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~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Kategorien-Archiv: Poesie

BilderAlbum: Katzenliebe

08 Dienstag Aug 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Genießen, Lebensart, Poesie

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Wie aus dem Nichts war sie plötzlich da. Ein weißer Traum. Das Gegenteil von meiner schwarzen Katzendame Lola. Die zwei werden sich wohl nie kennenlernen. Da Lola schon immer eine Drinnenkatze ist und die weiße draußen umher wandelt. Neuerdings auch in unserem Hof. Seit kurzem kommt die weiße Katzenschönheit, nennen wir sie Madame Blanche, öfter zu Besuch aus dem Nachbarhof zu uns. Meist nachmittags oder abends. Ihr feines, leises Miau erinnert mich daran, dass da noch jemand ist. Zum Anschauen, Bewundern und natürlich auch Füttern! Na gerne doch. Schauen wir sie uns näher an.

Madame hält Hof. Zuerst schaute sie nur scheu über die Mauer. Am nächsten Tag saß sie schon obendrauf oder besser thronte in der Sonne als sei dies schon immer ihr Platz… Kater Paul, der kleine Draußenkater und schon lange hier, nimmt es galant und gelassen und zieht sich dann ans andere Ende der Wiese zurück. Eine erste vorsichtige Annäherung gab es auch schon. Bin gespannt wie es weitergeht mit den beiden.

Übrigens ist heute Weltkatzentag. Und die Premiere eines neuen Katzenfilms: „Kedi – von Katzen und Menschen“ über Katzen in Istanbul. Werde ich mir anschauen. Nachdem der in London umher streunende Straßenkater Bob und sein Kumpel James, ein ehemals drogenabhängiger Straßenmusiker, sich fanden in der Not und seither unzertrennliche Freunde und inzwischen Stars sind, stehen Katzen endlich dort, wo sie sich gern sehen. Im Mittelpunkt! Unlängst flogen die zwei in eigener Kabine zur Filmpremiere von „Bob der Streuner“ nach Japan. Ihre Fangemeinde wächst unaufhörlich, seit ihr abenteuerliches Leben auf der Straße als Buch zum Bestseller und erfolgreich und preisgekrönt verfilmt wurde. Wenn der aufgeweckte honigsüße Kater Bob geahnt hätte, was für ein Rummel um ihn und seinen Begleiter danach entsteht, ob er dann sein freies Straßenleben vorgezogen hätte, ganz zu tun was ihm gefällt statt nur noch anderen zu gefallen und vorgeführt und vermarktet zu werden als lebende Attraktion. Menschen und Katzen sind schon eigenartige Wesen.

Frei Wild

Honigsüß fängst du
mich ein
streckst zärtlich die Krallen
nach mir aus

Frei Wild besänftigt
widerborstig anschmiegsam
spielen wir Raub Tier Mensch
sind mal Jäger mal Getriebene

vergrabe mein Gesicht in den Sonnenflecken
schwarzfelliger Seide
aus dem Himmel fallende Sternenaugen
funkeln
während du mich fortschnurrst in fremde Galaxien

(Aus meinem Bilder-Gedicht-Kalender „Von Tier zu Mensch“, 2016)

Texte + Fotos (lv)

Lola in ihrem Reich. Ein Glück, wenn sie mal still hält. Meist ist sie schneller weg als die Kamera auslöst.

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Traumreiche Landschaften von Aleko Adamia eröffnen den Palais Sommer

03 Donnerstag Aug 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Poesie

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Wirbelnde Farbwogen und Flüchtlinge im Park

Die erste Einzelausstellung mit Arbeiten des georgischen Künstlers, Mitgründer des Palais Sommer und Leiter des Plenairs ist ab dem 4. August (Eröffnung um 19 Uhr) beim Kulturfestival auf der Wiese des Japanischen Palais zu sehen.

Wie ein schwerer alter Dampfer ragt die Altstadtkulisse aus dem Fluss. Da treffen verwittertes Sandsteingrau auf lebhaft wirbelnde Farbwogen und Blütenzauber in zarten Pastelltönen aufeinander auf den Leinwänden. Die Bilder hängen im Freien mit Blick auf die malerische Landschaft. „Mein Traum sieht ähnlich aus wie ein blühender Pfirsichbaum!“, so nennt der georgische Künstler Aleko Adamia seine Ausstellung, welche am heutigen Freitagabend, um 19 Uhr den nunmehr neunten Palais Sommer auf der Wiese am Japanischen Palais eröffnet.

Das Kulturfestival bietet wieder den ganzen August über, eintrittfrei auf Spendenbasis mit über 100 Veranstaltungen, den Besuchern reichlich Kunst und Kultur mitten im Grünen, auf Decken und Liegestühlen sitzend und an der Bildergalerie entlang flanierend. Die Palette reicht dabei von Klavierkonzerten, Singer-Songwriter-Nacht, Hörspielen, Lesungen mit Poesie und Yoga im Park bis zu einem Gespräch unter dem Titel “Wie wollen wir leben?“ mit dem Philosophen Richard David Precht und dem Autor Chistian Felber (am 14.8., 20.30 Uhr).

Die farbreich-poetischen, figürlichen und abstrakten Bilder von Aleko Adamia entstanden während der internationalen Plenairs, mit denen das Kulturfestival 2005 begann. Sie zeigen Erträumtes und Erlebtes zwischen Park und Fluss wie „Das Frühstück im Grünen“, „Garten Eden“, „Chillende Wasserpfeife“, „Danea“, „Träumerin“, „Gewitter“ oder „Gäste“. In diesem Bild malte Adamia eine Flüchtlingsfamilie im Park vor der Flusslandschaft. “Ich bin auch Gast und es ergeht mir mit Dresden wie mit Tbilisi. Wenn ich wegfahre und wiederkomme, fühlt es sich wie Heimat an. Dresden hat auch ein einzigartiges Porträt, da braucht man nur noch zu den Farben greifen“, sagt Aleko Adamia. Dresden ist seit 25 Jahren sein zweites Zuhause. Er studierte Malerei und Grafik an der Kunstakademie in Tbilisi, wo er eine Gastprofessur hat. Außerdem ist er Mitgründer des Palais Sommer und künstlerischer Leiter des Plenairs.

Das erste fand 2005 noch im Filmnächte-Gelände am Königsufer statt. Begeistert von der Idee des Kunst-Happenings unter freiem Himmel, das mit Freilichtmalern wie Paul Cezanne und anderen Postimpressionisten in Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts begann, stieg Filmnächte-Veranstalter Jörg Polenz auch als Geschäftsführer beim Palais Sommer mit ein und mit ihm viele weitere Programmpartner und Unterstützer, die helfen das Kulturfestival – vom Bühnenaufbau über die Technik bis zu Gagen für die Künstler – zu finanzieren.

Bei den Spenden von Unternehmen und Besuchern des Palais Sommer gilt das Motto: „Du gibst was du kannst“. Man kann auch Liegestühle und Yogamatten ausleihen. Der Erlös fließt ebenfalls in den Palais Sommer. Zum Unterstützerkreis gehört auch Familie Metzig, die von Anbeginn eine Künstlerwohnung für Plenair-Teilnehmer in ihrem Haus bereitstellt. Dort befindet sich auch Adamias Atelier. Unter den langjährigen emsigen Helfern und Weggefährten des Plenairs sind außerdem der Maler Otto Rabisch und die Kulturmanagerin Simone Lade mit ihrer Agentur „Ars longa“.

Zwei Jahre wurde das Plenair von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gefördert, mit „Frühstück im Freien“ und Aktmalerei nach einem Gemälde von Èdouard Manet und das zweite Mal innerhalb der Ausstellung „Verwandelte Götter“ im Japanischen Palais. Es folgten weitere sinnliche Bilderinszenierungen wie „Schlummernde Venus“ oder „Flora mit Akt“ und in diesem Jahr regen „Nackte Reiterinnen“, zwei Aktmodelle nebst echtem Pferd, die Sinne und Fantasie beim Betrachten und Malen an (am 12.8., ab 12 Uhr). Dazu sind neben der Künstlergruppe vom Plenair ebenso künstlerische Autodidakten aus dem Publikum eingeladen. Fortgesetzt wird auch die Aktion „Folge kleinen Herzen“, wo Kinder und Jugendliche mit Künstlern zusammen Bilder malen, der Verkaufserlös kommt sozialen Zwecken zugute.

Aleko Adamia betreut diesmal zehn Teilnehmer bei der Freilichtmalerei, drei Kunststudenten aus Dresden und sieben junge Künstler aus Tbilisi. Sie werden ihre Staffeleien im Grünen aufstellen und in den kommenden drei Wochen täglich vor den Augen der Passanten malen. Erstmals ist eine Einzelausstellung beim Palais Sommer zu sehen. Diesmal mit Arbeiten Adamias, der dieses Jahr seinen 55. Geburtstag feierte. „Jedes Jahr erhält ein anderer Künstler die Möglichkeit, mit seinen Werken präsent zu sein, die auch auf einem Plakat und im Programmheft gedruckt  werden“, so Adamia. Pro Abend kommen immerhin bis zu tausend Besucher zum Palais Sommer, die dann auch die Bilder betrachten und erwerben können. Von den verkauften Bildern gehen 30 Prozent der Einnahmen an den Palais Sommer. Die beim Plenair entstehenden Bilder werden mit feierlicher Vergabe des Canaletto-Preises, den der Künstlerbedarf Gerstaecker stiftet für die besten Bilder, ausgewählt von einer Jury aus regelmäßig am Plenair teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern (wie Maria Mednikowa, Mandy Friedrich, Ulrike Pisch, Babak Nayebi) in einer gemeinsamen Abschlussausstellung am 27. August präsentiert.

Text + Fotos (lv)

Das vollständige Programm steht unter www.Palaissommer.de

Bald ist die Wiese am Japanischen Palais wieder voller Bilder, kann man allabendlich Musik und Hörspielen lauschen und beim Yoga entspannen. Auf viele interessierte Besucher freuen sich der Künstler Aleko Adamia und die Kulturmanagerin Simone Lade. Auch wenn Adamia weiß: „Oft entscheidet der Bauch mehr als der Kopf. Doch ich bin sicher, wenn diese ständige Angst der Menschen, nicht genug zu haben, hungrig zu sein, eines Tages wegfällt, werden sie Kunst suchen und das Schöne sehen und genießen.“

P.S.: Über die sozialen Netzwerke habe ich gestern erfahren, dass Aleko Adamia letzte Woche an den Folgen einer Herzoperation leider verstorben ist. Er war ein großartiger, engagierter Künstler. Seine Bilder werden bleiben und hoffentlich auch die Plenairs und wunderbare Bildergalerie im Freien beim Palais Sommer. L.V.

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BilderAlbum: Rückblick auf den 20. Scheune-Schaubuden-Sommer

24 Montag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Lebensart, Musik, Poesie, Theater

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Staubsaugende, Staub aufwirbelnde Chaoten und Träumer

Nun sind die bunten Lichter vom Jubiläums-Scheune-Schaubuden-Sommer erloschen. Nachthemden und Traumgeister wieder eingesammelt bzw. sie schweben, tanzen, gaukeln weiter des nachts durch die Straßen und Träume… Hier noch einige Impressionen von diesem wieder zauberhaften Fest der Komödianten, Schauspieler, Tänzer, Sänger, Körperakrobaten, Puppenspieler, Poeten, Platzverschönerer und Glücklichmacher. Zu den Highligths der Budennächte gehörten Sängerin Anna Mateur& die AntiRoutine-Einheit mit ihrem neuen Programm „Kaoshüter“: „Ordungshüter gibt es zur Genüge… aber wer passt auf das Chaos auf?!“, fragt sie wie immer humorvoll und stimmgewaltig als wahnsinnige Dramaqueen und Staubsaugende zu Tangoklängen im Gefühlschaos.

Rasant komisch, witzig und einfallsreich zwischen Alltag und Ausbrüchen daraus, zwischen Mensch, Tier und Maschine, Funktionieren und Fantasie, bewegten sich die drei jungen Spanier von „Punt Moc“, die ebenso viele Lacher wie Beifall für ihre Show einheimsten.

Wild, frech, flippig, abgedreht und wahnwitzig über Gefühlsabgründen balancierend, spielten, sangen und jandelten wortakrobatisch mit Lauten, Sprache und Rhythmus jonglierend drei junge Künstler als Trio „Gaggalaari“ von der Hochschule der Künste Bern (Schweiz) in ihrem Programm „Ich bin das Walross – eine Show über die Eleganz großer Tiere in einer immer leichter werdenden Welt am Beispiel des Walrosses“.

Text + Fotos (lv)

Sängerin Anna Mateur & AntiRoutineEinheit in ihrem neuen Programm „Kaoshüter“ beim Schaubuden-Sommer.

 

 

 

 

 

 

PutzParade in der Neustadt

Grün gesaugt im Alaunpark

Liebe geht durch den Staubsauger: Anna Mateur in Aktion

Ordentlich Applaus gab`s am Ende für die „Kaoshüter“ im vollen Scheune-Saal.

Körpertheater par excellence: die drei jungen Spanier von „Punt Moc“. http://www.puntmoc.com

Gefangen in Routine

 

 

 

 

 

Na wie bin ich?! Hat der etwa ein Ei gelegt…

 

 

 

 

 

 

Atemberaubend schnell und komisch: Kopfkino voller Leidenschaft, Witz, Power und Fantasie. Das war grandios, Punt Moc! Die vergnügte Stimmung im Zelt zog magisch an.

Aufreizend, schräg und abgründig: Gaggalaari, ein Trio der Hochschule der Künste Bern mit ihrem Programm „Ich bin das Walross“. http://www.hkb.bfh.ch

 

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Tanz der Traumgeister beim 20. Scheune-Schaubuden-Sommer

14 Freitag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Lebensart, Poesie, Tanz, Theater

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Das schönste Dresdner Fest für Träumer, Nachtschwärmer und schräge Vögel lockt noch bis 16. Juli allabendlich mit jeder Menge Musik, Theater, Clownerie und vielen Künsten mehr zum Staunen und Genießen.

Bunt, fröhlich und lebendig wie am ersten Tag. Ob Regen, Sturm oder Sonnenschein. Die Komödiantenschar aus aller Welt lässt die Traumgeister wieder allabendlich tanzen beim 20. Scheune-Schaubuden-Sommer im Garten hinter der Scheune in der Dresdner Neustadt. Vor den Buden und Zelten stehen die Besucher, vorfreudig und geduldig. Kommt man nicht mehr rein, zieht man zur nächsten Verlockung. Davon gibt es viele auf dem Platz. Und vor der großen Tafel mit der Programm-Übersicht gleich am Eingang steht Festivalchef Helmut Raeder, freut sich über den Besucherstrom und gibt geduldig Tipps, welche Künstler man unbedingt gesehen haben sollte. Neben Stammgästen sind immer wieder neue Entdeckungen dabei. So bleibt der Schaubudensommer immer spannend und abwechslungsreich. Überraschend und unkonventionell sowieso.

Daran wird sich auch nichts ändern, versichert Raeder. „Wir sind immer noch mit viel Herzblut und Leidenschaft dabei“, sagt er. Das kleine Festivalteam wird unterstützt von vielen Helfern hinter den Kulissen wie den feschen Rekommandeuren mit Hut und Jackett als dienstbare Geister der Künstler vor den Schaubuden.

Natürlich lockt zum Jubiläums-Schaubudensommer wieder ein pralles Programm aus Wundervollem, Eigenartigem und Erstaunlichem. Schönes, Schräges, Skurriles, Komik, Witz und Wahnsinn in stetem Wechsel ganz wie im alltäglichen Leben und in der Welt auch anzutreffen.

Jeden Abend stehen zwölf bis fünfzehn verschiedene Aufführungen, Shows, Performances zur Auswahl. Bis zu vier Darbietungen kann man hintereinander erleben und dann um Mitternacht im Festival-Club außerdem noch den heißesten Bands lauschen.

Der Festival-Platz ist ab 18 Uhr geöffnet, der Zutritt kostet 3 Euro. Für diesen Obolus versetzen die Künstler Muriel Cornejo und César Olhagaray, Spacke und  KETE die Besucher mit ihren luftig-leichten, zauberhaften Platzinstallationen in Staunen und spielen Musiker fast nonstop auf dem Platz.

Tickets für die Shows (Einzelticket: 5 Euro, Dreierticket: 12 Euro, erm. Ticket für Kinder: 2 Euro)  gibt es nur an der Abendkasse auf dem Festivalgelände vor der Scheune. Einige Schaubuden-Attraktionen sind bereits ab Euro zu besichtigen.

Text + Fotos (lv)

Schräge Klänge mit viel Power und Herz: die Musicclowns von The Bombastics
http://www.thebombastics.greensta.de

Aus Spiel wird Ernst: Tiger und Panzer in der absurd-komischen und tieftraurigen Geschichte „The Plastic Heroes“ des israelischen Puppenspielers Ariel Doron
http://www.arieldoron.com

 

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Besuch aus dem Garten Eden

26 Montag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Genießen, Lebensart, Poesie, Unterwegs

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Garten Eden

Als ich zurückkam
aus dem Garten Eden
mit den vielen Wildblumen
die an verwunschenen Orten
von Menschen verlassen
blühen
sogar am Asphalt
sich entgegen recken
den grellen Autolichtern

am Himmel die Farben
explodierten
angefüllt mit der Pflanzenfülle
ließ ich das tote Grün
gemähter Großstadtwiesen
hinter mir
da fielst du aus den wilden Blüten
heraus
auf den Küchentisch

ein helles Muschelgehäuse
aus dem sich Fühler reckten
ein agiles Wesen
aus dem Garten Eden
saß auf meinem Finger
und einen Augenblick
träumte ich
ich wäre dort

Text + Fotos (lv)

 

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Mit Wodka & Humor: Aus dem Tagebuch des Karrusselführers und Poeten Pratajev

17 Freitag Mär 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Musik, Poesie

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Lasen mit viel russischem Witz und Seele die Geschichten über Pratajev bei Büchers Best: Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz, musikalisch begleitet von Rainer Herbert Herzog an der Erlenholzgitarre und einem Trommelschemel.

Kennen Sie Pratajev?, so lautet der Titel des neuen Programms des Dresdner Erzählkunst-Duos Solvig Frey und Hans Jürgen Scholz. Diesmal musikalisch verstärkt durch den Musiker und Sänger Rainer Herbert Herzog, der eine Budjonny-Mütze mit rotem Stern trug und Lieder wie den Ohrwurm „Katjuscha“ auf deutsch und russisch zur Gitarre nebst Trommel- und Marschklängen beisteuerte. Gemeinsam sorgten sie im äußeren Erscheinungsbild, samt Souvenirs, witzig-deftig lebensprallen Gedichten und Geschichten über Pratajev, dem Dichter, Sänger, Karusselführer im Auf und Ab des Lebens, Hilfszahnarzt, Wodkavernichter und Jungfrauenversteher, bis zum obligatorischen Gläschen Wodka in der Pause mit Hingabe für russische Stimmung bei ihrer gut besuchten Lesung am Mittwochabend in der Buchhandlung Büchers Best in der Äußeren Neustadt.

Pratajev sei einer der noch zu hebenden Schätze des russischen Literatur- und Liedgutes, sagte Jörg Stübing, Inhaber von Büchers Best, für den dieser ebenso eine Entdeckung ist. Er überreichte dem Erzähler-Duo die erste kleine Broschüre des legendären Dichters, die 1997 erschien und nur noch antiquarisch erhältlich ist. Doch inzwischen gibt es schon ein neues Buch mit Pratajev-Geschichten, aufgeschrieben von Frank Bröker und Holger Makarios Olev, die gleichzeitig als „The Russian Doctors“ mit Texten Pratajevs musikalisch unterwegs sind.

Mehr Text dazu folgt.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.pratajev-gesellschaft.de

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Gedichte zur Zeit

24 Dienstag Jan 2017

Posted by Lilli Vostry in Poesie

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Naturbilder 280

Ausreißer

Die Zeit reißt
was ich bin
aus mir heraus
Zeiger zählen jeden Wimpernschlag
bringen mich
um eines Tages egal
wie spät ist es

gleich viel wie schnell oder langsam
ich atme gehe liege stehe oder
falle in nachtwache Träume
in denen ich endlose Zeiträume
durchstreife abstreife Zeit die sich in Nichts
auflöst

in Räumen die sich weiten
wie Zerrspiegel
aus Gestern und Morgen
vor meinem inneren Auge
steht die Zeit niemals still
schließt sie mein Herz auf und zu
rastlos pochen Sekunden wachsen schwinden
ins Lebensmuster verhakte Maschen

Die Zeit reißt sie wieder auf
es vergeht kein Tag
an dem die Zeit nicht Reißaus
nimmt vor mir ich ihr nacheile
die mich eben noch morgenrotsüß anlächelte
schon wieder amselflötend entwischt
mit den letzten Sonnenflecken des Tages
will ich die Zeit in die Arme schließen eins mit ihr werden

Zeiger und Herzpochen
ohne lähmende Schläge
die widerhallen in dunklen endlosen Gängen
zeitloser Labyrinthe
ohne Fenster und Türen
versperrte Erinnerungen
winden sich lassen sich
nicht aufhalten

die Zeit gibt der Welt ein Gesicht
stetig neue Schlagzeilen
Munition
der Zeitgeist schürt die Wunden
verjubelt die Pflaster
keine Zeit mehr zum Wachsen und Reifen
immer auf der Überholspur
erfreut mich jedes Mal der Bus
der mit aufgemalten Blumen
vorbeifährt die blaugelbe Sternenblüte
würde ich am liebsten pflücken

Die Zeit reißt
was ich bin
aus mir heraus
Schnell immer schneller
Senkrechtstarter
Überflieger über Nacht
Erfolg wieder weg
verflogen
abgestürzt

Kein Ort Nirgends zum Sichergehn
die Zeit rollt den Berg hinan
die Welt kugelt im freien Fall
ihr entgegen hält nirgends an
dreht sich weiter und weiter
so weit sie kann
im weltumspannenden Netz
twittert orakelt verrannt in Endlosschleife
übersehen den Moment vorhin

Die Zeit reißt
was ich bin
aus mir heraus
Time is money
Time is honey
ruft der Zeitforscher Geißler
den alles Beschleunigern zu
den Fetischisten der Gleichzeitigkeit
gierig jede freie Minute Verschlingern
im Multitasking die Zeit Bezwingern
alles aus ihr herausholen
Zeit gewinnen Zeit totschlagen
mit den Uhren schweigen
die Mobiltelefone klingeln
lassen alles vernetzt und verzweckt jederzeit
erreichbar kommt und geht die Welt
zu uns nach Haus geht unter
im Meer der Möglichkeiten

landen manchmal ungerufen Bildschirmperlen
wie das Video wo ein Hund auf einer Schildkröte steht
und von ihr vorwärts bewegt wird
auf einer Straße irgendwo am anderen Ende der Welt

Während die Zeit
mir wieder ausreißt
Was ich bin
bleibt

Lilli Vostry
17./18.5.2015

_____________________________________

Labyrinth der Träume

Der Traumwächter mit der Harlekinskappe
steht auf verlorenem Posten
alle stürzen an ihm vorbei
mitten ins Vergnügen
mit Lichtgeschwindigkeit
durchs Lichter Labyrinth

überspringen die Traumfänger
im Sternengarten Wandelgänge
und Umwege: man verirrt sich
und geht bei Tag fehl
im Land der Träume stehen alle Wege offen
die Zeit still hinter Glas gebannt

steigen aus alten Koffern wunderliche Gestalten
lüften ihre Geheimnisse und Erinnerungen:
der Mann der allen lächelt und zuwinkt
eine Krone an langen Fäden hervor fischt die ihn einschnüren
die Frau im weißen Kleid mit den Federn im Haar
und rot aufgespanntem Regenschirm wankend auf einer Leiter
bei ihren ersten Flugversuchen verteilt sie Federn an die Umstehenden

die Träumerin die es nachts
wie das wogende kleine Schiff neben ihr
aufs offene Meer hinaus treibt
oder der Mann mit der Laterne
der von einem Land erzählt wo Menschen wie Vögel
fliegen und in Baumhäusern mit Himmelsleitern wohnen
der die anderen im Labyrinth fragt
nach dem Weg dorthin

Lilli Vostry
6.7.2014

 

 

 

 

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Schönes Bleibt: WinterGedichte

23 Montag Jan 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Poesie

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Gedichte zum 4. Jahresgedenken an meine Mutter. Seit jenem Januar 2014 ist mir der Winter besonders nahe.

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Winterbilder

Die Worte versagen
die uns einst verbanden
suche deine Spur
in den Zweigen der Bäume
die dunkle Linien in den Schnee zeichnen
filigrane Netze werfen

meine Augen wandern mit den Himmelsfarben
die mich zu dir tragen
du siehst mich an
in deinen Bildern
dem Seerosenteich
den nie welkenden Sommerblumen
der tanzenden Frau im dunklen Kleid
der Taube mit dem Zweig im Schnabel
über der Stadt

im Flockenwirbel kreisen Möwen
und Raben umeinander
lassen die Schattenbilder verblassen

20.01.2017

_____________________________

Neujahr

Flieg zu dir
ins unendliche Weiß
wärmender Worte
ruf sie mir zurück
bevor sie entschwinden
im Schwarm der Schwarzgefiederten

sammle ich die letzten Zweige
vom Lichterbaum aus dem Schnee
hole mir die ersten roten Tulpen
leere die letzte Eiscreme Brulée
ein kleiner Mann mit Leiter
erobert den Glücksklee

während die Leuchtraketen ins Nebelhorn
stoßen kurz aufflackern
in hohem Bogen
empor zwitschern
wie Vögel
am Neujahrshimmel

Dezember 2014

______________________________

Splittertraum

Einschneidend
in die Kinderhand
brüchig Glas der Erinnerung

Splitter im Zeitraffer
Fallen auf mich zurück
Stoßen sich in mir wund

Wachsen nie
mehr zusammen
und halten doch stand

1./2.2.2013

_________________________

Stille

Wenn ich mich
nach innen aufblättere
alle Hüllen fallen lasse

mir inwendig zulächle
und mich vertiefe
auf den Grund

mein und dein Puls
anklopfen
vibrierendes Drahtseiltanzen

in den endlosen Fluren
unserer Herzkammern
ein Echo finden

30./31.10.2012

______________________

AtemZüge

(Für M.)

Vor mir Gleise
in viele Richtungen
alle führen weg
von dir
volle AtemZüge schlingern
ins Leere
vertraute Zeichen kreuzen
ferne Haltestellen

ziehe deine Spur nach
die Winterkleider ungern aus
die Sonne wärmt nicht
wickle rote Schleifenbänder
um die Hände
sehe dein lächelndes Gesicht
in tanzenden Flammen
in Tausendschönchen aufblühen
im Gesang der Vögel federleicht

finden wir uns wieder
an einem Ort der
Herzvergnügen heißt
fahre ich mit vollen AtemZügen weiter

23.03.2014

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Text + Fotos (lv)

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Porträt Michael Pohlmann: Die Schönheit des Unvollkommenen

06 Dienstag Dez 2016

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Poesie

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Der Dresdner Schriftsteller Michael Pohlmann findet Geschichten da, wo andere wegsehen.

„Mein linkes Bein ist wie ein alter Strumpf/ gefüllt mit Sand/die schneller, schneller Tablette/haucht ihm Leben ein“, schreibt Michael Pohlmann in einem seiner Gedichte. „Die Erfahrung, dass die Kraft wie trockener Sand aus den Händen rinnt, die Erfahrung mit Schwäche und Bitten“ sind noch immer ungewohnt für ihn.

Dornröschenstarr. Er sah mit knapp 40 Jahren Mitpatienten in der Klinik, die wie im Märchen von Dornröschen erstarrten. Zwei Jahre lang vermied Michael Pohlmann es, das Wort Parkinson auszusprechen, wollte die schleichende Erkrankung bei sich nicht wahrhaben. Aus seiner Zeit als Krankenpfleger wusste er, was für eine tückische Krankheit das ist, die das zentrale Nervensystem angreift und es dadurch fast unmöglich macht, Bewegungen zu koordinieren. Dennoch versucht er, so gut es geht, mit der Krankheit zu leben, „mit dem Zittern, dem Lahmen des Körpers, mit der Schönheit des Unvollkommenen.“
Dem Sozialarbeiter beim Diakonischen Werk in Dresden war es schwergefallen, seine Arbeit aufzugeben. Bis 1997 hatte er dort die Beratungsstelle der Wohnungslosenhilfe geleitet. Anfangs nur für sich, als Krankheitsbewältigung gedacht, bekam das Schreiben bald eine eigene Dynamik. Als die Schublade voll war, ging Pohlmann mit Gedichten und Prosa zum Verleger Christoph Hille, den er kannte, um dessen Meinung zu hören. Und der druckte den ersten Lyrikband
“Schneetaubenschlag“ im Jahr 2000, auch die drei folgenden mit Gedichten und Erzählungen. Der vierte Band mit dem Titel “Stachelhaut“ ist im Dezember 2005 erschienen.

Randständig. Seine Behinderung mache es ihm oft schwer, nicht in der Schublade der Betroffenheitslyrik zu landen, sagt Michael Pohlmann. Er will unvoreingenommen betrachtet und erst mal gelesen werden. Beispielsweise die Geschichten über Menschen, die weniger Glück haben und am Rande der Gesellschaft leben. Er sei selbst so ein „Randständiger“. In einer Zeit des Jugendlichkeits- und Gesundheitswahns, der immer stärkeren Orientierung auf materielle Werte, empfinde er das noch krasser. „Glücksanspruch wird so hoch gehängt. Man braucht immer Neues, so dass die leisen Töne verloren gehen.“

Würdevoll. Seine Geschichten findet er, der schon als Grabmacher, Fensterputzer, Rangierer, Kirchensteuer-Einnehmer und Bibliothekshelfer in der Deutschen Bücherei in Leipzig gearbeitet hat, da, wo andere wegsehen. Bei seiner Arbeit in einem Leipziger Pflegeheim lernte er Menschen kennen, die „eigentlich ihr ganzes Leben lang gestorben sind, immer in irgendwelchen Einrichtungen am Rand isoliert lebten.“
So wie „Richard, der stumme Diener“, ein kleiner verwachsener Mann, den niemand besuchte und der viele Jahre die Gänge im Heim bohnerte für ein paar Zigaretten. Oder Freiherr von Hoffmann, der äußerlich verschmitzte, feinsinnige alte Sonderling. Ihnen setzt Pohlmann ein Denkmal in seinem Band „Erzählungen über Hoffmann“, er schenkt ihnen Aufmerksamkeit, fragt sich, warum sie so sind und erzählt aus ihrer Lebenswelt mit leisem Humor, manchmal melancholisch und immer würdevoll. Dazu entstand auch ein literarisch-musikalisches Programm von Pohlmanns Texten zusammen mit dem Musiker Martin Lembcke und ein Hörbuch mit dem Schauspieler Albrecht Goette.

Preußisch. Aus dem Erlebten heraus gründete Pohlmann mit Freunden auf einem Bauernhof in Hartroda in Thüringen die erste Wohngemeinschaft von körperbehinderten und nichtbehinderten Menschen in der DDR, wo er drei Jahre lebte und arbeitete. Jetzt lebt er im Augenblick, sagt Michael Pohlmann. Er geht preußisch mit Zeit um, da er krankheitsbedingt ein Drittel des Tages nur liegend verbringen kann. „Die Krankheit lässt mich vieles schärfer sehen und empfinden.“ Auch ohne die Schneller-schneller-Tablette.

Text + Foto (lv)

Visite

Die kleinen Götter vom
anderen Ufer
Kommen zu elft
Sie sprechen Deutsch
Das gestärkte Weiß wirft
meinen Blick zurück
Hänsel zeig Deine Zunge
Mißverstandene Einladung
zum Reden
Einmal ausgefahren formt
sie Worte
Die restlichen Zehn scharren
mit den Füßen
Uhrenvergleich
„Gute Besserung“
Bei „Besserung“ sehe ich
nur noch den Arsch
Des Wünschers
Man entspricht meiner Bitte
nach Erhöhung der
Medikamentendosis
Mein Nachbar sagt dass ich
oft im Schlaf rede

Aus dem Gedichtband
„Schneetaubenschlag“

 

 

 

 

 

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Erotischer Advent in der Galerie Kunst & Eros Dresden

03 Samstag Dez 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Musik, Poesie

≈ Ein Kommentar

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Janett Noack vor einem ihrer sinnlichen Porzellanwandbilder in ihrer Galerie Kunst & Eros

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Liebevoll bemaltes Porzellan von Janett Noack und Grafiken von Anita Voigt

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Heiter-sinnenfrohe Holzschnitte von Michael Hofmann

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Außerdem sind zarte Akt-Grafiken und ein beschwingter weiblicher Engel (Titelbild) des aus Kolumbien stammenden und jetzt in Dresden lebenden Malers Juan Miguel Restrepo zu sehen.

“Kunst muss immer prickeln“

Verführerische Kunstwerke zu Weihnachten, dem Fest der Liebe von Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack und vielen weiteren Künstlern zeigt zurzeit eine Gruppenausstellung in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Frivol, frech und fantasievoll tummeln sie sich voll himmlischer Lust auf Sternen, Glocken, Kerzenleuchtern und Kettenanhängern aus Porzellan: reizende Damen, Liebespaare und Insekten-Paarungen wie Käfer, Libellen, Schmetterlinge und Schnecken, prangen Herzen und Phallusse.

Mit viel Liebe, Humor und Sinnenfreude und mal apart schwarz-goldenen, filigranen und farbenfreudigen Dekoren mit Szenen aus dem Kamasutra, bemalt die Porzellanmalerin Janett Noack das edle Material. Verführerische Kunstwerke von ihr und rund 20 anderen Künstlern zur Einstimmung auf Weihnachten, das „Fest der Liebe“ versammelt derzeit die Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der sachsenweit einzigartigen Galerie Kunst & Eros in der Kunsthandwerkerpassage auf der Hauptstraße 15 (zu sehen bis 28.12.).

Seit 2009 hat Janett Noack dort ihr Atelier mit Galerie, wo sie in der Adventszeit außerdem zu Konzerten und Lesungen einlädt. Zu sehen sind neue grafische Arbeiten, darunter Frauenakte in warmen Farben von Anita Voigt, heiter-stimmungsvolle Paar-Szenen von Michael Hofmann sowie zarte Aktzeichnungen und ein sinnlich-weiblicher Engel mit weiten Schwingen von dem aus Kolumbien stammenden, nun in Dresden lebenden Maler Juan Miguel Restrepo. Eine neue Serie mit schwarz-weiß bemalten Porzellanplatten, auf denen mondhelle Wassernixen schwerelos im dunklen Wellenspiel treiben, zeigt Janett Noack. Einige kleine Porzellanwandbilder sind schon verkauft.

„In allen Arbeiten in der Galerie geht es um die künstlerische Wahrnehmung zum Thema Erotik, die in der Kunst schon immer präsent ist. Die Kunst muss prickeln, der Blick, die Gestik und Mimik… Wir können über viele Reize verführt werden“, sagt Galeristin Janett Noack.
Am 2. Adventswochenende, am 3. und 4. Dezember von 13 bis 18 Uhr, lädt die Galerie Kunst & Eros neben dem Kunstbesuch zu besinnlichem Verweilen und Genießen am Feuer in der Passage bei Glühwein und Gebäck ein.

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Musikalische Lesung mit Gedichten von Eva Strittmatter

Außerdem gibt es eine Lesung am 9.12., um 19.30 Uhr mit Chansons am Klavier und Gedichten von Eva Strittmatter unter dem Titel „Der Schöne hat mir sein Bild gesandt…“, aus dem Spätwerk der bekannten DDR-Dichterin rezitiert und gesungen von Uta Hauthal und begleitet von Musiker Derek Henderson. Karten vorbestellen wird empfohlen aufgrund der begrenzten Platzzahl.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet hat die Galerie Kunst & Eros (Tel.: 0351 – 8024 785):
Mi – Sa von 11 – 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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