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Kategorien-Archiv: Poesie

Hereinspaziert zum 22. Scheune-Schaubuden-Sommer!

16 Dienstag Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Tanz, Theater

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Ohrwürmer zum Träumen: Sängerin Inéz wird von einem skurrilen Instrumentarium wie einem knisternd-rauschenden Radio begleitet.
Haarsträubend komisch: Hair Brain parodiert die Hetzjagd des modernen Menschen nach Erfolg und Perfektion.

Mit viel Witz, Charme & Power bringen „Schubert Weniger Beach“ weibliche Rollenbilder zwischen Lust und Frust auf die Bühne.

Ausflug ins Wunderland mit Kaktus und Malomat

Jede Menge zum Wundern, Staunen und Träumen mit Künstlern aus aller Welt, darunter einigen faszinierenden Neuentdeckungen, lockt wieder beim diesjährigen Scheune-Schaubuden-Sommer noch bis Sonntag, den 21. Juni.

Bunte Regenschirm-Lampions schweben über den Buden. Eine fliegende Leuchtschlange beäugt mit lachender Miene und Knollennase aus luftiger Höhe die Besucher. Mit den Platzinstallationen und einem fantasiereichen Figurenkosmos verführen die Künstler Muriel Cornejo und César Olhagaray und Spacke die Besucher wieder zum Träumen, Staunen und Schmunzeln beim diesjährigen 22. Schaubuden-Sommer hinter dem Kulturzentrum Scheune auf der Alaunstraße in der Neustadt.

Elf Budennächte lang überraschen, verwundern, verblüffen und bezaubern Künstler, Komödianten, Körperakrobaten, Puppenspieler, Performer und Musiker aus aller Welt ihr Publikum wieder mit einzigartigen Aufführungen und laden ein, Neues zu entdecken (noch bis 21. Juli). Gespielt wird allabendlich ab 19 Uhr im Scheune-Saal, in den Buden, Zelten und Containern. Zwölf Vorstellungen stehen pro Abend zur Auswahl. Das Zelt vom „Kabaret Kalaschnikov“ ist schon proppevoll, also weiter zum nächsten. Im Le Grand Bleu mit Kronleuchter an der Zeltdecke sitzt das jung und alt buntgemischte Publikum auf Sitztreppen dicht beisammen und wird entführt ins „Inéz & Sammeltonium Wunderland“ (bis 18.7). Sängerin Inéz betört mit glockenklarer, sehnsuchtsvoller und leise ironischer Stimme, mit Ohrwürmern von Marlene Dietrich bis Zarah Leanders aus ihrem grünen Sessel und gedämpftem Licht auftauchend. Begleitet auf klangreich-skurrilen Instrumenten wie einem Stahlcello und Krückstock als Flöte von Jan Heinke und Demian Kappenstein an den Loops, Schlagzeug und drehendem Plattenteller mit Kaktus.

Nebenan im roten Zelt geht es haarsträubend komisch zur Sache mit Hair Brain aus Großbritannien und seinem „Carnival of Hellucinations“ (bis 17.7.). In gelbem Anzug und Wuschelmähne lacht, heult, grimassiert und parodiert er voll wild anarchischem Humor die Hetzjagd des modernen Menschen nach Erfolg und Perfektion. Mit geteilten Reaktionen: Die einen amüsierten sich großartig, andere verließen fluchtartig das Zelt. Sehr lebendig, frisch, witzig, intelligent und einfallsreich kam „Schubert Weniger Beach“, ein sensationsgeladenes Seifenoper-Musical auf die Bühne (bis 17.7.). Die drei Künstlerinnen Caroline Beach, Susan Schubert und Magdalena Weniger aus Deutschland und den USA lassen ihren Emotionen dramatischen Raum, kämpfen mit glibbrig klebender Glitzermasse an ihren Händen und mit weiblichen Rollenklischees in schnellem Kostümwechsel, akrobatischen Körperverrenkungen und absurden Wort-Sinn-Umdrehungen und Frage-Antwort-Spiel mit den Zuschauern. Bis sie keine Lust mehr haben und die Zuschauer frech-charmant hinauswerfen. Nicht ohne ihnen noch eine Broccoli-Rose am Ausgang zu überreichen.

Schön auch: In „Niemands Garten“ kann man wundersame kinetische Objekte von Anuschka Kilian-Buck anschauen. Und der Malomat von Anne Ibelings und anderen Illustratoren produziert in nur sieben Minuten eine colorierte Originalzeichnung zur Erinnerung an den Schaubudensommerabend.

Noch bis Sonntag zu erleben sind der Kanadier Johnny Filion als Mr. Sapiens, der als komisches Multitalent die Lachmuskeln des Publikums strapaziert (19. bis 21.7.), das Theater Matita aus Slowenien, die zu meditativ indischen Klängen witzig-berührend knöcherne Marionetten zum Leben erwecken. Das Cabaret The Metafiction von Utopia limited mit seiner absurd-komischen Narrenshow. Solange das Publikum Beifall klatscht, darf der gekürte Narrenkönig/in leben. „Die Gräfin und die goldige Lilith“, die über Schönheit, Tod, Sex, Dichtung und Politik plaudern. Mit ihren frech erotischen Liedern begeistert Stefanie Oberhoff als kettenrauchende Grand Dame, musikalisch begleitet von Lilith Becker (18. – 21.7.) Die Gräfin mit Zigarette und flottem Mundwerk haut mächtig auf den Putz, als einzige Puppe der Welt, die mit den Füßen Klavier spielen kann!
Muriel & César lassen Valparaiso und den Phönix-Vogel aus Feuer und Krisen immer wieder neu in ihrer bunten Bilderlandschaft auferstehen.

Im Programmheft steht auch noch Lutz Fleischer, Künstler, Anarchist, Genießer und geheimer Liebling des Platzes, der viele Jahre beim Schaubuden-Sommer seine Bude voll kurioser Kunstdinge öffnete. Kurz vor der Eröffnung erfuhren die Veranstalter von seinem Tod. Ein Bild erinnert an ihn, nahe der Bude, wo er sonst stand. An dem Platz ist dieses Jahr ein Porträtmaler.

Nach Mitternacht gibt`s jeden Abend Auftritte außergewöhnlicher Bands im Festival-Club für Nachtschwärmer und Tanzfreudige. Der Festival-Platz ist ab 18 Uhr geöffnet, Eintritt für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: 3 Euro. Einige Schaubuden-Attraktionen sind bereits ab 1 Euro zu besichtigen. Einzelticket für eine Show: 5 Euro, Dreier-Ticket: 12 Euro.

Text + Fotos (lv)

http://www.schaubudensommer.de

„Niemands Garten“: eine stille Oase im Schaubuden-Sommer-Trubel. Hier kann man wundersame kleine Wesen entdecken, die sich mechanisch bewegen.

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Odyssee im Weltraum bis Hair – Sommertheater in Dresden und Umgebung

11 Donnerstag Jul 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie, Projekte, Theater

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Vom Abenteuer im Weltraum bis zum Pinguin auf Reisen

Fantastisch, humorvoll und fröhlich bunt lockt das diesjährige Sommertheater für klein und groß unter freiem Himmel.

St. Pauli Theaterruine
Odyssee im Weltraum

Abenteuerlich, fantastisch und komisch geht es zu im Stück “Odyssee im Weltraum“. Es ist angelehnt an die mythologische Odyssee. Statt im antiken Griechenland, erleben der so schlaue wie wagemutige Held Odysseus und seine Gefährten jedoch  ihre Abenteuer im Weltraum. Sie treffen u.a. auf einäugige, menschenfressende Roboter, ein hypnotisierendes Königspaar auf einem fremden Planeten und die Königin der Sonnenwinde. „Die Kinder haben sich das Stück selbst ausgedacht, frei nach der klassischen Odyssee und angereichert um Fantasy-Elemente“, sagt Daniela Krabbe, die Leiterin des Projekts TheaterKids. Seit Herbst 2018 schnuppern 14 spielbegeisterte Kinder zwischen sechs und 15 Jahren die Theaterluft in der  St. Pauli Ruine am
Königsbrücker Platz im Hechtviertel. Vom Text über Bühnenbild bis zu den Kostümen haben sie alles selbstständig gestaltet. „Jeder hat eine gleichwertige Rolle, es gibt keine Hauptrolle“, erzählt Daniela Krabbe. Mehrere der kleinen Darsteller spielen sogar die gleiche Rolle, so sind gleich vier Odysseuse zu sehen. Heldentaten vollbringen, schafft auch schwerlich einer allein. Nun fiebern sie der Premiere ihrer ersten Bühnenshow am 27. Juni, um 18 Uhr in der Theaterruine entgegen. Das Projekt TheaterKids des TheaterRuine St. Pauli e.V. wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung des Dresdner Lions Clubs und seines Entencups. Die Premiere der TheaterKids war zugleich krönender Abschluss der Festwoche zu 20 Jahre TheaterRuine.
Der Theaterverein überlegt derzeit, wie die Fortsetzung des Projektes gesichert werden kann. Die Gruppe ist mit fünfzehn Kindern sehr groß, es mussten schon weitere Interessenten weggeschickt werden. Mit ihrer Spielfreude stehen die jungen Akteure den Großen im Verein jedenfalls in nichts nach. Mit solchem Nachwuchs kann die TheaterRuine getrost in die Zukunft blicken.

Freilicht-Bühne im Zoo des Theater Junge Generation
Der Zauber der feuerroten Blume

Die Zauberin Baba Jaga ist wütend, da Prinz Alexander ihr
Geschenk einer feuerroten Blume zurückweist. Sie verwandelt ihn in ein hässlisches Ungeheuer. Nun muss er allein tief im Wald hausen. Bis eines Tages Aljona  ins Reich der Zauberin gelangt. Wie sie es schafft, ihr Glück zu finden und das Waldungeheuer zu erlösen, davon erzählt das Sommertheater-Stück des Theaters Junge Generation. „Die feuerrote Blume“ entfaltet wieder all ihren Zauber, fantasievoll inszeniert mit Tunnelrutschen, putzig kommentierender Waschbär-Figur und fröhlich-übermütigen Gesangs- und Tanzeinlagen der Schauspieler, in der Inszenierung vom Vorjahr von Ania Michaelis. Ein vergnügliches Erlebnis für klein und groß nach dem bekannten russischen Märchen von Sergej T. Aksakov auf der Freilichtbühne im Zoo, umgeben von lustigen Tiergeräuschen. Der Zoobesuch ist mit der Vorstellung im Ticketpreis enthalten (gespielt wird fast den ganzen Juni bis 4. Juli.)

Puppentheater Sonnenhäusl Großer Garten
Ein Pinguin auf Reisen

Er liebt Eis und planscht gern im Wasser wie die anderen. Nur wenn der kleine Pinguin den Schnabel aufmacht, lachen sie ihn aus. Denn er verwechselt die Buchstaben: aus Schwimmflossen werden „Flimmschwossen“ und aus Eisscholle „Scheisolle“. Die verlässt er eines Tages und geht auf Reisen. Eine Geschichte aus dem ewigen Eis, über Anderssein, Verreisen und neue Sichtweisen auf das Leben kommt mit der Aufführung von Moritz Sostmann, „Ginpuin – Auf der Suche nach dem  großen Glück“ erstmals diesen Sommer auf die Bühne im Puppentheater Sonnenhäusl im Großen Garten.

Scheune-Schaubuden-Sommer
Buntes Schaubuden-Vergnügen

Bunter und wunderreicher Budenzauber lockt wieder beim Scheune-Schaubuden-Sommer vom 11. bis 21. Juli rings um das Kulturzentrum Scheune auf der Alaunstraße in der Neustadt. Künstler aus aller Welt, Komödianten, Akrobaten, Musiker und Tänzer laden allabendlich zum Staunen, Innehalten und Träumen ein. Zwölf Vorstellungen stehen jeweils zur Auswahl. Bei der
“Schaubude mit Kind und Kegel“ am Familiensonntag (14.7.., ab 15 Uhr) werden Kinder, Eltern und Großeltern überrascht mit viel Magie, Puppenspiel, wilden Clowns, Eseleiten, Zuckerwatte und haben hinterher viel zu erzählen.
Der Schaubudenplatz öffnet täglich um 19 Uhr bis Mitternacht.


Winnetou & Old Shatterhand sind Publikumslieblinge auf der Felsenbühne Rathen.


Love & Peace ist die zeitlose Botschaft im Hippie-Musical „Hair“. Die letzten Vorstellungen sind am 12. und 13.7., 19.30 Uhr! Ab Herbst wieder an den Landesbühnen in Radebeul.

Felsenbühne Rathen
Von Winnetou bis Hippies

Ein abwechslungsreiches Programm für alle Generationen, wo man nebenbei noch frische Waldluft tanken kann, hält die Felsenbühne Rathen bereit. Das reicht von „Schneeweißchen und Rosenrot“, der „Goldenen Gans“ über Abenteuer mit Winnetou und Old Shatterhand, das Hippie-Musical „Hair“ bis zum Familienmusical „Die Sonne“ mit Liedern und Geschichten aus dem Trauumzauberwald von Reinhard Lakomy und Monika Erhardt. Die Wanderschuhe gepackt: Egal ob zu Fuß, mit dem Dampfer, der S-Bahn, dem Auto – viele Wege führen zur schönsten Naturbühne inmitten des Nationalparks Sächsische Schweiz. Die Eintrittskarten gelten als Fahrscheine 4 Stunden vor bis 6 Stunden nach Vorstellungsbeginn in allen Nahverkehrsmitteln im Großraum Dresden (VVO).

Text + Foto (SchaubudenSommer) (lv)
Fotos: Veranstalter

 

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Lesung „Was wir reden, wenn es gewittert“ mit Thilo Krause im Landhaus

14 Freitag Jun 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie

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Worte voller Kraft und Energie: Von Erinnerungen an gewittrige Tage, der Enge und den Abenteuern der Kindheit und einer Reise zum Mittelpunkt des Sommers erzählen die Gedichte des aus Dresden stammenden, in Zürich lebenden Autors Thilo Krause.

Sich fallenlassen in die Energie des Moments

Vor der Lesung gewitterte es heftig. Jäh wird man aus allem, was gerade ist, herausgerissen. Ein Paukenschlag der Natur, der alle anderen Geräusche verebben lässt. Was geschieht in solchen Momenten mit uns? Warten wir einfach ab und lassen das Donnergrollen vorbeiziehen, grummeln mit oder lauschen den gewaltigen Naturklängen und gehen in uns?  „Was wir reden, wenn es gewittert“, der Reiz dies zu erfahren, war nach dem Gewitter am Mittwochabend noch größer.

So war die Lesung überschrieben und so heißt der neue Gedichtband des in Dresden geborenen und in Zürich lebenden Autors Thilo Krause, der für sein Schaffen u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis geehrt wurde. Er las innerhalb der Veranstaltungsreihe Literarische Alphabete des Literaturforums Dresden im Landhaus/Stadtmuseum vor kleiner, aufmerksamer Zuhörerrunde. Moderator Patrick Beck befragte ihn Neugier weckend, ohne zu viel zu verraten, nach den literarischen Orten seines Schreibens, wie es sich dadurch verändert und nach oft verwendeten Wörtern in seinen Gedichten wie „Reiher“, „Beton“, „Benzin“ und „Schnee“. Ebenso zum Bild auf dem Buchtitel, das herabfallende Blätter und Zweige auf Marmorboden wie nach einem Sturm zeigt und was er mit einem Gewitter verbindet. Vor sieben Jahren erschien Krauses erster Gedichtband, „Und das ist alles genug“, lektoriert von der Schriftstellerin Jayne Ann Igel, im Leipziger Poetenladen. Der dritte Gedichtband „Was wir reden, wenn es gewittert“ erschien 2018 in der Edition Lyrik Kabinett bei Hanser.

„Für mich ist das Gewitter ein Innehalten, man ist einfach da und es gibt nichts zu tun. Eine gewisse Zeitlosigkeit. Man wartet einfach. Dann fängt auf einmal eine Geschichte an…“, sagt Thilo Krause über diesen Moment. Er hat Wirtschaftsingenieurwesen in Dresden und London studiert, lebt und arbeitet inzwischen als Manager in einem Elektrizitätswerk in Zürich und schreibt in seiner freien Zeit. Morgens in Gedanken auf dem Weg zur Arbeit, wenn er ein paar Haltestellen weiter geht und abends, wenn die Kinder schlafen. Die Elektrizität und das Schreiben haben auch etwas gemeinsam: „In beiden Fällen geht es darum, Energien zu verdichten“, so Krause.

Er las Gedichte aus der Gegenwart, seiner jetzigen Lebenswelt und Erinnerungsgedichte aus seiner Kindheit in der DDR und der Landschaft, in der er aufwuchs und die er vermisst.

Mehr Text zur Lesung folgt.

Text + Fotos (lv)

http://www.literaturforum-dresden.de


Schwebend leichte, vieldeutige Gedichte und Abendstimmung nach dem Gewitter und der Lesung.

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Lesung mit dem syrischen Dichter Fouad El-Auwad im Landhaus Dresden

31 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Literatur, Poesie

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GEDICHTE – GESPRÄCHE – WEIN – BAKLAVA – BÜCHERTISCH

Brücken bauen in andere Sprachen, Brücken zu anderen Kulturen

In der Reihe „Literarische Alphabete“ gibt es die nächste Lesung, heute am Freitag,den 31. Mai 2019, um 19.30 Uhr im Landhaus Dresden (Stadtmuseum, Städtische Galerie), Wilsdruffer Str. 2

Der syrische Dichter Fouad EL-Auwad liest aus seinen Büchern, u.a. aus „Die blaue Müdigkeit“ und aus „Buch der Momente“

Von einem beeindruckenden inneren Reichtum getragen seien die Gedichte des 1965 in Damaskus (Syrien) geborenen Lyrikers Fouad EL-Auwad, schreibt der Schriftsteller und Philosoph Fuad Rifka in seinem Vorwort zu EL-Auwads Buch „Das elfte Gebot“. Seine Poesie ist keine der schlichten Aktualitäten, sondern überschreitet das Profane und wendet sich oft existentiellen Fragen zu. „Dein Gedicht“, so Fuad Rifka über EL-Auwad, „findet seinen Weg zu Herz und Auge so leicht wie die Müdigkeit zum Schlaf.“ Im Jahre 2005 gründete der Dichter den deutsch-arabischen Lyriksalon, der im Literaturhaus München und später auch, auf Einladung des Goethe-Instituts, in Damaskus stattfand. Der gelernte Architekt EL-Auwad arbeitet zudem als Lehrbeauftragter für Architektur an der FHNeubrandenburg. 1987 gründete er die Gruppe „kan yama kan, es war einmal“, die bei ihren Auftritten arabische Musik und orientalische Erzählungen verknüpft. Fouad EL-Auwad lebt in Aachen und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, die meisten davon zweisprachig (Arabisch und Deutsch).

Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden.
Anreise: Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62, 75 Pirnaischer Platz
Die Lesung ist barrierefrei zugänglich.

Text: Jörg Scholz-Nollau

-- 
Buchhandlung LeseZeichen
Priessnitzstrasse 56
01099 Dresden
Inh.: Jörg Scholz-Nollau

Tel. 0351-8033914
Fax 0351-8033915
www.buchlesen.de
info@buchlesen.de

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„Poesie-Tankstelle“: Lesungen mit Uta Hauthal

25 Samstag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie

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Die Schriftstellerin, Musikerin und Pädagogin Uta Hauthal aus Dresden tourt wieder mit ihrem Buch „Poesie-Tankstelle: Mit Gedichten unterwegs in Deutschland und der Schweiz“, in dem sie von ihren Erlebnissen erzählt. Außerdem äußert sie sich zum aktuellen Zeitgeschehen.

Selbstverständlich werde ich mich auf meiner Seite www.zeitgedanken.eu am Anfang der nächsten Woche zu den Ereignissen des Sonntags, des Wahltags, zu Wort melden – zuvor aber möchte ich noch einmal auf die Ausschreibung zu meiner Schreibwerkstatt in Griechenland hinweisen und Interessierte an einer Auszeit mit professioneller Schreibanleitung sowie Yoga herzlich dazu einladen (weitere Informationen auf meiner webseite unter „Werkstatt-Schreiben“).

Der Mai, der „Mozart des Kalender“ (Erich Kästner) neigt sich seinem Ende zu, ich darf ihn für mich in der Stadtbibliothek Delitzsch mit einer Lesung aus dem Poesie-Essayband krönen, gleich danach führt mich mein Weg in die „BrandSanierung“ Weißenfels und mit meinem Roman „Garbald in Dresden“ an einen ganz außergewöhnlichen Ort, in die Kapelle des Nordfriedhofs (Dresdner Heide). Diese Lesung hat eine besondere Bedeutung, da eine der Heldinnen der Dresdner Gegenwartsebene, Hanna Gefrees, am Nordfriedhof wohnt und zeitweilig dort als Friedhofsgärtnerin arbeitet – ein besonderes Heimkommen des Romans, wenn man so will.

Auch freue ich mich besonders, dass mich mein künstlerischer Weg im Sommer wiederholt in die Schweiz führen wird sowie in das Ringelnatzhaus Wurzen (bzw. sanierungsbedingt in die Ausweichspielstätte „Seepferdchen“).
Die genauen Termine finden sich hier im Anschluss sowie demnächst auch auf meiner Webseite unter „Aktuelles“.

Text + Foto: Uta Hauthal
________________________________________________________________

28.5.19, 18:30 Uhr, Bibliothek Delitzsch/Sa. und 4.6.19, 19 Uhr, BrandSanierung Weißenfels: Uta Hauthal liest aus ihrem Essayband „Poesie-Tankstelle: Mit Gedichten unterwegs in Deutschland und der Schweiz“.
15.6.19, 19 Uhr, Kapelle Nordfriedhof (Dresdner Heide): Die Autorin liest aus ihrem Roman „Garbald in Dresden“ (eine Veranstaltung von DenkMalFort! e.V. zum Erhalt der Kapelle)
27.6.19, 20:15 Uhr, Hotel Ucliva Waltensburg/CH (Ucliva Cultura): Uta Hauthal liest aus ihrem ersten Roman „Garbald in Dresden“
19.7.19, 19 Uhr, Seepferdchen Wurzen: Essayband „Poesie-Tankstelle: Mit Gedichten unterwegs in Deutschland und der Schweiz“ – Uta Hauthal liest und erzählt
—————–
www.utahauthal.de
www.zeitgedanken.eu

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Echo Leipzig 2019: Neue deutsch-tschechische Hörstücke zu erleben

24 Freitag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Poesie

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Unterwegs mit Texten und Tönen – Die Stadt als Klanglandschaft

Neue deutsch-tschechische Hörstücke sind am 26. und 27. Mai 2019 in Leipzig zu erleben.

Der Verein Geräuschkulisse, spezialisiert auf die Förderung von HörKunst wie Hörspiel, Feature und Klangkunst, präsentiert am 26. und 27. Mai 2019 besondere akustische Literatur deutscher und tschechischer Künstlerinnen und Künstler in Leipzig:

Workshop: Die Entdeckung der Stadt über Klangkunst und Literatur

In einem Workshop unter dem Titel „Stadt – Raum – Mein“ laden am 26. Mai, 14-20 Uhr, der Dichter, Performer und Essayist Jaromír Typlt und der Komponist und Klangkünstler Michal Rataj dazu ein, den Stadtraum mit literarischen und klangkünstlerischen Methoden zu erkunden. Der Lyriker und der Komponist leiten durch einen Arbeitsprozess, der die eigene Stadt neu entdecken lässt: Von genauen Beobachtungen ausgehend, entstehen Texte, zu denen Klänge gesammelt und improvisiert werden. Abschließend gipfeln die Erkundungen des Tages in eigenen Kompositionen. Eine Voranmeldung ist erforderlich.

Adresse: Kanal 30, am Karl-Heine-Kanal, 04229 Leipzig

Premiere eines literarischen Hörstücks über Brno und Live-Performance eines lyrischen Klangkunstwerks über Leipzig

Der deutsch-tschechische Austausch steht am 27. Mai ab 20 Uhr im Fokus mit der Ur-Aufführung des literarischen Hörstücks „1-2-3 Brno“ der Autorin Bettina Hartz und des Klangkünstlers Konrad Behr sowie der lyrischen Klangkunstperformance des Duos Jaromír Typlt und Michal Rataj. Bettina Hartz und Jaromír Typlt haben als Ahoj!-Residenzautoren im Vorausblick auf die Leipziger Buchmesse 2019 vier Wochen in Brno bzw. Leipzig verbracht. Ihre Beobachtungen und lyrischen Sprachaufnahmen in Brno verarbeitete Bettina Hartz, angestiftet vom Verein Geräuschkulisse, zu einem Audio-Portrait der mährischen Landeshauptstadt. Jaromír Typlt verbrachte seine Residenz in Leipzig. „Škrábanice“ (Kritzeleien) heißt die 360-Grad-Live-Performance mit Texten, die in Leipzig entstanden sind und von Michal Rataj in experimentelle Klanglandschaften verwandelt werden. Dabei entwickeln sich Laut- und Wortverbindungen zu Wortgruppen, zu vollkommenen Sätzen und wieder zurück, Poesie-Fragmente verdichten sich klanglich, verharren und lösen sich auf.

Adresse: Atelier ART_ONLY, Westwerk, Karl-Heine-Straße 89, 04229 Leipzig

Die Künstlerinnen und Künstler

Konrad Behr, geboren 1974, lebt als Medien- und Klangkünstler in Weimar. Er kreiert vor allem Installationen und Formen der Radiokunst, u.a. für den ORF und für savvy funk, das Radio zur documenta 2018. Er hat an zahlreichen internationalen Residenzen teilgenommen und arbeitet als Dozent.

Bettina Hartz, geboren 1974, ist Autorin von Drehbüchern, Theaterstücken, Prosa und Lyrik. Seit 1999 arbeitet sie als freie Schriftstellerin und Kulturjournalistin. 2018/19 kuratierte sie am Literaturhaus Berlin eine Veranstaltungsreihe zum „Prager Frühling und den Folgen im Osten bis ’89“. Bisher erschienen u.a.: „Nicht viel: Erzählung“, Lunardi 2007, und „Auf dem Rad – Eine Frage der Haltung“, DVA 2012.

Michal Rataj, geboren 1975, lebt als Komponist und Klangkünstler in Prag. Seit 2000 arbeitet er als Radioproduzent beim Tschechischen Radio, wo er über 150 Radiowerke mit Künstlern aus der ganzen Welt produzierte und das Radiokunst-Archiv rAdioCUSTICA aufbaute. Als Filmmusikproduzent hat er über 40 Soundtracks für TV und Kino komponiert sowie klassische Orchester- und Kammermusik.

Jaromír Typlt, geboren 1973, lebt als Dichter, Performer und Essayist mit dem Schwerpunkt Art Brut in Prag. Seit 1990 sind zahlreiche Gedichtbände erschienen, zuletzt „Za dlouho“ (2016). In seinen Performances experimentiert Jaromír Typlt entlang der Grenzen von Dichtung, Musik und bildender Kunst.

Das Hörprogramm des Geräuschkulisse e.V. wird veranstaltet mit freundlicher Unterstützung der Tschechischen Zentren, von CzechLit, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der Mährischen Landesbibliothek Brünn und dem Gastland Tschechien auf der Leipziger Buchmesse 2019, der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), dem Studentenwerk Leipzig, dem Referat für Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig und dem Gromke Hörzentrum.

Informationen zum Programm und Ticketverkauf

Geräuschkulisse 26./27. Mai 2019

Text: Susanne Meierhenrich/Gastland Tschechien und Tschechisches Kulturjahr

www.ahojleipzig2019.de

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Neue Lyrik: Vom Zauber endloser Anfänge

18 Samstag Mai 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Poesie

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Morgenlied

Irgendwo im Nebel
stochern meine Sinne
kein Morgenlied der Vögel
weckt mich
die im Frühling verschollen
der keiner mehr ist
gestern Abend sechs Grad im Wonnemonat
eine raue Salve
aus trockener Kehle
rüttelt mich wach

die Stimme aufgerieben in
der Rachenhöhle
aus der ein Drache Feuerbrocken schleudert
die mir den Schlaf rauben
die Atemwege versperren
die Sinne benebeln
wo ist der Ausgang

LV
15.5.2019

Maitag

Regen prasselt ans Fenster
doch die Tropfen löschen
nicht das Brennen
in mir
das Kratzen im Hals seit Tagen
angestaute Funken die sich entladen
mit dem Wind herumschlagen
der grimmig Welttheater spielt

ein wild gewordener Erdgeist
der alles ins Gegenteil verkehrt
Bäume schütteln die Häupter
blütenverloren
bestürzendes Tosen zerbröselnder
Jahreszeiten zwischen wüstenfarben und aschgrau

schwarze Wolken stürzen vorm Fenster herab
werfen schwere Schatten
die GänseblümchenInsel im Hof
überstand die Nacht nicht
die letzte Blume lag ausgerupft da

LV
14.5.2019

Frühlingstag

Hör die Amsel flöten
fühl mich erröten

wie lang ist`s her
dass ich so voller Begehr`
seh die erste rote Anemone

im Garten das Katzentier
nicht weit vom Baum
träumt von der Amsel
vom Fangen

und mich verlangt´s nach dir

LV
28.3.2017

Blütensterne

In der Nacht fielen
unzählige Blütensterne
wie Schuppen von meinen Augen

ich schenk sie dir alle
vom Hollunderbaum aus
ziehen sie ihre Spur

verstreute Sternschnuppen
blinzeln aus dem Gartenteich
greif mir ein Stück vom Himmel

mein Spiegelbild fliegt zu Dir
mit den Flügeln einer Schwertlilie

LV
31.5.2017

Geheimnis

Du und ich
sind uns
immer ein Geheimnis
geblieben

tanzten hielten uns wussten
nicht wohin
suchten das Feuer
das sich entfachen
nicht bändigen lässt
liefen wie ein Fakir
über glühende Kohlen
und Scherben

du umschwammst meine Insel
ich sprang über Klippen
angetrieben vom Zauber
endloser Anfänge

LV
27/28.6.2018

Wilder Garten

Ich will mit dir
aufwachen
aber nicht unterwerfen
mich ausfüllen
aber nicht aufgehen
in dir

Quelle sein
Überfließen
dich in meinen
wilden Garten
führen
verborgene Schätze
heben

LV
27./28.6.2018

Blütenhimmel

Über mir wogende Blüten
schaue ihnen zu
alle Blicke fliegen zu ihnen
Zuneigung für den Moment
ein Bild ein inniges Versinken
in den Blütengrund
bis sie sich lautlos lösen

nicht zu halten
nicht zu fassen
davon segeln
den Boden färben

Würd gern mit dir hier sitzen
halt mich lass dich fassen
Besiegen wir uns
beide

L.V.
19.4.2019

Halt oder Festgefahren

Ich seh einer Fliege zu
wie sie rudert
dem Surren nach
klebt sie fest am Leim
kostete und
blieb kleben

ich löse die verklebten Glieder
mit klebrigen Fingern
trage ich sie hinaus
sie segelt auf ein Blütenblatt
ja rot war es
benetzt mit Wasser

rudert die Fliege noch
oder bilde ich
mir die Bewegung ein

LV
4.6.2019

Wilder Mohn

Der wilde Mohn
am Wegrand
lächelt mir zu
entflammt
reißt mein Herz los

ungezähmte Schönheit
im Niemandsland
die Blütensegel im Wind
eine stille Liebkosung

kommt man ihnen zu nahe
verlieren sie ihre Blätter
alles zieht mich zu dir
wie der wilde Mohn
ein Leuchten in der Ferne

im Warten gingen
wir uns verloren

LV
6.6.2019

Gedichte + Fotos (lv)

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Ein Song für bunte Vielfalt

15 Montag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Poesie, Projekte

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Künstler aus Sachsen produzieren NoAfD-Song

Künstler aus Sachsen produzieren ein Musikvideo, welches das
Wahlprogramm der AfD erklärt und dazu aufruft, seinen Verstand bei der
Wahl zu benutzen. Neben Tom Quaas, Kati Grasse und Banda Internationale
unterstützen unter anderem Gunther Emmerlich und Claudia Schmutzler das
Projekt.

"Die AfD wird bei den anstehenden Wahlen wieder Stimmen von Menschen
bekommen, die von der Politik in Deutschland enttäuscht sind. Schaut man
genauer ins AfD-Programm, bemerkt man jedoch schnell, dass der Preis für
ein Kreuz bei der AfD ziemlich hoch ist", sagt Jan Kossick, Mitinitiator
des Projektes. "Alleinerziehende werden nicht unterstützt, Bürger sollen
sich Waffen zulegen dürfen und die Schule ist nicht mehr für alle Kinder
da."

Als Veröffentlichungstermin für das Video wird der 12. Mai anvisiert.
Für die Produktion im Studio und den Videodreh sammelt die Initiative
Spenden. Weitere Informationen sowie die Spendenmöglichkeiten sind auf
der Webseite unter kuenstler-mit-herz.de zu finden.

Weitere Informationen:
https://kuenstler-mit-herz.de
https://www.facebook.com/kuenstlermitherzinsachsen/

Kontakt:
Jan Kossick, jan@kultur-sucht-raum.de, +49 173 944 88 95

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Vorhang auf für: „Das Ding! – die Friedrichstatt Revue“ im neuen Dresdner Kabarett-Theater

13 Samstag Apr 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Poesie, Projekte, Tanz

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Mit Glamour, Witz und Esprit: das Musiker & Kabarettistenduo Micha Winkler und Thomas Schuch und die Schauspielerinnen und Sängerinnen Beate Laaß, Silke Krause und Mandy Partzsch als Showband & Showballett vor der Premiere der Friedrichstatt-Revue. Foto: Dresdner Friedrichstatt Palast

Willkommen im Varieté der Leidenschaft!

Mit viel Humor und musikalischer Power startet das neue Kabarett-Theater „Dresdner Friedrichstatt Palast“ (ehemals Kabarett Breschke & Schuch): Verbal Slapstick, kabarettistisches Pas de Deux, Artistik und Showorchester sind die Zutaten für „Das Ding – die Friedrichstatt Revue“, die am 16. April, um 19.30 Uhr Premiere hat. Poetische und schräge Songs und Gesellschaftssatire mit Künstlern des Hauses und Überraschungsgästen sollen auf die Bühne der Spielstätte am Wettiner Platz 10 (Eingang Jahnstraße) kommen. Es sind noch einige Restkarten erhältlich.

„Es ist ein neues Format, ein Ding der Unmöglichkeiten, das wir wagen. Eine Revue der Leidenschaften, mit viel Engagement und Enthusiasmus aller Beteiligten“, erzählte Michael Winkler, musikalischer Intendant und Mitgesellschafter im „Friedrichstatt Palast“ bei einem Pressegespräch am Freitagnachmittag vorab zur Premiere.
Er kennt das bisherige Kabarett-Theater Breschke & Schuch durch Gastspiele und führt die Spielstätte nun zusammen mit Thomas Schuch weiter, nachdem Manfred Breschke in den wohlverdienten Ruhestand ging. Als Kabarettist wird er ab und zu weiter auf der Bühne stehen.

Die Mischung aus Cabaret, Musik und Satire soll sich durch alle Programme ziehen und für funkelnde Ausstrahlung der kleinen Spielstätte mit 190 Plätzen unweit vom Kulturkraftwerk Mitte sorgen. Der Name „Dresdner Friedrichstatt Palast“ bezieht sich sowohl auf den bekannten Friedrichstadtpalast in Berlin als auch auf den benachbarten Stadtteil Friedrichstadt, der viele Jahre ein Schattendasein führte, gerade einen Boom erlebt und zum „Objekt der Begierde“ für Geschäftsleute wird.

Aktuelle Themen liegen also genügend vor der Haustür des „Dresdner Friedrichstatt Palast“. „Es wird jeden Monat ein Ding geben, wobei das Grundgerüst der Revue bleibt und neue Titel und Sketche hinzukommen“, sagt Thomas Schuch. Er und Micha Winkler moderieren, spielen und kalauern sich durchs Programm. Drei Spieler und drei Musiker und Gastkünstler sind jeweils zu erleben.

Ein Hauptthema sei die „Me-too“-Debatte, über die sich die Kabarettisten selbstironisch hermachen. „Frauen dürfen fragen, worauf Männer schon immer nicht antworten wollten.. und umgekehrt!“, lautet das Motto. Auch Ostern, als Fest der Fruchtbarkeit, Leidensweg Christi und die Kirche heute bis zur „Kassentrennung“ beim Einkauf nach dem Vorbild der Rassentrennunng spielen eine Rolle in der Revue „Das Ding“, verrät Thomas Schuch schmunzelnd.

Der „Dresdner Friedrichstatt Palast“ will Menschen mit unterschiedlichsten Ambitionen zusammenführen, so Micha Winkler. Auch jüngere, noch wenig bekannte Künstler und Musiker aus der Jazzszene sollen hier ein Podium erhalten. Und das ein Programm ein breiteres Publikum als bisher von jung bis jung geblieben anlocken. Weitergehen soll das Projekt „Kabarett macht Schule“ mit weiteren Aufführungen für Kinder und Jugendliche. Und Micha Winklers Bigband, die seit nunmehr 20 Jahren besteht, zieht natürlich auch mit in den „Friedrichstatt-Palast“.

Text + Foto (1) (lv)

Weitere Veranstaltungen im Dresdner Friedrichstatt Palast:

4.5., 6. Dresdner Satire-Preis
8.5., Affenzahnlesung mit Dirk Zöllner
10.5., „Die schönste Frau der Welt… und Er! mit Fußpflege Deluxe“
21.5., Die Jazzpolizei
3.6., Abschlusskonzert der Jazzabteilung der Sächsischen Landesgymnasiums
für Musik Dresden
ab Juli bis August immer mittwochs „Gartengeflüster – Text miez Musik“ mit wechselnden Künstlern

http://www.dresdner-friedrichstatt-palast.de


Die Macher vom „Dresdner Friedrichstatt Palast“: Musiker Micha Winkler und Kabarettist Thomas Schuch.

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Erich Kästner Museumsfestival 2019, Drittes Kapitel: „Lassen Sie sich nichts weismachen!“

31 Sonntag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Literatur, Poesie, Projekte

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„Von Vielfalt und Neuer Sachlichkeit“

Literaturinteressierte und Kästner&Gäste-Fans aufgepasst. Das Festival zum 120. Geburtstag Erich Kästners und dem 20. Geburtstag des Micromuseums zu seinem Leben und Schaffen geht in die dritte Runde vom 3. bis 7. April im Literaturhaus Dresden am Albertplatz.

Mit Wolfgang Korn, Kenah Cusanit und Franziska Gerstenberg, mit der Erich Kästner Gesellschaft und dem Meet & Read Literaturclub stehen tolle Mitwirkende im Programm.

Am 5. April wird im Literaturhaus Dresden am Albertplatz mit Weggefährten und Kästner-Freunden auf das 20-jährige Bestehen des Micromuseum angestoßen. Wer mitfeiern will, melde sich bitte bis zum 1. April telefonisch unter 0351 8045086 oder per E-Mail an info@erich-kaestner-museum.de an!

Drittes Kapitel: Lassen Sie sich nichts weismachen!*
Themenfeld Bildung
3.-7. April

*Aus: Erich Kästner, „Weisheit der Bücher“, erschienen am 17.12.1926 in der Neuen Leipziger Zeitung (Nr. 348)

Erich Kästner, Jahrgang 1899, wurde Zeuge und Handelnder in einem Jahrhundert voller Kontinuitätsbrüche und Gewalt, Neuanfänge und technischer Fortschritte. Er war nicht nur ein äußerst produktiver Schriftsteller, der alle literarischen Genres beherrschte, sondern auch ein vielseitiger und weitsichtiger Intellektueller, der sich in das öffentliche Geschehen einmischte. Ob es um gesellschaftliche Schlüsselfragen, um Bildungskonzepte oder technologische Entwicklungen geht – Kästner schlägt Brücken vom Beginn des 20. Jahrhunderts in unsere Gegenwart und unsere Zukunft.

Mi., 3.4. Verwischte Spuren
10 h
Wolfgang Korn, „Lauf um dein Leben. Die Weltreise der Sneakers“ / Lesung und Gespräch für Schüler 

Ein spannendes Jugendbuch über die Suche nach einem Paar Sneakers und zugleich eine kenntnisreiche Recherchereise zur Globalisierung. Als auf dem Stadtmarathon ein ungewöhnliches Paar Sneakers gefunden wird, beginnt für einen Reporter ein zweites Wettrennen: Er soll als Erster herausfinden, wer die Schuhe getragen hat, wo sie hergestellt wurden und wer sie entworfen hat. Seine Reise führt ihn von deutschen Marken-Turnschuh-Erfindern zu Produktpiraten in China bis zu Billiglohnarbeitern in Äthiopien.

Wolfgang Korn, geboren 1958, schreibt als Autor und Wissenschaftsjournalist über historische und gesellschaftliche Themen. Für „Das Rätsel der Varusschlacht“ wurde ihm zusammen mit dem Illustrator Klaus Ensikat 2009 der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen.

Do., 4.4. Zwischen Orient und Okzident
19 h Kenah Cusanit, „Babel“ / Lesung und Gespräch / Moderation Franziska Gerstenberg 

1913, unweit von Bagdad. Der Archäologe Robert Koldewey leidet ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, nun quält ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: die Ausgrabung Babylons. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich gerade ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere Gegenwart hinein erschüttern wird. Kenah Cusanits erster Roman ist Abenteuer- und Zeitgeschichte zugleich – klangvoll, hinreißend, klug.

Kenah Cusanit, geboren 1979, lebt in Berlin. Für ihre Essays und Gedichte wurde die Altorientalistin und Ethnologin bereits mehrfach ausgezeichnet.

Fr., 5.4. Neue Räume – Neue Wege
19 h
Museumssalon von Ruairí O’Brien / Impulsvortrag „Lernorte für die Zukunft“ / Einweihung der neuen Kabinettausstellung / Gesprächstreibstoff in der SupernoBAR / Eintritt frei

Der Museumsarchitekt und Vorstandsvorsitzende Ruairí O’Brien ist bekannt für seinen zukunftsorientierten, interdisziplinären Arbeitsansatz und die Entwicklung neuer Typologien in Architektur, Lichtdesign und Hochschullehre.
Als Vorstandsmitglied der Architektenkammer initiierte und kuratierte er 2016 die erste Schulbaukonferenz Sachsens. Seit 2017 ist er zudem Associate Professor and Head of the Architecture and Visual Design Department an der German University in Kairo und betreut dort mehrere Projekte im Kontext von Raum- und Bildungskonzepten.

Sa, 6.4. Bücherwelten und Bildsprachen / Die Erich Kästner Gesellschaft zu Gast
19 h
Andreas Bode, „Emil im neuen Gewand: Neuillustrierung von „Emil und die Detektive“ und anderen Kinderbüchern Kästners im Ausland“ / Vortrag und Diskussion / freier Eintritt

Andreas Bode nimmt sich einige der Kinderromane Kästners vor, vor allem ausländische Ausgaben von „Emil und die Detektive“, und unterzieht ihre Neuillustrierung einer kurzen stilkritischen Analyse. Dabei werden einige Fragen erörtert, etwa, was die Gründe dafür sein können, dass manche Verlage Erich Kästners Bücher überhaupt neu illustrieren lassen, obwohl doch die Bilder von Walter Trier perfekt zu Kästners Texten zu passen scheinen, und, ob es besondere Gründe gibt, dass die Verlage in den ehemaligen sozialistischen Ländern besonders häufig andere Illustratoren als Trier gewählt haben.

Andreas Bode, geb.1942 in Leipzig, studierte in München, Stockholm und Moskau osteuropäische und neuere Geschichte, sowie Slawistik, gefolgt von der Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar des höheren Dienstes in München. Von 1978 bis 1983 war er Leiter der Bibliotheken der Hochschule der Künste in Berlin und anschließend bis 2007 Direktor der Internationalen Jugendbibliothek in München.

20 h Remo Hug, „Die bunte Welt der Kästner-Bücher“ / Vortrag und Diskussion / freier Eintritt

Von Erich Kästners Büchern ist bis dato eine fast unüberschaubare Fülle von Ausgaben und Auflagen entstanden, seine Werke sind in zahlreiche Sprachen rund um den Globus übersetzt worden. Eine exakte Erfassung und eingehende Beschreibung dieses enormen Korpus ist bisher allerdings ausgeblieben. Remo Hug arbeitet seit Längerem daran, diese Forschungslücke zu schließen; in seinem Vortrag gibt er anhand repräsentativer Beispiele einen informativen Einblick in diese bunte Bücherwelt und zeigt mithilfe vieler Bilder, wie sich Erscheinung, Ausstattung und Aufmachung der Kästner’schen Werke im Verlaufe ihrer jahrzehntelangen Publikationsgeschichte weltweit gewandelt haben.

Remo Hug wurde 1967 in der Schweiz geboren. Studium der neueren deutschen Literaturwissenschaft und Philosophie, Tätigkeit als Korrektor und Redakteur für verschiedene Zeitungen, seit 2009 freiberuflicher Lektor. 2006 veröffentlichte er die Monographie Gedichte zum Gebrauch – Die Lyrik Erich Kästners, für Sammelbände verfasste er außerdem drei umfangreiche Artikel über Kästner. Zurzeit arbeitet er an einer auf drei Bände angelegten, detaillierten und reich illustrierten Darstellung des gesamten in Buchform veröffentlichten Werkes von Erich Kästner samt einer Primärliteratur-Bibliographie aller Ausgaben und Auflagen, die bis heute weltweit erschienen sind.

So, 7.4. Von Hausapotheken und Gemischten Gefühlen
11 h Die Mitglieder des Meet & Read Literaturclubs lesen gesammelte Texte Erich Kästners / freier Eintritt

Es lesen: Maren Frei / Steffi Michel / Petra Qadan / Brigitte Zschaber
Moderation: Noelle Waibel

Über den Literaturclub

Diskutieren über Literatur ist langweilig? Nicht im Literaturhaus Villa Augustin! Vorgestellt und besprochen wird Prosa des 20. und 21. Jahrhunderts in deutscher Sprache. Der Literaturclub trifft sich an jedem ersten Dienstag des Monats um 19 Uhr. Neugierige sind willkommen!

Das Erich Kästner Museumsfestival wird von der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Text: Literaturhaus Dresden

Förderverein für das Erich Kästner Museum /
Dresdner Literaturbüro e.V.
Literaturhaus Villa Augustin
Antonstraße 1
01097 Dresden
Tel 0351 / 8045087
http://www.facebook.com/Literaturhaus.Dresden
http://www.literaturhaus-dresden.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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