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Archiv des Autors: Lilli Vostry

Wunderland: Tanztheater-Premiere an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

23 Mittwoch Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Tanz

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„Wunderland“ –  Zweiteiliger Tanzabend von Wencke Kriemer  de Matos und Henrik Kaalund

Uraufführung am Freitag, 25. November 2016 , 19.30 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen

Der Chef der Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen Carlos Matos hat zwei Choreografen eingeladen, einen neuen Doppeltanzabend für die Studiobühne zu entwickeln: Wencke Kriemer de Matos, dem Publikum bekannt durch ihre Choreografie „Momo“ nach dem Roman von Michael Ende, und Henrik Kaalund aus Dänemark, der als Choreograf und Performer weltweit unterwegs ist.

„Wunderland“? Wenn Ihnen da sofort „Alice im Wunderland“ einfällt, das erstmals 1865 erschienene phantastische Kinderbuch des britischen Schriftstellers Lewis Carroll, ist das nicht falsch, denn wie sich für Alice auf ihrer abenteuerlichen Traum-Reise alles Gewohnte seltsam verwandelt und Dimensionen sich merkwürdig verschieben, wird auch der Tanzabend mit ungewöhnlichen Perspektiven arbeiten, wenn die Choreografen hinter die Fassade der Realität blicken, um ihr jeweils eigenes Wunderland vor unseren Augen entstehen zu lassen.

An diesem Tanzabend möchten die Choreografen ihre Zuschauer einladen, mit ihnen gemeinsam neue Sichtweisen zu erproben, denn – um mit Joachim Ringelnatz zu sprechen – „Überall ist Wunderland“!

Zu erleben ist Zauberhaftes, aber auch Surreales, Skurriles oder Absurdes, das die Wunderwelten zu Tage fördern werden und in jedem Fall auf hoch energetisches Tanztheater. Es tanzt die Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen.

Über die Choreografen von „Wunderland“

Henrik Kaalund lebt in Berlin und ist als freier Choreograf und Tänzer weltweit tätig. Geboren in Kopenhagen, absolvierte er seine Ausbildung zum Tänzer unter anderem an der John Cranko-Schule in Stuttgart und der David Howards School of Dance in New York. In den folgenden Jahren war er als Tänzer beim Cleveland Ballet, beim Ballet Arizona, beim Basler Ballett und beim Ballett Dortmund engagiert und arbeitete u. a. mit Choreografen wie Rui Horta, Amanda Miller, Mei Hong Lin und Jean Renshaw zusammen.

Eigene Choreografien kreierte er für Kompanien in Dortmund, Hildesheim, Greifswald, Gießen und Valencia, um nur einige zu nennen, denn seine Arbeit als Choreograf und Performer führte ihn nicht nur quer durch Europa – nach Polen und Italien, nach England, Irland, in die Niederlande, in die Schweiz oder nach Spanien –, sondern auch nach Russland, Japan, in die USA bzw. jüngst nach Mexiko. Henrik Kaalund tanzte und tourte mit Conny Janssen Danst aus Rotterdam, Jan Pusch aus Hamburg, Felix Landerer aus Hannover, Peter de Ruiter / Eva Villanueva aus Amsterdam, dem co>labs tanz/theater/produktionen aus Nürnberg und vielen anderen.

Mit seiner Arbeit als Choreograf und Tänzer gewann er zahlreiche Preise bei Wettbewerben in Spanien (Burgos 2003 / 2005), Italien (2005), Serbien (2011) und Deutschland, wie z. B. jeweils den 1. Preis beim «Internationalen Wettbewerb für Choreographien» 2002 in Hannover und für «Das beste deutsche Tanzsolo» 2003 in Leipzig. Er lehrt Kontaktimprovisation und zeitgenössischen Tanz, beispielsweise in Berlin.

Weitere Informationen: www.kaalund.net.

 Wencke Kriemer de Matos, in Wolmirstedt geboren und in Gera aufgewachsen, erhielt ihre Tanzausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und setzte ihr Studium des zeitgenössischen Tanzes an der Salzburger Experimental Academy of Dance fort. Engagements als Tänzerin führten sie nach Hildesheim, wo ihre Zusammenarbeit mit Carlos Matos begann, nach Darmstadt, wo sie in Choreografien von Mei Hong Lin und Johann Kresnik tanzte und zum Tanztheater Kassel unter der künstlerischen Leitung von Johannes Wieland. Weitere Stationen waren die Kompanie «Toula Limnaios» in Berlin, die Kompanie «Mancopy» des dänischen Choreografen Jens Bjerregaard in Aarhus, die Tanzkompanie des Theaters St. Gallen mit den Choreografen Philipp Egli, Stijn Celis und Nick Hobbs und die Schweiz, wo sie in Projekten u. a. mit dem Choreografen Kinsun Chan auftrat. 2007 gründete sie gemeinsam mit Carlos Matos die Kompanie «Oficina dos Sentidos», die abendfüllende Tanzprojekte in Deutschland, Portugal, Österreich und Liechtenstein zur Aufführung brachte.

Wencke Kriemer de Matos, die zusammen mit Carlos Matos und den TänzerInnen als erste eigene Choreografie an den Landesbühnen Sachsen «Momo» geschaffen hat, uraufgeführt am 28.11.2015, ist seit der Spielzeit 2013/14 an den Landesbühnen Sachsen als Tänzerin, Assistentin des Chefchoreografen und Choreografin tätig.

Nächste Termine:

So., 27.11.2016, 19.00 Uhr LANDESBÜHNEN SACHSEN – STUDIOBÜHNE · RADEBEUL

Sb., 3.12.2016, 19.30 Uhr LANDESBÜHNEN SACHSEN – STUDIOBÜHNE · RADEBEUL

So., 11.12.2016, 19.00 Uhr LANDESBÜHNEN SACHSEN – STUDIOBÜHNE · RADEBEUL

Di., 10.1.2017, 10.30 Uhr THEATER DÖBELN · DÖBELN

Mi., 11.01.2017, 10.30 Uhr MITTELSÄCHSISCHES THEATER FREIBERG · FREIBERG

Fr., 20.01.2017, 19.30 Uhr LANDESBÜHNEN SACHSEN – STUDIOBÜHNE · RADEBEUL

Außerdem wieder zu erleben ist „MOMO“ Ein Tanzstück für die ganze Familie von Wencke Kriemer de Matos nach dem Roman von Michael Ende / Komposition von Michio Woirgardt (ab 1. Klasse)

Montag, 28.11.2016, 10.00 Uhr LANDESBÜHNEN SACHSEN – HAUPTBÜHNE · RADEBEUL

Do., 15.12.2016, 10.00 Uhr LANDESBÜHNEN SACHSEN – HAUPTBÜHNE · RADEBEUL

Sb., 17.12.2016, 11.00 Uhr LANDESBÜHNEN SACHSEN – HAUPTBÜHNE · RADEBEUL

Text: Petra Grubitzsch, Pressereferentin , Tel. 0351/8954203 oder 0160/8820685
Landesbühnen Sachsen GmbH , Meißner Straße 152, 01445 Radebeul

www.landesbuehnen-sachsen.de

 

 

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Buch-Vorstellung mit Kostproben: Süßspeisen aus der feinen Küche des Dresdner Hofes im Stadtarchiv

23 Mittwoch Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Lebensart

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Der zweite Band der „Produktküche. Süßspeisen, Gebäck und Getränke. Europäische Kochkunst aus der feinen Küche des Dresdner Hofes“ wird samt kulinarischen Kostproben kredenzt
im Stadtarchiv Dresden im Gelände der ehemaligen Heeresbäckerei.  
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Am 1. Dezember 2016, 19 Uhr lädt das Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Str. 1, Freunde und Geschichtsinteressierte zur Buchpräsentation des zweiten Bandes der „Produktküche. Süßspeisen, Gebäck und Getränke.  Europäische Kochkunst aus der feinen Küche des Dresdner Hofes“, ein.

Um 1900 fertigte die Küche des Dresdner Hofes Speisen von schlichter Eleganz und überragendem Aroma, wie sie zu dieser Zeit Spitzenköche auch in Paris, London, Wien und St. Petersburg zubereiteten. Zwei Gourmetköche und zwei Lehrer der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen haben über 300 Dresdner Rezepte zu Süßspeisen, Gebäck und Getränken aus der Hochzeit der klassischen Kochkultur des fin de siècle originalgetreu rekonstruiert. Diese kulinarische Archäologie wurde begleitet von ernährungshistorischen Forschungen am Institut für Geschichte der TU Dresden. In der zurückliegenden Gemeinschaftsausstellung zum Thema „Tafelkultur – Dresden um 1900“ konnte der erste Band der „Produktküche“ im Stadtarchiv Dresden Ende 2013 vorgestellt werden. Der neu erschienene Band präsentiert Rezepte, die der Dresdner Koch Ernst Max Pötzsch um 1900 für seine Arbeit notierte, in heute gängiger Fassung, mit Erläuterung des Degustationsverlaufs und Hinweisen, was für die Zutaten zu beachten ist. Denn höchster kulinarischer Genuss wird nur möglich, wenn die zentrale Zutat frisch und aromatisch optimal aus einem Anbau kommt, der auf kulinarische Perfektion ausgerichtet ist.

Anlässlich der Buchpräsentation wird Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus,
am 1. Dezember 2016 ein Grußwort halten. Im Anschluss präsentieren die Herausgeber und André Bernatzky (Schulleiter der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen) sowie Christine Giersch (Fachlehrerin der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen) kulinarische Kostproben.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Text + Foto: Stadtarchiv Dresden

Öffnungszeiten der Ausstellung von Martin Müller „Bimini“ Malerei:
Mo/Mi: 9-16 Uhr, Die/Do: 9-18 Uhr, Freitag: 9-12 Uhr.

Stadtarchiv Dresden
Elisabeth-Boer-Str. 1
01099 Dresden

www.dresden.de/stadtarchiv

 


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L `amour toujours – Zeichnungen von La Suza im „Kastenmeiers“

22 Dienstag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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Der Grafiker Roland Beier, der 2013 selbst im „Kastenmeiers“ ausstellte, sprach zu den Bildern von Susann Flasche (li. neben ihm), die voller Zartheit und Kraft sind, bekannte Filmmotive aufgreifen und die Leichtigkeit des Seins feiern. „Die Bilder laden ein zum Seele baumeln lassen. Ein schwarz-weißes Parallel-Universum mit einem Tupfer Rot.“ Text + Fotos (lv)

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Tuschezeichnungen für Träumer und Genießer von La Suza alias Susann Flasche im „Kastenmeiers“ im Kurländer Palais in Dresden vom 25. November 2016 bis 15. Januar 2017

Vom 25. November bis 15. Januar 2016 prägen die ausdrucksstarken Tuschezeichnungen der Dresdner Autodidaktin Susann Flasche das naturbelassene Mauerwerk im „Kastenmeiers“.
Seit 2010 arbeitet die gelernte Bankkauffrau als freiberufliche Künstlerin. Unter dem Namen La Suza portraitiert sie starke, kompromisslose Frauen, zeigt aber auch die Einzigartigkeit, Zartheit und Verletzlichkeit des Lebens. Ihre Kunst zierte bereits die Etiketten edler Weinflaschen der Sonderedition vom Winzer Rico Hänsch, sie war beim Palaissommer „Pleinair“ zu erleben und wurde im Restaurant Stresa, dem „Rothen Gut“ in Meißen und dem Westin Hotel Bellevue gezeigt. Auf ihrer Homepage beschreibt sie ihre Kunst als „Bilder für alle Träumer dieser Welt, die Leichtigkeit, Lebensfreude und Humor in ihren Herzen tragen. Uns bleibt immer noch Paris.“ (mehr Informationen hier: www.la-suza.de)

Dies ist bereits die 41. Ausstellung im „Kastenmeiers“ im Kurländer Palais, Tzschirner Platz  3 – 5 seit Herbst 2010.
Kontakt „Kastenmeiers“
Tel. 0351/ 48 48 48 01

www.kastenmeiers.de

Text:  Sabine Mutschke,
PR- und Marketingberatung

http://www.mutschke.de

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Erotischer Advent: Kunst zum Fest der Liebe in der Galerie Kunst & Eros in Dresden

22 Dienstag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst, Musik

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Weihnachtsausstellung mit reizvoll-verführerischer Malerei, Grafik und Porzellanmalerei in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 vom 25. 11. bis 28. 01. 2017.

Zu sehen sind neue grafische Arbeiten von Michael Hofmann, Anita Voigt und Juan Miguel Restrepo, von Galeristin Janett Noack Porzellanmalerei und sinnenfreudige Werke vieler anderer Künstler der einzigen Galerie für zeitgenössische erotische Kunst im Dresdner und sächsischen Raum.

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KONZERT zur ERÖFFNUNG
mit „CHORO DOS
 TRES“

Das Musiker-Trio „Choro dos tres“ mit dem brasilianischen Percussionisten Eduard Mota, dem norddeutschen Weltmusik-Gitarristen Stephan Pankow und der klassischen Klarinettistin Klara Fabry aus Schwaben, spielt Musik ausgehend vom brasilianischen Choros. Die klagende und trotzdem zum Tanzen anregende Grundstimmung wird aufgegriffen und mit Improvisationen und Stücken aus dem Klezmer und Tango erweitert zu einem erlebnisreichen Konzertabend am 25. November, 19.30 Uhr.
(Eintritt: 9 Euro)

Lesung mit Chansons am Klavier – Eva Strittmatter: „Der Schönste hat mir sein Bild gesandt…“

Uta Hauthal rezitiert aus dem Spätwerk der Dichterin, außerdem singt sie Chansons aus dem Zyklus „Ich mach ein Lied aus Stille“, in dem der Komponist Manfred Schmitz Strittmatters Gedichte vertonte. Am Klavier begleitet die Künstlerin Derek Henderson. Das Programm ist am 9. Dezember, 19.30 Uhr.
(Eintritt: 9 Euro)

Anzahl der Plätze begrenzt, Vorbestellungen daher wärmstens empfohlen.

Vorbestellungen sind in der Galerie, telefonisch (0351/ 8024785) oder per Mail http://www.kunstunderos.de/Galerie/Galerie-Vorbestellung.php möglich.

Galerie Kunst & Eros In der Kunsthandwerkerpassage. Inh.: Janett Noack Hauptstraße 15 01099 Dresden   0351 8024785 http://www.kunstunderos.de/   Öffnungszeiten: Mi – Sa   11 – 15 Uhr SONDERÖFFNUNGSZEITEN: 2. Adventwochenende, 3. und 4. 12. von 13 – 18 Uhr Und nach Vereinbarung

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Die andere Seite – Ein Bilder-Fest mit 16 Künstlern in der Stadtgalerie Radebeul

20 Sonntag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

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16 Künstler zeigen die andere Elbseite in einer Gemeinschaftsausstellung in der Stadtgalerie Radebeul. Nach der Weihnachtspause wieder vom 9. bis 22. Januar zu sehen.

Ein Schaf, eine Liegende und ein Gehörnter aus erdfarbenem, bemalten Ton tummeln sich zwischen Stoppelfeldern und Gebäum, Weiden, Pappeln und Apfelbäumen. Gartenstuhl mit Blumen, Teich und Obstbaumwiese sind nicht weit. Staffelei, Pinsel und Farben stehen mitten in der Landschaft. Abends sitzen alle am Feuer bei Franziska.

Bereits zum zweiten Mal lud die Malerin Franziska Kunath zum Plenair, Malen unter freiem Himmel, letztes Jahr eine Woche lang auf ihren Künstlerhof Röhrsdorf bei Meißen ein. Unter dem Titel „Die andere (Elb)Seite“ zeigen 16 junge und gestandene Künstler zurzeit ihre dort entstandenen und weitere Arbeiten von Malerei, Grafik, Tusche- und Bleistiftzeichnungen, Keramik bis zu großen Holzplastiken in einer Gemeinschaftsausstellung in der Stadtgalerie Radebeul in Altkötzschenbroda 21.

Vielfarbig, form- und zeichenreich, romantisch, expressiv bis ironisch ist die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Tieren im Wechsel von Harmonie und scheinbarer Idylle dargestellt. Da treffen die urig-verträumten Baumwesen von Franziska Kunath auf eine türkisblau und rot gesprenkelte „Rehkeule“ in einer Plastik von Robert Finke, die üppige „Rauchschwalbe Natascha“ im himmelblauen Kleid aus bemalter Linde auf einen samtpfotigen „Vogelfänger“ von Carsten Bürger. Von ihm stammt auch der am Treppenaufgang hockende, lebhaft wirkende „Hund“ aus hellem Eichenholz. Spurenreiche, farbflimmernde Kerben durchziehen Gesicht und Körper einer grünen Gestalt. Die Holzplastik hat neben einer großen Mutter-Kind-Plastik aus Eiche und den kleinen bemalten Keramikfiguren Barbara Wiesner geschaffen.

Philipp Gloger zeigt mit wenigen, markanten Strichen „Birken“ und eine tief verschneite „Hütte“ im Wald in seinen schwarz-weißen Tuscheblättern. Rita Geißler holt wunderbar tiefe Farbspiegelungen im Teich in erdigen Tönen auf die Leinwand. Farbreich gesprenkelte Baumlandschaften, die sehr plastisch wirken, sind von Anita Rempe zu sehen. Gartenidylle und Winterstimmung an der Elbe treffen in den Bildern von Olaf Amberg aufeinander. „Das große Surren“ hält Sylvia Fenk in einer Kaltnadelradierung fest und Elisabeth Richter zeichnet das Landleben mit „Schafweide“ und knorriger „Obstbaumwiese“. Federleichte, sinnliche Kaltnadelradierungen vom gemeinsamen Bilder-Fest im Freien, eng verwoben mit der Natur, zeigt Michele Cyranka.

Die Ausstellung ist nach der Weihnachtspause wieder vom 9. bis 22. Januar zu sehen.

Text + Fotos (lv)

Geöffnet: Di., Mi., Do., So von 14 – 18 Uhr

 

 

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Der Menschenfischer – keltische Märchen mit Frank-Ole Haake in der Galerie mit Weitblick Radebeul

20 Sonntag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Kultur, Literatur, Poesie

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Märchenerzähler Frank-Ole Haake, neben ihm Galeristin Dorothee Kuhbandner und Zuhörer.

Bilderreiche Geschichten

Der Märchenerzähler und Maler Frank-Ole Haake begeisterte am Sonnabend kleine und große Zuhörer in der „Galerie mit Weitblick“ in Radebeul.

Er hat kein Märchenbuch dabei. Die Geschichten aus alter Zeit kommen zu ihm geflogen. Mit Tönen auf der Rohrflöte und schwirrenden Klängen aus einer Holzspieldose angelockt, beginnt der Märchenzauber. Unter dem Titel „Der Menschenfischer und andere keltische Märchen“ für jung und alt erzählte Frank-Ole Haake am Sonnabend in der „Galerie mit Weitblick“ in Radebeul.

Die Galeristin Dorothee Kuhbandner musste noch zusätzliche Stühle vom Dachboden holen. Bei grau trübem Novemberwetter lauschten drinnen vor den Bilderwänden kleine und große Zuhörer gemütlich bei Tee, Punsch und Gebäck  dem Märchenerzähler. Er trug ein Gewand mit Glöckchen und ein buntes Käppi und erzählte frei aus dem Bauch, lebhaft, heiter-verschmitzt, berührend und leise nachdenklich und ließ wunderreiche Welten und Bilder in den Köpfen der Zuhörenden entstehen. Da mischten sich Zauberhaftes und Reales, Freud und Leid in den Geschichten über Glück, Liebe, Abschiede, Heimat und den richtigen Zeitpunkt zum Loslassen oder Festhalten im Leben. Ein im Wald gefundenes Findelkind erwärmt die Herzen dreier Hirten und erfährt Mitgefühl und Zuwendung in der Fremde.
Ein Mann schwebt mit einer Kuh, die nachts in seinem paradiesischen Garten weidet, vom Duft und den Farben betört zum Mond in einem indischen Märchen. Von Leben und Tod erzählt poetisch „Der Menschenfischer“. „Die Natur und die Tiere spüren es. Doch wie soll die Seele des Menschen wissen, wann es Zeit ist nach Hause zu gehen?“, fragt der Erzähler. In den Märchen stecken nicht nur die Weisheit und Erfahrungen unserer Vorfahren, so Haake, sondern sie halten diese auch lebendig. Sie verzaubern, trösten und laden ein, innezuhalten und das Wundern nicht zu verlernen.

„Das Erzählen lässt die inneren Bilder erwachen“, sagt Frank-Ole Haake. 1995 begann er als Sozialpädagoge in Projekten für Jungs und Männer, organisierte Freizeiten und arbeitete als Antigewalt-Trainer. „Doch Jungen aus dem Brunnen zu ziehen, ist schwierig, so entschloss ich mich präventiv zu arbeiten und erzähle dazu auch Märchen“, so Haake. Seit 2011 ist er freiberuflich als Geschichtenerzähler und malender Bilderzauberer unterwegs mit seinen Märchen der Welt und erzählt seine wundersamen Geschichten in Kindergärten, Schulen ebenso wie in Seniorenheimen und anderen Spielstätten, auch auf Adventmärkten und in seinem Atelier in der Schokofabrik in der Hopfgartenstraße 1a in Dresden.

Mit viel Humor und Herz erzählt Frank-Ole Haake seine Geschichten. Weil es so schön war, ist er am 17. Dezember, um 16 Uhr wieder zu Gast in der Galerie mit Weitblick in Radebeul. Diesmal mit „Märchen vom Glück“.

Erneut zu erleben mit seinen frei aus dem Bauch erzählten Geschichten ist
Frank-Ole Haake passend zum neuen Jahr mit „Märchen vom Anfang“, am 22. Januar, um 17 Uhr in der Galerie mit Weitblick in Radebeul. Scheint seine Lieblingsbühne zu werden vor ebenso fantasiereicher Bilderkulisse.

Märchen und Geschichten zum „Frühlingserwachen“ erzählt Frank-Ole Haake am 9. April um 17 Uhr in der Galerie mit Weitblick Radebeul.

Text + Fotos (lv)

Weitere Infos und Veranstaltungs-Termine unter http://www.ole-bildermensch.de

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Kontakt: Frank-Ole Haake,
Atelier in der Schokofabrik, Hopfgartenstraße 1a, 01307 Dresden
Tel.: (0351) 4061 455

http://www.ole-bildermensch.de

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Striezelmarktwirtschaft im Kabarett Breschke & Schuch

17 Donnerstag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Kabarett

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Weihnachten in der Krise

Wie Schenken zum Fest wird in unsicheren Zeiten, erzählt mit reichlich schrägen Klängen und schwarzhumorig der satirische Jahresrückblick im Dresdner Kabarett Breschke & Schuch.

Inmitten von Lichterglanz und Tannenbaum stehen drei lebensgroße Geschenkkartons auf der Bühne. Sie schubsen sich gegenseitig und streiten, welches hält, was die Verpackung verspricht. Wie Schenken zum Fest wird in Krisenzeiten, davon erzählt mit viel Witz und Wut im Bauch das Programm „Striezelmarktwirtschaft 2016“. Der satirische Jahresrückblick hatte am Dienstag abend Premiere im Kabarett Breschke & Schuch.

Aus den Geschenkkartons kommen die drei Kabarettisten Manfred Breschke, Thomas Schuch und Daniel Vedres zum Vorschein. Sie nehmen der Weihnacht den heiligen Schein und den allgegenwärtigen Konsumterror, heile Fantasy-Spielzeugwelten und leere Versprechen der Politik humorvoll und unterhaltsam aufs Korn. Die weihnachtlichen Klänge werden immer wieder von der rauen Realität durchbrochen. In schneller Folge aus älteren und tagesaktuellen, vom Blatt gelesenen Texten, Liedern und Figuren prallen die Gegensätze von arm und reich, banale Problemchen wie Fettabsaugung auf dem Kreuzfahrtschiff, absurde geschlechterspezifische, männlich-weibliche Sprachverdrehungen bis hin zum schwarzhumorigen Notvorrat-Szenario für die nächste Krise aufeinander.

Das Lachen gefriert bei Songs wie „Kein bisschen Frieden“ und einer bissigen „Mach weiter!“-Merkel-Parodie in orientalischem Sound über ihr Stillhalten gegenüber dem türkischen Diktator Erdogan. Unterm Tannenbaum in der Glühweinbude lassen Breschke und Schuch kräftig Stammtischparolen ab und beschwipst tief blicken in die geplagte Kleinbürgerseele. Sie reden über Pegida, den Islam und die Scharia, mit der manche Männer hierzulande nicht in ihr Rollenbild passende Frauen und Politiker auch gern bestrafen würden. Da wird die Bescherung am Einheitsfeiertag in Dresden mit den Pöbeleien von Pegida-Demonstranten gegen Angel Merkel und andere Spitzenpolitiker betrachtet. Appelliert sie in einem auf einen Geschenkkarton projizierten Video an christliche Werte, immerhin stehe doch ein „C“ im Namen ihrer Partei. Und äußert sich besorgt, wie viele Weihnachtslieder ihre Landsleute denn noch kennen, sonst gehe uns ein Stück Heimat verloren.

Da wird „der Stinkefinger als gesamtdeutsches Lebensgefühl“ und inzwischen „Begrüßungsritual“ ausfindig gemacht von Breschke. Und schlägt er gewitzt vor – mit Blick auf das mit erhobenem Finger dastehende Mannsbild des Künstlers Penck auf dem Dach des Art`otels –   den „Dresdner Finger“ als neues Weltkulturerbe zu beantragen. Köstlich die Szene mit Breschke und Schuch als altes schrulliges Paar, das erst mit der im Hochwasser davon geschwommenen Laube und nun mit der Flüchtlings- und seiner Ehekrise kämpft und alte und neue Klischees und Feindbilder über die „bösen Russen“, die angeblich schon im Anmarsch seien, trocken komisch auf die Schippe nimmt.

Mit reichlich witzig-schrägen Klängen auf Posaune, Schlagzeug, Nasenflöten, Krückstock und Plastrohren begleitet der Musikkabarettist Vedres aufrüttelnd diese wenig anheimelnde Striezelmarktwirtschaft. Zu guter Letzt erscheinen Breschke und Schuch als urige Erzgebirgler mit Fellmützen und überlegen was wäre, wenn alle sich Liebe schenken. Nicht nur zu Weihnachten. Viel Beifall vom Publikum.

Foto: PR/Kabarett Breschke & Schuch

Die nächsten Vorstellungen: 24., 25., 26., 29. und 30.11., 19.30 Uhr

http://www.kabarett-breschke-schuch.de
Tel.: (0351) 490 4009

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Dresdner Comedy & Theater Club feierte 10. Geburtstag

14 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Theater

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Heike Jack betreibt erfolgreich den Dresdner Comedy & Theater Club
Foto: privat

Zum Lachen in den Keller!

Die kleine Spielstätte im historischen Gewölbekeller im Kügelgenhaus lockt mit 30 Programmen vom Thema Nr. eins über Männer, Frauen und die Liebe bis zu
politischem Kabarett.

Humor und Schokolade ziehen immer. Bei jedem neuen Programm im Dresdner Comedy & Theater Club steht ein Korb mit kleinen Überraschungen auf dem Tisch an der Abendkasse.

„Sie dürfen sich gern ein Küsschen geben“, begrüßt Heike Jack, die Chefin des kleinen Theaters augenzwinkernd die Zuschauer. Lächelnd greifen ältere Paare und einige Jüngere zu, nehmen sich Schokoküsschen aus dem Korb und manche geben sich einen echten Kuss.

Gleich geht es hoch her im neuen Programm „Wie halte ich mir einen Mann?“ mit der Komikerin Andrea Kulka als witzig-forsche Ratgeberin und dem launig-gelassenen, ihr cool Paroli bietenden Musiker und Kabarettisten Jörg Lehmann am Piano. In ihren frech-frivolen Liedern und Sketchen über Männer und Frauen, die sich gegenseitig bemängeln und gängeln bis es kein Halten mehr gibt, bekommt jeder sein Fett ab.

Die Vorstellung ist an diesem Abend ausverkauft, die Künstler dürfen erst nach mehreren Zugaben von der Bühne. „Zum Lachen in den Keller!“, mit diesem Slogan passend zum urigen Ambiente im historischen Gewölbekeller im Kügelgenhaus lockt der Dresdner Comedy & Theater Club, der unlängst sein zehnjähriges Bestehen feierte. Im Herbst 2006 stieg Heike Jack mit ihrer Agentur Kulturperlen als Leiterin ein. Sie übernahm von Comedian Matthias Machwerk den Dresdner Comedy Club, dessen Namen und Spielplan sie erweiterte mit Lesungen, Chansonabenden, Theaterstücken und mehr. Nach Gastspielen in der Secundo Genitur und im Italienischen Dörfchen zog der Dresdner Comedy & Theater Club dann 2013 um in den historischen Gewölbekeller im Kügelgenhaus auf der Hauptstraße.
Einen „humorvollen Job“ hat hier seitdem Olaf Ruhs, der Inhaber des Restaurants mit dem früheren Bierkeller im Kügelgenhaus. „Vorher haben wir es mit Jazz probiert. Dann kam Frau Jack zu uns und seither läuft es sehr gut“, sagt er. Neben dem Eingang zum Comedy & Theater Club sitzt in einer Nische ein Skelett neben einer Schatzruhe. “Der hat sich totgelacht!“ sagt Heike Jack trocken. Oder anders gesagt: Das Leben ist zu kurz, um es nicht zu genießen. „Wir haben viele Stammgäste und schon 430 Dreier-Abos innerhalb von zwei Jahren. Man kann damit jeweils drei Vorstellungen besuchen und bekommt 15 Prozent Lachrabatt auf die Tickets“, erklärt sie.

99 Plätze hat der Lach-Keller. Gespielt wird fast jedes Wochenende. Rund 110 Vorstellungen gibt es im Jahr. Die Auslastung betrage 70 bis 80 Prozent. Damit behauptet sich die kleine Spielstätte erfolgreich neben einer Handvoll großer Theater in Dresden. Was ist ihr Erfolgsgeheimnis? „Wir sind am witzigsten, nettesten, originellsten“, sagt Heike Jack selbstbewusst. Sie weiß, was gut ankommt beim Publikum und wählt danach sorgsam die Programme aus. Nicht zuletzt versteht und weiß sie genau, wie die Künstler ticken. „Der Betreuungsbedarf von Kindern und Künstlern ist ähnlich, der Unterschied nicht so groß“, sagt sie schmunzelnd. Heike Jack hat eine kaufmännische Ausbildung und fünf Jahre als Heimerzieherin gearbeitet, aber sie wollte immer zum Theater.

Ihr Kindergarten befand sich neben dem Theater Junge Generation. Den Schauspieler Jan Josef Liefers kennt sie noch aus dieser Zeit.
“Ich habe noch ein Foto, wo wir als Dreikäsehochs staunend vor dem Weihnachtsmann sitzen“, erzählt sie. Sie hat bereits viele Jahre an verschiedenen Theatern wie dem Staatstheater Stuttgart, beim Festival Theaterformen Hannover und an der Comödie Dresden gearbeitet, bevor sie sich 2005 mit ihrer Künstleragentur Kulturperlen selbstständig machte.

Der Comedy & Theater Club wird ohne Subventionen und ohne Sponsoren nur über die Einnahmen finanziert. Nachdem Heike Jack zwei Mal umsonst die aufwendigen Förderanträge ans Kulturamt der Stadt eingereicht hatte, ließ sie es. „Was ich nicht habe, kann auch nicht gestrichen werden“, tröstet sie sich. Natürlich hätte sie gern personelle Verstärkung, die aber dann auch für eine längere Zeit gesichert sein müsste. Im Moment helfen eine Praktikantin und zwei freie Mitarbeiterinnen bei Büroarbeiten, Buchhaltung, Werbung, Künstlerbetreuung und Technik.

Für humorreiche Abwechslung ist gesorgt mit 30 verschiedenen Programmen. Angefangen beim Thema Nr. Eins: Männer und Frauen und die Liebe, in denen abwechselnd Matthias Machwerk, Ellen Schaller, Henriette Ehrlich und Alf Mahlo die Lachmuskeln der Zuschauer strapazieren, über witzige Satiren von Tschechow, Sostschenko u.a. im Programm “Kaviar, Sex & Russisch Brot“, witzigen A Capella – Gesang mit den Notendealern bis zu politischem Kabarett reicht das Angebot. Das Publikum ist bunt gemischt, von 30 bis über 80 Jahre alt und kommt aus Dresden, der Region und dem gesamten Bundesgebiet. Es waren auch schon Gäste aus Kanada da.
In der Weihnachtszeit sind fast jeden Abend Vorstellungen im Dresdner Theater & Comedy Club. Auch Ursula von Rätin mit Puppenspielerin Cornelia Fritzsche ist wieder dabei mit einem neuen, rattenscharfen Programm. Gespannt ist Heike Jack auch schon auf das Gastspiel mit politischen Kabarett von Lothar Bölck – bekannt aus der MDR-Sendung Kanzleramt Pforte D. – und seinem neuen Programm: „Dummerland oder Was weiß ich denn?“, das am 29. Januar 2017, 17 Uhr Premiere hat. Und für alle Fans des legendären französischen Filmschauspielers und Erzkomikers Luis de Funès kommt die Kriminal-Komödie „Die lästige Leiche“ im brüllend komischen Stil seiner Filme auf die Bühne im Lach-Keller (Premiere: 10. März 2017, 20 Uhr).

Lilli Vostry

www.comedytheaterclub-dresden.de Tickets unter 0351-4644

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BilderAlbum: Unterwegs in Meißen

14 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Unterwegs

≈ Ein Kommentar

Bevor wir die Welt im kleinen Format näher in Augenschein nehmen in der Jahresendausstellung 2016 des Kunstvereins Meißen, ist noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel zusammen mit der Malerin Manuela Neumann. Endlich mal raus aus der Großstadt an diesem sonnigen Spätherbst-Sonntag. Wir sind fast allein mit den Möwen und Schwänen an der Elbe. Die Innenstadt von Meißen ist wie leergefegt. Nur ein paar Touristen, Familien und Spaziergänger sind unterwegs in den beschaulich verwinkelten Gassen mit den schmucken Häusern. Schöne kleine Läden, Cafés und Gaststätten mit bodenständiger Küche, lecker und preiswert gibt es hier noch. Und auf dem Markt wartet nach dem Ausstellungsbesuch eine Pferdekutsche mit einem freundlichen Kutscher auf Besucher, die eine kleine Stadtrundfahrt mit Anekdoten zur Historie unternehmen wollen, eingehüllt in warme Decken geht das in dem offenen Gefährt auch in der kalten Jahreszeit. Den Pferden ist das Umhertraben sicher auch lieber als in der Kälte stehen. Der Familienbetrieb Gürntke bietet seine Kutsch- und Kremserfahrten außerdem in Dresden, Moritzburg und Görlitz an. Auch in der Adventszeit. Der Weihnachtsbaum steht schon auf dem Markt. Wenn dann die Glühwein- und Bratwurstbuden wieder hier stehen, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei.

Text + Fotos (lv)

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Die Welt im Kleinen – Jahresendausstellung im Kunstverein Meißen

14 Montag Nov 2016

Posted by Lilli Vostry in Bildende Kunst

≈ Hinterlasse einen Kommentar

Die Welt im Kleinen

Arbeiten von 90 Künstlern im Format 30 mal 30 laden zum Schmunzeln und Nachdenken ein in der Jahresendausstellung des Kunstvereins Meißen.

Sie haben alle ihren Platz: kleine wie große Momente und Dinge, die im schnellen Alltag oft unbemerkt bleiben, zum Träumen, Staunen, Schmunzeln und Nachdenken versammelt die Ausstellung „30 x 30 Das kleine Format“, die am vergangenen Sonntag im Domizil des Kunstvereins Meißen am Markt mit reger Besucherresonanz eröffnete. Sie zeigt Malerei, Grafik, Collagen, Objekte und Fotografie von 90 Künstlern aus der Region und deutschlandweit, die vielfarbig und vielgestaltig die Welt mit allem Zauber und Kontrasten und verschiedensten künstlerischen Mitteln betrachten.

Da treffen Konkretes und Abstraktes, reale und fantastische
Landschaften, Figürliches, Porträts und Stillleben in locker großzügiger, aber teils auch willkürlich wirkender Hängung aufeinander. Da beflügeln die fröhlich-bunten Leo-Vögel des Zeichners Kay Leonhardt Herz und Geist mit Sprüchen wie: “Es kommt anders, wenn man denkt“ oder „Wenn du fliegen willst, lass los, was dich nach unten zieht.“ Tummeln sich schwarz gefiederte „Hafengäste“ in einem Bild von Ulrich Jungermann. Steht ein Clown vor einem halb am Boden liegenden „Trommler“, immer noch den Stab hoch haltend in einer Grafik von Frank Schmidt und erheitern die „Phrasenfluchlinge“ des Malers Jochen Rohde.

Zart schwebende Aquarelle mit Titeln wie „Traum III: Begegnung“ von Silvia Ibach hängen neben einer mit den Herbstblättern wirbelnden Tänzerin in einem bemalten Keramikrelief von Manuela Neumann. In den leuchtend farbigen Wimmelbildern von Dorothee Kuhbandner sieht man Naturgeister, Gesichter und Paare “Beschirmt“, so ein Bildtitel. Simone Ghin lässt „Blaue Blumen“ aus Seide auf der Leinwand erblühen und lädt zu einem traumhaften „Mondspaziergang“ ein.

Die Porzellangestalterin Else Gold setzt augenzwinkernd auf einen Teller mit kunstvoll angerichteter Porzellanwurst ein Püppchen. Darunter tummeln sich auf einem Ölbild Glücksschweine. Meißen im Novemberlicht hat Steffen Gröbner festgehalten und Rita Geißler einen schneeweißen „Apfelbaum im Winter“ und die Landschaft am Peenestrom. Urlaubsvorfreude wecken die Momentaufnahmen von der Ostsee der SZ-Fotografin Claudia Hübschmann.

„Wir haben uns dieses Jahr für das kleine Format entschieden, damit viele Künstler teilnehmen können und um den kleinen Dingen, die man leicht übersieht, Raum zu geben“, sagt Daniel Bahrmann, Vorsitzender des Meißner Kunstvereins zur Ausstellung. Bei der großen Auswahl an Bildern gibt es für jeden etwas zu entdecken und ist sicher auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk dabei, hofft er. Da es dieses Jahr nicht so viele Verkäufe an Kunstwerken gab, sei die finanzielle Situation etwas klamm und der Kunstverein froh über jede Spende in der Weihnachtszeit, so Bahrmann. Dafür wurden und werden die Meißner und Besucher der Stadt weiterhin mit beachtenswerten Ausstellungen belohnt.

Neun Ausstellungen gab es dieses Jahr, ein spannendes und abwechslungsreiches Ausstellungsjahr steht auch 2017 bevor, so Bahrmann. Sechs Ausstellungen sind geplant, darunter „Bilder und Lichtbilder“ in Malerei und Film von Maja Nagel und Julius Günzel ab 29. Januar und eine Sommerausstellung der Meisterschüler der Klasse Monika Brandmeier der Dresdner Kunsthochschule. Die Ausstellung „30 x 30 Das kleine Format“ ist bis 23. Dezember zu sehen und auch an den Adventsmarkt-Wochenenden geöffnet. Der Eintritt ist frei. Passend dazu öffnet eine weitere Ausstellung, „Engel an Rosa“, die über ein Dutzend Künstler aus der Region mitgestalten, am 1. Advent am 27. November, um 15 Uhr im Büro für Kunststücke, Tür an Tür neben dem Kunstverein Meißen.

Text + Fotos (lv)

Kunstverein Meißen e.V., Markt 9, Bennohaus 01662 Meißen, Tel.: 03521 – 476650
Öffnungszeiten der Ausstellung: Di bis Fr 11 – 18 Uhr und Sa 10 – 15 Uhr, Eintritt frei
http://www.kunstverein-meissen.de

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„Tänzerin“ von Manuela Neumann

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Porzellankünstlerin Else Gold

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Künstlerin Dorothee Kuhbandner aus Radebeul in der Ausstellung des   Kunstvereins Meißen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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