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Kategorien-Archiv: Theater

Theater-Gastspiele im Schauspielhaus: „Warten auf Godot“ & „Der Auftrag – Erinnerung an eine Revolution“

01 Freitag Mär 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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„Warten auf Godot“ von Samuel Beckett. Gastspiel Deutsches Theater Berlin. Im Bild: Wolfram Koch, Samuel Finzi, Christian Grashof, Andreas Döhler.  Foto: Arno Declair

„Der Auftrag – Erinnerung an eine Revolution von Heiner Müller“. Gastspiel Schauspiel Hannover, eine Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Im Bild: Daniel Nerlich, Corinna Harfouch, Janko Kahle, Sarah Franke, Hagen Oechel. Foto: Katrin Ribbe

Besondere Theaterstücke auf der Bühne

Der März beginnt im Staatsschauspiel Dresden mit einer Uraufführung der Bürgerbühne am 9. März 2019, 19.30 Uhr im Kleinen Haus 1. Ein außergewöhnliches Projekt des Autors Dirk Laucke und des Regisseurs Jan Gehler befasst sich mit einer Stadt ganz in der Nähe von Dresden. Früher war alles, Geschichten von Träumen und Abwicklungen aus Freital heißt die Produktion der Bürgerbühne, die in Kooperation mit der Großen Kreisstadt Freital entsteht. Seit 2015, als die Schlagzeilen über Anschläge auf Asylsuchende in Freital die Zeitungen füllten, kämpft die Stadt mit dem negativen medialen Bild. Die Bürgerbühne beauftragte den Autor Dirk Laucke, ein dokumentarisches Stück zu schreiben, das hinter die Schlagzeilen blickt. Auf dieser Textgrundlage entsteht ein Theaterstück, dessen Protagonist*innen eines eint: Sie hinterfragen angebliche Gewissheiten und ecken an. Besetzt sind die Rollen mit Freitaler Bürger*innen, so dass die Grenzen zwischen Realität und Fiktion weiter verschwimmen.

In der Reihe „Theater zu Gast in Dresden“ freuen wir uns auf ein Gastspiel des Deutschen Theater Berlin, entstanden in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Warten auf Godot von Samuel Beckett, in einer Inszenierung von Ivan Panteleev, ist am 2. (19.30 Uhr) und 3. März 2019 (19.00 Uhr) im Schauspielhaus zu sehen.

Am 16. März 2019, 19.30 Uhr, ist Gelegenheit, Der Auftrag – Erinnerung an eine Revolution von Heiner Müller im Schauspielhaus zu genießen, ein Gastspiel des Schauspiels Hannover, ebenfalls entstanden in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Die Erfolgsproduktion von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner gastierte u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Residenztheater München, beim Prager Theaterfestival deutscher Sprache, beim Festival TEART in Minsk, Belarus und bei den Wiener Festwochen. Wir freuen uns, dass Corinna Harfouch, die in Der Auftrag zu sehen ist, in dieser Spielzeit noch ein weiteres Mal im Dresdner Schauspielhaus auf der Bühne stehen wird. Am 16. und 17. Juni 2019 in einem Gastspiel des Deutschen Nationaltheaters, dann gemeinsam mit Susanne Wolff in der Titelrolle von Macbeth von William Shakespeare.

Einer der Höhepunkte des Theaterlebens in Dresden steigt am 30. März: Dann öffnen wieder mehr als 20 Theater ihre Pforten, um von 16.00 Uhr bis 24.00 Uhr zur 8. Langen Nacht der Dresdner Theater einzuladen. Der zentrale Vorverkauf beginnt am 8. März um 10.00 Uhr im Foyer des Schauspielhauses.

Das Staatsschauspiel Dresden präsentiert in diesem Jahr Ausschnitte aus dem Kinder- und Familienstück SOPHIE IM SCHLOSS DES ZAUBERERS, GEÄCHTET, TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN, und CIRCUS SARRASANI  auf der großen Bühne des Schauspielhauses. Im Kleinen Haus zeigen wir BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER, FRÜHER WAR ALLES, MIT FREUNDLICHEN GRÜSSEN EURE PANDORA, OPERATION KAMEN, BILDER OHNE LILA und DIE VERWANDLUNG. Doch nicht nur in den Sälen des Hauses, auch auf den Probebühnen erwartet Sie ein spannendes Programm! Und auch in diesem Jahr freuen wir uns auf die Hochschule für Musik und Ausschnitte aus GIANNI SCHICCI oder DER ARME MATROSE. Als krönenden Abschluss der Langen Nacht laden wir Sie ab 24.00 Uhr (Einlass 23.30 Uhr) wieder auf die Bühne des Schauspielhauses ein zum Tanz unterm Sternenhimmel.

Das detaillierte Programm steht unter www.lange-nacht-der-dresdner-theater.de.

Text: Gertrud Aringer/Staatsschauspiel Dresden

www.staatsschauspiel-dresden.de

 

Das Staatsschauspiel Dresden und die Semperoper Dresden bilden gemeinsam die Sächsischen Staatstheater.

 

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Premiere „Die Bremer Stadtmusikanten“ im Theater Junge Generation

16 Samstag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Vor dem Auftritt: die „Bremer Stadtmusikanten“ bei der Probe. Foto: Marco Prill

Einer für alle, alle für einen!

Das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ (UA, von Lorenz Seib, nach den Brüdern Grimm, spartenübergreifend, ab 6 Jahre) hat am 16. Februar, 16 Uhr Premiere im Theater Junge Generation im Kraftwerk Mitte. 

Der Esel kann die schweren Lasten nicht mehr tragen, der Hund ist seinem Herren als Wachhund keine große Hilfe mehr, die Katze döst lieber herum statt Mäuse zu jagen und der Hahn kräht nicht mehr laut genug. Sie alle sind zu alt und werden vertrieben. In ihrer Not finden sich die vier Tiere zusammen und werden eine Bande, einer für alle und alle für einen. Der Plan: Zusammen werden sie nach Bremen gehen und dort als „Stadtmusikanten“ ihren Unterhalt verdienen. Auf dem Weg dorthin machen sie Halt in einem Wald voller Räuber. Schnell ändern sie ihren Plan und übernehmen das Räuberhaus – mit Musik, Freundschaft und einem weiteren klugen Plan.

In seiner Inszenierung lässt Lorenz Seib vier SpielerInnen gemeinsam das bekannte Märchen erzählen. Einen Schwerpunkt legt er hierbei auf die unterschiedlichen Talente jeder(s) einzelnen. Nicht jede(r) kann alles, aber gemeinsam können sich Handwerk und Profession beflügeln, einer für alle und alle für einen. Und natürlich machen sie dabei noch jede Menge Musik!

Text: Norbert Seidel/TJG

http://www.tjg-dresden.de

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Premiere „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch im Kleinen Haus

12 Dienstag Feb 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

≈ 2 Kommentare


„Biedermann und die Brandstifter“ auf einer Bank: Wer lacht hier wen aus in brenzliger Lage? Foto: Sebastian Hoppe

Groteskes Spiel um unbequeme Wahrheiten

Auf der Mauer auf der Lauer liegen alle im Stück „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch im Kleinen Haus.

Rote Wäschestücke flattern auf der Leine. Das Wort Benzin steht auf einer Mauer. Drohung oder Warnung? Ein Streichholz genügt und das ganze Haus steht in Flammen. Doch es gibt nur Indizien, Andeutungen, keine Beweise im Stück “Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch. Die Premiere war am Freitagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Frisch selbst bezeichnete seinen Ende der 1950-er Jahre entstandenen Text als „Lehrstück ohne Lehre“. Es geht um den Umgang mit elementaren Ängsten, die alle kennen, zu versagen, das Falsche zu tun, sich lächerlich zu machen. Genau das passiert auch, eingebildete und reale Gefahren sind grandios und beängstigend zugleich in der Schwebe zwischen Spaß und tiefem, bitteren Ernst gehalten in der anderthalbstündigen, spannenden Inszenierung von Nicola Bremer.

“Die beste Tarnung ist immer noch die nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!“, heißt es an einer Stelle im Stück. Als weitere Tarnungen nennt Frisch Humor und Sentimentalität. Ebenso komisch-grotesk, offen und vieldeutig kam die Aufführung auf die Bühne. Dort hat Biedermann, besorgt um seine Sicherheit und aus Angst vor Brandstiftern, eine Schutzmauer um sich herum gezogen, die immer näher ans Publikum heranrückt. Josef Biedermann ist einer, der es allen recht machen will und am Ende alles verliert (tragikomisch: Philipp Grimm). Er ist Haarwasserfabrikant, trägt aber Glatze paradoxerweise. Seine Frau Babette (Eva Hüster) ist auch haarlos, liebevoll-anschmiegsam und wird nachts von Albträumen geplagt.

Biedermann lässt alle Warnzeichen abprallen, ungebetenen Besuch abwimmeln und delegiert Aufgaben weiter an sein Dienstmädchen Anna, ein sprechender Roboter, der Gefühle erläutert und Worte wie „Aufhängen, aufhängen!“ emotionslos nachsagt (unheimlich gut: Anna-Katharina Muck). Ein Obdachloser namens Schmitz im dunklen Kapuzen-Shirt (als verkannter Außenseiter: Philipp Lux)  klopft hungrig bei Biedermann an und tritt immer fordernder auf. Er hockt in einem schubfachähnlichen Mauerteil und erzählt seine traurige Lebensgeschichte. Das geht nahe und löst Mitgefühl aus. Doch als ein zweiter, zwielichtiger Mann im Anzug und Hut (Viktor Tremmel) mit Fässern auftaucht und sie auf Biedermanns Dachboden deponiert, weiß man nicht mehr, was man noch glauben und wem trauen soll.

Unsicher wendet Biedermann sich direkt ans Publikum und fragt: Wie man einen Brandstifter erkennt und ob sie alles glauben, was sie sehen?! Einige antworten scherzhaft, ein Zuschauer sagt, er glaube an das Böse im Menschen. Biedermann lädt die zwei Fremden zum Essen ein, zusammen sitzen sie auf einer Bank und reißen Witze über Brandstifter. Als Sirenenalarm ertönt und der Himmel brennt, frohlockt Biedermann: „Zum Glück ist`s nicht bei uns!“ Und beschwichtigt seine Frau, wirkliche Brandstifter wären doch wohl nicht ohne Streichhölzer?

Viel Beifall für einen aufwühlenden, emotionsreichen Abend, der einen herausfordert, hinter die Fassade zu schauen und selbst erkennbar zu sein.

Text (lv)

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Premiere „Coppélia – Android Q1“ an den Landesbühnen Sachsen

31 Donnerstag Jan 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Tanz, Theater

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Wieviel Roboterhaftes steckt in uns?

Diese spannende Frage ergründet „Coppélia – Android Q1“, ein Tanz-Schauspiel zum Thema Transhumanismus von Sandra Maria Huimann mit Wencke Kriemer de Matos und Holger Thews, Komposition und musikalische Leitung übernahm Jörg Schittkowski. Die Uraufführung ist am 1. Februar, um 20 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen  in Radebeul.

Ein Leben ohne Technik? Heutzutage für uns alle unvorstellbar. Wir kommunizieren über digitale Medien, beziehen ein Großteil unserer Informationen über das Internet, verrichten unsere Bankgeschäfte und können sämtliche Einkäufe online erledigen. Automatische Spracherkennung, digitale Landkarten und «smarte» Informationssysteme lassen «künstliche Intelligenzen» entstehen, die uns bisweilen zur Weißglut treiben, da sie vermeintlich «schlauer sein wollen», als wir es sind.

Roboter nehmen uns schwere körperliche Arbeit ab, agieren als unabhängige Rechensysteme, «arbeiten» als Pflegekräfte in unserer immer älter werdenden Gesellschaft und wirken manchmal so täuschend «echt», dass sie die Grenzen zwischen human und humanoid verschwimmen lassen. Doch zu jeder Zeit gab es in der Kulturgeschichte der humanoiden Wesen das Irritationsmoment, wenn das Objekt sich gegen seinen Erschaffer richtet. Der Drang des Menschen, sich ein künstliches «Ebenbild» erschaffen zu wollen, hat nichts an Aktualität verloren. Ebenso wenig, wie das Entsetzen darüber, wenn das erschaffene Wesen eigene Entscheidungen trifft, «böse» wird und beginnt autonom zu handeln und wir die Kontrolle über es verlieren.

In dem Ballett COPPÉLIA nach E. T .A. Hoffmanns DER SANDMANN bekommt der Puppenbauer Coppelius einen gehörigen Schreck, als sein Experiment zu gelingen scheint, der Puppe Coppélia eine Seele einzuhauchen, denn plötzlich ist die junge Frau nicht mehr beherrschbar, sondern aggressiv und wendet sich gegen ihren Schöpfer.

In einer Welt, in der Effizienz, Leistung und Gewinn im Vordergrund stehen und Gefühle und emotionale Bindungen sich diesen Grundwerten des Kapitalismus unterzuordnen haben, stellen sich zudem die Fragen: «Wieviel Roboterhaftes steckt in uns selbst? Wann agieren wir wie Maschinen? In welchen Situationen bleibt der Mensch noch Mensch?»

Sandra Maria Huimann: Schauspielerin und Regisseurin

Die gebürtige Wienerin Sandra Maria Huimann übernimmt mit  „COPPÉLIA – ANDROID Q1“ ihre Regiearbeit an den Landesbühnen Sachsen. 2015 inszenierte sie „Salome-Ein ElectroDrama“ für das projekttheater dresden. 2018 führte sie Regie  für „Die Troerinnen“, von Jean Paul Sartre (ab 16), die ebenso im projekttheater dresden auf die Bühne kamen. Sie absolvierte das Konservatorium Wien ( Schauspiel) und schloss mit dem Bachelor ab. Seit der Spielzeit 2009 ist sie als Schauspielerin im Ensemble der LANDESBÜHNEN SACHSEN/ Dresden engagiert.

Sie spielt hier Rollen wie Titania im Shakespeares „Sommernachtstraum“, Buhlschafft im „Jedermann“,     Betty Dullfeed in „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“; Esmeralda im „Glöckner von Notre Dame“ und Sophie in „Willkommen“. ​Sie ist die Frontfrau der Dresdner Band MACHINE DE BEAUVOIR

Text: Petra Grubitzsch/LB Radebeul

Weitere Termine:
10.2., 19 Uhr; 15.3., 20 Uhr und 29.3., 19.30 Uhr

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de  

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Premiere „Mit Freundlichen Grüßen Eure Pandora“ im Kleinen Haus

21 Montag Jan 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Mythos Frau. Hüterin des Feuers, Amazone, Verführerin, Heilige, Hure, Mutter, Hausfrau, Powerfrau. Pandoras Töchter durchleben alle möglichen Rollenbilder, spielen mit Klischees und fragen, was heute Weiblichkeit ausmacht.  
Versuchslabor für eine neue Geschlechterordnung, in der die Rollenzuteilungen zwischen Mann- und Frausein und allem Dazwischen überwunden sind. Fotos: Sebastian Hoppe

Leidenschaftlicher Aufbruch aus alten Rollenbildern

Bilder, Geschichten und Mysterien von Männern über Frauen, ihre eigene Lebensrealität und Wünsche bis zum möglichen Ende des Patriarchats mit Hilfe der Gentechnologie vereint mit viel Ironie, Lust und Power das Stück „Mit Freundlichen Grüssen Eure Pandora“ von Laura Naumann. Die Uraufführung war am Sonnabend im Kleinen Haus.

Die älteste Tochter Pandoras heißt Baubo und kratzt sich wie wahnsinnig am Körper. Eigentlich juckt sie die ganze Welt. All die Bilder, Geschichten und Mysterien, die sich Männer über Frauen seit Jahrhunderten ausdenken und wenig mit der Realität zu tun haben. Dem setzen die Urfrauen und ihre modernen Schwestern von heute ihren eigenen Blick auf sich, ihren Körper, Macht und Missbrauch und Geschlechterrollen entgegen im Stück „Mit Freundlichen Grüßen Eure Pandora“ von Laura Naumann. Dieses schrieb die 30jährige Autorin als Auftragsarbeit für das Staatsschauspiel Dresden. Die Uraufführung war am Sonnabend im Kleinen Haus.

Fünf Schauspielerinnen agieren unter Regie von Babett Grube voll Leidenschaft, Kraft, Lust und Zorn als Töchter der mythischen Pandora, die ihre Büchse voll erlittenem Leid öffnet und alles durcheinander wirbelt. Ihr Aufbruch beginnt vor einer nomadischen Urhütte am Feuer, sie werfen sich zottlige Fellmäntel über, kriechen wie wilde Katzen über den Boden, singen über freche und brave Mädchen und bewegen sich verführerisch, ungebärdig zu rockigen Klängen und stellen den ringsum auf der Bühne sitzenden Zuschauern provokante Fragen.

Pandoras Töchter stellen sich einen Generalstreik der Frauen vor, indem sie vorgegebene Rollenbilder nicht mehr bedienen. Sie sprechen per Megafon über den Wert von Frauen, ungerechte Bezahlung bei gleicher Qualifikation wie Männer. Sie parodieren die Macht des Phallus, reden über Scham, sexuelle Gewalt, Missbrauch und seelische Verletzungen. Bekräftigen ein Nein-Sagen, das auch Nein! meint. Sie lachen, heulen, umarmen sich und streiten heftig und emotional über radikale feministische Utopien, wie die Abschaffung männlich-weiblicher Rollenzuteilung und menschliche Reproduktion mittels Gentechnik. Valeria (Shari Assa Crosson), die jüngste, weigert sich eine Frau zu werden. Die auf ihren Körper fixierten männlichen Blicke sind ihr zuwider. Auf einem weißen Ziegenbock mit umgehängtem Brautschleier reitet sie stur, bockig allen Konventionen davon. Ihre Mutter Eva (Birte Leest) ist eine fanatische Reproduktionsbiologin und hat ein Verfahren entwickelt, das die menschliche Fortpflanzung ohne Männer ermöglicht. Ihre Freundin Joanne (schrill: Fanny Staffa), die als Popstar wie Lady Gaga und Beoncé  in einem auftritt, parodiert damit gleichzeitig die Frau als Gebärmaschine und Tücken der Genforschung, indem unaufhörlich weiße, blutverschmierte Luftballons die Bühne übersäen. Salome (Gina Calinoiu) spielt nahegehend mit männlich-weiblichen Identitäten, hüllt ihren Körper in eine Folie, die über dem großen Holzkreuz hing und führt einen bewegenden Tanz auf. Sie öffnet und schließt die Hülle, die sich über sie legt wie eine zweite Haut, die sie hin und her wendet, schwingt, schleudert, unter ihrem Tshirt verbirgt, wie um etwas Anderes zu gebären.

Und Baubo – Ursula Schucht –  glänzt bei ihrem ersten Auftritt an diesem Haus als Urmutter, eine herrliche Donna Quichotte, die sich von den Lebensstürmen nicht unterkriegen lässt, immer noch lebensfroh und weise. Reichlich Beifall für einen Abend voll weiblicher Power und viel Stoff zum Nachdenken für Männer und Frauen.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Premiere Antigone im Theater Junge Generation

14 Montag Jan 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Antiker Stoff, hochaktuell: Eine Frau und ein Mann. Antigone und Kreon streiten erbittert im Umgang mit Stärke, Ohnmacht, Wut, Schmerz, Verletztheit, Versöhnung und Anerkennung unterschiedlicher Standpunkte und
persönlicher Rechte. Foto: Marco  Prill

Macht oder Menschlichkeit?

Das Drama „Antigone“ (nach Sophokles, Nachdichtung von Walter Jens, Schauspiel, ab 14) hat am 18. Januar, 19.30 Uhr, im Theater Junge Generation im Kraftwerk Mitte Premiere.

Die Dinge stehen nicht gut in Theben. Die Stadt ist vom Krieg zermürbt, die Herrscherdynastie durch Erbschaftsstreitigkeiten zerrüttet, die Stadtgesellschaft erschüttert. Etwas – nein, alles – muss sich ändern. Und zwar zum Guten. Darin sind sich alle einig. Aber was brauchen die Stadt, der Staat, die Menschen: Pragmatische Reformen oder radikalen Umsturz? Einen dauerhaften Frieden? Starke Führungspersönlichkeiten oder engagierte BürgerInnen? In dieser Situation hat Antigone ein scheinbar privates Anliegen: Sie will ihren Bruder Polyneikes beerdigen. Der aber war ein Verräter, ein Rebell, der die Stadt angegriffen hat und dessen Beerdigung ein Politikum wäre. Deshalb verbietet Kreon, der neue Herrscher von Theben, seiner Nichte Antigone, ihren Bruder zu bestatten. Antigone kann das nicht akzeptieren. Stehen die Bedürfnisse eines Staates wirklich über existentiellen menschlichen Grundrechten? Muss man Gesetzen folgen, die man für falsch hält? Radikal stellt Antigone alles infrage. Sie hat keine Geduld für Vermittlungsversuche, keine Zeit für strategische Manöver oder pragmatische Kompromisse: Draußen vor dem Stadttor wird die Leiche ihres Bruders von den Hunden gefressen. Und Antigone wird das nicht hinnehmen!

In Sophokles‘ antikem Drama wird die Frage nach der Kultur politischer Auseinandersetzung gestellt: Welche Strategien hat man, wenn alle Argumente ausgetauscht sind? Wie ist Verständigung möglich, wenn die Interessen scheinbar nicht in Einklang zu bringen sind? Wie viele Kompromisse kann man eingehen, ohne die eigene Haltung zu verraten?

Text: Norbert Seidel 

http://www.tjg-dresden.de

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Urkomisch! Ein Dresdner Jahresrückblick mit Bernd Seifert im Boulevardtheater

04 Freitag Jan 2019

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Prost 2019! Tschüss 2018!

Ein Dresdner Jahresrückblick mit Bernd Seifert, umwerfend humorvoll und aufschlussreich. ZU sehen noch bis 6.1. im Boulevardtheater Dresden.

 
Der Ur-Dresdner und „Klempner der Herzen“, Bernd Seifert, lädt ein zu einem sächsisch-unterhaltsamen Abend und schaut zurück auf das vergangene Jahr.

Nachdem er 2016 und 2017 mit seinem ganz persönlichen Jahresrückblick die Zuschauer begeisterte, wird er nun erneut zum Wiederholungstäter und knöpft sich das Jahr 2018 vor. Der Couchkartoffel-Journalist mit dem Charme einer Flasche alkoholfreien Hefeweizens, bittet zum Neujahrswalzer und kürt sowohl die Straße der Besten, als auch die Sackgassen des Jahres.

Den schelmischen Blick scharf auf den Stadtrat gerichtet, philosophiert und schwadroniert Bernd Seifert über Dresdner Brücken, den Semperopernball und, je nach Sachlage, am liebsten über die Geländer dieser Stadt.

Zu Hilfe kommen ihm dabei sämtliche Unsäglichkeiten der Stadtgeschichte, das eine oder andere Bierchen, eine Flasche Kirschi und natürlich das „Büch’l aus’m Täsch’l“

Freuen Sie sich auf einen typischen Dresdner Jahresrückblick mit Ulknudel Bernd und einer Menge gute Laune.
Text + Foto: BT
http://www.boulevardtheater.de

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Silvester an den Landesbühnen Sachsen: Fisch zu viert

28 Freitag Dez 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Immer dienstbereit: Diener Rudolf (Tom Quaas) und die drei Dramen haben
pikante Geheimnisse, die am Silvesterabend gelüftet werden. Foto: Landesbühnen

Lustvoll-abgründige Lebensbeichte

Die Komödie „Fisch zu viert“ von Wolfgang Kohlhaase und Koautorin Rita Zimmer ist am 31. Dezember um 15 und 18 Uhr in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul zu sehen.

Die Inszenierung entstand in Zusammenarbeit zwischen den Landesbühnen Sachsen und dem Theaterkahn Dresden. Der Tatort ist ein märkisches Landhaus im Jahre 1838. Hier verbringen die nicht mehr ganz jungen, aber gut betuchten Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine zusammen mit ihrem Diener Rudolf Jahr für Jahr den Sommer. Seit fast 30 Jahren ist Rudolf den Schwestern in buchstäblich jeder Lage zu Diensten. So hat er auch mit jeder von ihnen zärtliche Stunden verbracht – freilich ohne das Wissen der jeweils anderen. Und jede von ihnen hatte versprochen, den treuen Diener im Testament zu bedenken.

Doch nun will Rudolf, bevor das Alter unwiderruflich naht, das Leben in aller Freiheit noch einmal richtig genießen. Als er um vorzeitige Auszahlung des testamentarischen Anspruchs bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen. Rudolf sieht sich daraufhin zur Drohung veranlasst, sein Geheimnis auszuplaudern. Keine gute Idee, finden die Schwestern und bringen Arsen und manipulierte Blitzableiter ins Spiel …

«Fisch zu viert» ist eine der erfolgreichsten Kriminalkomödien und hat auch 40 Jahre nach ihrer Entstehung nichts an Tempo, Sprachwitz und Komik verloren! «Der große DEFA-Autor Kohlhaase, Schöpfer von Geschichten wie ‹Berlin-Ecke Schönhauser› und ja auch heute noch erfolgreich mit Drehbüchern wie ‹Sommer vorm Balkon›, und seine Koautorin, die Hörspieldichterin Rita Zimmer, sie beweisen in diesem Komödienklassiker ein tolles Gespür für Boulevard-Rasanz mit Falltür in Richtung des gesellschaftlichen Leichenkellers.» (Der Tagesspiegel, 2009)

INSZENIERUNG : PETER KUBE;  AUSSTATTUNG : TOM BÖHM

Es spielen: Clementine-Sandra Maria Huimann, Cäcilie –Anna-Katharina Muck/  Anke Teickner; Charlotte – Cornelia Kaubert; Rudolf –  Tom Quaas.

Premiere war am Sonnabend, 26.11.2016, 20.00 Uhr auf dem Theaterkahn Dresden

Text: Petra Grubitzsch/LB

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; kasse@landesbuehnen-sachsen.de; http://www.landesbuehnen-sachsen.de

Kassenöffnungszeiten neu ab 1. September: Montag-Freitag 10-18 Uhr, Sonnabend 15-18.00 Uhr

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Theater-Dinner: Aschenbrödel im Schloss Moritzburg

25 Dienstag Dez 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Theater

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So ein Theater um Aschenbrödel!

Die „Erfolgs-Komödie der Eitelkeiten“ & kulinarische Genüsse locken wieder im Moritzburger Schlossrestaurant.

Alf Mahlo und Henriette Ehrlich bringen die Legende nach Moritzburg zurück „Es war einmal…“ – so beginnt auch das schönste aller Märchen, das vor Jahren als Welturaufführung auf die Bühne des Moritzburger Schlossrestaurants gebracht wurde. Der Regisseur Engelbert von Karajan hatte alles optimal vorbereitet: Ehrengäste, Presse, Party und vor allem berühmte Schauspieler. Doch wenn Schauspieler zu berühmt werden, gerät das schönste Theaterstück dank Allüren und Eitelkeiten schnell ins Wanken…Zu erleben ist die bezaubernde Geschichte von „Aschenbrödel“ im Schloss Moritzburg, dem Ort, an dem vor mehr als 40 Jahren der Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ entstand. „Die Erfolgs-Komödie der Eitelkeiten“ hatte am 30. November wieder mal Premiere. Es wurde noch etwas am Programm gefeilt, so dass ein Besuch sicherlich einiges Neues entdecken lässt.
So ein Theater um Aschenbrödel – mit Charme und Augenzwinkern präsentiert von Entertainer Alf Mahlo und der Vollblutschauspielerin Henriette Ehrlich, begleitet von feinen kulinarischen Höhepunkten aus der Moritzburger Schlossküche. Theater, wie es rasanter nicht sein kann: Ein Augen- und Ohrenschmaus für Kenner und Genießer. Als Spitzenkomödiant ist Alf Mahlo auf den großen Bühnen in Deutschland und Europa sowie in Film und Fernsehen ein gern gesehener Gast. Mahlo ist bekannt für seine Kooperationen mit Spitzenköchen wie Alfons Schuhbeck, Hans-Peter Wodarz, Käfer und Witzigmann unter anderem in der Show „Pomp Duck Circumstance“ und im Circus Roncalli. Henriette Ehrlich steht in zahlreichen Theateraufführungen auf der Bühne. Mit ihrer ureigenen Komik, ihrer verblüffenden Improvisationskunst und der Fähigkeit, Leute zu Tränen zu rühren, bringt sie ihr Publikum zu Beifallsstürmen.
Kulinarische Genüsse steuert die Küche des Schloss-Restaurants bei – inspiriert von Film und Märchen sowie der Geschichte des traditionsreichen Schlosses. Ob Aperitif, Hauptgang oder Dessert: Das Theater-Dinner wird begleitet von einem exklusiven und abwechslungsreichen Buffet, frisch zubereitet mit Zutaten aus der Region.
Dinner- und Dessertbüffet (Getränkepauschale zubuchbar) über info@moritzburger-schlossrestaurant.de und telefonisch unter 035207 993616.

 

Text + Fotos: meeeco Services GmbH

Nächste Termine: Fr 4., Sa 5., Fr 18. und Sa 19. Januar 2019; Beginn jeweils 18 Uhr

Weitere Infos: www.kleines-welttheater.de und www.moritzburger-schlossrestaurant.de

 

 

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Premiere „Maxe Baumann und Olga die Straffe“ im Boulevardtheater

02 Sonntag Dez 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Humorvolle Rettungsaktion für altes Ferienheim „Bergkristall“

Eine verfallene Herberge in der Provinz verwandelt sich im Nu in ein Vier-Sterne-Hotel mit internationalen Gästen in der skurril-witzig mit Ost-West-Klischees spielenden Inszenierung „Maxe Baumann und Olga die Straffe“, die am Sonnabend Premiere feierte im Boulevardtheater Dresden.

Maxe Baumann kann es kaum fassen als er kurz vor Jahreswechsel erfährt: Er hat ein Hotel geerbt! Innerhalb von 24 Stunden wird er vom Pensionär zum Hoteldirektor. Und einmal mehr zum Retter in der Not und Seelentröster in heikler Situation. Das schafft so schnell keiner! Das Stück „Maxe Baumann und Olga die Straffe“ von Hannes Hahnemann und Theresa Scholze lässt eine legendäre Schwankfigur aus dem einstigen Adlershofer Fernsehstudio wiederaufleben. Die Hommage an den beliebten DDR-Silvester-Fernsehschwank mit Gerd E. Schäfer in der Rolle des ollen, schrulligen Max Baumann hatte am Sonnabend Premiere im Boulevardtheater Dresden.

Vor Ort wird er schon sehnsüchtig erwartet. Denn das ehemals populäre Ferienheim „Bergkristall“ ist inzwischen mehr als heruntergekommen und die Gäste bleiben aus. Maxe Baumann (frappierend ähnlich und trocken humorvoll wie das Original: Jürgen Mai) soll daher als Nachfolger seines alten, verstorbenen Freundes Oberpichler den “Kampf um die vier Sterne“ aufnehmen, was das Geschäft sehr beleben würde  – im erträumten ersten Vier-Sterne-Hotel in der Sächsischen Schweiz. Doch das nötige Personal dafür fehlt und der das Hotel testende Prüfer ist inkognito schon im Anmarsch.

Dann schneien doch noch zwei Gäste in das vermeintliche fragile, abgelegene und ruhige Kleinod herein: die kaprizöse Olga Knopf (Beate Laaß), die sich in der Abgeschiedenheit von ihrem Liebeskummer erholen will und ihre lebenslustige Nichte Paula (Alice Erk). Dann taucht im Schneesturm auch noch ein vermeintlicher Yeti, Schneemensch auf, in Gestalt des erstmals in den Osten reisenden Dr. Bernhard Brenner aus Bayern (herrlich naiv-komisch: Andreas Köhler), der völlig paralysiert und unterkühlt buchstäblich auftaut im Hotel „Bergkristall“. Dort wird er gastfreundlich umsorgt, lernt „richtig nette Leute“ kennen und erblickt irritiert eine Kiste mit Defa-Meisterwerken wie „Der Mann, der nach der Oma kam“ – was ihm den Titel missverstehend „etwas pervers“ vorkommt.

Das Hotelpersonal hält Brenner für den Prüfer und unternimmt alles, um im Nu ein top florierendes Hotel mit internationalen Gästen auf die Beine zu stellen, samt Wellnessoase und fulminantem Showprogramm am Silvesterabend. Erfindungsreich machen sie aus der Not eine Tugend, improvisieren und agieren in schnellem Kostüm- und Perückenwechsel, bestärkt mit Kräuterlikör. Allen voran Maxe Baumann als Dauergast, mal als Gynäko- und Archäologe Prof. Schimmelgrün, Empfangsdame Evi (Ulrike Mai) umschmeichelt Brenner als Japanerin, der neue Hotelpage Paul (Manuel Krstanovic) erscheint als Scheich, der Koch (David Gundlach) frivol im knappen Schottenrock und Paula als wilde Rockerlady.

Die Inszenierung von Jürgen Mai sprüht in urig-rustikaler Kulisse vor skurrilem, doppelbödigem Witz. Mit viel Herz und Schnauze werden Ost-West-Klischees und Vorurteile auf die Schippe genommen von den überaus wandlungsfreudigen Darstellern und kommt man sich näher. Auf die Bühne kam eine Mischung aus Komödie, Klamotte und Slapstick mit überraschenden Wendungen und als Höhepunkt die Silvestershow mit glänzenden Musikparodien und Tanzeinlagen, wobei das Hotelpersonal in die Rollen von Mireille Matthieu, Tina Turner über Karel Gott, Heino bis Michael Jackson (toll verkörpert von Mandy Partzsch) schlüpft, drei Herren als tanzende Schwäne erheitern und ein Glücksschwein mit fürs Happy End sorgt. Begeisterter Beifall vom Publikum für einen humorvoll lebensprallen Abend, an dem Gerd E. Schäfer alias Maxe Baumann sicher seine helle Freude hätte.

Text (lv)

http://www.boulevardtheater.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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