Premiere: Dr. Jekyll & Mr. Hyde an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Das Schauspiel von  David Edgar nach Robert Louis Stevenson ist am 4. März, um 19 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul zu sehen.

Was könnte schrecklicher sein, als das Böse, das in uns selbst wohnt? In seiner 1886 erschienenen Erzählung ging Robert Louis Stevenson dem inneren Zwiespalt und den Abgründen der menschlichen Seele auf den Grund.

Der gütige, menschenfreundliche Dr. Jekyll entwickelt im London des 19. Jahrhunderts einen Trank, der es ihm ermöglicht, einen Teil seines Ichs abzuspalten und in ihm all das auszuleben, was er sich sonst aus moralischen Gründen verbietet. So wird der zynische, sadistische Mr. Hyde zum Leben erweckt, der aggressiv und perfide grausame Verbrechen begeht.

Das Ausleben unterdrückter Lüste verschafft Jekyll das beglückende Gefühl großer Freiheit und er wird abhängig von der Verwandlungsdroge, über die er schon bald die Kontrolle verliert. Trotz des Gegenmittels, das er entwickelt hat, um als Dr. Jekyll menschlich zu handeln und Hydes Taten abzumildern, gewinnt Mr. Hyde die Oberhand und entwickelt in Jekylls Körper ein gefährliches Eigenleben …

Auch in der packenden und schillernden Bühnenbearbeitung David Edgars steht die Problematik der Aufspaltung der Persönlichkeit und des freien Willens im Mittelpunkt, die in den letzten beiden Jahrhunderten Wissenschaftler der Philosophie, Psychologie und Biologie nicht losgelassen hat und heute zu einer zentralen Frage der Hirnforschung geworden ist.

Wie kann ein Miteinander gelingen, das die Bedürfnisse der anderen respektiert, ohne eigene Sehnsüchte zu unterdrücken?

Text: Landesbühnen Sachsen
Foto: Hagen König: Die Titelrolle als Dr. Jekyll & Mr. Hyde spielt Moritz Gabriel
Inszenierung: Axel Köhler
Ausstattung: Stefan Wiel

Besetzung:

Dr. Henry Jekyll / Mr. Hyde Moritz Gabriel
Poole, Sein Butler Grian Duesberg
Gabriel John Utterson, Rechtsanwalt Matthias Henkel
Katherine Urquart, Ihre Mutter Sophie Lüpfert
Annie Loder, Zimmermädchen Cordula Hanns
Dr. Hastie Lanyon / Sir Danvers Carew / Pastor / Polizist Thomas Förster

 Nächste Vorstellungen:

05.03. , 12.03. und 26.03. 2017, 19:00 Uhr und 31.03., 19.30 Uhr Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne · Radebeul

19.03.2017 Sonntag 18:00 Uhr Großenhain Schloss · Großenhain

24.03.2017 Freitag 19:30 Uhr Kulturhaus Freital · Freital

26.03.2017 Sonntag 19:00 Uhr Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne · Radebeul

07.04.2017 Freitag 20:00, und 06.05., 19.30 Uhr Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne · Radebeul

Auskünfte und Kartenverkauf:  Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH ,

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214 www.landesbuehnen-sachsen.de

 Felsenbühne Rathen, 01824 Kurort Rathen, Amselgrund 17, Kasse: Tel. 035024/ 7770, Fax 035024/ 7735 www.felsenbuehne-rathen.de

 

Fachtagung für Hochsensible: Den eigenen Sinnen trauen in einer Welt voller Reize

Foto: Annett Reichel

Bei einer Fachtagung zum Thema: „Hochsensible Kinder verstehen und begleiten“ tauschen Eltern, Pädagogen und hochsensitive Menschen ihr Wissen und Erfahrungen aus vom 25. bis 28. Mai in Köln (mit Frühbucher-Rabatt für Anmeldung bis 20. März).

Ihre Sinne stehen immer auf Empfang. Die Vielfalt der Wahrnehmungen lässt hochsensible Menschen nicht nur intensiver erleben und fühlen. Die Fülle der Eindrücke will auch verarbeitet werden.
In unser heutigen, schnelllebigen Zeit voller „Reizüberflutung“ in einer zunehmend multimedialen Welt, angefüllt mit Stress, Leistungsdruck und wenig Zeit für Innehalten und Pausen fällt es gerade besonders sensiblen Menschen schwer, mit derartigen Belastungen umzugehen und Grenzen zu setzen. Rund 20 Prozent der Bevölkerung gelten Schätzungen von Fachleuten zufolge als hochsensibel, besonders empfindsam. Oft fühlen sie sich anders, unverstanden von ihrer Umwelt, sind scheu, unsicher oder meiden gar das gesellschaftliche Leben.

Es beginnt bereits in der Schule. In jeder Klasse gibt es sie: Unruhige und zappelige Kinder. Fantasievoll, verträumt und in Gedanken mitunter ganz woanders. Ihre Talente bleiben nicht selten ungesehen. Dabei sind sie oft hochbegabt, wissbegierig, sprachlich gewandt und sehr kreativ. Was brauchen Kinder und Jugendliche von ihren erwachsenen Begleitern, um ihre Talente und Fähigkeiten entspannt entfalten zu können? Wie können Eltern die alltäglichen Höhen und Tiefen mit einem hochsensiblen Kind meistern?

Nach einfühlsamen und innovativen Antworten und Lösungswegen auf diese Fragen sucht für alle Beteiligten eine Fachtagung unter dem Titel: „Hochsensible Kinder verstehen und begleiten“ vom 25. bis 28. Mai 2017 in Köln. Sie wird veranstaltet vom Freien Bildungswerk Rheinland und wendet sich an Eltern, Pädagogen sowie hochsensible junge Leute und Erwachsene und andere Interessierte. Um Wissen und Erfahrungen auszutauschen im Rahmen eines kreativen Bildungsurlaubs im Wonnemonat. Um gemeinsam einzutauchen in die Empfindungswelt hochsensibler Kinder.

Die Tagung findet in einer Schule statt, die Eltern und Schüler selbst mitgebaut haben. Mit Menschen, denen die Gaben hochsensibler Kinder am Herzen liegen, vielen Anregungen und ausreichend Freiraum für jeden. Es gibt biologisch vegetarisches Essen. Einen Park nebenan zum Spazieren und Ausruhen. Im Programm stehen verschiedene Vorträge mit Experten und hochsensiblen Menschen sowie Workshops zur Auswahl als schöpferische Angebote, bei denen die Teilnehmer auch ihre eigene Sensibilität entdecken, erforschen und reflektieren können – bei Malen, Klang und Bewegung und Musizieren mit Musikinstrumenten aus aller Welt. Ein praxisorientierter Workshop für Erzieher und Lehrer beschäftigt sich damit: „Wie kommen Kinder gut zur Ruhe?“ und stellt Achtsamkeits-Übungen für den Klassenraum vor.
Zarina Zimmermann, Prozess-Begleiterin und Feng Shui-Beraterin aus Dresden, hält seit Januar 2015 die Fäden des bundesweiten Vorbereitungskreises zusammen und sorgt mit dafür, dass die Teilnehmer sich aktiv in die Tagung einbringen und untereinander vernetzen können und die Thematik weiterbewegen.

Es gibt einen Frühbucherrabatt (Anmeldung bis 20. März, pro Teilnehmer 320, dann 350 Euro). Ein Team-Ticket kostet 315 Euro pro Teilnehmer (ab drei Personen). Eine Fördermöglichkeit der Teilnahmekosten ist über die bundesweit geltende Bildungsprämie möglich.

Text: (lv)

Weitere Infos unter www.hochsensible-kinder-begleiten.de

Kontakt zum Veranstalter:
Freies Bildungswerk Rheinland, Luxemburger Str. 190, 50937 Köln

Tagungsbüro: Tel.: 0221 – 94 14 9
Email: hochsensibel@fbw-rheinland.de

Ansprechpartnerinnen:
Yvonne Rausch
Barbara Schwartzkopff-Fischer

 

Elbhangfest 2017: „Martins Most und Katharinas Äpfel“ zum Reformationsjubiläum

Aufruf an alle Anwohner und kreativen Köpfe des Elbhanges

In diesem Jahr wird das Elbhangfest vom 23.-25. Juni unter dem Motto „Martins Most und Katharinas Äpfel“ mit Blick auf das Reformationsjubiläum gestaltet.
Das Fest wird zu einer Pilgerfahrt »unter italischem Himmel«, zwischen »Hölle« und »Paradies«.
Als fröhliche Verbindung zwischen geistiger und weltlicher Kost schaut das Fest auch in die Kultur der »Genusswirtschaft« zu Luthers Zeit.

Aufruf für das Programmheft
Wir freuen uns, wenn Vielseitigkeit und Gastfreundschaft durch Eigeninitiativen auf dem weiten Festgebiet bereichert werden. Kleine Stände, Konzerte, Lesungen im Garten, begleitet von Wein-/ Kaffee-Ausschank oder Kuchenbasaren- alles ist erwünscht!
Bei Fragen können Sie sich hier http://www.elbhangfest.de/index.php?node=137& informieren oder sich an das Elbhangfestbüro auf der Fidelio- F.- Finke Straße 7, in Dresden-Loschwitz wenden.

Bitte senden Sie Ihre Teilnahme bis spätestens 15. März 2017 per E-Mail an ulrike.schueler@elbhangfest.de, sodass wir Ihre Veranstaltung im Programmheft mit aufnehmen können.

Bewerbung für Händler
Interessierte Händler können sich ebenfalls noch für die Themenmärkte, sowie die Weindörfer von Loschwitz bis Pillnitz bewerben.
Alle wichtigen Hinweise und Unterlagen zum Download stehen für Sie hier bereit:
http://www.elbhangfest.de/index.php?node=14&

Text: Elbhangfest e.V.
http://www.elbhangfest.de

Spannende Entdeckungen in der Sammlung „Terra mineralia“ in Freiberg

In der Silberstadt Freiberg kann man in die Geschichte des Bergbaus eintauchen und in einer Sonderausstellung in der Mineraliensammlung werden die Besucher zu Detektiven in einem Kriminalfall.

„Glück auf“: So grüßen sich die Freiberger noch heute.
Mit ihrem komplett restaurierten und denkmalgeschützten Altstadtensemble gilt die Stadt am Fuße der Montanregion Erzgebirge/Krusnohori als einer der schönsten Orte Sachsens.
Im Stadt- und Bergbaumuseum am Untermarkt können Besucher Kostbarkeiten aus der Historie der Silberstadt entdecken. Im Besucherbergwerk „Reiche Zeche“ fahren sie wie die Bergleute mit dem Förderkorb 150 Meter hinab in den Schacht und erleben auf geführten Touren eines der bedeutendsten Silberbergwerke Sachsens.

Lebendig wird die bergmännische Tradition jährlich bei den Aufzügen der traditionellen Bergparade zum Bergstadtfest am letzten Juni-Wochenende und während des erzgebirgischen Christmarktes. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist außerdem das Schloss Freudenstein, das als Burg zum Schutz des Silberbergbaus errichtet wurde, mit der Ausstellung „terra mineralia“. Dort sind mehr als 3 500 farbenprächtige Minerale, Edelsteine und Meteoriten von fünf Kontinenten zu bestaunen. Zurzeit gibt es dort eine erlebnisreiche, spannende und interaktive Sonderausstellung, bei der kleine und große Besucher zu Detektiven werden unter dem Titel: „CSI Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia“ (vom 12. April bis 27. August zu sehen). Die Kleineren ab sechs Jahren helfen Gecko Gustav, einer Eidechse aus Madagaskar und Haustier von Prof. Bauer, bei der Suche nach seinem Stein. An zwölf Stationen der Sonderschau tauchen Touristen und Schulklassen in die Welt der Seltenen Erden, in Bergbau und globalisierte Ressourcennutzung ein.

Mit dem Mittelsächsischen Theater besitzt Freiberg außerdem – seit 1791 – das älteste Stadttheater der Welt. In der warmen Jahreszeit lockt der Theaterzauber auf der neu errichteten Seebühne Kriebstein. Zurzeit umgebaut wird das Wohn- und Werkstatthaus Gottfried Silbermanns, das im Sommer wieder zugänglich sein soll. Vier Orgeln des berühmten Meisters sind in Freiberg erhalten: je eine in St. Petri und St. Jacobi und zwei im Dom mit reicher Innenausstattung. In die Freiberger Historie eintauchen kann man bei einem Stadtrundgang, wo man mehr über Lebenswerk und Lebenswandel des weltberühmten Orgelbaumeisters erfährt, augenzwinkernd ausgeplaudert von seiner geschwätzigen Haushälterin, und bei ihr auch einen echten Freiberger Silberkräuter und ein Stück der legendären Freiberger Eierschecke probieren kann. Spannendes zur Entstehung der Silberstadt und der traditionsreichen Geschichte des Freiberger Biers hält eine Führung mit einem Braumeister mit Verkostung bereit.
Bei den Silbermanntagen 2017 (vom 6. bis 17. September) locken wieder Konzerte mit internationalen Stars der Orgelmusik und Spitzenensembles Musikfreunde aus aller Welt nach Freiberg.

Text: (lv)

Foto: Sammlung „terra mineralia“

Weitere Infos unter http://www.freiberg-service.de

Malerische WanderWelten und prächtige Kamelien in Pirna

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Die Schweiz(en) in Malerei, Grafik und Wagners Werk zeigt eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Pirna und in den Richard-Wagner-Stätten Graupa (ab 9. April zu sehen) und natürliche und kunstvolle Kamelien erblühen im Landschloss Zuschendorf (ab 4. März).

Die wild-romantische Landschaft der Sächsischen Schweiz hat Künstler schon immer magisch angezogen und zu ihren Werken angeregt. Auf ihren Spuren können die Besucher der neuen großen Sonderausstellung „Inspirierende WanderWelten – Die Schweiz(en) in Malerei, Grafik und Wagners Werk“ im Stadtmuseum Pirna und in den Richard-Wagner-Stätten Graupa wandeln (ab 9. April zu sehen).

„Noch nie gezeigte Schätze aus der Grafiksammlung des ,Gebirgsvereins für die Sächsische Schweiz` und zahlreiche authentische Exponate zu Wagners Wanderungen werden in beiden Museen zu sehen sein“, sagt Christian Schmid-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna. Der Komponist Richard Wagner war ein leidenschaftlicher Wanderer, der nach seiner Flucht aus Sachsen in der Schweiz in höchst anspruchsvollen Touren die Berge erkundete. Bereits in seiner Dresdner Zeit war er viel in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz unterwegs. An beiden Orten gewann er tiefgreifende Eindrücke, die er später in seinen Werken szenisch und musikalisch umsetzte. Im Museum in Graupa sind Wagners Wanderrouten auf historischen Karten dargestellt. Seine damit verbundenen inneren Bilder, die er in seinen Musikstücken umsetzte, sind in Grafiken, Zitaten, Musikbeispielen und Bühnenbildmodellen skizziert.

Zeitgleich zeigt das Stadtmuseum Pirna in einer separaten Ausstellung bedeutende Bilder aus seiner Kunstsammlung, die auf den 1878 gegründeten Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz zurückgehen, bei dem wissenschaftliche und soziale Interessen mit ausgeprägtem Kunstsinn zusammentrafen. Die Zeichnungen, Kupferstiche, Radierungen und Lithografien sowie einige Gemälde werden nach aufwendiger Restaurierung nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Unter den Landschaftsansichten aus 200 Jahren befinden sich Werke von Matthäus Merian, Johann Alexander Thiele, Bernardo Bellotto, Adrian Zingg und Karl Gustav Täubert. Die Sammlung eröffnet dem Betrachter einen Blick in die Landschaft, so wie sie Wagner einst sah und wie sich die Landschaftsdarstellung seither verändert hat.

Ein Fest fürs Auge ist außerdem die XIV. Deutsche Kamelienblütenschau im Landschloss Pirna-Zuschendorf, zu der die Botanischen Sammlungen der TU Dresden einladen (vom 4. März bis 9. April). Zu sehen und bewundern sind in farbenfroher Pracht über 1 000 Einzelblüten, darunter eine Vielzahl historischer Sorten aus dem 19. Jahrhundert auf der 1 700 Quadratmeter großen Gewächshausfläche. Das Publikum darf zusammen mit der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft die allerschönste Blüte wählen. Ein besonderes Vergnügen ist diesmal für Pflanzenfreunde und Kunstliebhaber, dass vis à vis zu den lebendigen Blüten auch Kamelien in der europäischen Malerei aus der schlosseigenen Sammlung sowie Leihgaben zu sehen sind.

Hauptsächlich Ölbilder und Aquarelle, darunter die allererste gezeichnete Kamelienblüte des sächsischen Gärtners George Meister um 1682, ein Selbstbildnis mit Kamelienzweig der Dresdner Malerin Paula Modersohn-Becker um 1906/07 aus dem Museum Folkwang Essen, ein Stillleben mit weißen Kamelien und gelben Rosen von Wilhelm Lachnit von 1942 und ein Bildnis der aus Alexandre Dumas` Roman berühmten Kameliendame Alphonsine Plessis von Edouard Viénot. Im Festsaal ist das Maleratelier eines Bohème aufgebaut und im Vestibül ein Stilleben exotischer Blumen des ehemals Königlichen Gartens von Berlin nachgestellt. Aus den Pillnitzer Versuchsgewächshäusern kommen außerdem Edelpelargonien nach Zuschendorf. Diese Pflanzenschönheit soll noch bekannter werden und bald auch in einer Vielfalt neuer Sorten erblühen.
Text: (lv)

Fotos: Landschloss Zuschendorf

Vernetzt & unterstützt – das Autorenprogramm der Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse hat auch vom 23. bis 26. März 2017 wieder ein vielfältiges Fachprogramm für Autoren und alle, die es werden wollen, parat. Von der Ideenfindung über die Umsetzung bis hin zur Vermarktung gibt es unzählige Veranstaltungen direkt für Literaturschaffende. Die 5. Leipziger Autorenrunde, Messerundgänge und das Pilotprojekt zu einer Autorencommunity laden zum gemeinsamen Vernetzen ein.

Die Leipziger Buchmesse fördert nicht nur das Lesevergnügen, sondern auch den Schreibprozess von Autoren. Im umfangreichen Fachprogramm für Autoren auf der Leipziger Buchmesse autoren@leipzig finden sie Anregungen, Tipps und Hilfestellungen für alle Belange. Egal, ob Ideenfindung, Lektorat, Veröffentlichung oder Lesung – Verlage und Verbände bieten einen Reigen von Veranstaltungen für alle Interessierten an.

Austausch für Autoren

Autorenschaft muss keine einsame Beschäftigung sein! Deswegen findet am 25. März bereits zum 5. Mal die Leipziger Autorenrunde unter Kuration von Leander Wattig statt. Die Konferenz, die durch den Goldmann Verlag, den Heyne Verlag, BoD – Books on Demand, Fairer Buchmarkt, buchreport, Federwelt und der selfpublisher unterstützt wird, richtet sich an Autoren jeder Couleur. Nach der Keynote von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek haben alle Teilnehmer in 54 offenen Tischgesprächsrunden Gelegenheit, Erfahrungen und Ideen mit renommierten Referenten wie Nora-Eugenie Gomringer und Carline Mohr sowie mit Vertretern zahlreicher Verlage auszutauschen. Es werden alle für Autoren wichtigen Themen diskutiert – vom Schreib-Handwerk über die erfolgreiche Vermarktung bis hin zu gestalterischen und rechtlichen Fragen. „Die Leipziger Autorenrunde ist die Veranstaltung auf Augenhöhe, bei der Autoren so nah wie selten an jene herankommen, die über ihren Erfolg entscheiden oder ihnen auf den Weg helfen können“, erklärt Leander Wattig.

Online-Netzwerke werden durch die zunehmende Digitalisierung immer wichtiger. Aus diesem Grund startet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr einen ersten Pilot zum Aufbau einer Autoren-Community mit der Social Media Kampagne Autoren-Shelfie mit deinem Buch. Bis zum 2. April können Autoren, Blogger oder Zeichner ihr Foto vor einer Bücherwand hochladen und Votes sammeln. Den Gewinnern winken Gutscheine für die Messeteilnahme als Aussteller der Leipziger Buchmesse 2018, Wildcards für die 6. Leipziger Autorenrunde 2018 oder eine Dauerkarte für die Leipziger Buchmesse 2018 und Sachpreise wie Notebooks, Smartphones oder Tabletts.

Direkte Rückmeldung zum eigenen Text

Dem Publikum können sich Autoren bei der Leipziger Wortmeisterschaft am Messe-Freitag stellen, denn dort entscheiden die Zuhörer, ob sie nach den ersten Sätzen weiterhören wollen. Direktes Feedback von zukünftigen Lesern gibt es auch auf der 4. Leipziger Offenen Bühne 2017. Ohne Anmeldung und völlig spontan kann am Messe-Freitag jeder bei Horns Erben seinen Text vortragen und sich erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Zum 3. Meet & Greet zwischen Autor und Verlag laden außerdem der Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. (BVjA) und die Leipziger Buchmesse ein. Am Sonntag, 26. März von 11:00 bis 13:00 Uhr haben Autoren, Verlage und Literaturagenturen die Gelegenheit, sich in Speedmeetings gegenseitig kennenzulernen und neue Projekte anzubahnen. Allein im letzten Jahr entstanden zehn Verlagsverträge aus den Treffen.

Unterstützung auf dem Weg zum Buch

Workshops und Veranstaltungen führen von Konzeption, Schreibprozess und Lektorat bis hin zur Entscheidung für einen Verlag oder für Self-Publishing. „Kreativ schreiben, Impulse sammeln“ oder das Gespräch „Hilfe! Ein Verlag will was von mir! – Verträge und Kleingedrucktes“ mit  dem Schriftsteller Tilman Winterling und Wolfgang Tischer vom  literaturcafé richten sich direkt an den Hobbyautor, der den Schritt zum eigenen Buch wagen möchte. Wie der Selbstvertrieb mit Marketing und Buchpräsentationen aussehen kann, zeigen zahlreiche Veranstaltungen an allen Messetagen.

Eine besondere Leistung des Verbands der Freien Lektorinnen und Lektoren ist die offene Lektoratssprechstunde, bei der erfahrene Lektoren Rückmeldung zum eigenen Manuskript geben. Was Verlage bei der Auswahl von Büchern für ihr Programm beachten, stellt „Das Exposé: Worauf Verlage achten“ am 25. März vor. Ähnliches und mehr gibt Birgit Loistl bei „Verlagsautor werden – so geht es“ am Messe-Sonntag weiter.

Schreiben für die Kleinsten

Bücher für die Kleinsten zu schreiben, ist eine ganz besondere Herausforderung. Das Gespräch „Wie werde ich Kinderbuchautorin/Kinderbuchautor?“ gibt am Messe-Eröffnungstag Hilfestellungen. Vielfalt kann dabei ein wichtiges Thema sein: „Vater, Mutter, Kind: Brauchen wir mehr Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern?“ und „Korrekte Kinderbücher?“ gehen den Fragen von sich verändernden Familienbildern und sprachlichen Modernisierungen im Kinderbuch nach.

Kreative Arbeit in Wort und Bild für Kinder stellt Susanne Göhlich vor: „Mit Bildern Geschichten erzählen – Die Arbeit einer Kinderbuchillustratorin“ zeigt das Zustandekommen eines illustrierten Kinderbuchs und veranschaulicht das Prozedere für zukünftige Illustratoren.

Neue Welten und große Gefühle

Der preisgekrönte Autor Markus Heitz erzählt am Messe-Freitag im Gespräch von seiner persönlichen Arbeitsweise beim Schreiben und gibt Tipps für künftige Fantasy-Autoren. Auch das Fantasy-Lektorat von neobooks hat verschiedenste Ratschläge aus dem Berufsalltag parat. Phantastische Gespräche können in der Phantastik-Lounge in Halle 2 Stand J310 geführt werden. Gemeinsam mit dem Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) e.V. lässt die Leipziger Buchmesse hier eine Komfortzone für fantastische Autoren entstehen.

Neobooks und die Leipziger Buchmesse vergeben den Indie Autor Preis in diesem Jahr im Genre Romance- und Unterhaltungsliteratur. Neben einem Preisgeld winken die Veröffentlichung im Programm „feelings *emotional ebooks“ und eine Lesung zur Langen Leipziger Lesenacht. Die Preisverleihung findet am 25. März um 13:00 Uhr auf dem Forum autoren@leipzig statt. Am selben Tag wird auch der Bloggeraward „Aphrodite 2017 – Der Romance-Blog des Jahres“ von feelings *emotional eBooks und neobooks um 12:30 Uhr vergeben.

Das Indie-Genre wird aber nicht nur beim Indie Autor Preis vertreten. Andere Veranstaltungen greifen das Thema ebenfalls auf: Bei „Tipps und Tricks zum Ebook-Erfolg“ etwa sprechen Indies für Indies von ihren persönlichen Marketingstrategien für die digitale Veröffentlichung.

Eine Netzwerkfläche für Autoren aller Genres bietet die Leipziger Buchmesse unter dem Titel   „Read & Meet“ in Halle 5. Hier können sich Autoren, Leser und Blogger treffen und austauschen.

Literatur in neuem Gewand

Nicht alle Literatur spielt sich zwischen Buchdeckeln ab, auch andere Formen haben ihren festen Platz im Leserkreis gefunden. Das greift das Fachprogramm ebenfalls auf mit Veranstaltungen wie „Geschichtenspiele – Wie mache ich einen Comic“ am Messe-Sonntag zur Gestaltung von Bildgeschichten. Wie man das Publikum über die Ohren für sich gewinnt, erklärt Julia Powalla bei „Wie schreibt man ein tolles Hörspiel-Skript?“ am Donnerstag. Und die Konferenz buchmesse:blogger sessions 17 verbindet Literatur mit Blogs, Vlogs und Instagram.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Julia Wick, Pressereferentin Leipziger Buchmesse
Telefon: +49 341 678-6552
Fax: +49 341 678-166552
E-Mail: j.wick@leipziger-messe.de

Leipziger Buchmesse im Internet:
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„Gott wartet an der Haltestelle“ – Dresdner Stück reist zum Theaterfestival „Radikal jung 2017“ in München

Das Stück „Gott wartet an der Haltestelle“ – eine Inszenierung am Kleinen Haus in Dresden – ist zum Theaterfestival „Radikal jung 2017“ am Münchner Volkstheater eingeladen.

„Gott wartet an der Haltestelle“ von Maya Arad Yasur, das unter der Regie von Pınar Karabulut am 9.12.2016 im Kleinen Haus 2 des Staatsschauspiels Dresden seine Deutsche Erstaufführung feierte, ist zum Theaterfestival „Radikal jung 2017“ am Münchner Volkstheater eingeladen. Die Vorstellungen finden am 4.5.2017, 19.30 Uhr sowie am 5.5.2017, 17.00 und 21.00 Uhr, statt. Pınar Karabulut zeigt sich begeistert über die Ehre: „Ich freue mich sehr, wieder mit dabei zu sein. Es ist ein besonderes Festival und ein Privileg, als junge Regisseurin teilnehmen zu dürfen.“

Jürgen Reitzler, Intendant des Staatsschauspiels Dresden, ergänzt: „Es freut mich sehr, dass diese Spielzeit, die wesentlich geprägt wird durch junge Theaterschaffende, seien es Regisseur_innen, Schauspieler_innen, oder Autor_innen, so erfolgreich verläuft. Die Einladung von Pınar Karabuluts ‚Gott wartet an der Haltestelle‘ zum renommierten Festival ‚Radikal jung‘ ist für unser Haus ein Höhepunkt des Jahres.“

„Gott wartet an der Haltestelle“ ist die nächsten Male am 25.2., 9.3., 15.3., 24.3. sowie 5.4. und 30.4. im Kleinen Haus 2 des Staatsschauspiels Dresden zu sehen.
Interview mit Maya Arad Yasur

Ziel des Festivals ist es, die neue Generation der Theatermacher zu fördern, ihre thematischen und ästhetischen Vorlieben zu präsentieren und sowohl einem Fachpublikum als auch einer breiten Öffentlichkeit Perspektiven einer möglichen Theaterlandschaft von morgen aufzuzeigen.

Text+ Fotos: Pressestelle/Staatsschauspiel Dresden

www.staatsschauspiel-dresden.de

 

Zauberhafte Blütenbilder in Pillnitz

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Werkschau von Angela Straßberger in der Galerie Alte Wache – vom 1.3. bis 30.4.

Aus Weidenröschen, Gänseblümchen, Rosenblättern, Kornblumen, Gräsern und vielen anderen Blütengaben schafft Angela Straßberger zauberhafte Blütenbilder, die allen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Seit über zehn Jahren sammelt sie die Blütenpracht der Natur und kombiniert die getrockneten Blüten in allen Variationen zu freundlich-lieblichen Gesichtern und Collagen, einz igartig in Deutschland. Nun bringt die Rabenauer Künstlerin eine Auswahl ihrer Werke nach Pillnitz. Just zur Blüte der berühmten Pillnitzer Kamelie zeigt ihre Werkschau unter dem Titel „Gesichter der Natur“ vom 1. März bis einschließlich 30. April in der Galerie Alte Wache 35 farbenfrohe Blütenkunstwerke.

Dank eines speziellen Pressverfahrens und der liebevollen Verarbeitung lässt Straßberger wunderschöne Kunstwerke entstehen, die jeden Betrachter fast schon automatisch in eine freundlich-glückliche Stimmung versetzen. In der Natur gesammelt, gepresst und liebevoll gestaltet, hält die Künstlerin mit ihren „Gesichtern der Natur“ zauberhafte kleine Blütenfeen fest. Außerdem erschafft sie aus den Gaben der Natur bunt-prächtige Collagen. Alle Motive sind handgefertigt, die schönsten Bilder werden gescannt und bleiben als Kunstdrucke ewig „frisch“.

Nur die besten Blüten und Gräser werden beim Sammeln ausgewählt. „Das Sammeln der Blüten ist nur der erste Schritt, anschließend werden diese mit einem Pressverfahren weiterverarbeitet. In meiner Werkstatt habe ich eine spezielle Tischlerpresse, und je nach Pflanzenart werden sie entsprechend lange und stark gepresst“, verrät Angela Straßberger. Zahlreiche Erfahrungen über die Stärke und Länge des Pressens sowie die Besonderheiten jeder einzelnen Blüte hat die Sächsin in den letzten zehn Jahren gesammelt. Manche Pflanzen bleiben bis zu zehn Tage in der Presse und werden anschließend von der gelernten Gebrauchsweberin mit viel Geduld und in liebevoller Feinarbeit auf ihrem Blumentisch zu individuellen Blütengesichtern und Collagen zusammengesetzt. Diese Liebe zum Detail brachte der Künstlerin schon zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter auch eine für die Einzigartigkeit ihrer Blütenbilder 2009 auf der Hannovermesse, Deutschlands größter Industrie- und Handelsmesse.

In der Pillnitzer Schau im ersten Stock des historischen Wachgebäudes zeigt Straßberger aber nicht nur Blütengesichter und Collagen, sondern präsentiert in Vitrinen auch ihre Bücher, Postkarten und Kalender. „Für 2018 habe ich erstmals zwei Kalender zusammengestellt. Einmal ein DIN-A4-Kalender mit Mädchengesichtern und aufgrund zahlreicher Nachfragen auch einen DIN-A3-Kalender mit Collagen“, verrät Straßberger. Alle Bildbände, Postkarten und Kalender können im Museumsshop im Erdgeschoss der Alten Wache käuflich erworben werden. Auch die 35 Bilder der Ausstellung selbst können erworben werden. Mit nach Hause nehmen kann man diese Werke verständlicherweise aber erst nach dem Ende der Werkschau am 30. April.

Geöffnet ist die Werkschau „Gesichter der Natur“ in der Pillnitzer Galerie Alte Wache täglich (auch an Sonn- und Feiertagen) im März von 10.00 bis 17.00 Uhr und im April von 9.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Nach der Pillnitzer Schau wird Angela Straßbergers Blumenkunst vom 7. Mai bis einschließlich 11. Juni im Kloster Sankt Marienstern und vom 20. Mai bis 20. August auf Schloss Lauenstein zu sehen sein. Außerdem öffnet die Künstlerin am 4. und 5. Juni ihr Rabenauer Atelier für Besucher im Rahmen von „KUNST:offen in Sachsen“.

Alle Bücher und Jahreskalender sind auf der Webseite http://www.gesichter-der-natur.de zu sehen und können per direkte Mailanfrage an angela.strassberger@gmx.de bezogen werden.

Text + Fotos: Medienkontor Dresden

 

 

 

Reich beschenkt: Ausstellung mit Werken von vier Künstlern in der Stadtgalerie Radebeul

“Wir haben einen Schatz mit der Kunstsammlung Radebeul“

Die Ausstellung „Neueste Schenkungen“ zeigt Werke aus Nachlässen von vier Künstlern in der Stadtgalerie Radebeul.

Ein Bildnis zeigt eine Frau in geblümtem Kleid mit feschem Hut. Das Ölbild von Marion Wilhelm, der Frau des Malers entstand um 1930. Neben ihr hängt ein Selbstporträt von Paul Wilhelm mit Hut und Pinsel, um 1950. Er gehört zu den bekanntesten Künstlern der Lößnitzmalerei neben Karl Kröner und Theodor Rosenhauer.
Es sind zwei herausragende Werke in der Ausstellung „Neueste Schenkungen“ für die Städtische Kunstsammlung Radebeul, die derzeit in der Stadtgalerie in Altkötzschenbroda 21 zu sehen sind. Diese vereint außerdem Malerei, Grafiken, Objekte und Dokumente wie  Fotos und Skizzenbücher von Dieter Beirich, Horst Hille und Dieter Melde. Der Maler und Grafiker Dieter Beirich weiß sein reichhaltiges Werk noch zu Lebzeiten gut aufbewahrt in der Städtischen Kunstsammlung Radebeul und erlebte die Ausstellungseröffnung mit, auch wenn das Gehen schon schwer fällt. Die anderen Arbeiten stammen aus den künstlerischen Nachlässen und widerspiegeln lebhaft und kontrastreich das vielseitige Schaffen dieser Künstler. Die Natur und Erlebnisse des Moments hält Dieter Beirich in seinen atmosphärisch dichten, auf und ab schwingenden, abstrakten Farblandschaften fest.

Licht und Farben des Südens durchziehen die meist kleinformatigen Bilder und Materialcollagen von Dieter Melde, der gern auf Kreta weilte, in denen er figürlich-zeichenhafte und florale Formen faszinierend verwebt auf hellem und dunklem Hintergrund. Von Horst Hille sind neben seinen bekannten, verschmitzt-sinnenfrohen Miniatur-Grafiken wie „Paradiesgärtlein“ drei Arbeiten aus der Wendezeit von 1989 bis 1992 zu sehen. Mit feinem Humor nimmt er das Groteske des ausklingenden DDR-Alltags zwischen wehenden Fahnen und Konsumseligkeit aufs Korn. Für die Schenkung der Kunstwerke an die Städtische Kunstsammlung dankte Bürgermeister Winfried Lehmann den Hinterbliebenen sowie dem Förderkreis der Stadtgalerie Radebeul. Dieser ermöglichte mit einem Zuschuss von 1 500 Euro den Erwerb des Porträts, das Marion Wilhelm darstellt, aus seinem Fond, der damit allerdings auch aufgebraucht ist. Der Förderkreis der Stadtgalerie mit derzeit 12 Mitgliedern hofft daher auf weitere Unterstützer.

Den künstlerischen Nachlass von Horst Hille betreut seine Lebensgefährtin Ute Gebauer und um das hinterlassene Werk von Dieter Melde kümmert sich nun seine Tochter Mara Woldt. „Mir ist es wichtig, dass seine Arbeiten in öffentlichem Besitz und allen zugänglich sind“, sagte sie. Das sei auch im Sinne ihres Vaters. Mara Woldt ist noch mit dem Sichten und Erfassen der Bilderfülle, darunter auch viele Zeichnungen und Aquarelle, beschäftigt. In der Stadtgalerie Radebeul wird erstmals ein kleiner Schaffensausschnitt aus dem Werk von Dieter Melde vorgestellt. Er lebte eine Zeitlang in Radebeul-Zitzschewig sehr naturverbunden und war nach seinem Studium der Theatermalerei und Plastik an der Kunsthochschule seit 1990 dann freischaffend als Künstler in Dresden tätig.

„In seinem und anderen Nachlässen gibt es noch viel zu entdecken. Mit der Städtischen Kunstsammlung besitzt Radebeul einen Schatz, den es zu pflegen und vermehren gilt“, sagte Stadtgaleristin Karin Baum zur Ausstellungseröffnung. Dort werden bereits Werke von über 150 Künstlern aus der Lößnitzstadt sorgsam aufbewahrt. Außerdem steht dieses Jahr gleich ein dreifaches Jubiläum bevor: „Wir feiern 35 Jahre Stadtgalerie Radebeul, davon 20 Jahre am neuen Standort in Altkötzschenbroda und und das 25jährige Bestehen der Kunstsammlung Radebeul mit einer großen Ausstellung im September“, so Karin Baum.

Die Ausstellung mit den neuesten Schenkungen ist noch bis 12. März zu sehen, an diesem Tag findet auch eine Sonderführung um 16 Uhr statt.

Öffnungszeiten: Di., Mi., Do., So. von 14 – 18 Uhr.

Text + Fotos (lv)

Titelbild: Bildnis Marion Wilhelm, der Frau des Malers, um 1930 und Selbstbildnis mit Hut von Paul Wilhelm, um 1950.

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Tausche Brezel gegen Croissant – Sprach- und Bildungsreisen für junge Leute vermittelt der Dresdner Verein „Europa-Direkt“

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Der Franzose Andy Guagnini ist ein Jahr lang in Dresden bei „Europa-Direkt“ e.V. – Institut für interkulturelle und europäische Studien angestellt.

„Tausche doch mal die Brezel gegen das Croissant“, steht auf einem Plakat an der Bürotür. Denn ein Tausch des Gewohnten bringt nicht nur neue Geschmackserlebnisse, sondern vielleicht auch neue Ideen. Andy Guagnini ist aus Marseille nach Dresden gekommen, um ein Jahr im Programm ‚Arbeit beim Partner‘ des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW) erste Arbeitserfahrungen in Deutschland zu sammeln.

Er interessiert sich für interkulturelle Begegnungen, Reisen und Sprachen und möchte dadurch mehr über Land und Leute erfahren und sich beruflich weiterbilden. Das Deutsch-Französische Jugendwerk, das seit mehr als 50 Jahren den Jugendaustausch beider Länder unterstützt, fördert auch einige Projekte des Europa-Direkt e. V. Er habe eine Leidenschaft für deutsche Kultur und Sprache, erzählt der junge Mann. Dresden sei eine schöne Stadt, in der es viel zu entdecken gebe.
Die Sache mit Pegida sieht er gelassen. “Das gibt es nicht nur in Dresden, es ist zurzeit europa- vielleicht sogar weltweit ein Phänomen.“ Andy Guagnini wollte die osteuropäische Kultur kennen lernen und dafür ist Dresden mit der Nähe zu Prag, Breslau und anderen Orten ein idealer Ausgangspunkt, und er wollte auch Erfahrungen im Ausland für sein weiteres berufliches Leben sammeln. In der Schule lernte er seit seinem 13. Lebensjahr Deutsch als zweite Fremdsprache.

Er hat in Frankreich Geschichte, Kulturwissenschaften und Romanistik studiert und ein Masterstudium in Politikwissenschaft mit Schwerpunkt ‚Europäische Union‘ abgeschlossen. Sein Pflicht-Studienpraktikum absolvierte er bei der Französischen Botschaft in Berlin. Nun arbeitet Andy Guagnini für ein Jahr in Dresden. Das Team bei Europa-Direkt e. V.  besteht im Moment aus fünf Personen – Deutsche, Franzosen und Polen. Andy kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit, die Kommunikation sowie die Werbung für die vielfältigen Projekte.

Spaß beim Lernen und interkulturellen Begegnungen

Dazu gehören Sprachtandem-Kurse in Deutsch und Französisch für Jugendliche und Erwachsene. Sie richten sich an junge Deutsche, die ihre Sprachkenntnisse erweitern möchten und im Tandem mit Franzosen gemeinsam lernen. Dabei ist jeder Teilnehmende Lernender und Lehrender gleichermaßen. „Diese Methode ist authentisch und bringt viel Spaß beim Lernen.“ so Andy Guagnini. Projekte für Auszubildende aus unterschiedlichen Berufen und Ländern, immer in Kooperation mit Berufsausbildungseinrichtungen, stehen genauso auf dem Programm wie Ausbildungen für Jugendleiter. Sie kommen in den erwähnten Projekten der Jugendbildung zum Einsatz kommen,  führen Gruppen, moderieren und übersetzen zwischen den einzelnen Sprachen.

Schwerpunkt der Arbeit des Europa-Direkt e. V. ist neben den Begegnungen mit Teilnehmenden aus Frankreich und Deutschland auch Mittel- und Osteuropa, vor allem Polen, Litauen, Serbien und die Ukraine sowie Bosnien-Herzegowina.

Andy Guagnini fuhr im Oktober 2016 für fünf Tage mit einer Gruppe von Deutschen und Franzosen nach Serbien, in einen kleinen Ort in der Nähe von Novi Sad zum Austausch über dortige soziale Jugendprojekte. Er war auch schon in Polen und der Ukraine zu Workshops im Rahmen der interkulturellen Jugendleiterausbildung unterwegs. „Den Wortschatz, den man während der Begegnung erweitert, kann man auch gleich anwenden“ erzählt Andy Guagnini. Die Themen reichen dabei oft von Musik über Geschichte oder Sport bis hin zum gemeinsam Kochen und somit bis zur Küche und der Kultur des Partnerlandes.

Praktikas in sächsischen Unternehmen

Außerdem vermittelt Europa-Direkt e. V.  Praktikumsplätze in sächsischen Unternehmen an französische oder polnische Auszubildende oder Absolventen verschiedenster Berufsrichtungen im Rahmen des „Erasmus+“-Programmes der EU. „Wir haben im Moment ca. vierzig Praktikanten aus Frankreich, zwanzig aus Polen kommen demnächst noch für vier Wochen dazu. Wir begleiten sie in den ersten Tagen, organisieren Unterkünfte und interkulturelle sowie sprachliche Einführungswochen, schlagen auch gemeinsame Ausflüge zu kulturellen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung vor und helfen so, sich in Dresden einzugewöhnen“, so Guagnini.

Die Praktikas dauern zwischen vier Wochen und sechs Monaten und einige Praktikanten haben sich so in die Stadt verliebt, dass sie blieben. „Dabei haben wir nicht nur die jungen Franzosen glücklich gemacht sondern auch die Unternehmen, die genau dieses Personal gesucht haben“ sagt Andy.

Sprachensommer für junge Deutsche und Franzosen

Mittlerweile schon Tradition bei Europa-Direkt ist der bereits seit Ende der neunziger Jahre veranstaltete „Sprachensommer“ des Vereins „Europa-Direkt“ im Juli und August eines jeden Jahres, der auch vom DFJW gefördert wird. Die vier Tandemkurse für junge Deutsche und Franzosen bestimmter Altersgruppen finden für jeweils eine Woche in Deutschland und Frankreich statt. Die Zwischenreise ist organisiert und wird gemeinsam erlebt.

Jugendliche beider Länder zwischen 13 und 17 Jahren können daran teilnehmen. Ziel ist es nicht nur, die Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern gemeinsam eine erlebnisreiche Ferienzeit zu verbringen und durch viele Aktivitäten den Anderen besser kennenzulernen und neue Bekanntschaften und Freunde zu gewinnen. Los geht es am 21. Juli in Berlin und nach der gemeinsamen Reise wird der zweite Teil dann in der nordfranzösischen Hafenstadt Malo-Les-Bains fortgesetzt. Vom 30.7. bis 6.8. dann nach La Rouchette bei Paris und Berlin. Andere Kurse finden im August in Bourget-du-Lac bei Chambery in den französischen Alpen und in Berlin oder bei Paris und in Berlin statt.
Rechtzeitig anmelden empfiehlt sich, da die Teilnehmerzahl auf jeweils zehn deutsche und französische Plätze begrenzt ist und ein Kurs bereits vollständig gebucht wurde.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos unter http://www.sprachensommer.eu