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meinwortgarten.com

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Archiv des Autors: Lilli Vostry

BallastRevue mit der Herkuleskeule in neuer Spielstätte im Kulturpalast

02 Dienstag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Kabarett

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Foto: HL Böhme

„Geht Euch an die Wäsche!“

Mit reichlich Humor und Herzblut eröffnete das Kabarett der Herkuleskeule mit dem Programm „BallastRevue“ seine neue Spielstätte im Kabarettkeller im Kulturpalast.

Auf der Bühne herrscht noch Umzugschaos. Hinter einer weißen Wand
wühlen und suchen die Kabarettisten in Kartons nach ihren Auftrittsklamotten und Requisiten. „Konnte ja keiner ahnen, dass der Kulturpalast pünktlich fertig wird“, sagt Birgit Schaller mit fassungsloser Begeisterung. Ganz entblättern kommt nicht in Frage. „Geh du doch nackig raus, dich kennt noch keener!“, sagt Detlef Nier zu seinem jungen Kollegen Hannes Sell. Der lässt mit seinem hautengen Körperanzug mit roten Muskelsträngen sogar unter die Haut blicken. Mit ihm steht Nancy Spiller als ebenfalls  theatererprobtes, neues Ensemblemitglied der Herkuleskeule, begleitet von den Musikern Jens Wagner und Volker Fiebig an Klavier und Schlagzeug, auf der Bühne in der „BallastRevue“, mit der das Kabarett-Theater seine neue Spielstätte im Kulturpalast am Montagabend eröffnete. Schon vor der Vorstellung gibt es im geräumigen Foyer im Kabarettkeller an den rot und schwarz gestrichenen Wänden viel zu sehen, schmunzeln und staunen, angefangen beim steinernen Denkerkopf von Marx über politische Karikaturen nach Gemäldemotiven Alter Meister in Goldrahmen bis zu witzigen Objekten aus den Programmen.

„Der Einzugsbereich ist jetzt wesentlich größer und moderner als im alten Haus, man kann auch ein bisschen flanieren und sich Zeit nehmen bevor es losgeht“, sagt Angelika Mohreng. Sie sitzt auf einer der hohen Sitzbänke an der Wand. „Ein guter Beobachterposten“, scherzt sie.  Ihr Mann holt inzwischen Getränke. Es gibt Fettbemmchen und Bier. Die Preise seien in Ordnung. Ein Bier vom Fass kostet vier Euro. Ein Glas Rotwein 4,80 Euro. Beide sind gespannt auf den neuen Zuschauersaal. „Wir gehen seit vielen Jahren in die Herkuleskeule, haben den ,Stumpi` Wolfgang Stumph noch erlebt und sind noch nie enttäuscht worden“, sagt Harald Mohreng. „Manchmal ist es bitterer Ernst und trotzdem kann man lachen“, weiß seine Frau zu schätzen.

„Kabarett im Untergrund“

In der neuen Spielstätte sitzt man bequem in Sitzlogen ohne Tische, aber mit viel Beinfreiheit und die Getränke dürfen mit in die Vorstellung genommen werden. Neugierig auf den Kabarettkeller „im Untergrund“ und die erste Premiere waren auch der Pantomime Ralf Herzog und Schauspielkollege Jürgen Haase. „Knabbern am Stamm, wo es wehtut“, sagte Haase zur neuen Keller-Bühne. Die beiden spielen hier im Sommer ihr neues Benimm-Programm „Knigge reloaded“.

„Nur wer ein Tabu bricht, dem hört man heute noch zu“, wissen die Kabarettisten. Ein bisschen Crash, ein bisschen Trash, trommeln sie auch ein wenig auf der Marx-Büste herum , die schon einen Sprung hat, aber nicht fehlen darf. Was ist Ballast, was muss mit in die Zukunft? Wie kann man in dieser Welt überleben?  Das fragen sich die zwei gestandenen Kabarettisten Schaller und Nier und die zwei Neulinge Spiller und Sell und geben alles, vollen Stimm- und Körpereinsatz, lassen Hirn und Herz sprechen in Texten und Liedern aus der Feder von Herkuleskeule-Chef Wolfgang Schaller unter Regie von Matthias Nagatis. Sie packen heiße Themen an wie Flüchtlingspolitik, politisches Kasperletheater mit Merkel und Onkel Sam im Syrien-Krieg, die Angst vor Terror und Angstmache, um neue Überwachungssysteme einzuführen. Es geht um Frauen, die nicht immer besser mit Macht umgehen als Männer („Außen Rock, innen drin Kriegsministerin“) und in einer Satire steigt gar eine Hitler-Figur aus der Urne, der reumütig seine Gesinnungsgenossen auffordert, besser mit den Flüchtlingen umzugehen, ihnen etwa deutsche Volkslieder beizubringen und ihnen etwas zweideutig zuruft: „Wenn ihr unbedingt Nazis sein wollt, seid gute Nazis!“ Wie diese dann wären, verrieten die Kabarettisten leider nicht.

So viel nackte, ungeschönte Wahrheit ist selten wie in dieser „BallastRevue“. Mit den ausgeräumten Umzugskisten ist nun auch Platz für Neues. Als Mittel gegen Konflikte und Krisen in der Welt gaben die Kabarettisten zuguterletzt dem Publikum als Anfang für Veränderungen mit auf den Weg: „Geht Euch an die Wäsche. Lasst die Liebe wieder wachsen…“

Für diese erste Premiere im neuen Haus gab es reichlichen und herzlichen Beifall.

Nächste Vorstellungen: 5.5., 19.30 Uhr, 6.5., 17+20 Uhr, 7.5., 18 Uhr, 9., 11., und 12.5., 19.30 Uhr

http://www.herkuleskeule.de

Text + Fotos (lv)

Das Ensemble der Herkuleskeule (von li. nach re.): Hannes Sell, Brigitte Heinrich, Michael Rümmler, Alexander Pluquett, Rainer Bursche, Detlef Nier, Birgit Schaller, Nancy Spiller, Wolfgang Schaller, Katrin Jaehne

Das Lächeln der „Mona Verdrießa“…

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Zur Uraufführung „In Gottes eigenem Land“ – Bewegende Reise in die Geschichte deutscher Auswanderer

01 Montag Mai 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Bilder- und klangreich und mit großartigem Zusammenwirken von Schauspielern und Laiendarstellern, den Community Players sowie mehreren Chören feierte das Stück zum Reformationsjubiläum 2017 am Sonnabend seine Uraufführung an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Der Bühnenhimmel ist abwechselnd dunkel, rot und tiefblau. Geräusche von Schüssen, Meeresrauschen und leise Melodien eines Chors begleiten die Reisenden: Eine bunte Menschenmenge, deutsche Auswanderer, die vor Krieg und Not fliehen auf einem Schiff nach Amerika, in die „Neue Welt“. Mittendrin der lutherische Theologe, Idealist und Erneuerer Heinrich Melchior Mühlenberg (voll wagemutigem Aufbruchsgeist: Moritz Gabriel).

Im Auftrag der Frankeschen Stiftungen Halle geht er 1742 nach Pennsylvania, um dort deutsche Gemeinden als Seelsorger zu betreuen. Von den Träumen, Hoffnungen und dem harten Überlebenskampf der Neuankömmlinge im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ und Freiheit erzählt das Schauspiel „In Gottes eigenem Land“ von Olaf Hörbe, der außerdem als Friedensrichter Conrad Weiser auf der Bühne steht, nach dem historischen Roman von Eberhard Görner, der seine Uraufführung anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 am Sonnabend an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul erlebte.

Die Inszenierung unter Regie von Damian Cruden nimmt das Publikum bilder- und klangreich – mit mal augenzwinkernd-salbungsvollen, mal herzergreifend tröstenden Kirchenliedern bis zu Countrymusik – mit auf eine spannende und bewegende Reise zurück in ein wenig bekanntes Kapitel deutscher Historie, deren Themen und Konflikte wie Leben in der Fremde und Umgang mit eigenen und anderen Werten und Religionen gerade hochaktuell sind. Zu erleben ist ein beeindruckend zusammen agierendes, großartiges Spielerensemble aus Schauspielern und Laiendarstellern, genannt Community Players, die Matrosen, Soldaten, Farmer und Indianer, Frauen und Kinder spielen, stimmreich begleitet von mehreren Chören und dem Vocalensemble Nobiles aus Leipzig. Da wird gestritten, gekämpft, geweint, gelacht, gesungen, getrunken, getanzt und gebetet auf dem geräumigen Holzdeck mit Tischen, Bänken und rauchumhülltem Kreuz auf der Empore. Die Kirchenoberen (Matthias Henkel und René Geisler) erteilen von dort aus Ratschläge und trinken Wein.

Zwei Erzähler (Holger Uwe Thews und Sophie Lüpfert) betrachten mitfühlend die kühne und gefahrenreiche Mission Mühlenbergs. Den Delawaren-Häuptling Fliegender Pfeil spielt Publikumsliebling Gojko Mitic, der würdevoll, weise, schelmisch und nachdenklich den Glaubens-Streit der lutherischen „Streithähne“ verschiedener religiöser Sekten und Anfeindungen gegen die indianischen Ureinwohner zu befrieden sucht. Auf der Hochzeit seines Freundes Mühlenberg überreicht er dessen Frau Anna Maria (als schöne und kluge Ratgeberin und Mutter: Julia Rani) eine indianische Perlenkette. Im Schlussbild klopfen Flüchtlinge in orangenen Rettungswesten ans Holzhaus der deutschen Einwanderer. Begeisterter Beifall für einen ergreifenden Theaterabend. Mit dem Stück gehen die Landesbühnen auch auf Tour in mehreren Bundesländern und wollen es außerdem in diesem Jahr am einstigen Wirkungsort von Mühlenberg in Pennsylvania aufführen.

Nächste Aufführungen: 30.4. und 1.5., 19 Uhr und 5.5., 20 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.


Foto: Kathrin Krüger-Mlaouhia

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Ein Hut genügt… Ausstellung mit Aktfotografie im Kunstkeller Dresden

29 Samstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Lebensart

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Eine sommerlich-heitere Aktbilderschau rund um Kopfbedeckungen und auch nicht immer nur auf Köpfen von Galerist und Fotokünstler Volkmar Fritzsche.

Am Dienstag, dem 9. Mai, 20 Uhr, findet die Vernissage zur Ausstellung: „Ein Hut genügt…“ im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15 statt. 

„Manchmal reicht schon eine Kopfbedeckung aus. Das zeigte sich in meiner oft experimentellen fotografischen Zusammenarbeit mit zahlreichen Modellen jeden Alters“, sagt Volkmar Fritzsche über die Bilder. So entwickelte sich die Idee für ein Ausstellungsprojekt, in dem mal ganz gezielt mit Hüten, aber auch allen möglichen anderen Kopfbedeckungen auf vorrangig originell-witzige Weise experimentiert werden sollte. Das Ergebnis dessen zeigt nun diese Ausstellung.

Die fotografischen Arbeiten versuchen – in Natürlichkeit und auf ästhetische Weise – den oft weitgehend nackten Körper mit viel pointierter Heiterkeit zu fusionieren, getreu dem Credo: schon Hüte machen Leute. Die Exposition mit etwa 80 Bildern beinhaltet vorwiegend Originalfotografien in s/w oder Farbe, sowie Fotocollagen und experimentelle Verfremdungen.

Neu in dieser Ausstellung: Wir suchen Ihren Favoriten! Jeder Besucher kann, wenn er mag, ein Bild favorisieren (lt. Bildnummer). Auf diese Weise wird zum Ausstellungsende ein Gesamt-Favorit ermittelt. Sie erhalten am Eingang ein Kärtchen, auf dem Sie Ihre gewählte Bildnummer, Rufnummer oder Mailadresse hinterlassen, sodass wir Sie kontaktieren können, falls Sie richtig getippt hatten. Beim Verlassen der Galerie stecken Sie Ihr Favoritenkärtchen in ein bereitgestelltes Kästchen.

Diese „Sieger-Fotografie“ erhalten alle Besucher – auf Fotopapier ca. A4 oder digital – die den Gesamt-Favoriten richtig getippt hatten.

Text + Fotografik: Volkmar Fritzsche/Kunstkeller

http://www.kunstkeller-dresden.de

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Dieter Beckert eröffnet seine „Brachialromantische Probebühne“ im Zentralwerk

28 Freitag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Musik, Projekte

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Mit dabei im neuen Kunst- und Kulturquartier in Dresden: Der Sänger, Musiker, Autor und Entertainer Dieter Beckert eröffnet am 5. Mai eine kleine Spielstätte mit erlesenem Programm im Zentralwerk auf der Riesaer Str. 32. Um 11 Uhr ist die offizielle Zeremonie mit Führung durchs Gelände. Am 6. Mai ab 11 Uhr bis abends öffnen die Künstler und andere Kreative ihre Ateliers, Büros und Projekträume und außerdem der alte Baalsaal im Areal. Es lockt ein überaus reichhaltiges Programm mit Bildender Kunst, Theater, Performance, Tanz, Fotografie, Musik, Literatur und vielem mehr. Neu belebt werden die alten Fabrikgebäude, deren erhaltene Hochbunker noch an das einstige Dasein als Rüstungsbetrieb mit Zwangsarbeitern erinnern (von 1939 bis 1945) und später zog der VEB Grafische Großbetrieb Völkerfreundschaft mit Druckerei ein, von der Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft Dresden.

Beim 4. Dresdner Thanks Jimi Festival am 1. Mai, dem Internationalen Tag der Arbeit spielten unter dem Motto: „Gitarristen aller Länder kommt heraus“ über 40 Musiker aus Polen, Belgien und Deutschland vor dem Kulturzentrum Scheune in Dresden den Hit „Hey Joe“ von Jimi Hendrix und begeisterten mit unbändig energiegeladenem Rock vom Feinsten. Zeitgleich fand in Dresdens Partnerstadt Wroclaw  bereits zum 15. Mal ein Konzert zu Ehren des großen Musikers mit über 6 000 Beteiligten auf dem Marktplatz statt, dessen Lieder rund um den Erdball bis heute gehört werden. Via Internet konnte die Aktion auf einer Videowand miterlebt werden. Fotos vom Konzert stehen unter diesem Text.

Musiker und Moderator Dieter Beckert sagt gewohnt humorvoll zu diesem Festival: „Jimi Hendrix war Linkshänder. Gitarrespielen ist etwas Kreatives und Manuelles heutzutage, wo die Arbeit immer vergegenständlichter wird, zunehmend durch Roboter und Mechanisierung der Arbeitswelt.“ In Zeiten verschwindender bzw. knapper Arbeitsplätze werden Ideen für eine andere, sinnvolle Beschäftigung, die außerdem Spaß macht und die Existenz sichert daher umso wichtiger. Dieter Beckert plädiert deshalb für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle hierzulande.

Mehr Text zur neuen Spielstätte folgt.

Weitere Infos zum Zentralwerk und Eröffnungs-Programm am 5. und 6. Mai unter http://www.zentralwerk.de

Text + Fotos (lv)

Volle musikalische Power mit über 40 Musikern gab es am 1. Mai beim 4. Dresdner Thanks Jimi Festival vor der Scheune vor zahlreichen, gut gelaunten Zuhörern. Hier einige Eindrücke davon.

Zündender kraftvoller Rock mit der Band „Wedge“ zum Abschluss des Festivals.

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Konzert im Chinesischen Pavillon auf dem Weissen Hirsch

27 Donnerstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik

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Auftakt der Konzertreihe HOCHSCHULPODIUM im Chinesischen Pavillon auf dem Weissen Hirsch.

Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (HfM) hat ab Ende April mit dem Chinesischen Pavillon auf dem Weißen Hirsch eine neue Außenspielstätte gefunden. Als Auftakt der Konzertreihe wird am 30. April 2017, 16.00 Uhr „Deutsch-Französisches für Klarinette“ zu Gehör gebracht.

Schüler des Landesgymnasiums für Musik und Studenten der Musikhochschule präsentieren u.a. Werke von Beethoven, Burgmüller, Poulenc und Bozza, Rabaud und Debussy. Am Klavier Cheng Tai Chang, Prof. Sonja Gimaletdinow, die Künstlerische Leitung hat Prof. Joachim Klemm.

Die nächste Veranstaltung ist für den 28. Mai 2017, 16.00 Uhr vorgesehen und wird einen Mix aus Popsongs und elektronischer Musik mit dem Duo Summerer-Rosenbach präsentieren.

Die Konzertreihe soll im Sommersemester jeden Monat stattfinden. Ab Oktober ist die Fortsetzung auch im Wintersemester geplant.

Der Verein Chinesischer Pavillon e.V. ist sehr erfreut über die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber und erhofft sich viele Synergieeffekte sowie einen regen Besuch der Konzerte durch die Mitglieder und interessierten Besucher.

Die Konzertkarten zum Preis von 4,00 € sind an der Tageskasse im Pavillon erhältlich.

Text + Fotos: Monika Alexandra Kämpfer,
Presse und Marketing Chinesischer Pavillon e.V.

http://www.chinesischer-pavillon.de

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„In Gottes eigenem Land“ – ein Stück über Fremdheit und Ankommen an den Landesbühnen Sachsen

27 Donnerstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Das Schauspiel von Olaf Hörbe nach dem gleichnamigen historischen Roman von Eberhard Görner feiert am 29. April, um 19 Uhr Uraufführung an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul. 

Europa und Nord-Amerika im 18. Jahrhundert. Tausende Menschen verlassen Europa. Armut und Hunger, politische und religiöse Verfolgung oder Abenteurertum lassen sie den gefährlichen Schiffsweg nach Amerika wagen. Angekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sind sie auf sich gestellt, treffen auf unterschiedliche Kulturen, Lebensweisen, Glaubensgemeinschaften.

Im Auftrag der Franckeschen Stiftungen Halle geht der lutherische Theologe und Prediger Heinrich Melchior Mühlenberg (1711 – 1787) im Jahr 1742 nach Pennsylvania, um die dort ansässigen deutschen Gemeinden zu betreuen. Nach seiner Ankunft in Philadelphia beginnt er mit dem Aufbau einer institutionalisierten lutherischen Kirche.

Doch seine Mission durchzusetzen, ist schwerer als gedacht. Machtkämpfe zwischen unterschiedlichen religiösen Sekten, persönliche Entbehrungen, Kriege, die wechselvolle Beziehung zu dem Delawaren-Häuptling «Fliegender Pfeil» – aber auch die große Liebe zu seiner Frau, die ihm eine starke Partnerin ist, bestimmen sein Leben. Überzeugt von der Vision einer toleranten, friedlichen Gesellschaft beteiligt er sich maßgeblich an der Gründung der neuen amerikanischen Demokratie.

Für die Inszenierung bietet der historische Stoff, basierend auf dem Leben und dem Werk des lutherischen Predigers Mühlenberg, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Künstlern, Historikern, politischen Institutionen und Ausbildungsstätten sowie Kirchenvertretern in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Dieses besondere Theaterprojekt zum Reformationsjubiläum 2017 bringt der britische Regisseur Damian Cruden mit einem großen Ensemble von Schauspielern, Laiendarstellern und Chören aus der Region auf die Bühne. Die Soldaten, Matrosen, Farmer, Indianer, Gemeindemitglieder, Männer, Frauen und Kinder werden von sogenannten „Community Players“ und Studierenden der Theaterakademie Sachsen gespielt. Die Rolle des Delawarenhäuptlings „Fliegender Pfeil“ übernimmt der aus vielen DEFA-Indianerfilmen bekannte Schauspieler Gojko Mitic. Moritz Gabriel vom Ensemble der Landesbühnen spielt die Hauptrolle des Pfarrers Mühlenberg.

Ab 29. April 2017 sind sie dann in Radebeul, Meißen, Großenhain, Torgau, Wittenberg mit dem Ensemble der Landesbühnen und zahlreichen Laienmitspielern aus den Regionen unterwegs.

Gojko Mitic: „Ich freue mich diese Rolle übernehmen zu können und erstmals für das sächsische Publikum auf der Bühne zu spielen. Für den Film „Söhne der Großen Bärin“ habe ich bereits vor 50 Jahren 1966 in der Sächsischen Schweiz gedreht. Ich habe mich gern vom Intendanten Manuel Schöbel für die Rolle des Delawarenhäuptlings  „Fliegender Pfeil“ im Stück „In Gottes eigenem Land“ verpflichten  lassen.“

Damian Cruden, Regisseur

Damian Cruden studierte am Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow, 1982–1986. Danach arbeitete er für das Tron Theatre und die TAG Theatre Company, und wurde Dozent des Scottish Youth Theatre. Damian zog nach England, wo er Co-artistic Director des Liverpool Everyman Youth Theatre wurde, übernahm dann die Aufgaben des Directors für Hull Truck in den frühen 1990er Jahre. Seit 1997 ist Damian Cruden Artistic Director des York Theatre Royal. Einige seiner Regiearbeiten wurden mit Preisen ausgezeichnet, wie z.B. die Inszenierung „Railway Children“, die den Laurence Olivier Award for Best Entertainment 2011 gewann.

Jane Taubert, Projektleiterin

„In Gottes eigenem Land“ – Schauspiel von Olaf Hörbe nach dem gleichnamigen Roman von Eberhard Görner – ist ein spannender Stoff, der aufgrund der historischen Parallele zur gegenwärtigen Flüchtlingsthematik ein ungeahntes Maß an Aktualität gewinnt. Durch die Mitarbeit vieler und durch die Förderung der Ostsächsischen Sparkassenstiftung kann nun das Konzept des Gastregisseurs Damian Cruden – nämlich eine inszenatorische Vision der „Community Ownership“ – in einem multilingualen Probenprozess verwirklicht werden. Dirk Strobel und das Theaterpädagogische Zentrum Sachsens werden uns bei der Einbindung der Laiendarsteller wichtige Partner in diesem Arbeitsprozess sein, denn das internationale Theaterprojekt bietet zahlreiche Gelegenheiten, das Ensemble der Landesbühnen Sachsen mit Veranstaltungspartnern, Vereinen, Kirchgemeinden und Bildungsinstitutionen sowie zahlreichen Laiendarstellern zu vernetzen.“

Zu den Laienmitspielern:

Das Konzept des Regisseurs Damian Cruden sieht eine Mitwirkung von zahlreichen Laienspielern – „Community Players“ genannt – vor. Diese werden gemeinsam mit dem Ensemble der Landesbühnen Sachsen und einigen Gastkünstlern wichtige Massenszenen der Inszenierung gestalten. Sie haben die letzten 12 Monate in Theaterworkshops und Proben trainiert. Diese Arbeit übernimmt ein Team von Mitarbeitern, das in Kooperation mit dem Theaterpädagogischen Zentrum Sachsen e.V. organisiert und koordiniert wird – sogenannte „Team Leiter“, die in den Disziplinen „Schauspiel“, „Tanz“, „Chorgesang“ und „Bühnenkampf“ mit den „Community Players“ probieren. Koordinator dieser Arbeit ist Dirk Strobel.

„Wir leben in einer bewegten Zeit. Viele Menschen sind unterwegs – auf langen Wegen durch Länder und über Meere, und auch innerlich, so und so fort von Konflikten und zu Konflikten hin. Wo – in der Welt, der Gemeinschaft und wo in sich selbst – findet man seinen Platz?“ Das ist eine Frage, die das Theaterpädagogische Zentrum Sachsen, immer bewegt und ein wesentlicher Antrieb seiner Arbeit ist. „Unsere Aufgabe war es, Menschen zusammenzubringen, die Lust haben, mit auf diese Reise zu gehen, mit uns in Workshops zu erkunden, wie Fremdheit und Ankommen sich anfühlen. Wie es ist, alles hinter sich zu lassen und neu anzufangen in einem fremden Land. Die sich erproben möchten in Schauspiel, Tanz, Kampf und Gesang. Und die in dieser großen Theaterproduktion auf der Bühne stehen möchten gemeinsam mit dem Ensemble der Landesbühnen Sachsen zu spielen und den Siedlern, Indianern und Soldaten Gesicht und Stimme zu geben.“  Außerdem sind mehrere Chöre aus der Region an dieser Theateraufführung beteiligt.

Vorstellungen :

Sa 29.04.2017 19:00 Hauptbühne; So 30.04.2017 19:00 Hauptbühne; Mo 01.05.2017 19:00 Hauptbühne; Fr 05.05.2017 20:00  Hauptbühne; Sa 03.06.2017 19:30 Hauptbühne; So 04.06.2017 15:00 Hauptbühne

So 11.06.2017 18:00 Kulturschloss Großenhain.
Fr 16.06.2017 20:30 Neue Burgfestspiele Meissen; Sa 17.06.2017 20:30 Neue Burgfestspiele Meissen
Do 22.06.2017 20:00 Schloss Hartenfels Torgau; Sa 24.06.2017 19:30 Eisleben Kulturwerk
Freitag, 30.06.2017, 20.00 Uhr und Sonnabend,1.7.2017, 20.00 Uhr Franziskaner Kloster Zeitz
07.07.2017 20:00 Storkow/Burg; Sa 08.07.2017 20:00 Storkow/Burg

Text: Petra Grubitzsch, Pressereferentin Landesbühnen Sachsen
Foto: Landesbühnen

Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax: 0351/8954 213

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul,
Tel. 0351/8954-0
http://www.landesbuehnen-sachsen.de

 

 

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Malerei von Frank Panse zum 75. Geburtstag in der Stadtgalerie Radebeul

25 Dienstag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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„Strandepisode“ von 1978

Alles fließt

Farbreiche und vieldeutige Bilderlandschaften von
Frank Panse zeigt derzeit eine Ausstellung in der
Stadtgalerie Radebeul.

Ein Bild zeigt die schwarzen Umrisse eines Kopfes, aus dem unentwegt Farben strömen, intensiv, brodelnd, wirr, selten ruhig und klar. So sieht der
Maler Frank Panse sich „Selbst“ in einem Porträt von 2011. Alles fließt, so ein weiterer Bildtitel, auf seinen Leinwänden und Mischtechniken, Arbeiten
auf Papier. Seine derzeitige Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21 heißt einfach „Malerei“.

Hinter dem eher nüchternen Titel sind tatsächlich schwer in Worte fassbare, überaus vieldeutige, kontrastreiche und spannende Bilderlandschaften zu sehen anlässlich des 75. Geburtstages des in Pethau/Zittau geborenen Künstlers. Die zumeist abstrakten Werke von Frank Panse widerspiegeln das Schnelle, Flüchtige und Brüchige der Gegenwart und die Sehnsucht nach einem Ort der Ruhe, Harmonie und Geborgenheit. Die Farben wuchern wild und oft grell auf den Leinwänden wie um die tägliche Fülle an Gedanken und Eindrücken zu bannen und sammeln in den Bildern. Teils übermalt er Zeitungsausschnitte, denen er seine leuchtendfarbige, skurill-poetische Welt entgegensetzt.

Oft versieht er sie mit einem Rahmen im Bild wie um dem unbändigen Farbstrom einen Halt zu geben. Zu sehen sind vorwiegend neuere Arbeiten von 2007 bis `016 und einige frühe figürliche Arbeiten wie „Strandepisode“ von 1978. Andere Bilder zeigen maskenhafte Figuren und nächtliche Traumgestalten. Seine Zeichensprache ist angeregt von einer Studienreise 1996 nach Mexiko. Er malt Stillleben, Weinberge, Dünen, Augen, eine Katze und Künstlerkollegen wie Peter Graf. Ein Bild widmet er Dante, ein anderes Bacon. Ein anderes mit dem Titel „Zeit kommt, Zeit geht“ zeigt eine Figur mit dunklem Vogel auf dem Kopf, ein Feuerzeug in der Hand und abgetrennten Füßen in der Luft und auf der Erde lodernde Farbe.

„Adam wohin gehst Du“, fragt Panse in einem Bild von 2008. Neben den kräftig lodernden Bildern gibt es auch stillere wie “Gartenstück“, in erdigen und hellen Farbtönen mit feingeäderten Blattspuren. Naturgewachsenes und Farben braucht der Maler offensichtlich, um mit der Welt klarzukommen. Wunderschön auch die rot getupften „Rosen“ an langen Stielen, die den Feingeist und Genießer erkennen lassen. „Figürliche Elemente, Zeichen und Farbrinnsale ergeben Bildstrukturen, die letzten Endes den ursprünglichen Faden sichtbar machen“, sagt Frank Panse über seine Malerei. Er will auf dem Blatt “alles im Fluss halten bis eine Ordnung hergestellt ist – dann kann die Arbeit sich setzen und innerlich beruhigen.“ Frank Panse studierte ab 1968 Theatermalerei an der Dresdner Kunsthochschule und wohnte von 1971 bis 1972 in einer Künstlerbehausung in Altkötzschenbroda. 1972 hatte er seine erste Ausstellung in Dresden.

Seit 1999 lebt und arbeitet er auf einem selbst ausgebauten Bauernhof in Mutzschwitz. Die Ausstellung ist noch bis 5. Mai zu sehen. Zur Finissage gibt es an diesem Tag um 19.30 Uhr eine Lesung mit Wein, Gespräch und Musik mit dem Künstler.

Text + Fotos (lv)

Öffnungszeiten der Stadtgalerie Radebeul: Di., Mi., Do, So von 14 – 18 Uhr.

 

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Buchpremiere: „Was willst Du denn auf Island“ mit Ahmad Mesgarha im Kleinen Haus

24 Montag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Literatur, Musik, Unterwegs

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„Die Naturgewalt ist unsere Apotheke“

Wie schön und einfach das Leben sein kann, wenn man es im Gleichklang der Schritte mit offenem Herzen immer wieder neu erkundet, darüber las und erzählte der Schauspieler, Langstreckenläufer und jetzt auch Buchautor Ahmad Mesgarha am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Kann es ein schöneres Land für einen Schauspieler geben? Die Landschaft ist karg, aber voller Naturwunder und ändert malerisch ihre Farben im Sekundentakt im hell gleißenden Sonnenlicht. Moosbewachsene Felsen, die teils wie Figuren und Gesichter in die Höhe ragen, Wasserfälle, Steppe, Schlammlöcher und die schwarze Lava erinnert an eine Mondwüste. Ahmad Mesgarha war im Land der Elfen und Trolle in Island und hat sich einen Traum erfüllt: „Laufen in unberührter Natur zwischen Gletscher und Steppe. Sieben Tage lang nur Tag in einem Land aus Feuer und Eis!“ Denn neben der Bühne ist der Langstreckenlauf seine Leidenschaft.

Das Laufabenteuer liegt schon eine Weile zurück. Im Juli 2013 flog Mesgarha nach Island. Mit ihm trat noch ein laufverrückter deutscher Tourist, Volkmar, Triathlet und Chef einer Firma in Leipzig an sowie zwei Reiseführer aus Island und Deutschland (von der Agentur „LaufKultTour“ in Ausgburg). Über seine Laufreise – 187 Kilometer durch das Land der Gnome und Geysire hat Ahmad Mesgarha ein Buch geschrieben, erfrischend locker, ehrlich, offenherzig, mit lakonischem Humor, episodenreich, bildhaft anschaulich und mit vielen beeindruckenden Fotografien der geheimnisvoll-schönen Landschaft.

Bei der Buchpremiere „Was willst Du denn auf Island“ (soeben erschienen im Zwiebook Verlag in Dresden – ein Imprint von salomo publishing, 50 S., 12,90 Euro) am Sonntag abend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden steht eine lange Besucherschlange am Eingang. Vorbestellen ging nicht, die Lesung war gratis. Alle sind auf gut Glück gekommen. Und nicht alle finden Platz im Theaterraum.

Mesgarha verspricht die Lesung zu wiederholen. Während er lebhaft, immer noch berührt von dem gewaltigen Erlebnis der Natur und seinen Erfahrungen, liest und erzählt, durchlebt er alles noch einmal und lässt seine Zuhörer ergreifend daran teilhaben. Auf einer Leinwand erscheinen die Bilder aus dem Buch von seiner Reise, die der Musiker Philipp Makolies an der Gitarre mit versonnen-versunkenen, dem beglückenden Gleichklang des Körpers beim Laufen nachempfundenen Tönen begleitet.

Abschließend singen sie gemeinsam den Song „Immer weiter“ zum Buch von Philipp Makolies feat. Ahmad Mesgarha (als kostenloser Download unter http://www.philippmakolies.bandcamp.com)

http://www.salomo-publishing.de

Mehr Text zum Buch folgt

Text + Fotos (lv)

 

 

 

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„Sommer der Liebe“ – Die neue Spielsaison in der St. Pauli Ruine

23 Sonntag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Musik, Tanz, Theater

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Mephisto steht feuerrot mit breitem Grinsen hinter Gretchen und Faust. Der Drachentöter Siegfried mit Punkfrisur umarmt kurz seine Kriemhild und tut kurz darauf wieder das, was ein Mann tun muss, nämlich Held spielen. Die widerspenstige Katharina legt sich mit den Männern an. Und die romantische Idylle im Elfenwald täuscht auch. König Oberon und seine Gattin Titania werfen sich gegenseitig Untreue vor und zwei junge Paare verirren sich im Wald. Dort sorgt Diener Puck mit einer Liebes-Zauberblume für ein lustvoll-komisches Verwirrspiel der Gefühle. Willkommen zum „Sommer der Liebe“ – unter diesem Motto eröffnete die neue Spielsaison in der urigen St. Pauli Ruine am Königsbrücker Platz im Hechtviertel in Dresden am Freitag abend.

Bei ihrem Theaterfest zeigten gestandene und neue Akteure, die in ihrer Freizeit Theater spielen, mit reichlich Herzblut, Spielfreude, Einfallsreichtum und Humor Ausschnitte aus dem Repertoire und den zwei bevorstehenden Premieren „Der Widerspenstigen Zähmung“, eine Komödie von Peter Dehler nach William Shakespeare (5.5., 20 Uhr) und „Ein Sommernachtstraum“, ein Liebesspiel ebenfalls von Shakespeare (16.6., 20 Uhr). Außerdem gab es vielfältige musikalische Kostproben von Gästen der Theaterruine. Darunter die Dresdner Band „enVivo“ um die Sängerin Alexandra Kayser, die von den Philippinen stammt und mit glasklar-fragiler und zugleich kraftvoller Stimme Lieder aus eigener Feder aus ihrem Programm „Nothing left to say“ sang (zu erleben am 23.4., 19.30 Uhr).
Ein Magier auf der Gitarre ist der Leipziger und jetzt in Dresden lebende Musiker Christian Buchmann, der stilistisch stimmungsreiche Klangbilder erzeugt mit Eigenkompositionen wie „Der Joker“, „Wüstenplanet“, „Der Schamane“ oder „Spieluhr“. Mehr davon gibt es bei einer „Guitarmania“ (Gitarrennacht) mit ihm solo und zusammen mit dem mehrfach preisgekrönten Musiker Falk Zenker, der Buchmanns erster Gitarrenlehrer war. Sie präsentieren außerdem ein außergewöhnliches Nachwuchstalent mit dem französischen Musiker Antoine Boyer an der Gipsy-Gitarre (am 26.4., 19 Uhr).

Text + Fotos (lv)

http://www.pauliruine.de

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„Das falsche Leben“: Hans-Joachim Maaz sprach über sein neues Buch in der Frauenkirche Dresden

21 Freitag Apr 2017

Posted by Lilli Vostry in Lebensart, Literatur

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„Leben wir alle falsch, Herr Maaz?“, fragte Frank Richter, Moderator der Veranstaltung von der Stiftung Frauenkirche zu Beginn der Buchvorstellung am Donnerstag abend. Stoff zum Aufhorchen, Nachdenken und Diskutieren bietet das neueste Buch: „Das falsche Leben – Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft“ (Verlag C.H. Beck, 256 S., 16,95 Euro) des bekannten Hallenser Psychoanalytikers Hans-Joachim Maaz jedenfalls reichlich. Mit Büchern wie „Der Gefühlsstau“ und „Die Liebesfalle“ stellte er bereits Spielregeln für eine neue Beziehungskultur durch Ehrlichkeit und Offenheit auf. Das Interesse war so groß, dass die Veranstaltung von der Unterkirche in den Hauptkirchenraum verlegt wurde.

In seinem Buch hinterfragt Maaz die Gründe von Angepasstheit und Selbstentfremdung, Ängsten und Feindbildern, die immer mehr um sich greifen in der bundesdeutschen Gegenwart.

Mehr Text folgt

Text + Fotos (lv)

Vor vollen Rängen sprach Hans-Joachim Maaz über unbequeme Wahrheiten in unserer Gesellschaft. Rechts im Bild: Frank Richter, Moderator des Abends von der Stiftung Frauenkirche und Kathrin Krüger-Mlaouhia, Journalistin. Zeitweise konnte man eine Stecknadel fallen hören, so gebannt lauschten die Zuhörenden.

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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