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meinwortgarten.com

~ Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz

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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Winterfreuden in Dresden – Ausstellungen in den Museen der Stadt

05 Montag Dez 2016

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Kulturkalender

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Foto: Grußkarte aus Leubnitz-Neuostra, 1910, Stadtmuseum Dresden
Stadtmuseum Dresden
Wilsdruffer Str. 2 (Eingang Landhausstraße), 01067 Dresden
Telefon: 0351/ 48873-01, Fax 0351/ 48873-03
Internet:
www.stadtmuseum-dresden.de | www.museen-dresden.de
E-Mail: sekretariat@museen-dresden.de
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr, Fr 10 – 19 Uhr
Eintritt: 5,00 Euro / ermäßigt 4,00 Euro (freitags ab 12 Uhr Eintritt frei, außer feiertags)


bis 8.1.2017
Breslau gestern – Wrocław heute: Kulturhauptstadt Europas 2016
Dresdens polnische Partnerstadt an der Oder kann auf eine wechselvolle Vergangenheit unter verschiedenen Landesherren zurückblicken. Fotos des alten Breslaus zeugen von der einstigen Schönheit genauso wie die aktuellen Ansichten des wiederaufgebauten Wrocławs eine lebendige pulsierende Stadt zeigen. Außerdem stellen wir interessante Menschen von gestern und heute vor, die aus der Odermetropole stammen: Frauen und Männer, die auf sich aufmerksam gemacht haben.
26.11.2016 bis 5.3.2017
Winterfreuden in Dresden
Weihnachten im Landhaus
In der Weihnachtsausstellung blickt das Stadtmuseum zurück auf das beginnende 20. Jahrhundert. Wie vergnügten sich die Dresdner damals während der Wintermonate? Historische Wintermode und Wintersportgeräte von der Käsehitsche
bis zum Holzski erzählen, wie man sich einst bei Schlittschuh-, Ski- und Schlittenfahrt erfreute. Ansichten von Dresdner Tanzhäusern und elegante Abendgarderobe der Zeit lassen den Glanz der winterlichen Ballsaison erahnen, in der man
sich in festlich geschmückten Sälen amüsierte.
Eröffnung: Fr 25.11.2016, 19 Uhr
Pressetermin: Do 24.11.2016, 11 Uhr ____________________________________________________________________________
 
Städtische Galerie Dresden – Kunstsammlung
Wilsdruffer Str. 2 (Eingang Landhausstraße), 01067 Dresden
Telefon: 0351/ 48873-01, Fax 0351/ 48873-03
Internet:
www.galerie-dresden.de | www.-museen-dresden.de
E-Mail: sekretariat@museen-dresden.de
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr, Fr 10 – 19 Uhr
Eintritt: 5,00 Euro / ermäßigt 4,00 Euro (freitags ab 12 Uhr Eintritt frei, außer feiertags)
bis 8.1.2017
Hubertus Giebe. Schein & Chock
Hubertus Giebe (geb. 1953) gehört zu den wichtigen künstlerischen Stimmen aus Dresden. Im Zentrum seines Œuvres stehen großformatige, expressiv inszenierte Geschichtsbilder. Neben dieser Werkgruppe hat er sich durchgängig auch mit den Themen Landschaft, Porträt, Stillleben und dem weiblichen Akt auseinander gesetzt. Weniger bekannt sind seine plastischen Arbeiten. Für sein Kunstschaffen bildet Hubertus Giebes breites Wissen um die Kunstgeschichte den Referenzrahmen. Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über das malerische und plastische Werk des Künstlers bis in die Gegenwart.
Begleitend dazu erscheint ein umfangreicher Katalog im Sandstein Verlag.bis 8.1.2017, Projektraum Neue Galerie
Jan Brokof. Hans Staden TV
In seiner neu für die Städtische Galerie zusammengestellten Installation „Hans Staden TV“ vereint Jan Brokof (geb. 1977 in Schwedt/Oder) das Medium Video mit skulpturalen Objekten und grafischen Werken wie Fotografien, Zeichnungen und Collagen.
Inhaltlich beschäftigt den Künstler die Verbindung zwischen den Brasilien-Abenteuern des deutschen Landknechts Hans Staden (1525-1579), die dieser 1557 zu einem Roman verarbeitete, und seinen persönlichen Erfahrungen in São Paulo. Mit „Hans Staden TV“ werden Stereotypen aus der Kolonialzeit vorgestellt und deren Weiterleben aufgedeckt.

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Technische Sammlungen Dresden
Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden
Tel.: 0351/ 48872-01, Fax: 0351/48872-03
Internet: www.tsd.de | www.museen-dresden.de
E-Mail: sekretariat-tsd@museen-dresden.de
Öffnungszeiten: Di – Fr 9 – 17 Uhr, Sa + So 10 – 18 Uhr
Eintritt: 5,00 Euro/ ermäßigt 4,00 Euro (freitags ab 12 Uhr Eintritt frei, außer feiertags)

bis 1.1.2017
Die beste der möglichen Welten. Was uns und die Welt verbindet
Die Ausstellung zeigt verschiedene Perspektiven sowohl der Forschung als auch der zeitgenössischen Kunst darauf, wie sich die Welt im Miteinander organisiert. Es geht um Schwarmintelligenz, um Entropie und Kommunikation, aber auch um Möglichkeitswelten und mögliche Zukünfte.
Warum gibt es alles und nicht nichts? Diese Frage bewegte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716) bereits vor über 300 Jahren. Die Aktualität des Universalgelehrten und Erfinders des Binärcodes 0 und 1 wird in der Ausstellung auf verschiedene Weise erfahrbar. Zudem werden die fünf nominierten Werke für den Kunst-und Wissenschaftspreis des Dresdner Zentrums der Wissenschaft und Kunst/ DZWK e. V. präsentiert.
Sonderausstellung im Leibnizjahr 2016 in Kooperation mit dem Dresdner Zentrum für Wissenschaft und Kunst

bis 8.1.2017
Maschinen, Menschen, Sensationen.
50 Jahre Technische Sammlungen Dresden

Heute sind die Technische Sammlungen das große Technik- und Wissenschaftsmuseum im Ernemann-Bau: Museum und Science Center unter dem Dach eines beeindruckenden Industriedenkmals. Doch die Geschichte beginnt 1966 auf bescheidenen 300 m² in der Dresdner Neustadt. Mit dem Auftrag gegründet, das damals brandaktuelle Thema Elektronik zu popularisieren, präsentierte das Museum in den Folgejahren ein immer breiter werdendes Spektrum der Informations- und Medientechnik sowie Fotografie und Kinematografie. Es wechselte mehrfach seinen Namen und zog mehrfach um. Ausgewählte Objekte der Museumssammlung erzählen die Geschichte des Hauses, seiner Besucher und der Museumsleute.
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Kraszewski-Museum
Nordstraße 28, 01099 Dresden
Tel. 0351/8044450, Fax 0351/5633476
Internet: www.museen-dresden.de
E-Mail: joanna.magacz@museen-dresden.de  

Öffnungszeiten: Mi – So von 13 bis 18 Uhr
Eintritt: 4,00 Euro / ermäßigt 3,00 Euro (freitags ab 13 Uhr Eintritt frei, außer feiertags)

bis 29.1.2017
Auf der Suche nach neuer Identität.
Wrocław in der Nachkriegszeit
fotografiert von Stefan Arczyński
Die Ausstellung dokumentiert das aus den Ruinen entstehende Breslau – eine Stadt auf der Suche nach einer neuen Identität. Im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt zeigt das Kraszewski-Museum eine Ausstellung über das Werk des Fotografen Stefan Arczyński anlässlich seines 100. Geburtstages. Stefan Arczyński war der populärste Fotograf und Chronist der Stadt Breslau. Er wurde 1916 in Essen geboren und zog in den 1950er Jahren nach Wrocław. Dort leitete er ein Fotostudio. Er wurde Mitglied des Verbandes Breslauer Kunstfotografen und später Mitglied des Verbandes Polnischer Kunstfotografen. In dieser Zeit dokumentierte er den Wiederaufbau Breslaus.

Termin-Übersicht: 
Caroline Keil (ehemals Schütze)
Öffentlichkeitsarbeit | Marketing | PR | Marketing
Museen der Stadt Dresden | Dresden Municipal Museums

Telefon +49 351 488-7361 | Fax +49 351 488-7303
Wilsdruffer Straße 2 | 01067 Dresden
www.museen-dresden.de | www.facebook.com/MuseenDresden

Breslau gestern – Wrocław heute: Kulturhauptstadt Europas 2016 | bis 8.1.2017 | Stadtmuseum Dresden
Hubertus Giebe. Schein & Chock | 15.10. bis 8.1.2017 | Städtische Galerie Dresden
Die beste der möglichen Welten. Was uns und die Welt verbindet | bis 1.1. 2017 | Technische Sammlungen Dresden

Für die Richtigkeit der Angaben und evt. Änderungen der Veranstalter übernimmt die Redaktion meinwortgarten keine Garantie.

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Schräger Weihnachtsspaß: Der Nanny an der Comödie Dresden

05 Montag Dez 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Komischer Kauz rettet den Weihnachtsfrieden

Weihnachten steht vor der Tür. Doch der Bauunternehmer Clemens ist voll beschäftigt. Er plant eine Luxuswohnsiedlung und muss nur noch einige hartnäckige Mieter aus dem Hafenkiez vertreiben. Doch die wehren sich.
Einer von ihnen, Rolf, schwört Rache und heuert undercover als männliche Nanny in Clemens` Haushalt an. Das sorgt für allerlei Turbulenzen, Zoff und Überraschungen in der Familienkomödie „Der Nanny“, die nach dem gleichnamigen Kino-Erfolg von Matthias Schweighöfer im letzten Jahr nun auf die Bühne kam. Die Premiere war am Freitagabend in der Comödie Dresden.

Auf der Bühne prallen zwei Welten, eine Skyline aus klotzigen Hochhäusern und am Rande eine urige, ebenfalls vom Abriss bedrohte Fischerkneipe aufeinander. Da geht es abwechselnd rau, hart und herzlich zu. Dabei dominieren schnelle, derb comedyhafte Späße, garniert mit poppigen Weihnachtsliedern und bleibt wenig Raum für leise, besinnliche Töne in dieser recht platten Sozialromanze mit Happy End (Bühnenfassung und Regie: Christian Kühn). So cool und lässig der unablässig telefonierende Bauunternehmer Clemens aus dem Aufzug auftaucht und verschwindet (Andreas Elsholz), so aufsässig sind seine Kinder Winnie (Sabrina Sauer) und Theo (Fritz Becker), die bisher jede Nanny in die Flucht schlugen.

Auch die so dickfellige wie gutmütige Ilona mit Ruhrpott-Dialekt (köstlich Mackie Heilmann in vier Rollen, u.a. als eiskalte Investorin im Domina-Stil und abgehoben hilflose Therapeutin) verzweifelt fast an ihnen. Immer neue, albtraumhafte Streiche spielen ihr die äußerlich adretten, aber rotzfrechen und hinterhältigen, allein gelassenen Gören in dem sachlich-kühl ausgestatteten Appartement. Dann landet der schrullig-verrückte Rolf (Carsten Strauch), der Mann, der sich am Kühlschrank anketten ließ aus Protest gegen den Abriss seiner Wohnung, als Nanny in der Familie des Bauunternehmers. Er erträgt tapfer alle Streiche für seine hehre Mission und die widerspenstigen Kinder schließen den komischen Kauz nach und nach in ihr Herz, da er Zeit für sie hat, mit Theo technische Wunderdinge bastelt und Winnies Schulprobleme und Liebeskummer anhört.

Die Fischerkneipe mit der forschen Besitzerin Steffi (Meike von Bremen) dient als Beratungs- und Zufluchtsort. Wo alle gemeinsam mit einer Familientherapeutin Origami-Sterne zum Wutabbau falten und wo sich die Kinder mit Rolf verbarrikadieren und einsetzen für den angeblichen „Geiselnehmer“. Zuletzt sitzen alle in trauter und harmonischer Runde doch noch als Familie am Weihnachtstisch. Viel Applaus gab es zur Premiere für diese reichlich schräge Weihnachtskomödie.

Nächste Vorstellungen: 13., 14., 15., 16.12., 19.30 Uhr, 17.12., 15 + 19.30 Uhr und 18.12., 15 Uhr

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Erotischer Advent in der Galerie Kunst & Eros Dresden

03 Samstag Dez 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Musik, Poesie

≈ Ein Kommentar

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Janett Noack vor einem ihrer sinnlichen Porzellanwandbilder in ihrer Galerie Kunst & Eros

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Liebevoll bemaltes Porzellan von Janett Noack und Grafiken von Anita Voigt

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Heiter-sinnenfrohe Holzschnitte von Michael Hofmann

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Außerdem sind zarte Akt-Grafiken und ein beschwingter weiblicher Engel (Titelbild) des aus Kolumbien stammenden und jetzt in Dresden lebenden Malers Juan Miguel Restrepo zu sehen.

“Kunst muss immer prickeln“

Verführerische Kunstwerke zu Weihnachten, dem Fest der Liebe von Porzellanmalerin und Galeristin Janett Noack und vielen weiteren Künstlern zeigt zurzeit eine Gruppenausstellung in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

Frivol, frech und fantasievoll tummeln sie sich voll himmlischer Lust auf Sternen, Glocken, Kerzenleuchtern und Kettenanhängern aus Porzellan: reizende Damen, Liebespaare und Insekten-Paarungen wie Käfer, Libellen, Schmetterlinge und Schnecken, prangen Herzen und Phallusse.

Mit viel Liebe, Humor und Sinnenfreude und mal apart schwarz-goldenen, filigranen und farbenfreudigen Dekoren mit Szenen aus dem Kamasutra, bemalt die Porzellanmalerin Janett Noack das edle Material. Verführerische Kunstwerke von ihr und rund 20 anderen Künstlern zur Einstimmung auf Weihnachten, das „Fest der Liebe“ versammelt derzeit die Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ in der sachsenweit einzigartigen Galerie Kunst & Eros in der Kunsthandwerkerpassage auf der Hauptstraße 15 (zu sehen bis 28.12.).

Seit 2009 hat Janett Noack dort ihr Atelier mit Galerie, wo sie in der Adventszeit außerdem zu Konzerten und Lesungen einlädt. Zu sehen sind neue grafische Arbeiten, darunter Frauenakte in warmen Farben von Anita Voigt, heiter-stimmungsvolle Paar-Szenen von Michael Hofmann sowie zarte Aktzeichnungen und ein sinnlich-weiblicher Engel mit weiten Schwingen von dem aus Kolumbien stammenden, nun in Dresden lebenden Maler Juan Miguel Restrepo. Eine neue Serie mit schwarz-weiß bemalten Porzellanplatten, auf denen mondhelle Wassernixen schwerelos im dunklen Wellenspiel treiben, zeigt Janett Noack. Einige kleine Porzellanwandbilder sind schon verkauft.

„In allen Arbeiten in der Galerie geht es um die künstlerische Wahrnehmung zum Thema Erotik, die in der Kunst schon immer präsent ist. Die Kunst muss prickeln, der Blick, die Gestik und Mimik… Wir können über viele Reize verführt werden“, sagt Galeristin Janett Noack.
Am 2. Adventswochenende, am 3. und 4. Dezember von 13 bis 18 Uhr, lädt die Galerie Kunst & Eros neben dem Kunstbesuch zu besinnlichem Verweilen und Genießen am Feuer in der Passage bei Glühwein und Gebäck ein.

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Musikalische Lesung mit Gedichten von Eva Strittmatter

Außerdem gibt es eine Lesung am 9.12., um 19.30 Uhr mit Chansons am Klavier und Gedichten von Eva Strittmatter unter dem Titel „Der Schöne hat mir sein Bild gesandt…“, aus dem Spätwerk der bekannten DDR-Dichterin rezitiert und gesungen von Uta Hauthal und begleitet von Musiker Derek Henderson. Karten vorbestellen wird empfohlen aufgrund der begrenzten Platzzahl.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet hat die Galerie Kunst & Eros (Tel.: 0351 – 8024 785):
Mi – Sa von 11 – 15 Uhr

http://www.kunstunderos.de

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Hetären und andere Weibereien – eine Kunstkeller-Revue zum Jubiläum

03 Samstag Dez 2016

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Musik, Theater

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Mit viel Witz, Herz und Humor überraschten mit ihrem Programm „Hetären und andere Weibereien“ – eine Kunstkeller-Revue zum 20-jährigen Jubiläum die drei Musen Kristin Rudloff, Fräulein B.Engel und Solvig Frey, schwungvoll begleitet von Christian Mögel am Piano, den Galeristen Volkmar Fritzsche und seine Gäste. Die Aufführung auf der Minibühne der „Galerie Kunstkeller aktfotoART Dresden“ war sein Geschenk für die vielen gemeinsamen fotokünstlerischen Projekte und Ausstellungen mit seinen Modellen, Männern und Frauen zwischen 18 und 80 Jahren.

Die drei Darstellerinnen erzählten, sangen und spielten solo und gemeinsam und begeisterten ihr Publikum mit geballter weiblicher Power in den Szenen – von Schauspiel über Schattentheater bis Burlesque – und bekannten Chansons von Hollaender bis Knef über die Lust und Tücken der Liebe. Sie ließen keinen Zweifel: „Eine Frau wird erst schön durch die Liebe…“, so ein Liedtitel. Und zeigten sich abwechselnd verliebt, verführerisch, verletzlich, verlassen, teilnahmsvoll mitfühlend und abgeklärt. Sind mal gestresste Karrierefrau mit heimlicher Sehnsucht, mal männerverschlingende Hetäre, käufliche Liebesdame, Expertin in Verführungskunst, mal flippige Partygirls, Vamp und Frau, die sich nach dem Einen zum Ablegen und Ankommen im Meer der Gefühle sehnt. Ein liebevoll-einfallsreiches, vergnügliches Programm, das man gern wiedersieht auf weiteren Spielstätten dieser Stadt oder anderswo.

Die derzeitige „Best oft“-Ausstellung mit Aktfotografie aller Modelle von Volkmar Fritzsche ist noch bis zum 23. Februar 2017 zu sehen im Kunstkeller auf der Radeberger Straße 15.

http://www.kunstkeller-dresden.de

Text + Fotos (lv)

Veranstaltungs-Tipp
„… aus dem Bauch heraus“ – Improvisationen im Schwarzlicht

Die Mini-Bühne im Kunstkeller lädt zum letzten Programm 2016 ein.

Die Tänzerin Una Shamaa (Sao Paulo) lässt sich bei ihren sinnlichen tänzerischen Improvisationen intuitiv vom Charakter vorher nicht festgelegter Musik inspirieren.
Das Publikum beeinflusst die Auswahl von Musiktiteln und die Stimmung des Abends.

Zu erleben am 9. Dezember, um 20.30 Uhr im Kunstkeller.
Einlass ab 20 Uhr. Platzreservierung wird empfohlen.

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Solvig Frey

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Geballte weibliche Power…                       Fräulein B.Engel

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Die drei Musen und Musiker Christian Mögel gratulierten mit ihrer witzig-    gefühlreichen Revue zum Kunstkeller-Jubiläum von Volkmar Fritzsche.

 

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BilderAlbum: Erster Advent bezaubernd anders in der Alten Fabrik in der Neustadt

28 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Genießen, Lebensart, Unterwegs

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Eine Oase zum Träumen und Innehalten vom Alltagstrubel: Am ersten Advent öffnete wieder der so originelle wie urig-zauberhafte kleine Weihnachtsmarkt
im Hof der Alten Fabrik (ehemals Blaue Fabrik) auf der Prießnitzstraße in der Äußeren Neustadt. Hier gibt es viel zu entdecken an kreativen, selbst gestalteten Dingen zur eigenen Freude und für den Gabentisch, außerdem Stände mit Leckereien. Unter einem Baum dreht sich ein Karussell, wo Kinder auf  fliegenden Schwänen und Segelschiffen ins Land der Fantasie reisen können. Zudem erzählt der Märchenerzähler Frank-Ole Haake fantastische Geschichten für kleine und große Besucher. Für vergnüglich heitere Stimmung mit Melodien aus aller Welt sorgen verschiedene Musiker. Hier kommt man zusammen, um mit anderen eine schöne Zeit zu verbringen und genießen und den Zauber der Weihnacht zu erleben.
Es geht freundlich, locker und gelassen zu. Man fühlt sich wie in einer großen Familie, obwohl man die anderen gar nicht kennt, wärmt sich am Feuer und zieht heiter gestimmt weiter. Ein wunderbar entspannender Weihnachtsmarktbummel.

Text und Fotos (lv)

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BilderAlbum: Unterwegs in Dresden – Zeit des Lichts

28 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Unterwegs

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Die Novembersonne strahlt so hell wie selten und taucht die Stadt, dunkle Fassaden und ausgegrabene Altstadtreste am Neumarkt in ein zauberhaftes Licht. Licht und Schatten berühren sich. Der Musenengel auf dem Dach der Kunsthochschule schwebt vor blau weitem Himmel, die Weihnachtsbuden und der Lichterbaum auf dem Striezelmarkt wirken surreal, weit weg. Wären nicht die dunklen Schattenrisse der Bäume und noch buntes Herbstlaub, könnte man meinen es wird nicht Winter sondern Frühling. Doch die vielen Marktbuden und das lebhafte Getümmel zwischen Altmarkt, Schloss, Stallhof und Goldenem Reiter auf der anderen Elbseite demonstriert hartnäckig: Es wird Weihnachten! Komme was da wolle.

Text + Fotos (lv)

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Scham. 100 Gründe rot zu werden – Neue Sonderausstellung im Hygiene-Museum Dresden

27 Sonntag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Zwischenmenschliches

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Von der „Schamkapsel“ zum „Vagina-Kajak“

Die Ausstellung zeigt alles andere als verschämt voller Reize und Reibungsflächen die Ursprünge, Gründe und den Umgang mit Scham in verschiedenen Zeiten, Religionen und Kulturen von der Antike bis zur Gegenwart.

Gründe für Scham gibt es so viele wie es Menschen gibt. Wir erröten aus Verlegenheit, weil wir angeblickt werden, uns beobachtet, durchleuchtet oder ertappt fühlen. Weil uns etwas unangenehm berührt, Tabus brechen, Hemmschwellen fallen, wir ganz nach Lust und Laune leben, vergessen wo wir sind, Grenzen überschreiten, uns blamieren oder ungeniert zum Affen machen.

Davon erzählt die vielschichtige und einfallsreich inszenierte Ausstellung – kuratiert von Daniel Tyradelis – mit hohem Wissens- und Unterhaltungswert. Zu sehen und bestaunen ist eine Fülle an besonderen, historischen und wissenschaftlichen Exponaten und Kunstwerken von Malerei, Plastik , Karikaturen und Videokunst bis zu amüsanten interaktiven Angeboten. Der Rundgang ist zugleich ein Spiel mit dem Beobachten und Beobachtet-Werden der Besucher, so sehen mittels Eye-Tracking-Technik die Umstehenden etwa, welches Körperteil der eigene Blick in einer erotischen Darstellung gerade fixiert oder eine Waage misst unbemerkt das eigene Körpergewicht und projiziert dieses in den Raum. Wann und wie Scham auftritt, warum sie auch ihr Gutes hat, warum uns etwas peinlich ist und ob wir tatsächlich in schamlosen Zeiten leben, wird anschaulich beleuchtet und der Betrachter mit einbezogen, um das seit Adam und Eva und ihrer nackten Selbsterkenntnis vorhandene älteste menschliche Gefühl näher zu ergründen.

Außerdem kann man bei einem Selbsttest mit Fragebogen den jeweiligen Schamgrad ankreuzen, der einen bei den 100 Gründen sich zu schämen und dazugehörigen Exponaten befällt. Das fällt gar nicht so leicht angesichts all der reizvoll-aufregend schönen bis nachdenklich stimmenden Dinge, Bilder und Geräusche in Schaukästen, Spiegeln, Gucklöchern und hinter Stellwänden und der witzig-ironischen Blicke hinter die Maske der allgegenwärtigen Schamlosigkeit in der Show- und Politikwelt bis zur Frage nach der Notwendigkeit einer neuen, interkulturellen Schamkultur in den sozialen Medien in der globalisierten Welt des Internet.

Die Ausstellung ist bis 5. Juni 2017 zu sehen. Ergänzend dazu erschien ein Begleitbuch (Wallstein Verlag, 2016, 224 Seiten, 19,90 Euro) mit interessanten literarischen Miniaturen und Essays zu Scham u.a. von Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Primo Levi und Terézia Mora. Außerdem gibt es öffentliche Führungen „… und wofür schämen Sie sich?“ immer sonntags, 16 Uhr, Vorträge, Gespräche, Filme und Lesungen und Angebote für Schulen zur Ausstellung.

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Veranstaltungsort: Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
Tel.: (0351) 4846 – 400

Geöffnet: Di – So und Feiertage von 10 bis 18 Uhr.
24./25.12.2016 und Neujahr geschlossen

http://www.dhmd.de

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Museumsdirektor Klaus Vogel und Kurator Daniel Tyradellis aus Berlin beim Presserundgang durch die Ausstellung am vergangenen Freitag.

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Die Künstlerin Valie Export als „Objekt der Begierde“

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„Penishüllen“

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Reste einer christlichen Venusfigur, verhüllt bis zum Bauchnabel.

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Hose von Karl Marx

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„Vagina-Kajak“

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Affen-Theater: Wer macht hier wen nach… Die anderen sehen zuerst den posierenden Menschen, dann die ihn spiegelnde Figur.

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Hier kann man unnötige Schamgefühle loswerden.
Rechtes Bild: „Schamkrabbe“. Sie hat Grund sich zu verstecken, denn sie ist eine beliebte Delikatesse in südlichen Ländern.

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Alte und neue SprachKlänge: Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017

24 Donnerstag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Literatur

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Leichtfüßige, witzige und tiefsinnige Streifzüge
durch die baltische Kultur

Das Lithuanian Culture Institute hat heute in der Botschaft der Republik Litauen in Berlin Höhepunkte des Programms „Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017“ (vom 23. bis 26. März 2017)  vorgestellt. Zu entdecken sind 26 deutschsprachige Neuerscheinungen: Lyrikbände, Romane, Essaysammlungen, Sach- und Kinderbücher.

Im Mittelpunkt steht die Vielfalt der klassischen und zeitgenössischen litauischen Literatur. Darüber hinaus ist ein breites kulturelles Rahmenprogramm geplant, wobei ein spezieller Akzent auf der polyglotten Tradition der Stadt Vilnius sowie den Beziehungen Litauens zu seinen polnischen, russischen und deutschen Nachbarn liegt. Zudem stehen die litauisch-deutschen Gemeinsamkeiten im Blick: Thomas Mann, Johannes Bobrowski und das kulturhistorische Erbe Ostpreußens. Überdies zeigen junge litauische Kreative (Buchkünstler, Musiker, Fotografen, bildende Künstler) ihre neuen Arbeiten.

Deividas Matulionis, Botschafter der Republik Litauen eröffnete die Programmvorstellung mit den Worten: „Litauen und Deutschland sind heutzutage politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich miteinander so eng wie nie zuvor verbunden. Die bevorstehende Teilnahme als Partnerland an der Leipziger Buchmesse gibt uns die einmalige Chance, Litauen in vielen Facetten und Farben vorzustellen. Ein Hauch von Litauen in Leipzig – das ist unsere Ambition.“

Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, hob hervor: „Litauen präsentiert sich in Leipzig mit einem vielfältigen literarischen, musikalischen und künstlerischen Programm, dass das baltische Land in all seinen kulturellen Facetten erlebbar macht. Litauen setzt damit die Tradition der Schwerpunktländer in Leipzig fort, die den Dialog innerhalb Europas stärken und das Verständnis füreinander fördern.“

Litauen, ein Land mit knapp 3 Mio. Einwohnern, ist einer der politisch dynamischsten Staaten Europas, durch eine wechselvolle, spannungsreiche Geschichte geprägt. Eine der Großmächte Europas im Mittelalter und seit 1795 unter russischer Oberhoheit, erlangte Litauen 1918 wieder seine Unabhängigkeit. 1940 wurde Litauen von der Sowjetunion besetzt. 1941 drangen die Deutschen ein, und 1944 wurde das Land durch die Rote Armee zurückerobert. Es folgten ein über 10-jähriger Partisanenkampf gegen die sowjetische Annexion sowie massive Deportationen nach Sibirien – Themen, die von litauischen Literaten eindrücklich verarbeitet worden sind. 1990 erlangten die Litauer im Zuge der „Singenden Revolution“ erneut ihre Unabhängigkeit, seit 2004 ist Litauen Mitglied der EU und der NATO.

Mit der Unabhängigkeit entwickelten die Literaten und Intellektuellen des Landes wieder neue, eigene Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei gilt das Litauische, eine der wenigen überlebenden indogermanischen Altsprachen, seit je als eine Sprache mit besonderer poetischer Kraft. Die Übersetzerin und Lituanistin Claudia Sinnig unterstrich: „Das Litauische ist von einem sanften, unglaublich nuancierten Klang und einer archaischen Formenvielfalt wie sie nur in den Altsprachen anzutreffen ist. Ihr reiches Arsenal erfordert Bedacht und Sensibilität. Subtil, melodiös und konkret ist Litauisch eine Lyriksprache par excellence.“

Zur Leipziger Buchmesse (23.-26. März 2017) präsentiert das Lithuanian Culture Institute unter der Leitung von Direktorin Ausrine Zilinskiene 26 deutschsprachigen Neuerscheinungen – Lyrikbände, Romane, Essaysammlungen, Sach- und Kinderbücher – sowie ein breit gefächertes Kulturprogramm:

26 deutschsprachige Neuerscheinungen
Zu den in Leipzig präsentierten Lyrikern gehören Antanas A. Jonynas, ein bekannter Altmeister der litauischen Lyrik, sowie der Exzentriker Sigitas Parulskis. Aber auch Agne Zagrakalyte mit ihren sinnlich-besinnlichen Versen sowie Giedre Kazlauskaite mit ihren stillen und doch aufbegehrenden Meditationen. Zu entdecken sind außerdem die Gedichte des archaisch und futuristisch zugleich wirkenden „Anti-Romantikers“ Gytis Norvylas und die erstaunlichen, raschen, präzisen Bild-, Denk- und Klangfiguren von Aivaras Veiknys oder die jung und zugleich klassizistisch wirkenden Formen des Rimvydas Stankevicius.
Außerdem erwartet das Publikum zur Buchmesse eine kleine Sensation: die Neuübersetzung des barocken Versepos „Die Jahreszeiten“ von Kristijonas Donelaitis aus dem 18. Jahrhundert, mit dem die litauische Literatur begann.

Zu den in Leipzig präsentierten Romanen gehören Antanas Škemas‘ klassisch modernistischer Exilroman über litauische Tristesse und Wahnsinn im New York der 1950er Jahre, Jurgis Kuncinas Meisterwerk über den spätsowjetischen Vilniuser Underground, der aktuelle NY-Times-Bestseller von Ruta Sepetys, ein Roman des in Israel lebenden litauisch-jüdischen Romanciers Grigori Kanowitsch, das exzentrische Chinoise von Undine Radzeviciute und eine Vatersuche von Renata Šerelyte.

Kurzprosa gibt es u.a. vom Klassiker Romualdas Granauskas, von dem subtilen Erzähler Alvydas Šlepikas und von dem Künstler Mikalojus Vilutis.
Außerdem werden diverse Essaybände vorgestellt: Eugenijus Ališanka gibt leichtfüßige, witzige und zugleich tiefsinnige Streifzüge. Giedra Radvilaviciute sinniert über das Leben einer Frau im Litauen der Gegenwart und Laurynas Katkus schreibt ein Traktat über die Russen.

Sachbücher erscheinen von Inge Luksaite über die Reformation, Laimonas Briedis über das multikulturelle Vilnius sowie von Felix Ackermann. In einem Gesprächsband erzählt Tomas Venclova, der Großmeister der litauischen Verskunst, seine u.a. von Pasternak in Moskau bis hin zu Achmatova und Brodsky in Leningrad reichen Lebenserinnerungen.

Kinderbücher werden u.a. von Kestutis Kasparavicius präsentiert.

Vorstellungen dieser Bücher in Leipzig sind u.a. in einer „Nacht der litauischen Lyrik“, einer „Nacht der litauischen Prosa“ und in einem Speed-Dating geplant.

Zusätzlich zu den Buchpräsentationen organisiert das Lithuanian Culture Institute ein breit gefächertes Kulturprogramm, darunter:

100 Jahre Johannes Bobrowski
Zur Leipziger Buchmesse ist eine Ausstellung zu Ehren von Johannes Bobrowski geplant – am 9. April 1917 wird sein 100-jähriges Geburtsjubiläum gefeiert. Die osteuropäische Landschaft, die Sprachen und Mythen der baltischen Kulturen, insbesondere Litauens, waren zentrale Themen des deutschen Lyrikers und Erzählers. Eine Ausstellung von Arturas Valiauga zeigt Fotografien aus Litauen, von beiden Seiten der Memel, in deren Kontext die Biografie und der literarische Nachlass Bobrowskis gestellt werden. Das baltische Weltbild zeigte er geprägt durch einschneidende Kriegserfahrungen, Verbannungen in die sowjetischen Lager in Sibirien und den Holocaust – Themen, die eng auch mit seiner eigenen Biografie verbunden sind.

Deutsch-litauische Kulturgeschichte der Gastronomie
Deutschland und Litauen verbinden traditionsreiche gastronomische Beziehungen. Zwei litauische Wissenschaftler, Rimvydas Laužikas und Antanas Astrauskas, haben Kochbücher des 17. bis 20. Jahrhundert nach Rezepten durchkämmt, die zwischen Deutschland und Litauen ausgetauscht wurden. Deutsche brachten nicht nur zahlreiche Kartoffelgerichte nach Litauen, sondern auch Thüringer Klöße, Tiroler Strudel, Nürnberger Wecken und Lübecker Konfekt. In der deutschen und österreichischen Küche wiederum tauchten gleich mehrere Gerichte aus der Hofküche der Radziwills auf (z.B. Zander à la Radziwill, Radziwill-Sauce), und den deutschen (ostpreußischen) Küchenwortschatz bereicherten Gerichte mit litauischen Namen wie Meschkines, Schuppnis und Spirgel. Der zur Leipziger Buchmesse erscheinende Band enthält zudem 31 Rezepte, die in verschiedenen Jahrhunderten über die Grenzen der beiden Länder gewandert sind.

Orgel-Safari
Im Herbst 2016 reiste der Komponist Arturas Bumšteinas mit seinem Team durch 10 sächsische Städte, entlang der deutsch-tschechischen Grenze. In jeder Stadt nahm er die dortige Orgelmusik in den Kirchen auf: in Pillnitz, Sebnitz, Sohland an der Spree, Waltersdorf, Grosschonau, Zittau, Oybin, Hornitz, Weesenstein und Klingenthal. Die daraus entstandenen „Orgelsafarichroniken“ zeigen die Orgelmusik der einzelnen Städte, verbunden mit besonderen Reise-Erlebnissen des Komponisten. Aufgeführt wird die „Orgel-Safari“ zur Buchmesse in der Leipziger Schaubühne.

„Oxymora“: Interdisziplinäre Kunst-Ausstellung
Gemeinsam mit dem Goethe-Institut Vilnius plant das Lithuanian Culture Institute eine Ausstellung, die bereits am 26. Februar in der Leipziger Baumwollspinnerei eröffnet wird. Unter dem Titel „Oxymora“ (Wortwuchs) konstruieren die Kuratoren John Colton (Berlin) und Virginija Vitkien? (Kaunas) Verbindungen, die paradoxe Bedeutungen betonen: die Synthese von Material und Form oder die Spannung von scheinbar widersprüchlichen Linien. So zeigt die Ausstellung Kunstwerke der deutschen Dichter- und Malergruppe „Berliner Malerpoeten“. Ihre Gründung hat die aus Litauen stammende deutsche Dichterin und Malerin Aldona Gustas 1972 initiiert. Präsentiert werden Künstler mit Doppeltalenten wie Günter Grass, Christoph Meckel, Karl Oppermann, Oskar Pastior oder Wolfdietrich Schnurre. Damit kombiniert Virginija Vitkiene moderne litauische Kunst: textile Werke, Tapisserien, Stickereien, die mit Digitaldruck, Jacquardweberei, Videoanimationen verbunden werden: Kunstwerke, die als Textilien und Texte zugleich wahrnehmbar sind.

Junge litauische Grafikkunst
Studenten der Vilnius Art Academy bringen eine besondere Idee nach Leipzig mit: Sie stellen einen einzigartigen, nur in der litauischen Sprache vorkommenden Buchstaben ins Rampenlicht: den Buchstaben „e“ als Ausdruck litauischer Identität und Einzigartigkeit sowie als litauisches Symbol. Dieser Buchstabe hat im Litauischen mehrere Funktionen: am Ende eines Wortes bildet er die Vergangenheitsform des Verbs (kure – schuf, spaude – drückte, zaide – spielte). Außerdem verweist dieser Buchstabe auf das weibliche Geschlecht (saule – die Sonne, daile – die Kunst, dirbtuve – die Werkstatt, spaustuve – die Druckerei). „e“ steht oft am Ende der litauischen Familiennamen der Frauen, oft ist „e“ auch Endung der weiblichen Vornamen (Ausrine). Außerdem ist „e“ Ausdruck einer Empfindung, Interjektion, durch die Emotionen unterschiedlichen Grades ausgedrückt werden.

„Confessions“ – Oper im Dunkeln
Unter dem Titel „Confessions“ zeigt im Leipziger Theater Lofft die Spatial Opera Company eine Mono-Oper im Dunkeln. Im Mittelpunkt dieses experimentellen Werkes stehen akustische Wahrnehmungen und deren Wirkung auf die Einbildungskraft. Die Idee der sieben Todsünden wurde dabei zum Ausgangspunkt des Librettos: In den sieben Teilen der ,,Confessions‘‘ werden sieben Todsünden behandelt – Habgier, Hochmut, Völlerei, Neid, Zorn, Wollust, Trägheit. Die Vorstellung dieser ‚Sünden‘ wird durch Töne stimuliert, die intensive Bilder von Emotionen, Empfindungen oder Objekten wecken.

Nähere Informationen zu Programm und Autoren unter: www.litaueninleipzig.lt

Litauen
Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017 wird veranstaltet vom Lithuanian Culture Institute und der Leipziger Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium der Republik Litauen, der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland, dem Litauischen Verlegerverband, dem Staatlichen Tourismusamt Litauen sowie dem Goethe-Institut Litauen.

Über die Leipziger Buchmesse
Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 23. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Text: Pressestelle Leipziger Buchmesse
Susanne Meierhenrich
Pressesprecherin Litauen – Schwerpunktland der Leipziger Buchmesse 2017
Telefon +49(0)171 / 742 1717
+49(0)8121 / 224 09 25
smeierhenrich@t-online.de
www.lithuanianculture.lt

Leipziger Buchmesse im Internet:
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Leipziger Messe im Internet:
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Erstes Turtle Bay-Restaurant Deutschlands eröffnet in Dresden

24 Donnerstag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Genießen

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Eindrücke von der Eröffnung von Turtle Bay in Dresden

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Charmante Bedienung und Stephan Trutschler, Geschäftsführer der Medienkontor Dresden GmbH beim Verkosten der karibischen Spezialitäten
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Zeichner Kay Leonhardt und seine Frau und drei Gastronomen beim Genießen: Ron Scholze von der Wachbergschänke, Stefan Graumüller vom Vapiano und Jova  vom Restaurant Hans im Glück

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Weltenbummler und Freier Übersetzer Stefan Ritter und Lilli Vostry von          meinwortgarten

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Fotos (lv)

Englischer Künstler gestaltet Turtle Bay

Erstes Restaurant in Deutschland wird mit Londoner Design und karibischem Flair ausgestaltet. Am 9. Dezember eröffnet die „karibische Insel“ nahe des Zwingers.

Eine karibische Insel mitten in Europa – das Konzept des „Caribbean social“ begeistert einfach jeden. Die Inspiration für das wohl unterhaltsamste karibische Restaurant außerhalb der Karibik selbst brachte Ajith Jayawickrema von einem entspannten Urlaub auf Barbados mit. In der acht-mal-acht Meter großen Strandbar „Victor’s Surfside“ genoss er den karibischen Lebensstil und eröffnete anschließend 34 Restaurants mit ähnlichem Konzept unter dem Namen „Turtle Bay“ in Großbritannien.

Gemeinsam mit Turtle-Bay-Deutschland-Chef Alexander Gausmann bringt er am 9. Dezember die erste karibische Insel nach Deutschland. Die drei magischen Zutaten – Rum, Reggae und Jerk – warten dann am neuen Dresdner Standort in unmittelbarer Nähe des Zwingers auf die ersten Gäste. Die Vorbereitungen für die Eröffnung laufen auf Hochtouren, der Großteil der Design-Elemente wurde direkt aus der Karibik importiert. Für beeindruckende Gemälde und eine authentische Dekoration ließ die Geschäftsführung jetzt den erfahrenen Turtle-Bay-Künstler James Udo-Affia aus England einfliegen.

Während die zukünftige Führungsmannschaft des ersten deutschen Turtle-Bay-Restaurants aktuell in England ein intensives Training durchläuft, arbeiten Meister aus sämtlichen handwerklichen Berufen mit Hochdruck am Design des Restaurants im „Lebendigen Haus“. „Für die großen Wandbilder und zahlreiche kleinere Kunstwerke haben wir den Künstler James Udo-Affia nach Deutschland geholt. Er hat bereits fünf Turtle-Bay-Restaurants in Großbritannien gestaltet und beeindruckt uns immer wieder mit seinen farbintensiven und authentischen Werken“, verrät Turtle-Bay-Deutschland-Chef Alexander Gausmann.

Der gebürtige Nigerianer studierte zunächst Grafikdesign und Illustration an einem britischen Art College, bevor er für zahlreiche Aufträge in England und Irland unterwegs war. „Vor circa sechs Jahren habe ich dann angefangen für Turtle Bay zu arbeiten. Zunächst habe ich nur drei Kunstwerke beigesteuert, mittlerweile gestalte ich bis zu 32 einzelne grafische Elemente in den Restaurants. Gemeinsam mit einer Londoner Design-Agentur entwickeln wir die Elemente und ich setze sie dann direkt vor Ort um“, sagt Udo-Affia. Innerhalb einer Woche verwandelt der Künstler die Baustelle in seine künstlerische Wirkungsstätte und erzeugt dabei einen elementaren Bestandteil des karibischen Flairs von Turtle Bay.

„Für die Wandbilder werden mit einem Beamer Vorlagen an die Wand projiziert, die ich dann mit Spraydosen nachziehe und anschließend sehr spontan und abstrakt mit hellen sowie dunklen Farbtönen nach und nach ausgestalte. Die Karibik dominiert als Thema mit vielen Holz- und Schiffselementen und farbenfrohen Ausgestaltungen“, so Udo-Affia. Ab Dezember ist das Restaurant sieben Tage die Woche ab 11 Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet. Das Herzstück bildet eine große Bar, umgeben von einem bunten Lounge-Bereich und einer offenen Küche, in der man die Köche beim Zubereiten der authentischen karibischen Gerichte über offenem Feuer beobachten kann.

Weitere Infos: www.turtlebay-restaurants.de

Text: MEDIENKONTOR Dresden, Telefon 0177 8871273
http://medienkontor.net

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Natürlich nackt und lebensfroh – die Galerie Kunstkeller aktfotoART Dresden feiert 20jähriges Jubiläum

23 Mittwoch Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Fotografie, Lebensart

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Eine „Best-of“-Ausstellung zeigt zurzeit Aktbilder von rund 70 Modellen zwischen 18 und 80 Jahren aus 20 Jahren zeitgenössischer Aktfotokunst von Volkmar Fritzsche, Metallkünstler, Fotograf und Galerist.

Unverhüllt und offenherzig, sinnlich bis witzig-verrucht zeigen sich Frauen, Männer und Paare dem Kameraauge. Sinneslust und Lebensfreude pur strahlen die Aktbilder aus. Die Modelle räkeln sich nackt in der Sonne und im Schnee, planschen im Wasser, steigen auf Kletterfelsen in der Sächsischen Schweiz oder tummeln sich mit Pferden. Sie umgarnen in Netzen, schweben in Seilen, träumen im Garten, im Schaumbad oder betrachten sich vor dem Spiegel. Verführerische Evas und Rubensfrauen, junge, wilde und reife Frauen.

Sie alle sind mit ihren Reizen, bei ihren Lieblingsbeschäftigungen, im Studio oder im Freien fotografiert in der „Best of…“-Ausstellung zu sehen, in der Aktfotografien von rund 70 Modellen zwischen 18 und 80 Jahren versammelt sind (noch bis 23. Februar 2017 zu sehen). Mit dieser Schau und zusammen mit den Beteiligten der Minibühne feiert der Galerist und Fotokünstler Volkmar Fritzsche (75) an diesem Wochenende das 20-jährige Jubiläum seiner Galerie „Kunstkeller aktfoto-ART Dresden“ auf der Radeberger Straße 15 in Dresden.

Es ist die nunmehr 90. Ausstellung seit der Eröffnung des Kunstkellers im November 1996. Darunter 23 eigene Ausstellungen, in denen er aus verschiedensten Blickwinkeln die „Vielfalt der Dinge des Lebens ungeschminkt nackt“ beleuchtete. Zunächst wurde die ehemalige Hausmeisterwohnung als Büro und Ausstellungsort des Verbandes Sächsischer Kunsthandwerker (VSK) genutzt, dessen Gründung- und Vorstandsmitglied Fritzsche war. Als der Verband umzieht, beschließt er die Räume als Galerie weiterzuführen mit einem Novum für Dresden: Kunst in aller Bandbreite – von Malerei über Kleinplastik und Schmuck bis zu Karikaturen – zum Thema Eros auszustellen. Seit 2006 zeigt Fritzsche in seiner Galerie ausschließlich zeitgenössische Aktfotokunst, womit er sich wieder in neues Terrain vorwagte. Es ist bisher die einzige dieser Art weit und breit. Seit Ende der 1990er Jahre hat er sich selbst der künstlerischen Aktfotografie verschrieben und zeigt eigene Bilder neben Arbeiten anderer Fotografen, die bei ihm anfragen für Ausstellungen.

Natürlich nackt, nicht gewollt „erotisch“

„Den Altmeister der ostdeutschen Aktfotografie, Günter Rössler, allerdings habe ich zweimal angesprochen. Er stellte 1997 und 2011 große Teile seines Lebenswerkes im Kunstkeller aus und es war ebenso faszinierend wie bewegend, ihn noch persönlich zu erleben kurz vor seinem Tod“, erzählt Volkmar Fritzsche. Rösslers Aufnahmen strahlen natürliche Nacktheit in großer Ästhetik aus, deswegen betrachte er ihn als künstlerisches Vorbild. „Ich zeige den Menschen, seine Haltung und sein Wesen in aller Natürlichkeit und nackt, aber nicht gewollt ,erotisch`, sondern so normal wie möglich“, erklärt Fritzsche zu seinen Aktbildern. Er sei in der Freikörper-Kultur der DDR aufgewachsen, in der das Nackt-Sein im Freien als Kultur verstanden und gelebt wurde. „Am Strand war Kultur, die Erotik blieb zu Hause“, so Fritzsche.

Er fotografiert vorwiegend Frauen, weil nicht allzu viele Männer geneigt seien, sich als Akt ablichten zu lassen. Gegen den Mainstream holt er sehr oft auch ältere Menschen aufs Bild. „Dabei geht es mir nicht um Schönheit, sondern um Wirklichkeit. Leben ist Entstehen und Vergehen“, so Fritzsche. Ehrliche Bilder vom Älterwerden würden zugunsten jugendlicher Frische anderswo kaum öffentlich gezeigt. Im Kunstkeller zeigen sich auch Modelle jenseits der Lebensmitte reizvoll, freimütig und mit Augenzwinkern.

Mit der Aktfotografie begann Fritzsche nach ersten Performances im Kunstkeller und an anderen Orten, bei denen die Modelle raffinierte Metalldessous auf nackter Haut trugen. Zwölf Kreationen gestaltete er, war er doch bis dahin als Metallkünstler tätig. Den Modellen gefielen die „Erinnerungsfotos“ so gut, dass bald weitere Foto-Shootings und die ersten Ausstellungen folgten, so Fritzsche. Daraus entstanden immer neue fotokünstlerische Projekte und besondere Aufführungen für die Minibühne im Kunstkeller, die von „Klang-Körper-Kunst“ mit sinnlich meditativen Klängen über Farb-Licht-Spiele auf nackter Haut bis zu verführerischen Tanzimprovisationen im Schwarzlicht reichen.

Programme zum Thema Eros auf der Minibühne im Kunstkeller

Zweimal monatlich finden Programme zum Thema Eros jeweils freitags um 20.30 Uhr im Kunstkeller statt. Die Besucher der Aktfoto-Galerie kommen aus allen Altersklassen, so Fritzsche, doch vorrangig ab 30 Jahren aufwärts. Auch allerhand Touristen schauen herein trotz des etwas abgelegenen Standorts am Rande der Äußeren Neustadt. „Die Reaktionen auf die Ausstellungen waren niemals negativ“, so Fritzsche. Vielmehr löse die gezeigte Thematik Lob und Staunen bei den Besuchern aus. Dennoch habe die Aktfotokunst es nicht leicht heutzutage, da das Fotografieren ein Massenphänomen geworden sei. Dadurch werde sie als Kunst bei vielen Menschen nicht mehr wahrgenommen. Inzwischen im Ruhestand, denkt Volkmar Fritzsche noch längst nicht ans Aufhören, sondern geht seiner Profession künstlerischer Aktfotografie weiter mit Leidenschaft und Experimentierfreude nach. Er lebt seit mehr als 25 Jahren in harmonischer Ehe mit seiner Frau und daran habe sich auch nach 17 Jahren aktfotografischen Schaffens nichts geändert.

Sein Resümee zu den 20 Jahren Galerie im Kunstkeller: „Der vertrauensvolle Einblick in die Lebensschicksale vieler Menschen ist mir neben der Fotografie fast gleichrangig wichtig. Es hat meinen eigenen Horizont enorm erweitert, war eine Zeit voller wichtiger Erkenntnisse, Bewegung und spannungsvoller Arbeit. Und der Hoffnung, manchem Menschen gute, bereichernde Impulse vermittelt zu haben.“

Eine Idee für seine nächste Ausstellung im Kunstkeller hat Volkmar Fritzsche auch schon: „Nackt mit Hut“ soll sie heißen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet ist die Galerie im Kunstkeller: Di von 15 – 21.30 Uhr, Mi + Do von 16.30 – 18.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter Tel.: 0162 – 682 93 73

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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  • Opera en miniature: „Abu Hassan“ – Musiktheater mit Puppen im Schloss Lauenstein
  • Letzte Gelegenheit in die fantastische Welt im Lügenmuseum Radebeul einzutauchen
  • „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ – Vielleicht bringt die 25. Vorstellung Glück!
  • Klangwanderung & Konzert mit Agnes Ponizil & Anne Kathrin Wagler an zwei Klavieren beim Musiksommer Bärenstein
  • Start in die neue Spielsaison im Mittelsächsischen Theater: José Luis Gutiérrez dirigiert das Orchester mit viel Schwung
  • Wunderreiche Welt & unbequeme Wahrheiten: dem Lügenmuseum Radebeul droht die Räumung
  • Gastspiel „Manche mögen`s heiss“ in Hoppes Hoftheater in Weissig
  • BilderAlbum: Konzert im Milchschafhof Bärenstein & Ausstellungen beim Musiksommer
  • Ausstellungs-Eröffnung: „Wenn Farben Liebe machen“ mit Malerei von Oliver Estavillo in der Galerie Holger John in Dresden

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