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Kategorien-Archiv: Theater

KinderOperette „Der Frosch muss weg“ an den Landesbühnen Sachsen

12 Montag Nov 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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 Rockender Frosch sprengt Familienidylle

Die Kinderoperette nach dem Märchen „Der Froschkönig“ von Peter Lund (Buch) und Winfried Radeke (Musik) für Zuschauer ab fünf Jahre hatte am Sonntag Premiere auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen.

In dem Märchen – musikalisch auf ein heutiges Kinderpublikum zugeschnitten mit Melodien, die sofort ins Ohr gehen – erscheint einer einsamen Prinzessin plötzlich ein hilfsbereiter Frosch, der mit Gastfreundschaft belohnt werden möchte. Die Mutter der Prinzessin ist entsetzt: Der ungebetene Gast, der nun im Kinderzimmer mit ihrer Tochter die verrücktesten Spiele erfindet, macht Krach: Der Frosch muss weg!

Wohlerzogen ist die Prinzessin Bernadette. Zumindest ist das der Wunsch von Mama Ernestine, der Königin. Der Papa, König Karl-Eduard ist viel mit dem Regieren beschäftigt und doch haben sich alle furchtbar lieb in ihrem winzigen Königreich, einer Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss. Bis eines Tages der Königstochter die goldene Kugel in den Brunnen fällt. Ein Frosch holt sie ihr wieder heraus und will dafür aber mit der Prinzessin speisen und in ihrem Bettchen schlafen. Leichtfertig gibt Bernadette ihm das große Froschehrenwort.

Beim idyllischen Abendbrot steht der Frosch plötzlich vor der Tür. Nun muss die Prinzessin halten, was sie versprochen hat, meint der Vater. Die Mutter ist gar nicht begeistert von dem ungebetenen Gast; seine kalten Flossen, die schlechten Manieren und der ganze Krach sind ihr Zuwider. Es steht fest: Der Frosch muss weg!

Doch noch ehe die Mutter eingreifen kann, gibt der Frosch Bernadette den Tipp, ihn an die Wand zu werfen! Ob das wohl eine Lösung ist?

Mit schmissigen Rock- und Rapeinlagen sprengt der Frosch das lyrische Familienterzett und stellt auch musikalisch alles auf dem Kopf. Eine Operette für junge Zuhörer, bei der kaum ein Fuß still bleiben kann.

MUSIKALISCHE LEITUNG: THOMAS TUCHSCHEERER / UWE ZIMMERMANNINSZENIERUNG: REBEKAH ROTA
AUSSTATTUNG: IRINA STEINER

KÖNIG KARL EDUARD –Andreas Petzoldt ; KÖNIGIN ERNESTINE –  Katarzyna Wlodarczyk ; PRINZESSIN BERNADETTE- Iris Stefanie Maier ; DER FROSCH – Johannes Leuschner

Text: Petra Grubitzsch/LB Sachsen

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0,

Kasse: Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; www.landesbuehnen-sachsen.de

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Premieren „Hirsch Heinrich“ als Figurenspiel & „Romeo und Julia“ als Tanztheater an den Landesbühnen in Radebeul

24 Mittwoch Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Bildende Kunst, Tanz, Theater

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 Bilderbuch-Klassiker auf der Bühne

Die Geschichte „Hirsch Heinrich“ hat als Figurentheater mit Flachfiguren nach dem bekannten Kinderbuch von Fred Rodrian und den Illustrationen von Werner Klemke für Zuschaur abn vier Jahren Premiere am Sonnabend, dem 27. Oktober, um 16 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen Radebeul. 

Nach langer Reise kommt ein Hirsch namens Heinrich in einem Zoo an. Obwohl Hirsche weder gern Eisenbahn fahren, noch gern mit dem Schiff reisen, bringt der tapfere Heinrich den wochenlangen Weg von China hinter sich. Natürlich ist nach seiner Ankunft alles ganz anders als zuvor. Heinrich lernt eine Menge Menschen und fremde Tiere kennen. Da ist zum Beispiel der freche Junge Paul, den Heinrich sehr gern hat oder das Kamel, das Heinrich am liebsten knutscht.

Doch trotz all der spannenden Begegnungen in seinem neuen zu Hause hat Heinrich Sehnsucht nach seiner Heimat. Denn einen echten chinesischen Wald kann er im Zoo nicht bekommen. Als am Weihnachtsabend auch noch die Kinder ausbleiben, mit denen Heinrich an anderen Tagen viel Freude hat, fühlt er sich sehr einsam. Er fasst deshalb einen folgenschweren Entschluss: Hirsch Heinrich beschließt auszubüxen. Was bei diesem Abenteuer geschieht und wohin seine Reise ihn führt? Das wird sich zeigen! Verraten sei an dieser Stelle: Hirsch Heinrich beweist viel Mut zum Neuanfang.

Die Inszenierung nimmt sich des Kinderbuchklassikers von Fred Rodrian liebevoll an und lässt die Original-Illustrationen von Werner Klemke mithilfe von Flachfiguren für eine weitere Generation lebendig werden.

Inszenierung: Steffi Lampe; Ausstattung: Wolf-Dieter Gööck
Es spielt Frieda Friedemann.

 

Romeo und Julia

Die bekannte Liebesgeschichte wird neu erzählt als Tanztheater nach Shakespeare mit Musik von Sergej Prokofjew am 27. Oktober, 19 Uhr in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul Premiere.

Zur großartigen Musik Prokofjews  erzählen Carlos Matos und Wencke Kriemer des Matos die Geschichte Romeo und Julias, des berühmtesten Liebespaares der Weltliteratur, mit den Mitteln des Tanzes neu.

Während eines Maskenballs verlieben sich Romeo und Julia unsterblich ineinander. Bestürzt müssen sie erfahren, ihr Herz an den Feind verloren zu haben. Denn Romeo, ein Montague, und Julia, eine Capulet, gehören zwei Familien in Verona an, zwischen denen es immer wieder zu blutigen Machtkämpfen kommt. Beide beschließen, ihre Liebesbeziehung geheim zu halten. Ohne das Wissen ihrer Eltern lassen sie sich von Pater Lorenzo trauen. Als Romeo in einem Kampf Tybalt, den Cousin Julias, tötet, muss er fliehen. Um der Heirat mit einem anderen Mann zu entgehen, täuscht Julia mit Hilfe des Paters ihren Tod vor. Nichtsahnend am «Grab» Julias stehend, getragen von dem Wunsch, mit ihr vereint zu sein, bringt sich Romeo um. Als Julia aus ihrem todesähnlichen Schlaf erwacht und sieht, was geschehen ist, nimmt sie sich mit Romeos Dolch das Leben.

Eine große Liebe scheitert an gesellschaftlichen Umständen. Das ist tragisch, denn ob das Schicksal Einzelner gesellschaftlich etwas bewegen kann, steht heute mehr denn je in Frage.

Besetzung: Julia -Anita Suzanne Gregory;  Romeo-Leonardo Germani;Benvolio (Romeos Cousin)-Kassandra Cruz;   Mercutio (Romeos Freund – Oleksandr Khudimov; Tybalt (Julias Cousin)-Adam Sojka;  Lady Capulet (Julias Mutter) – Camilla Bizzi; Anne (Julias  beste Freundin)- Aurora Fradella;  Paris (Freund der Capulets) -Petr Buchenkov a.G./ Afonso Pereira;  Lorenzo (ein Geistlicher) – Alan Qi die dunkle Macht: alle

Baumbepflanzung am 27. Oktober, 17.30 Uhr zwischen den Premieren „Hirsch Heinrich“ und „Romeo und Julia“. 

Autohändler Rainer Gommlich pflanzt gemeinsam mit dem Intendanten Manuel Schöbel im Garten der Villa der Öffentlichkeitsarbeit der  Landesbühnen Sachsen eine Magniole.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Mit freundlichen Grüßen  Petra Grubitzsch

Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954-0, Kasse : Tel. 0351/8954 214; Fax. 0351/ 8954 213; http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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„Die Lust am Spiel, an der Konfrontation…“ Bei einer Theaterprobe mit Jörg Berger in der St. Pauli Ruine

16 Dienstag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Regisseur Jörg Berger bei der Probe zu „Lysistrata oder Der Weiberkrieg“

Theater mit Leidenschaft und Power

Mit einem bunt gemischten Spielerensemble im Alter von 13 bis 80 Jahren bringt Regisseur Jörg Berger Stücke mit Humor und Anspruch auf die Bühne der St. Pauli Ruine.

Ein Mann und eine Frau schieben einen Einkaufswagen hin und her auf der Bühne über das rot-weiße Absperrband hinweg. Am Wagen klebt ein Zettel: „Kuscheldecken für kühle Stunden!“ Doch danach ist den beiden gerade nicht zumute. Die Luft ist heiß, nicht nur vom Wetter. Er klagt, wie sehr sie ihm fehle und ob ihr das Kind nicht leid tue. Sie beugt sich über den Wagen mit den Decken und tröstet es liebevoll, als läge dort wirklich ein Baby. Als er sich ihr nähern will, wehrt sie ihn ab.

„Noch mal!“, unterbricht Regisseur Jörg Berger die Szene. Myrrhine hat ihren Mann Kinesias noch zu liebevoll umarmt. Sie soll es noch verführerischer, berechnender tun. Um ihn dann kalt abblitzen zu lassen. Keine Liebe und Zärtlichkeit mehr, bis die Männer ihre gewaltsamen Machtkämpfe und Kriege beenden! So lautet das Motto der Frauen im Stück „Lysistrata oder Der Weiberkrieg“.

Die zeitlos aktuelle Komödie von Aristophanes steht seit Sommer im Spielplan der St. Pauli Ruine und ist noch bis 9. Oktober zu sehen in dem urig-romantischen Backsteingemäuer der ehemaligen, kriegszerstörten Kirche am Königsbrücker Platz im Hechtviertel. Mit viel Witz, Spielfreude und Power agieren die spielbegeisterten Laiendarsteller. Da wird umgarnt, gestritten, aus Wasserpistolen gespritzt, verhandelt und fröhlich Versöhnung gefeiert. Und Kinesias, gespielt von Ronald Kieschnik, kann endlich seine geliebte Myrrhine, dargestellt von Steffi Gerber, wieder in die Arme schließen. Die Lysistrata verkörpert mit ansteckender Energie Yvonne Dominik, eine diplomierte Sängerin.

„Die Lust am Spiel, an der Konfrontation, sich beweisen zu wollen und am Ende der Beifall der Zuschauer. Einen erfolgreichen Abend zusammen mit der Gruppe zu haben, der auch nachwirkt“, darin liegt für den künstlerischen Leiter der Theaterruine, Jörg Berger der Reiz am Inszenieren. Er stammt aus Magdeburg, hat Hydrologie, die Wissenschaft vom Wasser, an der TU Dresden studiert. Entscheid sich dann aber für das Theater als ein Ort, um zusammen mit anderen etwas zu entwickeln und bewegen.

Nach dem Studium arbeitete Berger drei Jahre als Dramaturg am TJG und dann am Puppentheater. Sein erstes Stück an der Studentenbühne der TU, die er auch einige Zeit leitete, war „Das blaue Licht“ von Franz Fühmann. Drei Jahre führte er Regie beim „Rocktheater Dresden“ mit Aufführungen zur Jiddischen Musik- und Theaterwoche und nach dessen Auflösung inszenierte Jörg Berger mit einer kleinen Gruppe, dem „Theater von unten“ ab 1999 in der damals noch unsanierten Theaterruine. Ihr erstes Stück hieß „Herkules und der Stall des Augias“.

Inzwischen gibt es den Verein TheaterRuine St. Pauli e.V. mit mehr als 90 Mitgliedern, davon rund 65 Spieler zwischen 13 und 80 Jahren. Wenn sie nicht auf der Bühne stehen, kümmern sie sich bei den rund 150 Veranstaltungen pro Saison um Eintritt, Gastronomie und Aufräumen. Sie alle bringen viel Energie, Engagement, freie Zeit, aber auch Unterschiede ins sozial bunt gemischte Spielerensemble mit. „Die Kunst ist, alles unter einen Hut zu bringen, dazu braucht es Fingerspitzengefühl, Geduld und Durchsetzungsvermögen“, so Berger. Erzählt werden Geschichten, die die Akteure selbst spannend finden, mit viel Humor, nah am Publikum und Bezug zur Gegenwart. Nach dem Ausbau der Theaterruine mit Glasdach, WC-Trakt und Lärmschutz sind neben Schauspiel wieder verstärkt Musiktheater und Konzerte in allen Klangfarben angesagt. Gespielt werden Klassiker wie Shakespeares „Sommernachtstraum“, Komödien wie Molières „Der Bürger als Edelmann“ bis zum flippigen Goethical „Faust rockt“.

Im Herbst startet das Projekt „TheaterKids“, einer Gruppe für spielfreudige Leute zwischen acht und 21 Jahren im Hechtsalon (Anmeldungen im Büro der Theaterruine). Unterstützung dafür kommt von den Dresdner Lionsclubs, die den Reinerlös des 11. Dresdner Entencups auf der Elbe für dieses neue Angebot spenden. „Wenn ich leidenschaftlich für etwas brenne, kann ich auch leichter überzeugen. Das ist eigentlich das Geheimnis“, so Jörg Berger. Sein 10jähriger Sohn Tamino kommt auch gern hierher, schaut manchmal bei den Proben zu und hat schon in einem Schultheaterstück auf der Ruinebühne mitgespielt.

Text + Fotos (lv)

KulturTipp:

am 19. und 20. Oktober, um 19.30 Uhr kommt „Ein Sommernachtstraum“ – ein Liebesspiel von William Shakespeare letztmals in dieser Saison in der Theaterruine.

http://www.pauliruine.de

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Premiere „Leon zeigt Zähne“ im Theater Junge Generation

16 Dienstag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Foto: Marco Prill

Wie man Mut lernt

Das erfahren kleine und große Zuschauer (ab 6 Jahre) im Stück „Leon zeigt Zähne“ nach dem Roman von Silke Wolfrum in einer Fassung von Andreas Steudtner. Die Premiere ist am 20. Oktober, um 16 Uhr im Theater Junge Generation im Kulturkraftwerk Mitte.

Leon ist schüchtern. Doch das möchte er nicht länger sein, er will endlich einmal seine Meinung laut sagen können. Sein Vater, der ebenfalls ein Hasenfuß ist, kann ihm da auch nicht weiterhelfen. „Zeig Zähne!“ ist sein einziger Ratschlag. – Aber wie geht das?

Bei seiner Oma findet Leon in der Frauenzeitschrift „Cordula“ die Antwort. Mit den vermeintlichen Kommunikationstipps und -tricks beginnen Vater und Sohn ihre Mission. Zunächst müssen sie ihre „Problemzonen“ benennen, auf eine Liste schreiben und an den Kühlschrank hängen, danach werden diese abgearbeitet. So kauft Leon seinem Gitarrenlehrer Udo Zahnbürste und Mundwasser, damit dieser beim Unterricht keinen Mundgeruch mehr hat. Auch seinem Mitschüler Quentin macht er klar, dass er in der Pause ab sofort beim Fußball mitspielen wird. Und als Leon sich schließlich mit Ida anfreundet, ist selbst der Sprung vom Drei-Meter-Brett nur noch ein Klacks.

Silke Wolfrum erzählt in ihrem Roman humorvoll davon, wie man seine eigenen Schwächen akzeptieren lernt und daraus Stärken werden, wie man mit Mut über seinen eigenen Schatten springt und dabei manchmal auch etwas aufs Spiel setzen muss.

Text: Norbert Seidel/TJG

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Premiere „Dantons Tod“ an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

15 Montag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Ein groteskes Spiel um Macht und Verführung

Wohin führen grenzenlose Freiheit und der Ruf nach härteren Gesetzen für mehr Ordnung im Land? Das hinterfragt bilderstark und eindringlich Peter Kubes Inszenierung von Georg Büchners Drama „Dantons Tod“. Die Premiere war am Sonnabend an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

In heroischer Pose erstarrt wie Denkmäler oder Spielfiguren, stehen inmitten ihrer Anhänger zu Beginn Danton und Robespierre und singen die Marsellaise. Die einstigen Kampfgefährten und Anführer der Französischen Revolution sind zu erbitterten Feinden geworden, die am Volk vorbei ihre Machtkämpfe austragen. Davon erzählt das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner passend zum Motto der neuen Spielzeit “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Die Premiere war am Sonnabend an den Landesbühnen
Sachsen in Radebeul.

Die packende, leidenschaftliche und bildhaft-poetische Sprache Büchners kam in der Inszenierung von Peter Kube in eindringlichen, beklemmenden bis grotesken Szenen, jedoch etwas einseitig überspitzter Darstellung der zwei politischen Kontrahenten auf die Bühne. Büchners zeitloses Stück legt den Finger auf die Wunden der Gesellschaft, indem es Ideale ebenso wie niedere Instinkte des Menschen und ihre Verstrickungen in der Politik schmerzhaft genau offenlegt. Es hinterfragt: „Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?“ Es geht um den Umgang mit Macht, Konflikten, Schuld und Verantwortung in Umbruchzeiten.

Auf der schwarzen Bühnenschräge, die immer rotbefleckter wird im Laufe des Stücks, steht inmitten der konträren politischen Lager eine Frau in weißem Kleid (kraftvoll: Julia Vincze) mit Tricolore in der Hand wie eine Statue der Freiheit, die die Männer umarmen. Es ist Julie, Dantons Frau, die weitaus mehr Mut zeigt als er. Danton wird von Alexander Wulke als tragikomische, widersprüchliche Figur gespielt. Der zunächst in rotem Kleid närrisch, verrucht mit einer und mehreren Gespielinnen sich vergnügt. Nichts vom einstigen Revolutionär übrig, wehleidig und trotzig ignoriert Danton die Warnungen seiner Gefährten, wie den ihn immer wieder anstachelnden, besorgten Lacroix (Grian Duesberg). Berührend die Szene mit dem jungen Paar, dem Danton-Anhänger Camille (Felix Lydike) und seiner Liebsten Lucille im blauen Kleid (Julia Rani), ihr Hin und Her geworfen sein, sich An- und Auflehnen für ihr eigenes Glück und große Ideen und die Verletzlich-Zerbrechlichkeit alles Lebendigen. Im Kontrast dazu die Rede des Aufwieglers Hérault (Johannes Krobbach), der zwischen Natur- und menschlicher Zerstörungsgewalt nicht unterscheiden will.

Der Jakobiner-Anführer Robespierre, genannt „Blutmessias“ predigt Ordnung und Tugendhaftigkeit und windet sich zwischen Gewissensbissen und hart durchgreifen (Holger Uwe Thews). Erst als die Gewalt immer mehr um sich greift und das Volk Dantons Kopf verlangt als Sündenbock, regt sich Widerstand in Danton. Die Gegner attackieren sich gegenseitig mit Stühlen oder verschanzen sich dahinter Reden haltend. Bevor allen Verstand und Vernunft erstickend das Eisenmesser der Guillotine krachend niedersaust. Viel Beifall.

Text (lv)

Matinee zur Schauspiel-Spielzeit  jetzt am 4.11.2018, 11.00 (Glashaus)

Die Matinee zur Inszenierung «Dantons Tod» und zur Spielzeit 18/19 der Sparte Schauspiel wird vom 7.10.18 auf den 4.11.18, 11.00 Uhr verschoben. Die Landesbühnen konnten für diesen Termin den Seelsorger der Polizei, Christian Mendt, gewinnen, der bis 2014 Pfarrer der Lutherkirche Radebeul war.

«Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit», die Schlagworte der Französischen Revolution, vor deren Hintergrund «Dantons Tod» spielt, sind das Motto dieser Spielzeit. Ringen die politischen Parteien heute noch um diese Ideale? Wird die Radikalisierung, die auf den Straßen stattfindet, wirklich wahrgenommen oder geht es um die Sicherung der Machtpositionen von Politikern?

Als Polizeipfarrer ist Christian Mendt immer wieder mit diesen Fragen konfrontiert. Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Lage stellen wir Ihnen den Spielplan dieser Spielzeit vor und kommen mit Darstellern und Regisseur Peter Kube ins Gespräch.

Text: Petra Grubitzsch/LB

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Mimenbühne Dresden hört auf – Das PantomimeTheaterFestival findet aber statt

10 Mittwoch Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Theater

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Bleiben der stillen Kunst und dem August-Theater mit Gastspielen weiterhin  verbunden: der junge Mimekünstler Arne König und der gestandene Pantomime Ralf Herzog.

Die Mimenbühne beendet den Spielbetrieb

Eine eigene Spielstätte ohne Förderung ist für den Verein nicht mehr zu halten. Die Tradition des jährlichen Internationalen PantomimeFestivals soll jedoch erhalten bleiben.

Ein Ende ohne Wende – die Mimenbühne Dresden unter Intendanz von Ralf Herzog stellt den Spielbetrieb ein. Das Ensemble zeigt zum PantomimeTheaterfestival im November die letzte Vorstellung und löst sich im Anschluss auf. Bereits in den nächsten Wochen ziehen die Mimen aus dem August Theater aus.

„Die Kraft ist zu Ende, die Finanzen sind es auch“, begründet Ralf Herzog die Entscheidung, die das Ensemble in den letzten Monaten und sogar Jahren immer wieder abgewogen hat. „Zu wenige Besucher finden den Weg zu uns.“, erklärt Ralf Herzog. „Wir müssten viel stärker in die Werbung investieren, aber dafür fehlen die Mittel – weil die Besucher fehlen und wir finanziell nicht gefördert werden. Und eine Förderung bekommen wir nicht, obwohl wir uns mehrfach im Rathaus bemüht haben.“

Das 35. PantomimeTheaterFestival findet ohne Einschränkungen statt

Auf das 35. PantomimeTheaterFestival vom 8. bis 11. November 2018 hat das Ende der Mimenbühne keine Auswirkungen. Im Gegensatz zum ganzjährigen Spielbetrieb ist das Festival förderfähig und kann damit wirtschaftlich abgesichert werden. In diesem Jahr werden neben Workshops sechs Vorstellungen angeboten, darunter eine Kindervorstellung und die beliebte Improvisationsshow zum Abschluss. Zwei Ensembles aus Russland und eins aus Frankreich werden erwartet. Die organisatorische Leitung übernimmt Arne König vom Mimenstudio Dresden e.V. Auch künftig soll die Tradition des jährlichen Festivals erhalten bleiben. Dafür will sich das August Theater engagieren in Zusammenarbeit mit Jan Romberg, einem langjährigen Mitglied des Mimenstudio Dresden e.V., der inzwischen in Berlin zu Hause ist und mit Pantomimen in aller Welt eng vernetzt ist.

Die Mimenbühne wurde durch einen Verein getragen

Der Mimenstudio Dresden e.V. ist Träger der Spielstätte „Mimenbühne“ und organisiert den Spielbetrieb seit Jahren im Ehrenamt. „Unsere Ensemblemitglieder sind gleichzeitig Vereinsmitglieder. Sie zahlen Mitgliedsbeitrag und spenden zusätzlich die Einnahmen aus den Vorstellungen an den Verein, um die Fixkosten für Miete und Techniker zu zahlen“, erklärt Ralf Herzog. „Das funktioniert so lange, wie genügend Besucher kommen. Bei dem riesigen Kulturangebot in Dresden hat es das Genre Pantomime aber sehr schwer. Wir haben lange gekämpft und ziehen nun das Fazit: Eine eigene Spielstätte ohne Förderung ist für uns als Verein auf Dauer nicht zu stemmen.“

Erst 2014 war die Mimenbühne nach drastischen Mieterhöhungen im Theater auf der Maternistraße in das Rathaus Pieschen gezogen, wo das August Theater mit Puppenspiel für Kinder und Erwachsene ansässig ist. Schon damals sah Ralf Herzog die Existenz der Mimenbühne zunächst gefährdet. Neue Impulse brachte die Bühnenpartnerschaft mit dem August Theater und gemeinsame, die Genres verbindende Inszenierungen. Den Durchbruch bei den Besucherzahlen haben die Mimen jedoch nicht geschafft.

Das August Theater führt die Sparte Pantomime mit Gastspielen fort

Theaterleiter Grigorij Kästner –Kubsch bedauert das Ende der Mimenbühne und will die Sparte Pantomime auch nach dem Auszug des Ensembles fortführen. So plant er regelmäßige Gastspiele. Beispielsweise war Arne König vom bisherigen Ensemble der Mimenbühne am 16.9. mit seinem Zwei-Mann-Stück „Urknall“ hier zu Gast.

„Gastspiele sind in unserem Genre generell der Trend“, weiß Ralf Herzog. „Wer davon leben will, reist als Solist oder als Duo. Auch ich zeige weiterhin meine Soloprogramme. Aber künstlerisch gesehen bietet eine Inszenierung mit großem Ensemble viel mehr Facetten. Doch alles hat wohl seine Zeit. Also Deckel zu und Blick nach vorn.“

Text + Foto: Sabine Mutschke

www.pantomimefestival-dresden.de

www.august-theater.de

Tickets für das Pantomimefestival können über reservix bereits gekauft oder telefonisch unter Telefon 0351/32371528 bestellt werden.

künstlerische Leitung: Ralf Herzog
Koordination: Arne König
Website: Jan Romberg
Träger: Mimenstudio Dresden e.V., Telefon: +49351/32371528

Hintergrund zur Mimenbühne und zur Historie

Die Mimenbühne Dresden wurde 1992 vom Dresdner Pantomimen Ralf Herzog gegründet. Sie ist eine der wenigen Pantomime-Bühnen in Deutschland mit eigener Spielstätte. Zum Ensemble gehören rund zehn Darsteller – eine Seltenheit in der heutigen Zeit, in der der Solo- und Duo-Darbietungen dominieren.

Der Verein Mimenstudio Dresden e. V. ist Träger der Mimenbühne und Organisator des Spielbetriebs. Er wurde 1999 gegründet. Für die Mitglieder ist die Pantomime ein Hobby neben ihrer Berufstätigkeit. Sie zahlen Mitgliedsbeiträge, außerdem spenden sie die Einnahmen aus Ticketverkäufen an den Verein, der daraus den Spielbetrieb, Miete, Techniker, Nebenkosten und anderes finanziert.

Vereinsvorsitzender Ralf Herzog fungiert als Intendant und künstlerischer Leiter und unterrichtet die Mitglieder ehrenamtlich im Handwerk der Pantomime. Rund 20 eigene Inszenierungen hat das Ensemble unter seiner Leitung erarbeitet, z.B. das nonverbal obskure Maskentheater-Stück „Restaurant Fatal“ oder die Oper ohne Worte „Die Zauberflöte“. Neben den Inszenierungen am eigenen Haus leistete das Ensemble

unzählige kulturelle Beiträge in und für Dresden, zum Beispiel beim Elbhangfest, beim Stadtfest, in der Reihe der Dresdner Schülerkonzerte oder im Rahmen der Theaternacht.

Vorläufer des Vereins war das Pantomimestudio, das 1982 gemeinsam mit dem Volkskunst-podium das renommierte Internationale Pantomimefestival Dresden ins Leben rief.

Dieses findet vom 8. bis 11. November 2018 zum 35. Mal statt. Die Kunst des Improvisationstheaters unter Leitung von Ralf Herzog ist eine besondere Stärke des Ensembles. Herzogs Workshops zur Improvisation werden beim Festival jedes Jahr sehr gut besucht, die „Dresdner Schule“ wird international sehr geschätzt.

Die Mimenbühne und damit auch der Verein haben viele Höhen und Tiefen erlebt und sind mehrfach umgezogen. Aus dem Stadtteilhaus Neustadt auf der Prießnitzstraße musste der Verein im Juni 2004 nach einem Brand ausziehen und wechselte in das Haus des Theaters wechselbad auf die Maternistraße.

Im Jahr 2014 mussten sich die Pantomimen wieder eine neue Spielstätte suchen. Auslöser war eine neu festgesetzte Miete, die um 300 Prozent höher lag als vorher.

Nach Gesprächen mit dem AUGUST Theater im Rathaus Pieschen wagten die Mimen dann doch den Umzug und den Neustart und gründeten mit den Puppen- und Schauspielern Randi und Grigorij Kästner-Kubsch eine Bühnengemeinschaft.

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Premieren-Wochenende: „We are family“ und „Dantons Tod“ an den Landesbühnen Sachsen

10 Mittwoch Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Die Macht der Liebe und Kampf um Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Die Beziehungskomödie „We are family oder Warum nicht…“ von Murray Schisgal, deutsch von Wolfgang Spier, hat am 12. Oktober, um 19.30 Uhr Premiere. Das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner am 13. Oktober, um 19 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul.

Sam Kogan ist ein erfolgreicher Bühnenautor. Nach drei gescheiterten Ehen und etlichen Seitensprüngen hat er eine eklatante Wahrheit entdeckt: nachdem «man» die Frauen Jahrtausende lang unterdrückt und niedergeknüppelt hat, mussten sie das ändern. Sie mussten kämpfen, um anständig und vernünftig behandelt zu werden. Und nun, da sie sich geändert haben, sei es dringend an der Zeit, dass sich auch die Männer ändern. Und so hat Sam beschlossen, die traditionelle Mann-Frau-Beziehung für gescheitert zu erklären und schwul zu werden. Auch der Karriere kann das nur dienlich sein. Also überredet er seinen alten Collegefreund Billy, einen renommierten Universitätsprofessor für amerikanische Geschichte, zu einem homoerotischen Experiment. Mit wachsender Begeisterung unterwirft sich Billy der Versuchsanordnung, flüchtet schließlich aber doch zurück in die Arme seiner Frau Laura, die sich allerdings nach neunzehn Jahren Ehe von ihm trennen will.

Sam muss auf Mario zurückgreifen, der schon immer für ihn schwärmte und dessen Ehe mit einer Polizistin in den letzten Zügen liegt. Dessen überschäumende Liebesgunst überfordert Sam reichlich. Da trifft er unverhofft auf Laura, mit der er als Teenager eine Affäre hatte. Zum zweiten Mal erliegt er ihren weiblichen Reizen. Das Chaos scheint perfekt. Wenn Billy nicht bereits ein Auge auf Mario geworfen hätte …

Eine turbulente Beziehungskomödie, die pointenreich mit gängigen Klischees jongliert.

Inszenierung: Marcus Staiger
Ausstattung: Irina Steiner

Besetzung:

Sam – Matthias Henkel; Billy – Michael Heuser;  Mario – Moritz Gabriel; Laura – Sandra Maria Huimann

Termine

Premiere Fr., 12.10.; 19.30 Uhr  | | So., 4.11., 19.30 Uhr  | Mi., 21.11., 19.00 Uhr/ Sonntag, 16.12.,19.00 Uhr / Fr., 4.1.2019, 19.30 Uhr Studiobühne der Landesbühnen Sachsen

Dantons Tod

Peter Kube inszeniert „Dantons Tod von Georg Büchner passend zum Spielzeitmotto „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ .

1794 sind George Danton und Maximilien de Robespierre, einst Kampfgefährten und Anführer der Französischen Revolution, zu erbitterten Feinden geworden. Unter Robespierre haben die Jakobiner eine Schreckensherrschaft errichtet, deren Inbegriff die Guillotine ist. Danton leidet an seiner Schuld für die einst von ihm verantworteten «Septembermorde» an Gefangenen und wendet sich nun gegen eine Tugend- und Rechtsvorstellung, die mit Terror und Gewalt erzwungen werden soll. Beide sind taub für den Protest der Straße, wo das im fünften Revolutionsjahr immer noch hungernde Volk Gerechtigkeit und Wohlstand fordert.

Doch mit welchen Mitteln soll der Kampf fortgeführt werden? Wie lassen sich die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit der Grausamkeit vereinbaren, die der Preis für ihre Durchsetzung zu sein scheint? Geht es wirklich noch um die Revolutionierung der Verhältnisse oder beschränkt sich die politische Vision auf Machterhalt? Was passiert, wenn die Parteien hinter verschlossenen Türen verbissen ihre Positionen verteidigen, während sich draußen der «Bürger» radikalisiert?

Das 1835 entstandene kraftvolle Drama ist eines der ersten dokumentarischen Theaterstücke, das mit der Verwendung wörtlicher Zitate und Umgangssprache in Bann zieht. Indem Büchner die Motive politischen Handelns untersucht und zeigt, wie politische Morde inszeniert werden, berührt er die großen Themen der menschlichen Existenz wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Utopie und Realität, Aktion und Resignation, Egoismus und gesellschaftliche Verantwortung.

I: Peter Kube; A: Tom Böhm;  Regiemitarbeit: Ute Raab

Darsteller:
Danton- Alexander Wulke;  Robespierre – Holger Uwe Thews; Saint Just, 2. Bürger, Payne, Barère, Deputierter  -Johannes Krobbach; Simon, Lacroix, Laflotte-Grian Duesberg;  Camille, Dillon, Junger Mensch -Felix Lydike; 1.Bürger, Collot, Herman, Bettler, Mercier, Schliesser – Mario Grünewald; Julie, Adelaide– Julia Vincze;  Marion, Fouquier, Dame, Weib–  Sophie Lüpfert; Lucile, Rosalie – Julia Rani;  Simons Weib, Legendre, Knabe, Weib – Luca Lehnert

Termine:

Sa   13.10.2018   19:00   Hauptbühne; Sa   20.10.2018   19:30   Hauptbühne; Fr    09.11.2018   20:00   Hauptbühne; So   18.11.2018   15:00   Hauptbühne; Sa   19.01.2019   19:30   Hauptbühne; So   27.01.2019   19:00    Hauptbühne

Text: Petra Grubitzsch/LB

Auskünfte und Kartenverkauf:  Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH , Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de 

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„Die Venusnarren“ im Kunstkeller Dresden

01 Montag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Fotografie, Theater

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Ein neues Gesicht auf der kleinsten Bühne Dresdens

Jolanda Querbeet, Schauspielerin und Entertainerin, kommt mit ihrem neuen Programm „Die Venusnarren“ am 5. Oktober, um 20.30 Uhr erstmals in den Kunstkeller Dresden auf der Radeberger Straße 15.

Eintritt: 10.- €
inkl. Ausstellungsbesichtigung
Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wird um Platzreservierung gebeten unter: http://www.kunstkeller-dresden.de/veranstaltungen.php

Das Programm findet im Ambiente der Akt-Ausstellung „Akt-Visionen beim Bühnen-Akt“ von Thoralf Möhlis statt. Dazu am Samstag, dem 29. Sept., eine Sonderöffnungszeit von 15-21.30 Uhr – bei Anwesenheit des Fotokünstlers.
Ausstellungsbesichtigung ist bis zum 8. November zu folgenden Zeiten möglich:
di 15 – 21.30 Uhr; mi + do 16.30 – 18.30 Uhr und nahezu jederzeit nach telefonischer Vereinbarung über 0162 682 93 79

Text + Foto: Volkmar Fritzsche/Kunstkeller Dresden

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BilderAlbum: Im Wunderreich der Fantasie beim Herbst- und Weinfest Radebeul & Internationalem Wandertheater-Festival

01 Montag Okt 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Poesie, Projekte, Theater

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Dicht umlagert: das Theaterkarrussel von Georg Traber & der Clownsband The Bombastics erfreute mit beschwingten Klängen.
Die Erde spüren: Mit je einem Rohr zum Sehen und Hören konnten kleine und große Besucher die Erdkugel nach paradiesischen Orten absuchen vor der Aufführung „Perpetuum Mobile“ des Wandertheaters Ton & Kirschen am Sonnabend vor vollen Rängen auf der Streuobstwiese.

.
Kleine Verschnaufpause für Adam & Eva auf ihrer fantastisch-bilderreichen Reise um die Welt auf der Suche nach dem verlorenen Paradies, das verriegelt ist. Ist es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen?, versuchen sie herauszufinden und geraten von einem (Alb)Traum in den nächsten…


Ein Clown als Feuerwehrmann.


Traumwandler halten Ausschau nach dem Ort ihrer Träume…


Zum Träumen, Innehalten und Umher wandeln lud auch die Installation „Traumtänzer“ von Muriel Cornejo und César Olhagaray in der Lounge auf den Streuobstwiesen mit bereit stehenden Strohbetten ein. Dazu gab es flirrend warme Songs mit dem Vollblutmusiker Jorge da Rocha u.a.


Nicht zu übersehen: Der lustige Stelzenläufer mit seinem gefiederten Begleiter, „Hahnrich von Hahnentritt“, ein Antwerpener Zwergbarthahn, der sich gern über seine samtig schwarzen Federn streicheln ließ von den Kindern. Und sich wunderte über manche ihrer Fragen: Z.B. „ob er Eier legt oder beißt?!“ Sein Besitzer Andreas Hummel wohnt in der Lausitz und hat auf seinem Hof in Drebkau/OT Laubst einen „Saal der Wunder“ – in dem Anwesen können Besucher die Natur, Landschaft, Kunst und Kultur und den Saal der vielen Möglichkeiten erleben und genießen. Es gibt ein Café, eine Galerie mit Ausstellungen, offene Bühne und tibetanische Küche. Sonntags ab 14.30 Uhr ist Familientag mit Zauberzirkus, Clownerie und Geschichten von wundersamen Orten. Mehr dazu unter http://www.SADEWU.de


Feurige Balkanfolk-Klänge auf dem Dorfanger von Altkötzschenbroda
„Ach Mensch“: Mit gefühlreich-energiegeladener Stimme sang Miss Rochester (Silvana Mehnert) mit Band auf dem Weinfest eigene Songs, u.a. über zeitlose Liebe, „Every Fair“ (ein Shakespeare-Sonett 18), ein besorgtes Erde-Lied und eine „Ode an die Sterne“. Ihr nächstes Konzert gibt sie am 13. Oktober im Boulevardtheater Dresden.


Labyrinthischer Skulpturengarten Labymenta


Fröhliche Klänge vor wundersamer Kulisse mit Gabriel Jaginiak am Akkordeon.


Wünsche & Wunder. Viele ausgefüllte Fragebogen stiegen beim feurigen Finale mit den Flammen in den Himmel am Sonntagabend zum Abschluss des Herbst- und Weinfestes
& Internationalem Wandertheaterfestival 2018.

Im Labyrinth der Träume

Wein und Wundersames, Musik, Theater, Tanz, Fröhliches und Nachdenkliches gab es reichlich und nah beieinander beim 28. Herbst- und Weinfest Radebeul mit Internationalem Wandertheaterfestival.

Unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ feierten dieses Jahr bei strahlendem Sonnenschein wieder rund 50 000 Besucher drei Tage lang laut Veranstalter, dem Amt für Kultur und Tourismus Radebeul, ein frohes und friedliches Fest. Im Festgelände auf dem Dorfanger in Altkötzschenbroda konnten sie eintauchen in eine bunte fantastische Welt mit Straßentheater, Clownerie, feurig-mitreißenden und verträumten Klängen und Stimmungen zwischen Weindorf auf dem Dorfanger und Streuobstwiesen.

18 Theatergruppen und Solokünstler aus zehn Ländern zeigten ihre Inszenierungen.
Der Gewinner des diesjährigen Publikumspreises beim Wandertheaterfestival heißt „Dado“ aus Kanada. Mit seiner Inszenierung „Classic“ begeisterte der stille Clown die Zuschauer mit seiner unvergleichlichen Situationskomik, wurde gestern abend nach der Preisverleihung bekanntgegeben. Als symphatischer, buckliger Onkel habe er feinfühlig mit kleinsten Gefühlsregungen und skurrilen Utensilien  wie Gummihandschuh-Dudelsäcken die Herzen des Publikums erobert.

Auf eine fantasie- und bilderreiche, witzig-skurrile wie traurig-komische Reise um die Welt auf der Suche nach dem verlorenen Paradies nahm die Zuschauer die Inszenierung „Perpetuum Mobile“ vom Wandertheater „Ton & Kirschen“ am Samstag abend vor vollen Rängen mit.

Mehr Text folgt.

Text + Fotos (lv)


Streuobstwiesenäpfel

 

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Fast Forward – Zweite Auflage des Europäischen Festivals für junge Regie

26 Mittwoch Sept 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Lebensrealitäten im Blick

Junge Theatermacher aus sechs Ländern bringen mit ihren Arbeiten auch neue Formen von Gegenwartstheater auf die Bühne. Eine internationale Jury vergibt zum Abschluss einen Preis für die beste Aufführung – eine Einladung zu einer neuen Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden.

Mit acht Inszenierungen aus Belgien, Frankreich, Portugal, Spanien, Deutschland und Litauen stellten Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden und Festivalkuratorin Charlotte Orti von Havranek heute das Programm der zweiten Dresdner Ausgabe von Fast Forward – Europäisches Festival für junge Regie vor. Die acht Arbeiten aus sechs Ländern nehmen auf künstlerisch vielfältige Weise Lebensrealitäten in den Blick, für die die jungen Künstler*innen auf der Bühne eine Sprache suchen. Die Plattform für den europäischen Theaternachwuchs zeigt vom 15. bis 18. November 2018 insgesamt 16 Vorstellungen in Kooperation mit den Dresdner Spielstätten Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, der Hochschule für Bildende Künste und Semper Zwei.

Auch 2018 wird eine internationale Jury, bestehend aus der Theaterkritikerin Barbara Burckhardt, der spanischen Kuratorin und Theaterleiterin Isla Aguilar, dem polnischen Regisseur und Theaterdirektor Paweł Łysak und Intendant Joachim Klement, am letzten Festivaltag einer der gezeigten Arbeiten auszeichnen und damit eine Einladung zu einer neuen Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden aussprechen.

Im Rahmenprogramm kooperiert Fast Forward mit dem Studiengang Bühnen- und Kostümbild der Hochschule für Bildende Künste Dresden, deren Studierende zusammen mit 10 Studierenden europäischer Theaterhochschulen aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Rumänien und der Tschechischen Republik das Festival besuchen und die Produktionen diskutieren. Angeleitet werden sie dabei von der Dramaturgieprofessorin Stefanie Wenner und dem in Prag arbeitenden Regisseur, Produzenten, Festivalmacher und Dozenten Ewan McLaren.

Fast Forward findet mit maßgeblicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden statt. Das Festival wird außerdem vom Förderverein des Staatsschauspiels Dresden unterstützt.

Text: Gertrud Aringer/Staatsschauspiel Dresden

www.staatsschauspiel-dresden.de

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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