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Kategorien-Archiv: Theater

Die Puppen bleiben im Koffer. Wie Bianka Heuser in der Zeit des Lockdowns ihren Optimismus behält

30 Montag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Theater

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Fantasievolles Figurentheater über den Wert der kleinen Dinge. Puppenspielerin Bianka Heuser kann ihr neuestes Stück „Die Salzprinzessin“ zurzeit leider nicht aufführen, da alle Spielstätten durch den Lockdown geschlossen sind. Foto: PR

Kein Figurenzauber in der Adventszeit

Doch die „Salzprinzessin“ lehrt die Schau- und Puppenspielerin Bianka Heuser auch die kleinen Glücksmomente zu sehen.

Die „Salzprinzessin“ hatte nur wenige Auftritte in diesem Jahr. Nach dem Lockdown im Frühjahr packte Bianka Heuser ihre Puppen zum Kindertag im Juni wieder aus. Das letzte Mal spielte sie am 30. Oktober in Grimma. Nun sind die Figuren wieder im Koffer verschwunden und müssen warten bis es weitergeht auf ihrer schönen himmelblauen Küchenschrank-Bühne: König Kohledampf, seine Tochter Rosalie und Prinz Fabién, der Sohn des Salzkönigs, der sich in sie verliebt.

Dabei passt das Figurentheater nach einem slowakischen Volksmärchen und Motiven der Gebrüder Grimm gerade so gut in diese Zeit. “Das Märchen erzählt davon, dass man anstatt zu streiten nach Lösungen und gegenseitigem Verständnis suchen sollte“, sagt die Schau- und Puppenspielerin über die Aufführung. Und es gehe darum, wie schnell wir in unserem komfortablen Alltag scheinbar kleine Dinge und deren Werte vergessen.

Bianka Heuser hat Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg studiert und war von 2000 bis 2007 an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul engagiert. Im gleichen Jahr gründete sie die Theatermanufaktur Dresden und ist seitdem freischaffend mit ihrer mobilen Bühne mit Stücken für Kinder und Erwachsene in und außerhalb Sachsens unterwegs. Die erneute Schließung von Spielstätten als auch das Veranstaltungsverbot in Kitas und Grundschulen treffen Bianka Heuser hart.

„Die Wintermonate und speziell die Weihnachtszeit sind sonst die vollsten Monate im Jahr für mich“, sagt sie. 35 Vorstellungen sind im November ausgefallen, im Dezember würden es noch mehr werden. In Neustadt/Sa. und auch in der Johannstadthalle in Dresden hätte sie an einem Puppentheaterfest teilgenommen. „Sicher nervt es, wenn mittlerweile Absagen bis in den Februar hinein kommen. Wenn man sieht wie leer der Kalender jetzt ist, gerät man schon ins Grübeln“, erzählt sie.

Es gebe Momente, da werde sie traurig und wütend. „Dann muss ich rausgehen. Holzhacken, spazieren gehen oder einfach nur einen guten Film schauen. „Wenn ich den ganzen Tag jammere und mich aufrege, was man alles nicht mehr darf, wird die Situation auch nicht besser.“

Bianka Heuser versteht die Einschränkungen, die wegen der Pandemie derzeit nötig sind und hofft, dass durch diese die Infektionszahlen bald runtergehen werden. Sie kennt Menschen aus ihrem Umfeld, die an Corona erkrankt sind, die zuhause kämpfen und denen jeder Schritt schwerfällt. Und die sind nicht im Risikoalter.

Sie hofft, dass es in der Zeit des erneuten Lockdowns ein praktikables Hilfsprogramm für Soloselbstständige geben wird, um die Einnahmeverluste auszugleichen. Für drei ausgefallene Vorstellungen können Veranstalter oft nur eine neue anbieten. “Im Prinzip fehlt ein ganzes Jahr.“ 2020 sollte eigentlich das Märchen „Die Gänsemagd“ herauskommen. “Aber das ist momentan nicht finanzierbar. Es fehlen die Einnahmen, um Bühnenbild und Puppen bauen zu lassen.“

Außerdem sollte im November eine Voraufführung für den neuen Kabarettabend “Rendezvous mit Damenschuh“ zusammen mit Jörg Bretschneider und dem Musiker Tino Liebe im Dresdner Comedy & Theaterclub stattfinden. Natürlich mit aktuellem Bezug zur Corona-Zeit. Eine Frau hat Geburtstag und ihr Mann spielt ähnlich wie in Dinner for one alle Geburtstagsgäste, die wegen der Kontakteinschränkung nicht kommen können. Vielleicht kann die Premiere Ende Dezember auf die Bühne, hofft Bianka Heuser.

„Die Ungewissheit, wie es weitergeht, erschwert das Proben.“ Zurzeit sitzt sie viel im Büro am Computer, bearbeitet die Absagen, stellt Anträge und organisiert neue Termine für Veranstaltungen. Die künstlerische Arbeit ruht vorerst. So kommen erst einmal andere Sachen dran wie Kostüme waschen oder Lager aufräumen mit den Stückrequisiten. Manchmal freut sie sich auch einfach über die Zeit, die sie geschenkt bekommt für etwas anderes, zu dem man sonst nicht kommt, sagt Bianka Heuser.

„Ich versuche jeden Tag mit einem Lächeln auch die schönen Momente zu sehen und etwas zu tun, woran ich mich erfreuen kann. Sonnenstrahlen, umgetopfte Pflanzen oder ein geputztes Fenster“, bleibt sie optimistisch. Nach der letzten Vorstellung der „Salzprinzessin“ in Grimma bekam Bianka Heuser von Zuschauern einen Adventskalender, der sie mit jedem Türchen daran erinnern soll, welche Freude sie den Kindern bereitet hat und eine Kerze, die ihr Licht und Hoffnung schenkt. Wer weiß, vielleicht kann sie doch noch vor Weihnachten die Puppen wieder aus dem Koffer holen.

Text (lv)

http://www.theatermanufaktur.de


Ungewissheit wie es weitergeht: Bianka Heuser versucht aber wie ihre „Salzprinzessin“ auch die schönen Momente, die auch das Salz in der Suppe sind, zu sehen. Foto: PR

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St. Pauli TheaterRuine: Fachjury favorisiert neues Konzept des alten Betreibers

25 Mittwoch Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Lebensart, Projekte, Theater

≈ Ein Kommentar


In das urige alte Kirchgemäuer im Dresdner Hechtviertel wird bald noch mehr kulturelles Lebern einziehen. Foto: TheaterRuine St. Pauli e.V.

Verein der TheaterRuine steht am Start für die neue Spielsaison

Für die große Unterstützung und Ermutigung zur Weiterarbeit dankt der Theatervereins-Vorsitzende und Regisseur Jörg Berger allen Beteiligten. Angestrebt wird eine Kooperation mit dem Societaetstheater und Kulturschaffenden aus der freien Szene. Differenzen mit der Stadt Dresden gibt es noch zur Vertragsdauer bis vorerst Ende 2022 unter anderem.

Aus insgesamt vier eingegangenen Angeboten – nach der Ausschreibung im September –  schlägt die Jury den TheaterRuine St. Pauli e. V. als künftigen Betreiber vor, gab die Stadt Dresden gestern bekannt. Der Verein soll mit einem erweiterten Konzept die Spielstätte bis vorerst Ende 2022 betreiben. Dazu soll ab Januar 2021 ein Nutzungsvertrag zwischen der Landeshauptstadt Dresden und dem Verein geschlossen werden. In den nächsten Wochen werden auf Grundlage des Votums der Jury entsprechende Gespräche zwischen dem Verein TheaterRuine St. Pauli e.V. und dem Amt für Kultur und Denkmalschutz geführt.

Das von der Jury favorisierte Konzept sieht vor, dass der zukünftige Spielplan neben Amateurtheaterproduktionen auch soziokulturelle Angebote, Konzerte und Veranstaltungen professioneller Theatergruppen und Künstler*innen beinhalten wird. Hierzu sollen ein Programmbeirat mit beratender Funktion gegründet und entsprechende Kooperationen abgeschlossen werden. Auch die Öffnung und Vernetzung in den Stadtteil, zum Beispiel über einen Arbeitskreis mit Anwohnern und Vereinen, soll zukünftig verstärkt werden.

„Der von der Jury getroffene Strukturvorschlag zur Fortführung des Veranstaltungsbetriebes in der St.-Pauli-Ruine führt die Intention des Kulturamtes und von Akteuren der Freien Szene zur Weiterentwicklung der Spielstätte zusammen. Der vorgeschlagene Zweijahresvertrag ermöglicht nicht nur die weitere Nutzung durch den St.-Pauli-Theaterverein, sondern auch eine breitere Einbindung des Stadtteiles sowie verschiedener künstlerischer Perspektiven. Ich danke der Jury für ihre Tätigkeit“, so die Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch.

TheaterRuine St. Pauli e.V. zur St. Pauli Ruine – Juryentscheidung

„Zuerst möchten wir uns, im Namen der Vereinsmitglieder des TheaterRuine St. Pauli e.V., bei allen bedanken, die sich für unsere Arbeit und für die von uns eingereichten Konzepte eingesetzt haben“, teilt Jörg Berger, Theaterregisseur und Vorstandsvorsitzender des TheaterRuine St. Pauli e.V. in einer Pressemitteilung des Vereins zur Juryentscheidung mit. Er und sein Team waren beeindruckt von der enormen Unterstützung durch die große Zahl motivierender Botschaften und die circa 5 000 Petitionsunterzeichnungen haben dem Verein in der Ausschreibungsphase sehr geholfen.

„Wir freuen uns sehr, das unser Konzept die meisten Punkte von der eingesetzten Fachjury bekommen hat und bedanken uns für das Vertrauen, das uns und unserer Bewerbung dadurch entgegengebracht wird“, so Jörg Berger.

Leider seien er und der TheaterRuine St. Pauli e.V. noch nicht offiziell über die Entscheidung der Jury informiert worden, entnehmen aber der heutigen Pressemitteilung der Kulturbürgermeisterin, dass es Differenzen zu den vom Verein angebotenen Inhalten gibt. „Gern werden wir uns mit der Kulturverwaltung zu Gesprächen über die Rahmenbedingungen zusammenfinden“, so Berger. „Wir erwarten jedoch ein Angebot, das unser Konzept berücksichtigt und dem Ausschreibungstext entspricht.“

Ein wesentliches Kriterium ist die Vertragsdauer. In der Ausschreibung heißt es: „Mietvertrag soll zunächst für fünf Jahre abgeschlossen werden“. Eine kürzere Vertragslaufzeit ist vom Verein schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht beabsichtigt. Die Stadt hat dem Verein der TheaterRuine einen Nutzungsvertrag zunächst bis Ende 2022 angeboten.

Weitere Differenzen seien das geplante „Kuratorium“ unter Beteiligung des Kulturamtes sowie der Aufbau eines veranstaltungsunabhängigen Gastronomieangebotes.

Bei entsprechender Planungssicherheit will der Verein der TheaterRuine eine Kooperation mit dem Societaetstheater beginnen und in den kommenden Jahren ausbauen. Darüber hinaus sei in ihren Konzepten Raum für weitere Partner. „Wir freuen uns darauf, mit Interessierten aus dem Stadtteil, aus der Kultur- und Veranstaltungsbranche sowie mit den anderen Ausschreibungsbewerbern gemeinsame Möglichkeiten auszuloten.“ Die weiteren Bewerber wurden bisher nicht benannt.

Auf Grund der Entscheidung für den TheaterRuine St. Pauli e.V. können Jörg Berger und die Theatermannschaft endlich auch die kommende, Mitte April beginnende, Saison vorbereiten. „Wir bitten um zeitnahe Anfragen von Künstlern und Mietinteressenten und freuen uns über jeden neuen Mitstreiter auf und hinter der Bühne“, sagt Berger voller Tatendrang.
Offen für Neues am langjährigen Spielort in der St. Pauli-Kirchruine: Theaterregisseur und Vereinsvorsitzender Jörg Berger. Foto: St. Pauli TheaterRuine e.V.

Textzusammenfassung (lv)

Adresse:

St. Pauli Ruine, Königsbrücker Platz, 01097 Dresden
Theaterbüro St. Pauli e.V., Hechtstraße 32, 01097 Dresden

Öffnungszeiten: Mo + Do 13 – 17 Uhr, Di + Fr 10 – 13 Uhr
Telefon 01522 6207279 | Telefax 03 51/2 72 14 66

bergerdresden@gmx.de | presse@pauliruine.de | www.pauliruine.de   23.11.2020 jörg berger + t: 01522 6207279 + bergerdresden@gmx.de + büro t: 0351 27 21 444 + www.pauliruine.de  

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Jede Rolle ein Abenteuer voller Ernst & Komik. Abschied von Schauspieler Matthias Henkel

17 Dienstag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Theater, Zwischenmenschliches

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Schauspieler Matthias Henkel verstarb am 15. November 2020 in Dresden – Die Landesbühnen Sachsen trauern um einen großartigen Schauspieler und Menschen

William Shakespeares  Hamlet, Marat in «Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats» von Peter Weiss, Tschechows Platonow, Lessings Nathan, Shakespeares Mercutio in „Romeo und Julia“,  Karl Mohr in Schillers  „Räuber“,  Biff in „Tod eines Handlungsreisenden“,  Salieri in «Amadeus»,   Prof. Higgins in  „My Fair Lady“ ,  Einstein in „Die Höflichkeit des Genies“ von Peter Hacks und noch vielen anderen großen und kleinen Männern der Weltliteratur verhalf er zu großartigen Auftritten in seinen vielen Jahren im Ensemble der Landesbühnen Sachsen.  Alle seinen Rollen aufzuzählen würde ganze Seiten füllen.

Sein Publikum liebte ihn und blieb ihm stets treu.

Die ersten Reihen waren voll besetzt, wenn er z.B. seit 1997 seinen berühmten Monolog  „Sein oder Nichtsein“ als Hamlet sprach. Nie kamen die Fans ihrem Lieblingsschauspieler näher als in dieser Inszenierung, wenn er auf der Bühnenkante sitzend diese Worte sprach.

Auf der Felsenbühne Rathen überzeugte er als Zettel im „Sommernachtstraum“ in der Inszenierung von Carsten Ramm und als Hagen in Andreas Knaups „Nibelungen“.

In den Karl-May -Stücken wechselte er vom Indianer Apanatschka und den Häuptlingen Tangua und Vupa umugi zum überzeugenden Fiesling Santer in „Winnetou I“  in den letzten Jahren.

Auch auf der Studiobühne war er stets präsent ob im Theatersport in den neunziger Jahren oder in ganderen Rollen wie in Schmitts  „Enigma“ gemeinsam mit Olaf Hörbe.

Und immer begeisterte er das Publikum.  Egal ob große Tragödie oder Komödie. Sein komödiantisches Talent zeigte er zuletzt 2018/19 als Sam in „We are Family oder Warum Nicht …“, einer Komödie von Murray Schisgal.

Am Sonntag ist Matthias Henkel nach tapferem Kampf gegen die Krankheit verstorben.

1962 in Weimar geboren und in Leipzig  aufgewachsen erlernte er den Beruf des Buchhändlers, um danach von 1985-1989 an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig Schauspiel zu studieren. Seine praktischen Erfahrungen sammelte er im Schauspielstudio am Staatsschauspiel Dresden. Seit 1989 gehört er zum Ensemble der Landesbühnen Sachsen.

Hier spielte er alle großen klassischen Rollen und glänzte ebenso in Komödien.

Außerdem war er mehrfach in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in der SOKO Leipzig bzw. Wismar, Schloß Einstein, Klinik Nord, Staufer-Geschichte Mitteldeutschlands, Stubbe – Von Fall zu Fall und im Tatort. Er ist Vater eines Sohnes.

Das gesamte Team der Landesbühnen Sachsen verabschiedet sich von einem Schauspieler, der dieses Theater als Künstler und Mensch drei Jahrzehnte prägte, mit Dank und einer Verbeugung.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Text: Petra Grubitzsch/LB


Szenenfoto: Nathan der Weise LBS Premiere: 29.4.2011 Lutherkirche, Radebeul, Regie: Arne Retzlaff. v.l.: Nathan – Matthias Henkel, Tempelherr – Marc Schützenhofer
Foto: Martin Krok


Szenenfoto: Die Räuber, 2002 LBS mit Matthias Henkel als Karl Mohr hier mit Schauspielerin Julia Vincze. Foto: Hagen König

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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Trotz Hygienekonzept & viel Platz im Ostra-Dome: Der Pate konnte die Verantwortlichen nicht überzeugen ! Mafia Mia-Jubiläumsshow ins nächste Jahr verschoben

17 Dienstag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kultur, Musik, Theater

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Aller Charme, Tatsachen und Überredungskünste halfen nichts. Der Pate (Bert Callenbach) kann erst nächstes Jahr das 10-jährige Jubiläum der beliebten Dinnershow „Mafia Mia“ im Ostra-Dome in Dresden feiern. Foto: Michael Schmidt

Die Jubiläumsshow „Mafia Mia“ wird ins nächste Jahr verschoben

Der Termin der neuen Spielzeit steht schon fest: 26.11.2021 bis 16.1.2022. 

Das Jubiläumsprogramm stand, das Hygienekonzept war genehmigt, doch nun muss die Dinnershow Mafia Mia abgesagt werden. Sie sollte am 27. November Premiere feiern.

Grund für diese Entscheidung sind die derzeitig geltenden Corona-Maßnahmen, nach denen die geplante intensive Probenzeit und die ersten Vorstellungen im November nicht umsetzbar sind. Ob sich die Situation im Dezember ändern wird, ist nicht vorhersehbar, und das birgt ein großes Risiko.

„Die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona machen die Vorbereitung und Durchführung unserer Dinnershow unmöglich.“, erklärt Veranstalter Mirco Meinel von der First Class Concept GmbH. „Wir sind unendlich traurig, denn das ganze Team vom Künstler bis hin zum Ticketverkauf hat viele Monate für diese Show gearbeitet und gerade in den letzten Wochen mit Zuversicht Vollgas gegeben. Ich danke meinem Team, das so viel Elan gezeigt hat. Lasst uns nächstes Jahr mit neuer Energie starten!“

Die Show wird nun um ein Jahr verschoben. Die neue Spielzeit steht schon fest: 26.11.2021 bis 16.01.2022. „Gerne tauschen wir die Tickets in Gutscheine für die nächste Spielzeit um.“, so Mirco Meinel. “Wir hoffen sehr, dass uns die Mafia-Mia-Fans die Treue halten und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.“ Das Ticketbüro erreicht man unter info@mafia-mia.de oder Telefon 0351/427 64 61.

Text: Sabine Mutschke

Vorschau

Basta! Der Pate feiert 10 Jahre Mafia Mia!

Der Raub im Grünen Gewölbe lieferte die Idee zur Jubiläumsshow.

Mit Elan, Volldampf und einem genehmigten Hygienekonzept startete das Team von „Mafia Mia“ in die Vorbereitung der 10. Jubiläumsshow. Vom 27. November 2020 bis 17. Januar sollte die Dinnershow im Ostra-Dome steigen, der seine Feuertaufe 2019 mit Bravour gemeistert hat.

Die Story der Show kommt frisch und frech daher und knüpft an einen Gag an, der 2019 für viel Begeisterung sorgte. Damals tauchte auf der Bühne ein Geschmeide auf, das nach Aussage des Paten natürlich aus dem Grünen Gewölbe stammte. Jetzt kommt die ganze Wahrheit ans Licht. Zerlegt in viele Einzelteile, hat die Familie die Diebesware aus Dresden ins Ausland vertickt, nach Mexiko, New York, Paris und Las Vegas, wo der Pate überall schon zugange war. Diese Grundidee führt dazu, dass man auch einige der besten Szenen aus neun Jahren Mafia Mia noch einmal erleben kann, verwoben mit einer verwegenen Story.

Das dürfte vor allem den Stammgästen gefallen, die etwa 70 Prozent ausmachen. Viele planen jedes Jahr ihre Firmenweihnachtsfeier mit dem Paten, vom Autohaus bis zur Zahnarztpraxis. Aber auch private Freundesgruppen, Pärchen, Sportvereine und Nachbarn sind hier zu Gast.

Der Ostra-Dome bietet sehr viel Platz, um Hygieneregeln sicher umzusetzen

„Schon im letzten Jahr haben viele Gäste gestaunt, wieviel Platz der Ostra-Dome bietet“, so Veranstalter Mirco Meinel. „Viel Fläche, breite Wege, moderne Lüftungstechnik und ein riesiges Luftvolumen durch die Höhe von ca. 7,50 Meter – all das kommt uns dieses Jahr zugute. Wir sind so froh, dass wir aus dem Erlwein-Capitol hierher gezogen sind! Unser Hygienekonzept hat das Gesundheitsamt schnell überzeugt, jetzt gehen wir an die Umsetzung.“

Dass die Gäste wie in Theatern üblich nur mit Maske zum Platz gehen dürfen, hat das Team zu einer besonderen Idee inspiriert. „Jeder Gast bekommt eine hochwertige Maske, die wir mit witzigen Motiven bedrucken“, erzählt Mirco Meinel. „Lächelnder Mund oder bärtiges Kinn, auch das Goldzahn-Grinsen von Schlicht kommt in die engere Wahl!“

Nur eine After-Show-Party mit Tanz ist unter den aktuellen Bedingungen wie überall nicht erlaubt. Die Lounge steht den Gästen auf Reservierung dennoch offen, beispielsweise für Firmen zum Begrüßungssekt oder auch zum Ausklang des Abends.

Ein Wiedersehen mit der Mafia Mia-Familie, verquickt mit neuen „Familienmitgliedern“

Das Erfolgsrezept der Show liegt auch an den Konstanten auf der Bühne, die vom Publikum wie bei einem Familientreffen erwartet werden. Der Pate wird vom Leipziger Entertainer Bert Callenbach so überzeugend verkörpert, dass man seine Wurzeln tatsächlich in Sizilien vermutet.

Seine Leibwächter Schlicht und Kümmerling sind nach wie vor dabei, was nach ihren vielen Sprüngen in den Fettnapf sehr erstaunlich ist. Die musikalische Würze liefert die Rock´n`Roll-Band „The Firebirds“. Nach langer Zeit ohne einen Auftritt fiebern die Musiker dem Moment entgegen, als Bang Gang des Paten ihrer unbändigen Spiellaune wieder freien Lauf zu lassen, und das nicht nur zu rockigen Rhythmen. Auch die Mafia Mia – Dancers sind wieder an Bord. Sie arbeiten schon an neuen Choreografien und Kostümen. Dazu gesellen sich wie immer einige neue „Familienmitglieder“, die sich wie immer als großartige Artisten entpuppen, darunter der Hula-Hoop-Künstler Igor Boutorine. Er begeisterte bei der ersten Mafia-Mia-Show vor 10 Jahren mit seinen atemberaubend schnell rotierenden Reifen. Die Kreation des Vier-Gang-Menüs übernimmt wie immer Küchenchef Andreas Kirsch. Auch hier gibt es eine Konstante: Ente im Hauptgang ist gesetzt.

Text: Sabine Mutschke/PR- und Marketingberatung

www.mafia-mia.de

Dinner-Theater im OSTRA-DOME Dresden
Zur Messe 9A, 01067 Dresden

Spielzeit 27.11.2020 bis 17.1.2021

Tickets inkl. 4-Gang-Menü, Show & Tanz gibt es je nach Wochentag und Platzgruppe an allen Vorverkaufskassen, bei Eventim und www.mafia-mia.de; Telefon 0351 – 427 64 61 / E-Mail info@mafia-mia.de

Veranstalter

First Class Concept
Eventmanagement & Location GmbH
Inhaber Mirco Meinel
Messering 8e, D – 01067 Dresden

Telefon:           + 49 351/ 41 888 0
Internet:          www.first-class-concept.de 

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Festival Fast Forward 2020 am Staatsschauspiel Dresden mit digitaler Bühne & Residenzpreis für Inszenierung „Supersocial“

16 Montag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Projekte, Theater

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Einladung ans Publikum, miteinander ins Gespräch zu kommen

Für ihre kommunikative Inszenierung „Supersocial“ erhält eine Künstlergruppe aus Estland den Residenzpreis vom Förderverein des Staatsschauspiels Dresden, der ihnen die Umsetzung dieses Projekts ermöglicht.

Gestern Nacht, am Sonntag, dem 15. November 2020, ging das Europäische Festival für junge Regie FAST FORWARD am Staatsschauspiel Dresden zu Ende. Ursprünglich war natürlich nicht geplant, die 10. und damit eine Jubiläums-Ausgabe dieses renommierten Festivals mit dem Zusatz AT WORK zu versehen – und für alle Beteiligten war bis kurz vor dem Start des Festivals auch nicht zu erahnen, wie sehr sich dieser Zusatz noch bewahrheiten würde.

Am 2. November kam – durch den Erlass zur Eindämmung der Corona-Pandemie – das Aus für alle Veranstaltungen, die analog in verschiedenen Dresdner Spielstätten stattfinden sollten. Alle Kräfte konzentrierten sich von da an darauf, auf der digitalen Bühne fastforw.art dem Publikum eine möglichst breite Palette an zeitgenössischen jungen Regiearbeiten zeigen zu können. Als aber 24 Stunden vor Beginn zwei Mitarbeiter*innen der Technik, die den komplexen digitalen Teil von FAST FORWARD At Work betreuten, in Quarantäne mussten, schien es kurzzeitig, als könne das Festival in diesem Jahr gar nicht stattfinden.

„Durch den außergewöhnlichen Einsatz und die Kreativität aller Beteiligten war es möglich, dass wir trotz allem in den vergangenen Tagen eine große Bandbreite an Arbeiten erleben konnten. Es ist nicht nur Not, die erfinderisch macht – das beweist das Festival FAST FORWARD seit einem Jahrzehnt mit jeder Ausgabe aufs Neue als ein Garant für Überraschendes, für neue Sichtweisen und Ästhetiken. Und auch in diesem Jahr luden auf der von Studio Beisel gestalteten digitalen Bühne junge Künstlerinnen und Künstler zu Inszenierungen, Interviews, Arbeitsgespräche und vielem mehr ein.“, so der Intendant des Staatsschauspiels Joachim Klement.

Charlotte Orti, die Kuratorin des Festivals: „Ganz so wörtlich hatten wir das mit dem AT WORK nicht genommen, aber so sind die Zeiten. Wir haben die Inszenierungen, die wir für Dresden geplant hatten, sehr vermisst. Gleichzeitig war das online-Format eine spannende Erfahrung und es wird ebenso spannend sein, diesen Laborversuch auszuwerten. Ich freue mich außerdem sehr, dass der Förderverein des Staatsschauspiels Dresden sich trotz der Umstände entschieden hat, den von ihm neu gestifteten Residenzpreis zu vergeben.“

Der Residenzpreis 2020 geht an eine Gruppe und an ein Projekt, das gerade aus Dresdner Perspektive Neugierde erweckt: die estnischen Künstler*innen Üüve-Lydia Toompere und Siim Tõniste und ihre Arbeit SUPERSOCIAL. Die Inszenierung wird eine Einladung an das Publikum sein, miteinander ins Gespräch zu kommen, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, um Unterstützung zu werben, mitunter mit der eigenen Meinung alleine da zu stehen, sich selbst zu hinterfragen oder andere zu bestärken. Dieses spannende Projekt in Dresden umzusetzen ermöglicht der Residenzpreis, der vom Förderverein Staatsschauspiel Dresden e.V. ausgelobt wurde.

Zu den Künstler*innen: Üüve-Lydia Toompere (*1990) und Siim Tõniste (*1987) arbeiten als Performer, Choreograf*innen, Dozenten und Stückentwickler in unterschiedlichen Projekten und Disziplinen. Toompere studiert aktuell Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin. Tõniste lebt als freier Künstler in Tallin. Vom Theater, über soziale Bildung und Vermittlungsarbeit bis zur Clubszene beschäftigen sie sich mit verschiedenen kommunikativen und sozialen Aspekten ihrer Kunst. Seit 2015 erarbeiten sie als Autoren- und Regie-Team eigene Theaterstücke, SUPERSOCIAL ist ihre dritte gemeinsame Inszenierung.

Wir freuen uns, dass eine ganz besondere Inszenierung, die im Rahmen des Festivals nicht stattfinden konnte, nun doch noch realisiert werden kann. Die Teilnahme am Audiowalk HOW TO DISAPPEAR COMPLETELY der ungarischen Künstler Ambrus Ivanyos und Bálint Tóth (meetlab) ist ab dem 21. November möglich. Detaillierte Informationen zum Format und zum Erwerb von Karten finden Sie ab dem 17. November auf unserer Webseite unter http://www.staatsschauspiel-dresden.de.

Text: Gertrud Aringer

Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2, 01067 Dresden

Telefon +49 351 4913 755
Fax          +49 351 4913 760

www.staatsschauspiel-dresden.de

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„Kunst und Kultur sind Lebensmittel.“ – Offener Brief sächsischer Theaterleiter und Künstler an Ministerpräsident Michael Kretschmer gegen die Zwangsschließung

16 Montag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kabarett, Kultur, Lebensart, Theater, Zwischenmenschliches

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„Ohne Live-Kultur wird es nicht nur still, sondern kalt!“

Die Unterzeichner des Offenen Briefes wollen mit der Landesregierung ins Gespräch kommen, wie eine Öffnung der Kultureinrichtungen in Pandemiezeiten und somit auch eine bessere und sinnvollere Planung umsetzbar wäre.

Ministerpräsident Michael Kretschmer
Sächsische Staatskanzlei
Archivstraße 1
01097 Dresden
Dresden, 16. November 2020
offener Brief
per Mail: direkt@michaelkretschmer.de
buergerbuero@sk.sachsen.de

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmer,

seit dem 02. November unterliegen nun unsere Theater zum zweiten Mal der Zwangsschließung. Während unsere Schauspielerinnen und Schauspieler, Musikerinnen und Musiker, Technikerinnen und Techniker auf unseren Bühnen mit bewundernswertem Optimismus ins Ungewisse proben, verwaisen unsere – in den letzten Monaten (auch mit staatl. Förderung) für die Virenminimierung hochgerüsteten – Zuschauersäle und Foyers.

Wir, die unterzeichnenden sächsischen Theaterleiterinnen und -leiter, nehmen, so wie auch unsere Ensembles, die Covid-19-Pandemie sehr ernst und leisten selbstverständlich einen Beitrag zur Eindämmung des Virus, auch wenn dafür unsere Theater zeitweise geschlossen werden müssen. Auch die versprochenen Staatshilfen zum Ausgleich der durch die Zwangsschließung verursachten Einnahmeneinbrüche stimmen uns zuversichtlich, dass wir unsere Häuser finanziell über Wasser halten können.

Seit spätestens Mitte März bestimmt die Pandemie das Leben in unserem Land. Am Anfang fehlten wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus, entsprechend grob und undifferenziert fielen die Schließungsmaßnahmen zur Bekämpfung aus. Dafür hatten wir Verständnis. Aber heute fragen wir uns, warum es die politisch Verantwortlichen in den letzten acht Monaten versäumt haben, feinere Instrumente zur Pandemiebekämpfung gemeinsam mit uns zu entwickeln und notwendige Schließungen auf wissenschaftliche Grundlagen und Nachvollziehbarkeit zu gründen. Bis heute konnte deutschlandweit keine einzige Ansteckung in einen Theatersaal zurückverfolgt werden. Die Theater haben kluge und kostenintensive und von den Gesundheitsämtern überprüfte Hygienekonzepte entwickelt, die Zuschauer sitzen vernünftig auf Abstand und tragen Maske, Frischluftsysteme wurden aufwändig eingebaut oder aufgerüstet, manche Theater haben sogar hochmoderne Ionisierungsanlagen installieren lassen … kurz: Die Theater haben alles getan, um den Besuch der Veranstaltungen für ihre Zuschauer sicher zu machen.

Für uns als Kreative ist es irritierend, ernüchternd und nicht zuletzt auch demotivierend, wenn von Politikern Kultur als reines Freizeitvergnügen eingeordnet und mal eben einfach von einem Tag auf de auf den anderen ersatzlos abgeschaltet werden kann. Kultur ist für Menschen relevant. Lebenswichtig.

Oder wie es unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier formulierte: „Kunst und Kultur sind, in einem sehr buchstäblichen Sinn, Lebensmittel.“ Wir möchten ergänzen: Lebensmittel für Menschen, die in Kulturveranstaltungen Trost, Erbauung, Hoffnung, Meinungsaustausch, Widerspruch und Gehör suchen.

Live-Kultur ist wichtig für die seelische Gesundheit, weil sie Hirn, Herz und Bauch gleichermaßen zu berühren vermag – eine Fähigkeit, die kein digitales Ersatzangebot leisten kann. Ohne Live-Kultur wird es nicht nur still, sondern auch kalt, weil Populisten ohne lauten Widerspruch die Gesellschaft weiter spalten können, weil die Angst, Ratlosigkeit und die Wut vieler Menschen keine anderen Räume mehr finden, um durch Gegenvorschläge, Lachen oder Schönheit aus der Dumpfheit geholt zu werden.

Live-Kultur mangels fehlender Weitsicht zur Tragweite solcher Entscheidungen, klügere Konzepte zu entwickeln, abzuschalten, sie gar als verzichtbares Unterhaltungsvergnügen zu behandeln, ist gefährlich für die Demokratie und den Frieden zwischen Menschen mit unterschiedlichen Haltungen.

Wir bitten Sie, sowie jeden politischen Entscheider, jeden, der zur Meinungsbildung in Pandemie-Gremien und Sondersitzungen beiträgt, zu helfen, in Zukunft differenzierte Lösungen zu finden, die eine Öffnung der Kultureinrichtungen einschließt. Geben Sie uns, den Kulturschaffenden dadurch bitte die Möglichkeit, unseren gesellschaftlichen Beitrag in dieser Zeit zu leisten.

Abschließend möchten wir Sie bitten, uns die Möglichkeit eines persönlichen Gespräches einzuräumen, um mit Ihnen in den Dialog zu kommen. Auch wir möchten unseren Beitrag leisten, haben uns Gedanken gemacht und möchten Ihnen aus unserer Sicht ein paar Vorschläge vorstellen, wie eine Öffnung der Kultureinrichtungen in Pandemiezeiten und somit auch eine bessere und sinnvollere Planung umsetzbar wäre, ohne von Langzeitkollateralschäden der gesamten Kreativwirtschaft zu sprechen und dauerhaft deren Arbeitsplätze zu erhalten.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und freuen uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.

Unterzeichnende

Comödie Dresden, Olaf Maatz, Direktor
Dresdner Comedy & Theaterclub, Agentur Kulturperlen Dresden, Heike Jack
Herkuleskeule Dresden, Philipp Schaller, Künstlerischer Leiter
Kammerspiele Dresden, Peter Förster, Theaterleiter
1001 Märchen GmbH, Reiner Petrovsky, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter
Central Kabarett Leipzig, Henrik Dantz, Geschäftsführer
Blauer Salon, Karla Wachsmuth, Betriebsleiterin
Komödie Leipzig, Irene Holzfurtner und Mathias Engel, Schauspieler und Geschäftsführung
August Theater Dresden, Grigorij Kästner-Kubsch, Theaterleiter
Close Up Night Dresden, Torsten Pahl, Matthieu Anatrelle, Andre Kursch, Zauberkünstler und Theaterleiter
Kabarett Leipziger Pffermühle gGmbH, Dieter Richter, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter
Kabarett Academixer Leipzig, Dörte Waurick, Geschäftsführerin
Weil die Schließung der Theater auch viele freiberufliche Künstlerinnen und Künstler betrifft, schließen sich
diesem Brief an:
Matthias Machwerk, Kabarettist und Autor, Dresden
Ellen Schaller, Schauspielerin und Kabarettistin, Dresden
Kathleen Echterhoff-Miersch, Sängerin, Klipphausen/Dresden
Dr. Stephan Reher, Unterhaltungskünstler und Regisseur, Dresden
Jörg Lehmann, Pianist und Kabarettist, Dresden
Dimitrij Sacharow, Regisseur und Produzent Sandtheater Leipzig und Dresden
Annemarie Schmidt, Kabarettistin, Leipzig
Roman Raschke, Kabarettist, Leipzig
Jürgen Fliegel, Kabarettist, Leipzig
Simone Danaylow, Musikerin und Theaterregisseurin, Leipzig
Katrin Tröndle, Kabarettistin, Leipzig
Martin Joost, Musiker, Leipzig
Helga Werner, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Sabine Alex, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Michaela Tschubenko, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Evelyn Kitzing, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Babette Kuschel, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Kirsten Balbig, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Kerstin Doelle, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Daniel Minetti, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden und Krefeld
Stephan Reher, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Wolf Dieter Gööck, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Radebeul
Ulrich Thiem, Ensemble 1001 Märchen GmbH, Dresden
Peter Röttig SKABA, Entertainer, Dresden
Frank Weiland, Schauspieler, Kabarettist Dresden
Anke Geißler, Kabarettistin, Leipzig
Wolfgang Schaller, Autor, Dresden
Hannes Sell, Schauspieler, Dresden
Michael Specht, Schauspieler, Bannewitz
Andreas Leuschner, Musiker, Dresden
Meigl Hoffmann, Kabarettist & Autor, Leipzig
Heike Ronniger, Schauspielerin & Kabarettistin, Leipzig
Carolin Fischer, Kabarettistin, Leipzig
Olaf Hais, Schauspieler & Regisseur, Dresden
Michael Rümmler, Kabarettist, Dresden
Alexander Fabisch, Schauspieler & Musiker, Leipzig
Felix Constantin Voigt, Schauspieler, Dresden
Tom Quaas, Schauspieler, Dresden
Mario Grünewald, Schauspieler & Regisseur, Dresden
Anne Konstanze Lahr, Designerin & Bühnenbildnerin, Dresden
Cornelia Fritzsche, Puppenspielerin, Dresden
Dieter Richter, Geschäftsführer, Künstlerischer Leiter und Kabarettist
Ute Loeck, Kabarettistin, Leipzig
Elisabeth Sonntag, Kabarettistin, Leipzig
Rainer Koschorz, Kabarettist, Leipzig
Burkhard Damrau, Kabarettist, Leipzig
Bernard Paschke, Kabarettist, Leipzig
Hans-Jürgen Silbermann, Kabarettist, Leipzig
Rebekka Köbernick, Kabarettistin, Leipzig
Sascha Kiesewetter, Kabarettist, Leipzig
Heinz Klever, Gastkabarettist, Leipzig
Hartmut Schwarze, Pianist, Leipzig
Steffen Reichelt, Schlagzeuger, Leipzig
Ingo Volkmer, Ton- und Beleuchtungstechniker, Leipzig
Florian Zwiener, Ton- und Beleuchtungstechniker, Leipzig
Ines Richter, Stellvertretung der Geschäftsführung Pfeffermühle, Leipzig
Stephan Richter, Fotograf und Kassierer, Leipzig
Dimitrij Sacharow, Regisseur und Produzent Sandtheater, Leipzig und Dresden
Roman Raschke, Kabarettist, Leipzig
Jürgen Fliegel, Kabarettist, Leipzig
Simone Danaylow, Musikerin & Theaterregisseurin, Leipzig
Katrin Tröndle, Kabarettistin, Leipzig
Martin Joost, Musiker, Leipzig
Erik Lehmann, Kabarettist, Arnsdorf
Michael Feindler, Kabarettist, Leipzig
Maxim-Alexander Hofmann, Kabarettist, Leipzig
Benjamin Gerlach, Cellist, Radebeul
Andrea Müller, Comedian, Weinböhla
Tino Liebe, Comedian, Dresden

*
Information über den Offenen Brief:

Comödie Dresden/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

http://www.meinwortgarten.com – Das Dresdner Kulturgewächshaus im Netz – Inhaberin und freie Journalistin Lilli Vostry schließt sich diesem Offenen Brief und Appell der Kulturschaffenden an.

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Premiere „Kiss me, Kate“ an den Landesbühnen Sachsen

02 Montag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Musik, Theater

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Reizvolles Spiel auch ohne Küsse: die widerspenstige Olivia Katharina (Olivia Delaurè) und ihr Verehrer Petruchio (Holger Uwe Thews). Fotos: Sylvio Dittrich

Wie aus weniger mehr wird

Beim Musical „Kiss me, Kate“ an den Landesbühnen Radebeul bewirken die Corona-Einschränkungen, dass die Darsteller zu Bestform finden. Am 31. Oktober war Premiere.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Die Bühne ist minimal bestückt, es gibt kaum Kulissen, nur wenige Requisiten. Aber einige sind Wie aus weniger mehr wird unerlässlich: Masken und Plexiglaswände. Sie hindern die Darsteller daran, sich zu berühren, ja sich zu küssen. Aber genau das soll doch laut Stücktitel passieren. An gelegentlichen Spitzen zeigen die singenden Schauspieler im Musical „Kiss me, Kate“ an den Landesbühnen Sachsen, wie sehr ihnen die Corona-Einschränkungen zusetzen. Nur die Premiere durfte am Sonnabend stattfinden. Nun ist das Stück wie der gesamte Spielplan für einen Monat auf Eis gelegt.

In „Kiss me, Kate“, 1948 in New York uraufgeführt, wird Theater in einem Theaterstück gespielt. Während eine Darstellergruppe Shakespeares Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ aus dem 17. Jahrhundert vorbereitet, in der es um Liebe und Widerstand geht, ergeben sich auch unter den Darstellern Beziehungskonflikte und amouröse Abenteuer – wie Petruchio und Katharina auf der Bühne, so Fred und Lilli hinter den Kulissen. Bzw. Lucentio und Bianca alias Bill und Louis Lane.

Wie das Ensemble dieser musikalischen Komödie in der Inszenierung von Peter Kube aus dem Weniger an Miteinander ein Mehr an Darstellungskunst macht, ist lustvoll anzuschauen. Und anzuhören. Bis auf die ausgebildete Sängerin Olivia Delauré als Gast (Katharina) und Musicaldarstellerin Christin Rettig (Bianca) ausschließlich Schauspieler singend zu den Band-Einspielungen zu erleben. Sie kraxeln für so bekannte Hits aus der Feder von Cole Porter wie „Wunderbar, wunderbar“ auf Tische. Sie erklimmen die typisch amerikanische Showtreppe für „Es ist viel zu heiß“. Oder kleiden sich um, während sie „Schlag nach bei Shakespeare“ schmettern. Auch konditionell zeigen sich die Darsteller in Höchstform.

Holger Uwe Thews legt als Petruchio mit Rasta-Haartracht sängerisch gegenüber seiner Rolle im Landesbühnen-Musical „Hair“ noch einiges zu. Olivia Delaurè reizt ihre Rolle als leidenschaftliche und widerspenstig geltende Katharina bis zum Äußersten aus. Christin Rettig bekommt für eine bravouröse Stepeinlage Szenenapplaus der nur einhundert erlaubten Premierengäste. Sehr amüsant sind zudem Moritz Gabriel und Michael Berndt-Canana, die in der Verkörperung zweier Ganoven ihrer komödiantischen Finesse so richtig Raum geben können.

In Erinnerung bleibt vor allem das kreativ umgesetzte Tanzen der Darsteller innerhalb von Plastikgehäusen. Wie sie drehend über die Bühne schieben und dabei das anstrengende Leben eines Reisetheaters zwischen Pirna und Großenhain intonieren, ist Corona geschuldet und gerade deshalb eine fabelhafte Darbietung. Welch erstaunliche Energie aus einer Pandemie!

Wieder am 4.12. im Stammhaus Radebeul, am 5.12. im König-Albert-Theater Bad Elster.

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

Amüsantes Versteckspiel zweier Ganoven: Michael Berndt-Canana und Moritz Gabriel. In der Mitte Johannes Krobbach.

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Premiere „Gundermann: Alle oder keiner“ im Schauspielhaus Dresden

01 Sonntag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Kultur, Musik, Theater

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Jung, wild, energiegeladen voller Pläne und Ideen: Gerhard Gundermann (Jannik Hinsch) rockt den grauen Tagebaualltag.


Sanft, rau, ruppig, kämpferisch, unbequem: Das widerspruchsvolle Wesen Gundermanns verkörpern gleich sechs „Gundermänner“ im Schauspielhaus Dresden. Fotos: Sebastian Hoppe

„Immer wieder wächst das Gras…“

Mit viel Witz und Widerspruchsgeist kommt das Leben und Schaffen des Baggerfahrers und Liedermachers Gerhard Gundermann auf die Bühne in der Musik-Revue „Gundermann: Alle oder keiner“, die heute, am 1. November, um 19.30 Uhr vorerst zum letzten Mal im Schauspielhaus Dresden zu sehen ist.

Der Bühnenvorhang ist sandfarben wie die Tagebaulandschaft einst in Hoyerswerda.
„Hoywoy, du blasse Blume auf Sand…“, besingt Gerhard Gundermann die Stadt, die „laut, heiß, staubig und verbaut war.“ Wohin der 1955 in Weimar geborene Liedermacher 1967 umzog. Wo er im Braunkohletagebau als Hilfsarbeiter anfing, ranklotzte und sich vom Hilfsmaschinisten bis zum Baggerfahrer hocharbeitete. Nebenher brachte er sich das Gitarre spielen bei, ab 1972 schrieb er erste eigene Lieder.

Das Klischeebild vom „singenden, klingenden Baggerfahrer“ mochte Gundermann gar nicht und er wollte auch „kein Vorzeigeprolet“ sein. Er sah sich „zwischen Songschreiber und Regisseur, der mit seiner Hände Arbeit das Brot für seine Familie verdiente.“ Ein Satz von ihm aus jener Zeit ist fatalerweise heute aktueller denn je:
„Man muss sich weit verbiegen, um Kultur zu machen“, erlebte er zu DDR-Zeiten. Dann lieber ein Konzert absagen als zu betteln und Kunst zu machen, war seine Devise.

In Gundermanns Liedtexten kommt sein Wesen, voller Ecken und Kanten, wunderbar zum Ausdruck. Mal sanft, mal ruppig, zärtlich, rau, leise, kraftvoll, wehmütig und friedvoll haben sie bis heute nichts verloren von ihrer Poesie und Sprachkraft.

Ebenso facettenreich und ambivalent wie sein Leben und Schaffen voller Ideale, Eigensinn und Widerspruchsgeist, Erfolge und Fehlschläge kommt auch die Inszenierung „Gundermann: Alle oder keiner“ – eine Revue über Helden, Gras und Kohle“ von Tom Kühnel auf die Bühne im Schauspielhaus Dresden. Heute am 1. November, um 19.30 Uhr zum vorerst letzten Mal vor dem erneuten Lockdown ab 2. November. Dann bleiben Theater und viele andere Kultureinrichtungen einen Monat lang geschlossen.

Doch wie singt Gundermann so schön in einem Song, der zur Premiere als Zugabe gespielt wurde: „Immer wieder wächst das Gras, wild, hoch und grün…“

Im Stück treten gleich sechs „Gundermänner“ auf, mit Gitarre in Jeans und Fleischerhemd, mit blonder Langhaarperücke und großer Kassen-Brille, die zusammen und einzeln großartig und mitreißend musizieren von Rock, Blues, Chanson bis Techno, sich gegenseitig befragen, anstacheln, zornig, gelassen und nachdenklich auf die Vergangenheit zurückblicken und auch witzig-ironisch in die Zukunft schauen. Mit einer skurrilen, kämpferischen Insekten-TV-Talkshowrunde, die als „Radikalgrüne“ und „Ökoterroristen“ auftreten, wo es um die Zukunft der ehemaligen Lausitz-Tagebaureviere  mit Ausstieg aus der Kohle und den Streit um den Einsatz erneuerbarer Energien geht. Reichlich Beifall für eine Aufführung nah am Gundermann-Original und mit einfühlsam eigenen, originellen und berührenden Interpretationen seiner Lieder. Ein Abend, der Gundermann gewiss gefallen hätte und hoffentlich bald wieder auf die Bühne kommt.

Text (lv)

Mehr Text zur Inszenierung folgt.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Premiere „Der Zauberberg – Eine Visite“ nach dem Roman von Thomas Mann im Schauspielhaus

01 Sonntag Nov 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Was als Kur und Zeit zur Besinnung gedacht war, wird zum nackten Überlebenskampf für Hans Castorp (Philipp Grimm) in der Inszenierung „Der Zauberberg“ nach Thomas Manns berühmtem Roman im Schauspielhaus Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

Abgeschirmt vom Leben

In eindringlichen, starken und beklemmenden Bildern und Szenen erzählt und stellt die Inszenierung „Der Zauberberg – Eine Visite“ nach dem Roman von Thomas Mann spannend existenzielle Fragen nach dem Lebenssinn, Gesund- und Kranksein und Umgang damit und spiegelt genau die aktuelle Corona-Situation. Doch nun muss das Schauspielhaus Dresden wie viele andere Kultureinrichtungen ab 2. November wieder schliessen wegen des erneuten Lockdowns.

Auf einem riesigen Podest gestapelte Fässer aus Metall fallend polternd in die Tiefe bis an den Bühnenrand. Gestalten in weißen Schutzanzügen und Masken reichen sich die Fässer und entsorgen sie wie Sondermüll. Eine Sirene ertönt. Der Geruch von Desinfektionsmitteln hängt in der Luft. Die Gestalten öffnen ihre Schutzanzüge und sind auf einmal schick gekleidete Damen und Herren in einem Lungenheilsanatorium. Ein junger Mann kommt aus dem Zuschauersaal auf die Bühne. Hans Castorp ist aus Hamburg nach Davos gereist, um seinen lungenkranken Cousin Joachim zu besuchen. Bald merkt er, hier oben ist eine andere Welt mit eigenen Regeln, die Zeit verrinnt unmerklich, es gibt keine Jahreszeiten. Alles kreist um die Patienten. Die immer mehr den Kontakt zur Wirklichkeit verlieren.

Entrückt, fern, surreal und nah an der Gegenwart zugleich kommt das Stück „Der Zauberberg – eine Visite“ nach dem Roman von Thomas Mann in einer Spielfassung von Stefan Bachmann und Carmen Wolfram, unter Verwendung von Texten von Sibylle Berg unter Regie von Daniela Löffner auf die Bühne im Schauspielhaus Dresden. Die Premiere war im September und eröffnete die neue Spielzeit. Am Sonnabend war die vorerst letzte Zauberberg-Aufführung vor dem erneuten von der Bundesregierung verordneten Lockdown zur Eindämmung des Corona-Virus ab 2. November.

Als Hans Castorp, zwischen Neugier, Staunen und Entsetzen hin und her gerissen, großartig verkörpert von Philipp Grimm, sich seinem Cousin Joachim (resigniert: Simon Werdelis) zur Begrüßung nähert, ertönt eine Stimme aus dem Off: „Sicherheitsabstand von 1,50 Meter einhalten !“ Joachim sagt: „Es ist gar keine Zeit hier, auch kein Leben…“

Die Patienten sitzen auf Fässern, alle husten. Joachim behauptet mit Zigarette im Mund, er rauche nie. Hans hört ihm rauchend zu und fragt: „Was ist denn eigentlich die Zeit?“ Wie will man etwas messen, von dem man gar keine Vorstellung habe, nichts Greifbares, erwidert ein Patient. Ähnlich verhält es sich mit dem Corona-Virus.

Eine Frau zieht eine Pistole. Sie ist schon im dritten Jahr hier oben und hat es satt, zu kuren. Eine andere beschwichtigt sie und fragt in die Runde, ob jemand Schokolade will. Die anderen greifen zu, von Lachen und Husten geschüttelt. Ihr Tagesablauf ist nach den immer gleichen Routinen geregelt: Sie schütteln alle gleichzeitig ihre Sprayflaschen und sprühen sich in den Mund, gefolgt von Fiebermessen und der nächsten Untersuchung. Abends hüllen sie sich, weiter oben oder unten auf den Stufen des Podests sitzend, in ihre gestreiften Wolldecken ein und hören Harfenklängen bei gedämpftem Licht zu. Hans fühlt sich ein bisschen heiß und frostig, aber gesund, seit er hier oben ist. Und fragt, was das denn für eine Erkältung sei. „Ein Katarrh“, antwortet ein älterer Mann. Es gebe unschuldige und schuldige Infektionen.

Immer mehr und verhängnisvoller wird Hans Castorp in den Sog des luxuriösen Kurbetriebs hinein gezogen, auch wenn er sich mal kurz über den eiskalten Tee beschwert. Die Patienten ergeben sich dem Müßiggang, feiern fröhlich zusammen Fastnacht mit Verkleidung, närrischen Masken, auch der Mann im Rollstuhl trägt ein Hütchen und hämmert auf ein Fass ein, bevor er wieder trostlos vor sich hin dämmernd vornübergebeugt dasitzt.

Ansonsten reden, streiten und philosophieren einige der Patienten ausgiebig in spannendem Disput über existenzielle Fragen wie Lebenssinn und Tod, Gesund- und Kranksein, über die Verbindung von Körper, Geist, Seele und Würde des Menschen und Menschen, die in Krankenhäuser gingen, um der Forschung und Wissenschaft zu dienen. Ratio, Verstand und Gefühl widerstreiten heftig in den Gesprächen. Krankheit sei menschlich, gehöre zum Menschsein und gebe ihm Würde, sagt der Mann im Rollstuhl und steht kurz auf.

Ein Mann, ein grüblerischer Denker (Matthias Reichwald) rät Hans Castorp immer wieder, diesen Ort zu verlassen bevor es zu spät ist. Aus den drei Wochen, die Castorp bleiben wollte, werden Jahre. Sein Aufenthalt kommt ihm vor wie „ein langer, ewiger Traum und man muss sehr tief schlafen, um so zu träumen.“

Ein Sehnsuchtstraum auch die Liebesszene mit Schutzfolie-Wand zwischen dem Liebespaar. Hans umarmt mit übergestreiften Folieärmeln eine Frau in schwarzer Unterwäsche aus dem Sanatorium, beide Körper umwickelt von der künstlichen Hülle, darunter lustvoll keuchend alles Trennende aufgehoben. „Die Liebe und der Tod sind fleischlich beide. Daraus erwächst ihre Größe, Schrecken und Magie“, erkennt Castorp.

Sein Cousin Joachim will weg aus dem Sanatorium, schnallt sich eine Tonne wie eine Sauerstoffflasche auf den Rücken, schwer atmend. Er schafft es nicht mehr. Zuletzt steht das Stufengerüst fast menschenleer, von Neonröhren erhellt. Hans Castorp betrachtet, umringt von Gestalten in Schutzanzügen, fasziniert ein Eiskristall, das mit seiner „eisigen Regelmäßigkeit“ schöner sei als eine Blume. Er zieht sich aus bis er nackt dasteht, sein Körper zittert und schwitzt zugleich. Die Maskierten reiben ihn mit Eis ab und er fragt sich immer verzweifelter, warum er hergekommen sei. Er balanciert auf den Fässern, fällt herunter und weiß nicht mehr wohin. Die andere Welt unterhalb des Zauberbergs ist ihm abhanden gekommen.

Neben den Patienten aus dem Sanatorium kommen TalbewohnerInnen zu Wort, die von ihren Nöten, Alltagstrott und plötzlich hereinbrechenden Katastrophen erzählen. Eine ältere Frau (Ursula Schucht) spricht bitterkomisch über Altern, Verfall und ihre Einsamkeit. Eine Frau in weißer Bluse und schwarzem Rock (Christine Hoppe) schaut barfuß sehnsuchtsvoll in die Ferne und träumt wiederholt davon, im Boot auf dem Fluss zu fahren mit dem Mann ihrer Träume. „Wenn ich weiß, wie jede Sekunde meines Lebens aussieht, dann muss ich ja nicht dabei sein“, sagt sie kühl. Ein Landwirt (Holger Hübner) lässt seinen Frust heraus, er hätte so viel zu tun im Stall, dass er nicht bemerkte, dass seine Frau weg war und es ihr schlecht ging. Auf das Masken tragen werde steng geachtet, aber wenn die Tiere verrecken im Dorf, interessiere es keinen, sagt er wütend. Die Textauszüge stammen aus Sibylle Bergs 2004 entstandenem Roman „Ende Gut“, der vor dem Hintergrund einer Pandemie spielt. Mit ihrem Text „Guten Morgen westliche Welt“ endet die Aufführung, wo wie im Schlusskapitel des Zauberbergs ein Pfleger den Patient Europa auf die Couch legt, der starr vor Angst mit glorreicher Vergangenheit sei und wohl glaube, die alten Zustände ließen sich wieder herstellen, und fragt in Sorge um seine Zukunft, was mit ihm los sei.

Ein starker, anspruchsvoller Stoff und ein Theaterabend, der den Schauspielern und dem Publikum viel abverlangt, im Wechsel von wortreichem Nachdenken und lang gedehnter Zeit, in der fast nichts geschieht. Ein Stück, das unbequeme Fragen stellt und in eindringlichen, starken Bildern von der Verletzlichkeit, vom Verdrängen der Vergänglichkeit, von Ohnmacht und vom Aufbegehren des Menschseins erzählt. Es bleibt zu hoffen, dass diese haargenau in die Corona-Zeit passende Aufführung bald wieder auf die Bühne kommt.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Premiere „Ein Meter Fünfzig“ – eine Theaterphantasie mit Abstand von Rainald Grebe im Schauspielhaus

29 Donnerstag Okt 2020

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Nicht zu bremsende Spielleidenschaft: Ahmad Mesgarha und Anna-Katharina Muck glänzen witzig-komisch bis dramatisch und unverdrossen in der Inszenierung „Einmeterfünfzig – eine Theaterphantasie mit Abstand“ von Rainald Grebe im Schauspielhaus Dresden. Foto: Sebastian Hoppe

„Es heilt nur Menschen, wo Menschen sind“

Die Aufführung „Einmeterfünfzig“ – eine wunderbar komödiantische und zugleich wehmütige Vorschau auf die neue Spielzeit im Staatsschauspiel Dresden ist heute, am 29. Oktober, 19.30 Uhr zum vorerst letzten Mal im Schauspielhaus Dresden zu sehen. Wegen erneutem Lockdown ungeachtet der genehmigten Hygienekonzepte sollen die Kultureinrichtungen ab 2. November wieder schließen.

„Was ist schöner als ein tobender, ausverkaufter Saal“, sagt eine Stimme aus dem Off. „Von Hundert auf Null“, eine andere. „Manchmal ist 1,50 Meter viel zu viel… Wir sollten auch nachdenken, für wen wir das Theater machen“, sagt eine Frauenstimme. „Hier im Haus wartet keiner. Das war schon komisch. Besonders abends“, fügt eine andere hinzu. Die O-Töne am Anfang der Vorstellung aus der Zeit des ersten Lockdowns im Frühjahr sind nicht vorbei, sondern wieder erschreckend nah.

Nachdem die neue Spielzeit im Herbst gerade begonnen hat, sollen die Theater und andere Kultureinrichtungen erneut schließen aufgrund neuer Maßnahmen aus der Politik zur Eindämmung des Corona-Virus. Ab 2. November sollen sie in Kraft treten. Obwohl bisher kein Fall von Corona-Infizierten aus Theatern bekannt geworden ist und mit genehmigten Hygienekonzepten gearbeitet wird.

Eine seltsame, geisterhafte Situation. Neben Sitzreihen mit schwarz verhangenen Stühlen sitzen Pappfiguren neben den Zuschauern im halbleeren Theatersaal. Symbolisch für die Misere und all diejenigen, die nicht mehr ins Theater kommen. Eigentlich wollte Rainald Grebe ein Stück über den legendären Lügenbaron von Münchhausen auf die Bühne bringen. Doch dann kamen die Corona-Einschränkungen.  So heißt die witzig-absurde, der Misere voll Spiellust trotzende Inszenierung nun bezeichnenderweise „Einmeterfünfzig – Eine Theaterphantasie mit Abstand“ von Rainald Grebe.

Die Schauspieler sitzen vor der Bühne. Zwischen Kantinenstimmung und Warten auf den langersehnten Auftritt erzählen, singen und spielen sie abwechselnd Ausschnitte aus Stücken, die wegen der Corona-Situation abgesagt oder verschoben werden mussten. Begleitet mit melancholischen Klängen am Cello und Piano von zwei Musikern (Jens-Karsten Stoll und Dietrich Zöllner). Immer wieder fährt ein Megaphon von der Bühnendecke grell tönend: „Halten Sie Abstand!!“ Manchmal blinkt ein rotes Warnlicht auf, wenn die Schauspieler sich ein paar Zentimeter zu nahe kommen.

Eine Schauspielerin mit Visier vor dem Gesicht (Birte Leest) teilt eifrig die KollegInnen für die Proben ein. Irgendwann platzt ihr der Kragen, dass all die Mühen der Probenarbeit umsonst gewesen sein sollen und sie fragt in einem leidenschaftlichen Gefühlausbruch, was denn eigentlich der Begriff „systemrelevant“ bedeute und für die Kultur etwa nicht zutreffe?!

Die Bühnentechnik mit ihrem riesigen Räderwerk bewegt sich auf und ab, auf die Leinwand projiziert zu Spieluhrklängen. Der Sternenhimmel funkelt aufs Schönste von der Bühnenwand. Ein Schlagzeug bricht donnernd in die wehmütige Atmosphäre ein. Die Schauspielerin Anna-Katharina Muck tritt als Venus im blauen Kleid aus einer Muschel und singt ein Lied über das „Spiel im Dunkel…“, das Dunkles ins Licht holt.
Drei Schauspielerinnen singen wie Sirenen, ein Spielmann zerreißt den Bogen.

„Die Probleme beginnen alle mit dem Mensch! Weil wir atmen…“, verkündet einer. Auf einem rollenden, bunt blümchengeschmückten, eingezäunten Podest, das heile Welt vorgaukelt, taucht unversehens ein körperlich behinderter Mann auf, der weiß, dass er hier Spielverderber ist und zugleich auf das Mitgefühl der anderen setzt.  „Sie sehen mit der Geburt beginnt schon die Gefahr des Todes“, sagt Klaus-Dieter Werner.

Ihre Spielleidenschaft lassen die Schauspieler sich dennoch nicht nehmen. Ein junger Schauspieler stürmt auf die Bühne mit zwei Degen. Kämpfen, lieben, leiden… mit ganzem Körpereinsatz für das Publikum, dafür gibt er alles.

Voll abgründigem Humor eine Szene aus der noch bevorstehenden Inszenierung „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“, ein Stück über einen Tanzmarathon, der Ruhm und Geld verspricht, gebrochene Leiber und Träume hinterlassen wird und in den 1930er Jahren spielt. Die Darsteller tragen dick aufgeblasene Hüllen und tanzen wie Aufziehfiguren ununterbrochen auf der Stelle. Einer nach dem anderen fällt um, der letzte zappelt noch im Liegen mit den Beinen in der Luft.

Anna-Katharina Muck will ihr Kostüm aus ihrer Glanzrolle der „Heiligen Johanna der Schlachthöfe“ von Bertolt Brecht versteigern. „Was, nur 30 Euro für ein Bühnenleben?! Das war eine meiner besten Rollen“, ringt sie fassungslos nach Luft. Das sei 20 Jahre her, doch die Wände vergessen doch nichts.  „Ich kauf`s mir selber und hungere mich rein“, sagt sie sarkastisch. „Es heilt nur Menschen, wo Menschen sind“, zitiert sie Johanna.

Höhepunkt des Theaterabends ist der Auftritt von Ahmad Mesgarha in seiner legendären Rolle als Frank`n`Furter aus der Rocky Horror Show mit Federboa, Strapsen und schwarzem Mieder, der sich als extravaganter Star aufspielt und Anna-Katharina Muck steht mit vielsagendem Blick daneben und bietet ihm trocken humorvoll Paroli in einer Szene aus dem Stück „Wer hat Angst vor Virginia Woolf ?“. Köstlich komisch-romantisch schweben beide als Romeo und Julia als reifes Paar in großen Seifenblasenbällen auf der Bühne umher und schmachten sich liebevoll an. Und in schneller Verwandlung als altes Liebespaar Philemon und Baucis hocken sie nebeneinander, rührend, weise, nachdenklich. Wenn es nicht anders geht, gehen die Schauspieler ihrem Spieltrieb in einem Legofiguren-Spiel, festgehalten in Videoaufnahmen nach. Und Abstand hin oder her. Zum Schluss rennt ein junges Schauspielerpaar schreiend auf die Bühne und nun ja, küsst sich.
Reichlich Beifall für eine wunderbare Aufführung voller Theaterzauber trotz Abstand.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Über uns

Willkommen in diesem reichhaltigen Garten der Künste – Hier blüht Euch was! Hier wächst vieles, Schönes und Dorniges, Auffälliges und Verborgenes, Seltenes und Seltsames nebeneinander. Hier erfahrt Ihr das Neueste aus der Dresdner Kultur- und Kunstszene in aller Eigenart und Vielfalt. Sitzt man auf der Gartenbank mit namhaften und weniger bekannten Kulturmenschen und Menschen mit Ideen und Visionen aus anderen Lebensbereichen. Zeigen Künstler beim Atelier-Besuch ihre neuesten Werke, bevor sie in der Ausstellung hängen und erzählen, welche Bilder sie nie ausstellen würden. Wird Neues aus der Bühnen- und Bücherwelt vorgestellt, Augen- und Ohrenschmaus weitergegeben. Es gibt ein Traumtagebuch, für die Bilder der Nacht und Lebensträume. Es ist Platz für Poesie und Kurzprosa, Reisereportagen, Beiträge über das Leben mit anderen Kulturen, über Lebensart und Zwischenmenschliches. Es werden WortRaritäten gesammelt und Wort-Rätsel mit geheimnisvollem Inhalt gelüftet. Und nun: Schaut Euch um, entdeckt, genießt und lasst Euch anregen von der Fülle an Kulturgewächsen. Und vor allem: Bleibt schön neugierig und empfehlt meinwortgarten weiter.
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Lilli Vostry

Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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Kulturkalender, Bildende Kunst, Theater, Literatur, Musik, Unterwegs, Genießen, Traumtagebuch, KünstlerPorträts, Interviews, Kolumne, Comics, Virtuelles Erzählcafé „Lebendige Beziehungen“

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TOP-BEITRÄGE & SEITEN

  • Die Sprache des Steins: Ausstellung zum Abschluss des Internationalen Bildhauer-Symposiums auf dem Campus der Fachhochschule Dresden
  • Restaurace "Babicka" eröffnet mit tschechisch-böhmischer Küche in Pirna
  • BilderAlbum: Bilder & Klänge für alle im KlanGLaboR
  • "Mut schöpfen": Kurzgeschichte & Dialog-Szene "Wenn aus Liebe Gewalt wird"
  • Premiere "Leonce und Lena" nach Georg Büchner auf der Bürgerbühne im Kleinen Haus
  • Ausstellung "Mittendrin" von Peter Pit Müller & André Uhlig im Sächsischen Weinbaumuseum Hoflößnitz
  • Premiere "Die Laborantin" von Ella Road im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden
  • Premiere "Einige fühlen den Regen, andere werden nass" & Festivaltag mit Stücken von Jugendlichen im Theater Junge Generation
  • Ausstellung "Gotthardt Kuehl. Ein Lichtblick für Dresden" auf Schloss Burgk Freital
  • Ein Abend für Thomas Brasch im Minckwitzschen Weinberghaus in Radebeul

Top-Beiträge & Seiten

  • Ausstellung "Alles so schön bunt hier!" von Holger John in der Kunsthochschule Dresden & "66 x John" in der Galerie Holger John
  • Schönes bleibt: Gedichte zur Erinnerung
  • Länderabend Indien an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul
  • Beflügelnder Ort: Das Melli Beese-Haus in Laubegast strahlt in frischem Glanz mitten in einem wundervollen, urwüchsigen Garten
  • Premiere im Boulevardtheater Dresden- Herr Lehrer, Fräulein Lustig schwänzt!
  • Atelierbesuch bei Anne Kern in Wehlen, Sächsische Schweiz
  • Premiere "Das Ding - die Friedrichstadt-Revue" im Dresdner Friedrichstatt Palast
  • Viele Facetten & Blicke von Frauen auf die Welt: Im Literaturkreis der Stadtbibliothek Radebeul-Ost im Kulturbahnhof bieten sie reichlich Gesprächsstoff
  • Die Ausstellung "Erotischer Advent" in der Galerie Kunst & Eros wird verlängert
  • Ausstellung "Stille Post" von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital

Aktuelle Beiträge

  • Ausstellung „Wer bin ich?“ mit Malerei & Zeichnung von Dorothee Kuhbandner in der Stadtteilbibliothek Radebeul-Ost im Kultur-Bahnhof
  • Premiere vom Theaterjugendclub Döbeln zum Thema „Heimat“ anlässlich des 1045-jährigen Stadtjubiläums
  • Ausstellung „Stille Post“ von Gudrun Trendafilov auf Schloss Burgk in Freital
  • Uraufführung „Träume in Europa“ von Wolfram Lotz im Schauspielhaus Dresden
  • Plenair-Ausstellung auf dem Künstlerhof Kunath in Röhrsdorf bei Meißen
  • Premiere „Der tollste Tag oder Figaros Hochzeit“ von Peter Turrini frei nach Beaumarchais als Sommertheater Open Air im Innenhof des Japanischen Palais Dresden
  • Ein lebendiger Ort für Geschichten: Erzählcafé & Schreibwerkstatt
  • Gedichte von Abschied & Bleiben
  • Neue MeerGedichte: Farben des Lebens
  • Ausstellung „Alles so schön bunt hier!“ von Holger John in der Kunsthochschule Dresden & „66 x John“ in der Galerie Holger John

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