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meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Archiv des Autors: Lilli Vostry

9. Dresdner Schlössernacht: Fabelwesen, Feuerkünstler, Klänge aller Art und Lebensfreude

11 Dienstag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Musik

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Zeit zum Träumen, Innehalten und Genießen. Impressionen von der Schlössernacht im Vorjahr.

Foto: Andreas Tutsch

Fotos (3): Toni Kretschmer

Humorvoller Nostalgie-Rock mit den „Elbhangzombies“

Klangvolle Sommernacht am Dresdner Elbhang

Die 9. Dresdner Schlössernacht lädt am 15. Juli, ab 18 Uhr zum Flanieren und Genießen rund um Schloss Albrechtsberg ein.

Eine klangvolle Sommernacht, gut gelaunte flanierende Menschen, Livemusik zum Rocken, Tanzen oder Träumen, in buntes Licht getauchte Schlösser und viele verlockende Köstlichkeiten – all das sind Attribute der Dresdner Schlössernacht. Sie findet am 15. Juli 2017 zum 9. Mal statt und verwandelt die Parkanlagen von Schloss Albrechtsberg, Schloss Eckberg, dem Lingnerschloss und der Saloppe ab 18 Uhr für eine Nacht in eine riesige Open-Air-Kulturlandschaft. Über 350 Künstler laden zu Musikgenuss quer durch alle Genres, von Jazz bis Rock, von Latin Music bis zur Weltmusik, von Swing bis zu handgemachter Gute-Laune-Musik.

Mit Purple Schulz ist auch ein Vertreter der „neuen Deutschen Welle“ dabei, der in den 80er Jahren mit Hits wie „Kleine Seen“ oder „Verliebte Jungs“ bekannt wurde. Fans von Roxette und Eric Clapton kommen in den Genuss ihrer Lieblingshits, denn mit „Rockset“ und „Slowhand“ haben sich zwei exzellente Coverbands angesagt. Thema der Inszenierung am Teich ist „ Latin – Liebe – Lebensfreude“. Hier spielen und vertanzen „Leyenda Latina“ erfrischende lateinamerikanische Rhythmen und werden von Tom Roeder effektvoll in Szene gesetzt.

Einige Künstler gehören bereits zum Inventar der Schlössernacht, zum Beispiel der Geiger Ludek Lerst, die Feuerkünstler von „Funkelfix“ oder die Musiker von „Zugabe“, die mit den Besuchern auf den Wegen musizieren. Auch die Elbhangzombies geben wieder schräge Lieder zum Besten. Sie vereinen frühere Schlossherren vom Elbhang in einer fröhlich-frech musizierenden Combo. Auch die JugendKunstschule gestaltet wieder einen en Erlebnispfad. Das Römische Bad dient dem Ostsächsischen Chorverband als Bühne. Um 22.30 Uhr stimmen sich die Chöre vor eindrucksvoll illuminierter Kulisse gemeinsam mit den Besuchern auf das große Feuerwerk ein. Insgesamt bieten die Künstler 85 Konzerte und bespielen 16 Bühnen und Spielstätten. Diese werden durch sechs Kilometer fantasievoll beleuchtete Wandelwege verbunden, die sich durch das 32 Hektar große Areal schlängeln.

Sie führen auch zu den vielen Ständen mit kulinarischen Verlockungen vom Grillsteak bis zur Auster, vom frisch gezapftem Radeberger Bier bis zum Sächsischen Spitzenwein. Sogar ein Weinberg gehört zum Festareal: die Straußwirtschaft von Winzer Müller lädt an langen Tafeln inmitten der Reben zum Weingenuss ein. Den kulinarischen Höhepunkt setzen die Spitzenköche Mario Pattis, Benjamin Biedlingmaier und Benjamin Unger im „Gourmetgarten“ und machen schon Appetit auf die „Genusswelten“ am 26. und 27. August im Ostrapark.

Unterwegs sorgen Fabelwesen und Feuerkünstler für eine märchenhafte Atmosphäre, ebenso wie die mit Bildern verwandelte Schlossfassade und das musikalisch begleitete Feuerwerk. Auch Tanzbegeisterte kommen voll auf ihre Kosten und können bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein schwingen, ob open air, ob in der Saloppe oder im „Heizhaus“. Für einen besonderen Blick auf Dresden empfiehlt sich ein Besuch der Dachterrasse des Lingnerschlosses. Der Förderverein Lingnerschloss e.V. regelt den Besucherstrom und freut sich über eine kleine Spende für die Schlosssanierung.

Für die Dresdner Schlössernacht gibt es nur noch Restkarten. Die Tickets zum Preis von 38 Euro gibt es bundesweit an allen Vorverkaufsstellen und können auch am eigenen PC ausgedruckt werden. Außerdem kann man sie im Vorverkaufsbüro Messering 8E und unter Telefon 0351 – 421 99 99 erwerben. Für spontan Entschlossene und Touristen wird ein kleines Kontingent für die Abendkasse zurückgehalten. Hier kosten die Tickets 45 Euro.

Für die An- und Abreise empfehlen die Veranstalter die öffentlichen Verkehrsmittel, da es rund um das Festgelände keine Parkplätze gibt. Die Straßenbahnlinie 11 verkehrt in Stoßzeiten mit verkürzter Taktfrequenz. Außerdem richten die Veranstalter wieder den kostenlosen Busshuttle vom und zum Parkplatz des Regierungspräsidiums an der Stauffenbergallee mit über 400 kostenfreien Parkplätzen sowie der kostenpflichtigen Tiefgarage im Waldschlößchen–Areal ein. http://www.dresdner-schlössernacht.de

Ort der Dresdner Schlössernacht: Parkanlagen der Elbschlösser, Bautzner Straße 130 bis 134, 01099 Dresden

Tex: Sabine Mutschke PR

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Sommertheater im Bärenzwinger: Cleopatras Liebhaber – ein Shakespeare vom Nil

10 Montag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

≈ 2 Kommentare

„Krone oder Kopf ab? Am liebsten Beides!“

Fotos: Tobias Kade

Witzig-absurder Kampf um den Thron

Wer die anderen am besten hinters Licht führt, gewinnt im Stück „Cleopatras Liebhaber – Ein Shakespeare vom Nil“. Zurück ins alte Ägypten führt das Sommertheater Dresden dieses Jahr im Innenhof des Bärenzwinger. Dort wird nicht lange gefackelt, jeder legt jeden rein in diesem witzig-absurden Spiel um Macht, Gier und Größenwahn, voller Verwicklungen und überraschender Wendungen und Seitenhiebe zu aktueller Politikverdrossenheit. Gespielt wird zwischen Tempelwänden mit eingeritzten Zeichen, flammenden Schiffen und Pyramidenspitzen (Buch und Regie: Peter Förster).

In der diesjährigen Inszenierung stehen fünf neue, ambitionierte Schauspieler auf der Bühne, einige schlüpfen in mehrere Rollen. Der alles andere als glanzvolle und starke Pharao Gneus Pompeius (Simon Fleischhacker) ist auf der Flucht nach Rom ins Exil, vom Volk vertrieben nach verlorener Schlacht um Zypern. Er fragt die Zuschauer, ob der Fluss in der Nähe der Tiber ist, sucht das Institut für die religiösen Werke und träumt von Reformen unter dem Motto „Gräber zu Tavernen“. Unterdessen tobt ein heftiger Kampf um den Thron in Ägypten.

Den sowohl seine so schöne, ehrgeizige wie eiskalt berechnende Tochter Cleopatra ( Lisa Brosig) als auch ihre wohl hinzuerfundene Schwester Berenice (aufmüpfig-kess: Mora Thurow) für sich beanspruchen und sich gegenseitig an List und Tücke übertreffen, um ihre kratzbürstig-geistig verwirrte Mutter und First Lady (Freya Kreutzkam) aus dem Weg zu räumen. Fragt sich nur wie. Nur Krone oder Kopf und Krone ab? Lieber beides, rät der Oberpriester, Hüter des Goldschatzes der Pharaonen und Strippenzieher (Andreas Heßling). Das entlaste die Rentenkasse und erspare dem Entmachteten Kummer. Und in der Bibliothek von Alexandria finden sich viele Ratgeber über „Thronfolge – leicht gemacht“.

Vom Geburtstagsgeschenk der Töchter für die Pharaonin, saudiarabische Eierschecke und israelische Schweinsohren mit Schokolade, kosten die Zuschauer dann lieber nicht. Humorvoll und wandlungsfreudig agiert vor allem Freya Kreutzkam als Pharaonin, als schlitzohriger sizilianischer Geldgeber Don Vito und schrullig-überlastete Mumien-Herstellerin. Pharao-Darsteller Simon Fleischhacker tritt außerdem als dümmlich-selbstherrlicher Julius Cäsar auf. Und als schlau-gerissener Oberpriester und in Cleopatra verliebter, stattlicher Marcus Antonius, leider nur mit kurzem Happy End, ist Andreas Heßling zu erleben. Die wider Erwarten wenig frivole Aufführung spart nicht mit Spott, klugen Sprüchen und Ratschlägen über Herrscher, Rechthaberei, Angst und Mut zu Veränderungen. Viel Beifall vom Publikum.

Nächste Termine: außer montags, bis 17.8. und 22. bis 27.8., 20 Uhr

http://www.Sommertheater-Dresden.de

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Kabarettisten schlagen Alarm! Lachkoma in der Herkuleskeule

10 Montag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Kabarett

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Foto: Herkuleskeule

Humor ist wenn man trotzdem lacht!

Vier Kabarettisten spielen gegen das „Lachkoma“ an im neuen Programm der Herkuleskeule im Kabarettkeller im Kulturpalast.

Schallendes Gelächter mischt sich in die wirbelnden Klaviertöne, noch ehe die vier Kabarettisten auf der Bühne erscheinen. Rainer Bursche stellt gleich klar: „Nicht die Zuschauer sollen ins Lachkoma fallen, sondern das Lachen selbst liegt im Koma!“ Welche Witze kann man überhaupt noch erzählen, ohne gleich als Demokratiefeind, Rassist oder Nazi dazustehen? Und in der heutigen Welt gibt es auch kaum etwas zu lachen oder?

Sie tun es aber naturgemäß doch in der ganzen humoristischen Bandbreite von spöttisch, derbkomisch bis scharfzüngig-bissig im Programm „Lachkoma“. Die Premiere war am vergangenen Mittwochabend im Kabarettkeller der Herkuleskeule im Kulturpalast. Mit diesem Best-of-Programm aus alten und neuen Texten, zusammengestellt von Wolfgang Schaller unter Regie von Matthias Nagatis, verabschiedet sich der beliebte Sachsenschwejk Rainer Bursche mit viel Selbstironie und leiser Wehmut nach 25 Herkulesjahren von der Kabarettbühne.
Dies war seine letzte Premiere. Mit ihm zusammen stehen zum ersten Mal die neuen Keule-Ensemblemitglieder Katrin Jaehne, bekannt als Schauspielerin vom Boulevardtheater Dresden und Alexander Pluquett vom Berliner Kabarett Stachelschweine samt Trompete auf den Brettern, flott begleitet von Pianist Thomas Wand.

Zunächst etwas verhalten, reden, parodieren, singen und spielen sie sich abwechselnd solo und gemeinsam bald in Hochform und sitzen dabei zwischen allen Stühlen. Die Jungen und der “Kabarett-Opi“ stacheln sich gegenseitig an, sie befragen ihn zu früher und packen temporeich und kurzweilig eine beachtliche Themenfülle an – vom weltweiten Krieg Reich gegen Arm, deutschen Waffenlieferungen in Krisengebiete und scheinheiligen Spenden, der Angst vor Überfremdung („Die übervögeln uns!“), der Ruf nach einem starken Führer wie einst Dschingis Khan bis zur freiwilligen Diktatur durch die Allgegenwart von Smartphone, Internet und Google, absurde Fake News und alarmierende Demokratie- und Wahlmüdigkeit. Rainer Busche erheitert als ordnungsfanatischer Hausmeister Mattuschek, der einen Zwei-Meter-Mann aus dem Publikum anmotzt, der Durchschnittsdeutsche sei nur 1,72 Meter groß. Schön ironisch auch sein swingender „Hinterbänklerblues“ über einen Abgeordneten, der nur zum Armheben gebraucht wird.

Für Lachen und Gänsehaut sorgen die vier Kabarettisten mit dem „Fundamentalisten Rap“ gegen Hass und Intoleranz. Katrin Jaehne erhält für ihre bissige Parodie einer mit Alkohol, Drogen etc. ihrer Schüler und deren anspruchsvollen Eltern völlig überforderten Lehrerin Szenenbeifall. Alexander Pluquett beklagt umher turnend verzweifelt-komisch sein Los als gestresster Millionär, der vom einfachen Leben mit Kleingarten träumt. Trotz aller Widrigkeiten lassen die Kabarettisten sich den Humor nicht nehmen und geben dem Publikum mit frohem Pfeifen nach einem Lied von Monty Pyton mit auf den Weg: “Alles kannst du verlieren, nur nicht den Mut. Sagt den mächtigen Leuten, nehmt euren Hut!“ Herzlicher Beifall und Bravos vom Publikum.

http://www.herkuleskeule.de

 

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Geliebtes Wesen – Malerei, Scherenschnitte und Objekte von Christiane Latendorf in der Stadtgalerie Radebeul

09 Sonntag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Geheimnisvolle geliebte Wesen

In eine Bilderwelt voller Magie und Geschichten entführt die Künstlerin Christiane Latendorf ab 14. Juli in der Stadtgalerie Radebeul.

Sie ist eine Bilderzauberin. Christiane Latendorf hört und erzählt gern Märchen und Geschichten und deren Zauber wohnt auch vielen ihrer Arbeiten inne. Da tummeln sich allerlei Tag – und Nachtgeister, und Mischwesen, halb märchenhaft und menschlich auf den Leinwänden und Papier. Umgeben von Bilderwänden voller Getier, Vögel, Tauben, Raben, Katzen, Schlangen und magisch maskenhaften Gesichtern, die an alte indianische und afrikanische Kulturen erinnern, steht die Künstlerin und sieht sich lächelnd um im Galerieraum.

Sie trägt meist ein Käppi auf dem schulterlangen, blonden Haar und hat immer ein Skizzenbuch dabei. Darin zeichnet und schreibt sie ihre Gedanken auf und findet ihre Träume immer auch im Alltag. Mit ihren ebenso klaren wie symbolreichen Ölbildern, Zeichnungen, Scherenschnitten, Collagen und Objekten entführt Christiane Latendorf den Betrachter in eine farbreiche Welt zwischen Traum und Realität. Bei allen schönen und traurigen Lebensmomenten zaubern sie immer auch ein Lächeln ins Gesicht. Unter dem Titel „Geliebtes Wesen“ eröffnet ihre erste Einzelausstellung in der Stadtgalerie Radebeul am 14. Juli, um 19.30 Uhr in Altkötzschenbroda 21.

Hier hat Christiane Latendorf schon bei verschiedenen künstlerischen Gemeinschaftsprojekten zu Themen wie „Heimat, die ich meine“ und „Paradiesvögel“ mitgewirkt und sie ist oft beim jährlichen Künstlerfest in der Stadtgalerie und beim Radebeuler Grafikmarkt dabei. „Mir gefällt die Atmosphäre und der Umgang zwischen den älteren und jüngeren Künstlern, weil es dort noch mehr Zusammenhalt und Austausch gibt, was der andere macht“, sagt Christiane Latendorf.

Die Ausstellung versammelt Arbeiten von 2001 bis 2017 und einige eigene Gedichte. Vieldeutig wie ihre Bilder ist auch der Ausstellungstitel. Ein geliebtes Wesen ist etwas, dem man sich besonders verbunden fühlt, an das man denkt und sich erinnert, auch wenn es nicht mehr da ist, so die Künstlerin. Es können Menschen sein, die man lange kennt und einen begleiten, aber auch Tiere, Pflanzen und Steine und das Verbundensein mit ihnen und der Welt.

Die Bilder erzählen fabulierfreudig, poetisch, skurril und geheimnisvoll von unverhofften Begegnungen, von ihren Reisen, von verlorenem und wiedergefundenem Glück. Ein Ölbild, „Zerbrochene Welt“ widmet sie dem bekannten Radebeuler Künstler Ingo Kuczera, den Christiane Latendorf seit ihrem Studium kannte und dessen Tod 2004 ein Schock für sie war. Sie porträtierte die Künstlerkollegen Peter Hermann und Klaus Liebscher. Lustig und anrührend sind auch ihre Bilder geliebter Tierwesen, welche die Malerin zuweilen einsam, hilflos und verletzt unterwegs findet, zuhause aufnimmt und pflegt. Manche bleiben bei ihr wie die Katzen Katka und Kito, die nach dem letzten Hochwasser in Dresden 2012 zu ihr kamen, die Krähe Merry, die ihr aus der Hand frisst und der Papagei Coco.

Da begegnet man ungleichen Tierpaaren wie Hirsch und Vogel, Fuchs und Huhn in trauter Harmonie in leuchtendem Rot und Nachtblau. Segelt ein Wolkenschaf aus dem Himmel und spaziert ein gelber Dackel mit einer kleinen Schnecke auf einer Wiese. Da fühlt sich die prallrunde Frau in einem Aktbildnis federleicht und wohl in ihrer Haut wie der kleine Vogel vor ihren Augen. Figürliches und Stadtlandschaften verbinden sich formenreich in ihren Arbeiten. Das Meer mit seinem Wellenspiel zeige ihr auch abstrakte Muster, sagt Christiane Latendorf. Auch wenn ihr oft nur wenig Zeit bleibt an der Ostsee, wenn sie ihre Eltern in Anklam besucht. „Doch man kann das Meer und was man liebt auch in sich tragen.“ In ihren Scherenschnittkursen beginnen die Kursteilnehmer auch mit offenen, freien Formen.

Christiane Latendorf wurde 1968 nahe der Küste geboren und absolvierte neben ihrem Studium zur Pharmazieingenieurin ein Abendstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Außerdem studierte sie von 1992 bis 1997 an der Dresdner Kunsthochschule, verließ sie mit ausgezeichnetem Diplom und lebt seitdem als freischaffende Malerin und Grafikerin in Dresden. Im September reist sie für drei Wochen nach Georgien, um in Tiflis und Umgebung mit befreundeten einheimischen Künstlern zu malen und die Gegend zu erkunden. Außerdem soll das schon länger geplante Buch „Geliebtes Wesen“ mit Bildern von Christiane Latendorf und Gedichten von Dieter Hoffmann nun bald erscheinen. Wenn alles klappt, gibt es daraus auch eine Lesung zur Finissage der Ausstellung am 27. August.

Geöffnet:  Di., Mi, Do und So von 14 – 18 Uhr

Text + Fotos (lv)

Das Bild „Zerbrochene Welt“ ist dem Künstler Ingo Kuczera gewidmet

Porträts von Peter Herrmann und Klaus Liebscher

Christiane Latendorf und Stadtgaleristin Karin Baum beim Ausstellungsaufbau

Alles gut im Griff: Mitarbeiterin Ingrid May

Fotos (2): Karin Baum/Stadtgalerie Radebeul

Überraschung zur Vernissage: Christiane Latendorf schenkte Lilli Vostry von meinwortgarten.com ein Katzen-Bild

Buchpräsentation: vor der Finissage der Ausstellung (noch bis 27.8.) gibt es am 25. August, um 19.30 Uhr in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda eine Lesung aus dem neuen Buch „Geliebtes Wesen“ mit Bildern von Christiane Latendorf und Gedichten von Dieter Hoffmann.

Aktuelle Ausstellung von Christiane Latendorf  zum 50. Geburtstag:

„Tragender Grund“ – Malerei, Zeichnungen, Papierschnitte und keramische Objekte
sind derzeit zu sehen in der Galerie Mitte am Fetscherplatz/Striesener Str. 49/1. Etage
in Dresden (noch bis 23. März 2019)

Geöffnet: Di bis Fr 15 – 19 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr sowie nach Vereinbarung

http://www.galerie-mitte.de

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WortgartenGlück: Die 20 000er Marke ist überschritten

08 Samstag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Die Macher, In eigener Sache, Spendenkonto

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Wunderbar. meinwortgarten.com – Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz blüht und wächst weiter: am 6. Juli wurde die 20 000er Marke an Aufrufen überschritten! Herzlichen Dank an dieser Stelle allen Stammlesern, Followern, Freunden und sonstigen Interessierten für`s hier Umschauen, Lesen und Verweilen. Damit meinwortgarten weiter wächst und gedeiht, folgt und empfehlt dieses Angebot gern weiter. Ebenso freue ich mich auf Anregungen, Feedback und auch bare Zuwendung zur Unterstützung meines Tuns. Besucht weiter rege meinen wortgarten und gießt und füllt bitte auch das Spendenkonto am Seitenrand.

Im vorraus Vielen Dank und bleibt weiter schön neugierig.

Eure Wortgärtnerin

Text und Fotos (lv)

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Eis Eis Baby – Sommer, Songs & Sonnenstich mit der Comödie draußen

03 Montag Jul 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Theater

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Foto: Robert Jentzsch

Heiße Musik und Lavendeleis mit Bratwurstnote

Die flippig-bunte Musical-Komödie mit Hits der 90er eröffnete das dritte Sommer-Open-Air der Komödie Dresden im Innenhof des Hotel Elbflorenz.

Jessica aus Bautzen liebt exotische Eissorten und träumt von einer eigenen Eisdiele im Urlaubsparadies Ibiza. Doch weder die Sonne noch Freund Ronny lassen sich blicken. Da hilft nur cool bleiben und neu durchstarten. Für fröhlich-ausgelassenes Urlaubsfeeling sorgt mit reichlich Lebenslust und heißer Musik „Eis Eis Baby – Sommer, Songs & Sonnenstich“. Die Musical-Komödie von Martin Riemann und Christian Kühn, der auch Regie führt, mit den Hits der 90er eröffnete am Freitag abend dem kühlen Regenwetter trotzend das dritte Sommer-Open-Air der Comödie draußen im Innenhof des benachbarten Hotels Elbflorenz (noch bis 19. August, immer mittwochs bis sonnabends).

Das Fruchtige der Karibik trifft auf das Schärfste aus Bautzen am Eisstand von Jessica. Doch die in zarten Pastelltönen gehaltene Erfrischungsoase am Strand mit Sonnenliegen, Hängematte und verlockenden Sorten wie Schokoeis mit Chili, Limette oder Lavendel bleibt erst mal leer. Nicht nur die ausbleibende Kundschaft macht Jessica (liebenswert-naiv:  Nina Bülles) zu schaffen, sondern auch der locker-lässige Bratwurstheini Joe (Christoph Jonas) gegenüber und der windig-aufdringliche Vertreter von der Leck- und Schleck GmbH mit seinen potenzprotzenden Stieleis-Überfällen (herrlich kauzig: Ramón Hopman). Dann ist da auch noch die feierfreudige Lucy (Anne Römeth) mit ihren witzig-frechen Sprüchen über Männer, die Liebe und das Leben. Sie hilft munter schwäbelnd Jessica ihr Geschäft aufzupeppen – statt Schürze bauchfreie Bluse und knallbunte Strähnen  – und ihr Eis ran an den Kunden zu bringen. Für jeden Typ und jede Stimmung servieren sie die passende Geschmacksnote von süßsauer, beruhigend bis feurig.

Da versucht jeder einen Platz auf der Sonnenseite des Leben zu erhaschen. Kommen sie sich immer wieder in die Quere mitsamt ihren Träumen, Macken, Sorgen und Stärken: das nette, fleißige, aber weltfremde Mädchen aus der Provinz, das pfiffige Partygirl, der nicht nur fiese Eisvertreter und der knackige Bratwurstmann, den daheim keiner vermisste als er mit 16 abhaute und der sein Zuhause in sich hat mit seinen Erinnerungen und Erfahrungen. Für unbeschwerte Sommerlaune und Partystimmung unter Regenschirmen bei der Premiere sorgen vor allem die temperamentvoll-gefühlreichen Musik- und Tanzeinlagen der vier Darsteller, von It`s my Life bis Weil ich `n Mädchen bin von Tic Tac Toe, mit kessem Humor und Power in flippig bunten Klamotten und Laserlichteffekten in Szene gesetzt. Herzlicher Beifall vom begeistert mitgehenden Publikum.

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Theaterschule Pegasus – Beflügelnde Spiellust

30 Freitag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Tanz, Theater

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In der Theaterschule Pegasus haben Kinder und Jugendliche bei Schauspiel, Gesang und Tanz viel Spaß und entdecken sich selbst. Ein besonderes Erlebnis war für die Kursteilnehmer, Kinder, Eltern und Kursleiter ein gemeinsamer Improvisationsnachmittag am letzten Unterrichtstag vor den Sommerferien. Da verwandelte sich der Raum mit den Akteuren immer wieder neu, steigerte sich mit jeder Runde die Freude am Bewegen, aus dem Moment heraus eine Figur oder  Situation zu spielen und durfte die ganze Gefühlspalette von Liebe, Wut, Angst, Freude und Trauer frei heraus fließen.

Spielerisch können die Schüler der Pegasus-Klassen im Alter von sechs bis 18 Jahren und der Pony-Gruppen ab vier Jahren ihre Fantasie, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit erkunden und entwickeln, wobei ihnen erfahrene, theatererprobte Lehrkräfte zur Seite stehen im Unterricht. Dort entstehen oft auch Ideen für Theaterprojekte und Aufführungen, die zu verschiedenen Anlässen wie Museumsnacht oder Familientag an den Technischen Sammlungen unweit von der Theaterschule auf der Bärensteiner Straße 16 gezeigt werden.

Nach den Sommerferien heißt es wieder: Bühne frei, das Spiel beginnt!
Anfragen und Anmeldungen für die laufenden Kurse
unter Tel.: (0351) 31 44 66 9 oder per mail unter info@pegasus-theaterschule.de

http://www.pegasus-theaterschule.de

Mehr Text folgt.
Text + Fotos (lv)

Spielfreude aus der Bewegung heraus: Schauspieler und Pegasus-Schulleiter Uwe Lach und die Tanzprofessorin Olimpia Scardi.

Na, was fühle ich? Die Schauspielerin und bisherige Kursleiterin der Pony-Gruppe Annette Richter in Aktion mit kleinen Akteuren.

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Neue Dinge aus alten Stoffen zaubert Petra Schöne

29 Donnerstag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Lebensart, Projekte

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Einfallsreich verwandelt und umweltfreundlich erhalten aussortierte Kleidungsstücke ein zweites Leben im Atelier „Petruschka“ – kreatives Textilrecycling im Areal des Alten Bahnhofs in Klotzsche. Diesen Sonnabend (am 1. Juli) steht es wieder für Besucher offen.

Ein farbenfrohes, wundervoll verwandeltes Sammelsurium aus alten Sachen begegnet dem Besucher im Atelier „Petruschka“ – kreatives Textilrecycling, mit dem sich Petra Schöne einen langgehegten Traum erfüllte. Sie eröffnete ihr textiles Wunderreich unlängst in einem Seitengebäude der Bio Bahnhofs-Wirtschaft, Zur Neuen Brücke 4a in Klotzsche. Vis á vis zum Bistro mit Bioladen, dessen Inhaber Gerhard Probst das Areal des alten Bahnhofs sanierte und mit verschiedenen Angeboten neu belebt.

Zu den ersten Nutzern gehört Petra Schöne. Im Hauptberuf arbeitet sie in der Dekorationswerkstatt der Staatsoperette Dresden. In ihrer freien Zeit widmet sie sich mit viel Liebe und Gestaltungslust der Wiedergewinnung alter, gebrauchter Textilien. Ob Teile einer alten Jeans, Bluse oder eines verfilzten Pullovers oder aussortierte Krawattte, ob einfarbig, geblümt, gepunktet oder gestreift. Alles was zum Wegwerfen zu schade oder mit persönlichen Erinnerungen verbunden ist, verarbeitet sie nach mehrfachem Waschen, Stärken und Bügeln zu originell und fantasiereich gestalteten Taschen, Beuteln, Kissenhüllen, Utensilos, Säckchen, Wundertüten. Kleinere Stoffreste werden verwendet für Applikationen, Accessoires wie Ansteckblüten, Arm- und Halsbänder oder Knieflecken.
Eine Augenweide sind auch ihre oft vom Farb- und Formenreichtum der Natur, Erlebtem und Erträumtem angeregten Textilbilder. Außerdem fertigt sie Geschenkverpackungen, z.B. Furoshikis, japanische Einschlagtücher, die auch zu Taschen geknotet werden können. Oder auch Quilts in verschiedenen Größen als Krabbel-, Knie-, Bett- und Tischdecke oder Wandschmuck. Auf Anfrage gestaltet Petra Schöne auch Erinnerungsstücke aus Bekleidung lieber Menschen.

Für gleichfalls Textilbegeisterte hat sie ein wechselndes Angebot an Materialien: Fat Quarter seltener Stoffe (Zuschnitt 45 x 55 cm), Vintage-Knopfkarten mit Häkelornament und stellt auf Wunsch auch Materialpakete für Projekte (auch mit Kundenmaterial) zusammen zum Verschenken. Sie führt auch kleinere Polsterarbeiten aus wie Stuhlsitze, Hocker und Pinnwände.

Wer Lust auf Selbermachen bekommt, dem gibt Petra Schöne auf Anfrage in Kursen ihr Wissen gern weiter. Begonnen bei Einzelunterricht zu Hause, über Crazy Patchwork – entspannter Einstieg, japanisch Quilten – Grundlagen dieser gemütlichen Handnähtechnik bis zu Stoffrosetten anfertigen als Feinmotorik-Training.

Bisher ist das Atelier „Petruschka“ nur zeitweise, nach vorheriger Ankündigung im Schaufenster bzw. telefonischer Vereinbarung geöffnet und wenn das Täfelchen draußen steht. Natürlich können Interessierte auch klopfen oder klingeln, wenn sie die Stoffkünstlerin bei der Arbeit sehen.

Diesen Sonnabend, den 1. Juli steht ihr Atelier wieder offen. Regelmäßig ist ihr Schaffensreich ab 26. August dann jeden Sonnabend von 9.30 bis 16 Uhr geöffnet.

Außerdem ist Petra Schöne wieder mit einem textilen Stand beim Markt „Wolle, Leinen & Co“ im Museumsgehöft Rietschen dabei am 9. Juli und am 17. November beim Lichterfest in Pirna-Posta im „Elbparadies“.

http://www.kreatives-textilrecycling.de

Text + Fotos (lv)

 

 

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Zwischen Welten – Grafische Malerei von Anne-K. Pinkert in der Stadtgalerie Radebeul

29 Donnerstag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Von Mythen und Träumen angeregt ist die Bilderwelt der Malerin und Kunsttherapeutin. Ihre Arbeiten spiegeln die Welt im Innen und Außen.

Anne-K. Pinkert und Laudator Thomas Gerlach zur Ausstellungseröffnung

Bezaubernde Klänge zwischen Klassik, Pachelbel und Bossa Nova, romantisch, beschwingt und expressiv spielten auf Geige und Cello die Musikerinnen Sigrid Penkert und Beate Hofmann.

Eine Frau mit wirbeligem Haar lässt sich von den Wellen tragen, aus denen das Glück als goldglänzender Fisch auftaucht. Es ist verheißungsvoll, schwer zu fassen und zu halten. Das “Zufriedensein“, so der Bildtitel von 2016, ist eine Kunst für sich. Traumhaftes, Mythen und Alltägliches verbinden sich in den leuchtendfarbigen Natur- und Lebensbildern in der derzeitigen Ausstellung „Zwischen Welten“ mit grafischer Malerei von Anne-K. Pinkert in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.
Da taucht der Betrachter in den überwiegend figürlichen Arbeiten, Mischtechniken, Aquarellen und Lithografien, in meerblauen, sonnigen und erdigen Farbtönen ein in die Welt zwischen Außen und Innen, zwischen Mensch und Tier.

Die Bilder erzählen vom Suchen und Finden, Halten und Loslassen, von Stille und Ganzheit. Da tummeln sich „Untersee“ in den mal schwebend leichten, lichten und mal von dunklen Flecken durchzogenen Gewässern Flossentiere aller Art. Vom uralten „Ahn“ umgeben von wuchernden Schlingpflanzen, kleinen Gold- und tiefroten Feuerfischen bis zu Nixe und Fisch, die sich umschwänzeln. Da werden Tiere zu Gefährten des Menschen, erscheinen Männer als knorrig-kraftvolle Baumgestalten und Frauen von Blau umflossen als Schöpferinnen des Lebens. Da küsst eine Frau einen Fisch. Begegnet man einem Hochzeitsstier, Dämmerungs- und Paradiesvögeln, einem Eisvogel und vielen anderen wundersamen Wesen. Trifft „Vainamoinens Gesang“ nach einer alten finnischen Sage auf „Die Klage der Fische“ in teerschwarzem Wasser.
Bei aller Farbenfreude spiegeln die Bilder von Anne-K. Pinkert keine heile Welt. „Es ist eine Ausstellung über inneren Reichtum, aus dem sie ihre Bilderwelt schöpft und sichtbar macht, was ihr wertvoll ist“, sagte Thomas Gerlach zur Eröffnung, der ihr Schaffen seit längerem begleitet. Darin zeige sich auch ihre Sehnsucht nach Aussöhnung des Menschen mit sich und der Welt. Anne-K. Pinkert wurde 1973 in Radebeul geboren.

Sie arbeitet seit 17 Jahren künstlerisch. Bilder sind für sie wie Seelenlandschaften. Das mediterrane Flair ihrer Arbeiten entstammt wohl auch von ihren Aufenthalten in Frankreich. Dort reiste und lernte sie Vielfältiges, arbeitete als Kuhhirtin, bei Winzern und Bauern und als Betreuerin in einer Gemeinschaft mit geistig und körperlich behinderten Menschen. Sie hat ein Kunst-Diplom an der Burg Giebichenstein in Halle im Jahr 2000 erworben und absolvierte danach ein Aufbaustudium in Kunsttherapie an der Dresdner Kunsthochschule. Seither arbeitet sie freischaffend als Malerin und Grafikerin und als Kunsttherapeutin hauptsächlich in der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Ausstellung ist noch bis 2. Juli zu sehen.

Text + Fotos (v)

Geöffnet: Di., Mi., Do. und So. von 14 – 18 Uhr

 

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Besuch aus dem Garten Eden

26 Montag Jun 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Genießen, Lebensart, Poesie, Unterwegs

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Garten Eden

Als ich zurückkam
aus dem Garten Eden
mit den vielen Wildblumen
die an verwunschenen Orten
von Menschen verlassen
blühen
sogar am Asphalt
sich entgegen recken
den grellen Autolichtern

am Himmel die Farben
explodierten
angefüllt mit der Pflanzenfülle
ließ ich das tote Grün
gemähter Großstadtwiesen
hinter mir
da fielst du aus den wilden Blüten
heraus
auf den Küchentisch

ein helles Muschelgehäuse
aus dem sich Fühler reckten
ein agiles Wesen
aus dem Garten Eden
saß auf meinem Finger
und einen Augenblick
träumte ich
ich wäre dort

Text + Fotos (lv)

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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