|
Lese-Marathon um den Preis der Leipziger Buchmesse 2019
26 Montag Nov 2018
26 Montag Nov 2018
|
25 Sonntag Nov 2018

Unterwegs mit Gedichten im Gepäck: Uta Hauthal mit ihrer Poesie-Tankstelle.
Foto: privat
Poesie – Tankstelle Mit Gedichten in Deutschland und der Schweiz unterwegs (Notschriften-Verlag 2018)
2016 erfand die Dresdner Schriftstellerin und Chanteuse Uta Hauthal die Poesie-Tankstelle, das bedeutet, sie zieht mit ihrem Fahrrad und einem handgeschriebenen Schild über Land, stellt sich an Straßen, Boulevards, auf Marktplätze … und bietet den Vorübergehenden die Rezitation eines Gedichts an. Wenn sich jemand darauf einlässt, entsteht ein offener Moment der Begegnung durch das Medium der Poesie. In dem am 29. November 2018 erscheinenden Essayband verknüpft die Autorin Erlebnisse und Begegnungen dieser Reisen mit Reflexionen zu ihr wichtigen Themen der Gegenwart sowie mit Gedanken/ Erfahrungen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden der bereisten Länder und ihrer Menschen. In der Poesie-Tankstelle befinden sich Gedichte von ihr selbst sowie von Erich Kästner, Leta Semadeni, Roža Domascyna, Silvia Andrea (Johanna Garbald), Uwe Kolbe, Tanja Dückers, Uwe Claus u.a.
Zur Buch-Premiere mit Leseproben, Gesang und Gespräch mit Uta Hauthal, begleitet von Derek Henderson am Klavier am 29. November, 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Augustin sind alle Interessierte herzlich eingeladen. Zu hören sind auch Auszüge aus dem Kästnerschen Zyklus der „13 Monate“, denn seine Gedichte hat Uta Hauthal am häufigsten auf all ihren bisherigen Poesie-Reisen rezitiert.
Kartenreservierung für den Abend, da der Platz begrenzt ist, unter info@literaturhaus-dresden.de
24 Samstag Nov 2018

Humorvolle Bescherung zur Weihnachtszeit: Alf Mahlo und Henriette Ehrlich in ihrem neuen Stück. Foto: meeco
Nun dreht sie sich wieder, die Welt des Komödien-Theaters in Radebeul. „Die Vorbereitungen für unsere diesjährige Weihnachts-Inszenierung läuft auf Hochtouren und nach einem heiteren Sommerhoch zieht es uns mit kühlem Kopf wieder auf unsere Bretter, die die Welt der Vorweihnachtszeit bedeuten“, so Henriette Ehrlich. Natürlich dreht sich das große Weihnachts-Karussell nicht nur auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt. Die Theaterkassen sind in dieser Zeit allgemein hoch frequentiert. Jede Spieleinrichtung möchte ihr besonderes Programm zum Fest anbieten, denn die Menschen suchen gerade zur Vorweihnachtszeit einen beschaulichen Platz für ihre Kollegen und Freunde.
Alf Mahlo kennt sich in diesem Jahresend-Trubel bestens aus. Er hat jahrelang große kommerzielle Weihnachtshows für verschiedene Anbieter geschrieben, inszeniert oder auch produziert. Er stand bei diesen Großveranstaltungen zumeist gleich selbst als Entertainer und Protagonist auf der Bühne und weiß genau, wie man den Publikums-Nerv im Dschungel des Entertainments trifft. „Ich habe auch dieses Jahr wieder Angebote in dieser Richtung bekommen, doch das große ‚Tam Tam‘ noch ultimativer und noch extravaganter Großevents möchte ich so nicht mehr mitmachen“, verrät Alf Mahlo. „Auf unserem beschaulichen Radebeuler Weihnachtsmarkt genau hier in Altkötzschenbroda, stellt sich für mich immer wieder ein wunderbares Weihnachtsgefühl ein. Fernab der kommerziellen Striezel-Drängelei scheint hier die Weihnachtswelt unter den vielen Freunden und Bekannten noch in Ordnung. Und unser KLEINES WELTTHEATER liegt mitten drin!“
„Unsere neue Produktion ist eine gelungene Mischung aus Musik-Entertainment und Komödien-Romanze mit Leichtigkeit und dem gewissen Schuss Sehnsucht“, meint die Regisseurin und Schauspielerin Henriette Ehrlich zum Stück, das am Freitag, 23. November, seine Premiere hat: Der langjährige Traum zweier liebenswerter Originale, Elvira & Alfred, hinsichtlich eines Urlaubs wird endlich wahr. Wie es zum spontanen Urlaub kam… und wie der Trip letztendlich in eine Weltreise ausartete, hätte Elvira beinahe aus der Bahn geworfen. Ob eine Liebesbalz mit einem Torero, eine Passagierin mit enormen Männerverschleiß, die auf Capri zusteigt, der eifersüchtige Heldentenor, Alfreds Strandromanze mit einem störrischen Liegestuhl oder auch ein Haudegen von einem singenden Luxus-Kapitän. Dass Elvira mit heldenhafter Weiblichkeit ihr Kreuzfahrtschiff vor einer Katastrophe rettet, sei hier nur am Rande erwähnt.
Start für alle Gäste ist bereits um 18 Uhr. Im Sonnenhof direkt am Kleinen Welttheater, startet das 3-Gänge-Menü für Wild-Freunde, Gänse-Freunde oder auch Vegetarier. Gestärkt startet man dann gegen 19.30 Uhr mit dem „fliegenden Weihnachtsexpress“ Richtung Jahresende.
Text + Foto: meeco Communication Services GmbH
Eintrittskarten gibt’s inklusive 3-Gänge-Menü (ohne Getränke) auf http://www.kleines-welttheater.de, http://www.dd-ticket.de und telefonisch unter 0351 32337393 oder 0173 7633901
Weitere Infos und alle Aufführungsdaten: www.kleines-welttheater.de
23 Freitag Nov 2018
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Literatur, Musik

Außerdem laden die Künstler alle Interessierte herzlich zu Veranstaltungen im Rahmen ihrer Ausstellung ein.
literarisch musikalischer Abend
mit Jürgen Stegmann und Fritjof Möckel
Beginn in der Produzentengalerie Jahnaischer Hof, Freiheit 1, Meißen
mit anschließendem Ausstellungsrundgang in der Evangelischen Akademie
Laudatio: Tanja Mette-Zimmermann
Frieder Zimmermann: Musik und Soundscapes
mit akustischen und elektrischen Gitarren, Bratsche und Live Elektronik.
Text: Sylvia Fenk
23 Freitag Nov 2018

Reizvolle Stimmen: „The Pearlettes“ Foto: PR

Comedy und Kuriositäten: Conférencier Sammy Tavalis. Foto: Erhard Dauber
Man nehme Musik, Artistik, ein Gourmet-Menü und engagiere einen Conférencier, der all diese Zutaten mit Charme und Esprit zu einem Ganzen fügt. Das ist das Rezept für die unterhaltsame Palais-Revue, welche die Gäste vom 23. November 2018 bis zum 6. Januar 2019 im prächtigen Festsaal des Kurländer Palais in Dresden erwartet.
Multitalent Sammy Tavalis begleitet als Conferencier durch den Abend und verblüfft ganz nebenbei mit Comedy und musikalischen Kuriositäten. Das musikalische Zepter schwingen die Damen von „The Pearlettes“. Sie begeistern das Publikum nicht nur mit Evergreens und feschen Hits von den 30ern bis in die 50er, sondern ziehen es auch mit Tanzeinlagen und ihrer wunderbar femininen Ausstrahlung in den Bann.
Mit Lea Roth kann man die mehrfache Deutsche Meisterin im Pole Dance bewundern. Andrey Spatar vollbringt Handstände mit unfassbarer Leichtigkeit, und die Luftakrobatin Bianca Capri dreht sich voller Anmut mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit am Vertikalsein über den Köpfen der Gäste. Dazu wird an den schick eingedeckten Tischen ein exklusives Gourmet-Menü serviert.
Text: Sabine Mutschke
Ort: Kurländer Palais, Festsaal, Tzschirnerplatz 3 -5 in Dresden
Showbeginn: 19.30 Uhr, sonntags: 18.30 Uhr
16 Freitag Nov 2018
Alles hat seine Zeit. Im Leben und in der Natur. Trauerrednerin Andrea Zimmermann hilft beim Abschiednehmen. Foto: © Steffen Füssel
Ein sonniger Herbsttag. Auf einer Wiese unter einem Baum, übersät von Licht- und Schattenflecken, packt Andrea Zimmermann ihre schwarze Mappe aus. Sie enthält ihre Reden und Notizen, mit denen sie Trauernde beim Abschiednehmen begleitet, außerdem eine Halstablette mit ätherischen Ölen für die Stimme und ein Taschentuch. Auch wenn sie weiß: „Trost kann man mit Worten nicht wirklich geben. Doch sie tun gut, wenn Angehörige sich verstanden fühlen und der verstorbene Mensch gewürdigt wird“, weiß Andrea Zimmermann. „Denn da ist etwas abgerissen mit dem Tod, das schwer zu begreifen ist und erst im Kopf und Herz ankommen muss.“
Sie kennt das Gefühl von Unsicherheit und Hilflosigkeit, wenn man plötzlich mit einem persönlichen Verlust oder schwerer Krankheit in der Familie oder im Freundeskreis konfrontiert wird. Wenn man nicht weiß, wie man dann sowohl dem Betroffenen als auch den Angehörigen in der schweren Zeit danach begegnet. „Wichtig ist, sich Zeit zum Abschied zu nehmen und eine Form dafür zu finden. Am besten ist, wenn die Angehörigen noch selber etwas tun können, um nicht ganz der Trauer ausgeliefert zu sein“, sagt Andrea Zimmermann. Vieles nehmen die Bestatter den Trauernden ab, aber das sei nicht immer hilfreich.
Halt und Trost geben können gemeinsame Rituale, indem beispielsweise jeder Trauergast am Friedhofseingang eine Kerze bekommt und aufstellt für den Verstorbenen. Man kann aber auch Erde und Blüten aus dem eigenen Garten ins Grab streuen oder persönliche Dinge mitgeben. Oder in eine Schale Blumenzwiebeln pflanzen, die im Lauf des Jahres aufblühen. “Es gibt auch Menschen, die die Urne selbst töpfern oder den Sarg bemalen, um bewusst etwas zu gestalten über den Schmerz des Verlustes hinaus“, erzählt sie. Andrea Zimmermann trägt eine Kette mit einer Silbermünze und eingravierter Spirale, die ihre Mutter von einer Reise mitbrachte und an sie erinnert. Die Münze steht als Symbol für die Überfahrt mit dem Fährmann ins Jenseits. „Jeder Mensch ist einmalig, jeder Abschied auch“, sagt die Trauerrednerin.
Sie hat Geotechnik in Freiberg studiert, arbeitete bis zur Wende im Beruf und wechselte später in einen Natursteinbetrieb, der sich mit der Restaurierung von alten Bauwerken beschäftigt. Dort hat sie jetzt eine Teilzeitstelle. Außerdem ist Andrea Zimmermann seit 2000 als freie Festrednerin und Trauerrednerin in Dresden und Umgebung bis in den mittleren Erzgebirgskreis unterwegs. Sie Ausbildungen zur Trauerbegleiterin und -rednerin im Zentrum für Trauerbegleitung und Lebenshilfe e.V. in Dresden abgeschlossen. Im Vorgespräch mit den Angehörigen bespricht Andrea Zimmermann den Ablauf, die passende Musik und die Rede für die Gedenkfeier. Den Begriff mag sie lieber.
„Denn im Zentrum einer Trauerrede steht das Leben, nicht die Trauer“, so Andrea Zimmermann. Sie rät zu Instrumentalmusik, um den eigenen Empfindungen nachzugehen, etwa dem Klavierstück aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ oder aus dem Film „Les Choristes“. Es werden aber auch Gospellieder, Dixieland oder Schlager von Stefanie Hertel auf Trauerfeiern gespielt. Letzterer auf ausdrücklichen Wunsch einer älteren Dame. Manchmal begleiten Livemusiker den Trauerzug zum Grab. Es kommt auch vor, dass zumeist ältere Menschen sie sich noch zu Lebzeiten als Trauerrednerin wünschen. „Dann weiß ich besser, wie der Mensch war.“
Sie empfindet mit den Trauernden. „Es hinterlässt eine Spur in mir, aber es ist ihre Trauer. Ich kann abends ins Kabarett gehen und wieder lachen“, sagt Andrea Zimmermann. Es geht auch nicht nur traurig zu auf Beerdigungen. „Ich habe auch schon erlebt, dass Leute einen Lachanfall in der Trauerhalle bekamen und ich musste ernst bleiben“, erzählt Andrea Zimmermann. Auch wenn es zunächst befremdlich wirkte, half das Erinnern an frohe Momente und kleine Marotten des Verstorbenen auch ein Stück die Traurigkeit zu vergessen. Das will sie auch erreichen, wieder ein Lächeln hinter den Tränen hervorzulocken und auch das Schöne im Leben zu sehen. Andrea Zimmermann hat auch die Trauerrede für ihre Eltern gehalten und sie sind ihr in der letzten Lebensphase näher gerückt. Ihr Blick auf das Leben hat sich auch verändert.
„Mich hat die Beschäftigung mit dem Tod dem Leben näher gebracht, man wird dankbarer und sensibler. Mich berührt auch das Vertrauen, das ich bekomme und die vielen spannenden Lebensgeschichten, die ich höre“, sagt Andrea Zimmermann. Sie hat inzwischen vier Enkel zwischen zwei und acht Jahren, mit denen sie gern in der Natur ist und sie fährt viel Fahrrad zum Stressabbau. Sie hat eine schöne Inschrift auf einem Grabstein auf einem Dresdner Friedhof entdeckt: “An diesem Grab darf geweint, gelacht und nachgedacht werden.“
Text (lv)
16 Freitag Nov 2018

Charakterdarsteller mit Charisma: Rolf Hoppe Foto: HLBöhme

Rolf Hoppe in „Nachtasyl“, 1979. Foto: Erwin Döring

Rolf Hoppe und Daniel Minetti in „Wie es Euch gefällt“, 1980. Foto: Erwin Döring

Rolf Hoppe und Bettina Sörgel in „Lulu“, 1983. Foto: HLBöhme
Seine Schauspielkunst, die er über viele Jahre in unzähligen Rollen und seit 1959 vor allem am Staatsschauspiel Dresden entwickelt hat, war für alle, die ihn erleben konnten, ein prägendes Erlebnis. Seine erste Rolle an unserem Haus war als Frosch in Goethes „Faust 1“ (1959). Bis zum Jahr 1983 war er als Darsteller an 50 Inszenierungen beteiligt. Die Rollen, die er verkörperte, zeigen das breite Spektrum dieses Ausnahmeschauspielers: Der Graf von Gloster in William Shakespeares „König Lear“ (1967), der Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug“ (1969), die Rolle des Luka in Gorkis „Nachtasyl“ (1979) oder die Titelrolle in Peter Hacks „Senecas Tod“ (1980), um nur einige zu nennen. Unvergessen sind seine Charaktere auf der Bühne, im nationalen und internationalen Filmschaffen.
Und auch nach seinem Abschied von der großen Bühne blieb Rolf Hoppe zur Freude der Theaterbesucher in und um Dresden präsent. Auf Schloss Weesenstein bei Pirna gründete er eine Lesebühne – und im Jahr 2002 nahm Hoppes Hoftheater in Dresden-Weißig den Spielbetrieb auf.
Als einer der bedeutenden Schauspieler hat er Generationen von Kolleginnen und Kollegen beeinflusst und sie inspiriert. Das Vermächtnis des großen Menschendarstellers Rolf Hoppe lebt damit weiter.
Rolf Hoppe wurden im Lauf seiner schauspielerischen Karriere viele Auszeichnungen zuteil, unter anderem der Lessing-Preis, der Grimmepreis, die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, der Preis der Berlinale und im vergangenen Mai der Deutsche Schauspielpreis.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.
Text: Gertrud Aringer/Staatsschauspiel Dresden
Fotos aus dem Historischen Archiv der sächsischen Staatstheater.
Staatsschauspiel Dresden, Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Telefon +49 351 4913 755
Fax +49 351 4913 760
Mobil +49 171 2910 549
16 Freitag Nov 2018

Sieg der Liebe und Hohelied der Freiheit
Mit FIDELIO schrieb Beethoven eine politische Oper, in der der Bastillesturm musikalisch nachhallt. Verkleidet als Mann sucht Leonore, die sich Fidelio nennt, in dem Kerker des Gefängnisdespoten Don Pizarro nach Florestan, ihrem freiheitsliebenden Gatten, der seit zwei Jahren verschwunden ist. In letzter Minute kann sie den Mord Pizarros an einem streng abgeschirmten Staatsgefangenen verhindern, in dem sie schließlich ihren Florestan erkennt.
«Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.» Ungeachtet dieser Forderung in Artikel 1 der UN-Menschenrechtscharta von 1948, die den Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus Zeiten der Französischen Revolution zitiert, werden auch heutzutage in den erstarkenden Diktaturen dieser Welt unbequeme Kritiker ausgeschaltet und ohne rechtsstaatliche Verfahren in Gefängnissen weggesperrt.
Beethoven, der sich den Idealen der Französischen Revolution auch in postrevolutionären Zeiten verpflichtet fühlte, schrieb mit FIDELIO eine politische Oper, in der der Bastillesturm musikalisch nachhallt: Obwohl die Oper – den restaurativen Verhältnissen der damaligen Zeit entsprechend – in ein Gefängnis führt, siegt Gerechtigkeit über Tyrannenwillkür.
Verkleidet als Mann sucht Leonore, die sich Fidelio nennt, in dem Kerker des Gefängnisdespoten Don Pizarro nach Florestan, ihrem wahrheitsliebenden und mutigen Gatten, der seit zwei Jahren spurlos verschwunden ist. In letzter Minute kann sie durch beherztes Eingreifen den Mord Pizarros an einem streng abgeschirmten Staatsgefangenen verhindern, in dem sie schließlich ihren Florestan erkennt.
Die Oper, die wie ein Singspiel beginnt und als große Oper vom Kerkerdunkel ans Licht führt, mündet im Zusammenhang mit einer Generalamnestie aller Gefangenen – ähnlich wie später die IX. Sinfonie mit ihrem Vokalfinale – in ein Oratorium: Ein «Hohelied der Freiheit».
ES SPIELT DIE ELBLAND PHILHARMONIE SACHSEN
MUSIKALISCHE LEITUNG:HANS-PETER PREU
INSZENIERUNG: MANUEL SCHÖBEL
AUSSTATTUNG: MARLIT MOSLER
FLORESTAN, GEFANGENER -SEBASTJAN PODBREGAR / DIRK KONNERTH; LEONORE, DESSEN FRAU UNTER DEM NAMEN «FIDELIO»-STEPHANIE KRONE; DON PIZARRO, GOUVERNEUR EINES STAATSGEFÄNGNISSES –PAUL GUKHOE SONG ; ROCCO, KERKERMEISTER-HAGEN ERKRATH / MICHAEL KÖNIG; MARZELLINE, DESSEN TOCHTER- KIRSTEN LABONTE / ANNA ERXLEBEN; JAQUINO, PFÖRTNER – EDWARD LEE; DON FERNANDO, MINISTER – MICHAEL KÖNIG / JOHANNES LEUSCHNER; ERSTER GEFANGENER – PETER SCHMUHL / YOUNGKWANG BAE; ZWEITER GEFANGENER – STEFAN GLAUSE / HO-GEUN LEE
WACHSOLDATEN, STAATSGEFANGENE, VOLK –OPERNCHOR DER Landesbühnen
Text: Petra Grubitzsch/LB
Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0,Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; www.landesbuehnen-sachsen.de
16 Freitag Nov 2018
Posted in Aktuelles, Bildende Kunst, Literatur, Musik

Zauber der Linien: „Lilith“, Papier (Kozo), Garn


Holzschnitte mit Linien wie Fadenstichen. „Nereide“, Papier (Kozo), Garn. Die Ausstellung von Fides Linien „Venus`Flor“ ist noch bis 16. November in der Galerie Kunst & Eros, Hauptstraße 15 in Dresden zu sehen.

„Wie Perlen auf einer Schnur“: Vor den filigran-sinnlichen Bildern der Künstlerin Fides Linien, die dem Betrachter Rätsel aufgeben, woraus die zarten, erdfarbenen und pastellfarbenen Linien auf handgeschöpftem Papier bestehen, gab es in der Ausstellung „Venus`Flor“ eine Lesung mit Solvig Frey und Kristin Rudloff. Passend zu den buchstäblich umgarnenden Figurenwelten mit mythischen und modernen Frauengestalten, lasen sie abwechselnd ebenso lustvoll, feinsinnige, versponnene Geschichten von Frauen. Von Elke Heidenreich bis Sybille Berg, über Glücksmomente wie Perlen, nackte Gier, die Launen der Liebe, Sehnsucht und Kunst, die wilde Muse. Klangreich von Bach bis Piazolla, Walzer und Muzette, begleitet von Danny Leuschner am Akkordeon.
Text + Fotos (lv)

in dieser traditionellen Gruppenausstellung werden Grafik, Malerei und Plastik zeitgenössicher Künstler vorgestellt:
Ainara Torrano · Juan Miguel Restrepo Vales · Michele Cyranka· Frank Ole Haake
Zudem werden neue lust- und liebevoll bemalte Schmuckstücke und Gefäße aus dem edlen Material Porzellan von der Künstlerin und Galeristin Janett Noack gezeigt.
Lauschen Sie den Gefühlen, den erotischen Fantasien in Wort und Lied, die sich wie Perlen der Lust zu einem Diadem aufreihen, sinnlich aufgesetzt von der Schauspielerin Annette Richter und Derek Henderson am Piano.
Es begrüßt Sie an diesem Abend Janett Noack.
Kartenreservierungen werden in der Galerie telefonisch oder per E- Mail empfohlen!
Text + Foto: Janett Noack
Galerie kunst & eros, Hauptstraße 15, 01097 Dresden
Geöffnet: Mo bis Sa 11 bis 15 Uhr
kunstunderos.de, info@kunstunderos.de – 0351 8024785
Sonderöffnungszeiten am 2. Adventswochenende 8. und 9. 12. von 11 bis 18 Uhr
14 Mittwoch Nov 2018

Das größte Wunder sind wir selber: Sophie erlebt in eine alte Frau verwandelt, dass Liebe und Glück nicht nur von Äußerlichkeiten abhängen. Foto: Sebastian Hoppe
Wünsche und Zaubersprüche wollen gut überlegt sein. Denn sie können Menschen und Dinge verwandeln, Traurigkeit in Freude, aber auch Glück in Unglück ändern. Das alles erlebt Sophie Hatter, Besitzerin eines kleinen Hutladens und die älteste von drei Schwestern. Damit scheint sie vom Pech verfolgt, doch die zu lösenden Geheimnisse und Abenteuer auf ihrer wundersamen Reise stärken vor allem ihren Glauben an sich selbst. Das Stück „Sophie im Schloss des Zauberers“ nach dem Roman von Diana Wynne Jones kam in der Bühnenfassung von Katrin Breschke und Mina Salehpour als deutschsprachige Erstaufführung am Sonnabend im Schauspielhaus Dresden auf die Bühne.
In eine Traumwelt voller Magie, zauberhafter Klänge, Farben und Bilder entführt mit viel skurrilem Witz und Poesie das diesjährige vorweihnachtliche Stück für die ganze Familie unter Regie von Mina Salehpour im Schauspielhaus. Für Sophie ändert sich alles, als eines Tages eine mächtige Zauberin, die Hexe der Wüste (Tammy Girke) zu ihr kommt, keinen passenden Hut findet, den Laden in die Luft sprengt und Sophie (bezaubernd mädchenhaft und weise zugleich: Ursula Hobmair) in eine alte Frau verwandelt. Mühsam bewegt sie sich mit dem Stock vorwärts durch eine karge, graue Landschaft vom Sturm zerzaust. Eine einsam umherschwirrende, rätselhafte Vogelscheuche (Emil Borgeest) folgt ihr bis zum Schloss von Zauberer Howl (David Kosel). Einem verworfenen, lasterhaften, ungehorsamen jungen Mann mit Rockergitarre. Der liebt es Mädchen anzulocken, angeblich um ihre Herzen zu essen.
Sophie zieht bei ihm ein, will sein Geheimnis ergründen, putzt für ihn und wirbelt den Männerhaushalt gründlich auf, zu dem außerdem Howls qurirliger Zauberlehrling Michael (Sven Hönig) und der wilde Feuerdämon Calcifer (Denis Geyersbach) gehören. Der haust im Kamin und hat einen Pakt mit Howl, den Sophie lösen soll. Calcifer tritt emsig in die Radpedale, Klingelzeichen zeigen verschiedene Ortsstationen an und eine Kurbel öffnet und verschiebt Türen und Schlosswände im Handumdrehen. Da holt ein Wachmann sich Siebenmeilenstiefel und ein Mädchen Zauberpulver, das Wind bringen soll für das Boot ihres Vaters. Der König will mit Howls Zauberkräften Krieg führen und die Hexe der Wüste zerstört fast seine magische Welt.
Die Zuschauer erhalten Armbänder, die im Dunkeln rot leuchten und mit deren Hilfe Sophie, Howl und ihre Freunde die machtgierige Hexe der Wüste besiegen. Die Armbänder werden nach der Vorstellung in andere eingetauscht, wahlweise gibt es ein gelbes „Anti-Mies-Drauf-Band“ oder ein blaues „Herzensbrecher“-Armband. Begeisterter Beifall für einen wundervollen, herzerfrischenden Theaternachmittag.
Text (lv)