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Kategorien-Archiv: Aktuelles

Neustadt Art Festival: Kultur für alle an ungewöhnlichen Orten

23 Donnerstag Aug 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Tanz, Theater

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Zeigt her Eure Künste!

Vom 28. bis 30. September findet das siebente Neustadt Art Festival in der Äußeren Neustadt statt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie Kunst- und Kulturschaffende sind aufgerufen Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Theater, Tanz und vieles mehr an verschiedenen Orten der Dresdner Neustadt zu zeigen, zu erleben und daran teilzuhaben.

“Bis zum 27. September sammeln wir Ideen und Orte, um die Neustadt nunmehr zum siebenten Mal ein Wochenende lang mit frei zugänglicher Kunst und Kultur zu schmücken”, sagt Jan Kossick, Mitorganisator des Festivals von der Initiative ‘Kultur sucht Raum’. “Dabei überlassen wir die Ausgestaltung den Akteurinnen und Akteuren und helfen bei der Vernetzung und organisatorischen Fragen.”

Interessierte Orte und Kunstschaffende können sich per Mail an programm@neustadt-art-festival.de wenden oder zu einem der Treffen im Interrobang (Kamenzer Straße 15), das nächste Mal am 16. September um 16 Uhr vorbeischauen.

Weitere Informationen:
Webseite: https://naf.li
Aufruf: https://naf.li/call/
E-Mail: programm@neustadt-art-festival.de

 

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Jürgen Haase verabschiedet sich als Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen

23 Donnerstag Aug 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Letzter Ritt ins Indianerland

Jürgen Haase spielt noch fünf Mal Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen und übergibt nach der Vorstellung am 1.9. 2018 seinen Henrystutzen an seinen Nachfolger. Vorstellungen von „Winnetou I“ von Olaf Hörbe nach Karl May sind am 23.8., um 11 Uhr, am 24.8., um 19 Uhr, am 26.8., um 15 Uhr, am 31.8., um 19 Uhr und am 1.9., um 15 Uhr.  

Jürgen Haase, spielt in diesem Sommer noch fünf Mal Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen.  Er hat mit einer kurzen Unterbrechung von 2007 bis 2012 über 30 Jahre Karl-May-Geschichte in Rathen mitgeschrieben und erlebt: Zunächst von 1984 bis 1990 als Winnetou und dann als Old Shatterhand.

Nach einer Pause nach 2006 hat ihn Manuel Schöbel 2012 auf die Felsenbühne zurückgeholt. Ab 2014 spielt er wieder Old Shatterhand. Aber diesen Sommer tatsächlich im letzten Jahr. Er übergibt nach der Vorstellung am 1. September 2018 seinen Henrystutzen an seinen Nachfolger.

Die Felsenbühne Rathen ist die Freilichtbühne mit der längsten Tradition der Karl-May Festspiele. Bereits 1938 ritten Karl Mays Helden – allerdings politisch einseitig interpretiert und benutzt – hier über die Bühne.

Mit Jürgen Haase als Winnetou und Herbert Graedtke als Old Shatterhand begann 1984 in «Der Schatz im Silbersee» die neue Ära der Karl-May Stücke. Es folgten unter anderem «Winnetou», «Der Ölprinz», «Old Surehand», «Unter Geiern», «Der Schatz im Silbersee». Allein bei sechs Inszenierungen nach Karl May sorgte Olaf Hörbe für das Textbuch und die Regie. Auch für die aktuelle Version von „Winnetou I“ konnte Olaf Hörbe als Autor gewonnen werden.

Erzählt wird die Geschichte Winnetous (Michael Berndt Cananá). Der junge Häuptling weiß um die technische Überlegenheit der weißen Eroberer. Er hat eine Ahnung von der Größe der Welt hinter dem Ozean. Gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite, der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich die Indianer befinden. Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und Vorboten der weiteren Eroberung. Banditen wie Santer greifen die Lebensgrundlage der Indianer an. Für Winnetou wird es schwer, die Indianer von Racheakten abzuhalten. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand (Jürgen Haase) aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg. Ihre Geschichte führt sie ins Lager der Apachen, in die Westernstadt St. Louis, zu den Landvermessern nahe der Station «Little Paradise» und in die Berge auf der Spur des Goldes. Geritten wird wie immer auf feurigen Pferden. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Aufführung einen besonderen Reiz.

Michael Berndt Cananá reitet als Winnetou seit 17. Mai 2014  in Rathen: Michael Berndt Cananá wurde am 7.1.1980 in Dresden geboren und hat seine Schauspielausbildung von 2004-2008 an der Berliner Schule für Schauspiel absolviert und dort aktiv in der BSFSSM (Berliner Schulen für Schauspiel-Schulmannschaft) mitgespielt. Anschließend folgte sein erstes Engagement am Landestheater Neustrelitz, bevor er 2012  an die Landesbühnen Sachsen wechselte. Auf der Felsenbühne Rathen spielte er bereits ab 2012 Apanatschka und ab 2014 Winnetou in „Old Surehand“ .

Regie: Manuel Schöbel; Ausstattung: Stefan Wiel

Darsteller:  Winnetou– Michael Berndt Cananá;  Old Shatterhand–  Jürgen Haase; Sam Hawkens – Grian Duesberg;;  Santer – Matthias Henkel/ Tom Hantschel/ Holger Uwe Thews;  Intschu-tschuna – Olaf Hörbe/ Jürgen Stegmann;  Klekih-petra– Herbert Graedtke/Lutz Hillmann; Nscho-tschi –  Julia Vincze;   Kliuna-ai/  Mary (Chefin der Mädchenband) –  Christin Rettig;  Tangua- Michael Martin; Medizinmann – Michael Martin; Bancroft/Mr. Henry/Apache  -Thomas Förster; Stone  – Felix Lydike/; Mr. White/Clay – Johannes Krobbach/Thomas Strangfeld;     Wirtin –  Heike Klaus;  Wirt/Metan-akva/  Rattler — Holger Kahl;  Santers Assistent / Apachen Trommler –  Thomas Strangfeld;   Parker– Jens Bache/ Fabian Trott ; Kiowa, Apachen, Siedler, Banditen, Vermesser –  AWEGO und Komparserie der Landesbühnen

Premiere war am 4. Juli 2015

34 Jahre Karl May auf der Felsenbühne Rathen mit den Landesbühnen

Die Felsenbühne Rathen ist die Freilichtbühne mit der längsten Tradition der Karl-May Festspiele. Bereits 1938 ritten Karl Mays Helden im „Schatz im Silbersee“ in Rathen über die Bühne. 1940 veranstaltete der Zirkus Sarasani Wild-West-Spiele nach Karl Mays „Schatz im Silbersee“.

Auf Initiative des Bürgermeister Erich Winkler entstand im Jahr 1936 die Felsenbühne Rathen. Mit dem „Basteispiel“, in dem zahlreiche Rathener Bürger mitspielten, wurde sie im Sommer 1936 eingeweiht. Ab 1937 übernahm der Sächsische Gemeindekulturverband die Aufführungen.  Danach spielten auf der Naturbühne Dresdner Berufsschauspieler. Bis 1941 folgten jährliche Karl May Inszenierungen (Aufstellung der einzelnen Stücke s.u.).

Die Felsenbühne Rathen gehört seit dem Sommer 1954 zu den ständigen Spielorten der Landesbühnen Sachsen. Nach 1945 gab es in Rathen  immer wieder Wild-West-Abenteuer –  u.a. „Goldsucher in den Rocky Mountains“ von Lutz Günther, Stück aus dem amerikanischen Westen nach Motiven des Jugendbuches „Das Tal des zornigen Bachs“ von Benno Voelkner (UA),   (Premiere. 8.7. 1972); „Der fliegende Pfeil“ Abenteuerstück von Helmut Müller, (Premiere 15.6.1974);  „Abenteuer am Mississippi“ für die Felsenbühne Rathen bearbeitet von Hans-Joachim Würzner  nach „Tom Sawyers großes Abenteuer“ von Hanus Burger und Stefan Heym nach Motiven von Mark Twain  2 x  (Uraufführung am 11.6.1961 und Premiere: 5.6.1975);  „Pferdediebe in Arkansas“ von Josef Heimann Stück,  aus dem amerikanischen Westen nach Friedrich Gerstäcker (Premiere am 21.5.1966 und am 26. Juni 1982) und „Tochter der Dakota“ Abenteuerstück von Helmut Menschel 2 x  (Uraufführung am 30.6.1979 und Premiere am 2.7.1983)

Die Landesbühnen Sachsen, die ihren Stammsitz in Radebeul, dem Wohn- und Sterbeort Karl Mays (1842- 1912) haben, fühlen sich seit 1984 wieder dem weltweit bekannten Autor auf der Felsenbühne Rathen verpflichtet.

Jürgen Haase als Winnetou und Herbert Graedtke als Old Shatterhand ritten als 1. Blutsbrüderpaar der DDR  im „Schatz im Silbersee“ 1984 über die Felsenbühne Rathen.

„Doch kaum waren die ersten Reiter hereingesprengt, die ersten Schüsse gefallen, da brandete schon Beifall auf. Noch ehe Winnetou sein erstes „Howgh“ gesprochen, hatte er die Sympathien der Zuschauer für sich.“ SNN, 20.6.1984

Jürgen Haase folgten in der Rolle des Winnetou Olaf Hais, Jean-Marc Birkholz,  Marc Schützenhofer und seit 2014 Michael Berndt-Canana. Peter Mohr übernahm die Rolle des Winnetou mehrmals  bei Ausfällen, wie im Sommer 2016. Und noch ein Schauspieler prägte die lange Karl-May-Tradition der Landesbühnen Sachsen.

Olaf Hörbe, verkörpert in diesem Sommer erneut den Häuptling Intschu-tschuna, den Vater Winnetous, im aktuellen Stück „Winnetou I“.  Er ist zugleich der Autor des Stückes. Insgesamt schrieb er 6 Karl-May Stücke für Rathen und inszeniert sie selbst von 1995 bis 2010.

Text: Petra Grubitzsch/Pressestelle LB

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Ausstellung „Akt-Visionen“ beim „Bühnen-Akt“ im Kunstkeller Dresden

21 Dienstag Aug 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Lebensart

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Fotos: Thoralf Möhlis

Sinnlicher Tanz der Fantasie

Die 96. Ausstellung der GALERIE KUNSTKELLER  – aktfotoARTdresden auf der Radeberger Straße 15 zeigt ab heute Fotografie von Thoralf Möhlis, die Tanz, Akrobatik und verschiedene Facetten des Weiblichen verbindet.

Grell geschminkt, tätowiert, krasse Akrobatik, coole Kostüme, erotische Posen und freche Gesten…, das waren nur einige Eindrücke, die der Fotograf Thoralf Möhlis (KOBOLDfoto) hatte, als er „Lady Kittys Hells Belles“ das erste Mal „on Stage“ sah. War es zu Beginn das Feuerwerk aus einer Mischung von Tanz und Akrobatik, was ihn begeisterte, faszinierte ihn sehr bald auch die Art, eine sanfte Dosis Erotik auf die Bühne zu bringen, oft auch mit einem Augenzwinkern.

In den vergangenen Jahren hatte der Fotokünstler die Möglichkeit, „Lady Kittys Hells Belles“ auf mehreren Festivals und Events fotografisch zu begleiten und bekam 2018 die Gelegenheit, mit ihnen im Studio Foto-Aufnahmen zu produzieren. Er transferiert damit eine besondere tänzerische Kunst-Welt von der Bühne in eine einmalige Fotoschau und vermittelt so Einblicke in eine außergewöhnliche Kunstform.

Vernissage: Dienstag,  21. August, 20 Uhr

Einführende Worte: Una Shamaa,Tänzerin

Tanzperformance:  Arzo–Carina Renz

Ausstellungsdauer:  21. August bis 15. Nov. 2018

Geöffnet: di 15 – 21.30; mi + do 16.30-18.30 Uhr und nach tel. Absprache

Blick in die Ausstellung:  www.kunstkeller-dresden.de/aktuell.htm

Text: Volkmar Fritzsche

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Ausstellung „Verbotene Lust“ von Eva-Maria Hagen in der Galerie Holger John

19 Sonntag Aug 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik

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Pralles Künstlerleben in Bildern: Selbstporträt und „Paradiesvögel“, 1990, mit Tochter Nina und Enkelin Cosma Shiva Hagen.


Eine Filmrolle und „Strandgut für Bärchens Busenfreund“


Marie Biermann sang Lieder ihres Vaters zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Holger John in Dresden.


Galerist Holger John

Der Traum vom Garten Eden

Bilder zwischen Begehren und Aufbegehren, Arkadien und LPG-Landschaft, mit Adam und Eva und Eva und Wolf zeigt eine Retrospektive mit Malerei von Eva-Maria Hagen in der Galerie Holger John in Dresden.

Verbote reizen bekanntlich gerade. Die Ausstellung „Verbotene Lust“ mit Malerei von Eva-Maria Hagen, Sängerin und Malerin, feiert pralle Lebenslust ebenso wie Lust am Denken und Widerspruch. Zur Eröffnung sang Marie Biermann mit viel Witz, Charme und Leidenschaft einige Lieder ihres Vaters, am Klavier begleitet von Jo Aldinger im vollen Galerieraum.

Auf zwei Etagen sind Bilder von Eva-Maria Hagen aus den 1960er Jahren bis zum Jahr 2000 zu sehen. In farbenfroh naiver Malweise, mal poetisch, fantasievoll, verspielt bis freizügig provokant nehmen Träume, Erinnerungen, Lebensvorstellungen zwischen Arkadien und Alltag, Schweben, Fallen und Fliegen auf den Leinwänden Gestalt an. Da tummeln sich  „Adam und Eva, kopfüber“, 1991 entstanden, tanzt ein Paar zwischen Fliegenpilzen mit Gitarre in der Hand und hockt der Liedermacher, Mensch Wolf, grimmig mit Schnauzbart sprungbereit im tiefen Wald. Eva-Maria Hagen war von 1965 bis 1972 die Lebenspartnerin des 1976 aus der DDR ausgebürgerten Liedermachers, den sie unterstützte, bekam ebenfalls Auftrittsverbot und reiste wenig später mit Tochter Nina in den Westen aus. Dem unbeschwerten „Tanz auf der Mauer“ von 1989 folgt der „Tanz im Zwielicht“, 1999. Nichts ist mehr eindeutig. Doch es ist zum Glück nicht verboten zu träumen.

Die Ausstellung „Verbotene Lust“ wurde wegen des großen Zuspruchs bis 20. August verlängert.

Text + Fotos (lv)

Galerie Holger Hohn, Rähnitzgasse 17.
Geöffnet: Di bis So von 14 – 19 Uhr

http://www.galerie-holgerjohn.com

 

 

 

 

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Wunderkammer-Festival WuKaMenta auf der Prager Straße

17 Freitag Aug 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Zwischenmenschliches

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Fotos (lv): WuKaMenta on Tour:  erster Akt zur BRN im Juni 2018 oberhalb der Alaunstraße. Mit dabei der Keramiker Berd Zabka.

Kunst auf der Straße

WuKaMenta 2018 auf der Walz, fünfter Akt, auf der Prager Straße am Pusteblumenbrunnen vom 17. bis 19. August, von 13 bis 20 Uhr
ReparaturWerkstatt Demokratie

Weit entfernt von der Museumstradition hinter verschlossenen Türen und vergitterten Fenstern, jenseits physischer oder metaphorischer Trennwände, lässt der »Kunst der Lüge« e. V. die WuKaMenta als ungezügeltes Wunderkammer-Festspiel frech, bilderstürmerisch, energisch und lustvoll durch die Stadtlandschaft fliegen.

Unsere Gesellschaft ist aus den Fugen. Wie ein Riss im neu verputzten Mauerwerk reicht die Kluft zwischen den verschiedenen Milieus. Bei der Reparaturwerkstatt DEMOKRATIE geht es nicht um eine Schnellreparatur mit Bratwurst und Bier, sondern um echte Begegnungen, Überspringen von Hindernissen und Schaffung neuer Differenzen. Sie nimmt auch das Ausstellen selbst in den Fokus, um zu zeigen, dass jeder Ort zum Ausstellungsort transformiert werden kann.

Die WuKaMenta bietet in der Zeit vom 17. – 19. August jeweils zwischen 13 und 20 Uhr unverdauliche Kunst auf der Prager Straße. Als künstlerische Interventionen, gleich neben dem Pusteblumenbrunnen bespielen sechs aktive Künstler den Platz:  Seina Michaelis mit einem Knopfbüro, Kurt Buchwald mit Röhrenmenschen, Apo – Abdullah Ericek – Radio Performance und Thomas Schönfeld mit Live-Ort-Komposition und es gibt eine Fragebogenaktion.

WuKaMenta ist: Kunst auf Augenhöhe, aus erster Hand, politisch in der Form. Sie setzt sich den Kult(ur)ereignissen in Dresden aus, erschien als ein »Museum ohne Dach« zur BRN, mit einem dadaistischen Gottesdienst beim Konstruktival, mit einem fahrenden Sommergewitter beim Nachtumzug des Elbhangfestes, als Akademie für Kunst im öffentlichen Raum vor dem Schaubudensommer und nun als Reparaturwerkstatt DEMOKRATIE auf der Prager Straße. Ihren nächsten Auftritt zelebriert die WuKaMenta beim Weinfest in Radebeul im Skulpturengarten von Richard von Gigantikow.

Ohne Schwellen und bei freiem Eintritt steht die WuKaMenta für die kreative Kraft von Spiel, Konfrontation und Reibung. Die spielerische Form erlaubt es Künstlern weit besser, in die Gesellschaft hineinzuwirken, denn bei komplexen Zusammenhängen ist der spielerische dem objekthaften Ansatz weit überlegen. Sie regt den Diskurs über künstlerische Ansprüche mitten im urbanen Raum an und setzt zeitgenössische Künstler den gesellschaftlichen Spannungen im öffentlichen Raum aus. Ohnmacht, Perspektivlosigkeit und Gleichgültigkeit, Ignoranz und Unterkühlung werden an der Tankstelle für Lebensenergie umgewandelt.

Die WuKaMenta wird von der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Programm: kunst-der-luege.de

Text + Künstlerische Leitung: Reinhard Zabka

Kunst der Lüge e.V.
Telefon: 0176 – 99 02 56 52
E-Mail: info@luegenmuseum.de

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Premiere „Lysistrata oder Der Weiberkrieg“ in der St. Pauli Ruine

22 Sonntag Jul 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Geballte Frauenpower: Lysistrata und ihre Mitstreiterinnen umgarnen und umzingeln, notfalls auch mit Wasserspritzpistolen, kriegsbegeisterte Männer und Ratsherren.
Fotos: St. Pauli Ruine

Witzig-lustvoller Aufstand der Frauen

Mit viel Witz, Power und hitzig-komischen Wortgefechten feierte die zeitlos aktuelle Komödie „Lysistrata“ von Aristophanes am Freitag abend Premiere in der St. Pauli Ruine.

Als die Frauen von dem „großen Ding“ hören, können sie es kaum erwarten. Doch bevor sie sich ihren Männern wieder liebevoll zuwenden, soll denen erst mal die Lust an kriegerischen Heldentaten gründlich ausgetrieben werden. Dafür setzen die Frauen all ihre Reize ein im Stück “Lysistrata oder der Weiberkrieg“. Die Komödie von Aristophanes hatte am Freitag abend Premiere in der St. Pauli Ruine.

Zunächst zögerlich, Mann, Kind und Hausarbeit zu verlassen, finden die Frauen aus Athen und Sparta zunehmend Gefallen an ihrer Mission als Friedensstifterinnen, statt klein beizugeben und immer nur schwer Verletzte wieder zusammenzuflicken. Sie verbarrikadieren sich auf der Bühne und der Empore hinter rotweißem Absperrband und gehisster weißer Fahne mit magisch schwarzem Dreieck, besetzen die Akropolis und beschlagnahmen den Kriegsschatz.

Die Gesichter kämpferisch mit Lippenstift bemalt, schwören sie ihren Liebesverzicht nicht mit Blut, sondern Muttermilch und lassen ihr „Opfer“, einen jungen Zuschauer, wieder laufen. Mit einem wild-archaischen Ritual-Tanz der Maori, den Ureinwohnern Neuseelands, machen die Frauen sich Mut, strecken frech die Zunge heraus und bieten den Männern leidenschaftlich Paroli. Allen voran Anführerin Lysistrata in blauem Kleid (kraftvoll: Yvonne Dominik), die die anderen zum Durchhalten ermuntert, wenn sie mit allen möglichen Tricks liebessehnsüchtig ausreißen wollen. Da umgarnen drei Wächterinnen (Anna-Sophie Naumann, Rita Stepanek und Anja Rößler) köstlich den verdutzten Kinesias (sanftmütig: Ronald Kieschnik).

Der ist zunächst widerwillig zum Verhandeln bereit, nachdem seine innig geliebte Frau Myrrhine (raffiniert-energisch: Steffi Gerber) ihm den Kinderwagen kalt zurückschiebt, sie ihn erst heiß macht und dann buchstäblich stehen lässt. Da verspotten, umringen und vertreiben die Frauen den despotischen Ratsherren, der zugleich als sensationslüsterner TV-Reporter von Brennpunkten der Welt berichtet (Rainer Leschhorn) und sie spritzen die Kampfhähne mit Wasserspritzpistolen nass. Bis sie schließlich einen öffentlichen Friedenseid ablegen.

Mit viel Witz, Power, hitzig-komischen Wortgefechten der nah am Publikum spielenden Laiendarsteller und zuletzt versöhnlich aufsteigendem Herzluftballon kam die Inszenierung unter Regie von Jörg Berger auf die Bühne. Eine schöne Vision für eine friedlichere Welt. Reichlich Beifall für einen vergnüglich-aufregenden und nachdenklichen Theaterabend.

Text (lv)

Nächste Vorstellungen:

22. und 23. Juli, 8. und 9. August, jeweils 20 Uhr in der St. Pauli Ruine, am Königsbrücker Platz im Hechtviertel

http://www.pauliruine.de

 

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Blick hinter die Fassade – Diplomausstellung in der Hochschule für Bildende Künste

19 Donnerstag Jul 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst

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Kunsthochschul-Absolvent Oskar Staudinger vor seinen Bildern

Ein humorvoller Akt der Selbsterkenntnis

In einer Bilderserie aus neun Tuschezeichnungen betrachtet Oskar Staudinger seine Zeit an der Dresdner Kunsthochschule. Insgesamt 42 Diplomanden zeigen dort derzeit ihre Abschlussarbeiten.

Eine aufreizend nackte Dame serviert auf einem Tablett wie unter einer Dunstglocke die Hochschule samt Zitronenpresse und Musenengel obendrauf. Einen witzig-hintergründigen Blick hinter die Fassade der Kunsthochschul-Welt wirft Absolvent Oskar Staudinger. Als Beobachter mit Hut und hochgeschlagenem Mantelkragen betrachtet er diese in einer Bilderserie aus neun Tuschezeichnungen auf Papier. Zu sehen sind sie in der derzeitigen Diplomausstellung der Hochschule für Bildende Künste auf der Brühlschen Terrasse (noch bis 9. September, Geöffnet: Di bis So 11 – 18 Uhr).

Im Oktogon und in den neun Atelierräumen zeigen 42 Diplomanden des Jahrgangs Bildende Kunst ihre Abschlussarbeiten. Grafik und Malerei sind dabei wieder stärker vertreten als Gegentrend zur digitalen Bilderflut. Ein Hingucker sind die zeichnerisch leichtfüßigen, eigenwilligen und oft schwarzhumorigen Zeichnungen in spannungsreichen Schwarz-Weiß-Kontrasten von Oskar Staudinger. Sie haben alle das gleiche Format ähnlich wie japanische Holzschnitte, zu sehen im Raum 105 im Erdgeschoss der Hochschule. Jedes Bild erzählt eine Geschichte. Die Ideen dazu trug der 28-jährige schon lange mit sich herum, bevor sie nun innerhalb von drei Wochen intensiven Zeichnens aus ihm heraus flossen. Wie das Bild „Einführung“, auf dem eine Kunststudentin wie eine Kellnerin mit der Zitronenpresse als Terrine posiert. Er zeichnete sie nackt, weil die Kunsthochschul-Szene größtenteils wie das Märchen „Kaisers neue Kleider“ sei, sagt Oskar Staudinger. „Sie hat einen Drang, die Klamotten sehen zu wollen. Aber da ist nichts. Wenn man nicht die große, intellektuelle Idee sieht, gilt man als Dummkopf oder Kulturbanause.“

Oskar Staudinger ist als „Opernkind“ aufgewachsen. Sein Vater sang als Tenorsänger an verschiedenen Opernhäusern und der Staatsoperette, der Sohn oft bei den Proben dabei und zeichnete, was er sah. Später skizzierte er heimlich Leute in der Straßenbahn. Oskar Staudinger hat von 2013 bis `018 Malerei und Grafik bei Professor Peter Bömmels studiert. Sein Kunststudium hat Staudinger mit Sehr gut abgeschlossen. Er ist ein großer Fan des Phantastischen Realismus und deren Vertretern Arik Brauer und Ernst Fuchs. Weitere Vorbilder sind Edward Gorey und J.E. Milles. An seine Hochschulzeit denkt Oskar Staudinger mit gemischten Gefühlen.

Gute Kunst lebt bekanntlich von Reibung, echter Auseinandersetzung mit den Werken. Stattdessen seien gleich zu Studienbeginn Leinwände von ihm beschädigt worden, erzählt Staudinger. Dann ging das Gerücht um, er sei „Fascho“, nachdem er einmal Pegida parodierte in einer Ausstellung, was aber offenbar nicht eindeutig erkannt wurde. „Man redet von Toleranz. Meint aber nur die Leute, die die eigene Meinung haben“, so Staudinger. Darauf nimmt er ironisch Bezug in den zwei Bildern „Allegorie des christlichen Abendlandes“ und „Das Gespenst“, das eine schwarz verhüllte muslimische Frau zeigt. Und im letzten Blatt Staudinger selbst nackt mit Diplom oder Spiegel in einem „Akt der Selbsterkenntnis“. Dem freien Künstlerdasein sieht er zuversichtlich entgegen.

Zwei seiner Tuschezeichnungen aus der Diplomausstellung tragen bereits rote Punkte und sind verkauft. Darunter das Bild der nackten Kunstkellnerin mit Zitronenpresse. Gefragt ist außerdem das schwarzhumorige Bildmotiv mit der Katze, die auf die Schuhe eines Erhängten blickt. Oskar  Staudinger zeichnet auch, um dunkle Erinnerungen und Situationen im Leben loszuwerden. Den Teddy mit den Haifischzähnen, aber in farbiger Fassung, bestellte der Chefarzt einer Münchner Krebsklinik bei ihm, nachdem er ihn im Herbst letzten Jahres in der ersten Einzelausstellung Staudingers im Kabarett-Theater „Breschke & Schuch“ sah. Zwei Drittel der Arbeiten dort seien inzwischen verkauft, freut sich der frisch diplomierte Künstler.

Im „Sommersalon“ der Galerie Kunst & Eros, der ab Freitag offensteht, sind auch Arbeiten von Oskar Staudinger zu sehen. Einen Auftrag für eine Buch-Illustration, „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann hat der junge Künstler auch schon. Außerdem zeigt er originelle Zeichnungen zu Buchklassikern unter dem Titel „Bilders Best“ im Buchladen „Büchers Best“ in der Neustadt noch bis September.

Text + Fotos (lv)

Mehr zum Künstler:

http://www.oskarstaudinger.com

Siehe auch den Text: „In fernem Land – Malerei und Tuschezeichnungen von Oskar Staudinger im Kabarett Breschke & Schuch“ auf http://www.meinwortgarten.com

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Scheune-Schaubuden-Sommer: Heiße Klänge, Tänzerinnen im Popcorn-Rausch und clowneske Zweisamkeit

19 Donnerstag Jul 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Theater

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Eine Frau steckt in einem weißen Lampenschirm-Rock. Nur der Kopf schaut raus. Verzückt schaut sie auf den herab prasselnden Popcorn-Regen, der sich von der Bühne bis in die Zuschauerreihen ergießt. Einen Moment später springt eine der beiden Tänzerinnen mit einem Hula-Reifen wild hin und her, die andere lässt ihren Reifrock kreisen.

Was verbindet Salsa, Popcorn, Hula und Walzer? Das ergründen Yamile Navarro und Jule Oeft von der Ju Wie Dance Company aus Dresden in ihrer assoziationsreichen Performance „Rumichaca Vol. 2“ aus Tanz- und Videobildern, in denen reale und traumhafte Bilder, Alltägliches, Vertrautes und Fremdes, aufeinander treffen. Inszeniert wie ein Werbespot bewegen sich die zwei Tänzerinnen in silbernen, geschlitzten Kleidern, die viel Beinfreiheit lassen, zwischen moderner Unterhaltungswelt mit Smartphones, Kopfhörern und Popcornbecher unterwegs und auf den geheimnisvollen Spuren einer fremden Kultur, angeregt von einer Recherchereise nach Kolumbien vor zwei Jahren. Sie bekamen viel Beifall vom vorwiegend jungen Publikum am Mittwoch abend beim diejährigen Scheune-Schaubuden-Sommer.

Mit viel Witz, Poesie und frechem Charme umgarnt das Clownspaar Kaspar & Gaya die Zuschauer und kommt sich dabei selbst immer wieder in die Quere. Sie gehören zu den Stammkünstlern des Schaubuden-Sommers, die man immer wieder gern sieht. Und wenn sie mal eine Weile nicht da waren, mit noch mehr Freude und Neugier.

Kaspar will wieder besonders glänzen, preist sich in lustiger Clownssprache und scheucht Madame Gaya umher, um das Publikum immer wieder aufs Neue zu überraschen. Sie bietet ihm ebenso gewitzt wie erfinderisch Paroli, mal verlegen kichernd, mal übermütig begleitet sie seine Eskapaden, agiert voll Power am Schlagzeug, o la la! Und zerlegt ganz in Spiellaune seine Posaune und klebt sie liebevoll wieder zusammen, während sich ihm dabei alles umdreht. Während sie laut und ausführlich über existenzielle Fragen, wie den Austausch miteinander, warum und weshalb nachdenkt, schleicht er von hinten mal wie Dracula mit Reißzähnen und als gehörnter Unhold um sie herum. Überaus komisch nehmen sie die Tücken des menschlichen Zusammenseins aufs Korn.

Als Gipfel  landet Kaspar eingeklemmt in einer Tonne, Gaya hält es für ein Spiel und zischt, er soll da rauskommen… Und schreit laut um Hilfe, nachdem alles Hin und Her rollen des in der Tonne Eingesperrten nichts nützt. Zusammen mit einem Kind, das mit anpackt, gelingt es Gaya schließlich Kaspar aus seiner Bedrängnis zu befreien. Und beide können doch noch gemeinsam strahlen.

Am Donnerstag abend sind Kaspar & Gaya noch einmal zu erleben beim Schaubuden-Sommer.

In einen wahren Klangrausch versetzen die vier Beatboxer von The Razzones aus Berlin die Zuschauer. So voll das Zelt, so toll die Stimmung! Man vergisst, dass man eigentlich keinen Techno und Partymusik mag. Das hier ist anders, voller Herzblut und Rythmus gesungen mit vollem Körpereinsatz. Unwiderstehlich. Nur mit dem Mund und Mikro mixen sie Musikstile querbeet von Klassik, Pop bis Rap, entführen heiße Sounds und Geräusche und Songs aus dem Großstadtdschungel ans Meer mit Möwenschreien und Wellenrauschen. Einfach grandios.

Text + Fotos (lv)

http://www.schaubudensommer.de


Im Popcorn-Rausch: Yamile Navarro und Jule Oeft von der Ju Wie Dance Company aus Dresden.


Strahlen und Streit in stretem Wechsel: das Clownspaar Kaspar & Gaya


Klangrausch mit den Beatboxern von „The Razzones“


Mit ihrem neuen Programm „Piepshow“ kommt Sängerin Anna Mateur & The Ringtones zum Scheune-Schaubuden-Sommer. Zu erleben von Freitag- bis Sonntag abend.

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Hereinspaziert zum 21. Scheune-Schaubuden-Sommer!

13 Freitag Jul 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Tanz, Theater

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Wandlungsfreudig: Pantomime Elias Elastisch

Härtetest mit Maus.


Budenzauber-Vergnügen für klein & groß: Mittendrin Helmut Raeder, künstlerischer Leiter des Scheune-Schaubuden-Sommers.


Komischer Magier und rasanter Jongleur: Aaron Dewitz


Witzig-romantisch: „Biene“ umschwirrt „Blume“

Düsteres Fantasy-Spektakel mit Puppen und Musik: Die Gruppe „Dirty Granny Tales“ aus Griechenland.


Schlagendes Tanz-Duell: Wer schlägt den anderen am besten und schönsten aus dem Ring, Rampenlicht?! Performance mit der Joshua Monten Dance Company.

Laute Stille und tanzende Schläge

Von vielfältiger Pantomime bis zu ausgelebter Kampffreude reicht die Bandbreite beim 21. Scheune-Schaubuden-Sommer vom 12. bis 22. Juli.

Luftakrobaten, hangelnde Harlekine und auf vielerlei Art vergnügte Wesen schweben, auf durchsichtige Gaze gezeichnet, hoch über den Zuschauerköpfen auf dem Platz. Die witzig-fantasiereiche Figurenwelt für den 21. Scheune-Schaubuden-Sommer hinter dem Kulturzentrum Scheune in der Neustadt gestaltete das chilenische Künstlerpaar César und Muriel Olhogaray. Leuchtend beringte Laternen hängte KETE auf und die originelle Beschilderung stammt von Spacke.

Über 70 Künstler aus aller Welt laden seit Donnerstagabend die Besucher wieder zum Wandeln, Wundern, Träumen und Genießen in den Zelten und auf Freisitzen unter Bäumen ein. Jeden Abend stehen zwölf bis fünfzehn verschiedene Shows – von Körper- und Objekttheater, Puppenspiel über Tanz, Clownerie, Beatboxern bis zum Honig-Bad im Selbsterfahrungsraum – zur Auswahl. Am Eröffnungsabend bildeten sich lange Schlangen vor den Buden. Rund 1200 Leute passen auf den Platz. „Wir freuen uns auf elf Budennächte voller Zauber, Schönheit und Frohsinn“, sagt Helmut Raeder, der künstlerische Leiter des Schaubuden-Sommers. „Regen schreckt uns nicht, die Aufführungen sind gut bedacht. Bis auf die Arena als neuer Spielort.“ Unbedingt sehenswert ist „Herr Kasimir“ alias Aaron Dewitz als rasant jonglierender Komiker mit Bällen, Keulen, Hut und weißem Stöckchen umherwirbelnd wie Charlie Chaplin, und als kurioser Magier mit Lampion auf dem Kopf, kein Fettnäpfchen auslassend, begeisterte er das Publikum.

Wie reichhaltig „Laute Stille“ sein kann und dass Pantomime weitaus mehr als „weiße Haut“ ist, zeigt der Schauspieler und Pantomimekünstler Elias Elastisch sehr wandlungsfreudig im Spiel hinter und vor einer schwarzen Wand. Er verblüfft von Szene zu Szene, begleitet von Klassik- bis Hardrockklängen als genervt festsitzender Reisender, einsamer Genießer, Geheimagent und schriller Zirkusdirektor im Härtetest mit einer Maus. Im Saal sorgt ein düster-albtraumhaftes Fantasy-Spektakel mit vier Musikern mit gespenstischen Masken und einer mittendrin zappelnden weißen Tänzerin und einer monsterhaften Puppe für Gänsehaut, inszeniert von der Gruppe „Dirty Granny Tales“ aus Griechenland. Mehrere Zuschauer verließen vorzeitig die Vorstellung.

In der Arena im „Graffiti Rondelli“ geht es buchstäblich schlagfertig zu. Ein Mann und eine Frau in kurzen Hosen, Hemd und Krawatte ohrfeigen sich heftig, strahlen dabei und verteilen Flyer an die Zuschauer. Sie befestigen Absperrband vor den Zuschauerreihen wie in einem Boxring. Dann hagelt es Schläge formvollendet in getanzter Choreografie, reihum zwischen zwei Männern und einer Frau, zu mal sanften Geigen- und feurigen Balkanklängen. Die Schweizer Joshua-Monten-Dance-Company nimmt unter dem Motto „Little Joy“ lustvoll-humorvoll Kämpfe jeder gegen jeden, Mann gegen Frau aufs Korn in ihrer umjubelten Performance. Der Scheune-Schaubuden-Sommer geht noch bis 22. Juli. Der Festival-Platz ist täglich ab 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt  kostet 3 Euro. Das Einzelticket pro Show  5 Euro, das Dreierticket 12 Euro. Nach Mitternacht gibt es außerdem Konzerte für Nachtschwärmer im Festivalclub.

Text + Fotos (lv)

http://www.schaubudensommer.de

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Erste WortKlänge aus dem KlangLabor

12 Donnerstag Jul 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie

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Bilder, Wortspiele und Klänge entstehen aus dem Moment heraus – mit viel Spaß und Fantasie im KlangLabor: meinwortgarten-Autorin Lilli Vostry und Elias freuen sich auf weitere neugierige. erzählfreudige Kinder.
Die nächsten Male der Schreib- und Geschichtenwerkstatt „Fantasius Firlefanz“ sind am 18. und 25.7., von 17 – 19 Uhr auf der Lommatzscher Str. 6 in Dresden.

Hier könnt Ihr unsere ersten gemeinsamen Reimgedichte lesen. Mit getextet hat Aerdna Harp, Mama von Elias, die außerdem Harfe spielt und malt.

Roter Flitzer

Siehst du mich blinken
ich kann nur noch hinken

oh wei
mein Rad ist entzwei

gib schnell das Abschleppseil
dann flitz ich wieder
wie ein Pfeil

der Fahrer hat `nen Knall
den schieß ich ins All

(11.7.2018)

Aerdna

Aschenbrödel
nudeldick
liebt das Reisen sehr
wenn es nur nicht
solch ein Angsthase wär

sie hört einen Klang
ihr ist nicht mehr bang
wen sieht sie dort
einen Dudelsackspieler
am holden Ort

und sie gesteht sich ein:
Das könnte Einer für immer sein!

(11.7.2018)

LiebesSchläge

Interessant ist die Liebe
sie versetzt Hiebe (und Berge)
blaugefleckt voller Ideen
bleibe ich
nicht mehr stehen

lache ihr locker
ins Gesicht

lebendig ohne Kriege
nehme ich die Liebe

(11.7.2018)

Auf zu neuen Geschichten-Abenteuern… Fotos (2): Aerdna HarpOffen für neue KlangWelten: Andrea Dorschner alias Aerdna Harp mit ihrer Harfe. Foto: lv

 

 

 

 

 

 

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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