen in Altkö.

Am 10 und 11. Juli findet in Radebeul die Veranstaltung „Karl May – Abseits des Pfades“ statt. Angelehnt an die traditionellen Karl-May-Festtage, die in diesem Jahr Corona-bedingt ausfallen mussten, veranstaltet die Stadt Radebeul mit freundlicher Unterstützung des Karl May Museums ein Wochenende rund um das Thema Karl May.

In diesem Jahr wandert Karl May abseits des gewohnten Pfads im Lößnitzgrund raus in die Weiten der Stadt. Angelehnt an die Fantasiereisen Karl Mays, begeben sich die Besucher am 10. Und 11. Juli auf unbekannte Pfade in urbane Gefilde. Dabei begegnen ihnen rauflustige Ganoven, orientalische Tänzer und Karl May höchstpersönlich, der von seinen abenteuerlichen Reisen berichtet.

Bereits Karl Mays angeborener Tatendrang führte ihn hinaus in die Welt und so wagen auch die Organisatoren in außergewöhnlichen Zeiten einen Schritt ab des gewohnten Weges zu gehen und locken unter dem Motto „Karl May – Abseits des Pfades“ in die Stadt. An fünf Standorten in der Lößnitzstadt tauchen die Besucher in die Zeit des Wilden Westens ein, erhalten Einblick in fremde Kulturen oder träumen sich in ferne Welten. Wild und lebhaft geht es in der Wahnsdorfer Prärie zu. Ein tollkühner Apache vollzieht waghalsige Stunts auf seinem Pferd. Nach einem gelungenen Banküberfall stellt sich zwischen Halunke Big Eddy und Ganove Locci die Frage, welcher Anteil der geraubten Beute jedem zu steht. Da ist der Ärger schon vorprogrammiert, handfeste Raufereien werden vom Zaun gebrochen und auch vor arglosen Besuchern nicht Halt gemacht.

Tonangebend für einen mitreißenden Rhythmus sind die Fünf Patronenhülsen.
Poetisch, frech und witzig wird es am Bahnsteig des Santa-Fe-Express‘ am Kultur-Bahnhof Radebeul mit einer modernen, komödiantischen Inszenierung von „Winnetou“ der Theaterfirma Erfurt. Für ausgelassene und tanzlustige Stimmung sorgen Countrymusik und Westerntanz. Die Eastside Linedancer legen eine flotte Sohle aufs Parkett und animieren Tanzwillige, um dann bei waschechtem Folk der Band „The Road
Brothers“ selbst das Tanzbein zu schwingen.

Neben Amerika führten Karl Mays Fantasiereisen auch in den Orient. Fernöstliche Klänge und fröhliche Tänze locken in die Oase der Streuobstwiesen am Elbufer in Altkötzschenbroda und verleiten zum gemeinsamen Tanzen. Märchen und Geschichten entführen die Besucher in eine Welt wie aus Tausendundeine Nacht.
In Karl und Klara’s Orientzelt im Karl-May-Hain begrüßen der Schriftsteller und seine Romanfigur Kara Ben Nemsi persönlich ihre Gäste und berichten von ihren spannenden Abenteuern. Auf dem Gelände des Karl May Museums geht es vielfältig und lebhaft zu. Mit Tänzen, Gesängen und Erzählungen geben Akteure der ostdeutschen Indianistikszene, unter der Leitung von Hartmut Felber, Einblicke in die indigene Kultur.

Große und kleine Besucher können beim Westernschießen ihre Zielgenauigkeit unter Beweis stellen und beim KarlMay-Puppenspiel in Kindheitserinnerungen schwelgen.
Bei der Führung „Auf den Spuren von Karl May durch Radebeul“ erfahren Interessierte bei einem gemeinsamen Spaziergang Wissenswertes zu den Wirkungsstätten des Meisters. Abenteuerlust treibt alle kleinen Entdecker in den Lößnitzgrund. Im Lößnitz-River können sie nach verborgenen Goldvorkommen schürfen und an Seilen durch urige Wälder hangeln. Während Neugierige vom Eselrücken aus die Umgebung erkunden und am Lagerfeuer den Klängen der Natur lauschen.

Text: Kulturamt Radebeul

Mehr Infos & Tickets:
http://www.karl-may-fest.de
http://www.facebook.com/karlmayfesttage


Seilklettern für kleine Entdecker im Lößnitzgrund.

PROGRAMM „KARL MAY – ABSEITS DES PFADES“ (10. und 11. Juli 2021)

An diesem besonderen Wochenende haben alle Gäste freien Eintritt in das Karl May Museum! Das Museum hat am Samstag exklusiv bis 22 Uhr auf.

Öffnungszeiten:

Samstag: 9 bis 22 Uhr
Sonntag: 9 bis 18 Uhr

  • „Indian Dance Show“ – Traditionelle und moderne indianische Tänze aus der Indianistik-Szene

Ort: Event-Tipi

Uhrzeiten: Samstag: 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr und 21:45 Uhr                              Sonntag: 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr

Dauer: jeweils ca. 30 Minuten

  • Karl-May-Puppentheater (Bauchladen)

Ort: Museumspark und Karl-May-Hain

Künstler: Thomas Szymanski (Frankfurter Puppentheater)

Uhrzeiten:  ganztägig

  • Büchertisch (antiquarischer Verkauf)

Ort: Vordach Villa Nscho-tschi

Uhrzeiten:  12 bis 20 Uhr

  • Bogenschießen

Ort: Schießstand links neben der Villa Bärenfett

Uhrzeiten: Samstag: 12 bis 18 Uhr, Sonntag: 11 bis 17 Uhr

  • Kreativangebot Orientlampen

Ort: rechts neben dem Teich

Uhrzeiten: Samstag: 12 bis 20 Uhr, Sonntag: 11 bis 18 Uhr

  • Karl Mays Orientzelt – Programm mit Karl May und Kara Ben Nemsi

Ort: Karl-May-Hain

Künstler: Roland Wichmann (Kara Ben Nemsi) und Robby Langer (Karl    May)

Uhrzeiten:  Samstag: 12 bis 21 Uhr (21 Uhr: Gutenacht-Geschichte)
Sonnatg: 12 bis 17 Uhr                  

  • Führung: Karl May in Radebeul

Uhrzeiten: Samstag und Sonntag jeweils 11 Uhr (Route 1) und 15 Uhr (Route 2)

Route 1: Schwerpunkt Wohnhäuser

Route 2: Karl May Grab

Startpunkt: Eingang Karl May Museum

Dauer: jeweils ca. 90 Minuten

  • Kurzführung zum Grab von Karl May

Uhrzeiten:  Samstag 18 Uhr und Sonntag 17 Uhr

Startpunkt: Eingang Karl May Museum

Dauer: jeweils ca. 60 Minuten

  • Lesung indianische Märchen und Geschichten

Ort: Event-Tipi

Künstlerin: Kerstin Groeper (Traumfänger Verlag)

Uhrzeiten: Samstag: 13, 15, 17 und 19 Uhr
Sonntag: 11, 13 und 15 Uhr

  • Informationsstände:

Traumfänger Verlag und Leonard-Peltier-Support-Group Rhein/Main

Ort: Vordach Villa Bärenfett

Uhrzeiten:  ganztägig

Info: Kevin Sternitzke/Karl-May-Museum

Weitere Informationen unter www.karl-may-museum.de

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Sommerfest der Jugendkunstschule Dresden am Schloss Albrechtsberg

04 Sonntag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater

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Junge Leute bringen Ideen für das neue Programm der JugendKunstSchule ein

Am 4. Juli zwischen 16 und 22 Uhr lädt das Team der JugendKunstschule (JKS) Dresden zusammen mit den jungen GestalterInnen des Beteiligungsprozesses „Meine JugendKunstschule“ zum Sommerfest am Schloss Albrechtsberg ein.

Seit einigen Wochen arbeitet eine Gruppe von jungen Dresdnerinnen zwischen 14 und 18 Jahren gemeinsam an neuen Themenschwerpunkten für das Kursprogramm der JKS. Im kreativen Beteiligungsprozess „Meine JugendKunstschule“ suchte das neu gegründete „Dreamteam“ nach Themen, die für sie als Vertreterinnen ihrer Altersgruppe von Bedeutung sind. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden zum Sommerfest künstlerisch dargestellt. Gleichaltrige Besucherinnen haben die Möglichkeit ihre Meinung einzubringen und per Abstimmung Einfluss auf die Themenauswahl zu nehmen. Das meistgewählte Thema dient als Grundlage für die inhaltlichen Angebote der JKS zwischen Januar und Juli 2022.

„Für die zukünftige Ausrichtung der JugendKunstschule Dresden ist eine solche aktive Teilhabe und Gestaltung durch junge Menschen in der Stadt eine unabdingbare Voraussetzung, um neue Wege der Zusammenarbeit von Jugendlichen und Erwachsenen zu erproben“, so Leiterin Valentina Marcenaro.

Neben dem Angebot des „Dreamteams“ finden weitere kreative Mitmachangebote von Mitarbeiterinnen der JKS statt. Von der Schmuckwerkstatt, über Upcycling-Angebote, bis hin zu Tanzdarbietungen und einer Keramikwerkstatt – Kinder und Erwachsene können sich, wie jedes Jahr, kreativ am Sommerfest beteiligen.

Um 18 Uhr findet die Aufführung des Theaterprojektes „Hate Speech“ statt. Im Rahmen des Projektes „Wege ins Theater – Kultur macht stark“ setzten sich Jugendliche der Oberschule Weixdorf mit dem Thema des verbalen Mobbings künstlerisch auseinander. Die Ergebnisse präsentieren die Projektteilnehmerinnen auf der Bühne der JKS.

Ab 20 Uhr können die Besucherinnen im Hof unter freiem Himmel bei der Musik von DJ Hafi tanzen und bis 22 Uhr den Abend vor der Kulisse des Schlosses Albrechtsberg ausklingen lassen.

Text: JKS
Fotos: Katrin Silbermann

http://www.jks-dresden.de

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13. Ostrale: 3. Ostrale Biennale öffnet Schaufenster nach Osteuropa

01 Donnerstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Kultur, Lebensart, Projekte

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Atemwende

Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst

Robotron-Kantine, DresdenRobotron-Kantine als Kunstort

Bis kurz vorher wird gebaut und eingerichtet: Die 13. internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste, OSTRALE, wird am Abend des 1. Juli eröffnet und ist ab Freitag für den Besucherverkehr geöffnet. Zum dritten Mal als Biennale stattfindend, versteht sich die OSTRALE als „Schaufenster nach Osteuropa“, was aktuell auch in der Wahl der vier Kuratoren (Natasa Bodrozic und Ivana Mestrov/Kroatien, Patricija Gilyte/Litauen, Krisztián Kukla/Ungarn) zum Ausdruck kommt. Deren kuratorischem Konzept folgend sind unter dem Titel „Atemwende“ („Breathturn“) 557 Werke verschiedener Genres zu sehen. Die 138 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler kommen aus 34 Ländern, sie stammen überwiegend aus Osteuropa oder ehemals sozialistischen Ländern Südeuropas. Mit „Atemwende“ beschäftigt sich die OSTRALE künstlerisch mit den Grenzen des Wachstums, mit Fragen der Nachhaltigkeit und des Lebens am Wasser. Die Ostrale Biennale O21 ist Teil des Projektes „Flowing Connections“, das durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union kofinanziert wird. Unter diesem Titel wird im kommenden Jahr eine Präsentation ausgewählter OSTRALE-Werke in Budapest, Split sowie in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022, Kaunas (Litauen) folgen, Städte, die mit Dresden durch ihre jeweilige Lage am Wasser verbunden sind. Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst ist damit im Jahre 2022 wie auch in den vergangenen Jahren erneut ein wichtiger Partner einer Europäischen Kulturhauptstadt.

Passend zum Selbstverständnis der OSTRALE Biennale als „Schaufenster nach Osteuropa“ findet die Hauptausstellung in diesem Jahr in der „Robotron-Kantine“, einem Zeugnis der ostdeutschen Architekturmoderne statt (circa 3.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche). Der typische Pavillonbau der siebziger Jahre wurde zwischen 1969 und 1972 vom Architektenkollektiv Herbert Zimmer, Peter Schramm und Siegfried Thiel errichtet.

„Als einer der letzten noch verbliebenen Einzelbauten in Dresden steht die Robotron-Kantine exemplarisch für modernes Bauen in der DDR. Sie bietet ideale Voraussetzungen für die Präsentation zeitgenössischer Künste im Zentrum Dresdens und natürlich einen wunderbaren architektonischen Rahmen für den Blick nach Osteuropa“, so OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

Neben der Hauptausstellung umfasst die 13. OSTRALE auch Interventionen im Klärpark Kaditz der Stadtentwässerung Dresden sowie erneut in der Gedenkstätte Bautzner Straße. Erstmals öffnet sich zudem auch die „OSTRALE.Basis“ in Dresden-Übigau für Besucher, wo während der Biennale Artists in Residence leben, arbeiten und mit den Besuchern in Kommunikation treten werden.

Das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst bereitete die Ausstellung unter schwierigsten Umständen vor. Unter Pandemiebedingungen musste zusätzlich zur Ausstellungsorganisation erneut eine leerstehende Immobilie gefunden und mit großem Aufwand für den Besucherverkehr ertüchtigt werden. Für dieses Jahr stellt das Immobilienunternehmen Gateway Real Estate diese freundlicherweise temporär zur Verfügung. http://www.ostrale.de

Tickets und Öffnungszeiten:

Ticket-Vorverkauf über http://www.etix.com   http://www.etix.com/ticket/online/newHomePage.do?method=getLuceneResult&sortBy=relevance&keywords=Ostrale

Robotron-Kantine: Mi-Fr 10-19 Uhr, Sa-So 11-20 Uhr

Gedenkstätte Bautzner Straße (ab 6.7.): Mo-So 10 bis 18 Uhr

Stadtentwässerung Dresden, Klärpark Kaditz (ab 6.7.): Di, Do, Sa: Führungen um 10, 12, 15 Uhr

OSTRALE.Basis, Übigau, Rethelstr. 45 (ab 17.7.): Di-Sa 12 bis 18 Uhr

Internationales Kuratorenteam

Kuratorischer Ansatz

„In den Flüssen nördlich der Zukunft / werf ich das Netz aus“ (Paul Celan) – verbunden mit diesem Zitat des Lyrikers Paul Celan haben die Kuratorinnen und der Kurator der „O21“ den Titel ATEMWENDE gegeben. Die unter der künstlerischen Leitung von Andrea Hilger und Antka Hofmann, eingeladenen Kuratoren sind: Natasa Bodrozic und Ivana Mestrov (Kroatien), Patricija Gilyte (Litauen) und Krisztián Kukla (Ungarn). Ihr gemeinsames Statement erläutert den kuratorischen Leitgedanken, unter dem sie die Ausstellung zusammengestellt haben:

„Mensch sein ist nicht genug und doch schon zu viel. Manchmal verhalten wir uns wie Roboter, möchten aber wie Tiere fühlen. Wie können wir Arbeit und Vergnügen, Kunst und Industrie, Politik und Poetik neu atmen und denken, wenn alles ineinanderfließt, wie Ströme in einen Fluss? Ist der ganze Planet unser Zuhause oder nur die Quadratmeter, die wir einnehmen? Zwischen Desorientierung und Neuorientierung, um neue Wege zu finden und Sackgassen zu vermeiden, müssen wir anders atmen. Wir müssen die Perspektive wechseln und auf die achten, die am Rande unseres Blickfeldes stehen: die Außenseiter, die Unterdrückten, die Unbekannten, aber auch Biosphären, Bauwerke und soziale Räume. Am Tor einer neuen, post-pandemischen Ära, erschöpft aber hoffnungsvoll, neugierig und bereit für eine Wende erforscht die OSTRALE in 2021, wie wir mit unseren Mitmenschen, Tieren und unserer komplexen Umwelt zusammenleben.“

Zitat der Schirmherrin:

„Ich freue mich sehr, dass die OSTRALE als eine große internationale Biennale der bildenden Kunst hier in Dresden und in Sachsen stattfindet und wir wieder erleben, dass die Welt in Wirklichkeit rund, real und riesig ist. Wir haben gerade in den letzten Jahren gelernt, dass gesellschaftliche Debatten – etwa über Menschenrechte, über Werte, über die wünschenswerte Struktur von Gesellschaften und nicht zuletzt über Identitäten – auch in die Kunst hineinragen. Gleichzeitig können überzeugende Kunstwerke der Gegenwart dazu beitragen, dass wir alle mehr und Tieferes über unsere Gegenwart erfahren und erleben und Anstöße gewinnen zum Weiterdenken. Ich danke allen Kunstschaffenden, den Kuratierenden, dem OSTRALE-Team sowie den Förderern und Unterstützern aus dem öffentlichen und privaten Bereich, welche die OSTRALE möglich machen“, so die Kulturministerin des Freistaates Sachsen, Barbara Klepsch.

Almost Nothing (Film)

Wie Jean-Luc Nancy sagt, ist unser Vergnügen am Sehen, Riechen und Hören seit der Geburt Europas ein Politikum. Die Idee einer Landschaft hat nichts mit der Idee der unberührten Natur gemeinsam. Landschaften werden durch geplante Abholzung, Aufforstung und kontrollierte Bepflanzung geformt. Diese Prozesse werden von wirtschaftlichen, gesundheitspolitischen und anderen Richtlinien beeinflusst und im Grundbuch dokumentiert. Durch die Kartierung der Inselflora und die Aufzeichnung des vegetativen Widerstandes gegen den Wind sowie der daraus resultierenden Reibungsgeräusche, dokumentiert die Künstlerin Klangsignale, die die Veränderungen, Moden und wirtschaftlichen Bedingungen eines Ortes widerspiegeln. Diese Anbaustrategien kehren wie der Wind in unsere Behausungen zurück und schaffen eine komplexe Rückkopplungsschleife zwischen Innen- und Außenräumen. „Almost Nothing“ nimmt auch Bezug auf Luc Ferraris wegweisendes, gleichnamiges Stück, das 1968 auf der Insel Korcula komponiert wurde.

A Room for Living (Film)

Der Film problematisiert den Raum des Wohnzimmers und die Ereignisse, die dort stattgefunden haben könnten. Diese möglichen Ereignisse, die auf Erinnerung oder auf Vermutungen beruhen, wurden durch Ton – dokumentarisches Material, Studioaufnahmen und Hintergrundgeräusche – nachgestellt und finden im realen Raum und in mehr oder weniger realistischen Nachbildungen eines bestimmten Wohnzimmers statt. Genau wie der Rest der Wohnung ist das Wohnzimmer nur ein Raum, der durch architektonische Maße und gesellschaftliche Normen geregelt wird, die seinem Zweck entsprechen. Es ist ein Raum, der auch der Öffentlichkeit (den Gästen) ausgesetzt ist, ein repräsentativer Ort innerhalb eines privaten Raumes, und ein immer weniger genutzter Raum, da er mehr freie Zeit für seine Bewohner beansprucht – was sich durch die jüngste pandemische Heimeinschließung geändert haben könnte. Die menschliche Präsenz im Film wird durch Dialoge aus verschiedenen literarischen und theoretischen Quellen manifestiert: „Daten der Architekten“ (E. Neufert), „Narratologie“ (M. Bal), „Garten, Asche“ (D. Kis) und „Das Hausbuch“ (T. Conran).

studio ASYNCHROME – Marleen Leitner, Michael Schitnig (Österreich)
http://www.asynchrome.com

RESISTANCE / INFLUENCE / AWARENESS / BORDER? / DISTRIBUTION (UV-Druck auf Plexiglas)

Diese narrative Installation thematisiert die Verbreitung, den Einfluss und die Macht von (Fake-)News. Wie werden Geschichten erzählt und was sind die Konsequenzen unserer Entscheidungen? Die Plexiglasscheiben der Arbeit erscheinen wie Fenster zu Ereignissen der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Künstler zeigen eine subjektiv ausgewählte und auf den ersten Blick heterogene Fülle von Begebenheiten und Situationen in einem turbulenten, überladenen Bild. Die einzelnen Elemente bilden kein linear lesbares Panorama, sondern ein Netz von Bedeutungen und Nicht-Bedeutungen, die zwischen den einzelnen Bildern gewebt werden können. Die Transparenz der Tafeln ermöglicht es dem Betrachter, je nach Blickwinkel – und dem Hintergrundwissen des Besuchers – verschiedene Teilerzählungen zu erfassen. Es wird also keine Behauptung im Sinne einer Abfolge von Ursache und Wirkung aufgestellt, vielmehr geht es darum, das eigene Bild von (vermeintlichen) Realitäten zu konstruieren.

Internationale Vernetzung / OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst erneut Partner einer Europäischen Kulturhauptstadt

Die vom Creative Europe Programm der Europäischen Union kofinanzierte Kooperation „Flowing Connections“ http://flowingconnections.eu (FLOC spielt bei der Gestaltung der OSTRALE Biennale O21 eine entscheidende Rolle: Denn das Projekt ermöglicht die europäisch-interkulturelle Zusammenarbeit insbesondere im kuratorischen Prozess. Die von den Kuratoren gemeinsam erarbeitete Ausstellung wird zunächst im Rahmen der OSTRALE Biennale O21 in Dresden gezeigt. Im Anschluss wird eine Auswahl der Kunstwerke in Zusammenarbeit mit dem Art Quarter Budapest (Ungarn), Slobodne Veze (Kroatien) und dem ECOC-Büro Kaunas 2022 (Litauen) jeweils in Budapest, Split sowie abschließend in der Europäischen Kulturhauptstadt Kaunas 2022 (Litauen) präsentiert.

Robotron-Kantine als Kunstort

Andrea Hilger, Leiterin des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst: „In der Robotron-Kantine steht der OSTRALE Biennale dank der Unterstützung durch die Immobiliengesellschaft Gateway erstmals im Zentrum Dresdens eine Ausstellungsfläche von circa 3.500 Quadratmetern zur Verfügung (weitere circa 1.000 Quadratmeter an den dezentralen Ausstellungsorten). Das Gebäude ist ein wertvolles Zeitzeugnis der Ostmoderne und als oft übersehener Teil der Architektur- und Sozialgeschichte der Stadt Dresden derzeit leider im Verfallen begriffen. Mit Zwischennutzungen durch das Kunsthaus Dresden und die OSTRALE Biennale zeigen wir der Öffentlichkeit einen Raum, der prädestiniert ist für Kunst und Kultur.“

Ausstellende KünstlerInnen

Die Ausgabe OSTRALE Biennale O21 präsentiert 138 KünstlerInnen aus 34 Ländern, Deutschland, Litauen, Kroatien, Ungarn, Schweden, Serbien, Türkei, Indien, Nordmazedonien, Singapur, Italien, Frankreich, Togo, Niederlande, Russland, USA, Polen, Österreich, China, Ukraine, Slowenien, Moldawien, Tschechien, Bulgarien, Finnland, Bangladesch, Luxemburg, Aserbaidschan, Peru, Kosovo, Irland, Norwegen, Schweiz, Großbritannien.

Nils Agdler & Timo Menke (http://konstnarshuset.org/medlemmar/alla/nilsagdler/) (SE), Emil Andersson (http://emilandersson.net) (SE), Sanja Anđelkovic (http://sanjandjelkovic.com) (RS), Katharina Andress (http://katharinaandress.de) (DE), Aleksas Andriuskevicius (http://www.mmcentras.lt/autoriai/aleksas-andriuskevicius/7807) (LT), Aurelija Maknyt (http://maknyte.com) (LT), Seçkin Aydin (TR), Devadeep Bani Sarmah Gupta (http://devadeepgupta.com) (IN), Gildo Bavcevic (https://gildo-bavcevic-portfolio.tumblr.com/) (HR), Dávid Biró (http://www.birodavid.com) (HU), Bojan Mrđenovic (http://www.bojanmrdenovic.com) (HR), Jana Borsche (http://janaborsche.1100101.de) (DE), Viktor Brim (https://viktorbrim.com) (DE), Janos Brückner (http://www.brucknerjanos.com) (HU), Gaby Burckhardt (http://www.ckdt.de) (DE), Daniel Burkhardt (http://www.danielburkhardt.de) (DE), Nadja Buttendorf (https://nadjabuttendorf.com/) (DE), Elena Chemerska (MK), Daniel Chong (https://danielchongart.com/) (SG), István 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Bemmerlein & Veronika Pfaffinger, PL & DE)

Die OSTRALE Biennale ist eine der großen temporären Ausstellungen für zeitgenössische Künste in Deutschland. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was ihr die Freiheit gibt, gesellschaftlich relevante Themen abseits des Marktgeschehens zu diskutieren. Die Leitgedanken der OSTRALE, wie unter anderem friedliches Miteinander, Akzeptanz des Fremden bzw. Unbekannten, respektvoller Umgang, religiöse Vielfalt und Internationalität, spiegeln sich in den Ausstellungen inhaltlich wieder. Das Team der OSTRALE hat bereits mehrfach große Teile des Programms zeitgenössischer Künste Europäischer Kulturhauptstädte gestaltet, wie 2010 in Pécs, 2016 in Breslau, 2018 in Valletta/Malta, in der Rijeka/Kroatien (2020), wo allerdings wegen der Covid-19 Pandemie nur digital (https://rijeka2020.eu/dogadjanja/digitalna-izlozba-watergate-ostrale-bijenale-suvremene-umjetnosti/) präsentiert werden konnte, und eine Präsentation einer Auswahl von OSTRALE-Werken in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022 Kaunas/Litauen folgt. In den Jahren 2021-2022 ist die OSTRALE federführend am Projekt Flowing Connections (https://vimeo.com/487416772), (https://vimeo.com/544940287) beteiligt, das vom Creative Europe Programm der Europäischen Union co-finanziert wird. In Zusammenarbeit mit dem Art Quarter Budapest (Ungarn), Slobodne Veze (Kroatien) und dem ECOC-Büro Kaunas 2022 (Litauen) umfasst das Projekt die OSTRALE Biennale O21 in Dresden und OUT of OSTRALE-Ausstellungen in Budapest, Rijeka, Split, Zagreb und Kaunas im Jahr 2022, ergänzt durch ein Artist in Residence-Programm und mehrere Workshops zu digitalem Kulturmanagement, postindustriellen Kulturräumen, Kunstvermittlung und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Text: blaurock markenkommunikation Inh. Tobias Blaurock

www.team-blaurock.de

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Die Bürger:Bühne entführt mit „Gefährten“ auf einen Hörspaziergang im Ostragehege

01 Donnerstag Jul 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Theater

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Ein wildes Wesen, dem Menschen nicht unähnlich. Was unterscheidet uns
von Tieren, was verbindet uns? Dem geht die Aufführung „Gefährten“ ab Freitag auf einem Hörspaziergang auf dem neuen Messe- und früheren Ostrale-Gelände im Dresdner Ostragehege nach. Foto: Sebastian Hoppe


Den Fährten der Tiere nachgehen, die wir lieben, nutzen, schützen, töten…
Diana Wesser und Juliane Meckert bringen mit „Gefährten“ ein heikles Thema zur Sprache. Foto: Lilli Vostry

Skurriles Spiel zwischen Mensch und Tier

Vorab zur Uraufführung „Gefährten“ der Bürger:Bühne am Staatsschauspiel Dresden am 2.7., 17 Uhr im Ostragehege sprach ich mit Juliane Meckert und Diana Wesser, die den Hörspaziergang entwickelten. Sieben Spieler ergründen das zwiespältige Verhältnis von Mensch und Tier näher auf dem Gelände des einst größten Schlachthofs Europas.

Ein Gesicht mit gelben Augen, ein Wesen zwischen Mensch und Tier, schaut halb versteckt aus grünem Dickicht hervor auf dem Titelbild von „Gefährten“. Das gleichnamige Theaterprojekt der „Bürger:Bühne“ des Staatsschauspiel Dresden entführt die Zuschauer zu einem surrealen doku-fiktionalen Hörspaziergang auf dem neuen Messe- und ehemaligen Ostrale-Gelände im Ostragehege.

Die Uraufführung ist am 2. Juli, 17 und 19.30 Uhr. Der Rundgang startet in Gruppen mit jeweils maximal fünfzehn Teilnehmern am Treffpunkt Börse Dresden, Messering 7. Mit dieser Aufführung betritt die “Bürger:Bühne“ rätselhaftes Neuland nicht weit von der Innenstadt entfernt auf einem Gelände, das einst Europas größter Schlachthof war.

„Es geht um das Thema Nachhaltigkeit und das zwiespältige Verhältnis von Menschen zu ihren Tieren, wobei wir die Tiere mehr in den Fokus rücken“, sagt Diana Wesser. Gemeinsam mit Juliane Meckert führt sie Regie, entwickelten sie den Raum und Sound für den Hörspaziergang. Um Szenografie und Kostüme kümmerte sich Louise Walleneit. Eigentlich sollte es ein Bühnenstück werden und die Premiere ursprünglich im September 2020 sein. Doch wegen Corona ging das nicht. So hielten sie nach  einem Aufführungsort draußen Ausschau, auch der Große Garten war im Gespräch. Bevor sie sich für das Ostragehege entschieden, das schon der Maler Caspar David Friedrich in seinem geheimnisvollen Gemälde „Das große Gehege“ verewigte und den Soziologen Bruno Latour veranlasste, das Verhältnis, die Hierarchie der Über- und Unterordnung zwischen Mensch und Umwelt neu zu bestimmen.

Zu erleben ist eine Stückentwicklung mit sieben Spielern, unter ihnen eine
Tierärztin, eine Pferdetherapeutin, eine Frau, die mit Tieren zusammenlebt, eine
Tierschutzaktivistin und ein Jäger, der noch nie geschossen hat. Sie verkörpern
skurrile Wesen zwischen Tier und Mensch, radikale Tierrechtsaktivisten und denken in ihren Texten und Szenen nach über den Umgang mit Tieren, über Fleischkonsum, Haustiere, Zoonosen, Zucht und den eigentlichen Ursprung des Menschseins. Die Akteure führen das Publikum per Kopfhörer über das Gelände, rund um den ehemaligen „Schweinedom“, die Fettschmelze und den Amtsschlachthof. “Die Zuschauer tauchen ein in die Welt der Tiere, die ihre Fährten legen und sie an verschiedene Orte im Gelände führen“, sagt Juliane Meckert. Als Kulisse dienen morbide Ruinen, gähnend leere Messehallen und idyllische Natur im Landschaftsschutzgebiet, in dem sich immer noch zahlreiche Tiere tummeln. Es sei aber kein Stationen-Theater, sondern es wird eine durchgehende akustische Spur über den weiträumigen Spielort gelegt.

“Bei diesem Hörspaziergang in Verbindung mit szenischen Bildern und wechselnden Blickrichtungen erfährt der Besucher den Raum im Messegelände neu“, so Diana Wesser (51). Die gebürtige Stuttgarterin hat Medienkunst und Grafikdesign in Leipzig studiert. Juliane Meckert (39) stammt aus Leipzig, studierte Schauspiel am Mozarteum in Salzburg und hat bereits in mehreren Theaterprojekten genreübergreifend im öffentlichen Raum u.a. in Wien, Bremerhaven und in Leipzig mitgearbeitet. Dort lud sie zusammen mit Diana Wesser 2017 in ein „Kasino der Werte“ in einer Ladenpassage ein. “Gefährten“ ist ihr viertes gemeinsames Theaterprojekt.

Der Ausgang bleibt offen. „Es gibt nicht die eine Antwort, aber klare Warnhinweise wie das weltweite Artensterben, Klimakatastrophen und Corona-Krise“, sagt Juliane Meckert. „Wir müssen wieder erkennen, dass wir Teil der Natur sind. Sie kann ohne uns leben.“ Insgesamt zehn Vorstellungen von „Gefährten“ sind bis 22. Juli, jeweils 17 und 19.30 Uhr im Ostragehege geplant.

Text + Fotos (3) (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Bilder-Album: Premiere Wald-Theater „Luftholen“ in der Dresdner Heide

30 Mittwoch Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Projekte, Tanz, Theater, Zwischenmenschliches

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Im Wald, über den Dächern muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…, sang
Regina Felber angelehnt an ein bekanntes Lied von Reinhard Mey.

Wundersame Begegnungen im Wald mit Riesen, Scherzkobolden und flirrenden Sonnenflecken

Die Natur wurde zur Bühne für „Luftholen“, ein vergnüglich fantasiereiches Erlebnis für kleine und große Zuschauer mit 15 Künstlerinnen und Künstlern unter Regie von Regina Felber am Sonntagnachmittag im Stechgrund in der Dresdner Heide.

„Das wahre Theater ist, wo man fühlt und lacht, wo es mit einem im Innern was macht….“, begrüßte die Schauspielerin und Initiatorin des Projekts Regina Felber vergnügt die Zuschauer am Eingang zum Wald-Theater. Von Bildschirmbildern habe sie genug. Darum zog es sie nach draußen in die Natur, genauer, in den Stechgrund in der Dresdner Heide. Diese gibt eine traumhafte Kulisse für ein besonderes künstlerisches Erlebnis. „Luftholen“ – ein musikalisch-theatralischer Spaziergang hatte am Sonntagnachmittag Premiere. Gleich zwei Vorstellungen, beide ausverkauft!

Bei schönstem Sommerwetter luden insgesamt fünfzehn Künstlerinnen und Künstler, Schauspielerinnen, Komödianten, Musiker und Tanzende ihr Publikum ein zum Schauen, Innehalten und Genießen mit allen Sinnen mitten im Grünen. Flirrende Sonnenflecken auf den Waldwegen und würzige, angenehm kühle Waldluft. Weite Aussicht, dem Himmel nah, Vogelgezwitscher, Bachplätschern. In mehreren Gruppen gingen Zuschauer und Akteure gemeinsam vom Waldpark Weißer Hirsch aus auf dem ca. zweistündigen Spaziergang auf unebenen, romantisch-verschlungenen Pfaden immer tiefer hinein in den Wald, gab es an zehn Spielorten Wundersames, Urwüchsiges, Lustig-Versponnenes und Bezauberndes zum Thema Luft und Wald zu sehen und zu hören, lauschten, lachten und ließen sich kleine wie große Zuschauer verzaubern von der Kunst im Wald. In der Natur Vorgefundenes entfachte die Fantasie der Künstler. Wie ein umgefallener, „sprechender“ Baum, dem Schauspieler Thomas Stecher seine Stimme lieh per Toneinspielung in berührenden Worten über Zeit und Vergänglichkeit. Da taucht auf einer Holzbrücke plötzlich ein Riese auf, dem das Luftholen schwer fällt und der verwundert die vielen vor ihm schwebenden Seifenblasen betrachtet.

Mehr Text zur Aufführung folgt.

Fazit. Bitte mehr davon! Die Natur als Bühne und Raum für Träume und neue Erfahrungen.

Text + Fotos (lv)

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„Plötzlich alles da“ – Lesung mit Dorothea Grünzweig aus ihrem Gedichtband im Stadtmuseum

22 Dienstag Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

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Gesang einer Wald- und Feldschreiberin

Über Verblasstes und Ersehntes, Versehrtes und Verlust erzählen die Verse von Dorothea Grünzweig. Sie liest heute am 22. Juni, 19 Uhr im Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2.

»Plötzlich alles da« ist wie eine Zauberformel. Der Ursprung, die Magie von Gedichten ist in ihr gefasst. Verlorenes und Bedrohtes, Verblasstes und Ersehntes werden ins Leben gesungen, sind mit einem Mal voll da. Dann sprechen sie zu uns, öffnen und verwandeln sich und werden auf eine höhere Ebene transponiert. Die Bewegung zum Scheitelpunkt des »plötzlich« lässt aber auch schon die Umkehrung zum »Plötzlich alles weg« erahnen, das die Versehrtheit und den Verlust umspannt.

Die Vielfalt und Dringlichkeit der Themen reißt Grenzen ein. Vergessene Lieder steigen hoch aus der Brunnenstube des Erinnerns. Die vermeintliche Trennwand zwischen Tier und Mensch bricht auf, denn der Lebenstrieb des anderen Lebendigen, und sein Schmerz, ist auch der eigene.

Dieser Gesang einer Wald- und Feldschreiberin ist ein Ereignis von Wortzauber, Klangmagie und sprachschöpferischer Lust.

Dorothea Grünzweig, Plötzlich alles da, Wallstein Verlag, Göttingen 2020.

Eine Kooperation der Literarischen Arena e.V., der Evangelischen Akademie Sachsen und der Museen der Stadt Dresden

Keine Anmeldung, negativer Test oder Impfausweis notwendig, Mund-Nasen-Schutz erforderlich.

Mit besten Empfehlungen,
Jörg Scholz-Nollau

-- 
Mo-Fr. 10-13 und 15-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr

Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden

Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

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Wald-Theater zum Luftholen und Lustwandeln in der Dresdner Heide

21 Montag Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Musik, Projekte, Theater

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Die Natur spielt mit: Eine fantasievolle Figurenschar um die Schauspielerin und Regisseurin Regina Felber (im Hintergrund) lockt zum Wald-Theater.

Luftholen  – Eine musikalisch-theatralische Wanderung
mit Picknick im Wald

Insgesamt 15 Künstlerinnen und Künstler begleiten die Besucher beim Wald-Theater, das am 27. Juni, 15 + 18 Uhr Premiere hat.

Bühne frei zum „Wald-Theater“ in der Dresdner Heide. Vor traumhafter Kulisse im Waldpark Weißer Hirsch überrascht eine lustig-fantasievoll kostümierte Figurenschar die Spaziergänger. Zwischen Bäumen steht eine Wanderbühne mit samtrote Vorhang, auf dem vom Wind bewegte Blätterschatten mit den Sonnenstrahlen tanzen.

Ein erster Vorgeschmack auf ein Erlebnis besonderer Art. Unter dem Titel „Luftholen“ hat der musikalisch-theatralische Spaziergang am und im Stechgrund der Dresdner Heide am 27. Juni, 18 Uhr Premiere. Wegen des großen Interesses gibt es noch eine zweite Vorstellung um 15 Uhr. Beide Veranstaltungen sind bereits ausverkauft.

Sich Luft machen, Rausgehen und wieder live Kultur genießen nach dem langen Lockdown, das führte die Akteure um die Schauspielerin und Regisseurin Regina Felber zusammen. „Ich wollte wieder etwas machen, eine künstlerische Reise im Wald“, sagt Regina Felber, „und es ist toll, wieder mit anderen Künstlern zusammen arbeiten zu können.“ Noch nie sind die Leute so viel spazieren gegangen oder gejoggt und suchen Erholung im Wald wie während der Corona-Zeit, heißt es jetzt oft. Und Kunst im Wald?

Gab es so noch nicht und reizt Regina Felber daher um so mehr. Der Wald als Zufluchtsort, Ort der Geheimnisse, Träume und Visionen spielt außerhalb der Bühne und Stücken wie etwa Shakespeares „Sommernachtstraum“ bisher kaum eine Rolle. Das Kunstprojekt „Luftholen“ lädt die Besucher zum Gehen und Schauen, Hören, Verweilen und Lustwandeln im Freien ein. Insgesamt 15 Künstlerinnen und Künstler agieren zum Thema Luft und Wald an zehn Spielorten. „An der Pergola, dem Eingang zum Waldpark an der Stechgrundstraße wird das Publikum begrüßt, mit einem kulinarischen Lunchpaket und Getränk von Feinkost Müller vom Weißen Hirsch für das Waldpicknick versehen und in Gruppen von 30 bis 45 Personen von den Künstlern ins `Wald-Theater` begleitet“, so Regina Felber. Sie ist die Theaterdirektorin und spielt eine Figur, die vom Home Office weg will.

Mit von der Partie sind außerdem ein „sprechender Baum“, eine Frau im Käfig und eine Einsiedlerin, die im Wald lebt unter den Gesetzen der Natur, frei von den Zwängen der Gesellschaft und in einem Laubhaufen schläft. Gespielt wird sie von Julia Henke, die auch Figuren aus Holz mit der Kettensäge bearbeitet und einige mitbringt. Es gibt eine „Freakshow“ von Verrückten, die sich im Wald tummeln. Als Nixe in blauem Kleid und Fransentuch entsteigt die Tänzerin Sabine Jordan dem Wasser an der Teichquelle. Clown Lulu alias Joachim Lippmann sorgt als „bunter Hund“ für Späße und konkurriert
Flöte spielend mit dem Vogelgezwitscher. Eine urwüchsige Waldfee mit Feder und Blume im Haar und kraftvoll trommelnd, spielt Pepper Winnfried Haak. Ihr Künstlername ist Serpentina Riddle. Die 14-Jährige stammt aus einer Familie von Cheyenne-Indianern in den USA. Sie wohnt mit ihrer Mutter und Oma in Dresden.

Das Spiel im Wald begleiten Klänge auf dem Didgeridoo, Geige und Cello. Finanziell unterstützt wird die künstlerische Wald-Wanderung durch private Sponsoren, insbesondere Baywobau Dresden, die Apotheke am Weißen Hirsch, Ärzte und das Auktionshaus Günther. Regina Felber war sechs Jahre als Schauspielerin am Staatsschauspiel Dresden engagiert und initiiert und organisiert seither freischaffend kulturelle Projekte, darunter seit 2012 die Reihe „Dreikönigsball“ im Parkhotel Weisser Hirsch mit nationalen und internationalen Opernsängerinnen und für das Elbhangfest 2013 „Lohengrin – ein MusikSchauSpiel“ nach Richard Wagner. Das „Wald-Theater“ findet am dieses Jahr coronabedingt ausfallenden Elbhangfest-Wochenende statt.
Es ist natürlich kein Ersatz, aber setzt ein Zeichen für die Kultur, so Regina Felber. Sie wohnt seit 1994 in der Nähe vom Waldpark. 2011 entstand bereits „Spur der Kur“ in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein Weißer Hirsch/Oberloschwitz und der Baywobau, eine Zeitreise im ehemaligen Lahmann-Sanatorium mit 130 Mitwirkenden und 800 Zuschauern. Das Gebäudensemble wird saniert und als Wohnpark ausgebaut.

Außerdem kann man Regina Felber jetzt jeden Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr mit Straßenmusik vor dem Café Clara unweit vom Körnerplatz erleben. Mit Liedern von Zarah Leander bis Rammstein. Manchmal trifft sie dann auch auf die spontan drauflos musizierende Künstlerrunde, wo auch Komiker Joachim Lipppmann regelmäßig mitmischt, unterhalb vom Körnergarten am Blauen Wunder mit regem Zulauf von Spaziergängern und Fans.

Innerhalb des Kultursommer 21, gefördert vom Bund, plant Regina Felber eine Stadtwanderung in Dresden, wieder mit verschiedenen Stationen und Künstlern. Zu erleben allerdings erst im September.

Weitere Infos und Kartenbestellungen (pro Person 25 Euro inkl. Lunchpaket und Getränk, Dauer: ca. zwei Stunden) für das Wald-Theater unter www.luftholen.regina-felber.de Für alle Nicht-Geimpften gibt es vor Ort ein zertifiziertes mobiles Test-Zentrum für einen Spuck-Test, der gratis genutzt werden kann.

Text + Fotos (lv)

Zum Theater in den Wald: das Titelplakat für diese besondere Aufführung gestaltete die Illustratorin Annette von Bodecker (im Foto 2. v. li). Außerdem dabei: Pepper Winnfred Haak, Joachim Lippmann, Regina Felber und Sabine Jordan.

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Wiedersehen mit „Addams Family“ am Elbschloss Übigau

17 Donnerstag Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik, Theater

≈ Ein Kommentar


Freude an allem Grotesken und Makabren: The Addams Familie sorgt mit viel schwarzem Humor für Gänsehaut im gleichnamigen Musical der Comödie Dresden vor morbid-schöner Kulisse am Elbschloss Übigau (siehe dazu auch die Rezension zur Premiere auf meinwortgarten.com). Foto: Robert Jentzsch

Gruselspaß mit einer besonderen Familie

Nach dem Erfolg der vergangenen Open-Air-Saison zieht The Addams Family im Sommer 2021 noch einmal für kurze Zeit in das Elbschloss Übigau ein und liefert vom 23. Juni bis 11. Juli ein langersehntes Wiedersehen mit Gruselgarantie. In einer speziell auf Dresden zugeschnittenen Inszenierung begeisterte die skurrile Familie in der Open-Air-Saison 2020 rund 16.000 Besucherinnen und Besucher im idyllischen Schlossgarten an der Elbe. Uraufgeführt wurde das Grusical von Andrew Lippa 2009 in Chicago und landete ein Jahr später am Broadway, wo es mehr als 700 Mal über die Bühne spukte.

„Mit einer durchschnittlichen Auslastung von rund 90% hat das Sommertheater 2020 unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“, so Comödien-Geschäftsführer Olaf Maatz. „Während sich unsere Neuproduktion ‚Alice im Wunderland‘ nach zehn Vorstellungen eine kurze und wohlverdiente Ruhepause gönnt, bringen wir ‚The Addams Family‘ aufgrund des großen Zuspruchs noch einmal für kurze Zeit auf die Bühne. Getreu dem Motto ‚never change a winning team‘ darf sich das Publikum dabei auf viele bekannte Gesichter aus dem letzten Jahr freuen.“

Neben Susanna Mucha, die im Stück die mittlerweile erwachsene Tochter Wednesday verkörpert, stehen mit Mezzosopranistin Carolin Masur, dem Leipziger Entertainer, Sänger und Conférencier Bert Callenbach sowie dem Dresdner Andreas Goldmann und Comödien-Gesicht Philipp Richter gleich fünf Darstellerinnen und Darsteller bei der Wiederaufnahme der Grusel-Produktion auf der Bühne, die dem Publikum bereits aus dem vergangenen Jahr vertraut sind und darüber hinaus auch die diesjährige Neuproduktion „Alice im Wunderland“ besetzen. Großangelegte Ensembleszenen werden auch in diesem Sommer wieder vom Musical-Jugendchor „Oh-TÖNE“ unter der Leitung von Cornelia Drese gestaltet, die darüber hinaus erneut in der Rolle der Dresdnerin Alice Beineke durch den Schlossgarten sächselt. Ebenfalls mit dabei sind die Puppenspielerinnen Katharina Klinger und Cornelia Fritsche, die das „Eiskalte Händchen“, den skurrilen Mitbewohner der Addams, mit ihrer Kunst lebendig werden lassen. Neu hinzu kommen Musical-Darsteller Stefan Reil sowie Oliver Geilhardt, der schon in den Comödien-Produktionen wie „Landeier – oder Bauern suchen Frauen“ und „Rubbeldiekatz“ mitwirkte.

Erstmals im Jahr 1938 in Form eines Cartoons des US-amerikanischen Zeichners Charles Addams im Magazin „The New Yorker“ erschienen, erfreute sich der ungewöhnliche Clan bereits in den 1930ern großer Beliebtheit und erlangte ab den 1960er Jahren im Zuge einer TV-Serie und anschließenden Verfilmungen, jüngst im Rahmen eines Animationsfilms von 2019, Kultstatus. Als düstere und satirische Version einer perfekten Familie finden die Addams Freude an allem Grotesken und Makabren, ohne sich bewusst zu sein, dass andere Menschen ihr Verhalten als beängstigend empfinden. Andrew Lippa spinnt die Geschichten in seinem Musical weiter: Anders als im Original, ist Tochter Wednesday kein Kind mehr, sondern ein achtzehnjähriges Mädchen, das ihre große Liebe gefunden hat.

Text: Benjamin Abicht

Comödie Dresden
Freiberger Str. 39
01067 Dresden
Tel.: 0351 – 65 29 62 23
Fax: 0351 – 65 29 62 29

www.facebook.de/Comoedie.Dresden
www.comoedie-dresden.de

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Lesung zur Corona-Krise: Viktor Kalinke liest über die „Reniassance staatsmonopolistischer Kontexte“

17 Donnerstag Jun 2021

Posted by Lilli Vostry in Allgemein

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Wie viel Digitalisierung ist gesund?

Das Literaturforum Dresden e.V. lädt ein zur Premiere der Video-Lesung mit Viktor Kalinke am Donnerstag, dem 17. 6., ab 19 Uhr auf https://youtu.be/J-Zq2UtVIJU

In einer Reihe von Essays beleuchtete der Leipziger Autor und Verleger Viktor Kalinke zunächst verschiedene Aspekte der Corona-Krise. Hier konzentrierte er sich zunächst auf die Zahlenspiele – scheinbar objektiv errechnete Indizien, letztlich aber ohne fundierte Grundlage generierte Zahlen bestimmen die aktuelle Politik.

Nunmehr, so auch in diesem Video, geht Viktor Kalinke der Frage nach « Was hat das alles zu bedeuten? » These: «  Wir befinden uns gegenwärtig in der dritten Phase der Monopolbildung der Internetwirtschaft: die ein­stigen Startups, die sich in den letzten 20 Jahren zu globalen Monopolisten ge­mau­sert haben, sind nun dabei, sich mit staatlichen Strukturen zu verflechten, um ihre digitalen Ein­flußmöglichkeiten (Absatzmärkte) zu er­weitern. Sie nutzen die Deklaration einer Pandemie aus, um hoheitliche Akte wie die Ausstellung eines (Impf-) Passes mit Hilfe privatwirtschaftlicher Tech­no­logie zu digitalisieren.  »

Die einfachste und zugleich schwierigste Frage überhaupt : « Was kann jeder einzelne dagegen tun? » Dieses Video ist ein Muss!

Viktor Kalinke (geboren 1970 in Jena) ist Schriftsteller, Übersetzer und Verleger. Viktor Kalinke studierte Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Peking und promovierte an der Universität Leipzig. Er arbeitete in Kliniken und verschiedenen Gefängnissen Ostdeutschlands. Viktor Kalinke übersetzte die Bücher Laozi und Zhuangzi aus dem Chinesischen ins Deutsche.

Text: Patrick Beck

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Liebe Leser, Wenn Euch die Beiträge gefallen und Ihr unsere Arbeit (Autoren, Künstler, Webdesigner) unterstützen wollt, könnt Ihr auf folgendes Spendenkonto überweisen für das weitere Gedeihen dieses Gartens der Künste. Vielen Dank! Konto der Inhaberin des Blogs: Lilli Vostry/Text-Atelier DE 88 8707 0024 0525 231700

Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
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  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
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  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • BilderAlbum: Ausstellung "Alltagsrausch" von Mirjam Moritz bei art + form
  • Atelierbesuch bei Kathrin Stadthaus: "Ich fühle mich überall zuhause"
  • BilderAlbum: Finissage der Ausstellung "Schwarz Sehen" von Angela Hampel in der Galerie Mitte
  • Leerstand in der Dresdner Innenstadt alarmierend
  • Galerie auf Zeit: Ausstellung mit Fotografie & eine Retro Computer Lounge in der Neustädter Markthalle in Dresden
  • Familien-Musical aus dem Traumzauberwald: "Die Sonne" auf der Felsenbühne Rathen
  • "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" - Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Premiere "Die Csárdásfürstin" in der Staatsoperette Dresden
  • BilderAlbum: Zu Besuch bei dem Künstler Eckhard Kempin im Melli Beese-Haus in Dresden-Laubegast & Neue Ausstellung

Aktuelle Beiträge

  • Neue Gedichte vom Meer in HerbstFarben
  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
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  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung
  • Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig
  • BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer
  • Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden

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